Corona-News am Mittwoch Tägliche Neuinfektionen in den USA verdreifachen sich

Rund 37.000 Menschen infizieren sich derzeit in den USA pro Tag mit Covid-19 – dreimal so viel wie vor zwei Wochen. Ein Problem ist das verlangsamte Impftempo. Und: In Athen setzt die Polizei Tränengas gegen Impfgegner ein. Der Überblick.
Leerer Wartebereich an einer Impfstation in Detroit: Das Impftempo hat nachgelassen

Leerer Wartebereich an einer Impfstation in Detroit: Das Impftempo hat nachgelassen

Foto: EMILY ELCONIN / REUTERS

Nichts mehr verpassen: Für die neuesten Entwicklungen und wichtigsten Hintergründe abonnieren Sie unseren Coronavirus-Newsletter.

+++ Tägliche Neuinfektionen in den USA verdreifachen sich +++

22.17 Uhr: Die Zahl der Covid-19-Fälle pro Tag hat sich in den USA innerhalb von zwei Wochen verdreifacht. »Unser Personal ist frustriert«, sagt Chad Neilsen, Leiter der Infektionsprävention in einem Krankenhaus in Jacksonville (Florida). Die Klinik musste demnach mehrere Operationen absagen, nachdem die Zahl der oft ungeimpften Covid-19-Patienten deutlich gestiegen war. »Unsere Angestellten sind müde. Für sie wirkt es wie ein Déjà-vu. Da ist auch eine gewisse Wut, weil wir wissen, dass diese Situation größtenteils vermeidbar ist und die Leute den Impfstoff nicht nutzen.«

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

In den USA stieg die Zahl täglicher Neuinfektionen in den letzten zwei Wochen auf mehr als 37.000 am Dienstag. Am 6. Juli lag die Zahl nach Daten der Johns Hopkins University noch bei weniger als 13.700. Ursachen sind laut US-Gesundheitsbehörden die sich weiter ausbreitende Delta-Variante sowie verlangsamte Impfungen. 56,2% der Amerikaner haben bislang mindestens eine Impfstoff-Dosis bekommen.

Polizei in Athen setzt Tränengas gegen Impfgegner ein

19.00 Uhr: Die griechische Polizei hat am Mittwochabend Tränengas und Wasserwerfer eingesetzt, um eine Demonstration von Impfgegnern vor dem griechischen Parlament in Athen aufzulösen. Die rund 3000 Demonstranten, darunter zahlreiche religiöse Eiferer, protestierten gegen Corona-Maßnahmen, die den Druck auf die Impfverweigerer erhöhen, sich doch noch impfen zu lassen, berichteten der staatliche Rundfunk und Reporter vor Ort. Zum Einsatz der Sicherheitskräfte sei es gekommen, weil zahlreiche Demonstranten sich dem Parlament zu sehr genähert hätten, hieß es seitens der Polizei.

Delta-Variante mittlerweile in 124 Ländern nachgewiesen

Die Delta-Variante breitet sich nach Angaben der WHO weltweit weiter aus (Symbolbild)

Die Delta-Variante breitet sich nach Angaben der WHO weltweit weiter aus (Symbolbild)

Foto: Andreas Arnold / dpa

17.56 Uhr: Die Delta-Variante des Coronavirus ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen in 124 Ländern nachgewiesen worden, 13 mehr als eine Woche zuvor. Die WHO zitierte am Mittwoch zwei Studien, die die hohe Gefährlichkeit der Variante untermauern, eine davon aus China und eine aus Kanada. Beide Studien wurden bislang nicht in einem Fachjournal veröffentlicht.

In China wurden Menschen untersucht, die nach Kontakt mit einem Delta-Variante-Infizierten in Quarantäne waren. Der PCR-Test sei bei ihnen schon nach durchschnittlich vier statt wie bei frühen Varianten nach sechs Tagen positiv gewesen. Außerdem sei die Viruslast beim ersten Positiv-Test 1200-mal höher gewesen als bei ursprünglichen Virusvarianten. »Das legt nahe, dass diese besorgniserregende Variante sich möglicherweise schneller vermehrt und in den frühen Stadien der Infektion ansteckender ist«, so die WHO.

Der kanadischen Studie zufolge waren bei einer Covid-19-Erkrankung mit Delta-Variante auch die gesundheitlichen Risiken deutlich höher als bei frühen Corona-Typen: Das Risiko, ins Krankenhaus zu müssen, war um etwa 120 Prozent erhöht, und die Gefahr, Intensivpflege zu benötigen, um etwa 287 Prozent. Das Sterberisiko war demnach um etwa 137 Prozent höher.

