+++ Corona-News am Mittwoch +++ Hollywood stellt erneut alle Drehs wegen Corona ein

Wie schon im Frühjahr können in Hollywood vorerst keine Filme mehr produziert werden. Und: Nach Großbritannien lässt auch Argentinien den Impfstoff von AstraZeneca zu. Der 30. Dezember im Überblick.
Das Paramount Studio in Hollywood während des ersten Drehstopps im April

Das Paramount Studio in Hollywood während des ersten Drehstopps im April

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VALERIE MACON / AFP

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Erneuter Drehstopp in Hollywood

Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen sind in Hollywood erneut nahezu sämtliche Dreharbeiten eingestellt worden. Die Produktion sei bis mindestens Mitte Januar unterbrochen, hieß es in einem am Dienstagabend (Ortszeit) veröffentlichten Schreiben der Schauspielergewerkschaft Sag-Aftra an ihre Mitglieder.

Die Gesundheitsbehörden des Kreises Los Angeles hatte die Filmproduzenten zuvor aufgefordert, angesichts des »katastrophalen« Anstiegs der Corona-Zahlen eine Pause einzulegen. In Südkalifornien gilt bis auf Weiteres eine Ausgangssperre. Viele Krankenhäuser sind überlastet und können keine weiteren Notfälle mehr aufnehmen.

Hollywood hatte bereits im März einen ersten Produktionsstopp verhängt. Erst im Sommer gingen die Dreharbeiten für einige Produktion wieder los, allerdings in viel geringerem Umfang als normal.

Corona-Mutation auch in Kalifornien nachgewiesen

23.41 Uhr: Eine zuerst in Großbritannien beschriebene ansteckendere Variante des Coronavirus ist nun auch im US-Bundesstaat Kalifornien nachgewiesen worden. Das teilt der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, mit. Am Vortag war in Cororado der erste Fall seiner Art in den USA bekannt geworden.

Frankreich: Mehr als 26.000 Neuinfektionen

21.35 Uhr: In Frankreich werden 26.457 neue Coronavirus-Fälle registriert. Insgesamt verzeichnet das Land damit mehr als 2,6 Millionen Fälle. Die Zahl der im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldeten Todesfälle stieg zuletzt um 303 auf 64.381.

Auch Argentinien lässt Corona-Impfstoff von AstraZeneca zu

21.10 Uhr: Nach Großbritannien hat auch Argentinien den Corona-Impfstoff der Universität Oxford und des Pharmakonzerns AstraZeneca zugelassen. Die Arzneimittelbehörde Anmat erteilte nach eigenen Angaben eine auf ein Jahr begrenzte Notfallregistrierung für den Verkauf des Mittels gegen Rezept. Das Nutzen-Risiko-Verhältnis des Produkts sei akzeptabel, hieß es. Es war zunächst unklar, wann mit dem Einsatz des Präparats zu rechnen ist und wie viele Dosen das südamerikanische Lanerhalten soll.

Am selben Tag hatte die britische Aufsichtsbehörde für Arzneimittel dem Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca und der Universität Oxford eine Notfallzulassung erteilt. Das Mittel hatte in Studien eine geringere Wirksamkeit aufgewiesen als der in einigen Ländern – darunter Argentinien – bereits zugelassene Impfstoff von Biontech und Pfizer. Es kann allerdings mit weitaus weniger Aufwand gelagert werden und ist deutlich günstiger. Nach Angaben des britischen Gesundheitsministeriums bietet es zudem bereits nach der ersten von zwei Impfungen Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung.

Erst am Dienstag hatte Argentinien begonnen, den von russischen Forschern entwickelten Impfstoff »Sputnik V« verabreichen zu lassen. Das Vakzin war bereits Mitte August in Russland freigegeben worden, seit Beginn dieses Monats wird es dort eingesetzt. Vergangene Woche unterzeichneten Russland und AstraZeneca ein Memorandum für eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Impfstoffen.

Irland verhängt Shutdown für mindestens einen Monat

20.36 Uhr: Wegen stark gestiegener Corona-Neuinfektionen und der Ausbreitung einer neuen Virusvariante fährt Irland das öffentliche Leben für mindestens einen Monat herunter. Die Situation sei sehr ernst, sagte Regierungschef Micheal Martin am Mittwochabend. "Die Zahlen werden sich in den kommenden Tagen weiter verschlechtern." Angesichts des Tempos, in dem das Coronavirus um sich greife, müsse die Bremse gezogen werden, sagte Martin.

Die Beschränkungen ähneln einer Ausgangssperre. Von Mittwochabend an sind private Besuche ebenso verboten wie öffentliche Versammlungen - Ausnahmen gibt es für Hochzeiten mit bis zu sechs und Begräbnisse mit bis zu zehn Menschen. Die Menschen sollen ihre Häuser nur für Arbeit, Ausbildung und andere notwendige Zwecke verlassen. Sport im Freien ist im Umkreis von fünf Kilometern um die Wohnung erlaubt. Der Schulstart nach den Weihnachtsferien wird um drei Tage auf den 11. Januar verschoben.

Oberverwaltungsgericht bestätigt Berliner Demoverbot an Silvester

19.49 Uhr: Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat das Demonstrationsverbot an Silvester in der Hauptstadt bestätigt. Das Gericht schloss sich einer Entscheidung der Vorinstanz an und wies die Beschwerde eines Antragstellers zurück. Zuvor hatte bereits das Verwaltungsgericht mitgeteilt, dass das wegen der Corona-Pandemie für Silvester und Neujahr geltende Versammlungsverbot in Berlin rechtlich nicht zu beanstanden sei. Der Antragsteller hatte selbst eine Versammlung für Silvester angemeldet.

Schweizer Behörden sehen keinen Zusammenhang zwischen Impfung und Todesfall

19.07 Uhr: Nach dem Tod einer kurz zuvor gegen das Coronavirus geimpften Person in der Schweiz sehen die Gesundheitsbehörden keine Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang mit der Impfung. Aufgrund der Krankengeschichte und des Krankheitsverlaufs sei ein Zusammenhang zwischen dem Tod der 91-jährigen Person aus einem Pflegeheim im Kanton Luzern und der Impfung mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer »höchst unwahrscheinlich«, erklärte die Gesundheitsbehörde Swissmedic.

Demnach litt der oder die Verstorbene an mehreren schweren Vorerkrankungen. Es werde von einer natürlichen Todesursache ausgegangen. In der Schweiz hatte die Impfkampagne am 23. Dezember begonnen. Bisher seien bei den Impfungen keine unbekannten Nebenwirkungen aufgetreten, betonte Swissmedic.

Flugreisende in Luxemburg erhalten kostenlosen Schnelltest

19.02 Uhr: Bei der Ankunft in Luxemburg können alle Flugpassagiere ab dem 2. Januar neben einem PCR-Test auf das Coronavirus auch einen Schnelltest erhalten. Sie bekommen dafür einen kostenlosen Gutschein, wie das Verkehrsministerium mitteilte. Die Tests sind vor allem für Reiserückkehrer aus Urlaubsgebieten gedacht.

Nach einem Schnelltest können die Passagiere den Flughafen sofort verlassen und bekommen das Ergebnis innerhalb von drei Stunden in einer SMS mitgeteilt. Bei einem positiven Ergebnis nehmen die Behörden Kontakt auf und geben weitere Anweisungen. Der PCR-Test am Flughafen wird bereits seit Mai angeboten. Passagiere sollen schon vor der Landung auf beide Testangebote hingewiesen werden.

Tests für alle Flugreisenden in Luxemburg

19.02 Uhr: Bei der Ankunft in Luxemburg können alle Flugpassagiere ab dem 2. Januar neben einem PCR-Test auf das Coronavirus auch einen Schnelltest erhalten. Sie bekommen dafür einen kostenlosen Gutschein, wie das Verkehrsministerium mitteilte. Die Tests sind vor allem für Reiserückkehrer aus Urlaubsgebieten gedacht.

Nach einem Schnelltest können die Passagiere den Flughafen sofort verlassen und bekommen das Ergebnis innerhalb von drei Stunden in einer SMS mitgeteilt. Bei einem positiven Ergebnis nehmen die Behörden Kontakt auf und geben weitere Anweisungen. Der PCR-Test am Flughafen wird bereits seit Mai angeboten. Passagiere sollen schon vor der Landung auf beide Testangebote hingewiesen werden.

Britischer Minister: Nächste Woche halbe Million Impfdosen verfügbar

18.24 Uhr: Dem britischen Gesundheitsminister Matt Hancock zufolge sollen bereits in der kommenden Woche mehr als eine halbe Million Dosen des neu zugelassenen Impfstoffs zur Verfügung stehen. »Die Neuigkeiten von heute bedeuten, dass jeder, der eine Impfung will, auch eine bekommen kann«, sagte Hancock im Parlament.

