+++ News-Update am Mittwoch +++ München erlässt neues Alkoholverbot fürs Wochenende

Weil die Zahl der Infektionen zuletzt stieg, dürfen Feiernde in München nicht mehr im öffentlichen Raum Alkohol trinken. Und: Niederlande verzeichnen meiste Fälle seit April. Das war der Überblick am 9. September.
Am Wochenende nicht erlaubt: Wegen steigender Corona-Zahlen darf in München am Wochenende kein Alkohol in der Öffentlichkeit getrunken werden

Am Wochenende nicht erlaubt: Wegen steigender Corona-Zahlen darf in München am Wochenende kein Alkohol in der Öffentlichkeit getrunken werden

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Felix Hörhager/ dpa

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Mehr als 8500 Neuinfektionen in Frankreich

21.05 Uhr: Das Coronavirus breitet sich in Frankreich weiter aus. Das Gesundheitsministerium registrierte 8577 Neuinfektionen, am Vortag waren es noch 6544 Neuinfektionen gewesen. Das ist der zweitgrößte Zuwachs seit Beginn der Coronakrise in dem Land. Insgesamt haben sich dort nachweislich 344.101 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesopfer erhöht sich um 30 auf 30.794.

Auswärtiges Amt erlässt neue Reisewarnungen - unter anderem für Genf und Prag

20.00 Uhr: Wegen hoher Corona-Fallzahlen hat das Auswärtige Amt vor Reisen in weitere europäische Regionen gewarnt. Betroffen sind den Mitteilungen zufolge etwa Tschechiens Hauptstadt Prag, Dubrovnik in Kroatien oder die Insel Korsika in Frankreich. Bestehende Reisewarnungen für Teile von Frankreich ausgeweitet. Ebenso warnt das Auswärtige Amt nun vor Reisen in die Schweizer Kantone Genf und Waadt.

Verkehrsminister sehen die Durchsetzung der Maskenpflicht als Staatsaufgabe

19.30 Uhr: Sollten Kontrolleure oder Busfahrer Knöllchen wegen Verstößen gegen die Maskenpflicht schreiben müssen? Nein, finden die Verkehrsminister der Länder. Dies sei eine staatliche Aufgabe, sagte die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, die saarländische Ressortchefin Anke Rehlinger (SPD). "Das sollten wir nicht den Beschäftigten in Bussen und Bahnen zusätzlich zumuten." Pläne, daran auch etwa Zugbegleiter zu beteiligen, hatte zu heftiger Kritik der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft geführt.

Kommunikation mit Maske am Hauptbahnhof in München

Kommunikation mit Maske am Hauptbahnhof in München

Foto: Sven Simon / imago images

Trump räumt laut Buch ein, die Corona-Gefahr heruntergespielt zu haben

19.20 Uhr: Er habe keine Panik auslösen wollen: US-Präsident Donald Trump hat die Coronavirus-Gefahr laut einem Buch absichtlich heruntergespielt. Das geht aus am Mittwoch veröffentlichten Interviews mit dem Journalisten Bob Woodward  hervor. Demnach war Trump auch bereits Anfang Februar informiert, dass das Virus sich über Luft überträgt und eine höhere Sterberate als eine Grippe auslöst. Öffentlich verwies er in dieser Zeit dagegen auf niedrige Fallzahlen in den USA und behauptete mehrfach, das Virus werde von allein verschwinden.

In den USA starben rund 190.000 Menschen nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus - zum Teil auch weil sie Warnungen von Experten und Vorsichtsmaßnahmen wie Masken nicht ernst nahmen. Trumps Sprecherin Kayleigh McEnany erklärte in einer ersten Reaktion: "Der Präsident hat die amerikanische Öffentlichkeit nie über Covid belogen." Es habe aber dafür gesorgt, dass die Bevölkerung die Ruhe behalten habe.

