Corona-News am Montag Spanien plant Register für Impf-Verweigerer

Wer sich nicht gegen das Coronavirus impfen lässt, soll laut spanischem Gesundheitsminister behördlich registriert werden. Und: Russland korrigiert die Opferbilanz drastisch nach oben. Der Überblick am 28. Dezember.
Eine Injektion mit dem Corona-Wirkstoff wird in einem spanischen Pflegeheim verabreicht

Eine Injektion mit dem Corona-Wirkstoff wird in einem spanischen Pflegeheim verabreicht

Foto: ALBERT GEA / REUTERS

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+++ Spanien will Register mit Impf-Verweigerern einführen +++

18.34 Uhr: Spanische Behörden planen ein Register mit den Namen von Menschen, die das Angebot einer Impfung gegen das neuartige Coronavirus abgelehnt haben. Das Register sei nicht-öffentlich zugänglich, aber werde an andere europäische Länder weitergegeben, sagte der spanische Gesundheitsminister Salvador Illa in einem Interview mit dem Fernsehsender La Sexta.

Die Behörden würden »mit dem allergrößten Respekt für den Datenschutz« vorgehen, versicherte Illa. Er betonte erneut, dass keine Impfpflicht in dem südeuropäischen Land eingeführt werde.

Laut einer am vergangenen Montag veröffentlichten Studie des staatlichen Meinungsforschungsinstituts Zentrum für Soziologische Studien ist der Anteil der Impf-Verweigerer in Spanien dramatisch gesunken: 28 Prozent der im Dezember Befragten würden eine angebotene Impfung ablehnen. Im Vormonat betrug dieser Anteil noch 47 Prozent. Gleichzeitig stieg die Impfbereitschaft der Spanier von knapp 37 auf mehr als 40 Prozent.

Wie in anderen europäischen Ländern begann die Impfkampagne gegen das neuartige Coronavirus in Spanien am Sonntag. Die spanische Regierung will bis Ende Februar erreichen, dass sich 2,5 Millionen Menschen impfen lassen.

Spanien gehört zu den europäischen Ländern, die am stärksten von der Pandemie betroffen sind. Knapp 50.000 Menschen starben bereits laut den offiziellen Angaben an oder mit dem Virus; mehr als 1,8 Millionen Infektionen wurden landesweit nachgewiesen.

Premier-League-Spiel zwischen Manchester City und Everton abgesagt

22.02 Uhr: Das für Montagabend angesetzte Premier-League-Spiel von Manchester City beim FC Everton ist wenige Stunden vor dem Anpfiff abgesagt worden. Eine Corona-Testreihe bei den Citizens hatte zuvor laut Klubmitteilung erneut »einige positive Ergebnisse« gebracht.

Alle betroffenen Spieler und Betreuer hätten sich umgehend in Isolation begeben, wie es hieß. Das City-Trainingsgelände wird vorerst geschlossen. Auch der FC Arsenal vermeldete einen Corona-Fall. Verteidiger Gabriel, der sich als enge Kontaktperson bereits seit Samstag in Isolation befindet, wurde positiv getestet.

Am ersten Weihnachtsfeiertag hatte ManCity bereits positive Tests beim brasilianischen Stürmer Gabriel Jesus und Verteidiger Kyle Walker öffentlich gemacht. Zudem waren zwei Mitglieder des Betreuer-Teams infiziert worden.

Gericht bestätigt Verkaufsverbot für Silvesterfeuerwerk

21:36 Uhr: Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat das bundesweite Verkaufsverbot für Silvesterfeuerwerk bestätigt. Das teilte das Gericht am Montagabend mit. Zur Begründung hieß es: Nach allgemeiner langjähriger Erfahrung sei damit zu rechnen, dass unsachgemäßer Gebrauch von Silvesterfeuerwerk zu akut behandlungsbedürftigen Verletzungen führe. Die Behandlung der Verletzten würde das zurzeit ohnehin stark in Anspruch genommene Krankenhauspersonal zusätzlich treffen und die Behandlung der zahlreichen Corona-Patienten potenziell beeinträchtigen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte den Verkauf von Silvesterfeuerwerk deutschlandweit untersagt. Nach der am 22. Dezember 2020 in Kraft getretenen Änderung der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz dürfen pyrotechnische Gegenstände der Kategorie 2 - also etwa Raketen und Böller - auch vom 29. bis 31. Dezember nicht verkauft werden.

Übersterblichkeit in Russland im November bei über 55 Prozent

20:45 Uhr: In Russland ist die Zahl der Todesfälle im November um 55,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen - also vor Beginn der Corona-Pandemie. Wie aus Zahlen des nationalen Statistikamtes hervorgeht, starben in dem Monat rund 219.900 Menschen. Im November 2019 waren es rund 141.000. Mehr als 35.000 Menschen starben demnach mit dem Coronavirus.

Die Zahlen liegen deutlich über den Angaben der Regierung, die seit Beginn der Pandemie insgesamt «nur» rund 55.000 Corona-Tote im Land zählt. Die Regierung weist in ihren Zahlen allerdings nur jene Fälle aus, in denen Covid-19 als Todesursache genannt wird. Das Statistikamt hingegen listet auch Fälle auf, bei denen davon ausgegangen wird, dass Covid-19 nur Begleiterkrankung war und der Mensch auch ohne die Krankheit gestorben wäre.

Mexikanischer Liedermacher Armando Manzanero an Corona gestorben

20:10 Uhr: Der mexikanische Liedermacher und Sänger Armando Manzanero ist am Montag im Alter von 86 Jahren an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Der sichtlich berührte mexikanische Staatschef Andrés Manuel López Obrador würdigte den Musiker als "großen Komponisten, einen der besten des Landes". Der Komponist von romantischen lateinamerikanischen Balladen erlitt in einem Krankenhaus in Mexiko einen Herzstillstand, wie sein Agent der Nachrichtenagentur AFP mitteilte.