Die britische Aufsichtsbehörde für Arzneimittel (MHRA) hatte dem Impfstoff des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca und der Universität Oxford am Mittwoch eine Notfallzulassung erteilt. Das Präparat biete bereits nach einer ersten Impfung Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung, so Hancock. Eine zweite Impfung werde erst nach zwölf Wochen empfohlen. Das ermögliche, schnell eine große Zahl an Menschen zu schützen.

EU-Behörde fordert weitere Daten zu AstraZeneca-Impfstoff

18.17 Uhr: Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat vom Unternehmen AstraZeneca zusätzliche Informationen zu dessen Corona-Impfstoff angefordert. Für eine bedingte Zulassung des Impfstoffes in der Europäischen Union seien weitere Informationen zu dessen Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit nötig, erklärt die Behörde. Zwischendaten aus einer großen Studie in den USA würden im ersten Quartal 2021 erwartet. Ein AstraZeneca-Sprecher sagte, der Konzern habe ein volles Datenpaket bei der EMA eingereicht.

Woidke hält schnelle Lockerungen für unwahrscheinlich

18.16 Uhr: Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke geht nicht davon aus, dass die aktuellen Corona-Beschränkungen schon bald zurückgefahren werden können – trotz des Impfstarts. »Ich bin mir sicher, dass es nach dem 5. Januar – der nächsten Konferenz mit der Bundeskanzlerin – keine Lockerungen der jetzigen Einschränkungen geben kann«, sagte Woidke der dpa. »Daran ändert auch die begonnene Impfkampagne nichts. So viel Ehrlichkeit muss sein.«

Der SPD-Politiker rechnet zwar damit, dass das Coronavirus vorerst weiter den Alltag mitbestimmt, sieht aber schon einen Hoffnungsschimmer. »Das Virus wird uns noch über Monate begleiten – aber mit stetig abnehmender Dramatik«, sagte Woidke. »Deshalb können wir mit einem gewissen Optimismus in das Jahr 2021 gehen.«

Fast tausend Tote in Großbritannien

17.12 Uhr: Die britische Regierung verhängt angesichts einer immer stärkeren Verbreitung einer neuen, ansteckenderen Corona-Variante weitere Lockdowns. Ab Donnerstag gelten auch für den Nordosten, die Midlands, Teile des Nordwestens und Teile des Südwestens die stärksten Beschränkungen, kündigt Gesundheitsminister Matt Hancock an. Auch dort müssen nun die meisten Geschäfte schließen, Treffen verschiedener Haushalte sind untersagt.

»Leider breitet sich diese neue Variante nun in fast ganz England aus und die Fälle verdoppeln sich schnell«, sagt Hancock. Die Krankenhäuser behandelten mehr als 21.000 Corona-infizierte Patienten. Nach einer Rekordzahl von 53.135 Corona-Infektionen am Dienstag zählte Großbritannien am Mittwoch 50.023 neue Fälle und 981 (Vortag: 414) Tote binnen 24 Stunden.

Italiens Premier: Rom muss sich beeilen mit Konzept für EU-Milliarden

16.55 Uhr: Italiens Regierungschef Giuseppe Conte hat seine zerstrittene Koalition zu einem schnelleren Vorgehen bei den Plänen zum Einsatz der milliardenschweren EU-Corona-Hilfen aufgefordert. »Wir können diese historische Gelegenheit nicht verstreichen lassen, und die Regierung darf ihre aufgebaute Glaubwürdigkeit nicht verspielen«, sagte Conte in seiner Pressekonferenz zum Jahresende.

In den vergangenen Wochen hatten sich die Konflikte in seiner Mitte-Links-Regierung gehäuft. Dabei ging es unter anderem um das Konzept zum Einsatz von rund 209 Milliarden Euro aus dem europäischen Corona-Wiederaufbaufonds. Mehrfach gab es Machtgerangel zwischen Conte und Ex-Premier Matteo Renzi, der die kleine, mitregierende Partei Italia Viva führt.

Der parteilose Jurist Conte betonte in der Fragestunde, dass er mit der aktuellen Mehrheit weiterregieren wolle. Für Streitfragen sollten gemeinsame Lösungen »im Interesse des Landes« gefunden werden. Das Kabinett dürfe sich keinen »Schwebezustand« leisten, sondern müsse sich bei den EU-Hilfen beeilen. Im Januar und Februar müssten die Pläne dafür abgestimmt sein.

Langlaufen in Baden-Württemberg erlaubt – Minister bittet um Verzicht

16.40 Uhr: Trotz des zuletzt hohen Besucherandrangs an verschneiten Ausflugszielen in Baden-Württemberg bleibt Langlaufen und Skifahren in dem Bundesland erlaubt. Skihänge und Langlaufloipen dürfen auch während des Lockdowns unter bestimmten Voraussetzungen genutzt werden, sagte ein Sprecher des Landesgesundheitsministeriums. Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) appellierte aber dringend an die Bürger, auf Ausflüge in Tourismusgebiete zu verzichten.

Laut Baden-Württembergs Corona-Verordnung darf Wintersport betrieben werden, wenn die Ausflügler keine gemeinsamen Umkleiden und Sanitäreinrichtungen nutzen und einander beim Langlaufen oder Skifahren nicht begegnen – es sei denn, sie gehören demselben Haushalt an oder sind maximal zu zweit unterwegs, wie der Sprecher erklärte. Lifte müssen geschlossen bleiben. Ausnahmen könne es nur für den Profisport geben, hieß es.

Lettland verlängert Notstand – Ausgangssperre über Neujahr

16.30 Uhr: Lettlands Regierung hat den noch bis zum 11. Januar ausgerufenen Notstand verlängert und eine nächtliche Ausgangssperre über den Jahreswechsel verhängt. Das Kabinett in Riga beschloss eine weitere Verlängerung des Ausnahmezustands in dem baltischen EU-Land bis zum 6. Februar. Damit bleiben das öffentliche Leben und die wirtschaftlichen Aktivitäten in Lettland weiter eingeschränkt.

Die Bürger dürfen ihre Wohnung von 30. Dezember bis zum 4. Januar und am 8. und 9. Januar von 22 Uhr abends bis 5 Uhr nur mit triftigem Grund verlassen – dazu zählen etwa der Arbeitsweg oder medizinische Notfälle. Wer auf die Straße geht, muss eine Bescheinigung mit sich führen. Die Polizei kontrolliert die Einhaltung der Regeln, bei Verstößen drohen Strafen.

Bund: Nächste Impfstofflieferung am 8. Januar

16.20 Uhr: Für die Corona-Impfungen in Deutschland soll in der ersten Woche des neuen Jahres Nachschub kommen. Mit dem Hersteller Biontech sei vereinbart worden, dass die nächste Lieferung am 8. Januar erfolgen werde, teilte das Bundesgesundheitsministerium mit. Danach solle die nächste Lieferung am 18. Januar kommen, ab dann vorerst wöchentlich jeweils montags. Dabei würden anfangs etwa 670 000 Dosen pro Woche geliefert.

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Aus mehreren Bundesländern war am Mittwoch Kritik laut geworden, dass eine für die erste Kalenderwoche 2021 zugesagte Lieferung ausbleiben sollte. Demnach sollte es erst am 11. Januar Nachschub geben, also in der zweiten Kalenderwoche 2021.

Weiterhin viele Ausflügler in Winterberg und der Eifel

16.10 Uhr: Trotz verstärkter Kontrollen und Einschränkungen bei Parkangeboten hat sich der Ansturm von Tagesausflüglern auf das verschneite Winterberg im Sauerland nur leicht verringert. »Es sind nur etwas weniger als am Dienstag«, sagte eine Stadtsprecherin am frühen Nachmittag.

Die Stadt erneuerte ihre Aufforderung, wegen der Corona-Pandemie auf Besuche zu verzichten. Appelle kamen auch aus der Städteregion Aachen: Besucher sollten auf Ausflüge an die Pisten in der Eifel verzichten. Die großen Menschenansammlungen erschwerten die Einhaltung von Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen und erhöhten das Risiko einer Ansteckung, hieß es in einer Erklärung der Städteregion.

Winterberg hatte am Dienstag wegen des enormen Besucherandrangs eine personelle Verstärkung des Ordnungsamtes und der polizeilichen Einsatzkräfte sowie den Einsatz von Sicherheitsdiensten angekündigt. Die Maskenpflicht wurde auf weitere Gebiete im Stadtgebiet ausgeweitet, die Parkflächen wurden erheblich eingeschränkt.

