Corona-News am 30. Dezember Drosten für weitere Corona-Entwicklung vorsichtig optimistisch

Der Berliner Virologe wertet Daten aus Südafrika zur Virusvariante Omikron positiv: »In gewisser Weise kann uns das beruhigen.« Und: In Griechenland steigen die Infektionszahlen rasant. Das waren die Corona-News am 30. Dezember.
Christian Drosten, Chefvirologe an der Berliner Charité

Christian Drosten, Chefvirologe an der Berliner Charité

Foto: Jörg Carstensen / dpa

Das war das Corona-Update am Donnerstag.

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Drosten für weitere Corona-Entwicklung vorsichtig optimistisch

21.05 Uhr: Der Berliner Virologe Christian Drosten sieht Anlass für vorsichtigen Optimismus bei der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie in Deutschland. Hintergrund seien Daten aus Südafrika, wo sich die besonders ansteckende Virusvariante Omikron zunächst verbreitet hatte: »In gewisser Weise kann uns das beruhigen. Südafrika ist sicher ein Blick in eine Zukunft, in eine endemische Situation, die sich dort gerade einstellt«, sagte Drosten am Donnerstagabend im ZDF-»heute journal«. »Nur sind wir leider noch ein ganzes Stück davon entfernt.«

Der Übergang von einer pandemischen zu einer endemischen Situation bedeutet, dass das Virus sich zwar weiterhin verbreitet, aber weniger gefährlich ist – vergleichbar etwa den typischen Erkältungsviren, zu denen auch andere Coronaviren zählen.

Auch die Entwicklung in Großbritannien mit Blick auf Omikron sei ermutigend, sagte Drosten, »denn die Zahl der schweren Erkrankungen scheint geringer zu sein«. Der Virologe sieht allerdings in Deutschland die Politik weiter gefordert, »vielleicht bis Ostern«. Experten rechnen damit, dass der Höhepunkt einer Omikron-Welle in Deutschland erst noch bevorsteht.

US-Gesundheitsbehörde warnt vor Kreuzfahrten

21.44 Uhr: Wegen einer Zunahme gemeldeter Corona-Neuinfektionen auf Schiffen hat die US-Gesundheitsbehörde CDC vor Kreuzfahrten gewarnt. Dies gelte weltweit und unabhängig vom Impfstatus der Reisenden, erklärte die Behörde am Donnerstag (Ortszeit). Auch vollständig geimpfte Passagiere könnten infiziert werden und das Virus weiterverbreiten. Es sei »besonders wichtig«, dass Menschen, bei denen eine hohes Risiko für schwere Krankheitsverläufe bestehe, von jeglichen Kreuzfahrten absähen, hieß es weiter.

Die Behörde CDC stuft Kreuzfahrtschiffe nun auf einer Corona-Gefahrenskala von eins bis vier in der höchsten Kategorie (»sehr hoch«) ein. Die Reisewarnung hat keine unmittelbar rechtlich bindende Wirkung. Der Verband der Kreuzfahrtindustrie in den USA (CLIA) bezeichnete den Beschluss der Behörde als verwirrend. Es gebe auf den Schiffen nur sehr wenig Corona-Fälle. »Deutlich weniger als an Land«, erklärte der Verband über Twitter. Zu Beginn der Pandemie hatte die Behörde Kreuzfahrten zeitweise komplett untersagt.

Südafrika beendet Ausgangssperre

21.27 Uhr: Südafrika beendet mit sofortiger Wirkung eine Ausgangssperre, die zwischen Mitternacht und vier Uhr morgens galt. Das Land habe den Höhepunkt der vierten Welle überschritten, die von der Omikron-Variante ausgelöst worden sei, heißt es in einer Mitteilung der Regierung. Zudem dürften Spirituosengeschäfte auch nach 23.00 Uhr wieder geöffnet bleiben.

Schnelltests laut PEI auch zum Nachweis von Omikron geeignet

21.21 Uhr: Die meisten der in Deutschland angebotenen Corona-Schnelltests sind nach Einschätzung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) auch zum Nachweis der neuen Omikron-Variante geeignet. Davon sei »auf der Grundlage der aktuellen Datenlage auszugehen«, schreibt das PEI auf seiner Internetseite .

Bis Mitte Dezember hätten insgesamt 245 verschiedene sogenannte Antigentests ein allgemeines Prüfverfahren durch ein PEI-Labor durchlaufen, 199 hätten die Untersuchung bestanden. Von diesen 199 könnten wiederum die allermeisten eine Omikron-Infektion nachweisen. Der Grund: Die große Mehrheit der in Deutschland angebotenen Tests schlage auf ein Protein des Virus an, dass von den Omikron-Mutationen vergleichsweise wenig betroffen sei.

Das PEI schränkt aber ein: »Für eine endgültige, qualitative und quantitative Aussage sind allerdings weitere Untersuchungen, insbesondere Vergleichsstudien mit Proben von Omikron-infizierten Personen erforderlich.«

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte zuvor mitgeteilt, dass vorläufige Daten einer Studie mit Lebendviren von Patienten darauf hindeuteten, »dass Antigentests die Omikron-Variante erkennen, aber möglicherweise eine verringerte Sensitivität aufweisen.«

US-Gesundheitsbehörde unterstreicht Wichtigkeit von Impfungen bei Minderjährigen

21.17 Uhr: Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat mit zwei neuen Studien die Wichtigkeit von Impfungen gegen Covid-19 bei Kindern und Jugendlichen hervorgehoben. Nach der Verabreichung von etwa acht Millionen Dosen an Personen im Alter von fünf bis elf Jahren seit Oktober seien schwerwiegende Reaktionen auf die Vakzine selten berichtet worden, hieß es in einem der Berichte.

In einer weiteren Untersuchung an sechs Krankenhäusern fanden die US-Wissenschaftler heraus, dass die große Mehrheit aller wegen Covid-19 behandelten Minderjährigen nicht vollständig geimpft war – nur 0,4 Prozent von diesen hatten die Impfserie aus zwei Injektionen abgeschlossen. Zwei Drittel der Covid-Patienten im Alter von 12 bis 17 Jahren seien dabei fettleibig gewesen. Die CDC rief dazu auf, Minderjährige durch Impfungen vor Covid-19 zu schützen – vor allem jene mit starkem Übergewicht oder Vorerkrankungen.

Französische Kliniken sollen Masken nur noch in Europa kaufen

19.30 Uhr: Frankreichs Krankenhäuser sollen medizinische Masken und Einmalhandschuhe künftig nach Möglichkeit im Land oder zumindest in Europa einkaufen. Ein am Donnerstag veröffentlichtes entsprechendes Rundschreiben der Regierung wurde laut der Nachrichtenagentur AFP bereits Mitte Dezember an die Regionalbehörden versandt, die für die Krankenhausinfrastruktur zuständig sind. Die medizinischen Einrichtungen sind demnach dazu angehalten, beim Einkauf nicht nur auf den Preis, sondern vor allem auf die Qualität des Materials zu achten.

