Corona-News am Dienstag Frankreich überschreitet Zwei-Millionen-Marke

In Frankreich haben sich seit Pandemiebeginn mehr als zwei Millionen Menschen infiziert. Und: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier will einen möglichen Impfstoff mit armen Ländern teilen. Der Überblick am 17. November.
Menschen mit Mundschutz während der Corona-Pandemie vor dem Louvre in Paris

Menschen mit Mundschutz während der Corona-Pandemie vor dem Louvre in Paris

Foto: Michel Euler / dpa

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+++Frankreich überschreitet Marke von zwei Millionen Corona-Fällen +++

22.54 Uhr: In Frankreich haben sich seit Beginn der Corona-Pandemie mehr als zwei Millionen Menschen mit dem Virus angesteckt. Dies teilte der Direktor der obersten nationalen Gesundheitsbehörde, Jérôme Salomon, mit. Bei 67 Millionen Einwohnern wurden im wichtigsten EU-Partnerland nun insgesamt 2.036.755 Fälle registriert. Salomon zufolge wurde am Montag zudem ein Höchstwert von knapp 33.500 Einweisungen ins Krankenhaus erreicht.

Die Anzahl der Neuinfektionen gehe indes seit einigen Tagen zurück. »Unsere gemeinsamen Anstrengungen beginnen Früchte zu tragen und erklären diese positive Tendenz«, sagte Salomon. Auch wenn die Zahlen im Vergleich zum Höchstwert von etwa 69.500 Infektionen innerhalb eines Tages von Anfang November rückläufig sein, seien sie noch immer sehr hoch.

Seit gut zwei Wochen gelten in Frankreich strenge Ausgangsbeschränkungen. Man darf nur mit einem Formular und triftigem Grund vor die Tür. Einzelhandel und Gastronomie sind geschlossen. Zumindest in Paris gibt es in einigen Teilen der Stadt aber spürbar weniger Kontrollen als während der Beschränkungen im Frühjahr. Für Anfang Dezember hat die Regierung Lockerungen in Aussicht gestellt. Eventuell soll der Einzelhandel dann wieder öffnen. Restaurants sollen aber geschlossen bleiben.

Lockdown mildert französische Wachstumsaussichten

20.44 Uhr: Der zweite Lockdown in Frankreich schlägt auf die Konjunktur des Landes durch. Finanzminister Bruno Le Maire bestätigt zwar die Erwartung, dass die Wirtschaftskraft in diesem Jahr um elf Prozent schrumpft. Er erklärt aber auch, dass das Wachstum im kommenden Jahr wegen der neuen Maßnahmen doch nur bei sechs Prozent liegen werde. Vor dem neuen Lockdown hatte das Pariser Finanzministerium mit acht Prozent gerechnet.

Weltärztebund-Vorsitzender Montgomery bringt Schichtdienst für Lehrer ins Gespräch

22.36 Uhr: Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat angesichts der Corona-Krise mehr Engagement auch von Lehrern eingefordert. »Wo ist die Digitalisierung der Schulen, wo ist aber auch der gesplittete Unterricht und wo sind auch die Lehrer, die dann Schichtdienst machen?«, sagte Montgomery im "heute journal"  des ZDF. »Wir sind es im Krankenhaus zum Beispiel gewohnt, bei einem höheren Arbeitsanfall von Patienten, dass wir dann auch mal zwei Schichten machen, dass wir zusätzliche Arbeit leisten.«

Seiner Ansicht nach sei es geboten, in den Schulen hinsichtlich der Arbeitsformen und der Digitalisierung innovativer zu werden. »Damit wir den Kindern nicht ihre Zukunft rauben. Denn momentan betrügen wir Generationen um ihre Zukunft, weil sie keine ausreichende Schulbildung bekommen.«

Frank-Walter Steinmeier: Möglichen Corona-Impfstoff mit ärmeren Ländern teilen

21.06 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat dazu aufgerufen, künftige Corona-Impfstoffe mit ärmeren Ländern zu teilen. Ärmeren Ländern zu helfen und Teile ihrer Bevölkerung zu impfen, sei nicht allein ein Akt der Solidarität, schrieb Steinmeier in einem Gastbeitrag für den "Tagesspiegel" : "Deutschland und Europa sollten jetzt ein politisches Signal geben, dass sie bereit sind, von Beginn an einen Teil dieser Kontingente abzugeben, um etwa Gesundheitspersonal auch in ärmeren Ländern der Welt so rasch wie möglich zu schützen."

Die EU-Kommission hatte vergangene Woche formal einen Rahmenvertrag mit den Firmen Biontech und Pfizer über bis zu 300 Millionen Impfdosen gebilligt. Ergebnisse klinischer Tests des Impfstoffes waren vielversprechend.

›BBC‹: Britische Fußballfans könnten bald wieder ins Stadion

20.18 Uhr: Von Dezember an könnten laut einem Bericht teilweise wieder Zuschauer in Fußballstadien zugelassen werden. Premier Boris Johnson nannte die Fanrückkehr in Gesprächen mit Parlamentariern laut dem Sender BBC "eine persönliche Priorität". Auch der britische Minister für Medien, Kultur und Sport Oliver Dowden berichtete am Dienstag auf Twitter von "konstruktiven Gesprächen" mit Fußball-Vertretern, in denen es unter anderem um die Rückkehr der Fans gegangen sei. Wegen der Corona-Pandemie werden Fußballspiele in England seit März ohne Zuschauer ausgetragen.

Uno gibt 84 Millionen Euro für Hungerprävention während Corona-Pandemie frei

20.12 Uhr: Die Vereinten Nationen haben ein Hilfspaket über 84 Millionen Euro zur Hungerprävention während der Corona-Pandemie beschlossen. Sieben Staaten würden die Hilfen erhalten, teilte der Uno-Nothilfekoordinator Marc Lowcock mit. Ein Fünftel der Gelder soll demnach an Äthiopien gehen. In dem ostafrikanischen Land bekämpft die Zentralregierung seit Anfang November die in der Region Tigray herrschende Volksbefreiungsfront (TPLF).

Neben Äthiopien sollen auch Afghanistan, Burkina Faso, Nigeria, Südsudan, der Jemen und die Demokratische Republik Kongo Hilfen der Uno erhalten. Lowcock betonte, eine Hungersnot sei kein »unvermeidlicher Nebeneffekt« der Corona-Krise. Hungersnöte geschähen nur dann, wenn die Welt sie zulasse – sie könnten verhindert werden. Wichtig sei aber rasches Handeln, mahnte Lowcock.