Tunesiens Gesundheitsminister nach Ansturm auf Impfzentren entlassen

17.45 Uhr: Tunesiens Gesundheitsminister Faouzi Mehdi muss wohl wegen einer umstrittenen Corona-Impfeinladung seinen Posten räumen. Ministerpräsident Hichem Mechichi entließ ihn zwar ohne Nennung konkreter Gründe – er zeigte sich am Dienstag aber entsetzt über eine von Mehdi ins Leben gerufene Öffnungsaktion für alle Impfzentren.

Am Montag hatte Mehdi angekündigt, dass anlässlich des Opferfestes am Dienstag und Mittwoch allen Bürgern ab 18 Jahren der Zugang zu den 29 Impfzentren des Landes erlaubt wird. Alle Impfwilligen sollten immunisiert werden – solange der Vorrat reicht. Die Folge: Es kam zu Massenaufläufen und mitunter zu Sachbeschädigungen, in mehreren Fällen musste die Polizei einschreiten. Tunesiens Bestände an Corona-Impfdosen sind äußerst knapp, nicht einmal acht Prozent der Bevölkerung sind bislang vollständig geimpft.

Britischer Oppositionsführer Starmer in Quarantäne

17.39 Uhr: Der britische Oppositionsführer Keir Starmer hat sich in Quarantäne begeben, nachdem eines seiner Kinder positiv auf das Coronavirus getestet worden ist. »Keir hat vorher bereits tägliche Tests gemacht und ist heute Morgen negativ getestet worden. Er wird sich weiterhin täglich testen«, sagte ein Sprecher des Labour-Chefs. Starmer war am Mittag noch zur wöchentlichen Befragung des Premierministers Boris Johnson im Londoner Unterhaus erschienen. Die lief aber virtuell, weil Johnson auch in Quarantäne ist.

Der Premier ging wie Finanzminister Rishi Sunak nach einer Sitzung mit dem coronainfizierten Gesundheitsminister Sajid Javid in Selbstisolation. Die hohe Zahl an Kontakten zu Corona-Infizierten im Londoner Regierungsviertel steht sinnbildlich für das ganze Land. Medienberichten zufolge sollen sich derzeit rund 1,7 Millionen Briten in Quarantäne befinden.

Russische Vize-Ministerpräsidentin: 80 Prozent der Bevölkerung könnte bis November immun sein

17.13 Uhr: Nach Angaben der russischen Vize-Ministerpräsidentin Tatjana Golikowa könnten 80 Prozent der Bevölkerung in Russland bis November immun gegen das Coronavirus sein. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.

Golikowa zufolge seien derzeit 33,6 Millionen Russen mit mindestens einer Dosis geimpft worden. 22,6 Millionen hätten demnach bereits zwei Impfdosen erhalten. In Russland leben rund 145 Millionen Menschen.

Lebenserwartung in den USA um 1,5 Jahre gesunken

16.29 Uhr: Die Lebenserwartung der Bevölkerung in den USA hat 2020 um 1,5 Jahre abgenommen. Das US-Seuchenzentrum CDC gibt die durchschnittliche Lebensdauer nun mit 77,3 Jahren an – der stärkste Rückgang seit den Weltkriegs-Jahren 1942/43. Das CDC führt den Rückgang vor allem auf die zusätzlichen Corona-Toten, zum kleinen Teil aber auch auf den starken Anstieg an Drogen-Toten in den USA zurück. Besonders groß war der Rückgang bei der afroamerikanischen Bevölkerung mit minus 2,9 Jahre auf 71,8 Jahre 2020. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Hispanics ging sogar um 3,7 Jahre auf 75,3 Jahre zurück. Der Abstand zwischen Männern und Frauen nimmt zu – Frauen leben nun in den USA im Schnitt 5,7 Jahre länger als Männer.

Celle: 300 Teilnehmer müssen nach Abiturfeier in Quarantäne

15.55 Uhr: Nach mindestens zwei Corona-Fällen bei einer Abiturfeier in Celle hat das örtliche Gesundheitsamt 300 Teilnehmer in Quarantäne geschickt. Die Zahl der Quarantäneanordnungen könne sich noch erhöhen, sagte ein Sprecher des Landkreises Celle. Eine Möglichkeit zum »Frei-Testen« gebe es bei der Delta-Variante nicht.

Nach der Party am Freitag mit insgesamt rund 600 Teilnehmer wurde eine Person positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Man müsse davon ausgehen, dass sie schon am Abend der Feier infiziert war, hieß es. Inzwischen wurde ein weiterer positiver Schnelltest eines Gastes mit dem PCR-Verfahren bestätigt. Bei einem dritten positiven Schnelltest steht das Ergebnis dem Sprecher zufolge noch aus.