Die Regierung forderte in dem Schreiben, den Fokus neben den Qualitätskontrollen und der Einhaltung der europäischen Normen auch etwa auf die CO2-Bilanz bei der Produktion, den Wasserverbrauch und die Lieferzeiten zu legen. Bei sich häufenden Verstößen gegen die Anforderungen sollen »schwere Strafen« in Betracht gezogen werden. Die Vorgaben gelten demnach »mit sofortiger Wirkung für alle öffentlichen Gesundheitseinrichtungen und öffentlichen Beschaffungsstellen«.

Die französische Industrie hat seit Beginn der Corona-Pandemie ihre Produktionskapazitäten von OP- und FFP2-Masken massiv aufgestockt: von 3,5 Millionen Masken pro Woche auf rund 100 Millionen, davon 20 bis 25 Prozent FFP2-Masken. Dennoch seien zwischen Sommer 2020 und Sommer 2021 rund 97 Prozent der öffentlichen Beschaffungsaufträge durch Importe gedeckt worden, sagte der Chef des Industrieverbandes F2M, Christian Curiel der Nachrichtenagentur AFP. Die zuständigen Stellen hätten weiterhin auf »billigere, aber qualitativ andere Importe« gesetzt.

In der Folge sei in Frankreich »von April bis Anfang November die Produktion von FFP2-Masken praktisch zum Erliegen gekommen«. Seitdem hätten die Bestellungen bei französischen Herstellern wegen logistischer Probleme beim Import aber wieder zugenommen. Laut Curiel sind in Frankreich hergestellte Masken »zwei- bis dreimal so teuer« wie importierte aus China.

Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Veran gab für Donnerstag erneut 206.243 Neuinfektionen mit dem Coronavirus bekannt. Am Mittwoch lag die Zahl neuer Fälle bei 208.099.

Neuer Höchstwert in Italien: fast 127.000 Coronafälle

19 Uhr: Die Gesundheitsbehörden in Italien haben am Donnerstag fast 127.000 Coronafälle registriert. In den zurückliegenden 24 Stunden starben demnach fast 160 Menschen mit dem Virus. Die Bundesregierung stuft Italien ab Samstag als Hochrisikogebiet ein. Bereits am Mittwoch wurden in Italien rund 98.000 Neuinfektionen gemeldet.

In den vergangenen Tagen stieg zudem die Zahl der gemachten Corona-Tests stetig an. Ein negativer Nachweis ist in vielen Teilen des öffentlichen Lebens mittlerweile notwendig. Zuletzt hat sich auch der Anteil der positiven Ergebnisse unter allen Test immer weiter erhöht.

Italiens Regierung einigte sich am Mittwochabend auf weitere Corona-Maßnahmen gegen die anhaltende Ausbreitung des Virus. Vor einem Jahr war das Land mit rund 60 Millionen Einwohnern in einem Lockdown und verzeichnete lediglich rund 16.200 Corona-Neuinfektionen. Damals waren allerdings deutlich mehr Infizierte gestorben.

Türkei verzeichnet fast 40.000 Neuinfektionen

18.38 Uhr: Die Türkei registriert die höchste Zahl an Neuinfektionen seit dem 28. April. 39.681 neue Corona-Fälle wurden nach Behördenangaben binnen eines Tages registriert. Gesundheitsminister Fahrettin Koca warnte insbesondere vor der Omikron-Varinate und ruft die Bevölkerung dazu auf, sich deutlich vorsichtiger als bislang zu verhalten.

Die Infektionszahlen in der Türkei hatten sich laut der Nachrichtenagentur Reuters binnen einer Woche verdoppelt. Die Behörden meldeten am Donnerstag zudem 142 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus.

Israel plant vierte Corona-Impfung zunächst für Immungeschwächte

18.30 Uhr: Israel will zunächst nur Menschen mit Immunschwäche eine vierte Dosis des Coronaimpfstoffs geben. Diese Entscheidung gab Nachman Asch, Generaldirektor des Gesundheitsministeriums, laut der Nachrichtenagentur dpa bekannt. Ein Expertengremium hatte angesichts der raschen Ausbreitung der Omikron-Variante empfohlen, neben Immungeschwächten auch Menschen über 60 und medizinisches Personal zum vierten Mal zu impfen. Asch sagte, er sei noch nicht überzeugt, dass dies bereits notwendig sei. Man wäge aber jeden Tag neu das weitere Vorgehen ab.

Ein israelisches Krankenhaus hatte am Montag eine Studie zur vierten Impfung gegen das Coronavirus begonnen. Israel hat die vierte Corona-Welle bereits hinter sich, zuletzt sind die Infektionszahlen jedoch wieder massiv angestiegen. Am Donnerstag stieg die Zahl der registrierten Corona-Fälle erstmals seit September wieder über 4000. Die Zahl der Schwerkranken lag jedoch weiterhin unter 100.

Nur rund 60 Prozent der 9,4 Millionen Israelis gelten als vollständig geimpft. Dies sind zweifach Geimpfte bis zu 6 Monate nach der Zweitimpfung und Menschen mit Booster-Impfung. 31 Prozent der Bevölkerung sind gar nicht geimpft, bei neun Prozent ist die Gültigkeit der Impfung bereits abgelaufen.

Maskenverweigerer randaliert in Bahn-Reisezentrum

17.43 Uhr: Ein Corona-Maskenverweigerer hat mit Zerstörungen am Hauptbahnhof Mainz für die kurzzeitige Schließung des Reisezentrums zum Schutz anderer Reisender gesorgt. Die Mitarbeiter hatten ihn am Donnerstag mehrmals vergeblich aufgefordert, sich seinen Mund-Nasen-Schutz aufzusetzen, wie die Bundespolizei mitteilte. Als der 56-Jährige daher keinen Service bekam, zerstörte er nach den Angaben »jegliches greifbare Inventar« quer durch den gesamten zugänglichen Bereich des Reisezentrums: Aufsteller aus Metall, Trennwände, Plexiglasscheiben und Informationstafeln. Verletzte gab es nicht.

Die herbeigerufene Bundespolizei kontrollierte den Mann, beruhigte ihn schließlich und verwies ihn aus dem Bahnhof. Die Schadenshöhe muss noch ermittelt werden. Den Mann erwarten ein Strafverfahren wegen Sachbeschädigung und ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen des Maskenverstoßes, wie die Bundespolizei weiter mitteilte.

Coronazahlen in Griechenland binnen einer Woche fast versechsfacht

17.26 Uhr: Die griechische Gesundheitsbehörde hat von Mittwoch auf Donnerstag 35.580 Corona-Neuinfektionen registriert. Das sind fast sechs Mal so viele neue Fälle wie am vergangenen Donnerstag (6667). Verantwortlich ist die Omikron-Variante, die den Fachleuten zufolge mittlerweile vor allem im Großraum Athen um sich greift.

Die Regierung hat die Coronamaßnahmen für das Land mit seinen rund elf Millionen Einwohnern deshalb verschärft; unter anderem muss von diesem Donnerstag an und bis mindestens zum 17. Januar die Gastronomie um Mitternacht schließen und Plätze begrenzen. Eine Ausnahme bis 2.00 Uhr gibt es für die Silvesternacht. Außerdem müssen in Supermärkten, öffentlichen Verkehrsmitteln und anderen öffentlichen Räumen FFP2-Masken getragen werden.

