Corona-Update am Sonntag Bayerischer Landkreis kurz vor 600er-Warnwert

Im niederbayerischen Landkreis Regen steigen die Neuinfektionen auf neue Höhen – Anwohner dürfen ihre Wohnungen nicht ohne »triftigem Grund« verlassen. Und: Das britische Prinzenpaar reist zu Corona-Helden. Der Überblick am 6. Dezember.
Foto: Armin Weigel / dpa

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+++ Bayerischer Landkreis kurz vor 600er-Warnwert +++

16.53 Uhr: Im niederbayerischen Landkreis Regen steigt der Corona-Warnwert auf neue Höhen. Am Sonntag lag der Wert in dem Landkreis an der tschechischen Grenze bei fast 600 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, teilte das Gesundheitsamt bei einer Pressekonferenz mit. Laut Robert Koch-Institut wies am Sonntag kein anderer Ort in Deutschland einen so hohen Wert auf. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit gab den Wert mit fast 593 an.

Die Gründe für die starke Ausbreitung konnte die Landrätin nicht erklären. Es sei aber unter anderem zu vermuten, dass viele Infizierte nicht alle Kontaktpersonen angeben hätten, damit diese nicht in Quarantäne müssten. In der Gegend im Bayerischen Wald gelten bereits strenge Ausgangsbeschränkungen.

Kanzleramtschef Braun plädiert für schärfere Maßnahmen

23.50 Uhr: CDU-Politiker und Kanzleramtschef Helge Braun hat sich angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen für striktere Maßnahmen in Hotspots ausgesprochen. Weil ein »Lockdown dieser Art« auf Dauer nicht funktioniere, werde man »mindestens in den Hotspots nochmal richtig deutliche Verschärfungen machen müssen«, sagte Braun im »Bild«-Talk »Die richtigen Fragen«.

Jede Region, jedes Bundesland und jeder Landkreis müsse eine Dynamik aufweisen, die zügig unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern pro Woche heruntergehe. Wenn es von Länderseite die Bereitschaft gebe, etwas gemeinsam gegen die Hotspots zu tun, dann sei die Bundesregierung sofort dabei, sagte Braun weiter.

Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) hatte zuvor eine weitere Ministerpräsidentenkonferenz noch vor Weihnachten ins Gespräch gebracht.

Man werde »wahrscheinlich« noch einmal eine Konferenz vor Weihnachten brauchen, sagte Söder nach einer Sondersitzung seines Kabinetts in München. Man müsse sich wohl noch einmal unterhalten, was an Weihnachten und insbesondere über Silvester stattfinde. Bislang ist eine neue Ministerpräsidentenkonferenz für den 4. Januar geplant.

Auch Schleswig-Holstein zum Corona-Risikogebiet erklärt

23.44 Uhr: Die Infektionszahlen sind im Bundesvergleich noch immer niedrig: Dennoch ist auch Schleswig-Holstein am Sonntag als letztes Bundesland in Deutschland in der aktuellen Infektionswelle zum Corona-Risikogebiet geworden.

In den vergangenen sieben Tagen kamen auf 100.000 Einwohner im Schnitt 51,6 Infektionen, wie die Landesregierung mitteilte. Damit ist der wichtige Risikowert von 50,1 überschritten. Am Samstag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 48,9 gelegen. Die Landesregierung meldete am Sonntagabend 154 neue Fälle.

Seit Beginn der Pandemie sind in Schleswig-Holstein 15.771 Infektionen nachgewiesen worden, wie die Landesregierung weiter mitteilte. In den Krankenhäusern werden den Angaben zufolge 114 Covid-19-Patienten behandelt. Die Zahl der genesenen Menschen wird auf 12.500 geschätzt.

Am Sonntagnachmittag hatte bereits das Nachbar-Bundesland Mecklenburg-Vorpommern den Warnwert überschritten. Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sind die Bundesländer mit den geringsten Infektionszahlen.

Trump-Anwalt Giuliani offenbar positiv getestet

21.30 Uhr: Der ehemalige Bürgermeister von New York City und heutige Trump-Vertraute Rudy Giuliani ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab sein Mandant, US-Präsident Trump, via Twitter bekannt.

Bundesweiter Aktionstag zu Kontrolle der Maskenpflicht in Bus und Bahn

19.47 Uhr: Am Montag findet der erste bundesweite Aktionstag zur Kontrolle und Einhaltung der Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr statt. Deutschlandweit wollen die zuständigen Behörden und Verkehrsunternehmen ihre Maßnahmen zur Umsetzung der Maskenpflicht sichtbar erhöhen. Das Maskentragen ist in allen öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht. Die Bundespolizei ermahnte in den vergangenen Wochen bereits zehntausende Bahnfahrer und Bahnhofsbesucher wegen Verstößen.

