Corona-News am Mittwoch Biontech-Impfstoff könnte im Dezember zugelassen werden

Der Biontech-Geschäftsführer rechnet mit einer Impfstoff-Zulassung im Dezember. Und: Ein leitender US-Gesundheitsbeamter sieht sein Land an einem »gefährlichen Punkt«. Der Überblick am 18. November.
Mitarbeiter von Biontech im Labor der Mainzer Firma: Mitte Dezember könnte der Impfstoff bereits zugelassen werden

Mitarbeiter von Biontech im Labor der Mainzer Firma: Mitte Dezember könnte der Impfstoff bereits zugelassen werden

Foto: Stefan Albrecht / Biontech / dpa

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+++ Biontech-Impfstoff könnte bereits im Dezember zugelassen werden +++

20.08 Uhr: Der Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech könnte bereits im Dezember zugelassen werden. Das sagte der Geschäftsführer des Unternehmens, Ugur Sahin, der Nachrichtenagentur Reuters.

Wenn alles gut gehe, könne die US-Behörde FDA bereits in der ersten Dezemberhälfte eine Notfallzulassung erteilen. Eine Zulassung der Europäischen Union könne hingegen in der zweiten Dezemberhälfte folgen, sagte er.

US-Gesundheitsbeamter sieht Pandemie an »gefährlichem Punkt«

22.26 Uhr: Ein führendes Mitglied der Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses, Admiral Brett Giroir, sieht die USA in der Corona-Pandemie an einem »gefährlichen Punkt«. »Im Moment verzeichnen wir den stärksten Anstieg der Fallzahlen, unsere Krankenhausaufnahmen nehmen Woche für Woche um 25 Prozent zu, unsere Todesfälle nehmen Woche für Woche um 25 Prozent zu – und das bewegt sich nicht in die richtige Richtung«, sagte Giroir, der ein leitender Beamter im Gesundheitsministerium ist, am Mittwoch dem Sender MSNBC.

»Im Augenblick befinden wir uns in einer total gefährlichen Situation, der wir mit äußerster Ernsthaftigkeit begegnen müssen«, sagte Giroir. Es handele sich nicht um falschen Alarmismus, sondern um die schlimmste Steigerungsrate bei Corona-Fällen, die die USA in der Pandemie bislang gesehen habe. »Und derzeit gibt es kein Zeichen der Abflachung.«

Seit Anfang November liegt die Zahl der täglich nachgewiesenen Corona-Infektionen in den Vereinigten Staaten bei mehr als 100.000 – Tendenz steigend. Am Dienstag waren es rund 162.000. Die Zahl der Toten hat mittlerweile fast die Marke von 250.000 erreicht. In keinem anderen Land der Welt ist eine so hohe Zahl an Todesfällen bekannt. Relativ zur Einwohnerzahl sind in Belgien, Spanien und Argentinien jedoch mehr Menschen als in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern infolge einer Corona-Infektion gestorben.

365 Demonstranten in Berlin vorübergehend in Gewahrsam

22.16 Uhr: Bei der Demonstration gegen Corona-Auflagen  und das Infektionsschutzgesetz in Berlin hat die Polizei bis zum Abend 365 Menschen in Gewahrsam genommen. Freiheitsbeschränkungen und Freiheitsentziehungen seien häufig wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz erfolgt, twitterte die Polizei am Abend. Es gab aber auch den Verdacht auf Landfriedensbruch. Bei zwei Verdächtigen prüfe ein Richter, ob sie in Untersuchungshaft kommen.

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Bislang sind der Polizei zehn verletzte Beamte bekannt. Darunter sei eine Polizistin, die einen Tritt gegen den Kopf bekommen habe, als sie ihren Helm abnahm, sagte ein Sprecher. Sie sei in ein Krankenhaus gekommen. Einem anderen Kollegen sei die Schulter ausgekugelt worden.

»Ich will klar sagen, dass ich nicht mehr bereit bin, so etwas zu akzeptieren in Berlin, was wir hier sehen«, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) im RBB. Einerseits würden Tausende ohne Rücksicht auf jeglichen Schutz demonstrieren, andererseits gehe es in der Pandemie um das Offenhalten von Schulen und die Existenz von vielen Unternehmerinnen und Unternehmern.

New York City schließt seine Schulen

20.35 Uhr: Der Bürgermeister von New York City, Bill de Blasio, hat angekündigt, öffentlichen Schulen im Bezirk ab Donnerstag für den Präsenzunterricht zu schließen. Die steigenden zahlen bedeuteten, dass die öffentlichen Schulgebäude vorsorglich geschlossen werden müssen, sagte de Blasio. »Wir müssen die zweite Corona-Welle bekämpfen«, sagte er.

Wie die »New York Times« berichtet , waren die Schulen erst seit acht Wochen wieder für den Präsenzunterricht geöffnet. Grund für den erneuten Shutdown sind die Infektionszahlen in der Stadt, die Positivitätsrate liege im Siebentagesdurchschnitt bei drei Prozent, hieß es.

Liverpools Salah erneut positiv getestet

19.30 Uhr: Liverpools Stürmerstar Mohamed Salah befindet sich nach seinem zweiten positiven Test in Isolation. Das teilte der ägyptische Fußballverband mit. Der 28-Jährige hatte bereits vergangene Woche ein positives Testergebnis erhalten. Salah fehlt dem Team von Trainer Jürgen Klopp beim Ligaspiel gegen Leicester City am Sonntag sowie bei der Champions-League-Begegnung gegen Atalanta Bergamo am kommenden Mittwoch (beide Spiele im Liveticker bei SPIEGEL.de).

Seehofer lobt Polizeieinsatz

18.50 Uhr: Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat das Vorgehen der Berliner Polizei zur Auflösung von Demonstrationen gegen Änderungen des Infektionsschutzgesetzes verteidigt. »Alle Verfassungsorgane konnten heute ohne Einschränkungen arbeiten. Der demokratische Rechtsstaat lebt und die Polizei ist sein Schutzschild«, erklärte Seehofer. Der Innenminister dankte den Einsatzkräften »für diesen so wichtigen Dienst in unserem Land«.

