Corona-News am Samstag 101-Jährige hat erste Impfung in Deutschland erhalten

Noch vor dem offiziellen Impfstart in Deutschland ist die Heimbewohnerin Edith Kwoizalla aus Sachsen-Anhalt geimpft worden. Und: Die Türkei verlangt von allen Einreisenden einen negativen Corona-Test. Der Überblick am 26. Dezember.
Erste Impfung in Deutschland: Die Heimbewohnerin Edith Kwoizalla bekam die Spitze

Erste Impfung in Deutschland: Die Heimbewohnerin Edith Kwoizalla bekam die Spitze

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Matthias Bein / dpa

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+++ Erste Corona-Impfungen in Seniorenzentrum in Halberstadt +++

16.55 Uhr: In Halberstadt in Sachsen-Anhalt haben bereits am Samstag Impfungen gegen das Coronavirus begonnen. Im Seniorenzentrum Krüger wurde die 101 Jahre alte Edith Kwoizalla als erste Bewohnerin geimpft. Beobachtern zufolge nahm sie den Piks gelassen und mit einem Lächeln hinter dem Mund-Nasen-Schutz entgegen. Der Landkreis habe zuvor angefragt, ob die Einrichtung vorbereitet sei, sagte Betreiber und Pflegefachkraft Tobias Krüger. »Jeder Tag, den wir warten, ist ein Tag zu viel«, sagte er. Insgesamt ließen sich den Angaben zufolge 40 Bewohnerinnen und Bewohner sowie zehn Mitarbeitende impfen.

Der offizielle Impfstart ist in Deutschland für Sonntag geplant. Am Samstag wurden einige Zehntausend Impfdosen ausgeliefert. Sie werden von den zuständigen Landesbehörden an Impfzentren und mobile Teams verteilt. Zuerst sollen Menschen über 80 Jahre sowie Pflegekräfte und besonders gefährdetes Krankenhauspersonal immunisiert werden.

Neue Corona-Variante auch in kanadischer Provinz Ontario

23.11 Uhr: In der kanadischen Provinz Ontario sind zwei Fälle mit der in Großbritannien entdeckten Coronavirus-Variante gemeldet worden. Ein Paar aus dem Süden der Provinz sei mit der Mutation infiziert, teilten die Behörden mit. Beide Personen seien zuletzt soweit bekannt nicht gereist oder hätten einen Risikokontakt gehabt.

WHO: Pandemie wird nicht die letzte sein

22.27 Uhr: Die aktuelle Coronakrise wird nach den Worten von WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus nicht die letzte Pandemie sein. Alle Versuche, die Gesundheitssituation in der Welt zu verbessern seien zum Scheitern verurteilt, solange der Mensch nicht wirksam gegen den Klimawandel und für den Tierschutz eintrete, warnte der Chef der Weltgesundheitsorganisation.

Es sei »gefährlich kurzsichtig«, lediglich Geld im Einsatz gegen aktuelle Krankheits-Ausbrüche auszugeben anstatt sich auf künftige Gefahren vorzubereiten, sagte Tedros in einer Videobotschaft zum ersten Internationalen Tag der Epidemie-Vorsorge.

Die Menschheit müsse die Lehren aus der Corona-Pandemie ziehen, forderte der WHO-Chef. Allzu lange habe die Welt lediglich in einem »Kreislauf von Panik und Nachlässigkeit« gehandelt. »Wir werfen Geld in einen Ausbruch, und wenn er vorüber ist, vergessen wir ihn und tun nichts, um den nächsten zu verhindern. Das ist gefährlich kurzsichtig, und ehrlich gesagt schwer zu verstehen«. Die Geschichte lehre, »dass dies nicht die letzte Pandemie sein wird und dass Epidemien eine gegebene Tatsache sind«.

Die Pandemie habe ein Schlaglicht auf die enge Verknüpfung der Gesundheit von Menschen, Tieren und des Planeten geworfen, sagte Tedros. Die gesundheitliche Lage der Menschheit könne nur verbessert werden, wenn die existenzielle Bedrohung durch den Klimawandel bekämpft werde, der die Erde weniger bewohnbar mache.

