Corona-News am Mittwoch Corona-Selbsttests ab Samstag im Handel

In der Coronakrise sind ab dem Wochenende erstmals Schnelltests zur Selbstanwendung im freien Verkauf erhältlich. Und: Tschechien bittet China um Impfstoff. Der Überblick am 3. März.
Bei Aldi startet am Samstag der Verkauf von Selbsttests

Bei Aldi startet am Samstag der Verkauf von Selbsttests

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Frank Rumpenhorst/ dpa

Das war das Corona-Update am Mittwoch.

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Corona-Selbsttests ab Samstag im Handel

20.37 Uhr: Erste Corona-Schnelltests zur Selbstanwendung sollen am Samstag in Deutschland in den freien Verkauf kommen. Aldi Nord und Aldi Süd kündigten am Mittwoch an, dass Kunden die in Deutschland produzierten Tests dann an der Kasse bekommen können. Zunächst ist die Abgabemenge auf eine Packung pro Kunde begrenzt. Eine Packung kostet rund 25 Euro. Sie enthält fünf Tests, deren Ergebnis nach dem Nasenabstrich in 15 Minuten vorliegen soll. Die Erkennungsrate liegt den Angaben zufolge bei 96 Prozent.

Auch Discounter-Konkurrent Lidl und die Supermärkte von Rewe und Edeka haben das Thema auf dem Schirm. Die Drogeriemarktketten Rossmann und dm wollen mit dem Verkauf am nächsten Dienstag beginnen. Apotheken wollen die Produkte ebenfalls anbieten.

Tschechien bittet China um Impfstoff

22.31 Uhr: Tschechien hofft im Kampf gegen die Corona-Pandemie auf Impfstoff-Lieferungen aus China. Präsident Milos Zeman habe sich schriftlich an den chinesischen Staatschef Xi Jinping mit der Bitte um Hilfe gewandt, wie sein Sprecher mitteilte. Nach Informationen der tschechischen Botschaft in Peking habe sich die Gegenseite entschlossen, dem »sofort nachzukommen«.

Bisher hat Ungarn als einziger EU-Mitgliedstaat damit begonnen, den chinesischen Wirkstoff von Sinopharm zu verabreichen. Er verfügt noch nicht über eine Zulassung durch die EU-Arzneimittelbehörde EMA. Ein ähnliches Gesuch hatte Zeman zuvor auch an Russland gestellt. Dort wurde der Impfstoff Sputnik V entwickelt.

Tschechien kämpft trotz des Lockdowns mit einer massiven Corona-Welle. Viele Krankenhäuser sind überlastet, Ärzte und Pflegekräfte werden knapp. Bisher wurden in dem Land mit 10,7 Millionen Einwohnern rund 702.000 Impfstoffdosen von Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca verabreicht.

Ministerpräsidentenkonferenz unterbrochen

21.51 Uhr: Nach mehr als sechsstündiger Beratung wurde am Abend die Videokonferenz von Bund und Ländern zur neuen Corona-Strategie erstmals unterbrochen. Hintergrund ist nach übereinstimmenden Informationen der Nachrichtenagentur dpa von mehreren Teilnehmern eine »festgefahrene« Diskussion über die für weitere Lockerungen zugrunde gelegte Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) soll dem Vernehmen nach vor der Pause ihre Bereitschaft signalisiert haben, Lockerungen für den Handel schon ab einer Inzidenz von 50 zuzulassen, bisher hatte sie hier einen Wert von 35 verlangt. Auf Länderseite sei daraufhin aber keine Einigkeit zu erzielen gewesen, hieß es weiter. Inzwischen läuft die Konferenz wieder.

31 Infektionen bei Fleischverarbeiter Westfleisch

21.25 Uhr: Wegen Corona-Infektionen sind beim Fleischverarbeiter Westfleisch zahlreiche Mitarbeiter in Quarantäne. Bei den täglichen Tests aller Beschäftigter seien in den vergangenen zwei Wochen am 1000-Mitarbeiter-Werk in Hamm-Uentrop 31 Infektionen festgestellt worden, wie Westfleisch in Münster mitteilte. Die positiv Getesteten seien isoliert worden und allesamt in einer separaten Unterkunft untergebracht. Man stehe im engen Austausch mit der Stadt Hamm, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Zuvor hatte der WDR berichtet. Auf dem Werk werden Rinder und Schweine geschlachtet und zerlegt.

Neben den Infizierten kamen Firmenangaben zufolge 63 Kontaktpersonen ersten Grades in Quarantäne – so ist es behördlich vorgeschrieben. Weitere 85 Mitarbeiter sind ebenfalls Quarantäne, obwohl sie dies nicht sein müssten – dies als »reine Vorsichtsmaßnahme«, so das Unternehmen. Insgesamt kamen also 179 Menschen in Quarantäne. Westfleisch und der Konkurrent Tönnies sorgten im vergangenen Jahr mit größeren Corona-Ausbrüchen für Aufsehen, was ihnen scharfe Kritik an den Arbeitsbedingungen einbrachte. Danach setzten die Betriebe auf umfassende Tests.

Weißes Haus rügt Lockerung von Corona-Restriktionen in Bundesstaaten

19.58 Uhr: Das Weiße Haus hat die Lockerung von coronabedingten Beschränkungen in mehreren US-Bundesstaaten kritisiert. Auf die Frage nach entsprechenden Lockerungen in Texas und Mississippi sagte die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, die USA hätten seit einem Jahr mit der Corona-Pandemie zu tun. »Und das gesamte Land zahlt den Preis für politische Anführer, die die Wissenschaft mit Blick auf die Pandemie ignoriert haben.« Psaki mahnte, es gebe im Kampf gegen die Corona-Krise noch viel zu tun. »Wir müssen wachsam bleiben.«

Der republikanische Gouverneur von Texas, Greg Abbott, hatte angekündigt, die Maskenpflicht und alle Kapazitätsgrenzen für Restaurants und andere Betriebe in seinem Bundesstaat aufzuheben. »Jetzt ist die Zeit, Texas 100 Prozent zu öffnen«, sagte er. Auch der republikanische Gouverneur von Mississippi, Tate Reeves, hatte erklärt, alle Anordnungen zum Tragen von Masken und Kapazitätsgrenzen für Restaurants und Firmen würden beendet. Weitere Bundesstaaten, darunter Ohio und Michigan, kündigten zumindest Lockerungen ihrer Corona-Auflagen an.

Königsschwestern in Spanien wegen vorzeitiger Impfung am Pranger

Spaniens ehemaliger König Juan Carlos (r.) mit seiner Tochter Elena (Archivbild)

Spaniens ehemaliger König Juan Carlos (r.) mit seiner Tochter Elena (Archivbild)

Foto: MARTIN BUREAU / AFP

17.25 Uhr: Die beiden Schwestern des spanischen Königs Felipe VI. haben sich im Golfemirat Abu Dhabi vorzeitig gegen das Coronavirus impfen lassen – und damit dem ramponierten Image des Königshauses neuen Schaden zugefügt. Das Verhalten der Infantinnen Elena (57) und Cristina (55) wurde unter anderem von Medien und auch von mehreren Ministern der linken Regierungskoalition heftig kritisiert, weil beide in Spanien noch nicht dran gewesen wären.