Manzanero, Schöpfer des Lieds "Adoro", war 2014 der erste Mexikaner, der einen Grammy-Award für sein Lebenswerk erhielt. Seine Lieder sind in ganz Lateinamerika bekannt und wurden von internationalen Stars wie Frank Sinatra, Christina Aguilera oder Elvis Presley gecovert.

Neue Coronavirus-Variante auch in Niedersachsen nachgewiesen

20:09 Uhr: Die neue Coronavirus-Variante aus England ist erstmals in Niedersachsen nachgewiesen worden. Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) habe bei einem Infektionsfall aus dem November im Nachhinein die Virus-Variante B1.1.7 bestimmen können, teilte das Gesundheitsministerium in Hannover mit. Es handele sich um die Proben eines mittlerweile verstorbenen Covid-Patienten mit Vorerkrankungen sowie seiner Frau. Das Referenzlabor der Berliner Charité habe das Ergebnis bestätigt.

Südafrika verschärft Restriktionen nach Rekord bei Corona-Fällen

20:00 Uhr: Als erstes Land des Kontinents hat Südafrika die Marke von einer Million nachgewiesener Corona-Fälle überschritten. Präsident Cyril Ramaphosa kündigte daraufhin schärfere Restriktionen an, darunter für öffentliche Versammlungen. Eine Ausgangssperre gilt nun von 21 bis 6 Uhr. In einer TV-Rede an die Nation betonte er am Montagabend: «Wir sind nachlässig geworden.»

Das zahlenmäßig am schwersten betroffene Land Afrikas hatte bereits am Vortag 1.004.413 Fälle seit März dokumentiert. In dem Kap-Staat kursiert eine neue Variante des Sars-CoV-2-Virus, die als Treiber für die neue Infektionswelle gilt. Am schwersten betroffen sind bisher die Ostkap-Provinz um Port Elizabeth sowie die Westkap-Provinz um Kapstadt. Dort befindet sich die Gesundheitsinfrastruktur laut Medienberichten an der Kapazitätsgrenze.

Neue Corona-Variante: WHO rechnet bald mit Klarheit

19.34 Uhr: Die Untersuchungen über die neue Variante des Coronavirus dauern noch an. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechne in den nächsten Tagen oder Wochen mit Ergebnissen entsprechender Studien aus Großbritannien und Südafrika, sagte die WHO-Expertin Maria Van Kerkhove in Genf. Solche Untersuchungen bräuchten ihre Zeit. »Veränderungen sind normal, Veränderungen wurden erwartet und je mehr das Virus im Umlauf ist, desto mehr Gelegenheit zur Veränderung hat es«, sagte Van Kerkhove.

Eine der wichtigen Fragen ist, ob Impfungen auch bei der neuen Variante wirksam sind.

Niederlande: Mittlerweile elf Infektionen mit mutiertem Coronavirus

19.01 Uhr: In den Niederlanden sind mittlerweile elf Infektionen mit der neuen, offenbar ansteckenderen Variante des neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Nach dem Nachweis des ersten Falles Anfang Dezember sei inzwischen bei elf Menschen in den Niederlanden das mutierte Virus festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden mit.

Nur bei einem der Betroffenen sei eine Verbindung zu Großbritannien nachgewiesen worden, hieß es weiter. Eine Untersuchung zu den Ansteckungswegen laufe noch. Es sei aber klar, das es sich um die britische Virus-Variante handele.

Die Niederlande hatten wegen des mutierten Erregers am 20. Dezember alle Flüge aus Großbritannien gestoppt. Bei Einreisen aus dem Ausland verlangen die niederländischen Behörden nun einen negativen PCR-Test auf das neuartige Coronavirus.

Zahlreiche europäische Länder, darunter Deutschland, haben bereits das vereinzelte Auftreten der in Großbritannien entdeckten Virus-Variante gemeldet. Auch in Kanada, Japan und Jordanien wurden einzelne Infektionsfälle mit der Mutation nachgewiesen. Experten befürchten, dass die Variante deutlich ansteckender sein könnte als die Ursprungsform des Coronavirus. Es gibt hingegen keine Hinweise, dass die Virus-Variante für den einzelnen gefährlicher wäre.

Slowakisches Parlament ändert Notstandsgesetze

18.02 Uhr: Das slowakische Parlament hat den Weg für eine Verlängerung des Corona-bedingten Notstands freigemacht. Es verabschiedete am Montag in Bratislava eine Verfassungsänderung, die es ermöglicht, den Notstand immer wieder, um jeweils 40 Tage auszudehnen. Voraussetzung ist die nachträgliche Zustimmung der Abgeordneten. Bisher war die Ausrufung des Notstands auf maximal 90 Tage begrenzt. Er wäre am 29. Dezember ausgelaufen. Für die Verfassungsänderung votierten nach Angaben der Agentur TASR 91 Parlamentarier. Es gab eine Gegenstimme und eine Enthaltung.

Die Abstimmung fand unter außergewöhnlichen Umständen statt: Um die nötige verfassungsändernde Drei-Fünftel-Mehrheit der 150 Abgeordneten zu erreichen, wurde verfügt, dass Politiker trotz Quarantäne oder positiven Corona-Tests an der Sitzung teilnehmen durften. Sie mussten in einem durch Folie abgetrennten Bereich sitzen, eine Atemschutzmaske tragen und einen getrennten Eingang benutzen. Der sozialdemokratische Oppositionspolitiker und Ex-Ministerpräsident Peter Pellegrini kritisierte die Ausnahmeregelung als Ausdruck der Arroganz der Mächtigen.

Russland korrigiert Corona-Opferbilanz drastisch nach oben

16.51 Uhr: Russland hat seine Corona-Opferbilanz drastisch nach oben korrigiert. Im November seien fast 26.000 mit dem neuartigen Coronavirus infizierte Menschen gestorben, teilte die russische Statistikbehörde Rosstat  mit. Seit Jahresbeginn habe es mehr als 186.000 Corona-Tote im Land gegeben.

