Corona-News am Freitag In Österreich tritt allgemeine Impfpflicht in Kraft

Die Vorschrift gilt für alle Menschen mit Wohnsitz in Österreich ab 18 Jahren – bei Verstoß droht eine Strafe von bis zu 3600 Euro. Und: Apotheken in Deutschland wollen kommende Woche mit Impfungen starten. Der Überblick am 4. Februar.
Impfbus in Wien

Impfbus in Wien

Foto: DANIEL NOVOTNY / EPA

Das war das Corona-Update am Freitag.

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+++ In Österreich tritt allgemeine Impfpflicht in Kraft +++

20.16 Uhr: In Österreich tritt am Samstag die allgemeine Corona-Impfpflicht in Kraft. Die Alpenrepublik ist EU-weit das erste Land mit einer derartigen Maßnahme im Kampf gegen die Pandemie. Die Impfpflicht, gegen die es im Vorfeld viele Demonstrationen gab, gilt für alle Menschen ab 18 Jahren mit Wohnsitz in Österreich. Wer dagegen verstößt, soll Strafen von 600 bis 3600 Euro zahlen müssen.

Ausnahmen sind laut Gesetz für Schwangere und diejenigen vorgesehen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können. Auch Genesene sind für 180 Tage von der Impfpflicht befreit. Zudem gibt es eine »Schonfrist« für alle: Kontrolliert werden soll die Einhaltung der Impfpflicht erst ab Mitte März.

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Mehr als 900.000 Corona-Tote in den USA

23.15 Uhr: Seit Beginn der Pandemie sind in den USA mehr als 900.000 Menschen im Zusammenhang mit einer Coronainfektion gestorben. Das ging am Freitag aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore hervor. Die Schwelle von 800.000 Toten war erst Mitte Dezember überschritten worden.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig aktualisiert und zeigt meist einen etwas höheren Stand als die offiziellen Zahlen. In Einzelfällen wurden die Zahlen aber auch wieder nach unten korrigiert. Der US-Gesundheitsbehörde CDC zufolge waren bis Donnerstag gut 892.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Kein Land hat mehr Corona-Tote registriert als die Vereinigten Staaten, in denen rund 330 Millionen Menschen leben.

Die Omikron-Welle traf die USA im Dezember mit voller Wucht. Die Fallzahlen schnellten Mitte Dezember in die Höhe und brachen Rekorde. Allerdings stieg die Zahl der Krankenhauseinweisungen und Todesfälle nicht im gleichen Maße an. Zuletzt ging die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA deutlich zurück. Im Durchschnitt der vergangenen Tage starben aber immer noch rund 2400 Menschen täglich im Zusammenhang mit Corona. Nur im vergangenen Winter war dieser Wert noch höher.

Mehrere hundert Apotheken wollen kommende Woche mit Impfungen starten

17.00 Uhr: Die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände rechnet damit, dass in der kommenden Woche bundesweit mehrere hundert Apotheken mit den Impfungen starten werden. »Wir gehen davon aus, dass die Zahl der impfenden Apotheken sukzessive aufwächst. Eine vierstellige Zahl hat bereits bei ihrer jeweiligen Landesapothekerkammer gemeldet, dass sie die personellen, räumlichen und versicherungstechnischen Voraussetzungen zum Impfen erfüllen«, sagte Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der Bundesvereinigung. In ganz Deutschland gibt es rund 18.500 Apotheken.

Insgesamt hätten mittlerweile gut 6000 Apothekerinnen und Apotheker die notwendige Schulung absolviert. Voraussetzungen für die Impfungen sind eine mehrstündige theoretische und praktische Ausbildung durch einen Arzt und ein abgetrennter Behandlungsraum in der Apotheke. Möglich sind dabei sowohl Erst- und Zweit- als auch Booster-Impfungen. Das Angebot ist freiwillig und als Ergänzung zu den Impfangeboten in Arztpraxen und Impfzentren gedacht.

Diakonie-Präsident kritisiert Umsetzung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht

16.34 Uhr: Der Diakonie-Präsident Ulrich Lilie wirft Bund und Ländern mangelnde Professionalität bei der Einführung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht Mitte März vor. »Die Politik hat dieses Gesetz so schlecht vorbereitet, dass die Unsicherheiten in den Häusern massiv sind«, sagt Lilie der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«. In vielen Bundesländern sei nicht klar, welche Einrichtungen unter die Impfpflicht fielen und wie die Vorgesetzten mit ungeimpften Mitarbeitern umgehen sollten. Grundsätzlich unterstütze er die Impfpflicht in Krankenhäusern und Pflegeheimen. Von den 600.000 Beschäftigten der Diakonie seien zehn bis 15 Prozent bislang nicht geimpft.

Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Ärztin – wegen 4374 unrechtmäßiger Maskenatteste

14.55 Uhr: Die Staatsanwaltschaft Mannheim hat gegen eine Ärztin Anklage wegen unrechtmäßig ausgestellter Maskenatteste erhoben. Die Medizinerin aus Weinheim soll in 4374 Fällen Atteste erteilt haben, die vom Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung befreien, ohne die Patienten zu untersuchen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Einer Angestellten der Ärztin wird Beihilfe zum Ausstellen unrichtiger Gesundheitszeugnisse vorgeworfen.

Die Ärztin soll laut Anklage im Frühjahr 2020 den Entschluss gefasst haben, all jenen, die von der pandemiebedingten Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung befreit werden wollten, ein entsprechendes Attest zu geben. Darin wurden ihnen jeweils bescheinigt, dass das Tragen einer Maske unzumutbar sei.

Eine medizinische Untersuchung der Patienten habe es nicht gegeben. Auch seien der Gesundheitszustand der betreffenden Menschen nicht erfragt oder Angaben nicht überprüft worden. Für die Atteste soll die Ärztin jeweils fünf bis acht Euro gefordert haben. Insgesamt soll die Medizinerin dadurch zwischen Anfang Mai 2020 und Ende Januar 2021 rund 28.410 Euro kassiert haben.

Berliner Klubs könnten noch im März öffnen

14.19 Uhr: Entsprechende Lockerungen vorausgesetzt könnte eine große Zahl der aktuell geschlossenen Klubs der Berliner Nachtszene noch im März wieder öffnen. Bei einer am Freitag veröffentlichten Befragung der Clubcommission gaben die Klubs an, ihren Betrieb innerhalb von zwei bis drei Wochen wieder aufnehmen zu können.

Rund 80 Prozent der Befragten haben ihren Betrieb aktuell eingestellt. Die verbliebenen Klubs öffnen noch etwa für Kulturveranstaltungen oder Barbetrieb. Tanzen ist nach den aktuell geltenden Corona-Bestimmungen verboten.

Sorgen macht den Klubs nicht nur eine möglicherweise erneute Schließung, sondern auch Personalmangel oder finanzielle Probleme aufgrund der Beschränkungen. Bei Öffnungen wären die Klubs zu einem großen Teil neben Zutritt nur für Geimpfte und Genesene auch etwa zu verpflichtenden Tests bereit. Eine Öffnung mit Maskenpflicht und Abstandsregeln komme nicht in Frage, hieß es.

Vater darf gemeinsame Kinder gegen den Willen seiner Ex-Frau impfen lassen

13.47 Uhr: Bei gravierenden Meinungsverschiedenheiten über eine Corona-Impfung von Kindern kann die Entscheidung durch einen richterlichen Beschluss auf den Elternteil übertragen werden, der sich an die Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) hält.

Das entschied ein Familiengericht in Bad Iburg in Niedersachsen unter Verweis auf die etablierte entsprechende Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) in dieser Frage. Dabei muss aber auch der Kindeswille beachtet werden.

Lesen Sie hier die komplette Meldung.

Verwaltungsgericht hält Verkürzung von Genesenenstatus für verfassungswidrig

13.42 Uhr: Das Verwaltungsgericht Osnabrück hält die Verkürzung des Corona-Genesenenstatus auf 90 Tage für verfassungswidrig. Darum verpflichtete es den Landkreis am Freitag im Eilverfahren dazu, einem Kläger einen Nachweis für sechs Monate auszustellen. Statt der seit Mitte Januar gültigen Verordnung solle der Landkreis in dem Fall die Fassung vom Mai vergangenen Jahres anwenden, erklärte das Gericht.

Es betonte aber, dass die Entscheidung nur für den Kläger gelte. Das Verwaltungsgericht dürfe nicht selbst entscheiden, dass die Norm grundsätzlich nicht angewandt werden müsse. Andere Genesene, die ihren verkürzten Nachweis nicht akzeptieren wollten, müssten darum selbst vor Gericht ziehen.

Zur Entscheidung in dem Einzelfall erklärte das Osnabrücker Gericht, dass der Ausschluss Einzelner vom öffentlichen Leben eine »hohe Grundrechtsrelevanz« habe. Mit Blick auf die Bedeutung des Genesenenstatus für Betroffene verstoße es gegen Verfassungsrecht, dass die Dauer in der Verordnung durch Verweis auf die durch das Robert-Koch-Institut (RKI) veröffentlichten Vorgaben beschränkt werde.

Der Verweis auf eine sich ständig ändernde RKI-Internetseite sei intransparent und zudem unbestimmt. Zudem habe das RKI nicht genügend wissenschaftlich aufgearbeitet, ob belegt sei, dass nach 90 Tagen der Schutz Genesener vor einer Infektion ende. Der Beschluss ist nicht rechtskräftig und kann innerhalb von zwei Wochen noch vor dem Oberverwaltungsgericht in Lüneburg angefochten werden.

