Corona-News am Mittwoch Lockerungen? Für Scholz ist die Lage »nicht danach«

Dänemark hebt faktisch alle Beschränkungen auf, in Deutschland kommt es dazu vorerst nicht. Das hat Bundeskanzler Scholz deutlich gemacht. Und: Hessen hebt 2G in Geschäften auf. Das war der Überblick am 2. Februar.
Keine Lockerungen: Olaf Scholz sieht die Voraussetzungen nicht erfüllt

Keine Lockerungen: Olaf Scholz sieht die Voraussetzungen nicht erfüllt

Foto:

Kay Nietfeld / dpa

Nichts mehr verpassen: Für die neuesten Entwicklungen und wichtigsten Hintergründe abonnieren Sie unseren Coronavirus-Newsletter.

+++ Für Scholz ist die Lage nicht nach Lockerungen +++

23.05 Uhr: Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sieht die Voraussetzungen für Lockerungen in der Coronakrise noch nicht erfüllt. »Die Lage ist nicht danach«, sagte Scholz. »Ich glaube, wir machen das, was für die Bürgerinnen und Bürger in diesem Lande richtig ist: nämlich dafür zu sorgen, dass wir möglichst viele Leben und möglichst viel Gesundheit schützen durch diese Maßnahmen, die wir auf den Weg gebracht haben, einvernehmlich mit den Ländern, mit Beschlüssen im Deutschen Bundestag als Grundlage dafür und auch von einem sehr großen Konsens in Deutschland getragen.«

Der Kanzler fügte hinzu: »Und gleichzeitig ist das die Voraussetzung dafür, dass wir auch, wenn wir den Höhepunkt der Infektionen hinter uns haben werden, dann über Lockerungsschritte entscheiden und beraten können. Aber da sind wir leider noch nicht angekommen.« Die Debatte über eine Aufhebung von Maßnahmen in Deutschland hatte zuletzt trotz steigender Coronazahlen Fahrt aufgenommen. Das Nachbarland Dänemark hatte jüngst praktisch alle Einschränkungen aufgehoben.

Hessen hebt 2G in Geschäften auf

21.02 Uhr: Hessen will die 2G-Regel für den gesamten Einzelhandel im Land aufheben. Da die Coronapandemie aber noch nicht vorbei sei, müsse weiter vorsichtig agiert werden, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU). Deshalb werde künftig für den gesamten Einzelhandel in Hessen das Tragen von FFP2-Masken vorgeschrieben.

Bouffier erklärte, es mache keinen Sinn mehr, zwischen Geschäften des Grundbedarfs und den übrigen Einzelhändlern zu unterscheiden. Außerdem stehe die Branche unter einem enormen Druck. Das hessische Corona-Kabinett werde sich nun mit den geplanten neuen Regelungen befassen. Es bestehe die Absicht, dass die Maßnahmen Anfang der kommenden Woche in Kraft treten.

Ausgenommen waren von der 2G-Pflicht in Hessen bislang Geschäfte des täglichen Bedarfs wie Lebensmittelmärkte oder Apotheken. Eine Betreiberin dreier Modehäuser hatte vor dem Verwaltungsgericht Frankfurt mit einem Eilantrag gegen die 2G-Regel einen Erfolg erzielt. Demnach kann sie ihre Geschäfte vorerst ohne Anwendung der 2G-Regel betreiben, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. (5 L 182/22.F)

Köln in der Bundesliga ohne Trainer gegen Freiburg

19.23 Uhr: Der Trainer des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln, Steffen Baumgart, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden und steht seinem Team daher am Samstag gegen den SC Freiburg nicht zur Verfügung. Wie der FC am Mittwoch mitteilte, habe sich Baumgart unverzüglich in Quarantäne begeben.

»Ich habe mich nicht so gut gefühlt und zu Hause direkt einen Schnelltest gemacht. Der ist positiv ausgefallen«, sagte der 50-Jährige, der »vollständigen Impfschutz und bisher ansonsten keine Symptome« hat.

Fehlt gegen Freiburg an der Seitenlinie: Steffen Baumgart ist coronapositiv

Fehlt gegen Freiburg an der Seitenlinie: Steffen Baumgart ist coronapositiv

Foto: Rolf Vennenbernd / dpa

Jan Hofer hat Corona – Pinar Atalay springt vor der Kamera ein

17.48 Uhr: Fernsehmoderator Jan Hofer hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Er fällt daher in der kommenden Woche als Anchorman der Nachrichtensendung »RTL Direkt« aus, wie RTL am Mittwoch mitteilte. Es gehe ihm »soweit gut«, berichtete der Sender. »Er hat nur leichte Erkältungssymptome«. Bei »RTL Direkt« springe bis auf Weiteres Pinar Atalay für ihren Kollegen ein. Atalay wünschte ihrem Kollegen: »Erst einmal gute Besserung vom gesamten Team an Jan! Zum Glück hat er einen milden Verlauf. Wir freuen uns, wenn er dann bald wieder bei >RTL Direkt< an Bord ist.«

Coronatests und Bürostühle werden künftig in italienische Inflation einberechnet

17.17 Uhr: Corona-Schnelltests, Essen zum Mitnehmen und Bürostühle: Viele Waren haben im Lauf der Pandemie für Verbraucher zunehmend an Bedeutung gewonnen. In Italien werden die Preise dieser Waren künftig in die Berechnung der Inflationsrate miteinbezogen, teilte die italienische Statistikbehörde Istat heute mit. In Italien stieg die Inflation im Januar im Vorjahresvergleich um 4,8 Prozent, die höchste Teuerungsrate seit 1996.

Bereits im vergangenen Jahr fügte Istat Produkte wie Schutzmasken und Handwaschgel zu dem imaginären Warenkorb hinzu, auf dem die Berechnung der Inflationsrate basiert. Künftig sollen beispielsweise auch die Preise von Pulsoximetern, also Instrumenten zur Messung des Sauerstoffgehalts im Blut, Yogamatten für Fitnessübungen zu Hause oder die Kosten für Musik-Streamingdienste berücksichtigt werden.

Italien war das erste Land in der EU, das 2020 stark von der Pandemie betroffen war. Bis heute gelten strenge Einschränkungen, um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern. In Italien gilt in allen öffentlichen Bereichen eine Maskenpflicht, auch unter freiem Himmel. Für über 50-Jährige gilt außerdem eine Impfpflicht. Auch jüngere Menschen müssen sich impfen lassen, wenn sie beispielsweise zur Post oder in ein Restaurant gehen möchten.

Erster deutscher Olympia-Athlet: Eiskunstläufer Seegert positiv getestet

17.08 Uhr: Wenige Tage vor der Eröffnungsfeier der Winterspiele in Peking ist ein erster deutscher Olympia-Athlet positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) mitteilte, handelt es sich um Eiskunstläufer Nolan Seegert. Es ist der zweite Coronafall im deutschen Team in China, am 23. Januar war ein Betreuer positiv getestet worden.

Seegert, der im Paarlauf und beim Teamevent starten soll, sei »weiterhin symptomfrei« und befindet sich in einem Isolationshotel. Aktuell gebe es zudem »einen bestätigten sogenannten Close Contact«, erklärte der DOSB weiter – ebenfalls in der Teilmannschaft Eiskunstlauf.

Seegert (29) hat am Freitag (13.20 Uhr Ortszeit) seinen ersten Einsatz mit seiner Partnerin Minerva Hase im Rahmen des Teamevents. Ob er dies schafft oder aber das ohnehin nicht als Medaillenkandidat geltende deutsche Team mit einem Streichergebnis in den Wettbewerb startet, ist noch offen: Seegert kann aus der Quarantäne entlassen werden, wenn zwei negative, aufeinanderfolgende Tests mit einem 24-Stunden-Intervall vorliegen. Die Betroffenen werden zweimal täglich getestet.

Gezielt Corona-infiziert: Erste Ergebnisse nach umstrittener Studie

16.53 Uhr: Knapp ein Jahr nach Beginn einer umstrittenen Studie, bei der Freiwillige gezielt mit dem Coronavirus infiziert worden sind, hat das Imperial College in London erste Ergebnisse vorgestellt. »Aus wissenschaftlicher Sicht bieten diese Studien einen echten Vorteil, da der Zeitpunkt der Ansteckung immer genau bekannt ist und daher Dinge wie das Intervall zwischen dem Kontakt und der Art der Viruslast genau beschrieben werden können«, sagte heute Jonathan Van-Tam, ein medizinischer Berater der britischen Regierung, die die Forschung unterstützt hatte.

Unter Medizinethikern sind die sogenannten Human-Challenge-Studien jedoch extrem umstritten. Die britische Studie gilt als weltweit erste, die im Zusammenhang mit Covid-19 auf diese Weise geforscht hat. Human Challenge Trials, bei denen gesunde Menschen einem Erreger ausgesetzt werden, kamen in der Vergangenheit zum Beispiel bei der Entwicklung von Grippe- und Malaria-Impfstoffen zum Einsatz. Allerdings wurde den Probanden dabei – anders als bei der britischen Studie – zunächst ein potenzieller Wirkstoff verabreicht.