Drei Corona-Fälle bei SV Darmstadt 98

15.01 Uhr: Fußball-Zweitligist SV Darmstadt 98 hat wenige Tage vor dem Saisonstart über drei Corona-Fälle im eigenen Team informiert. Die Spieler hätten sich mit sofortiger Wirkung isoliert, hieß es in einer Vereinsmitteilung  der Hessen. Alle weiteren Ergebnisse »im Zuge der engmaschigen PCR-Testungen« seien negativ ausgefallen, teilten die Lilien mit. Die Auftaktpartie gegen Jahn Regensburg am Samstag sei nach derzeitigem Stand nicht gefährdet, weil der Verein »genügend Spieler« aufbieten könne.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Offen ist noch, ob sich weitere Profis in Quarantäne begeben müssen, weil sie Kontaktpersonen sind. Der Zweitligist hat sich nach eigenen Angaben proaktiv entschieden, von einer Quarantäne bedrohte Spieler vom Mannschaftstraining abzuziehen und ebenfalls in die Isolation zu schicken. Die Namen der betroffenen Profis wurden nicht genannt.

Bundesregierung verlängert Einreiseregeln bis Mitte September

14.21 Uhr: Die Bundesregierung hat die bestehenden Corona-Regeln für Einreisende bis zum 10. September verlängert und Erleichterungen bei der Quarantäne-Pflicht verabschiedet. Das geht aus einem Kabinettsbeschluss zur Einreiseverordnung hervor, den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch in Berlin vorgestellt hat. Die aktuellen Regeln zur Einreise nach Deutschland unter Pandemiebedingungen hätten regulär nur noch bis zum 28. Juli gegolten.

Die nun beschlossene Änderung der Quarantäne-Regeln sieht vor, dass vollständig Geimpfte, die aus sogenannten Virusvariantengebieten einreisen, künftig ihre Quarantäne vorzeitig beenden können, wenn sie nachweisen, dass ihr Impfschutz gegen die Virusvariante im bereisten Gebiet wirksam ist. Bislang galt auch für vollständig Geimpfte, die aus Virusvariantengebieten einreisen, eine strikte Quarantänepflicht.

Zudem beschloss das Kabinett Neuerung, die greifen soll, wenn ein Virusvariantengebiet zum Hochinzidenz-Gebiet heruntergestuft wird, während sich Rückkehrer noch in Quarantäne befinden. Dann sollen für das Ende der Quarantäne künftig die Regeln für Hochinzidenzgebiete gelten – und folglich eine Verkürzung der 14-tägigen Quarantänepflicht möglich sein.

Spahn: Corona-Inzidenz von mehr als 800 im Oktober?

13.59 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn hat vor einem drastischen Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland gewarnt. Im September schon könne die Marke von 400 und im Oktober die von 800 überschritten werden, wenn sich die derzeitige Entwicklung fortsetze, sagte Spahn. Man habe derzeit schon eine sehr schnelle Steigerung der Infektionszahlen. Das Robert Koch-Institut hatte am Mittwoch die Sieben-Tage-Inzidenz mit 11,4 beziffert, nach 10,9 am Dienstag.

Der sogenannte R-Wert, der angibt, wie viele andere Menschen eine Infizierte oder ein Infizierter im Schnitt ansteckt, liege über dem kritischen Wert von eins, sagte Spahn. »Jetzt im Juli wird entschieden, wie die Situation im Herbst sein wird.« Man müsse alles tun, um die Zahlen möglichst niedrig zu halten, etwa durch eine konsequente Nutzung der Schutzmasken.

Britische Impfkampagne gerät ins Stocken

13.54 Uhr: Wie die »Times« berichtet , gerät auch in Großbritannien die Corona-Impfkampagne ins Stocken. Etliche Hausärzte müssten demnach ungenutzte, bald ablaufende Dosen an den Gesundheitsdienst zurücksenden. In den vergangenen Tagen hatte die Zahl der verabreichten Erstimpfungen so niedrig gelegen wie noch nie seit Beginn des Impfprogramms im Dezember. Im Sieben-Tage-Schnitt wurden zuletzt täglich rund 55 000 erste Impfungen verabreicht – in Hochzeiten waren es rund viermal so viel. Seit einigen Wochen sind alle Erwachsenen im Land impfberechtigt.

Bund will Pflegeheime wieder mit Schutzmasken unterstützen

13.39 Uhr: Der Bund wird nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Pflegeeinrichtungen im Herbst und Winter erneut mit Schutzmasken ausrüsten. Damit wolle man die Heime »für alles, was sich entwickeln kann« ausrüsten. Die im Aufbau befindliche Nationale Gesundheitsreserve enthält nach Angaben von Spahn eine Milliarde OP-Masken und mehr als 250 Millionen Masken mit FFP2-Standard. Man brauche intelligente Systeme mit Herstellern, damit medizinische Produkte vor ihrem Ablaufdatum in Verkehr gebracht werden könnten. Man wolle die Vernichtung von gelagertem Material möglichst vermeiden.

