Corona-News am Sonntag Region in Italien setzt Impfungen mit AstraZeneca zeitweise aus

Nach dem Tod einer Lehrkraft wurden die Impfungen mit AstraZeneca in Norditalien vorübergehend gestoppt. Und: Der Pharmakonzern selbst betont erneut die Sicherheit seines Impfstoffs. Der Überblick am 14. März. 
Der Pharmakonzern AstraZeneca hat nach einer Analyse von Impfdaten erneut Sorgen über die Sicherheit seines Corona-Impfstoffes zurückgewiesen

Der Pharmakonzern AstraZeneca hat nach einer Analyse von Impfdaten erneut Sorgen über die Sicherheit seines Corona-Impfstoffes zurückgewiesen

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Christopher Furlong/ Getty Images

Das war das Corona-Update am Sonntag.

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+++ Region in Italien setzt Impfungen mit AstraZeneca zeitweise aus +++

19.57 Uhr: Nach dem Tod einer geimpften Lehrkraft hat die Region Piemont in Italien vorübergehend die Impfung mit AstraZeneca ausgesetzt. Man handle aus »extremer Vorsicht«, bis man herausfinde, ob die Impfung mit dem Tod in Verbindung stehe, sagte der Gesundheitsbeauftragte der norditalienischen Region, Luigi Genesio Icardi, laut einer Mitteilung vom Sonntag. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden starb der Mann am Sonntag in Biella, nachdem er am Vortag geimpft wurde. Bisher seien im Piemont keine Probleme mit dem Impfstoff gemeldet worden.

Am Abend wurden die Impfungen wieder aufgenommen, nachdem eine Charge ausgemacht wurde, mit der die Person geimpft worden war. Die Impfungen würden mit anderen Chargen weitergehen, teilte die Region mit.

Am Freitag hatte die Arzneimittelbehörde Aifa die Verabreichung einer Charge von AstraZeneca gestoppt, nachdem ein Soldat auf Sizilien gestorben war. Eine Verbindung zwischen Impfung und Tod wurde bisher nicht festgestellt. Generell hält die Regierung an der Impfung mit AstraZeneca fest. Gesundheitsminister Robert Speranza betonte am Sonntag in einem Interview der Zeitung »La Repubblica«: »Die Impfstoffe in Italien und Europa sind alle wirksam und sicher.«

Dänemark lockert Corona-Beschränkungen

21.03 Uhr: Während in den meisten nordischen Ländern die Zahl der Infektionen mit dem Covid-19-Virus in die Höhe geschnellt ist, sieht Dänemark Anlass zum Optimismus. Die Neuansteckungen sind hier rückläufig, sodass die Regierung am Montag eine Reihe von Beschränkungen zurücknimmt. Hochschulstudenten und Schüler der Internatsschulen dürfen wieder an ihre Pulte zurückkehren. Außerdem können in vielen Regionen die älteren Jahrgänge an den öffentlichen Schulen jede zweite Woche kommen. Die 5. bis 8. Klassen hingegen haben nur die Möglichkeit, ihren Lehrer einmal die Woche zum Unterricht im Freien zu treffen.

Auch der Handel freut sich über Lockerungen. Geschäfte, die größer als 5000 Quadratmeter sind, dürfen wieder mehr Kunden empfangen. Von Samstag auf Sonntag waren in Dänemark 541 neue Coronafälle registriert worden. Der sogenannte R-Wert liegt nun bei rund 1, das heißt, dass ein infizierter Mensch einen anderen ansteckt. Die britische Virusvariante B117 mache 80 Prozent aller Fälle aus.

In den anderen Ländern im Norden ist die Entwicklung nicht so positiv. Finnland erreichte am Sonntag mit 863 Neuinfektionen ein Rekordhoch. Auch in Norwegen stiegen die Zahlen in den letzten Wochen rasant. Von Samstag auf Sonntag gab es 854 neue Fälle. In der Hauptstadt Oslo sind die Infektionen innerhalb einer Woche sogar um fast 50 Prozent gestiegen.

Stadtrat von Halle befasst sich mit Impfvorwürfen gegen Oberbürgermeister

19.52 Uhr: Der Stadtrat von Halle befasst sich am Montag (16.30 Uhr) erneut mit den Vorwürfen gegen Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) wegen vorzeitiger Corona-Impfungen. Zu der nicht öffentlichen Sondersitzung liegen gemeinsame Anträge der Stadtratsfraktionen von SPD, Grünen, Linken und FDP vor. Sie wollen Wiegand vorläufig die Dienstgeschäfte verbieten.