Kontaktloses Bezahlen in Großbritannien künftig bis 100 Pfund möglich

17.21 Uhr: Kunden dürfen in Großbritannien künftig Beträge bis zu 100 Pfund (rund 116 Euro) kontaktlos mit Karte bezahlen. Finanzminister Rishi Sunak erhöhte den Betrag am Mittwoch in London von bislang maximal 45 Pfund. Geschäfte können allerdings selbst entscheiden, welche Beträge sie bei kontaktlosen Zahlungen zulassen.

Während der Coronakrise, die der Zahlungsform einen Schub gegeben hatte, wurde der Höchstbetrag erst kürzlich von 30 Pfund angehoben. Großbritannien weicht mit den neuen Regeln – wie seit dem Brexit möglich – von EU-Standards ab. Dort ist einen Höchstbetrag von 50 Euro bei kontaktlosen Zahlungen vorgesehen.

Klopp will Liverpool-Profis Länderspiele verbieten

Klopp sagte, der FC Liverpool wolle bis kurz vor Start der Länderspielpause am 22. März abwarten, bevor der Klub eine endgültige Entscheidung fälle

Klopp sagte, der FC Liverpool wolle bis kurz vor Start der Länderspielpause am 22. März abwarten, bevor der Klub eine endgültige Entscheidung fälle

Foto: Oli Scarff / imago images/PA Images

17.20 Uhr: Trainer Jürgen Klopp vom englischen Fußballmeister FC Liverpool will den internationalen Stars des Klubs die Teilnahme an den kommenden Länderspielen verweigern, sofern die Profis danach in Quarantäne müssten. »Das ist einfach nicht möglich«, stellte Klopp klar. »Ich glaube, alle Klubs sind sich einig, dass wir die Spieler nicht für ihr Land spielen lassen können und das Problem dann anschließend lösen, indem wir sie zehn Tage in einem Hotel unter Quarantäne stellen.«

Die Entscheidung könnte unter anderem die Brasilianer Alisson, Roberto Firmino und Fabinho und den Portugiesen Diogo Jota betreffen.

B.1.1.7 verursacht bereits 46 Prozent der Infektionen in Deutschland

16.45 Uhr: Trotz des Shutdowns in Deutschland verbreitet sich die britische Covid-19-Mutation rasant. Ihr Anteil aus einer Stichprobe von knapp 25.000 positiven Fällen betrage rund 46 Prozent. Das ergeben die aktuellen Zahlen des Robert Koch-Institut (RKI) . Vor zwei Wochen waren es noch 22 Prozent. Zu Beginn der Erhebung, vor rund einem Monat, hatte das RKI den Anteil der Mutante noch auf sechs Prozent beziffert.

Weitere mutierte Varianten, wie in Südafrika und Brasilien, spielen dem RKI-Bericht zufolge hierzulande bislang eine untergeordnete Rolle.

Scholz will Geimpften mehr Freiheiten geben

Bundesfinanzminister Olaf Scholz fordert vorsichtige Lockerungen der Corona-Maßnahmen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz fordert vorsichtige Lockerungen der Corona-Maßnahmen

Foto: Stefan Boness/Ipon / imago images/IPON

16.18 Uhr: Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) will die Beschränkungen für Geimpfte aufheben. »Nachdem erste Studien nun nahelegen, dass Geimpfte die Virus-Erkrankungen nicht mehr übertragen und damit kein Ansteckungsrisiko darstellen, sollten wir als Nächstes diskutieren, welche Beschränkungen für diese Gruppe wegfallen können«, sagte Scholz der »Süddeutschen Zeitung«. »Ich kann mir gut vorstellen, dass der Impfnachweis wie ein negativer Schnelltest genutzt werden kann. Geimpfte erhalten Zugang zu all jenen Orten, die ansonsten nur mit einem Schnelltest zugänglich sind.« Demnach könnten Geimpfte Theater, Kinos, Sportanlagen oder Biergärten besuchen, ohne einen tagesaktuellen Test vorlegen zu müssen.

Als Begründung nannte Scholz die Rechte der Bürgerinnen und Bürger, die durch die Corona-Beschränkungen beschnitten werden. Derart tiefe Eingriffe gegenüber dem Einzelnen seien so lange gerechtfertigt, wie es einen schwerwiegenden Grund dafür gibt. »Das heißt auch, je schneller wir mit dem Impfen vorankommen, desto mehr gewinnen wir unseren gewohnten Alltag Stück für Stück zurück.«

Brasilianische Mutation erstmals in Dänemark nachgewiesen

16.10 Uhr: Nach der britischen und der südafrikanischen ist nun auch die zunächst in Brasilien nachgewiesene Variante des Coronavirus in Dänemark nachgewiesen worden. Dänemarks Technische Universität DTU habe den ersten Fall der Variante P.1 gefunden, teilten Gesundheitsminister Magnus Heunicke und das dänische Gesundheitsinstitut SSI am Mittwoch mit.

Die brasilianische Virusvariante ist auch in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Schweden und einigen weiteren europäischen Ländern bereits nachgewiesen worden. Nach SSI-Angaben geht man davon aus, dass die in der EU zugelassenen Corona-Impfstoffe auch gegen diese Variante wirken.

Deshalb gibt es einen AstraZeneca-Impfstau

15.30 Uhr: Nur etwa jede sechste gelieferte Dosis des AstraZeneca-Impfstoffs ist schon verimpft – aber nicht wegen der weitverbreiteten Skepsis, wie eine Abfrage bei den Bundesländern zeigt. Erfahren Sie hier mehr.

Frankreich hofft auf normaleres Leben »vielleicht bereits Mitte April«

14.51 Uhr: Frankreichs Regierung hofft, in der Coronakrise auf eine Rückkehr zu einem normaleren Leben »vielleicht bereits Mitte April«. Die nächsten Wochen würden schwierig, sagte Regierungssprecher Gabriel Attal am Mittwoch nach einer Regierungssitzung unter Vorsitz von Präsident Emmanuel Macron.

»Es gibt einen Horizont mit Impfungen. Wir beginnen, die Auswirkungen der Impfung auf die Epidemie zu sehen«, so Attal weiter. Die Rückkehr zu einem normaleren Leben und Öffnungen seien in Sicht. Aktuell sei die Lage aber »besorgniserregend«, auch wenn es keinen explosionsartigen Anstieg der Fälle gebe.

Slowakei verhängt nächtliche Ausgangssperre

14.50 Uhr: Zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat das stark betroffene EU-Land Slowakei eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Die Slowaken dürften zwischen 20.00 und 5.00 Uhr nicht mehr das Haus verlassen, teilte das Gesundheitsministerium in Bratislava am Mittwoch mit. Tagsüber sind sie aufgerufen, nur für Arztbesuche, den Gang zur Arbeit und Spaziergänge nach draußen zu gehen.

Die nächtliche Ausgangssperre gilt zunächst bis zum 19. März, könnte laut Gesundheitsministerium aber verlängert werden. Die Slowakei hat derzeit die höchste Corona-Todesrate der Welt. In den vergangenen 14 Tagen starben pro 100.000 Einwohner 24 Infizierte.

