+++ Corona-News +++ Astra-Entwicklerin stellt Impfen von Kindern infrage

Sarah Gilbert hat den Impfstoff von AstraZeneca entwickelt – und hält das generelle Impfen von Kindern für nicht nötig. Außerdem: In Griechenland dürfen Ungeimpfte nicht mehr ins Restaurant. Der Überblick.
Foto: DADO RUVIC / REUTERS

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+++ Erfinderin des AstraZeneca-Impfstoffs stellt Impfen von Kindern infrage +++

00.00 Uhr: Sarah Gilbert, die an der Universität Oxford den Corona-Impfstoff von AstraZeneca entwickelte, hält das generelle Impfen von Kindern nicht für notwendig. »Die Politik sollte eine Kosten-Nutzen-Analyse machen. Der Nutzen des Impfens ist für Kinder viel geringer als insbesondere für ältere Erwachsene«, sagte Gilbert der »Welt« und anderen europäischen Medien. »Sehen wir uns das Beispiel Delta an. Diese Mutation ist sehr ansteckend, die Leute werden trotz zwei Impfungen erneut krank – aber der Verlauf ist sehr mild. Schwere Fälle und Todesfälle sind selten«, fügte Gilbert hinzu. »Womit die Impfungen ihr Ziel erreicht haben: das Gesundheitssystem vor dem Kollaps zu schützen. Wenn die Übertragung nicht zu verhindern ist, und Kinder weder schwer erkranken noch sterben, dann stellt sich die Frage: lohnt sich das Impfen?«

Mehr als 1400 weitere Tote in Brasilien

23.45 Uhr: Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 45.591 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf über 19,3 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 1456 auf 540.398 zu.

Mindestens 4,23 Millionen Tote weltweit

21.20 Uhr: Weltweit haben sich mehr als 189 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Mehr als 4,23 Millionen Menschen sind in Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Die Dunkelziffern dürften Experten zufolge deutlich höher sein. Die USA weisen weltweit die höchsten Werte auf.

Ungeimpfte dürfen nicht mehr in griechische Restaurants

20.45 Uhr: Ungeimpften bleibt der Zutritt zu Innenräumen von Restaurants und Bars in Griechenland versagt. Grund ist der Anstieg der Neuinfektionen wegen der besonders ansteckenden Delta-Variante. Gäste müssen seit Freitag nachweisen, dass sie gegen Corona geimpft sind. Für die Außenbereiche der Restaurants und Bars gilt die Verordnung nicht. Bislang sind in Griechenland 41 Prozent der Bevölkerung über 15 Jahre zweifach geimpft.

WHO will Labore in China kontrollieren

20.40 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation WHO will in der zweiten Stufe ihrer Untersuchungen zum Ursprung des Coronavirus auch Labore in China kontrollieren. »Audits der relevanten Labore und Forschungseinrichtungen« sollten eine Priorität bei der Untersuchung sein, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Alle Theorien seien weiterhin denkbar.

Schon bald nach Beginn der Pandemie war darüber spekuliert worden, dass das Virus bei einem Unfall aus dem Institut für Virologie in Wuhan, in dem an Coronaviren geforscht wird, entwichen sein könnte. Die chinesische Regierung bestreitet dies.

Ein Team internationaler Experten im Auftrag der WHO hatte Wuhan erst im Januar besuchen können – mehr als ein Jahr nach Entdeckung des Virus. Der entsprechende Bericht wurde Ende März veröffentlicht, lieferte aber keine klaren Ergebnisse.

Die Labor-Theorie stuften die WHO-Experten damals als »extrem unwahrscheinlich« ein. An dem Bericht wurden aber schnell Zweifel laut. WHO-Chef Tedros sagte am Donnerstag, die mögliche Verbindung zu einem Laborleck auszuschließen, sei »verfrüht« gewesen. Die WHO steht unter wachsendem Druck, eine neue Ermittlung einzuleiten.

Sieben-Tage-Inzidenz steigt auch in Italien

20.08 Uhr: In Italien sind die Corona-Infektionszahlen weiter gestiegen. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert erhöhte sich auf landesweit durchschnittlich 19 Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, in der Vorwoche waren es 11. Vor allem bei jungen Menschen seien mehr Infektionen verzeichnet worden, hieß es am Freitag im wöchentlichen Corona-Lagebericht des Gesundheitsministeriums in Rom.

Die Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern ging den Experten zufolge zurück, auch auf den Intensivstationen wurden weniger Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung behandelt. Die ansteckendere Delta-Variante breite sich in Italien weiter aus und dürfte bald vorherrschend sein. Zur Eindämmung sei es notwendig, mehr Menschen vollständig zu impfen.

Am Freitag registrierten die Gesundheitsbehörden in Italien knapp 2.900 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages und elf Tote mit dem Virus. Rund 48 Prozent der Bevölkerung über zwölf Jahre waren den Daten mit Stand Freitagabend zufolge durchgeimpft.

