Corona-News am Donnerstag Bisher 74 Verfassungsbeschwerden gegen Pflege-Impfpflicht

Mehr als 300 Kläger gehen in Karlsruhe gegen die berufsbezogene Impfpflicht vor. In Dänemark ist Omikron offenbar noch weiter verbreitet als gedacht. Und: kein 2G-plus mehr in Sonnenstudios in NRW. Das war der Überblick am 3. Februar.
Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe: 74 Verfassungsbeschwerden gegen Impfpflicht, 60 davon mit Eilantrag

Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe: 74 Verfassungsbeschwerden gegen Impfpflicht, 60 davon mit Eilantrag

Foto:

Uli Deck / dpa

Nichts mehr verpassen: Für die neuesten Entwicklungen und wichtigsten Hintergründe abonnieren Sie unseren Coronavirus-Newsletter.

Bisher 74 Verfassungsbeschwerden gegen Pflege-Impfpflicht

17.44 Uhr: Beim Bundesverfassungsgericht sind inzwischen 74 Verfassungsbeschwerden von rund 300 Klägerinnen und Klägern gegen die Corona-Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegepersonal eingegangen. Knapp 60 davon seien mit einem Eilantrag verbunden, berichtete das Nachrichtenportal »Focus Online« am Donnerstag. Nach Auskunft des Gerichtssprechers gibt es außerdem drei isolierte Eilanträge. Die erste Verfassungsbeschwerde samt Eilantrag war Mitte Dezember in Karlsruhe eingereicht worden.

Das Gericht gibt üblicherweise keine Auskunft darüber, wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist. Da die Impfpflicht ab Mitte März gelten soll, ist aber zu erwarten, dass die zuständigen Richterinnen und Richter des Ersten Senats rechtzeitig vorher zumindest die Eilanträge prüfen. Diese zielen darauf ab, die Umsetzung so lange auszusetzen, bis es eine abschließende Entscheidung im Hauptverfahren gibt.

Omikron-Subtyp BA.2 in Deutschland verbreitet sich auf niedrigem Niveau

19.29 Uhr: Auf niedrigem Niveau legt die offenbar noch besser übertragbare Omikron-Untervariante BA.2 in Deutschland weiter zu. Für die Woche bis zum 23. Januar weist das Robert Koch-Institut (RKI) in seinem Wochenbericht von Donnerstagabend einen Anteil von 5,1 Prozent aus - rund eine Verdopplung im Vergleich zur Woche zuvor. Die Daten ergeben sich aus einer Stichprobe von Fällen, in denen vollständige Erbgutanalysen durchgeführt wurden. Demnach dominiert bisher in Deutschland der Omikron-Subtyp BA.1.

BA.2 hatte sich unter anderem in Ländern wie Dänemark stark ausgebreitet. Deutsche Experten erwarten dies auch hierzulande und befürchten, dass dies die Omikron-Welle verlängern könnte. Der Charité-Virologe Christian Drosten hatte am Dienstag im NDR-Podcast »Das Coronavirus-Update« gesagt, dass die hier geltenden Infektionsschutzmaßnahmen die Ausbreitung im Vergleich zu anderen Ländern jedoch verlangsamen dürften.

Die beiden Omikron-Subtypen hatte Drosten mit einer Auto-Metapher erklärt und über BA.2 gesagt: »Der Motor, der hat schon ein paar PS mehr.« Er bezog sich auf Daten zu Ansteckungen in Haushalten in Dänemark. Über diese Studie schreibt das RKI im Wochenbericht, sie deute darauf hin, »dass die Sublinie BA.2 leichter übertragbar ist als BA.1 und immunevasive Eigenschaften aufweist, die diese höhere Übertragbarkeit begründen könnten«.

Erneuter Corona-Fall bei der ARD: Moderator Antwerpes fällt aus

18.29 Uhr: Sportschau-Moderator Michael Antwerpes ist positiv auf das Coronavirus getestet worden und kann deshalb nicht zu den Olympischen Winterspielen nach Peking fliegen. Das teilte der Fernsehsender ARD am Donnerstagabend mit. Antwerpes war an einer gemeinsamen Außenposition von ARD und ZDF im Internationalen Broadcastcenter (IBC) in den Bergen als Hauptmoderator vorgesehen. Für ihn springt laut Mitteilung nun Markus Othmer ein.

Antwerpes ist nach Claus Lufen, Hajo Seppelt und Lea Wagner bereits das vierte Mitglied aus dem ARD-Team, das von Corona betroffen ist. Doping-Experte Seppelt ist zwar von seiner Infektion wieder genesen. Dennoch wird der Investigativjournalist vom kommenden Eröffnungswochenende an zunächst vom NBC der ARD und des ZDF in Mainz aus arbeiten und sich um sportpolitische Themen und Hintergründe kümmern.

Die 27 Jahre alte TV-Journalistin Wagner wurde noch vor ihrer Abreise nach China positiv auf das Coronavirus getestet. Auch ARD-Reporter Lufen war bei seiner Ankunft in der chinesischen Hauptstadt am vergangenen Freitag positiv getestet worden. Er befinde sich derzeit im Quarantänehotel, teilte die ARD mit.

Arzt soll falsche Atteste zur Impfbefreiung ausgestellt haben

18.13 Uhr: Die Polizei hat am Donnerstagnachmittag die Praxis eines Arztes in Leverkusen durchsucht, der falsche Atteste zur Befreiung von einer Corona-Impfung ausgestellt haben soll. Der »Kölner Stadt-Anzeiger« hatte zuvor berichtet.

Gegen den Mediziner besteht laut einem Sprecher der Staatsanwaltschaft der Verdacht, »verschiedenen Patienten - ohne diese zuvor auf ihren aktuellen Gesundheitszustand untersucht zu haben - jeweils ein Attest zum Gebrauch bei Behörden ausgestellt zu haben, in welchen den Patienten bescheinigt wird, aus nicht näher spezifizierten medizinischen Gründen keine Covid-19-Impfung erhalten zu können«.

Weiteres könne man »mit Blick auf die laufenden Ermittlungen und zum Schutz von Persönlichkeitsrechten Verfahrensbeteiligter derzeit nicht mitteilen«, so die Staatsanwaltschaft. Nach Angaben des »Kölner Stadt-Anzeiger« wurde ein Reporter Augenzeuge der Razzia: Der Arzt habe sich verbarrikadiert und die Polizei die Tür zur Praxis daraufhin gewaltsam geöffnet. In den letzten Tagen - so die Zeitung - habe es lange Schlangen vor der Praxis gegeben.

Möglicherweise in zwei Wochen sinkende Neuinfektionszahlen

17.38 Uhr: Einer Modellierung des Robert Koch-Instituts zufolge könnte die Zahl der Neuinfektionen in der Omikron-Welle bereits Mitte Februar sinken – und eine Extrembelastung der Intensivstationen ausbleiben. Allerdings gibt es Unsicherheiten.

Lesen Sie hier unsere Geschichte dazu .