Wiegand hatte eingeräumt, bereits eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten zu haben, obwohl er laut den Priorisierungsvorgaben der Ständigen Impfkommission noch nicht an der Reihe war. Die vorzeitigen Impfungen begründete der Oberbürgermeister damit, dass übrig gebliebene Impfdosen vor dem Wegwerfen bewahrt werden sollten. Er weist die Vorwürfe der Vordrängelei daher vehement zurück. Gegen Wiegand läuft bereits ein Disziplinarverfahren des Landesverwaltungsamts in Sachsen-Anhalt.

AstraZeneca findet keine Hinweise für erhöhtes Blutgerinnsel-Risiko

19.34 Uhr: Der Pharmakonzern AstraZeneca hat nach einer Analyse von Impfdaten erneut Sorgen über die Sicherheit seines Corona-Impfstoffes zurückgewiesen. Eine sorgfältige Analyse der Sicherheitsdaten von mehr als 17 Millionen Geimpften in der EU und Großbritannien habe keine Belege für ein höheres Risiko für Lungenembolien, tiefen Venenthrombosen und Thrombozytopenie geliefert, wie der britische-schwedische Konzern am Sonntag in London mitteilte. Damit bezieht sich das Unternehmen nun auf noch mehr Datensätze.

Am Freitag hatte AstraZeneca sich bereits ebenso geäußert und dabei auf 10 Millionen Datensätze verwiesen. Der Grund: Dänemark und andere Länder hatten Impfungen mit dem Stoff ausgesetzt. Als Grund wurden Berichte über einen Todesfall und schwere Erkrankungen durch Blutgerinnsel nach der Impfung genannt. Dabei war aber auch betont worden, dass man ein Zusammenhang zwischen dem Impfstoff und den Blutgerinnseln noch nicht feststellen könne.

Niederländische Polizei löst Anti-Lockdown-Demo vor Parlamentswahl auf

17.14 Uhr: Einen Tag vor der Parlamentswahl in den Niederlanden haben in Den Haag Tausende gegen den Lockdown protestiert. Die Polizei ging mit Wasserwerfern und Schlagstöcken gegen Demonstranten vor, nachdem diese Abstandsregeln und Aufrufe zur Auflösung der Kundgebung missachtet hatten. Medienberichten zufolge kam es zu mehreren Festnahmen. Berichte über Verletzte lagen zunächst nicht vor.

Seit Ende Januar gilt in den Niederlanden ein strenger Lockdown, unter anderem mit einer nächtlichen Ausgangssperre. Nachdem diese verhängt wurde, kam es tagelang zu Ausschreitungen. Ab Montag wird im Land gewählt. Die Wahllokale sind drei Tage lang offen, damit die Abstandsregeln eingehalten werden können.

Gastgewerbe dringt auf Öffnung

16.30 Uhr: Nach der Aufhebung der Reisewarnung für Mallorca und andere Urlaubsgebiete im Ausland dringt das einheimische Gastgewerbe auf eine Öffnungsperspektive auch im Inland. »Es ist nicht erklärbar, der einheimischen Tourismusbranche keine Perspektive zu geben, während das Reisen ins Ausland ermöglicht wird«, sagte die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Ingrid Hartges, der Deutschen Presse-Agentur. »Wut und Verzweiflung wachsen ohne Ende. Das ist bitter wie inakzeptabel, dass es keine Öffnungsperspektive für das Gastgewerbe im Inland gibt.«

Seit Sonntag ist Urlaub auf Mallorca und in anderen Regionen Spaniens, Portugals und Dänemarks wieder ohne Quarantäne und Testpflicht nach der Rückkehr möglich – zwei Wochen vor Beginn der Osterferien in den meisten Bundesländern. Die Hotels in Deutschland sind dagegen mindestens noch bis zum 28. März geschlossen. Wie es weitergeht, soll erst am 22. März von Bund und Ländern entschieden werden.

»Wir möchten nicht das eine gegen das andere ausspielen, aber wir erwarten Gleichbehandlung«, sagte Hartges. Die heimische Hotellerie verfüge über ausgezeichnete Hygiene- und Schutzkonzepte, die Gesundheit der Gäste wie Mitarbeiter habe höchste Priorität.

