Corona-News am Samstag 600 Schulabgänger infizieren sich bei Partys auf Mallorca

Um das Ende des Schuljahres zu feiern, reisten hunderte Jugendliche auf die Urlaubsinsel Mallorca – und steckten sich dabei mit Corona an. Und Tausende protestieren bei Coronademo in London. Der Überblick am 26. Juni.
Beliebtes Reiseziel der Deutschen: Mallorca

Beliebtes Reiseziel der Deutschen: Mallorca

Foto: Clara Margais / dpa

Das waren die Corona-News am 26. Juni.

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+++ 600 Schulabgänger infizieren sich bei Partys auf Mallorca +++

19.10 Uhr: Auf Mallorca haben sich 600 Schulabgänger bei Partys mit dem Coronavirus infiziert. Die jungen Leute waren aus verschiedenen Landesteilen auf die Insel gereist, um das Schuljahresende und den Abschluss der Hochschulzugangsprüfungen zu feiern. 1000 müssen nach Angaben der Gesundheitsbehörden in Quarantäne. Einige der Teenager zeigten milde Krankheitssymptome.

Britischer Gesundheitsminister Hancock tritt zurück

22.00 Uhr: Er soll eine Affäre mit einer vom Staat bezahlten Beraterin gehabt und dabei auch gegen Coronaregeln verstoßen haben: Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock hat jetzt seinen Rücktritt eingereicht.

Corona-Impfpflicht in Russland: Nur mit Druck

20.30 Uhr: Lange schloss Kremlchef Putin eine Impfpflicht aus. Jetzt vollzieht Moskau eine radikale Kehrtwende. Doch viele Menschen trauen dem russischen Impfstoff nicht – der Handel mit gefälschten Impfzertifikaten blüht.

Johnson & Johnson will in den USA keine Opioid-Schmerzmittel mehr verkaufen

20.03 Uhr: Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson will in den USA keine Opioid-Schmerzmittel mehr herstellen und verkaufen. Wie die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James am Samstag mitteilte, verpflichtete sich der Arzneimittelhersteller in einem millionenschweren Vergleich mit dem Bundesstaat New York, »landesweit aus dem Opioid-Geschäft auszusteigen«. Johnson & Johnson stimmte demnach zudem einer Entschädigungszahlung von 230 Millionen Dollar (192,6 Millionen Euro) zu, die über neun Jahre gestreckt werden kann.

Das Geld soll nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft in Präventions- und Aufklärungsprojekte sowie in die Behandlung von Opioid-Süchtigen im Bundesstaat New York investiert werden. Sollte der Bundesstaat im ersten Jahr einen Entschädigungsfonds schaffen, wären dafür den Angaben zufolge noch einmal 30 Millionen Dollar fällig.

Die Opioid-Krise habe in zahlreichen Orten in New York und im ganzen Land »verheerende Schäden angerichtet«, erklärte Generalstaatsanwältin James. Millionen von Menschen seien immer noch abhängig von den »gefährlichen und tödlichen« Schmerzmitteln.

Keine Maskenpflicht im Freien mehr in Spanien

Ein Mann nimmt an der Puerta del Sol seine Maske ab

Ein Mann nimmt an der Puerta del Sol seine Maske ab

Foto: Eduardo Parra / dpa

18.20 Uhr: Nur wenige lächelnde Gesichter auf den Straßen Madrids: Obwohl in Spanien die Pflicht zum Tragen von Coronaschutzmasken seit Samstag weitgehend aufgehoben ist, waren in der Hauptstadt kaum Passanten ohne Gesichtsschutz unterwegs. Dafür nannten sie unterschiedliche Gründe. Einige fühlen sich mit Maske sicherer, andere fanden es zu kompliziert, dass sie weiterhin Mund-Nasen-Schutz tragen müssen, wenn sich der Mindestabstand von eineinhalb Metern nicht einhalten lässt.