Den ersten Ergebnissen des Imperial College London zufolge, die in dieser Woche als noch nicht von Experten begutachtete Preprint-Studie veröffentlicht wurde, soll die Inkubationsphase des Coronavirus kürzer sein als zuvor angenommen – im Schnitt traten schon zwei Tage nach der Ansteckung bei Probanden Symptome auf. Allerdings beziehen sich die Ergebnisse weder auf Omikron noch auf Delta, sondern auf früher verbreitete Varianten des Virus. Die Autoren sehen jedoch Potenzial für schnelle Erkenntnisse über weitere Varianten, den Ablauf der Ansteckung und Erkrankung sowie die Anpassung von Impfstoffen.

AfD lehnt Einführung der Impfpflicht ab

16.41 Uhr: Die AfD lehnt die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht ab und drängt zudem auf die Abschaffung der geltenden Impfpflicht im Gesundheitssektor. In einem heute veröffentlichten Antrag plädiert die Fraktion dafür, dass der Bundestag die Bundesregierung auffordern solle, »von Plänen zur Einführung einer gesetzlichen Impfpflicht gegen das Virus Sars-CoV-2 Abstand zu nehmen«. Zudem solle die Bundesregierung aufgefordert werden, »einen Gesetzentwurf vorzulegen, nachdem die ab dem 15. März 2022 geltende Impfpflicht für Gesundheits- und Pflegepersonal aufgehoben wird«.

Die AfD hat damit als erste Fraktion einen förmlichen Antrag zur Impfpflicht vorgelegt, er hat allerdings keinerlei Erfolgsaussichten. Im Bundestag werden derzeit verschiedene Gruppenanträge von Abgeordneten zu dem Thema vorbereitet. Dazu gehört die allgemeine Impfpflicht ab 18, eine entsprechende Vorgabe für alle ab 50 sowie der Verzicht auf jegliche Impfpflicht. Die Union will einen eigenen Antrag vorlegen.

Die Bundesregierung hat mehrfach mitgeteilt, dass sie keinen eigenen Antrag präsentieren will. Beraten werden sollen die Anträge erstmals in der Sitzungswoche ab dem 14. Februar.

Die Impfpflicht für Pflege- und Gesundheitseinrichtungen war im vergangenen Jahr eingeführt worden. Diskutiert wird derzeit die Umsetzung dieser Maßnahme – für die Verhängung von Tätigkeitsverboten sind die Gesundheitsämter zuständig.

Israel will Impfnachweispflicht deutlich lockern

16.30 Uhr: Ungeachtet von Rekord-Infektionszahlen soll in Israel an vielen Orten und bei vielen Veranstaltungen keine Coronaimpfung oder -genesung mehr nachgewiesen werden müssen. Der sogenannte Grüne Pass müsse von Sonntag an nur noch in »Hochrisiko«-Orten wie Krankenhäusern oder öffentlichen Partys vorgelegt werden, teilte die Regierung heute mit. Die Lockerungen sollen am Sonntag in Kraft treten, zuvor muss noch der zuständige Parlamentsausschuss zustimmen.

Der »Grüne Pass« weist nach, dass der Inhaber gegen das Coronavirus geimpft oder davon genesen ist. Er wurde in Israel relativ schnell nach Beginn der Coronapandemie eingeführt und zur Voraussetzung fast des gesamten öffentlichen Lebens gemacht. Unter anderem muss er derzeit in Restaurants, Cafés, Hotels und Sportstudios vorgezeigt werden.

Die Ankündigung der Lockerung erfolgte trotz einer derzeit herrschenden heftigen Coronawelle. Die Zahl der Neuansteckungen liegt derzeit auf einem Allzeithoch, am Dienstag wurden mehr als 60.000 neue Fälle registriert.

Corona: Schalke-Profi Drexler positiv getestet

15.51 Uhr: Dominick Drexler vom FC Schalke 04 hat sich mit dem Coronavirus infiziert und wird dem Revierklub vorläufig im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga fehlen. Ein PCR-Test sei positiv, der 31-Jährige habe sich bereits vor dem Ergebnis vorsorglich in häusliche Isolation begeben, teilte der Verein am Mittwoch mit. Kontakt zur Mannschaft habe Drexler in den vergangenen Tagen nicht gehabt.

Als Kontaktperson einer infizierten Person aus seinem privaten Umfeld war der offensive Mittelfeldspieler bereits als Vorsichtsmaßnahme vom Team separiert worden war und nahm nicht am Mannschaftstraining teil.

Finnland fährt Coronabeschränkungen zurück

15.18 Uhr: Finnland will sich im Laufe des Februars von allen geltenden Coronabeschränkungen verabschieden. Die Regierung in Helsinki einigte sich bei Verhandlungen heute darauf, die Einschränkungen schrittweise zurückzufahren. Ab dem 14. Februar werden Begrenzungen für Restaurants und Kneipen gelockert und alle Beschränkungen für die Kultur, den Sport und für Veranstaltungen aufgehoben, wie Ministerpräsidentin Sanna Marin sagte. Nachtclubs bleiben vorerst dicht.

Bis zum 14. Februar werde man ein wenig Zeit haben, um zu beobachten, wie sich die Lage bei den nordischen Partnern in Dänemark und Norwegen entwickle, sagte Marin. Dänemark hatte am Dienstag alle Coronabeschränkungen aufgehoben, Norwegen einen Großteil gelockert.

Dem finnischen Rundfunksender Yle zufolge sollen am 1. März alle Beschränkungen aufgehoben worden sein. Nach Regierungsangaben sind die Neuinfektionszahlen im Land zwar weiterhin hoch, die Zahl der Corona-Intensivpatienten sei jedoch deutlich zurückgegangen.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Zahl der Erstimpfungen weiter klar vom 80-Prozent-Ziel entfernt

15.12 Uhr: Das Impftempo in Deutschland verläuft weiterhin schleppend. Am Dienstag wurden nach Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch rund 266.000 Coronaimpfungen gespritzt. Das ist deutlich weniger als eine Woche zuvor. Am Montag wurden rund 220.000 Spritzen verabreicht. Lediglich rund 23.000 Menschen erhielten am Dienstag eine Erstimpfung, was nur eine marginale Verbesserung im Vergleich zum Vortag (18.000) bedeutet.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) haben 75,8 Prozent (63,1 Millionen) der Menschen in Deutschland mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus bekommen. Das Ziel der Bundesregierung, bis Ende Januar 80 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal gegen Corona zu impfen, war am Montag verfehlt worden. Ursprünglich wollte die Regierung diese Quote sogar bereits bis zum 7. Januar erreichen.

Über einen vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze verfügen nach RKI-Angaben 61,6 Millionen Menschen (74,1 Prozent). Mindestens 44,3 Millionen Menschen (53,3 Prozent) haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung erhalten.

Das RKI weist grundsätzlich seit Längerem darauf hin, dass die ausgewiesenen Zahlen als Mindestimpfquoten zu verstehen sind. Eine hundertprozentige Erfassung durch das Meldesystem könne nicht erreicht werden. Das RKI geht davon aus, dass die tatsächliche Impfquote bis zu fünf Prozentpunkte höher liegt als auf dem Dashboard  angegeben.

Schweiz will baldiges Ende aller Coronamaßnahmen

14.50 Uhr: Trotz deutlich höherer Corona-Infektionszahlen als in Deutschland will die Schweiz bald sämtliche Schutzmaßnahmen aufheben. Erstmals seit Beginn der Pandemie gilt ab diesem Donnerstag keine Quarantänepflicht mehr für Menschen, die mit Infizierten in Kontakt waren. Wegen der sehr hohen Ansteckungszahlen habe die Quarantäne an Bedeutung verloren, teilte die Regierung mit. Wer selbst infiziert ist, muss sich aber weiterhin isolieren. Ebenso fällt ab sofort die Homeoffice-Pflicht weg. Das beschloss die Regierung am Mittwoch.

Die endgültige Entscheidung über ein Ende aller anderen Maßnahmen will sie am 16. Februar nach Konsultationen mit den Kantonen fällen. Die Regierung hat zwei Vorschläge unterbreitet: Variante eins sieht ein Ende praktisch sämtlicher Maßnahmen ab dem 17. Februar vor, wenn die Ansteckungszahlen und die Krankenhausbelegungen mit Covidpatienten sinken. Infizierte müssten sich dann aber weiter isolieren. Variante zwei sieht eine schrittweise Rücknahme der Maßnahmen vor. Zunächst würde die 2G-Regel in Restaurants fallen, als Letztes die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr. Am 16. Februar soll auch entschieden werden, ob bei der Einreise die Testpflicht für nicht geimpfte oder genesene Menschen sowie die Kontaktdatenerhebung aufgehoben werden.

Innerhalb von 24 Stunden meldete das schweizerische Bundesamt für Gesundheit am Mittwoch gut 41.000 neue Coronafälle. Das ist berechnet auf 100.000 Einwohner fast doppelt so viel wie in Deutschland. Die 14-Tage-Inzidenz, die angibt, wie viele Neuinfektionen es pro 100. 000 Einwohner innerhalb von 14 Tagen gab – lag bei 5354. In Deutschland geben die Behörden eine Sieben-Tage-Inzidenz an. Sie lag am Mittwoch bei 1227,5.