Zwischen Januar und November lag die Übersterblichkeit in Russland der Statistikbehörde zufolge bei 229.700 Todesfällen. Davon seien 81 Prozent auf Covid-19 zurückzuführen. Als Übersterblichkeit wird eine im Vergleich zu anderen Zeiträumen oder Erwartungswerten erhöhte Sterberate bezeichnet.

An Heiligabend hatten die russischen Behörden die Zahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie noch mit gut 53.000 angegeben. Die korrigierte Opferbilanz ist nun also rund dreieinhalb Mal so hoch.

RKI: Bereits mehr als 18.000 Menschen in Deutschland geimpft

16.22 Uhr: Einen Tag nach dem offiziellen Start der Impfungen gegen das Coronavirus ließen sich laut dem Robert Koch-Institut (RKI) bereits 18.454 Menschen mit dem Wirkstoff von Biontech/Pfizer impfen. Bei mehr als 10.000 Geimpften handelt es sich um Pflegeheimbewohner, die höchste Priorität haben. In den RKI-Daten  fehlen allerdings Daten aus Hessen. Die Zahl der verabreichten Dosen werde zwar erfasst, müsse aber noch geprüft werden, teilte das hessische Innenministerium mit.

Für die deutsche Impfkampagne gegen das Corona-Virus sollen noch bis Ende dieses Jahres 1,3 Millionen Impfstoffdosen des Herstellers Biontech ausgeliefert werden.

Großbritannien meldet Höchstwert an Neuinfektionen

17.01 Uhr: In Großbritannien sind an einem Tag so viele Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Es habe mit Stand Montagmorgen 41.385 bestätigte Fälle gegeben, teilte die Regierung mit. Vermutlich liegt die Zahl noch höher, denn in der Provinz Nordirland wurde über die Feiertage kein neuer Stand gemeldet. Insgesamt gab es damit bisher mehr als 2,3 Millionen positive Corona-Tests im Vereinigten Königreich.

Kanzleramtschef erwartet Verlängerung des Shutdowns

15.50 Uhr: Die Corona-Infektionszahlen bleiben hoch, die Feiertage könnten die Ausbreitung sogar beschleunigt haben. Nun bezweifeln Kanzleramtsminister Braun und einige Länderchefs, dass der Shutdown im Januar gelockert werden kann. Erfahren Sie hier mehr.

Sri Lanka begrüßt erste Touristen seit neun Monaten

Der Inselstaat registrierte bisher 41.000 Infektions- und 191 Todesfälle. Die große Mehrheit der Fälle stammte erst aus den vergangenen drei Monaten

Der Inselstaat registrierte bisher 41.000 Infektions- und 191 Todesfälle. Die große Mehrheit der Fälle stammte erst aus den vergangenen drei Monaten

Foto: Eranga Jayawardena / dpa

15.30 Uhr: Trotz zuletzt gestiegener Corona-Fallzahlen sind am Montag in Sri Lanka die ersten Touristen seit neun Monaten eingetroffen. Ein Regierungssprecher sprach von einem »Pilotprojekt«, mit dem die Corona-Maßnahmen für Urlauber getestet werden sollten. Die 185 Passagiere des Charterflugs aus der Ukraine mussten vor ihrem Abflug einen negativen Coronatest vorweisen und sich bei der Ankunft am Flughafen Rajapaksa südlich von Colombo erneut testen lassen.

Für die Dauer ihres Urlaubs müssen die Besucher zudem in ihren Hotels bleiben, wie die Behörden mitteilten. Das Land hofft auf tausende weitere Touristen, obwohl die Behörden zuvor erste Fälle einer mutierten Coronavirus-Variante gemeldet hatten.


Kliniken in Südengland »von Wand zu Wand« gefüllt

14.56 Uhr: Wegen stark gestiegener Zahlen von Corona-Neuinfektionen wird der Platz in britischen Krankenhäusern knapp. Die Kliniken seien »von Wand zu Wand« mit Covid-19-Patienten gefüllt, sagte die Chefin der Notärztevereinigung RCEM, Katherine Henderson, der BBC. Es gebe Patienten mit Corona-Symptomen und Patienten mit anderen Krankheiten, die dann auch positiv auf Corona getestet würden, sagte sie. Nach jüngsten Zahlen der Regierung werden mehr als 22.000 Corona-Patienten in Krankenhäusern behandelt.

Die Vizechefin des nationalen Gesundheitsdiensts NHS, Saffron Cordery, sagte, vor allem in Südengland, wo sich zuletzt eine neue, möglicherweise hoch ansteckende Variante des Virus ausgebreitet hatte, sei der Druck auf die Kliniken hoch. Nun liegt die Hoffnung auf einem baldigen Start von Massenimpfungen mit dem Impfstoff, den der Pharmakonzern Astrazeneca gemeinsam mit der Universität Oxford entwickelt hat. Die Zulassung durch die britischen Behörden wird in Kürze erwartet. Seit knapp drei Wochen wird bereits das Mittel des Mainzer Unternehmens Biontech und des US-Konzerns Pfizer eingesetzt.

Probleme in Belgien verzögern Impfstofflieferung für Spanien

14.56 Uhr: Die für Montag geplante zweite Lieferung von 350.000 Impfstoffdosen von Biontech und Pfizer nach Spanien verzögert sich nach Angaben der Regierung in Madrid wegen logistischer Probleme beim Hersteller in Belgien um einen Tag. »Es scheint sich um ein Problem bei der Kontrolle der Temperatur zu handeln«, zitierten spanische Medien übereinstimmend aus einer Mitteilung von Gesundheitsminister Salvador Illa vom Montag. Das Präparat von Biontech und Pfizer muss bei längerer Lagerung auf minus 70 Grad gekühlt werden.

Sieben weitere europäische Länder seien von der Verzögerung betroffen, habe der Minister betont. Welche das seien, wurde nicht mitgeteilt. Das Problem in Belgien sei inzwischen behoben und die zweite Charge des Impfstoffes sollte ab Dienstagmorgen zur Verfügung stehen, versicherte Illa.

