Corona-News am Montag Berlin und Brandenburg wollen 2G-Regel im Einzelhandel aufheben

In der Metropolregion Berlin-Brandenburg dürfen bald auch Ungeimpfte wieder shoppen gehen. Dafür wird eine FFP2-Maskenpflicht eingeführt. Und: Politischer Aschermittwoch soll in Bayern mit 200 Gästen stattfinden. Der Überblick am 7. Februar.
Der Kurfürstendamm in Berlin im Oktober 2020

Der Kurfürstendamm in Berlin im Oktober 2020

Foto: STEFANIE LOOS / AFP

Das war das Corona-Update am Montag.

Nichts mehr verpassen: Für die neuesten Entwicklungen und wichtigsten Hintergründe abonnieren Sie unseren Coronavirus-Newsletter.

+++ Berlin und Brandenburg wollen 2G-Regel im Einzelhandel aufheben +++

Die Länder Berlin und Brandenburg wollen die 2G-Regel im Einzelhandel aufheben, die derzeit nur Geimpften und Genesenen den Einkauf in den meisten Geschäften erlaubt. Stattdessen soll eine Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske gelten. Das teilten Vertreter der Landesregierungen beider Länder am Montag mit.

Die regierende Berliner Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) sagte: »Die Omikron-Welle erfordert in vielen Bereichen angepasste Regelungen.« Der Berliner Senat plane, die 2G-Regel im Einzelhandel zeitnah zu beenden. »Wir werden dafür die FFP2-Maskenpflicht überall im Einzelhandel einführen, da diese Masken den besten Schutz vor Infektionen bieten.« Auf diese Regelung habe sie sich mit Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke verständigt, sagte Giffey. Ziel sei es, eine einheitliche Regelung in der Metropolregion Berlin-Brandenburg zu haben.

In Brandenburg soll zudem die nächtliche Ausgangsbeschränkung für Ungeimpfte in Hotspot-Regionen fallen. Dagegen soll die 2G-plus-Regel in Gaststätten erhalten bleiben – sie schreibt einen zusätzlichen negativen Test vor. Vorgesehen ist in Brandenburg zudem, dass die Erhebung von Kontaktdaten etwa in der Gastronomie ausgesetzt wird, erklärte Regierungssprecher Florian Engels.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Traditionsreicher Karneval in Frankreich zum dritten Mal abgesagt

21.27 Uhr: Der traditionsreiche Karneval in Dunkerque, einer der bedeutendsten Karnevalshochburgen in Frankreich, fällt erneut aus. Angesichts der weiter angespannten Coronalage habe die Präfektur zu einer Absage sämtlicher Karnevalsfestivitäten geraten, teilte die nordfranzösische Region Dunkerque am Montag mit. Die Inzidenz, der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche, liege in der Region derzeit bei 3600. Deshalb werde es keinerlei Karnevalsumzüge in Städten der Region geben. Alle Karnevalisten wurden aufgerufen, sich an die Coronaregeln zu halten.

Bereits in den beiden Vorjahren musste der Brauch coronabedingt ausfallen. Wie die Präfektur in Lille mitteilte, ist man sich der Bürde bewusst, die die Absage für die Einwohner und Vereine bedeutet. Die Kliniken der Region arbeiteten aber weiter im Notfallbetrieb, 87 Prozent der Intensivbetten seien belegt und noch immer fordere die Pandemie Menschenleben in Dunkerque.

Der Ursprung des Karnevals in Dunkerque geht auf das 17. Jahrhundert zurück. Vor der Abreise der Seeleute zum Fischfang gab es ein großes Fest. Heute sind die Musiker bei einem der Umzüge als Fischer verkleidet, vom Rathausbalkon werden Heringe in die Menge geworfen.

Pflegeausfälle durch Impfpflicht: Notfalls soll der Nachbar einspringen

20.27 Uhr: Ab Mitte März gilt die Impfpflicht in Kliniken und in der Pflege, in manchen Bundesländern wird mit Engpässen gerechnet. Wenn es nach der Ampel geht, sollen die Pflegekassen dann auch Nachbarschaftshilfe bezahlen. Lesen Sie hier mehr dazu.

Chiles Präsident bekommt vierte Impfung

19.47 Uhr: Chiles Präsident Sebastián Piñera hat seine vierte Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Der 72-Jährige ließ sich in einem Impfzentrum in der Gemeinde Futrono im Süden Chiles die zweite Auffrischungsdosis geben, wie in einem Video auf dem Twitter-Account des Staatschefs am Montag zu sehen war. Damit gab Piñera auch den Startschuss für die breite Impfkampagne mit der vierten Dosis gegen das Coronavirus in dem südamerikanischen Land. Von Montag an könne sich alle über 55-Jährigen in Chile, die ihre Auffrischungsdosis bis Mitte August vergangenen Jahres erhalten haben, ihre zweite Booster-Impfung holen.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

»Das bedeutet, dass fast 17 Millionen Chilenen, also fast 95 Prozent der Bevölkerung, bereits zwei Dosen des Impfstoffs erhalten haben«, sagte Piñera in dem Video nach seiner Impfung. Chile hatte bei der Impfkampagne von Anfang an Tempo gemacht und sich frühzeitig Impfstoffe einer ganzen Reihe von Herstellern gesichert. Geimpft wird in dem Land, das in vielerlei Hinsicht als Vorbild in Lateinamerika gilt, nach einem recht einfachen Priorisierungsplan ohne komplizierte Terminvergabe – in Gesundheitszentren, Fußballstadien und Impfstraßen.

Marokko öffnet Grenzen wieder

19.08 Uhr: Urlauber aus Deutschland dürfen nach monatelangem coronabedingten Einreisestopp wieder nach Marokko fliegen. Das Land habe am Montag die ersten Passagiere aus Europa willkommen geheißen, meldete die Staatsagentur MAP. Die Auflagen sind allerdings streng: Bei der Einreise müssen sich Touristen nach Angaben des Auswärtigen Amts Schnelltests und per Zufallsprinzip auch PCR-Tests unterziehen. In einigen Fällen verlangten die Behörden zudem nach 48 Stunden einen weiteren PCR-Test. Ins Land gelassen werden zudem nur Geimpfte, die bereits vor Reisebeginn einen negativen PCR-Test haben.

