+++ Corona-News +++ Britische Impfkommission gegen Impfung für 12- bis 15-Jährige

In Großbritannien wird es vorerst keine Impfempfehlung für gesunde 12- bis 15-Jährige geben. Das teilte die Impfkommission mit. Und die brasilianische Metropole São Paulo kommt auf eine Impfquote von 104 Prozent. Der Überblick.
Impfstoff wird in Großbritannien erst einmal nicht für 12- bis 15-Jährige empfohlen

Impfstoff wird in Großbritannien erst einmal nicht für 12- bis 15-Jährige empfohlen

Foto: Pool / i-Images / imago images/i Images

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Britische Impfkommission gegen Impfung für 12- bis 15-Jährige

16.56 Uhr: Die britische Impfkommission will vorerst keine Impfempfehlung für 12- bis 15-Jährige herausgeben. Man wolle vorsichtshalber die langfristigen Auswirkungen seltener Herzmuskelentzündungen untersuchen. Zuvor hatte es Berichte über eine sogenannte Myokarditis bei jungen Menschen nach einer Impfung mit den Vakzinen von Biontech/Pfizer gegeben, die Erkrankung verläuft in der Regel mild.

Zwar kämen mehr Jugendliche der Altersgruppe mit gesundheitlichen Vorerkrankungen für eine Impfung infrage, der Nutzen für gesunde Kinder sei einer Mitteilung der Kommission jedoch »wahrscheinlich gering«.

Geimpfte erhalten Gutscheine in Bulgarien

19.00 Uhr: Bulgarien bietet nun Gutscheine für Geimpfte gegen das Coronavirus an, um seine stockende Impfkampagne zu beschleunigen. Gutscheine für Lebensmittel in Wert von 20 Lewa (rund 10 Euro) galten ab Freitag in den Supermärkten einer großen Kette. Die Impfdosen sollen vor diesen Supermärkten in der Hauptstadt Sofia, im südbulgarischen Plowdiw sowie in den Schwarzmeerstädten Warna und Burgas verabreicht werden, berichtete der Fernsehsender Nova in Sofia.

Bulgarien ist mit einer Impfquote von nur knapp 16 Prozent vollständig Geimpften EU-Schlusslicht. Viele Bulgaren glauben Vorurteilen und Gerüchten über die Corona-Impfungen, die massiv im Internet verbreitet werden.

Rekordzahl von Niederländern mit psychischen Problemen

17.37 Uhr: Der Anteil der Niederländer mit psychischen Problemen ist während der Coronakrise auf einen Höchststand seit Start der landesweiten Untersuchung vor 20 Jahren geklettert. 15 Prozent der Bevölkerung ab 12 Jahren habe sich im ersten Halbjahr 2021 psychisch ungesund gefühlt, teilte die niederländische Statistikbehörde (CBS) mit. Am schlechtesten war die Situation bei Menschen im Alter von 18 bis 25 Jahren, von denen ein Viertel angab, sich psychisch nicht in Ordnung zu fühlen. Die Erhebung stützte sich auf Fragen nach Traurigkeit, Nervosität, Niedergeschlagenheit, Ruhe und Glücklichsein. Ungefähr 10.000 Menschen wurden befragt.

Im Vergleich zu Befragungen von 2019 verschlechterte sich die psychische Verfassung der Niederländer während der Coronakrise zunehmend. 2020 gab demnach ein Viertel der Menschen an, sich öfter einsam zu fühlen als früher. Auch Gefühle wie Angst, Traurigkeit und Stress kamen während der Coronakrise öfter vor als früher.

Wie São Paulo auf eine Impfquote von 104 Prozent kam

16.34 Uhr: Die brasilianische Metropole São Paulo hat das nach den Regeln der Mathematik Unmögliche geschafft und mehr als 100 Prozent der Erwachsenen mit mindestens einer Dosis eines Vakzins gegen das Coronavirus geimpft. In der Stadt leben nach einer Schätzung 9.230.227 Menschen, die älter als 18 Jahre alt sind. 9.628.888 Personen hätten mindestens eine Dosis eines Impfstoffs erhalten, hieß es in einer Mitteilung des Gesundheitssekretariats von São Paulo unter Berufung auf den jüngsten »Vacinômetro«. Dieser aktualisiert täglich die Impfsituation in der Millionen-Metropole. »Diese Zahlen entsprechen 104,3 Prozent für die erste oder einmalige Dosis.«

Als ein Grund für die rekordverdächtige Impfquote wird in der Mitteilung angeführt: Bei der Einwohnerzahl von Südamerikas größter Stadt handele es sich um eine Schätzung, weil die aktuellste Zählung des brasilianischen Instituts für Geografie und Statistik (IBGE) aus dem Jahr 2010 stamme. Ein weiterer Grund: São Paulo hat auch Bewohner anderer Städte geimpft, die in die Statistik einfließen, wie ein Sprecher des Gesundheitssekretariats der Stadt der Deutschen Presse-Agentur sagte. Das öffentliche brasilianische Gesundheitssystem SUS ist dezentral angelegt.

