Corona-News am Donnerstag Impfkampagne für Zwölf- bis 15-Jährige in den USA gestartet

In den Vereinigten Staaten können sich seit heute Kinder und Jugendliche mit Biontech/Pfizer impfen lassen. Und: Griechenland hebt zahlreiche Corona-Beschränkungen auf. Der Tag im Überblick.
Eine 14-jährige US-Amerikanerin erhält ihre erste Corona-Impfung

Eine 14-jährige US-Amerikanerin erhält ihre erste Corona-Impfung

Foto: ANDREW CABALLERO-REYNOLDS / AFP

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+++ Impfkampagne für Zwölf- bis 15-Jährige in den USA gestartet +++

23.21 Uhr: Die USA haben damit begonnen, im großen Stil Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren gegen das Coronavirus zu impfen. Landesweit konnten sich am Donnerstag Zwölf- bis 15-Jährige mit der Vakzine von Biontech/Pfizer impfen lassen. Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte die Impfungen für die rund 17 Millionen Kinder und Jugendlichen dieser Altersgruppe am Vorabend empfohlen.

»Obwohl die meisten Kinder mit Covid-19 nur milde oder gar keine Symptome haben, können einige Kinder schwer erkranken«, erklärte CDC-Chefin Rochelle Walensky. Es habe auch einige wenige Todesfälle in der Altersgruppe gegeben. Eine Impfung von Kindern und Jugendlichen werde den USA helfen, die Pandemie hinter sich zu lassen.

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte den Biontech/Pfizer-Impfstoff am Montag offiziell für Zwölf- bis 15-Jährige zugelassen. In einigen Gemeinden wurde deswegen bereits am Dienstag mit der Impfung von Kindern und Jugendlichen begonnen. Die meisten Regionen warteten aber die Impfempfehlung der CDC ab.

In den USA haben schon mehr als 153 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten. Das sind rund 46 Prozent der Gesamtbevölkerung. Von der erwachsenen Bevölkerung haben knapp 59 Prozent mindestens eine Dosis erhalten.

US-Behörde: Geimpfte müssen drinnen meist keine Maske mehr tragen

20.39 Uhr: Die amerikanische Gesundheitsbehörde CDC lockert die Regeln für Menschen, die vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind. Sie müssen im Freien keine Maske mehr tragen, auch in den meisten Innenräumen gelten für sie kaum noch Beschränkungen. Auch die Abstandsregeln müssen Personen mit vollständigem Impfschutz nicht mehr einhalten, so die CDC. Die Behörde hofft, dass sich angesichts der Lockerungen mehr Amerikaner für eine Impfung gegen das Virus entscheiden.

In Flugzeugen, Zügen, an Flughäfen und Verkehrsknotenpunkten empfiehlt die Behörde aber auch geimpften Personen das Tragen von Masken. Die Empfehlung gilt auch für Krankenhäuser oder Arztpraxen.

Nach monatelangem Lockdown: mehr Bewegungsfreiheit in Griechenland

20.10 Uhr: Griechenland lockert ab Freitag zahlreiche Corona-Beschränkungen. Zusätzlich zur Aufhebung eines Reiseverbots innerhalb des Landes sollen auch Museen wieder öffnen dürfen. Zudem müssen Bürger künftig das Verlassen ihrer Wohnungen nicht mehr per SMS bei den Behörden anmelden. Wer auf eine der griechischen Inseln mit dem Schiff oder Flugzeug reist, muss aber einen Impfnachweis oder einen negativen Corona-Test vorlegen.

Die dritte Welle der Corona-Pandemie hatte Griechenland besonders hart getroffen. Die Mehrheit der rund 10.000 Corona-Todesfälle entfiel auf die vergangenen Monate. Griechenland, dessen Wirtschaft stark vom Tourismus abhängt, hat seine Impfkampagne vor der Sommersaison beschleunigt. Obwohl die Behörden weiterhin mehr als 2000 Neuinfektionen pro Tag registrieren und die Krankenhäuser ausgelastet sind, durften bereits am Montag alle Schulen wieder öffnen.

Amazon zahlt neuen Mitarbeitern Impf-Bonus

18.17 Uhr: Online-Händler Amazon setzt seine Einstellungsoffensive fort – in den USA und Kanada sollen 7. 000 neue Mitarbeiter für die Lager- und Lieferlogistik verpflichtet werden. Dabei bietet der Konzern nach eigenen Angaben vom Donnerstag 100 Dollar Prämie für Kandidaten, die bereits gegen Corona geimpft sind.

Dänemark exhumiert Millionen getöter Nerze

17.57 Uhr: In Dänemark hat die Exhumierung von mehreren Millionen getöteten Nerzen begonnen. Sie waren im vergangenen Jahr gekeult worden, nachdem in den Tieren mutierte Coronavirus-Varianten aufgetreten waren, die sich auch auf Menschen übertrugen. Große Geräte und Lastwagen rückten am Donnerstag im Westen des Landes an, um die Tierkadaver aus zwei Massengräbern zu bergen und in eine Verbrennungsanlage zu bringen.

Die Kadaver waren zunächst an mehreren Standorten vergraben worden, wurden aber durch Fäulnisgase teilweise wieder an die Oberfläche gebracht. Wie die dänische Nachrichtenagentur Ritzau berichtete, sollen sie nun in mehreren Etappen verbrannt werden. Die dänische Regierung hatte im November 2020 die Notschlachtung von rund 17 Millionen Zuchtnerzen angeordnet.

Die eigentlichen Arbeiten sollen erst Ende des Monats beginnen und sich bis Mitte Juli hinziehen. Am Donnerstag begann lediglich eine Testphase, weil keine der 13 beteiligten Müllverbrennungsanlagen Erfahrungen mit der Mischung aus Nerz-Kadavern, Kalk, Erde und Salz habe, hieß es in dem Ritzau-Bericht.

Auch das Erdreich unter den Nerz-Gräbern müsse abgetragen und ersetzt werden, hieß es weiter. Erst dann sei mit einem Ende der Geruchsbelästigung für Anwohner zu rechnen. Ein Mitarbeiter der dänischen Umweltbehörde riet den Menschen in angrenzenden Ortschaften laut dem dänischen Rundfunksender DR von Gartenpartys bis zum Abschluss der Arbeiten ab. Auch nur die Fenster offenzulassen oder Wäsche im Freien aufzuhängen, sei nicht empfehlenswert.

Kleiner Grenzverkehr zwischen Sachsen und Tschechien wieder möglich

17.34 Uhr: Der sogenannte kleine Grenzverkehr zwischen Sachsen und Tschechien ist seit Donnerstagnachmittag wieder möglich. Damit können trotz Corona Menschen wieder grenzüberschreitend Freunde und Verwandte treffen oder im jeweiligen Nachbarland einkaufen gehen. Die Bundespolizeidirektion Pirna rechnete auf Nachfrage in den kommenden Stunden mit einem sprunghaften Ansteigen des Verkehrs, im Bereich der Bundespolizeiinspektion Berggießhübel sei das nach Bekanntwerden der Möglichkeit bereits zu verzeichnen. Bei den Inspektionen Ebersbach, Chemnitz und Klingenthal habe es dazu viele Nachfragen bei der Hotline der Bundespolizei gegeben.