Mehr als 60.000 Corona-Tote in Italien

18.45 Uhr: Die Zahl der Corona-Toten hat in Italien die Schwelle von 60.000 überschritten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Rom starben bis Sonntag 60.078 Menschen an oder mit einer Coronavirus-Infektion. Seit Beginn der Pandemie haben sich in Italien mehr als 1,7 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Hessens Ministerpräsident plädiert für strengere Regeln in Hotspots

18.31 Uhr: »Ich glaube, wir werden auch zur Ausgangssperre kommen müssen. Wir werden manches verbieten müssen, zum Beispiel Alkoholverkauf oder Alkoholnutzung in der Öffentlichkeit«, das sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier im ARD-»Bericht aus Berlin«. Dabei betonte er aber, es gehe vor allem um Hotspots mit einer sogenannten Inzidenz von nachhaltig über 200, also mehr als 200 neuen Fällen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. In Hessen habe beispielsweise Offenbach eine sehr hohe Inzidenz, in anderen Gegenden sehe es besser aus. "Da macht es ja keinen Sinn, landesweit so etwas zu machen." Er hob sich damit von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ab, der den Katastrophenfall ausrufen und eine landesweite Ausgangsbeschränkung erlassen will. 

Mecklenburg-Vorpommern gilt wieder als Risikogebiet

18.18 Uhr: Das Landesamt für Gesundheit und Soziales hat am Sonntag 95 Corona-Neuinfektionen für Mecklenburg-Vorpommern gemeldet. Das sind mehr als doppelt so viele wie vor einer Woche, als 46 Fälle binnen eines Tages festgestellt worden waren. Die Sieben-Tage-Inzidenz – die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche – stieg von 47,3 am Samstag auf nunmehr 50,6. Damit ist Mecklenburg-Vorpommern wieder Risikogebiet. Der Grenzwert von 50,1 war zuletzt Anfang November kurzzeitig überschritten worden. Derzeit werden in Mecklenburg-Vorpommern 123 Corona-Patienten in Krankenhäusern behandelt, 30 davon auf Intensivstationen.

US-Expertin: Müssen in Pandemie falsche Behauptungen bekämpfen

Deborah Birx

Deborah Birx

Foto: Susan Walsh / AP

18.00 Uhr: In den USA halten sich nach Angaben der Regierungsberaterin Deborah Birx auch Monate nach Beginn der Pandemie falsche Behauptungen. Wenn sie im Land unterwegs sei, höre sie Menschen »nachplappern«, dass Masken nicht funktionierten, dass man auf Herdenimmunität hinarbeiten sollte und dass Versammlungen nicht zu Superspreading-Events würden, sagte die Ärztin im Sender NBC News . »Ich denke, unsere Aufgabe ist es, ständig zu sagen, dass dies Mythen sind, dass sie falsch sind.«

Birx gehört zur Corona-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses. Sie beklagte auch den Widerstand von Gouverneuren und Bürgermeistern gegen strengere Maßnahmen. In einigen Südstaaten gebe es Fallzahlen wie im Sommer, aber die Verantwortlichen griffen nicht auf bewährte Maßnahmen zurück. In den vergangenen Tagen lag die Zahl der bestätigten Neuinfektionen in den USA nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität bei mehr als 200.000 pro Tag. Fünf Tage in Folge starben mehr als 2200 Menschen binnen 24 Stunden nach einer Infektion.

In Großbritannien über 17.000 neue Ansteckungen

17.40 Uhr: In Großbritannien registrieren die Behörden 17.272 neue Coronavirus-Fälle. Damit steigt die Gesamtzahl der Infizierten auf 1,72 Millionen. 231 Menschen sind nach einer Ansteckung gestorben. Die Zahl der Kranken, die innerhalb von 28 Tagen nach dem Nachweis der Erreger gestorben sind, wächst auf 61.245.

Mehr als 30.000 Neuinfektionen in der Türkei

17.23 Uhr: Die Türkei meldet 30.402 Neuinfektionen und 195 weitere Todesfälle. Den Daten des Gesundheitsministeriums zufolge sind damit insgesamt 14.900 Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der Gesamtinfektionen ist dagegen unbekannt, weil die Türkei vier Monate lang nur Fälle verzeichnete, bei denen Symptome vorlagen. Seit dem 25. November werden wieder alle Fälle gezählt.