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Infektionszahlen belasten Stellenaufbau in den USA

15.26 Uhr: Die US-Wirtschaft hat im vergangenen Monat nur 235.000 neue Jobs geschaffen – erwartet worden waren hingegen rund 750.000. Grund sind offenbar die in den vergangenen Wochen stark gestiegenen Corona-Infektionen. Experten führen das auf die rasche Ausbreitung der Delta-Variante, eine fehlende Impfbereitschaft bei vielen Menschen und die Abkehr von anderen Schutzmaßnahmen wie das Maskentragen zurück. Im Juli hatten die US-Unternehmen noch 1,1 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen.

Die Arbeitslosenquote in den Vereinigten Staaten sank dennoch weiter auf 5,2 Prozent, wie das Arbeitsministerium mitteilte. Das waren 0,2 Prozentpunkte weniger als im Juli. Grund hierfür dürfte sein, dass sich weniger Menschen arbeitslos meldeten. Im Februar 2020 hatte die Arbeitslosenquote in den USA den niedrigsten Wert seit 50 Jahren erreicht: 3,5 Prozent. Im April 2020 war die Quote auf 14,7 Prozent angesprungen, den höchsten Stand seit der Weltwirtschaftskrise der 30er-Jahre. Mehr als 23 Millionen Menschen waren arbeitslos.

Im RDC-Nachtexpress nach Sylt gilt künftig 3G-Regel

15.14 Uhr: Das private Bahnunternehmen RDC führt die sogenannte 3G-Regel zum 9. September in ihrem Fernzug nach Sylt ein. Ab dann müssen alle Fahrgäste ab 12 Jahren im Alpen-Sylt Nachtexpress entweder geimpft, genesen oder getestet sein, wie das Unternehmen ankündigte. Im laufenden Reisejahr würden zudem Tickets für Schlaf- und Liegewagen weiter ausschließlich für Privatabteile angeboten. Fahrgäste reisen darin ohne Zustieg fremder Dritter.

Die Menschen brauchten Planungssicherheit beim Buchen ihrer Reisen, sagte RDC-Geschäftsführer Markus Hunkel. »Gern greifen wir daher den Wunsch der Bundesregierung auf, die 3G-Regel auch in Fernzügen umzusetzen. Zumal das organisatorisch und technisch mittlerweile für uns kein Hexenwerk mehr ist und Reisende diese Nachweise für Hotels und Gastronomie ohnehin benötigen.«

Nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert hält Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine 3G-Regel zum Schutz vor Corona-Ansteckungen in Fernzügen trotz Bedenken aus Ministerien weiter für eine »mögliche und sinnvolle Maßnahme«.

Pandemie-Podcast mit Virologen Drosten und Ciesek startet wieder

14.15 Uhr: Der Berliner Charité-Virologe Christian Drosten und seine Frankfurter Kollegin Sandra Ciesek sind bald wieder im Pandemie-Podcast »Das Coronavirus-Update« zu hören. An diesem Freitag ist zunächst Drosten nach der Sommerpause an der Reihe. Gegen 18 Uhr ist der Audio-Podcast auf NDR.de/coronaupate abrufbar sowie als Video bei Tagesschau24 um 19.15 Uhr, wie der Norddeutsche Rundfunk am Freitag mitteilte. Im Radio werde ab 18.05 Uhr eine gekürzte Version des Podcasts zu hören sein. Drosten spreche im Interview mit Korinna Hennig über die aktuelle Lage, die Erfolge und Misserfolge des Sommers und über seine Erwartungen für den Herbst.

Das »Coronavirus-Update« werde anschließend in einem 14-tägigen Rhythmus dienstags veröffentlicht. Die zweite Folge mit der Frankfurter Virologin Ciesek läuft am 14. September, kündigte der Sender an. Am 28. September sei dann wieder Virologe Drosten zu hören.

Zwei Drittel der Franzosen geimpft

14.09 Uhr: Zwei Drittel der Menschen in Frankreich sind inzwischen vollständig gegen das Coronavirus geimpft, 72,3 Prozent haben eine erste Impfdosis erhalten. Parallel dazu sinkt die Zahl der Klinikeinweisungen von Coronapatienten, und die Sieben-Tage-Inzidenz ist rückläufig, teilten die Gesundheitsbehörden am Freitag in Paris mit. Dies gilt auch für die von Deutschland als Hochrisikogebiet eingestuften Regionen Okzitanien, Provence-Alpes-Côte d'Azur sowie die Insel Korsika. Angespannt bleibt die Lage in den französischen Überseegebieten. Auch unter den Beschäftigten im Gesundheitsbereich, die von einer Impfpflicht betroffen sind, stieg die Quote weiter an.