München erlässt neues Alkoholverbot fürs Wochenende 

19.00 Uhr: Um Corona-Infektionen zu verhindern, erlässt die Stadt München erneut ein Alkoholverbot. An beliebten Feier-Orten im Freien gilt am kommenden Wochenende ein zeitlich begrenztes nächtliches Verbot. Damit wolle man die Zunahme der Corona-Infektionen zum Schutz der Bevölkerung eindämmen, teilte die Stadt nach einem Beschluss des Stadtrats mit . Das Verbot gilt von Freitagabend bis Sonntagmorgen rund um Party-Hotspots wie die Isarauen oder den Gärtnerplatz.

Zwischen 23.00 Uhr und 6.00 Uhr dürfen Feiernde dort Alkohol nicht mehr im öffentlichen Raum trinken. Wer sich nicht daran hält, müsse mindestens 150 Euro Bußgeld zahlen. Auch der Verkauf alkoholischer Getränke ist rund um die Partyzonen verboten - und zwar bereits ab 21.00 Uhr. Verstöße sollen mindestens 500 Euro kosten. Auch an kommenden Wochenenden könnte laut Stadt je nach der Zahl der Corona-Infizierten eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen werden. Im ersten Anlauf hatte die Stadt ein Alkoholverbot für Straßen und Parks in ganz München erlassen, um die vielen Partys unter freiem Himmel einzudämmen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof erklärte diese Regelung jedoch für unverhältnismäßig.

Johnson plant Massentestungen bis Frühjahr

Der britische Premierminister Boris Johnson

Der britische Premierminister Boris Johnson

Foto: Kirsty Wigglesworth / AP

18.00 Uhr: Der britische Premierminister Boris Johnson will mit Massentestungen den Weg zurück zur Normalität ebnen. Ein entsprechendes Pilotprojekt soll zunächst kommenden Monat in Nordengland starten, sagte Johnson. Ziel seien letztlich schnellere und einfachere Tests auf Massenbasis, damit die Menschen wieder "ein normaleres Leben führen" könnten. Dies soll bis zum Frühjahr möglich sein.

Nach Worten des Regierungschefs handelt es sich um ein äußerst ehrgeiziges Vorhaben, das er mit einem "Mondflug" vergleicht. Wegen zunehmender Positiv-Tests gelten in England zunächst allerdings wieder stärkere Einschränkungen. Demnach sind nur noch Versammlungen von maximal sechs Menschen erlaubt. "Das Ganze zielt darauf ab, einen zweiten landesweiten Lockdown zu vermeiden", sagt Johnson.

Niederlande verzeichnen Höchstwert an Neuinfektionen seit April

16.42 Uhr: In den Niederlanden ist die Zahl der Neuinfektionen binnen einem Tag auf 1140 gestiegen. Das teilte der niederländische Gesundheitsminister Hugo de Jonge mit. Dies nähert sich dem Höchstwert vom 10. April bei dem 1335 Neuinfektionen registriert wurden.

Keine Freistellung vom Unterricht ohne Attest

16.32 Uhr: Das Verwaltungsgericht Frankfurt (Oder) hat einen Antrag von zwei Schulkindern abgelehnt, die aus Angst wegen einer Ansteckung mit dem Coronavirus vom Unterricht an ihrer Schule befreit werden wollten. Die beiden sieben und neun Jahre alten Schüler hatten, vertreten durch ihre Eltern, vor dem Gericht einen Antrag auf Eilrechtsschutz eingelegt. Das Gericht lehnte den Antrag ab. Es bestehe kein allgemeiner Anspruch auf Befreiung von der Pflicht zur Teilnahme am Präsenzunterricht, teilte das Verwaltungsgericht mit.

TUI ebnet Weg für weitere Milliardenhilfe

16.17 Uhr: Der weltgrößte Reisekonzern TUI hat die Voraussetzung für eine weitere staatliche Milliardenhilfe zur Überbrückung des Corona-bedingten Geschäftseinbruchs geschaffen. Die Inhaber einer Anleihe hätten der Aussetzung einer vertraglichen Bedingung zugestimmt, die eine künftige Verschuldungsbegrenzung vorgesehen habe, teilte der Konzern mit. An die Aussetzung war eine zusätzliche Kreditlinie der Förderbank KfW von rund 1,2 Milliarden Euro gebunden. Um die Krise zu überstehen, hat sich TUI nun Staatshilfen im Umfang von drei Milliarden Euro gesichert.