Hintergrund der Erleichterung ist eine neue Corona-Einreiseverordnung des Bundes. Sie erlaubt Ausflüge ins Nachbarland ohne große Auflagen. Bis vor Kurzem zählte Tschechien zu den europäischen Corona-Hotspots. Die Lage hat sich inzwischen deutlich gebessert.

Impfkampagne für Zwölf- bis 15-Jährige in den USA gestartet

17.32 Uhr: Die USA haben damit begonnen, im großen Stil Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren gegen das Coronavirus zu impfen. Landesweit konnten sich am Donnerstag Zwölf- bis 15-Jährige mit der Vakzine von Biontech/Pfizer impfen lassen. Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte die Impfungen für die rund 17 Millionen Kinder und Jugendlichen dieser Altersgruppe am Vorabend empfohlen.

»Obwohl die meisten Kinder mit Covid-19 nur milde oder gar keine Symptome haben, können einige Kinder schwer erkranken«, erklärte CDC-Chefin Rochelle Walensky. Es habe auch einige wenige Todesfälle in der Altersgruppe gegeben. Eine Impfung von Kindern und Jugendlichen werde den USA helfen, die Pandemie hinter sich zu lassen.

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte den Biontech/Pfizer-Impfstoff am Montag offiziell für Zwölf- bis 15-Jährige zugelassen. In einigen Gemeinden wurde deswegen bereits am Dienstag mit der Impfung von Kindern und Jugendlichen begonnen. Die meisten Regionen warteten aber die Impfempfehlung der CDC ab.

In den USA haben schon mehr als 153 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten. Das sind rund 46 Prozent der Gesamtbevölkerung. Von der erwachsenen Bevölkerung haben knapp 59 Prozent mindestens eine Dosis erhalten.

Trotz Pandemie: Indiens Regierung baut prestigeträchtiges Parlament

17.24 Uhr: In Indien lässt die Regierung weiter an einem neuen Parlamentsgebäude und anderen administrativen Gebäuden bauen, trotz der schweren Gesundheitskrise im Land. Zwölf Oppositionsparteien kritisierten dafür in einem Schreiben Premierminister Narendra Modi und forderten ihn auf, das Projekt zu stoppen. Das Geld solle besser für die Beschaffung von Sauerstoff und Impfstoff verwendet werden.

Indien erlebt derzeit eine heftige zweite Coronawelle, die die Krankenhäuser überlastet. In dem Brief forderten die Oppositionsparteien auch kostenloses Essen für Arme, Gratisimpfungen und ein Aus für die umstrittenen Gesetze zur Liberalisierung der Landwirtschaft, die Anfang des Jahres zu massiven Bauernprotesten geführt hatten.

Für die Regierung von Modi ist das 2,3 Milliarden-Euro-Projekt (200 Mrd Rupien) wichtig fürs Prestige: Es soll zur 75-Jahr-Feier der Unabhängigkeit im nächsten Jahr fertig sein. Die Arbeiten gehen trotz des verhängten Lockdowns weiter, während die meisten anderen Bauprojekte gestoppt sind.

Corona-Subventionsbetrug beschäftigt bayerische Justizbehörden

16.57 Uhr: Im Zusammenhang mit Corona-Soforthilfen sind in Bayern seit Beginn der Pandemie mehr als 1400 Ermittlungsverfahren wegen Subventionsbetrugs eingeleitet worden. Dabei gehe es um Hilfsgelder in Höhe von mindestens 11,26 Millionen Euro, bestätigte das Justizministerium am Donnerstag in München. Fälle, in denen die beantragten Hilfsgelder nicht ausgezahlt wurden, habe man hier nicht einberechnet. Sie summieren sich laut Ministerium auf weitere 10,3 Millionen Euro. Zuvor hatte die Online-Ausgabe des »Münchner Merkur« über diese Zahlen mit Stand von Mitte April berichtet.

»Betrug lohnt sich nicht«, sagte Justizminister Georg Eisenreich (CSU) auf Anfrage. »Neben der Pflicht zur Rückzahlung der Corona-Soforthilfe drohen hohe Geldstrafen und Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren.« Anklagen erhoben die Ermittler in 297 Fällen mit einer Schadenssumme von insgesamt 2,37 Millionen Euro. In weiteren 31 Verfahren werde noch ermittelt, dabei gehe es um Hilfsgelder in Höhe von 4,77 Millionen Euro. Weitere 804 Verfahren sind bereits erledigt, etwa weil sie eingestellt wurden.

Brüssel fordert striktere Einreisesperre für Indien

16.40 Uhr: Wegen der dramatischen Corona-Lage in Indien fordert die EU-Kommission noch striktere Beschränkungen für Reisende aus dem südasiatischen Land. Die Brüsseler Behörde appellierte am Mittwochabend an alle 27 Mitgliedsstaaten, mit koordiniertem Handeln die Ausbreitung der in Indien entdeckten Virusvariante B.1.617.2 zu bremsen.

Nur noch Menschen mit zwingendem Reisegrund solle die Einreise erlaubt werden. Dazu gehören wichtige Familienangelegenheiten sowie humanitäre Gründe. EU-Bürger und hier ansässige Menschen sowie deren Familie dürften weiter nach Europa einreisen. Allerdings sollten für sie zusätzliche Gesundheitsvorkehrungen gelten, darunter Test- und Quarantänepflichten unabhängig davon, ob die Menschen geimpft sind.

Diese Maßnahmen entsprächen der »Notbremse«, die die Kommission Anfang Mai empfohlen hatte. Der Vorschlag für koordinierte Reisebeschränkungen für Indien sei den EU-Botschaftern am Mittwoch vorgelegt worden, hieß es aus der Kommission.

Priorisierungsgruppe drei soll in Brandenburg ganz geöffnet werden

16.28 Uhr: Das Land Brandenburg will die Corona-Schutzimpfung für Prioritätsgruppe drei vollständig freigeben. Das habe der zuständige Steuerungsausschuss beschlossen, wie ein Sprecher des Innenministeriums am Donnerstag mitteilte. Bislang waren nicht alle Menschen, die zu dieser Gruppe gehören, impfberechtigt. Der Beschluss muss dem Sprecher zufolge noch durch das Impfkabinett bestätigt werden. Damit sei Anfang kommender Woche zu rechnen. Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB), Peter Noack, hielt eine vollständige Aufhebung der Impfreihenfolge für sinnvoll, wenn genügend Impfstoff zur Verfügung stehe.

In Brandenburg sind derzeit erste Personengruppen der Priorisierungsgruppe drei impfberechtigt – darunter alle über 60-Jährigen und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen. Aber auch Polizisten, Feuerwehrleute und Mitarbeiter beim Katastrophenschutz haben ein Impfangebot erhalten. Die Priorisierung für den Impfstoff von AstraZeneca ist im Land bereits aufgehoben.

Von einer vollständigen Öffnung der Prioritätengruppe drei könnten dann unter anderem auch Apotheker, Mitarbeiter im Bestattungswesen und der Ernährungswirtschaft profitieren. Die Zahl der Impfberechtigten im Land würde sich mit der Öffnung dieser Gruppe nach Angaben des Ministeriums um 500.000 erhöhen.

