Corona-News Polizisten bei Anti-Corona-Demo in Mannheim verletzt

Protest ohne Maske und ohne Abstand: In Mannheim und anderen Städten haben wieder Tausende gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Es kam zu Zusammenstößen. Und: Norwegen verbietet vorübergehend den Alkoholausschank. Der Live-Überblick.
Wasserturm in Mannheim: Bei Anti-Corona-Protesten wurden Polizisten verletzt

Wasserturm in Mannheim: Bei Anti-Corona-Protesten wurden Polizisten verletzt

Foto: Uwe Anspach / dpa

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+++ Virologe warnt vor Lockerungen für Drittgeimpfte +++

22.22 Uhr: Der Frankfurter Virologe Martin Stürmer warnt vor Lockerungen für Geboosterte. Selbst wenn es unmittelbar nach der Auffrischungsimpfung einen guten Schutz gegen die Virus-Weitergabe auch bei der neuen Corona-Variante Omikron gebe, sei die Datenlage noch zu unsicher, sagte Stürmer dem ZDF. »Deswegen würde ich zum jetzigen Zeitpunkt dafür plädieren, eher präventiv zu argumentieren – entsprechend die Kontakte zu reduzieren, keine Lockerungen für Geboosterte durchführen und die Testkapazitäten ausnutzen, um möglichst viel zu erfahren.«

Auch in Deutschland sei davon auszugehen, dass die Omikron-Variante bald spürbar zunehme, sagte Stürmer, der ein Medizinlabor leitet und als Lehrbeauftragter für Virologie an der Universität Frankfurt tätig ist. »Wir sehen, dass es sich in Südafrika sehr stark verbreitet hat und sich in England stark ausbreitet. Da stellt sich die Frage, warum man nicht annehmen sollte, dass das auch so ähnlich in Deutschland passiert und einfach Vorkehrungen trifft, um das Ganze deutlich zu verzögern.« Er wünschte sich in dem Zusammenhang »aus der Politik manchmal mehr Gehör für die Wissenschaft und entsprechend mehr Unterstützung.«

Eine Rückkehr zur Normalität ist für Stürmer an ein funktionierendes Impfschema geknüpft – also die Erkenntnis, wann und wie oft die Menschen gegen Corona geimpft werden müssen, um geschützt zu sein. »Wenn wir ein akzeptables Impfschema gefunden haben, das zum einen für die Bevölkerung praktikabel und umsetzbar ist und zum anderen auch dafür geeignet ist, das Infektionsgeschehen deutlich einzudämmen, dann können wir auch die Maßnahmen zurückfahren«, sagte Stürmer.

Die Gesundheitsministerkonferenz berät am Dienstag unter anderem über die Aufhebung der Testpflicht für Geboosterte. In der Videoschalte soll eine flächendeckende Aufhebung der Testpflicht eines der Themen sein.

In einigen Bundesländern gibt es bereits keine Testpflicht mehr für Menschen, die schon ihre dritte Impfung erhalten haben. Sowohl Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) als auch der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU), sehen in einem Ende der Testpflicht auch einen Impfanreiz. (Mehr zur Boosterimpfung lesen Sie hier: Wie sinnvoll ist die Sechs-Monats-Frist? )

Proteste gegen Corona-Maßnahmen in mehreren deutschen Städten

23.23 Uhr: Tausende haben am Montagabend in deutschen Städten gegen Corona-Maßnahmen protestiert. Trotz eines Verbots zogen in Mannheim nach Schätzungen der Polizei bis zu 2000 Menschen ohne Masken und ohne Abstand durch die Stadt. Ein Sprecher sagte, rund 800 von ihnen hätten es geschafft, ins Zentrum vorzudringen. Erst als die Polizei sehr starke Kräfte zusammengezogen habe, habe sich die Lage allmählich beruhigt. Drei Polizisten seien leicht verletzt worden, als eine Gruppe versucht habe, eine Polizeikette zu durchbrechen.

In Rostock gingen nach Angaben der Polizei knapp 3000 Menschen auf die Straße. Abstandsgebote und Maskenpflicht wurden bei einem Marsch durch das Zentrum kaum eingehalten. In Magdeburg versammelten sich etwa 3500 Menschen, in Gummersbach rund 500.

In Thüringen waren der Polizei rund 14 Versammlungen mit Hunderten Teilnehmern bekannt. Ein Sprecher sagte, an verschiedenen Orten seien der Einsatz von Pyrotechnik sowie Rangeleien festgestellt worden.

Bereits mehr als 50 Millionen Corona-Infektionen in den USA

21.38 Uhr: In den USA ist die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Coronavirus seit Beginn der Pandemie auf mehr als 50 Millionen angestiegen. Das ging am Montag aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore hervor. Fast 800.000 Menschen starben demnach bislang im Zusammenhang mit dem Virus.

In den Vereinigten Staaten leben rund 330 Millionen Menschen. Die Schwelle von 40 Millionen bestätigten Infektionen wurde laut JHU Anfang September überschritten. Die Zahl der Todesfälle lag damals noch bei rund 650.000. Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig aktualisiert und zeigt meist einen etwas höheren Stand als die offiziellen Zahlen der US-Gesundheitsbehörde CDC. In seltenen Fällen wurden die Zahlen aber nachträglich nochmals korrigiert.

Experten gehen davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Infektionen in den USA weiter über den nun gemeldeten 50 Millionen liegen dürfte. Die Behörde CDC schätzt, dass es in den USA rund 147 Millionen Infektionen gegeben haben dürfte. Auch bei der Zahl der Corona-Toten wird eine höhere Dunkelziffer angenommen.

Kein Alkoholausschank mehr – Norwegen verschärft Corona-Maßnahmen

21.27 Uhr: Immense Omikron-Sorgen haben die norwegische Regierung dazu veranlasst, die Corona-Maßnahmen im Land gut anderthalb Wochen vor Weihnachten noch einmal kräftig zu verschärfen. »Jetzt ist es ernst«, sagte Ministerpräsident Jonas Gahr Støre am Montagabend auf einer Pressekonferenz in Oslo. Unter anderem gibt es deshalb einen kompletten und landesweiten Stopp beim Ausschank von Alkohol: Vier Wochen lang werde es nicht erlaubt sein, Alkohol in Restaurants, Kneipen und Hotels zu trinken, sagte Støre.

Strengere Regeln gibt es auch für öffentliche Veranstaltungen, im Kulturleben und für organisierte Freizeitaktivitäten. Wer von zu Hause arbeiten könne, solle dies tun, sagte Støre. Universitäten und Berufsschulen sollen auf Online-Unterricht umstellen. Der Gebrauch von Masken wird auf weitere Orte ausgeweitet. Alle Vorschriften treten nach Regierungsangaben in der Nacht zum Mittwoch in Kraft und gelten zunächst für vier Wochen – also über die gesamten Feiertage.