Französische Staatssekretärin »sehr verärgert« über AstraZenecas Lieferkürzungen

16.14 Uhr: Die französische Industriestaatsekretärin Agnès Pannier-Runacher hat sich »sehr verärgert« über die Ankündigung des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca gezeigt, die Lieferungen seines Impfstoffs an die EU nochmals drastisch zu kürzen. »Wenn man sich zur Lieferung einer bestimmten Menge verpflichtet, steht man in der Verantwortung«, sagte sie am Sonntag dem Sender Radio J. Aufgabe der EU sei es nun, »den Vertrag durchzusetzen«.

AstraZeneca will nach eigenen Angaben wegen Exportbeschränkungen bis zur Jahresmitte nur 100 Millionen Impfdosen an die EU-Staaten liefern, darunter 30 Millionen bis Ende März. Ursprünglich wollte der Konzern im ersten Quartal dreimal so viel Dosen liefern und 180 Millionen allein im zweiten Quartal. Die EU hat bis zu 400 Millionen Dosen bestellt.

Dass sich AstraZeneca nicht in der Lage sehe, seinen Lieferplan einzuhalten, erfülle sie mit »großem Unbehagen«, sagte Pannier-Runacher. Entweder habe das Pharmaunternehmen im Vorfeld »seine Produktionskapazität übertrieben«, oder es habe Impfdosen an Länder geliefert, an die »sie nicht hätten geliefert werden dürfen«. Sie verwies in dem Zusammenhang auf 30 Millionen AstraZeneca-Dosen, die in den USA lagern, obwohl der Impfstoff dort noch gar nicht zugelassen ist.

Gleichzeitig lobte die Industriestaatssekretärin Astrazenecas Konkurrenten Moderna und Biontech/Pfizer. Diese hätten trotz Produktionsengpässen »ihre Zusagen eingehalten« und seien »vollkommen transparent« gewesen.

Ramelow fordert zusätzliche Impfdosen für Corona-Hotspots

15.52 Uhr: Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat sich dafür ausgesprochen, Impfdosen aus einem EU-Sonderkontingent in die Corona-Hotspot-Landkreise Deutschlands zu verteilen. Er gehe davon aus, dass die Impfdosen aus diesem Kontingent bundesweit nur an Landkreise verteilt werden, deren Corona-Inzidenzwert bei mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner liege, sagte Ramelow der Deutschen Presse-Agentur. Er habe über dieses Thema mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gesprochen. »Ich verstehe die EU so, dass damit eine Sonderimpfung gemacht werden soll, wo hohe Belastungen sind«, sagte Ramelow.

Hintergrund ist die Ankündigung, dass die EU in den nächsten Wochen über ein Sonderkontingent vier Millionen zusätzliche Impfdosen des Herstellers Biontech/Pfizer bekommen soll. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hatte deutlich gemacht, das Zusatzpaket sei ausgehandelt worden, um gezielt in Corona-Hotspots stärker impfen zu können. Deutschland kann mit rund 740.000 Impfdosen aus dem Kontingent rechnen. Ramelow forderte 80.000 bis 100.000 Impfdosen aus dem Kontingent für Thüringen.

Lauterbach fordert Schulschließungen bis Ostern

15.45 Uhr: Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fordert angesichts wieder deutlich steigender Infektionszahlen einen Schulstopp bis Ostern. »Die dritte Welle rollt bereits seit zwei Wochen durch Deutschland«, sagt er der »Rheinischen Post« laut Vorabbericht. Bund und Länder müssten die Notbremse ziehen, wenn in Regionen die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz über 100 steige.

Ein Schulstopp sei nötig, »weil die Virusmutationen sich insbesondere bei den Jüngeren rasant ausbreiten«. Auch Grundschulen müssten bis Ostern schließen. Es sei ein Fehler gewesen, die Schulen ohne flächendeckend funktionierende Testabläufe zu öffnen. Bis Ostern sollten Lehrer und anderes Schulpersonal darin trainiert werden, die Schüler an allen Schulen an den Schnelltests anzuleiten, so Lauterbach.

Experten warnen vor verschärftem Personalmangel in der Pflege

14.48 Uhr: Experten haben angesichts der Coronapandemie vor einem verschärften Personalmangel in der Pflege gewarnt. »Wir müssen die Flucht aus dem Pflegeberuf unbedingt stoppen«, sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Montag.

»Die Krise der deutschen Pflege hat sich durch die Coronapandemie jetzt noch einmal erheblich verschärft und wird sich weiter verschärfen«, sagte Marx. In der beginnenden dritten Welle der Coronapandemie hielten die Pflegenden derzeit aus Pflichtgefühl noch durch. Die Frage sei aber, was danach komme. Einer aktuellen Umfrage zufolge trage sich derzeit fast jeder dritte Pflegende mit dem Gedanken, aus dem Beruf auszusteigen.