Nur japanische Fans bei Olympia?

14.31 Uhr: Das Datum der Olympischen Sommerspiele rückt immer näher. Die Diskussionen rund um die Austragung mitten in der Pandemie aber hören nicht auf. Aktuell geht es erneut um die Frage nach dem Publikum in den Stadien. Lesen Sie hier mehr.

»Was macht eigentlich Gesundheitsminister Spahn zurzeit beruflich?«

14.10 Uhr: »Irgendwo an vorletzter Stelle«: Berlins Kultursenator sieht die Kulturszene in der Corona-Politik vernachlässigt. Im SPIEGEL-Talk sagte der Linkenpolitiker, wie er schon bald Kulturveranstaltungen ermöglichen will. Hier geht es zum Gespräch.

Wien will auch über 65-Jährige mit AstraZeneca impfen

13.30 Uhr: Österreichs Bundeshauptstadt Wien will den Impfstoff von AstraZeneca ab sofort auch bei über 65-jährigen Personen einsetzen. »Es geht derzeit um die Schnelligkeit, und wir wissen von diesem AstraZeneca-Impfstoff, dass er auch bei älteren Personen gute Wirkung zeigt«, sagt der ärztliche Direktor des Wiener Gesundheitsverbundes, Michael Binder.

Zum Einsatz kommen soll die Vakzine zunächst bei Risikopatienten im Krankenhaus. Auf Bundesebene will man auf die Empfehlung des nationalen Impfgremiums warten. »Unser Ziel ist, dass wir möglichst rasch zu einer derartigen Zulassung kommen und zur Möglichkeit, dass wir über dieses Alterslimit hinausgehen«, sagt Gesundheitsminister Rudolf Anschober.

Weniger Arbeitsunfälle durch Homeoffice und Kurzarbeit

12.40 Uhr: Die Corona-Einschränkungen für Unternehmen und Beschäftigte haben im vergangenen Jahr zu deutlich weniger Arbeitsunfällen geführt. Die Zahl der meldepflichtigen Arbeitsunfälle ging 2020 um 12,8 Prozent auf 760.369 Unfälle zurück, teilte die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) auf Basis vorläufiger Zahlen mit. »Die Beschäftigten waren weniger mobil, viele arbeiteten in Kurzarbeit oder im Homeoffice, deshalb sind die Arbeitsunfallzahlen gesunken«, sagte DGUV-Hauptgeschäftsführer Stefan Hussy.

Noch stärker fiel der Rückgang den Angaben zufolge bei Unfällen auf dem Weg zur Arbeit oder wieder nach Hause aus: Sie gingen gegenüber 2019 um 18,2 Prozent auf 152.773 Unfälle zurück. 397 Menschen starben laut DGUV durch einen Arbeitsunfall, 100 weniger als im Vorjahr. Zudem kamen 234 Menschen auf dem Hin- und Rückweg zum oder vom Arbeitsplatz zu Tode – das sind 75 weniger als 2019.

Zwei Drittel aller Gesundheitsämter noch nicht an Software-System angebunden

12.33 Uhr: Rund zwei Drittel aller Gesundheitsämter in Deutschland sind laut einem Bericht noch immer nicht an die Software Sormas angeschlossen. 257 von 375 Ämtern seien bis zum vergangenen Wochenende damit ausgestattet worden, berichtete die »Bild«-Zeitung mit Verweis auf eine Erhebung unter allen Bundesländern.

Sormas soll das Nachverfolgen von Corona-Infizierten deutlich vereinfachen, ebenso das Dokumentieren von Symptomen sowie den Datenaustausch mit anderen zuständigen Behörden. Lediglich in Bremen und Bayern sind laut der Umfrage bereits alle Gesundheitsämter an das System angeschlossen und nutzen es auch.

In Hessen wartet noch eines der 24 Gesundheitsämter auf die Freischaltung, während es in Baden-Württemberg 30 von 38 Gesundheitsämtern aktuell in Betrieb haben. In Berlin steht Sormas laut »Bild« in allen Gesundheitsämtern zur Verfügung, davon nutzen allerdings nur acht die Software produktiv.

Nachbesserungsbedarf gibt es in Niedersachsen: Nur 21 von 43 Gesundheitsämtern sind dort bisher an Sormas angeschlossen. Ob diese das System auch nutzen, ist laut Ministerium nicht nachvollziehbar. Kaum genutzt wird die Software auch in Sachsen, wo nur in 2 von 13 Gesundheitsämtern die Nutzung des Programms als Pilotprojekt umgesetzt wird.

Pfizer und Biontech proben Impfstoff-Rückruf

12.28 Uhr: Die Unternehmen Biontech und Pfizer üben nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums seit Dienstag den weltweiten Rückruf von Impfstoff.

Die Bundesländer seien darüber informiert worden, teilte das Ministerium mit. »Die Impfungen vor Ort sind durch den Test nicht beeinträchtigt. Die Impfstoffzentren werden nur virtuell und nicht real in die Übung einbezogen«, hieß es.

Der Impfstoff von Biontech/Pfizer gehört zu denen, die in der EU gegen das Coronavirus zugelassen sind und auch weltweit eingesetzt werden.

Deutschland will Grenzkontrollen offenbar verlängern

12.21 Uhr: Die stationären Kontrollen an der Grenze zu Tschechien und dem österreichischen Bundesland Tirol sollen nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa zunächst bis zum 17. März verlängert werden. Das teilte laut dpa der Parlamentarische Staatssekretär Stephan Mayer (CSU) am Mittwoch im Innenausschuss des Bundestages nach Angaben von Teilnehmern einer nicht öffentlichen Sitzung mit.

Deutschland hatte Tschechien, die Slowakei und weite Teile Tirols Mitte Februar zu sogenannten Virusvariantengebieten erklärt. Von dort sowie aus anderen Gebieten, in denen ansteckendere Varianten des Coronavirus stark verbreitet sind, dürfen aktuell nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen.

Ausnahmen gibt es etwa für Lastwagenfahrer und Grenzpendler mit systemrelevanten Berufen. Sie müssen einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Krankenhäuser in Tschechien melden Rekordzahl

11.26 Uhr: Die Krankenhäuser in Tschechien melden eine Rekordzahl an Covid-19-Patienten. Insgesamt werden 8162 Menschen stationär behandelt, der höchste Wert seit Beginn der Corona-Pandemie, wie am Mittwoch aus den Daten des Gesundheitsministeriums hervorging. Darunter waren mehr als 1660 besonders schwere Fälle, die künstlich beatmet werden müssen. In der Verwaltungsregion Pardubice in Ostböhmen wurde ein Notfallplan aktiviert, weil die Krankenhauskapazitäten vollständig erschöpft waren.

Angesichts der verzweifelten Lage sollen nun auch weitgehend unerprobte Medikamente versuchsweise eingesetzt werden. Im Universitätskrankenhaus in Brünn trafen 10.000 Packungen des Antiparasitikums Ivermectin ein. Dafür hatte sich Regierungschef Andrej Babiš persönlich eingesetzt: »Wir sagen, dass wir nicht auf klinische Studien warten können, lasst uns das versuchen.«

Hamburger Kitas gehen am 15. März wieder in den Regelbetrieb

10.58 Uhr: Die Hamburger Kindertagesstätten gehen am 15. März in einen eingeschränkten Regelbetrieb. Dies werde parallel mit dem Wiederanfahren des Schulbetriebs nach dem Ende der Frühjahrsferien erfolgen, sagte der Sprecher der Sozialbehörde, Martin Helfrich, der Deutschen Presse-Agentur.