Chaos vorprogammiert« – Berliner Ärzte kritisieren Aufhebung der Impfpriorisierung

16.08 Uhr: Berlins Kassenärzte haben überrascht und mit scharfer Kritik auf die von der Gesundheitsverwaltung angekündigte Aufhebung der Priorisierung beim Impfen gegen Corona in den Praxen reagiert. Dadurch würden falsche Erwartungen bei den Berlinerinnen und Berlinern geweckt, Chaos in den Praxen sei programmiert, teilte die Kassenärztliche Vereinigung (KV) der Hauptstadt am Donnerstag mit . Es habe vorab keine Absprachen zu dem Thema gegeben.

Für die Hauptstadt gilt nach Informationen von »Business Insider« dann, dass Hausärzte auch jenseits der Impfpriorisierung nach eigenem Ermessen Impfstoff an Patienten verabreichen dürfen

Für die Hauptstadt gilt nach Informationen von »Business Insider« dann, dass Hausärzte auch jenseits der Impfpriorisierung nach eigenem Ermessen Impfstoff an Patienten verabreichen dürfen

Foto:

Michael Reichel/ dpa

Noch immer mangele es den Ärzten an Impfstoff, sodass selbst Menschen aus den Vorranggruppen bislang nicht umfassend geimpft werden könnten, erklärte die KV. Auch sei die Priorisierungsgruppe drei, zu der etwa Menschen über 60 gehören, gerade erst geöffnet worden. Man rate den Praxen daher, auch weiter an Kriterien wie Alter, Vorerkrankung und Zugehörigkeit zu bestimmten Berufsgruppen festzuhalten.

Obwohl Praxen an diesem Feiertag geschlossen haben, versuchten Patienten schon jetzt ihre Ärzte zu erreichen, berichtet der »Tagesspiegel« . Zuvor hatte ein Sprecher der Senatsverwaltung für Gesundheit auf dpa-Anfrage angekündigt, dass die Priorisierung für alle verfügbaren Corona-Impfstoffe bei Haus- und Betriebsärzten in Berlin ab Montag aufgehoben werde. Auch das Magazin »Business Insider« hatte berichtet .

US-Arbeitslosenanträge überraschend auf Rekordtief gefallen

16.00 Uhr: Die Erholung der US-Wirtschaft von den Coronavirus-Folgen spiegelt sich erneut in der Arbeitslosenstatistik wider. In der vergangenen Woche hätten 473.000 Amerikaner die Stütze beantragt, teilte das Arbeitsministerium mit. Dies seien so wenig wie noch nie. Experten hatten lediglich mit einem Rückgang auf 490.000 Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe von 507.000 in der Vorwoche gerechnet.

Unternehmen halten an ihren Mitarbeitern fest, weil es schwierig ist, neues Personal zu finden. Die Zahl der offenen Stellen liegt mit 8,1 Millionen auf einem Rekordhoch, obwohl offiziell zehn Millionen Amerikaner arbeitslos sind. Experten machen unter anderem die Aufschläge bei den Arbeitslosenbezügen und die Angst vor einer Coronainfektion hierfür verantwortlich. Außerdem könnten viele Eltern nicht arbeiten, weil sie sich um ihre Kinder kümmern müssten.

Tourismus-Messe in Spanien rechnet im Mai mit 100.000 Besucher aus 60 Ländern

15.30 Uhr: Die internationale Tourismus-Messe Fitur in Spanien rechnet im Mai mit 100.000 Besuchern aus 60 Ländern. Wie die Veranstalter am Donnerstag mitteilten, soll es die erste Präsenzveranstaltung dieser Art im weltweiten Tourismussektor seit dem Beginn der Corona-Pandemie sein. Ziel sei es, die »Erholung des Tourismus zu fördern«, der etwa zwölf Prozent des spanischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) ausmache und für die Wirtschaft des Landes von »essentieller« Bedeutung sei.

Die Fitur-Messe zählt zu den größten Ausstellungen der Branche weltweit. Die Veranstalter rechnen nach eigenen Angaben zwischen dem 19. und dem 23. Mai mit 50.000 Fachleuten sowie weiteren 50.000 Besuchern, wenn die Veranstaltung am Wochenende für die Öffentlichkeit geöffnet wird. Es sollen 5000 Unternehmen teilnehmen. Im Januar des vergangenen Jahres waren rund 260.000 Besucher gekommen. Um Reisebeschränkungen für Staatsangehörige von Ländern außerhalb der EU zu umgehen, gewährt die spanische Regierung Besuchern der Messe einen Sonderstatus, um ein Visum zu erhalten.

Spanien ist eines der am schwersten von der Pandemie getroffenen Länder in der EU. Mehr als 79.000 Menschen starben in Verbindung mit dem Coronavirus. Im Frühjahr 2020 hatte das Messegelände noch als Notfallkrankenhaus gedient.

Impfskepsis in Bulgarien

15.05 Uhr: In der EU würde einer Umfrage zufolge  mehr als ein Viertel der Erwachsenen eine Impfung ablehnen, wenn sie angeboten würde. Das Ergebnis deute auch auf einen Zusammenhang zwischen der Zögerlichkeit und der Nutzung sozialer Medien hin, vor allem wenn diese die Hauptinformationsquelle seien, teilte die Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen Eurofound mit.

In Bulgarien sind die Menschen demnach besonders skeptisch, 67 Prozent nannten es unwahrscheinlich oder sehr unwahrscheinlich, dass sie sich impfen lassen würden. Dagegen sind die Iren am impfwilligsten, hier halten es zehn Prozent für unwahrscheinlich, dass sie eine Impfung ausschlagen.

Curevac testet neuen Impfstoffkandidaten

14.47 Uhr: Der Tübinger Pharmaforscher Curevac testet einen weiteren Covid-Impfstoffkandidaten im Tierversuch. Das Mittel habe bei geimpften Ratten eine starke Antigenproduktion sowie »starke und dosisabhängige Immunantworten« hervorgerufen, erklärte Curevac. Das Unternehmen hat bereits einen Covid-Impfstoff vorgelegt, über dessen Zulassung die Europäische Arzneimittel-Agentur (Ema) entscheidet. Die Europäische Union hat sich von dem Impfstoff schon vorab bis zu 405 Millionen Dosen gesichert.

Spanien will zwei Drittel der Bevölkerung bis Mitte August impfen

14.40 Uhr: Mehr als zwei Drittel der 47 Millionen Spanier werden bis Mitte August gegen das Coronavirus geimpft sein, teilt Ministerpräsident Pedro Sanchez mit. Eine wachsende Zahl von über 60-Jährigen erhält jetzt ihre zweite Impfung, mehr als 40 Prozent sind bereits vollständig geimpft. Auch bei den über 50-Jährigen haben die Impfungen begonnen.

Große Nachfrage nach elektronischem Corona-Impfnachweis in Thüringen

14.29 Uhr: In Thüringen gibt es einen regelrechten Ansturm auf den elektronischen Nachweis für Corona-Impfungen. Seit dem Start der Abrufmöglichkeit habe es laut Kassenärztlicher Vereinigung rund 60.000 Anfragen danach gegeben. Der Nachweis in Gestalt eines PDF-Dokuments mit QR-Code kann seit Mittwochvormittag auf dem Terminvergabeportal www.impfen-thueringen.de  auf das Smartphone oder den PC heruntergeladen werden. Er enthält den Namen des Geimpften, den verabreichten Impfstoff und das Datum der beiden Einzelimpfungen. Auch der Papierausdruck ist möglich.