Beschluss der Landesregierungen: Zuschauer-Regelung wird einheitlich

14.45 Uhr: Die Zuschauer-Regelungen in den Stadien und Hallen der deutschen Profiligen sollen, wie vom Sport gefordert, künftig bundesweit einheitlich gelten. Die Regierungen der Bundesländer haben sich darauf geeinigt, dass die Kapazität im Freien zu maximal 50 Prozent ausgelastet werden darf – allerdings gedeckelt bei 10.000 Besuchern. In Hallen sind maximal 30 Prozent zulässig, bei höchstens 4000 Zuschauern. Das erfuhr der Sport-Informations-Dienst aus Regierungskreisen.

Bund und Länder hatten bei ihrem Gipfel zur Coronapandemie beschlossen, dass eine einheitliche Regelung bis zum 9. Februar getroffen werden soll. Zuletzt hatten bereits zahlreiche Länder Beschlüsse gefasst, die der einheitlichen Regelung sehr nahe gekommen sind.

Nordrhein-Westfalen gehörte nicht dazu, deshalb ließen drei Fußball-Bundesligisten die Obergrenze von 750 Zuschauern gerichtlich überprüfen.

Gericht in Tschechien kippt 2G-Regel in Gaststätten und Hotels

14.41 Uhr: Das Oberste Verwaltungsgericht in Tschechien hat die 2G-Regel in Gaststätten und Hotels gekippt. Es fehle die rechtliche Grundlage für die Einschränkungen, teilte ein Sprecher des Gerichts in Brünn (Brno) heute mit. Die 2G-Regel sieht vor, dass nur Geimpfte und Genesene Zugang erhalten.

»Es darf nicht Ziel der Maßnahme sein, die Bürger indirekt zum Impfen zu nötigen«, bemängelten die Richter. Menschen sollten nicht pauschal einer Infektion verdächtigt werden, solange sie keine Symptome haben. Zugleich gaben die Richter der Regierung eine Woche Zeit, die entsprechende Verordnung nachzubessern. In der Praxis wird die 2G-Regel ohnehin oft nicht kontrolliert.

Die Omikron-Welle sorgte am Mittwoch für einen Rekord bei den Coronazahlen in Tschechien. Innerhalb von 24 Stunden gab es 57.195 bestätigte Neuinfektionen, so viele wie an keinem anderen Tag zuvor seit Beginn der Pandemie. Hinzu kamen 9775 neuerliche Infektionen von bereits Genesenen. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz – also die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – stieg auf 2483.

Kündigung von Polizeiärztin wegen Kritik an Corona-Politik rechtens

14.36 Uhr: Die Kündigung einer Polizeiärztin wegen öffentlicher Kritik an der Coronapolitik ist nach einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Baden-Württemberg in Freiburg wirksam. Die Frau habe mit einer Anzeige in einer Zeitung das Infektionsschutzgesetz mit dem Ermächtigungsgesetz der Nationalsozialisten gleichgesetzt. Hierdurch habe sie gegen ihre Pflicht zur Rücksichtnahme auf die Interessen des beklagten Landes verstoßen, teilte ein Gerichtssprecher heute mit.

Insbesondere habe sie gegen die Pflicht verstoßen, sich zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes zu bekennen (Az.: 10 Sa 66/21). Das Gericht habe die Revision zum Bundesarbeitsgericht nicht zugelassen, sagte der Sprecher. Das Land Baden-Württemberg habe die ordentliche Kündigung vor allem mit mangelnder Eignung der Klägerin für die Tätigkeit als Polizeiärztin begründet.

Der Deutschen Presse-Agentur hatte Anette Franz aus Lahr (Ortenaukreis) mitgeteilt, sie stehe wie die deutsche Polizei für die freiheitliche demokratische Grundordnung.

Sächsische Impfkommission empfiehlt Coronaimpfung für Kinder ab 5 Jahren

14.31 Uhr: Die Sächsische Impfkommission (Siko) empfiehlt nun generell allen Kindern zwischen fünf und elf Jahren eine Coronaimpfung mit dem Wirkstoff von Biontech. Der Rat stütze sich auf Sicherheitsdaten, die in den USA von mehr als 8,6 Millionen Impfungen erhoben wurden, hieß es in den zum 1. Februar angepassten Empfehlungen des Gremiums. Bisher galt die Empfehlung in der jungen Altersgruppe lediglich für Kinder mit erhöhtem Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf. Zuvor hat die »Sächsische Zeitung« darüber berichtet.

Die Siko weicht damit vom Standpunkt der bundesweiten Ständigen Impfkommission (Stiko) ab. Diese spricht derzeit für Kinder von fünf bis elf Jahren noch keine generelle Impfempfehlung aus. Der Piks wird lediglich Kindern nahegelegt, bei denen selbst oder in deren Umfeld ein Risiko auf einen schweren Krankheitsverlauf besteht.

Sachsen hat als einziges Bundesland eine eigene Impfkommission. Diese steht dem Gesundheitsministerium seit 1991 beratend zur Seite und formuliert die Impfempfehlungen für den Freistaat.

Bundesregierung: Voraussetzung für Lockerungen sind sinkende Zahlen

14.24 Uhr: Die Bundesregierung hat ihre Ablehnung einer schnellen Aufhebung von Coronabeschränkungen bekräftigt. »Die Voraussetzung für Lockerungen von Coronamaßnahmen sind sinkende Fälle«, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit heute in Berlin. Im Augenblick gebe es weitestgehend noch sehr starke Steigerungen. Der Höhepunkt der Welle werde in den nächsten 14 Tagen erwartet. Wenn sich die Entwicklungen in den Kliniken und auf den Intensivstationen verstärkten, könne man dann auch wieder über Lockerungen reden. Hebestreit verwies auf den Beschluss von Bund und Ländern vom 24. Januar, in dem es heißt: »Bund und Länder werden Öffnungsperspektiven entwickeln für den Moment, zu dem eine Überlastung des Gesundheitssystems ausgeschlossen werden kann.«

In der Pandemie wächst die Nachfrage nach Zierpflanzen in Deutschland weiter

14.15 Uhr: Auch im zweiten Coronajahr haben sich die Verbraucherinnen und Verbraucher häufig mit Schnittblumen, Zimmerpflanzen und der Pflege des eigenen Gartens über die Härten der Pandemie hinweg getröstet. Die Ausgaben für Blumen und Zierpflanzen stiegen 2021 in Deutschland um 9,6 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro, wie der Zentralverband Gartenbau am Mittwoch unter Berufung auf Schätzungen der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mitteilte.

Die Pro-Kopf-Ausgaben für Zierpflanzen stiegen damit um fast 10 Euro auf rund 124 Euro. Durchschnittlich gaben die Menschen demnach 60 Euro für Beet- und Balkonpflanzen, Stauden, Kräuter, Gehölze und Blumenzwiebeln aus, 20 Euro für Zimmerpflanzen und 44 Euro für Schnittblumen.

Trotz der kräftigen Umsatzzuwächse blickte die Gartenbaubranche mit gemischten Gefühlen auf das vergangene Jahr zurück. »Den Absatzsteigerungen stehen inzwischen die extrem angestiegenen Kosten entgegen«, sagte der Vorsitzende des Bundesverbandes Zierpflanzen (BVZ), Frank Werner. Dazu gehörten die CO2-Bepreisung, die Einhaltung der pandemiebedingten Hygiene- und Sicherheitsvorschriften, aber auch höhere Einkaufspreise für viele Vorprodukte. »Betriebsmittel und Arbeitskräfte sind teuer, knapp und oft nicht zum gewünschten Zeitpunkt verfügbar«, klagte der Verband.

Umfrage unter Abgeordneten zu Impfpflicht zeigt große Differenzen

13.28 Uhr: Keiner der bisher vorgelegten Impfpflicht-Vorschläge kann sich nach aktuellem Stand einer Mehrheit im Deutschen Bundestag sicher sein: Dies geht aus einer Umfrage der Tageszeitung »Die Welt«  unter allen 736 Abgeordneten hervor. Knapp 80 Prozent der Abgeordneten hätten sich zurückgemeldet. Demnach erreichte keiner der vorliegenden Vorschläge eine Zustimmung von mehr als 25 Prozent.

In der Umfrage konnten die Parlamentarierinnen und Parlamentarier ihre Präferenz unter vier Antwortoptionen bekunden – für eine allgemeine Impfpflicht ab 18 Jahren; für eine altersbezogene Impfpflicht, beispielsweise ab 50 Jahren; gegen eine Impfpflicht oder noch nicht entschieden.

Ein Viertel der Abgeordneten, die sich zu der Umfrage äußerten, sprach sich demnach für eine allgemeine Impfpflicht ab 18 aus. 18 Prozent gaben an, sie seien grundsätzlich gegen eine Impfpflicht. Weit abgeschlagen rangierte der Vorschlag, nach Altersgruppen vorzugehen – gerade einmal 21 Abgeordnete (2,85 Prozent) sprachen sich laut »Welt« dafür aus. Des Weiteren gaben elf Prozent an, sich nicht äußern zu wollen. Knapp 22 Prozent waren nach eigenen Angaben noch nicht entschieden.