Pariser Disko-Test fällt aus – Freiwillige fehlen

18.01 Uhr: Wissenschaftler wollten am Wochenende in zwei bekannten Pariser Diskotheken das Übertragungsrisiko beim Coronavirus testen – daraus wird aber erst mal nichts. Wie die Einrichtung für Infektionskrankheiten ANRS am Samstag mitteilte, reicht die Zahl der Freiwilligen nicht aus.

Unter dem Motto »Reviens la nuit« (zu Deutsch: »Komm nachts wieder«) wurden 4400 Erwachsene im Alter von 18 bis 65 Jahren gesucht. Die Partygänger sollten auch vollständig geimpft sein. Das Experiment solle nun zu einem späteren Termin nachgeholt werden.

Südafrika zunehmend im Griff der Delta-Variante

18.00 Uhr: In Südafrika steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen wieder deutlich an. Nach Angaben der Regierung befindet sich das Land mit mehr als 56 Millionen Einwohnern zunehmend im Griff der besonders ansteckenden Delta-Variante des Virus. Die amtierende Gesundheitsministerin Mmamoloko Kubayi sagte am Samstag: »Leider haben unsere Wissenschaftler entdeckt, dass wir eine neue Variante haben, die in unserem Land vorherrschend ist.«

Binnen 24 Stunden gab es nach offiziellen Angaben 18.762 Neuinfektionen – 11.777 davon allein im Ballungszentrum um die Hauptstadt Pretoria und Johannesburg. Dort befindet sich mittlerweile die Gesundheitsinfrastruktur an der Kapazitätsgrenze.

Experten empfehlen Impfung für Genesene in jedem Fall

17.59 Uhr: Eine Impfung für genesene Coronapatienten ist nach Expertenaussagen auch bei hohem Antikörperlevel sinnvoll. Man könne davon ausgehen, dass in sechs Monaten in der Regel ein sehr guter Schutz bei allen Menschen vorhanden sei, die Covid durchgemacht hätten, allerdings falle die Entwicklung unterschiedlich aus, sagte der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, in einer Diskussionsrunde am Samstag in Berlin.

»Es gibt Personen, bei denen es relativ niedrige Werte anfänglich gibt und die dann auch relativ schnell abfallen, bei anderen Personen ist das anders.« Es sei im Detail noch nicht ganz klar, was genau vor Covid-19 schütze. »Deswegen würde ich davon abraten, mich einfach nur an dem Antikörperlevel zu orientieren.« Mit einer einmaligen Impfung nach der Genesung sei sichergestellt, dass auch ein voller Schutz da sei.

Deutsche werden wegen Delta-Variante aus Portugal zurückgeholt

17.54 Uhr: Ab Dienstag gilt Portugal als Virusvariantengebiet - inklusive stark eingeschränkter Bevörderungsmöglichkeiten für Reiseanbieter. Der auf das Land spezialisierte Anbieter Olimar will nun seine Kunden zurückbringen.

Das RKI hatte Portugal wegen der Ausbreitung der besonders ansteckenden Delta-Variante des Virus am Freitagabend zum Virusvariantengebiet erklärt – zunächst für zwei Wochen.

»Es ist wie auf einen Kampf ohne Waffen zu warten«

17.48 Uhr: Im Westen Kenias wütet die Delta-Variante, mehr als 70 Prozent der Infektionen gehen auf sie zurück. Womit niemand gerechnet hat, tritt jetzt ein: Das Virus breitet sich in den Dörfern aus. Lesen Sie hier mehr.

Neuinfektionen in Großbritannien auf Vier-Monats-Hoch

17.30 Uhr: Wegen der Ausbreitung der Delta-Variante ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Großbritannien auf den höchsten Stand seit mehr als vier Monaten gestiegen. Am Samstag meldeten die Behörden 18.270 neue Fälle – rund 2400 mehr als am Vortag und so viele wie seit dem 5. Februar nicht mehr. Im Vergleich zum vorigen Samstag hat sich die Zahl fast verdoppelt.