Die Verschärfung der Maßnahmen folgt auf Warnungen des nationalen Gesundheitsinstituts FHI vor einer dramatisch verschlechterten Omikron-Lage. Die Variante werde schon in kurzer Zeit im Land dominieren und bereits im Dezember eine Welle mit vielen Erkrankten und Krankenhauseinlieferungen sowie einer bedeutenden Belastung von Gesundheitswesen und Gesellschaft verursachen, hieß es am Montag in einer Risikobewertung der Behörde.

Einem vorläufigen FHI-Szenario zufolge könnte es schon in drei Wochen schätzungsweise zwischen 90.000 und 300.000 neue Omikron-Fälle pro Tag geben, wenn Maßnahmen die Epidemie nicht bedeutend abbremsten. Die Behörde wies jedoch darauf hin, dass solche Berechnungen wegen der großen Unsicherheit zu den wichtigsten Eigenschaften der Virus-Variante mit Vorsicht interpretiert werden sollten.

Proteste gegen Corona-Maßnahmen in mehreren deutschen Städten

21.11 Uhr: Erneut haben am Montagabend Tausende Menschen in deutschen Städten gegen Corona-Maßnahmen protestiert. In Rostock etwa gingen nach Angaben der Polizei knapp 3000 Menschen auf die Straße. Abstandsgebote und Maskenpflicht wurden bei einem Marsch durch die Innenstadt kaum eingehalten. In Magdeburg versammelten sich etwa 3500 Menschen, in Gummersbach rund 500.

In Thüringen waren der Polizei rund 14 Versammlungen mit Hunderten Teilnehmern bekannt. Ein Sprecher sagte, an verschiedenen Orten seien der Einsatz von Pyrotechnik sowie Rangeleien festgestellt worden. Am Wochenende war es in Thüringen teils zu gewaltsamen Protesten gekommen. In Greiz etwa wurden 14 Polizisten verletzt.

Teils werden Proteste von Gegnern staatlicher Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung angemeldet und Auflagen eingehalten. Teils werden Verbote und Regeln aber auch gezielt missachtet. Politiker, Polizei und Verfassungsschützer hatten sich zuletzt besorgt über eine Radikalisierung gezeigt, insbesondere im extremistischen Teil der Protestierenden. Nach Einschätzung von Experten mischen bei den Protesten auch rechtsextreme Gruppen mit, die seit Jahren auch gegen Migration und staatliche Strukturen mobilisieren. Bei solchen Protesten waren in den vergangenen Wochen wiederholt auch Journalisten beschimpft oder attackiert worden.

Omikron in London bereits binnen 48 Stunden wohl dominante Variante

19:59 Uhr: Laut Äußerungen des britischen Gesundheitsministers spitzt sich die Corona-Lage in Großbritannien offenbar zu – Grund dafür ist offenbar die Omikron-Variante. Nach Angaben von Sajid Javid entfielen landesweit zuletzt bereits etwa 20 Prozent aller Neuinfektionen auf die erst vor Kurzem entdeckte Virusmutation.

In der Hauptstadt London liege dieser Anteil sogar bereits bei 44 Prozent. Es sei davon auszugehen, dass Omikron innerhalb von 48 Stunden die dominierende Virusvariante in der Metropole sein werde – und damit die seit Monaten dominante Delta-Variante ablöse.

Zuvor hatte die Regierung bekannt geben, dass Omikron ein erstes Todesopfer in Großbritannien gefordert habe. Zudem seien zehn Bürger in unterschiedlichen Landesteilen mit Omikron hospitalisiert worden. Ihr Alter lag nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters zwischen 18 und 85 Jahre. Die meisten seien zweimal geimpft gewesen.  

NRW erlaubt Booster-Impfung schon nach vier Wochen

19:20 Uhr: In Nordrhein-Westfalen können sich die Bürger in den Impfstellen von Kommunen und Kreisen künftig bereits nach vier Wochen eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus holen. Das hat das Gesundheitsministerium in Düsseldorf am Montag in einem Erlass geregelt. Die »Siegener Zeitung« hatte zuvor berichtet. Auch Personen, bei denen die Grundimmunisierung weniger als fünf Monate zurückliegt, dürfen demnach nicht mehr abgewiesen werden.

Bislang hieß es, die Auffrischungsimpfung solle in der Regel im Abstand von etwa sechs Monaten zur Zweitimpfung erfolgen. Eine Verkürzung des Impfabstandes auf fünf Monate könne im Einzelfall oder wenn genügend Kapazitäten vorhanden sind erwogen werden .

Bewährungsstrafen nach Demo gegen Corona-Regeln in Schweinfurt

18.17 Uhr: Einen Tag nach einer nicht angemeldeten Demonstration gegen Corona-Maßnahmen in Schweinfurt sind zwei Männer in beschleunigten Verfahren zu mehrmonatigen Haftstrafen auf Bewährung verurteilt worden. Zwei weitere Männer wurden in Untersuchungshaft genommen, unter anderem wegen versuchter Brandstiftung an einem zivilen Polizeiwagen. Das teilte die Staatsanwaltschaft Schweinfurt mit.

Ein 27-Jähriger hatte am Sonntagabend bei der Versammlung einem Polizisten einen Faustschlag ins Gesicht versetzt; der Beamte musste ärztlich versorgt werden. Ein Richter am Amtsgericht Schweinfurt verurteilte den Mann am Montagvormittag zu acht Monaten Freiheitsstrafe, die unter der Auflage einer Zahlung von 3500 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Ein 29 Jahre alter Mann bekam sechs Monate Haft, die ebenfalls gegen eine Geldauflage auf Bewährung ausgesetzt wurde. Er hatte den Angaben zufolge mehrfach versucht, mit dem Fuß gegen die Köpfe der Einsatzkräfte zu treten, als diese seine Personalien feststellen wollten. Zwei weitere 30- und 34-jährige Tatverdächtige sollen am Rande der Demonstration versucht haben, mit Brandbeschleunigern ein Zivilfahrzeug der Polizei anzuzünden. Gegen beide erging Haftbefehl unter anderem wegen versuchter Brandstiftung und Landfriedensbruchs.

Britischer Impfpass in Zukunft nur mit drei Impfungen gültig

18:00 Uhr: In Großbritannien sollen künftig drei Impfungen gegen das Coronavirus notwendig sein, um mit einem Impfpass an Großveranstaltungen teilnehmen zu können. Das teilte Gesundheitsminister Sajid Javid laut der Nachrichtenagentur Reuters mit.

Die Aussage kommt vor einer geplanten Verschärfung der Coronamaßnahmen, die am Dienstag vom Parlament verabschiedet werden soll. Demnach müssen die Briten künftig einen negativen Schnelltest vorzeigen, wenn sie Zutritt zu Nachtklubs und Großveranstaltungen erhalten wollen und nicht zweifach geimpft sind.

»Sobald alle Erwachsenen eine vernünftige Möglichkeit hatten, ihre Auffrischungsimpfung zu bekommen, wollen wir die Ausnahme (für doppelt Geimpfte, d. Red.) dahingehend ändern, dass sie nur mit Boosterimpfungen gilt«, so Javid.