Für einen besseren Infektionsschutz seien für Kita-Mitarbeiter zwei Corona-Schnelltests pro Woche vorgesehen. In einer vierwöchigen Anlaufphase würden die Tests kostenlos von der Stadt gestellt, im Anschluss seien die Kita-Träger dafür verantwortlich.

Mehr als 1800 Corona-Tote binnen einem Tag in den USA

10.31 Uhr: In den USA sind 1819 Todesfälle binnen einem Tag im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert worden. Diese Zahl für Dienstag meldete die Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore am Mittwochmorgen (MEZ) auf ihrer Internetseite. Der bisherige Höchstwert an Corona-Toten wurde am 12. Januar mit 4398 verzeichnet.

Die Zahl der registrierten Neuinfektionen in den USA binnen 24 Stunden erreichte am Dienstag JHU zufolge 53.544. Seit Anfang des Jahres ist sie damit stark gesunken – von über 200.000 pro Tag auf zuletzt durchschnittlich gut 60.000. Experten warnen jedoch, dass es auch wegen der neuen Varianten des Virus erneut zu einem Anstieg kommen könne.

Öffnungsschritte sollen bei Inzidenz unter 100 möglich sein

10.24 Uhr: Bisher haben sich mögliche Lockerungen der Corona-Regeln an einem Inzidenzwert von 35 orientiert. Laut einer Beschlussvorlage für das Treffen von Bund und Ländern am Nachmittag soll diese Grenze aufgeweicht werden. Lesen Sie hier mehr.

Zahl der Neuinfektionen in Polen binnen Tagesfrist fast verdoppelt

10.10 Uhr: In Polen haben die Behörden nach Angaben des Gesundheitsministeriums 15.698 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden verzeichnet – der höchste Stand seit Ende November. Dies seien fast doppelt so viele neue Fälle wie am Vortag, sagte Vizegesundheitsminister Waldemar Kraska am Mittwoch dem öffentlich-rechtlichen Sender Polskie Radio. Im gleichen Zeitraum seien 309 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. »Die heutigen Werte zeigen, dass die dritte Welle nicht nur Fakt ist, sondern auch Tempo aufnimmt«, sagte Kraska. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner. Deutschland hat das Nachbarland als Risikogebiet eingestuft.

Kraska äußerte sich auch besorgt angesichts der steigenden Zahl von Patienten, die in Krankenhäusern wegen Covid-19 behandelt werden müssten. Derzeit seien es mehr als 15.000, sagte der Politiker. Mehr als 1500 Beatmungsgeräte seien im Einsatz. Polen hat bislang rund 2,2 Millionen Menschen gegen Corona geimpft. Knapp 1,2 Millionen haben bereits zwei Impfdosen erhalten.

Die polnische Regierung hat bereits vergangene Woche seine Corona-Maßnahmen wieder verschärft und u.a. eine Quarantänepflicht für Einreisende aus der Tschechischen Republik und der Slowakei, sowie Änderungen im Bereich der Maskenpflicht verkündet.

Paul-Ehrlich-Institut in Sorge wegen Skepsis gegenüber AstraZeneca-Impfstoff

10.01 Uhr: Der Präsident des für Impfstoffe zuständigen Paul-Ehrlich-Institutes (PEI), Klaus Cichutek, zeigt sich betroffen wegen der Skepsis gegenüber der Corona-Vakzine von AstraZeneca. »Was mir Sorgen macht, ist, dass Menschen möglicherweise nicht die Chance nutzen, sich vor einer schweren, manchmal sogar tödlich verlaufenden Infektionskrankheit zu schützen«, sagte er der »Rheinischen Post«. »Auch der Schutz vor schwerem Krankheitsverlauf und Krankenhausaufenthalt ist wichtig.«

Cichutek betonte, dass einer der Teilnehmenden an den Zulassungsstudien für AstraZeneca im Krankenhaus habe behandelt werden müssen. Der Impfstoff AstraZeneca sei »hochwirksam. Er verhindert in der Mehrzahl der Fälle eine Covid-19-Erkrankung oder mildert bei einer Erkrankung die Symptome.« Hier finden Sie die wichtigsten Antworten zur Corona-Impfung.

Spahn rechnet in »wenigen Tagen« mit AstraZeneca-Empfehlung auch für Ältere

Gesundheitsminister Jens Spahn: »Aus England und Schottland liegen jetzt Daten vor, dass AstraZeneca bei den über 65-Jährigen sehr gut wirkt«

Gesundheitsminister Jens Spahn: »Aus England und Schottland liegen jetzt Daten vor, dass AstraZeneca bei den über 65-Jährigen sehr gut wirkt«

Foto: MICHAEL KAPPELER / AFP

09.35 Uhr: Um die Geschwindigkeit bei den Corona-Impfungen zu beschleunigen, will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) möglichst bald auch über 65-Jährige mit der Vakzine von AstraZeneca impfen lassen. »Aus England und Schottland liegen jetzt Daten vor, dass AstraZeneca bei den über 65-Jährigen sehr gut wirkt«, sagte Spahn am Mittwoch im ARD-»Morgenmagazin«. Er habe deshalb die Ständige Impfkommission (Stiko) gebeten, die Empfehlung für die Vakzine auszuweiten, und gehe von einer Entscheidung »in wenigen Tagen« aus.

Bisher wird der AstraZeneca-Impfstoff in Deutschland – anders als in anderen Ländern – aufgrund der Stiko-Empfehlung nur für Menschen unter 65 verwendet. Die Stiko hatte dies mit mangelnden Daten für die Wirkung des Impfstoffs bei Älteren begründet.

Bund und Länder streben Gratisschnelltest an

09.34 Uhr: Die Bürgerinnen und Bürger sollen bald mindestens einen kostenlosen Corona-Schnelltest pro Woche machen dürfen, die Kosten dafür übernimmt der Bund: Dies ist in einer aktualisierten Beschlussvorlage für das Bund-Länder-Spitzentreffen am Mittwochnachmittag vorgesehen, die der Nachrichtenagentur AFP in Berlin vorliegt. In einer früheren Fassung war noch erwogen worden, zwei Gratisschnelltests pro Woche anzubieten. Nun ist von »mindestens« einem Test wöchentlich die Rede.

Dieses Angebot solle »allen asymptomatischen Bürgerinnen und Bürgern« gemacht werden, heißt es in dem auf Mittwoch 7.30 Uhr datierten Papier. Die Tests sollten in kommunalen Testzentren, aber auch bei niedergelassenen Ärzten gemacht werden können.

Mehr als 9000 Neuinfektionen und 418 neue Todesfälle in Deutschland

09.30 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut  (RKI) binnen einem Tag 9019 Corona-Neuinfektionen gemeldet – und damit mehr als 1000 mehr als vor genau einer Woche. Das geht aus Zahlen des RKI vom Mittwoch hervor. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 418 weitere Todesfälle verzeichnet.

Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen einem Tag 8007 Neuinfektionen und 422 neue Todesfälle verzeichnet. Die Daten geben den Stand des RKI-Dashboards von 5.35 Uhr wieder, nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen sind möglich.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Mittwochmorgen bundesweit bei 64,0 – und damit etwas niedriger als am Vortag (65,4). Vor vier Wochen, am 3. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 82,9 gelegen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Explosion bei Corona-Testzentrum in Holland

09.25 Uhr: Bei einem Corona-Testzentrum im nordholländischen Bovenkarspel ist ein Sprengkörper explodiert. Personen kamen nicht zu Schaden, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Die Polizei geht von einer gezielten Aktion aus, wie ein Sprecher im Radio sagte. Das Zentrum befindet sich in der Kleinstadt rund 50 Kilometer nördlich von Amsterdam.

Kurz vor sieben Uhr explodierte bei dem Zentrum nach Polizeiangaben ein Metallrohr. Fünf Fensterscheiben seien zu Bruch gegangen. Zu dem Zeitpunkt war nur ein Wachmann anwesend, wie die Polizei mitteilte. Der sei nicht verletzt worden. Sprengstoffexperten der Polizei untersuchten das Gelände nach möglichen weiteren Sprengsätzen. Angaben zu möglichen Tätern machte die Polizei nicht.

Ende Januar war bei Protesten gegen den Lockdown in der Kleinstadt Urk im Nordosten Amsterdams ein Testzentrum angezündet worden.

Stadt Tel Aviv startet Konzertreihe in Stadion

09.03 Uhr: Die israelische Stadt Tel Aviv treibt den Neustart des Kulturlebens mit einer Konzertreihe für Corona-Geimpfte und -Genesene voran. Im Bloomfield-Stadion geben israelische Musikerinnen und Musiker für städtische Besitzer des Grünen Passes von Freitag bis Sonntag vier Konzerte, wie die Stadtverwaltung am Mittwoch mitteilte. Die Teilnehmerzahl ist auf 500 begrenzt, damit untereinander Abstand gehalten werden kann. Einlass wird nur unter Vorlage des Grünen Passes und eines Identitätsnachweises gewährt.

Den Grünen Pass können sich in Israel Menschen beschaffen, die von einer Corona-Erkrankung genesen sind oder deren zweite Corona-Impfung mindestens eine Woche zurückliegt. Seine Besitzer können im Gegensatz zu Ungeimpften zum Beispiel wieder in Schwimmbäder oder in Fitnessstudios gehen. Die israelische Regierung will schnellstmöglich eine Impfkampagne umsetzen, der Grüne Pass dient ihr als ein Anreiz.

Müller fordert schnelle Einbeziehung von Arztpraxen in Impfkampagne

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller

Foto: Fabian Sommer / dpa

09.01 Uhr: Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) fordert, die Einbeziehung von Arztpraxen in die Corona-Impfkampagne voranzutreiben. »Ich kann nicht verstehen, warum es diese Verständigung mit den Ärzten nicht schon gibt«, sagte er am Mittwoch im ARD-»Morgenmagazin«. Darüber, wann und wie in den Praxen mit den Impfungen begonnen werden könne, erwarte er von der Bund-Länder-Konferenz am Nachmittag »harte Aussagen, an denen wir uns orientieren können«.

In einer aktualisierten Beschlussvorlage von Mittwochmorgen für die Bund-Länder-Beratungen am Nachmittag, die der Nachrichtenagentur AFP vorliegt, heißt es, dass »ausgewählte« Praxen ab kommender Woche mit Impfungen beauftragt werden können. Im April sollen dann »die haus- und fachärztlichen Praxen, die in der Regelversorgung routinemäßig Schutzimpfungen anbieten, umfassend in die Impfkampagne eingebunden werden«.

Spahn will Impfgeschwindigkeit erhöhen

08.44 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) möchte die Geschwindigkeit bei den Impfungen gegen das Coronavirus weiter erhöhen. »Wir haben jetzt fünf Prozent der Deutschen erstgeimpft. Aber klar: Es braucht mehr Tempo«, sagte Spahn am Mittwoch im ARD-»Morgenmagazin«. Dazu solle in den Impfzentren nun mit einem »prinzipiengeleiteten Pragmatismus« flexibler entschieden werden, wer geimpft werden kann. Dabei sollten die Zentren aber weiterhin der festgelegten Einordnung in Impfgruppen folgen.

Spahn verwies zudem darauf, dass der Zeitraum zwischen Erst- und Zweitimpfung beim Impfstoff von Biontech/Pfizer auf sechs Wochen verlängert werden könne, beim Impfstoff von AstraZeneca auf zwölf Wochen. So sollen mehr Menschen schneller eine erste Impfung erhalten. Neuen Studien zufolge wirke der AstraZeneca-Stoff auch bei Menschen über 65 Jahren sehr gut. Deshalb habe er die Ständige Impfkommission (Stiko) gebeten, ihre Empfehlungen anzupassen.

Deutsches Kinderhilfswerk: Kindeswohl bleibt auf der Strecke

08.39 Uhr: Das Deutsche Kinderhilfswerk äußert scharfe Kritik am Umgang mit Kindern und Jugendlichen in den aktuellen Überlegungen zur Corona-Politik. »Es ist schon bezeichnend, dass ausführlich über Friseurtermine, Kosmetikstudios und Baumarktöffnungen diskutiert wird, Schulen und Kitas nach Medienberichten in der Beschlussvorlage aber anscheinend nicht einmal erwähnt werden«, erklärte Bundesgeschäftsführer Holger Hofmann. »Außer eher rudimentären Verbesserungen und partiellen Öffnungen bei Schulen und Kitas bleibt das Kindeswohl damit weiterhin auf der Strecke.«

Müller fordert »aggressive« Test- und Impfstrategie

08.33 Uhr: Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) fordert ein deutlich höheres Tempo bei Tests und Impfungen. Dazu brauche es eine »aggressive« Strategie, sagte er in der ARD. Dazu zählten »zusätzliche Instrumente«, etwa die niedergelassenen Ärzte, die in Zukunft bei Impfungen unterstützen müssten.

»Und ich kann es tatsächlich nicht verstehen, warum es nicht schon die Verständigung mit den niedergelassenen Ärzten gibt.« Deshalb erwarte er auch, dass es dazu von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) beim Bund-Länder-Treffen »harte Aussagen« gebe, an denen man sich orientieren könne.

Dolly Parton ist geimpft

08.27 Uhr: Die US-Country-Ikone Dolly Parton hat sich gegen das Coronavirus impfen lassen. »Dolly erhält eine Dosis ihrer eigenen Medizin«, schrieb die 75-Jährige auf Twitter zu einem Video von der Impfung im Vanderbilt University Medical Center im US-Bundesstaat Tennessee. Ein Arzt spritzte ihr dort die Vakzine des US-Herstellers Moderna in den rechten Oberarm.

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Parton hatte im vorigen Jahr die Forschung des Pharmakonzerns Moderna für den Impfstoff mit einer Millionenspende unterstützt. Sie sei total davon begeistert, endlich geimpft zu werden, sagte Parton.

