+++ Corona-News am Sonntag +++ Apotheken geben ab Montag digitalen Impfausweis aus

Ab morgen stellen Apotheken digitale Impfnachweise aus. Und: Der ehemalige Box-Weltmeister Powetkin hört auf. Nach seiner Corona-Infektion fühle er sich wie »betrunken«. Das war der Überblick am 13. Juni.
Logo der deutschen CovPass-App, die aktuell in Impfzentren getestet wird

Logo der deutschen CovPass-App, die aktuell in Impfzentren getestet wird

Foto: Oliver Berg / dpa

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+++ Apotheken geben ab Montag digitalen Impfausweis aus +++

17.30 Uhr: Apotheken in Deutschland beginnen am Montag schrittweise mit dem Ausstellen digitaler Corona-Impfnachweise. Menschen, die bereits vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind, können sich dort nachträglich eine Bescheinigung mit dem für den digitalen Impfpass nötigen QR-Code abholen. Die Apothekerverbände wiesen allerdings darauf hin, dass die Zahl der teilnehmenden Apotheken in den ersten Tagen aus technischen und organisatorischen Gründen noch begrenzt sei und baten um Geduld. Die Website mein-apothekenmanager.de soll ab Montag anzeigen, welche Apotheke vor Ort den digitalen Impfpass anbietet.

Der digitale Nachweis ist eine freiwillige Ergänzung des weiter gültigen gelben Impfheftes aus Papier. Der Code aus schwarzen und weißen Quadraten wird künftig in der Regel mit dem zweiten Impfgang im Impfzentrum oder beim Arzt ausgehändigt und kann dann mit einer von mehreren kostenlosen Handy-Apps eingescannt werden. Ob, ab wann und wie neben Apotheken auch Impfzentren oder Ärzte auch Nachweise für die bereits vor der Einführung vollständig geimpften rund 20 Millionen Menschen ausstellen, hängt vom jeweiligen Bundesland ab.

Nach Corona-Erkrankung: Ehemaliger Box-Weltmeister Powetkin beendet seine Karriere

22.35 Uhr: Der ehemalige Schwergewichts-Weltmeister Alexander Powetkin hat das Ende seiner Box-Karriere verkündet. Der 41-Jährige begründet seine Entscheidung mit den Folgen einer Corona-Erkrankung. »Ich fühle mich, als ob ich betrunken wäre«, sagte Powetkin der russischen Nachrichtenagentur TASS. »Ich brauche eine umfangreiche Behandlung und bin keine 20 mehr«.

Der Russe hielt den Titel der World Boxing Association (WBA) zwischen 2011 und 2013 und brachte es in 40 Profi-Kämpfen auf 36 Siege (davon 25 durch Knock-out), drei Niederlagen und ein Remis.

Zwei seiner Niederlagen kassierte Powetkin in WM-Fights gegen zwei der besten Schwergewichtler der vergangenen Jahrzehnte: 2013 in Moskau gegen Wladimir Klitschko nach Punkten und 2018 in Wembley gegen Anthony Joshua durch technischen Knock-out.

Alexander Dobrindt lehnt Ende der Maskenpflicht in Innenräumen ab

20.10 Uhr: In der aufflammenden Diskussion über ein Ende der Maskenpflicht hat CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt zur Vorsicht gemahnt. Richtig sei, dass die Verhältnismäßigkeit von Corona-Maßnahmen immer wieder überprüft werden müsse, sagte Dobrindt am Sonntag in der ZDF-Sendung »Berlin direkt«. Hier müsse man auch zwischen drinnen und draußen unterscheiden. »Ich kann mir gut vorstellen, dass wir die Maskenpflicht da, wo sie überhaupt noch besteht draußen, entfallen lassen«, betonte Dobrindt. Diese Entscheidung werde von den Ländern getroffen. Für Innenräume rate er aber zur Vorsicht, auch mit Blick auf ansteckendere Virusmutationen. Deshalb sollte man hier nicht unvorsichtig werden.

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hatte in der »Bild am Sonntag« betont, die Länder müssten klären, »ob und wo eine Maskenpflicht noch verhältnismäßig ist, wenn die Inzidenzzahlen niedrig sind und weiter sinken«. Insbesondere für Schüler, die Masken stundenlang im Unterricht tragen müssen, sei dies eine Belastung.

FDP-Vize Wolfgang Kubicki forderte angesichts der aktuellen Zahlen ein komplettes Ende der Maskenpflicht. »Bei einer klaren Inzidenz unter 35 darf der Staat gar keine Grundrechte pauschal für alle Bürger einschränken. Die allgemeine Maskenpflicht müsste daher bei strenger Auslegung des Infektionsschutzgesetzes aufgehoben werden, erst recht draußen«, sagte Kubicki der »Bild am Sonntag«.