Regionalregierung: Mallorca weiter »absolut sicheres Urlaubsziel«

19.40 Uhr: Trotz der rapide steigenden Corona-Zahlen schließt die Regionalregierung der Balearen die Wiedereinführung einer nächtlichen Ausgehsperre, wie sie etwa in den Regionen Valencia und Katalonien beschlossen wurde, offenbar weiterhin aus. Das berichtete die Zeitung »Última Hora« unter Berufung auf die Behörden. Man erwäge aber neue Einschränkungen, darunter eine Begrenzung der Zahl von Personen, die privat oder öffentlich zusammenkommen dürfen.

Vor Ende nächster Woche werde es aber sicher keine neuen Maßnahmen geben, sagte am Freitag Regionalpräsidentin Francina Armengol. Die derzeitige Infektionswelle habe mit den vorherigen nichts zu tun, versicherte sie. Die Lage in den Krankenhäusern sei »völlig unter Kontrolle«. Die Balearen seien »ein absolut sicheres Urlaubsziel«.

Zuletzt waren die Infektionszahlen auf den Balearen stark angestiegen. Laut den lokalen Behörden wurden binnen 24 Stunden 864 Ansteckungen mit dem Coronavirus erfasst, so viele wie noch nie an einem einzigen Tag seit Ausbruch der Pandemie. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei 270 pro 100.000 Einwohner. Die Bundesregierung hatte zuletzt ganz Spanien als Risikogebiet eingestuft.

Frankreich meldet 10.908 neue Corona-Fälle

19.18 Uhr: In Frankreich wurden binnen eines Tages 10.908 neue Infektionen mit dem Coronavirus registriert. Das geht aus Daten des Gesundheitsministeriums hervor.

Es ist laut der Nachrichtenagentur Reuters das erste Mal seit Ende Mai, dass die Zahl der neuen Fälle wieder über 10.000 liegt. In Krankenhäusern starben demnach 22 weitere Personen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung. Die Zahl der Personen, die sich wegen der Krankheit in intensivmedizinischer Behandlung befinden, liegt demnach aktuell bei 899.

Seit Beginn der Pandemie starben in Frankreich über 111.000 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19, fast 5,9 Millionen Menschen infizierten sich mit dem Coronavirus.

Pazifikstaaten fordern Ende des Impfnationalismus

19.00 Uhr: Die Pazifikstaaten wollen ihre Anstrengungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie und für einen globalen Zugang zu Impfstoffen deutlich verstärken. «Wir werden diesen Gesundheitsnotstand nur überwinden, wenn wir einen gleichberechtigten Zugang zu sicheren, wirksamen, qualitätsgesicherten und erschwinglichen Covid-19-Impfstoffen beschleunigen», hieß es am Freitag am Ende eines digitalen Treffens der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft Apec in einer Mitteilung. An dem außerordentlichen Gipfel, zu dem die neuseeländische Ministerpräsidentin Jacinda Ardern kurzfristig eingeladen hatte, nahmen auch US-Präsident Joe Biden, Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping und der russische Präsident Wladimir Putin teil.

US-Behörde spricht von »Pandemie der Ungeimpften«

18.40 Uhr: Die Delta-Variante ist nach US-Behördenangaben mittlerweile die dominierende Covid-19-Variante weltweit und eine wesentliche Ursache für zunehmende Todesfälle unter Infizierten in den USA. Betroffen seien fast ausschließlich nicht geimpfte Menschen. »Dies wird eine Pandemie der Ungeimpften«, sagt die Direktorin der amerikanischen Seuchenbehörde Centers for Disease Control and Prevention (CDC), Rochelle Walensky.

Ausländische Wissenschaftler kritisieren Lockerungen in England

18.30 Uhr: Internationale Wissenschaftler haben scharfe Kritik an der Entscheidung der britischen Regierung geübt, kommende Woche fast alle Corona-Beschränkungen in England aufzuheben. Aus seiner Sicht sei die »Strategie der Herdenimmunität wirklich mörderisch«, sagte der US-Forscher William Haseltine am Freitag bei einem Online-Treffen internationaler Gesundheitsexperten. Eine solche Strategie werde zu »tausenden, wenn nicht zehntausenden« Toten führen, warnte er. »Eine solche Politik ist ein Desaster.«

Trotz der in Großbritannien grassierenden Delta-Variante des Coronavirus treten in England am Montag weitreichende Lockerungen der bisherigen Restriktionen in Kraft. Unter anderem fallen die meisten Beschränkungen für große Versammlungen sowie die Maskenpflicht weg, auch Diskotheken dürfen wieder öffnen.