Den elektronischen Impfnachweis als Ergänzung zum Eintrag im gelben Impfausweis können all jene anfordern, die sich in den regionalen Impfstellen und den großen Impfzentren Thüringens gegen Covid-19 haben immunisieren lassen. Für in Arztpraxen Geimpfte ist dies noch nicht möglich. Zur Vorbereitung auf die in den nächsten Wochen erwartete bundesweite Impf-App testet Thüringen den elektronischen Nachweis in einem Pilotprojekt, an dem auch Brandenburg beteiligt ist. Das Zertifikat soll fälschungssicher sein. Es gilt nur in Verbindung mit dem Personalausweis.

Sicheres Olympia in der Pandemie laut japanischer Klinikärzte »unmöglich«

14.03 Uhr: In Japan wächst wegen der Pandemie der Widerstand gegen die geplanten Olympischen Spiele in Tokio (23. Juli bis 8. August). Eine Vereinigung einheimischer Krankenhausärzte bezeichnete in einer Stellungnahme an die Regierung eine sichere Austragung als »unmöglich« und forderte die Absage der bereits im Vorjahr aufgrund der Coronakrise verschobenen Spiele.

»Wir widersetzen uns entschieden, die Spiele in Tokio zu einer Zeit stattfinden zu lassen, in der die Menschen rund um die Welt gegen das Coronavirus kämpfen. Es ist in der Pandemie unmöglich, sichere und geschützte Spiele abzuhalten. Wir können die Gefahr nicht leugnen, dass viele neue Virusvarianten aus der ganzen Welt nach Tokio gelangen«, schrieben die Klinikärzte.

Die Forderung der Mediziner erhöht den Druck auf die Regierung. Die Kritik an den Olympia-Plänen hält unvermindert an. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hält jedoch weiter an den Spielen fest. Allerdings hatte zu Wochenbeginn Japans Premierminister Yoshihide Suga vor dem Hintergrund des Corona-Notstandes in mehreren Regionen des Landes und der sich aufbauenden vierten Infektionswelle erstmals Zweifel an den Spielen aufkommen lassen.

Fünf Millionen warten in England auf Krankenhausbehandlung

14.01 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie warten so viele Menschen wie nie zuvor in England auf eine Behandlung im Krankenhaus. Ende März hätten fast fünf Millionen Menschen auf Wartelisten gestanden, teilte der Nationale Gesundheitsdienst (NHS) am Donnerstag in London mit. Das ist der höchste Stand seit Beginn der Statistik im August 2007. Mehr als 430.000 Menschen warteten demnach bereits seit einem Jahr auf den Start ihrer Behandlung. Im März 2020 waren es nur 3097 Langzeit-Wartende.

Um den Rückstau abzubauen, forderten Gesundheitsexperten eine Aufhebung von Corona-Abstandsmaßnahmen für Pflegekräfte. Außerdem seien höhere Investitionen nötig, um in den kommenden Monaten so viele Patienten wie möglich zu betreuen. Unter den Wartenden sind vor allem Krebspatienten, aber auch Menschen mit psychischen Erkrankungen. Der NHS fürchtet, dass der Abbau mehrere Jahre dauern wird.

Lambrecht will Erleichterungen »nicht nur für Geimpfte und Genesene«

13.55 Uhr: Bundesjustizministerin Christine Lambrecht erwartet mit Blick auf die Corona-Maßnahmen ein baldiges Ende der Grundrechtseinschränkungen für alle Menschen. »Ich möchte, dass es nun Veränderungen für uns alle gibt, nicht nur für Geimpfte und Genesene«, sagte die SPD-Politikerin dem »Handelsblatt«. »Wir alle müssen Schritt für Schritt wieder die Möglichkeit bekommen, unsere Grundrechte wieder vollständig auszuüben.« Dies sei »eine Frage von wenigen Wochen, teilweise auch nur von Tagen, aber ganz bestimmt nicht mehr von einem halben Jahr«.

Kritisch sieht die Ministerin aber eine vorschnelle Öffnung der Innengastronomie und Hotelbesuche, selbst wenn ein geimpfter Betreiber nur geimpfte Gäste einlässt. »Wir haben die Kontrolle über die Fallzahlen gerade erst zurückgewonnen und müssen weiterhin sehr vorsichtig sein«, sagte sie. Zudem sei es fraglich, ob es überhaupt betriebswirtschaftlich sinnvoll wäre, nur für diese Zielgruppe ein Restaurant zu öffnen. »In jeder Hinsicht sinnvoller erscheint mir bei weiter sinkenden Inzidenzzahlen die Öffnung der Außengastronomie für alle – natürlich mit entsprechenden Hygienekonzepten.«

Mit Blick auf geplante Urlaubsreisen hält Lambrecht bundeseinheitliche Lockerungsmaßnahmen nicht für nötig. »Es sollte aber eine Abstimmung unter den Ländern geben, etwa um Urlaube planbar zu machen, die nicht im eigenen Bundesland stattfinden«, sagte sie. Hierfür könne das Format der Ministerpräsidentenkonferenz genutzt werden.

Ohio verlost Millionen Dollar unter Geimpften

13.47 Uhr: Der US-Bundesstaat Ohio belohnt Impfwillige mit der Chance auf einen Millionengewinn: Gouverneur Mike DeWine teilte am Mittwoch (Ortszeit) bei Twitter mit, dass unter allen Bürgern mit einer Corona-Impfung wöchentlich eine Million Dollar (rund 820.000 Euro) verlost werden. An der Lotterie, die insgesamt fünf Wochen dauern soll, können sich Menschen ab 18 Jahren beteiligen, die mindestens ihre erste Dosis erhalten haben.

»Ich weiß, dass einige sagen werden: ›DeWine, du bist verrückt! Diese Millionen-Dollar-Idee von dir ist eine Geldverschwendung‹«, schrieb der Republikaner bei Twitter.  Die eigentliche Verschwendung an diesem Punkt der Pandemie, wo Impfstoffe für jeden zugänglich seien, sei jedoch der Verlust eines weiteren Menschenlebens durch eine Corona-Infektion.

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Ohio hat auch für Menschen unter 18 Jahren eine Lotterie ins Leben gerufen, als Preis winkt ein Vier-Jahres-Stipendium für eine staatliche Universität. In den USA, wo eine Hochschulbildung unverhältnismäßig teuer ist, gilt dies als sehr attraktiver Preis. Die Arzneimittelbehörde FDA hatte am Montag die Zulassung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer auch für Jugendliche zwischen zwölf und 15 Jahren freigegeben.

Die Zahl der täglich verabreichten Impfdosen in den USA ist derzeit rückläufig. Bislang haben knapp 60 Prozent der Erwachsenen mindestens eine Dosis erhalten. Viele, die noch nicht geimpft wurden, zögern jedoch weiterhin. Landesweit werben die Behörden deshalb mit verschiedenen Anreizen – in der Hoffnung, Unentschlossene mit Freibier, Donuts oder Eintrittskarten für Sportveranstaltungen zu einer Impfung zu bewegen.