Der britische Premierminister Boris Johnson hatte zuvor den ersten Todesfall einer mit der Omikron-Variante des Virus infizierten Person bestätigt. Nähere Angaben zu dem Fall gab es nicht. Javid hatte sich im Laufe des Montags jedoch wiederholt besorgt über die Ausbreitung des Virus geäußert. Keine Variante des Virus habe sich bislang so schnell verbreitet, sagte Javid in einer Rede vor Abgeordneten.

Omikron ist demnach bereits jetzt für 20 Prozent der Neuinfektionen in England verantwortlich, in London liegt der Anteil sogar bei 44 Prozent. »Wir erwarten, dass es in den nächsten 48 Stunden die dominante Variante in der Hauptstadt wird«, so Javid.

Hunderttausende Impfdosen im Senegal vor Ablauf

17.26 Uhr: Mindestens 200.000 Dosen Coronaimpfstoff haben im westafrikanischen Senegal in den vergangenen beiden Monaten ihr Haltbarkeitsdatum bereits überschritten – und noch einmal so viele könnten nutzlos werden, wenn sich nicht zügig Impfwillige finden. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf den Chef der senegalesischen Impfkampagne, Ousseynou Badiane.

Demnach werden im Senegal derzeit täglich nur zwischen 1000 und 2000 Menschen gegen Corona geimpft – zu wenig, um die vorhandenen Vakzinen rechtzeitig zu verwerten. »Wir sind nicht optimistisch«, sagte Badiane dem Reuters-Bericht zufolge über die bald ablaufenden 200.000 Dosen. Man erwarte keine gesteigerte Nachfrage. Um welche Vakzinen es sich konkret handelt, ist nicht bekannt.

Im Senegal wurden bislang nur rund zwei Millionen Impfdosen verabreicht, vollständig geimpft sind laut Reuters nur rund sechs Prozent der Bevölkerung. Der Senegal ist nicht das einzige afrikanische Land, das Probleme hat, die vorhandenen Vakzinen zu verimpfen. Laut Reuters waren im vergangenen Monat bereits Hunderttausende Impfdosen in Nigeria abgelaufen.

Badiane äußerte gegenüber Reuters die Hoffnung, dass die Regierung Einschränkungen für Ungeimpfte einführen könnte, um so den Anreiz für Impfungen zu erhöhen. »Ohne die Beschränkungen wird sich die Bevölkerung nicht impfen lassen«, so Badiane.

Guardiola rät Spielern zur Boosterimpfung

16.47 Uhr: Der frühere Bayern-Trainer Pep Guardiola, inzwischen Coach beim englischen Klub Manchester City, hat seinen Spielern eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus empfohlen. »Absolut, die Ärzte empfehlen, dass sie es tun sollten«, sagte Guardiola auf Nachfrage von Reportern.

»Wir sprechen jeden Tag mit den Spielern, um ihnen zu sagen, dass sie vorsichtig sein sollen«, so Guardiola weiter. »Bleibt gesund, tragt Masken, haltet Abstand«, seien die Anweisungen. Manchester City steht derzeit auf Platz eins der englischen Premier League.

Spieler und Mitglieder des Stabs von Manchester United positiv auf Covid-19 getestet

16.29 Uhr: Beim englischen Rekord-Fußballmeister Manchester United bleibt das Trainingszentrum wegen mehrerer positiver Coronafälle geschlossen. Das kommende Spiel des Klubs von Ralf Rangnick steht auf der Kippe.

US-Open-Gewinnerin Raducanu positiv auf Corona getestet

Emma Raducanu im November in Linz

Emma Raducanu im November in Linz

Foto: Leonhard Foeger / REUTERS

16.21 Uhr: Die britische Tennisspielerin Emma Raducanu hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Die 19-Jährige hatte in diesem Jahr überraschend die US Open gewonnen. Für das Mubadala World Tennis Championship in Abu Dhabi in dieser Woche fällt sie nun aus.

Sie habe sich sehr darauf gefreut, in Abu Dhabi vor Fans zu spielen, teilte Raducanu laut der Nachrichtenagentur Reuters mit. »Das werde ich nun bis zur nächsten Gelegenheit verschieben müssen.« Raducanu befindet sich nun nach eigenen Angaben in Isolation.

Neuer Corona-Expertenrat soll Dienstag Mittag erstmals tagen

16.03 Uhr: Der neue Corona-Expertenrat der Bundesregierung soll morgen Mittag erstmals zusammenkommen. Wie ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums mitteilte, werde die Sitzung des Gremiums virtuell stattfinden. Dem Rat gehören unter anderem der Chefvirologe der Berliner Charité Christian Drosten, der Leiter des Virologischen Instituts der Uniklinik Bonn Hendrik Streeck und der Präsident des Robert Koch-Instituts Lothar Wieler an.

Die Auftaktsitzung des Expertenrats solle den Mitgliedern dazu dienen, eine »Arbeitsstruktur« zu finden, sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit. Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) habe sich gewünscht, dass in dem Gremium über die aktuelle Forschungslage diskutiert werde und es so zu einer »möglichst einhelligen Empfehlung kommen« könne.

Mitglieder des neuen Expertenrats hatten sich in der Vergangenheit teils sehr unterschiedlich zu den Coronamaßnahmen positioniert. Meinungsverschiedenheiten gab es vor allem zwischen Drosten und Streeck. Neben den beiden Virologen und Wieler gehören dem Gremium unter anderem auch der Chef der Ständigen Impfkommission Thomas Mertens die Virologin Melanie Brinkmann und die Physikerin Viola Priesemann an.

Tschechien öffnet Coronaimpfkampagne für Kinder ab fünf Jahren

15.54 Uhr: In Tschechien hat die Coronaimpfkampagne für Kinder zwischen fünf und elf Jahren begonnen. Eltern können den Nachwuchs seit Montag online für einen Termin registrieren. Bereits in den ersten Stunden wurde diese Möglichkeit rund 6000 Mal genutzt, wie der geschäftsführende Gesundheitsminister Adam Vojtěch bekannt gab.

Tschechien hat zunächst rund 300.000 Dosen des Kinderimpfstoffs von Pfizer und Biontech bestellt – genug für mehr als jedes dritte Kind in dieser Altersgruppe. Erforderlich ist die Zustimmung beider Elternteile. Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren können die Spritze gegen Corona in dem EU-Mitgliedstaat bereits seit Juli erhalten.

Brandenburg: Landtag stellt epidemische Notlage fest

15.46 Uhr: Brandenburg steht wegen zunehmender Belastung der Kliniken vor schärferen Coronaregeln – dafür hat der Landtag jetzt die epidemische Notlage festgestellt. Auch die Linke stimmte für den Antrag der Koalitionsfraktionen von SPD, CDU und Grünen. Die Freien Wähler enthielten sich, die AfD stimmte dagegen.