Der neuseeländische Wissenschaftler Michael Baker sagte bei dem Wissenschaftler-Treffen, Großbritannien sei mit Blick auf die Corona-Impfkampagne ein internationales Vorbild gewesen. Deshalb sei es »bemerkenswert«, dass die Regierung nun »die grundlegenden Prinzipien der öffentlichen Gesundheit« missachte. Auch die taiwanische Professorin Chiou Shu-Ti zeigte sich irritiert. »In unserer Kultur gibt es ein Sprichwort, das besagt, dass es unethisch ist, den Menschen den Regenschirm wegzunehmen, solange es noch regnet«, sagte sie. »Und jetzt regnet es sehr stark.«

Coronasorgen setzen Börsen zu

18.10 Uhr: Aus Frucht vor einer Abschwächung des weltweiten Aufschwungs fassen Anleger Aktien derzeit nur mit spitzen Fingern an. »Die Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante ist derzeit die wichtigste heraufziehende Gefahr«, sagte Analyst Craig Nicol von der Deutschen Bank.

Dax und EuroStoxx50 fielen am Freitag um jeweils 0,6 Prozent auf 15.540 beziehungsweise 4033 Punkte. An der Wall Street büßte der US-Standardwerteindex Dow Jones 0,3 Prozent ein.

Außerdem ließen die Inflationssorgen Anleger nicht los, sagte Analyst David Madden vom Online-Broker CMC Markets. »Das ist ein zweischneidiges Schwert.« Einerseits signalisiere die Teuerung eine starke Nachfrage, andererseits schüre es die Diskussion über eine Straffung der Geldpolitik.

Kuba bittet Caritas um Hilfe

Eine Demonstrantin schwenkt kubanische Flaggen während einer Autoparade

Eine Demonstrantin schwenkt kubanische Flaggen während einer Autoparade

Foto: Marta Lavandier / dpa

17.38 Uhr: Angesichts stark gestiegener Coronazahlen in Kuba will die Caritas dort 200.000 Euro für Schutzausrüstung und medizinische Hilfsmittel bereitstellen. Das kubanische Gesundheitsministerium habe die örtliche Vertretung der katholischen Hilfsorganisation um Hilfe gebeten, teilte Caritas International am Freitag in Freiburg mit.

Es werde ein Zusammenbruch des traditionell sehr gut aufgestellten Gesundheitssystems des sozialistischen Karibikstaates befürchtet. Es befinde sich »in einer tiefgreifenden strukturellen Krise der Unterversorgung mit medizinischen Gütern, Nahrungsmitteln und Gütern des alltäglichen Bedarfs.«

Streit um Kinderimpfung – Stiko wehrt sich gegen Söder

17.35 Uhr: In der Debatte um Impfungen für Kinder und Jugendliche setzt sich die Ständige Impfkommission (Stiko) zunehmend gegen Druck aus der Politik zur Wehr. »Die aktuellen Aussagen von Herrn Söder und anderen Politikern zur Stiko und zu deren Arbeit sind auch unter Berücksichtigung der Wahlkampfzeit ungewöhnlich und müssen korrigiert werden«, teilte das unabhängige Gremium um den Virologen Thomas Mertens am Freitag mit.

Ziel der Stiko sei das Erarbeiten der bestmöglichen Impfempfehlung für einzelne Menschen und für die Gemeinschaft. »Dies erfolgt unabhängig von Meinungen und Wünschen von Politikern und der pharmazeutischen Industrie.«

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte in einem BR-Interview vom Mittwoch bekräftigt, dass es mit einer generellen Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren schneller gehen müsse. Dabei sprach er von der Stiko als einer ehrenamtlichen Organisation, wohingegen die Europäische Arzneimittelbehörde Ema die »Profis« seien.

Pazifik-Anrainer wollen bei Impfstoffen stärker kooperieren

17.10 Uhr: Die USA, China, Russland und weitere Pazifik-Anrainerstaaten wollen bei der Verteilung und Produktion von Impfstoff enger zusammenarbeiten. Die Länder wollen unter anderem den freiwilligen Transfer von Produktionstechnologien untereinander fördern, auch mit Blick auf künftige Krisen.

Dies erklärten die Staats- und Regierungschefs der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft APEC, darunter US-Präsident Joe Biden, und seine Amtskollegen aus Russland und China, Wladimir Putin und Xi Jinping, nach einem virtuellen Treffen. Ein fairer Zugang zu sicheren, wirksamen, qualitätsgeprüften und erschwinglichen Impfstoffen solle beschleunigt werden.

R-Wert in der Niederlande so hoch wie nie zuvor

16.51 Uhr: In den Niederlanden breitet sich das Coronavirus durch die Deltavariante immer rasanter aus. Die Reproduktionszahl liegt inzwischen bei 2,91, das ist der höchste Wert seit Ausbruch der Pandemie im März 2020, wie das zuständige Amt für Gesundheit und Umwelt RIVM am Freitag in Den Haag mitteilte. Die Zahl bedeutet, dass rechnerisch 100 Infizierte 291 weitere Personen anstecken und sich die Verbreitung des Virus zunehmend beschleunigt. Nach den jüngsten Daten des RIVM sind inzwischen 66,9 Prozent aller Infektionen auf die Deltavariante zurückzuführen. Die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen in 24 Stunden kletterte auf 11 363.