Schleswig-Holstein lockert Regeln für Handel und Veranstaltungen

12.59 Uhr: Schleswig-Holsteins Landesregierung will eine ganze Reihe von Corona-Vorschriften lockern. In Geschäften soll vom 9. Februar an nur noch Maskenpflicht gelten, Kunden müssen dann keinen Genesenen- oder Impfstatus mehr nachweisen. Außerdem entfällt die Sperrstunde in der Gastronomie, wie Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Mittwoch in Kiel bekannt gab. Das Land wolle sich »ein Stück in Richtung Normalität bewegen«.

Der Regierungschef kündigte zudem Änderungen bei Veranstaltungen an, das Land werde aber einen geplanten bundeseinheitlichen Beschluss abwarten. Dieser werde voraussichtlich bei größeren Veranstaltungen im Freien – wie beispielsweise im Fußballstadion – künftig bis zu 10.000 Zuschauer bei einer Belegung von maximal 30 Prozent der Plätze beinhalten. Drinnen seien bis zu 4000 Besucher in der Diskussion bei maximal halber Kapazität. Dies würde auch für Handballspiele gelten.

Günther begründete die Lockerungen damit, dass die Omikron-Variante des Coronavirus zwar ansteckender, aber weniger gefährlich sei. Schwere Verläufe seien unter Geimpften kaum zu verzeichnen. »Mit unserer Impfquote liegen wir etwa auf gleicher Höhe wie unser Nachbar Dänemark, der alle Beschränkungen aufhebt«, sagte der Regierungschef. Allerdings sei dort die Anzahl der Genesenen um ein Vielfaches höher.

Der Norden stand bei der Sieben-Tage-Inzidenz (895,2) laut Robert Koch-Institut aktuell auf Platz 13 der Bundesländer und die Belastung der Krankenhäuser blieb moderat – ein entscheidendes Kriterium für neue Maßnahmen. Die Landesregierung hatte sich am Montag mit ihrer Expertenrunde über das weitere Vorgehen ausgetauscht.

Für die Gastronomie gibt es vorerst keine weitere Lockerung neben dem Wegfall der Sperrstunde. Dort gilt weiter 2G plus – es erhalten nur Geimpfte oder Genesene Zutritt, wenn sie eine Auffrischungsimpfung hatten oder einen negativen Test vorlegen.

Bayerns Gesundheitsminister Holetschek positiv auf Corona getestet

12.54 Uhr: Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Holetschek habe sich einem PCR-Test unterzogen, der positiv ausgefallen sei, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Holetschek habe sich umgehend in häusliche Quarantäne begeben. »Ich habe derzeit lediglich leichte Symptome wie etwa Husten und werde von zu Hause aus weiterarbeiten«, sagte der Minister. Geplante Termine wolle er digital wahrnehmen. »Ich bin sehr froh, dass ich geboostert bin«, sagte der Politiker. Wo und wann der Minister sich infiziert habe, sei unklar.

Lockerungsdebatte: Krankenhausgesellschaft plädiert für Abwarten

12.23 Uhr: Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hat sich dafür ausgesprochen, mit Lockerungen von Coronamaßnahmen noch abzuwarten. Diese könne es erst geben, wenn der Scheitelpunkt der Omikron-Welle überschritten sei und deutlich werde, dass den Krankenhäusern keine Überlastung mehr drohe, sagte der Vorstandsvorsitzende Gerald Gaß heute der Deutschen Presse-Agentur. »Dennoch halten wir es für notwendig, bereits jetzt klare Perspektiven für Öffnungen zu entwickeln. Das heißt aber nicht, dass jetzt Öffnungen erfolgen sollten«, fügte er hinzu.

Die Omikron-Variante verursache weniger schwere Fälle und damit auch relativ zum Infektionsgeschehen weniger Covid-Patienten auf den Intensivstationen, sagte Gaß. Er nannte die derzeitige Situation wegen der hohen und weiter steigenden Infektionszahlen dennoch schwierig. Vor allem in den Normalstationen der Kliniken rechnet er mit vielen Fällen. »Regional zeigt sich das bereits insbesondere in den Ländern, in denen Omikron bereits voll angekommen ist und für hohe Inzidenzen sorgt.« Weitere regionale Entwicklungen müsse man aufmerksam beobachten.

Russland plant trotz explodierender Coronazahlen keine neuen Restriktionen

12.17 Uhr: Trotz explodierender Coronazahlen im ganzen Land plant Russland derzeit keine neuen Restriktionen. Das Gesundheitssystem sei noch voll funktionsfähig, sagte die Chefin der nationalen Gesundheitsbehörde, Anna Popowa, der staatlichen Nachrichtenagentur Ria Nowosti. »Die Sterblichkeitsrate ist nicht höher als in früheren Phasen in den vergangenen zwei Jahren.« Deshalb gebe es keinen Grund für spezielle Restriktionen.

Russland sieht sich seit zwei Wochen mit einer regelrechten Explosion der Coronafallzahlen konfrontiert. Am Mittwoch wurde den 13. Tag in Folge ein neuer Höchststand bei den Neuinfektionen vermeldet: Innerhalb von 24 Stunden seien offiziell 141.883 Ansteckungen registriert worden, teilten die Behörden mit. Vor zwei Wochen lag die Zahl noch bei gut 33.000.

Während der Pandemie starben in Russland nach Angaben der nationalen Statistikbehörde mehr als 680.000 Menschen in Zusammenhang mit einer Coronainfektion. Das ist weltweit die vierthöchste Zahl nach den USA, Brasilien und Indien. Nur etwa die Hälfte der Russen sind gegen das Coronavirus geimpft.

FDP-Politiker Vogel kritisiert Wüst und fordert Corona-Öffnungsplan

12.09 Uhr: Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Johannes Vogel hat Warnungen von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) vor einem baldigen Aus für Coronaschutzmaßnahmen zurückgewiesen. »Hendrik Wüst sollte den Blick als MPK-Vorsitzender jetzt nicht auf die Fortsetzung von Freiheitseinschränkungen richten, sondern lieber an einem Plan für die Rücknahme von Freiheitseinschränkungen arbeiten«, sagte Vogel, der auch Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion ist, heute der Deutschen Presse-Agentur.

Die Ministerpräsidentenkonferenz habe auf Basis der Stellungnahme des Expertenrats die Entwicklung von Öffnungsperspektiven zu gegebener Zeit fest verabredet. »Wenn sich bis zum nächsten Treffen der Länderchefs die Tendenz erhärtet, dass die aktuelle Infektionswelle nicht zu einer Überlastung des Gesundheitssystems führt, dann darf es nicht bei einer Ankündigung bleiben. Denn die Menschen fragen zu Recht nach einer Perspektive«, so Vogel. Es lasse sich dabei von Nachbarländern lernen. Die nächste Ministerpräsidentenkonferenz sollte einen Öffnungsfahrplan besprechen. Ein Vorschlag müsse jetzt vorbereitet werden.

Wüst hatte gewarnt, wenn der Bundestag nicht handele, würden mit Ablauf des 19. März alle Maßnahmen zum Schutz gegen das Virus auslaufen – spätestens nach einer einmaligen Verlängerung. Er sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland: »Dann stünden die Länder und Kommunen faktisch ohne Schutzoptionen da.«

NRW-Gesundheitsminister lehnt rasche Lockerungen ab

12.05 Uhr: Der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann lehnt rasche Lockerungen von Coronamaßnahmen ab und hält die Debatte darüber für verfrüht. »Kontaktbeschränkungen sind weiter notwendig«, sagt der CDU-Politiker im RTL/n-tv-»Frühstart«. »Wir sollten warten, bis wir den Omikron-Höhepunkt erreicht haben. Und wenn die Zahlen dann wieder runtergehen, dann sollten wir erst lockern.« Einen möglichen Zeitpunkt dafür will er nicht nennen. Bund und Länder würden sich bei der Ministerpräsidentenkonferenz am 16. Februar mit einer Exit-Strategie beschäftigen. Dann sei es sehr wichtig, dass die Länder dafür einen gemeinsam Fahrplan erarbeiteten.

Johnson nahm offenbar an weiterer Feier im Lockdown teil

12.02 Uhr: Im Untersuchungsbericht zur »Partygate«-Affäre stehen offenbar neue Vorwürfe gegen Boris Johnson. Laut »Guardian« soll der Premier auf mindestens einer weiteren unerlaubten Veranstaltung gewesen sein. Lesen Sie hier die ganze Meldung.

Frankreich hebt Maskenpflicht im Freien und Homeoffice-Pflicht auf

12.01 Uhr: Ungeachtet einer Inzidenz von knapp 3500 hat Frankreich mehrere Coronaauflagen gelockert. Seit Mittwoch ist die Maskenpflicht im Freien aufgehoben. Homeoffice – wo es möglich ist – ist nicht mehr vorgeschrieben, bleibt aber empfohlen. Bei Veranstaltungen gelten keine Teilnehmerobergrenzen mehr. Die Regierung hatte die Lockerungen Ende Januar mit dem Hinweis auf die geringere Gefährlichkeit der Omikron-Variante des Coronavirus angekündigt.