Gericht kippt 2G-plus-Regel für Sonnenstudios in NRW

17.27 Uhr: Das nordrhein-westfälische Oberverwaltungsgericht (OVG) hat die 2G-plus-Regel für Sonnenstudios gekippt. Damit hatten die Eilanträge von zwei Betreibern Erfolg, wie das OVG am Donnerstag mitteilte. Sie hatten sich dagegen gewehrt, dass laut der Coronaschutzverordnung Hallenschwimmbäder, Wellness-Einrichtungen und Sonnenstudios nur von geimpften Personen besucht werden dürfen, die zusätzlich einen negativen Test vorzeigen müssen.

Zur Begründung hatte das Land angeführt, dass an diesen Orten keine Maske getragen werden könne und die Übertragung durch Aerosole hier besonders gut möglich sei. Diese Ansicht teilte das OVG nicht. Die Beschlüsse sind nicht anfechtbar. Nach Überzeugung des 13. Senats komme es beim Liegen auf einer Sonnenbank eben nicht zu einem erhöhten Ausstoß der Atemluft, hieß es. Eine besonders hohe Infektionsgefahr, nur weil die Maske fehle, gibt es nach Ansicht der Richter nicht. Es bleibe aber bei der 2G-Regel für Sonnenstudios.

Südafrikanische Firma entwickelt Covid-Impfstoff auf Moderna-Basis

16.59 Uhr: In Südafrika will das Biotechunternehmen Afrigen Biologics erstmals einen eigenen Covid-19-Impfstoff für den afrikanischen Kontinent herstellen. Die Firma aus Kapstadt will dafür die öffentlich zugängliche Sequenz der mRNA-Vakzine von Moderna verwenden, um eine eigene Version des Impfstoffs zu entwickeln. Diese könnte noch in diesem Jahr am Menschen getestet werden, erklärten leitende Angestellte von Afrigen am Donnerstag. Der Impfstoffkandidat wäre der erste, der ohne die Unterstützung und Genehmigung des Entwicklers hergestellt wird. Es wäre auch der erste mRNA-Impfstoff, der auf dem afrikanischen Kontinent entwickelt und produziert wird.

»Wir haben Moderna nicht kopiert, sondern unsere eigenen Verfahren entwickelt, weil wir von Moderna keine Technologie erhalten haben«, sagte Afrigen-Geschäftsführerin Petro Terblanche der Nachrichtenagentur Reuters. »Wir haben mit der Moderna-Sequenz begonnen, weil sie unserer Meinung nach das beste Ausgangsmaterial bietet.« Zu dem Mittel gibt es eine Fülle von öffentlichen Informationen, und die Firma hat zugesagt, während der Pandemie keine Patente geltend zu machen.

Die geplante afrikanische Vakzine müsse anders als die Impfstoffe von Biontech und Moderna nicht bei Tiefkühltemperaturen gelagert werden und eigne sich damit besser für die Bedingungen in Afrika.

Jeder dritte erwachsene Däne hatte wohl schon Omikron

16.42 Uhr: Bereits jeder dritte Erwachsene in Dänemark hat sich nach Schätzungen der Gesundheitsbehörden in der derzeitigen Omikron-Welle mit dem Coronavirus infiziert. In der am heftigsten betroffenen Hauptstadtregion Kopenhagen seien vermutlich sogar mehr als 40 Prozent betroffen. Die Angaben stützen sich auf die Untersuchung der Blutproben von 5000 Blutspendern – mit ihr sollte der wahre Infektionsgrad in der Bevölkerung festgestellt werden.

»Wir schätzen, dass sich 32 Prozent der erwachsenen Bevölkerung im Alter von 18 bis 72 Jahren und bei guter Gesundheit zwischen dem 1. November des vergangenen Jahres und dem 28. Januar dieses Jahres angesteckt hat«, erklärte die zuständige Behörde SSI. Im November hatte in Dänemark die neue Corona-Welle mit der Omikron-Variante des Virus begonnen. Am Dienstag vermeldete die SSI, dass der Höhepunkt der Welle in der besonders betroffenen Hauptstadtregion Kopenhagen erreicht sei.

Dänemark hatte am Dienstag fast alle Corona-Maßnahmen aufgehoben : Unter anderem wurden die Gesundheitspass-Pflicht, die Maskenpflicht und verkürzte Öffnungszeiten für Lokale gestrichen. Die Regierung begründete das Ende der Beschränkungen mit der hohen Impfquote in Dänemark und einem milderen Krankheitsverlauf bei einer Infektion mit der Omikron-Variante. Mehr als 60 Prozent der Dänen haben ihre Auffrischungsimpfung erhalten – das sind deutlich mehr als der EU-Durchschnitt von knapp 45 Prozent.

Mecklenburg-Vorpommern will Regeln für Handel lockern

16.12 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern will dem Beispiel anderer Bundesländer folgen und die Coronabeschränkungen für den Handel lockern. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) kündigte am Donnerstag in Schwerin Änderungen an. Die als bundesweit einheitliche Schutzmaßnahme gedachte 2G-Regel werde immer mehr zum Flickenteppich und es drohe die Gefahr eines Einkaufstourismus, sagte sie. Über die künftigen Regelungen im Land wird das Kabinett am Dienstag entscheiden.

Italiens Regierung verabschiedet Corona-Lockerungen

16.03 Uhr: Italiens Regierung hat am Mittwoch die Lockerung einiger Coronamaßnahmen beschlossen. Zu den angekündigten Änderungen gehört das Ende des Homeschoolings für Schüler der Grund- und Sekundarschulen, unabhängig von der Zahl der positiv getesteten Schüler in einer Klasse, wie die Regierung in Rom bekannt gab. Das Tragen von Masken im Freien bleibt nach einem Beschluss vom Montag allerdings weiterhin bestehen. Ministerpräsident Mario Draghi versprach, »auf dem Weg der Wiedereröffnung weiter voranzukommen«.

»Wir wollen ein offeneres Italien«, sagte Draghi weiter. Seine Regierung arbeite an einem Zeitplan für weitere Lockerungen auf der Grundlage der Infektionszahlen. Nahezu 88 Prozent der italienischen Bevölkerung über zwölf Jahren sind geimpft, rund 34 Millionen Menschen haben eine dritte Dosis erhalten.

EU will Vorschriften für Covid-Pass für Studienteilnehmer lockern

15.54 Uhr: Die EU-Kommission plant eine Änderung der Vorschriften für Covid-19-Zertifikate zugunsten von Studienteilnehmern. Diese würde es Probanden von klinischen Studien mit Impfstoffen ermöglichen, trotz der noch nicht zugelassenen Impfung ein gültiges Covid-Zertifikat zu erhalten. Er gehe davon aus, dass die Länder auch Covid-Ausweise anerkennen werden, die für Studienteilnehmer aus anderen Ländern der Staatengemeinschaft ausgestellt wurden, sagte ein Kommissionssprecher am Donnerstag. Auch die Gültigkeit des Covid-Zertifikats der EU solle um ein Jahr bis Ende Juni 2023 verlängert werden.

Der Schritt folgt auf Bedenken des deutschen Impfstoffherstellers Biontech und der spanischen Hipra, dass Studienteilnehmer benachteiligt werden könnten, wenn ihre Impfung nicht für ein Zertifikat zählt und sie so Nachteile etwa beim Reisen haben. Denn Impfbescheinigungen sind in vielen EU-Ländern erforderlich, um Restaurants, Fitnessstudios oder Kinos besuchen und um innerhalb der EU reisen zu können.