Eine landesweite Impfaktion an diesem Wochenende richtet sich unterdessen an die rund zehn Millionen Menschen in Frankreich, die die Möglichkeit zu einer Impfung noch nicht genutzt haben. Sämtliche Impfzentren sind ohne Termin zugänglich, auch in einer Großzahl von Einkaufszentren kann man sich impfen lassen. Nach Ferienende läuft auch in den Schulen eine Impfkampagne an, vom 30. September an müssen in Frankreich auch Jugendliche ab zwölf Jahren für den Besuch vieler Einrichtungen einen Gesundheitspass zum Nachweis von Impfung, Test oder Genesung vorlegen.

Niederlande verschärfen Einreiseregeln für Deutschland

12.43 Uhr: Angesichts der verschlechterten Coronalage in Deutschland verschärfen die Niederlande ab kommendem Montag die Einreiseregeln. Erforderlich ist ab dann der Nachweis einer Impfung, eines negativen Tests oder der Genesung, teilte das Außenministerium mit. Ausgenommen sind Kinder unter 12 Jahren. Wer mit dem Flugzeug in die Niederlande fliegt, muss künftig eine ausgefüllte Gesundheitserklärung bei sich führen. Auch geimpften Niederländern wurde bei der Rückkehr aus Deutschland zu einem Schnelltest geraten. Zuletzt gab es bei der Einreise von Deutschland in die Niederlande keine besonderen Restriktionen.

Gewerkschaften gegen Impfstatusabfrage in Kitas und Schulen

12.07 Uhr: Gewerkschaften aus dem Bildungs- und Erziehungsbereich lehnen die geplante Möglichkeit zur Impfstatusabfrage für Beschäftigte in Kitas und Schulen ab. »Aus gutem Grund stehen persönliche Daten in Deutschland unter besonderem Schutz. Diesen Schutz müssen wir gewährleisten«, sagte die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Maike Finnern, der Deutschen Presse-Agentur. Sie verwies darauf, dass die Impfbereitschaft unter den Beschäftigten in Schulen und Kitas mit »80 bis 95 Prozent ganz weit oben« liege.

Auch der Vorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, sprach unter Berufung auf Umfragen und Daten der Schulministerien von einer Impfquote von rund 90 Prozent bei Lehrkräften. Das zeige deren hohes Verantwortungsbewusstsein, sagte er der dpa. Fünf Prozent könnten sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen, und maximal fünf Prozent wollten das vermutlich nicht. »Diese Zahlen rechtfertigen aus Sicht des VBE in keiner Weise den mit der Abfrage des Impfstatus verbundenen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte.«

Vom Deutschen Lehrerverband hieß es, man stehe dem Vorhaben der Großen Koalition sehr skeptisch gegenüber. »Gesundheitsdaten sind sehr sensible Daten, auf die Arbeitgeber und Behörden eigentlich grundsätzlich keinen Zugriff haben dürften«, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der dpa. Er äußerte die Befürchtung, dass »dies nur die Vorstufe zu einer allgemeinen Impfpflicht ist.« Union und SPD hatten sich darauf verständigt, dass es Arbeitgebern von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Pflegeheimen künftig möglich sein soll, entsprechend Auskunft zu verlangen.

Italiens Regierungschef befürwortet Impfpflicht und sorgt für Kritik

11.45 Uhr: Eine von Regierungschef Mario Draghi ins Spiel gebrachte mögliche allgemeine Impfpflicht hat in Italien für Kritik gesorgt. Die Chefin der rechtsnationalen Partei Fratelli d'Italia, Brüder Italiens, Giorgia Meloni, sagte im Interview der Zeitung »La Stampa«, sie stelle sich auf die Seite der rechten Lega von Ex-Innenminister Matteo Salvini, eine Impfpflicht abzulehnen: »Ich glaube, Salvini hat recht, eine vernünftige Position zu vertreten, die wir mittragen und die von der Mehrheit der europäischen Länder geteilt wird«, sagte Meloni.

Draghi hatte am Donnerstag auf einer Pressekonferenz bejaht, dass er sich vorstellen könne, eine allgemeine Impfpflicht einzuführen. Voraussetzung dafür sei allerdings, dass die europäische und die italienische Arzneimittelagentur die Impfstoffe nicht mehr als Notfallarznei – sprich eine Impfung mit bedingter Zulassung –, sondern als gewöhnliche Arzneimittel mit vollständiger Zulassung festlegten. Der Chef der Sozialdemokraten, Enrico Letta, begrüßte die Aussage Draghis, der am Freitag außerdem seinen 74. Geburtstag feierte.