Dänemark meldet Höchstwert an Neuinfektionen

17.14 Uhr: Dänemark hat bei den erfassten Neuinfektionen einen neuen Höchststand erreicht. Wie am Sonntag aus Zahlen des staatlichen Gesundheitsinstituts SSI hervorging, wurden seit Samstag 1745 neue bestätigte Fälle bekannt. Die Zahl der Toten mit einer bestätigten Corona-Infektion stieg im gleichen Zeitraum um sieben auf 885. Ministerpräsidentin Mette Frederiksen schrieb am Sonntag auf Facebook , dass die Regierung die Einführung neuer Corona-Maßnahmen plane, ohne jedoch Einzelheiten zu nennen. Das nordeuropäische Land mit rund 5,8 Millionen Einwohnern verzeichnete bislang rund 90.600 Corona-Fälle.

Heilbronn kündigt nächtliche Ausgangsbeschränkungen an

17.08 Uhr: Im Corona-Hotspot Heilbronn soll es ab Dienstag eine nächtliche Ausgangsbeschränkung geben. Eine entsprechende Allgemeinverfügung werde am Montag verkündet, teilte eine Sprecherin der Stadt am Sonntag mit. Die Ausgangsbeschränkung soll von 21.00 Uhr bis 5.00 Uhr gelten. Das Verlassen des Hauses wäre demnach in dieser Zeit nur noch mit »triftigem Grund« möglich, wie in den Städten Mannheim und Pforzheim, wo eine solche Regelung bereits seit dem Wochenende greift. Die Stadt überschritt zuletzt mehrere Tage den Wert von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche und gilt damit als Hotspot.


Prinz William und Kate reisen mit royalem Zug zu Corona-Helden

Für die Herzogin von Cambridge soll es die erste offizielle Reise an Bord des royalen Zuges sein

Für die Herzogin von Cambridge soll es die erste offizielle Reise an Bord des royalen Zuges sein

Foto: Evening Standard / dpa

16.28 Uhr: Prinz William und Herzogin Catherine wollen auf einer mehrtägigen Zugreise durch Großbritannien Helden der Coronakrise treffen. Über drei Tage hinweg wollte das Paar ab Sonntag mit dem royalen Zug 1250 Meilen (ca. 2.012 km) durch England, Schottland und Wales zurücklegen und mit systemrelevanten sowie außergewöhnlichen Personen ins Gespräch kommen. Sie wollten einen »Scheinwerfer auf die unglaubliche Arbeit richten, die geleistet worden sei«, sagte eine Sprecherin.

Lauterbach fordert auch für Bund bayerische Corona-Regeln

SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach: »Wir brauchen jetzt einen harten Shutdown, um etwas zu bewirken«

SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach: »Wir brauchen jetzt einen harten Shutdown, um etwas zu bewirken«

Foto: Kay Nietfeld / dpa

15.55 Uhr: Die von Bayern geplanten schärferen Corona-Maßnahmen sollten nach Ansicht des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach zügig auf ganz Deutschland ausgeweitet werden. »Der Wellenbrecher-Shutdown reicht bei Weitem nicht mehr aus. Es ist nicht akzeptabel, dass wir jeden Tag bis zu 500 Tote haben«, sagt er der Funke-Mediengruppe. Er regt zudem die Schließung des Einzelhandels nach Weihnachten an: Die Geschäfte sollten mindestens bis Ende der ersten Januar-Woche geschlossen bleiben. »Wir brauchen jetzt einen harten Shutdown, um etwas zu bewirken.«

Polizei löst »Glühweinspaziergang« auf

15.20 Uhr: Die Polizei hat in Heidelberg eine Gruppe von rund 200 Menschen aufgelöst, die zum Glühweintrinken zusammengekommen waren. In fast allen Fällen hätten sie weder Abstand gehalten noch einen Mund-Nasen-Schutz getragen, teilte die Polizei mit. Die Beteiligten seien am Samstag wegen eines »Glühweinspaziergangs« von vier Gaststätten zusammengekommen, hätten dann aber dicht gedrängt auf der Straße gestanden, statt zu spazieren.

Es seien mehr als 20 Polizisten im Einsatz gewesen, um die Gruppe aufzulösen. Von rund 70 Menschen seien die Personalien aufgenommen und Bußgeldverfahren wegen Verstoßes gegen die Corona-Verordnung eingeleitet worden. Gegen die Betreiber der Gaststätten werde ermittelt. Der kommunale Ordnungsdienst hat den Gaststätten den Verkauf des Glühweins laut Polizei am Abend untersagt. Ein für Sonntag geplanter erneuter »Glühweinspaziergang« solle streng kontrolliert werden, hieß es von der Polizei.