Die rot-schwarz-grüne Landesregierung geht davon aus, dass das Land an Weihnachten auf eine Notlage in den Kliniken zusteuert und die Behandlungskapazitäten nicht mehr reichen. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hält die neuen Beschränkungen für dringend notwendig.

Woidke kündigte nun an, dass Diskotheken geschlossen und Großveranstaltungen mit mehr als 1000 Besucherinnen und Besuchern verboten werden sollen. Das Kabinett berät darüber am Dienstag.

»Wir müssen alles, gemeinsam alles, was in unserer Macht steht, tun, um die Belastung unseres Gesundheitssystems zu senken«, sagte Woidke in der Sondersitzung des Landtags in Potsdam. »Wir müssen alles dafür tun, Menschenleben zu retten.« Der Anteil geimpfter Landesbewohner sei trotz gestiegener Nachfrage noch immer zu gering. Hinter Sachsen liegt Brandenburg mit einer Quote von 63 Prozent komplett Geimpften auf dem vorletzten Platz im Ländervergleich.

Russland stellt Corona-Zertifikate auch für ausländische Vakzinen aus

14.21 Uhr: Russland lockert die Voraussetzungen für den Erhalt eines Coronazertifikats und stellt Erleichterungen nun auch für Bürger in Aussicht, die mit ausländischen Vakzinen geimpft wurden. Russische Staatsbürger, die im Ausland ein in Russland nicht zugelassenes Präparat verabreicht bekommen hätten, könnten nach ihrer Rückkehr einen Antikörpertest machen, sagte Vizeregierungschefin Tatjana Golikowa laut der Agentur Interfax.

Seien Antikörper vorhanden, könne ein sechs Monate lang gültiges Zertifikat ausgestellt werden, das vielerorts etwa beim Besuch von Theatern, Museen und anderen Bereichen des öffentlichen Lebens vorgezeigt werden muss.

Kremlsprecher Dmitrij Peskow betonte, dass es sich bei der neuen Regelung nicht um eine Anerkennung ausländischer Impfstoffe in Russland handele. Das flächenmäßig größte Land der Erde, das über fünf eigene Vakzinen verfügt, hat bislang keinen einzigen ausländischen Impfstoff zugelassen. Moskau hatte im Gegenzug immer wieder die Anerkennung des russischen Präparats Sputnik V im Westen gefordert. Bislang haben aber weder die Weltgesundheitsorganisation WHO noch die Europäische Arzneimittelbehörde (Ema) Sputnik zugelassen.

Probleme gibt es etwa, weil Russland die geforderten Datensätze bisher nicht zur Verfügung gestellt hat. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa müsste Russland etwa nachweisen, dass die Produktionsstätten von Sputnik V das Präparat immer in der gleichen Qualität herstellen. Die Inspektionen von Ema-Experten verzögerten sich deshalb mehrfach.

Erster Omikron-Fall auf chinesischem Festland

14.08 Uhr: Die Gesundheitsbehörden in China haben laut einem Medienbericht erstmals eine Infektion mit der Omikron-Variante des Coronavirus auf dem chinesischen Festland nachgewiesen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und beruft sich dabei auf einen Bericht der staatlich kontrollierten Zeitung »Tianjin Daily« aus der Hafenstadt Tianjin.

Demnach wurde Omikron bei einem Reisenden festgestellt, der am 9. Dezember in der Stadt angekommen sei. Die Person befinde sich nun in einem Krankenhaus in Isolation. Die neue Virusvariante war erstmals in Südafrika und Hongkong gefunden worden, inzwischen hat sie sich weltweit ausgebreitet.

Polizei ermittelt nach Pyro-Empfang für Dynamo Dresden

13.58 Uhr: Die Dresdner Polizei hat nach dem Abbrennen von Pyrotechnik für die Mannschaft des Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden auf dem Dresdner Theaterplatz Ermittlungen eingeleitet. Einige Dutzend Fans hatten das Team am Sonntag nach dem Sieg im Sachsen-Derby bei Erzgebirge Aue (1:0) in Empfang genommen und dabei Pyrotechnik gezündet.

»Vor der Kulisse der Semperoper feiern Fans und Mannschaft gemeinsam den Sieg in Aue. Masken oder Abstand? Fehlanzeige! Statt Kontakte zu beschränken, wird mit illegaler Pyrotechnik Party gemacht«, sagte Polizeipräsident Jörg Kubiessa. »Abgesehen von der Strafbarkeit sind diese Bilder ein fatales Signal, weil sie alle Bemühungen, die Pandemie zu bekämpfen, konterkarieren.«

Die Polizei ermittelt wegen Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz. Gleichzeitig prüft sie auch, ob die auf dem Theaterplatz anwesenden Personen gegen die sächsische Corona-Notfallverordnung verstoßen haben. Dazu wurden Video- und Bildaufnahmen gesichert, die ausgewertet werden.

Polizeigewerkschaftschefin kritisiert Instrumentalisierung von Kindern bei Demos gegen Coronamaßnahmen

13.46 Uhr: Die Vorsitzende der Thüringer Gewerkschaft der Polizei (GdP), Mandy Koch, hat sich entsetzt über das Vorgehen von Gegnern der Corona-Politik bei Demonstrationen wie jüngst in Greiz gezeigt. Es sei unerträglich, dass teils Kinder mit dabei seien und diese auch bewusst instrumentalisiert würden, sagte Koch am Montag der Nachrichtenagentur dpa. »Ich würde mit meinem Kind nie in eine solche Situation gehen.«

Bei einer Demonstration gegen die Coronamaßnahmen im ostthüringischen Greiz waren am Wochenende 14 Polizisten verletzt worden. Die Polizei setzte teils Reizstoff ein. Koch war als Gewerkschafterin mit vor Ort, um sich selbst ein Bild von dem Einsatz zu machen. Sie schilderte, dass unter anderem Flaschen gegen die Einsatzkräfte geworfen und Böller in Menschengruppen gezündet wurden. Zwei der verletzten Polizisten waren nach dem Einsatz vorübergehend nicht mehr dienstfähig, eine verletzte Beamtin wurde zeitweilig im Krankenhaus behandelt.

»Die Kollegen dort sind in einem Spannungsfeld«, sagte Koch. Bei solchen Demonstrationen liefen normale Bürger – teils Familien – neben Gruppen, die dem rechtsextremen Spektrum zuzuordnen seien. Die Polizisten müssten demnach auch immer abwägen: In Situationen, wo Kinder beteiligt seien, könne man nicht einfach Reizmittel einsetzen.

Nagelsmann begrüßt Kimmichs Impfentscheidung

13.26 Uhr: Julian Nagelsmann, Trainer des FC Bayern München, hat die Impfentscheidung seines Spielers Joshua Kimmich und dessen öffentliche Erklärung begrüßt. »Ich finde es grundsätzlich gut, dass er sich gestellt und gesprochen, seine Situation geschildert und auch ein bisschen ausgeholt hat, über seine Gefühle und Gedanken, das finde ich wertvoll«, sagte Nagelsmann.