Niederlande lockert vorsichtig Corona-Maßnahmen

19.42 Uhr: In den Niederlanden werden die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie vorsichtig wieder gelockert. Wie Ministerpräsident Mark Rutte ankündigte, dürfen von Donnerstag an Theater, Museen, Kinos und Bibliotheken wieder öffnen. Kneipen, Cafés und Restaurants bleiben jedoch geschlossen. Künftig darf man in dem 17-Millionen-Einwohner-Land wieder drei Gäste zu Hause empfangen – bisher waren es zwei.

Die Niederlande hatten Mitte Oktober einen Teil-Lockdown verhängt. Die Regeln wurden dann vor zwei Wochen verschärft. Trotz der Erleichterungen geht die Regierung davon aus, dass der Teil-Lockdown erst in der zweiten Januar-Hälfte nächsten Jahres aufgehoben werden kann. Bis dahin wird auch von Auslandsreisen dringend abgeraten.

Mehr als 15 Millionen Corona-Infektionen in Europa

19.14 Uhr: In Europa sind bereits mehr als 15 Millionen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Weltweit wurden seit Beginn der Pandemie mehr als 55 Millionen Infektionsfälle verzeichnet, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Behördenangaben ergab. Die 52 europäischen Länder sind gemessen an der Zahl der Infektionen die am stärksten betroffene Region der Welt – vor Lateinamerika und der Karibik (12,1 Millionen) sowie Asien (11,5 Millionen).

Allerdings scheint sich die Ausbreitung des Virus in den meisten europäischen Ländern zu verlangsamen. In den vergangenen sieben Tagen wurden in Europa durchschnittlich etwa 265.000 Neuinfektionen pro Tag registriert. Dies entspricht einem Rückgang von neun Prozent im Vergleich zur Vorwoche.

Alle Intensivbetten in der Schweiz belegt

18.35 Uhr: Nach Angaben der Schweizerischen Gesellschaft für Intensivmedizin (SGI) sind in der Schweiz alle Intensivbetten belegt. In den vergangenen Tagen seien bereits mehrere kritisch kranke Patientinnen und Patienten aufgrund mangelnder intensivmedizinischer Ressourcen in andere Kantone oder sogar Sprachregionen verlegt worden. "Es ist von entscheidender Bedeutung, dass alle weiterhin die geltenden Schutzmassnahmen einhalten, verantwortungsvoll handeln und unnötige Risiken vermeiden, um die Intensivstationen und das gesamte Gesundheitswesen zu unterstützen", teilte die SGI mit.

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Lehrerverband schlägt zusätzliches Schuljahr vor

17.46 Uhr: Wegen der Coronakrise kann sich der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger auch ein zusätzliches Schuljahr vorstellen. Es zeichne sich ab, dass auch dieses Schuljahr kein normales werde und es nicht gelinge, die Lehrpläne zu erfüllen, sagte Meidinger dem Nachrichtenportal »Watson«. »Für viele Eltern und Schüler würde die Möglichkeit eines Zusatzjahres enormen Druck aus der jetzigen Situation herausnehmen, übrigens auch das Problem des Notendrucks, den manche Elternverbände beklagen, entschärfen.«

Vorstellbar sei vieles, etwa das freiwillige Wiederholen eines Schuljahres ohne Wertung als Sitzenbleiben oder das Angebot eines Zusatzjahres beispielsweise vor den Abschlussprüfungen, sagte Meidinger. Er forderte zudem einen »langfristigen Masterplan«, damit Eltern, Lehrer und Schüler nicht tagtäglich durch neue kurzfristig Maßnahmen verunsichert würden.

Politiker in Sri Lanka isst rohen Fisch, um Corona-Angst zu vertreiben

17.34 Uhr: Ein ehemaliger Fischereiminister hat in Sri Lanka zu einer ungewöhnlichen Maßnahme gegriffen, um den Verkauf von Fisch anzukurbeln: Auf einer Pressekonferenz in Colombo biss er in einen rohen Fisch. Damit wolle er zeigen, dass niemand durch den Verzehr mit dem Virus infiziert werde. Die Fischverkäufe im Land waren gesunken, nachdem im letzten Monat auf dem zentralen Fischmarkt am Rande der Hauptstadt ein großer Coronavirus-Cluster aufgetaucht war. »Unsere Leute in der Fischereiindustrie können ihren Fisch nicht verkaufen. Die Leute in diesem Land essen keinen Fisch«, sagte Dilip Wedaarachchi und gestikulierte mit einem Fisch.

Wedaarachchi, ein oppositioneller Gesetzgeber, war bis letztes Jahr Fischereiminister. »Ich habe diesen Fisch mitgebracht, um es Ihnen zu zeigen. Ich appelliere an die Menschen in diesem Land, diesen Fisch zu essen. Haben Sie keine Angst. Sie werden nicht mit dem Coronavirus infiziert«, sagte er, bevor er einen Bissen von dem Fisch nahm. Der Ausbruch auf dem Hauptgroßhandelsmarkt hat zu Tausenden von Infektionen geführt und sich im ganzen Land verbreitet. Zehntausende Tonnen Fisch wurden nicht verkauft, nachdem der Markt geschlossen werden musste, und die Preise sanken, als die Menschen aufhörten, Fisch zu kaufen und zu essen.

Polizei warnt vor drohenden Angriffen auf den Bundestag am Mittwoch

17.09 Uhr: Vor den für Mittwoch im Regierungsviertel in Berlin angekündigten Protesten warnt das Landeskriminalamt (LKA) vor Angriffen auf den Bundestag. Die Zeitung »Die Welt« zitierte aus einem Schreiben der Bundestagspolizei an Abgeordnete, in dem darauf hingewiesen werde. Auch die Parlamentspolizei warnt demnach ausdrücklich, dass sich »politisch radikale und teilweise gewaltbereite Kreise an den Kundgebungen beteiligen« könnten.

Hintergrund ist die Debatte über die Reform des Infektionsschutzgesetzes, mit dem Maßnahmen zum Schutz vor der Corona-Pandemie auf eine sichere rechtliche Grundlage gestellt werden sollen. Zugleich wird für solche Einschränkungen etwa eine Befristung und eine Begründungspflicht vorgeschrieben.

Gegen das Gesetzesvorhaben gibt es zahlreiche Protestaufrufe von Gegnern der Corona-Schutzmaßnahmen. Eine offiziell angemeldete Demonstration eines sogenannten Netzwerks Impfentscheid wurde allerdings vom Veranstalter selbst abgesagt. Grund dafür ist laut einer Nachricht im Messengerdienst Telegram »das Risiko gewalttätiger Auseinandersetzungen nach einer massiven Mobilisierung links- und rechtsextremistischer Gruppen«.