Tausende protestieren in London gegen Coronamaßnahmen

Demonstranten fordern bei einem Protest auf der Oxford Street ein Ende der Coronamaßnahmen und des Lockdowns

Demonstranten fordern bei einem Protest auf der Oxford Street ein Ende der Coronamaßnahmen und des Lockdowns

Foto: Aaron Chown / dpa

17.15 Uhr: In London haben Tausende gegen die Coronaregeln der britischen Regierung protestiert und deren sofortige Aufhebung gefordert. Die Menge zog am Samstag vom Hyde Park über die Einkaufsstraße Oxford Street zum Parlament. Dort warfen einige Teilnehmer Tennisbälle mit kritischen und beleidigenden Aufschriften über die Zäune. Auf Plakaten wurden Mund-Nasen-Masken oder Coronaimpfungen kritisiert und lächerlich gemacht. Nur wenige Teilnehmer hielten sich an Masken- und Abstandsregeln.

Bangladesch wegen Ausbreitung von Delta-Variante im strikten Lockdown

17.00 Uhr: Aufgrund eines besorgniserregenden Anstiegs der Infektionen mit der hochansteckenden Delta-Variante des Coronavirus gilt in Bangladesch ab Montag wieder ein strikter Lockdown. Niemand dürfe dann mehr seine Wohnung verlassen, außer in Notfällen, teilte die Regierung am späten Freitagabend mit. Alle Büros blieben geschlossen, Fahrten seien dann nur noch aus medizinischen Gründen zugelassen.

Nach Angaben des Sprechers im Gesundheitsministerium, Robed Amin, sollen Polizei und Grenzschutz die Einhaltung der Regeln überwachen. Bei Bedarf werde auch die Armee hinzugezogen.

Spahn kündigt mehr Impfstoff an

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Foto: HANNIBAL HANSCHKE / REUTERS

16.58 Uhr: Die Versorgung mit Covid-19-Impfstoff in Deutschland wird sich nach Darstellung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in den kommenden Wochen deutlich verbessern. So werde zum Beispiel Moderna im Juli/August doppelt so viel Impfstoff liefern wie erwartet, sagte der CDU-Politiker in einer Diskussionsrunde am Samstag in Berlin. In der kommenden Woche kämen zudem eine Million Dosen von Johnson & Johnson, »die sich kurzfristig noch ergeben haben«. Auch eine große Lieferung von AstraZeneca und Biontech stehe an.

»Wir werden in der ersten Juli-Woche den Impfzentren der Länder fast fünf Millionen Dosen liefern. Die Größenordnung gab es noch nie«, sagte Spahn. »Bis Ende Juli wird jeder Erwachsene in Deutschland, der geimpft werden will, auch eine erste Impfung erhalten haben können; wenn die Lieferungen so weitergehen, vielleicht noch ein Stück früher«, sagte der Gesundheitsminister.

Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, forderte, beim Impfen nicht nachzulassen. Dieses sei das »mächtigste Werkzeug« gegen die Pandemie. »Wir reden von mehr als 80 Prozent der Menschen, die in unserem Land leben«, sagte Wieler auf die Frage, wie viele Menschen geimpft werden müssten.

Vier Klassen in Bergisch Gladbach wegen Delta-Variante wieder im Distanzunterricht

16.53 Uhr: Trotz stark rückläufiger Fallzahlen haben neue Coronafälle in Bergisch Gladbach wieder für Einschränkungen an zwei Schulen gesorgt. Wie der Rheinisch-Bergische Kreis am Samstag mitteilte, wurde bei einem vergangene Woche bekannt gewordenen Fall in einer Grundschule nun die Delta-Variante des Virus nachgewiesen. Die Kontaktpersonen des betroffenen Kindes seien bereits ermittelt und unter Quarantäne gesetzt worden, darunter seien auch die unmittelbaren Sitznachbarn des Kindes.

»Im Einvernehmen mit Schulleitung und Elternschaft wurde für die gesamte Klasse Distanzunterricht vereinbart.« Drei Geschwisterkinder wurden ebenfalls positiv getestet. Davon betroffen sind drei Schulklassen einer Förderschule in Bergisch Gladbach. Die letzte Schulwoche vor den Sommerferien verbringen diese Klassen jetzt ebenfalls im Distanzunterricht. Von welcher Coronavariante die drei Kinder betroffen sind, wird noch ermittelt.