FDP-Minister Garg will für Schleswig-Holstein epidemische Lage feststellen

17.00 Uhr: Angesichts stark steigender Coronazahlen und der Ausbreitung der Omikron-Variante erwägt der Gesundheitsminister von Schleswig-Holstein, Heiner Garg (FDP), schärfere Schutzmaßnahmen. Er werde der im Land regierenden Koalition von CDU, Grünen und FDP vorschlagen, auch in Schleswig-Holstein in der ersten Januarhälfte die epidemische Lage von landesweiter Tragweite festzustellen, sofern nicht der Bund kurzfristig eine solche Feststellung seinerseits vornimmt, sagte der FDP-Politiker am Donnerstag. »Mit der Omikron-Variante kommt die fünfte Welle in Schleswig-Holstein früher an als in anderen Ländern«, so Garg.

Die jüngsten Ereignisse im Land gerade im Zusammenhang mit Feiern zeigen nach Einschätzung des Ministeriums, dass von einer erhöhten Dynamik auszugehen und damit auch eine deutlich schnellere Ausbreitung des Virus zu befürchten ist. Mit zusätzlichen Maßnahmen könne dem entgegengewirkt werden. Garg rief die Menschen auf, sich impfen zu lassen und Silvester im kleinen Kreis zu bleiben.

Das Ministerium verwies darauf, dass die fortschreitende Dominanz der Omikron-Variante vor allem in Norddeutschland zu beobachten sei. Da noch nicht klar sei, inwieweit mehr Menschen aufgrund der Omikron-Variante ins Krankenhaus und auf Intensivstationen müssen, seien hier weitergehende Maßnahmen zu erwägen, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden. In den süd- und ostdeutschen Kliniken gebe es keine Ausweichmöglichkeiten.

Am Mittwochabend wurden für das Bundesland 1451 neue Coronafälle vermeldet – deutlich mehr als bisher. Die Zahl der erfassten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen stieg auf 181,8. Damit hatten mittlerweile fünf Länder eine geringere Inzidenz als Schleswig-Holstein, das lange die niedrigsten Zahlen aufwies.

1,65 Milliarden Euro Coronahilfen für die Kultur beantragt

16.38 Uhr: Kulturveranstalter haben beim Sonderfonds des Bundes Finanzhilfen in Höhe von 1,65 Milliarden Euro beantragt. Das berichtete das Nachrichtenportal »The Pioneer« unter Berufung auf einen Sonderbericht der Beauftragten des Bundes für Kultur und Medien zum 14. Dezember. Ein Sprecher aus dem Hause der neuen Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) bestätigte die Angaben.

Demnach wurden bis Mitte Dezember Anträge für Finanzhilfen in Höhe von 795 Millionen Euro für 23.400 Veranstaltungen im Rahmen der Wirtschaftlichkeitshilfen eingereicht. Rund die Hälfte der Anträge entfällt dem Bericht zufolge auf Konzerte und Festivals, 40 Prozent auf private Theater und Schauspielhäuser, wie »The Pioneer« schreibt. Für die Ausfallabsicherung von Großveranstaltungen seien 2000 Veranstaltungen mit einem Fördervolumen von 859 Millionen Euro angemeldet worden.

Der Bund hatte einen bis zu 2,5 Milliarden Euro umfassenden Fonds für die Kultur aufgelegt. Er bietet Hilfen, damit kleinere Veranstaltungen wirtschaftlich sein können, und Unterstützung für Ausfälle, wenn Events coronabedingt abgesagt werden. Bei dem Bericht an den Haushaltsausschuss des Bundestages handelt es sich um eine Zwischenbilanz. Wie viel insgesamt an Förderung ausgezahlt wird, ist noch offen.

Zwei Coronafälle: Schalke 04 sagt Trainingslager ab

16.23 Uhr: Fußball-Zweitligist FC Schalke 04 hat das für die nächste Woche geplante Trainingslager im türkischen Belek wegen der aktuellen Coronalage abgesagt. Diese Entscheidung teilte der Klub am Donnerstag nach Rücksprache mit der medizinischen Abteilung und Gesprächen mit zuständigen Behörden mit. Zudem befinden sich die beiden Profis Simon Terodde (genesen und vollständig geimpft) und Ko Itakura (vollständig geimpft und geboostert) in Quarantäne, nachdem sie in den vergangenen Tagen positiv getestet wurden.

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Die Reise in die Türkei war für den 3. Januar geplant. »Wir bedauern diese Entscheidung aus sportlicher Sicht sehr, weil wir die gemeinsame Zeit gerne genutzt hätten, um uns hochfokussiert auf die verbleibenden Spiele vorzubereiten«, sagte Schalkes Sportdirektor Rouven Schröder.

»In den vergangenen Tagen mussten wir allerdings feststellen, dass die Risiken der Reise deutlich zugenommen haben und den möglichen Nutzen übersteigen. Wir müssen unserer Verantwortung gegenüber allen Mitarbeitern gerecht werden«, sagte der 46-Jährige. Die Vorbereitung auf den zweiten Teil der Zweitligasaison findet nun auf dem Berger Feld statt.

Berliner Clubs starten im Januar Impfaktion

15.54 Uhr: Mehrere Berliner Clubs wollen vom 3. bis 9. Januar eine Möglichkeit zum Impfen gegen Corona anbieten. Dabei machen Clubs wie der Klunkerkranich, ://about blank, Mensch Meier und der Sage Beach mit. Etwa 4500 Menschen können dann dort ihre erste, zweite oder die Boosterimpfung bekommen, wie die Clubcommission als Dachorganisation am Donnerstag mitteilte. Termine können online gebucht werden – als Impfstoff gibt es Biontech und Moderna.

Offene Bars, geschlossene Clubs: Die Institutionen des Berliner Nachtlebens sind unterschiedlich stark von den Coronaregeln betroffen

Offene Bars, geschlossene Clubs: Die Institutionen des Berliner Nachtlebens sind unterschiedlich stark von den Coronaregeln betroffen

Foto: Annette Riedl / dpa

»Gerade jetzt, wo Omikron bevorsteht, zählt: Jede rechtzeitig verabreichte Impfung entlastet die Intensivstationen und rettet Menschenleben«, erklärte Sascha Disselkamp, Betreiber des Sage Beach. »Wenn unsere Clubs einen Beitrag dazu leisten können, die nächste Welle ein wenig abzuflachen, sind wir sofort dabei.«

In Berlin gilt ein Tanzverbot. An Normalbetrieb sei vorerst nicht zu denken, die Clubs seien fast ausnahmslos geschlossen, heißt es in der Mitteilung. In der Pandemie waren Szene-Orte auch schon Testcenter. Es gab bereits »Berliner Impfnächte« und ein Modellprojekt mit PCR-Tests, das zeigen sollte, wie sicheres Feiern funktionieren könnte.