Für die nächsten Tage sind mehrere Direktflüge aus Deutschland nach Marokko geplant. Ob auch die Fährverbindungen nach Marokko wieder aufgenommen werden, war laut Auswärtigem Amt noch unklar. Wegen der raschen Ausbreitung der Omikron-Variante hatte Marokko Ende November alle Flüge in das nordafrikanische Land ausgesetzt.

Merz fordert Aussetzung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht

18.31 Uhr: Die CDU fordert von der Bundesregierung eine Aussetzung der Impfpflicht für Personal in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen in ganz Deutschland. Das sei die »ganz einhellige Meinung von Präsidium und Bundesvorstand der CDU«, sagte Parteichef Friedrich Merz am Montag bei der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzendenkonferenz in Saarbrücken. Es habe sich nach Beratungen gezeigt: »Die Regierung lässt die Einrichtungen und lässt die Beschäftigten mit den Folgen dieser Impfpflicht völlig allein«, sagte Merz. »Wir müssen noch einmal neu darüber nachdenken, wie wir mit diesem Thema Impfpflicht umgehen.«

Handball: Hannover-Spiel gegen Hamburg wegen Coronafällen abgesagt

16.51 Uhr: Das für Donnerstag angesetzte Ligaspiel zwischen der TSV Hannover-Burgdorf und dem HSV Hamburg findet nicht statt. Dies teilte der HSV am Montag mit. Wegen mehrerer Coronafälle in der Mannschaft machte Hannover von einer Sonderregelung für den ersten Spieltag nach der Europameisterschaft (mindestens sechs positiv getestete Spieler) Gebrauch, die Partie wird verschoben.

Einen entsprechenden Antrag reichte Hannover bei der Liga ein, der HSV wurde darüber laut eigener Klubmitteilung am Montagmittag in Kenntnis gesetzt. Normalerweise gilt, dass gespielt werden muss, wenn mindestens die Hälfte der Mannschaft einsatzbereit ist. Ab kommender Woche greift diese Regelung wieder.

NRW richtet an Karneval Sicherheitszonen ein

16.36 Uhr: Die NRW-Landesregierung plant für die Karnevalstage »räumlich abgegrenzte Brauchtumsgebiete innerhalb der Städte«. In diesen Zonen, in denen größere Menschenansammlungen zu erwarten seien, würden höhere Schutzmaßnahmen gelten als außerhalb der Gebiete, teilte am Montag das Gesundheitsministerium in Düsseldorf mit.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hatte sich zuvor mit den Oberbürgermeisterinnen und dem Oberbürgermeister der Karnevalshochburgen Köln, Düsseldorf, Bonn und Aachen über die anstehenden Karnevalstage ausgetauscht. Es sei ihr Ziel, das Schutzniveau in den Bereichen, in denen der Karneval stattfinden werde, zu erhöhen, teilte das Ministerium mit.

Karneval auf dem Heumarkt in Köln (Archivbild)

Karneval auf dem Heumarkt in Köln (Archivbild)

Foto: Rolf Vennenbernd / dpa

In den vergangenen Wochen hatte es immer wieder Debatten gegeben, weil es bisher keine verbindlichen Regelungen für den Straßenkarneval gibt. Viele Vereine haben ihre Umzüge abgesagt – verboten wären sie aber nicht. Unter anderem hatte der Kölner Karnevalspräsident Christoph Kuckelkorn »ein klares Statement von der Politik, wohin es geht« gefordert. Ihm ging es dabei auch um den Karneval drinnen: Während die Vereine ihre Sitzungen freiwillig weitgehend abgesagt hatten, gibt es nun Veranstaltungen kommerzieller Anbieter. Diese sind zum Teil sehr gut besucht.

Grüne lehnen Aussetzung der Impfpflicht ab

15.18 Uhr: Die Grünen lehnen eine Aussetzung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht ab. »Wir werden uns dafür einsetzen, dass die einrichtungsbezogene Impfpflicht pünktlich umgesetzt wird«, sagt die designierte Co-Parteichefin Ricarda Lang. Ziel der Impfpflicht sei ein Schutz besonders gefährdeter Gruppen, etwa von Älteren in Pflegeeinrichtungen. Dies gelte nach wie vor.

Ein Pfleger hält der Bewohnerin eines Pflegeheims in Nordrhein-Westfalen die Hand (Archivbild)

Ein Pfleger hält der Bewohnerin eines Pflegeheims in Nordrhein-Westfalen die Hand (Archivbild)

Foto: Oliver Berg/ DPA

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte zuvor »ein Aussetzen des Vollzugs« der ab Mitte März geltenden Impfpflicht in bestimmten Einrichtungen angekündigt.

Politischer Aschermittwoch soll in Bayern mit 200 Gästen stattfinden

13.52 Uhr: Trotz derzeit stark steigender Corona-Infektionszahlen sollen beim politischen Aschermittwoch der CSU bis zu 200 Zuschauer zugelassen werden. Anders als im vergangenen Jahr werde der Aschermittwoch 2022 »keine One-Man-Show«, bei der der Parteivorsitzende allein in Kameras schaue, sagte CSU-Chef Markus Söder am Montag nach einer Videoschalte des Parteivorstands in München. Es sei ein abgespecktes Format mit 150 bis 200 Gästen unter einem strengen Hygienekonzept möglich, auch um zu zeigen, wie Bayern nach Corona die Zeit gestalten wolle.