Arzt soll gefälschte Impfpässe ausgestellt haben

15.22 Uhr: Die Polizei in Hessen ermittelt gegen einen Arzt, der seit August Hunderte gefälschte Impfpässe ausgestellt haben soll. Der 87-Jährige soll mit zwei Mittätern Menschen aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet gegen Geld Coronaimpfungen attestiert haben, die nie stattgefunden haben sollen, wie die Polizei in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte.

Die Ermittlungen richten sich gegen den 87-Jährigen sowie gegen seine 77-jährige Ehefrau und einen 64-Jährigen. In der vergangenen Woche ging die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main mit einer Razzia gegen die Verdächtigen vor. Dabei wurde unter anderem ungenutzter Impfstoff entdeckt, der zur Erlangung der Chargenaufkleber gedient haben soll. Alle drei Verdächtigen blieben auf freiem Fuß.

Sechs weitere Coronafälle beim deutschen Olympiateam

15.21 Uhr: Das deutsche Olympia-Team in Peking ist von sechs neuen Coronafällen betroffen. Ob unter den Infizierten auch weitere Sportler sind, teilte der Deutsche Olympische Sportbund am Donnerstag zunächst nicht mit. Drei Teilmannschaften seien betroffen. Alle Infektionen seien bei der Einreise am Donnerstag festgestellt worden. Die Betroffenen seien symptomfrei und wurden vom Rest des Teams separiert. Zuvor war Eiskunstläufer Nolan Seegert als erster deutscher Sportler bei den Winterspielen positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Der 29 Jahre alte Paarläufer befinde sich in einem Isolationshotel und sei symptomfrei, hatte der DOSB am Mittwoch mitgeteilt. Einige Tage zuvor war bereits bei einem deutschen Betreuer in der Bergregion Zhangjiakou eine Coronainfektion festgestellt worden.

Kindermedizin-Professor warnt vor Schulschließungen

15.15 Uhr: Trotz der rasant steigenden Corona-Infektionszahlen auch bei Kindern und Jugendlichen hat der Kindermedizin-Professor Tobias Tenenbaum vor flächendeckenden Schließungen von Schulen und Kindergärten gewarnt. Die Belastung für Kinder wäre im Verhältnis zu einer Covid-19-Erkrankung viel höher, sagte der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie am Donnerstag. Schon die vergangenen Lockdowns hätten zu einer signifikanten Zunahme von Fettleibigkeit, Spielsucht und psychischen Problemen bei Kindern geführt.

Der Nachweis einer Coronainfektion bedeute nicht gleich eine Erkrankung, sagte der Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Sana Klinikum Lichtenberg in einer Online-Pressekonferenz mit dem nordrhein-westfälischen Vize-Ministerpräsidenten Joachim Stamp (FDP). Auch die Schwere der Erkrankung sei im Kindes- und Jugendalter »relativ überschaubar« und stehe im Gegensatz zu den hohen Infektionszahlen. »Das heißt: Die Kinder bleiben sehr kurz im Krankenhaus, teilweise nur eine Nacht, und gehen dann wieder nach Hause«, sagte Tenenbaum.

Norwegischer Kombinierer Riiber positiv auf Corona getestet

15.10 Uhr: Olympia-Goldfavorit Jarl Magnus Riiber ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der norwegische Star in der Nordischen Kombination erhielt kurz vor Beginn der Winterspiele einen positiven Test und muss sich nun zunächst in Quarantäne begeben. Das teilte die norwegische Olympia-Organisation Olympiatoppen am Donnerstag mit, wie die Nachrichtenagentur NTB und weitere norwegische Medien berichteten. Der 24 Jahre alte Riiber hat die vergangenen Jahre dominiert und 2018/19, 2019/20 sowie 2020/21 den Gesamtweltcup der Kombinierer gewonnen.

Jarl Magnus Riiber beim Weltcup im österreichischen Seefeld Ende Januar

Jarl Magnus Riiber beim Weltcup im österreichischen Seefeld Ende Januar

Foto: Lisa Leutner / dpa

Riiber war zunächst mit mehreren Landsmännern als Kontaktperson des mit Corona infizierten estnischen Kombinierers Kristjan Ilves angegeben worden. Die erste Entscheidung in der Kombination steht am 9. Februar mit einem Einzel, für das Riiber als klarer Favorit galt, auf dem Programm. Der Kombinierer ist der erste norwegische Athlet, der in China positiv getestet worden ist. Riiber muss nun zwei negative Tests abgeben, um am Einzel antreten zu dürfen.

Durchsuchung nach Todesdrohung gegen Schwesig

14.25 Uhr: Rund einen Monat nach einer Todesdrohung gegen Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) im Messengerdienst Telegram hat das Landeskriminalamt am Donnerstag das Haus eines Beschuldigten durchsucht. Bei dem Verdächtigen handele sich um einen 56-Jährigen, wie das LKA und die Staatsanwaltschaft Rostock mitteilten.

Der Mann soll am 3. Januar in einer Telegram-Chatgruppe geschrieben haben: »Sie wird abgeholt, entweder mit dem Streifenwagen in Jacke oder mit dem Leichenwagen, egal wie sie wird abgeholt.« Der Post wird der »Querdenker«-szene in Mecklenburg-Vorpommern zugerechnet. Der Rostocker Linkenpolitiker Steffen Bockhahn hatte den Post öffentlich gemacht, später war die Nachricht offensichtlich gelöscht worden.

Lesen Sie hier unsere Meldung dazu.

EU-Kommission: Covidnachweise sollen noch bis einschließlich Juni 2023 gelten

14.07 Uhr: Der Einsatz der digitalen EU-Covid-Zertifikate soll wegen der anhaltenden Pandemie um ein Jahr verlängert werden. Wie die EU-Kommission am Donnerstag vorschlug, soll die Rechtsgrundlage für die Nachweise über frische Coronatests, -Impfungen oder -Genesungen bis zum 30. Juni 2023 gelten. Die EU-Länder müssten dem Vorschlag noch zustimmen.

Die digitalen Zertifikate sollen das durch Corona teils komplizierte Reisen in der EU einfacher machen. Sie können auf einem Smartphone hinterlegt werden. Mittels eines QR-Codes kann so europaweit und auch darüber hinaus nachgewiesen werden, ob man gegen Corona geimpft ist, sich jüngst von einer Infektion erholt hat oder frisch auf das Virus getestet ist. Die Regeln gelten seit 30. Juni 2021. Sie würden eigentlich zum 30. Juni dieses Jahres auslaufen. Die Verlängerung sei aufgrund der pandemischen Lage notwendig, so die EU-Kommission.

Darüber hinaus schlägt die EU-Kommission auch Änderungen vor. Künftig solle sichergestellt werden, dass der Nachweis über Boosterimpfungen eindeutig dargestellt werden kann und für Menschen, die an klinischen Tests für Impfstoffe teilnehmen, Zertifikate ausgestellt werden können.