Kreml: mögliches Treffen von Putin und Biden auch online denkbar

13.17 Uhr: Ein mögliches Treffen von Kremlchef Wladimir Putin mit US-Präsident Joe Biden könnte aus Sicht Moskaus auch als Video-Konferenz abgehalten werden. Das müssten am Ende Epidemiologen entscheiden, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag in Moskau der Agentur Interfax zufolge. Er antwortete damit auf eine Frage von Journalisten, ob der russische Präsident Biden persönlich treffen könnte oder ob sie sich online austauschen.

An diesem Donnerstag wollte Putin ein Gespräch mit UN-Generalsekretär António Guterres führen, der sich derzeit in Moskau aufhält – allerdings im Video-Format. Der Sprecher begründete die Entscheidung mit der Pandemie und einer entsprechenden Empfehlung von Experten. Der Präsident, der laut Kreml bereits gegen das Coronavirus geimpft ist, müsse alle Vorsichtsmaßnahmen beachten.

Biden hatte Putin angesichts erheblicher Spannungen zwischen beiden Staaten ein Gipfeltreffen in einem Drittland vorgeschlagen, nach seinen Vorstellungen im Sommer in Europa. Der Kreml hat bislang offengelassen, ob Putin die Einladung annimmt. Biden wird Mitte Juni unter anderem wegen eines Nato-Gipfels nach Europa kommen.

British Airways prüft Einsatz von Corona-Schnelltests

13.06 Uhr: Die britische Fluggesellschaft British Airways setzt auf der Suche nach Wegen zu einer Normalisierung des Flugverkehrs Hoffnungen auf einen Corona-Schnelltest. Wie die Airline am Donnerstag mitteilte , sollen in einem ersten Versuch Crew-Mitgliedern nun Antigen-Tests angeboten werden. Die Ergebnisse würden dann mit denen der regelmäßig durchgeführten aufwendigeren Tests verglichen, hieß es weiter. Der Test könne eine Rolle bei der Rückkehr zum normalen Flugverkehr spielen, so die Fluggesellschaft.

Ob und wann der eingesetzte Speichel-Test des Unternehmens Canary Global, der innerhalb von 25 Sekunden ein Ergebnis anzeigt, auch für Passagiere verfügbar sein soll, war zunächst unklar. Nach Angaben des Herstellers sind die Ergebnisse des Schnelltests ähnlich genau wie der als Maßstab geltende PCR-Test.

Nebenwirkungen nach gemischter Impfung laut Studie etwas häufiger

13.02 Uhr: Erst AstraZeneca, dann Biontech: Das wird in Deutschland unter 60-Jährigen empfohlen, die ihre erste Corona-Impfung schon erhalten haben. Eine britische Studie untersucht, wie Impf-Kombinationen wirken. Lesen Sie hier mehr dazu.

Finale der Champions League: Porto statt Istanbul – mit 12.000 Fans

13.00 Uhr: Eigentlich sollte das Finale der Champions League in Istanbul stattfinden. Wegen der Coronalage in der Türkei treten Chelsea und Manchester City nun in Portugal gegeneinander an. Lesen Sie hier mehr dazu.

Thailand meldet bislang höchsten Anstieg bei Neuinfektionen – mehr als die Hälfte der Fälle in Gefängnissen

12.55 Uhr: Thailand hat seinen bislang höchsten Anstieg an Corona-Infektionen innerhalb eines Tages registriert – mehr als die Hälfte der Fälle wurden dabei aus zwei Gefängnissen in Bangkok gemeldet. Das Land verzeichnete am Donnerstag nach Angaben des Corona-Krisenzentrums einen Höchstwert von mehr als 4800 Neuinfektionen, davon mehr als 2800 Fälle in den Gefängnissen in der Hauptstadt. Dort sitzen zahlreiche prominente Vertretern der prodemokratischen Protestbewegung in Haft, die wegen Majestätsbeleidigung angeklagt wurden.

Der erste Fall war bekannt geworden, als eine Anhängerin der Demokratiebewegung mitteilte, sie sei fünf Tage nach ihrer Freilassung gegen Kaution positiv auf das Virus getestet worden. Ein Mitarbeiter der Strafvollzugsbehörde, Weerakit Harnpariphan, bestätigte, dass ein weiterer Aktivist in einem Bangkoker Gefängnis positiv auf Corona getestet wurde.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) kritisierte den Umgang Bangkoks mit den Corona-Ausbrüchen in Gefängnissen: »Die thailändische Regierung muss offen über die Covid-19-Ausbrüche in ihrem Gefängnissystem sprechen und darüber, wie sie beabsichtigt, katastrophale Folgen für die Inhaftierten zu vermeiden«, erklärte der für Asien zuständige HRW-Vertreter Brad Adams.

Sommergala des Semperopernballs abgesagt

11.58 Uhr: Der Dresdner Semperopernball hat nun auch seine für Juni geplante Sommergala wegen Corona abgesagt. Die fortdauernden Beschränkungen infolge der Pandemie stellten keine sichere Perspektive für die Durchführung der Veranstaltung dar, teilte der Ballverein am Donnerstag mit. Die Entscheidung schmerze sehr. Man habe über viele Monate gemeinsam mit der Intendanz und verschiedenen Abteilungen der Oper mit Leidenschaft, Kreativität und Zuversicht an Konzept und Programm gefeilt. Sechs Wochen vor dem Ereignis sei eine Absage aufgrund der weiterhin nicht planbaren Öffnungsperspektiven für Kulturveranstaltungen, Hotels und Gastronomie aber unausweichlich geworden.

Die als Benefiz-Veranstaltung konzipierte Gala am 25. Juni war als Ersatz für den wegen der Pandemie gestrichenen Opernball Ende Februar gedacht. Um eine Brücke zum nächsten Ball 2022 zu schlagen, sollten Künstler wie Rolando Villazón, Diana Damrau, René Pape, Roland Kaiser, die Staatskapelle Dresden und der Staatsopernchor auf der Bühne der Semperoper stehen. Der 16. Semperopernball soll nun am 28. Januar 2022 stattfinden.

Einreiseerleichterungen für Urlauber in Dänemark

11.42 Uhr: Dänemark erleichtert seine Einreisebestimmungen für Touristen. Der bislang notwendige triftige Einreisegrund – also etwa der Besuch von nahen Verwandten oder Partnern – fällt für Menschen aus Ländern der EU und des Schengenraums ab Freitag weg, sofern die Coronalage in ihren Staaten nicht als allzu schlecht eingestuft wird. Wie das dänische Außenministerium in der Nacht zu Donnerstag mitteilte, müssen sich Urlauber und andere Einreisende nach der Ankunft in Dänemark aber nach wie vor testen lassen und in Quarantäne begeben, wenn sie nicht gegen Covid-19 geimpft worden oder von einer Infektion genesen sind.

Touristen und andere aus dem deutsch-dänischen Grenzgebiet sowie den Grenzregionen zu Schweden werden von der Quarantäneregelung ausgenommen. Für sie gilt nun einheitlich, dass die Vorlage eines maximal 72 Stunden alten negativen Tests bei der Einreise reicht.