Angesichts einer Verschlechterung der Coronalage hat die niederländische Regierung bereits einen Teil der umfangreichen Lockerungen der Beschränkungen zurückgenommen. Weiterhin läuft das öffentliche Leben aber größtenteils unbeeinträchtigt weiter.

»Es gibt hier kein Infektionsgeschehen«

16.43 Uhr: Freiberg in Sachsen zieht gegen die Corona-Schutzverordnung vor Gericht. Im SPIEGEL-Interview  erläutert der Oberbürgermeister, warum er ausgerechnet jetzt ein viertägiges Stadtfest mit Tausenden Besuchern ausrichten will.

Spahn knüpft Einschränkungen im Herbst an Fortschritte bei Impfungen

Gesundheitsminister Jens Spahn: »Wir entscheiden jetzt darüber, wie der Herbst wird, wie der Winter wird durch die Impfkampagne«

Gesundheitsminister Jens Spahn: »Wir entscheiden jetzt darüber, wie der Herbst wird, wie der Winter wird durch die Impfkampagne«

Foto: Sean Gallup / Getty Images

15.56 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) macht mögliche neue Corona-Einschränkungen im Herbst und Winter vom Fortschritt bei den Impfungen abhängig. »Wir entscheiden jetzt darüber, wie der Herbst wird, wie der Winter wird durch die Impfkampagne«, sagte Spahn am Freitag den Sendern RTL und ntv. »Jeder Einzelne entscheidet das.« Bei einer Impfquote von mehr als 70 Prozent würden wahrscheinlich nur »Basismaßnahmen« wie Abstand und Masken gebraucht.

Spahn hob zudem hervor, es werde »auf jeden Fall« einen Unterschied machen, ob jemand geimpft sei oder nicht. »Jemand, der geimpft ist, den können wir nicht und müssen wir auch nicht mit den gleichen Beschränkungen belegen, wie jemand, der nicht geimpft ist«, sagte der Minister. Insofern sei auch »sehr klar, dass die Impfung ganz sicher auch für Herbst und Winter für jeden einen Unterschied macht«.

Nach Coronafällen beim Schach-Weltcup: Caruana in Quarantäne

15.35 Uhr: Der Schach-Weltranglisten-Zweite Fabiano Caruana hat sich beim Weltcup in Sotschi vorsorglich in Quarantäne begeben müssen. Während der zweiten Runde wurde der Amerikaner zum Sieger erklärt, nachdem sich herausstellte, dass sein Gegner Susano Megaranto unmittelbar vor der Partie positiv auf das Coronavirus getestet worden war.

Zwei weitere Indonesier wurden ebenfalls positiv getestet. Sie haben das Turnier ebenso verlassen wie zwei indonesische Teilnehmerinnen, die bisher täglich negativ getestet wurden. Caruana darf an diesem Sonntag zur dritten Runde antreten, wenn er vorher zweimal negativ getestet wird.

EU rechnet mit starkem Infektionsanstieg bis August

Zahlreiche Menschen auf Barcelonas Einkaufsstraße La Rambla

Zahlreiche Menschen auf Barcelonas Einkaufsstraße La Rambla

Foto: Jordi Boixareu / dpa

15.35 Uhr: Die EU-Krankheitsbekämpfungsbehörde rechnet mit einem erneuten starken Anstieg der Infektionsfälle in Europa in den nächsten Wochen. Die Zahl der Neuinfektionen könnte sich laut den am Freitag veröffentlichten Prognosen des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) bis Anfang August fast verfünffachen. Ursache seien die hochansteckende Delta-Variante sowie die Lockerungen von Beschränkungen in vielen Ländern.

Die Prognosen der EU-Behörde beziehen sich auf das Gebiet der EU, Norwegens und Islands. Das ECDC erwartet demnach für die am 1. August endende Woche eine Sieben-Tage-Inzidenz von 420 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern. Vergangene Woche lag die Sieben-Tage-Inzidenz in dem Gebiet bei 90.

Die Zahl der Behandlungen im Krankenhaus und der Corona-Todesfälle wird laut ECDC aufgrund der laufenden Impfkampagnen langsamer ansteigen.

In der Woche vom 5. bis 11. Juli stieg die Zahl der Neuinfektionen in der EU sprunghaft um 60 Prozent an. »In den am stärksten betroffenen Ländern wurden die größten Zuwächse und höchsten Melderaten bei den 15- bis 24-Jährigen gemeldet«, erklärte das ECDC.

Niederlande und Griechenland werden Risikogebiete

15.30 Uhr: Wegen stark steigender Coronazahlen stuft die Bundesregierung ab Sonntag die Niederlande, Griechenland und Teile Dänemarks als Risikogebiete ein. Das gab das Robert Koch-Institut bekannt. Für die Niederlande und die dänische Hauptstadtregion um Kopenhagen ergeben sich daraus auch praktische Folgen: Wer von dort auf dem Landweg nach Deutschland einreist und nicht geimpft oder genesen ist, muss wieder einen Coronatest machen.