Gleichwohl geht das LKA Berlin laut »Welt« von Protesten mit »Teilnehmerzahlen im oberen vierstelligen Bereich, maximal im untersten fünfstelligen Bereich« aus. Die Bundestagspolizei kündigte demnach an, innerhalb des sogenannten befriedeten Bereichs um den Bundestag sollten »im erklärten Einvernehmen mit dem Bundestagspräsidenten« alle Kundgebungen verboten werden. Dagegen kann allerdings Einspruch vor Verwaltungsgerichten erhoben werden. Zudem dürfte es auch Protestkundgebungen und Gegendemonstrationen außerhalb des befriedeten Bereichs geben.

Die Verbote seien nötig, da es Anlass zur Sorge gebe, "dass der Parlamentsbetrieb beeinträchtigt wird, weil sowohl mit Angriffen auf die Gebäude des Deutschen Bundestages und auch auf Personen als auch mit gesundheitlichen Gefährdungen für Zutrittsuchende zu den Bundestagsgebäuden, insbesondere für Abgeordnete und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, durch Verstöße von Versammlungsteilnehmern gegen Corona-Regeln zu rechnen ist", zitierte die "Welt" weiter aus dem Schreiben der Bundestagspolizei.

Spahn braucht mehr als sechs Milliarden Euro für Corona-Pläne

16.57 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn braucht mehr als sechs Milliarden Euro, um die Pläne zur Bewältigung der Coronakrise zu finanzieren. Allein für den Ankauf von Impfstoff seien für dieses Jahr und 2021 drei Milliarden Euro angemeldet worden, soll Reuters aus Koalitionskreisen erfahren haben. Eine weitere Milliarde Euro sei für den Ausbau und die Ausrüstung der Impfzentren nötig. Da die Bundesländer vom Bund auch Entschädigungen für das Freihalten von Corona-Betten durchgesetzt hätten, würden dafür in diesem Jahr nochmals zwei Milliarden Euro benötigt.

Spahn habe dem Haushaltsausschuss in einer Sondersitzung am Montag versichert, dass er die Summe in diesem Jahr aus eigenen Mitteln stemmen könne, hieß es weiter. Unklar sei allerdings, ob auf den Bundeshaushalt bei einer Verlängerung in 2021 nicht zusätzliche Ausgaben zukämen. Die Länder hatten dem Gesundheitsministerium am Sonntag finanzielle Zusagen dafür abgerungen, dass in Kliniken, aber auch Reha-Zentren Betten für Corona-Patienten zur Verfügung gestellt werden. Kanzlerin Angela Merkel hatte gesagt, dass die Entschädigungen zielgerichteter als im Frühjahr bei der ersten Corona-Welle ausfielen.

Curevac kündigt Aufbau von europäischem Netzwerk zur Impfstoffherstellung an

16.38 Uhr: Das Tübinger Pharmaunternehmen Curevac hat eine Ausweitung seiner Produktion für einen möglichen Impfstoff in der Corona-Pandemie angekündigt. Durch den Aufbau eines europäischen Netzwerks sollten im Jahr 2021 bis zu 300 Millionen Dosen und 2022 bis zu 600 Millionen Dosen des Impfstoffkandidaten hergestellt werden können, teilte Curevac mit. Für die kommenden Wochen werde nun die Bekanntgabe wichtiger Partnerschaften erwartet, Ziel sei »ein breites und integriertes europäisches Netzwerk« mit erfahrenen Partnern für jeden der wichtigsten Herstellungsschritte des Impfstoffs CVnCoV.

Curevac ist eine von zahlreichen Pharmafirmen weltweit, die an der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs arbeiten. Sie setzen dabei auf unterschiedliche Verfahren. Curevac arbeitet wie der deutsche Konkurrent Biontech mit einem potenziellen Wirkstoff auf der Basis sogenannter Boten-RNA. Der Impfstoff von Curevac befindet sich gegenwärtig allerdings noch in einer frühen Phase der klinischen Prüfungen. Am Montag hatte die EU-Kommission mitgeteilt, dass sie am Dienstag einen Vertrag mit Curevac über bis zu 405 Millionen Impfstoffdosen billigen werde.

Curevac-Produktionsvorstand Florian von der Mülbe erklärte am Dienstag, Ziel sei, »die Produktionskapazität innerhalb kurzer Zeit zu erhöhen, um eine stabile Versorgung mit unserem Impfstoffkandidaten sicherzustellen«. Derzeit arbeite Curevac »mit erfahrenen Partnern in ganz Europa zusammen, um ein solides Produktionsnetzwerk aufzubauen«. Dabei sei geografische Nähe ein wichtiger Faktor.

Italienische Provinz Südtirol bereitet Massentests vor

16.05 Uhr: Die Südtiroler Landesregierung hat ihre Bürger zur Teilnahme an einem geplanten Corona-Massentest am nächsten Wochenende aufgerufen. »Es handelt sich um freiwillige Tests, niemand wird gezwungen«, sagte Landeshauptmann Arno Kompatscher in Bozen. »Es ist der Appell an die Bevölkerung, die Einladung mitzumachen«, erläuterte er.

Die norditalienische Provinz Bozen-Südtirol will mit den Schnelltests einen »aktiven Schritt« machen, um die Corona-Zahlen zu drücken, sagte der regionale Regierungschef. Die zentrale Testphase startet am Freitag und dauert bis Sonntag. Die kleine Alpen-Provinz geht damit in Italien einen Sonderweg. Wer positiv getestet wird und beschwerdefrei ist, soll zehn Tage zu Hause in Isolation gehen.

Angepeilt ist, dass rund zwei Drittel der Südtiroler Bevölkerung, etwa 350.000 Menschen, den Antigen-Schnelltest machen. Den Abstrich sollen Männer, Frauen und Kinder ab dem Alter von fünf Jahren vornehmen lassen. Dafür gibt es rund 200 Teststandorte in den Gemeinden. Das Ergebnis der Virusprobe soll nach spätestens einer halben Stunde vorliegen. Die Bürger könnten es per E-Mail oder Kurzmitteilung aufs Handy bekommen, hieß es.

Alle Corona-Tests bei deutscher Nationalmannschaft negativ

16 Uhr: Die Corona-Tests der deutschen Fußball-Nationalmannschaft vor dem letzten Länderspiel des Jahres gegen Spanien sind negativ. Dies gelte für Spieler, Trainer und Betreuer, teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wenige Stunden vor der Nations-League-Partie in Sevilla mit. Die Laborergebnisse haben den DFB-Tross demnach am Nachmittag erreicht.