Der ebenfalls anwesende Gesundheitsminister Roberto Speranza fügte hinzu, dass bereits eine Impfpflicht für das Gesundheitspersonal in Italien bestehe. In Italien hatte zudem die Ausweitung des sogenannten Grünen Passes auf Schulen und Universitäten zuletzt für Aufregung gesorgt. Dadurch müssen zum Beispiel Lehrkräfte ab dem im September beginnenden Schuljahr einen Nachweis über eine Impfung, einen Negativtest oder eine Genesung vorweisen können, um zum Präsenzunterricht kommen zu dürfen.

Flughafenbetreiber Fraport stellt sich auf schwierigen Winter ein

11.00 Uhr: So wie die Lufthansa erwartet auch der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport ein sehr schwaches Geschäft im Winter aufgrund der Coronakrise. »Wir gehen von einem schwierigen Winter aus«, sagte Fraport-Chef Stefan Schulte bei einem Pressegespräch in Frankfurt am Main. Erst im nächsten Jahr sei ein deutlich stärkeres Geschäft zu erwarten.

Im August zählte der größte deutsche Flughafen 3,2 Millionen Passagiere oder rund 50 Prozent des Vorkrisenniveaus von 2019. Der abgelaufene Monat war der stärkste des Jahres. Ab September werden die Fluggastzahlen nach Schultes Einschätzung wieder Monat für Monat zurückgehen. Geschäftsreisen zögen zwar wieder an, doch der Tourismus werde von der Unsicherheit über wieder steigende Covid-Infektionszahlen in den ohnehin saisonal schwachen Monaten gebremst.

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Corona-Politik für 23 Prozent sehr wichtig für Wahlentscheidung

10.43 Uhr: 23 Prozent der Befragten im ZDF-Politbarometer  geben an, die Corona-Politik ist für sie sehr wichtig bei ihrer Wahlentscheidung. Die aktuell geltenden Maßnahmen zur Eindämmung des Virus finden

  • 57 Prozent gerade richtig.

  • 21 Prozent wollen härtere Maßnahmen,

  • 19 Prozent finden die Vorgaben übertrieben.

Privaten Firmen und Anbietern ein Wahlrecht wie in Hamburg zu lassen, um Ungeimpfte auszuschließen, finden 56 Prozent für ganz Deutschland gut. 41 Prozent geben an, es schlecht zu finden.

Super-Bowl-Champion Tampa zu »100 Prozent geimpft«

10.30 Uhr: Eine Woche vor dem Saisonstart in der Football-Profiliga NFL hat Super-Bowl-Champion Tampa Bay Buccaneers sein Impfziel erreicht. »Wir sind zu 100 Prozent geimpft. Unsere gesamte Organisation, alle Spieler, alle Trainer, alle«, sagte Trainer Bruce Arians am Donnerstag.

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Das Team um Superstar Tom Brady ist das Zweite nach den Atlanta Falcons, das vollständigen Impfschutz hat. Die Franchise aus Georgia hatte bei ihren Spielern bereits Mitte August die 100 Prozent erreicht.

Für die Profis gibt es zwar keine Impfpflicht, doch positive Fälle könnten Folgen haben. Ende Juli hatte die NFL die Klubs darüber informiert, dass ein Corona-Ausbruch unter nicht geimpften Spielern beim Ausfall einer Begegnung zu einer Niederlage führen würde, falls sie nicht nachgeholt werden könne.

EU-Kommission und AstraZeneca beenden Rechtsstreit zu Impfdosen

10.23 Uhr: Die Europäische Union (EU) hat im Streit über ausgebliebene Lieferungen von Coronaimpfstoff eine außergerichtliche Einigung mit AstraZeneca erzielt. Diese sehe vor, dass das britisch-schwedische Unternehmen in der zweiten Jahreshälfte 2021 insgesamt 135 Millionen weitere Impfstoffdosen liefere, erklärte die EU-Kommission am Freitag in Brüssel. Bis Ende März 2022 soll AstraZeneca den Angaben zufolge alle vertraglich vereinbarten 300 Millionen Dosen liefern.

AstraZeneca hat unter Verweis auf Produktionsprobleme bislang deutlich weniger Impfstoff an die EU geliefert als vertraglich vereinbart. Die Kommission, die mit den verschiedenen Impfstoffherstellern im Namen der Mitgliedstaaten die Lieferverträge ausgehandelt hatte, hatte deshalb im Mai rechtliche Schritte eingeleitet. Das Unternehmen selbst bestritt, den mit der EU geschlossenen Vertrag gebrochen zu haben.

Die nun erzielte Einigung wurde auch von AstraZeneca in einer Erklärung bestätigt . Damit ist der Rechtsstreit nach Angaben beider Seiten ad acta gelegt.