Papst sagt geplanten Krippenbesuch wegen Ansteckungsgefahr ab

15.41 Uhr: Zum Schutz vor Ansteckungen mit dem Coronavirus hat Papst Franziskus seinen geplanten Besuch an der Weihnachtskrippe auf dem Petersplatz gestrichen. Die Veranstaltung sei abgesagt, um Ansammlungen und damit das Risiko, sich mit Covid-19 anzustecken, zu vermeiden, teilte der Heilige Stuhl am Donnerstag mit. Der Besuch war für Freitag im Anschluss an das traditionelle Abendgebet zu Silvester im Petersdom geplant. Papst Franziskus hatte Weihnachten bereits mit Corona-Einschränkungen gefeiert. In diesem Jahr waren aber deutlich mehr Menschen bei der Weihnachtsmesse und dem Segen »Urbi et Orbi« (Der Stadt und dem Erdkreis) im Vatikan dabei als noch 2020. Zu den öffentlichen Auftritten des Oberhaupts der katholischen Kirche kommen in der Regel sehr viele Menschen.

Intensivmediziner: Datenschutz hat Coronabekämpfung verhindert

15.07 Uhr: Eine optimale Bekämpfung der Coronapandemie ist in Deutschland nach Ansicht von Intensivmedizinern durch unzureichende Daten und auch den Datenschutz behindert worden. Die Bundesregierung müsse für genauere Daten sorgen, forderte der Leiter des Intensivregisters der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Christian Karagiannidis, am Donnerstag im SWR.

»Was wir brauchen, ist eine maximale Digitalisierungsoffensive«, sagte Karagiannidis. »Dieses Stückwerk, das wir haben und auch immer wieder diese ganzen Bedenken, die ich tagtäglich höre, vom Datenschutz bis dieses und jenes – das hat auch relativ viel verhindert in den letzten zwei Jahren. Und ich glaube, die neue Bundesregierung tut gut daran, wenn sie einen Reset macht, einmal richtig Geld in die Hand nimmt und die Daten zusammenführt.«

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Von exakteren Daten könne man eine deutlich bessere Bekämpfung der Pandemie erwarten, erklärte Karagiannidis. »Wenn die Krankenkassen genau wissen, wann man geimpft ist und man dann auch sofort sieht, wenn die Impfwirkung nachlässt, dann sieht man auch sofort, was das für einen unglaublichen Effekt hat auf die Volksgesundheit.«

Karagiannidis spielte damit auf die Aussage von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) an, der am Mittwoch sagte, die Inzidenz sei wohl doppelt oder dreimal so hoch wie offiziell ausgewiesen. Das liege unter anderem an Personalmangel in den Gesundheitsämtern über die Feiertage.

Anteil von Omikron in Deutschland steigt rasant

15.21 Uhr: Der Anteil der Omikron-Variante an den in Deutschland nachgewiesenen Coronainfektionen nimmt rasant zu. So gingen in der Kalenderwoche 51 (bis 26.12.) laut Meldedaten aus den Bundesländern 17,5 Prozent der auf Varianten untersuchten Coronanachweise auf Omikron zurück, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag in seinem Wochenbericht schreibt. Eine Woche zuvor wurde der Wert noch mit 3,1 Prozent angegeben. Bei der Zählung werden sowohl Nachweise mittels Erbgut-Analyse (Gesamtgenomsequenzierung) als auch Verdachtsfälle aufgrund sogenannter variantenspezifischer PCR-Tests einbezogen.

Laut den aktuellen Meldedaten nach Infektionsschutzgesetz schwankt der Omikron-Anteil in den Bundesländern stark. So kommt Bremen laut RKI auf rund 65 Prozent, Sachsen auf nur 1 Prozent. Als Gründe nennt das RKI: »Die Schwankungen ergeben sich aus den zum Teil noch niedrigen Omikron-Fallzahlen, der unterschiedlichen Häufigkeit von Testungen auf das Vorhandensein von besorgniserregenden Varianten in den einzelnen Bundesländern sowie Verzögerungen in der labordiagnostischen Erfassung und Übermittlung.«

Aussagekräftiger wenn auch weniger aktuell als die Meldedaten sind die sogenannten Stichproben-Daten. Hier fließen ausschließlich Gesamtgenomsequenzen ein. Der Omikron-Anteil in Kalenderwoche 50 (bis 19.12.) lag demnach laut RKI bei 7,4 Prozent im Vergleich zu 2,5 Prozent in der Vorwoche Der Anteil der Omikron-Variante an den in Deutschland nachgewiesenen Coronainfektionen nimmt rasant zu. So gingen in der Kalenderwoche 51 (bis 26.12.) laut Meldedaten aus den Bundesländern 17,5 Prozent der auf Varianten untersuchten Coronanachweise auf Omikron zurück, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag in seinem Wochenbericht schreibt. Eine Woche zuvor wurde der Wert noch mit 3,1 Prozent angegeben. Bei der Zählung werden sowohl Nachweise mittels Erbgut-Analyse (Gesamtgenomsequenzierung) als auch Verdachtsfälle aufgrund sogenannter variantenspezifischer PCR-Tests einbezogen.

Bundeswehr prüft Drohungen von angeblichem Soldaten zur Coronapolitik

14.43 Uhr: Bundeswehr und bayerische Polizei untersuchen ein Drohvideo eines angeblichen Angehörigen der Truppe. »Derzeit kursiert ein Video eines angeblichen Soldaten im Netz, welches hier oft geteilt wird«, twitterte das Verteidigungsministerium am Donnerstag. Es enthalte Drohungen gegen den Rechtsstaat, die nicht hinnehmbar seien. »Die Konsequenzen werden bereits geprüft.«

In dem etwa eine Minute langen Clip verlangt der selbst bezeichnete Oberfeldwebel unter anderem die Rücknahme der staatlichen Coronamaßnahmen und der Duldungspflicht, nach der die Covid-Schutzimpfung in der Bundeswehr zur Vorschrift wurde. »Dies ist eine Warnung«, sagt er. »Bis morgen« werde eine Äußerung dazu verlangt. Im Begleittext zum Video heißt es: »Die Soldaten geben sich bis morgen 16:00 Uhr dialogbereit.« Das Video wurde spätestens am frühen Donnerstagmorgen eine Stunde nach Mitternacht gepostet.

Nach Angaben des Rechtsextremismus- und Social-Media-Experten Josef Holnburger ist daher nicht ganz klar, ob der Mann im Video mit seinem Ultimatum Donnerstag oder Freitag meint, so der Co-Geschäftsführer des Centers für Monitoring, Analyse und Strategie (CeMAS), das unter anderem Desinformation und Radikalisierungstendenzen in sozialen Medien beobachtet. Holnburger ging allerdings von Donnerstag aus.

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Nach Holnburgers Angaben hatte der angebliche Bundeswehrangehörige bereits in der Vergangenheit wegen der Coronamaßnahmen Gewalt angedroht und zum Kampf aufgerufen.

