Coronazahlen des RKI Sieben-Tage-Inzidenz geht erneut leicht zurück

Binnen 24 Stunden wurden dem Robert Koch-Institut 21.743 Neuinfektionen gemeldet. Zudem registrierten die Gesundheitsämter in Deutschland 116 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus.
Intensivpfleger in Hessen (Archivbild)

Intensivpfleger in Hessen (Archivbild)

Foto: Boris Roessler / dpa

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Coronaneuinfektionen ist wieder leicht gesunken. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montagmorgen lag der Wert bei 389,2. Am Vortag hatte er noch bei 390,9 gelegen, vor einer Woche bei 441,9. Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 21.743 Neuinfektionen verzeichnet.

Seit Pandemiebeginn haben die Gesundheitsämter insgesamt 6.531.606 Fälle gemeldet. Die Zahl der von einer Erkrankung durch das Coronavirus genesenen Menschen in Deutschland bezifferte das Institut mit rund 5.435.700. Die Gesamtzahl der Coronatodesfälle in Deutschland stieg um 116 auf 105.754.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche an. Von Anfang November an war der Wert rasant angestiegen. In der Folge wurden täglich neue Höchststände registriert. Seit einer Woche ist die Inzidenz wieder kontinuierlich gesunken.

Als entscheidenden Maßstab für eine Verschärfung der Coronamaßnahmen hatten Bund und Länder am 18. November die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz festgelegt. Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wegen einer Coronainfektion im Krankenhaus liegen.

Ab einem Wert von drei gilt in einem Bundesland flächendeckend für Veranstaltungen die 2G-Regel – das heißt, nur gegen das Coronavirus Geimpfte und von Covid-19 Genesene sind zugelassen. Am Freitag lag die Hospitalisierungsinzidenz laut RKI bundesweit bei 5,71.

Lauterbach: Boostern, auch ohne speziellen Omikron-Impfstoff

Trotz des leichten Rückgangs der Werte kann von einer Entspannung keine Rede sein. Das betonte auch der neue Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und rief zu Boosterimpfungen auf – auch wenn die aktuell verfügbaren Impfstoffe noch nicht auf die Omikron-Variante ausgerichtet sind. Geboosterte hätten mit den jetzigen Impfstoffen bereits einen Schutz von 75 Prozent.

»Das ist sehr nennenswert«, sagte der SPD-Politiker am Sonntag in der ARD-Sendung »Anne Will«. Entsprechend Geimpfte, die sich infizieren, erkrankten in der Regel nicht schwer. »Somit ist die Boosterimpfung unfassbar wertvoll«, betonte Lauterbach. Sie könne die Delta-Welle brechen und eine Omikron-Welle abwenden.

Lauterbach rechnet damit, dass ab April oder Mai Anti-Omikron-Impfstoffe verfügbar sind. Wenn die Delta-Welle bis dahin gebrochen werden und mit dem Boostern eine Omikron-Welle abgewendet werden könne, »kommen wir ganz gut durch«. Auf die Frage, ob später eine vierte Impfung nötig sein könnte, sagte der Minister, es gebe bislang keine Studie mit Anhaltspunkten dafür.

jok/AFP
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