Griechenland plant zwei Millionen Impfungen monatlich

17.56 Uhr: Griechenland wird monatlich mehr als zwei Millionen Menschen gegen das Coronavirus impfen können, sobald das nötige Serum verfügbar ist. »Wir haben bereits landesweit 1018 Impfstellen festgelegt. Die Impfung wird kostenlos sein«, sagte Gesundheitsminister Vassilis Kikilias am Mittwoch im Staatsfernsehen. "Die ersten Impfungen werden im ersten Monat des Jahres 2021 sein«, ergänzte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums.

Im Vergleich zu anderen Ländern ist Griechenland mit seinen rund elf Millionen Einwohnern bisher nicht so stark von Corona betroffen gewesen. Allerdings schnellten die Zahlen in den vergangenen Wochen vor allem in den Großstädten Athen und Thessaloniki unkontrolliert in die Höhe. Am Mittwoch zählte die griechische Gesundheitsbehörde 3200 Neuinfektionen und 60 Tote innerhalb von 24 Stunden.

Polizei warnt vor gefälschten Tweets zur Corona-Demo

17.38 Uhr: Während des Einsatzes der Polizei bei einer Demonstration gegen die Corona-Politik in Berlin sind in sozialen Medien gefälschte Twitter-Mitteilungen  aufgetaucht. Die Polizei rief via Twitter dann dazu auf: "Teilen Sie diese bitte keinesfalls weiter – auch nicht aus Spaß. Falschmeldungen lassen sich nur so stoppen." Kontroverse Twitter-Mitteilungen sollten den Anschein erwecken, sie stammten angeblich von der Berliner Polizei. In einem solchen gefälschten Tweet ist von einem "Schussbefehl" die Rede.

Mehrere Stunden lang demonstrierten am Mittwoch Gegner der staatlichen Corona-Maßnahmen in Berlin-Mitte. Die Polizei setzte Wasserwerfer ein, nach eigenen Angaben mit einer Art "Sprühnebel".

Nach Spende für Impfstoff-Forschung: Dolly Parton »geehrt und stolz«

Dolly Parton

Dolly Parton

Foto: Henning Kaiser/ dpa

17.37 Uhr: Nachdem der US-Pharmakonzern Moderna positive Daten zu seinem Corona-Impfstoff vorgelegt hat, hat sich die US-Countrysängerin Dolly Parton, die Teile der dazugehörigen Forschung mit einer Spende unterstützte, »geehrt und stolz« gezeigt. Sie sei »so aufgeregt« gewesen, als sie die Nachricht gehört habe, sagte Parton der BBC. »Ich bin ein sehr stolzes Mädchen heute – wissend, dass ich beteiligt war an etwas, das uns dabei helfen wird, durch diese verrückte Pandemie zu kommen.«

Parton hatte dem Vanderbilt University Medical Center im US-Bundesstaat Tennessee im April eine Million Dollar (etwa 850.000 Euro) gespendet. Unter anderem dort wurde in Zusammenarbeit mit Moderna an einem Corona-Impfstoff geforscht, der nun ersten maßgeblichen Ergebnissen zufolge über eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent verfügt.

Klingbeil: »So etwas habe ich im Bundestag noch nicht erlebt« 

 17.30 Uhr: SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat das Verhalten der AfD im Parlament während der Debatte zum Infektionsschutzgesetz scharf kritisiert. »So etwas wie heute habe ich an einem Sitzungstag im Bundestag noch nicht erlebt«, sagte Klingbeil dem SPIEGEL. Das Verhalten der AfD sei »absolut undemokratisch und unwürdig«. 

Im Plenum störe und verhöhne die AfD demokratische Prozesse, so Klingbeil, vor dem Bundestag verbünde sie sich mit rechten Demonstranten. »Und dann schleust sie auch noch ihre Anhänger in die Gänge des Reichstags, die dort freie Abgeordnete bedrängen. Immer das erklärte Ziel vor Augen, unser demokratisches System zu destabilisieren. Das ist wirklich eine Schande.« 

Mehrere Bundestagsabgeordnete berichteten von Einschüchterungsversuchen im Reichstagsgebäude. Die AfD habe Anhänger als Gäste in den Bundestag gelassen, die Abgeordnete gefilmt und bedrängt hätten. Klingbeil sagte dazu, die Demokratie lebe von Debatten, inhaltlichen Auseinandersetzungen und Kritik: »Sie lebt nicht vom Niederbrüllen, von Lügen und von Übergriffen. Ich bin sehr dankbar, dass die Polizei die eskalierende Lage rund um den Reichstag gut im Griff hatte und dass es nicht zu schlimmeren Ausschreitungen gekommen ist.«

Frankreich fordert Verzicht auf Black Friday

17.16 Uhr: Die französische Regierung hat Amazon und andere Online-Plattformen wegen der Corona-Pandemie zum Verzicht auf Schnäppchenaktionen zum sogenannten Black Friday aufgerufen. Wirtschaftsminister Bruno Le Maire appellierte an die Händler, die für den 27. November geplanten Rabattangebote zu »verschieben«, solange die meisten Geschäfte in Frankreich wegen der Pandemie geschlossen bleiben müssten.

Viele Einzelhändler hatten zuvor Druck gemacht, eine Öffnung der Läden ab dem 27. November zu erlauben. Die Regierung will dagegen abwarten, weil die Intensivstationen in Frankreich derzeit zu 94 Prozent mit Corona-Patienten ausgelastet sind.

Putin besorgt wegen steigender Zahl der Corona-Toten

Russlands Präsident Wladimir Putin: »Es ist inakzeptabel, so zu tun, als sei alles in Ordnung«

Russlands Präsident Wladimir Putin: »Es ist inakzeptabel, so zu tun, als sei alles in Ordnung«

Foto: ALEXEI NIKOLSKY/SPUTNIK/KREMLIN POOL/EPA-EFE/Shutterstock

17.14 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich besorgt angesichts der steigenden Zahl der Todesopfer durch das Coronavirus gezeigt. »Die Zahl der Neuinfektionen steigt. Besonders alarmierend ist aber die steigende Sterberate«, sagte Putin im Staatsfernsehen während eines Regierungstreffens. Am selben Tag meldeten die Behörden 456 Corona-Tote binnen 24 Stunden, damit wurde zum zweiten Mal in Folge ein Tageshöchstwert erreicht.