Skipiste in Winterberg am Dienstag: Ansturm von Tagesausflüglern

Skipiste in Winterberg am Dienstag: Ansturm von Tagesausflüglern

Foto: LEON KUEGELER / REUTERS

Paul-Ehrlich-Institut: Impfungen auch für Allergiker geeignet

15.45 Uhr: Menschen mit allergischen Erkrankungen haben generell kein höheres Risiko für schwerwiegende unerwünschte Wirkungen bei der Corona-Impfung. Das habe eine eingehende Prüfung der Datenlage durch Experten des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) und der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA ergeben, teilte das PEI mit . Bekannte Allergien gegenüber Lebensmitteln und Medikamenten seien deshalb laut der EMA-Zulassung keine Kontraindikation gegen den derzeit in Deutschland eingesetzten Impfstoff.

In Großbritannien war es nach Beginn der Impfungen mit dem Impfstoff der Unternehmen Biontech und Pfizer in Einzelfällen zu schweren allergischen Reaktionen gekommen. Die britischen Behörden empfahlen daraufhin, Menschen nicht zu impfen, die schon einmal eine schwere allergische Reaktion auf einen Impfstoff, ein Medikament oder auf ein Lebensmittel hatten. In der Zulassungsstudie waren Patienten mit schweren Allergien ausgeschlossen.

Grundsätzlich könnten sich auch Allergiker gegen Covid-19 impfen lassen, schreibt nun das PEI. Bei Menschen, die auf die erste Dosis allergisch reagieren, sollte die zweite Dosis jedoch nicht verabreicht werden. Grundsätzlich solle jede Person 15 Minuten nach der Impfung beobachtet werden und eine angemessene medizinische Behandlung für schwere allergische Reaktionen bereitstehen.

Kretschmer rechnet nicht mit baldigen Lockerungen

15.30 Uhr: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) geht nicht von einer raschen Normalisierung der Lage aus. »Es gibt noch keine Entwarnung. Es wird noch eine Weile dauern. Vor uns liegen die vielleicht härtesten Wochen dieser Corona-Pandemie. Am 11. Januar können wir nicht mit einer Normalisierung rechnen«, erklärte er in seiner vorab veröffentlichten Neujahrsansprache. Sie soll am 1. Januar um 19.25 Uhr im MDR-Fernsehen ausgestrahlt werden.

»Ich habe viele Intensivstationen besucht. An den Türen kann man die Namen der Patienten lesen und durch die Fenster die Frauen und Männer an den Beatmungsgeräten erkennen. Sie alle wollen leben. Sie wollen erleben, wie die Enkel in die Schule kommen und bei der Hochzeit ihrer Kinder dabei sein oder einfach nur im kommenden Jahr wieder im Garten sitzen und die Blumen blühen sehen«, sagte Kretschmer. Nach diesen Besuchen habe er lange Zeit keine Ruhe gefunden: »Für mich ist vollkommen klar: Lockerungen kann es nur geben, wenn die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern abgenommen hat. Und wenn in den Gesundheitsämtern die Kontaktnachverfolgung wieder gewährleistet werden kann.«

Er appellierte an die Bürger, sich impfen zu lassen und zusammenzuhalten: »Es liegt an uns allen, an jedem von uns, wie es weitergeht.« Sachsen weist derzeit neben Thüringen im Bundesvergleich besonders hohe Fallzahlen auf. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt nach Angaben des RKI aktuell bei 330. Bislang sind dort mehr als 3000 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben.

Gericht in NRW: Hundeschulen bleiben geschlossen

15.09 Uhr: Hundeschulen müssen in der Corona-Krise in Nordrhein-Westfalen geschlossen bleiben. Einzel- oder Gruppenausbildung darf nach einer Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts für das Land NRW weiterhin nicht stattfinden. Das teilte das Gericht in Münster mit. Die Betreiberin einer Schule aus Marl im Ruhrgebiet hatte beantragt, dass die Coronaschutzverordnung vorläufig aus Kraft gesetzt wird, wenn es um das Verbot von Präsenzveranstaltungen von außerschulischen Bildungsangeboten geht. Dem schloss sich das OVG in einem Eilverfahren aber nicht an, die Regel sei voraussichtlich rechtmäßig.

Auch der Betrieb einer Hundeschule falle unter den Begriff des außerschulischen Bildungsangebotes erklären die Richter zur Begründung. Es handele sich um Wissensvermittlung gegenüber Hundehaltern. Dass das Land in der Coronaschutzverordnung zwar das Zusammentreffen von bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten zulasse, das Einzeltraining eines Hundes aber nicht, ist nach Ansicht der Richter nicht zu beanstanden. Zur Vermeidung von Kontakten und Neuinfektionen seien unterschiedliche Regelungen möglich.

SPD-Generalsekretär spricht von »Chaos« beim Impfstart

15.00 Uhr: SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat die Organisation des Impfstarts in Deutschland kritisiert und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Versäumnisse vorgeworfen. »Das Chaos rund um den Impfstart finde ich sehr ärgerlich«, sagte Klingbeil der »Rheinischen Post«. Spahn spreche von etwas föderalem Durcheinander und zeige mit dem Finger auf die Bundesländer. »Der Minister selbst hatte Monate Zeit, den geplanten Impfstart vorzubereiten. Hierzu hat er ausreichende Kompetenzen bekommen.« Es sei die Aufgabe des Bundesgesundheitsministers, für eine reibungslose Organisation zu sorgen, sagte Klingbeil. »Wenn jetzt der Eindruck entsteht, der Staat habe diese Aufgabe nicht im Griff, steigert das nicht gerade das Vertrauen in das Impfen.«

Russland: Zahl der Verstorbenen mehr als doppelt so hoch

14.45 Uhr: Die Zahl der Menschen, die nach einer Covid-19-Infektion gestorben sind, ist in Russland offenbar mehr als doppelt so hoch wie bisher bekannt gegeben. Seit Beginn der Pandemie seien im Land mehr als 115.000 Menschen mit dem Virus gestorben, sagte Vizeregierungschefin Tatjana Golikowa im Staatsfernsehen. Bei mehr als 70.900 davon sei der Tod ausschließlich auf Covid-19 zurückzuführen, weitere 45.100 seien positiv auf das Virus getestet worden.

Auf der offiziellen Regierungsseite war am Mittwoch weiterhin von »nur« 56.400 Corona-Toten die Rede. Die Seite listet nur Fälle auf, in denen Corona als Todesursache auf der Sterbeurkunde steht. An dieser Statistik gab es immer wieder Kritik.

Impfrekord in Israel – und viele Neuinfektionen

14.30 Uhr: Israel hat sein Ziel von 150.000 Impfungen am Tag bereits überschritten. Gleichzeitig ist die Zahl der Neuinfektionen in dem Land auf dem höchsten Stand seit Oktober. Gesundheitsminister Juli Edelstein teilte mit, am Vortag seien 152.000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Seit Beginn der Impfkampagne am 19. Dezember seien es bereits 650.000. Die Zahl der neuen Corona-Fälle binnen 24 Stunden lag nach Angaben des Gesundheitsministeriums bei 5585. Zum Vergleich: Die deutschen Gesundheitsämter haben binnen 24 Stunden gut 22.459 Neuinfektionen gemeldet. Deutschland hat etwa neunmal so viele Einwohner wie Israel.

EU-Zulassung von AstraZeneca-Impfstoff im Januar »unwahrscheinlich«

14.20 Uhr: Eine EU-weite Zulassung des Impfstoffs von AstraZeneca noch im kommenden Monat ist nach Angaben der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) »unwahrscheinlich«. Ein formaler Zulassungsantrag des Pharmaunternehmens sei bisher nicht bei der EMA eingegangen, teilte die Behörde der Nachrichtenagentur AFP mit. Ein Zeitplan für die Zulassung könne daher noch nicht aufgestellt werden.

Die Arzneimittel-Agentur bestätigte damit entsprechende Äußerungen ihres stellvertretenden Direktors Noël Wathion in der Dienstagausgabe der belgischen Zeitung »Het Nieuwsblad«. Am 21. Dezember hatte die EMA den Coronavirus-Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partner Pfizer zugelassen. Für den 6. Januar wird eine Zulassungsentscheidung über das Vakzin des US-Pharmakonzerns Moderna erwartet.

AstraZenecas Impfstoffkandidat hat den Vorteil, dass er auf bereits erprobter Technologie aufbaut und deshalb kostengünstiger ist als seine Konkurrenz. Zudem kann das Präparat laut Hersteller ohne großen Aufwand im Kühlschrank gelagert werden. AstraZeneca hat den Wirkstoff zusammen mit der britischen Universität Oxford entwickelt.

Baden-Württemberg erbost über Impftouristen aus Rheinland-Pfalz

14.15 Uhr: Baden-Württemberg hat sich beim Nachbarland Rheinland-Pfalz über zunehmenden Impftourismus beschwert. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums melden sich viele Menschen aus der rheinland-pfälzischen Grenzregion in Baden-Württemberg zum Impfen an, weil das bei ihnen noch nicht möglich sei. In Baden-Württemberg können die Bürger bereits seit dem 27. Dezember einen Impftermin vereinbaren, in Rheinland-Pfalz soll die Terminvergabe erst am 4. Januar starten.