Am Abend (Anstoßzeit: 20.45 Uhr) geht es gegen Spanien um den Gruppensieg. Schon ein Remis würde der deutschen Elf im direkten Duell mit den einen Punkt zurückliegenden Spaniern zum ersten Platz in Gruppe 4 der A-Liga reichen. Dann wäre Deutschland beim Final Four der Nations League dabei, das vom 6. bis 10. Oktober 2021 ausgespielt werden soll.

Fußballduell Schweiz – Ukraine nach weiteren Fällen abgesagt

14.49 Uhr: Das für Dienstagabend in Luzern geplante Nations-League-Spiel zwischen der Schweizer Fußballnationalmannschaft und der Ukraine findet nicht statt. Der ukrainische Verband teilte mit, dass die Uefa über die Absage der Partie informiert habe.

Nach positiven Corona-Befunden bei Jewgeni Makarenko, Eduard Sobol und Dimitri Risnyk am Montag wurden das gesamte Team und der Betreuerstab nochmals getestet. Weil es dabei erneut vier positive Fälle gegeben habe, ordnete der Luzerner Kantonsarzt für die gesamte Gästemannschaft Quarantäne an. Nach Angaben des ukrainischen Verbands wurden drei Spieler positiv getestet.

Besonders Jugendliche trifft Kontaktbeschränkung hart

14.31 Uhr: Schulschließungen und Kontaktbeschränkungen könnten aus Expertensicht vor allem Jugendliche hart treffen. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte warnte daher gleich vor mehreren negativen Folgen.

Nach Ansicht von Fachleuten seien Kinder nicht die Verbreiter (Spreader) des Coronavirus, sagte die Vizepräsidentin des Verbands, Sigrid Peter, im ZDF-»Morgenmagazin«. Sie bedauerte, dass es keine einheitliche Maßgabe zum Tragen von Masken gebe. Ihr Verband empfehle dies ab sechs Jahren mit Ausnahmen für chronisch kranke und behinderte Kinder. »Wir sehen das als eine gute Option, die Beschulung, die absolut notwendig ist, weiter durchführen zu können.«

Kitas und Schulen seien Orte von Kompetenzerwerb, und zwar auch von sozio-emotionaler Kompetenz, sagte Peter. Wenn das nicht mehr gewährleistet sei, würden gerade benachteiligte Kinder enormen Risiken ausgesetzt und abgehängt. Im ersten Corona-Lockdown im Frühjahr habe man auch gesehen, dass häusliche Gewalt und Gewichtsprobleme (etwa Adipositas) zunähmen.

Generell treffen Kontaktbeschränkungen jüngere Menschen von etwa bis zu 35 Jahren härter als ältere, sagte die Diplom-Psychologin und Buchautorin Ulrike Scheuermann der dpa. »Da gibt es inzwischen auch verschiedene Studien dazu, dass generell jüngere Menschen mehr mitgenommen sind durch die Kontaktbeschränkungen.«


EU-Staaten lehnen derzeit gemeinsame Regeln zu Schnelltests an Flughäfen ab

14.02 Uhr: Die Hoffnung der europäischen Luftfahrtbranche auf die Einführung von Corona-Schnelltests zur Erleichterung von Reisen hat einen Dämpfer erhalten. Viele EU-Länder lehnen eine gemeinsame Regelung für Schnelltests ab, wie aus einem internen Dokument hervorgeht, das Reuters vorliegt. "Eine große Anzahl von Mitgliedstaaten hat deutlich gemacht, dass Diskussionen über gemeinsame Mindeststandards und -kriterien verfrüht wären", heißt es in dem Papier vom 12. November. Es soll den Staats- und Regierungschefs am Donnerstag auf einer Videokonferenz vorliegen, auf der über eine Koordination der Maßnahmen im Kampf gegen Corona gesprochen werden soll.

Die Fluggesellschaften drängen bei den Regierungen auf Alternativen zu pauschalen Reisebeschränken inmitten der zweiten Infektionswelle in Europa, wobei Lufthansa und Alitalia die Verwendung von Antigen-Schnelltests wollen. Die Airlines setzen darauf, dass die Behörden weltweit die Reisebeschränkungen in der Pandemie durch den Einsatz von Tests lockern, sodass auch wieder Reisen in Risikogebiete ohne Quarantänepflicht möglich wären. Auf internationaler Ebene setzt sich der Luftfahrtverband IATA dafür bei der staatlichen internationalen Luftfahrtorganisation ICAO ein. Die Quarantäneregeln wirkten im Luftverkehr wie ein Lockdown, klagt die Branche.

Krise treibt Arbeitslosigkeit in Österreich in die Höhe

13.38 Uhr:  In Österreich ist die Arbeitslosigkeit zu Beginn des zweiten vollständigen Lockdowns weiter gestiegen. Derzeit seien mehr als 600.000 Menschen ohne Job oder in Kurzarbeit, sagte Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP). »Wir spüren zurzeit saisonale Auswirkungen am Arbeitsmarkt, aber auch dazukommend die krisenbedingte Arbeitslosigkeit aufgrund der Corona-Pandemie«, sagte die Ministerin. Konkret seien 443.465 Menschen arbeitslos oder in Schulung und 170.137 Personen in Kurzarbeit. Gegenüber der Vorwoche sei dies ein Zuwachs von gut 6000 Jobsuchenden.

Für das staatlich gestützte Kurzarbeitszeit-Modell, das Arbeitsplätze und Einkommen sichern soll, kommen der Ministerin zufolge laufend neue Anträge herein. »Wir erwarten, dass einige Hunderttausend Menschen in Kurzarbeit sein werden«, erklärte die konservative Politikerin. Im Frühjahr waren über 1,3 Millionen Menschen in Kurzarbeit. Bisher seien rund 5,2 Milliarden Euro für die Kurzarbeit ausbezahlt und acht Milliarden Euro bewilligt worden.

In Österreich meldeten die Behörden zuletzt 5984 neue Corona-Positivtests binnen 24 Stunden. Derzeit befinden sich 4525 Covid-19-Patienten in stationärer Behandlung und davon 658 der Erkrankten auf Intensivstationen.

Hofreiter kritisiert Merkel und Ministerpräsidenten für verbreitetes Chaos

13.26 Uhr: Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter wirft der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten vor, sie hätten mit ihren schlecht vorbereiteten Beratungen »wieder Chaos verbreitet«. Sie untergrüben damit die wichtigste Ressource bei der Bekämpfung der Pandemie, das Vertrauen der Bürger. »Es kann sein, dass man dann weiter nachschärfen muss«, sagt Hofreiter mit Blick auf die nächste Beratungsrunde von Bund und Ländern am 25. November.

Im Moment steckten sich noch zu viele Menschen mit dem Virus an. "Lockerungen werden nicht möglich sein." Wenn die Zahlen nicht deutlich zurückgingen, werde man die November-Auflagen in den Dezember hinein verlängern müssen.