Biontech-Impfstoff wird bald auch in Südafrika produziert

13.27 Uhr: In Afrika wird bald erstmals der Covid-19-Impfstoff von Biontech und Pfizer direkt abgefüllt. Die beiden Partner arbeiten dabei mit dem südafrikanischen Biotechunternehmen Biovac zusammen, wie Biontech und Pfizer mitteilten. Die Vorbereitungen für die Aufnahme von Biovac in das Produktionsnetzwerk für den Impfstoff sollten sofort beginnen, bis Ende des Jahres könnte dann die Produktionsstätte in Kapstadt in die Lieferkette eingebunden werden. Erste Lieferungen sind für Anfang 2022 geplant.

Krankenhäuser in Pakistan weisen Patienten ab

13.15 Uhr: In der pakistanischen Millionenmetropole Karachi müssen Krankenhäuser Patienten abweisen – aufgrund der massiv steigenden Zahl an Corona-Neuinfektionen. Das teilten Vertreter von Behörden und Spitälern am Mittwoch mit. »Die Situation ist sehr ernst«, sagte ein Sprecher der Provinzregierung von Sindh. Am Dienstag seien knapp ein Viertel der Corona-Tests in der Stadt mit geschätzt 20 Millionen Einwohnern positiv ausgefallen.

Der Anstieg der Zahl der täglichen Neuinfektionen wird Behörden zufolge von der Delta-Variante angetrieben, die als besonders ansteckend gilt. Fast 90 Prozent der neu positiv getesteten Fälle seien dieser Virusmutante zuzuordnen, so der Sprecher weiter. Man fürchte eine weitere Verschärfung der Situation durch die am Mittwoch begonnenen muslimischen Eid-Feiertage, zu denen traditionell Menschen in großer Zahl zusammenkommen.

Südkorea: neuer Höchststand bei Neuinfektionen

12.54 Uhr: Die Zahl der täglich erfassten Corona-Neuinfektionen hat in Südkorea einen Rekordwert erreicht. Am Dienstag seien 1784 Fälle gemeldet worden, teilten die Gesundheitsbehörden mit. Die Gesamtzahl erhöhte sich auf mehr als 182 000.

Südkorea ist zwar bisher relativ gut durch die Pandemie gekommen, sieht sich mittlerweile aber einer vierten Infektionswelle ausgesetzt. Seit zwei Wochen werden täglich mehr als 1000 Neuansteckungen erfasst, viele davon in der Metropolregion Seoul. Die Behörden sind besorgt, dass sich die Infektionswelle nun auch stärker auf andere Landesteile ausbreiten könnte. Als Gründe werden neben lokalen Ausbrüchen und der stärkeren Verbreitung der Delta-Variante des Virus auch die zunehmenden Reiseaktivitäten der Menschen im Inland genannt. Lediglich 32 Prozent der 51,3 Millionen Einwohner wurden bisher einmal geimpft.

Großteil der Menschen in Indien haben Corona-Antikörper

12.20 Uhr: Zwei Drittel der Menschen in Indien ab sechs Jahren haben Kontakt mit dem Coronavirus gehabt oder eine Corona-Impfung erhalten und entsprechende Antikörper entwickelt. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung im Auftrag der indischen Regierung mit Proben von mehr als 36 000 Menschen vom Juni und Juli, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Die Ergebnisse seien zwar ein Hoffnungsschimmer, sagte der Chef des Indian Council of Medical Research, Balram Bhargava. Er forderte die Bürger jedoch auch auf, sich nach wie vor an Corona-Regeln zu halten. Denn noch hätten rund 400 Millionen der mehr als 1,3 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohner des Landes keine Antikörper.

Infektionszahlen in Rom nach EM-Triumph stark gestiegen

11.34 Uhr: Nachdem Zehntausende Römer am 12. Juli im Stadtzentrum die EM-Stars der Azzurri gefeiert hatten, wird in Rom ein starker Anstieg der Corona-Infektionszahlen gemeldet.

Die Zahl der Infektionen in der italienischen Hauptstadt hat sich gegenüber dem Tag des EM-Sieges am 11. Juli fast verfünffacht. Am Dienstag waren in der Hauptstadt 557 Infektionsfälle gemeldet worden, vor zehn Tagen waren es lediglich 122 gewesen.

Zehntausende Fans empfingen die EM-Stars der Azzurri im Stadtzentrum von Rom (Archivbild)

Zehntausende Fans empfingen die EM-Stars der Azzurri im Stadtzentrum von Rom (Archivbild)

Foto: Alessandra Tarantino / dpa

»Wir beobachten einen ›Gravina-Effekt‹. Wir zahlen einen Preis für die EM-Feierlichkeiten, doch im Moment sind die Krankenhäuser nicht zu stark belastet«, berichtete der Gesundheitsbeauftragte der Region Latium mit der Hauptstadt Rom, Alessio D'Amato, mit Anspielung auf den Chef des italienischen Fußballverbands FIGC, Gabriele Gravina. Dieser hatte die Busfahrt der Azzurri durch Rom genehmigt.