Die Niederlande sind das erste der neun Nachbarländer Deutschlands, das wieder ganz als Risikogebiet eingestuft wird. Ausgenommen sind zum Königreich gehörende Überseegebiete. Die Deltavariante hat in den Niederlanden für eine explosionsartige Zunahme der Infektionen gesorgt. Nach der Rücknahme fast aller Beschränkungen stieg die Zahl der Neuinfektionen um 500 Prozent.

Die neuen Einstufungen haben möglicherweise aber nur eine kurze Haltbarkeit. Die Bundesregierung arbeitet an einer neuen Einreiseverordnung ab dem 1. August, mit der die Risikogebiete ganz wegfallen werden. Derzeit sind 82 Länder in diese Kategorie eingestuft. Hinzu kommen 29 Hochinzidenz- und 11 Virusvariantengebiete.

Opposition fordert Verbesserung der Impfkampagne

15.27 Uhr: Politiker von Grüne, Linke und FDP fordern die Bundesregierung auf, die Impfkampagne auszuweiten und zu verbessern. »Die Herausforderung beim Impfen hat sich komplett gedreht. Statt Impfstoffbeschaffung und Terminmanagement müssen der Impfstoff und attraktive Impfmöglichkeiten jetzt so nah wie möglich an den Lebensalltag der Menschen gebracht werden«, sagte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt dem SPIEGEL.

Diese Trendwende in der Impfkampagne habe die Bundesregierung noch nicht hinbekommen. »Es wird immer noch viel zu wenig geworben, über einfach zugängliche Impfangebote informiert oder über Impfmythen aufgeklärt«, so die Grünen-Politikerin. Besonders junge Menschen und andere Gruppen mit geringer Impfquote mit wirklich ansprechenden Kampagnen zu erreichen, sei jetzt die drängendste Aufgabe des Gesundheitsministers.

Ähnlich gesehen wird das bei den Linken. »Es muss Schluss sein mit jeglicher Form von Verunsicherung. Die Bundesregierung muss viel besser über die Impfung aufklären«, sagte die Linken-Fraktionschefin Amira Mohamed Ali dem SPIEGEL. Sie fordert eine »groß angelegte und für alle verständliche Informationskampagne über das Internet, Fernsehen und Radio«. Ebenso sollte eine »abendliche freie Impfstunde in den Impfzentren« eingerichtet werden.

FDP-Fraktionsvize Michael Theurer sagte dem SPIEGEL: »Wir brauchen eine groß angelegte Aufklärungs- und Werbeoffensive für die Impfung, am besten mit Prominenten aus Kunst, Sport und Gesellschaft.« Die Bundesregierung müsse »noch wesentlich intensiver für das Impfen werben« und die Menschen aufklären.

Maislabyrinth mit Umrissen einer Coronaimpfung öffnet

Ein Landwirt fräste in sein Maisfeld ein riesiges Labyrinth mit einer Silhouette einer Impfaktion

Ein Landwirt fräste in sein Maisfeld ein riesiges Labyrinth mit einer Silhouette einer Impfaktion

Foto: Guido Kirchner / dpa

14.54 Uhr: Ein Mann mit einer Spritze im Arm, Reagenzgläschen und ein Mikroskop: Mit der Silhouette einer Coronaimpfaktion hat am Freitag das Maislabyrinth eines Selmer Landwirts im Münsterland eröffnet. Benedikt Lünemann macht sich mit dem eingefrästen Motiv auf dem insgesamt 25.000 Quadratmeter großen Maisfeld für das Impfen und die Forschung stark: »Ich wollte auch Werbung machen. Das ist ein wichtiges aktuelles Thema in diesem Jahr«, sagte der Landwirt am Freitag.

Schon seit über zehn Jahren ist das Labyrinth mit einer Streckenlänge von rund 2,1 Kilometern auf dem Hof Lünemann mit jährlich wechselnden Motiven Programm: 2020 stand etwa das Thema »Europa« im Fokus, 2019 mähte Lünemann die Umrisse Greta Thunbergs in das riesige Feld. Es ist vom 16. Juli bis Ende Oktober geöffnet.

Höchstwert an Covid-Todesfällen in Indonesien

14.30 Uhr: Indonesien bekommt seine bisher schwerste Coronawelle trotz eines Lockdowns und strikter Regeln nicht in den Griff. Die Behörden meldeten am Freitag mehr als 1200 Tote innerhalb von 24 Stunden in Verbindung mit Covid-19 – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Gleichzeitig wurden im viertbevölkerungsreichsten Land der Erde erneut rund 54.000 Neuinfektionen verzeichnet.

Seit Tagen liegt die Zahl der neuen Fälle bei mehr als 50.000. Indonesien hat damit Indien – wo die Zahlen rückläufig sind – als weltweiten Spitzenreiter überholt. Grund ist vor allem die Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante. Gesundheitsminister Budi Gunadi Sadikin forderte die Menschen dringend auf, die Maßnahmen einzuhalten und Masken zu tragen.