Generalsekretär Markus Blume betonte, Ziel sei, nach der Pandemie neuen Schwung in die Partei und ins Land zu bringen. »Der Aschermittwoch wird unser Kick-off sein für ein neues Bayerngefühl.«

Markus Söders Faschingskostüme gelten als legendär – nun soll auch der politische Aschermittwoch in Bayern wieder mit Leben gefüllt werden

Markus Söders Faschingskostüme gelten als legendär – nun soll auch der politische Aschermittwoch in Bayern wieder mit Leben gefüllt werden

Foto: Ebener/ dpa

Coronaimpfungen in Apotheken gestartet

13.51 Uhr: In Nordrhein-Westfalen haben die Coronaimpfungen in Apotheken begonnen. In Düsseldorf impfte am Montag ein Apotheker mehrere Menschen. Der Start erfolgte damit in NRW schon einen Tag vor dem bundesweit dafür angekündigten Stichtag, dem 8. Februar. Die Hausärzteverbände in Nordrhein-Westfalen hatten das zusätzliche Impfangebot durch Apotheker kritisiert, weil es aktuell auch freie Termine in den Praxen und Impfzentren gibt.

Der bundesweite Stichtag für Coronaimpfungen in Apotheken ist der 8. Februar

Der bundesweite Stichtag für Coronaimpfungen in Apotheken ist der 8. Februar

Foto: Julian Stratenschulte/ DPA

Auf Bundesebene war im Dezember der Weg dafür geebnet worden, dass neben Ärzten befristet auch Apotheker, Zahnärzte sowie Tierärzte gegen Corona impfen dürfen. Voraussetzungen sind eine Schulung und geeignete Räumlichkeiten oder die Einbindung in mobile Impfteams. Der Vorsitzende des Apothekerverbandes Nordrhein, Thomas Preis, berichtete zum Impfstart von einer überraschend regen Nachfrage von Impfwilligen.

Bundesregierung stärkt RKI-Chef Wieler

13.43 Uhr: Die Bundesregierung hat dem von FDP-Spitzenpolitikern kritisierten Präsidenten des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, ihr Vertrauen ausgesprochen. »Ich kann mich kurzfassen in dieser Sache: Der Präsident des RKI, Herr Professor Wieler, genießt nach wie vor das volle Vertrauen der Bundesregierung«, sagte Vizeregierungssprecherin Christiane Hoffmann am Montag in Berlin. Am Wochenende hatten sich bereits Politiker der Koalitionsparteien SPD und Grüne hinter Wieler gestellt.

Hintergrund der Diskussion ist die scharfe Kritik des designierten FDP-Generalsekretärs Bijan Djir-Sarai . Mit Verweis auf die überraschend verkündete Verkürzung des Corona-Genesenenstatus von sechs auf drei Monate hatte er gesagt, Wieler könne sich »des Vertrauens der FDP« aufgrund dieser »neuerlichen Verfehlung, die ja leider keinen Einzelfall darstellt«, nicht mehr sicher sein.

Bayern will Impfpflicht für Pflegekräfte vorerst aussetzen

13.39 Uhr: Bayern will die ab Mitte März vorgesehene einrichtungsbezogene Impfpflicht für Pflegekräfte vorerst nicht umsetzen. Er sei dafür, hier »großzügigst« vorzugehen, »was de facto auf ein Aussetzen des Vollzugs hinausläuft«, sagte CSU-Chef und Ministerpräsident Markus Söder am Montag im Anschluss an eine Sitzung des CSU-Vorstands in München. Für wie viele Monate dies gelten werde, sei noch offen.

Lesen Sie hier die komplette Meldung.

Mehr als 45 Millionen Menschen in Deutschland sind geboostert

12.16 Uhr: Die Coronaimpfungen in Deutschland schreiten langsam voran. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wurden am Sonntag 45.000 Impfdosen verabreicht. Damit haben nun 61,9 Millionen Menschen oder 74,4 Prozent der Bevölkerung einen Grundschutz, für den meist zwei Spritzen nötig sind. Mindestens 45,2 Millionen Personen (54,3 Prozent) hätten jetzt zusätzlich eine Auffrischungsimpfung.

Eine große Gruppe von 20 Millionen Menschen bleibt aber weiterhin ungeimpft. Das entspricht 24 Prozent der Bevölkerung. Für vier Millionen von ihnen (4,8 Prozent) ist allerdings bisher kein Impfstoff zugelassen, weil sie 4 Jahre oder jünger sind. Mindestens eine Impfdosis haben 63,2 Millionen Menschen oder 76,0 Prozent der Bevölkerung bekommen. Im Schnitt der vergangenen sieben Tage wurden rechnerisch jede Sekunde fast drei Personen geimpft.

Bei den Auffrischungsimpfungen gibt es große Unterschiede zwischen den Bundesländern. An der Spitze liegt hier Schleswig-Holstein, wo bereits 62,4 Prozent der Menschen einen Booster erhielten. Das Schlusslicht bildet Sachsen mit 43,9 Prozent.

Das RKI weist seit längerem darauf hin, dass die ausgewiesenen Zahlen als Mindestimpfquoten zu verstehen sind. Eine hundertprozentige Erfassung durch das Meldesystem könne nicht erreicht werden. Das RKI geht davon aus, dass die tatsächliche Impfquote bis zu fünf Prozentpunkte höher liegt als auf dem Dashboard angegeben.

Bayern will Corona-Sperrstunde in Gastronomie aufheben

12.04 Uhr: Bayern will nach Angaben von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine ganze Reihe von Corona-Beschränkungen lockern. So sollen Gaststätten künftig wieder ohne Zeitbegrenzung öffnen dürfen, die Sperrstunde – aktuell noch 22.00 Uhr – soll aufgehoben werden. Das kündigte der Parteichef am Montag in einer Videoschalte des CSU-Vorstands an, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr.