Putin verzichtete im Oktober auf strenge Corona-Maßnahmen, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Der Staatschef räumte am Mittwoch jedoch ein, dass es in einigen Regionen im Land an Medikamenten mangele und Erkrankte lange auf einen Krankenwagen warten müssten. »Es ist inakzeptabel so zu tun, als sei alles in Ordnung«, sagte Putin.

Deutsche schützen zunächst sich selbst

16.56 Uhr: Menschen kümmern sich in der Corona-Pandemie laut einer Studie zunächst um die eigene Sicherheit, bevor sie andere schützen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung des Instituts für Psychologie an der Universität Bamberg . Untersucht wurde, welche Schutzmaßnahmen die Befragten umsetzen und wie diese Umsetzung davon beeinflusst wird, welche Schutzwirkung sie sich davon für sich selbst und für andere versprechen. Überraschend sei gewesen, "dass sogar für prosoziale Menschen der Schutz anderer Personen zweitrangig ist", sagte Studienleiter Johannes Leder.

Die Forscher führten nach eigenen Angaben zwei Online-Befragungen in Deutschland durch: die erste mit rund 420 Personen im Lockdown-Monat März, die zweite mit rund 250 Personen im Mai und Juni.

Gastrobranche wartet weiter auf Novemberhilfen

16.33 Uhr: Vertreter der Gastrobranchen haben sich in einem »Brandbrief« an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder gewandt. Die Chefs von 40 Betrieben kritisierten, dass bislang von den in Aussicht gestellten Hilfen während des Teil-Shutdowns im November noch nichts angekommen sei. Durch bürokratisches Klein-Klein werde die Auszahlung immer weiter verzögert, hieß es in dem am Mittwoch veröffentlichten Schreiben.

Zugleich befürchten die Gastronomen, dass die Beschränkungen auch über den November hinaus aufrechterhalten werden. »Auch für alle kommenden Zeiten eines Lockdowns muss die Gastronomie entschädigt werden«, forderten sie. Zu den Unterzeichnern zählen unter anderem Vertreter der Café- und Restaurantketten L'Osteria, Hans im Glück und Coffee Fellows. Auch der Koch Tim Mälzer und Privatbrauerei Gaffel Becker waren dabei.

Schweizer Regierung stockt Corona-Hilfen deutlich auf

16.04 Uhr: Die Schweizer Regierung hat die Corona-Hilfen für besonders schwer Betroffene deutlich erhöht. Statt 400 Millionen Franken ist nun eine Milliarde Franken (920 Mio. Euro) vorgesehen, wie die Regierung mitteilte. Zudem sollen auch Menschen mit befristeten Arbeitsverträgen nun Kurzarbeitergeld bekommen. 115 Millionen Franken sind für professionelle und halbprofessionelle Sportvereine gedacht. Sie sollen bis zu zwei Drittel der entgangenen Ticketeinnahmen ersetzt bekommen, wenn sie die Spielerlöhne nachhaltig kürzen. Eine entsprechende Verordnung soll am 1. Dezember in Kraft treten.

Bundestag beschließt neues Infektionsschutzgesetz

15.45 Uhr: Der Bundestag hat das neue Infektionsschutzgesetz mit klarer Mehrheit beschlossen. Für das Gesetz, mit dem die Corona-Maßnahmen künftig besser vor Gericht Bestand haben sollen, votierten am Mittwoch in namentlicher Abstimmung 415 Abgeordnete, es gab 236 Nein-Stimmen und acht Enthaltungen. In dem Gesetz werden Einschränkungen wie Restaurantschließungen oder Kontaktauflagen explizit aufgelistet. Lesen Sie hier mehr.

Impfstoff von Biontech soll 95 Prozent Wirksamkeit haben

15.42 Uhr: Der von Biontech und Pfizer entwickelte Coronavirus-Impfstoff bietet laut aktuellen Daten einen 95-prozentigen Schutz vor Covid-19. Bisher war man von »mehr als 90 Prozent« ausgegangen. Lesen Sie hier mehr.

190 vorläufige Festnahmen und neun verletzte Polizisten bei Corona-Demo

15.17 Uhr: Bei der Berliner Demonstration gegen die Corona-Schutzmaßnahmen hat die Polizei fast 200 Menschen vorläufig festgenommen. Es habe bis 14.00 Uhr 190 Freiheitsentziehungen oder Freiheitsbeschränkungen gegeben, teilte die Polizei mit . Zwei der Festgenommenen seien direkt einem Richter vorgeführt worden, neun Polizisten wurden im Einsatz verletzt.

Nach einer Vielzahl von Verstößen gegen die Maskenpflicht und Abstandsregeln ordnete die Polizei die Auflösung der im Bereich des Brandenburger Tors stattfindenden Demonstration an. Dabei kamen auch Wasserwerfer und Pfefferspray zum Einsatz. Ein Großteil der Tausenden Demonstranten ignorierte aber die Anordnung, den Versammlungsort zu verlassen.

Spahn bekräftigt: »Keine Impfpflicht«

Gesundheitsminister Jens Spahn: »Zusammenhalt ist das, was dieses Land am meisten braucht in dieser Pandemie«

Gesundheitsminister Jens Spahn: »Zusammenhalt ist das, was dieses Land am meisten braucht in dieser Pandemie«

Foto: MICHAEL KAPPELER / AFP

14.07 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn hat die Corona-Beschränkungen verteidigt und um weiteres Vertrauen in das Krisenmanagement geworben. Steigende Infektionszahlen führten früher oder später zu steigendem Leid auf den Intensivstationen und zu einem Kontrollverlust, sagte der CDU-Politiker im Bundestag.