Studenten schreiben Klausur in Datenverarbeitung (Archivbild)

Studenten schreiben Klausur in Datenverarbeitung (Archivbild)

Foto: Fredrik Von Erichsen/ dpa

Zahl der Hochschulabsolventen sinkt im Coronajahr 2020 auf halbe Million

8.18 Uhr: Die Coronapandemie hat die Zahl der Hochschulabsolventen deutlich sinken lassen. Im Prüfungsjahr 2020 erwarben nur rund 477.000 Absolventinnen und Absolventen einen Abschluss an den deutschen Hochschulen, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Das waren sechs Prozent weniger als im Vorjahr (508.000). Es ist erst das zweite Mal seit 2001, dass die Zahl zurückgegangen ist.

»Im Rückgang der Absolventenzahlen im Prüfungsjahr 2020 zeigen sich die Folgen der Coronapandemie«, sagte Thomas Feuerstein aus dem Referat Hochschulen im Statistischen Bundesamt. »Pandemiebedingt wurden Prüfungen zum Teil in Folgesemester verschoben.« Bibliotheken, Labore und Werkstätten blieben zeitweise geschlossen oder nur eingeschränkt nutzbar. »Das hat nicht nur die Durchführung von Prüfungen, sondern auch die Prüfungsvorbereitung für die Studierenden erschwert«, sagte Feuerstein.

Die Absolventenzahlen sanken in allen Bundesländern. Den stärksten Rückgang gab es in Berlin mit zwölf Prozent, gefolgt von Brandenburg (minus elf Prozent), Bremen (minus zehn) und Thüringen (minus neun). In den Bundesländern mit vergleichsweise hohen Absolventenzahlen betrug der Rückgang für Bayern acht Prozent, für Baden-Württemberg sieben Prozent und für Hessen sechs Prozent. In Nordrhein-Westfalen, an dessen Hochschulen 22,5 Prozent aller Abschlüsse erworben wurden, machten drei Prozent weniger Studierende und Promovierende als im Vorjahr einen Abschluss.

Erstmals in Coronakrise weniger als eine Million Kurzarbeitende

7.49 Uhr: Die Zahl der Kurzarbeitenden in Deutschland ist im August einer Umfrage zufolge erstmals seit Ausbruch der Coronakrise unter die Millionenmarke gesunken. Sie ging von 1,06 Millionen im Vormonat auf 688.000 zurück, wie das Münchner Ifo-Institut am Freitag auf Grundlage seiner Konjunkturumfrage schätzte. Demnach waren noch 2,0 Prozent der abhängig Beschäftigten in Kurzarbeit, nach 3,2 Prozent im Juli. »Der Rückgang zog sich im August durch nahezu alle Wirtschaftszweige«, sagte Ifo-Umfrageexperte Stefan Sauer.

In der Industrie hatten die Lieferengpässe bei den Vorprodukten offenbar keine spürbare Auswirkung auf die Kurzarbeit. Der Anteil sank dort von 4,2 auf 2,7 Prozent. Allerdings liegt er im Druckgewerbe noch recht hoch bei 9,7 Prozent der Beschäftigten. In der Autobranche verringerte sich der Anteil dagegen von 3,7 auf 2,2 Prozent. Im Einzelhandel waren noch 1,5 (Juli: 2,5) Prozent betroffen, was 36.200 Menschen entspricht.

»Einzig das Gastgewerbe hatte im August noch 10,1 Prozent Kurzarbeit, was 107.000 Menschen entspricht«, sagte Ifo-Experte Sauer. »Allerdings ging die Zahl auch hier erheblich zurück.«

Eishockeyliga NHL beschließt drastische Regeln für ungeimpfte Spieler

7.40 Uhr: Das ist jetzt mehr als nur sanfter Druck: Die nordamerikanische Eishockey-Profiliga NHL hat drastische Einschränkungen für ungeimpfte Spieler beschlossen. Bei Auswärtsreisen dürfen Profis ohne Corona-Impfschutz sich lediglich zwischen Teamhotel, Trainingshalle und Arena bewegen. Diese und andere Regeln sind Teil eines 27-seitigen Gesundheitsprotokolls, das ESPN vorliegt. Im Teamhotel sind die Bar, das Restaurant, das Fitnessstudio oder das Schwimmbad tabu, Besuche von Teamkollegen oder anderen Personen im Hotelzimmer verboten.

Generell dürfen nicht geimpfte Spieler weder in die Sauna noch gemeinsam im Auto mit anderen fahren. Sie sind aufgefordert, auf Flügen weder zu essen noch zu trinken, keine Bars zu besuchen und nicht im Innenraum zu essen. Dies gilt auch für Mahlzeiten mit Menschen im eigenen Heim, die nicht zum Haushalt oder der persönlichen »Bubble« gehören.

Zudem wird den Spielern ohne Impfschutz für jeden Tag, den sie verpassen, der Ausfall vom Lohn abgezogen. Ausnahmen gelten nur aus anerkannten religiösen oder medizinischen Gründen. Sollten sie an Teamaktivitäten nicht teilnehmen können, dürfen die Klubs Suspendierungen aussprechen.