Auch Thüringen will offenbar keine Lockerungen zu Weihnachten und Silvester

15.02 Uhr: In Thüringen soll es wegen der zunehmenden Zahl an Infektionen mit dem Coronavirus einem Medienbericht zufolge über die Feiertage keine Lockerungen der Corona-Maßnahmen geben. »Es wird keine Entlastungen für Weihnachten und Silvester geben«, zitierten am Sonntag die Thüringer Zeitungen der Funke Mediengruppe Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke). Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur war die Staatskanzlei zunächst nicht zu erreichen.

Bund und Länder hatten ursprünglich geplant, bei Familientreffen vom 23. Dezember bis 1. Januar zehn Personen plus Kinder zuzulassen – unabhängig davon, aus wie vielen Haushalten sie kommen. Baden-Württemberg und Berlin haben die geplanten Lockerungen aber von Anfang an nicht oder nur eingeschränkt mitgemacht. Bayern ist am Sonntag zurückgerudert und hat angekündigt, dass es Silvester doch keine Lockerungen geben soll.

Bayern verhängt Katastrophenfall und Ausgangssperre

14.13 Uhr: Wegen der anhaltend hohen Corona-Zahlen ruft Bayern ab dem 9. Dezember erneut den Katastrophenfall aus. Das beschloss das Kabinett um Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei einer Sondersitzung am Sonntag in München. Am Dienstag soll der Landtag noch darüber abstimmen. Lesen Sie hier mehr.

Pakistan: Sieben Patienten sterben wegen fehlender Sauerstoffvorräte

13.38 Uhr: Mindestens sieben Patienten starben Medienberichten zufolge in der Nacht zum Sonntag in der pakistanischen Stadt Peshawar, als einem öffentlichen Krankenhaus der Sauerstoffnachschub ausging. Die Provinzregierung kündigte eine Untersuchung zu dem Vorfall an.

Angesichts steigender Corona-Fallzahlen in Pakistan geraten Krankenhäuser an ihre Kapazitätsgrenzen. »Wir sind in einer kritischen Situation, die sich jeden Tag durch neue Infektionen verschlimmert«, sagte der Generalsekretär des Medizinerverbands Pakistan Medical Association, Sajjad Qaiser, der Deutschen Presse-Agentur. Die Kliniken seien mit schwer kranken Covid-19-Patienten überfüllt. »Ein neuer Patient bekommt ein Bett, wenn er Glück hat oder ein Patient entlassen wird«, erklärte Qaiser. Zudem gebe es einen Mangel an Beatmungsgeräten und mancherorts auch an Sauerstoffflaschen.

Bischof verurteilt religiöse Symbole bei Corona-Protesten

13.31 Uhr: Die Kirchen sollen sich nach den Worten des Augsburger Bischofs Bertram Meier stärker gegen die Verwendung religiöser Symbole bei Protesten gegen die Corona-Politik wehren. »Das ist nicht nur eine Instrumentalisierung des Glaubens, das ist ein Verbiegen des Religiösen«, sagte Meier der »Augsburger Allgemeinen«.

Diese Frau stellte sich mit einem Kruzifix auf einer Corona-Demo in Berlin der Polizei entgegen

Diese Frau stellte sich mit einem Kruzifix auf einer Corona-Demo in Berlin der Polizei entgegen

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Frederic Kern / imago images/Future Image

Er kritisierte, dass Proteste als Gottesdienste deklariert und Kruzifixe getragen und am Martinstag Lichterumzüge als Corona-Proteste veranstaltet würden. »Mich erinnert das an die islamfeindliche und nationalistische Pegida-Bewegung, bei deren Demos ebenfalls Kreuze zu sehen waren«, sagte Meier. »Im Zeichen des Kreuzes erklangen dumpfe Parolen. Wir müssen hier als Kirchen, als Christen sehr aufpassen. Wir müssen uns davon distanzieren.« Es mache ihn »fassungslos«, wenn Protestierende sich mit Judensternen wie Verfolgte des »Dritten Reiches« als Opfer der Corona-Politik darstellten.

100 junge Leute geraten in Düsseldorf mit Polizei aneinander

13.28 Uhr: Sie sollen Corona-Kontrollen behindert und Ordnungshüter angegriffen haben: In Düsseldorf sind der Polizei zufolge etwa hundert Menschen mit Behördenmitarbeitern aneinandergeraten. Die Beamten griffen durch. Lesen Sie hier mehr.