Die stellvertretende AfD-Vorsitzende Beatrix von Storch sagte im ZDF: »Die Maskenpflicht muss weg. Sie ist nicht mehr zu begründen. Sie ist der sichtbarste Ausdruck für den Ausnahmezustand. Der ist jetzt zu beenden. Wir müssen wieder Gesicht zeigen.«

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach warnte hingegen, die Forderung nach einer kompletten Aufhebung der Maskenpflicht sei »Wahlkampf mit der Gesundheit der Bürger«. Natürlich könne die Maskenpflicht draußen fast überall aufgehoben werden, dort gebe es kein Superspreading. »Aber drinnen eben leider doch«, mahnte Lauterbach auf Twitter.

»Was wir machen, muss eigentlich von Gott entschieden werden«

17.40 Uhr: Trotz sinkender Infektionszahlen wurden in Indien in dieser Woche an einem Tag mehr als 6000 Coronatote registriert – die bisher höchste Zahl weltweit. Das Gesundheitssystem ist überfordert, besonders auf dem Land.

»Sind wir wirklich unwichtiger als Baumärkte oder Spielcasinos?«

17.20 Uhr: Öffnungspläne, Impfstrategie, neue Normalität: Der SPIEGEL hat junge Menschen gefragt, wie sie die Coronapandemie erlebt haben.

Frankreich verdoppelt seine Impfstoff-Zusagen für ärmere Länder

17.13 Uhr: Im Kampf gegen die Pandemie will Frankreich doppelt so viele Impfdosen für ärmere Länder zur Verfügung stellen als ursprünglich vorgesehen. »Frankreich hat seine eigenen Zusagen in diesem Zusammenhang verdoppelt und erhöht ganz konkret von 30 auf 60 Millionen Dosen, die bis Ende des Jahres verteilt werden«, sagte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Sonntag nach dem dreitägigen G7-Gipfel im englischen Cornwall.

Johnson lehnt Patentaufhebung bei Coronaimpfstoffen ab

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson

Foto: Ben Stansall / AP

16.53 Uhr: Der britische Premierminister Boris Johnson lehnt eine Aufhebung von Patenten für die Herstellung von Coronaimpfstoffen weiterhin ab. Zentral sei, weltweit Produktionsstätten aufzubauen, vor allem in Afrika, sagte Johnson zum Abschluss des G7-Gipfels im südwestenglischen Cornwall. Auch Know-how müsse geteilt werden. Aber zugleich müssten Anreize für Innovationen geschützt werden, mahnte Johnson. Der richtige Weg sei es, Impfstoffe zum Selbstkostenpreis zu verteilen, wie es der britisch-schwedische Konzern AstraZeneca tut.

Live und mit Publikum – 5400 Besucher bei Dresdner Musikfestspielen

16.27 Uhr: Die Dresdner Musikfestspiele haben mit ihrer pandemiebedingt kleinen Ausgabe der »Dialoge« rund 5400 Besucher begeistert. Die 19 Veranstaltungen waren nach Angaben der Veranstalter zum Abschluss am Sonntag zu 91 Prozent ausgelastet.

Intendant Jan Vogler bedankte sich bei den Künstlern, dem Publikum, seinem Team, Stadt und Freistaat sowie den Sponsoren »für die Flexibilität, die dieses Festival möglich gemacht hat«. Es war nach über einem Jahr mit zehn Programmen auf die Bühne zurückgekehrt als bundesweit erstes internationales Festival.

G7-Länder für vertiefte Untersuchung zu Corona-Ursprung

Die Staats- und Regierungschefs der G7 posieren zum Start des Gipfels im britischen Cornwall

Die Staats- und Regierungschefs der G7 posieren zum Start des Gipfels im britischen Cornwall

Foto: NEIL HALL/INTERNATIONAL POOL / EPA

15.42 Uhr: Die G7-Staaten verlangen eine vertiefte Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Ursprung der Pandemie. In der Abschlusserklärung ihres Gipfeltreffen in Carbis Bay mahnten die Staats- und Regierungschefs am Sonntag eine »transparente« und »von Experten geleitete« Studie an. Dazu seien auch weitere Untersuchungen in China nötig.

US-Präsident Joe Biden hatte kürzlich eine Untersuchung der US-Geheimdienste zum Ursprung von Covid-19 angeordnet. Hintergrund ist die Frage, ob möglicherweise ein Laborunfall in der chinesischen Stadt Wuhan zu der weltweiten Corona-Pandemie führte.