Jugendämter melden Höchststand an Kindeswohlgefährdung

11.29 Uhr: Die Zahl der Kindeswohlgefährdungen in Deutschland ist während der Corona-Pandemie auf einen Höchststand gestiegen. Im Jahr 2020 registrierten die Jugendämter rund 5000 Fälle mehr als 2019, teilte das Statistische Bundesamt mit. Das bedeutet einen Zuwachs von rund neun Prozent. Fast 60.000 Kinder und Jugendliche waren im vergangenen Jahr betroffen.

In der Corona-Pandemie verstärkte sich damit einen Trend: Schon 2019 und 2018 waren die Zahlen um jeweils rund zehn Prozent gestiegen. Grund für den erneuten Anstieg 2020 könnten laut den Statistikern die Belastungen der Familien infolge der Lockdowns und der Kontaktbeschränkungen gewesen sein. Die Behörde hob zugleich hervor, es sei nicht auszuschließen, dass ein Teil der Fälle durch vorübergehende Schulschließungen unentdeckt geblieben ist.

Zahl der Corona-Infektionen in Tokio steigt auf Sechs-Monats-Hoch

11.23 Uhr: Zwei Tage vor Eröffnung der Olympischen Spiele ist die Zahl der Neuinfektionen in Tokio auf den höchsten Stand seit Mitte Januar gestiegen. Am Mittwoch meldete die Hauptstadt 1832 Neuinfektionen binnen eines Tages. Das sind 680 mehr Fälle als vor einer Woche. Der deutliche Anstieg angesichts der Delta-Variante des Virus schürt die Sorgen in der Bevölkerung vor einer weiteren Ausbreitung. Experten hatten schon vor der am Freitag anstehenden Eröffnungszeremonie für die Olympischen Spiele gewarnt, dass die Neuinfektionen binnen eines Tages Anfang August während der Spiele auf über 3000 steigen könnten. Die Lage könnte »kritisch« werden.

IOC-Mitglied: Winterspiele in Peking »brauchen« Zuschauer

11.01 Uhr: Das Internationale Olympische Komitee (IOC) setzt bei den Winterspielen 2022 in Peking auf die Rückkehr des Publikums. »Wir brauchen und wir wollen Zuschauer haben«, sagte Juan Antonio Samaranch, Vorsitzender der Koordinierungskommission der Spiele, die in weniger als 200 Tagen am 4. Februar in China beginnen.

»Wir würden gerne die internationale Gemeinschaft begrüßen«, sagte Samaranch auf der 128. Vollversammlung des IOC in Tokio. Die Olympischen Sommerspiele werden am Freitag in Tokio eröffnet. Aufgrund der Corona-Pandemie finden sie unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Stiko-Mitglied: bei Impfungen von Kindern weiter abwarten

10.31 Uhr: Bei der Frage der Corona-Impfung von Kindern hält das Mitglied der Ständigen Impfkommission, Eva Hummers, weiteres Abwarten für geboten. Es sollten sich primär Erwachsene impfen lassen, sagte Hummers dem »Mannheimer Morgen« vom Mittwoch. Es könne nicht sein, dass Kinder in die Verantwortung genommen würden, um impfunwillige Erwachsene in ihrem Umfeld zu schützen.

Hummers verwies darauf, dass immer noch nicht klar sei, »ob die Impfung möglicherweise oder in welchem Umfang sie möglicherweise für die Kinder eine Gefährdung ist«. Erwachsene hingegen würden die Impfstoffe im Allgemeinen sehr gut vertragen und seien außerdem diejenigen, die selbst durch Covid-19 gefährdet seien.

Leopoldina befürchtet wachsende Ungleichheit

10.15 Uhr: Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina fürchtet durch die Corona-Pandemie langfristig eine Verschärfung der Einkommens-Ungleichheit in Deutschland. Kurzfristig seien die Einkommensverluste vieler Menschen durch die sozialen Sicherungssysteme begrenzt worden. Langfristig könne die Krise aber erhebliche Auswirkungen auf die Höhe und die Verteilung des Einkommens haben, warnen die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen in der Stellungnahme  »Ökonomische Konsequenzen der Coronavirus-Pandemie – Diagnosen und Handlungsoptionen«.

Den Experten zufolge stellt die Pandemie die Wirtschafts- und Sozialpolitik in Deutschland mittel- und langfristig vor neuartige Herausforderungen. Dabei habe sie zuvor bestehenden Handlungsbedarf verstärkt, biete aber auch Chancen. »Die Pandemie kann zur Chance für eine gesellschaftlich breit getragene Modernisierungsinitiative werden, gerade im Bereich staatlichen Handelns«, argumentierte Leopoldina-Vizepräsidentin Regina T. Riphahn.