Kimmich hatte zuvor im ZDF über seine Corona-Infektion gesprochen und angekündigt, eine Impfung gegen das Virus so bald wie möglich nachholen zu wollen. Nagelsmann sagte über Kimmichs Aussagen, dieser habe »das Heft des Handelns selbst in die Hand genommen«.

»Überzeugungsarbeit habe er nicht geleistet, sagte Nagelsmann, er habe aber seine Meinung gesagt. Man könne aber davon ausgehen, dass es im Klub »garantiert das eine oder andere Gespräch« mit Kimmich zum Thema gegeben habe.

Norwegen will Coronamaßnahmen verschärfen

12.40 Uhr: Norwegen will noch in dieser Woche die Coronamaßnahmen verschärfen. Das kündigte Regierungschef Jonas Gahr Støre an. »Die Situation ist ernst. Die Ausbreitung der Infektion ist zu groß, und wir müssen Maßnahmen ergreifen, um diese Entwicklung einzudämmen«, sagte Støre der Nachrichtenagentur NTB.

Norwegen verzeichnet bei den Neuinfektionen und den Krankenhauseinweisungen Höchststände, was zum Teil auch auf die Ausbreitung der Coronavariante Omikron zurückgeführt wird.

Kubicki gegen Ende der Corona-Testpflicht für Geboosterte

12.37 Uhr: Der FDP-Vizebundesvorsitzende Wolfgang Kubicki lehnt ein Ende der Corona-Testpflicht für Menschen mit einer Auffrischungsimpfung ab. »Ich warne dringend davor, die Geboosterten von der allgemeinen Testpflicht zu entbinden«, sagte Kubicki der Funke Mediengruppe.

Bei der Omikron-Variante sehe es so aus, als würde auch eine dritte Impfung nicht verhindern, dass man sich infiziere und das Virus weiterverbreite. »Daher wäre es fahrlässig und hochgefährlich, wenn wir zum Beispiel geboosterte Personen ohne Testung in die Seniorenresidenzen und Pflegeeinrichtungen lassen.« Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen am Dienstag entscheiden, ob die Testpflicht von Personen mit Auffrischimpfungen abgeschafft wird.

Männer attackieren Mitarbeiter eines Corona-Testzentrums in Krefeld

12.30 Uhr: Drei Männer sollen in Krefeld einen Mitarbeiter eines Corona-Testzentrums angegriffen und verletzt haben, weil sie nach dem Ende der Öffnungszeit keine Schnelltests mehr bekamen.

Wie die Polizei mitteilte , seien die Männer um kurz nach 20 Uhr am Samstagabend in das Testzentrum gekommen. Zu dem Zeitpunkt habe das Testzentrum aber keinen Zugriff mehr auf die Computersysteme gehabt. Als der 27-jährige Mitarbeiter dies den Männern gesagt habe, hätten sie ihn mit Schlägen und Tritten attackiert.

Der 27-Jährige ging leicht verletzt zu Boden, zwei Kollegen vertrieben daraufhin die Angreifer. Die mutmaßlichen Täter sollen zwischen 30 und 40 Jahren alt gewesen sein und flohen nach der Tat mit einem Geländewagen mit Düsseldorfer Kennzeichen. Die Polizei sucht Zeugen.

Kardinal Müller verbreitet Verschwörungsmythos zu »Gleichschaltung« im Zuge von Corona

12.14 Uhr: Der deutsche Kardinal Gerhard Ludwig Müller hat Verschwörungsmythen über eine angeblich geplante »Gleichschaltung« der Menschen im Rahmen der Coronapandemie verbreitet. In einem vom St. Bonifatius Institut auf Twitter geteilten Videoausschnitt ist zu sehen, wie der frühere Regensburger Bischof davon spricht, dass hinter Maßnahmen gegen die Pandemie eine finanzkräftige Elite stecken würde.

Müller nannte dabei auch die schon lange unter Verschwörungsideologen kursierenden Namen der Milliardäre Bill Gates und George Soros. Der Politikwissenschaftler und Experte für Verschwörungsideologien Jan Rathje sagte der Nachrichtenagentur dpa zu Müllers Behauptungen: »Die Aussagen lassen sich größtenteils verschwörungsideologisch werten.«

Müller bestätigte der dpa per E-Mail die Echtheit des Videos. Der Vatikan reagierte auf dpa-Anfrage zunächst nicht. Die Deutsche Bischofskonferenz kommentierte die Aussagen nicht und verwies auf ihren Aufruf, sich impfen zu lassen.

Das in Wien ansässige St. Bonifatius Institut bezeichnet sich selbst als »Plattform, um den Kampf des traditionellen katholischen Glaubens wann und wo immer zu unterstützen«.

Südafrikas Präsident nach positivem Coronatest in Isolation

11.55 Uhr: Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa befindet sich nach einem positiven Coronatest in Selbstisolierung. Die Amtsgeschäfte werden diese Woche daher von seinem Stellvertreter David Mabuza übernommen. Das hatte das Präsidialamt am Sonntagabend mitgeteilt.

Der 69-jährige Ramaphosa werde wegen leichter Covid-19-Symptome behandelt. Er habe sich unwohl gefühlt, nachdem er die staatliche Gedenkfeier für den kürzlich gestorbenen Ex-Präsidenten Frederik Willem de Klerk in Kapstadt verlassen habe. Ramaphosa war demnach vollständig gegen Corona geimpft. Der Präsident bedankte sich auf Twitter für Genesungswünsche.

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»Während ich genese, ist meine Botschaft für die Woche: Hört nicht auf, vorsichtig zu sein. Tut alles, was ihr könnt und müsst, um sicher zu bleiben, angefangen mit der Impfung.« Ramaphosa fügte hinzu, dass Impfungen die Wahrscheinlichkeit einer schweren Erkrankung, Krankenhauseinweisung und eines tödlichen Verlaufes von Covid-19 deutlich verringern. »Die Impfung ist kostenlos, einfach und wirkt.«

So werden die Corona-Kinderimpfungen organisiert

Diese Woche kommen die ersten Dosen des Coronaimpfstoffs für Fünf- bis Elfjährige in den Praxen an. Nicht überall beginnen die Impfungen gleichzeitig, zum Teil unterstützen Impfzentren. Was gilt wo? Ein Überblick.

Antikörperlevel nach Doppelimpfung womöglich zu gering für Schutz gegen Omikron

11.17 Uhr: Eine doppelte Impfung gegen das Coronavirus führt britischen Forschern zufolge wohl nicht zu einem ausreichenden Antikörpergehalt im Blut, um eine Infektion mit der Omikron-Variante sicher zu verhindern. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine erste Veröffentlichung der Universität Oxford. Die Studie wurde noch nicht im Peer-Review-Verfahren von anderen Forschern geprüft.