Oberfranken verzichtet auf Pannen-Impfstoff

14.30 Uhr: Entgegen anderslautender Ankündigungen wird der Pannen-Impfstoff aus der ersten Lieferung in Oberfranken in Bayern doch nicht verwendet. 1000 Dosen bleiben somit im Depot, wie ein Sprecher des Landratsamts Lichtenfels der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Dies hätten sämtliche von der Panne in der Kühlkette betroffenen Landräte in Oberfranken gemeinsam beschlossen, eine entsprechende Erklärung werde vorbereitet. Einzig in Bamberg habe es keine entsprechenden Probleme gegeben.

Zum Start der bundesweiten Impfaktion am Sonntag hatte es in Oberfranken Probleme mit der Kühlung gegeben – der Impfstoff muss bei extremen Temperaturen um die minus 70 Grad tiefgekühlt werden. Wie die Regierung von Oberfranken in der Nacht zu Montag mitteilte, habe die herstellende Firma Biontech nach einer Überprüfung die Qualität der Impfdosen dennoch bestätigt und die Dosen freigegeben. Den Angaben zufolge sollten die Einheiten noch im Laufe des Montags vor allem in Alten- und Pflegeheimen verwendet werden.

Bayerischer Corona-Schnelltest erhält Sonderzulassung

14.11 Uhr: Ein von einem bayerischen Start-up entwickelter neuer Corona-Schnelltest hat eine Sonderzulassung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erhalten. Das erklärte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) in München. Das Schnellverfahren des Unternehmens GNA Biosolutions aus dem Münchner Vorort Martinsried soll Ergebnisse in weniger einer Stunde liefern, aber vergleichbar zuverlässig sein wie herkömmliche PCR-Tests. Das Testgerät ist transportabel und kann acht Proben gleichzeitig analysieren.

Mehr Impfungen als erwartet pro Ampulle möglich

13.53 Uhr: Mit den nun ausgelieferten Fläschchen des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer können mehr Menschen geimpft werden als erwartet. Eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums bestätigte einen Bericht von »Stuttgarter Zeitung« und »Stuttgarter Nachrichten«, wonach aus einer Ampulle unter bestimmten Voraussetzungen auch sechs statt der vorgesehenen fünf Impfdosen entnommen werden können.

Laut EU-Zulassung müssen die Behälter fünf Impfdosen enthalten. Alle Ampullen enthalten laut einer Ministeriumssprecherin aber eine »leichte Überfüllung«, damit die vom Hersteller garantierte Menge sicher mit dem Impfbesteck entnommen werden könne. Bei sorgfältiger Vorgehensweise sei die Entnahme von sechs Dosen grundsätzlich möglich. Sichergestellt sein muss demnach aber immer, dass die vorgeschriebene Menge von jeweils 0,3 Milliliter Impfstoff gespritzt wird.

Schweden macht Weg für Lockdown-Maßnahmen frei

13.06 Uhr: Der schwedische Sonderweg ist Geschichte: Im Kampf gegen Covid-19 will sich die Regierung in Stockholm neue Vollmachten erteilen. Im vom Virus gebeutelten Land sollen bald Sanktionen und Zwangsmaßnahmen möglich werden. Lesen Sie hier mehr.

Ministerium appelliert nach Andrang im Schwarzwald an Ausflügler

13.05 Uhr: Angesichts teils chaotischer Zustände durch zahlreiche Tagesausflügler rund um Weihnachten vor allem im Schwarzwald hat das Landesgesundheitsministerium zum anstehenden langen Wochenende zu Zurückhaltung aufgerufen. »Wir appellieren an die Menschen, auf Tagesausflüge zu verzichten und die bestehenden Regeln nicht auszureizen«, sagte ein Sprecher des baden-württembergischen Ministeriums.

Er wies darauf hin, dass die Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen für private Treffen lediglich über die Weihnachtsfeiertage galten. Auch an Silvester, Neujahr sowie dem Wochenende sind damit tagsüber Sport und Bewegung an der frischen Luft nur allein, mit Angehörigen des eigenen Haushalts oder mit einer weiteren, nicht im selben Haushalt lebenden Person erlaubt.

Aufbereitungsfehler – fünffache Impfdosis für Pflegeheim-Mitarbeiter

13.04 Uhr: Acht Menschen haben in einem Pflegeheim in Mecklenburg-Vorpommern wegen eines Fehlers bei der Aufbereitung der Spritzen die fünffache Dosis des Corona-Impfstoffs bekommen. Vier haben sich in eine Klinik aufnehmen lassen. Lesen Sie hier mehr.

1,3 Millionen Impfstoffdosen bis Ende des Jahres in Deutschland verfügbar

13.02 Uhr: Für die deutsche Impfkampagne gegen das Corona-Virus sollen noch bis Ende dieses Jahres 1,3 Millionen Impfstoffdosen des Herstellers Biontech ausgeliefert werden. Wie eine Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums weiter mitteilte, sollen es sukzessive im ersten Quartal elf bis 13 Millionen Dosen werden. Somit kämen pro Woche rund 670.000 Einheiten zusammen, wobei zwei Dosen pro Person benötigt werden.

Weitere Kapazitäten könnte der Impfstoff des Herstellers Moderna bieten, der jedoch noch keine Zulassung hat. »Es wird am Anfang nicht genügend Impfstoff für alle geben«, so die Sprecherin des Gesundheitsministeriums. Sollten alle Impfstoffe eine Zulassung erhalten, würde Deutschland 2021 insgesamt 300 Millionen Dosen erhalten.

200 Millionen Dosen Biontech-Impfstoff sollen bis Ende September in EU verteilt sein

12.51 Uhr: Die Verteilung von zunächst 200 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer soll in der Europäischen Union bis September abgeschlossen sein. Dies teilt ein Sprecher der EU-Kommission der Nachrichtenagentur Reuters mit. Zudem seien Gespräche über die Lieferung von 100 Millionen zusätzlicher Dosen im Gange, für die es in dem Vertrag zwischen der EU und den beiden Unternehmen eine Option gebe.