Der Stuttgarter Minister Manne Lucha (Grüne) befürchtet eine »Ungleichverteilung des so knappen Gutes Impfstoff«, wie es in einem Brief an seine Mainzer Kollegin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) heißt, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Er bittet darum, die Rheinland-Pfälzer öffentlich zur Geduld aufzurufen und auf die Terminvergabe im eigenen Land zu verweisen. »Sollte sich dauerhaft ein Ungleichgewicht etablieren, müssten wir aus meiner Sicht auch über einen Ausgleich ins Gespräch kommen.«

Die Impfzentren in Baden-Württemberg haben Grenzgänger bislang aber nicht abgewiesen, wie es aus dem Ministerium hieß.

Verfassungsrichter erlauben strenge Regeln für Schlachthöfe

14.00 Uhr: Das neue Gesetz für bessere Arbeitsbedingungen in der Fleischindustrie kann wie geplant zum neuen Jahr in Kraft treten. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe wies am Mittwoch mehrere Eilanträge ab. Eine ausführliche Begründung werde nachgereicht, hieß es. Das Arbeitsschutzkontrollgesetz soll vor allem Ausbeutung und riskante Arbeitsbedingungen in deutschen Schlachthöfen verhindern.

Kritiker halten es für verfassungswidrig, unter anderem weil es sich nur auf eine Branche beziehe und der Anteil der Zeitarbeitnehmer sehr klein sei. Die aus Datenschutzgründen nicht namentlich genannten Beschwerdeführer vertraten gegenüber dem obersten deutschen Gericht die Ansicht, sie müssten durch das Gesetz nicht wieder gut zu machende Nachteile erleiden. Dem folgten die Richter nicht.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) begrüßte die Entscheidung. »Endlich ist Schluss mit den undurchsichtigen Firmenkonstruktionen und der organisierten Verantwortungslosigkeit in der Fleischindustrie«, erklärte er.

Bundestag und Bundesrat hatten kurz vor Weihnachten die strengeren Vorschriften für die Fleischindustrie als Reaktion auf massenhafte Corona-Fälle in Schlachthöfen beschlossen. Unter anderem verbietet das Gesetz den Einsatz von Subunternehmen mit osteuropäischen Billiglohn-Arbeitern. Auch höhere Bußgelder und einheitliche Kontrollstandards sind vorgesehen. So soll die elektronische Aufzeichnung der Arbeitszeit zur Pflicht werden.

Litauen und Estland melden Höchststände bei Neuinfektionen

13.45 Uhr: In Litauen und Estland nimmt die Zahl der Neuinfektionen trotz strenger Beschränkungen weiter zu. In den beiden baltischen EU-Staaten wurden am Mittwoch die höchsten Tageswerte seit Beginn der Pandemie registriert: 3934 positive Tests in Litauen und 968 in Estland.

Litauen weist nach Angaben der EU-Behörde ECDC zum Jahresende eine der höchsten Infektionsraten in Europa auf, nachdem die Zahl der Neuinfektionen bis zum Spätsommer lange relativ niedrig war. Auch in Estland ist die Entwicklung aktuell schlechter als in Deutschland.

Die Regierungen in Vilnius und Tallinn hatten die Corona-Maßnahmen im Dezember deutlich verschärft und das öffentliche Leben stark zurückgefahren. Trotzdem hat sich noch keine echte Kehrtwende eingestellt.

Todeszahlen im November elf Prozent über dem Durchschnitt

13.30 Uhr: Die Zahl der Todesfälle in Deutschland ist im November deutlich gestiegen. Nach vorläufigen Erkenntnissen des Statistischen Bundesamtes sind im vergangenen Monat elf Prozent oder 8186 mehr Menschen gestorben als im November-Schnitt der Vorjahre. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit Corona lag demnach bei 7335.

Deutschlandweit wurden insgesamt 84.480 Todesfälle gezählt. Zuletzt seien hierzulande im Jahr 1974 mehr als 80.000 Menschen in einem November gestorben. Wie die Statistiker am Freitag weiter mitteilten, war die Übersterblichkeit in Sachsen im letzten Monat besonders hoch. In dem Bundesland, das stark von Corona betroffen ist, starben im Vergleich zum November der Vorjahre 39 Prozent mehr Menschen.

Irans Präsident weist Bedenken gegen eigenen Impfstoff zurück

12.50 Uhr: »Ohne eine wissenschaftliche Argumentation behaupten einige (im Land), dass der hiesige Impfstoff nutzlos sei«, sagte Irans Präsident Hassan Ruhani. Ob der Impfstoff wirksam sei oder nicht, könnten jedoch nur die Wissenschaftler und Experten im Gesundheitsministerium nach Bekanntgabe der Ergebnisse beurteilen.

Der iranische Impfstoff »Coviran Barekat« wurde am Dienstag erstmals bei drei Personen getestet. Für einige Iraner ist er ein wissenschaftlicher Durchbruch, für andere hingegen ein riskantes Experiment. Ihrer Meinung nach sollte man besser Impfstoffe aus Ländern besorgen, die wissenschaftlich auf einem höheren Niveau sind als Iran. Mit dem Hashtag »Kauft Impfstoffe« wird dieser Standpunkt in sozialen Medien befürwortet.

Nach Angaben von Ruhani wird Iran sowohl die vor Ort produzierten Impfstoffe benutzen als auch Vakzine aus dem Ausland importieren. Die iranische Zentralbank hat dazu 200 Millionen Euro bereitgestellt. Es wird jedoch befürchtet, dass die Einfuhr der ausländischen Impfstoffe derzeit nicht machbar ist. Wegen der US-Sanktionen hat Iran keinen Zugang zum globalen Banksystem und daher auch Probleme mit dem Zahlungsverkehr. Diese wirken sich nach offiziellen Angaben auch auf die Bestellung von Impfstoffen aus.

RKI: Höchststand bei Todesfällen wohl auch wegen Nachmeldungen

12.40 Uhr: Der Tageshöchststand bei den gemeldeten Corona-Todesfällen in Deutschland ist wohl auch durch Nachmeldungen bedingt. »Die plausibelste Erklärung ist die, dass es verzögerte Meldungen sind von Todesfällen«, sagte der Chef des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler. Über die Feiertage seien die Zahlen von Neuinfektionen und Gestorbenen relativ gering gewesen. Wieler betonte, eher auf Wochenwerte zu blicken statt auf den Stand an einzelnen Tagen. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle hat am Mittwoch zum ersten Mal die Marke von 1000 überschritten.

Thailand untersagt große Events zu Silvester

12.30 Uhr: Nach 250 neu registrierten Corona-Infektionen hat die thailändische Regierung größere Silvesterveranstaltungen verboten. »Die Zahlen, die heute verkündet wurden, machen mich nervös«, sagte Taweesin Wisanuyothin, Sprecher der thailändischen Covid-19-Taskforce. Wenn man die Situation nicht unter Kontrolle bekomme, gebe es neben dem Countdown zum Neuen Jahr auch einen Countup der neuen Corona-Fälle.

RKI-Chef: Trotz Impfungen Verhaltensregeln weiter einhalten

12.00 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat vor Nachlässigkeit beim Einhalten der Verhaltensregeln gewarnt. »Trotz der Impfung müssen wir uns in den nächsten Monaten alle weiterhin an die AHA+L-Regeln halten und unsere Kontakte einschränken«, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. Die AHA+L-Regeln stehen für Abstand halten, Hygiene, Alltagsmasken und Lüften. Wieler rief dazu auf, nicht zu verreisen, möglichst wenige Menschen zu treffen – und wenn, dann nur dieselben Menschen und im Freien.

Es werde noch Monate dauern, bis so viele Menschen geimpft sind, dass auch die Zirkulation des Virus in der Bevölkerung reduziert werde, sagte Wieler. Einerseits müsse der Impfstoff in ausreichender Menge verfügbar sein, andererseits dauere es, das Mittel zu verabreichen. Auch nach der Impfung der ersten Gruppen seien nicht alle geschützt, kein Impfstoff sei perfekt. Es sei zudem unklar, in welchem Umfang die Impfung Ansteckungen verhindern könne.

Niederländische Armee hilft bei Versorgung von Patienten

11.45 Uhr: Angesichts des großen Drucks in niederländischen Krankenhäusern setzt die Armee nun Soldaten ein. Zunächst würden zehn medizinisch ausgebildete Soldaten in einer Klinik in Apeldoorn östlich von Amsterdam helfen, teilte das Verteidigungsministerium in Den Haag mit. Insgesamt würden 100 Soldaten für die Versorgung von Corona-Patienten zur Verfügung gestellt. Pflegeeinrichtungen in mehreren Regionen hatten die Armee um Hilfe gebeten.