Mit Blick auf einen künftigen Impfstoff bekräftigte Spahn: »Ich gebe ihnen mein Wort: Es wird in dieser Pandemie keine Impfpflicht geben.«

Mit Blick auf den Teil-Lockdown mit Schließungen vieler Einrichtungen im November sagte Spahn: »Wir haben Tritt gefasst.« Das exponentielle Wachstum der Neuinfektionen sei gestoppt, »aber wir sind noch nicht über den Berg«. Spahn betonte, dass Deutschland auch deshalb recht gut durch die Krise komme, weil die allermeisten Bürger auf sich und ihre Mitmenschen achteten. Kontroverse Debatten seien wichtig, aber nicht unerbittlich und mit voller Härte. »Zusammenhalt ist das, was dieses Land am meisten braucht in dieser Pandemie.«

Corona-Lage in Belgien verbessert sich

14.04 Uhr: Die Corona-Lage in Belgien scheint sich zu entspannen: "Zum ersten Mal seit Wochen, ja seit Monaten, bewegen sich alle Anzeichen in die richtige Richtung", sagte der nationale Pandemie-Beauftragte Yves Van Laethem. Nach den Ansteckungszahlen und der Zahl der Krankenhauseinweisungen sei nun erstmals auch die Zahl der Todesfälle wieder gesunken.

Belgien mit seinen 11,5 Millionen Einwohnern hatte zeitweise die höchste Corona-Infektionsrate weltweit. Ende Oktober stieg die Zahl der wöchentlichen Ansteckungen pro 100.000 Einwohnern deutlich über 1000. Vielerorts erreichten Krankenhäuser ihre Belastungsgrenze. Die Behörden stellten wegen Überlastung das systematische Nachverfolgen von Kontaktpersonen ein.

Die aktuelle Entwicklung lasse es nun zu, asymptomatische Kontaktpersonen und Rückkehrer aus Risikogebieten wieder systematisch zu testen, sagte der Pandemie-Beauftragte Van Laethem. An den Einschränkungen des öffentlichen Lebens wird sich vorerst wohl aber nichts ändern.

Hamburger Polizei löst Poolparty auf

14.03 Uhr: 14 Teilnehmer einer privaten Poolparty in Hamburg müssen sich wegen Verstößen gegen die Corona-Auflagen verantworten. Wie die Polizei in der Hansestadt mitteilte, wurden ihre Beamten in der Nacht zum Mittwoch wegen Ruhestörung in ein Mehrfamilienhaus im Stadtteil Lokstedt gerufen. Zu dem Gebäude gehört ein Schwimmbad, in dem eine Gruppe lautstark feierte.

Nachdem die Polizisten die Personalien der 13 Besucher aufgenommen und ihnen Platzverweise erteilt hatten, leistete der Gastgeber noch Widerstand. Nach Polizeiangaben wollte der 22-Jährige sich nicht ausweisen und versuchte, die Tür seiner Wohnung vor den Beamten zu verschließen. Außerdem wollte er die Einsatzkräfte wegstoßen.

Der angetrunkene Mann wurde festgenommen, nach einer Ausnüchterung aber wieder freigelassen. In seiner Wohnung fanden die Beamten auch kleinere Mengen Drogen und eine Cannabispflanze. Er muss sich nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und des Besitzes von Rauschgift verantworten. Gastgeber und Besucher müssen außerdem mit Bußgeldern wegen Verstößen gegen die Corona-Regelungen rechnen.

Österreich appelliert bei heimischem Handel zu kaufen

13.20 Uhr: Österreich befindet sich mitten im zweiten harten Lockdown, seit gestern sind fast alle Geschäfte außerhalb des Lebensmittelbereichs geschlossen. Das Weihnachtsgeschäft betreffend befürchten Experten ein Wechsel in den internationalen Onlinehandel, der nicht zur Wertschöpfung in Österreich beiträgt. Damit die 600.000 Arbeitsplätze im österreichischen Handel gesichert bleiben, hat der Handelsverband gemeinsam mit österreichischen Händlern die Initiative »Österreich schenkt Arbeitsplätze« gestartet. Damit soll der heimische Handel unterstützt werden.

Ungarn verlängert Corona-Notstand um zwei Monate

13.01 Uhr: Im Kampf gegen die zweite Corona-Welle hat Ungarn den seit Anfang November geltenden Notstand um zwei Monate verlängert. Dem Regierungserlass vom Dienstagabend zufolge bleibt der Notstand nun bis 8. Februar bestehen. Damit können auch die seit Anfang November geltenden Beschränkungen, darunter eine nächtliche Ausgangssperre ab 20.00 Uhr, Versammlungsverbote sowie Online-Unterricht für Gymnasien und Universitäten, verlängert werden. Bisher enden sie am 11. Dezember.

Corona-Demo in Berlin für beendet erklärt

Foto: FABRIZIO BENSCH / REUTERS

12.33 Uhr: Die Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen der Bundesregierung vor dem Brandenburger Tor in Berlin wird aufgelöst. Wie die Polizei nach einer Reihe von Verstößen gegen die Maskenpflicht mitteilte , erklärte der Versammlungsleiter die Versammlung auf der Straße des 17. Juni für beendet. Die Demonstranten hätten nun die Pflicht, den Versammlungsort zu verlassen – vorher hatte die Polizei bereits den Einsatz von Wasserwerfern angedroht. Lesen Sie hier mehr.

Nerzskandal in Dänemark kostet zuständigen Minister den Job

12.30 Uhr: Die Verwirrung um die Massenkeulung von Millionen Nerzen in Dänemark hat zum Rücktritt des zuständigen Ministers geführt. Er sei zu dem Schluss gekommen, dass er nicht länger die ausreichende Unterstützung einer Mehrheit der dänischen Parlamentsparteien innehabe, schrieb Lebensmittelminister Mogens Jensen auf Facebook. Deshalb habe er Ministerpräsidentin Mette Frederiksen mitgeteilt, dass er aus der Regierung austrete.

Frederiksen hatte am 4. November angekündigt, dass alle Nerze im Land gekeult werden sollen, weil das Coronavirus in den Tieren mutiert sei und sich bereits auf den Menschen übertragen habe. Besonders die sogenannte Cluster-5-Variante des Virus war vom dänischen Gesundheitsinstitut SSI als besorgniserregend eingestuft worden, weil diese nach Angaben des Instituts mögliche Auswirkungen auf künftige Corona-Impfstoffe haben könnte.