95 Prozent der deutschen Olympia-Athleten sind geimpft

10.12 Uhr: 95 Prozent der rund 430 deutschen Olympia-Athleten gehen bei den Tokio-Spielen vollständig geimpft an den Start. Wie Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, mitteilte, habe für die Mediziner und das Funktionsteam des DOSB sogar eine Corona-Impfpflicht bestanden. Dies hätten weder die Japaner noch das Internationale Olympische Komitee vorgegeben.

Spahn: mehr als 50 Millionen Erstimpfungen in Deutschland

10.06 Uhr: Mehr als 50 Millionen Menschen in Deutschland sind nach Angaben von Gesundheitsminister Jens Spahn mindestens einmal geimpft. Das seien 60,2 Prozent der Gesamtbevölkerung. 39,3 Millionen Menschen oder 47,3 Prozent seien vollständig geimpft. Aber das reiche noch nicht gegen Delta, so Spahn auf Twitter.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Auch Frankreich verschärft wieder Corona-Regeln

10.01 Uhr: Im Kampf gegen eine vierte Corona-Welle gelten in Frankreich verschärfte Corona-Regeln. Im Kino, Theater oder Museum ist vom Mittwoch an ein negativer Corona-Test oder ein Impf- oder Genesungsnachweis notwendig. Das gilt, sobald mehr als 50 Menschen zusammenkommen. Die Änderungen hatte Staatschef Emmanuel Macron in der zurückliegenden Woche angekündigt. Betroffen sind laut Amtsblatt auch andere Veranstaltungen oder Orte wie beispielsweise Messen oder bestimmte Sporteinrichtungen.

Neue Beschränkungen in Israel

9.55 Uhr: Angesichts wieder steigender Corona-Infektionszahlen in Israel sind in dem Land neue Beschränkungen in Kraft getreten. Diese gelten vor allem für Festhallen und bei Versammlungen von mehr als 100 Menschen in geschlossenen Räumen. An solchen Veranstaltungen dürfen ab sofort wieder nur Geimpfte, Genesene oder Menschen mit negativem Testergebnis teilnehmen. Die im Juni kurzfristig aufgehobene Maskenpflicht in geschlossenen Räumen gilt inzwischen wieder.

Der israelische Sender Kan berichtete, Hunderte Polizisten sollten dafür sorgen, dass die neuen Regeln eingehalten werden. Bei Verstößen drohen Bußgelder: Etwa umgerechnet 260 Euro für Bürger, die ohne Genehmigung an Feiern oder Versammlungen von mehr als 100 Menschen teilnehmen. Und bis zu 2600 Euro für Veranstalter, die Impfpässe oder Testergebnisse nicht vorschriftsgemäß prüfen.

Japan erwartet Rekordzahlen während der Olympischen Spiele

9.50 Uhr: Shigeru Omi, Chef der COVID-19-Task-Force der japanischen Regierung, rechnet im Verlauf der Olympischen Spiele mit Rekordzahlen bei den Corona-Infektionen in der Hauptstadt. Tokio werde Anfang August wahrscheinlich täglich knapp 3000 neue Fälle verzeichnen, sagte Omi, »es kann gut sein, dass sich die aktuellen Fallzahlen bis dahin verdoppeln.«

Am Dienstag, einen Tag vor dem sportlichen Auftakt der Spiele, wurden in der Metropole offiziell 1387 neue Corona-Infektionen vermeldet, das waren 557 mehr als am Dienstag in der Woche zuvor. Es war zugleich der höchste, jemals registrierte Wert in Tokio für einen Dienstag.

Mit einer Verdopplung der Fallzahlen würde auch der bisherige Rekordwert für Tokio überboten. Am 7. Januar dieses Jahres hatte es 2520 neue Infektionen gegeben, »und das war auf der dritten Corona-Welle«, sagte Omi. Im Gegensatz zum Beginn des Jahres würden derzeit trotz einer steigenden Impfquote mehr Menschen in die Krankenhäuser eingeliefert.

Radrennen in Japan abgesagt

9.17 Uhr: Ein Radrennen im japanischen Saitama in der Nähe von Tokio ist wegen steigender Coronafallzahlen zum zweiten Mal in Folge abgesagt worden. Das teilten die Organisatoren wenige Tage vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele mit.

»Wir sind zu dem Entschluss gekommen, dass es unsere Priorität ist, die Sicherheit der Bevölkerung von Saitama, der Athleten und anderer Teilnehmer sowie der Fans zu gewährleisten«, hieß es in einer Erklärung der Organisatoren am Dienstag. Es seien verschiedene Maßnahmen ergriffen worden, »aber die zunehmende Ausbreitung von Infektionen in Japan bleibt unvorhersehbar«.