Polizei löst Karaoke-Party mit 41 Teilnehmern auf

13.22 Uhr: Eine Wohnung samt Bar und Musikanlage, in der 41 Menschen feierten: In Berlin-Lichtenberg hat die Polizei eine illegale Party beendet. Einige Besucher versuchten, über das Dach zu fliehen. Lesen Sie hier mehr.

Italien lockert strikte Beschränkungen in einigen Regionen

13.04 Uhr: In mehreren italienischen Regionen sind die strikten Corona-Beschränkungen gelockert worden. Unter anderem in der Toskana, in Kampanien und dem Aostatal dürfen die Menschen seit Sonntag wieder innerhalb ihrer Region reisen, diese aber weiterhin nicht verlassen. Der Einzelhandel ist wieder geöffnet, nur Restaurants und Bars müssen weiterhin geschlossen bleiben.

In der Region Abruzzen im Zentrum des Landes herrschen weiterhin strenge Einschränkungen. Die Bewohner dürfen ihre Häuser nur für die Arbeit, Lebensmitteleinkäufe oder Arztbesuche verlassen, oder um ihre Kinder zur Schule zu bringen.

Auch in Österreich bereiteten sich die Menschen derweil auf die Lockerung des seit Mitte November geltenden strikten Lockdowns vor. Aus der ganztägigen Ausgangssperre wird ab Montag eine nächtliche Ausgangssperre von 20.00 bis 06.00 Uhr, außerdem dürfen wieder alle Geschäfte und Friseure öffnen. Zudem dürfen sich die Menschen wieder mit Mitgliedern eines anderen Haushalts treffen. Auch Museen und Bibliotheken dürfen ab Montag wieder öffnen. Kulturveranstaltungen bleiben hingegen untersagt, Kinos geschlossen.

Scholz hält Teil-Shutdown nicht für zu milde

Weitere Hilfen seien möglich, solange wie es nötig sei, sagte Olaf Scholz

Weitere Hilfen seien möglich, solange wie es nötig sei, sagte Olaf Scholz

Foto: Michael Kappeler / dpa

11.49 Uhr: Vizekanzler Olaf Scholz hält den Teil-Shutdown seit Anfang November nicht für zu milde. Die Maßnahmen hätten Wirkung gezeigt, allerdings nicht so stark wie erhofft, sagte der SPD-Kanzlerkandidat dem Deutschlandfunk. Die Infektionszahlen hätten sich stabilisiert, würden aber noch nicht deutlich zurückgehen.

Die Bundesregierung will die Sonderhilfen im November und Dezember, die Umsatzentschädigungen für zwangsweise geschlossene Betriebe vorsehen, ab Januar anders gestalten. Dann sollen von Corona betroffene Unternehmen einen Großteil ihrer Fixkosten ersetzt bekommen. Ab Dienstag berät der Bundestag endgültig über den Haushalt für 2021. Der Bundesfinanzminister plant 2021 mit einer Neuverschuldung von rund 180 Milliarden Euro.

 Lauterbach warnt vor Glühweinständen

11.27 Uhr: Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach steht den vielen Glühweinstände in der Stadt Köln kritisch gegenüber. »Glühweinstände sind heute Abend voll im Einsatz. Im Belgischen Viertel zB stehen die Leute ohne Maske und Abstand mit Glühwein/Flaschenbier«, schrieb Lauterbach auf Twitter . Er wundert sich: »Ordnungskräfte sehe ich keine.« Und warnt: »Die heute Infizierten stecken nächste Woche andere an.« Bereits am Freitagabend hat das Ordnungsamt eine »Glühweinwanderung« aufgelöst. 200 Personen hatten sich in Ehrenfeld versammelt, sich dann aber nicht vom Platz bewegt.

Landesminister fordern Impfpriorität für Justiz

11.05 Uhr: Die Justiz soll nach einer Forderung mehrerer Landesminister bei Impfungen gegen das Coronavirus auch Priorität haben. »Wir waren uns auf der Justizministerkonferenz einig, dass in der Corona-Impffolge der Justizvollzug in der Priorisierung ebenfalls oben rangieren muss, so wie das Medizinpersonal, Polizei und Feuerwehr«, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Justizministerin Katy Hoffmeister (CDU). Daher hätten sich Justizminister der Union mit einem Schreiben an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gewandt, damit er bei den Mitgliedern der Ständigen Impfkommission auf die Bedeutung der Justizbediensteten hinweise.