Bei Sport- und Kulturveranstaltungen im Freistaat sollen den Angaben zufolge in Kürze noch mehr Zuschauer zugelassen werden. Bei Sportveranstaltungen soll demnach wieder eine Zuschauerauslastung von bis zu 50 Prozent erlaubt werden – in Stadien und bei großen Sportveranstaltungen liegt die Grenze aktuell bei 25 Prozent. Zudem soll laut Söder dann eine maximale Obergrenze von 15.000 Zuschauern gelten. Aktuell sind es 10.000.

Weißbier und Brezeln am Ammersee

Weißbier und Brezeln am Ammersee

Foto: Johannes Simon/ Getty Images

Bei Kulturveranstaltungen soll wieder eine Auslastung von bis zu 75 Prozent erlaubt werden, derzeit sind es höchstens 50 Prozent. In beiden Bereichen soll es aber bei der 2G plus-Regel und FFP2-Maskenpflicht bleiben.

Körpernahe Dienstleistungen wie Friseure oder Nagelstudios sollen künftig auch wieder für Besucher mit einem negativen Coronatest möglich sein. Es solle hier wieder die 3G-Regel gelten, kündigte Söder nach dpa-Informationen an. Damit dürften auch Ungeimpfte oder Personen, die keinen Genesenen-Nachweis haben, wieder die Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Aktuell gilt hier noch die 2G-Regel.

Keine Hochzeit wegen Corona: Fotograf muss Anzahlung erstatten

11.36 Uhr: Muss eine Hochzeitsfeier wegen der Coronapandemie abgesagt werden, kann ein Brautpaar den für den Fotografen bereits gezahlten Vorschuss zurückverlangen. Das gilt auch, wenn dies in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen anders steht.

Stürmisches Hochzeits-Fotoshooting in Frankfurt am Main (Archivbild)

Stürmisches Hochzeits-Fotoshooting in Frankfurt am Main (Archivbild)

Foto: Frank Rumpenhorst/ dpa

Bei einem solchen Auftrag handelt es sich um ein sogenanntes Fixgeschäft, von dem man in diesem Fall zurücktreten kann, befand das Amtsgericht München (Az.: 154 C 14319/21), wie das Rechtsportal des Deutschen Anwaltvereines (DAV) mitteilt. Die Richter verurteilten einen Hochzeitsfotografen aufgrund der Absage der Hochzeitsfeier, 1000 Euro der geleisteten Anzahlung wieder zurückzuzahlen.

Hamburgs Gesundheitssenatorin stellt »sehr freien Sommer« in Aussicht

11.02 Uhr: Hamburgs Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard geht mit Blick auf die Corona-Lage von einem weitgehend unbeschwerten Sommer aus. »Ich bin ganz sicher, dass wir einen sehr, sehr freien Sommer erleben werden«, sagte die SPD-Politikerin der »Bild«-Zeitung. »Der Herbst wird bestimmt noch mal anstrengender - ich glaube aber, er wird weniger schwierig als der jetzige.«

Über Lockerungen der Coronamaßnahmen könne erst entschieden werden, wenn klar sei, dass die Omikron-Welle überstanden ist, unterstrich Leonhard. »Mitte Februar werden wir klarer sehen: Wenn die Krankenhaus-Zahlen dann nicht gestiegen sind, sind die Omikron-Auswirkungen einschätzbar.«

Umfrage: Firmen in Deutschland bauen hybride Arbeitsmodelle aus

10.53 Uhr: Viele Unternehmen in Deutschland planen auch nach der Pandemie hybride Arbeitsmodelle und wollen Beschäftigten damit eine Mischung aus Homeoffice und Präsenz ermöglichen. Der Anteil der Menschen, die künftig mehrmals pro Woche von zu Hause arbeiten dürften, falle deutlich größer aus als vor der Coronapandemie, hieß es in einer Studie des Mannheimer Wirtschaftsforschungsinstituts ZEW. Die Firmen planten insbesondere mit Modellen mit ein bis drei Tagen Homeoffice pro Woche. An der am Montag veröffentlichten repräsentativen Umfrage nahmen 1200 Firmen aus der Informationswirtschaft und dem Verarbeitenden Gewerbe teil.

Im trauten Heim: Homeoffice könnte auch nach der Pandemie eine größere Rolle in der Arbeitswelt spielen

Im trauten Heim: Homeoffice könnte auch nach der Pandemie eine größere Rolle in der Arbeitswelt spielen

Foto: Sebastian Gollnow / DPA

In der Informationswirtschaft plane fast jedes zweites Unternehmen nach der Pandemie Modelle, bei denen ein Teil der Beschäftigten ein bis zwei Tage im Homeoffice arbeiten kann. »Modelle, die drei Tage Homeoffice pro Woche vorsehen, sind derweil von 37 Prozent der Unternehmen geplant - mehr als dreimal so viele wie noch vor der Pandemie«, sagte ZEW-Wissenschaftler Daniel Erdsiek.

Auch in der Industrie, wo viele Arbeiten nicht im Homeoffice machbar sind, habe die Pandemie einen klaren Homeoffice-Schub gebracht, hieß es. Für die Zeit danach plane jedes dritte Unternehmen, einem Teil der Belegschaft ein Tag Homeoffice pro Woche zu ermöglichen.

Generell sei das Homeoffice vor allem bei großen Unternehmen auf dem Vormarsch, so die Studie. Vor der Pandemie haben demnach im Schnitt acht Prozent der Belegschaft großer Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe hybride Arbeitsmodelle genutzt. Nach der Pandemie werde der Anteil wohl auf 32 Prozent wachsen. In großen Firmen der Informationswirtschaft dürften im Schnitt 70 Prozent der Belegschaft Hybrid-Modelle nutzen, während es zuvor 24 Prozent gewesen seien.

Portugal erleichtert Einreise für Corona-Geimpfte

10.49 Uhr: Gute Nachricht für Portugal-Besucher: Wer mindestens eine vollständige Grundimmunisierung gegen das Coronavirus hat, muss seit Montag bei der Einreise in das beliebte Urlaubsland keinen zusätzlichen negativen Test vorweisen. Bei Geimpften reicht nun die Vorlage eines in der Europäischen Union anerkannten Nachweises über die vollständige Impfung. Diese Einreiseerleichterung wurde von der Regierung von Ministerpräsident António Costa vorige Woche beschlossen.