Das Criterium de Saitama mit Stars der Tour de France lockt normalerweise rund 100.000 Fans in die Region nördlich von Tokio. Bereits im vergangenen Jahr wurde das Rennen wegen der Pandemie abgesagt.

Nach positiven Coronatests: erste Ausfälle bei Olympia

9.09 Uhr: Die chilenische Taekwondo-Kämpferin Fernanda Aguirre und die niederländische Skateboarderin Candy Jacobs verpassen als erste Sportlerinnen ihre Wettkämpfe bei den Olympischen Spielen in Tokio wegen positiver Coronatests. Zunächst hatte das Nationale Olympische Komitee Chiles zwei Tage vor der Eröffnungsfeier mitgeteilt, dass Aguirre bei der Ankunft positiv getestet worden war. Danach wurde bekannt, dass auch bei Jacobs im Olympischen Dorf das Virus nachgewiesen wurde.

Aguirre habe indessen keine Symptome und sei bei »guter Gesundheit«, wie das chilenische NOK verlauten ließ. Die Sportlerin sei von den japanischen Behörden jedoch unter eine zehntägige Quarantäne gestellt worden, hieß es weiter. Daher könne Aguirre, die sich auf Social Media »am Boden zerstört und sehr traurig« zeigte, nicht an den Taekwondo-Wettbewerben teilnehmen. Auch ihr Trainer befindet sich in Isolation.

Sachsen jetzt mit bundesweit niedrigstem Corona-Wochenwert

8.10 Uhr: Sachsen hat am Mittwoch das Nachbarland Sachsen-Anhalt als das Bundesland mit der niedrigsten Corona-Inzidenz abgelöst. Das Robert Koch-Institut meldete eine Sieben-Tage-Inzidenz von 2,9, nachdem dieser Wert am Dienstag bei 3,5 lag. Für Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern wurden am Mittwoch jeweils Werte von 3,0 verzeichnet. Bundesweit gab das RKI die Sieben-Tage-Inzidenz mit 11,4 an.

Landesweit ist das Infektionsgeschehen in Dresden am höchsten. Die Landeshauptstadt liegt mit 7,2 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen jetzt aber wieder unter der Schwelle von 10, die etwa Voraussetzung für den Verzicht auf einen Mund-Nasen-Schutz beim Einkaufen ist. Den geringsten Wochenwert hat der Erzgebirgskreis mit 0,9.

Neun Corona-Infektionen: Hunderte Flüge in China gestrichen

7.50 Uhr: Nach der Entdeckung von neun Corona-Infektionen unter Mitarbeitern des Flughafens von Nanjing sind in der ostchinesischen Stadt am Mittwoch mehr als 300 Flüge gestrichen worden. Schon am Vortag waren mehr als 100 Flüge abgesagt worden, wie die Behörden berichteten. In vier Gebieten nahe des Flughafens gab es Massentests.

Wer die acht Millionen Einwohner zählende Metropole verlassen will, muss jetzt einen negativen Coronatest nachweisen. Die Infektionen waren bei Routinetests festgestellt worden. Die Angestellten kamen in Quarantäne. Weitere Mitarbeiter wurden getestet.

Tourismus im Krisenmodus: Auf Corona folgt die Hochwasserkatastrophe

7.20 Uhr: Verwüstete Campingplätze, zerstörte Ferienhäuser und Hotels, beschädigte Brücken, Gleise und Straßen: Die Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands trifft den Tourismus in den betroffenen Gebieten hart. »Für die Gastgeber, die nach dem langen Corona-Lockdown nun im schlimmsten Fall ihre Existenzgrundlage verloren haben, ist es eine absolute Katastrophe«, berichtete Michelle Schwefel, Geschäftsstellenleiterin des Deutschen Ferienhausverbandes. Insbesondere die Regionen im ländlichen Raum seien dringend auf den Tourismus angewiesen.

»Das ganze Ausmaß der Flut und die Effekte auf den Tourismus lassen sich derzeit allerdings noch nicht abschätzen«, sagte Schwefel. Unklar sei wie viele Beherbergungsbetriebe von der Flut betroffen seien und wie viele Urlauber aktuell ihre Reise nicht antreten könnten. Die Vulkaneifel und die Moselregion sind beliebte Urlaubsziele.

Buddhistische Hilfsorganisation kauft fünf Millionen Impfdosen für Taiwan

7.15 Uhr: Die buddhistische Hilfsorganisation Tzu Chi (Barmherzige Hilfe) kauft eigenen Angaben zufolge fünf Millionen Dosen des BioNTech/Pfizer-Impfstoffs für Taiwan. »Nach erfolgreicher Unterzeichnung des Vertrages werden alle gekauften Impfstoffe der zuständigen Behörde zur Verwendung durch die Öffentlichkeit gespendet«, schreibt die humanitäre Organisation auf ihrer Facebook-Seite. Taiwans Regierung bedankte sich bei Tzu Chi. Sie hatte nach eigenen Angaben selbst erfolglos versucht, bei BioNTech-Impfstoff zu bestellen, und für das Scheitern die chinesische Regierung verantwortlich gemacht.