Einreiseerleichterungen für internationale Paare

11.58 Uhr: Trotz Einreisebeschränkungen in der Coronakrise können unverheiratete ausländische Partner künftig leichter ihren Freund oder ihre Freundin in Deutschland besuchen. Die Neuerungen gelten ab diesem Mittwoch, wie das Bundesinnenministerium mitteilte.

Bisher musste das nachzuweisende persönliche Treffen in Deutschland erfolgt sein oder alternativ ein früherer gemeinsamer Wohnsitz im Ausland nachgewiesen werden. Nun ist der Ort des Treffens nicht mehr maßgeblich. Betroffene und Oppositionsvertreter hatten die Regeln als zu strikt kritisiert und von Innenminister Horst Seehofer Lockerungen verlangt.

Berliner Polizei droht mit Auflösung von Corona-Protesten

11.33 Uhr: Die Polizei in Berlin hat mit der Auflösung der dort laufenden Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen von Bundesregierung und Bundesländern gedroht. Aufforderungen zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung zeigten keine Wirkung, teilte die Polizei während der laufenden Proteste mit. Es gebe nun die Anweisung, Demonstranten auch vorläufig festzunehmen. »Sollte das nicht helfen, bleibt nur noch die Auflösung der Versammlung«, erklärte die Polizei, die Wasserwerfer bereithielt.

Nach den Worten eines Sprechers der Berliner Polizei befinden sich im Bereich des Brandenburger Tors mehrere Tausend Demonstranten und im Bereich der Berliner Marschallbrücke mehrere Hundert Demonstranten. Nach einer Einschätzung liege die Zahl am Brandenburger Tor im mittleren bis oberen vierstelligen Bereich, an der Marschallbrücke im obersten dreistelligen Bereich, sagte ein Polizeisprecher.

Die Polizei war mit bis zu 2200 Beamten aus Berlin und anderen Bundesländern im Einsatz. Zuletzt war es in Leipzig und Frankfurt am Main zu zahlreichen Verstößen und Auseinandersetzungen bei sogenannten Querdenken-Demonstrationen gekommen.

Niederlande testen Drive-in-Wahllokal

11.26 Uhr: Bei einer kommunalen Nachwahl in den Niederlanden wurde zum ersten Mal ein Wahllokal für Autofahrer eingerichtet. Bürger in der Kommune Vught konnten in die Drive-in-Kabine fahren und bei der Stimmabgabe im Auto bleiben. Wer abstimmen will, fährt an die Wahlurne heran und füllt die Wahlunterlagen im Auto aus. Anschließend wird der Wahlschein in die Urne gesteckt.

In einigen Pflegeheimen wurden auch mobile Wahlkabinen aufgestellt nur für Bewohner und Mitarbeiter. In einer weiteren Gemeinde wurde auf einem Parkplatz ein großes Zelt errichtet, in dem Bürger mit Sicherheitsabstand ihre Stimme abgeben konnten.

Japan meldet Höchstwert an Neuinfektionen

11.19 Uhr: Die Zahl der Neuinfektionen in Japan ist erstmals seit Ausbruch des Virus auf mehr als 2000 Fälle gestiegen. Auch die Hauptstadt Tokio, die im kommenden Jahr die Olympischen Spiele ausrichten will, meldete mit 493 Neuinfektionen binnen 24 Stunden einen Höchstwert. Experten sehen hinter den erneut drastisch steigenden Fallzahlen in Japan bereits die dritte Infektionswelle, auch wenn die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt im internationalen Vergleich weiterhin relativ gut dasteht. Praktisch jeder Bürger in dem 127-Millionen-Land trägt eine Schutzmaske.

Japans Olympia-Macher haben sich bisher genauso wie das Internationale Olympische Komitee (IOC) trotz der grassierenden Pandemie nicht von ihren Plänen abbringen lassen, im nächsten Sommer die Olympischen Spiele in Tokio auszurichten. Das hat gerade erst auch IOC-Chef Thomas Bach bei seinem Besuch in Japan diese Woche nochmals deutlich gemacht.

Rund elf Millionen Menschen in Afghanistan hungern

Foto: FABRIZIO BENSCH/ REUTERS

11.11 Uhr: In Afghanistan sind der Welthungerhilfe zufolge mehr als elf Millionen Menschen auf Lebensmittelhilfen angewiesen. Im Winter könnte die Zahl hungernden Landesbewohner auf 13,2 Millionen steigen, warnte die Hilfsorganisation. Die Corona-Pandemie habe zur Verschärfung der Lage beigetragen, viele Tagelöhner hätten ihre Arbeit verloren.

Am 24. November will die Staatengemeinschaft zusammenkommen und über Finanzhilfen für die kommenden vier Jahre für das Land entscheiden. Die internationale Gemeinschaft dürfte Afghanistan nicht im Stich lassen, mahnte die Welthungerhilfe.

1707 Corona-Todesfälle in den USA: höchster Tageswert seit Mai

10.53 Uhr: In den USA hat die Zahl der Toten mit nachgewiesener Corona-Infektion am Dienstag den höchsten Wert seit Mitte Mai erreicht. Die Behörden meldeten 1707 Tote binnen 24 Stunden, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) vom Mittwochmorgen (MEZ) hervorging.

Die Zahl der Neuinfektionen binnen einem Tag belief sich auf 161.934 Fälle. Der bislang höchste Wert war am Freitag registriert worden, als mehr als 17. 000 Neuinfektionen gemeldet wurden.

Lebenszufriedenheit in der Krise gesunken

10.32 Uhr: Die Coronakrise drückt einer Umfrage zufolge die Lebenszufriedenheit der Menschen in Deutschland. Auf einer Skala von 0 bis 10 bewerteten die Befragten ihre allgemeine Zufriedenheit in diesem Jahr im Schnitt mit 6,74 Punkten – nach dem bisherigen Höchststand von 7,14 Punkten 2019. Das geht aus dem neuen »Glücksatlas« hervor.

Die Zufriedenheit der Menschen in Westdeutschland sank demnach um 0,42 Punkte und somit stärker als in Ostdeutschland (minus 0,30). Frauen büßten laut Studie mit minus 0,47 Punkten deutlich mehr an Zufriedenheit ein als Männer (minus 0,33 Punkte).