Demo in Berlin: Veranstaltungsbranche schlägt Alarm

16.01 Uhr: Unter dem Motto "Alarmstufe Rot" gingen Tausende Beschäftigte der Veranstaltungsbranche in Berlin auf die Straße. Nach Polizeiangaben demonstrierten rund 6500 Menschen vom Alexanderplatz bis zum Brandenburger Tor. Die Branche fordert ein staatliches Überbrückungsprogramm mit finanziellen Zuschüssen und Änderungen bei der Kurzarbeit.

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Phase-III-Studie für Corona-Impfstoff in Russland gestartet

14.39 Uhr: In der russischen Hauptstadt Moskau haben die Impfungen im Rahmen der Phase-III-Studie für den Corona-Impfstoff "Sputnik V" begonnen. Ersten Freiwilligen sei das Präparat gespritzt worden, sagte die Vizebürgermeisterin Anastassija Rakowa der Agentur Interfax zufolge. "Heute ist ein wichtiger Tag nicht nur für die Stadt, sondern für das ganze Land." Mehr als 35.000 Moskauer hätten sich bereits als Freiwillige gemeldet. Geimpft werden soll demnach in 20 Kliniken in der Stadt.

US-Virologe Fauci: Unterbrechung von Impfstofftest ist nicht ungewöhnlich

Der US-Virologe Anthony Fauci: "Hoffentlich finden sie den Grund und können dann mit der Studie fortfahren"

Der US-Virologe Anthony Fauci: "Hoffentlich finden sie den Grund und können dann mit der Studie fortfahren"

 

Foto: POOL / REUTERS

14.00 Uhr: Der US-Virologe Anthony Fauci  hat sich zur Entscheidung des Pharmakonzerns AstraZeneca geäußert, die weltweiten Versuche mit ihrem Coronavirus-Impfstoff zu unterbrechen. Das sei zwar bedauerlich, aber nicht ungewöhnlich, sagte Fauci in einem Interview mit dem US-Hörfunk- und Fernsehsender "CBS ".

Die Firma AstraZeneca muss ihren Testlauf aussetzen, weil bei einer Person offenbar ernste Nebenwirkungen aufgetreten sind.

Pandemie verlangsamt Klimawandel nicht

13.01 Uhr: Die Pandemie hat den Klimawandel einem Bericht der Vereinten Nationen zufolge nicht merklich ausgebremst. Zwar seien die weltweiten Kohlenstoffdioxid-Emissionen im April angesichts der Beschränkungen um rund 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken, hieß es in einem von mehreren Uno-Organisationen veröffentlichten Bericht. Schon Anfang Juni hätten die täglichen CO2-Emissionen aber nur noch rund fünf Prozent unter denen von 2019 gelegen. Für das Gesamtjahr prognostizieren die Autoren des Berichts eine Minderung von vier bis sieben Prozent gegenüber den Vorjahreswerten.

Die Konzentration von Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre sei unterdessen weiter gestiegen.

Mit Maske und Desinfektionsgel: Papst ruft zu Gesundheitsschutz auf

Papst Franziskus mit Maske: Es war seine zweite Generalaudienz mit Gläubigen nach monatelanger Pause

Papst Franziskus mit Maske: Es war seine zweite Generalaudienz mit Gläubigen nach monatelanger Pause

Foto: VINCENZO PINTO / AFP

12.26 Uhr: Papst Franziskus hat bei der zweiten Generalaudienz mit Gläubigen nach der Corona-Pause zu mehr Achtsamkeit für die Gesundheit aller während der Pandemie aufgerufen. Bei seiner Ankunft im Damasushof des Apostolischen Palastes, wo die Audienz stattfand, trug der 83 Jahre alte Argentinier eine Schutzmaske, die er anschließend ablegte. Nach einigen Begegnungen mit Gläubigen, die hinter Absperrungen mit Mund-Nasen-Schutz auf den Papst warteten, desinfizierte sich Franziskus mit einem Hygienegel die Hände.