Iran meldet Höchstwert an Neuinfektionen

13.00 Uhr: Die Zahlen der Corona-Neuinfektionen in Iran haben erneut einen Höchstwert erreicht. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden binnen einem Tag 13.352 Neuinfektionen registriert. Im gleichen Zeitraum starben 482 Corona-Patienten an dem Virus. Damit liege die Gesamtzahl der Infizierten bei fast 790.000, die der Corona-Toten bei über 42.000, sagte Ministeriumssprecherin Sima Lari im Staatsfernsehen.

Die Fallzahlen dürften jedoch mehr als doppelt so hoch sein wie angegeben, weil es in dem Land mit mehr als 82 Millionen Einwohnern zu wenig Testmöglichkeiten gibt. Um die drastisch steigenden Fallzahlen zu stoppen, wird die Islamische Republik am nächsten Wochenende landesweit strenge und unbefristete Lockdowns einführen. Außerdem wurde zwischen 21 und 4 Uhr auch eine Ausgangssperre für Personenwagen verhängt.

Frankreich bereitet Impfkampagne für Jahresbeginn vor

12.36 Uhr: Frankreich bereitet eine Impfkampagne gegen das neuartige Coronavirus für den Jahresbeginn vor. Regierungssprecher Gabriel Attal sagte, dafür seien 1,5 Milliarden Euro vorgesehen. Allerdings will sich laut einer Umfrage fast jeder zweite Franzose nicht impfen lassen.

Frankreich wolle »bereit sein, wenn die europäischen und nationalen Gesundheitsbehörden einen Impfstoff billigen«, und dann »sofort« mit der Kampagne beginnen, sagte der Regierungssprecher dem Fernsehsender France 2. Er verwies darauf, dass die europäische Arzneimittelbehörde die Zulassung eines ersten Impfstoffs bis zum Jahresende als möglich bezeichnet hatte.

In der Bevölkerung gibt es jedoch eine große Skepsis: Nur 54 Prozent der Franzosen gaben in einer Umfrage des Instituts Ipsos vom Oktober an, sie wollten sich gegen die Lungenkrankheit Covid-19 impfen lassen. Das sind deutlich weniger als etwa in den USA, wo sich fast zwei Drittel der Menschen impfen lassen wollen. Vor allem bei jüngeren Französinnen ist die Furcht vor Nebenwirkungen laut einer Studie der Jean-Jaurès-Stiftung hoch.

Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer hatten vor gut einer Woche erklärt, ihr Impfstoff sei zu über 90 Prozent wirksam. Am Montag meldete das US-Biotechnologieunternehmen Moderna, eine Zwischenanalyse der abschließenden Testphase habe eine Wirksamkeit seines Corona-Impfstoffkandidaten von 94,5 Prozent ergeben. Daneben forscht unter anderem auch der französische Pharmakonzern Sanofi nach einem Mittel.

Umweltamt mahnt Lüften an – Luftfilter in Klassenzimmern reichen nicht

11.59 Uhr: In der Debatte über das Corona-Risiko an Schulen warnt das Umweltbundesamt davor, zu sehr auf mobile Luftreiniger zu setzen. Ihr Einsatz in Klassenzimmern sei kein Ersatz für das Lüften, weil sie nicht für die notwendige Zufuhr von Außenluft sorgten. Das teilte die Behörde mit. Es gebe Fälle, in denen Luftreiniger das Lüften »sinnvoll ergänzen« könnten, wie Erkenntnisse der Kommission für Innenraumlufthygiene am Umweltbundesamt zeigten – nämlich dort, wo Fenster nicht ausreichend geöffnet werden könnten und auch keine Zu- und Abluftsysteme infrage kämen. Luftreiniger könnten aber nicht alle Verunreinigungen aus der Raumluft entfernen.

Fürs richtige Lüften empfahl das Umweltbundesamt erneut, alle 20 Minuten für etwa drei bis fünf Minuten die Fenster weit zu öffnen und sie in den Unterrichtspausen durchgehend offen zu halten. Räume, die nicht über Fenster oder eine Lüftungsanlage mit Zufuhr von Außenluft gelüftet werden können, sind demnach für den Unterricht nicht geeignet. Auch sachgemäßes Lüften schütze aber nicht vor einer Ansteckung über direkten Kontakt oder Tröpfcheninfektion auf kurzer Distanz. Abstand zu Anderen, regelmäßiges Händewaschen und das Tragen von Alltagsmasken seien daher auch in gelüfteten Räumen wichtig.

Krankschreibung soll generell per Videosprechstunde möglich sein

11.46 Uhr: Patienten sollen laut einem Bericht der Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) generell die Möglichkeit erhalten, sich in bestimmten Fällen ohne den Besuch in einer Arztpraxis krankschreiben zu lassen. Eine erstmalige Krankschreibung und eine Verlängerung sollten künftig per Videosprechstunde möglich sein, heißt es unter Berufung auf Gesetzespläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU). Dies solle unabhängig von einer Pandemiesituation gelten.

»Insbesondere bei einfach gelagerten Erkrankungsfällen und zur Vermeidung von Infektionen über Wartezimmer sollte die Feststellung von Arbeitsunfähigkeit im Rahmen der Videosprechstunde auch im Rahmen einer ausschließlichen Fernbehandlung erfolgen können«, zitieren die RND-Zeitungen aus dem Referentenentwurf für ein geplantes Gesetz zur digitalen Modernisierung von Versorgung und Pflege.

Darin ist demnach vorgesehen, dass dies in der entsprechenden Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) verankert werden soll. Im Sommer war zunächst vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie die Regelung eingeführt worden, dass eine Krankschreibung für maximal sieben Tage auch per Videosprechstunde möglich ist.

Spahn plant zudem dem Bericht zufolge, dass Versicherte der gesetzlichen Pflegeversicherung einen Anspruch auf die Erstattung von digitalen Pflegehelfern bekommen sollen. Dabei geht es um Apps, die eine Betreuung von Pflegebedürftigen im Heim oder zu Hause unterstützen. Solche Apps gibt es etwa für die Sturzprävention oder das Kontinenzmanagement.

Verfassungsgerichtshof weist Eilanträge gegen Teil-Lockdown ab 

11.35 Uhr: Der Bayerische Verfassungsgerichtshof hat Eilanträge gegen den Corona-bedingten Teil-Lockdown im Freistaat abgewiesen. In einer veröffentlichten Entscheidung lehnten es die Richter ab, die neuen Vorschriften der bayerischen Corona-Verordnung per einstweiliger Anordnung außer Vollzug zu setzen. Es liege keine offensichtliche Verletzung von Freiheits- und Gleichheitsgrundrechten der bayerischen Verfassung vor.