Weltweit erstmals mehr als eine Million Neuinfektionen an einem Tag

14.32 Uhr: Erstmals ist laut einer AFP-Zählung die Schwelle von weltweit statistisch mehr als einer Million Corona-Neuinfektionen pro Tag überschritten worden. Mit mehr als 7,3 Millionen von Behörden in aller Welt gemeldeten Neuinfektionen zwischen dem 23. und dem 29. Dezember gab es pro Tag im Durchschnitt 1045 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie vor zwei Jahren.

Die Zahl ist deutlich höher als beim vorangegangenen Rekord, der zwischen dem 23. und 29. April mit durchschnittlich 817.000 Neuinfektionen täglich erreicht worden war. Mehr als 85 Prozent der jüngsten Infektionen konzentrieren sich auf Europa und Nordamerika.

Bundesligaklubs vor Rückrundenstart mit Coronasorgen

14.30 Uhr: Zahlreiche Klubs der Fußball-Bundesliga müssen damit rechnen, den Rückrundenauftakt ab dem 7. Januar coronabedingt nicht in voller Mannschaftsstärke angehen zu können. Täglich neue Meldungen über Infektionen in den Teams bedeuten zahlreiche Ausfälle und damit einen neuen Faktor, der die sportlichen Voraussetzungen mitbestimmt. »Fußball ist immer ein Glücksspiel, aber das kommt jetzt noch dazu«, kommentierte Markus Weinzierl, der Trainer des FC Augsburg, die durch die ansteckendere Omikron-Variante steigenden Fallzahlen.

Augsburg-Trainer Markus Weinzierl

Augsburg-Trainer Markus Weinzierl

Foto: Stefan Puchner / dpa

Der FCA vermeldete zum Trainingsauftakt einen positiven Test bei Ersatztorwart Tomas Koubek. Bei Reece Oxford, Niklas Dorsch und Daniel Klein waren die Ergebnisse zunächst nicht eindeutig. Der VfL Wolfsburg teilte mit, dass nach Kevin Mbabu auch Dodi Lukebakio wegen Corona erst einmal nicht zur Verfügung steht. Eintracht Frankfurt muss vorerst auf Kristijan Jakic, Gonçalo Paciência und Ersatztorwart Jens Grahl verzichten. Bei Bayer Leverkusen ist Piero Hincapie positiv getestet worden.

Die Bundesliga ist mit ihren Coronaproblemen nicht allein: Im spanischen Fußball beklagten zuletzt besonders die Spitzenklubs Real Madrid, Atletico Madrid und der FC Barcelona etliche coronabedingte Ausfälle. In der englischen Premier League mussten zuletzt zahlreiche Spiele aufgrund von Coronaausbrüchen verlegt werden.

Kultusminister beraten in Sondersitzung am 5. Januar über Coronalage

13.56 Uhr: Angesichts einer drohenden neuen Coronawelle wollen die Kultusminister- und ministerinnen der Länder am kommenden Mittwoch kurzfristig in einer Videokonferenz über die Lage an den Schulen beraten. Das teilte ein Sprecher der Kultusministerkonferenz (KMK) am Donnerstag nach einer digitalen Sitzung des Präsidiums mit. Die nächste reguläre KMK-Sitzung war ursprünglich erst für den 10. Februar geplant – und damit nach der für den 7. Januar geplanten Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD).

Wie der Sprecher weiter mitteilte, hat das Präsidium, dem sechs der 16 KMK-Minister angehören, darüber hinaus seine Linie bekräftigt, dem Präsenzunterricht an Schulen weiterhin höchste Priorität einzuräumen. Die Ländervertreter hätten auf Präsidiumsebene auch festgestellt, »dass alle Länder außer Thüringen nach den Weihnachtsferien in Präsenz starten wollen«, wie es weiter in der Mitteilung heißt. Thüringen hatte unter anderem angekündigt, dass die Schüler an den ersten beiden Schultagen nach den Ferien zunächst einmal von zu Hause aus lernen sollten.

Am Montag kehren Schülerinnen und Schüler in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Sachsen nach der Weihnachtspause zurück in die Schulen, am Dienstag im Saarland und am Mittwoch in Hamburg. Jüngst hatte es angesichts der Gefahr durch die Coronavariante Omikron Mahnungen an die KMK-Minister gegeben, nicht um jeden Preis am Präsenzunterricht festzuhalten und noch einmal kurzfristig über die aktuelle Lage zu beraten. Bislang war trotz drohender fünfter Pandemiewelle etwa keine Verlängerung der Weihnachtsferien geplant. Thüringen hatte als einziges Bundesland abweichende Pläne angekündigt.

Türkei startet Impfungen mit eigenem Impfstoff

12.15 Uhr: Die Türkei startet mit Impfungen des im eigenen Land entwickelten Corona-Impfstoffes. Das Vakzin Turkovac werde nun in den städtischen Krankenhäusern verabreicht, sagt Gesundheitsminister Fahrettin Koca. Mit Turkovac seien auch Auffrischimpfungen nach Erstimpfungen mit anderen Mitteln möglich.

Der Impfstoff hatte erst in der vergangenen Woche von den türkischen Behörden eine Notfallzulassung erhalten. Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte angekündigt, Turkovac weltweit zur Verfügung zu stellen. Die Regierung hat aber noch keine detaillierten Informationen über die Wirksamkeit und die Ergebnisse der klinischen Studien veröffentlicht. Bislang wurden in der Türkei die Impfstoffe von Biontech und Pfizer sowie des chinesischen Herstellers Sinovac verabreicht.

RKI erklärt Italien und Kanada zu Hochrisikogebieten

11.30 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat vier weitere Länder als Hochrisikogebiete ausgewiesen. Italien, Kanada, Malta und San Marino stehen ab Samstag auf der Liste, einzig Mauritius gilt nicht länger als ein Gebiet mit besonders hohem Infektionsrisiko durch besonders hohe Inzidenzen für die Verbreitung des Coronavirus. Neue Virusvariantengebiete nannte das RKI nicht.

Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien.

Touristen in der Schlange vor dem Pantheon in Rom: Von Reisen nach Italien wird abgeraten

Touristen in der Schlange vor dem Pantheon in Rom: Von Reisen nach Italien wird abgeraten

Foto: Fabio Frustaci / dpa

Mit der Einstufung als Hochrisikogebiet verbunden ist automatisch auch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für nicht notwendige touristische Reisen. Sie erleichtert Touristinnen und Touristen die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen – bedeutet aber kein Reiseverbot.

Fallzahlen in Großbritannien steigen gewaltig

11.40 Uhr: In Großbritannien nimmt die Zahl der Coronaneuinfektionen wegen der hochansteckenden Variante Omikron sprunghaft zu. Die Behörden meldeten zuletzt einen Tagesrekord von 183.037 Fällen – gut 50.000 mehr als zuvor. Darin sind zwar Neuinfektionen über fünf Tage in Nordirland enthalten, wo es wegen der Feiertage keine aktuellen Daten gab. Allein im größten Landesteil England wurden demnach allerdings an einem Tag 138.287 Menschen positiv auf das Virus getestet, auch Schottland meldete mit 15.849 Fällen einen Tagesrekord.