Auch das Divi-Präsidiumsmitglied Felix Walcher warnte vor einem Kollaps der Intensivversorgung. »Die Pandemie führt uns mehr als deutlich vor Augen, wie fragil auch das deutsche Gesundheitswesen ist.« Nötig seien jetzt rasche Verbesserungen im Arbeitsalltag des Pflegepersonals, forderte der Direktor der Unfallchirurgie der Uniklinik Magdeburg.

Den Zeitungen zufolge fordern die Divi und die Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste (DGF) in einem gemeinsamen Papier konkrete Verbesserungen zur Stärkung der Intensivpflege in Deutschland. Der Forderungskatalog umfasst demnach unter anderem einen am tatsächlichen Pflegebedarf orientierten Personalschlüssel, moderne Arbeitszeitmodelle und eine der Qualifikation angemessene Bezahlung.

Eurowings stockt für die Osterreisezeit Flüge nach Mallorca auf

14.23 Uhr: Seit Sonntag stuft das RKI die Baleareninsel nicht mehr als Risikogebiet ein. Viele Deutsche buchen deshalb für die Osterzeit Mallorca-Flüge, Eurowings hat Hunderte Zusatzverbindungen aufgelegt. Lesen Sie hier die ganze Meldung.

EU-Kommission räumt Fehler bei Impfstoffbeschaffung ein

14.15 Uhr: Was lief schief bei der Impfstoffbestellung durch die EU? Bilanz will die EU-Kommission erst nach der Pandemie ziehen. Eine Mitschuld aber sieht Vizechef Timmermans schon jetzt bei Brüssel. Lesen Sie hier die ganze Meldung.

Zu wenig Impfstoff – Hamburg stoppt Terminvergabe für unter 80-Jährige

14.00 Uhr: Wegen reduzierter Liefermengen des Impfstoffs von AstraZeneca stoppt Hamburg die Impfterminvergabe für unter 80-Jährige. Alle bereits vereinbarten Termine würden aber eingehalten, sagte Martin Helfrich, Sprecher der Gesundheitsbehörde, am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Um diese Impfungen machen zu können, würden die noch im Lager befindlichen Impfdosen benötigt. »Neue Termine können immer nur dann vergeben werden, wenn neue Lieferungen eintreffen«, sagte Helfrich. »Die Kürzung der Lieferungen hat deswegen zur Folge, dass zunächst in Hamburg keine Termine mehr vergeben werden können.«

Davon ausgenommen seien nur Menschen über 80, die noch in begrenztem Umfang Termine vereinbaren könnten, allerdings ausschließlich telefonisch. »Die Terminvergabe kann wieder aufgenommen werden, sobald verlässliche Lieferplanungen vorliegen und weitere Lieferungen erfolgen.«

AstraZeneca hat für die kommende und die darauffolgende Woche die Lieferung von jeweils nur noch 4800 Impfdosen nach Hamburg angekündigt. Ursprünglich waren insgesamt mehr als 26.000 Dosen zugesagt worden.

Nackter Protest gegen Corona-Beschränkungen in Frankreich

13.20 Uhr: Mit immer mehr Theaterbesetzungen und neuen Aktionen verleiht Frankreichs Kulturwelt ihrer Forderung nach Wiedereröffnung der Kulturstätten Nachdruck. Seit mehreren Tagen wurden landesweit über 30 Schauspielhäuser illegal in Besitz genommen, darunter bedeutende Einrichtungen in Paris und Straßburg. Aus Protest gegen den coronabedingten Kultur-Lockdown öffneten am Wochenende rund 20 Kinos ihre Säle und boten kostenlos Vorführungen an.

Museen, Schauspielhäuser und Kinos sind in Frankreich seit Ende Oktober geschlossen. Die Kulturschaffenden werfen der Regierung vor, sie im Vergleich zu anderen Ländern ohne jegliche Wiedereröffnungsperspektive zu lassen.

Auch zahlreiche Schauspielerinnen und Schauspielerinnen machten ihrem Unmut über die Schließung der Kinos Luft: Es reiche ihr nun, sagte Leinwandstar Isabelle Huppert bei der Gala zum Filmpreis »César« am Freitagabend. Es sei nun an der Zeit, so schnell wie möglich die Kinos wieder zu öffnen. Die Darstellerin Corinne Masiero zog sich aus demselben Grund vor laufenden Kameras nackt aus – in Anspielung auf eine Kulturszene, die von der Regierung im Stich gelassen wird.