Die achte bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung enthalte zwar erhebliche Verschärfungen, etwa eine vorübergehenden Schließung von Betrieben und sonstigen Einrichtungen. Die Belange der Betroffenen müssten aber zurücktreten "gegenüber der fortbestehenden und in jüngster Zeit wieder erheblich gestiegenen Gefahr für Leib und Leben einer Vielzahl von Menschen". Zudem verwiesen die Richter in ihrer Begründung auf eine drohende Überforderung der "personellen und sachlichen Kapazitäten des Gesundheitssystems".

Ethikratsmitglied hält Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen für möglich

11.02 Uhr: Der Humangenetiker und Medizinethiker Wolfram Henn, Mitglied im Deutschen Ethikrat, kann sich eine Corona-Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen vorstellen. Wer »aufgrund seiner freien Berufswahl in der Pflegeeinrichtung oder auf einer Intensivstation arbeitet«, habe ein erhöhtes Risiko, sich anzustecken oder als Infizierter andere zu schädigen, sagte Henn dem »Mannheimer Morgen«. »Aus meiner Sicht wäre diese selbst gewählte besondere Verantwortung ein hinreichendes Argument dafür, als Arbeitgeber eine Impfpflicht einzufordern.«

Eine allgemeine Impfpflicht gegen das neuartige Coronavirus lehnt die Bundesregierung ab. Auch der Ethikrat hatte sich in der vergangenen Woche in einer gemeinsamen Stellungnahme mit der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina und der Ständigen Impfkommission dagegen ausgesprochen.

Henn sagte dem »Mannheimer Morgen« mit Blick auf Impfskeptiker: »Jedwede Risikoabwägung führt ganz klar dahin, dass man mit der Impfung allemal besser fährt als mit der Krankheit.« Zudem bestehe in diesem Falle eine doppelte Verantwortung: nicht nur sich selbst, sondern auch anderen gegenüber. »Insofern besteht zwar keine rechtliche, aber eine moralische Impfpflicht«, sagte Henn.

Mehr als 165.000 neue Fälle binnen 24 Stunden in USA

10.41 Uhr: Die USA haben mehr als 165.000 Neuinfektionen binnen einem Tag verzeichnet. Am Montag meldeten die Behörden 166.045 neue Fälle, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore hervorging. Der bislang höchste Wert war am Freitag registriert worden, als mehr als 17.000 Fälle gemeldet wurden. Die Zahl der Toten binnen 24 Stunden lag bei 995.

Insgesamt haben sich in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 11,2 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Rund 247.000 Menschen starben bislang – mehr als in jedem anderen Land der Welt. Umgerechnet auf die Bevölkerungszahl liegen die USA mit gut 75 Toten pro 100.000 Einwohner laut JHU weltweit auf dem 13. Platz.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden Zahlen - unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden - nachträglich korrigiert. Dies gilt auch für die Zahl vom vergangenen Freitag, die zunächst mit mehr als 184.500 angegeben worden war.

Amtsärzte kritisieren Vertagung weiterer Beschlüsse

9.16 Uhr: Die deutschen Amtsärzte sind mit der Vertagung konkreter Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern auf die kommende Woche unzufrieden. Sie könne einerseits nachvollziehen, »dass man versucht, mit Appellen weiterzukommen«, sagte die Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärzte im öffentlichen Gesundheitswesen, Ute Teichert, im WDR. »Aber andererseits steht tatsächlich den Gesundheitsämtern das Wasser bis zum Hals

»Wir schaffen es nicht mehr, die Kontaktpersonen nachzuverfolgen«, sagte Teichert zur Lage der Gesundheitsämter. »Von daher wären einheitliche Beschlüsse für uns sehr hilfreich gewesen.«

Scharfe Kritik an der Bund-Länder-Runde äußerte auch der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery. »Was wir dort erleben als Showdown von Eitelkeiten, hilft niemandem«, sagte er im SWR. »Wir brauchen eine Einigkeit aller Demokraten und aller Menschen, die wirklich an der Gesundheit der Bevölkerung interessiert sind.«

Ziel müsse es jetzt sein, auf das "wichtigste Pfund" zu setzen, nämlich die Bevölkerung mitzunehmen, forderte der Ärztefunktionär. "Was soll denn ein einfacher Bürger noch denken, wenn sich diese Damen und Herren streiten und sich auf nichts Vernünftiges einigen können."

Montgomery betonte zugleich die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger. "Wir müssen vor allem Kontakte einschränken. Und das geht nur, wenn die Bevölkerung das selbst macht", sagte er. "Wir können nicht überall einen Polizisten hinstellen." Es bedürfe eines nationalen Ansatzes, um die Menschen zu überzeugen. Das gelinge aber nur, wenn sich die Politik in ihrer Meinung einig sei.

Lauterbach nennt ergebnislose Corona-Beratungen »verlorene Gelegenheit«

8.55 Uhr: Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat die Ergebnisse der Corona-Beratungen von Bund und Ländern scharf kritisiert. »Es war eine verlorene Gelegenheit«, sagte der SPD-Politiker im Deutschlandfunk. Man verspiele mit dem Aufschub wertvolle Zeit. Die Beschlussvorlage sei vielversprechend gewesen, davon sei nur leider das meiste nicht beschlossen worden. Die Ergebnisse seien weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

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Bund will Mitarbeitern offenbar leere Nachbarsitze im Zug bezahlen

8.42 Uhr: Der Bund will einem Bericht zufolge Mitarbeitern von Behörden und Ministerien zum Schutz vor einer möglichen Corona-Infektion bei Dienstreisen einen leeren Nachbarplatz im Zug zahlen. So solle ein größerer Abstand zu Mitreisenden gewährleistet werden, schreibt die "Süddeutschen Zeitung " unter Berufung auf ein Schreiben des Bundesinnenministeriums an Oberste Bundesbehörden. Die erweiterte Erstattungsmöglichkeit für die Ausgaben werde zunächst bis Ende März befristet.

Bislang lehnen Bund und Bahn einen garantierten Mindestabstand in den Fernzügen für alle Passagiere ab, der für die eigenen Beamten und Angestellten laut dem Bericht nun durch Steuergeld erkauft werden soll. Offiziell heißt es von Bahn und Verkehrsministerium immer, dass es keinen Nachweis über eine besondere Ansteckungsgefahr in Zügen gebe.