In England plant die zuständige britische Regierung aber trotz der rasanten Omikron-Ausbreitung keine strengeren Regeln. Zwar müssen im Nahverkehr sowie in Läden, Theatern, Kinos und Museen Masken getragen werden – nicht aber in Pubs und Restaurants. Für Discos und Großveranstaltungen gelten die 3G-Regeln. Die Regelungen in Wales, Schottland und Nordirland sind deutlich schärfer, hier entscheiden jeweils die Regionalregierungen.

Der Fachverband der Allgemeinmediziner Royal College of GPs kritisierte, dass viele Menschen über Weihnachten ihren Impftermin nicht wahrgenommen hätten. Das sei sehr frustrierend, sagte Verbandschef Martin Marshall am Donnerstag dem Sender Times Radio. Ein Problem ist auch der enorme Engpass bei Coronaselbsttests. Am Donnerstag konnte man über die Internetseiten der Regierung keine Tests bestellen, die eigentlich für jeden Briten kostenlos sein sollen. Gesundheitsminister Sajid Javid machte Probleme in den globalen Lieferketten für den Mangel verantwortlich.

Zahl der Omikron-Fälle steigt auf 16.748

11.04 Uhr: Die Zahl der Coronafälle mit der als besonders ansteckend geltenden Omikron-Variante ist weiter gestiegen. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag mitteilte, erhöhte sich die Gesamtzahl der erfassten Fälle binnen eines Tages um 28 Prozent auf 16.748. Damit gab es 3619 Fälle mehr als am Mittwoch. Erfasst wurden den Angaben zufolge auch Nachmeldungen aus den vergangenen Wochen.

Von der Gesamtzahl der mit Omikron Infizierten mussten laut RKI 208 Menschen im Krankenhaus behandelt werden. Das Institut registrierte demnach einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit der Variante. Die Gesamtzahl der Verstorbenen in der Omikron-Zählung erhöhte sich damit auf fünf.

Mehr als 600.000 Coronaimpfungen am Mittwoch

10.35 Uhr: Die Corona-Impfkampagne hat nach den Weihnachtsfeiertagen weiter an Fahrt aufgenommen. Am Mittwoch wurden mindestens 621.000 Impfungen verabreicht, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Donnerstag (Stand 10.20 Uhr) hervorgeht. Hinzu kommen aber in der Regel eine Reihe vom Nachmeldungen. Am Dienstag waren bundesweit etwa 656.000 Menschen geimpft worden. Vom 24. bis zum 26. Dezember waren die Zahlen kurzzeitig deutlich zurückgegangen.

Damit sind nun mindestens 59,1 Millionen Menschen zweifach geimpft oder haben die Einmalimpfung von Johnson & Johnson erhalten. Das sind 71,1 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mindestens 31,6 Millionen Menschen (38,0 Prozent) haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung erhalten. Laut RKI wurden am Mittwoch 502.000 Menschen geboostert.

Nicht geimpft sind laut RKI aktuell 21,5 Millionen Menschen in Deutschland, darunter 4,0 Millionen Kindern im Alter bis vier Jahren, für die bisher kein zugelassener Impfstoff zur Verfügung steht.

Auf dem RKI-Dashboard wird darauf hingewiesen, dass die Impfquoten als Mindestimpfquoten zu verstehen sind, »da eine hundertprozentige Erfassung durch das Meldesystem nicht erreicht werden kann«. Das Robert Koch-Institut geht davon aus, dass die tatsächliche Impfquote um bis zu fünf Prozentpunkte höher liegt.

Bayerns Innenminister Herrmann: Rechtsextreme unterwandern Coronademos

10.31 Uhr: Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) führt die wachsende Aggressivität bei Demonstrationen gegen die Coronamaßnahmen und -Impfungen teilweise auf den Einfluss von Rechtsextremisten zurück. »Da sind eben auch Leute unterwegs, die wollen unsere Republik infrage stellen«, sagte Herrmann am Donnerstag im WDR. »Da müssen wir den Anfängen, hier unsere Demokratie infrage zu stellen, wirklich auch wehren.«

Joachim Herrmann (CSU)

Joachim Herrmann (CSU)

Foto: Peter Kneffel / dpa

Die Diskussion über eine Impfpflicht habe einen neuen Schub in die Querdenker-Szene gebracht. »Das muss man ganz nüchtern sehen«, sagte Herrmann. »Aber auf der anderen Seite ist auch klar, dass immer mehr aus dem rechtsextremen Bereich – ob das Teile der AfD sind bis hin zu Anhängern von NPD oder Drittem Weg, also wirklich dem totalen Rechtsradikalismus – versuchen, in diesen Bereich hineinzudrängen und hier ihr Süppchen zu kochen.« Ob es inhaltlich um Corona gehe, sei möglicherweise zweitrangig. »Denen geht es darum, wirklich unsere Demokratie zu beschädigen, die Substanz unseres Staates anzugreifen.«

Frankreich plant Bußgeld bei Verstoß gegen Homeoffice-Pflicht

10.09 Uhr: Im Kampf gegen die steigenden Coronafallzahlen will Frankreichs Regierung mit Strafzahlungen gegen Firmen vorgehen, die trotz Pflicht kein Homeoffice ermöglichen. Bis zu 50.000 Euro Bußgeld sollen möglich sein, sagte Arbeitsministerin Élisabeth Borne am Donnerstag im Sender LCI. Pro Beschäftigten solle auf Unternehmen eine Strafe von bis zu 1000 Euro zukommen können. Eine entsprechende Regelung wolle die Regierung in ein Gesetzesvorhaben einbringen.

Ab kommender Woche greift in Frankreich eine Homeoffice-Pflicht. Betriebe, bei denen die Arbeit von zu Hause aus möglich ist, müssen es ihren Beschäftigten dann ermöglichen, drei Tage die Woche von daheim zu arbeiten. Die Regierung empfiehlt dies sogar für vier Tage. Die Regelung gilt zunächst für drei Wochen.

Die Neuinfektionen schnellten in Frankreich in den vergangenen Tagen rasant in die Höhe. Innerhalb eines Tages verzeichneten die Behörden zuletzt mehr als 200.000 Ansteckungen. Der Inzidenzwert, also die Zahl der Ansteckungen innerhalb einer Woche auf 100.000 Menschen, lag landesweit zuletzt bei knapp 800.

Polizei löst in München mehrere verbotene Impfgegner-Demonstrationen auf

10.06 Uhr: In München hat die Polizei am Mittwochabend mehrere verbotene Demonstrationen von Impfgegnern aufgelöst. Insgesamt waren an den Aktionen laut Polizei etwa 5000 Menschen beteiligt, ein Großaufgebot von mehr als tausend Beamten war im Einsatz. Auch in anderen deutschen Städten wurde demonstriert, in Wolgast in Mecklenburg-Vorpommern wurden zwei Polizisten leicht verletzt.

Die bayerische Landeshauptstadt hatte unangemeldete »Corona-Spaziergänge« verboten. Dennoch bereitete die Polizei sich vor, da Impfgegner in Chatgruppen dazu aufriefen, in München zu demonstrieren. Eine angemeldete Versammlung wurde kurz vor Beginn vom Veranstalter abgesagt.