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Erneute Verschärfungen des Lockdowns in Teilen Italiens

12.10 Uhr: Wegen steigender Infektionszahlen gehen zahlreiche Regionen Italiens wie die Lombardei, Venetien, Latium oder die Emilia-Romagna ab Montag wieder in einen harten Lockdown. Schulen und Kitas schließen dann genauso in den sogenannten roten Zonen wie Geschäfte. Restaurants dürfen nur Speisen zum Mitnehmen verkaufen. Die Bewegungsfreiheit wird stark eingeschränkt.

Die Impfkampagne lief bisher wie in anderen europäischen Ländern eher schleppend. Bis jetzt wurden laut Regierung 7,9 Millionen Dosen geliefert. Diese Zahl werde sich innerhalb der nächsten drei Wochen verdoppeln. Etwa 52 Millionen weitere Dosen werden bis Ende Juni erwartet, weitere 84 Millionen bis zum Herbst.

In Italien sind bisher mehr als 100.000 Menschen gestorben, die mit dem Virus infiziert waren. Das Land will bis September mindestens 80 Prozent der Bevölkerung gegen das Coronavirus geimpft haben. Das ist das Ziel eines nationalen Impfplans, den die Regierung in Rom am Samstag bekannt gab. Dazu sollen künftig pro Tag mindestens 500.000 Dosen verabreicht werden. Damit soll in Zukunft rund dreimal so viel pro Tag geimpft werden wie bisher (170.000).

WTO-Chefin ruft zu Lizenzherstellung von Corona-Impfstoffen auf

12.00 Uhr: Die neue Generaldirektorin der Welthandelsorganisation WTO, Ngozi Okonjo-Iweala, appelliert an die Hersteller von Corona-Impfstoffen, den Weg für eine Lizenzfertigung ihrer Vakzinen durch andere Unternehmen freizumachen. Dies sei dringend notwendig, um auch arme Länder mit Impfstoff zu versorgen, sagte die WTO-Chefin der »Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung«. Es gebe weltweit mehr als 130 Staaten »ohne eine einzige Dosis« Impfstoff. »Das ist nicht akzeptabel, denn es sterben deshalb Menschen.«

Vakzinen für arme Länder zu beschaffen sei im Eigeninteresse der reichen Staaten, betonte Okonjo-Iweala: »Wenn wir nicht weltweit solidarisch handeln, dann werden sich die Virusmutationen vervielfachen und uns alle heimsuchen.«

Die WTO-Chefin lobte den britisch-schwedischen Impfstoff-Hersteller AstraZeneca und andere Produzenten dafür, dass sie die Lizenzfertigung ihrer Vakzinen bereits ermöglichten. »Deshalb wäre es gut, wenn auch die anderen Unternehmen bereit wären, freiwillig Lizenzen für ihre Impfstoffe zu erteilen.« Es wäre »wunderbar, wenn Biontech und Pfizer mehr tun könnten«. Die von den Unternehmen genutzte neue mRNA-Technologie sei ein »fantastischer Fortschritt«.

Okonjo-Iweala forderte die Abschaffung von Exportbeschränkungen für Medizingüter, wie sie auch in der EU verhängt worden sind. »Die WTO ermutigt ihre Mitgliedstaaten, diese Restriktionen abzubauen und uns einen Zeitplan für ihre Abschaffung zu nennen«, sagte sie der »FAS«. Der Mangel an Corona-Vakzinen sei auch darauf zurückzuführen, dass 59 Staaten auf der Welt solche Exportrestriktionen verhängt hätten. Diese gefährdeten die Lieferketten der Impfstoffhersteller und damit deren Produktion.

Die WTO-Chefin verurteilte außerdem, dass reiche Industriestaaten im Rahmen der sogenannten Covax-Initiative der Weltgesundheitsorganisation WHO knappe Impfstoffe, die eigentlich für arme Länder gedacht seien, wegkauften. »Das ist nicht in Ordnung«, sagte Okonjo-Iweala der Zeitung. »Sie können nicht mit der einen Hand Hilfen verteilen und mit der anderen zulangen.«

Irische Impfkommission rät zur Aussetzung von AstraZeneca-Impfungen

11.40 Uhr: Die Impfkommission in Irland hat sich für einen vorübergehenden Stopp der Impfungen mit dem Präparat von AstraZeneca ausgesprochen. Grund seien neue Berichte der norwegischen Arzneimittelbehörde über vier Fälle von schweren Blutgerinnseln nach Verabreichung des Mittels, hieß es in einer Mitteilung am Sonntag. Es werde nicht gefolgert, dass es irgendeinen Zusammenhang zwischen dem AstraZeneca-Impfstoff und diesen Fällen gebe. Als Vorsichtsmaßnahme werde aber dennoch vorübergehend von der Verabreichung des Präparats abgeraten, bis weitere Informationen verfügbar seien.