Proteste gegen Schließung von Geschäften in Brasilien

20.28 Uhr: Die Schließung nicht essenziell notwendiger Läden angesichts erneut steigender Corona-Zahlen hat in der brasilianischen Amazonas-Hauptstadt Manaus zu Protesten geführt. Dutzende Menschen demonstrierten in den Hauptgeschäftsstraßen dagegen, wie das Nachrichtenportal »G1« berichtete. »Ladenbesitzer bereiten sich das ganze Jahr auf den Dezember vor, damit Sie jetzt schließen, Gouverneur«, zitierte »G1« einen Demonstranten. »Sie haben zu essen, aber viele Leute nicht.«

Die Regierung des Bundesstaats Amazonas hatte die Maßnahmen, die am Samstag in Kraft traten und zunächst für 15 Tage gelten, ergriffen, weil die Corona-Infektionen und Belegungsquoten der Krankenhäuser zuletzt wieder zunahmen. Das Hospital »Delphina Aziz«, das in Manaus als führend bei der Behandlung von Patienten im Zusammenhang mit Covid-19 gilt, ist »G1« zufolge zu 100 Prozent ausgelastet.

Manaus war eine der ersten brasilianischen Städte gewesen, die in der Corona-Krise im Frühjahr ans Limit gerieten, das Gesundheitssystem und das Bestattungswesen kollabierten. Fast 200.000 Menschen haben sich im Bundesstaat Amazonas, der etwa 4,5 Mal größer ist als Deutschland und rund vier Millionen Einwohner hat, mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 5000 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 bislang gestorben.

Biden warnt vor Folgen von Trumps Hilfspaket-Blockade 

20:25 Uhr: Der künftige US-Präsident Joe Biden hat vor »katastrophalen Folgen« gewarnt, falls der scheidende Amtsinhaber Donald Trump ein milliardenschweres Corona-Hilfspaket des Parlaments weiterhin blockieren sollte. Nachdem Trump seine Unterschrift unter das rund 900 Milliarden Dollar (740 Milliarden Euro) umfassende Paket verweigert und eine Erhöhung der darin vorgesehenen Direktzahlung an die Bürger gefordert hatte, warf Biden dem Noch-Präsidenten am Samstag Verantwortungslosigkeit vor. Durch Trumps Blockade verlören rund zehn Millionen US-Bürger ihre Arbeitslosenhilfe, erklärte der künftige Präsident.

Slowakei startet Impfungen

19.53 Uhr: Die Slowakei hat mit den Massenimpfungen begonnen. Das teilte das Gesundheitsministerium mit. Als Erstes wurde der Impfstoff von Biontech und Pfizer einem Mitglied der Pandemie-Kommission der Regierung verabreicht. Ebenfalls bereits heute wurde in Ungarn mit den Impfungen begonnen. In anderen EU-Ländern wie Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Österreich und Portugal ist der offizielle Start für Sonntag angesetzt.

Weltweit bereits mehr als 80 Millionen bestätigte Corona-Infektionen

19.17 Uhr Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Corona-Infektionen ist seit Beginn der Pandemie auf mehr als 80 Millionen gestiegen. Das geht aus Daten der US-Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Erst vor etwa einem Monat, am 25. November, war die Schwelle von 60 Millionen Infektionen überschritten worden. Die Zahl der bekannten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus liegt inzwischen bei 1,75 Millionen. Experten gehen sowohl bei den Infektionen als auch bei den Todesfällen von hohen Dunkelziffern aus. Die Zahlen der Universität werden regelmäßig aktualisiert und liegen oft etwas höher als amtliche Daten.

Mehr als zwei Millionen Fälle in Italien

18.18 Uhr Italien ist das achte Land weltweit, in dem mehr als zwei Millionen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden sind. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist die Zahl in den vergangenen 24 Stunden um 10.407 gestiegen. Weitere 261 Menschen starben mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle auf 70.909. Es ist die höchste Zahl in Europa und die fünfthöchste weltweit.