Touristen an der Ribeira des Naus in Lissabon

Touristen an der Ribeira des Naus in Lissabon

Foto: PATRICIA DE MELO MOREIRA/ AFP

Die Einreise ohne Test ist auch dann möglich, wenn ein Zertifikat über eine nicht länger als sechs Monate zurückliegende Genesung von Covid-19 vorgelegt wird. Die nun abgeschaffte Auflage eines zusätzlichen Tests für alle Einreisenden ab zwölf Jahren galt seit dem 1. Dezember, als die Regierung in Lissabon wegen rapide steigender Zahlen wieder den nationalen Notstand ausrief. Der Coronanotstand ist noch mindestens bis zum 22. März in Kraft. In Hotels, Restaurants und anderen Einrichtungen gilt 3G.

Portugal ist trotz einer sehr hohen Impfquote von der Pandemie weiterhin stark betroffen und wird von Deutschland als Hochrisikogebiet eingestuft. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen betrug zuletzt gut 2800. Zum Vergleich: In Deutschland lag dieser Wert am Montag bei 1426, im Nachbarland Spanien bei 824. Die Lage in den Krankenhäusern Portugals ist nach Angaben der Behörden aber relativ entspannt.

IfW-Institut: Welthandel übertrifft trotz Omikron Vorkrisen-Niveau

10.17 Uhr: Trotz anhaltender Staus in der Containerschifffahrt legt der Welthandel dem IfW-Institut zufolge zum Jahresstart 2022 zu. Ungeachtet der verschärften Coronalage und globaler Lieferengpässe habe der Welthandel im Januar zum Vormonat an Schwung gewonnen und übertreffe mittlerweile sogar das Vorkrisenniveau, teilten die Kieler Ökonomen mit. »Die Omikron-Welle ist mit Blick auf den Warenhandel bislang in erster Linie eine Gefahr für China.« Gegenwärtig steckten rund elf Prozent aller weltweit verschifften Waren in Staus fest. Zudem seien im Roten Meer – der wichtigsten Handelsroute zwischen Europa und Asien – rund elf Prozent weniger Waren unterwegs als sonst.

Blick auf den Suezkanal in Ismailia

Blick auf den Suezkanal in Ismailia

Foto: KHALED ELFIQI / EPA

»Die harte Null-Covid-Politik Pekings ist für die dortige Wirtschaft ein Risiko«, erklärte Fachmann Vincent Stamer, der beim IfW für das Barometer Kiel Trade Indicator zuständig ist. Es sei zu befürchten, dass Verzögerungen in Chinas Containerumschlag auch Europas Handel in Mitleidenschaft ziehen würden. »Das chinesische Neujahrfest und die Ausrichtung der Olympischen Spiele sind eine Bewährungsprobe für China, dass sich die pandemische Situation und damit auch der wirtschaftliche Ausblick nicht verschlechtert.«

Der Handel im Westen bleibe bis jetzt von der Omikronwelle verschont. Vor allem die Exporte der USA legten demnach im Januar deutlich zu, die Importe dürften aber leicht gesunken sein. Für die EU zeichnet sich laut dem Institut für Weltwirtschaft (IfW) eine Seitwärtsbewegung ab mit leichtem Plus bei den Ausfuhren und einem Mini-Minus bei den Einfuhren. Für Deutschland seien die Aussichten sowohl für Exporte (+1,2 Prozent) als auch Importe (+0,8 Prozent) positiv. »Trotz Omikron-Welle brummt der Welthandel so kräftig wie nie zu vor«, betonte Stamer. »Die anhaltenden Lieferengpässe sind daher Ausdruck einer extrem schnell gestiegenen Nachfrage, der das Angebot nicht hinterherkommt.«

Chef der Krankenhausgesellschaft fordert »glasklare« Öffnungs-Strategie

10.06 Uhr: Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Gerald Gaß, hat klare und verlässliche Öffnungsperspektiven in der Coronapandemie gefordert. »Es braucht eine glasklare Strategie, die den Bürgern, der Wirtschaft, Kultur und Bildung auch eine Perspektive für die kommenden Monate aufzeigt«, sagte Gaß der Düsseldorfer »Rheinischen Post«.

Er halte es für notwendig, diese klaren Öffnungsperspektiven bereits jetzt zu entwickeln, sagte Gaß weiter. »Das heißt aber nicht, dass sofort Öffnungen erfolgen sollten.« Es sollten auch keine festen Termine für Lockerungen genannt werden, die am Ende wieder kassiert werden müssten und bei allen Beteiligten zu Enttäuschungen führen.

Denn ob der Omikron-Subtyp BA.2 oder vielleicht sogar eine neue Variante die Lage erneut verändere, lasse sich derzeit seriös nicht beantworten. »Lockerungen kann es erst geben, wenn der Scheitelpunkt der Omikron-Welle überschritten ist und deutlich wird, dass den Krankenhäusern keine Überlastung mehr droht,« sagte Gaß.

Griechenland schafft Testpflicht für geimpfte Reisende ab

09.52 Uhr: Reisen nach Griechenland sind leichter geworden. Athen verlangt bei der Einreise seit Montagmorgen von Geimpften keinen negativen PCR- oder Schnelltest mehr. Es reiche wieder eine im jeweiligen Land ausgegebene gültige EU-Impfbescheinigung, teilten die Behörden mit. Griechenland hatte die zusätzliche Testpflicht für geimpfte Einreisende im vergangenen Dezember eingeführt, um die Ausbreitung der Corona-Infektionen einzudämmen. Dieser Alleingang Athens wurde damals von anderen EU-Staaten kritisiert.