Grundlage der Untersuchung war laut Reuters die Analyse von Blutproben von Teilnehmern, die doppelt mit der AstraZeneca- oder Biontech-Vakzine geimpft wurden. Demnach ist eine erneute Infektion mit Omikron unter jenen, die doppelt geimpft oder bereits mit dem Virus infiziert waren, womöglich wahrscheinlicher. Dafür, dass Omikron schwerere Verläufe von Covid-19 oder eine höhere Zahl an Todesfällen hervorruft, findet sich in der Studie kein Beleg.

»Diese Daten sind wichtig, aber nur ein Teil des Bildes. Sie konzentrieren sich nur auf neutralisierende Antikörper nach der zweiten Dosis, aber sagen uns nichts über die zelluläre Immunität«, sagte Oxford-Professor Matthew Snape, Co-Autor der Studie.

4,5 Millionen Coronaimpfungen in vergangener Woche verabreicht

11.10 Uhr: Vom 6. bis 12. Dezember wurden in Deutschland mehr als 4,5 Millionen Menschen gegen das Coronavirus geimpft. Wie das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) mitteilte, waren das gut 454.000 Impfungen mehr als in der Vorwoche. Laut Zi wurden knapp vier Millionen Auffrischimpfungen (Booster) verabreicht sowie gut 278.000 Erst- und mehr als 288.000 Zweitimpfungen.

Laufe die Impfkampagne weiter auf diesem Niveau, könnte laut Zi die Booster-Impfkampagne in rund acht Wochen abgeschlossen sein. Am Sonntag wurden laut dem Impfdashboard des Robert Koch-Instituts (RKI) rund 264.000 Impfdosen verabreicht. Damit sind mindestens 57,9 Millionen Menschen (69,6 Prozent) vollständig geimpft; 19,8 Millionen (23,8 Prozent) haben bereits ihre Boosterimpfung erhalten.

Das RKI geht davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind, als die Daten nahelegen: Eine hundertprozentige Erfassung der Impfungen könne durch das Meldesystem nicht erreicht werden.

Was geschah wirklich in den Kliniken von São Paulo?

Brasilien zählt zu den am schwersten von der Coronapandemie betroffenen Ländern weltweit, mehr als 600.000 Menschen kamen ums Leben. Nun sind mehrere Covid-Patienten gestorben, nachdem Mediziner zweifelhafte Medikamenten-Cocktails an ihnen ausprobiert hatten. Ein Untersuchungsausschuss ermittelt.

Pakistan bestätigt ersten Omikron-Fall

10.34 Uhr: Die weltweite Ausbreitung der Coronavirus-Variante Omikron setzt sich fort. Nun hat nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters auch Pakistan einen ersten Omikron-Fall registriert. Das Nationale Institut für Gesundheit (NIH) meldete den Fall demnach in der Millionenstadt Karachi.

Dies sei der erste bestätigte Fall, die Untersuchung weiterer Proben laufe jedoch noch, um »Trends« zu identifizieren, hieß es vom NIH. Die Omikron-Variante war zuerst in Südafrika und Hongkong nachgewiesen worden. Sie gilt als noch ansteckender als die bislang dominante Delta-Variante des Virus. Inwiefern die Mutation den Krankheitsverlauf bei Covid-19 beeinträchtigt und wie gut Impfungen gegen Omikron schützen, wird derzeit noch in Studien erfasst.

DER SPIEGEL

Mutmaßliche Fälschung Hunderter Impfpässe – 31-Jähriger in Untersuchungshaft

10.24 Uhr: Ein 31-Jähriger aus Nürnberg soll mehrere Hundert Impfpässe gefälscht und angebliche Corona-Schutzimpfungen eingetragen haben. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Bereits im September wurden bei einer ersten Durchsuchung seiner Wohnung Blanko-Impfpässe, Arztstempel, Impfaufkleber und mehr als hundert schon gefälschte Ausweise gefunden, wie die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth mitteilte. Doch schon kurz danach soll der Beschuldigte im Internet neue Stempel von Arztpraxen bestellt haben.

Dabei seien mehr als 300 gefälschte Impfpässe gefunden worden. Eine Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Nürnberg habe deshalb auf Antrag der Staatsanwaltschaft einen Haftbefehl erlassen. Der Mann werde dringend der gewerbsmäßigen Vorbereitung der Herstellung von unrichtigen Impfausweisen verdächtigt.

Nach bisherigem Stand der Ermittlungen bestehe der Verdacht, dass mindestens 34 Kunden des Nürnbergers einen gefälschten Impfpass in der Apotheke vorgezeigt hätten, um ein digitales Impfzertifikat zu bekommen, hieß es weiter. Auch diese Menschen machten sich strafbar, gegen weitere Käufer werde ebenfalls ermittelt.

Dutzende sächsische Arztpraxen halten sich offenbar nicht an Maskenpflicht

10.07 Uhr: In mehreren Arztpraxen in Sachsen wird die Maskenpflicht offenbar ignoriert. Wie der MDR berichtet , wurden der sächsischen Ärztekammer 69 Fälle gemeldet, bei denen in Praxen keine Maskenpflicht gegolten habe. Landesärztekammerpräsident Erik Bodendieck sagte dem Sender, man gehe von 40 Praxen aus, einige seien mehrfach angezeigt worden. Die meisten Arztpraxen befinden sich demnach in Hochinzidenzgebieten.

Sachsen hat noch immer eine der bundesweit höchsten Sieben-Tage-Inzidenzen, zuletzt lag sie bei 1024,5. In einigen Landkreisen sind die Inzidenzwerte noch höher. Die Gesundheitsämter im Freistaat meldeten dem RKI binnen 24 Stunden 4956 Neuinfektionen. Zudem wurden den Statistiken zufolge 57 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus erfasst.

Allerdings sind die Daten vom Wochenende nur bedingt aussagekräftig, weil es zu Meldeverzögerungen kommen kann. Zudem sind viele Gesundheitsämter schon seit Wochen überlastet und kommen mit der Erfassung neuer Fälle kaum noch hinterher.

Thüringens Innenminister besorgt wegen gewaltsamer Proteste

Thüringens Innenminister Georg Maier Ende November

Thüringens Innenminister Georg Maier Ende November

Foto: Stefan Puchner / dpa

9.44 Uhr: Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) ist besorgt angesichts der teils gewaltsamen Proteste gegen die Coronapolitik. »Die Gewaltbereitschaft bei diesen Versammlungen hat deutlich zugenommen, wir erleben auch einen gewissen Tourismus in Anführungszeichen von offensichtlich gewaltbereiten Demonstranten aus anderen Bundesländern. Das erfüllt mich schon mit Sorge«, sagte Maier im ZDF-»Morgenmagazin«.

Am Wochenende seien im Freistaat zahlreiche Versammlungen aufgelöst und Aufzüge verhindert worden. »Da muss der Rechtsstaat ganz klare Kante zeigen. Und das tut er auch«, sagte Maier.