Biontech hofft auf höhere Produktionskapazitäten

18.04 Uhr Biontech-Chef Uğur Şahin zeigt sich zuversichtlich, mithilfe von Kooperationen die Produktionskapazitäten für den gemeinsam mit Pfizer hergestellten Impfstoff auszuweiten. »Ich glaube, wir können das steigern«, sagte er der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu. Es gebe zwar noch keinen gesicherten Plan. Aber womöglich werde seine Firma im Januar oder Februar Neuigkeiten dazu präsentieren, sagte Şahin.

Macron nach Corona-Isolierung in Urlaubsresidenz

17.41 Uhr: Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron und seine Frau Brigitte sind zur Präsidenten-Urlaubsresidenz Fort de Brégançon am Mittelmeer gereist. Das bestätigten Kreise des Präsidialamts am Samstag auf Anfrage in Paris.

Der 43-Jährige hatte sich nach früheren Angaben des Élysée-Palastes Mitte des Monats mit dem Coronavirus angesteckt. Nach einer siebentägigen Isolierung konnte Macron dann vor Weihnachten eine Residenz am Rande des Schlossparks von Versailles wieder verlassen.

Türkei verlangt von allen Einreisenden negativen Corona-Test

17.16 Uhr: Die Türkei verlangt bei allen Einreisen künftig einen negativen Corona-Test. Für Flugpassagiere gilt dies schon ab diesem Montag, für alle anderen Reisenden ab Mittwoch, wie Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Freitagabend sagte. Der PCR-Test darf nicht älter als 72 Stunden sein. Wer als Fluggast keinen Test vorweisen könne, dürfe gar nicht erst nicht einsteigen, sagte er. Und wer aus Großbritannien, Südafrika oder Dänemark komme, werde nach der Einreise separat in Quarantäne genommen. In den Staaten waren zuletzt mutierte Viren nachgewiesen worden, die mutmaßlich deutlich ansteckender sind.

Auch Söders zweiter Corona-Test negativ

Markus Söder

Markus Söder

Foto: Tobias Hase / dpa

16.11 Uhr: Auch der zweite Corona-Test bei Markus Söder hat keinen Nachweis einer Infektion des bayerischen Ministerpräsidenten erbracht. Der erneute Test sei ebenfalls negativ, twitterte  Söder. Er hoffe, dass alle »das Fest mit Herz und Vernunft gefeiert« hätten, ergänzte er.

Der CSU-Chef war kurzzeitig in Quarantäne gewesen, nachdem er Kontakt zu dem nachweislich mit Corona infizierten Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) gehabt hatte. Er war trotz eines ersten negativen Tests und einer Aufhebung der Quarantänepflicht durch das Gesundheitsamt im Homeoffice geblieben.

Drogenbeauftragte ruft Raucher dringend zum Einschränken ihres Konsums auf

15.50 Uhr: Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung hat Raucher und Raucherinnen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie eindringlich zum Einschränken ihres Konsums gedrängt. »Diverse Studien belegen, dass Raucher ein sehr viel höheres Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf haben als Nichtraucher«, sagte Daniela Ludwig (CSU) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es sei also »allerhöchste Zeit aufzuhören«.

Das Virus sei zudem noch ein Grund mehr, die Unterstützung für Langzeitraucher im kommenden Jahr voranzubringen, sagte Ludwig. Dabei müssten vor allem diejenigen in den Blick genommen werden, »die bisher nicht mit den Angeboten für einen Rauchstopp erreicht werden konnten«.

Geschenke umtauschen unter Corona-Bedingungen

14.39 Uhr: Im noch bis mindestens 10. Januar anhaltenden zweiten Shutdown in Deutschland gestaltet sich der Umtausch von Weihnachtsgeschenken schwieriger als in anderen Jahren. Unser Kolumnist Hermann-Josef Tenhagen erklärt, welche Alternativen es gibt:

Neue Coronavirus-Mutation auch in Schweden festgestellt

14.32 Uhr: Die in Großbritannien entdeckte neue Variante des Coronavirus ist in Schweden aufgetaucht. Nach Angaben der schwedischen Gesundheitsbehörden wurde eine Person positiv darauf getestet, die bei der Einreise erkrankte. Die Person sei aus Großbritannien eingereist und befinde sich nun in Quarantäne. Weitere Fälle der neuen Virusvariante seien bislang nicht festgestellt worden.