Großraum Sydney trotz Lockdown weiter mit Corona-Rekordzahlen

5.58 Uhr: Trotz eines seit zehn Wochen andauernden strikten Lockdowns meldet der australische Bundesstaat New South Wales weiter Corona-Rekordzahlen. Am Freitag verzeichneten die Behörden in der Region an der Ostküste 1431 neue Fälle und zwölf Tote in Verbindung mit Covid-19 – so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie.

Besonders betroffen ist die Großstadt Sydney. Wahrscheinlich werde der Höhepunkt der bisher schwersten Virus-Welle in den nächsten 14 Tagen erreicht, sagte Regional-Premierministerin Gladys Berejiklian.

Mehr als 36 Prozent der rund acht Millionen Einwohner von New South Wales sind mittlerweile nach Behördenangaben vollständig geimpft. Größere Lockerungen des Lockdowns soll es erst geben, wenn 70 Prozent der Bevölkerung zwei Impfdosen erhalten haben. Dies soll voraussichtlich im Oktober der Fall sein.

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RKI registriert 14.251 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 80,2

5.47 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen ist erneut angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitagmorgen lag sie bei 80,2 – am Vortag hatte der Wert bei 76,9 gelegen, vor einer Woche bei 70,3.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen einem Tag 14.251 Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.10 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 12.029 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 45 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 14 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.984.353 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Inzidenz der Neuinfektionen war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Coronaeinschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben weitere Werte wie die Zahl der Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Die Hospitalisierungs-Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Aufnahmen von Covid-19-Patienten in stationäre Behandlung je 100.000 Einwohner in sieben Tagen gemeldet wurden. Am Donnerstag gab das RKI den Wert im Lagebericht mit 1,74 an (Vortag 1,81). Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen.

Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5. Die Berechnung erfolgt nach RKI-Angaben auf Basis des Meldedatums an das lokale Gesundheitsamt. Zwischen einer Infektion und der Krankenhauseinweisung vergehen demnach im Schnitt etwa zehn Tage, die Hospitalisierungs-Inzidenz spiegelt die Infektionslage also merklich verzögert wider.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Mittwochmorgen mit 3.757.600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92.301.

Koalition einig: Arbeitgeber dürfen in sensiblen Bereichen Impfstatus abfragen

5.39 Uhr: Die Große Koalition hat sich nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) darauf verständigt, dass Arbeitgeber in besonders sensiblen Bereichen wie Altenpflege und Kinderbetreuung nach dem Impfstatus ihrer Beschäftigten fragen dürfen. Spahn sagte im Gespräch mit dem SPIEGEL, Union und SPD seien sich darin einig.

Der Minister hob hervor, bei Krankenhäusern gelte seit vielen Jahren »aus gutem Grund«, dass ein Arbeitgeber seine Beschäftigten im Patientenkontakt fragen dürfe, ob sie gegen Infektionskrankheiten geimpft seien. »Wir wollen in dieser Pandemie dieses Auskunftsrecht auch auf andere Bereiche ausdehnen«, sagte Spahn. Konkret nannte der Gesundheitsminister Pflegeheime, Kitas oder Schulen.

In diesen Bereichen seien den Beschäftigten Menschen anvertraut, die einen besonderen Schutz bräuchten, argumentierte Spahn. »Wie wollen Sie einem Angehörigen erklären, dass die Mutter an Covid gestorben ist, weil der Pfleger nicht geimpft war?«, sagte er.

Eine weiter gefasste Auskunftspflicht, etwa um auch das Arbeiten im Großraumbüro zu ermöglichen, soll es demnach jedoch nicht geben. »Sinn würde es machen. Aber dafür sehe ich aktuell keine Mehrheit im Parlament«, sagte Spahn.

Der Bundesgesundheitsminister sprach sich in dem Interview außerdem für eine Lockerung der Corona-Quarantäneregeln für Schüler aus. Nötig sei eine »alltagstaugliche Lösung« und eine »einheitliche Vorgabe für die Quarantäne in Schulen. Darauf sollten sich die Gesundheitsminister der Länder endlich einigen«, sagte Spahn. Wenn die Schüler im Unterricht Masken getragen hätten, müsse nicht die ganze Klasse in Quarantäne geschickt werden, wenn ein positiver Fall auftrete.

»Pragmatisch wäre, dass nur die Sitznachbarn für fünf Tage in Quarantäne gehen und sich dann freitesten können«, sagte Spahn im SPIEGEL-Gespräch. »Eine ganze Schulklasse wie jetzt in Quarantäne zu schicken, führt dazu, dass irgendwann Hunderttausende Schülerinnen und Schüler für zwei Wochen nicht am Unterricht teilnehmen, obwohl sie gar nicht infiziert sind«, fügte der CDU-Politiker hinzu. Bislang gibt es in den Ländern höchst unterschiedliche Quarantäneregeln.