Präsident Emmanuel Macron mahnte dennoch zur Wachsamkeit. »Wir müssen vorsichtig bleiben, denn der Druck in den Krankenhäusern ist noch sehr hoch«, sagte er in einem am Dienstagabend veröffentlichten Interview mit der Zeitung »La Voix du Nord«. »Es wäre falsch zu denken, dass wir die Epidemie hinter uns haben.« Bei einer Sitzung des Corona-Krisenstabs am Mittwoch im Elysée sollten mögliche Lockerungen an Schulen nach den Winterferien besprochen werden. Bislang sind nur etwa vier Prozent der Fünf- bis Elfjährigen in Frankreich geimpft.

In zwei Wochen sind bereits weitere Lockerungen vorgesehen. So sollen die seit dem 10. Dezember geschlossenen Diskotheken wieder öffnen. Konzertveranstalter dürfen Stehplätze anbieten, und – in Frankreich besonders wichtig – Kaffeetrinken an der Theke wird wieder erlaubt. Ab Mitte Februar verringert sich zudem die Frist für die Auffrischungsimpfung auf vier Monate. Ausgenommen von der Pflicht zur Boosterimpfung sind 16- und 17-Jährige. Ausnahmen sind vorgesehen, wenn jemand aus dringenden gesundheitlichen oder familiären Gründen reisen muss.

Seit etwa einer Woche sinken die Fallzahlen in Frankreich. Derzeit werden aber noch immer mehr als 300.000 Neuinfektionen täglich gemeldet. Die Zahl der Covid-Intensivpatienten liegt stabil bei etwa 3700. Die Omikron-Variante macht inzwischen knapp 99 Prozent aller Fälle aus.

Neuausrichtung: Luca-App soll Bezahlen im Restaurant ermöglichen

11.47 Uhr: Die umstrittene Luca-App zur Bekämpfung der Coronapandemie soll neu ausgerichtet werden. »Eine Kontaktverfolgung durch die Gesundheitsämter findet aktuell gar nicht mehr statt«, sagte der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Culture4Life, Patrick Hennig. Daher richte man sich mit der Weiterentwicklung der App vor allen an die Luca-Partner in der Gastronomie und Kultur. Über die Pläne hatte die »Bild« zuerst berichtet.

So sollen Restaurantbesitzer und Eventveranstalter künftig auf einen Blick den kompletten Impfnachweis und die Identität ihrer Gäste überprüfen können. In einer neuen Version der App, die Ende der Woche erscheinen soll, werde man zu diesem Zweck auch den Personalausweis lokal auf dem Smartphone speichern können. Dies werde in Form eines sogenannten Tokens geschehen, der über eine Partner-App verifiziert bereitgestellt werde. Außerdem soll das Luca-System zu einem kompletten Zahlungssystem für Restaurants ausgebaut werden.

Die Macher der App müssen sich derzeit ein neues Geschäftsmodell suchen, weil die meisten Bundesländer ihre Verträge mit Culture4Life auslaufen lassen oder gekündigt haben. Die Luca-App war im Jahr 2020 gestartet worden, um die in den meisten Infektionsschutzverordnungen vorgeschriebene Erfassung der Kontaktdaten von Restaurantgästen und Eventbesuchern möglichst datenschutzfreundlich und effizient zu erledigen.

An dem System entzündete sich immer wieder heftige Kritik. Die Luca-Skeptiker stören sich vor allem am Konzept einer zentralen Datenspeicherung. Kritiker, wie der Chaos Computer Club, warnten vor einem Missbrauch der Datenbestände, die über das Luca-System eingesammelt werden. Das von Kritikern bemängelte Luca-Verschlüsselungssystem hielt zwar Angriffen stand, die Luca-Macher konnten aber nicht verhindern, dass in einem Fall die Polizei in Mainz die Daten von Gästen widerrechtlich über das Gesundheitsamt abfragen ließ, um eine mögliche Straftat aufzuklären.

Beim neuen Digitalisierungsangebot für Restaurants, Bars und Cafés will Luca unter anderem nun mit geringeren Gebühren für Kartenzahlungen punkten. Luca sei in der Lage, deutlich günstigere Konditionen pro Transaktion anzubieten. Die neuen Funktionen für Gastronomie und Kultur hätten aber keine Auswirkungen auf die bereits angekündigte Strategie für die Gesundheitsämter, betonte Henning. Das neue Modell, Luca nicht dauerhaft abonnieren zu müssen, sondern nur noch bei Bedarf einzusetzen, ermögliche es den Gesundheitsämtern, auch mit Blick nach vorn in einer endemischen Lage gezielt auf lokale Ausbrüche reagieren zu können. Die Daten der Anwender seien zweckgebunden und würden nur für die Kontaktnachverfolgung verwendet. »Luca hat dafür keine andere Verwendung und auch gar keinen Zugriff.«

Kölner Trainer Steffen Baumgart nach positivem Test in Isolation

11.38 Uhr: Fußball-Bundesligist 1. FC Köln muss im Spiel gegen den SC Freiburg am Samstag auf seinen Trainer Steffen Baumgart verzichten. Wie der Club heute mitteilte, wurde der Chefcoach am Morgen positiv auf das Coronavirus getestet. »Ich habe mich nicht so gut gefühlt und zu Hause direkt einen Schnelltest gemacht. Der ist positiv ausgefallen«, sagt der 50-Jährige, der vollständigen Impfschutz hat und tags zuvor noch negativ getestet wurde.

Baumgart begab sich unmittelbar nach dem Ergebnis in Isolation. Sollte der PCR-Test das Ergebnis bestätigten, wird Co-Trainer Andre Pawlack die Mannschaft am Wochenende betreuen. »Jeder weiß, wie sehr ich mich auf jedes Spiel freue. Deshalb ist es sehr schade, dass ich das Spiel gegen Freiburg verpasse. Aber unsere Mannschaft ist bei Andre und meinem Trainerteam in besten Händen«, sagte der FC-Trainer.

Söder verlangt Stufenplan für Erleichterung der Coronabeschränkungen

11.20 Uhr: CSU-Chef Markus Söder hat einen Stufenplan für zeitnahe Erleichterungen bei den Beschränkungen im Kampf gegen die Omikron-Welle der Coronapandemie verlangt. Obwohl die Inzidenzzahlen stiegen, erhöhe sich die Krankenhausbelegung nicht in gleicher Weise, sagte Söder heute in Berlin zum Auftakt der zweitägigen Winterklausur der CSU-Landesgruppe im Bundestag. Er ergänzte: »Weil die Omikron-Wand zwar steil, aber doch vielleicht eine Wand mit Türen und Fenstern ist in eine hoffnungsvollere Zukunft, brauchen wir neben dem Konzept Vorsicht auch das Konzept Augenmaß und Hoffnung.«

Für ihn ergebe sich »eindeutig das Bild: Eher früher mit Erleichterungen beginnen, Stück für Stück«, sagte Söder. Es werde nicht den Tag geben, an dem alles aufgehoben werde. »Aber wir brauchen einen Weg aus der Pandemie«, deswegen sei ein Stufenplan verantwortbar. Nötig sei eine klare Empfehlung des Expertenrates der Bundesregierung. Die hohe Inzidenzzahl sei nicht mehr verlässlich, da das Robert Koch-Institut (RKI) die Zahlen etwa wegen der schwerer werdenden Kontaktnachverfolgung schätze. »Wir können mit dieser Inzidenz keine Freiheitseinschränkung begründen«, sagte Söder.

Es müsse nicht nur die virologische, sondern auch die soziale, psychologische und ökonomische Seite berücksichtigt werden, sagte Söder. Die Maske sei ein wichtiger Schutz, allein mit ihr werde im Handel oder bei mehr Zuschauerzahlen im Sport und in der Kultur viel mehr Freiheit möglich sein. Den Menschen müsse Hoffnung in der schwierigen Zeit vermittelt werden.

Haseloff stellt Coronalockerungen in Aussicht

11.07 Uhr: Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hält eine weitere Rücknahme von Schutzmaßnahmen im Kampf gegen Corona ab März für vorstellbar. »Wenn es die Fakten erlauben, könnte es im März weitere Lockerungen geben. Entscheidend ist jedoch, in welcher Lage wir uns dann befinden«, sagte Haseloff dem SPIEGEL. In seinem Bundesland habe er bereits reagiert: »In Sachsen-Anhalt haben wir schon weitreichende Lockerungen umgesetzt. Zum Beispiel dürfen bis zu 15.000 Menschen wieder ins Stadion, und wir haben keine verpflichtende 2G-plus-Regelung in der Gastronomie.« Ende Februar laufe die entsprechende Verordnung mit den Schutzmaßnahmen aus, dann »werden wir eventuell Veränderungen beschließen«, so der Ministerpräsident.