Tschechiens Präsident ruft zum Impfen auf und greift Medien an

14.23 Uhr: Der tschechische Präsident Miloš Zeman hat in seiner jährlichen Weihnachtsansprache zu einer hohen Beteiligung an der Corona-Impfung aufgerufen, sobald diese breit verfügbar ist. »Lassen wir uns impfen – das ist vielleicht nicht angenehm, aber nützlich, denn wir schützen damit nicht nur uns selbst, sondern auch andere«, sagte der 76-Jährige im Fernsehsender CT. Zugleich warnte er vor vorzeitigen Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen, auch wenn dies populär sei.

Zeman sprach der Regierung unter Ministerpräsident Andrej Babiš, dem Gründer der populistischen Partei Ano, seine Unterstützung aus. Äußerst scharfe Kritik übte er an der Opposition und einem Teil der Medien. Zeman warf ihnen vor, »versagt« zu haben, weil sie sich »in diesen schweren Zeiten« nicht hinter die Regierung gestellt hätten.

Japan beschließt Einreiseverbot für Ausländer bis Ende Januar

14.15 Uhr: Japan verbietet Ausländern ab Montag die Einreise, wie die Zeitung »Nikkei« berichtet. Die Regelung gelte bis Ende Januar. Auslöser sei die Entdeckung einer neuen Virusvariante bei Personen, die aus Großbritannien eingereist seien.

Beyoncé spendet 500.000 US-Dollar an Corona-Opfer

Beyoncé

Beyoncé

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BET/ AP/ dpa

14.00 Uhr: Popstar Beyoncé will Menschen, die aufgrund der Corona-Pandemie einer Zwangsvollstreckung oder Wohnungsräumung ausgesetzt sind, finanziell unterstützen. Die Fördermittel belaufen sich auf 5.000 US-Dollar und können ab dem 7. Januar 2021 beantragt werden. Das teilte die Sängerin auf ihrer Website  mit.

Die Zuschüsse werden an hundert ausgewählte Personen gesendet. »Das Wohnungsmoratorium soll am 26. Dezember enden, was zu Zwangsvollstreckungen von Hypotheken und zur Räumung von Mietern führt. Viele Familien sind aufgrund der Pandemie, die zum Verlust von Arbeitsplätzen, Krankheit und allgemeinem wirtschaftlichem Abschwung führte, betroffen«, heißt es in der Pressemitteilung.

Ungarn startet mit Impfungen

12.36 Uhr: Ungarn startet einen Tag früher als die meisten EU-Länder mit der Impfung gegen das Coronavirus. »Wir haben mit den Impfungen unter den Mitarbeitern des Gesundheitswesens nach einem zuvor festgelegten Plan begonnen«, sagte ein Regierungssprecher auf Anfrage von Reuters.

Mutierte Corona-Variante auch in Spanien nachgewiesen

12.28 Uhr: Vier Fälle der Coronavirus-Variante, die als besonders ansteckend eingestuft wurde und kürzlich in Großbritannien aufgetreten ist, wurden in der spanischen Stadt Madrid entdeckt. Das teilte die Regionalregierung mit. Alle vier Infizierten seien kürzlich aus dem Vereinigten Königreich eingereist.

Österreichs Kanzler Kurz warnt vor dritter Welle

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz

Foto: Georges Schneider / photonews.at / IMAGO

12.24 Uhr: Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz rechnet im kommenden Jahr europaweit mit einer dritten Corona-Welle und einem massiven Anstieg der Infektionszahlen. Zum Sommer sei dann mit einer gewissen Rückkehr zur Normalität zu rechnen, sagte Kurz dem Sender ORF. Für Österreich hat seine Regierung die Corona-Einschränkungen am zweiten Weihnachtstag nach einer kurzen Lockerung wieder verschärft. Häuser und Wohnungen dürfen nur mit gutem Grund verlassen werden – dazu gehören aber auch Sport treiben und spazieren gehen. Die Regeln gelten bis zum 17. Januar.