Beamte sollen sich auch freien Mittelsitz im Flieger kaufen dürfen

Das Vorgehen des Bundes sorgt laut "SZ" in der Opposition für Irritationen. "Diese skurrile Entwicklung bestätigt, dass eine Reservierungspflicht richtig wäre", sagte der FDP-Verkehrspolitiker Christian Jung der "SZ". Die Bahn habe über Monate Zeit gehabt, eine digitale Lösung einzuführen, dies aber versäumt. Stefan Gelbhaar, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen, sagte: "Es fragt sich, warum der Bund einen Mindestabstand in Zügen nur für die Mitarbeiter und nicht für alle Passagiere garantiert."

Auch bei Flugreisen zeigen sich die Behörden laut "SZ" kulant. Da könne ein Mittelsitzplatz dazu gebucht werden, um mehr Abstand zu gewähren. Darüber hinaus empfiehlt der Bund den Mitarbeitern, so zitiert die Zeitung aus dem Schreiben, auch das Auto: Die Nutzung eines Mietwagens könne anerkannt werden, da das Infektionsrisiko mangels Mitreisenden geringer ausfalle.

Virologin hält Abwarten für schlechte Idee

8.30 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel konnte sich in der Schalte mit den Ministerpräsidenten gestern nicht durchsetzen: Die Schulen bleiben offen – und es bleibt vor allem bei einer neunseitigen Absichtserklärung und Appellen, möglichst viele Kontakte einzudämmen. Doch dieser Kurs birgt epidemiologische Risiken.

Die Virologin Isabella Eckerle von der Universität Genf etwa warnt, weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zurückzustellen. »Ein zögerliches Vorgehen beziehungsweise ein Abwarten in einer Pandemie ist meistens keine gute Idee«, sagte Eckerle in den ARD-»Tagesthemen«. »Die Zahlen haben sich zwar verlangsamt, aber sie steigen immer noch an.«

Solange die Entwicklung noch in die falsche Richtung gehe, sei klar, dass die Einschränkungen zumindest aufrechterhalten, wahrscheinlich aber verschärft werden müssten. »Wenn man die Infektionszahlen wirklich runterbekommen möchte, die Kliniken entlasten, in der Gesellschaft ein bisschen mehr Normalität haben möchte, dann wäre es besser gewesen, schon jetzt damit anzufangen.«

Die Virologin kritisierte, dass es bis heute nur wenige Daten zum Infektionsgeschehen an den Schulen gebe. Dort habe man in der Pandemie bisher zu wenig hingeschaut. »Man hat sich lange auf Daten aus der ersten Jahreshälfte berufen, wo sich gezeigt hatte, dass die Kinder eine nicht so große Rolle spielen. Das hat sich jetzt aber geändert.« Klar sei, dass viele infizierte Kinder ein wenig ausgeprägtes Krankheitsbild oder gar keine Symptome zeigten. Klar sei aber auch: »Bei hohen Infektionszahlen wie im Moment hat man auch Infektionszahlen an den Schulen. Das spiegelt einfach das Gesamtgeschehen in der Bevölkerung wider.«

Mehr als 14.000 Neuinfektionen in Deutschland

5.30 Uhr: In Deutschland sind binnen 24 Stunden 14.419 Corona-Neuinfektionen verzeichnet worden. Das teilte das Robert Koch-Institut (RKI)  am Dienstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mit. Am Vortag waren es mehr als 10.000 Neuinfektionen gewesen. Die Zahl der Corona-Toten stieg demnach bundesweit auf 12.814 – dies waren 267 mehr als am Vortag.

Im Vergleich zur Vorwoche verzeichnete das RKI jedoch einen Rückgang der Ansteckungszahlen: Vergangenen Dienstag wurden 15.332 Fälle gemeldet. Insgesamt wurden seit dem Beginn der Pandemie in Deutschland laut den jüngsten Zahlen des Instituts 815.746 Infektionsfälle registriert. Die Zahl der Genesenen lag bei rund 530.200.

Patientenschützer für tägliche Schnelltests in der Pflege

5.25 Uhr: Patientenschützer haben die vom Bund zugesagten günstigen Schutzmasken für Corona-Risikogruppen im Winter begrüßt, fordern aber außerdem tägliche Schnelltests in der Pflege.

Für mehr als 18 Millionen Menschen sei das Angebot hochwertiger FFP2-Masken hilfreich, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der dpa. Im Gegensatz zum Frühjahr bestehe in der Pflege aber kaum Mangel an Mund-Nasen-Schutzen. »Was jedoch fehlt, sind Schnelltests.« Es müssten sofort tägliche Antigentests von Pflegebedürftigen, Angehörigen und Pflegekräften beginnen. Zu klären sei, wer dies bezahle und personell unterstütze.

Ältere Menschen und chronisch Kranke mit erhöhtem Risiko für schwere Corona-Verläufe sollen für den Winter insgesamt 15 FFP2-Masken gegen eine geringe Eigenbeteiligung erhalten können. Die Kosten übernehme der Bund, wurde nach Beratungen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten am Montag mitgeteilt. Eine bereits seit Mitte Oktober geltende Verordnung ermöglicht, dass neue Schnelltests in Kliniken und der Pflege auf breiter Front kommen. In Pflegeheimen sind bis zu 20 Tests im Monat pro Bewohner auf Kassenkosten möglich.

Brysch sagte, das Coronavirus müsse gestoppt werden, bevor die vier Millionen Menschen in der ambulanten und stationären Pflege infiziert würden. Die Krankheitsverläufe seien dort schwerer, die Sterberate sei hoch. Klassische PCR-Tests hätten aber Grenzen, und es dauere zu lange, bis Ergebnisse vorlägen. Quarantäneregelungen verschärften zudem die Personalsituation.

Lockdown in Österreich tritt in Kraft

4.55 Uhr: In Österreich tritt am Dienstag ein strenger Lockdown in Kraft. Die neuen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sehen Schul- und Geschäftsschließungen sowie eine ganztägige Ausgangssperre vor. Ausnahmen gibt es nur noch für den Weg zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen sowie für Sport und Spaziergänge im Freien. Die Maßnahmen gelten vorerst bis zum 7. Dezember.

Der Handel muss schließen, nur Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Drogerien, Banken und Postämter bleiben geöffnet. Grund für die neuen Maßnahmen sind die insgesamt steigenden Infektionszahlen in Österreich trotz eines vor zwei Wochen verhängten Teil-Lockdowns samt nächtlicher Ausgangssperre. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte am Wochenende zudem angekündigt, nach Ablauf der strengen Beschränkungen Corona-Massentests einzusetzen.