Lindner bringt verlängerte Steuerhilfen auf den Weg

13.54 Uhr: Wegen der anhaltenden Coronapandemie hat Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) eine Verlängerung von Steuererleichterungen auf den Weg gebracht. Geplant sei die Beibehaltung der Homeoffice-Pauschale für Arbeitnehmer, die von zu Hause aus arbeiten, schrieb Lindner am Donnerstag auf Twitter. Zudem soll demnach erneut eine spätere Abgabefrist für die Steuererklärung gelten. Bei Unternehmen plant der FDP-Minister dagegen nicht nur verlängerte, sondern »erweiterte Möglichkeiten der Verlustverrechnung« mit Gewinnen aus guten Jahren.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

»Menschen und Betriebe müssen in der Coronakrise entlastet werden«, schrieb Lindner dazu auf Twitter. Nach Informationen der Zeitung »Die Welt« vom Donnerstag soll die bestehende Regelung zur Homeoffice-Pauschale um ein Jahr bis zum 31. Dezember 2022 verlängert werden. Hier können fünf Euro pro Tag abgesetzt werden, der von zu Hause aus gearbeitet wird. Die Obergrenze pro Jahr liegt bei 600 Euro.

Die Frist für die Abgabe der Steuererklärung soll um zwei Monate vom 1. August auf den 30. September verlängert werden, berichtete die »Welt« weiter. Wer einen Steuerberater beauftrage, könne sich vier Monate mehr Zeit lassen. Hier soll die Erklärungsfrist für den Besteuerungszeitraum 2021 erst am 30. Juni 2023 statt am 28. Februar 2023 enden.

Studie: Ungeimpfte mit Migrationshintergrund eher zur Impfung bereit

13.28 Uhr: Menschen mit Migrationshintergrund sind bislang etwas seltener geimpft – aber zumeist doch bereit, sich noch eine Vakzine verabreichen zu lassen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Robert Koch-Instituts. Darin gaben 92 Prozent der Deutschstämmigen an, geimpft zu sein, während es bei den Menschen mit Migrationshintergrund nur 84 Prozent waren. Die durchschnittliche Impfbereitschaft der Befragten mit Migrationsgeschichte sei aber »signifikant höher als in der Gruppe ohne Migrationsgeschichte«.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Nach der Befragung könne davon ausgegangen werden, »dass unter den Ungeimpften mit Migrationsgeschichte noch ein größerer Anteil bereit ist, sich impfen zu lassen«, sagte die Gesundheitswissenschaftlerin Elisa Wulkotte bei der Vorstellung der Studie. Für die Untersuchung wurden 2000 Menschen befragt – je 1000 mit und ohne Migrationshintergrund.

Entscheidender als der Migrationshintergrund sind der Studie zufolge die Sprachkenntnisse der Befragten. Bei Menschen, die wenig oder kein Deutsch sprechen, liegt die Impfquote bei 75 Prozent. Bei Befragten mit sehr guten Deutschkenntnissen oder Deutsch als Muttersprache waren es 92 Prozent. Weitere Faktoren, die die Impfquote beeinflussen, sind Einkommen, Bildungsniveau und Alter der Menschen.

Europa ist laut WHO in »Feuerpause« mit dem Coronavirus

12.50 Uhr: Nach zwei Jahren Kampf gegen Corona befindet sich Europa nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) derzeit in einer »Feuerpause« mit dem Virus. Und diese »Feuerpause« könne bald zu »dauerhaftem Frieden« führen, sagte am Donnerstag WHO-Europadirektor Hans Kluge. Grund für diese Hoffnung seien die hohen Impfraten, die mildere Omikron-Variante des Virus sowie das bevorstehende Ende des Winters.

Kluge warnte aber zugleich vor einem Nachlassen bei den Impfkampagnen. Der positive Ausblick bestehe nur, wenn alle Länder weiter impften und zugleich bei Tests intensiv nach möglichen neuen Virusvarianten forschten. Aber auch für eine neue Variante wäre Europa dem WHO-Direktor zufolge jetzt besser gerüstet – »selbst wenn diese virulenter ist« als Omikron.

Europa kämpft derzeit mit einer neuen Corona-Welle. In der vergangenen Woche wurden rund zwölf Millionen Neuinfektionen registriert – so viele wie nie zuvor seit Beginn der Pandemie. Ursache ist die besonders ansteckende Omikron-Variante, die aber mildere Krankheitsverläufe nach sich zieht als die bisherigen Virusvarianten.

Impfen kommt nur langsam voran

12.44 Uhr: Obwohl noch immer deutlich weniger Menschen in Deutschland gegen Covid-19 geimpft sind, als Kanzler Olaf Scholz (SPD) es sich vorgenommen hatte, verlaufen die Impfungen weiter schleppend. Zahlen des Robert Koch-Instituts zufolge wurden am Mittwoch 334.000 Menschen gegen das Virus geimpft, davon erhielten fast drei Viertel eine Auffrischungsimpfung. Vor einer Woche war bundesweit noch fast die Marke von 500.000 Impfungen pro Tag geknackt worden. Für Dienstag hatten die Behörden 266.000 Impfungen gemeldet – der Rekord war am 15. Dezember 2021 mit 1,6 Millionen Dosen erzielt worden.

Insgesamt haben 75,9 Prozent der Menschen (63,1 Millionen) eine Erstimpfung erhalten. Das Ziel der Bundesregierung, bis Ende Januar 80 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal gegen Corona zu impfen, war am Montag verfehlt worden. Ursprünglich wollte die Regierung diese Quote bereits bis zum 7. Januar erreichen.

Den Grundschutz, für den meist zwei Spritzen benötigt werden, haben 74,2 Prozent (61,7 Millionen) der Gesamtbevölkerung erhalten. Mit einer zusätzlichen Auffrischungsdosis sind insgesamt 44,6 Millionen Menschen (53,6 Prozent) in Deutschland geimpft. Aktuell sind noch immer 20,1 Millionen Menschen in Deutschland ungeimpft. Das sind 24,1 Prozent der Bevölkerung. Darunter sind auch vier Millionen Kinder unter vier Jahren, für die bisher noch kein zugelassener Impfstoff existiert.

Weniger Krebsbehandlungen im ersten Coronajahr

12.40 Uhr: Seit Beginn der Pandemie sind weniger Patientinnen und Patienten wegen Krebs im Krankenhaus behandelt worden. Wie das Statistische Bundesamt anlässlich des Weltkrebstages mitteilte, wurden 2020 bundesweit knapp 1,45 Millionen Krebskranke in Kliniken versorgt. Das waren sechs Prozent weniger als im Jahr davor. Die Zahl der Krebsoperationen ging 2020 um fünf Prozent gegenüber 2019 zurück, wie die Statistiker am Donnerstag berichteten.