Lauterbach: Biete Kimmich an, ihn selbst gegen Corona zu impfen

10.58 Uhr: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (58) würde Fußballstar Joshua Kimmich persönlich gegen das Coronavirus impfen. »Ich biete ihm an, dass ich ihn selbst impfe und über alle Risiken aufkläre. Die sind bei einer Nichtimpfung deutlich höher«, sagte Lauterbach der Zeitschrift »Bunte« . Der FC-Bayern-Spieler Kimmich (26) hatte lange Bedenken, sich impfen zu lassen – nach einer Coronainfektion kündigte er im Dezember aber an, sich impfen lassen zu wollen. »Das ist großartig, ich habe ihn nie verurteilt. Der Körper ist sein Kapital, da hatte er Ängste«, sagte der SPD-Politiker. Kimmich hatte in einem ZDF-Interview erklärt: »Generell war es für mich einfach schwierig mit meinen Ängsten und Bedenken umzugehen, deshalb war ich auch so lange unentschlossen.«

Er selbst habe auch Freunde und Familie geimpft – »allen voran meine Tochter, weil sie das wollte«, erzählte Lauterbach. Der für ihn persönlich berührendste Moment sei aber gewesen, als seine 86 Jahre alte Mutter geimpft worden sei. »Sie kommt aus einer Generation, die Impfen für einen Segen hält und noch Krankheiten wie Kinderlähmung kannte.«

Gesundheitsminister Karl Lauterbach und Fußballstar Joshua Kimmich

Gesundheitsminister Karl Lauterbach und Fußballstar Joshua Kimmich

Foto: Kappeler Stache / dpa

Zahl der Studierenden im Sommersemester 2021 trotz Coronakrise weiter gestiegen

10.13 Uhr: Auch während der Coronapandemie hat die Zahl der Studierenden in Deutschland zugenommen. So waren im Sommersemester 2021 rund 2.787.800 Studentinnen und Studenten an einer deutschen Hochschule eingeschrieben. Das entspricht einem Zuwachs von 2,3 Prozent im Vorjahresvergleich (2.724.900), wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte. Im Sommersemester 2019, also vor Beginn der Coronapandemie, waren hierzulande 2.702.200 Studierende eingeschrieben.

Bei den Erstsemestern nähert sich die Zahl wieder dem Niveau der Vor-Coronazeit. Den Angaben zufolge haben im Sommersemester 2021 rund 76.100 erstmals ein Studium an einer deutschen Hochschule aufgenommen. Das entspricht einem Zuwachs von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr (71.700). Somit liegt die Zahl der Studienanfänger nach dem zwischenzeitlichen Rückgang im ersten Coronajahr aktuell noch leicht unter dem Niveau des Sommersemesters 2019 (79.600).

Laut den Angaben konzentriert sich der Anstieg im letzten Jahr vor allem auf die ausländischen Erstsemester. Deren Zahl stieg von 24.600 im Sommersemester 2020 auf 30.500 im Sommersemester 2021 (plus 24 Prozent). Im Sommersemester 2019 hatten allerdings noch 34.200 ausländische Studierende erstmals ein Studium an einer deutschen Hochschule begonnen.

»Der richtige Zeitpunkt, um über Lockerungen zu diskutieren«

9.54 Uhr: Politiker aus CSU, SPD und FDP wollen zwei Wochen vor der nächsten Bund-Länder-Runde über Lockerungen sprechen. Sie mahnen aber auch zur Vorsicht – wie auch der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Lesen Sie hier die ganze Meldung.

Tschechien meldet weiter steigende Coronazahlen

9.42 Uhr: Die Omikron-Welle sorgt in Tschechien weiter für Rekordzahlen an Corona-Neuinfektionen. Innerhalb von 24 Stunden gab es 57.195 neue bestätigte Fälle, so viele wie an keinem anderen Tag zuvor seit Beginn der Pandemie. Das ging heute aus den Zahlen des Gesundheitsministeriums in Prag hervor. Hinzu kamen 9775 neuerliche Infektionen von bereits Genesenen. In den Kliniken wurden knapp 2700 Coronapatienten behandelt, rund 700 mehr als vor einer Woche. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz – also die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen – stieg auf 2483.

Das tschechische Parlament debattierte die ganze Nacht zu Mittwoch hindurch über eine Neuauflage des Pandemiegesetzes. Das Gesetz ermöglicht es dem Gesundheitsminister, zur Bekämpfung der Pandemie unter anderem Geschäfte zu schließen, öffentliche Veranstaltungen zu verbieten und den Schulbetrieb einzuschränken. Es läuft zum 1. März 2022 aus, falls es nicht verlängert wird.

208.498 Corona-Neuinfektionen – Bisher über zehn Millionen Fälle

9.18 Uhr: Die Coronawelle mit der Omikron-Virus-Variante baut sich weiter auf. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete heute mit 208.498 Neuinfektionen binnen 24 Stunden einen neuen Höchstwert. Das sind 44.498 Fälle mehr als am Mittwoch vor einer Woche, als 164.000 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg ebenfalls auf einen neuen Rekordstand von 1227,5 von 1206,2 am Vortag. 196 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 118.170.

Insgesamt fielen in Deutschland in der Coronapandemie nun mehr als zehn Millionen registrierte Coronatests positiv aus. Die Dunkelziffer gilt allerdings als deutlich höher. Den Höhepunkt der Omikron-Welle erwartet das Gesundheitsministerium bisher Mitte Februar mit wahrscheinlich mindestens 400.000 Neuinfektionen täglich.

Die Hospitalisierungsinzidenz hatte das RKI am Dienstag mit 4,59 angegeben. Sie weist aus, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner in einer Woche mit einer Coronainfektion ins Krankenhaus eingewiesen werden. Der Expertenrat der Bundesregierung hatte gewarnt, dass eine sehr große Zahl an Coronapatienten in den Krankenhäusern nur vermieden werden könne, wenn die Hospitalisierungsinzidenz angesichts der rasant steigenden Fallzahlen deutlich niedriger liege.

Immer mehr Einweisungen betreffen vor allem Normalstationen, weil der Krankheitsverlauf bei einer Infektion mit der Omikron-Virus-Variante im Schnitt milder verläuft. Auf den Intensivstationen gab es dagegen in den vergangenen Wochen eine Entspannung: Am Dienstag wurden dort 2224 Patientinnen und Patienten gemeldet, Anfang Dezember lag die Zahl noch bei fast 5000.

Tonga schließt nach Coronaausbruch seine Grenzen

9.11 Uhr: Der nach einem Vulkanausbruch schwer verwüstete Inselstaat Tonga hat wegen eines Coronaausbruchs seine Grenzen geschlossen und einen Lockdown verhängt. Wie die Behörden am Mittwoch mitteilten, wurden fünf Menschen in der Hauptstadt Nuku'alofa positiv auf das Coronavirus getestet und befinden sich nun in Isolation. Der Pazifikstaat war bisher einer der wenigen Orte auf der Welt, in denen sich das Virus noch nicht ausgebreitet hatte.

Das Virus wurde nach Angaben von Regierungschef Siaosi Sovaleni zuerst bei zwei Männern nachgewiesen, die im Hafen der Stadt arbeiten. Dort waren nach dem verheerenden Vulkanausbruch im Januar Hilfslieferungen aus der ganzen Welt eingetroffen. Später bestätigten die Behörden noch drei weitere Infektionen bei Familienangehörigen der Männer, darunter zwei Kinder.

An den Hilfsmaßnahmen für Tonga waren unter anderem Australien, Neuseeland, Japan, China und Frankreich beteiligt. Um das Virus nicht einzuschleppen, blieben die Besatzungen der Schiffe und Flugzeuge jeweils nur kurz in Tonga und bemühten sich um eine kontaktlose Übergabe. Die Waren wurden zudem drei Tage lang isoliert, bevor sie in Tonga in Empfang genommen wurden.

Einzelhandel und Gastronomie können 2G-Zusatzkosten anrechnen lassen

6.38 Uhr: Betriebe im Einzelhandel und in der Gastronomie können zusätzliche Kosten durch 2G-Kontrollen inzwischen anrechnen lassen und auf Abschlagszahlungen hoffen. Den Aufwand für die Kontrollen auszugleichen, war eine Initiative mehrerer Bundesländer, unter anderem Berlins.

»Die Antragsstellung für die Überbrückungshilfe ist bereits möglich«, sagte Berlins Wirtschaftssenator Stephan Schwarz. Die Schnittstelle zwischen dem Bund und in Schwarz' Fall der Investitionsbank Berlin werde gerade noch aufgebaut, sagte der Senator. »Darauf muss man aber nicht warten, es gibt die Möglichkeit, nach einer ersten Prüfung schon Abschläge vom Bund zu bekommen«, sagte Schwarz. »Das ist die Vereinbarung.«

Für die Corona-Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen gilt grundsätzlich dies: Betriebe, die mindestens 30 Prozent Umsatzrückgang bezogen auf den Vergleichsmonat 2019 haben, können bis zu 90 Prozent ihrer förderfähigen Fixkosten anrechnen lassen. Der Bund zahlt dann einen Zuschuss. »Und der zusätzliche Personalaufwand für die Kontrollen kann bei den Fixkosten angerechnet werden«, sagte Schwarz. »Ich glaube, das ist eine kleine Hilfestellung in einer sehr, sehr schwierigen Situation.«

Das Hilfsangebot ziele vor allem auf den Facheinzelhandel, nicht die ganze Handelsbranche, sagte Schwarz - im Lebensmitteleinzelhandel etwa sind keine 2G-Kontrollen nötig. »Es kommt auch für die Gastronomie infrage, aber da wird es nicht so eine große Rolle spielen.«

Mit der Lage der Gastronomie beschäftigt sich auch der aktuelle Stimmenfang-Podcast:

Podcast Cover

Omikron-Subtyp BA.2 in 57 Ländern nachgewiesen

6.14 Uhr: Ein Subtyp der Omikron-Variante des Coronavirus breitet sich weltweit rasch aus. Mittlerweile wurde die Untervariante BA.2 nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in 57 Ländern nachgewiesen. In einigen Ländern mache die Untervariante inzwischen mehr als die Hälfte aller gesammelten Virus-Gensequenzen aus. Die WHO betonte, dass es bisher nur wenige Erkenntnisse gebe, wie genau sich BA.2 von den bislang dominanten Subtypen BA.1 und BA.1.1 unterscheidet.