Für die Studie wurden von März bis Juni – also während des ersten Corona-Lockdowns – knapp 4700 Bundesbürger ab 16 Jahren befragt.

Russland und Polen verzeichnet Höchstwert an Todesopfern

10.17 Uhr: In Russland sind nach Behördenangaben binnen einem Tag 456 Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben - so viele wie nie zuvor. Insgesamt starben 34.387 Menschen mit oder an dem Virus. Erst am Dienstag hatte es einen Höchstwert gegeben. Die Zahl der Infektionen steigt um knapp 21.000 auf über 1,99 Millionen. Allein in Moskau wurden 4174 Neuinfektionen an einem Tag gemeldet.

Auch in Polen steigt die Zahl der Todesopfer drastisch an. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sind 603 weitere Menschen an dem Coronavirus gestorben.

Handball-Bundesliga ließ über Saisonunterbrechung abstimmen

10.13 Uhr: Angesichts der Verschärfung der Corona-Situation hat die Handball-Bundesliga (HBL) erst kürzlich über eine Unterbrechung der Saison nachgedacht. »Das war ein Thema. Insbesondere vor dem letzten Spieltag. Da haben wir darüber diskutiert, ob eine Auszeit sinnvoll sein kann«, sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann im Interview der »Rheinpfalz«. »In enger Abstimmung mit den Klubs haben wir uns mit deutlicher Mehrheit für die Fortsetzung entschieden.«

Auslöser der Diskussionen um eine Saisonunterbrechung war die Länderspielpause Anfang November, nach der mehrere deutsche Nationalspieler positiv auf Corona getestet worden waren. Dies hatte zu zahlreichen Spielabsagen in der Liga geführt. Die Partien sollen nun nachgeholt und die Spielzeit fortgesetzt werden.

Hunderte protestieren am Bundestag gegen Corona-Regeln

Polizisten haben den Zugang zum Reichstagsgebäude abgeriegelt

Polizisten haben den Zugang zum Reichstagsgebäude abgeriegelt

Foto:

Michael Kappeler / dpa

09.38 Uhr: Mehrere Hundert Menschen haben schon vor Beginn der Bundestagssitzung zu weiteren Änderungen des Infektionsschutzgesetzes am Mittwoch im Berliner Regierungsviertel gegen die Corona-Einschränkungen demonstriert. Nach Angaben der Polizei versammelten sie sich am Morgen rund um das abgesperrte Reichstagsgebäude und den Platz der Republik davor. Die Stimmung sei bislang ruhig, sagte ein Polizeisprecher.

Wie viele Demonstranten erwartet werden, ist unklar. Es könnten laut Polizei mehrere Tausend bis mehr als zehntausend werden. Es gelten dabei Bestimmungen wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und das Abstandhalten. 2000 Polizisten sind im Einsatz, darunter Unterstützung aus neun weiteren Bundesländern und von der Bundespolizei.

Paul-Ehrlich-Institut befürwortet Wettbewerb bei Impfstoff-Entwicklung

09.30 Uhr: Das Paul-Ehrlich-Institut befürwortet den Wettbewerb zwischen mehreren Pharmaunternehmen bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs. »Wettkampf ist immer gut, denn Kompetition bewirkt, dass alle immer ihre Höchstleistungen bringen«, sagte Instituts-Präsident Klaus Cichutek im ZDF-»Morgenmagazin«.

Mögliche Gesundheitsgefahren durch das hohe Tempo bei der Entwicklung der Impfstoffe seien bisher nicht erkennbar, sagte der Institutsleiter mit Blick auf die bisherige Auswertung der klinischen Prüfungen der Impfstoffkandidaten. "Trotzdem werden wir Wert darauf legen, dass natürlich eine Nachverfolgung der geimpften Probanden in den klinischen Prüfungen für längere Zeit erfolgt", sagte Cichutek. Teilnehmer der Studien würden über einen Zeitraum von einem oder zwei Jahren im Blick behalten, um Risiken auszuschließen.

7-Tages-Inzidenz sinkt auf 138,9

09.10 Uhr: Die sogenannte 7-Tages-Inzidenz ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts erneut gesunken. Danach haben sich in Deutschland in den vergangenen sieben Tagen durchschnittlich durch alle Kreise 138,9 Personen pro 100.000 Einwohner neu angesteckt. Dies ist der dritte Rückgang in Folge. Seit dem 30. Oktober lag der Wert jeweils über 100. Bund und Länder wollen die Sieben-Tages-Inzidenz wieder unter 50 drücken, um eine Nachverfolgung der Infektionsketten durch die Gesundheitsämter möglich zu machen.

Neun von zehn Eilanträgen gegen Teil-Shutdown gescheitert

09.09 Uhr: Die seit Anfang des Monats geltenden Einschränkungen des Teil-Shutdowns haben nach Angaben des Deutschen Richterbunds in den meisten Fällen Bestand. In etwa neun von zehn Eilverfahren hätten Verwaltungsgerichte die staatlichen Maßnahmen bestätigt, teilte der Richterbund der »Neuen Osnabrücker Zeitung« mit.

Demnach gingen bis Montag insgesamt rund 600 Eilanträge gegen die Maßnahmen ein. »In etwa neun von zehn Eilverfahren haben die Gerichte die Einschränkungen bestätigt, weil die Gerichte den Gesundheitsschutz der Bevölkerung im einstweiligen Rechtsschutz höher gewichtet haben als die Einschränkungen für die Betroffenen«, sagte der Bundesgeschäftsführer des Richterbunds, Sven Rebehn, der Zeitung.

Während die Erfolgsquote der Eilverfahren im bundesweiten Schnitt bei rund zehn Prozent liege, falle sie bei einzelnen Gerichten auch deutlich höher oder niedriger aus.

USA lassen Schnelltests für individuellen Gebrauch zu

08.59 Uhr: Die USA haben erstmals grünes Licht für Corona-Schnelltests zum individuellen Gebrauch gegeben. Die Arzneimittelbehörde FDA machte am Dienstag mit einer Notfallgenehmigung den Weg frei für die Tests. Das vom US-Unternehmen Lucira Health hergestellte Produkt ist verschreibungspflichtig. Nach einem Abstrich in der Nase soll innerhalb einer halben Stunde ein Ergebnis vorliegen. Laut Herstellerangaben kostet ein Schnelltest umgerechnet rund 40 Euro. Lesen Sie hier mehr.