Städtetag warnt vor übertriebenen Erwartungen an Impfstart

11.50 Uhr: Der Deutsche Städtetag hat vor zu hohen Erwartungen an den Start der Corona-Impfungen am Sonntag gewarnt. »Wir sind in den Städten sehr erleichtert, dass jetzt mit den Impfungen begonnen werden kann. Es ist ein Anfang gemacht, aber der Spuk mit dem gefährlichen Coronavirus ist noch nicht vorbei«, sagte Städtetagspräsident Burkhard Jung den Zeitungen der Funke Mediengruppe. »Die Infektionslage ist aktuell weiterhin besorgniserregend.«

Die Impfzentren seien eingerichtet und könnten innerhalb von einer Arbeitswoche hochgefahren werden. »Wann in den Impfzentren geimpft werden kann, hängt aber stark von der Zahl der Impfdosen ab«, betonte Jung. »Die Zeit für Massenimpfungen ist noch nicht gekommen. Dafür gibt es zunächst viel zu wenig Impfstoff.«

Die Menschen sollten »erst dann mit den Impfzentren oder Ärzten Kontakt aufnehmen, wenn genügend Impfstoff da ist und zur Terminvereinbarung aufgerufen wird«, appellierte der Leipziger Oberbürgermeister und SPD-Politiker. »Die Mitarbeitenden an der zentralen Rufnummer 116117 sowie an den Corona-Hotlines der Städte und Kreise dürfen nicht durch Terminanfragen belastet werden, solange eine Terminvergabe mangels Impfdosen nicht möglich ist.«

Gesundheitsminister Spahn zum Impfstart

11.15 Uhr: Ab heute wird der Corona-Impfstoff bundesweit verteilt, morgen beginnen die Impfungen. Wie die Vorbereitungen laufen und welche Anlaufschwierigkeiten es geben könnte, erklärt Gesundheitsminister Jens Spahn hier.

Laumann: Anfang März sollten alle Altenheime in NRW mit Impfstoff versorgt sein

10.25 Uhr: Einen Tag vor dem Impfstart in Deutschland sind erste Lkw-Ladungen mit dem Vakzin auch in Nordrhein-Westfalen angekommen. »Es ist erst noch eine kleine Menge, die wird aber in den nächsten Tagen aufgestockt«, sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet vor dem Impfzentrum in Düsseldorf. Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann kündigte an, bis Ende des Jahres werde NRW knapp 300.000 Impfdosen erhalten. Bis Anfang März könnten dann alle 2300 Altenheime in NRW mit einem Impfstoff versorgt sein, so der CDU-Politiker.

Iran: Rückgang der Fallzahlen nach Lockdown

10.12 Uhr: In Iran hat der einmonatige Lockdown zu einem Rückgang der Corona-Fallzahlen geführt. »Wir müssen nun versuchen, zunächst den Status quo zu stabilisieren und dann die Zahlen noch weiter zu senken«, sagte Präsident Hassan Ruhani. Seit dem landesweiten Lockdown Ende November sind die Todeszahlen von über 480 pro Tag auf 130, die der Neuinfektionen von 14.000 auf 6000 gesunken. Bis zur »Idealsituation« sei es zwar noch ein langer Weg, aber die jüngsten Zahlen sowie Aussicht auf effiziente Impfstoffe machten Hoffnung, so der Präsident im Staatsfernsehen.

Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie Ende Februar gab es in Iran über 54.000 Todesfälle und mehr als eine Million Infektionen. Trotz akuter Wirtschaftskrise hat die Zentralbank 200 Millionen Euro für die Einfuhr von Corona-Impfstoffen bereitgestellt. Außerdem arbeitet das Gesundheitsministerium auch an einem lokalen Impfstoff. Trotzdem ist es weiterhin unklar, wann und wie in Iran geimpft werden soll.