RKI meldet 2203 Neuinfektionen, Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 11,4

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut gestiegen. Sie liegt jetzt bei 11,4, wie das Robert Koch-Institut am Mittwochmorgen mitteilte. Eine Woche zuvor lag der Wert noch bei 7,1.

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Auflagen. Sie gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an.

Laut RKI wurden binnen 24 Stunden 2203 Corona-Neuinfektionen sowie 19 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus registriert. Vor einer Woche lag die Zahl der Neuinfektionen noch bei 1548. Die Gesamtzahl der verzeichneten Corona-Ansteckungen in Deutschland seit Beginn der Pandemie liegt den Angaben zufolge bei 3.748.613, insgesamt wurden bisher 91.416 Corona-Tote gemeldet. Die Zahl der von einer Corona-Infektion Genesenen gibt das RKI mit rund 3.642.000 an.

1,5 Millionen Kinder haben Elternteil oder Betreuer verloren

04.28 Uhr: Rund 1,1 Millionen Kinder weltweit haben laut einer Studie als Folge der Pandemie mindestens ein Elternteil oder ein für sie sorgendes Großelternteil verloren. Diese Hochrechnung gelte für den Zeitraum März 2020 bis April 2021, berichten Forscher um Seth Flaxman vom Imperial College in London im Fachjournal »The Lancet«. Rechne man weitere im Haushalt wohnende ältere Angehörige noch hinzu, hätten sogar mehr als 1,5 Millionen Kinder eine Betreuungsperson verloren.

Dies sei eine bedeutende, bislang übersehene Konsequenz der Pandemie, schreibt die US-Gesundheitsbehörde NIH in einer Mitteilung zur Studie. Die Analyse mache deutlich, dass eine psychosoziale und wirtschaftliche Unterstützung für diese Kinder eine zentrale Rolle bei der Reaktion auf diese Pandemie spielen sollte. Als Grundlage der Studie nutzten die Forscher unter anderem Daten zur Geburtenrate sowie zu Todesfallzahlen aus rund zwei Dutzend Ländern, die sie hochrechneten.

Lehrerverband erwartet auch im neuen Schuljahr große Einschränkungen

Leere Schule (Symbolbild)

Leere Schule (Symbolbild)

Foto: Fabian Strauch / dpa

03.40 Uhr: Der Präsident des Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, erwartet auch im kommenden Schuljahr große Einschränkungen infolge der Pandemie. Meidinger äußerte in der »Welt« die Befürchtung, dass wegen der besonders ansteckenden Delta-Variante des Virus Hunderttausende Schüler in Quarantäne müssen. »Niemand kann ausschließen, dass wir wegen der Delta-Variante und der mangelnden Impfquote eine enorme vierte Welle bekommen, in der dann auch wieder Wechselunterricht nötig wird.«

Meidinger rief die Politik zu Ehrlichkeit auf. »Wer jetzt verspricht, dass es im nächsten Jahr auf jeden Fall vollständigen Präsenzunterricht geben wird, begibt sich auf dünnes Eis«, sagte der Verbandspräsident. »Präsenzunterricht um jeden Preis bedeutet, die Durchseuchung der Schulen in Kauf zu nehmen. So ehrlich sollte Politik das schon sagen.«

Frankreich verschärft Corona-Maßnahmen auch für Touristen

02.00 Uhr: Angesichts deutlich steigender Infektionszahlen verschärft Frankreich ab heute die Auflagen für Einheimische und auch für Touristen. In Sehenswürdigkeiten wie dem Pariser Eiffelturm sowie in Freizeitparks, Konzertsälen, Museen oder Kinos mit mindestens 50 Besuchern wird ein sogenannter Gesundheitspass Pflicht. Er gibt Aufschluss über eine Impfung, eine überstandene Infektion oder einen negativen Coronatest. In Diskotheken und bei Festivals gilt er bereits.

Touristen oder andere Frankreich-Reisende aus dem Ausland können eine vollständige Impfung etwa mit dem EU-weit gültigen Corona-Zertifikat auf dem Handy nachweisen. Ein negativer Test darf in der Regel höchstens 48 Stunden alt sein und kann auch in Papierform vorliegen. Bei Verstößen drohen Geldbußen von bis zu 1500 Euro. Am Wochenende hatten Zehntausende Franzosen gegen die neuen Maßnahmen demonstriert. Die Regierung begründet sie mit der hoch ansteckenden Delta-Variante.

tfb/jok/fek/ime/AFP/dpa/Reuters
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.