Gewerkschaften kritisieren vertagte Entscheidungen zu Schulen 

4.05 Uhr: Bildungsgewerkschaften haben Bund und Länder für den Aufschub weiterer Anti-Corona-Maßnahmen an Schulen kritisiert. »Jetzt ist nicht die Zeit, vernünftige, zielführende Vorschläge vom Tisch zu wischen«, sagte die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marlis Tepe, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Sie zeigte Unverständnis darüber, dass sich Bundesländer gegen Wechselunterricht wehrten. Dieser sei für Schülerinnen und Schüler ab der Sekundarstufe I gut umzusetzen.

Der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, sagte dem RND: »Von Lehrkräften, Eltern und Schülern dringend erwartete Entscheidungen und mehr Klarheit über das weitere Vorgehen sind zwar nicht aufgehoben, aber mal wieder aufgeschoben.« Er kritisierte zudem die Kommunikation: »Es geht einfach nicht an, dass Schulleitungen und Lehrkräfte aus der Zeitung oder Montag früh um 7 Uhr erfahren, wie sie in dieser Woche zu unterrichten haben.«

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Montag mit den Ministerpräsidenten über weitere Corona-Maßnahmen beraten. In der ursprünglichen Fassung einer Beschlussvorlage des Bundes war noch von einer Ausweitung der Maskenpflicht an Schulen und einer Halbierung der Gruppengrößen die Rede gewesen. Am Ende vertagten Merkel und die Ministerpräsidenten die Entscheidung über derartige Maßnahmen bis kommende Woche.

Katholische Kirche will zu Weihnachten »Hausliturgie« herausgeben

3.40 Uhr: Die Deutsche Bischofskonferenz will in diesem Jahr eine »Hausliturgie« herausgeben, damit Gläubige zu Hause Weihnachten feiern können. Die Liturgie sei für Menschen gedacht, die wegen der Corona-Pandemie die Teilnahme an Weihnachtsgottesdiensten scheuten, sagte Matthias Kopp, Sprecher der Bischofskonferenz, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Ein entsprechender Flyer werde vermutlich schon Ende der kommenden Woche herausgegeben. »Darin werden das Weihnachtsevangelium enthalten sein, Weihnachtslieder und zwei Gebete«, sagte Kopp.

Man könne den weiteren Fortgang der Pandemie und deren Konsequenzen nicht übersehen. »Weihnachten findet statt – in welcher Form auch immer«, sagte Kopp. Der Flyer soll im Internet zum Download bereitstehen. Die katholische Bischofskonferenz will zudem eine halbe Million gedruckter Flyer an die Bistümer weiterreichen. Die EKD könnte dem Bericht zufolge ähnlich vorgehen.

Generation Corona: Wie unsere Kinder durch die Krise kommen

3.10 Uhr: Mein siebenjähriger Sohn schreibt Pandemieberichte. Und der Zweijährige zieht sich den Pulli über die Nase und spielt Mundschutz. Muss ich mir jetzt Sorgen machen? Lesen Sie hier  mehr.  

Mehr als eine Million Corona-Infektionen in Kalifornien

2.40 Uhr: Kalifornien führt wegen steigender Corona-Zahlen wieder härtere Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie ein. Der US-Bundesstaat müsse die Notbremse ziehen, sagte Gouverneur Gavin Newsom. Vergangene Woche hatte Kalifornien die Schwelle von einer Million bekannten Corona-Infektionen überschritten. Es leben 40 Millionen Menschen in dem Bundesstaat. Für gut 94 Prozent der Bevölkerung gelten nun wieder strikte Auflagen.

Bars und Fitnesseinrichtungen müssen schließen, Restaurants können nur im Freien servieren oder außer Haus verkaufen. Schulen dürfen nur Onlineunterricht geben.

Der Staat an der Westküste hatte sehr früh Corona-Beschränkungen erlassen, diese in den vergangenen Monaten aber langsam gelockert. Weiterhin gilt, dass man in der Öffentlichkeit eine Mund-Nasen-Schutzmaske tragen muss.

Seit Ausbruch der Pandemie sind in Kalifornien nach Angaben des Gouverneursbüros mehr als 18.200 Menschen an einer Coronavirus-Infektion gestorben. Auf die Einwohnerzahl bezogen steht der Westküstenstaat aber besser da als viele andere Bundesstaaten.

Mehrheit für Rechtsgrundlage zur Massenkeulung dänischer Nerze steht

2.15 Uhr: In Dänemark hat sich die Regierung eine politische Mehrheit für eine rechtliche Grundlage zur Massenkeulung von mehreren Millionen Nerzen gesichert. Die sozialdemokratische Minderheitsregierung von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen einigte sich nach Angaben des Wirtschaftsministeriums am Montagabend mit ihren Unterstützerparteien aus dem linken Lager auf eine entsprechende Vereinbarung. Damit wird erlaubt, alle Nerze in Dänemark zu töten – auch gesunde Nerze außerhalb der Risikogebiete rund um Nerzfarmen mit Corona-Ausbrüchen.

Zugleich steht damit der rechtliche Rahmen für eine Bonuszahlung für Nerzzüchter, wenn sie ihre Pelztierbestände bis Donnerstag keulen. Außerdem vereinbarten die Parteien, dass die Nerzhaltung bis zum 31. Dezember 2021 vorübergehend verboten wird. Über die letztendliche Entschädigung für die Züchter wird noch weiterverhandelt.

Die Regierung hatte am 3. November angekündigt, alle Nerze im Land töten zu wollen, weil das Coronavirus bei den Tieren mutiert sei und sich auf den Menschen übertragen habe. Es handelt sich um mehrere Millionen Tiere, deren Felle unter anderem für Pelzmäntel verwendet werden. Für Tiere ohne bisherigen Corona-Fall in ihren Farmen oder im Umkreis außerhalb von 7,8 Kilometern um solche Farmen gab es jedoch bislang keine Gesetzesgrundlage.

Bei mehr als 200 Menschen in Dänemark sind mit Nerzen in Verbindung stehende Virusvarianten nachgewiesen worden. Bei einer davon – der sogenannten Cluster-5-Variante – befürchtet das dänische Gesundheitsinstitut SSI, dass sie Auswirkungen auf die Wirkung künftiger Corona-Impfstoffe haben könnte. Sie ist bislang bei zwölf Menschen in der Region Nordjütland nachgewiesen worden, weshalb die Regierung für Großteile der Region strenge Corona-Maßnahmen erließ.

Corona-Beratungen der Ministerpräsidenten mit Merkel

1.45 Uhr: So giftig wie diesmal ging es bei den Corona-Beratungen noch nie zu. Angela Merkel drängt auf strengere Regeln, doch die überrumpelten Ministerpräsidenten lassen die Kanzlerin auflaufen. Lesen Sie hier mehr.

bah/svv/cop/fek/hej/dpa/AFP/Reuters/AP
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