Vierschanzentournee startet ohne Polen

12.36 Uhr: Die ersten Favoriten sind schon vor dem Auftakt-Sprung raus: Nach einem positiven Corona-Test startet die Vierschanzentournee ohne den polnischen Titelverteidiger Dawid Kubacki, Olympiasieger Kamil Stoch und dessen Skisprung-Teamkollegen. »Wir bedauern diese Entscheidung sehr, doch zum Schutz aller anderen Athleten, blieb dem Gesundheitsamt keine andere Wahl«, wird Florian Stern, Generalsekretär beim Auftaktspringen in Oberstdorf, in einer Mitteilung am Montag zitiert. Der Pole Klemens Muranka war zuvor positiv auf das Virus getestet worden.

Ramelow rechnet mit Einschränkungen bis März

11.41 Uhr: Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) geht davon aus, dass der Corona-Shutdown über den 10. Januar hinaus verlängert wird. »Wenn die Ministerpräsidenten am 5. Januar erneut beraten, wird nichts auf Lockerungen hindeuten. Wir gehen alle davon aus, dass der Lockdown verlängert werden muss«, sagt er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). »Ich richte mich darauf ein, dass wir bis März mit Einschränkungen leben müssen.«

Corona treibt Deutsche an die Tiefkühltruhen

11.40 Uhr: Die Coronakrise hat Tiefkühlkost-Herstellern eine deutlich höhere Nachfrage von Privatleuten beschert. Lesen Sie hier, warum der Branche jedoch das Geschäft mit Großkunden Sorge bereitet.

Österreichs Skigebiete verschärfen nach Andrang Regeln

Großer Andrang: Talstation der Patscherkofelbahn (Innsbruck) am zweiten Weihnachtsfeiertag

Großer Andrang: Talstation der Patscherkofelbahn (Innsbruck) am zweiten Weihnachtsfeiertag

Foto: kristen-images.com / Michael Kri / imago images/Michael Kristen

11.28 Uhr: Einige Skigebiete in Österreich schärfen nach dem teils starken Andrang vom Wochenende ihr Sicherheitskonzept nach. Dazu gehörten eine weitere Begrenzung der Parkplätze, mehr Platz zum Anstellen und mehr Ordner, teilte das Bundesland Oberösterreich mit. In den dortigen Skigebieten Hinterstoder, Wurzeralm und Kasberg herrschte am Sonntag bei schönem Wetter großer Andrang.

»Im Sinne der Eigenverantwortung appelliere ich aber auch an die Skifahrerinnen und Skifahrer, so weit möglich auch erst ab Mittag in die Skigebiete zu kommen, denn da sind viele Gäste vom Vormittag wieder auf dem Heimweg und man kommt so bequem und ohne Staus auf die Piste«, so der Wirtschaftsminister des Bundeslands, Markus Achleitner. Am Sonntag seien um 12 Uhr rund 3000 Gäste im Skigebiet Hinterstoder gewesen, ein Drittel aber bis 12.30 Uhr wieder abgereist.

In Österreich sind viele Skigebiete geöffnet, allerdings praktisch nur für Einheimische. Für Anreisende aus dem Ausland gilt eine zehntägige Quarantänepflicht. Zudem sind die besonders wirksamen FFP2-Masken als Mund- und Nasenschutz für alle Skifahrer über 14 Jahre vorgeschrieben, die Gondeln oder Lifte benutzen oder anstehen müssen.

Nadja Tiller an Corona erkrankt: »Es geht mir gar nicht gut«

Nadja Tiller (M/Archivfoto)

Nadja Tiller (M/Archivfoto)

Foto: Z1008 Jens Kalaene/ dpa

11.18 Uhr: Schauspielerin Nadja Tiller ist an Corona erkrankt. »Es geht mir gar nicht gut. Ich habe die Krankheit jetzt wohl mehr oder weniger überstanden. Aber alles ist so anstrengend. Ich bin kaputt und müde«, sagte die 91-Jährige, die in einer Seniorenresidenz in Hamburg lebt, der »Bild«-Zeitung. Wo sie sich angesteckt hat, wisse sie nicht. Ihr Management bestätigte die Erkrankung.

Tiller zählt zu den großen Kinostars der 1950/60er-Jahre. Zu ihren bekanntesten Filmen gehört »Das Mächen Rosemarie«, in dem sie 1958 als Edelprostituierte Rosemarie Nitribitt auf der Leinwand zu sehen war.

Nur jeder Zehnte glaubt an Urlaub ohne Grenzen im Sommer

10.27 Uhr: Nur jeder zehnte Deutsche glaubt daran, dass man im Sommer nächsten Jahres trotz Corona-Pandemie wieder überall Urlaub machen kann. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur vertraten nur 9 Prozent die Auffassung, dass unbegrenztes Reisen dann wieder möglich sein wird. 77 Prozent glauben nicht daran. 13 Prozent machten keine Angaben.

Wegen der hohen Infektionszahlen hat die Bundesregierung fast 150 der insgesamt rund 200 Länder weltweit als Risikogebiete eingestuft und eine Reisewarnung für sie ausgesprochen. Für acht weitere Länder gilt das teilweise. Die Reisewarnungen des Auswärtigen Amts bedeuten zwar kein Reiseverbot, sollen aber eine möglichst große abschreckende Wirkung auf Touristen haben.

Stiko: Baldige Klarheit über Impfstoffwirkung gegen Corona-Mutation

09.54 Uhr: In ein bis zwei Wochen sollen verlässliche Daten vorliegen, ob der derzeit in Deutschland verteilte Impfstoff auch gegen die in Großbritannien aufgetauchte Mutation des Coronavirus wirkt. »Nach den bisher vorliegenden Daten scheint es so zu sein, dass der Impfstoff noch wirken sollte«, sagte Thomas Mertens, Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (Stiko) beim Robert Koch-Institut (RKI), im ZDF-»Morgenmagazin«. Es seien aber noch Untersuchungen nötig, die derzeit unter anderem Biontech durchführe, der Hersteller des Impfstoffs. »Wir denken und hoffen, dass wir in etwa ein bis zwei Wochen die Ergebnisse haben werden, sodass man dann ganz sicher sagen kann, wie er wirkt«, sagte Mertens weiter.