Spahn sprach sich überdies für den Einsatz von PCR-Tests an Schulen aus: »Am besten bundesweit« sollten vor dem Unterricht Lolli-PCR-Tests vorgenommen werden.

Berlins Bürgermeister: »Wir kämpfen um jede einzelne Impfung«

5.25 Uhr: Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat das langsame Tempo beim Impfen beklagt. »Inzwischen ist es mit dem Impffortschritt sehr zäh geworden. Wir kämpfen um jede einzelne Impfung, obwohl wir ausreichend Impfstoff und eine gute Infrastruktur haben«, sagte Müller der Deutschen Presse-Agentur. »Wir müssen daher mit kreativen Impfangeboten wie mit der Klubnacht, dem Impfen auf Parkplätzen, in der S-Bahn oder im Alexa weitermachen.« Das bringe durchaus etwas, so Müller. »Wir haben mit diesen Angeboten rund 50.000 zusätzliche Impfungen in den letzten Wochen ermöglichen können.«

Plakat zur Corona-Impfkampagne der Bundesregierung am Berliner Dom (im April)

Plakat zur Corona-Impfkampagne der Bundesregierung am Berliner Dom (im April)

Foto:

Dirk Sattler / IMAGO

Es sei erstaunlich, dass es nach dieser langen Pandemiephase immer noch so schwer sei, die Menschen von der Wichtigkeit dieser Impfung zu überzeugen. In der Hauptstadt haben mehr als 60 Prozent der Bevölkerung einen vollständigen Impfschutz. Die Gesamtzahl der Impfungen liegt bei rund 4,5 Millionen.

Handwerksbetriebe kämpfen mit zunehmenden Lieferengpässen

4.00 Uhr: Handwerksbetriebe in Deutschland sind immer mehr von Störungen in Lieferketten betroffen. Laut einer aktuellen Umfrage des Zentralverbands des Deutschen Handwerks meldeten Ende August fast drei Viertel der Betriebe, dass Rohstoffe, Materialien oder Vorprodukte in den vergangenen vier Wochen nur eingeschränkt oder gar nicht verfügbar waren. Bei einer Firmenbefragung im Mai waren es 61 Prozent. Am häufigsten fehlten derzeit Metalle, Kunststoffe und Elektronikkomponenten. Holz und Dämmstoffe dagegen waren wieder besser verfügbar.

»Die wirtschaftliche Erholung unserer Betriebe wird zunehmend durch wieder umfangreichere Störungen der Lieferketten und durch Materialengpässe belastet«, sagte ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer der Deutschen Presse-Agentur. Inzwischen müssen den Angaben nach schon drei von vier Betrieben Aufträge stornieren oder verschieben – oder sie machen wegen der Preisentwicklung Verlustgeschäfte.

»Besonders ärgerlich ist, dass die öffentliche Hand trotz aller Beteuerungen und Appelle bislang die Betriebe weitgehend im Regen stehen lässt. Knapp die Hälfte der Betriebe kann noch kein Entgegenkommen der öffentlichen Hand in der Vergabepraxis feststellen«, kritisierte Wollseifer. Bei öffentlichen Ausschreibungen müssten Preisgleitklauseln genutzt werden, die den Betrieben in einer Ausnahmesituation wie der aktuellen wirtschaftliche Planungssicherheit gäben.

Für Lieferengpässe und Preissteigerungen gibt es verschiedene Gründe. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hatte Mitte August berichtet, laut einer Umfrage hätten Unternehmen etwa eine gestiegene Nachfrage auf der einen und zu geringe Produktionskapazitäten auf der anderen Seite als Grund genannt. Dazu kämen Transportprobleme: Containermangel und fehlende Frachtkapazitäten auf Schiffen sorgten für Störungen in den Lieferketten.

Mit Blick auf die Coronapandemie sprach das Handwerk von einer »Atempause« in den Sommermonaten. Deutlich weniger Betriebe seien von Umsatzeinbußen betroffen. Laut Umfrage wachsen die Auftragsbestände.

USA liefern zwei Millionen Impfstoffdosen nach Kenia und Ghana

Impfstofflieferung nach Ghana durch das Covax-Hilfsprogramm

Impfstofflieferung nach Ghana durch das Covax-Hilfsprogramm

Foto: Francis Kokoroko / AP

3.20 Uhr: Die USA liefern im Rahmen des weltweiten Covax-Hilfsprogramms mehr als zwei Millionen Dosen des Moderna-Impfstoffs nach Kenia und Ghana. Wie ein Sprecher des Weißen Hauses mitteilt, schickten die Vereinigten Staaten 880.320 Dosen nach Kenia, womit sich die Gesamtzahl der an das afrikanische Land gesandten Dosen auf knapp 1,76 Millionen belaufe. Etwa 1,2 Millionen Impfdosen gingen an Ghana. Der westafrikanische Staat habe damit ersten Mal eine Impfstofflieferung aus den USA erhalten, so der Sprecher.

