Coronalage in Deutschland Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 472,4

Die Zahlen gehen weiter nach oben: Das Robert Koch-Institut hat 92.344 Coronainfektionen binnen 24 Stunden registriert – 7689 mehr als vor einer Woche. Karl Lauterbach zufolge ist die »Sommerwelle Realität geworden«.
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach: Empfehlung zur vierten Impfung

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach: Empfehlung zur vierten Impfung

Foto: Bernd von Jutrczenka / dpa

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat 92.344 Coronaneuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind 7689 mehr als am Mittwoch vor einer Woche, als 84.655 Fälle registriert wurden.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 472,4 von 447,3 am Vortag und 238,1 in der Vorwoche. Außerdem wurden laut RKI  112 weitere Personen gemeldet, die im Zusammenhang mit dem Virus starben. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der gemeldeten Todesfälle auf 140.026.

Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem, weil bei Weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) Älteren und Menschen mit Vorerkrankung zu einer Auffrischungsimpfung geraten. »Die angekündigte Sommerwelle ist leider Realität geworden. Das bedeutet auch für die nächsten Wochen wenig Entspannung«, sagte Lauterbach der »Rheinischen Post« .

Der bisher beobachtete Sommereffekt in der Pandemie verpuffe diesmal. Grund dafür sei unter anderem, dass die aktuell zirkulierende Virusvariante sehr leicht übertragbar sei. Außerdem seien fast alle Vorsichtsmaßnahmen ausgelaufen, so Lauterbach gegenüber der Zeitung.

»Älteren und Vorerkrankten empfehle ich daher dringend, sich noch mal impfen zu lassen.« Dies verhindere nicht unbedingt eine Infektion, aber schwere Krankheitsverläufe.

bbr/dpa/Reuters