Alternative zu mRNA-Mitteln Novavax-Impfungen in Deutschland vor dem Start

In Hamburg und dem Saarland können sich Menschen schon ab diesem Samstag mit dem Mittel von Novavax impfen lassen. Andere Bundesländer sollen in der kommenden Woche folgen.
Eine Person bekommt im Rahmen einer Studie den Novavax-Impfstoff gespritzt (Archivbild)

Eine Person bekommt im Rahmen einer Studie den Novavax-Impfstoff gespritzt (Archivbild)

Foto: Alastair Grant / AP

In Deutschland steht der Start der Coronaimpfungen mit dem Präparat von Novavax bevor. In mehreren Ländern wie Hamburg oder dem Saarland sind die Impfungen bereits von diesem Samstag an möglich, zum Teil auch ohne Termin, wie die Gesundheitsbehörden beider Länder am Freitag mitteilten. In den meisten anderen Ländern sollen die Novavax-Impfungen in der kommenden Woche beginnen.

Die ersten Lieferungen des Präparats waren am Donnerstag bei der Bundeswehr im niedersächsischen Quakenbrück angekommen, am Freitag begann die Auslieferung an die Länder. Angeboten werden soll das Mittel vorrangig Beschäftigten im Gesundheitswesen.

Es gibt Hoffnungen, dass es eine Alternative für jene sein könnte, die die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna skeptisch sehen. Der Novavax-Impfstoff basiert auf einem klassischeren Verfahren . Das Präparat enthält winzige Partikel, die aus einer im Labor hergestellten Version des Spike-Proteins von Sars-CoV-2 bestehen.

»Ich hoffe, dass dieser Impfstoff ein Anreiz für viele Unentschlossene ist, sich doch noch impfen zu lassen, und dass es gelingt, die Impfquote weiter zu steigern«, sagte der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, am Freitag mit Blick auf den neu verfügbaren Impfstoff.

Das Mittel mit dem Namen Nuvaxovid ist den Angaben zufolge für Menschen ab 18 Jahren zugelassen. Es wird wie die anderen Coronaimpfstoffe ins Muskelgewebe des Oberarms gespritzt. Die Ständige Impfkommission empfehle zwei Impfungen im Abstand von mindestens drei Wochen, hieß es. Das Präparat sei für eine Grundimmunisierung geeignet, aber bisher nicht für Auffrischungsimpfungen zugelassen.

Im ersten Quartal soll Deutschland laut Bundesgesundheitsministerium  insgesamt rund vier Millionen Dosen von Novavax bekommen. Von April bis Juni sollen dann bis zu 30 Millionen weitere Dosen folgen.

mar/dpa