»Schon im ersten Coronajahr führten die hohe Auslastung der Krankenhäuser durch Covid-19-Patientinnen und -Patienten, das Freihalten von Bettenkapazitäten und verschärfte Hygienekonzepte dazu, dass ›planbare‹ Behandlungen und Operationen verschoben wurden«, ordnete die Statistikbehörde ein. »Zudem vermieden vermutlich viele Menschen Krankenhausaufenthalte, wenn sie diese nicht als unbedingt notwendig erachteten.«

Der Rückgang bei den Krebsbehandlungen fiel allerdings geringer aus als bei den Krankenhausbehandlungen insgesamt (-13 Prozent). Die deutlichsten Rückgänge bei den Behandlungszahlen gab es in der Rheumatologie (-21,5 Prozent), der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde (-21,2 Prozent) und der Kinderheilkunde (-20,5 Prozent). Die häufigsten Krebsarten bei Krankenhauspatienten waren 2020 Lungen- und Bronchialkrebs (13 Prozent), Brustkrebs (8 Prozent) und Hautkrebs (7 Prozent).

Mit oder wegen Omikron im Krankenhaus? Das sagen die Zahlen

11.49 Uhr: Die Omikron-Welle hat die Kliniken erreicht: Die Zahl der Coronapatientinnen und -patienten auf den Normal- und Intensivstationen in Deutschland steigt. Doch gleichzeitig machen Äußerungen die Runde, wonach nur ein kleiner Teil der Betroffenen tatsächlich wegen Corona im Krankenhaus lande – meist sei die Infektion eine Nebendiagnose. Aber stimmt das so?

Lesen Sie hier unsere Datenanalyse über die Situation in den Kliniken. 

Italien beginnt mit Paxlovid-Auslieferung

11.40 Uhr: Eine Woche nach der Zulassung durch die europäische Arzneimittelbehörde Ema beginnt Italien mit der Auslieferung des Covid-19-Medikaments Paxlovid. Ab Freitag sollen die Regionen und autonomen Provinzen die ersten 11.200 Einheiten der Pille des US-Herstellers Pfizer erhalten, teilte der italienische Corona-Koordinator, General Francesco Figliuolo, am Donnerstag mit.

Paxlovid kann von Patienten zu Hause oral eingenommen werden. Die Pille gilt als sehr effektiv vor allem für Menschen mit Vorerkrankungen – bei ihnen soll sie das Risiko von sehr schweren Krankheitsverläufen um 89 Prozent senken. Der große Vorteil ist, dass Patienten die Tablette daheim nehmen können und nicht für eine Infusion in Kliniken müssen.

Italien hat mit Pfizer einen Vertrag für die Lieferung von 600.000 Einheiten Paxlovid abgeschlossen. Diese sollen im Laufe des Jahres ausgeliefert werden.

Tschechien lockert Coronaregeln

10.58 Uhr: Tschechien lockert trotz hoher Infektionszahlen die Coronaregeln in mehreren Bereichen. Ab dem 9. Februar müssen in Restaurants und bei Veranstaltungen keine Nachweise über den Impf- oder Genesenenstatus mehr vorgezeigt werden, kündigt Premierminister Petr Fiala an. Ungeimpfte bekommen somit dort wieder Zugang. Ab dem 18. Februar entfällt zudem die Testpflicht in Unternehmen und Schulen. Die Maskenpflicht in Innenräumen und Personenbeschränkungen bei öffentlichen Veranstaltungen sollen jedoch bestehen bleiben. Trotz Rekord-Infektionszahlen in dieser Woche rechnen die zuständigen Behörden im Februar mit einem Rückgang der Fallzahlen. Die Hospitalisierungen liegen unter dem Niveau früherer Pandemiewellen.

Stiko empfiehlt Novavax-Impfung für Erwachsene und Booster für bestimmte Gruppen

10.32 Uhr: Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat eine Empfehlung für den Novavax-Impfstoff für Erwachsene ausgesprochen. Es werde eine Grundimmunisierung von Menschen ab 18 Jahren empfohlen, hierzu seien zwei Impfstoffdosen im Abstand von mindestens drei Wochen zu geben, erklärte die Stiko am Donnerstag in Berlin. Der Novavax-Impfstoff ist der erste proteinbasierte Coronaimpfstoff, der in der EU zur Verfügung steht.

Zudem empfiehlt das Gremium eine zweite Auffrischimpfung für gesundheitlich besonders gefährdete und exponierte Gruppen. Das teilte das Expertengremium am Donnerstag zu zwei Beschlussentwürfen mit. Es handelt sich noch nicht um finale Stiko-Empfehlungen, es läuft nun noch ein Abstimmungsverfahren mit Fachgesellschaften und Ländern. Änderungen seien noch möglich.

Lesen Sie hier mehr zum Thema.

DFL befürchtet Milliardenverlust durch Coronabeschränkungen

10.29 Uhr: DFL-Geschäftsführerin Donata Hopfen hat erneut vor den wirtschaftlichen Folgen für die Fußball-Bundesliga durch die Coronaeinschränkungen gewarnt. »Angesichts der Kapazitätsbeschränkungen könnten die Verluste nach der laufenden Saison bis zu 1,3 Milliarden Euro in drei Spielzeiten betragen«, schrieb die 45-Jährige in einem Handelsblatt-Beitrag. Im Vergleich zur letzten Saison vor der Pandemie hätten die beiden vergangenen Spielzeiten »fast 800 Millionen Euro an Ticket- und Cateringerlösen gekostet«.

Geisterspiel in der Fußball-Bundesliga: DFL fürchtet »massive Auswirkungen«

Geisterspiel in der Fußball-Bundesliga: DFL fürchtet »massive Auswirkungen«

Foto: Blatterspiel / imago images/Jan Huebner

Hopfen befürchtet daher Nachteile für den deutschen Profifußball im internationalen Vergleich. In anderen europäischen Topligen seien die Stadien gut gefüllt, schrieb die Chefin der Deutschen Fußball Liga (DFL): »In der Bundesliga hingegen waren aufgrund der politischen Verordnungen zuletzt nur wenige bis gar keine Fans erlaubt.« In Zeiten deutlich vollerer Stadien in England, Frankreich, Italien und Spanien habe dies »massive Auswirkungen« auf den internationalen Wettbewerb.

KMK-Präsidentin Prien bietet Schülerinnen und Schülern Gespräche an

10.21 Uhr: Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Karin Prien (CDU), hat Schülervertretern wegen der Coronalage an Schulen ein Gespräch angeboten. »Es gibt einen regelmäßigen Austausch zwischen Schüler-, Eltern- und Lehrervertretungen auf Länderebene mit den Bildungsministerien«, schrieb die schleswig-holsteinische Bildungsministerin am Donnerstag bei Twitter. Sie habe gleich nach Amtsantritt auch der Bundesschülerkonferenz Gespräche angeboten. »Wenn Sie/ihr außerhalb der gewählten Schülervertretungen sprechen wollt, lade ich persönlich dazu gerne ein.« Prien bot »volle Transparenz« und einen Livestream des Gesprächs an, »damit alle zuschauen können«.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Hintergrund ist ein offener Brief von Schülervertretern, der im Netz unter dem Hashtag #WirWerdenLaut geteilt wird. Er richtet sich an Prien, an Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP), Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und die Bundesländer. Die Schülerinnen und Schüler werfen der Politik darin vor, sie im Stich zu lassen. »Der aktuelle Durchseuchungsplan ist unverantwortlich und unsolidarisch.« Gefordert werden unter anderem Luftfilter in allen Schulen, kleinere Lerngruppen und PCR-Pooltests. Das Schreiben richtet sich zudem gegen die Präsenzpflicht.