In dem Video stimmte sie eine umgedichtete Version ihres Hit-Songs »Jolene« zu »Vaccine« (Impfung) an. Sie wolle damit etwas Spaß machen, aber mit den Schutzimpfungen meine sie es »todernst«. Alle Feiglinge sollten sich ein Herz fassen und sich impfen lassen, forderte Parton ihre Follower auf.

Ifo: Deutschland schöpft Homeoffice-Potenzial bei Weitem nicht aus

08.04 Uhr: In Deutschland könnten einer Studie des Ifo-Instituts zufolge deutlich mehr Menschen in der Coronakrise im Homeoffice tätig arbeiten. Demnach waren im Februar nur rund 30 Prozent der Beschäftigten mindestens teilweise von zu Hause aus tätig, wie die Münchner Forscher zu ihrer Untersuchung mitteilten.

»Das Potenzial liegt bei 56 Prozent. Die Firmen und die Mitarbeiter schöpfen es bei Weitem nicht aus«, sagte Ifo-Forscher Jean-Victor Alipour. »Die im Januar beschlossene Pflicht der Firmen zum Homeoffice, um die Corona-Ansteckungen zu verringern, ist deshalb bislang zum Teil verpufft.« Der Anteil der Firmen, die Heimarbeit nutzten, lag den Angaben nach im Februar bei 81 Prozent.

Spahn setzt auf längeren Abstand zwischen erster und zweiter Impfung

08.02 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die empfohlenen Intervalle zwischen erster und zweiter Impfung ausreizen, um mehr Menschen eine Erstimpfung zu ermöglichen. Mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer solle möglichst erst nach sechs Wochen eine Zweitimpfung erfolgen, mit dem von AstraZeneca nach zwölf Wochen, sagte er in der ARD.

»Dann können wir mehr Erstimpfungen machen und, das ist das Spannende etwa bei AstraZeneca, die Wirksamkeit ist auch noch höher.« Zudem lägen inzwischen ermutigende Daten zur Wirksamkeit des AstraZeneca-Impfstoffs auch für Personen im Alter von über 65 Jahren vor. »Wenn wir die über 65-Jährigen mit AstraZeneca impfen könnten, würde das richtig Geschwindigkeit bringen.« Er hoffe hier auf eine Entscheidung der Ständigen Impfkommission binnen Tagen.

Intensivmediziner: »Extreme Disziplin« bei Öffnungen nötig

07.47 Uhr: Der Intensivmediziner Christian Karagiannidis hat zur Vorsicht bei der Lockerung der Corona-Bestimmungen gemahnt. Die Intensivmediziner treibe die große Sorge um, »dass uns diese britische Mutante um die Ohren fliegt«, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) im WDR. »Wir können sicherlich zu einem gewissen Grad selbst so was wie Läden eröffnen, aber was wir brauchen, ist eine extreme Disziplin.«

Wichtig sei, dass Masken getragen würden, am besten medizinische Masken, und dies müsse von den Geschäften auch richtig kontrolliert werden. »Was man merkt, ist, dass wir eine Lockdown-Effektivität hatten jetzt nach Weihnachten, die ungefähr nur halb so gut war wie die im Frühjahr«, sagte Karagiannidis. Durch die britische Mutante drohe man derzeit wieder in ein exponentielles Wachstum hineinzukommen, und das müsse unbedingt verhindert werden, um eine Überlastung der Intensivstationen zu vermeiden.

Texas hebt Maskenpflicht auf

07.10 Uhr: Der Gouverneur von Texas findet – angesichts der effizienten Impfkampagne der USA – die Zeit der Einschränkungen sei vorbei. Selbst grundlegende Corona-Schutzmaßnahmen werden aufgehoben. »Jetzt ist die Zeit, Texas 100 Prozent zu öffnen«, sagte der republikanische Gouverneur Greg Abbott am Dienstag. Die Aufhebung der Maskenpflicht und der Kapazitätsgrenzen werde ab Mittwoch gelten.

Drosten: Anteil ansteckenderer Variante weiter gewachsen

06.30 Uhr: Vor den Beratungen von Bund und Ländern in der Corona-Pandemie hat der Virologe Christian Drosten Verständnis für Wünsche nach Lockerungen gezeigt, aber zur Vorsicht gemahnt. Der Anteil der ansteckenderen Variante B.1.1.7 wachse weiter, die wärmere Jahreszeit werde das Problem nicht beseitigen, und beim Impfen brauche es mehr Tempo, betonte der Experte für Coronaviren von der Charité im bei NDR-Info.

Es sei »ein wirklich schwieriges Spiel, wenn man jetzt allzu schnell Lockerungen macht. Man läuft da einfach blauäugig in eine Situation rein.« Der Anteil der in Großbritannien entdeckten Mutante an den Infektionen in Deutschland ist nach Schätzung Drostens auf ungefähr die Hälfte angewachsen – und der Anteil werde weiter steigen, das sei unausweichlich, sagte er. In Großbritannien gebe es mittlerweile nur noch Reste anderer Varianten, B.1.1.7 dominiere vollkommen. Die Maßnahmen dort seien strenger im Vergleich zu Deutschland.

Hierzulande sei bei Lockerungen mit einem Anstieg der Neuinfektionen zu rechnen, erläuterte Drosten. »Aber es ist berechtigt, solche Maßnahmen zurückzunehmen«, sagte er und verwies auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Überlegungen. Er verstehe die Wünsche nach Lockerungen vollkommen. Es gelte jedoch, genau zu prüfen, wo dies möglich sei.

Modelle der Intensivmediziner-Fachgesellschaft Divi, wonach die Intensivstationen bei zu frühen Lockerungen bereits im Mai wieder stark belastet wären, hält Drosten für realistisch. Die Divi-Experten sprechen sich für einen Shutdown bis Anfang April aus.

Grenzstreit mit Brüssel: Bundesregierung weist Kritik zurück

04.30 Uhr: Im Streit um die deutschen Grenzkontrollen in der Coronakrise weist die Bundesregierung die Kritik der EU-Kommission entschieden zurück. »Im Interesse des Schutzes der Gesundheit« müsse man an den getroffenen Maßnahmen festhalten, schrieb der deutsche EU-Botschafter Michael Clauß an die Brüsseler Behörde. Sie seien verhältnismäßig, da sie auf das Mindestmaß beschränkt seien und Ausnahmen vorsähen, heißt es in dem Schreiben vom Montag, das der dpa vorliegt.

Die EU-Kommission hatte Deutschland vergangene Woche in einem Beschwerdebrief zu Lockerungen aufgefordert, weil mehrere Vorgaben unverhältnismäßig oder unbegründet seien. Auch fünf weitere Staaten wurden wegen ihrer Grenzmaßnahmen angeschrieben.

Deutschland hatte Tschechien, die Slowakei und weite Teile Tirols Mitte Februar zu Virusvariantengebieten erklärt. Von dort dürfen nur noch Deutsche sowie Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltserlaubnis in Deutschland einreisen. Es gibt aber Ausnahmen. Grundlage der Bedenken aus Brüssel ist, dass die EU-Staaten sich zuvor auf Empfehlungen für das Reisen innerhalb der EU geeinigt hatten.