Niederländische Krankenhäuser stehen unter großem Druck durch steigende Patientenzahlen. In den Niederlanden waren zuletzt rund 7500 Neuinfektionen in 24 Stunden gemeldet worden. Zum Vergleich: In Deutschland mit etwa fünfmal mehr Einwohnern waren zuletzt über 22.000 Neuinfektionen festgestellt worden.

Arbeitsagenturen erwarten leichten Aufwärtstrend

11.40 Uhr: Die Arbeitsagenturen erwarten nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit (BA) im zweiten Lockdown keinen erneuten Einbruch des Arbeitsmarkts, sondern vielmehr eine »leichte Aufwärtsentwicklung« in den ersten Monaten des Jahres 2021. Das teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) mit. Das IAB-Arbeitsmarktbarometer stieg im Dezember um 0,5 Punkte auf 101,0 Punkte.

Viele Betriebe würden ihre Beschäftigten halten, unterstützt durch Kurzarbeit und Stützungsmaßnahmen, führte das Institut aus . Es erklärte den Optimismus mit dem mittlerweile vorhandenen Wissen um die Folgen eines Lockdowns und die Aussicht auf eine Bekämpfung der Pandemie durch die Impfungen. Allerdings fand die Befragung unter den Arbeitsagenturen vor der Verschärfung des Lockdowns im Dezember statt.

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer gilt als Frühindikator für die Arbeitsmarktentwicklung und basiert auf einer monatlichen Umfrage unter allen lokalen Arbeitsagenturen. Es setzt sich dabei aus zwei Komponenten zusammen: einer zur Vorhersage der Arbeitslosenzahlen in den nächsten drei Monate und einer zur Vorhersage der Beschäftigungsentwicklung.

Gesundheitsminister Spahn: Lockdown wird andauern

11.35 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht angesichts der hohen Todes- und Infektionszahlen keine Möglichkeit, den aktuellen Lockdown zu beenden. »1129 Familien werden diesen Jahreswechsel in Trauer erleben«, sagte der CDU-Politiker mit Blick auf die aktuell gemeldeten Todesfälle. »Diese Zahlen belegen, wie brutal dieses Virus immer noch zuschlägt.« Von einer Normalität sei man noch sehr weit entfernt. »Ich sehe also nicht, wie wir in dieser Situation zurückkehren können in den Modus vor dem Lockdown.«

Die Zahl der gemeldeten Todesfälle hatte am Mittwoch zum ersten Mal die Marke von 1000 überschritten. Außerdem wurden 22.459 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet.

Algeriens Präsident kehrt nach Behandlung in Deutschland zurück

11.30 Uhr: Der algerische Präsident Abdelmadjid Tebboune ist nach fast zwei Monaten medizinischer Behandlung seiner Corona-Infektion in Deutschland in sein Land zurückgekehrt. Das teilte das Präsidialamt am späten Dienstagabend in einer im algerischen Fernsehen gezeigten Mitteilung mit. »Ich danke Gott für diese Glück verheißende Rückkehr nach Algerien«, sagte der 75-Jährige in einer Erklärung nach seiner Ankunft, die im staatlichen Fernsehen ausgestrahlt wurde. In Algerien wurden bisher nach Angaben der Behören mehr als 98.900 Corona-Infektionen gemeldet. Mindestens 2700 Menschen starben nach offiziellen Angaben in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

Lehrerverband: kein Normalbetrieb im Januar

11.15 Uhr: Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, bleibt bei seiner Einschätzung, dass es nach den Weihnachtsferien zunächst keinen Normalbetrieb an den Schulen geben wird. Allen sei klar, dass das im Januar nach den Ferien nicht möglich sein werde, sagte er dem Sender ntv. »Die Infektionslage wird das nicht zulassen.« Deswegen müsse man sich nach wie vor entweder auf Distanzunterricht oder bestenfalls Wechselbetrieb vorbereiten.

Entscheidungen zum weiteren Vorgehen an den Schulen werden spätestens am Dienstag kommender Woche erwartet, wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder über die Zeit nach dem zunächst bis 10. Januar befristeten Lockdown beraten. Einen Tag vorher wollen sich die Kultusminister der Länder in der Schulfrage abstimmen.

Möglicherweise verkünden einzelne Bundesländer aber auch schon vorher ihre Pläne. So hat etwa Hamburg die vom 5. bis 10. Januar ausgesetzte Anwesenheitspflicht in Schulen bereits um eine Woche verlängert.

WWF warnt vor Wildtiermärkten

10.40 Uhr: Ein Jahr nach dem Ausbruch des Coronavirus in der chinesischen Stadt Wuhan hat die Naturschutzorganisation WWF vor weiterhin bestehenden Gefahren durch Wildtiermärkte und Wildtierhandel gewarnt. Es gilt als wissenschaftlich gesichert, dass das Virus in einer sogenannten Zoonose von einem Wildtier auf den Menschen übersprang .

Von schätzungsweise 500 Märkten in größeren Städten, auf denen häufig mit Wildtieren gehandelt werde, liege über die Hälfte in Regionen mit einem potenziell hohen Risiko von einer Übertragung tierischer Erreger auf den Menschen, heißt es in einer aktuellen Analyse des WWF Deutschland zum Wildtierhandel in der südostasiatischen Mekong-Region.

Konfiszierte Wildtiere in der chinesischen Provinz Jilin im Januar 2019

Konfiszierte Wildtiere in der chinesischen Provinz Jilin im Januar 2019

Foto: Wang Zhendong / HPIC / picture alliance / dpa

»Große Märkte mit niedrigen Hygienestandards, auf denen Wildfleisch verkauft wird, sind besonders riskant für die Übertragung von Zoonosen«, sagte Stefan Ziegler, Artenschutz- und Asienexperte beim WWF Deutschland. Restaurants, die Gerichte mit Wildtieren zubereiten, sowie Online- und Straßenverkäufe seien ebenfalls potenzielle Schmelztiegel für neue Krankheitserreger. Der Analyse zufolge sind in ländlichen Gegenden viele Gemeinden zur Ernährungssicherung noch immer auf Wildtiere angewiesen.

Laut WWF werden jedes Jahr in der Region Dutzende Millionen Wildtiere zu Nahrungszwecken oder zur Verwendung in der traditionellen Medizin gehandelt. Neben Wildschweinen und Hirschen seien das häufig Nagetiere und Fledermäuse, die als Reservoir für eine Vielzahl von krankmachenden Erregern gelten.

Zahl der Corona-Fälle in Wuhan womöglich zehnmal so hoch wie gemeldet

10.30 Uhr: Die Zahl der Corona-Infektionen beim Ausbruch der Pandemie in Wuhan ist laut einer chinesischen Studie möglicherweise zehnmal so hoch gewesen wie bisher angegeben. Bis April hätten rund 4,43 Prozent der elf Millionen Einwohner Wuhans Antikörper gegen das neuartige Coronavirus entwickelt, heißt es in der Studie des Chinesischen Zentrums für Seuchenkontrolle (CDC).

Dies entspricht der Studie zufolge rund 480.000 Corona-Infektionen in der Millionenmetropole bis April. Das sind fast zehnmal so viel wie die bislang offiziell genannten rund 50.000 Fälle.

Die durch die CDC-Daten offenbarte Diskrepanz zwischen den offiziellen und tatsächlichen Infektionszahlen könne auf eine lückenhafte Meldung von Fällen hinweisen – »wegen des Chaos Ende Januar und Anfang Februar, als eine große Zahl von Menschen nicht getestet oder nicht exakt auf Covid-19 getestet wurde«, sagte der Gesundheitsexperte Huang Yanzhong von der in New York ansässigen Denkfabrik Council on Foreign Relations der Nachrichtenagentur AFP.

Thüringens Bildungsminister kann sich leichtere Abschlussprüfungen vorstellen

10.10 Uhr: Geschlossene Schulen, Fernunterricht, Quarantäne: Weil das Coronavirus den Schulalltag in den vergangenen Wochen und Monaten massiv durcheinander gebracht hat, kann sich Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) erleichterte Prüfungen am Ende des Schuljahrs vorstellen. »Wir erheben jetzt mit Klausuren und Klassenarbeiten den Lernstand der Schülerinnen und Schüler«, sagte Holter der Deutschen Presse-Agentur. Zu Beginn des zweiten Schulhalbjahres im Februar werde es dann aus seinem Ministerium eine »klare Ansage« geben, wie es mit den Prüfungen weitergeht.

