Corona-Pandemie NRW meldet keine erhöhte Sterblichkeit

Noch vor Veröffentlichung der bundesweiten Daten hat Nordrhein-Westfalen die Zahl aller Todesfälle bis Ende März vorgelegt. Sie gibt einen Hinweis auf das bisherige Ausmaß der Coronakrise.
Leiche in der Rechtsmedizin (Archivbild): Bundesweite Zahl der Sterbefälle fehlt noch

Leiche in der Rechtsmedizin (Archivbild): Bundesweite Zahl der Sterbefälle fehlt noch

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Bernd Wüstneck/ dpa

In vielen Ländern ist durch die Corona-Pandemie derzeit eine deutlich erhöhte Sterblichkeit zu verzeichnen. In Spanien etwa starben Ende März täglich rund doppelt so viele Menschen wie normalerweise zu dieser Jahreszeit (einen internationalen Überblick zu dem Thema finden Sie hier).

Für Deutschland waren entsprechende Auswertungen bislang nicht möglich, da die Zahl der Sterbefälle bundesweit nur bis zum Stand 15. März vorliegen. Das Statistische Landesamt Nordrhein-Westfalen hat nun erste Zahlen zu den Sterbefällen bis Ende März 2020 vorgelegt.  Nach diesen vorläufigen Informationen zeigt sich bei der Zahl der Gestorbenen keine Auffälligkeit im Vergleich zu den Vorjahren.

Die Daten aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland, in dem auch der Corona-Hotspot Heinsberg liegt, können ein erster Hinweis darauf sein, dass es in Deutschland keine große Dunkelziffer bei der Zählung der Covid-19-Todesfälle zu geben scheint. Abzuwarten bleibt jedoch, ob sich dies auch in den bundesweiten Zahlen bestätigt und ob selbiges auch für die Phase ab April gilt. Ab diesem Zeitpunkt kam es vermehrt zu Todesfällen in Altenheimen, die in anderen Ländern oft nicht, oder nur teilweise, als Covid-19-Todesfälle erfasst wurden und deren Ausmaß so erst durch Auswertungen der Sterbefälle bekannt wurde. Bundesweite Zahlen für den vollständigen Monat März werden am Donnerstag veröffentlicht.

pst