Prien sagte zu, den Brief am Freitag im KMK-Präsidium anzusprechen. An den Schulen in Deutschland waren zuletzt nach den Zahlen der KMK etwa 3,6 Prozent der Schülerinnen und Schüler mit Corona infiziert oder in Quarantäne.

US-Heer will Impfverweigerer entlassen

10.16 Uhr: Das US-Heer hat angekündigt, Impfverweigerer zu entlassen. »Nicht geimpfte Soldaten stellen ein Risiko für unsere Streitkräfte dar und gefährden unsere Bereitschaft«, erklärte die Heeresverantwortliche im US-Verteidigungsministerium, Christine Wormuth, am Mittwoch. »Wir werden mit dem Prozess der Entlassung von Soldaten beginnen, die die Pflichtimpfung verweigern und nicht auf eine endgültige Entscheidung über eine mögliche Befreiung warten.« Laut Mitteilung des Heeres könnten so 3000 der insgesamt 480.000 Soldaten zwangsweise ins Zivilleben zurückkehren. Bis Ende Januar waren bereits sechs hochrangige Offiziere – darunter zwei Bataillonskommandeure – wegen Impfverweigerung suspendiert worden. 3000 Soldaten erhielten demnach eine Rüge.

Die US-Marine hatte bereits vergangenen Oktober angekündigt, Impfverweigerer aus ihren Reihen zu entfernen. Laut Angaben vom Mittwoch mussten 118 Seeleute die Navy verlassen und 300 Soldaten das Marine Corps. Weiteren 5000 Seeleute sind demnach noch nicht geimpft. Nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums haben 97 Prozent der etwa 1,4 Millionen Soldaten im aktiven Dienst mindestens eine Impfdosis erhalten.

2G im Handel für Finanzminister Lindner »nicht erforderlich«

10.04 Uhr: Finanzminister Christian Lindner hat sich für die Abschaffung der 2G-Regel im Einzelhandel ausgesprochen. Der FDP-Chef forderte bei RTL/n-tv  klare Öffnungsperspektiven und verwies darauf, dass die gesetzlichen Grundlagen der Coronamaßnahmen am 19. März auslaufen. »Es geht nicht darum, dass jetzt alle Maßnahmen fallen.« Notwendig sei eine verlässliche Planung. »Die Maßnahmen, die aber wirtschaftlichen Schaden anrichten und die Menschen in ihrer Freiheit einschränken, ohne einen wirksamen Beitrag zu leisten zur Bekämpfung des Pandemiegeschehens, solche Maßnahmen müssen entfallen. Und deshalb ist 2G im Handel nicht erforderlich, die Maske ist es schon.«

Schweden hebt trotz Rekordwerten kommende Woche Beschränkungen auf

9.33 Uhr: Trotz Rekordwerten bei den Neuinfektionen hebt Schweden kommende Woche die Beschränkungen des öffentlichen Lebens auf. »Es wird Zeit, Schweden wieder zu öffnen«, sagt Ministerpräsidentin Magdalena Andersson. Ende Januar erst hatte Schweden die Beschränkungen unter anderem für Bars und Restaurants um zwei Wochen bis zum 9. Februar verlängert. Wenn diese Frist abläuft, sollen die Maßnahmen aufgehoben werden. Die Infektionszahlen blieben noch für eine ganze Weile hoch, sagt Andersson. »Aber die schlimmsten Folgen der Ansteckung liegen jetzt hinter uns, soweit wir das beurteilen können.«

Wieder mehr Krebsvorsorge im ersten Halbjahr 2021

9.16 Uhr: In den ersten Monaten des vergangenen Jahres sind einer Analyse zufolge wieder mehr Menschen zur Krebsvorsorge gegangen als im ersten Pandemiejahr. Das geht aus einer Sonderauswertung der Krankenkasse DAK hervor, aus der die Nachrichtenagentur dpa zitiert. Demnach stieg die Zahl der Vorsorgeuntersuchungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 14 Prozent.

Besonders stark war die Zunahme demnach bei der Mammografie zur Früherkennung von Brustkrebs. Hier gab es nach Angaben der DAK eine Steigerung um 44 Prozent. Um 18 Prozent stieg die Zahl der Hautkrebsvorsorge-Untersuchungen gegenüber der ersten Jahreshälfte 2020.

Die Krankenkasse weist zugleich aber darauf hin, dass seit Ausbruch der Pandemie deutlich weniger Menschen zur Krebsvorsorge gingen als zuvor. Das gelte auch für 2021. Der Wert für das erste Halbjahr habe rund zwölf Prozent unterhalb des Vor-Corona-Niveaus von 2019 gelegen, hieß es. Auf diesen Gesamtrückgang hatten in dieser Woche auch andere Krankenkassen wie etwa AOK und Barmer sowie die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) hingewiesen.

Integrationsbeauftragte: Menschen mit Einwanderungsgeschichte besser ansprechen

9.11 Uhr: Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Reem Alabali-Radovan hat bei der Impfkampagne eine gezielte Ansprache von Menschen mit Einwanderungsgeschichte gefordert. Sie setze dabei vor allem auf aufsuchende Beratung und Aufklärung in verschiedenen Sprachen, sagte die SPD-Politikerin am Donnerstag im ARD-»Morgenmagazin«. »Wir müssen da jetzt wirklich große Anstrengungen setzen.« Am vergangenen Wochenende hatte Alabali-Radovan eine Corona-Impfaktion in den Berliner Neukölln-Arkaden besucht.

Reem Alabali-Radovan, Integrationsbeauftragte der Bundesregierung (Archivbild)

Reem Alabali-Radovan, Integrationsbeauftragte der Bundesregierung (Archivbild)

Foto: Zentralbild / dpa

Alabali-Radovan wies auf die weiter unklare Datenlage zu dem Impfverhalten von Menschen mit Migrationshintergrund hin. »Die Studien, die bisher existieren, sind da noch nicht so aussagekräftig«, sagte sie.

Siemens Healthineers erhöht nach höherer Schnelltest-Nachfrage Prognose

7.11 Uhr: Der Medizintechnikkonzern Siemens Healthineers erhöht die Prognose für das Geschäftsjahr 2021/22. So sei die Nachfrage nach Antigen-Schnelltests zum Nachweis von Covid-19 in Europa gestiegen, zudem seien diese auch in den USA zugelassen worden, begründete das Unternehmen den Schritt. Eigentlich hatte Healthineers damit gerechnet, dass das Geschäft mit den Schnelltests stärker abebben dürfte.

Deutsche Eiskunstläufer starten im Teamwettbewerb bei Olympia – trotz Coronafall

6.24 Uhr: Die deutschen Eiskunstläufer gehen trotz des coronabedingten Ausfalls des Paarläufers Nolan Seegert am Freitag beim olympischen Teamwettbewerb in Peking an den Start. »Damit will man den anderen Läufern die Chance geben, am Wettbewerb teilzunehmen«, sagte Eva Werthmann, Sprecherin des Deutschen Olympischen Sportbundes, der Nachrichtenagentur dpa. Wegen der Kürze der Zeit sei es nicht möglich gewesen, ein anderes Paar als Ersatz einfliegen zu lassen.

