Coronapandemie RKI registriert 102.698 Neuinfektionen – Inzidenz bei 516,1

Die Sieben-Tage-Inzidenz der ans RKI gemeldeten Coronaneuinfektionen ist leicht gesunken. Die korrekte Zahl dürfte allerdings wesentlich höher sein.
Dichtes Gedränge auf dem Hamburger Sommerdom: Die Dunkelziffer der Coronainfektionen dürfte aktuell sehr hoch sein

Dichtes Gedränge auf dem Hamburger Sommerdom: Die Dunkelziffer der Coronainfektionen dürfte aktuell sehr hoch sein

Foto: Marcus Brandt / dpa

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstagmorgen mit 516,1 angegeben . Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 538,9 gelegen (Vorwoche: 678,7; Vormonat: 696,5). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen.

Expertinnen und Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem, weil aktuell viele Infizierte keinen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests fließen in die Statistik ein. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 102.698 Coronaneuinfektionen (Vorwoche: 145.472) und 171 Todesfälle (Vorwoche: 187) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich.

Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich, da besonders am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 30.956.873 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

kry/dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.