Lønstrup im Norden Dänemarks: Das Inzidenzgeschehen in Deutschland entscheidet mit über die Einreisemöglichkeit in das skandinavische Land

Lønstrup im Norden Dänemarks: Das Inzidenzgeschehen in Deutschland entscheidet mit über die Einreisemöglichkeit in das skandinavische Land

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Kerstin Bittner/ imago images/Westend61

Die Quarantäneanforderung für Länder mit passablen Coronazahlen soll nach Ministeriumsangaben zum 26. Juni wegfallen. Vollständig geimpfte Menschen aus vielen EU- und Schengen-Ländern dürfen bereits seit Anfang Mai wieder einreisen. Bedingung für die Einreise nach Dänemark ist, dass das jeweilige Land der Reisenden zumindest als »orange« gilt, die dortige Coronasituation also nicht zu schlimm ist und dort auch keine als besorgniserregend eingestuften Virus-Varianten grassieren.

Deutschland galt in Dänemark zuletzt wie die meisten anderen EU- und Schengenstaaten als »orange«. Da die Inzidenzgrenze für eine Einstufung als »gelbes« Land nun angehoben wird, könnte es sein, dass mehrere Staaten und Regionen in diese Kategorie fallen – in solch einem Fall müssen Reisende nicht mehr in Quarantäne. Die Länderfarben sollen am Freitagnachmittag aktualisiert werden, womit sie ab Samstag um 16.00 Uhr gültig werden.

Sieben-Tage-Inzidenz in Berlin weiter rückläufig

11.28 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz in Berlin liegt laut dem Robert Koch-Institut (RKI) den dritten Tag in Folge unter dem wichtigen Schwellenwert von 100. Das RKI gab die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Donnerstag mit 83,4 an. An den Vortagen waren es 93,7 und 86,0. Liegt der Wert fünf Tage in Folge unter 100, können Coronaregeln gelockert werden.

So könnten ab dem Mittwoch (19. Mai) die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen wegfallen, nach denen es zwischen 22.00 Uhr und 5.00 Uhr in der Regel nicht mehr erlaubt ist, die eigene Wohnung oder das eigene Grundstück zu verlassen. Auch eine Öffnung der Außengastronomie käme dann in Reichweite. Darauf hatte sich der Senat am Dienstag geeinigt.

Lambrecht lehnt Strafverschärfung bei Impfpass-Fälschung ab

11.15 Uhr: Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) lehnt trotz vermehrt aufgetretener Fälle von Impfpass-Fälschungen härtere Strafen ab. »Es geht um genaue Kontrollen, nicht um höhere Strafrahmen«, sagte die SPD-Politikerin dem »Handelsblatt«. Es gebe bereits klare strafrechtliche Regeln: »Wer hier täuscht, riskiert empfindliche Geldstrafen oder sogar eine Freiheitsstrafe«, sagte die Ministerin. »Das ist die richtige Ansage.«

Christine Lambrecht

Christine Lambrecht

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Felix Zahn/photothek.net / imago images/photothek

Unter anderem hatte Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) härtere Strafen gefordert und eine entsprechende Initiative für die Justizministerkonferenz im Sommer angekündigt. Auch Vertreter von Polizeigewerkschaften wiesen zuletzt auf die wachsende Gefahr durch gefälschte Impfpässe hin.

Lambrecht warnte, das Fälschen eines Impfausweises oder die Nutzung falscher Nachweise sei kein Kavaliersdelikt. Es sei »moralisch verwerflich«, einen gefälschten Nachweis einzusetzen. »Denn wer so tut, als sei er geimpft, nimmt in Kauf, andere zu gefährden«, sagte die Ministerin. »Ich bin sicher, dass hier genau hingeschaut und, wenn nötig, ganz konsequent durchgegriffen wird.«

Lambrecht hofft auf die baldige Einführung eines digitalen Impfnachweises. Dieser müsse europaweit genutzt werden können. »Gerade in einer Zeit, in der wir uns alle auf Urlaub freuen, ist das ganz wichtig«, sagte sie dem »Handelsblatt«. »Es muss dann aber auch gewährleistet sein, dass alles, was dort eingetragen wird, der Wahrheit entspricht«, fügte die Ministerin hinzu.

Berlin hebt Impfpriorisierung auf

10.53 Uhr: Berlin hebt ab Montag die Priorisierung für alle verfügbaren Corona-Impfstoffe bei Haus- und Betriebsärzten auf. Das kündigte ein Sprecher der Senatsverwaltung für Gesundheit am Donnerstag auf dpa-Anfrage an. Zuvor hatte das Magazin »Business Insider« berichtet . Auch Bayern und Baden-Württemberg hatten am Mittwoch ähnliche Schritte angekündigt.

Nach dem Wegfall der Priorisierung kann sich prinzipiell jeder impfen lassen, der will. Allerdings – und das gilt für alle Bundesländer: Ab kommender Woche gibt es noch nicht genug Impfstoff für jeden. Erst ab Juni sollen wöchentlich deutlich mehr Dosen zur Verfügung stehen.

Für die Hauptstadt gilt nach Informationen von »Business Insider« dann, dass Hausärzte auch jenseits der Impfpriorisierung nach eigenem Ermessen Impfstoff an Patienten verabreichen dürfen. Sollten Patienten aber zu einer der drei Prioritätengruppen zählen und noch nicht geimpft sein, haben diese trotzdem weiter Vorrang.

Ökumenischer Kirchentag in Frankfurt eröffnet – auf dem Dach eines Parkhauses

10.47 Uhr: Mit einem gemeinsamen Gottesdienst von Katholiken und Protestanten über den Dächern von Frankfurt/Main hat am Donnerstag der 3. Ökumenische Kirchentag begonnen. Auf dem Dach eines Parkhauses in der Frankfurter City wurde der Gottesdienst pandemiebedingt ohne Teilnehmende vor Ort ausschließlich für die Fernseh- und Netzgemeinde gefeiert. Wegen Corona kann man bei fast allen Veranstaltungen des viertägigen Kirchentags nur digital dabei sein. Dies führte zum Auftakt gleich zu einer Überlastung der Kirchentags-Website www.oekt.de.  Allerdings wurde der Gottesdienst auch im Fernsehen übertragen.

Der erste Ökumenische Kirchentag fand 2003 in Berlin statt und der zweite 2010 in München. Ziel ist eine Annäherung zwischen den beiden christlichen Konfessionen. Normalerweise reisen zu den Kirchentagen mehr als 100.000 Teilnehmer an. An den Diskussionsforen beteiligen sich bis Sonntag unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD), Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg.

Hommage an die Lockdown-Teenies: Danke, und jetzt raus mit euch!

10.42 Uhr: Der erste Kuss, der erste Rausch, das erste Mal? Passiert selten daheim bei Mama und Papa. Genau dorthin haben wir unsere Teenager aber ein Jahr lang gesperrt. Jetzt ist ein Ende in Sicht. Zeit für eine Würdigung. Lesen Sie hier den ganzen Text.