Ungeimpfte benötigen allerdings bei der Einreise weiterhin einen negativen PCR-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf, oder einen maximal 24 Stunden alten negativen Antigen-Schnelltest. Dies gilt auch für die Reisenden, deren Impfbescheinigung im eigenen Land nicht mehr gilt, weil sie die Booster-Impfung nicht gemacht haben.

NRW-Ministerpräsident Wüst gegen übereilte Öffnungsschritte bei Corona

09.44 Uhr: Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat sich gegen übereilte Öffnungsschritte bei den Coronamaßnahmen ausgesprochen. »Wir sollten uns vorbereiten, die Grundrechtseingriffe Stück für Stück zurückzunehmen, wenn der Scheitelpunkt, wenn der Höhepunkt dieser Welle erreicht ist, und wir sehen, dass das Gesundheitssystem sowohl in den Krankenhäusern stabil ist«, sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend im ZDF. Das sei aber derzeit noch nicht der Fall. Die Inzidenzahlen stiegen noch an. »Der Höhepunkt ist offensichtlich noch nicht erreicht.«

Hendrik Wüst (CDU)

Hendrik Wüst (CDU)

Foto: Malte Krudewig / picture alliance / dpa

Die Experten gingen aktuell davon aus, dass der Höhepunkt dieser Pandemiewelle Mitte oder Ende Februar erreicht sein werde, sagte Wüst: »Wir sollten uns darauf vorbereiten. Wir sollten definieren, welche Schritte wir gehen, wenn wir sehen, dass in diesem Moment das Gesundheitssystem stabil ist und die Krankenhäuser nicht überlastet sind.« Das zu tun, werde Aufgabe der nächsten Wochen sein. Er sei deshalb dafür, an der geltenden Verabredung festzuhalten, erst Mitte Februar bei den nächsten Bund-Länder-Beratungen die nächsten Schritte zu verabreden. Ausdrücklich sprach sich Wüst erneut für die Einführung einer Impfpflicht in Deutschland aus.

Israel streicht Pflicht zum »Grünen Pass« weitgehend

09.16 Uhr: Trotz Rekordzahlen bei den Schwerkranken in der Omikron-Welle entfällt in Israel weitgehend die Pflicht für den sogenannten »Grünen Pass«. Seit Montag müssen die Menschen den Nachweis für Geimpfte und Genesene nur noch bei großen Veranstaltungen wie Feiern und Hochzeiten vorzeigen. Der Besuch von Restaurants, Kinos und Hotels ist nun auch ohne »Grünen Pass« und ohne negativen Coronatest möglich. Auch bei der Ausreise aus Israel müssen Ungeimpfte keinen negativen Coronatest mehr vorlegen.

Die Zahl der schwerkranken Coronapatienten in dem 9,4 Millionen-Einwohner-Land hat am Wochenende erstmals seit Beginn der Pandemie den Wert 1200 überschritten. Am Sonntagabend meldete das Gesundheitsministerium 1255 betroffene Menschen. Israel hat allerdings nach derzeitigem Stand vor rund zwei Wochen den Höhepunkt der Omikron-Welle überschritten. Nach mehr als 85.000 Neuinfektionen an einem Tag wurden am Sonntag noch 33.394 neue Fälle gemeldet.

Immunologische Gesellschaft fordert Impfempfehlung auch für Schulkinder

09.03 Uhr: Der Generalsekretär der Deutschen Immunologischen Gesellschaft, Carsten Watzl, hat die Ständige Impfkommission (Stiko) dringend zu einer allgemeinen Impfempfehlung für Schulkinder aufgefordert. »Mit diesen hohen Inzidenzen wird fast jedes Kind irgendwann mit dem Virus konfrontiert«, sagte Watzl der »Augsburger Allgemeinen«. Der Nutzen der Impfung sei aber auch bei Kindern deutlich höher als die Risiken.

»Ich kann deshalb nur plädieren und den Eltern dazu raten, ihre Kinder impfen zu lassen«, sagte der Dortmunder Immunologe. Nebenwirkungen bei den Kinderimpfstoffen seien so selten und so mild, dass die Impfung für Kinder und Jugendliche auch ohne Vorerkrankungen uneingeschränkt empfohlen werden könne. »Ich wundere mich, warum die Ständige Impfkommission dies noch nicht getan hat.«

»Die Nebenwirkungen bei Kindern sind deutlich geringer als bei Erwachsenen, auch weil sie eine geringere Dosis bekommen«, sagte Watzl. Dies gelte selbst für grippeähnliche Impfreaktionen, sagte der Immunologe mit Blick auf Studiendaten aus den USA.

Pandemie trübt Konsumlaune weiter

08.55 Uhr: Das aktuelle Infektionsgeschehen und anhaltende Corona-Einschränkungsmaßnahmen verpassen der Verbraucherstimmung in Deutschland einen weiteren Dämpfer. Der Handelsverband HDE teilt mit, dass sein Konsumbarometer im Februar bereits den dritten Monat in Folge sinkt. Zurückhaltend zeigen sich demnach Verbraucherinnen und Verbraucher vor allem bei geplanten Anschaffungen und ihren Konjunkturerwartungen. Anfang 2022 sei daher mit eher verhaltenem privaten Konsum zu rechnen.

»Eine Trendumkehr ist erst mit Auslaufen der aktuellen Corona-Welle und nachlassendem Infektionsgeschehen zu erwarten«, hieß es vonseiten des HDE. Die meisten Ökonomen gehen davon aus, dass die Konsumenten mit ihren Ausgaben die Wirtschaft 2022 dann noch entscheidend mit anschieben werden.

Söder wirft Bundesregierung »wirre Debattenlage« vor

08.38 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat der Bundesregierung eine »wirre Debattenlage« beim weiteren Vorgehen in der Coronapandemie vorgeworfen. »Die Bundesregierung ist uneins«, sagte Söder am Montag im ZDF-Morgenmagazin. Dies zeige sich etwa bei der einseitigen Verkürzung des Genesenenstatus oder im Umgang mit dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler.