Der Pontifex rief die Menschen in seiner Ansprache dazu auf, während der Corona-Pandemie acht auf die Gesundheit anderer und ihre eigene zu geben.

Leichterer Zugang zur Grundsicherung wird bis Jahresende verlängert

12.22 Uhr: Die Bundesregierung hat den leichteren Zugang zur Grundsicherung bis zum Jahresende verlängert. Das Sozialministerium begründet den Schritt mit den "anhaltenden wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie". Das Kabinett habe einen entsprechenden Beschluss gefasst.

EU-Kommission will 200 Millionen Dosen Impfstoff

12.21 Uhr: Die EU-Kommission will dem Mainzer Unternehmen Biontech und dem US-Konzern Pfizer 200 Millionen Dosen eines potenziellen Corona-Impfstoffs abnehmen. Zusätzlich soll es eine Option zum Erwerb von weiteren 100 Millionen Dosen geben, wie die EU-Kommission und die Unternehmen mitteilten. Erste Gespräche über die Lieferung seien erfolgreich beendet.

Alle Artikel zum Coronavirus

Am 31. Dezember 2019 wandte sich China erstmals an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der Millionenstadt Wuhan häuften sich Fälle einer rätselhaften Lungenentzündung. Mittlerweile sind mehr als 180 Millionen Menschen weltweit nachweislich erkrankt, die Situation ändert sich von Tag zu Tag. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über alle SPIEGEL-Artikel zum Thema.

Die Lieferung könnte nach Angaben der Firmen Ende 2020 starten, sofern der Impfstoffkandidat zuvor von den Behörden zugelassen wird. Konkret geht es um den mRNA-basierten Impfstoffkandidaten BNT162. Die EU würde im Erfolgsfall die Verteilung an die Mitgliedsstaaten übernehmen.

Ärztevereinigung empfiehlt eine Grippeimpfung

11.19 Uhr: Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA) empfiehlt in diesem Jahr besonders ausdrücklich eine Impfung gegen die Influenza. "Gerade zu Coronavirus-Pandemiezeiten ist die Grippeschutzimpfung noch wichtiger als sonst", erklärte der Vorstandsvorsitzende der KVSA. Mit einer Grippeimpfung könne die Influenzawelle abgeschwächt werden. Zudem werde das Immunsystem geimpfter Menschen bei einer möglichen Infektion mit dem gefährlichen Coronavirus nicht zusätzlich mit einer Influenza-Erkrankung belastet, hieß es.

Die Empfehlung gilt laut KVSA vor allem für Menschen ab 60 Jahre, Schwangere und chronisch kranke Kinder. Aber auch Erwachsene, die in Einrichtungen mit starkem Publikumsverkehr arbeiteten, sollten sich impfen lassen. Die KVSA hat rund 3900 Mitglieder.

Zahl der Corona-Toten in Russland übersteigt 18.000

11.15 Uhr: In Russland ist die Zahl der Corona-Toten binnen eines Tages um 142 auf nunmehr 18.135 gestiegen. Zudem wurden nach Angaben der Behörden 5218 Neuinfektionen bestätigt. Insgesamt gibt es damit in dem Land 1.041.007 Fälle. Das ist die vierthöchste Zahl weltweit.

Italien diskutiert über Verkürzung der Quarantänezeit

10.55 Uhr: Nach den Überlegungen Frankreichs zur Verkürzung der Quarantänezeit für Infizierte diskutiert auch Italien eine solche Maßnahme. "Wenn wir die Quarantäne verkürzen sollten, würden sich auch die sozialen und wirtschaftlichen Kosten reduzieren", sagte der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte. Die Verkürzung der Quarantäne von 14 auf sieben Tage sei eine "wichtige Perspektive".

Der französische Gesundheitsminister Olivier Véran hatte am Dienstag gesagt, dass diese Option in Frankreich geprüft werde. Eine Entscheidung soll in Paris am Freitag getroffen werden.