Länder wollen AstraZeneca-Impfstau abbauen

03.40 Uhr: In den Bundesländern wächst nach dem zögerlichen Start die Hoffnung auf einen schnellen Abbau des AstraZeneca-Impfstaus. Mehrere Länder rechnen mit einem deutlichen Hochfahren der Impfungen mit der britisch-schwedischen Vakzine, wie eine Abfrage der dpa ergab.

In Nordrhein-Westfalen etwa sollen ab Montag rund 750.000 Kita-Erzieher, Tageseltern, Grundschullehrer und Streifenpolizisten ein Impfangebot erhalten. »Wir wollen halt einfach impfen, was das Zeug hält«, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU). Auch Hessen oder Baden-Württemberg wollen bald deutlich mehr Menschen mit AstraZeneca impfen.

Insgesamt fast 3,2 Millionen Dosen des AstraZeneca-Impfstoffs sollen bis Donnerstag an die Länder geliefert sein, wie aus Angaben des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht. Bis einschließlich Montag sind nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) jedoch lediglich 514.000 Dosen verabreicht worden. Bleibt es bei dem Impftempo, könnten bis Ende der Woche über zwei Millionen Dosen auf Halde liegen.

Brandenburg meldete zum Wochenstart eine Auslastung von rund 90 Prozent bei der Terminvergabe, in Thüringen sind die Impftermine für Personal an Kitas und Grund- und Förderschulen binnen weniger Stunden vergeben worden.

Auch Baden-Württemberg verzeichnet eine stärkere Terminnachfrage, es gebe wenig Vorbehalte bei Lehrern oder Erziehern, heißt es von dort. Mittlerweile seien mehr als eine Million Menschen im Land zusätzlich impfberechtigt. Zuvor hatten die Länder bereits die Kapazitäten in den Impfzentren hochgefahren.

Die Ständige Impfkommission empfiehlt das Präparat von AstraZeneca – anders als die EU-Arzneimittelbehörde EMA – bisher nur für Menschen zwischen 18 und 64 Jahren, weil aus ihrer Sicht zunächst zu wenig Daten über die Wirkung bei Älteren vorlagen. Sie hat aber bereits angekündigt, dass diese Empfehlung sehr bald aktualisiert werden soll.

Brasilien meldet Rekordzahl von 1641 Corona-Toten binnen eines Tages

02.30 Uhr: In Brasilien ist mit mehr als 1600 Corona-Todesfällen an nur einem Tag ein trauriger Rekord verzeichnet worden. Die Gesundheitsbehörden des südamerikanischen Landes meldeten am Dienstag 1641 Todesfälle durch Covid-19 binnen 24 Stunden. Damit stieg die Zahl der seit Pandemiebeginn in Brasilien gemeldeten Corona-Todesfälle auf 257.361. Mehr Corona-Tote gibt es nur in den USA.

Das Gesundheitsministerium in Brasília meldete am Dienstag zudem mehr als 59.900 Corona-Neuinfektionen. Seit Pandemiebeginn wurden in dem Land 10,6 Millionen Ansteckungsfälle nachgewiesen. Experten gehen allerdings von einer sehr hohen Dunkelziffer aus.

Ursache für den jüngsten Anstieg der Infektionen sind nach Ansicht von Experten unter anderem die Feiern zum brasilianischen Karneval. Zwar gelten in einzelnen brasilianischen Bundesstaaten und Großstädten Versammlungsverbote. Landesweite Ausgangsbeschränkungen wie in anderen Ländern gibt es aber nicht.

Brasiliens rechtsradikaler Staatschef Jair Bolsonaro hat die Gefahr durch das Coronavirus seit Beginn der Pandemie heruntergespielt und zuletzt auch den Nutzen von Impfungen infrage gestellt.

Ärztepräsident warnt vor falscher Sicherheit bei Corona-Selbsttests

02.05 Uhr: Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat davor gewarnt, dass Corona-Selbsttests Menschen in falscher Sicherheit wiegen könnten. »Allen Menschen sollte klar sein, dass die Testergebnisse immer nur eine Momentaufnahme darstellen«, sagte der Präsident der Bundesärztekammer der dpa vor der Schaltkonferenz zur Corona-Lage an diesem Mittwoch in Berlin. In der Runde wollen Bund und Ländern voraussichtlich Öffnungsschritte an den massiven Einsatz von Schnell- und Selbsttests knüpfen.

Reinhardt forderte übersichtliche und leicht verständliche Informationen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Selbsttests. Auch bei einem negativen Testergebnis müssten Abstand, Maskenschutz und Hygieneregeln eingehalten werden. Bei einem positiven Befund müsse schnellstmöglich eine Kontrolluntersuchung mittels PCR-Test veranlasst und strikte Quarantäne eingehalten werden.

Für die von geschultem Personal vorgenommenen Schnelltests forderte Reinhardt ein unbürokratisches Meldeverfahren. Eine zentrale Erfassung von Ergebnissen liefere Erkenntnisse über das tatsächliche Infektionsgeschehen.

Öffnungsschritte dürften sich nicht nur an den allgemeinen Infektionszahlen ausrichten. Einbezogen werden müssten die Zahl der verfügbaren Intensivbetten, die Entwicklung der Sterberate und die Infektionsentwicklung in den unterschiedlichen Altersgruppen. Aufgeschlüsselt werden müssten die Daten nach Regionen. »Nur so erhalten wir ein aussagekräftiges Gesamtbild der Pandemielage und können einheitliche Kriterien für passgenaue Öffnungsstufen in den Regionen entwickeln.«

Nötig sei mehr Tempo bei den Impfungen. Notwendig sei es, »endlich mit bundesweiten und flächendeckenden Impfungen in den Arztpraxen zu beginnen«. Voraussichtlich ab dem zweiten Quartal gebe es größere Impfstoffkapazitäten. »Die Einbeziehung der Praxen in die Impfkampagne verhindert, dass es bei den Verimpfungen zu Verzögerungen oder sogar Staus kommt.«

China will 40 Prozent der Bevölkerung bis Juni impfen

01.55 Uhr: Chinas Regierung will nach eigenen Angaben 40 Prozent der eigenen Bevölkerung bis Juni impfen lassen. Bis Jahresende sollen sogar 80 Prozent der mehr als 1,3 Milliarden Chinesen geimpft sein, wie Staatsmedien am Mittwoch unter Verweis auf die Vorgaben örtlicher Gesundheitsämter berichteten. Einige zielten sogar auf bis zu 50 beziehungsweise 90 Prozent. Bisher seien allerdings erst 3,5 Prozent der Menschen in der Volksrepublik geimpft.

Experten wiesen darauf hin, dass die gegenwärtige Impfrate auch deswegen so niedrig sei, weil das Virus im bevölkerungsreichsten Land weitgehend unter Kontrolle sei. Seit einigen Wochen melden die Behörden meist nur importierte Infektionen, die Betroffenen werden wegen der strengen Quarantänevorgaben bei der Einreise sofort isoliert.