Berliner Gesundheitssenatorin wirft Bund schlechte Organisation bei Impfungen vor

10.05 Uhr: Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci hat der Bundesregierung vorgeworfen, bei der Verteilung des Corona-Impfstoffes schlecht organisiert zu sein. Im rbb-Inforadio kritisierte die SPD-Politikerin, dass bislang zu wenig Impfstoffdosen auf die Länder verteilt würden: Berlin bekomme bis Jahresende 58.500 Impfdosen, eine Lieferung stehe dabei noch aus. »Das würde gerade einmal für die Bewohnerinnen und Bewohner in den Pflegeheimen reichen.«

Der Bund habe nun zugesagt, dass Berlin ab Anfang des Jahres knapp 30.000 weitere Impfdosen bekomme. Allerdings gebe es Unsicherheiten bei den Lieferterminen, sagte die Senatorin. Das mache die Planung extrem schwierig. Deshalb seien die Berliner Impfzentren auch nicht im Vollbetrieb. Was sie sehr ärgere, sei der Umstand, dass der Liefertermin für die erste Januarwoche immer noch nicht feststehe. »Wir wissen noch nicht einmal: Kommt der Impfstoff Montag oder Sonntag, und das ist natürlich für die Planung ungemein wichtig zur Buchung von Terminen.«

Kuba will bis Ende Juni mit eigenem Vakzin impfen

9.54 Uhr: Kuba will noch in der ersten Hälfte des kommenden Jahres seine Bevölkerung mit einem selbst entwickelten Impfstoff vor Covid-19 schützen. Das Land könne »die kubanische Bevölkerung innerhalb des ersten Halbjahres 2021 gegen das Sars-CoV-2-Virus immunisieren«, sagte der Direktor des Finlay-Impfstoff-Instituts, Vicente Vérez Bencomo, der Staatszeitung »Granma«. Zwei Impfstoffkandidaten, Soberana01 und Soberana02 (Souverän01 und Souverän02), hätten in ersten Studien gute Ergebnisse gezeigt.

Kubanische Wissenschaftler verfügen über Erfahrung in der Impfstoff-Herstellung. Das staatliche Impfprogramm für Kinder umfasst elf Vakzine gegen 13 Krankheiten. Acht davon werden auf der Karibikinsel hergestellt. Bisher haben die Behörden unter den 11,2 Millionen Einwohnern Kubas nur knapp 11.500 Corona-Infektionen und 143 Todesopfer registriert.

US-Politiker, 41, stirbt nach Sars-CoV-2-Infektion

9.43 Uhr: In den USA ist am Dienstag erstmals ein Mitglied des Kongresses nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Der erst kürzlich gewählte 41-jährige republikanische Abgeordnete Luke Letlow hätte eigentlich am Sonntag vereidigt werden sollen. »Covid-19 hat den gewählten Kongressabgeordneten Letlow viel zu früh von uns genommen«, schrieb der Gouverneur des Bundesstaates John Bel Edwards in der vergangenen Nacht auf Twitter. Erst im Dezember hatte sich Letlow in einer Stichwahl durchgesetzt, um seinen Wahlbezirk im Kongress zu repräsentieren.

Seine Corona-Infektion hatte Letlow am 18. Dezember öffentlich gemacht. Zunächst habe sich der Politiker zu Hause in Quarantäne begeben. Als sich sein Zustand verschlechterte, sei er in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Letlow hinterlässt laut US-Medien seine Frau und zwei gemeinsame Kinder.

Tschechien erlaubt sechs Impfdosen statt fünf

9.32 Uhr: Aus einem Fläschchen Biontech-Impfstoff lassen sich häufig sechs statt nur fünf Dosen gewinnen. Doch die EU-Arzneimittelbehörde untersagt das und sieht bisher vor, Reste wegzuwerfen . Über diese Ansage setzt sich die tschechische Regierung nun hinweg, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Das dortige Gesundheitsministerium habe mitgeteilt, dass es sechs Impfungen erlaube, wenn sich genug Impfstoff in den Ampullen befinde und die vorgeschriebene Impfmenge verabreicht werden könne. Ministerpräsident Andrej Babiš habe die EU-Kommission in dieser Woche darum gebeten, seinem Land dieses Vorgehen zu gestatten, hieß es.

Nach den Weihnachtsfeiertagen spitzt sich das Infektionsgeschehen in Tschechien zu. Am Mittwoch meldeten die Behörden 16.329 Neuinfektionen binnen 24 Stunden – den höchsten Tageswert seit Beginn der Pandemie. Mehr als 5700 Menschen befinden sich im Krankenhaus in Behandlung.

Chef der Republikaner im US-Senat stoppt Erhöhung der Corona-Hilfen

9.20 Uhr: Der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, hat die Erhöhung der Corona-Hilfen für von Armut bedrohte Amerikaner mit einem taktischen Manöver vorerst verhindert. McConnell verband am Dienstag die Abstimmung über die Erhöhung der Hilfen von 600 auf 2000 Dollar mit den Entscheidungen über neue Vorschriften für soziale Netzwerke und einer Untersuchung zur Sicherheit von Wahlen.

Zwar unterstützen die oppositionellen Demokraten und zunehmend auch Republikaner die Forderung nach der Erhöhung. Allerdings lehnen Demokraten entschieden Änderungen der Gesetze für IT-Konzerne wie Facebook ab. Auch Untersuchungen, die die Wahl von Joe Biden zum Präsidenten infrage stellen könnten, unterstützen sie nicht. In der Folge fand das von McConnell zur Abstimmung gestellte Gesetzespaket keine Mehrheit im Senat.

Chinesischer Corona-Impfstoff hat Wirksamkeit von 79 Prozent

9.00 Uhr: Mit dem Pharmakonzern Sinopharm hat nun auch in China erstmals ein Hersteller Details zur Wirksamkeit seines Corona-Impfstoffes bekannt gegeben. Wie das Unternehmen mitteilte, soll der Impfstoff einen annähernd 79-prozentigen Schutz vor Covid-19 (79,34 Prozent) bieten. Die Veröffentlichung der Daten ist ein wichtiger Schritt für die finale Zulassung des Impfstoffes, von dem sich auch Staaten außerhalb Chinas bereits Dosen gesichert haben.

In China selbst gibt es neben Sinopharm mit Anhui Zhifei Longcom, CanSino und Sinovac noch drei weitere Unternehmen, die sich in der Endphase der Impfstoff-Entwicklung befinden. Eine endgültige Zulassung im Inland wurde bisher noch keiner der Firmen erteilt. China hatte das Ziel ausgegeben, bis Ende des Jahres 600 Millionen Dosen auf den Markt bringen zu können. Zuletzt war in Staatsmedien auch davon die Rede, bis Mitte Februar 50 Millionen Chinesen impfen zu wollen.

Großbritannien genehmigt Impfstoff von AstraZeneca

8.50 Uhr: In Großbritannien ist ein zweiter Corona-Impfstoff zugelassen worden: Die britische Regierung ist den Empfehlungen der Arzneimittelaufsichtsbehörde MHRA gefolgt, den Impfstoff AZD1222 der schwedischen Pharmafirma AstraZeneca und der britischen Oxford-Universität zuzulassen. 

Großbritannien ist damit das weltweit erste Land, das den Oxford-Impfstoff zugelassen hat. Anfang Dezember hatte Großbritannien bereits den Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer genehmigt. 

Frankreich erwägt erweiterte nächtliche Ausgangssperre

8.45 Uhr: Im Kampf gegen die Corona-Pandemie erwägt die französische Regierung, in besonders schwer betroffenen Landesteilen die nächtliche Ausgangssperre auszuweiten. Die Ausgangssperre würde nach diesen Überlegungen in diesen Regionen auf 18.00 Uhr vorverlegt, wie Gesundheitsminister Olivier Veran am Dienstag dem Fernsehsender France 2 sagte. Der Start dieser erweiterten Ausgangssperre sei für Samstag in vier östlichen Regionen anvisiert.

Die erweiterte Ausgangssperre könnte schließlich auf bis zu 20 Regionen ausgeweitet werden, erklärte Verans Ministerium. Die derzeitige nächtliche Ausgangssperre gilt von 20.00 Uhr bis 06.00 Uhr. Eine Rückkehr zu einem kompletten Lockdown schließt die Regierung derzeit jedoch aus.

In Frankreich wurden am Dienstag 11.395 neue Corona-Infektionen verzeichnet – mehr als das Doppelte des Tagesziels der Regierung zur Lockerung der Beschränkungen. Dieses liegt bei 5000 Neuinfektionen pro Tag. In Frankreich waren am Sonntag die ersten Menschen gegen das neuartige Coronavirus geimpft worden. In der ersten Impfphase werden die Bewohner von Pflegeheimen immunisiert.

Bundesbürger blicken trotz Corona zuversichtlich auf 2021

8.05 Uhr: Trotz Corona sind die Menschen in Deutschland zuversichtlich für das kommende Jahr. Das geht aus einer Umfrage der Stiftung für Zukunftsfragen von British American Tobacco (BAT) hervor. Danach sieht eine knappe Mehrheit der Bundesbürger (51 Prozent) positiv auf das kommende Jahr (2015 waren es 44 Prozent).