Golfstar Norman mit Corona-Infektion im Krankenhaus

09.22 Uhr: Australiens Golfstar Greg Norman hat Weihnachten mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus verbracht. Auf Instagram postete der 65-jährige Australier ein Foto mit medizinischem Equipment im Hintergrund und einer Maske der Pittsburgh Steelers vor Mund und Nase. »Das sagt alles. Mein Weihnachtstag«, schrieb der zweimalige Masters-Sieger aus seinem Krankenbett.

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Norman war am Dienstag in seinem Haus in Florida negativ getestet worden. Am Donnerstag klagte er über leichtes Fieber, Husten, Unwohlsein und Kopfschmerzen und wurde ins Krankenhaus eingeliefert. »Ich möchte dieses Virus hinter mir lassen und nie wieder etwas damit zu tun haben«, schrieb er.

Österreich startet in den dritten Lockdown

08.33 Uhr: In Österreich beginnt am Samstag der dritte Lockdown. Viele Geschäfte müssen drei Wochen schließen. Außerdem gelten bis mindestens Mitte Januar Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen. Mit der Maßnahme will das Land die Verbreitung des Coronavirus weiter eindämmen. Zuletzt war das öffentliche Leben von Mitte November bis Anfang Dezember heruntergefahren worden.

Russischer Impfstoff nun auch für Menschen über 60 Jahren zugelassen

08.26 Uhr: Russland hat Medienberichten zufolge seinen Covid-19-Impfstoff Sputnik V nun auch für die Anwendung bei Personen im Alter von über 60 Jahren zugelassen. Das berichteten russische Nachrichtenagenturen unter Verweis auf das Gesundheitsministerium. In Russland waren Menschen über 60 Jahre bislang vom nationalen Impfprogramm ausgeschlossen, da der Corona-Impfstoff für diese Altersgruppe separat getestet wurde. Russland hatte mit Sputnik V bereits im August als weltweit erstes Land einen Corona-Impfstoff zugelassen, allerdings, ohne dass vorher eine groß angelegte Studie stattgefunden hätte.

Mehr als 84.000 Neuinfektionen in den USA

07.15 Uhr: In den USA haben sich mindestens 84.221 Personen binnen 24 Stunden mit dem Coronavirus infiziert. Die Gesamtzahl steigt damit auf knapp 18,7 Millionen Fälle, wie aus einer Erhebung der Nachrichtenagentur Reuters auf Basis offizieller Daten hervorgeht. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus erhöhte sich um 1168 auf insgesamt 330.311.

Erster Fall von Corona-Mutation in Frankreich entdeckt

07.01 Uhr: Die in Großbritannien entdeckte Coronavirus-Mutation ist erstmals auch in Frankreich nachgewiesen worden. Das Virus wurde bei einem zuvor aus dem Vereinigten Königreich eingereisten Franzosen festgestellt, wie das Gesundheitsministerium in Paris in der Nacht zu Samstag mitteilte. Der Mann aus dem zentralfranzösischen Tours sei am Samstag vergangener Woche aus London eingereist und am Montag positiv auf das Virus getestet worden. Untersuchungen hätten am Freitag bestätigt, dass es sich um die mutierte Corona-Variante handelt.

Der in Großbritannien lebende französische Staatsangehörige zeige keine Symptome einer Corona-Erkrankung, erklärte das Ministerium weiter. Der Mann befinde sich in häuslicher Quarantäne.

Zuvor hatten die französischen Behörden am Freitag mitgeteilt, dass binnen 24 Stunden insgesamt 20.262 neue Corona-Fälle bekannt geworden seien. Frankreich gehört zu den in Europa am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder. Die Zahl der Corona-Todesfälle stieg auf 62.427.

Die britische Regierung hatte am vergangenen Wochenende darüber berichtet, dass sich in Teilen Englands eine Variante von Sars-CoV-2 ausgebreitet habe, die deutlich ansteckender sein könnte als die bisherige Form. Dies hatte weltweit Besorgnis ausgelöst. Am Donnerstag war ein erster Fall der Virusmutation in Baden-Württemberg entdeckt worden.