200 Bahn-Mitarbeiter 2020 in Handgreiflichkeiten mit Maskenverweigerern verwickelt

11.15 Uhr: Trotz der Präsenz der Bundespolizei werden Zugbegleiter und Mitarbeiter der Deutschen Bahn immer wieder von Maskenverweigerern beschimpft und angegriffen. »Unsere Mitarbeiter wurden 2020 rund 200-mal in Handgreiflichkeiten mit Maskenverweigerern verwickelt«, sagte ein Unternehmenssprecher der »Bild am Sonntag«. Insgesamt sei die Akzeptanz von Masken bei den Reisenden nach wie vor aber sehr hoch: Mehr als 99 Prozent der Kunden hielten sich an die Tragepflicht.

Von September 2020 bis 4. März 2021 erteilte die Bundespolizei nach »BamS«-Informationen 312.000 »Belehrungen wegen Verstoßes gegen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung« in Zügen und auf Bahnhöfen. Gegen 9249 Betroffene wurden Bußgeldverfahren eingeleitet, zudem 959 Platzverweise an Bahnhöfen erteilt. 539 Maskenverweigerer mussten den Angaben zufolge aus Zügen aussteigen.

»Schlimm und völlig inakzeptabel sind vor allem die vielen persönlichen und oft sehr drastischen Beleidigungen, wenn uneinsichtige Fahrgäste auf die Tragepflicht von Masken hingewiesen werden«, berichtete Kristian Loroch von der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). »Viele Kolleginnen und Kollegen haben das Gefühl, gar nicht mehr als Mensch wahrgenommen zu werden.« Loroch forderte deshalb Schwerpunktstaatsanwaltschaften, die solche Übergriffe gezielt strafrechtlich verfolgen sollten.

Coronabekämpfung in London: Das Impftaxi

11.00 Uhr: Minderheiten und Randgruppen sind deutlich häufiger von Corona betroffen als der Durchschnitt, doch viele werden von den Impfprogrammen kaum erreicht. Ein Taxiservice in London soll das ändern. Lesen Sie hier den ganzen Artikel von SPIEGEL-Redakteur Jan Petter.

Mehr als 51.000 Neuinfektionen in den USA

10.40 Uhr: In den USA verzeichnen die Gesundheitsbehörden mindestens 51.794 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ergibt eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Insgesamt haben sich seit Ausbruch der Seuche 29,44 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um mindestens 1062 auf 534.080. Die USA sind weltweit das mit Abstand am stärksten von der Pandemie betroffene Land.

RKI meldet 10.790 Neuinfektionen und 70 Tote

10.30 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen einem Tag 10.790 Corona-Neuinfektionen gemeldet – 2687 mehr als noch vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz – also die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner – kletterte auf 79 (Vortag: 76,1), wie das RKI am Sonntag mitteilte. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 70 weitere Todesfälle verzeichnet.

An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Am vorigen Sonntag hatte das RKI binnen einem Tag 8103 Neuinfektionen und 96 Todesfälle registriert. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag bei 66,1. Nach einem deutlichen Rückgang im Januar und Februar setzt sich die seit einigen Tagen festgestellte Zunahme der Neuinfektionen damit fort. Für diesen Trend ist dem RKI zufolge unter anderem die Ausbreitung der Coronavirus-Variante B.1.1.7 verantwortlich. Laut einer Prognose des Instituts könnte die Zahl der Neuinfektionen um Ostern herum höher liegen als an Weihnachten.

Der Höchststand bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33 777 am 18. Dezember erreicht worden – er enthielt jedoch 3500 Nachmeldungen. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle erreichte am 14. Januar mit 1244 einen Höchstwert.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.569.245 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 73.371.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Samstagabend bei 1,19 (Vortag 1,11). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 119 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

»Lieferreduzierung durch AstraZeneca zerstört Vertrauen«

09.55 Uhr: Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat die Reduzierung der Impfstofflieferungen durch den Hersteller AstraZeneca scharf kritisiert. Sie sei »absolut inakzeptabel« und zerstöre massiv Vertrauen, sagte der CSU-Politiker der »Bild am Sonntag«. Der britisch-schwedische Pharmakonzern begründete die Lieferengpässe unter anderem mit den Exportbeschränkungen anderer Länder. »Es kann doch nicht sein, dass Exportbeschränkungen zulasten der Menschen gehen. Es reicht langsam«, sagte Holetschek weiter.