Söder warb vor der am 16. Februar stattfindenden nächsten Ministerpräsidentenkonferenz dafür, die derzeit geltenden Beschränkungen zu lockern. Einschränkungen der Bevölkerung seien dann richtig, wenn das Gesundheitssystem extrem belastet sei – das sei derzeit bei der Omikron-Variante aber nicht der Fall. In solch einer Situation müsse in der Balance von Freiheit und Sicherheit die Freiheit einen stärkeren Platz finden.

Gleichzeitig warb Söder dafür, trotzdem eine Impfpflicht zu beschließen. Die Impfpflicht sei auch die Antwort auf Herausforderungen durch mögliche zukünftige Mutationen des Coronavirus. Eine Impfpflicht schaffe im Vergleich zu hunderten Verordnungen außerdem ein deutliches Mehr an Klarheit.

Russische Eishockeyspielerinnen mit Corona-Schutzmaske

Russische Eishockeyspielerinnen mit Corona-Schutzmaske

Foto: Petr David Josek / dpa

Nach einstündiger Verspätung: Frauen-Eishockeyspiel mit Schutzmasken

06.55 Uhr: Eishockey-Schutzmasken einmal anders: Um das Vorrundenspiel Kanada gegen Russland beim olympischen Frauenturnier doch noch beginnen zu können, liefen die Spielerinnen beider Teams am Montag mit Corona-Schutzmasken unter ihren Vollvisieren auf. Zuvor hatte es eine Stunde lang Verwirrung gegeben, da Gold-Favorit Kanada zum geplanten Spielbeginn um 12.10 Uhr Ortszeit in Peking nicht auf dem Eis erschienen war.

Die russischen Spielerinnen fuhren ratlos umher, ehe Kanadas Trainer Roy Ryan an der Bande erschien und mit den Offiziellen sprach. Die Partie galt fortan offiziell als verspätet, nach etlichen Runden auf dem Eis kehrten auch die Russinnen nach rund 40 Minuten wieder zurück in die Kabine.

Offiziell »aus Sicherheitsgründen« wurde das Spiel für 13.15 Uhr Ortszeit erneut angesetzt. Tatsächlich betraten die Spielerinnen schließlich die Eisfläche mit Masken.

Australien öffnet Grenzen ab 21. Februar

05.41 Uhr: Australien wird nach fast zwei Jahren laut Angaben von Ministerpräsident Scott Morrison seine Grenzen für alle ab dem 21. Februar wieder öffnen. »Wenn Sie doppelt geimpft sind, freuen wir uns darauf, Sie wieder in Australien begrüßen zu dürfen«, sagt Morrison bei einer Pressekonferenz.

Medizinisches Personal beobachtet das Skispringen bei den Winterspielen im »Snow Ruyi«

Medizinisches Personal beobachtet das Skispringen bei den Winterspielen im »Snow Ruyi«

Foto: Matthias Schrader / dpa

Peking meldet 24 weitere Coronafälle bei Winterspielen

05.22 Uhr: Bei den Olympischen Winterspielen in Peking sind 24 weitere Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie die Organisatoren am Montag mitteilten, befanden sich unter den Infizierten auch zwölf Athleten oder Teammitglieder. Die Fälle wurden unter mehr als 74.000 Coronatests identifiziert, die am Vortag durchgeführt wurden. Zehn der neuen Fälle wurden unter 142 Olympia-Beteiligten entdeckt, die erst am Sonntag am Pekinger Flughafen angekommen waren. Die Gesamtzahl der Coronafälle bei den Winterspielen ist damit seit dem 23. Januar auf insgesamt 385 gestiegen.

Für die Olympischen Winterspiele in Peking gilt ein strenges Corona-Sicherheitskonzept. Alle Beteiligten – von Athleten bis hin zu Journalisten – sind vollständig vom Rest der chinesischen Bevölkerung getrennt.

Gesundheitspolitikerin Weishaupt will einzelne Maßnahmen verlängern

05.04 Uhr: Die Grünen-Obfrau im Gesundheitsausschuss, Saskia Weishaupt, spricht sich für eine Verlängerung einzelner Corona-Schutz-Maßnahmen durch den Bundestag über den März hinaus aus. »Wir haben die Verantwortung, die Gesundheit und das Leben aller Menschen zu schützen, dazu gehört auch, nicht einfach voreilige Öffnungen und Lockerungen anzukündigen«, sagt die Grünen-Politikerin der Zeitung »Augsburger Allgemeinen«.

An der Frage, wie es nach dem 19. März mit den infektionsschutzrechtlichen Schutzmaßnahmen weitergehen soll, werde gerade mit Hochdruck gearbeitet. »Ich persönlich sehe gerade bei einzelnen Maßnahmen die Notwendigkeit, diese zu verlängern«.

Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz auf 1426,0 gestiegen

04.58 Uhr: Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat einen weiteren Höchstwert erreicht. Sie lag nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI)  am Montagmorgen bundesweit bei 1426,0. Am Sonntag hatte sie bei 1400,8 gelegen, am Montag vergangener Woche noch bei 1176,8. Die Inzidenz zeigt die Zahl der neuen Ansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen.

Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilte, lag die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden am Montagmorgen bei 95.267 – nach 133.173 am Sonntag und 78.318 am Montag vergangener Woche. Wie das RKI weiter mitteilte, wurden am Montag zudem 49 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet.

Seit Pandemie-Beginn verzeichneten die Gesundheitsämter nach Angaben des RKI insgesamt 11.117.857 Infektionsfälle. Die Gesamtzahl der registrierten Coronatoten in Deutschland liegt nun bei 118.766. Die Zahl der von einer Corona-Erkrankung genesenen Menschen in Deutschland beziffert das RKI auf rund 8.142.100.