Der Impfstoff ist angekommen

In Nordrhein-Westfalen ist die allererste Lieferung des Corona-Impfstoffs eingetroffen. Der in Fläschchen abgefüllte Impfstoff muss bei minus 70 Grad gelagert werden

In Nordrhein-Westfalen ist die allererste Lieferung des Corona-Impfstoffs eingetroffen. Der in Fläschchen abgefüllte Impfstoff muss bei minus 70 Grad gelagert werden

Foto: Mark Hermenau / dpa

07.00 Uhr: Einen Tag vor Beginn der Corona-Impfungen in Deutschland sind die ersten Impfstoffdosen in einzelnen Bundesländern eingetroffen. In Bayern nahmen Innenminister Joachim Herrmann und Gesundheitsministerin Melanie Huml (beide CSU) die Lieferung am Samstagmorgen in Erlangen in Empfang.

Es handele sich um die Hälfte der für den Freistaat bestimmten ersten 9750 Impfdosen, sagte Huml. Die übrigen Dosen sollten in München ankommen. Von München und Erlangen aus wird der Impfstoff regional verteilt, alle 99 Impfzentren in Bayern sollen damit versorgt werden. Am Sonntag sollen die ersten mobilen Impfteams ausrücken, um vor allem in Alten- und Pflegeheimen sowie in Krankenhäusern zu impfen.

Auch in Italien, Österreich, Frankreich, Polen, Tschechien und der Niederlande sind die ersten Impfdosen eingetroffen.

Zahl der Ansteckungen in Südkorea weiterhin hoch

06.38 Uhr: Die Zahl der Neuansteckungen in Südkorea bleibt weiter hoch. Es seien innerhalb von 24 Stunden 1132 Neuinfektionen registriert worden, teilt das Seuchenzentrum mit. Erst am Tag zuvor hatte das Land mit 1241 Fällen einen Höchstwert gemeldet. »Das Virus breitet sich aus, wann und wo immer es will«, sagte Gesundheitsminister Kwon Deok-cheol.

RKI meldet 14.455 Neuinfektionen

05.43 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet am zweiten Weihnachtsfeiertag 14.455 Corona-Neuinfektionen in Deutschland binnen 24 Stunden. Das sind weniger als die Hälfte als vor einer Woche, als 31.300 Neuinfektionen registriert wurden. Allerdings weist das Institut darauf hin, dass während der Feiertage und zum Jahreswechsel mit weniger Tests und Laboruntersuchungen sowie weniger Übermittlungen von Testergebnissen durch die Gesundheitsämter zu rechnen sei.

Weitere 240 Menschen starben. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 170,7 von zuletzt 188,8. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen positiv getestet wurden. Insgesamt sind nun 1.627.103 Ansteckungen und 29.422 Todesfälle bestätigt.

Lehrergewerkschaft fordert frühe Entscheidung über Lockdown

05.19 Uhr: Die Lehrergewerkschaft GEW fordert eine frühe Entscheidung darüber, wie es nach den vielerorts verlängerten Ferien an den Schulen weitergehen soll. »Es ist abzusehen, dass die Lockdown-Maßnahmen über den 10. Januar hinaus verlängert werden müssen«, sagte GEW-Chefin Marlis Tepe dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Deshalb bräuchten Lehrer, Schüler und Eltern frühzeitige Informationen.

»Ansagen am Freitag, die am Montag umgesetzt sein sollen, darf es nicht mehr geben. Das hat in der Vergangenheit alle Beteiligten oft genug vor unlösbare Probleme gestellt.« Tepe sprach sich auch für eine Umstellung auf Wechselunterricht aus.

