Coronazahlen des RKI Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt leicht

Das RKI meldet 97.010 Corona-Neuinfektionen – knapp 10.000 weniger als in der Vorwoche. Unterdessen hat Gesundheitsminister Lauterbach das Scheitern der allgemeinen Impfpflicht als »enttäuschende Erfahrung« bezeichnet.
Coronatest

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Foto: Kira Hofmann / dpa

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist wieder leicht gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI)  gab den Wert am Mittwochmorgen mit 507,1 an. Am Dienstag hatte die Inzidenz bei 522,7 gelegen, vor einer Woche bei 591,8. Der Wert beziffert die Zahl der Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner im Zeitraum von sieben Tagen.

Wie das RKI am Mittwoch unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter weiter mitteilte, lag die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 Stunden bei 97.010, nach 107.568 am Vortag und 106.631 vor einer Woche. Die Gesamtzahl der erfassten Ansteckungsfälle in Deutschland seit Beginn der Coronapandemie erhöhte sich auf 25.503.878.

Binnen 24 Stunden wurden laut RKI zudem 231 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus registriert. Die Gesamtzahl der verzeichneten Coronatoten in Deutschland stieg damit auf 136.987.

Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Tag der Woche Daten melden. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten ist damit schwierig. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – unter anderem, weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.

Unterdessen hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach das Scheitern der allgemeinen Impfpflicht als »enttäuschende Erfahrung« bezeichnet. »Wir hätten es uns allen leichter gemacht für den Herbst, wenn wir das erreicht hätten«, sagte der SPD-Politiker am Dienstagabend in der ARD-Talkshow »Maischberger«. Zudem sei bei der Abstimmung im Bundestag Parteitaktik im Spiel gewesen.

Lauterbach wies darauf hin, dass er als Bundesgesundheitsminister allein keinen Antrag aus der Regierung in den Bundestag hätte einbringen können. »Das kann ich in einer Koalition nicht machen, wo ich mich mit anderen Partnern einigen muss.« Bei Corona habe es oft unterschiedliche Positionen gegeben – »die FDP auf der einen Seite und ich auf der anderen Seite«, sagte er. Es sei ihm zwar in vielen Punkten gelungen, sich durchzusetzen, ein Regierungsantrag zur allgemeinen Impfpflicht sei aber ohne die FDP nicht möglich gewesen.

bbr/dpa/AFP