Trotz des Verbots bildeten sich in der Stadt am Mittwochabend zahlreiche Gruppen, wie die Polizei mitteilte. Die Einsatzkräfte hätten sie mit Lautsprechern auf die geltenden Regelungen hingewiesen und viele Teilnehmende direkt angesprochen. Größere Gruppen seien direkt gestoppt worden.

Insgesamt gab es laut Polizei mehr als 700 Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten und zwei Strafanzeigen für Menschen in verantwortlicher Rolle, außerdem mehr als 20 Strafanzeigen wegen Beleidigung, Körperverletzung, Widerstands gegen Polizeibeamte, der Aufforderung zu Straftaten oder falschen Gesundheitszeugnissen. Zudem hätten die Beamten 1300 Platzverweise ausgesprochen. In mehr als 220 Fällen habe »unmittelbarer Zwang durch Schieben und Drücken angewandt« werden müssen, zehnmal sei der Schlagstock eingesetzt worden.

Italien verschärft Regeln für Ungeimpfte – und lockert die Quarantänepflicht

9.40 Uhr: In der anhaltend schlechten Pandemielage hat Italiens Regierung die Coronaregeln verschärft und gleichzeitig die Quarantänepflicht gelockert. Ab dem 10. Januar 2022 gilt unter anderem in Hotels, Kongresszentren, im öffentlichen Nah- und Fernverkehr, in Skiliften und auf Festen die 2G-Regel, wie der Palazzo Chigi in der Nacht zu Donnerstag in Rom mitteilte. Die Menschen müssen für den Zutritt dort also geimpft oder genesen sein.

Damit erweiterte die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi die Coronaregeln. In italienischen Medien war am Donnerstag deshalb die Rede von einem »Lockdown für Ungeimpfte«. Die Regelungen gelten bis zum Ende des Notstandes am 31. März.

In Italien schossen die Corona-Infektionszahlen in den vergangenen Tagen in die Höhe. Am Mittwochabend meldeten die Behörden rund 98.000 Coronaneuinfektionen und fast 150 Tote mit dem Virus binnen eines Tages. Wegen der vielen Ansteckungen und der daraus folgenden Isolationspflicht befürchteten einige Regionen, dass ihnen das Personal zum Beispiel im Schienenverkehr oder in den Krankenhäusern abhandenkommt.

Die Regierung beschloss in dem Dekret außerdem, die vorsorgliche Quarantäne für Geimpfte und Genesene auszusetzen, die engen Kontakt mit einer nachweislich positiv-getesteten Person hatten. Für Geimpfte gilt das allerdings nur, wenn sie geboostert sind oder die zweite Impfung nicht länger als 120 Tage zurückliegt. Die Menschen müssen nach dem Kontakt in jedem Fall zehn Tage lang eine FFP2-Maske tragen. Wer Symptome zeige, muss außerdem einen PCR- oder Antigen-Schnelltest nach fünf Tagen machen. Für Ungeimpfte, die Kontakt mit einem Infizierten hatten oder sich angesteckt haben, bleibt die Quarantäne- beziehungsweise Isolationspflicht von zehn Tagen bestehen. Ein Sich-Freitesten ist jedoch möglich.

Holetschek hält Quarantäne-Befreiung für Geboosterte für denkbar

9.05 Uhr: Wegen der hochansteckenden Omikron-Variante hält der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) eine Befreiung von dreifach Geimpften von der Coronaquarantäne für möglich. »Wenn sich viele Menschen anstecken und in Quarantäne müssen, besteht die Gefahr, dass wir Probleme bei der Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur bekommen«, erklärte Holetschek gegenüber dem Nachrichtenportal Watson . Denkbar wäre deshalb »eine Befreiung von der Quarantäne für geboosterte Kontaktpersonen.«

Befürchtet werden durch einen starken Anstieg der Infektionszahlen durch Omikron Personalengpässe etwa im Gesundheitswesen, bei Polizei und Feuerwehr oder in Teilen der Wirtschaft. Denn in Deutschland empfiehlt das Robert Koch-Institut (RKI) derzeit bei einer Ansteckung mit der Omikron-Variante noch, dass sich Infizierte und ihre Kontaktpersonen für 14 Tage isolieren beziehungsweise in Quarantäne begeben sollen. Das schließt auch Geimpfte und Genesene ein.

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Montgomery findet fehlende Zahlen zu Corona »mehr als peinlich«

8.40 Uhr: Der Vorstandsvorsitzende des Weltärztebunds, Frank Ulrich Montgomery, hält es für »mehr als peinlich«, dass Deutschland über die Feiertage keine validen Zahlen zur Entwicklung der Coronapandemie hat. »Wir haben ein riesiges Digitalisierungsproblem nach wie vor in Deutschland«, sagte er im Deutschlandfunk .

Dass es über die Feiertage keine vernünftigen Zahlen gebe, liege auch am Föderalismus, an unterschiedlichen Meldesystemen in den einzelnen Bundesländern. »Hier hätte man in den letzten eineinhalb Jahren wirklich mehr machen können«, sagte Montgomery. Das Fehlen der Zahlen sei auch ein Problem, weil die Politik auf deren Basis Gesetze mache, die gerichtsfest sein müssten.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hatte am Mittwoch gesagt, es sei davon auszugehen, dass die tatsächliche Coronainzidenz in Deutschland derzeit zwei- bis dreimal so hoch sei wie ausgewiesen. Es werde derzeit weniger getestet – zudem würden weniger Testergebnisse weitergemeldet. In den Gesundheitsämtern mache sich über die Feiertage ein genereller Personalmangel bemerkbar. Der Minister betonte, dass zur Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzler Olaf Scholz (SPD) am 7. Januar »eine solide und für diese Zwecke vollkommen ausreichende Datenlage« vorhanden sein werde.

Zypern verschärft Einreiseregeln und verhängt Tanzverbot

8.18 Uhr: Zypern verschärft angesichts des massiven Anstiegs der Infektionszahlen seine Einreiseregeln. Vom 4. bis 15. Januar müsse jeder Reisende bei seiner Ankunft einen negativen PCR-Test vorweisen, der höchstens 48 Stunden vor der Abreise vorgenommen wurde, sagte Gesundheitsminister Michalis Hadjipantelas nach einer Dringlichkeitssitzung des Kabinetts. Die Regierung verhängte außerdem ein Tanzverbot und weitete die Homeoffice-Pflicht aus.

Unternehmen müssen demnach 40 Prozent ihrer Mitarbeiter von zu Hause aus arbeiten lassen – doppelt so viele wie bisher. Besucher von Nachtklubs, Hochzeiten und Veranstaltungsorten müssen außerdem zweifach geimpft und negativ getestet sein. Für Menschen mit einer Boosterimpfung gilt diese Testpflicht nicht. Krankenhausbesuche wurden verboten, in Sportstadien dürfen nur noch 50 Prozent der Plätze besetzt werden.