Die Initiatoren der Demonstrationen seien oft Rechtsextreme und »Querdenker« sowie Impfgegner. »Man kann schon sagen, dass im Wesentlichen diese größeren, auch die gewalttätigen Demonstrationen aus diesem Bereich kommen.« Maier äußerte Unverständnis dafür, dass sich Bürger diesen Protesten in großer Zahl anschließen. Maier sprach sich zudem für Einschränkungen für den Messengerdienst Telegram aus.

»Telegram ist schon lange kein reiner Messengerdienst mehr, das ist eine soziale Plattform geworden. Dort wird geworben für Demonstrationen, dort wird auch zu Gewalt aufgerufen, dort werden Adressen veröffentlicht von Politikerinnen und Politikern«, sagte Maier. »Hier muss durchgegriffen werden.« Auch Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) drohte Telegram mit schärferen Schritten.

Thailand lockert Coronaregeln für Silvester

9.31 Uhr: Thailand wird seine Coronabeschränkungen für die Silvesternacht etwas entschärfen. Viele Lokale in dem südostasiatischen Urlaubsland dürfen in der Silvesternacht ausnahmsweise bis ein Uhr öffnen und bis dahin auch Alkohol ausschenken. Wer Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern besucht, muss vollständig gegen das Coronavirus geimpft sein und einen negativen Schnelltest vorlegen. Das teilte das Covid-Krisenzentrum laut der Nachrichtenagentur dpa am Montag mit.

Thailand empfängt seit Anfang November wieder vollständig geimpfte Touristen aus Dutzenden Ländern, darunter auch aus Deutschland. Im November hatte das Krisenzentrum aber angekündigt, die eigentlich für Dezember geplante Öffnung von Nachtklubs, Kneipen und Karaokebars bis mindestens Mitte Januar zu verschieben. In der Hauptstadt Bangkok sind viele Lokale indes bereits geöffnet – die meisten schließen jedoch um 23 Uhr.

Die Infektionszahlen in dem Land mit 70 Millionen Einwohnern sinken derweil weiter. Am Montag meldeten die Behörden 3398 Neuinfektionen und 23 Todesfälle in Verbindung mit Covid-19.

RKI-Daten enthalten erneut keine Coronafälle aus Niedersachsen

9.17 Uhr: Bei der Übermittlung der registrierten Coronafälle ans Robert Koch-Institut (RKI) gibt es offenbar weiter technische Probleme. Wie bereits am Vortag enthalten die aktuellen Angaben keine Daten aus Niedersachsen. »Aufgrund technischer Probleme wurden gestern und vorgestern aus Niedersachsen keine Daten an das RKI übermittelt«, heißt es auf dem Covid-19-Dashboard  des Instituts.

Der NDR  hatte mit Berufung auf das niedersächsische Gesundheitsministerium bereits am Sonntag von einer »technischen Störung im Landesnetz« berichtet. Demnach könnten »keine Meldedaten von den Landkreisen und kreisfreien Städten empfangen und an das RKI übermittelt werden«, zitierte der Sender das Ministerium.

Das RKI hatte am Montag 21.743 Coronaneuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind 6093 Fälle weniger, als am Montag vor einer Woche als 27.836 Positivtests gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt demnach erneut auf 389,2 von 390,9 am Vortag.

Thüringen ist laut RKI das Bundesland mit der höchsten Coronainzidenz in Deutschland. Das RKI gab den Wert am Montag mit 1032,7 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und sieben Tage an. Im Nachbarbundesland Sachsen, das zuletzt stets die bundesweit höchste Inzidenz aufgewiesen hatte, lag diese bei 1024,5.

Britischer Gesundheitsdienst warnt vor Überlastung

8.39 Uhr: Nach der Ausweitung der britischen Impfkampagne gegen das Coronavirus warnt der Gesundheitsdienst vor einer Überlastung. Der National Health Service (NHS) sei schon jetzt so stark angespannt wie nie zuvor, sagte der Chef des Dachverbands NHS Providers, Chris Hopson, dem Sender Sky News.

Zu erwarten sei, dass immer mehr Menschen, die sich mit der Coronavariante Omikron infiziert hätten, in Krankenhäuser müssten. Nun komme die Anforderung hinzu, allen Erwachsenen bis Jahresende eine Auffrischungsimpfung anzubieten, sagte Hopson. Dieses Ziel hatte Premierminister Boris Johnson ausgerufen.

Johnsons Aufruf zu »außerordentlichem Einsatz« des Gesundheitsdiensts komme zu einem Zeitpunkt, da Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereits »sehr, sehr erschöpft« seien, sagte Hopson. »Die Beschäftigten sind besorgt, dass dieser Druck zur Normalität wird und nicht nachhaltig ist.«

Der NHS kündigte an, Termine abzusagen oder zu verschieben, um das Boosterziel bis Jahresende zu erreichen. Mehrere Dutzend Militärexperten sollen helfen, die notwendige Logistik bereitzustellen. Bisher haben nach offiziellen Angaben mehr als 40 Prozent der über Zwölfjährigen eine Boosterimpfung erhalten.

Holetschek sieht Impfanreiz in Aufhebung der Testpflicht für Geboosterte

8.32 Uhr: Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hält ein Aufheben der Testpflicht für Geboosterte für vertretbar. Dies könne auch »ein zusätzlicher Impfanreiz sein«, sagte Holetschek, der derzeit den Vorsitz der Gesundheitsministerkonferenz innehat, im ZDF-»Morgenmagazin«. Zudem würde eine solche Regelung die Testkapazitäten schonen.

Über eine allgemeine Impfpflicht sagte Holetschek: »Wir sind einfach an einem Punkt, wo wir die Diskussion führen müssen, damit wir endgültig aus dieser Pandemie rauskommen.« Zu Beginn der Impfkampagne sei es aber die richtige Aussage gewesen, eine allgemeine Impfpflicht auszuschließen. Die Gesundheitsministerinnen und -minister der Länder wollen am Dienstag über die Coronamaßnahmen beraten.

Impfungen mit Corona-Kinderimpfstoff starten in dieser Woche

8.15 Uhr: Die Kinderimpfungen mit einem Coronaimpfstoff für Fünf- bis Elfjährige sollen in dieser Woche in Deutschland anlaufen. Das Bundesgesundheitsministerium hatte den Start der Auslieferung der Kindervakzine von Biontech/Pfizer angekündigt.