Reisezahlen am Flughafen BER legen zu – Nachfrage bleibt aber verhalten

13.36 Uhr: Am Hauptstadtflughafen BER bleibt die Nachfrage zu Beginn des neuen Jahres verhalten - im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Passagierzahlen aber deutlich erhöht. Rund 786.000 Fluggäste starteten und landeten in Schönefeld im Januar, wie die Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg (FBB) am Freitag mitteilte. Das waren demnach etwa 300.000 Passagiere weniger als im Dezember. Im Vergleich zum Januar 2021 habe sich die Nachfrage damit aber mehr als verdreifacht.

»Unser Flugbetrieb ist durch Corona weiterhin massiv eingeschränkt«, teilte Flughafenchefin Aletta von Massenbach mit. »Allerdings lässt sich gegenüber Januar 2021 feststellen, dass das Jahr deutlich besser anläuft als im ersten Corona-Winter.«

Eine Corona-Teststation am BER im März 2021

Eine Corona-Teststation am BER im März 2021

Foto: FILIP SINGER / EPA

Von den Vorkrisen-Zeiten bleiben die Zahlen aber noch weit entfernt. Im Januar 2020, als die Coronakrise in Deutschland noch ein Randthema war, reisten laut FBB rund 2,25 Millionen Passagiere über die damaligen Flughäfen Schönefeld und Tegel.

Drosten empört wegen Vertuschungs-Vorwürfen zum Corona-Ursprung

13.24 Uhr: Der Virologe Christian Drosten hat sich empört über die Äußerungen des Hamburger Forschers Roland Wiesendanger im Magazin »Cicero« gezeigt, in denen dieser Drosten und weitere Virologen der gezielten Täuschung zum Ursprung der Coronapandemie bezichtigt. »Cicero bietet einem Extremcharakter die Bühne und provoziert persönliche Angriffe gegen mich durch suggestive Fragen«, kritisierte Drosten am Donnerstagabend via Twitter. Belastbaren Tatsachenbehauptungen werde ausgewichen, so der Wissenschaftler von der Berliner Charité. »Das ist kein Interview, sondern ein Vorkommnis.«

Zuvor war neben dem Interview mit dem Nanowissenschaftler Wiesendanger im »Cicero« auch eines mit ihm in der »Neuen Zürcher Zeitung« (NZZ) erschienen. In beiden führte der Forscher in mehreren Punkten seine Theorie aus, Sars-CoV-2 stamme aus einem Labor in Wuhan. Führenden internationalen Virologen wie Drosten, die von einem Ursprung des Virus aus dem Tierreich ausgehen, warf er bewusste Irreführung und Vertuschung vor.

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Eine Expertengruppe der Weltgesundheitsorganisation (WHO) war in einem Bericht zur Herkunft des Coronavirus zu dem Schluss gekommen, die Theorie, das Virus könne mit einem Labor-Vorfall zu tun haben und sei somit künstlichen Ursprungs, sei »extrem unwahrscheinlich«.

Wiesendanger, der an der Universität Hamburg arbeitet, vertritt schon länger eine gegensätzliche Position. Vor rund einem Jahr sorgte er mit einer Untersuchung für Schlagzeilen, in der er zum Ergebnis kam, dass sowohl Zahl als auch Qualität der Indizien für einen Labor-Unfall am virologischen Institut der Stadt Wuhan als Ursache der Pandemie sprächen. In der Kritik stand nicht zuletzt die Methodik der Arbeit - als Quellen nutzte er beispielsweise auch Youtube-Videos.

WHO: Empfohlener Antikörper-Cocktail zeigt keine Wirkung bei Omikron

13.18 Uhr: Ein von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bislang empfohlener Antikörper-Cocktail hilft nach neuen Studien nicht bei Corona-Patienten, die mit der Omikron-Variante infiziert sind. Es handelt sich dabei um die Kombination von und Imdevimab. »Es sieht danach aus, dass dieser Antikörpercocktail mangelnde Wirksamkeit gegen Omikron zeigt«, sagte Janet Diaz, WHO-Expertin für die Behandlung von Covid-19, am Freitag in Genf. Die Richtlinien der WHO über den Einsatz würden im Laufe des Februars entsprechend angepasst.

Die WHO hatte die Präparate für zwei Patienten-Kategorien empfohlen: Solche, die infiziert und noch nicht schwer krank sind, aber ein hohes Risiko haben, ins Krankenhaus zu müssen - etwa Ältere, Vorerkrankte und Ungeimpfte. Ebenfalls empfohlen wurden die Präparate für schwer kranke Covid-19-Patienten, die keine Antikörper gegen das Coronavirus entwickelt haben.