Experten erwarten vermehrte Hackerangriffe

15.00 Uhr: Experten für Cybersicherheit gehen wegen der Pandemie von vermehrten Hackerangriffen in Deutschland und Europa aus. Der Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik, Arne Schönbohm, sagt der »Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung«, der Digitalisierungsschub habe die Bedrohungslage verändert. »Viele Unternehmen mussten in kürzester Zeit Homeoffice ermöglichen. Dabei ist viel digitalisiert worden in der Hoffnung, dass erst einmal alles funktioniert.«

Die Informationssicherheit sei dabei oftmals »vernachlässigt worden«. Analysten befürchten vor allem sogenannte Ransomware-Angriffe, bei denen Hacker massenhaft Daten von Firmen stehlen und sie anschließend verschlüsseln, um Lösegeld zu erpressen. In den vergangenen Monaten haben solche Attacken Firmen auf der ganzen Welt lahmgelegt, in Amerika zum Beispiel einen Pipeline-Betreiber.

Gesundheitsministerium verlangt Nachlieferung von Johnson & Johnson

13.30 Uhr: Nach der Produktionspanne beim Impfstoff von Johnson & Johnson fehlen in Deutschland 6,5 Millionen Impfdosen. Das Bundesgesundheitsministerium macht nun Druck auf den Hersteller.

Merkel gibt klare Zusage für 2,3 Milliarden Impfdosen

Angela Merkel beim G7-Gipfel in Cornwall: Die Industriestaaten haben sich auf das Spenden von Impfstoffdosen verständig

Angela Merkel beim G7-Gipfel in Cornwall: Die Industriestaaten haben sich auf das Spenden von Impfstoffdosen verständig

Foto: Leon Neal / AP

13.10 Uhr: Eine, zwei oder mehr Milliarden Impfdosen? Beim G7-Gipfel machten immer neue Zahlen die Runde. Kanzlerin Merkel nannte nun eine verbindliche Zahl – und versprach einen »erheblichen Beitrag« aus Deutschland.

Keine Abstände, keine Masken: Großraumdisco wieder dicht

13.10 Uhr: In Melle im Landkreis Osnabrück ist eine Diskothek geräumt worden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, herrschte zwar regulärer Disko-Betrieb, doch wurde das Hygiene-Konzept zur Eindämmung des Coronavirus nicht umgesetzt.

Bei der Kontrollaktion seien vor Ort etwa 670 Menschen gezählt worden. Weil die Maßnahmen nicht beachtet worden seien, sei die Veranstaltung geräumt worden. »Das ist nicht normal abgelaufen«, sagte ein Polizeisprecher am. Demnach kam es zu Schubsereien, Beleidigungen und Fällen von leichter Körperverletzung.

Junge Menschen vermissen Wertschätzung

13.07 Uhr: Die große Mehrheit der jungen Europäer fühlt sich einer Studie zufolge in der Pandemie nicht wertgeschätzt. Mehr als drei Viertel (76 Prozent) fänden, dass ihr Verzicht während der Pandemie von der Gesellschaft nicht anerkannt werde, berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montagsausgaben) unter Verweis auf die repräsentative TUI-Jugendstudie »Junges Europa«, die kommende Woche vorgestellt werden soll.

Für die Studie waren demnach im April 2021 über 6000 junge Menschen im Alter zwischen 16 und 26 Jahren aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Italien, Griechenland und Polen befragt worden.

Ema-Vertreter für Zurückhaltung mit AstraZeneca auch bei Älteren

12.46 Uhr: Der Impfstoff von AstraZeneca sollte auch bei über 60-Jährigen nur spärlich eingesetzt werden, so ein Impfexperte der Europäischen Arzneimittelbehörde. Stattdessen empfiehlt er mRNA-Impfstoffe, wenn sie denn verfügbar sind.

Bürgermeister will Moskauer mit Auto-Tombola zu Impfung motivieren

12.45 Uhr: Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin will die Bewohner der russischen Hauptstadt mit einer Auto-Tombola zur Impfung gegen das Coronavirus motivieren. Wer zwischen dem 14. Juni und 11. Juli seine erste Impfdosis erhalte, nehme automatisch an der Lotterie teil, kündigte Sobjanin am Sonntag an.

Pro Woche werden fünf Autos im Wert von umgerechnet gut 11.000 Euro verlost. Der eigentliche Hauptgewinn sei aber nicht ein neuer Pkw. »Es ist die eigene Gesundheit und der innere Frieden«, betonte der Bürgermeister.