Neben Kinderarztpraxen sind auch öffentliche Impfzentren für Kinderimpfungen vorgesehen, allerdings nicht überall. Mancherorts sind auch besondere Impfaktionen geplant – in Berlin etwa im Zoo oder im Naturkundemuseum, in Niedersachsen im Fußballstadion von Hannover 96 und im Zoo der Landeshauptstadt. Wann es konkret losgeht, unterscheidet sich aber.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Sonntag werden mehr als 2,2 Millionen Dosen des Kinderimpfstoffs an die pharmazeutischen Großhandlungen verteilt. Zusätzlich gebe es noch Länderkontingente, die zur Verfügung gestellt würden, teilte das Ministerium mit. Arztpraxen bestellen die Impfstoffe über die Apotheken. Nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, die sich auf das Ministerium berief, haben die Praxen für diese Woche rund 800.000 Dosen angefordert – diese würden ab Montag bis spätestens Mittwoch komplett ausgeliefert.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hatte eine Impfung von Kindern von fünf bis elf Jahren empfohlen, die Risikofaktoren für einen schweren Covid-19-Verlauf oder Angehörige mit hohem Risiko haben. Außerdem können Eltern nach individueller Aufklärung auch ihre gesunden Kinder impfen lassen. Bei dem am Donnerstag veröffentlichten Stiko-Papier handelt es sich noch nicht um eine finale Entscheidung, es läuft wie üblich nun noch ein Abstimmungsverfahren mit Fachgesellschaften und Ländern.

Für Fünf- bis Elfjährige wird ein im Vergleich zum herkömmlichen Biontech/Pfizer-Impfstoff niedriger dosiertes und anders abgefülltes Präparat verwendet.

Klinikverband: Beschränkungen für Ungeimpfte nötig

8.05 Uhr: Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hält ein völliges Herunterfahren des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens vorerst nicht für nötig, um eine Überlastung der Kliniken in der Coronapandemie zu verhindern. »Ein Lockdown für alle ist in der jetzigen Situation zumindest aus unsere Sicht nicht erforderlich, aber konsequente Kontaktbeschränkungen insbesondere für die Ungeimpften«, sagte der Vorstandsvorsitzende der Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, am Montag im ZDF-»Morgenmagazin«. »Das hat auch nichts mit Schikane zu tun, sondern es geht wirklich darum, Vorsorge zu treffen, und deswegen ist das richtig.«

Die bereits beschlossene Impfpflicht für Personal in Kliniken und Pflegeheimen hält Gaß für eher unproblematisch. Die Impfquote in den Krankenhäusern sei mit über 90 Prozent sehr hoch, sagte er. Man sei zuversichtlich, dass die anderen durch Aufklärung noch zu überzeugen seien. »Wir hoffen, dass es nur sehr wenige sind, die am Ende sich wirklich nachhaltig verweigern und die wir dann in letzter Konsequenz vielleicht auch verlieren werden.« Neues Personal sei dann aber nicht so schnell zu rekrutieren, weil Intensivpflegekräfte eine zweijährige Weiterbildung durchlaufen müssten.

Die Notwendigkeit einer derzeit politisch erst angestrebten allgemeinen Impfpflicht machte Gaß von der Entwicklung des Virus abhängig. »Die allgemeine Impfpflicht wäre eine logische Konsequenz aus unserer Sicht, wenn sich tatsächlich zeigt, dass Omikron so ansteckend ist, dann brauchen wir eben eine noch viel höhere Impfquote, als wir sie ganz am Anfang für Alpha prognostiziert haben.«

Johnson: Auffrischimpfung für alle Erwachsenen in England vor Neujahr

5.31 Uhr: Der britische Premier Boris Johnson will bei den Corona-Auffrischungsimpfungen angesichts rapide steigender Omikron-Zahlen noch schneller vorankommen als bislang angestrebt. Jeder Erwachsene in England solle bereits bis Jahresende die Gelegenheit bekommen, eine Boosterdosis zu erhalten, sofern seit der Zweitimpfung mindestens drei Monate vergangen seien, sagte Johnson in einer Videobotschaft an seine Landsleute.

Bisher lag das Zieldatum bei Ende Januar. Die britische Regierung werde zusätzlich Unterstützung leisten, damit die Impfkampagnen auch in den Landesteilen Schottland, Wales und Nordirland beschleunigt werden. Man stehe angesichts der Omikron-Variante einem Notfall gegenüber, weshalb dringend der Impfschutz verstärkt werden müsse, sagte Johnson.

Die gute Nachricht sei, dass das Schutzniveau mit einer dritten Impfdosis wieder erhöht werden könne. »Lasst euch jetzt boostern«, sagte Johnson. Am Sonntag wurden 1239 weitere Omikron-Fälle in Großbritannien registriert, womit die Gesamtzahl auf 3137 stieg. Im Vergleich zum Vortag war das ein Anstieg um 65 Prozent.

Sieben-Tage-Inzidenz geht erneut leicht zurück

4.43 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet binnen 24 Stunden 21.743 Coronaneuinfektionen. Das sind 6093 Fälle weniger, als am Montag vor einer Woche als 27.836 Positivtests gemeldet wurden. Allerdings weisen die aktuellen Daten offenbar erneut keine Zahlen aus Niedersachsen aus.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt demnach erneut auf 389,2 von 390,9 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Die Gesamtzahl der Coronatodesfälle in Deutschland stieg laut RKI um 116 auf 105.754.

Südkorea testet KI-gestützte Gesichtserkennung zur Kontaktverfolgung

1.53 Uhr: Südkorea will mithilfe von künstlicher Intelligenz (KI) die Kontaktverfolgung in der Pandemie beschleunigen. Das staatlich finanzierte KI-Projekt in Bucheon, einer dicht besiedelten Stadt am Rande von Seoul, nutze das Material von Überwachungskameras zur Gesichtserkennung und Nachverfolgung von Kontakten infizierter Personen, sagte ein Vertreter der Stadt der Nachrichtenagentur Reuters. Es werde auch kontrolliert, ob der Erkrankte eine Maske getragen habe.

Im Januar soll die neue Technologie in Betrieb genommen werden. Dies geht aus einem 110-seitigen Geschäftsplan der Stadt hervor, der dem Ministerium für Wissenschaft und IKT (Informations- und Kommunikationstechnologie) vorgelegt wurden. Menschenrechtsaktivisten und Oppositionsparteien äußern Bedenken, dass die Regierung die gesammelten Daten auch nach der Pandemie nutzen werde.

EU-Report: Wegen Corona blieben bis zu einer Million Krebsfälle unentdeckt

1.00 Uhr: Wegen der Coronapandemie drohen in der Europäischen Union nach einem neuen EU-Report massive Rückschläge bei der Krebsbekämpfung. Nach Schätzungen seien in Europa wegen der coronabedingten Störungen der Gesundheitssysteme bis zu eine Million Fälle von Krebserkrankungen unentdeckt geblieben. Das berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe aus dem gemeinsamen Bericht von EU-Kommission und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), den die Kommission am Montag vorstellen will.

Die Krebsbehandlung sei ein kritischer Bereich der durch Covid-19 gestörten medizinischen Versorgung. Vor allem während der Höhepunkte der Pandemie habe sich der Zugang zur Krebsdiagnose und -behandlung verzögert – es sei zu erwarten, dass diese Verzögerungen negative Auswirkungen auf Prognose und Überleben von betroffenen Patienten hätten.

beb/mkl/fek/otr/wit/dpa/Reuters/AFP
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