Der 29 Jahre alte Seegert befindet sich in einem Isolationshotel. Nach zwei negativen PCR-Tests im Abstand von mindestens 24 Stunden können die Betroffenen dieses vor Ablauf von zehn Tagen wieder verlassen. Nach dieser Frist ist nur noch ein negativer PCR-Test nötig. Sollte der Berliner diese Voraussetzungen erfüllen, könnte er mit Partnerin Minerva Hase wie geplant am 18. und 19. Februar im Paarlauf-Wettbewerb antreten.

Fast wieder so viele Staus auf deutschen Autobahnen wie vor Corona

06.07 Uhr: Trotz der anhaltenden Pandemie ist die Zahl der Staus auf deutschen Autobahnen wieder deutlich gestiegen. Mit 685.000 Staus stieg das Aufkommen 2021 fast wieder auf das Niveau im Vor-Corona-Jahr 2019, wie eine Auswertung des ADAC in München ergab. Damals hatte der Automobilklub noch 708.500 Staus in einem Jahr verzeichnet. 2020 hatte es 513.500 Autobahnstaus gegeben.

Stau auf der A8 (Symbolbild)

Stau auf der A8 (Symbolbild)

Foto: Ursula Düren / dpa

Auch die Länge der Staus auf den Straßen und die Dauer haben im zweiten Jahr der Pandemie wieder zugenommen – lagen aber noch deutlich unter dem Niveau von 2019. So summierten sich die Staus im Jahr 2021 auf eine Länge von 850.000 Kilometer. Im Vorjahr hatte die bundesweite Länge nur 679.000 Kilometer betragen. 2019 hatten sich noch auf rund 1,42 Millionen Kilometern die Autos auf den Autobahnen aneinandergereiht.

Impfkommission arbeitet an Empfehlung für vierte Impfung

6.07 Uhr: Die Ständige Impfkommission (Stiko) bereitet nach Angaben ihres Vorsitzenden Thomas Mertens eine Empfehlung für eine vierte Coronaimpfung vor. Jüngste Daten aus Israel ließen vermuten, dass eine vierte Dosis eine »gewisse Verbesserung beim Schutz vor Infektion und eine deutlichere Verbesserung beim Schutz vor schwerer Erkrankung« bringe, sagte Mertens den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die Stiko werde dazu demnächst eine Empfehlung abgeben. Dabei gehe es um eine zweite Auffrischungsimpfung mit den vorhandenen mRNA-Impfstoffen.

»Mit Blick auf die Impfstoffe, die an die Omikron-Variante angepasst wurden, muss die Kommission zunächst auf die Daten aus den klinischen Studien von Moderna und Biontech /Pfizer warten«, sagte Mertens weiter. In Israel haben bereits Hunderttausende eine vierte Impfung. Nach Menschen über 60 Jahren, Immungeschwächten und medizinischem Personal können sie inzwischen alle Erwachsenen mit Vorerkrankungen in Anspruch nehmen.

Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen sagte dazu: »Eine vierte Impfung mit den bisherigen Impfstoffen ist wahrscheinlich sinnvoll, wenn die Immunantwort nach drei Impfungen beispielsweise bei alten und schwerer Vorerkrankten zu schwach ist.«

Deutsche Rechtsextremisten bei Coronaprotesten im Ausland

5.59 Uhr: Einzelne Rechtsextremisten aus Deutschland sind bei Coronaprotesten im Ausland gesichtet worden. »Der Bundesregierung liegen vereinzelt Erkenntnisse über die Teilnahme deutscher Rechtsextremisten an Demonstrationen gegen die Coronapolitik im europäischen Ausland vor«, heißt es in einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine schriftliche Frage der innenpolitischen Sprecherin der Linksfraktion, Martina Renner.

Beispielsweise hätten Mitarbeiter des vom Verfassungsschutz als rechtsextremistische Bestrebung eingestuften »Compact-Magazins« vor Ort von mehreren Kundgebungen im europäischen Ausland berichtet, führte Innenstaatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter aus. Zudem hätten einzelne Teilnehmer entsprechender Kundgebungen Bezüge zur Identitären Bewegung Deutschland, heißt es in der Antwort, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

»Ich beobachte, dass sich im Rahmen der Demonstrationen gegen die Coronamaßnahmen dieselben extrem rechten Akteure in den Vordergrund drängen, die schon die Proteste gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesregierung im Jahr 2015 dominiert haben«, sagte Renner. Die Parolen und der optische Auftritt ähnelten dem der Identitären Bewegung und den Pegida-Demonstrationen. Verbreitet würden »Rassismus, Antisemitismus und Demokratiefeindlichkeit«.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hatte vergangene Woche gesagt, es sei zu beobachten, dass Rechtsextremisten den Unmut von Menschen über die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie immer stärker für ihre Zwecke missbrauchten.

Weitere 55 Coronafälle vor Olympia in Peking

4.32 Uhr: Einen Tag vor der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Peking haben die Organisatoren 55 weitere Coronafälle registriert. Wie das Organisationskomitee am Donnerstag berichtete, wurden 29 Infektionen bei am Vortag angereisten Teilnehmern der Spiele gefunden. Hinzu kommen 26 Infektionen bei Personen, die schon zuvor nach Peking gereist waren und sich bereits in der geschlossenen Olympia-Blase befanden. Unter den 55 Infizierten sind demnach auch 26 Athleten oder Teammitglieder. Die Gesamtzahl der Coronafälle ist seit dem 23. Januar auf insgesamt 287 gestiegen.

Für die Olympischen Winterspiele in Peking gilt ein strenges Corona-Sicherheitskonzept. Alle Beteiligten – von Athleten bis hin zu Journalisten – sind vollständig vom Rest der chinesischen Bevölkerung getrennt. Wer sich mit dem Virus angesteckt hat, wird in einem eigens dafür vorgesehenen Hotel isoliert. Nur nach zwei negativen PCR-Tests im Abstand von mindestens 24 Stunden können die Betroffenen dieses vor Ablauf von zehn Tagen wieder verlassen. Nach dieser Frist ist nur noch ein negativer PCR-Test nötig.

Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 1283,2

04.20 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet mit 236.120 Positivtests binnen 24 Stunden einen neuen Höchstwert. Das sind 32.984 Fälle mehr als am Donnerstag vor einer Woche, als 203.136 Neuinfektionen gemeldet wurden.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf einen neuen Höchststand von 1283,2. Am Vortag hatte der Wert noch bei 1227,5 gelegen. 164 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 118.334.

Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 10,42 Millionen Coronatests positiv aus. Hier finden Sie die vollständige Meldung zu den aktuellen RKI-Zahlen.