Zwei andere Mittel, die die WHO erst im Januar für die Behandlung von Covid-19-Patienten empfohlen hatte, seien nach bisherigen Erkenntnissen weiter wirksam, sagte Diaz. Dabei handelt es sich um den Wirkstoff Baricitinib, der ursprünglich zur Behandlung von rheumatoider Arthritis entwickelt worden war, und Sotrovimab, ein eigens für Covid-19-Patienten entwickelter monoklonaler Antikörper.

Von Einsatz zweier anderer Mittel, Ruxolitinib and Tofacitinib, riet die WHO schon vorher ab. Kleine Studien hätten bislang keinen Nutzen gezeigt, und bei Tofacitinib könnten sich womöglich schwere Nebenwirkungen entwickeln, hieß es von der WHO im Januar.

Griechenland schafft Testpflicht für Geimpfte bei Einreise wieder ab

13.13 Uhr: Griechenland verlangt bei der Einreise ab dem kommenden Montag (7. Februar) von Geimpften keinen negativen PCR- oder Schnelltest mehr. Künftig reiche wieder die EU-Impfbescheinigung, teilte der griechische Gesundheitsminister Thanos Plevris am Freitag im staatlichem Fernsehen mit. Ungeimpfte benötigen allerdings bei der Einreise weiterhin einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf, oder einen maximal 24 Stunden alten negativen Antigen-Schnelltest.

Griechenland hatte die zusätzliche Testpflicht für geimpfte Einreisende im vergangenen Dezember eingeführt, um die Ausbreitung der Corona-Infektionen einzudämmen. Dieser Alleingang Athens wurde damals von anderen EU-Staaten kritisiert.

Priorisierung von PCR-Tests rückt näher

11.58 Uhr: Bund und Länder kommen einer Einigung über die geplante Priorisierung von PCR-Tests näher. Entsprechende Änderungen der Corona-Testverordnung sind in den letzten Abstimmungen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Freitag erfuhr. Ein Entwurf, der vom Bundesgesundheitsministerium an Länder und Verbände verschickt wurde, sieht wie geplant vor, dass Labore künftig vorrangig Proben von Risikogruppen, Beschäftigten in Kliniken, Praxen, in der Pflege und in Einrichtungen und Diensten der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung untersuchen sollen.

Wer zu einer Risikogruppe oder zu den genannten Beschäftigtengruppen gehört, wird das voraussichtlich mit einem ärztlichen Attest beziehungsweise einer Mitarbeiterbescheinigung nachweisen müssen. Beim Test soll das dann entsprechend vermerkt werden, so dass das Labor die Probe bevorzugt untersucht. Andere Personengruppen wären damit zwar nicht von PCR-Tests ausgeschlossen, es könnte aber sein, dass sie durch die Priorisierung länger auf ihr Ergebnis warten müssen.

Entfallen soll für die große Masse zumindest vorübergehend der Anspruch auf einen PCR-Bestätigungstest nach einem positiven Corona-Schnelltest. »Eine regelhafte bestätigende PCR-Testung« werde »zunächst ausgesetzt«, heißt es in dem Entwurf. Nach der momentan noch gültigen Verordnung besteht dieser Anspruch nach einem positiven Selbst- oder Schnelltest an einer Teststation. Er soll den Plänen zufolge aber jederzeit wieder in Kraft gesetzt werden können, wenn das Gesundheitsministerium auf seiner Internetseite dafür eine Empfehlung ausspricht.

Nicht geregelt wird in der Verordnung das Thema Genesenennachweis, für den bisher ein positiver PCR-Test nötig ist. In einem dem Entwurf beigefügten Anschreiben heißt es, der Bund strebe bei dem Thema eine zeitnahe Einigung mit den Ländern an.

Wegen der hohen Infektionszahlen und begrenzter Laborkapazitäten hatten sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und die Gesundheitsminister der Bundesländer im Januar für eine Priorisierung bei PCR-Tests ausgesprochen. Bund und Länder hatten bei ihrem letzten Corona-Krisengespräch am 24. Januar eine entsprechende Überarbeitung der Testverordnung durch das Gesundheitsministerium vereinbart.

Medienbericht: Ungarns Tennis-Teamarzt stellte fiktive Coronatests aus

10.53 Uhr: Der Mannschaftsarzt des Ungarischen Tennisverbands (MTSZ) soll während der Coronapandemie reihenweise falsche Bescheinigungen über negative PCR-Tests ausgestellt haben. Damit habe er Auslandsreisen von Tennisspielern, für das Davis-Cup-Team und Jugendmannschaften erleichtert, berichtete die Budapester Tageszeitung »Népszava«.