Nächtliche Ausgangssperre in Italien entfällt

16.16 Uhr: In ganz Italien gilt ab Montag keine nächtliche Corona-Ausgangssperre mehr. Als letzte Region stufte Gesundheitsminister Roberto Speranza auch das Aostatal im Nordwesten des Landes als weiße Zone ein, wie er am späten Freitagabend auf Facebook mitteilte. Bis Montag gilt dort noch zwischen Mitternacht und 5.00 Uhr morgens die Ausgangssperre, auch bleiben bis dahin einige Beschränkungen strikter als im Rest des Landes.

Festnahmen und Verletzte bei Polizeieinsatz im Hamburger Stadtpark

Die Polizei löst eine Menschenansammlung im Stadtpark auf

Die Polizei löst eine Menschenansammlung im Stadtpark auf

Foto: Citynews TV / dpa

16.00 Uhr: Die Polizei hat in der Nacht zum Samstag erneut Feiern von mehreren tausend Menschen im Hamburger Stadtpark unter Protest aufgelöst. Zu Spitzenzeiten seien bis zu 4000 Besucher dort gewesen, teilte die Polizei am Morgen mit. Es habe fünf Ingewahrsamnahmen und sechs Festnahmen gegeben. Drei Beamte seien bei dem Einsatz leicht verletzt worden.

Am Freitag gegen 23 Uhr sei damit begonnen worden, die Menschenansammlungen zu trennen, weil die nach der aktuellen Corona-Verordnung vorgeschriebenen Abstände nicht mehr eingehalten wurden. Dabei wurden die Einsatzkräfte laut Polizei von mehreren Gruppen mit Flaschen, Pyrotechnik und anderen Gegenständen beworfen. Gegen 2.00 Uhr entspannte sich die Lage.

Urlaub, aber Impftermin – kann ich den verschieben?

15.57 Uhr: Vielen passt ihr Impftermin plötzlich nicht mehr in den Kalender. Doch die Zweitimpfung zu verlegen, ist kaum möglich. Patientenvertreter fordern mehr Flexibilität. Ärztevertreter kontern: »Wir sind nicht bei Wünsch-dir-was.«

Söder befürchtet Dominanz der Delta-Variante auch bald in Bayern

15.06 Uhr: Die Delta-Variante des Coronavirus wird nach Ansicht von CSU-Chef Markus Söder bald auch in Bayern das Infektionsgeschehen bestimmen. In einigen Wochen werde sie »auch bei uns die dominante Variante« sein, sagte der Ministerpräsident am Samstag bei der CSU-Listenaufstellung zur Bundestagswahl in Nürnberg. Wegen der Coronakrise fand die Veranstaltung unter freiem Himmel im Nürnberger Max-Morlock-Stadion statt.

Söder betonte, dass aus diesem Grund weiter Vorsicht notwendig sei und zu viele Lockerungen die erzielten Erfolge gefährdeten. Gleichwohl werde es in den kommenden Wochen »Stück für Stück« weitergehen mit den Lockerungen.

Mehr Absagen von Terminen – aber keine Impfmüdigkeit

15.03 Uhr: Allgemeinmediziner berichten, dass immer mehr Menschen ihre Impftermine nicht wahrnehmen – was anderen wiederum zur Erstdosis verhilft. An Impfstoff fehle es dennoch. Erfahren Sie hier mehr.

Schwesig und Lauterbach fordern striktere Testpflicht

14.54 Uhr: In der Urlaubszeit rückt auch angesichts der zunehmenden Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus die Rolle von Reisenden verstärkt in den Fokus. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (beide SPD) sprachen sich in der »Rheinischen Post« für eine doppelte Testpflicht für Reiserückkehrer aus.