Die Behörden in Zypern registrierten am Mittwoch den dritten Tag in Folge einen Höchststand bei den Coronaneuinfektionen. Binnen 24 Stunden infizierten sich 3002 Menschen in dem Land mit rund einer Million Einwohnern. »Mehr als 3000 Fälle pro Tag in unserer kleinen Bevölkerung bedeutet, dass das Coronavirus jeden von uns bedroht«, sagte Gesundheitsminister Hadjipantelas.

Mehr als 10.000 Coronapatienten in Englands Krankenhäusern

7.55 Uhr: Die Zahl der Covid-Patienten in englischen Krankenhäusern hat die Marke von 10.000 überschritten. Nach Angaben der britischen Regierung wurden am Mittwochmorgen 10.462 Menschen in England wegen einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt. Es handelte sich um die höchste Zahl seit dem 1. März. Aktuelle Zahlen für das gesamte Vereinigte Königreich lagen nicht vor.

Einen neuen Höchststand erreichte unterdessen die Zahl der Neuinfektionen in Großbritannien: Binnen 24 Stunden wurden 183.037 neue Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Wegen der schnellen Ausbreitung der hochansteckenden Virusvariante Omikron erlebt Großbritannien einen massiven Anstieg der Zahlen.

Der britische Premierminister Boris Johnson besichtigte unterdessen ein Impfzentrum in Milton Keynes in Mittelengland. Er rief die Bevölkerung auf, bei den Silvesterfeiern »vorsichtig« zu sein und sich vor Treffen mit Freunden auf das Virus zu testen. Wegen der hohen Nachfrage waren Schnelltests in vielen Geschäften vergriffen.

Bildungsexperten fordern dringend Konzept für Schulen

7.10 Uhr: Bildungsexperten fordern von der Politik dringend Konzepte für einen Schulbetrieb in der drohenden nächsten Coronawelle mit der Virusvariante Omikron. Der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, verlangte eine kurzfristige Sitzung der Kultusministerkonferenz. Das Prinzip »Augen zu und durch« habe in der Pandemie schon mehrfach nicht funktioniert: »Das endet mit dem größtmöglichen Schaden, nämlich dem Schließen aller Schulen«, warnte Beckmann im Berliner »Tagesspiegel« .

Auch der OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher beklagte, Deutschland habe nicht intensiv genug über die Schulen nachgedacht. »Es rächt sich das Fehlen einer mittelfristigen Strategie, es geht ja immer nur um Überbrückungslösungen«, sagte er der Zeitung. Zu einer solchen Strategie gehöre, die mittelfristigen Folgen sowohl des Schließens wie des Offenhaltens der Schulen für das Wohlergehen von Schülern, Lehrkräften und der Gesellschaft insgesamt abzuwägen. Entscheidend sei, dass Schulen lernten, mit dem Virus zu leben: »Dazu sind Investitionen in Infrastruktur genauso wichtig wie mehr Handlungsspielräume und Verantwortung vor Ort.«

Beckmann rief die zuständigen Minister auf, sich mit dem Expertenrat der Bundesregierung zu beraten. Wichtig seien bundesweit einheitliche Vorgaben für die Schulen. Beckmann sprach sich dabei erneut dafür aus, am Präsenzunterricht nicht um jeden Preis festzuhalten – auch wenn es keineswegs Ziel des Verbandes sei, Schulen flächendeckend zu schließen.

Bundesregierung und Bundesbildungsministerium hatten nach Weihnachten ihr Ziel bekräftigt, Schulen und Kitas offen zu halten. Der für Kinder und Jugendliche so wichtige Präsenzunterricht solle weiterhin stattfinden, denn zu beachten seien die psychischen und sozialen Herausforderungen und Folgen möglicher Schließungen.

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Lauterbach erläutert Vorstoß zur verkürzten Quarantänedauer

6 Uhr: Die Entwicklung der Pandemie mit einer befürchteten fünften Welle wirft auch nach Ansicht von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach die Frage nach der Quarantänedauer auf. Es sei »eine etwas andere Situation, als wir vor einer Woche gehabt haben«, sagte der SPD-Politiker am Mittwochabend in den ARD-»Tagesthemen« . Man müsse nun überlegen, »was bedeutet das für die Quarantänedauer, was bedeutet das für die Kontaktreduzierungen?«

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Es gebe aber derzeit nur Schätzwerte zur Coronalage, weil die Neuinfektionen über die Feiertage nur unzureichend erfasst würden: weil weniger getestet werde, weil die Tests dann auch verspätet an die Gesundheitsämter gemeldet würden und weil die Ämter selbst die Daten auch später weiterleiteten. Die Gesundheitsämter hätten viel zu wenig Personal, sagte Lauterbach. Er wolle dies ändern. »Das ist eine Priorität, die ich habe.« Die Schätzwerte seien aber »gut genug, um zu sehen, was sich in Deutschland abspielt«.

Mehrere Länder wie etwa die USA und Großbritannien haben angesichts der anrollenden Welle mit der noch ansteckenderen Virusvariante Omikron die Quarantänedauer für Infizierte ohne Symptome bereits verkürzt, um einem akuten Personalmangel in Einrichtungen und Branchen vorzubeugen, die für die Grundversorgung und Sicherheit nötig sind. Spanien verkürzte die Quarantänedauer für symptomlose Infizierte am Mittwoch von zehn auf sieben Tage.

Ab Silvester gilt in ganz Paris Maskenpflicht

4.20 Uhr: Als Reaktion auf steigende Infektionszahlen wird die Maskenpflicht in Paris ausgeweitet. Vom 31. Dezember (18.00 Uhr) bis 3. Januar (6.00 Uhr) muss der bislang nur in öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln nötige Mund-Nasen-Schutz nun auch auf offener Straße getragen werden, wie die Stadtverwaltung am Mittwochabend bekannt gab. »Gruppenweiser Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit« ist in diesem Zeitraum untersagt, Verstöße können mit 135 Euro Bußgeld geahndet werden. An besonders frequentierten Orten wie den Ufern der Seine und rund um den Pracht-Boulevard Champs-Élysées gilt in der Silvesternacht sogar ein komplettes Alkoholverbot. Fast 9000 Polizisten und Soldaten sollen darüber wachen, dass die verschärften Sicherheitsregeln eingehalten werden.

Das geplante Feuerwerk und Konzert auf der Champs-Élysées war bereits zuvor wegen der steigenden Zahl von Neuinfektionen abgesagt worden. Selbst am Eiffelturm fällt das Feuerwerk aus. Premierminister Jean Castex hatte Präfekten und Gemeinden in ganz Frankreich dazu aufgerufen, Feuerwerke, Konzerte und Alkoholkonsum auf öffentlichen Plätzen am 31. Dezember zu verbieten.

Die Zahl der binnen eines Tages in Frankreich nachgewiesenen Coronaneuinfektionen war zuletzt auf mehr als 200.000 gestiegen. Gesundheitsminister Olivier Véran hatte am Mittwoch in der Nationalversammlung von »schwindelerregenden Zahlen« und einer regelrechten »Flutwelle« gesprochen. Jede Sekunde würden zwei Menschen in Frankreich positiv auf das Coronavirus getestet, sagte er.

kim/cev/fek/col/dpa/AFP/AP/Reuters
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