Der Tennisverband kündigte an, die Vorfälle zu untersuchen. Im Falle ihrer Bestätigung würden disziplinarrechtliche Schritte ergriffen und gegebenenfalls Strafanzeigen gegen die Verantwortlichen gestellt, hieß es in der Stellungnahme. Die Budapester Semmelweis- Medizinuniversität beendete das Arbeitsverhältnis des bei ihr hauptberuflich tätigen Arztes. Sie entzog ihm außerdem die Erlaubnis, den Tennisverband zu betreuen.

Der Arzt hatte die falschen Testergebnisse im Namen der Semmelweis-Universität ausgestellt, ohne die betroffenen Sportler auf das Coronavirus untersucht zu haben. »Népszava« geht davon aus, dass der Skandal bis in die Spitze des Tennisverbands hineinreicht.

Dem Blatt liegt die E-Mail eines Funktionärs vor, der an Eltern gerichtet war, deren Kinder bei einem Wettkampf in Österreich antreten sollten. Darin steht: »Für die Einreise nach Österreich brauchen die Kinder einen PCR-Test. Das können wir jetzt so lösen, dass ihr mir die folgenden Daten schickt und unser Arzt den Befund ausstellt; den Test ersparen sich die Kinder.«

Spanien hebt Maskenpflicht im Freien auf

10.49 Uhr: Menschen in Spanien müssen ab kommender Woche keine Corona-Schutzmasken mehr im Freien tragen. Dies sagte am Freitag Gesundheitsministerin Carolina Darias in einem Rundfunkinterview. Die Lockerung solle ab kommenden Dienstag gelten.

Spanien hatte die Maskenpflicht Ende Dezember auch im Freien wieder angeordnet. Damit sollte die bereits sechste Coronawelle im Land eingedämmt werden, die von der hochansteckenden Omikron-Variante getrieben wurde.

Inzwischen habe sich die Lage aber wieder gebessert, sagte Darias und verwies auf die aktuell günstige Krankenhausbelegung und Infektionsraten. In Spanien sind zudem mehr als 90 Prozent der Menschen über zwölf Jahren geimpft.

Stiftung Patientenschutz verlangt vom Bund Finanzierung des Coronabonus

10.40 Uhr: Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat die Bundesregierung aufgefordert, selbst das Geld für den geplanten Coronabonus für Pflegekräfte aufzubringen. »Der Staat verzichtet allein auf Steuereinnahmen bei den Prämien«, sagte Vorstand Eugen Brysch der Nachrichtenagentur AFP. Die Boni-Zahlungen müssten aber von den Arbeitgebern aufgebracht werden. Doch viele Krankenhäuser, Pflegeheime und ambulante Dienste seien dazu nicht in der Lage.

»Schließlich schreiben die Hälfte der Kliniken und immerhin ein Viertel der Pflegeeinrichtungen rote Zahlen«, sagte Brysch. Zwar bezeuge die Ampel im Koalitionsvertrag den Pflegekräften eine herausragende Leistung in der Pandemie. Doch Rot-Gelb-Grün sei nicht bereit, die Coronaprämien selbst aufzubringen. »So nimmt die Regierung in Kauf, dass viele Beschäftigte leer ausgehen.«

Die Koalition müsse den Pflegebonus jetzt aus Haushaltsmitteln garantieren. »Alles andere führt im Gesundheitswesen sonst zum Fiasko.« Anders als jetzt habe die Vorgängerregierung 2020 dafür gesorgt, dass die Corona-Boni in der Altenpflege zum größten Teil von der Pflegeversicherung getragen wurden. Für die Krankenhäuser zahlten zum Teil die Krankenkassen.

Der am Donnerstag bekannt gewordene Gesetzentwurf von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) für weitere Steuererleichterungen sieht vor, dass Coronaprämien bis zu einer Höhe von 3000 Euro steuerfrei gestellt werden.

KBV-Chef fordert »Freedom-Plan« zu Coronamaßnahmen

10.37 Uhr: Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, hat in der Debatte um Corona-Schutzmaßnahmen einen Öffnungsplan für Deutschland verlangt. »Was wird jetzt brauchen, ist ein Freedom Plan – ein Plan, wie wir schrittweise und an Parametern orientiert lockern«, sagte Gassen der Düsseldorfer »Rheinischen Post«. »Diesen Freedom Plan zu formulieren, ist nun wichtigste Aufgabe der Politik.«

Deutschland müsse lernen, mit Corona zu leben, sagte Gassen weiter. »Manche meinen, die Pandemie sei erst vorbei, wenn keiner mehr an Corona stirbt. Das ist ein Irrtum: Corona wird wohl dauerhaft Teil des Krankheitsgeschehens bleiben.« Bei der Influenza gebe es auch stets neue Varianten, in manchen Jahren Zehntausende Tote. »Das müssen wir auch bei Corona akzeptieren und zugleich weiter Impfungen für Risikogruppen anbieten«, sagte Gassen weiter.