Am hoffnungsvollsten zeigen sich hierbei die Über-65-Jährigen (59 Prozent), während die mittleren Altersgruppen (36 Prozent) mehrheitlich angstvoll auf die Entwicklung der kommenden zwölf Monate schauen. Knapp jeder vierte Deutsche (23 Prozent) glaubt, Deutschland werde Ende 2021 wirtschaftlich besser dastehen als heute (2015: 20 Prozent).

Eine der weiterhin größten Sorgen der Deutschen bleibt die Spaltung der Gesellschaft – und der Klimawandel. Machten sich 2007 nur 47 Prozent der Deutschen Sorgen um die Umwelt, sind es 2020 gut die Hälfte (51 Prozent). Das Thema Umwelt wird insbesondere von den älteren Bundesbürgern mit Sorge betrachtet (60 Jahre und älter: 60 Prozent).

FDP-Chef Lindner fordert Stopp der corona-bedingten Neuverschuldung

7.30 Uhr: Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner fordert eine rasche Abkehr von der Schuldenpolitik schon im kommenden Jahr. »Wir müssen bereits 2021 damit beginnen, wieder auf den Konsolidierungspfad zu kommen«, sagte er der Nachrichtenagentur dpa in Berlin. »Die Bundestagswahl wird eine große Entscheidungssituation sein: Wollen wir tatsächlich dauerhaft in die Verschuldung, so wie SPD und Grüne das raten? Oder gibt es eine Rückkehr zur Schuldenbremse, indem auch der Staat wieder bescheidener wird und sich auf Notwendiges konzentriert?«

»Wir dürfen den Staat nicht so stark in die Abhängigkeit der Finanzmärkte jagen wie gegenwärtig.«

FDP-Chef Christian Lindner

Die Finanzierung der Lasten der Corona-Pandemie hat die Neuverschuldung stark ansteigen lassen. War der Bundeshaushalt in den vergangenen Jahren ohne neue Schulden ausgekommen, ist im Etat für das kommende Jahr, den der Bundestag im Dezember verabschiedet hat, eine Neuverschuldung von fast 180 Milliarden Euro vorgesehen.

Lindner sagt, es gehe nun darum, ob man die aktuelle Situation perpetuieren und quasi eine Wette auf dauerhaft niedrige Zinsen und eine Wette auf die Finanzmärkte machen wolle oder nicht. Für den Vorsitzenden der Freien Demokraten steht fest: »Wir dürfen den Staat nicht so stark in die Abhängigkeit der Finanzmärkte jagen wie gegenwärtig.«

Baden-Württemberg will Schulen nach 10. Januar wieder öffnen

6.50 Uhr: Die Debatte darüber, wie gefährlich Schulen als Corona-Hotspots sind, geht weiter - und mit ihr die Frage, ob und wann Schulen wieder öffnen. Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann bekräftigt ihre Forderung, Kindergärten und Grundschulen auf jeden Fall schon ab dem 11. Januar wieder zu öffnen. Diesen Beschluss sollten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten bei ihrer Konferenz am Dienstag fällen, forderte die CDU-Politikerin in der »Bild«-Zeitung . »Auch wenn der Lockdown über den 10. Januar hinaus verlängert wird, sollten Kitas und Grundschulen wieder öffnen für Präsenzunterricht. In diesen Altersklassen ist es unerlässlich, dass Kinder in Kitas gehen und in Schulen lernen.«

Eisenmann betonte, im Unterricht in der Schule sei der Lernerfolg am größten. »Wir müssen in dieser Krise auf Virologen genauso wie auf Kinderärzte und Kinderpsychologen hören. Und die sagen uns, dass die Langzeitfolgen für Kinder durch geschlossene Schulen enorm sind«, gab sie zu bedenken.

SPD-Chefin Saskia Esken bewertete den Vorschlag Eisenmanns in einem Interview der Funke-Mediengruppe als »geradezu unverantwortlich«. Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte sich gegen eine Rückkehr zum normalen Schulbetrieb nach dem 10. Januar ausgesprochen. »Nach dem Lockdown darf es keine Rückkehr zum regulären Präsenzunterricht geben. Maske, Lüften plus 30 Kinder geht nicht, ansonsten droht wieder exponentielles Wachstum der Infektionszahlen«, sagte Lauterbach der »Rheinischen Post«.  Er forderte »bundesweit geteilte Klassen, zusätzliche Unterstützung für Lernschwächere, ausnahmslose Maskenpflicht in den Schulgebäuden und verkürzte Sommerferien zum Ausgleich der Defizite«.

Schäuble: Deutschland darf Impfstoff nicht ärmeren Ländern »wegschnappen«

6.15 Uhr: Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat Vorwürfe zurückgewiesen, die Bundesregierung habe für Deutschland nicht genug Corona-Impfstoffdosen gesichert. »Ich kann die Kritik zwar nachvollziehen, aber ich halte sie dennoch für falsch«, sagte Schäuble der »Neuen Osnabrücker Zeitung«. »Wir können unsere Ungeduld nicht zum Maß aller Dinge machen und den Menschen in ärmeren Weltregionen den Impfstoff wegschnappen.«

Kritiker hatten der EU und auch Deutschland vorgehalten, zu wenig Impfstoff bestellt zu haben, weshalb es in anderen Staaten weltweit schneller vorangehe mit den Impfungen. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte vor negativen Folgen durch Lieferengpässe gewarnt und gesagt, leider sei noch nicht genügend Impfstoff vorhanden.

Allerdings hatte die Hilfsorganisation Caritas international am Montag darauf hingewiesen, dass die entwickelten Länder den Großteil der weltweiten Impfproduktion bereits reserviert hätten. Dabei lebten in diesen Ländern nur 14 Prozent der Weltbevölkerung. Die Organisation rechne damit, dass im kommenden Jahr in 70 ärmeren Ländern nur zehn Prozent der Bevölkerung geimpft werden könnten. »Die Krise überwinden wir nur mit Solidarität, in Europa und auch darüber hinaus«, mahnte Schäuble mit Blick auf Warnungen, es bleibe nicht genug Impfstoff für ärmere Regionen.

Umfrage: Viele halten die Corona-Warn-App für nutzlos

6.10 Uhr: Viele Menschen nutzen die Corona-Warn-App nicht, weil sie sie für untauglich halten im Kampf gegen die Pandemie. Das geht aus einer bundesweiten Umfrage im Auftrag des Staatsministeriums Baden-Württemberg hervor, die der dpa vorliegt. Darin gaben demnach 33 Prozent der Nichtnutzer an, dass die App aus ihrer Sicht nutzlos ist und nichts bringt.

19 Prozent hätten die Sorge um den Datenschutz oder ein Überwachungsgefühl als Grund des Verzichts genannt. 16 Prozent der Nichtnutzer besitzen laut der Umfrage ein Smartphone, auf dem die App nicht läuft. »Die App ist eine gute Ausgangsbasis, aber sie schöpft ihr Potenzial nach meinem Eindruck bislang bei Weitem nicht aus«, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne).

In der Umfrage gaben nur 36 Prozent der etwas mehr als 1000 Befragten an, die App überhaupt installiert und aktiviert zu haben. 58 Prozent verneinten das. 6 Prozent teilten mit, kein Smartphone zu besitzen.

RKI meldet erstmals über 1000 Corona-Tote innerhalb eines Tages

5.30 Uhr: Die Zahl der gemeldeten Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus hat zum ersten Mal die Marke von 1000 überschritten und damit einen Höchststand erreicht. Binnen eines Tages übermittelten die deutschen Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI)  1129 neue Todesfälle. Das geht aus den RKI-Zahlen vom Mittwochmorgen hervor. Außerdem wurden 22.459 Neuinfektionen gemeldet. Vergangenen Mittwoch (23.12.) waren 24.740 Neuinfektionen und der bisherige Höchststand von 962 Todesfällen gemeldet worden.

Das RKI hatte vor den Weihnachtstagen mitgeteilt, dass die aktuellen Zahlen nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar seien, da es zum Jahreswechsel hin mit einer geringeren Zahl an Tests und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern rechnete. Dennoch war die Zahl der neuen Todesfälle am Mittwochmorgen deutlich höher als vor einer Woche.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Mittwochmorgen bei 141,3. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind jedoch enorm: Die höchsten Inzidenzen hatten am Dienstag Sachsen mit 330,0 und Thüringen mit 255,1 den niedrigsten Wert hatte Niedersachsen mit 79,6.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 1.687.185 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 30.12., 0 Uhr). Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg bis Mittwoch auf 32.107. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.302.600 an.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Bericht vom Dienstagabend bei 0,67 (Montag: 0,74). Dieser R-Wert bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 67 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab. Das RKI betont in seinem Bericht aber, dass zum Jahreswechsel hin Corona-Fälle nur verzögert angezeigt, erfasst und übermittelt würden, sodass der R-Wert zudem gegebenenfalls unterschätzt werde.