Bürgerinnen und Bürger posten mehr als 4000 Beiträge für Corona-Archiv

10.30 Uhr: Seit rund einem Jahr tragen Wissenschaftler mithilfe von Bürgern Dokumente des Corona-Alltags für die Nachwelt zusammen. Das digitale »Corona-Archiv«  zählt mittlerweile mehr als 4000 Beiträge, wie der Gießener Historiker und Mitinitiator Benjamin Roers der Nachrichtenagentur dpa sagte. »Was können wir tun, damit späteren Historikern Material zur Verfügung steht, um zur Alltagsgeschichte der Coronapandemie zu forschen?«, erläuterte er den Gedanken hinter dem Vorhaben.

Auf der Online-Plattform können Nutzer Beiträge zum Leben während der Pandemie hochladen, in Form von Texten, Fotos, als Video- oder Audiodateien.

Die meisten eingesandten Dateien seien Fotos, etwa von leeren Litfaßsäulen oder Coronaschnelltests. Es seien aber auch tagebuchartige Einträge darunter, sagte Roers. Das Archiv-Projekt hat er gemeinsam mit Historikern der Universität Hamburg und der Ruhr-Universität Bochum im vergangenen Jahr kurz nach Beginn der Pandemie gestartet. Es habe als rein ehrenamtliches Freizeit-Projekt begonnen und beschäftige heute mehrere studentische Hilfskräfte.

Auch mehrere Stadtarchive, die Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek oder das Deutsche Rote Kreuz nutzen die Infrastruktur.

US-Leichtathletikteam verzichtet wegen Sicherheitsbedenken auf Vorbereitung in Japan

10.23 Uhr: Corona-Risiko zu groß: Die Leichtathleten der USA werden sich nicht wie üblich im Gastgeberland auf die Olympischen Sommerspiele einstimmen. Lesen Sie hier mehr dazu.

RKI beobachtet wachsenden Anteil der indischen Variante in Deutschland

10.05 Uhr: Auf sehr niedrigem Niveau beobachtet das Robert Koch-Institut (RKI) in Deutschland einen wachsenden Anteil der in Indien entdeckten Corona-Variante. Die neu als besorgniserregend eingestufte Mutante B.1.617 sei bisher nur in wenigen Proben nachgewiesen, »aber ihr Anteil stieg in den letzten Wochen stetig an«, heißt es in einem RKI-Bericht vom Mittwochabend. Ihr Anteil an den untersuchten Proben beträgt demnach weniger als zwei Prozent (Untervariante B.1617.1: 0,6 Prozent; B.1617.2: 0,9 Prozent). Das RKI betont, dass die absoluten Zahlen der Nachweise in der Woche vom 26. April bis 2. Mai lediglich im zweistelligen Bereich lägen: bei gut 30.

Bislang sei keine Abschwächung des hohen Anteils der in Großbritannien entdeckten, deutlich ansteckenderen Variante B.1.1.7 zu beobachten, schreibt das Institut weiter. Diese macht wie schon in den Vorwochen mehr als 90 Prozent der untersuchten Proben aus. Die ebenfalls als besorgniserregend eingestuften Varianten B.1.351 (Südafrika) und P.1 (Brasilien) spielen weiter eine untergeordnete Rolle: Laut RKI lag ihr Anteil in den vergangenen Wochen konstant bei null bis ein Prozent beziehungsweise bei null bis 0,3 Prozent. In Deutschland wird nur ein kleiner Teil der Proben auf Varianten untersucht.

Die möglicherweise ansteckendere indische Variante wird seit Kurzem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als besorgniserregend eingestuft. Laut RKI zeichnet sie sich durch Mutationen aus, die mit einer reduzierten Wirksamkeit der Immunantwort in Verbindung gebracht werden. Erste Daten deuteten jedoch darauf hin, dass die Wirksamkeit von Impfstoffen »nicht substanziell beeinträchtigt« sei, heißt es. Auch die EU-Arzneimittelbehörde hatte sich am Mittwoch zuversichtlich gezeigt, dass die bisher zugelassenen Impfstoffe vor B.1.617 schützen.

Bayern will Coronatests auch in Baumärkten anbieten

09.55 Uhr: In Bayern sollen Corona-Schnelltests ab sofort auch in Einrichtungen wie Drogerie- und Baumärkten möglich sein. »Wir bringen damit die Tests immer weiter in die Fläche. Niemand soll lange suchen müssen, wenn er einen Schnelltest mit Nachweis braucht, um etwa seinen Alltagsgeschäften nachgehen zu können«, sagte Gesundheitsminister Klaus Holetschek am Donnerstag in München. Durchgeführt werden müssen die Antigen-Schnelltests von geschultem Personal.

Interessierte Einrichtungen können sich laut Mitteilung dafür auf der Internetseite des Ministeriums registrieren. Sie müssten sich die Tests dann auf dem freien Markt besorgen und mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns abrechnen. Die Kosten trage der Bund, sagte Holetschek. Seit März können sich Bürgerinnen und Bürger bereits in lokalen Testzentren sowie bei Ärzten und in Apotheken testen lassen.

17.419 Neuinfektionen – Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter

09.31 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen einem Tag 17.419 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Donnerstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.08 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 21.953 gelegen.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 103,6 (Vortag: 107,8; Vorwoche: 129,1).

Deutschlandweit wurden den Angaben zufolge binnen 24 Stunden 278 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 250 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie insgesamt 3.565.704 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.240.300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 85.658.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Mittwochabend bei 0,82 (Vortag: 0,83). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 82 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Anmerkung: Im Vergleich zu einer früheren Version des Textes wurden folgende Angaben korrigiert, die jeweils Werte von Donnerstag der Vorwoche angeben: Die Zahl der Neuansteckungen vor einer Woche betrug 21.953 (statt 18.485), die Sieben-Tage-Inzidenz betrug 129,1 (statt 125,7) die Zahl der Toten betrug 250 (statt 284). Die Zahlen in den Klammern entsprechen den Werten des RKI-Lageberichts vom vergangenen Freitag.

Dutzende japanische Olympia-Gastgeberstädte sagen ab

08.00 Uhr: In Japan haben Dutzende Städte ihre Gastgeberrolle für die Olympischen Spiele und die Paralympics in gut zwei Monaten aus Sorge vor dem Coronavirus aufgegeben. Wie die Zeitung »Nikkei« und andere japanische Medien unter Berufung auf Regierungskreise berichteten, haben sich zwischen 30 und 40 Gemeinden zurückgezogen, die sich im Rahmen des »Host Town«-Programms als Trainingslager für ausländische Athleten und zum kulturellen Austausch angeboten hatten.

Der US-Leichtathletikverband hat laut Tokios Nachbarprovinz Chiba mitgeteilt, aus Sorge um die Sicherheit der Athleten auf das dort geplante Trainingslager zu verzichten. Auch das britische Rollstuhl-Basketballteam sowie die russischen Fechter werden nach Informationen der Nachrichtenagentur Kyodo nicht wie geplant in Chiba trainieren.

Zum Ende April hätten sich 528 Gemeinden in Japan angemeldet, um Athleten aus 184 Ländern und Regionen willkommen zu heißen, berichtete die Agentur Kyodo. Die Regierung habe die Gemeinden aufgerufen, den kulturellen Austausch unter anderem online fortzusetzen, hieß es.