Konkret kann sich der KBV-Chef eine Öffnung der Stadien vorstellen: »Fußball findet vor allem draußen statt, hier wird man bald wieder zunehmend vollere Stadien zulassen können.« Auch im Handel hält Gassen Lockerungen rasch für möglich: »2G im Handel brauchen wir bald auch nicht mehr, da stimme ich unserem Finanzminister Lindner zu.«

Angesichts der überwiegend milden Verläufe bei den Erkrankungen mit der Omikron-Variante und Lockerungen in anderen Ländern werden die Forderungen nach baldigen Erleichterungen auch hierzulande lauter. Die Bundesregierung hat es aber abgelehnt, bereits jetzt einen Öffnungsplan zu erstellen.

Mehr als 168.000 Neuinfektionen in Russland

10.26 Uhr: Mit der Ausbreitung der Omikron-Variante steigen auch die Neuinfektionen in Russland kräftig an. Am Freitag meldeten die Behörden demnach 168.201 Neuinfektionen. Das ist ein neuer Höchststand. Einen Tag zuvor waren es 155.768 Neuinfektionen gewesen.

Die Coronavirus-Task Force der Regierung meldete außerdem 682 Todesfälle in den letzten 24 Stunden.

Über 500.000 Coronatote in Indien

10.08 Uhr: In Indien überschreitet die Zahl Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus die Schwelle von 500.000. Experten gehen aber davon aus, dass es weit mehr als die registrierten 500.055 Toten sind. Als Grund für eine deutlich höhere Dunkelziffer nennen sie nicht registrierte Fälle auf dem Land und unkorrekte Erhebungen.

Binnen 24 Stunden wurden den Gesundheitsbehörden 1072 Todesfälle gemeldet. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionsfälle stieg binnen 24 Stunden um 149.394 auf 41,95 Millionen. Weltweit weist Indien den vierthöchsten Wert bei den Todeszahlen und den zweithöchsten bei den Infektionszahlen auf.

Trudeau lehnt Militäreinsatz gegen demonstrierende Lkw-Fahrer ab

7.15 Uhr: Der kanadische Premierminister Justin Trudeau hat Vorschläge zum Einsatz des Militärs gegen die andauernden Coronaproteste in der Hauptstadt Ottawa zurückgewiesen. »Das steht im Moment nicht zur Debatte«, sagte er. Regierungen müssten »sehr, sehr vorsichtig sein, bevor sie das Militär in Situationen einsetzen, die gegen Kanadier gerichtet sind«. Zuvor hatte der Polizeichef der Stadt einen Militäreinsatz gegen die Demonstranten ins Spiel gebracht.

Seit Samstag blockieren Lkw-Fahrer mit ihren Gefährten die Innenstadt Ottawas. Sie protestieren gegen die verpflichtende Coronaimpfung für Reisen zwischen Kanada und den USA. Von 15.000 am Wochenende war die Zahl der Demonstranten bis Mitte der Woche auf einige Hundert geschrumpft, doch die Blockaden bestehen weiterhin. Sie wollen bleiben, bis alle Coronabeschränkungen aufgehoben wurden.

Krebshilfe erwartet ab Ende des Jahres erhöhte Sterblichkeit

3.40 Uhr: Weil die Zahl der Krebsbehandlungen und Operationen in der Coronapandemie gesunken ist, erwartet die Deutsche Krebshilfe zum nächsten Jahreswechsel eine erhöhte Krebssterblichkeit. Der Vorstandsvorsitzende Gerd Nettekoven, sagte der »Neuen Osnabrücker Zeitung«: »Patienten mit Krebs stehen in der Pandemie oft hintan. Wenn sich die Versorgung verschlechtert oder auch Diagnosen zu spät gestellt werden, schlägt sich das auch bei vielen Krebspatienten nieder, allerdings erst mit Verzögerung.«

Nettekoven geht davon aus, »dass sich die Folgen der Pandemie für die Krebssterblichkeit ab Ende 2022 oder Anfang 2023 in den Todesstatistiken zeigen werden«.

Das Statistische Bundesamt hatte zuvor berichtet, die Zahl der stationären Krebsbehandlungen habe sich im ersten Coronajahr 2020 um sechs Prozent auf 1,45 Millionen verringert. Zugleich gab es fünf Prozent weniger Krebsoperationen, wie die Statistiker anlässlich des Weltkrebstages an diesem Freitag mitteilten.