Schwesig sagte internationale Reisen dürften »nicht dazu führen, dass sich wieder mehr Menschen infizieren und das Virus nach Hause tragen«. Die Tests sollten dabei zu Beginn der Rückkehr und nach fünf Tagen Quarantäne gemacht werden.

EM-Gastgeber St. Petersburg meldet Rekord an Coronatoten

12.28 Uhr: Die Corona-Sorgen in der EM-Stadt St. Petersburg werden immer größer. Offiziellen Daten zufolge gab es in der russischen Metropole in den vergangenen 24 Stunden 107 Corona-Tote. Laut einheimischer Nachrichtenagenturen ist das die höchste Zahl einer russischen Stadt seit Beginn der Pandemie. In St. Petersburg soll am Freitag noch ein Viertelfinale der Fußball-Europameisterschaft stattfinden.

In Russland steigt die Zahl der Neuinfektionen seit Tagen rasant an, auch im Rahmen der EM kam es zu zahlreichen Infektionen. Finnische Behörden teilten mit, dass fast 100 Finnen nach der Rückkehr aus St. Petersburg, wo zwei Vorrundenspiele des EM-Neulings stattgefunden hatten, positiv getestet worden seien. Die meisten finnischen Fans verzichteten bei ihrer EM-Party in der Zarenstadt auf die gängigen Hygienemaßnahmen.

Mehr als 44 Millionen Erstgeimpfte in Deutschland

11.06 Uhr: Ein halbes Jahr nach Beginn der Impfkampagne in Deutschland ist mehr als die Hälfte der Menschen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft, über ein Drittel hat auch schon die zweite Spitze erhalten. Wie aus Daten des Robert Koch-Instituts vom Samstag (Stand: 10.30 Uhr) hervorgeht, haben knapp 44,4 Millionen Menschen (53,3 Prozent) mindestens eine Impfdosis bekommen. 28,9 Millionen (34,8 Prozent) sind vollständig geimpft. Allein am Freitag wurden 852.814 Impfdosen verabreicht.

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Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 60,8 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. Bis auf Sachsen (47,2 Prozent) liegen alle Bundesländer über der 50-Prozent-Marke. Das Saarland hat mit 41,1 Prozent den höchsten Anteil an vollständig Geimpften. Brandenburg ist mit 32,2 Prozent das Schlusslicht.

Bei den Erstgeimpften liege Deutschland bei der absoluten Zahl erstmals vor Großbritannien, schrieb Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Samstag auf Twitter . In Großbritannien ist die als besonders ansteckend geltende Delta-Variante des Virus vorherrschend, ihr Anteil steigt auch in Deutschland.

Keine Quarantäne - Dänische Fußballfans auf Stippvisite in Amsterdam

10.25 Uhr: Dänische Fußballfans umgehen mit einem Kurztrip zum Achtelfinalspiel Dänemark gegen Wales in Amsterdam eine Quarantäne. Fünf Busse mit hunderten Fans sind unterwegs zum Spiel, das um 18 Uhr stattfinden soll. Die niederländischen Coronaregelungen empfehlen dringend eine häusliche Isolation von fünf Tagen für Reisende, die aus Dänemark kommen. Dies gilt allerdings nicht, wenn sie sich weniger als zwölf Stunden in dem Land aufhalten. Um die zwölf Stunden nicht zu überschreiten, sei der Plan, zur deutsch-niederländischen Grenze zu fahren und dort zu warten, sagte der Chef des Reiseveranstalters landsholdrejser.dk, Nicolai Nielsen.

Italiens Diskobetreiber hoffen auf Wiederöffnung

10.20 Uhr: In Italien schöpfen die Betreiber von Diskotheken Hoffnung, bald wieder ihre Tanzflächen öffnen zu können. Italienische Medien berichteten am Freitag und Samstag, die Experten des technisch-wissenschaftlichen Rates im Gesundheitsministerium hätten grünes Licht für eine eingeschränkte Wiederöffnung Anfang Juli gegeben. Das Gremium empfehle den Diskobetrieb lediglich für die sogenannten Weißen Zonen, im Freien und mit einer maximalen Auslastung von 50 Prozent, schrieb die Nachrichtenagentur Ansa.