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Unternehmen stellen mehr Desinfektionsmittel und Nudeln her

08.45 Uhr: Hersteller von Desinfektionsmittel und Nudeln hatten in den vergangenen Monaten der Coronakrise besonders viel zu tun. Die Produktion von Klopapier stieg trotz vielerorts gewaltiger Nachfrage dagegen nur leicht. Lesen Sie hier mehr.

Berliner Polizei erwartet »Mammutaufgabe« bei neuen Corona-Protesten

08.32 Uhr: Die Polizei in Berlin stellt sich bei den Protesten von Gegnern der Corona-Politik an diesem Mittwoch auf einen schwierigen Einsatz ein. Der Sprecher der Berliner Gewerkschaft der Polizei, Benjamin Jendro, sagte dem Rundfunk Berlin-Brandenburg, die jüngsten Demos in Leipzig und Frankfurt hätten gezeigt, wie schnell solche Demonstrationen eskalieren und wie schnell es eine Hilflosigkeit der Polizei geben könne.

»Es wird eine Mammutaufgabe heute. Die Versammlung, über die wir momentan reden, das sind andere Versammlungen, als die, mit denen die Berliner Polizei sonst zu tun hat«, sagte Jendro. Deswegen werde es vor Ort sehr auf Improvisationstalent ankommen. Die Berliner Polizei sei erfahren genug, dass sie die Lage in den Griff bekommen werde.

Corona-Pandemie stresst die Menschen

07.32 Uhr: Die Corona-Pandemie zehrt offensichtlich an den Nerven: Vier Fünftel der deutschen Bevölkerung litten einer neuen Umfrage zufolge in den vergangenen Monaten unter Stress. Das hat das Meinungsforschungsinstitut Yougov im Auftrag des Lebensversicherers Swiss Life ermittelt. Ein knappes Drittel (31 Prozent) der befragten 2158 Bürger sagte, dass sie sich seit Beginn der Epidemie deutlich häufiger gestresst fühlen.

Gefragt wurde bereits während des Sommers im August, als die Lage im Vergleich zur derzeitigen Situation vergleichsweise entspannt war. Auffällig die Geschlechterdiskrepanz: 84 Prozent der Frauen bezeichneten sich als gestresst, aber nur 76 Prozent der Männer. Überdurchschnittlich betroffen ist demnach das Personal in Krankenhäusern, Arztpraxen, Pflegeheimen und anderen medizinischen Einrichtungen, gut neun von zehn Befragten (91 Prozent) aus der Gesundheits- und Pflegebranche empfanden Stress.

Hauptstressfaktor ist demnach die Arbeit: Berufstätige Befragten nannten vor allem Zeitdruck (55 Prozent) und große Aufgabenmenge (47 Prozent). Ein knappes Viertel von 23 Prozent nannte aber auch fehlenden Ausgleich wegen coronabedingt gestrichenen Urlaubs oder fehlender Freizeitaktivitäten.

Nächster Corona-Fall bei Hoffenheim

07.21 Uhr: Die TSG 1899 Hoffenheim hat ihren nächsten Corona-Fall. Stürmer Sargis Adamyan wurde auf seiner Länderspielreise mit Armenien positiv getestet, wie der Fußball-Bundesligist am Mittwochmorgen mitteilte. Neben Adamyan, der zuletzt drei Tore am Stück für die TSG erzielt hatte, sind nach Angaben des armenischen Verbands weitere Spieler und Mitglieder aus dem Trainerstab mit dem Coronavirus infiziert. Beim 27 Jahre alten Adamyan waren Corona-Tests am 9., 10. und 13. November negativ ausgefallen.

Frankreich meldet mehr als zwei Millionen Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie

06.15 Uhr: Frankreich hat am Dienstag die Schwelle von zwei Millionen Corona-Infektionen überschritten. Die Gesundheitsbehörden teilten mit, dass sich seit dem Beginn der Pandemie 2.036.755 Menschen mit dem neuartigen Virus angesteckt hätten. Allein innerhalb der vergangenen 24 Stunden seien mehr als 45.500 neue Fälle hinzugekommen.

Am Montag habe es außerdem mit 33.500 Menschen eine Rekordzahl von Corona-Patienten in Krankenhäusern gegeben. Auf dem Höhepunkt der Pandemie im Frühjahr waren es etwas mehr als 32.000 Menschen. Bislang starben in Frankreich über 46.000 Menschen an den Folgen einer Erkrankung mit dem Virus.

17.561 Neuinfektionen in Deutschland

05.30 Uhr: In Deutschland sind mehr als 17.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages verzeichnet worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI)  am Mittwochmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 17.561 neue Ansteckungsfälle innerhalb eines Tages erfasst.

Am Vortag waren es mehr als 14.000 Neuinfektionen gewesen. Im Vergleich zur Vorwoche verzeichnete das RKI jedoch einen leichten Rückgang der Ansteckungszahlen: Vergangenen Mittwoch wurden 18.487 Fälle gemeldet.

Insgesamt wurden seit dem Beginn der Pandemie in Deutschland laut den jüngsten Zahlen des Instituts 833.307 Infektionsfälle registriert. Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus in Zusammenhang stehenden Todesfälle stieg demnach bundesweit auf 13.119 – dies waren 305 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen lag bei rund 546.500.

Menschenrechtsaktivisten warnen vor Corona-Ausbreitung in Syrien

05.05 Uhr: Menschenrechtsaktivisten warnen vor einer massiven Ausbreitung des Coronavirus in Syrien. Nach offiziellen Angaben der Regierung haben sich in dem Bürgerkriegsland 6700 Menschen infiziert. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte spricht allerdings von 60.000 Fällen – fast zehnmal so viel. Sie beruft sich auf »verlässliche medizinische Quellen«  in Gebieten, die von der Regierung kontrolliert werden. 3200 Menschen seien in Zusammenhang mit der Viruskrankheit gestorben.