US-Fluggesellschaften fordern Ende der Testpflicht

03.15 Uhr: Fluggesellschaften, Wirtschafts- und Reiseverbände dringen in den USA auf eine Aufhebung der Testpflicht vor internationalen Flügen für Geimpfte. »Umfragen unter Passagieren zeigen, dass Tests vor dem Abflug ein wichtiger Faktor für die Entscheidung sind, nicht ins Ausland zu reisen. Die Menschen sind einfach nicht bereit, das Risiko einzugehen, dass sie nicht mehr in die USA zurückkehren können«, schreiben der Branchenverband Airlines for America, die US-Handelskammer, die Aerospace Industries Association und die US-Travel Association in einer gemeinsamen Erklärung an den Coronavirus-Koordinator des Weißen Hauses, Jeff Zients.

Das US-Präsidialamt lehnt eine Stellungnahme ab. Airlines for America, die unter anderem American Airlines, Delta und United vertritt, erklärte vergangene Woche, dass der internationale Flugverkehr im Vergleich zu 2019 um 38 Prozent zurückgegangen sei.

»Durch Corona sind die Deutschen dicker geworden«

2.10 Uhr: Viele Menschen in Deutschland haben in der Coronapandemie offenbar zugenommen. Die Leiterin des zum Landwirtschaftsministerium gehörenden Bundeszentrums für Ernährung, Margareta Büning-Fesel, sagte der »Rheinischen Post«: »Durch Corona sind die Deutschen dicker geworden.« Betroffen seien vor allem sozial benachteiligte Familien, sagte Büning-Fesel. So hätten 23 Prozent der Kinder aus bildungsfernen Haushalten zugenommen.

Auch bei den Erwachsenen sei ein höheres Gewicht zu beobachten: »40 Prozent haben während der Pandemie im Durchschnitt fünf bis sechs Kilo zugenommen.« Das betreffe insbesondere die 30- bis 40-Jährigen, »und dabei vor allem diejenigen, die auch vorher schon übergewichtig waren«. Die Expertin verwies auf entsprechende Ergebnisse einer Untersuchung des Zentrums für Ernährungsmedizin an der TU München.

Besonders beliebt seien in der Pandemie Nudeln und Kartoffeln gewesen, sagte Büning-Fesel: »Es gibt Ernährungsberater, die von einem Kohlenhydrate-Overload sprechen, also von einer Überlast. Stichwort Nudeln, die zu Beginn der Pandemie zum Teil ausverkauft waren.«

Söder fordert »konsequente Öffnungsschritte«

01.23 Uhr: In der Debatte über die Lockerungen von Coronabeschränkungen macht Bayerns Ministerpräsident Markus Söder Druck. Der CSU-Vorsitzende forderte in der »Bild«-Zeitung »konsequente Öffnungsschritte«. Söder schlug vor: »Mit einer FFP2-Maske können wir auf die 2G-Regel im Handel verzichten. Man hält sich nur kurz in Geschäften auf. Das könnte man bundesweit umsetzen.« In der Gastronomie könne man die 2G-Regel (also: geimpft oder genesen) beibehalten, aber auf einen zusätzlichen Test verzichten. Zudem könnten wieder mehr Zuschauer in Stadien zugelassen werden. Als Grundsatz solle gelten: »Wo FFP2-Masken getragen werden, kann man Kontaktbeschränkungen runterfahren.«

Die Bundesärztekammer sprach sich ebenfalls für einen Stufenplan bei möglichen Lockerungen aus. »Wenn sich das Infektionsgeschehen so entwickelt, wie von Epidemiologen prognostiziert, werden die Fallzahlen von Ende Februar an allmählich sinken«, sagte der Präsident der Kammer, Klaus Reinhardt, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. »Bund und Länder sollten deshalb vorbereitet sein und möglichst schon jetzt Stufenpläne für Öffnungen vorbereiten, die dann hoffentlich bald umgesetzt werden können.«

Neuseeland kündigt schrittweise Öffnung der Grenzen an

Neuseelands Premierministerin Jarcinda Ardern

Neuseelands Premierministerin Jarcinda Ardern

Foto: Mark Mitchell / AP

00.34 Uhr: Neuseeland lockert ab Ende Februar die Einreisebestimmungen. Geimpfte Neuseeländer, die sich in Australien aufhalten, können ab dem 27. Februar ohne Quarantäne in ihre Heimat zurückkehren, sagte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern. Aus allen anderen Ländern sei die quarantänefreie Einreise für geimpfte Staatsbürger zwei Wochen später möglich.

Geimpfte Rucksacktouristen, Fachkräfte und internationale Studentinnen und Studenten werden ab März ins Land gelassen und können sich selbst isolieren, anstatt in staatlichen Quarantäneeinrichtungen untergebracht zu werden. Touristen aus Australien ist die Einreise ab Juli gestattet, Reisenden aus dem Rest der Welt ab Oktober.

Rund sieben Milliarden Euro Verlust für Klubfußball

00.05 Uhr: Die Auswirkungen der Coronapandemie kommen den europäischen Fußball teuer zu stehen. In den Spielzeiten 2019/20 und 2020/21 mussten die Klubs insgesamt Einnahmeausfälle in Höhe von sieben Milliarden Euro hinnehmen, wie aus dem aktuellen Bericht der Europäischen Fußball-Union (Uefa) zur Klublizenzierung hervorgeht. Die Pandemie beeinträchtige demnach »weiterhin alle Ebenen und Bereiche des Fußballs«.

Für den Großteil der Verluste sind erwartungsgemäß die Ausfälle bei Ticketverkäufen verantwortlich, die 4,4 Milliarden Euro oder mehr betragen. Auch die Transfereinnahmen sanken in den Wechselfenstern im Sommer 2020, im Januar 2021 und im Sommer 2021 um über 40 Prozent. Die Spielergehälter bei den Spitzenklubs stiegen während der Pandemie hingegen sogar um zwei Prozent. Wie die Uefa weiter mitteilte, erwirtschafteten die europäischen Erstligisten im Finanzjahr 2020 erstmals seit Bestehen des Financial Fairplay (seit 2010) einen operativen Verlust (1,013 Milliarden Euro). Die Zahlen der früh berichtenden Klubs für 2021 bestätigen diesen Trend.

Zahl der Neuinfektionen in USA sinkt deutlich

00.01 Uhr: In den USA geht die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter deutlich zurück. Im Durchschnitt der vergangenen Tage verzeichnete das Land 446.000 neue Fälle pro Tag – im Vergleich zur Vorwoche ein Rückgang um 36 Prozent. Dies teilte die nationale Gesundheitsbehörde CDC am Mittwoch in Washington mit. Die Zahl der Einweisungen ins Krankenhaus ging um 14 Prozent zurück. Bei den Todesfällen gab es hingegen einen Anstieg um 4 Prozent.

Die Omikron-Welle hatte die USA um den Jahreswechsel heftig getroffen – die Fallzahlen schnellten extrem in die Höhe. Allerdings stieg die Zahl der Krankenhausanweisungen nicht im gleichen Maße. In dem Land mit einer Gesamtbevölkerung von 330 Millionen Menschen sind knapp 64 Prozent zweifach geimpft. Knapp 42 Prozent von ihnen haben auch schon eine Auffrischungsimpfung. Die Impfquote stagniert allerdings.

atb/aar/jok/dop/kha/sol/febAFP/dpa/Reuters/sid
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.