Die weltweit ersten Fälle mit dem Coronavirus waren im Dezember 2019 in der zentralchinesischen Metropole Wuhan entdeckt worden. Nach einer als anfangs unzureichend kritisierten Reaktion haben Chinas Behörden Ende Januar 2020 strenge Maßnahmen wie Ausgangssperren für viele Millionen Menschen, Massentests, Kontaktverfolgung und Zwangsquarantäne ergriffen.

Seither gelten auch weitgehende Einreisebeschränkungen. So werden nur wenig Visa vergeben. Der internationale Flugverkehr ist stark eingeschränkt. Einreisende müssen mehrere Tests vorweisen und je nach Ankunftsort zwei bis drei Wochen in eine Quarantäne-Einrichtung. Die Zahl der Deutschen in China hat sich nach vagen Schätzungen von rund 30.000 vor der Pandemie etwa halbiert. Deutsche Wirtschaftsvertreter, Experten und andere Entsandte haben große Probleme, überhaupt eine Einreiseerlaubnis zu bekommen.

Seit dem Sommer wurden nur noch vereinzelt begrenzte Ausbrüche in China gemeldet, auf die immer sofort mit strikten Maßnahmen reagiert wurde. Das Leben und die Wirtschaftstätigkeit haben sich weitgehend normalisiert. Die Menschen tragen an vielen Orten aber weiter Mund- und Nasenschutz, lassen Fieber messen und müssen sich mit einer Corona-App in Geschäften oder Restaurants registrieren.

Unicef: 168 Millionen Kinder seit fast einem Jahr nicht beschult

01.40 Uhr: Seit fast einem Jahr sind nach Angaben von Unicef mehr als 168 Millionen Kinder weltweit wegen Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie vom Schulunterricht ausgeschlossen. 214 Millionen Kinder hätten mehr als drei Viertel ihres Unterrichts verpasst, berichtete das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. Unicef-Exekutivdirektorin Henrietta Fore sprach von einer »katastrophalen Bildungskrise« wegen des weltweiten Lockdowns.

Dem Bericht zufolge haben sich 14 Länder von März 2020 bis Februar 2021 weitgehend im Lockdown befunden. Zwei Drittel dieser Länder gehören zu Lateinamerika und der Karibik und zählen gemeinsam fast 98 Millionen Schulkinder.

In Schulen würden Kinder sich mit Gleichaltrigen austauschen, Unterstützung erhalten, Zugang zu Gesundheitsdiensten und Impfungen sowie eine Mahlzeit bekommen. Die am stärksten Gefährdeten und die Kinder ohne Zugang zu Distanzunterricht sind laut Unicef einem erhöhten Risiko ausgesetzt, nie in die Schule zurückzukehren und zu Kinderehen oder Kinderarbeit gezwungen zu werden. »Die am meisten benachteiligten Kinder zahlen den höchsten Preis«, sagte Fore. »Wir dürfen nichts unversucht lassen, um die Schulen offenzuhalten oder ihrer raschen Wiedereröffnung Priorität einzuräumen.«

Auf die Bildungskrise will Unicef mit der Installation »Pandemic Classroom« aufmerksam machen: Das Modell-Klassenzimmer zeigt 168 leere Schreibtische – einen Schreibtisch für je eine Million Kinder, deren Schulen seit einem Jahr fast vollständig geschlossen sind.

Brandbrief an Merkel: Unternehmen fordern Mittelstandsgipfel

01.25 Uhr: Vor dem Bund-Länder-Treffen dringt der Mittelstand in einem Brandbrief an Bundeskanzlerin Angela Merkel auf einen Gipfel über einen Ausstieg aus dem Lockdown. »Für viele Mittelständler steht nichts weniger als die eigene Existenz auf dem Spiel«, heißt es in dem Schreiben, aus dem die Zeitungen der Funke-Mediengruppe vorab berichten.

Zu den Unterzeichnern gehören der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW), sowie Inhaber und Vorstandsvorsitzende von 20 großen Mittelstands-Unternehmen. Sie dringen auf einen Maßnahmenkatalog zur Entbürokratisierung der Corona-Hilfsprogramme, einen Ausstiegsplan und eine Post-Corona-Agenda. »Sonst droht uns ein Ausverkauf des deutschen Mittelstandes durch chinesische Direktinvestitionen«, so die Unternehmer.

Haseloff: »Ich würde mich jederzeit mit Sputnik V impfen lassen«

01.15 Uhr: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff wirbt für den russischen Impfstoff Sputnik V, um den Impfstoffmangel in Deutschland zu beheben. »Wir sollten alles tun, was möglich ist, um das Impfen in Deutschland zu beschleunigen«, sagt der amtierende Bundesratspräsident den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Ostdeutschland habe jahrzehntelange Erfahrung mit russischem Impfstoff, so Haseloff. Er selbst sei schon als Kind mit einem russischen Präparat erfolgreich gegen Kinderlähmung geimpft worden, während im Westen noch kein Impfstoff zur Verfügung stand. Er würde sich daher jederzeit mit Sputnik V impfen lassen. Auch eine Impfpflicht schließe er nicht grundsätzlich aus. Es könnte »ein Thema für den Ethikrat sein«, sagt der CDU-Politiker den Zeitungen. »Impfpflicht hatten wir in der DDR. Ich habe es überlebt.«

Australien verlängert Corona-bedingte Grenzschließung um mindestens drei Monate

0.55 Uhr: Australien hat eine Verlängerung der Corona-bedingten Grenzschließung um mindestens drei Monate angekündigt. Die strikten Grenzkontrollen würden bis mindestens 17. Juni verlängert, teilte Gesundheitsminister Greg Hunt mit. Australien ist seit rund einem Jahr weitgehend von der Außenwelt abgeschottet. Zu Pandemiebeginn hatte die Regierung internationale Reisebeschränkungen verhängt, die Nicht-Australiern die Einreise in das Land nur in Ausnahmefällen ermöglicht.

Gesundheitsexperten hätten der Regierung zu der verlängerten Grenzschließung geraten, so Hunt. Aus ihrer Sicht stelle »die Covid-19-Situation im Ausland eine inakzeptable Gefahr für die öffentliche Gesundheit in Australien dar«, sagte der Minister. Er verwies dabei auch auf die Ausbreitung ansteckender Virus-Varianten.

Australien hat die Ausbreitung des Coronavirus frühzeitig unter Kontrolle bekommen. In dem Land mit seinen 25 Millionen Einwohnern wurden seit Pandemie-Beginn insgesamt nur knapp 29.000 Infektionsfälle mit dem Covid-19-Erreger registriert. Wer nach Australien einreisen darf, muss sich zunächst für zwei Wochen in ein spezielles Quarantäne-Hotel begeben. Die Unterbringung in einer solchen Einrichtung kostet mehrere tausend Dollar.

Großbritannien verlängert Corona-Hilfen

00.35 Uhr: Großbritannien will wegen der andauernden Pandemie das Programm zum Schutz von Arbeitsplätzen verlängern. Die Hilfen in Höhe von 80 Prozent des Gehalts sollen weitere fünf Monate bis Ende September laufen, heißt es in vorab veröffentlichten Auszügen aus seiner Haushaltsrede vom Mittwoch. Auch Selbstständige sollen mehr Unterstützung erhalten.

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