Für den Justizvollzug gehe es zum Beispiel um sensible Bereiche wie Quarantänestation, medizinische Abteilung und Küche. Auch Betreuungsrichter, Gerichtsvollzieher und Wachtmeistereien müssten berücksichtigt werden, erläuterte die Ministerin. An den Gerichten und Staatsanwaltschaften könnten eilige Haftsachen nicht aus dem Homeoffice erledigt werden. Hoffmeister betonte, dass die Impfung freiwillig sei. Allein in Mecklenburg-Vorpommern gibt es nach ihren Worten rund 3000 Justizbedienstete. Nicht alle könnten sofort eine Impfung erhalten.

Grüne für bundesweit einheitliche Corona-Regeln

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt über die Coronakrise: »Nötig ist eine längerfristige Perspektive«

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt über die Coronakrise: »Nötig ist eine längerfristige Perspektive«

Foto:

Johannes Neudecker / dpa

10.30 Uhr: Führende Grünenpolitiker im Bundestag legen einen Fünfstufenplan vor, der während der Pandemie bundeseinheitliche Vorgaben macht. »Nötig ist eine längerfristige Perspektive«, sagt die Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt. »Wir schlagen dafür einen bundesweit verbindlichen Stufenplan vor, mit dem klar ist, ab wann wo welche Maßnahmen gelten. Im Vergleich zur jetzigen Situation sieht der Plan frühere Eingriffsstufen vor, verlangt zum Teil konsequentere Maßnahmen, macht durch seine stärkere Differenzierung aber auch mehr Kultur, Begegnung, Gastronomie und Handel möglich, solange das lokale Infektionsgeschehen niedrig ist und kontrollierbar bleibt.«

Israel lockert Corona-Maßnahmen weiter

09.52 Uhr: Im Rahmen einer stufenweisen Lockerung der Corona-Maßnahmen sind in Israel am Sonntag die Mittelschulen wieder geöffnet worden. Rund 400.000 Schüler der 7. bis 9. Klasse, die monatelang online unterrichtet worden waren, erhalten damit wieder tageweise Präsenzunterricht. Jüngere und ältere Schüler durften schon früher wieder die Schule besuchen. In Israel beginnt die Schulwoche sonntags.

Russland meldet erneut Höchstwert bei Neuinfektionen

09.50 Uhr: Russland verzeichnet erneut einen Höchstwert bei den Neuinfektionen. Binnen 24 Stunden wurden nach Behördenangaben 29.039 nachgewiesene Ansteckungsfälle gemeldet – so viele wie nie zuvor. Insgesamt wurden bislang mehr als 2,46 Millionen Infektionsfälle registriert. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus stieg um 457 auf 43.141.

 Interesse an Massentests in Österreich geringer als erwartet

In Wien kann man sich noch bis zum 13. Dezember testen lassen

In Wien kann man sich noch bis zum 13. Dezember testen lassen

Foto: Barbara Gindl / dpa

09.13 Uhr: Das Interesse der Bürger an den Corona-Massentests in Österreich ist bislang geringer als erwartet. In den ersten beiden Tagen ließen sich in den Bundesländern Wien, Tirol und Vorarlberg nach einem ersten Überblick rund 300.000 Menschen auf das Virus untersuchen. Besonders die Teststationen in Wien waren nach Angaben der Stadt nicht ausgelastet. Am Samstag wurden 22.000 Tests gemacht, die Kapazität in der Hauptstadt liegt bei 150.000 täglich. Es wurden insgesamt nur wenige Infizierte gefunden. Von den knapp 160.000 in Tirol getesteten Menschen waren 417 positiv. Dies entspreche 0,27 Prozent, teilte das Land mit.

Grundschulen reaktivieren für Schutzmaßnahmen ihre Glocken

08.59 Uhr: In vielen Grundschulen sind wegen der Lüftungsempfehlungen in der Coronakrise abgeschaltete Schulglocken wieder reaktiviert worden. Das sagte der Vorsitzende des Grundschulverbands, Edgar Bohn. »In vielen Grundschulen war die Glocke weitgehend außer Dienst. Vielfach wurde sie wieder in Dienst gestellt und läutet nun jeweils zur 20-Minuten-Lüftung.«

Das Umweltbundesamt hatte empfohlen, in Schulen regelmäßig alle 20 Minuten für rund fünf Minuten stoßzulüften, um die Ansteckungsgefahren zu verringern. Jetzt im Winter wird es dadurch in vielen Klassenzimmern ungemütlich. Leider seien manche Kinder immer noch nicht passend angezogen, sagte Bohn.