Bayern will trotzdem am 1. April mit dem Impfen durch die Hausärzte vor allem in den Grenzregionen starten. »Wichtig ist, dass der Impfstoff, der für Anfang April angekündigt ist, kommt und auf allen Ebenen schnell ausgeliefert wird«, so der CSU-Politiker.

AstraZeneca hatte am Freitag angekündigt, statt der zuletzt anvisierten 220 Millionen Dosen nur noch 100 Millionen bis zur Jahresmitte an die EU-Staaten zu liefern.

Zwölf verletzte Polizisten bei verbotener Demonstration in Dresden

09.35 Uhr: Gegen die Coronabeschränkungen sind am Samstag bundesweit Tausende Menschen auf die Straße gegangen. Dabei gab es auch Demonstrationen trotz vorheriger Verbote. In Dresden wurden zwölf Polizisten verletzt. In Stuttgart wurden Medienvertreter attackiert. Der Deutsche Journalistenverband prangerte die Attacken an. »Wenn sich der Coronafrust in Gewalt gegen Berichterstatter wie auch gegen Polizeibeamte entlädt, ist das nicht zu entschuldigen«, sagte der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall.

Trotz des vom Sächsischen Oberverwaltungsgericht bestätigten Verbots der »Querdenken«-Demonstration hatten sich in Dresden allein am Kongresszentrum in der Nähe des Landtages laut der Einsatzbilanz der Polizei mehr als 1000 Menschen versammelt – viele ohne Maske und Mindestabstand. Laut Einsatzbilanz der Polizei wurden zwölf Beamte verletzt. Zudem wurden 47 Straftaten registriert – darunter neun tätliche Angriffe auf Vollstreckungsbeamte, sieben Beleidigungen sowie jeweils zwei Verstöße gegen das Waffengesetz und das Versammlungsgesetz. Außerdem wurde 17-mal Widerstand gegen Vollzugsbeamte geleistet. Es wurden 915 Platzverweise erteilt sowie 943 Anzeigen wegen Verstoßes gegen die sächsische Corona-Schutzverordnung gestellt.

Mallorca kurz vor Osterferien kein Corona-Risikogebiet mehr

09.25 Uhr: Urlaub auf Mallorca ist wieder ohne Quarantäne und Testpflicht nach der Rückkehr möglich. Zwei Wochen vor Beginn der Osterferien in den meisten Bundesländern ist die Insel seit Mitternacht am Sonntag kein Corona-Risikogebiet mehr. Die Bundesregierung hatte am Freitag entschieden, alle Balearen-Inseln, mehrere Regionen auf dem spanischen Festland, Teile Portugals und Dänemarks sowie die Bahamas in der Karibik wegen sinkender Infektionszahlen von der Risikoliste der Robert Koch-Instituts (RKI) zu streichen. Auch die Reisewarnung des Auswärtigen Amts gilt für diese Gebiete nun nicht mehr. Die Bundesregierung rät aber weiterhin von »nicht notwendigen, touristischen Reisen« ab.

Entscheidend für die Streichungen von der Risikoliste ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen, die in den betroffenen Regionen unter 50 gefallen ist. In Deutschland liegen derzeit alle Bundesländer darüber. Der Wert für die Balearen betrug am Freitag dagegen 21,3.

Auf dem spanischen Festland wird die Reisewarnung für die Küstenregionen Valencianische Gemeinschaft und Murcia mit beliebten Urlaubszielen wie Benidorm, Calpe, Javea und Denia aufgehoben, außerdem im Landesinneren für die Extremadura, La Rioja und Kastilien-La Mancha. In Dänemark gilt nun die Region Nordjylland als »risikofrei«.

Auch in der gesamten Nordhälfte Portugals (Regionen Norte und Centro) inklusive Porto fallen die Reisebeschränkungen.

Australien und Singapur planen Reisen mittels Blase im Luftverkehr

09.10 Uhr: Australien und Singapur wollen Reisen in Coronazeiten zwischen den beiden Ländern wieder ohne Quarantäne möglich machen und erwägen daher eine Blase für den Luftverkehr. »Wir arbeiten im Moment mit Singapur zusammen, möglicherweise für eine Blase im Juli«, sagte Australiens stellvertretender Premierminister Michael McCormack der Australian Broadcasting Corporation.