Maria Van Kerkhove, eine der führenden Covid-Expertinnen der WHO, sagte, dass einige anfängliche Daten darauf hindeuteten, dass BA.2 »eine leicht erhöhte Wachstumsrate gegenüber BA.1« habe. Allerdings gebe es bisher »keine Anzeichen für eine Veränderung des Schweregrads« bei BA.2. Sie betonte jedoch, dass Covid unabhängig vom Stamm weiterhin eine gefährliche Krankheit sei und die Menschen eine Ansteckung vermeiden sollten.

Die hochansteckende Omikron-Variante macht mittlerweile 93 Prozent aller gesammelten Coronavirus-Proben aus. Dies umfasst die Untervarianten BA.1, BA.1.1, BA.2 und BA.3. BA.1 und BA.1.1 – die ersten identifizierten Versionen – machen laut WHO immer noch mehr als 96 Prozent der Omikron-Befunde aus, die in die Datenbank der globalen Wissenschaftsinitiative GISAID hochgeladen wurden.

Zweiter Coronafall im deutschen Olympia-Team

5.47: Das deutsche Olympia-Team in Peking hat seinen zweiten Coronafall. Eines der 85 Mitglieder der Mannschaft, die am Dienstag in China eingereist waren, sei positiv auf das Virus getestet worden, teilte der Deutsche Olympische Sportbund am Mittwoch mit. Ob es sich um einen Sportler oder einen Betreuer handelt, wollte der DOSB zunächst nicht mitteilen.

Das betroffene Teammitglied sei symptomfrei und müsse in ein Quarantänehotel ziehen. Je nach Ergebnis des weiteren Tests werde »das weitere Prozedere festgelegt«, hieß es. Bereits vor einigen Tagen war bei einem deutschen Betreuer in der Bergregion Zhangjiakou eine Coronainfektion festgestellt worden.

Olympia in Peking: Weitere 32 Coronafälle entdeckt

4.51 Uhr: Kurz vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Peking haben die Organisatoren 32 weitere Coronafälle festgestellt. Wie das Organisationskomitee am Mittwoch berichtete, wurden am Vortag 15 Einreisende positiv auf das Coronavirus getestet. 17 Infektionen wurden zudem bei Personen festgestellt, die zuvor nach Peking gereist waren und sich bereits in der geschlossenen Olympia-Blase befinden. Unter den am Mittwoch gemeldeten Infizierten befanden sich neun Athleten oder Teammitglieder. Die Gesamtzahl der Coronafälle ist seit dem 23. Januar auf insgesamt 232 gestiegen.

Für die Winterspiele in Peking gilt ein strenges Corona-Sicherheitskonzept. Alle Beteiligten – von Athleten bis hin zu Journalisten – sind vollständig vom Rest der chinesischen Bevölkerung getrennt. Um Infektionen möglichst rasch zu erkennen, muss jeder Teilnehmer innerhalb der Olympia-Blase täglich einen PCR-Test absolvieren.

Wer sich mit dem Virus angesteckt hat, wird in einem eigens dafür vorgesehenen Hotel isoliert. Nur nach zwei negativen PCR-Tests im Abstand von mindestens 24 Stunden können die Betroffenen dieses vor Ablauf von zehn Tagen wieder verlassen. Nach dieser Frist ist nur noch ein negativer PCR-Test nötig.

Tonga bestätigt nach Vulkanausbruch Coronafälle

4.32 Uhr: Zweieinhalb Wochen nach dem gewaltigen Ausbruch des Untersee-Vulkans Hunga-Tonga-Hunga-Ha'apai bei Tonga muss der Südsee-Staat nun auch noch einen Coronaausbruch bekämpfen. Zwei Arbeiter seien bei routinemäßigen Tests in einer Werft in der Hauptstadt Nuku'alofa positiv auf das Virus getestet worden, sagte Premierminister Siaosi Sovaleni am Mittwoch. Der Inselstaat gehe ab 18 Uhr (Ortszeit) in einen Lockdown, ordnete die Regierung an.

Tonga hatte im März 2020 seine Grenzen geschlossen und sich seither von der Außenwelt weitgehend abgeschottet. Bislang wurde seit Beginn der Pandemie nur eine einzige Coronainfektion bestätigt, nachdem im vergangenen Jahr ein Flugzeug aus Neuseeland gelandet war.

Deshalb war nach dem Vulkanausbruch die Sorge groß, dass ausländische Helfer das Virus einschleppen könnten. Um die Bevölkerung nicht zu gefährden, erfolgte die Lieferung der Hilfsgüter aus Neuseeland und Australien kontaktlos – es gab somit keinen direkten Kontakt zwischen den Hilfscrews und den Menschen in Tonga. Wo sich die Werftarbeiter infiziert haben, war zunächst unklar.

Unter anderem wird nun der Schiffs- und Bootsverkehr sowie auch der Flugverkehr zwischen den verschiedenen Inseln des Archipels eingestellt. Schulen sollen geschlossen werden, die Menschen wurden aufgefordert, weitgehend in ihren Häusern zu bleiben. Die Regierung will die Lage alle 48 Stunden neu bewerten.

Die durch die Eruption zusammengebrochenen Kommunikationsverbindungen sind allerdings immer noch gestört. »Tonga steht nun vor seinem ersten Covid-19-Lockdown, bevor die Telekommunikation vollständig wiederhergestellt wurde und bevor Unternehmen und Haushalte wieder funktionierendes Internet haben«, schrieb das Portal «Matangi Tonga«.

Der unterseeische Hunga-Tonga-Hunga-Ha'apai, der nur 65 Kilometer nördlich von Tongas Hauptstadt Nuku'alofa liegt, war am 15. Januar ausgebrochen und hatte eine gigantische Wolke aus Asche und Gas kilometerweit in die Höhe geschleudert. Die Eruption löste einen Tsunami aus, dessen Flutwellen sogar weit entfernte Regionen wie Alaska und Südamerika erreichten. Tongas Regierung bestätigte drei Tote und mehrere Verletzte.

Verfassungsschutz registriert auf Telegram vemehrt Umsturzfantasien

4.19 Uhr: Der Präsident des Thüringer Verfassungsschutzes, Stephan Kramer, warnt vor einer zunehmenden Radikalisierung von Impfgegnern und Coronaleugnern in Chatforen des Messengerdienstes Telegram. Während des Corona-Protestgeschehens gebe es dort »besonders viele konkrete Umsturzfantasien«, sagte Kramer der Zeitung »Handelsblatt«.

Neben Bürgerinnen und Bürger, die dort laut Kramer auf teilweise »sehr drastische Weise« ihrem Ärger Luft machten, tummelten sich in der App auch verschwörungsideologische Akteure, Reichsbürger, Querdenker und hauptsächlich Rechtsextremisten. »Es geht also auf Telegram auch ganz klar um den Erstkontakt in die nicht-extremistische kritische Masse, um ohne großen Aufwand zu rekrutieren und zu mobilisieren.«

Linke, Städte und Ärzte beklagen Unklarheiten bei Teil-Impfpflicht

4.03 Uhr: Die Linke im Bundestag warnt vor gerichtlichen Auseinandersetzungen wegen ungeklärter Fragen bei der geplanten Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitswesen. »Die Ampel hat sich davor gedrückt, arbeitsrechtliche Konsequenzen bei der Umsetzung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht klar zu regeln«, sagte Fraktionsvize Susanne Ferschl der »Augsburger Allgemeinen«. »Ein Gesetz, das einen so sensiblen Punkt letztlich der Entscheidung der Gerichte überlässt, ist handwerklich schlecht gemacht«, kritisierte Ferschl.

Der Deutsche Städtetag forderte Bund und Länder auf, rechtliche Unklarheiten rasch auszuräumen. Der Präsident des Deutschen Städtetages, Markus Lewe, befürwortet zwar die sogenannte einrichtungsbezogene Impfpflicht. »Aber Bund und Länder müssen viele offene Fragen sehr schnell klären, um ein Debakel zu verhindern«, sagte Lewe dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). »Vor allem: Sollen Ungeimpfte im Regelfall ihre Tätigkeit nach dem 15. März nicht mehr ausüben dürfen? Oder sollen im Regelfall Ungeimpfte auch nach dem Stichtag weiterarbeiten dürfen, wenn ansonsten der Betrieb des Pflegeheims, des Krankenhauses oder der Arztpraxis erheblich gestört wird«, fragte Lewe. Dies habe der Gesetzgeber bisher offen gelassen.