In Großbritannien war zuletzt eine neue Variante des Coronavirus aufgetaucht, die möglicherweise deutlich ansteckender als die bisher bekannte Form ist. Die meisten EU-Staaten hatten daraufhin entschieden, Reisen aus und nach Großbritannien vorübergehend weitgehend einzuschränken. 

Mehr als 30.000 Corona-Tote in Deutschland

10.05 Uhr: In Deutschland sind innerhalb eines Tages fast 11.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie das Robert Koch-Institut (RKI)  am Montagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden weitere 10.976 Ansteckungsfälle erfasst.

Die Zahl der mit oder an dem Coronavirus gestorbenen Menschen hat in Deutschland laut dem RKI die Grenze von 30.000 überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten binnen 24 Stunden 348 weitere Todesfälle – damit stieg die Zahl auf 30.126.

Die Fallzahlen der Neuinfizierten und der Opfer sind aber nur bedingt mit den Werten der Vorwoche vergleichbar, da das RKI während der Feiertage und zum Jahreswechsel hin mit einer geringeren Zahl an Tests und auch weniger Meldungen von den Gesundheitsämtern rechnete. Vor genau einer Woche waren 16.643 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet worden. Bei den Todesfällen war der Höchststand von 952 am 16. Dezember registriert worden.

Spahn rechnet bald mit höherer Impfstoffproduktion

Gesundheitsminister Jens Spahn

Gesundheitsminister Jens Spahn 

Foto: ANDREAS GORA/POOL/EPA-EFE/Shutterstock

09.02 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist zuversichtlich, dass die Produktion des Corona-Impfstoffs in Deutschland bald hochgefahren werden kann. »Wir tun alles zusammen mit Biontech/Pfizer, dass es zusätzliche Produktionsstätten hier in Deutschland etwa in Marburg in Hessen geben kann«, sagte Spahn am Montag im ZDF-»Morgenmagazin«. »Ziel ist, noch im Februar/März dort auch Produktion möglich zu machen. Und das würde die Menge enorm erhöhen.«

Biontech hat die Marburger Produktionsanlage von dem Schweizer Pharmariesen Novartis übernommen. Nach Angaben des Unternehmens sind dort nun einige Umstellungen nötig, bevor es auch dort mit der Produktion des Covid-19-Impfstoffs losgehen kann. Forderungen nach mehr Tempo wies Spahn zurück. Die Herstellung von Impfstoffen sei überaus anspruchsvoll, sie könne nicht in drei oder vier Wochen beliebig hochgefahren werden. »Das braucht Vorlauf, und das ist in Vorbereitung in Marburg«, betonte er.

Brasiliens Vizepräsident Mourão mit Coronavirus infiziert

08.33 Uhr: Brasiliens Vizepräsident Hamilton Mourão hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Dies berichteten brasilianische Medien unter Berufung auf Mourãos Pressestelle am Sonntagabend (Ortszeit). Demnach werde er in Isolierung bleiben. Details über den Gesundheitszustand Mourãos oder Symptome wurden nicht verbreitet. Dem Nachrichtenportal »G1« zufolge geht es ihm gut. Mourão ist der nächste in einer langen Liste brasilianischer Politiker, allen voran Präsident Jair Bolsonaro, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

Oberfranken: »Die Impfungen können beginnen«

08.26 Uhr: Nach einer Panne beim Impfstart in Oberfranken soll nun auch dort gegen Corona geimpft werden. Die herstellende Firma habe die Qualität der Impfdosen bestätigt und die Dosen freigegeben, teilte die Regierung von Oberfranken in der Nacht zum Montag mit. »Damit steht dem Impfstart in Oberfranken nichts mehr im Wege. Die Impfungen können beginnen.«

Beim eigentlichen Impfstart am Sonntag hatte es in Oberfranken und in Schwaben Probleme mit der Kühlkette gegeben – der Impfstoff muss bei extremen Temperaturen tiefgekühlt werden. Während sich die Probleme in Schwaben bald darauf als marginal erwiesen und das Impfen begann, blieb es in Oberfranken zunächst unklar, wann die größte Impfaktion in der Geschichte der Bundesrepublik auch dort starten kann.

Australien verbietet Silvesterfeier am Hafen von Sydney

Normalerweise strömen am Silvesterabend jedes Jahr Hunderttausende Menschen an den Hafen von Sydney, um das Feuerwerk über der ikonischen Harbour Bridge zu genießen

Normalerweise strömen am Silvesterabend jedes Jahr Hunderttausende Menschen an den Hafen von Sydney, um das Feuerwerk über der ikonischen Harbour Bridge zu genießen

Foto: Tracey Nearmy/ dpa

08.21 Uhr: Wegen eines neuen Corona-Infektionsherds haben die australischen Behörden eine geplante Silvesterfeier mit Tausenden Teilnehmern am Hafen von Sydney abgesagt. Pläne für eine Ausnahmegenehmigung für einige Tausend Menschen, das berühmte Feuerwerk im historischen Zentrum von Sydney anzusehen, seien verworfen worden, sagte die Premierministerin des Bundesstaats New South Wales, Gladys Berejiklian.

Chinesin muss für vier Jahre in Haft

08.20 Uhr: China hat eine Bürgerjournalistin wegen ihrer kritischen Berichte über den Corona-Ausbruch in Wuhan zu vier Jahren Haft verurteilt. Ein Gericht in Shanghai begründete die Strafe für die Chinesin Zhang Zhan am Montag damit, dass sie »Streit angezettelt und Ärger provoziert« habe.

Die 37-Jährige hatte im Frühjahr, zum Höhepunkt der Pandemie in China, in Videos unter anderem auf YouTube über die Lage in der zentralchinesischen Stadt Wuhan berichtet, wo das Virus erstmals ausgebrochen war. Neben Zhang Zhan waren damals auch eine Reihe weitere Bürgerjournalisten festgenommen worden, die in sozialen Medien über die frühen Erfahrungen der Menschen in Wuhan berichtet hatten.