EU schickt in Südafrika produzierte Impfdosen nach Afrika zurück

3.44 Uhr: Angesichts zunehmender Kritik an der ungerechten Verteilung von Impfstoffen schickt die Europäische Union Millionen in Südafrika produzierte Impfdosen des US-Herstellers Johnson & Johnson auf den Kontinent zurück. Zudem werde die Firma Aspen Pharmacare, die die Vakzine als Lizenznehmer von J&J in Südafrika herstellt, keine weiteren Dosen nach Europa schicken, teilte der zuständige Gesandte der Afrikanischen Union (AU), Strive Masiyiwa, am Donnerstag bei einer Online-Pressekonferenz mit.

»Alle bei Aspen produzierten Impfstoffe werden in Afrika bleiben und an Afrika verteilt werden«, sagte Masiyiwa. Die Vereinbarung des Unternehmens, Corona-Impfdosen an Europa zu liefern, sei »ausgesetzt« worden. Damit sei die Angelegenheit »in einer sehr positiven Weise korrigiert« worden.

Die ersten Lieferungen der J&J-Impfdosen sollen dem AU-Gesandten zufolge noch in diesem Monat erfolgen. Aus der EU sollten der Vereinbarung gemäß bis Ende Dezember 200 Millionen Impfdosen nach Afrika zurückgeschickt werden. Der Ankündigung war ein Treffen von Südafrikas Staatschef Cyril Ramaphosa mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Berlin vorangegangen.

Wie der Leiter der Afrikanischen Zentren für Seuchenkontrolle und -vorbeugung, John Nkengasong, am Donnerstag bei der Pressekonferenz sagte, sind in Afrika nur 2,93 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

Impfmüdigkeit begünstigt vierte Pandemiewelle

1.38 Uhr: Die vierte Welle in der Coronapandemie nimmt durch Infektionen unter jungen Erwachsenen weiter an Fahrt auf. Sie breite sich zunehmend auch in den mittleren Altersgruppen aus, heißt es im jüngsten Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstagabend. Gleichzeitig macht sich zusehends Impfmüdigkeit breit. Der Anteil der vollständig immunisierten Bundesbürger stieg laut Bericht mit rund 61 Prozent im Vergleich zur Vorwoche (59 Prozent) erneut nur langsam an.

Von Ende Juli bis Ende August legte die Impfquote in Deutschland nur noch um rund zehn Prozent zu. Das war bisher das geringste Wachstum in den Sommermonaten. Regional klaffen die Werte dabei weit auseinander.

Insgesamt kommt die Impfquote damit längst nicht an die Werte heran, die das RKI im Juli als wünschenswert erachtete. Nach der damals entworfenen Modellierung müssen mindestens 85 Prozent der 12- bis 59-Jährigen und 90 Prozent der Senioren ab 60 Jahren vollständig geimpft sein, damit eine ausgeprägte vierte Welle mit vollen Intensivstationen im Herbst und Winter unwahrscheinlich wird.

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Weltweit mehr als 4,7 Millionen Coronatote

1.05 Uhr: Weltweit haben sich bislang mehr als 218,92 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Mehr als 4,71 Millionen Menschen starben mit oder an dem Virus. Die höchsten Infektions- und Totenzahlen weisen nach wie vor die USA auf.

Impfauskunftspflicht für Kita-, Schul- und Heimbeschäftigte angepeilt

0.17 Uhr: Arbeitgeber sollen künftig von Beschäftigten in Kitas, Schulen und Pflegeheimen voraussichtlich Auskunft über eine Corona-Impfung verlangen können. Das ist nach stundenlangen Beratungen in der Regierungskoalition zwischen Union und SPD der Verhandlungsstand vom späten Donnerstagabend, wie die Deutsche Presse-Agentur dpa aus Koalitionskreisen erfuhr.

Gerade in diesen Bereichen könne es »im Interesse des Infektionsschutzes« nötig sein, Beschäftigte hinsichtlich ihres Corona-Impf- und Serostatus, der über Antikörper Aufschluss gebe, »unterschiedlich einzusetzen oder von einer Beschäftigung ungeimpfter Personen (in bestimmten Bereichen) abzusehen«, heißt es im entsprechenden Entwurf eines Änderungsantrags der Fraktionen der CDU/CSU und SPD.

Die Möglichkeit soll nur während der festgestellten epidemischen Lage von nationaler Tragweite gelten, die der Bundestag vergangene Woche für weitere drei Monate verlängert hatte. Damit scheint der ebenfalls erwogene Plan vom Tisch, dass Arbeitgeber generell den Impfstatus ihrer Beschäftigten abfragen dürfen.

jok/aar/oka/hba/mfu/AFP/dpa/Reuters
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