Auch der Berliner Virologe Christian Drosten plädiert für nur noch fünf statt 14 Tage Quarantäne oder Isolation bei einem Corona-Verdacht - unter bestimmten Bedingungen.

WHO: Sicherheit hat bei Impfstoffentwicklung oberste Priorität

10.49 Uhr: Nach der Unterbrechung der Impfstoffstudie des Pharmakonzerns AstraZeneca hebt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Sicherheit bei der Entwicklung hervor. Diese stehe an erster Stelle, sagte die leitende Wissenschaftlerin der WHO, Soumya Swaminathan. "Nur weil wir über Geschwindigkeit sprechen, heißt das nicht, dass wir anfangen, Kompromisse einzugehen oder Abkürzungen zu nehmen." Die Entwicklung eines Impfstoffes müsse weiterhin nach den geltenden Regeln erfolgen. Dabei müsste an erster Stelle dessen Sicherheit geprüft werden.

Ex-Regierungschef Berlusconi kämpft gegen "höllische Krankheit"

10.16 Uhr: Italiens früherer Regierungschef Silvio Berlusconi hat sich erstmals nach seiner Infektion mit dem Coronavirus zu Wort gemeldet und Parteikollegen vom Kampf gegen die "höllische Krankheit" berichtet. "Ich gebe alles und hoffe, dass ich bald wieder zurück bin", sagte er laut Nachrichtenagentur Ansa bei einer Telefonkonferenz mit Mitgliedern seiner Partei Forza Italia. "Ich kämpfe, um dieser höllischen Krankheit zu entkommen."

Der 83-Jährige wird seit vergangenem Freitag wegen seiner Infektion mit dem Coronavirus im Mailänder Krankenhaus San Raffaele behandelt. Lesen Sie hier mehr.

Los Angeles verbietet "Süßes oder Saures" an Halloween

Kein "Süßes oder Saures", keine Partys: Los Angeles verhängt strenge Richtlinien für Halloween

Kein "Süßes oder Saures", keine Partys: Los Angeles verhängt strenge Richtlinien für Halloween

Foto: LUCY NICHOLSON/ REUTERS

10.04 Uhr: "Süßes oder Saures" ist an diesem Halloween in Los Angeles nicht erlaubt, da das Risiko einer Ausbreitung des Coronavirus bestehen würde. Dies geht aus neuen Richtlinien  des örtlichen Gesundheitsministeriums hervor. Vor allem an der Türschwelle sei es schwierig, eine angemessene Distanz aufrechtzuerhalten. Zudem sind Versammlungen oder Partys auch im Freien, sowie Spukhäuser verboten.

Bislang hat Los Angeles insgesamt 249.241 Covid-19-Fälle und 6.036 Todesfälle gemeldet.

Neuseeland plant leichte Lockerung der Einreisesperre

09.43 Uhr: Neuseeland will seine strikte Einreisesperre von Oktober an leicht lockern. Die Grenzen des Pazifikstaates sind seit dem 19. März geschlossen. Nur neuseeländische Staatsbürger und Menschen mit permanentem Wohnsitz durften noch ins Land. "Wir sind jetzt in der Lage, Anpassungen unserer Covid-19-bedingten Einreisebestimmungen vorzunehmen", sagte Einwanderungsminister Kris Faafoi. Dies betreffe eine "kleine Anzahl von Menschen", die unter normalen Umständen das Recht hatten, nach Neuseeland zu reisen.

Unter anderem sollen die Lockerungen Lebenspartner von neuseeländischen Bürgern betreffen, die in den nächsten Wochen eine Einreise beantragen könnten. Auch einige Menschen mit gültigem Arbeitsvisum könnten dann wieder ins Land. Alle Ankommenden müssen aber 14 Tage in Isolation.

