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Seuchenexperte im Interview "Ein Impfstoff wird zu spät kommen"

Der Wissenschaftler Jeremy Farrar erklärt, warum sich das Coronavirus so schnell ausbreitet und was ihm daran die größten Sorgen bereitet.
aus DER SPIEGEL 7/2020
Foto: GETTY IMAGES

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Der britische Seuchenexperte Jeremy Farrar geht davon aus, dass ein Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus 2019-nCoV zu spät kommen wird, um die drohende globale Aus­breitung der Seuche zu verhindern. "Und wenn wir Pech haben, wird es niemals gelingen", sagt Farrar im SPIEGEL-Interview.

Der Direktor des Wellcome Trust, einer der weltweit größten Stiftungen zur Unterstützung medizinischer Forschung, hält es für möglich, dass das neuartige Virus nicht wie die frühere Lungenkrankheit SARS nach ein paar Monaten wieder verschwindet, sondern eine ständige Bedrohung bleibt wie die Grippe.

Farrar bezweifelt, dass die Bewohner westlicher Metropolen wie München oder ­Paris im Falle einer Pandemie eine wochenlange Abriegelung ihrer Städte wie in China hinnehmen würden. Derartige Einschränkungen der Bürgerrechte "könnten eine hochexplosive Lage schaffen", so der Mediziner.

Lesen Sie hier das ganze Interview:

SPIEGEL: Schon länger warnen Sie davor, dass sich Seuchen in Zeiten der Globalisierung unkontrolliert um die Welt verbreiten könnten. Ist mit dem Auftreten des neuartigen Coronavirus Ihr schlimmster Albtraum wahr geworden?

Farrar: In China auf jeden Fall. Das neuartige Virus verbreitet sich viel schneller als die frühere Lungenkrankheit SARS, mit deren Erreger es verwandt ist. Schon jetzt, nach wenigen Wochen, hat das Coronavirus auf der Welt mehr Menschen infiziert und in China mehr Menschen getötet als SARS in neun Monaten. In Wuhan und zunehmend auch in anderen Teilen Chinas herrschen albtraumhafte Zustände. Die Krankenhäuser sind überfüllt, Ärzte und Krankenschwestern arbeiten am Limit. Sie riskieren ihr Leben, um den Patienten zu helfen. Auch wir sind ihnen zu Dank verpflichtet.

SPIEGEL: Drohen solche Szenen wie aus einem Katastrophenfilm auch bei uns?

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