Nach mehr als neun Jahren Bürgerkrieg ist die Gesundheitsversorgung in Syrien sehr schlecht. Nur etwa die Hälfte aller Krankenhäuser ist der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge voll funktionsfähig. In einem Viertel fehlt es an Personal, Ausrüstung oder Medizin. Auf Corona getestet wird sehr wenig – auch deshalb gibt es Befürchtungen, dass die Zahl der Infektionen deutlich höher liegt, als es die Angaben der Regierung vermuten lassen.

Krankenhäuser hätten Corona-Patienten abgewiesen wegen eines Mangels an Betten, Sauerstoffflaschen und Beatmungsgeräten, berichtete die Menschenrechtsorganisation Amnesty International . Einige mieteten die Flaschen und Geräte aus Verzweiflung zu horrenden Preisen, berichtete Amnesty unter Berufung auf Ärzte und Angehörige. »Tausende Menschenleben, darunter die der medizinischen Angestellten, sind weiterhin in Gefahr«, hieß es vergangene Woche.

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Auch in der letzten Rebellenhochburg Idlib im Nordwesten des Landes breitet sich das Virus aus. Dort seien vier Ärzte nach einer Erkrankung mit Covid-19 gestorben, teilte die gemeinnützige britische Organisation Syria Campaign auf Twitter mit. »Wenn ein Arzt im Nordwesten Syriens verstirbt, gibt es keinen Weg, ihn zu ersetzen.«

Südaustralien wegen 22 Neuinfektionen im Lockdown

04.30 Uhr: Nach einem Ausbruch des Virus im australischen Bundesstaat Südaustralien mit 22 Infektionen wird ein sechstägiger harter Lockdown verhängt. »Wir brauchen diese Unterbrechung, damit wir dem Virus immer einen Schritt voraus sind«, teilte Ministerpräsident Steven Marshall mit.

Schulen, Universitäten und Restaurants bleiben ab Mitternacht geschlossen, Hochzeiten und Beerdigungen werden ausgesetzt. Pro Haushalt darf nur eine Person pro Tag für essenzielle Einkäufe das Haus verlassen, der Reiseverkehr ist eingestellt.

Moderna-Vorstand: »Zunächst sehr viel weniger Impfstoff als benötigt«

03.30 Uhr: Das US-Unternehmen Moderna hat einen Impfstoff entwickelt, der sehr wirksam vor Covid-19 schützen soll. Vorstand Juan Andres erklärt, wann und wie das sehnlich erwartete Mittel verteilt werden soll. Lesen Sie hier  mehr.

Justizministerin will Gewerbemieter in Corona-Notlage stärken

03.15 Uhr: Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) will mit einer Änderung des Mietrechts Gewerbetreibende in der Coronakrise unterstützen. »Ihnen fallen häufig Einnahmen weg, wenn sie durch coronabedingte, staatlich angeordnete Beschränkungen die angemieteten Räume gar nicht mehr oder nur stark eingeschränkt nutzen«, sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. »Ich möchte gesetzlich klarstellen, dass dies regelmäßig die Störung der Geschäftsgrundlage für ein Mietverhältnis bedeutet.« Dadurch werde die Position des Gewerbemieters gestärkt, »wenn er mit dem Vermieter über eine neue Miet- beziehungsweise Pachthöhe verhandeln möchte«.

Das würde nicht automatisch einen Anspruch auf Mietminderung bedeuten. »Natürlich müssen immer der Einzelfall und die konkreten vertraglichen Vereinbarungen geprüft werden«, stellte Lambrecht klar. »Notfalls muss gerichtlich festgestellt werden, ob eine Anpassung des Vertrags verlangt werden kann. Damit schnell Rechtssicherheit erzielt wird, möchte ich ebenfalls festschreiben, dass diese Verfahren von den Gerichten beschleunigt behandelt werden.«

Eine solche Regelung sei auch im Sinne der Vermieter, sagte die Ministerin. Viele von ihnen hätten schon jetzt mit ihren Mietern einvernehmliche Lösungen zur Reduzierung der Miete gefunden. »Denn natürlich haben sie mehr davon, wenn sie einen guten Mieter haben, der bleibt und dann im nächsten Jahr auch wieder seine volle Miete bezahlen kann. Es gibt aber eben auch andere Vermieter, die bisher nicht zu Verhandlungen bereit sind«, fügte sie hinzu.

Der Covid-Simulator gibt Merkel recht

02.05 Uhr: Während Politiker um die nächsten Schritte im Kampf gegen das Virus ringen, befassen sich Forscher schon mit einer dritten Welle. Ein im Saarland entwickelter Simulator zeigt: Die derzeitigen Maßnahmen reichen nicht. Mehr dazu sehen Sie hier.

Kinderschutzverbände kritisieren Beschränkungen

01.43 Uhr: Kinderschutzverbände kritisieren die von Bund und Ländern vorgeschlagene Einschränkung von Kontakten von Kindern und Jugendlichen. »Soziale Interaktion ist sehr wichtig, gerade für Jugendliche ist sie das zentrale Entwicklungsmoment«, sagte Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerks (DKHW), den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es sei völlig unverhältnismäßig und kinderfeindlich, das auf einen Kontakt zu beschränken. Mit der Schließung von Sportvereinen, Kulturstätten und Freizeitzentren werde Kindern und Jugendlichen ohnehin schon sehr viel zugemutet im Moment, so Hofmann weiter.

Auch beim Deutschen Kinderschutzbund (DKSB) sieht man den Vorstoß mit Sorge. »Es ist furchtbar für das Kind, das sich zwischen seinen Freunden entscheiden soll, und es ist furchtbar für jenes Kind, das im Zuge einer solchen Entscheidung vielleicht abgewiesen werden musste«, sagt Präsident Heinz Hilgers den Zeitungen.

Jetzt stehen die Länder unter Zugzwang

01.30 Uhr: Die Ministerpräsidenten haben die von der Kanzlerin gewünschte Verschärfung der Corona-Regeln vorerst verhindert. Doch nun müssen sie selbst einen Plan vorlegen. Kein leichtes Unterfangen. Lesen Sie hier mehr.

nck/cop/mjm/hba/dpa/AFP/Reuters/AP
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