Laut Nettekoven war auch die Krebsfrüherkennung insbesondere zu Beginn der Pandemie stark betroffen. »Beispielsweise wurde das Mammografie-Screening zur Früherkennung von Brustkrebs im April 2020 kurzzeitig gänzlich ausgesetzt, um Kontakte zu vermeiden.«

Auch im weiteren Verlauf der Pandemie sind Untersuchungen zur Früherkennung von Krebs nach Einschätzung von Nettekoven nur zurückhaltend wahrgenommen worden, aus Angst, sich in Kliniken oder Praxen mit dem Coronavirus anzustecken. »Auch wollen viele Menschen das stark angespannte Gesundheitssystem nicht noch zusätzlich belasten und meiden deswegen den Klinik- oder Arztbesuch.«

Eiskunstläufer Seegert hofft nach positivem Coronatest auf Paarlauf

Nolan Seegert und Minerva Hase

Nolan Seegert und Minerva Hase

Foto: Sergei Bobylev / imago images/ITAR-TASS

03.17 Uhr: Der deutsche Eiskunstläufer Nolan Seegert hat nach seinem positiven Coronatest die Hoffnung auf einen Einsatz im Paarlauf bekräftigt. »Ich wünsche unserer Mannschaft für den anstehenden Team-Wettbewerb nur das Beste«, schrieb der 29 Jahre alte Berliner am Freitag in den sozialen Netzwerken. Er werde alles dafür tun, mit seiner sportlichen Partnerin Minerva Hase wie geplant am 18. und 19. Februar im Paarlauf-Wettbewerb antreten zu können. Den Start im Teamwettbewerb am (heutigen) Freitag vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Peking verpassten Hase/Seegert.

Auch die 22 Jahre alte Berlinerin schrieb, es bleibe ihr Ziel, Deutschland bei Olympia zu vertreten. Seegert war als erster deutscher Athlet in Peking positiv auf das Coronavirus getestet worden und befindet sich in einem Isolations-Hotel. Nach zwei negativen PCR-Tests im Abstand von mindestens 24 Stunden können die Betroffenen dieses vor Ablauf von zehn Tagen wieder verlassen. Nach der Frist ist nur noch ein negativer PCR-Test nötig. Sollte Seegert diese Voraussetzungen erfüllen, könnte er im Paarlaufen antreten.

Arbeitgeberpräsident fordert bundesweite Aufhebung der 2G-Regel im Einzelhandel

03.00 Uhr: Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger fordert eine bundesweite Aufhebung der 2G-Regel im Einzelhandel. »Es ist ungerecht, wenn der eine Einzelhändler die 2G-Regel kontrollieren muss und der andere nicht, wenn der eine Händler wegen 2G Umsatz verliert und der andere nicht«, sagt Dulger der »Rheinischen Post«. »Deshalb plädieren wir für eine bundesweit einheitliche Aufhebung.« In einigen Bundesländern hätten die Gerichte wegen der Ungleichbehandlung schon reagiert und die 2G-Regel im Einzelhandel gekippt.

Esken: Müssen über zusätzliche Coronahilfen für Schüler nachdenken

Schülerinnen und Schüler während der Pandemie (Symbolbild)

Schülerinnen und Schüler während der Pandemie (Symbolbild)

Foto: Matthias Balk / picture alliance/dpa

02.46 Uhr: SPD-Chefin Saskia Esken hat zusätzliche Coronahilfen für Schülerinnen und Schüler ins Spiel gebracht. Das Aufholpaket von Bund und Ländern unterstütze zwar besondere Maßnahmen, um Bildungsrückstände aufzuholen. »Weil die Coronapandemie aber länger andauert und tiefere Spuren hinterlässt als gedacht, müssen wir darüber nachdenken, ob die überwiegend auf 2021/2022 befristeten Maßnahmen ausreichen«, sagte Esken dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. »Durch die Coronabeschränkungen, aber auch durch Leistungsdruck und Zukunftsängste hat sich gerade bei jungen Menschen eine psychisch-mentale Belastung aufgebaut, die nicht ohne Antwort bleiben darf.«

In einem offenen Brief von Schülervertretern, der im Netz unter dem Hashtag #WirWerdenlaut geteilt wird, werfen die Schülerinnen und Schüler der Politik derzeit vor, sie im Stich zu lassen. Sie fordern unter anderem Luftfilter in allen Schulen, kleinere Lerngruppen und PCR-Pooltests. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) wertet die Initiative als Warnsignal an die politisch Verantwortlichen.

»Es entsteht der Eindruck, dass Politik die Pandemie an den Schulen durchlaufen lässt – und damit die Gesundheit der Lehrkräfte, der Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern gefährdet«, sagte GEW-Chefin Maike Finnern.

Intensivmediziner kritisieren Lockerungspläne

02.15 Uhr: Intensivmediziner warnen bei vorschnellen Lockerungen vor einer »Achterbahnfahrt« der Infektionszahlen. »Lockerungen der Coronamaßnahmen, wie sie jetzt einige Bundesländer angekündigt haben, kommen zu früh«, sagt der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Gernot Marx, der Funke Mediengruppe. Die aktuellen Maßnahmen hätten dazu geführt, dass sich die Omikron-Welle in Deutschland langsamer und nicht so steil entwickele wie in anderen Ländern. Diesen Erfolg dürfe man nicht aufs Spiel setzen.