Damit könnten Reisen zwischen den beiden Staaten ohne Quarantänemaßnahmen ermöglicht werden. McCormack zeigte sich offen, weitere Blasen im Luftverkehr zu eröffnen, wenn die Länder ihre Impfprogramme ausrollten. Sowohl Australien als auch Singapur haben das Virus mithilfe von Grenzschließungen und strengen Abstandsregeln weitgehend unter Kontrolle gebracht.

Tourismusbeauftragter will Hotels in Deutschland öffnen

8.45 Uhr: Zwei Wochen vor Beginn der Osterferien in Deutschland mischt sich der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, in die Debatte über Reisemöglichkeiten ein. Nach der Aufhebung der Reisewarnung für Mallorca und andere Urlaubsgebiete im Ausland solle auch Urlaub in Deutschland wieder ermöglicht werden. »Für mich wäre es schwer vorstellbar, dass auf Mallorca Urlaub möglich ist, aber im Schwarzwald Hotels noch geschlossen bleiben. Das wäre eine ganz bittere Botschaft«, sagte der CDU-Politiker der Nachrichtenagentur dpa.

Seit Mitternacht am Sonntag ist Urlaub auf Mallorca wieder ohne Quarantäne und Testpflicht nach der Rückkehr möglich. Die Hotels in Deutschland sind dagegen mindestens noch bis zum 28. März geschlossen. Wie es weitergeht, soll erst am 22. März von Bund und Ländern entschieden werden.

Bareiß begrüßte die Aufhebung der Reisebeschränkungen für die Urlaubsgebiete im Ausland, in denen die Infektionszahlen der letzten sieben Tage pro 100.000 Einwohner unter 50 gefallen sind. »Ich bin überzeugt, dass wir die Möglichkeit des Reisens durch die vermehrte Durchführung von Tests und infolge steigender Impfzahlen noch stärker erweitern können«, sagte Bareiß.

Sympathien zeigte Bareiß für die Forderung der Reiseveranstalter, die Quarantänepflicht für Rückkehrer aus dem Ausland ganz aufzuheben und stattdessen auf verstärkte Tests zu setzen. »Das zielt in die richtige Richtung«, sagte er. Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten müssen derzeit zehn Tage in Quarantäne, von der man sich aber mit einem negativen Test nach fünf Tagen befreien kann.

British Airways fordert unbeschränkte Reisemöglichkeiten für Geimpfte

7.24 Uhr: Welche Rechte sollen für bereits geimpfte Menschen gelten? Der neue Chef der Fluggesellschaft British Airways, Sean Doyle, hat darauf eine eindeutige Antwort: »Geimpfte Personen sollten ohne jede Einschränkung reisen dürfen.« Auch für ungeimpfte fordert der Fluggesellschaftschef Reiseerleichterung. »Alle, die noch nicht geimpft worden sind, aber negativ getestet wurden, sollten ebenfalls fliegen dürfen«, sagte Doyle. Die Impfkampagne in Großbritannien mache ihn optimistisch, dass seine Fluggesellschaft ab dem Sommer wieder Kurz- und Langstrecken fliegen werde. In Großbritannien haben bereits 33 Prozent der Bevölkerung die erste Impfdosis erhalten.

EVP für Exportstopp von AstraZeneca

7.00 Uhr: Angesichts der angekündigten geringeren Liefermengen von AstraZeneca will EVP-Fraktionschef Manfred Weber Konsequenzen ziehen und den in der EU produzierten Impfstoff nicht exportieren. »Es entsteht der Eindruck, dass andere Länder gegenüber der EU bevorzugt werden«, sagte Weber der »Welt am Sonntag«. Solange AstraZeneca seine Zusagen nicht erfülle, »sollte die EU einen grundsätzlichen Exportstopp von in der EU produzierten Impfstoffdosen des Unternehmens verhängen«.

Der britisch-schwedische Hersteller AstraZeneca hatte am Freitag erneut massive Lieferkürzungen angekündigt. Statt der zuletzt anvisierten 220 Millionen Dosen sollen nur noch 100 Millionen bis zur Jahresmitte an die EU-Staaten gehen. Der Konzern begründete dies unter anderem mit Exportbeschränkungen, ohne Details zu nennen. Die EU hatte sowohl den USA als auch Großbritannien vorgeworfen, keinen in den Ländern produzierten Impfstoff zu exportieren.

rai/brk/mfu/sem/ngo/dpa/AFP/Reuters
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