»Der Unterrichtsfluss wird durch das Lüften während der Unterrichtszeit nicht unbedingt befördert«, fügte der frühere Grundschulrektor hinzu. Nicht so sehr störe das Lüften, wenn Kinder in freien Unterrichtsformen selbstständig arbeiteten. Allgemein verläuft der Unterricht nach Einschätzung Bohns an den Grundschulen im Rahmen der Einschränkungen »verhältnismäßig ruhig und geregelt«. In Deutschland gibt es rund 15.000 Grundschulen mit 2,8 Millionen Schülern.

Südkorea verschärft Beschränkungen des öffentlichen Lebens

In Südkorea leben über 51 Millionen Menschen

In Südkorea leben über 51 Millionen Menschen

Foto: YONHAP/EPA-EFE/Shutterstock

08.48 Uhr: Südkorea verschärft erneut die Beschränkungen des öffentlichen Lebens in der Hauptstadt Seoul. Ab sofort seien Versammlungen von mehr als 50 Menschen untersagt, berichtet die Nachrichtenagentur Yonhap.

Auch für Gottesdienste und Schulunterricht, Fitnessstudios und Karaokebars gebe es strengere Auflagen. Diese würden mindestens bis Ende des Jahres gelten, meldet die Nachrichtenagentur News1. Südkorea verzeichnet erneut einen Höchstwert bei den täglichen Neuinfektionen. Bereits am Samstag wurden Ausgangssperren für Seoul verhängt.

Bayern erwägt weitere Verschärfung der Schutzmaßnahmen

07.28 Uhr: Angesichts der kaum sinkenden Corona-Infektionszahlen bahnen sich in Bayern wie bereits in einzelnen anderen Ländern Verschärfungen der geltenden Regeln an. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sein Kabinett für diesen Sonntagmittag zu einer Sondersitzung zusammengerufen. Der Ministerrat will nach Angaben der Staatskanzlei per Videoschalte über »weitere Maßnahmen« beraten.

»Es braucht jetzt konsequentes Vorgehen«, sagte Söder der »Bild am Sonntag«. »Wir können die hohen Todeszahlen in Deutschland nicht hinnehmen. Die Ansteckungszahlen sind weiterhin zu hoch. Es ist besser, bis Weihnachten zu handeln, als ein dauerhaftes Stop-and-Go für die Bevölkerung.«

Wegen der nach wie vor hohen Infektionszahlen wächst die Sorge, dass bei der von Bund und Ländern vereinbarten Lockerung über Weihnachten und den Jahreswechsel die Zahlen anschließend in die Höhe schnellen. Aus den Reihen von Union und SPD mehren sich die Warnungen, kein überflüssiges Risiko einzugehen.

Behörden melden mehr als 17.700 Neuinfektionen

07.22 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen 24 Stunden 17.767 neue Corona-Infektionen gemeldet. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Vor einer Woche lag der Wert noch bei 14.611 gemeldeten Neu-Infektionen an einem Tag.

Innerhalb eines Tages sind zudem 255 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Damit steigt die Zahl der Todesfälle in Deutschland auf 18.772 seit Beginn der Pandemie (Stand Mitternacht). Insgesamt haben sich nach Angaben des RKI nun mehr als 1,17 Millionen Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert.

Der sogenannte Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Samstag bei 1,10 (Vortag: 1,04). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 110 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Queen Elizabeth will sich schnell gegen Corona impfen lassen

Die britische Monarchin und ihr Ehemann

Die britische Monarchin und ihr Ehemann

Foto: Chris Jackson / dpa

07.21 Uhr: Großbritanniens Königin Elizabeth II. will sich einem Medienbericht zufolge innerhalb weniger Wochen gegen das Coronavirus impfen lassen. Die 94-jährige Monarchin und ihr 99-jähriger Mann Philip gehörten wegen ihres hohen Alters zur Corona-Hochrisikogruppe und hätten deshalb Anspruch darauf, sich den im Vereinigten Königreich bereits zugelassenen Impfstoff von Biontech-Pfizer frühzeitig verabreichen zu lassen, berichtete die Zeitung »Mail on Sunday«.

Ranghohe Mitglieder des Königshauses planten, ihre eigene Impfung öffentlich bekannt zu geben, um auf diese Weise mehr Menschen zu »ermutigen«, sich die »lebenswichtige Spritze« ebenfalls geben zu lassen, schrieb die »Mail on Sunday« weiter. In Großbritannien gibt es Befürchtungen, wonach Impfgegner auch andere Menschen davon überzeugen könnten, sich nicht gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Offenbar 40 Prozent mehr Corona-Patienten auf Intensivstation als im Frühjahr

07.15 Uhr: Die Krankenhäuser in Deutschland kommen laut einem Medienbericht angesichts der steigenden Belastungen durch die Corona-Pandemie an ihre Grenzen. »In einzelnen Ländern wie Sachsen ist die Zahl der Intensivpatienten fünfmal so hoch wie im April. Dort geraten Kliniken an ihre Kapazitätsgrenzen oder haben diese bereits überschritten«, warnte Gerald Gaß, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) im Gespräch mit der »Welt am Sonntag«.