Die große Illusion Herdenimmunität

Foto: Joerg Boethling / imago images/Joerg Boethling

14.12 Uhr: Das Impftempo dümpelt, die Delta-Variante ist auf dem Vormarsch: Deutschland muss sich auf eine zweite Jahreshälfte mit Corona einstellen. Wo hat die Politik versagt?

Wieder strengere Coronaregeln in Frankreichs Südwesten

12.22 Uhr: Wegen vieler Neuinfektionen hat das südwestfranzösische Département Pyrénées-Orientales seine Coronaregeln verschärft. Ab Samstag gilt in dem Grenzgebiet zu Spanien tagsüber wieder eine Maskenpflicht im Freien, wie die Präfektur am Freitag mitteilte. Ausgenommen seien der Strand sowie große Naturgebiete. In der Öffentlichkeit soll ab dem Wochenende auch kein Alkohol mehr getrunken werden dürfen. Die Regeln gelten vorerst bis Anfang August.

In dem Département stieg die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen Tagen deutlich. Auf 100.000 Menschen kamen innerhalb einer Woche zuletzt etwa 211 Ansteckungen. Landesweit lag der Wert zuletzt bei 46. Die Maskenpflicht im Freien war in Frankreich erst vor einem Monat aufgehoben worden.

Mit Anlauf in die nächste Welle

Feiernde auf dem Cruilla-Festival am vergangenen Wochenende: Die Gesundheitszentren werden überrannt

Feiernde auf dem Cruilla-Festival am vergangenen Wochenende: Die Gesundheitszentren werden überrannt

Foto: Joan Mateu / dpa

12.14 Uhr: Die Inzidenz steigt rasant, unter jungen Menschen liegt sie bereits bei 1745. In Katalonien wütet die Delta-Variante nahezu ungebremst – und die Krankenhäuser füllen sich wieder. Was ist schiefgelaufen? Lesen Sie hier mehr. 

Infizierter Reiserückkehrer: 130 Menschen in Quarantäne

12.05 Uhr: Wegen eines zwar negativ getesteten, aber coronainfizierten Reiserückkehrers aus Spanien müssen rund 130 Besucher zweier Lokale in Hamburg-St. Georg in Quarantäne. Der Mann habe nach Ende seines Urlaubs am vergangenen Samstag zwei Bars in der Langen Reihe besucht, sagte der Sprecher der Sozialbehörde, Martin Helfrich, am Freitag. Er wurde zwar nach Ende der Reise negativ getestet, hatte sich aber offensichtlich im Urlaub infiziert.

»Wir müssen aufgrund der Reiseanamnese davon ausgehen, dass die Delta-Variante des Coronavirus vorliegt. Eine Sequenzierung wird durchgeführt«, so der Sprecher. Ergebnisse lägen aber noch nicht vor. Zuvor hatte der Sender NDR 90,3 darüber berichtet.

In einer der Bars habe es nur eine einzige Login-Station für die Luca-App gegeben. Diese registriert Daten und erleichtert die Kontaktverfolgung für die Gesundheitsämter. Dort müssten nun alle zum fraglichen Zeitpunkt anwesenden Menschen mit einer Quarantäneanordnung rechnen.

Gesundheitsamt sucht 1100 Menschen

Auch in Ostfriesland sucht das Gesundheitsamt Partygäste nach einem Discobesuch eines infizierten Mallorca-Rückkehrers. Die Verwaltung bitte daher alle Gäste, die die Disco »Galaxy« am vergangenen Samstag (10. Juli) besuchten, auf Symptome zu achten, wie der Landkreis am Freitag mitteilte. Sollten noch Krankheitsanzeichen auftreten, werden sie gebeten, das Gesundheitsamt zu kontaktieren. Nach einem Bericht der »Ostfriesen-Zeitung« sind rund 1100 Kontaktpersonen möglich.

45 Prozent der Bevölkerung in Deutschland voll geimpft

12.02 Uhr: In Deutschland sind inzwischen 45 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag (Stand: 10.20 Uhr) wurden am Donnerstag 736.361 Impfdosen verabreicht. Damit haben nun rund 37,7 Millionen beide Impfungen erhalten, 49,5 Millionen (60 Prozent) sind mindestens einmal geimpft.

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Testzentren

11.57 Uhr: Wegen gewerbsmäßigen Bandenbetrugs hat die Staatsanwaltschaft Kassel Ermittlungen gegen einen Betreiber von Coronatestzentren eingeleitet. Es werde gegen den Geschäftsführer und weitere Verantwortliche einer in Nordrhein-Westfalen ansässigen Firma ermittelt, die in Kassel, Braunschweig, Hannover und Leipzig Testzentren betrieben habe, teilte die Behörde am Freitag mit.

Die Beschuldigten stünden im Verdacht, im April und Mai 2021 für ein Testzentrum in Kassel Leistungen gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen in Höhe von mehr als einer Million Euro zu Unrecht abgerechnet zu haben. Die Betreibergesellschaft soll eine Vielzahl der abgerechneten Testleistungen nicht erbracht und bei den Tests notwendige Mindeststandards bewusst nicht erfüllt haben.

