Regierender Bürgermeister Berlin wird nach Prioritätenliste impfen

Ist ein Impfstoff gegen Corona erst einmal da, stellt sich die Frage der Verteilung. In Berlin steht nun ein entsprechender Plan. Dieser umfasst bedürftige Menschen – aber auch bestimmte Berufsgruppen.
Michael Müller (im August 2020): Ab Dezember soll die Infrastruktur stehen

Michael Müller (im August 2020): Ab Dezember soll die Infrastruktur stehen

Foto: Britta Pedersen / dpa

Die Zwischenergebnisse hatten Hoffnungen geweckt. In der dritten Novemberwoche könnten die Pharmafirmen Pfizer und Biontech nach eigenen Angaben in den USA eine Notfallzulassung für den ersten in einer Phase-III-Studie geprüften Corona-Impfstoff beantragen. So positiv diese Nachricht auch für Deutschland ist, wirft sie doch neue Fragen und Probleme auf: Wie soll ein Wirkstoff in der Startphase verteilt werden? Denn auch bei voller Kapazität der Hersteller wird zunächst nicht genug Mittel bereitstehen, um alle Menschen sofort zu impfen.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hat nun angekündigt, dass es bei der Vergabe eines Corona-Impfstoffes in der deutschen Hauptstadt eine Prioritätenliste geben wird.

Weil der Impfstoff erst nach und nach zur Verfügung stehen werde, würden zunächst besonders gefährdete Menschen versorgt sowie spezielle Berufsgruppen wie Ärzte, Polizisten und Feuerwehrleute. Das sagte der SPD-Politiker am Dienstagabend in der ZDF-Talkshow "Markus Lanz". "Da wird es eine Prioritätenliste geben."

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Bereits im Dezember werde es in Berlin eine entsprechende Infrastruktur geben, sodass pro Tag 20.000 Menschen geimpft werden können, erklärte Müller. Dazu seien unter anderem mehrere dezentrale Impfzentren geplant.

Impfung als Weg zur Rückkehr in den Alltag

Gesundheitsstaatssekretär Martin Matz (SPD) hatte am Dienstag angekündigt, dass es zu Beginn des kommenden Jahres sechs Impfzentren geben werde. Die Standorte stünden bislang noch nicht fest. Müller sagte, durch eine Impfung könne wieder Sicherheit und mehr Normalität im Alltag zurückgewonnen werden.

Die neuen Corona-Maßnahmen im November verteidigte Müller. Er verwies darauf, dass Politikerinnen und Politiker aus der Erfahrung lernten und ein "ständiges Herantasten an den richtigen Umgang" mit dem Virus notwendig sei. Natürlich seien in der Vergangenheit auch Fehler gemacht worden, so Müller.

jok/dpa
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