Japan verhängt wegen neuer Corona-Variante Einreisestopp für Ausländer

08.13 Uhr: Nach ersten Fällen der neuen Variante des Coronavirus will Japan bis Ende Januar keine Ausländer mehr einreisen lassen. Das gab die Regierung am Montag bekannt. Japan hat bisher acht Fälle der in Großbritannien entdeckten Variante des Coronavirus verzeichnet. Vier der Infizierten wurden in ein Krankenhaus gebracht, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Die anderen vier hätten keine Symptome gezeigt und seien in Quarantäne geschickt worden.

Am Donnerstag vergangener Woche hatte die Regierung in Tokio bereits einen vorübergehenden Einreisestopp für ausländische Staatsbürger verhängt, die kürzlich Großbritannien und Südafrika besucht hatten. In Südafrika war eine weitere neue Variante des Coronavirus aufgetaucht.

Japan hat bisher einen Virusausbruch mit einem Ausmaß wie in den USA oder einigen europäischen Ländern vermeiden können.

Südafrika überschreitet Millionen-Marke bei Corona-Fällen

Bestatter in Schutzkleidung bereiten das Grab für eine an dem Coronavirus verstorbenen Person für die Beerdigung vor

Bestatter in Schutzkleidung bereiten das Grab für eine an dem Coronavirus verstorbenen Person für die Beerdigung vor

Foto:

Shiraaz Mohamed / dpa

07.26 Uhr: Als erstes Land des Kontinents hat Südafrika die Marke von einer Million nachgewiesener Corona-Fälle überschritten. Das zahlenmäßig am schwersten betroffene Land Afrikas hat inmitten einer zweiten Infektionswelle 1.004.413 Fälle seit März dokumentiert, wie das Gesundheitsministerium am späten Sonntagabend mitteilte. In Südafrika kursiert eine neue Variante des Sars-CoV-2-Virus, die als Treiber für die neue Infektionswelle gilt. Das Tempo der Ausbreitung hat dadurch zugelegt. Seit Bekanntgabe des mutierten Virus haben viele Länder daher Restriktionen für Reisende aus Südafrika verhängt.

Laumann fordert »Soloselbstständige in die Arbeitslosenversicherung aufzunehmen«

07.25 Uhr: Der Arbeits- und Gesundheitsminister von Nordrhein-Westfalen Karl-Josef Laumann hat sich als Konsequenz aus den Erfahrungen der Coronakrise dafür ausgesprochen, die Arbeitslosenversicherung für Soloselbstständige zu öffnen.

»Für mich als Sozialpolitiker hat sich gezeigt, wie schutzwürdig Soloselbstständige sind. Die haben lange nichts von der Sozialversicherung wissen wollen. Jetzt in der Krise fordern sie einen Rettungsschirm. Die Lösung wäre, Soloselbstständige in die Arbeitslosenversicherung aufzunehmen«, sagte der CDU-Politiker der »Westdeutschen Allgemeinen Zeitung« .

Außerdem forderte er Solidarität der Besserverdienenden mit den Opfern: »Es kann nicht sein, dass diejenigen, die die Hauptlast dieser Krise tragen, wirtschaftlich ruiniert werden. Es gibt eine große Gruppe von Menschen, und dazu zähle auch ich, die jetzt genauso viel verdienen wie vorher. Diejenigen sollten sich solidarisch zeigen.« Laumann ist auch Bundesvorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft.

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Über 142.000 Neuinfektionen in den USA

06.25 Uhr: In den USA ist die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen binnen 24 Stunden um mindestens 142.839 auf 19,05 Millionen Fälle gestiegen. Das geht aus einer Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters auf Basis offizieller Daten hervor. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus erhöhte sich demnach um mindestens 1251 auf 333.180. Die USA weisen in der Pandemie weltweit die meisten Ansteckungen und Todesfälle auf.

60 Klagen gegen Kostenbeteiligung an Rückholaktion

05.05 Uhr: Acht Monate nach der beispiellosen Rückholaktion wegen der Corona-Pandemie hat die Bundesregierung erst gut ein Viertel der veranschlagten Kostenbeteiligung von den Flugpassagieren kassiert. Einige wollen gegen die Zahlungsbescheide sogar vor Gericht ziehen. Nach einer Antwort des Auswärtigen Amts auf eine Anfrage des FDP-Abgeordneten Roman Müller-Böhm, die der dpa vorliegt, gibt es inzwischen 60 Klagen.

Bis zum 16. Dezember zahlten die zurückgeholten Touristen oder Geschäftsreisenden den Angaben des Ministeriums zufolge 10,6 Millionen Euro in die Staatskasse ein. Das entspricht 11 Prozent der im Juni berechneten Gesamtkosten der Aktion von 93,8 Millionen Euro. Das Auswärtige Amt ging damals aber davon aus, dass sich die aus aller Welt zurückgeholten Reisenden insgesamt zu knapp 40 Prozent beteiligen.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hatte die Aktion am 17. März zusammen mit Reiseveranstaltern und Fluggesellschaften gestartet, nachdem viele Länder wegen der Corona-Pandemie kurzfristig Grenzen geschlossen und Flugverbindungen gekappt hatten. Insgesamt wurden etwa 240.000 Reisende zurückgebracht. Die Reiseveranstalter flogen die Touristen, die bei ihnen gebucht hatten, selbst kostenlos aus.

Für Individualtouristen und andere Rückkehrwillige charterte das Auswärtige Amt selbst Maschinen, die 260 Flüge absolvierten und bis Ende April rund 67.000 Menschen aus rund 65 Ländern zurückbrachten. Die wurden dann ab Juni zur Kasse gebeten. Die veranschlagten Ticketpreise lagen etwa im Bereich günstiger Economy-Tickets für die jeweiligen Regionen. Für Flüge von den Kanarischen Inseln und Nordafrika mussten 200 Euro gezahlt werden, für das südliche Afrika und die Karibik wurden 500 Euro fällig, Rückkehrer aus Südamerika und Asien mussten 600 Euro zahlen, und wer aus Neuseeland und Australien zurückgeholt wurde, erhielt eine Rechnung über 1000 Euro.