Russland meldet Höchstwert an Covid-Toten

11.51 Uhr: In Russland sind 799 Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben – so viele wie nie zuvor an einem Tag seit Beginn der Pandemie. Es ist der vierte Tag in Folge, an dem ein solcher Höchstwert erreicht wird. Insgesamt starben nach Angaben der Corona-Arbeitsgruppe der Regierung 146.868 Menschen mit oder an dem Virus.

Das staatliche Statistikamt Rosstat kommt auf rund 290.000 Tote im Zeitraum von April 2020 bis Mai 2021. Rosstat bezieht sich auf übermäßige Todesfälle in den Statistiken. Einige Epidemiologen sind der Auffassung, dies sei der beste Weg, um die tatsächliche Zahl der Coronatoten zu ermitteln. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionsfälle steigt binnen eines Tages um 25.704 auf mehr als 5,9 Millionen.

Hohe Zahl von Selbstisolationen trifft britische Wirtschaft

10.54 Uhr: Die neue Coronawelle in Großbritannien trifft zunehmend die Wirtschaft. Vor allem die hohe Zahl der Arbeiter, die sich wegen eines möglichen Kontakts mit einer infizierten Person selbst isolieren müssen, bereitet Sorgen. Nach Angaben des Verbands der Fleischproduzenten wurde fast jeder zehnte der 97.000 Beschäftigten von der Corona-Warn-App zur Selbstisolation aufgefordert. Einige Unternehmen könnten gezwungen sein, ihre Produktion stillzulegen, was zu Engpässen führen könne, sagte Verbandschef Nick Allen am Freitag der BBC. Betroffen seien vor allem die lukrativsten Bereiche, etwa die Herstellung von Lammkoteletts.

Auch die Autobauer Nissan und Rolls-Royce warnten vor Folgen für ihre Produktion. Medienberichten zufolge sind Hunderte Nissan-Arbeiter betroffen.

Japan will offenbar Kontaktregeln für olympische Athleten lockern

10.03 Uhr: In Japan steigen die Coronazahlen. Dennoch sollen vor den Olympischen Spielen die Auflagen für Athleten wohl erleichtert werden. Auch der Zuschauerausschluss steht zur Debatte – sobald die Infektionszahlen sinken. Lesen Sie hier mehr.

Mehrheit für Impfpflicht in Gesundheit und Bildung

9.55 Uhr: Eine Mehrheit der Deutschen ist für eine Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheits- und Bildungsbereich. In dem am Freitag veröffentlichten ZDF-»Politbarometer« sprachen sich 60 Prozent dafür im Gesundheits- und Pflegebereich aus, 55 Prozent befürworteten dies für Beschäftigte an Schulen und Kitas. Mit 84 Prozent sprach sich dagegen eine große Mehrheit gegen finanzielle Anreize aus, um mehr Menschen zu einer Impfung zu bewegen.

Fast sechs von zehn Befragten bezweifelten zugleich, dass bis Ende des Sommers ein Großteil der Menschen geimpft sein wird. Insgesamt wird die Lage dennoch aktuell nicht mehr als so schlimm eingeschätzt wie bei vorherigen Coronawellen: Nur knapp ein Viertel der Befragten glaubt, dass die Belastungen in den Krankenhäusern bei einer neuen Welle ähnlich stark wären wie bei bisherigen Wellen. 70 Prozent gehen davon aus, dass diese weniger heftig ausfallen würden.

Johnson-Berater erwartet ›beängstigendes‹ Niveau von Coronapatienten

9.09 Uhr: Wenige Tage vor dem Ende fast aller Coronaregeln in England  werden die Warnungen vor den Folgen lauter. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen könne innerhalb weniger Wochen ein »ziemlich beängstigendes« Niveau erreichen, sagte der medizinische Berater der britischen Regierung, Chris Whitty.

»Wir sollten nicht unterschätzen, dass wir überraschend schnell wieder in Schwierigkeiten geraten könnten.« Auch wegen des Impfprogramms stehe Großbritannien zwar gut da. Aber: »Wir sind noch nicht aus dem Gröbsten raus«, sagte Whitty bei einem Webinar des Londoner Science Museum am Donnerstagabend.

In Ungarn soll ab August dritte Impfung verabreicht werden

8.50 Uhr: Ungarn bietet ab 1. August eine dritte Impfung an. Die Ärztinnen und Ärzte würden entscheiden, welches Mittel verabreicht werde, sagt Ministerpräsident Viktor Orbán im staatlichen Hörfunk. Die dritte Dosis solle mindestens vier Monate nach der zweiten gespritzt werden, es sei denn, die Ärzte rieten zu einem anderen Zeitpunkt. Zudem sollen alle Beschäftigten im Gesundheitswesen zur Impfung verpflichtet werden. Mehr als 5,5 Millionen der rund zehn Millionen Menschen in Ungarn sind bereits geimpft. Es ist das einzige Land in der EU, in dem in großem Umfang auch russische und chinesische Vakzinen bereits vor einer Genehmigung durch die EU verabreicht wurden. Außerdem werden die Mittel von Biontech/Pfizer, AstraZeneca und Moderna eingesetzt.