Demnach soll nur hereingelassen werden, wer ein sogenanntes grünes Covid-19-Zertifikat vorlegen kann. Den Nachweis können Menschen erhalten, die nachweislich geimpft oder genesen sind oder einen negativen Corona-Test gemacht haben.

Das letzte Wort hat jetzt die Regierung. Wirtschaftsminister Giancarlo Giorgetti begrüßte die Haltung der Fachleute. »Am Montag wollen wir darum bitten, ein Datum für die Öffnung festzulegen«, teilte er mit. Diskobetreiber und Gewerkschaften fordern seit Wochen eine klare Ansage zur Wiederöffnung.

Mehr Corona-Impfdosen von Moderna erwartet

9.15 Uhr: Für die Corona-Impfungen sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums im dritten Quartal deutlich mehr Dosen des Herstellers Moderna zu erwarten als ursprünglich angekündigt. Im Juli sollen pro Woche statt der vorgesehenen 733.000 nun jeweils 1,33 Millionen Dosen kommen. Im August werden dann 2,57 Millionen Dosen pro Woche erwartet, im September 2,95 Millionen pro Woche.

Insgesamt will der US-Hersteller den neuen Zahlen zufolge im Juli 5,32 Millionen Impfdosen liefern, im August 10,28 Millionen und im September 14,5 Millionen Dosen. Dies gebe der Impfkampagne einen zusätzlichen Schub, sagte ein Ministeriumssprecher.

In der kommenden Woche sollen zusätzlich zu bereits eingeplanten anderen Lieferungen fünf Millionen Dosen des Impfstoffes von AstraZeneca und eine Million Dosen von Johnson & Johnson an die Impfzentren der Länder sowie an Arztpraxen und Betriebsärzte gehen.

Niederlande heben fast alle Corona-Regeln auf

Tanzen bis in die frühen Morgenstunden – in diesem Club in Amsterdam seit Kurzem wieder möglich.

Tanzen bis in die frühen Morgenstunden – in diesem Club in Amsterdam seit Kurzem wieder möglich.

Foto:

PAUL BERGEN / EPA

8.50 Uhr: Die Niederlande haben einen großen Schritt zurück zu einem öffentlichen Leben fast ohne Corona-Beschränkungen gemacht. Fast alle im Zuge der Pandemie eingeführten Maßnahmen sind seit Samstag wieder aufgehoben. Als zentrale Regel gilt nur noch der Sicherheitsabstand von 1,5 Meter. Wenn der – wie etwa in einer Disco – nicht eingehalten werden kann, ist Zutritt nur mit Test- oder Impfbeweis möglich. Die Regierung mahnte aber die Bürger weiterhin zur Vorsicht, auch im Blick auf die sich schnell verbreitende Delta-Variante des Virus, die als besonders ansteckend gilt.

Mehr als 15 Monate nach der erzwungenen Schließung öffneten bereits um Mitternacht in zahlreichen Städten Diskotheken und Nachtclubs wieder. Besucher konnten sich vor dem Eintritt testen lassen.

Auch für Gaststätten, Museen und Theater entfallen die Restriktionen. Und Fußballfans können ab sofort gemeinsam mit anderen die EM-Spiele auf Bildschirmen in Cafés und Kneipen anschauen. Auch andere Veranstaltungen sogar mit Zehntausenden Besuchern sind wieder möglich mit Test- oder Impfbeweis.

Auch die Maskenpflicht wurde fast vollständig aufgehoben. Nur in Bussen und Bahnen, auf Flughäfen sowie in Test- und Impfzentren müssen sie noch getragen werden. Die Niederlande haben zur Zeit etwa 29 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner pro Woche. Mehr als 50 Prozent der Einwohner haben zumindest eine Impfdosis erhalten. Fast jeder Dritte ist vollständig geimpft.