Charité sieht kein erhöhtes Infektionsrisiko in Zügen

09.34 Uhr: Bahnfahrer sind einer Charité-Studie zufolge keinem erhöhten Corona-Risiko ausgesetzt. Bei einer Untersuchung von Zugbegleitern mit häufigem Kundenkontakt und einem Vergleich zu anderen Bahn-Berufsgruppen sei dies nachgewiesen worden, teilten Deutsche Bahn und Charité mit. In der Studie wurden 600 Zugbegleiter für IC und ICE getestet und die Ergebnisse mit denen von etwa genauso vielen Lokführern und Werkstattmitarbeitern mit deutlich weniger Kontakten verglichen. Bei allen Getesteten sei lediglich ein Corona-Fall eines Werksmitarbeiters registriert worden. Bei den Zugbegleitern hatten 1,3 Prozent Antikörper im Blut - hatten also schon einmal eine Infektion mit dem Virus. In der Vergleichsgruppe war der Anteil gut doppelt so hoch.

Coronakrise kostet Autobranche weltweit Milliarden

08.00 Uhr: Die Coronakrise drückt die Autobranche weltweit tief in die roten Zahlen. Einer Analyse des Beratungsunternehmens EY zufolge summierten sich die operativen Verluste der 17 größten Autokonzerne im zweiten Quartal auf fast elf Milliarden Euro - nach knapp 22 Milliarden Euro Gewinn im zweiten Quartal des Vorjahres.

Nur sechs Hersteller mussten keine roten Zahlen verbuchen. Einzig Tesla schnitt im Zeitraum April bis Juni sogar besser ab als im Vorjahr und sprang laut EY an die Spitze der Rangliste der profitabelsten Autokonzerne.

Bei den Umsatzeinbußen ist die Bandbreite groß und reicht von fünf Prozent Umsatzminus bei Tesla bis zu minus 57 Prozent bei Mitsubishi. Die drei deutschen Hersteller Volkswagen (-37 Prozent), Daimler (-29) und BMW (-22) lagen im Mittelfeld.

Zahl der Neuinfektionen in Israel auf Höchstwert

07.53 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel steigt weiter. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden am Dienstag 3496 neue Fälle registriert. Den zweiten Tag in Folge wurde damit der jeweils höchste Ein-Tages-Wert in dem Land seit Beginn der Pandemie verzeichnet.

Am Dienstagabend waren in 40 besonders betroffenen Ortschaften nächtliche Ausgangssperren in Kraft getreten. Der Corona-Beauftragte Ronni Gamzu, Gesundheitsminister Juli Edelstein sowie sechs weitere ranghohe Mitarbeiter mussten sich in Corona-Quarantäne begeben, weil sie mit einem Corona-Kranken in Kontakt gewesen waren.

Umfrage: Berufseinsteiger trotz Corona optimistisch

05.38 Uhr: In der Coronakrise haben viele Berufsanfänger einer Umfrage zufolge kaum Angst vor Arbeitslosigkeit. Demnach fürchten lediglich zehn Prozent, in den nächsten Jahren keinen Job zu finden. Das hat eine repräsentative Befragung von 1043 Berufseinsteigern durch das Meinungsforschungsinstitut Yougov ergeben. Auftraggeber war der Finanzdienstleister Tecis in Hamburg.

Eine Mehrheit schaut demnach positiv in die Zukunft: Fast drei Viertel sind überzeugt, dass sie, was den Beruf, Finanzen, Wohnsituation sowie Familie und Freunde betrifft, in fünf Jahren besser dastehen werden. 

1176 neue Fälle in Deutschland

05.11 Uhr: Deutschland verzeichnet 1176 neue Corona-Fälle binnen einem Tag. Damit steigt nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) die Zahl der Coronavirus-Fälle auf 253.474. Weitere neun Menschen sind an den Folgen oder mit dem Virus verstorben. Die Gesamtzahl der Todesfälle beläuft sich nach Angaben des RKI auf 9338.

AstraZeneca stoppt Test von Corona-Impfstoff wegen Sicherheitsbedenken

01.29 Uhr: Der Pharmakonzern AstraZeneca hat die klinische Studie für seinen Corona-Impfstoff vorsorglich gestoppt, nachdem bei einem der Teilnehmer gesundheitliche Probleme aufgetreten sind. Das sei eine Routinemaßnahme für solche Fälle, teilte das britische Unternehmen mit. "In großen Versuchsreihen treten Erkrankungen zufällig auf, müssen aber von unabhängiger Seite untersucht werden, um das gründlich zu überprüfen."