Arzt in Boston reagiert allergisch auf Moderna-Impfstoff 

04.15 Uhr: Der Corona-Impfstoff des US-Konzerns Moderna hat einem Zeitungsbericht zufolge bei einem Arzt aus Boston zu einer ernsten allergischen Reaktion geführt. Der Onkologe vom Boston Medical Center, der gegen Schalentiere allergisch ist, berichtete in der »New York Times«, er habe sich unmittelbar nach der Impfung am Donnerstag schwindelig gefühlt und Herzrasen bekommen.

Ein Sprecher des Boston Medical Center sagte, der Arzt sei behandelt worden und mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen. »Es geht ihm gut.« Es ist der erste öffentlich gewordene Fall einer allergischen Reaktion auf den Moderna-Impfstoff, der seit einer Woche in den USA zugelassen ist.

20 neue Corona-Fälle in China

03.20 Uhr: China hat für Freitag 20 neue Corona-Fälle gemeldet, nach 14 am Vortag. Von den Neuinfektionen seien 12 bei eingereisten Personen festgestellt worden, teilte die staatliche Gesundheitsbehörde mit. Von den acht im Inland übertragenen Infektionen seien sechs in der nordöstlichen Provinz Liaoning und zwei in Peking aufgetreten.

Außerdem seien 19 Menschen ohne Symptome positiv auf Covid-19 getestet worden. China nimmt diese asymptomatischen Fälle nicht in die Statistik mit auf. Insgesamt gab es in China den Angaben zufolge 86.933 Corona-Fälle und 4634 Todesfälle.

Tests zeigen 50 bis 90 Prozent Wirksamkeit bei chinesischem Impfstoff

03.07 Uhr: Der von dem chinesischen Biotechunternehmen Sinovac entwickelte Corona-Impfstoff CoronaVac hat in Tests mit rund 13.000 Freiwilligen in Brasilien eine Wirksamkeit zwischen 50 und 90 Prozent gezeigt. Das sagte ein Vertreter der Gesundheitsbehörde in Sao Paulo.

Die genauen Ergebnisse der Studie will das staatliche Butantan Institut, das das Mittel als Partner von Sinovac in Brasilien produziert, spätestens am 7. Januar veröffentlichten.

Bei Studien in der Türkei hatte der Impfstoffkandidat vorläufigen Daten zufolge einen Schutz vor dem Coronavirus von 91,25 Prozent gezeigt. Brasilien verzeichnete bis Freitag insgesamt rund 7,5 Millionen bestätigte Corona-Fälle. Durch oder mit dem Virus starben 190.488 Menschen.

Virusmutation auch in Frankreich nachgewiesen

02.05 Uhr: Die in Großbritannien entdeckte Coronavirus-Mutation ist erstmals auch in Frankreich nachgewiesen worden. Das Virus wurde bei einem zuvor aus dem Vereinigten Königreich eingereisten Franzosen festgestellt, wie das Gesundheitsministerium in Paris in der Nacht zu Samstag mitteilte. Der Mann aus dem zentralfranzösischen Tours sei am Samstag vergangener Woche aus London eingereist und am Montag positiv auf das Virus getestet worden. Untersuchungen hätten am Freitag bestätigt, dass es sich um die mutierte Corona-Variante handelt.

Der in Großbritannien lebende französische Staatsangehörige zeige keine Symptome einer Corona-Erkrankung, erklärte das Ministerium weiter. Der Mann befinde sich in häuslicher Quarantäne.

Zuvor hatten die französischen Behörden am Freitag mitgeteilt, dass binnen 24 Stunden insgesamt 20.262 neue Corona-Fälle bekannt geworden seien. Frankreich gehört zu den in Europa am stärksten von der Pandemie betroffenen Ländern. Die Zahl der Corona-Todesfälle stieg auf 62.427.

Die britische Regierung hatte am vergangenen Wochenende darüber berichtet, dass sich in Teilen Englands eine Variante von Sars-CoV-2 ausgebreitet habe, die deutlich ansteckender sein könnte als die bisherige Form. Dies hatte weltweit Besorgnis ausgelöst. Am Donnerstag war ein erster Fall der Virusmutation in Baden-Württemberg entdeckt worden.

svv/nck/mjm/AFP/dpa/Reuters