Geburtenziffer auch im Jahr 2020 rückläufig

8.36 Uhr: Das Coronajahr 2020 hat den Trend zu rückläufigen Geburtenziffern in Deutschland nicht gebrochen. Es wurden mit 773.144 Neugeborenen rund 5000 Babys weniger geboren als 2019, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilt. Die zusammengefasste Geburtenziffer war mit 1,53 Kindern je Frau somit geringfügig niedriger als im Vorjahr mit damals 1,54. Sie sank bereits das vierte Jahr in Folge.

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Die Geburtenziffer in Westdeutschland lag 2020 bei 1,55 Kindern je Frau. In Ostdeutschland (ohne Berlin) betrug sie 1,54 und war damit zum ersten Mal seit 2008 niedriger als im Westen. Bei den Frauen mit ausländischer Staatsangehörigkeit sank sie in Deutschland von 2,06 auf 2,00 Kinder je Frau.

Ein Viertel der Deutschen würde Urlaub im Risikogebiet machen

Mallorca-Strand im zweiten Coronasommer

Mallorca-Strand im zweiten Coronasommer

Foto: Chris Emil Janssen / imago images/Chris Emil Janßen

7.15 Uhr: 122 Länder gelten derzeit als Corona-Risikogebiete. Viele wollen sich davon nicht abschrecken lassen: Während Politiker Ungeimpfte vor Reisen warnen, planen Tausende Ferien in Ländern wie Spanien, Portugal oder der Türkei.

Die Bundesregierung führt derzeit 122 Länder ganz oder teilweise in einer drei Risikokategorien. Unter den einfachen Risikogebieten sind Urlaubsregionen wie Spanien und die Türkei. Portugal und Zypern sind sogar als Hochinzidenzgebiete mit besonders hohen Infektionszahlen eingestuft. Rückkehrer aus diesen beiden Ländern, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind, müssen für fünf bis zehn Tage in Quarantäne.

DOSB-Virologin: Olympisches Dorf sicherer als Studierendenwohnheim

6.08 Uhr: Die Virologin des Deutschen Olympischen Sportbundes erwartet, dass die Ängste und Befürchtungen vor den Coronagefahren vor den Sommerspielen in Tokio unbegründet sind. Die Wissenschaftlerin Bärbel Gärtner ist zuversichtlich, dass das Sportgroßereignis ohne schwere Folgen über die Bühne gehen wird. »Ja. Davon gehe ich absolut aus«, sagte sie im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Überzeugt ist sie auch, dass die deutschen Olympia-Athleten gut vorbereitet an den Start gehen, die Spiele trotz Coronagefahren gesundheitlich gut überstehen. »Man hat alles getan, was man konnte. Dafür sind wir als Deutsche bekannt, in diesen Dingen sehr gründlich zu sein«, meinte Gärtner. Mehr als 90 Prozent der 438 nominierten Sportler des DOSB reisen nach ihren Angaben geimpft nach Japan.

Slowakei spendet 10.000 Dosen Impfstoff an Taiwan

4.35 Uhr: Die Slowakei spendet 10.000 Dosen Impfstoff an Taiwan. Das mitteleuropäische Land unterstützt damit Taiwan als Dankeschön für Hilfe, die Taiwan im vergangenen Jahr geleistet hatte. Unter dem Motto »Taiwan kann helfen, Taiwan hilft« hatte die Insel seit Beginn der Pandemie Millionen von Gesichtsmasken an die ganze Welt gespendet, darunter nicht nur die Slowakei und weitere europäische Länder, sondern auch USA und Asien.

Inzidenz steigt auf 8,6 – 1456 Neuinfektionen

04.20 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 1456 neue Positiv-Tests. Das sind 507 mehr als am Freitag vor einer Woche, als 949 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter auf 8,6 von 8,0 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 18 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden auf 91.337. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 3,74 Millionen Coronatests positiv aus.

Biden verspricht Überprüfung US-Einreisebeschränkung für Europäer

0.05 Uhr: US-Präsident Joe Biden hat zugesagt, dass seine Regierung die bestehenden Corona-Einreisebeschränkungen für Europäer aus dem Schengen-Raum überprüfen wird. Er rechne mit einer Antwort der Covid-Experten in den kommenden Tagen, sagt Biden. Bundeskanzlerin Angela Merkel sagt, sie habe das Thema in den gemeinsamen Gesprächen angesprochen. »Ich vertraue auf das amerikanische Covid-Team«, fügt sie hinzu. Seit Tagen laufen Wirtschaft und Politik in Deutschland Sturm gegen die US-Einreisebeschränkungen. US-Amerikaner dürfen bereits wieder in den Schengen-Raum einreisen.

mkl/mjm/fek/sol/AFP/dpa/Reuters
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