Wohnungslosenhilfe fordert mehr Notunterkünfte wegen Lockdowns

3.45 Uhr: Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe fordert von den Kommunen mehr Unterstützung für Obdachlose in der Coronakrise und angesichts des harten Lockdowns. »Wir befürchten, dass für wohnungslose Menschen der Corona-Winter noch gefährlicher wird«, sagte Werena Rosenke, Geschäftsführerin der Arbeitsgemeinschaft mit Sitz in Berlin, der »Rheinischen Post«.

Laut Rosenke besteht das Problem, dass das Angebot an Unterkünften derzeit oft knapper ist, um die Abstandsregeln einhalten zu können und das Infektionsrisiko zu verringern. Für tagsüber gebe es außerdem zu wenige Orte.

In diesem Jahr sind bereits mindestens zwei Wohnungslose in Deutschland erfroren. Seit 1991 sind es nach Angaben der Organisation mindestens 320 Kältetote.

Rosenke forderte auch mehr finanzielle Unterstützung für Corona-Tests. »In den meisten Fällen müssen die Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe die Kosten für Testungen selbst finanzieren – weder Bund, Länder noch Kommunen beteiligen sich ausreichend an den Kosten.« Dies bringe viele Einrichtungen schnell an ihre finanziellen Grenzen. Wohnungslosen Menschen müsse auch ein niedrigschwelliger Zugang zu Impfungen ermöglicht werden, forderte Rosenke.

Von der Kälte besonders bedroht sind die rund 41.000 Menschen in Deutschland, die ganz ohne Unterkunft auf der Straße leben. Als wohnungslos gelten rund 640.000 weitere Menschen, die etwa in Gemeinschaftsunterkünften leben.

Suche nach dem Corona-Ursprung: Die Virusjäger

2.35 Uhr: Drei Viertel aller Epidemien wurden in der Vergangenheit durch eine Virusübertragung von Tier zu Mensch ausgelöst. Aids, Malaria, das Zika-Virus oder die Pest. Doch wie sprang Sars-CoV-2 auf den Menschen über? Hier im Video.

Regierungsbeauftragter bittet Pflegekräfte, sich impfen zu lassen

2.30 Uhr: Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung appelliert an alle Pflegekräfte hierzulande, sich gegen Corona impfen zu lassen. Je mehr Menschen geimpft werden, desto weniger Wirte finde das Virus und die Ausbreitung werde eingedämmt, sagte Andreas Westerfellhaus der »Rheinischen Post«. »Und ich bin mir sicher, dass diese Einsicht auch die meisten Pflegekräfte haben und sich impfen lassen«, sagte er. In Alten- und Pflegeheimen sterben zurzeit sehr viele Menschen an oder mit Covid-19.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach wies darauf hin, dass Pflegepersonal auch zur Impfung gezwungen werden könnte – ohne sich diese Forderung allerdings zu eigen zu machen. »Mit dem Infektionsschutzgesetz gäbe es zwar eine rechtliche Grundlage dafür, dass Altenheime und Krankenhäuser ihr Personal zu einer Impfung zwingen. Aber die Bundesregierung hat versprochen, dass es keine Impfpflicht geben wird. Dabei wird es bleiben, und das ist auch richtig«, sagte Lauterbach ebenfalls der »Rheinischen Post«.

Zugleich wunderte sich Lauterbach erneut über die Skepsis mancher Ärzte. Er selbst werde sich sofort impfen lassen.

Neue Coronavirus-Variante erstmals auch in den USA festgestellt

2.15 Uhr: Die neue und offenbar ansteckendere Variante des Coronavirus ist erstmals auch in den USA festgestellt worden. Die Mutation sei bei einem 20-jährigen Patienten im Bundesstaat Colorado diagnostiziert worden, teilte der dortige Gouverneur Jared Polis am Dienstag über den Onlinedienst Twitter mit . Der Mann befinde sich im Verwaltungsbezirk Elbert in Quarantäne. Er sei nicht auf Reisen gewesen.

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Die USA sind das am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land der Welt. Rund 19,3 Millionen Menschen infizierten sich dort bislang mit dem Virus, mehr als 335.000 Menschen starben nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität im Zusammenhang mit der Infektion.

Die neue Form des Coronavirus hat sich in Südengland stark ausgebreitet. Am vergangenen Wochenende war sie auch bei zwei Patienten in Kanada festgestellt worden. Dies waren die ersten bekannten Fälle von Infektionen mit dieser Virus-Variante in Nordamerika. Nach Angaben der EU-Gesundheitsbehörde ECDC wurden weltweit insgesamt mehr als 3000 Fälle dieser Virus-Mutation entdeckt.

In Deutschland wurden bislang nur einzelne Fälle der neuen Virus-Variante festgestellt. Laut Studien ist diese Form des Erregers deutlich ansteckender als die vorherigen.

Mehr als eine halbe Million Corona-Tote in Lateinamerika und Karibik

1.35 Uhr: In Lateinamerika und der Karibik ist inzwischen mehr als eine halbe Million Todesfälle durch das Coronavirus verzeichnet worden. In der Region gab es mindestens 500.800 Corona-Tote, wie eine Zählung der Nachrichtenagentur AFP ergab. Lateinamerika und die Karibik sind nach Europa die zweite Weltregion mit mehr als 500.000 registrierten Todesopfern der Pandemie. In Europa war diese Marke zwölf Tage zuvor überschritten worden.

Die Staaten in Lateinamerika mit den höchsten Zahlen von verzeichneten Corona-Toten sind Brasilien (rund 192.000) und Mexiko (etwa 120.000). In vier Staaten dieser Weltregion sind inzwischen die Impfkampagnen gegen das Coronavirus angelaufen. Dies sind Argentinien, Chile, Costa Rica und Mexiko. In Argentinien wird der umstrittene russische Impfstoff Sputnik V verwendet, in den anderen drei Ländern das Präparat der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer.

Die Weltregion mit der dritthöchsten Zahl von Corona-Toten sind die USA und Kanada. Dort wurden insgesamt mehr als 350.000 Todesfälle verzeichnet.

Schulen in der Coronakrise: Das Märchen vom Pandemieparadies

0.55 Uhr: Schulen sind angeblich keine Treiber der Pandemie, behaupten die Bildungsminister. Doch es gibt Zweifel an dieser Lesart – auch weil ein Ministerium anderslautende Ergebnisse zurückgehalten hat. Lesen Sie hier mehr.

Staatsrechtsexperten warnen vor Verletzung der Grundrechte von Geimpften

0.40 Uhr: Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hat vor der Verletzung von Grundrechten von gegen das Coronavirus geimpften Bürgern gewarnt. Sobald gesichert sei, dass von Geimpften keine Ansteckungsgefahr ausgehe, gebe es »verfassungsrechtlich keine Legitimation mehr, die Betroffenen in ihren Grundrechten weiter zu beschränken«, sagte Papier der »Bild«-Zeitung.

Seit Tagen gibt es eine politische Debatte darum, ob Corona-Beschränkungen für gegen das Virus geimpfte Bürger aufgehoben werden sollen. Rechtspolitiker der Großen Koalition prüfen, ob eine solche mögliche Vorzugsbehandlung durch Privatunternehmen verboten werden soll.

Papier sagte jedoch, er habe »verfassungsrechtliche Bedenken«, wenn der Staat privaten Unternehmen vorschreibe, welche Privilegien sie gewähren dürfen – »solange diese nicht zur Verschärfung des Infektionsgeschehens führen«.

Auch der Staatsrechtsexperte und frühere Bundesverteidigungsminister Rupert Scholz (CDU) warnte vor der Verletzung von Grundrechten. Wer per Gesetz »angebliche Sonderrechte oder Privilegien für Corona-Geimpfte verhindern will und sich dabei auf die Solidarität mit Noch-nicht-Geimpften beruft, verdreht die Tatsachen«, sagte er zu »Bild«. Es gehe nicht um Solidarität, sondern darum, »ob Bürger, die nachweislich nicht mehr ansteckend sind, weiter bevormundet werden sollen«.

In Deutschland hatte am vergangenen Wochenende die Impfkampagne gegen das Coronavirus begonnen. In der ersten Phase werden bundesweit Menschen ab 80 Jahren sowie Bewohner und Mitarbeiter von Pflegeheimen geimpft.

Corona-Impfstoff: Wegkippen statt spritzen

0.15 Uhr: Aus einem Fläschchen Biontech-Impfstoff lassen sich häufig sechs statt nur fünf Dosen gewinnen. Doch die EU-Arzneimittelbehörde untersagt das – und sieht vor, Reste wegzuwerfen. Lesen Sie hier  mehr.

bah/cop/lov/mrc/wit/Reuters/dpa/AFP/AP
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