IWF-Chefin warnt vor wirtschaftlicher Abhängigkeit ärmerer Länder ohne Impfstoff

12.09 Uhr: IWF-Chefin Kristalina Georgiewa warnt vor einen stärkeren sozialen Spaltung auf der Welt durch die Pandemie. Die konjunkturelle Erholung von der Krise falle sehr unterschiedlich aus, weil es für einige Länder noch keinen Impfstoff gebe. »Die jüngsten Daten bestätigen, dass sich dieser Trend nicht nur fortsetzt, er verstärkt sich«, sagt die Bulgarin zu Journalisten am Rande des G7-Gipfels in England.

»Bei uns ist nicht eine Stunde Unterricht ausgefallen«

12.02 Uhr: Heimschulen sind beliebt wie nie – trotz Kosten von 1600 Euro und mehr pro Monat. Eltern geht es nicht nur darum, ihre Kinder vor Corona zu schützen.

Cancelo positiv getestet: Coronafall bei DFB-Gegner Portugal

EM-Aus für Portugals João Cancelo

EM-Aus für Portugals João Cancelo

Foto: Pedro Fiuza / imago images/ZUMA Wire

11.20 Uhr: Coronafall bei Deutschlands EM-Vorrundengegner Portugal: Abwehrspieler João Cancelo von Englands Meister Manchester City wurde nach Verbandsangaben von Sonntag positiv auf Covid-19 getestet und steht im weiteren Turnierverlauf nicht mehr zur Verfügung. Er wird durch Diogo Dalot ersetzt.

Das erste Spiel bestreitet der EM-Titelverteidiger am Dienstag (18.00 Uhr; TV: ZDF; Stream MagentaTV) in Budapest gegen Ungarn. Am 19. Juni (18.00; Liveticker SPIEGEL.de; TV: ARD; Stream: MagentaTV) ist das Team um Superstar Cristiano Ronaldo in München Gegner der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Betriebsärzte bekommen Johnson & Johnson für zweite Impfung

10.15 Uhr: Für die Coronaimpfungen über Betriebsärzte soll erstmals das Präparat von Johnson & Johnson als zweiter Impfstoff zur Verfügung stehen. In der Woche ab 21. Juni sollen 192.000 Dosen davon geliefert werden, wie es am Samstag vom Bundesgesundheitsministerium hieß. Hinzu kommen dann 602.550 Dosen von Biontech, sodass insgesamt 794.550 Dosen zusammenkommen. Zum Start hatten die Betriebsärzte in der ersten Woche ab 7. Juni zunächst 702.000 Dosen von Biontech bekommen, in der kommenden Woche ab 14. Juni sollen es 602.550 sein.

Justizministerin Lambrecht pocht auf behutsames Lockern der Maskenpflicht

09.37 Uhr: Bundesjustizministerin Christine Lambrecht plädiert je nach regionaler Inzidenz für eine vorsichtige Lockerung der Maskenpflicht – auch an Schulen. FDP-Politiker Wolfgang Kubicki dagegen verlangt ein rasches Ende der Vorgaben.

Pariser Polizei löst Massenpartys wegen Coronaverstößen auf

Polizeieinsatz im Zentum von Paris

Polizeieinsatz im Zentum von Paris

Foto: GEOFFROY VAN DER HASSELT / AFP

09.02 Uhr: Wegen Verstößen gegen die Coronaregeln hat die Polizei in Paris am Wochenende Massenpartys hunderter Jugendlicher aufgelöst. Auf der Rasenfläche vor dem Hotel des Invalides im Zentrum der Stadt feierten am Freitagabend und am Samstagabend hunderte Nachtschwärmer im Freien. Viele trugen keinen Mund-Nase-Schutz und missachteten die Abstandsregeln.

Die Polizei schritt am Samstagabend wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzregeln ein. Die Beamten seien dabei »Ziel von Wurfgeschossen« geworden, teilte die Polizeipräfektur bei Twitter mit. Drei Menschen seien festgenommen worden.

Bei Inkrafttreten der Ausgangssperre um 23.00 Uhr hielten sich nur noch kleine Gruppen in der Gegend auf. Teilnehmern zufolge hatten dort zuvor rund 1000 Jugendliche nach Aufrufen über soziale Netzwerke gefeiert. »Wir haben dieses Jahr Abi gemacht und müssen uns ein bisschen entspannen«, sagte ein 17-jähriger.

So werden die Sommerferien zwischen Mittelmeer und Atlantik

09.00 Uhr: In Südeuropa entfallen zahlreiche Coronaregeln, die Länder locken Touristen mit dem Versprechen entspannter Ferien. Womit müssen deutsche Urlauber jetzt rechnen?