Markus Söder gegen erneuten Lockdown bei vierter Welle

7.40 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ist gegen einen erneuten Lockdown, sollten die Infektionszahlen wieder steigen. »In einer denkbaren vierten Welle mit der Delta-Mutation muss es neue Instrumente geben«, sagte der CSU-Politiker dem »Münchner Merkur«. »Wir müssen bei einem Anstieg nicht sofort wieder zur klassischen Notbremse greifen, also automatisch Geschäfte und Gastronomie schließen.« Die Gefahr sei nun wegen der fortschreitenden Impfungen eine andere, denn die Delta-Variante greife weniger die Älteren an, sondern eher Schüler und Studenten. »Wir müssen deshalb die Schulen besser vorbereiten.« Außerdem forderte er mehr Tempo beim Impfen.

Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland fällt auf 5,9

7.06 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 592 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Samstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.18 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 1108 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,9 an (Vortag: 6,2; Vorwoche: 9,3).

Deutschlandweit wurden den Angaben nach binnen 24 Stunden 68 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 99 Tote. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 726 172 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Den Sieben-Tage-R-Wert lag dem RKI am Freitagabend bei 0,78 (Vortag: 0,75). Das bedeutet, dass 100 Infizierte geschätzt 78 weitere Menschen anstecken.

Mehr als 30 Millionen digitale Impfnachweise

6.25 Uhr: In Deutschland sind inzwischen mehr als 32 Millionen digitale Corona-Impfnachweise erstellt worden. In Impfzentren und Arztpraxen waren es 5,9 Millionen und in Apotheken 11,9 Millionen, wie das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa mitteilte. Nachträglich per Post versandt wurden demnach mittlerweile 14,5 Millionen Zertifikate.

Der EU-weit vereinbarte digitale Nachweis zum Vorzeigen auf dem Handy ist eine freiwillige Ergänzung zum weiter gültigen gelben Impfheft aus Papier. Genutzt werden kann er über eine kostenlose App namens »CovPass« oder die Corona-Warn-App des Bundes. Dies kann als Beleg eines vollen Impfschutzes bei gelockerten Corona-Beschränkungen dienen und soll auch Reisen erleichtern.

Das Erstellen der digitalen Nachweise war Mitte Juni angelaufen. Zu bekommen sind sie direkt nach der Impfung in Praxen und Impfzentren. Dafür wird ein Code erzeugt, den man mit dem Smartphone einscannen oder auf Papier mitnehmen und später einscannen kann. Nachträglich ist dies auch in Apotheken möglich. Außerdem sollen auch per Post QR-Codes nach bereits erfolgten Impfungen in Impfzentren verschickt werden, die man dann selbst einscannen kann.

Regierung schickt Sydney in den Lockdown

4.30 Uhr: Die Delta-Variante des Coronavirus bereitet auch der Regierung in Australien Kopfzerbrechen. Sie hat deshalb einen Lockdown für die Millionenstadt Sydney angeordnet. Die Regelung ist zunächst auf zwei Wochen befristet. Australien war es bislang gelungen, die Coronapandemie verhältnismäßig gut zu meistern. Die Zahl der insgesamt verzeichneten Todesfälle wurde zuletzt mit rund 900 angegeben.

Lehrergewerkschaften: Kultusminister müssen RKI-Warnung ernst nehmen

0.01 Uhr: Lehrergewerkschaften haben die Kultusminister aufgefordert, das Plädoyer des Robert Koch-Instituts (RKI) für ausreichende Schutzmaßnahmen in den Schulen im nächsten Schuljahr ernst zu nehmen. »Es bleibt der Pandemie egal, wenn die Kultusministerkonferenz unbedingt zurück zum normalen Präsenzunterricht will«, sagte der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, dem »RedaktionsNetzwerk Deutschland«.

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Die Verantwortlichen stünden in der Pflicht, die Gesundheit der Schüler und Lehrer bestmöglich zu schützen. »Die Kultusministerien müssen die Warnungen deshalb ernst nehmen und insbesondere die Planungen für das nächste Schuljahr entsprechend anpassen.«

beb/nil/mjm/AFP/dpa/Reuters
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