Immunloge fordert Gleichstellung von Omikron-Infektion mit Booster-Impfung

04.12 Uhr: Der Immunologe Carsten Watzl fordert die Bundesregierung auf, nachgewiesene Omikron-Infektionen rechtlich mit einer Booster-Impfung gleichzustellen. »Eine klar dokumentierte Infektion sollte für jeden Betroffenen mit einer einzelnen Impfdosis gleichgestellt werden«, sagt der Generalsekretär der Deutschen Immunologischen Gesellschaft der Zeitung »Augsburger Allgemeinen«.

Immunologe Carsten Watzl

Immunologe Carsten Watzl

Foto: - / dpa

Dass Geimpfte nach einer Infektion nicht als geboostert gelten, sei wissenschaftlich nicht haltbar. »Es gibt sehr gute Daten, dass auch hier Genesene gleichgestellt werden sollten.« Allerdings reiche eine Infektion nicht für einen vollen Impfschutz. »Wer noch nie geimpft wurde, erhält mit einer durchgemachten Omikron-Infektion den Schutz einer Einfachimpfung. Wichtig sind drei Dosen, egal ob durch Infektion oder Impfung.«

NRW-Hausärzte mahnen Quarantänemüdigkeit bei Kontaktpersonen an

03.10 Uhr: In der Bevölkerung macht sich laut dem Hausärzteverband Nordrhein Corona-Müdigkeit breit. »Insgesamt ist wohl in der Bevölkerung eine Testmüdigkeit aufgekommen. Viele, die als Kontaktperson in Quarantäne sein sollten, sind es nicht«, sagt Oliver Funken, Chef des Hausärzteverbands Nordrhein, der Zeitung »Rheinische Post«. Bislang sind nur geboosterte Kontaktpersonen von der Quarantäne-Pflicht befreit.

Auch die jüngste Stiko-Entscheidung für eine vierte Impfung hätten die Patienten gleichmütig aufgenommen. »Die Patienten überrascht fast nichts mehr. Die Frage nach dem zweiten Booster haben viele bei der Auffrischimpfung schon gestellt. Einen erneuten Run auf die Praxen erwarten wir nicht.«

Lauterbach hält Lockerungen »deutlich vor Ostern« für möglich

02.38 Uhr: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hält Lockerungen der Coronamaßnahmen erst in einigen Wochen für möglich. Lauterbach sagte am Sonntag bei Bild TV: »Ich glaube, dass wir deutlich vor Ostern lockern werden.« Davon sei er »fest überzeugt«. Voraussetzung sei allerdings, dass Mitte Februar wie erwartet die Omikron-Welle ihren Höhepunkt erreicht. »Man darf das Fell des Bären nicht verteilen, bevor er erschossen ist«, so Lauterbach.

Der Gesundheitsminister konnte sich vorstellen, dass auf der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz über Lockerungen diskutiert wird. Ob es tatsächlich zu Lockerungen kommt, »hängt davon ab, wie wir dann stehen.«

Zum jetzigen Zeitpunkt ist Lauterbach strikt gegen Lockerungen: Er halte es »für verrückt«, wenn bei Höchstzahlen von Infizierten und einer funktionierenden Strategie die Maßnahmen gelockert würden. Der Minister fragte: »Was wäre in Deutschland, wenn wir vorgehen würden wie in England?« Seine Antwort: »Dann hätten wir pro Tag über den Daumen gepeilt vielleicht 300 Tote. Wir haben aber deutlich weniger, nämlich 60 bis 80.« Mit den Maßnahmen »retten wir jeden Tag Leben«, so Lauterbach.

Lauterbach warb erneut für die allgemeine Impfpflicht: »Wenn wir im Herbst tatsächlich eine Impfpflicht bekämen, dann glaube ich, ist der Spuk weitestgehend vorbei, weil wir damit die Impflücken geschlossen bekommen.« Der Minister machte deutlich, dass dies nur für eine Impfpflicht für alle Erwachsenen ab 18 Jahren gelte: »Wenn wir eine Impfpflicht machen ab 50 oder für jeden Zweiten, dann haben wir nachher eine Riesendebatte um eine Impfpflicht gehabt, aber das Problem ist noch immer nicht gelöst.« In der Gruppe der 18- bis 50-Jährigen seien viele, die auch schwer erkranken könnten und die geschützt werden müssten.

Lauterbach zeigte sich zuversichtlich, eine Impfpflicht auch gegen den angedrohten Widerstand der Union um den CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz durch den Bundestag bringen zu können: »Ich glaube, auch dann – bei allem Respekt vor Friedrich Merz und der Größe der CDU, die ja auch schon mal anders im Bundestag gesessen hat – bekommen wir trotzdem die Mehrheit.«

Merz hatte am Wochenende angekündigt, keinen der bislang im Bundestag vorgelegten Vorschläge unterstützen zu wollen. Diese reichen von einer Impfpflicht für alle ab 18 Jahren bis zur völligen Ablehnung einer Impfpflicht. Eine Entscheidung könnte im März fallen.

Präsidentin von Honduras hat Corona

01.15 Uhr: Zehn Tage nach ihrer Vereidigung in einem vollen Fußballstadion ist bei der neuen Präsidentin von Honduras, Xiomara Castro, eine Coronavirus-Infektion festgestellt worden. Ein PCR-Test sei am Sonntag positiv ausgefallen, teilte die Linkspolitikerin auf Twitter mit. »Den Untersuchungen zufolge ist es leicht«, fügte sie hinzu – gemeint waren vermutlich leichte Symptome einer Erkrankung an Covid-19.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Am 27. Januar hatte Castro als erste Frau das Amt der Staats- und Regierungschefin des mittelamerikanischen Landes angetreten. Den Amtseid legte die 62-Jährige im Nationalstadion von Tegucigalpa vor einem Publikum von Tausenden Menschen und in Anwesenheit ausländischer Gäste ab – darunter die US-Vizepräsidentin. Es gab dort viele Umarmungen und Händedrücke zu sehen.

sol/atb/cop/oka/dpa/Reuters/AFP
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.