Nach Angaben der DKG befinden sich demnach gegenwärtig 40 Prozent mehr Covid-19-Intensivpatienten auf Station als noch während der ersten Welle der Pandemie im Frühjahr. Hinzu kämen rund 16.000 Covid-19-Fälle, die auf Normalstationen versorgt würden. »Diese haben einen deutlich höheren Versorgungsaufwand als andere Patienten«, sagte Gaß.

Im Frühjahr hätten kleinere, weniger gut ausgerüstete Kliniken ihre schwer kranken Covid-19-Patienten dem Bericht zufolge meist problemlos an Maximalversorger wie etwa Universitätskliniken überweisen können. Nun würden sich diese in manchen Regionen selbst der Belastungsgrenze nähern.

Mehr als 200.000 Neuinfektionen und 2237 Tote in USA

06.30 Uhr: In den USA melden die Behörden mindestens 205.442 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Danach steigt die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungsfälle auf insgesamt 14,56 Millionen. Mindestens 2237 Menschen starben binnen eines Tages mit oder an dem Coronavirus. Insgesamt sind es danach 281.148 Menschen.

Großbritannien will Dienstag mit ersten Impfungen beginnen

01.52 Uhr: Großbritannien will am Dienstag mit den ersten Impfungen gegen das Coronavirus beginnen. Oberste Priorität hätten dabei die über 80-Jährigen und Mitarbeiter des Gesundheitssystems sowie das Personal und die Bewohner von Pflegeheimen, teilt die Regierung in London mit. Der Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech  und seines US-Partners Pfizer solle zunächst in Krankenhäusern verfügbar sein, bevor Vorräte an Arztpraxen verteilt würden. Es wird erwartet, dass innerhalb der ersten Woche etwa 800.000 Impfdosen zur Verfügung stehen.

Insgesamt hat Großbritannien bei den beiden Unternehmen 40 Millionen Dosen bestellt - genug um bei der erforderlichen Zweifachdosierung 20 Millionen Menschen in dem 67 Millionen Einwohner zählenden Land zu impfen. Großbritannien hatte am Mittwoch als weltweit erstes Land den Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer zugelassen.

Deutschen Skigebieten droht Millionen-Schaden

02.10 Uhr: In deutschen Skigebieten droht laut einem Medienbericht durch die Corona-Beschränkungen ein Schaden von mehr als 400 Millionen Euro. Der durchschnittliche Umsatz der Seilbahnen liege im Winter bei rund 90 Millionen Euro, das Vierfache würden Besucher für Essen, Übernachtungen und Ski-Kurse ausgeben, sagte Matthias Stauch vom Verband Deutscher Seilbahnen und Schlepplifte der »Welt am Sonntag«.

In den Weihnachtsferien fielen demnach durchschnittlich etwa 30 Prozent des Umsatzes an. »Letztlich gehen also 150 Millionen Euro an Wertschöpfung im gesamten Umfeld der Bergbahnen verloren, wenn wir in den Weihnachtsferien geschlossen bleiben«, sagte Stauch.

Lufthansa baut bis Jahresende 29.000 Stellen ab

00.54 Uhr: Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa wird im Zuge der Coronakrise einem Zeitungsbericht zufolge bis Jahresende 29.000 Stellen abgebaut haben und dann noch 109.000 Mitarbeiter beschäftigen. Im Ausland würden mehr als 20.000 Jobs gestrichen, berichtete die »Bild am Sonntag« vorab unter Berufung auf Konzernkreise. Die verkaufte Catering-Sparte LSG habe 7500 Mitarbeiter beschäftigt. Im nächsten Jahr sollen dann in Deutschland weitere 10.000 Stellen gestrichen werden. Von den neun Milliarden Euro staatlicher Hilfen sind dem Vorabbericht zufolge drei Milliarden aufgebraucht. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte im November erklärt, dass im gesamten Konzern 27.000 Vollzeitstellen überflüssig seien, weil die Airline durch die Krise dauerhaft schrumpfen werde. Lesen Sie hier mehr.

mxw/mjm/vet/fek/Reuters/AFP/dpa
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