KBV-Chef sieht keinen unmittelbaren Bedarf für zweite Auffrischungsimpfung für alle

01.55 Uhr: Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, sieht nach der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zu einer zweiten Booster-Impfung für besonders Corona-gefährdete Menschen keinen unmittelbaren Bedarf für eine Auffrischungsimpfung für alle. Normalbürger seien nach drei Impfungen »wahrscheinlich lange sehr gut gegen schweren Verlauf und Tod geschützt«, sagte Gassen der »Bild«.

Für besonders gefährdete Gruppen sei es hingegen »durchaus denkbar«, dass es »möglicherweise perspektivisch Empfehlungen für wiederkehrende Auffrischimpfungen geben könnte«. Dafür bräuchte es jedoch weitere Daten.

Indessen ist die neue Stiko-Empfehlung seiner Ansicht nach ein Argument gegen eine allgemeine Impfpflicht. »Nachhaltiger Infektionsschutz, Herdenimmunität oder gar Viruseradikation, die aus epidemiologischer Sicht für eine Impfpflicht sprechen würden, sind offensichtlich mit den zur Verfügung stehenden Impfstoffen nicht erzielbar«, sagte Gassen der »Bild« weiter.

RKI: 320.000 Arztbesuche wegen Covid-19 in einer Woche

01.46 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) schätzt die Zahl der Arztbesuche in Deutschland wegen Corona in der vergangenen Woche auf etwa 320.000. Die Werte der vierten Welle würden in fast allen Altersgruppen bereits deutlich überschritten, schreibt das RKI in seinem Wochenbericht von Donnerstagabend. Seit dem Jahreswechsel stieg die Arztbesuche-Zahl demnach, im Vergleich zur Vorwoche stagnierte sie, wobei Nachmeldungen noch möglich sind.

Nach RKI-Berechnungen waren in der Vorwoche 0,9 bis 1,8 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren an Covid-19 mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung erkrankt. Bei den Kindern bis 15 Jahre spricht das Institut von einem Betroffenen-Anteil von in etwa 1,6 bis 3,2 Prozent. Solche Berechnungen legt das RKI seit rund zwei Wochen vor – auch weil Labore und Gesundheitsämter bei der Erfassung von Infizierten am Limit sind und eine zunehmende Unvollständigkeit der Meldedaten angenommen wird.

Auch geschätzte Werte zu Krankenhausaufnahmen von mit Sars-CoV-2 infizierten Patientinnen und Patienten bewegten sich laut RKI »weiterhin auf hohem Niveau« und zeigten einen weiterhin leicht ansteigenden Trend (sogenannte adjustierte Hospitalisierungsinzidenz). Auf Intensivstationen zeige sich ein Anstieg durch die Omikron-Welle gegenwärtig nicht.

SPD Fraktion strebt Ende der Beschränkungen an

01.07 Uhr: Die SPD-Fraktion spricht sich für ein Auslaufen der Coronamaßnahmen im Infektionsschutzgesetz aus. »Wir werden uns in den nächsten Wochen in aller Ruhe anschauen, ob eine Verlängerung der Coronaschutzmaßnahmen über den 19. März hinaus überhaupt notwendig ist«, sagt Johannes Fechner, Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, der »Welt«. Die Grünen-Bundestagsfraktion hingegen mahnt zu Vorsicht. »Auf bestimmte Maßnahmen wie Maskenpflicht oder auch eine Reduzierung der Kontakte werden wir jetzt nicht verzichten können«, sagt Fraktionschefin Britta Haßelmann.

Schweden kündigt Aufhebung fast aller Coronamaßnahmen ab 9. Februar an

00.01 Uhr: Schweden wird fast alle Coronamaßnahmen ab dem 9. Februar einstellen. »Die Pandemie ist nicht vorbei, aber wir stehen am Beginn einer komplett neuen Phase«, sagte Ministerpräsidentin Magdalena Andersson am Donnerstag. Verschiedene Studien hätten gezeigt, dass die Omikron-Variante des Virus »zu weniger schweren Erkrankungen« führe.

Nach Inkrafttreten der Lockerungen am Mittwoch kommender Woche fällt die Sperrstunde für Bars und Restaurants, die bisher ab 23 Uhr gilt. Die Begrenzung von Besucherzahlen bei Veranstaltungen wird aufgehoben, ebenso die Pflicht zum Vorzeigen eines Impfnachweises bei Veranstaltungen in Innenräumen. Auch die Empfehlung zum Tragen einer Maske im öffentlichen Verkehr zu Stoßzeiten gilt dann nicht mehr.

atb/jok/als/hej/col/AFP/dpa/Reuters
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