AstraZeneca werde die Untersuchung beschleunigen, damit sich das Zulassungsverfahren für den Impfstoff so wenig wie möglich verzögere, hieß es. Während des Stopps sollen keine weiteren Studienteilnehmer geimpft und bisher geimpfte Personen weiterhin beobachtet werden. Bei den nicht näher genannten gesundheitlichen Problemen handele es sich um einen Einzelfall, teilte das Unternehmen mit. Bei der Überprüfung geht es nun darum, inwiefern die gesundheitlichen Probleme vom Impfstoff ausgelöst wurden. Der Impfstoff befindet sich derzeit in der dritten und abschließenden Studienphase mit mehreren Zehntausend Teilnehmern.

AstraZeneca und acht weitere Pharma- und Biotech-Unternehmen hatten erst am Dienstag versichert, dass sie bei der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs keine Kompromisse bei der Sicherheit machen werden. Dieser ungewöhnliche Schritt folgte mit Blick auf Bedenken, dass es vor allem in den USA politischen Druck zwecks einer Eilzulassung erster Impfstoffe vor der Präsidentenwahl am 3. November geben könnte. US-Präsident Donald Trump verspricht fast täglich, dass es bis Jahresende oder möglicherweise schon bis zur Wahl einen Impfstoff geben werde.

Brasilien will im Januar mit Impfungen beginnen

01.22 Uhr: Brasilien will nach Angaben des Gesundheitsministers Eduardo Pazuello im Januar mit der Impfung der Bevölkerung beginnen. "Wir schließen Verträge mit Impfstoffherstellern ab und gehen davon aus, dass ab Januar nächsten Jahres ein Impfstoff für uns eintreffen wird und wir mit der Impfung aller beginnen werden", sagte Eduardo Pazuello in einem Video, das in den sozialen Medien veröffentlicht wurde. Er machte keine näheren Angaben, um welchen Impfstoff es sich handeln könnte. Eine Impfung sei nicht verpflichtend, hatte Präsident Jair Bolsonaro in den vergangenen Tagen mehrfach betont.

England untersagt Treffen von mehr als sechs Personen

00.39 Uhr: Angesichts einer steigenden Zahl von Neuinfektionen strebt die britische Regierung neue Corona-Beschränkungen an. In England sollen Treffen von mehr als sechs Personen verboten werden, wie aus einer vorab veröffentlichten Rede von Premierminister Boris Johnson hervorgeht. Bei Regelverstößen drohen demnach Geldstrafen, ab dem 14. September sollten die Beschränkungen gelten. Derzeit sind Zusammenkünfte mit 30 Menschen erlaubt.

"Wir müssen jetzt handeln, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen", begründete Johnson die neuen Maßnahmen. Die Sechs-Personen-Regel ist allerdings mit einer Reihe von Ausnahmen versehen. So gilt sie nicht für Schulen, Arbeitsplätze, Hochzeiten und Beerdigungen sowie Mannschaftssport, der entsprechend den Hygieneauflagen organisiert wird.

In den vergangenen Tagen gab es jeweils fast 3000 bestätigte Neuinfektionen pro Tag. Das ist der höchste Stand seit Ende Mai. Vor allem junge Menschen infizieren sich derzeit, das erklärt auch den bislang niedrigen Anstieg der Todesfälle, da Covid-19 bei Jüngeren oft glimpflicher verläuft. "Töte nicht deine Oma, indem du dir das Coronavirus einfängst und sie ansteckst", sagte Gesundheitsminister Matt Hancock der BBC und appellierte an die Briten, Abstands- und Hygieneregeln weiter einzuhalten und sich nicht in größeren Gruppen zu versammeln.

14.279 Neuinfektionen in Brasilien

00.09 Uhr: Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldete 14.279 Neuinfektionen, damit stieg die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 4,162 Millionen. Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 504 auf 127.464 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA und Indien weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

hba/apr/ala/mjm/jok/dpa/AFP/Reuters