Vor Copa-Start: 13 Coronafälle bei Venezuela – auch Bolivien betroffen

08.45 Uhr: Die umstrittene Copa América schreibt vor dem Turnierstart am Sonntag weiter Negativschlagzeilen. Wie die südamerikanische Fußball-Konföderation CONMEBOL mitteilte, sind 13 Mitglieder seiner Delegation positiv auf Corona getestet worden. Mindestens acht Spieler als auch Mitglieder des Trainerstabs seien betroffen. Auch drei Spieler der Mannschaft Boliviens sowie ein Mitglied der Delegation wurden aufgrund positiver Tests isoliert.

Alle Infizierten seien asymptomatisch und in ihren Hotelzimmern in Quarantäne, teilte das brasilianische Gesundheitsamt der französischen Nachrichtenagentur AFP mit. Venezuelas Kapitän Tomas Rincon schrieb bei Instagram: »Ich bedauere zutiefst, nicht in der Lage zu sein, mein Land zu repräsentieren.«

RKI registriert 1489 Neuinfektionen

05.04 Uhr: Die Neuinfektionen und die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sind weiter rückläufig. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 1489 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.58 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 2440 Ansteckungen gelegen.

Die Zahl der Neuinfektionen liegt in der Regel am Wochenende und am Montag niedriger als im Wochendurchschnitt, weil an den Wochenenden weniger getestet wird und weniger Testergebnisse übermittelt werden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI am Sonntagmorgen mit bundesweit 17,3 an (Vortag: 18,3; Vorwoche: 24,7). Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Samstagabend bei 0,85 (Vortag: 0,83). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 85 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Österreich und weitere Länder ab heute kein Corona-Risikogebiet mehr

04.56 Uhr: Ganz Österreich sowie zahlreiche andere Länder und Regionen gelten seit dem heutigen Sonntag nicht mehr als Corona-Risikogebiete. Die Bundesregierung strich auch die verbliebenen zwei österreichischen Bundesländer Tirol und Vorarlberg, beliebte Reiseziele der Deutschen, von der Risikoliste, ebenso wie Teile Griechenlands, Kroatiens und der Schweiz.

Auch die Inseln Madeira in Portugal und Zypern sowie zwölf weitere Länder auf dem Balkan, in Osteuropa, Asien und Nordamerika gelten nicht mehr als Risikogebiete, darunter die USA und Kanada.

Wer aus einem dieser Gebiete auf dem Landweg nach Deutschland kommt, muss künftig keinerlei Einreisebeschränkungen wegen Corona mehr beachten. Flugpassagiere müssen noch einen negativen Test vorweisen.

Regeln anderer Staaten für die Einreise aus Deutschland bleiben davon allerdings unberührt. Wer etwa aus Deutschland nach Österreich einreist, muss auch weiterhin einen negativen Corona-Test vorweisen können. Davon ausgenommen ist, wer eine Impfung nachweisen kann oder bereits von Corona genesen ist.

Geldstrafe für Bolsonaro wegen Verstoßes gegen Corona-Auflagen in São Paulo

Ohne Maske auf Motorrad: Geldstrafe für Brasiliens Präsidenten Bolsonaro

Ohne Maske auf Motorrad: Geldstrafe für Brasiliens Präsidenten Bolsonaro

Foto: Alan Santos / Presidency of Brazil / HANDOUT / EPA

03.55 Uhr: Weil er ohne Mund-Nasen-Schutz an einem Motorrad-Korso teilnahm, muss Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro knapp 90 Euro zahlen. Die Behörden in São Paulo verhängten die Strafe, nachdem Bolsonaro dort am Samstag mit einem Helm ohne Visier tausende Teilnehmer des Korsos »Lasst uns Gas geben für Christus« anführte. Auch sein Sohn Eduardo und Infrastrukturminister Tarcisio Gomes müssen jeweils knapp 90 Euro zahlen, weil sie wie Bolsonaro keine Masken trugen und bei der anschließenden Kundgebung die Abstandsregeln nicht einhielten.

Dem rechtsradikalen Präsidenten wird vorgeworfen, durch Verharmlosung der Pandemie die rasante Ausbreitung des Coronavirus im größten Land Lateinamerikas befördert zu haben. Er hatte die von dem Coronavirus ausgelöste Krankheit Covid-19 als »kleine Grippe« bezeichnet und Maßnahmen brasilianischer Bundesstaaten und Kommunen zur Eindämmung des Virus auch wegen ihrer Auswirkungen auf die Wirtschaft kritisiert.

ime/mmq/mjm/jok/dpa/AFP/Reuters/sid
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