Bis Mitte Dezember wurden nach der Antwort des Staatssekretärs im Auswärtigen Amt, Miguel Berger, 28.728 Zahlungsbescheide versandt. Wie viele davon beglichen wurden, geht aus dem Schreiben nicht hervor.

Eine Kostenbeteiligung der Passagiere ist im Konsulargesetz festgeschrieben. Außer ihnen beteiligt sich auch die EU mit Zuschüssen an den Flugkosten. Die deutschen Steuerzahler sollten nach den ursprünglichen Berechnungen des Auswärtigen Amts unter dem Strich noch mit 23 Millionen Euro oder 24 Prozent an der Aktion beteiligt sein.

Virusvariante aus Großbritannien in Südkorea bestätigt

04.05 Uhr: In Südkorea sind nun ebenfalls Fälle der in Großbritannien entdeckten Mutation des Coronavirus nachgewiesen worden. Dabei handelt es sich laut Angaben der Seuchenschutzbehörde vom Montag um drei koreanische Staatsbürger, die letzte Woche aus Großbritannien zurück nach Südkorea geflogen waren. Die neue Variante des Coronavirus ist möglicherweise deutlich ansteckender als die bisher bekannte Form. Die meisten EU-Staaten hatten daraufhin bereits vergangene Woche entschieden, Reisen aus und nach Großbritannien vorübergehend weitgehend einzuschränken.

Auch die südkoreanische Regierung hatte am 23. Dezember angekündigt, jeglichen Flugverkehr von und nach Großbritannien bis Jahresende zu stoppen. Zusätzlich verpflichteten die Behörden Einreisende aus Großbritannien zu einer 14-tägigen Quarantäne sowie einem zusätzlichen Virustest kurz vor Ende der Quarantäne.

Südkorea ist zwar bislang vergleichsweise erfolgreich durch die Pandemie gekommen, befindet sich jedoch derzeit mitten in einer dritten Covid-Welle. Am Montag registrierten die Behörden 808 neue Infektionen innerhalb der letzten 24 Stunden. Damit wurde zum zweiten Mal in Folge der Wert von 1000 Ansteckungen pro Tag unterschritten. Bis zum 3. Januar hat die Regierung die epidemiologischen Maßnahmen verschärft. Unter anderem sind im Großraum Seoul Treffen von mehr als vier Personen verboten.

Spahn lehnt Privilegien für gegen Coronavirus geimpfte Bürger ab

 03.30 Uhr: Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) lehnt Sonderrechte für gegen das Coronavirus geimpfte Bürger ab. »Viele warten solidarisch, damit einige als Erste geimpft werden können. Und die noch nicht Geimpften erwarten umgekehrt, dass sich die Geimpften solidarisch gedulden«, sagte Spahn den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Es sei diese gegenseitige Rücksicht, die das Land zusammenhalte: »Gegen die Pandemie kämpfen wir gemeinsam – und wir werden sie nur gemeinsam überwinden.«

Zuvor hatte sich schon Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) gegen Privilegien für Geimpfte ausgesprochen. Diese kämen einer Impfpflicht gleich, sagte er der »Bild am Sonntag«.

Auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sprach sich gegen Sonderrechte für Geimpfte aus. Solche Privilegien wären »weder kontrollierbar noch gut zu rechtfertigen«, sagte er den Zeitungen. Im Übrigen sei nicht auszuschließen, dass Geimpfte andere Menschen noch mit dem Coronavirus anstecken könnten.

Die Impfungen gegen das Coronavirus waren am Wochenende in ganz Deutschland angelaufen. Bundesweit bekamen vorwiegend ältere und pflegebedürftige Menschen die ersten Dosen. Auch europaweit startete die Impfkampagne mit dem Präparat der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer.

Lindner fordert »Krisenproduktion« von Impfstoff

01.45 Uhr: Nach dem Start der Corona-Impfungen in Deutschland mehren sich die Forderungen nach einer deutlichen Beschleunigung der Vakzine-Produktion. FDP-Chef Christian Lindner sagte am Sonntagabend im Internetprogramm der »Bild«-Zeitung, in der derzeitigen krisenhaften Lage werde auch eine »Krisenproduktion« des Impfstoffs gebraucht. Es müssten alle rechtlichen, wirtschaftlichen, politischen und technologischen Voraussetzungen geschaffen werden, damit schneller geimpft werden könne.

»Das ist eine Frage von Leben und Tod, eine Frage unserer Freiheit, und es ist eine Überlebensfrage auch für unsere Wirtschaft. Denn die ist schon auf der Intensivstation«, sagte Lindner.

Konkret regte der FDP-Vorsitzende an, den Impfstoff der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer eventuell von anderen Herstellern in Lizenz produzieren zu lassen. Die Bundesregierung solle zusammen mit der Pharmaindustrie prüfen, wo es noch Kapazitäten gebe, die für die Produktion des Impfstoffs genutzt werden könnten.

Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte zuvor mehr Tempo in der Vakzine-Produktion gefordert. »Es gibt einfach zu wenig Impfstoff«, sagte er der »Bild am Sonntag«. Daher müsse das Tempo der Produktion massiv verstärkt werden. Bisher wird davon ausgegangen, dass frühestens im dritten Quartal 2021 genug Impfstoff für alle Impfwilligen in Deutschland zur Verfügung steht.

Die Impfungen gegen das Coronavirus waren am Wochenende bundesweit angelaufen. Im ganzen Land bekamen vorwiegend ältere und pflegebedürftige Menschen die ersten Impfspritzen. Auch europaweit startete die Impfkampagne mit dem Biontech/Pfizer-Präparat.

bah/bbr/cop/mjm/hba/Reuters/dpa/AFP