Das Internationale Olympische Komitee rechnet für die Sommerspiele in Tokio mit einer hohen Impfquote bei den Teilnehmern. Bislang seien 7800 Athletinnen und Athleten qualifiziert. Damit stehen mehr als 70 Prozent der 11.000 Teilnehmer fest. Bis zum 29. Juni sollen weitere 20 Prozent der Plätze über Ranglisten sowie zehn Prozent über noch ausstehende Qualifikationswettbewerbe gefüllt werden, hieß es.

Polizeivertreter warnen vor gefälschten Corona-Impfpässen

06.44 Uhr: Polizeivertreter haben angesichts der Lockerungen für Corona-Geimpfte und Genesene vor gefälschten Impfpässen gewarnt. »Das Problem besteht schon heute und wird noch eine ganze Weile aktuell bleiben, da mit einer vollständigen Impfung entweder eine Befreiung von Grundrechtseinschränkungen oder perspektivisch zunehmend auch Ein- oder Ausreisevorteile verbunden sein werden«, sagte der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), Sebastian Fiedler, dem »Handelsblatt«.

Abnehmer solcher Fälschungen könnten Impfverweigerer und Ein- oder Ausreisewillige sein, die sich Quarantäne-Pflichten entziehen möchten. Fiedler warf der Politik in diesem Zusammenhang Versäumnisse vor. »Ich halte das Problem mit gefälschten Impfpässen für ein typisches Beispiel für ein sicher prognostizierbares neues Phänomen«, sagte er.

Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, forderte, Polizisten, Grenzbeamten und kommunalen Ordnungskräften Zugriff auf die Impf-Datenbank des Robert Koch-Instituts (RKI) zu gewähren. Bislang würden diese Daten nur anonymisiert von den Impfstellen gemeldet, das sollte sich jetzt ändern, forderte Wendt. »Die Daten müssten dem RKI komplett, also mit Namen, Personaldaten und Impfdatum übermittelt und dort auch abrufbar gespeichert werden.« Impfpässe oder andere Impfbescheinigungen seien alles andere als fälschungssicher, sagte Wendt der »Osnabrücker Zeitung« Für die Polizei sei eine Fälschung auf dem Papier äußerst schwer zu erkennen, wenn sie nicht allzu plump sei.

Australien sichert sich 25 Millionen Impfdosen von Moderna

06.00 Uhr: Im Kampf gegen die Pandemie hat sich Australien 25 Millionen Dosen vom Impfstoff des US-Pharmaherstellers Moderna gesichert. Die Vereinbarung umfasst zehn Millionen Dosen im Jahr 2021 und 15 Millionen Dosen von Modernas dann aktualisiertem Varianten-Auffrischungsimpfstoff im Jahr 2022, wie das Unternehmen am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte. Die Verwendung des Moderna-Impfstoffs muss noch von der australischen Aufsichtsbehörde genehmigt werden, wie Premierminister Scott Morrison in einer am Donnerstag in Canberra veröffentlichten Erklärung mitteilte.

Bislang hat Australien die Impfstoffe von Pfizer und AstraZeneca verwendet. Mit dem Moderna-Impfstoff sollen Menschen unter 50 Jahren geimpft werden, wie die australische Nachrichtenagentur AAP berichtete. Zwei Dosen müssen wohl im Abstand von 28 Tagen verabreicht werden.

Das Land hat sein ursprüngliches Ziel, bis Ende März vier Millionen Covid-19-Impfungen zu verabreichen, weit verfehlt und im April sein ursprüngliches Versprechen aufgegeben, die gesamte erwachsene Bevölkerung bis Oktober zu impfen. Mit Stand vom 11. Mai waren 2,8 Millionen Impfungen verabreicht worden. In Australien leben 25 Millionen Menschen.

Apothekerverband meldet Ansturm auf AstraZeneca-Vakzine

03.30 Uhr: Haus- und Fachärzte erleben einen Patienten-Ansturm seit die Priorisierung bei AstraZeneca aufgehoben worden ist. »Der Impfstoff von AstraZeneca wird so stark nachgefragt, dass die bereitgestellten Mengen nicht mehr ausreichen«, sagt Thomas Preis, Chef des Apothekerverbands Nordrhein, der »Rheinischen Post«.

Zur erhöhten Nachfrage trage bei, dass die zweite Dosis nun in einer Frist von vier bis zwölf Wochen gegeben werden könne. »Die Verkürzung der Impfabstände auf vier Wochen macht den Impfstoff für junge Menschen attraktiv. Sie wollen bei den anstehenden Lockerungen durch einen kompletten Impfschutz gut vorbereitet sein«, sagt Preis. »Medizinisch gesehen wäre es besser, sich erst nach zwölf Wochen die Zweitimpfung geben zu lassen.«

Lauterbach fordert strenge Tests an Flughäfen für Reiserückkehrer

Karl Lauterbach

Karl Lauterbach

Foto: Christian Spicker / imago images/Christian Spicker

02.55 Uhr: Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält deutliche Corona-Lockerungen im Sommer für möglich, fordert aber strenge Tests an Flughäfen für Reiserückkehrer. »Die Zahlen entwickeln sich sehr positiv. Einem entspannten Sommer mit deutlichen Lockerungen steht nichts mehr entgegen, wenn wir jetzt nicht unvorsichtig werden«, sagte Lauterbach der Düsseldorfer, »Rheinischen Post«. »Um jedoch eine vierte Welle im Herbst zu verhindern, müssen wir Vorkehrungen insbesondere für Reiserückkehrer treffen.«

Mindestens 20 Prozent der Bevölkerung würden »auf absehbare Zeit ohne Schutz sein, weil sie sich nicht impfen lassen können oder wollen«, fügte der SPD-Politiker hinzu. »Wir brauchen deswegen schon jetzt strenge Tests an den Flughäfen und eine Quarantäne der Reisenden, bis das Testergebnis vorliegt für diejenigen, die aus Mutationsgebieten kommen.«

Falls im Sommer und Herbst die Restaurants ihre Innenräume wieder öffnen dürften, würden sich dort die ungeimpften Menschen »unweigerlich anstecken«, sagte Lauterbach. »Daher braucht es noch für eine sehr lange Dauer digitale Unterstützung durch die Corona-Warn-App oder die Luca-App, um die Infektionsketten nachzuverfolgen.«

Neue bundesweite Einreiseregeln

01.50 Uhr: Für Urlaubsrückkehrer und andere Einreisende nach Deutschland gelten von diesem Donnerstag an bundesweit einheitliche Corona-Regeln. Für vollständig Geimpfte und Genesene fallen Vorgaben zu Quarantäne und Test-Erfordernissen weg – außer, man kommt aus einem Gebiet mit neuen, ansteckenderen Virusvarianten.

Laut einer vom Kabinett beschlossenen Verordnung können auch Nicht-Geimpfte die bisher übliche Quarantäne von zehn Tagen nach Einreise vermeiden – wenn sie aus einem »Risikogebiet« mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 50 kommen. Dafür muss man belegen, dass man frisch negativ getestet ist. Gehen soll das auch durch Hochladen des Nachweises in der digitalen Einreiseanmeldung.

jok/kig/ngo/cpa/dpa/AFP/Reuters
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