Elke Bruns-Philipps, die Vizechefin des Bundesverbandes der Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes, forderte, die Frist für die Einführung der Impfpflicht in Kliniken und Pflegeheimen bis in den Sommer zu verlängern. Die Kontrolle der Impfpflicht sei besser zu bewältigen, »wenn die Frist und Prüfung in einem Zeitfenster mit abgeflauter Omikron-Infektionswelle läge, zum Beispiel in den frühen Sommermonaten«, sagte Bruns-Philipps dem RND. Der Gesetzgeber sei gefordert, für die Umsetzung der Impfpflicht die »Zuständigkeiten, Verfahrensabläufe und Bewertungen zu klären und möglichst einheitlich für die Länder und Kommunen zu regeln«. Dazu sei eine längere Frist sinnvoll.

Buschmann stellt weitreichende Corona-Lockerungen für den März in Aussicht

3.11 Uhr: In der Debatte über Lockerungen stellt Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) eine weitreichende Rücknahme von Coronamaßnahmen für den März in Aussicht. Buschmann sagte der Düsseldorfer »Rheinischen Post« (Mittwoch): »Ich hoffe, dass im März viele Schutzmaßnahmen zurückgenommen werden können.«

Voraussetzung sei, dass sich das Infektionsgeschehen so entwickle, wie vom Robert Koch-Institut prognostiziert »und ab Mitte Februar die Fallzahlen wieder sinken«, so Buschmann. »Und es setzt voraus, dass wir es nicht kurzfristig mit neuen Varianten des Virus zu tun bekommen, die die Lage wieder komplett verändern.«

Auf die Frage, welche Lockerungen er sich zurzeit vorstellen könne, sagte Buschmann: »Wir müssen beispielsweise hinterfragen, ob 2G im Einzelhandel noch begründbar ist.« Aufgrund von Gerichtsentscheidungen gebe es Bundesländer mit und ohne diese Maßnahme. »Wir sollten diese Situation nutzen, um seriös zu prüfen, ob sich eine unterschiedliche Entwicklung beim Infektionsgeschehen und den Zuständen in den Krankenhäusern bei beiden Gruppen ergibt«, so der Minister.

Sollte sich das Infektionsgeschehen in den Ländern ohne 2G-Regelung nicht schlechter entwickeln als in den anderen Ländern, wecke dies Zweifel an der Geeignetheit und der Erforderlichkeit der Maßnahme. »Fehlt es einer Maßnahme aber an Geeignetheit und Erforderlichkeit, dann muss sie entfallen«, sagte Buschmann.

AOK: Coronaimpfungen mit Versichertendaten verbinden

2.55 Uhr: Die Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbands, Carola Reimann, hat die Verknüpfung der Daten über Coronaimpfungen mit denen der Krankenversicherten vorgeschlagen. »Bei anderen Schutzimpfungen werden Impfdaten ja auch mit Routinedaten der Kassen verknüpft. Auf diese Weise wären die Kassen in der Lage, eine ordentliche Corona-Impf-Surveillance zu unterstützen«, sagte Reimann der »Ärzte Zeitung«. Die Verbindung von Impf- und Versichertendaten sei »keine Raketenwissenschaft«. Ein separates Register brauche es nicht. Perspektivisch werde die Coronaimpfung ohnehin in den Impfkanon der Regelversorgung einmünden müssen, so die AOK-Chefin.

Auf den Hinweis, dass die Datenschutzgrundverordnung den Kassen die Verarbeitung personenbezogener Gesundheitsdaten ohne konkreten gesetzlichen Auftrag untersage, wies Reimann darauf hin, dass die Verordnung solcher Daten »aus Gründen des öffentlichen Interesses im Bereich der öffentlichen Gesundheit« durchaus verarbeitet werden dürften. Das treffe auf die Bekämpfung der Coronapandemie definitiv zu. Der Gesetzgeber müsste aber die Impfverordnung entsprechend anpassen »und den Krankenkassen eine entsprechende Aufgabe, also einen Datenverarbeitungszweck, zuweisen.«

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Wüst warnt vor Aus von Coronamaßnahmen

1.12 Uhr: Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat den Bund vor einem baldigen Aus für Coronaschutzmaßnahmen gewarnt. »Wenn der Bundestag nicht handelt, werden mit Ablauf des 19. März alle Maßnahmen zum Schutz gegen das Virus auslaufen, spätestens nach einer einmaligen Verlängerung«, sagte Wüst dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) mit Verweis auf die entsprechende Befristung im Infektionsschutzgesetz und der nur einmaligen Möglichkeit zur Verlängerung der Maßnahmen um drei Monate.

»Dann stünden die Länder und Kommunen faktisch ohne Schutzoptionen da«, warnte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz. Er forderte eine schnelle Garantie für einen »Basisschutz«.

Hendrik Wüst

Hendrik Wüst

Foto: Christoph Hardt / imago images/Future Image

»Angesichts der erhofften Entwicklung der Omikron-Variante sind Perspektiven für stufenweise Öffnungen möglich, müssen aber abgesichert werden«, forderte der CDU-Politiker. Mehr Impfungen und ein konsequenter Basisschutz seien die notwendigen Leitplanken für weitere Schritte zu mehr Normalität. Deshalb dürfe es auch »kein absolutes Ende sämtlicher Schutzmaßnahmen« geben. Es sei nicht verantwortbar, auf dem Höhepunkt der Infektionszahlen das Signal zu geben, dass Abstandhalten, Hygienekonzepte und Maskenpflicht schon in wenigen Wochen überhaupt keine Rolle mehr spielten. Der Bund müsse sehr zeitnah einen Vorschlag vorlegen.

Der Bundestag hatte am 18. November dem geänderten Infektionsschutzgesetz zugestimmt. Einen Tag später stimmte auch der Bundesrat zu. Die von Wüst genannte Befristung ist im Paragraf 28a geregelt.

Justiz geht gegen Holocaust-Relativierung bei Coronademos vor

1.09 Uhr: Immer wieder werden Teilnehmer von Protesten gegen die Pandemiemaßnahmen mit abgewandelten »Judensternen« gesichtet. Diese Symbole könnten laut Behörden volksverhetzend sein. Erste Verfahren laufen bereits. Lesen Sie hier mehr.

Biontech und Pfizer beantragen Impfstoffzulassung in USA für Kleinkinder

0.53 Uhr: Das deutsche Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer beantragen in den USA die Notfallzulassung ihres Coronaimpfstoffs für Kinder unter fünf Jahren. Die entsprechenden Daten seien der US-Arzneimittelbehörde FDA übermittelt worden, teilte Pfizer am Dienstag mit. Der Antrag solle in den kommenden Tagen fertiggestellt werden. Die Notfallzulassung soll für Kinder ab sechs Monaten gelten. Es wäre der erste verfügbare Impfstoff für diese Altersgruppe in den USA.

»Einen sicheren und wirksamen Impfstoff für Kinder in dieser Altersgruppe zur Verfügung zu haben, hat für die Behörde Priorität, und wir setzen uns für eine rechtzeitige Prüfung der Daten ein, um welche die Behörde Pfizer angesichts des jüngsten Omikron-Fallanstiegs gebeten hat«, hatte die FDA zuvor mitgeteilt. Das Präparat von Biontech und Pfizer ist in den USA bereits für Kinder ab fünf Jahren zugelassen.

Offen ist noch, wie viele Spritzen des Impfstoffs, der in geringerer Dosis verabreicht wird, benötigt werden. Daten zu einer dritten Dosis, die mindestens acht Wochen nach der zweiten Dosis verabreicht werde, würden in den kommenden Monaten erwartet und der FDA vorgelegt, so Pfizer. Letztendlich gehe man davon aus, dass drei Dosen des Impfstoffs für die Altersgruppe erforderlich seien, um einen hohen Schutz gegen aktuelle und potenzielle zukünftige Varianten zu erreichen.

Biontech und Pfizer hatten Mitte Dezember mitgeteilt, dass sie ihre Studie zum Einsatz des Impfstoffs bei Kindern im Alter von sechs Monaten bis unter fünf Jahren um die Verabreichung einer dritten Impfdosis mindestens zwei Monate nach Erhalt der zweiten Dosis erweitern werden. Grund dafür waren erste Daten, wonach die Wirksamkeit nach zwei Dosen bei sechs bis 24 Monate alten Kindern zwar vergleichbar war zu der bei 16- bis 25-Jährigen. Bei Kindern von zwei bis unter fünf Jahren war dies aber nicht der Fall.

Union will »Impf-Vorsorge-Gesetz« statt Impfpflicht

00.32 Uhr: CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt kündigt ein »Impf-Vorsorge-Gesetz« der Union anstelle einer allgemeinen Impfpflicht an. »Das heißt, eine Impfpflicht kann eine zusätzliche Maßnahme gegen die Pandemie sein, sie muss aber angepasst an die jeweilige Situation sein«, sagt er der »Welt«.

Entscheidende Faktoren seien dabei das Risiko einer Infektionsentwicklung verbunden mit den erwarteten Belastungen des Gesundheitssystems. »Dabei darf das nur eng zeitlich befristet sein und auf gefährdete Gruppen oder Altersstufen angewendet werden.«

nck/cop/jso/ptz/hba/AFP/dpa/Reuters/sid
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.

Abonnieren bei

Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es zu einem späteren Zeitpunkt erneut.