Weiter hohes Corona-Infektionsrisiko RKI mahnt zu Vorsicht – auch an den Ostertagen

Die Coronazahlen in Deutschland gehen weiter zurück: Zuletzt wurden dem Robert Koch-Institut 156.864 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Die Einrichtung ruft weiter zu Impfungen und Maskentragen auf.
Das RKI rät dazu, weiter Maske zu tragen

Das RKI rät dazu, weiter Maske zu tragen

Foto: Sebastian Kahnert / dpa

Der Gipfel der aktuellen Coronawelle ist laut Robert Koch-Institut (RKI) »klar überschritten« – dennoch mahnt es vor den Osterfeiertagen besonders zu Vorsicht und verantwortungsvollem Verhalten. Der Infektionsdruck bleibe »mit mehr als einer Million innerhalb einer Woche an das RKI übermittelten Covid-19-Fällen weiterhin sehr hoch«, schreibt das RKI im Wochenbericht von Donnerstagabend . Dieser bezieht sich vor allem auf Daten aus der vergangenen Woche.

Der weitere Pandemieverlauf bleibe wesentlich davon abhängig, ob sich die meisten Menschen umsichtig und rücksichtsvoll verhielten und inwiefern Kontakte zunähmen, hieß es.

Aktuell meldet das RKI 156.864 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 18.399 Fälle weniger als am Freitag vor einer Woche, als 175.263 positive Tests gemeldet wurden. Insgesamt liegt damit in Deutschland die Zahl der bestätigten Infektionen bei mehr als 23,3 Millionen.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf 1001,5 von 1015,7 am Vortag. 212 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 132.900. Das RKI macht darauf aufmerksam, dass die Zahlen über die Feiertage wegen einer geringeren Zahl an Tests und weniger Meldungen schwanken und es zu Untererfassungen kommen kann.

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Zahlreiche Coronaausfälle beim medizinischen Personal

Im Wochenvergleich ist die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI um 24 Prozent gesunken. Bereits im vorherigen Bericht war ausgewiesen worden, dass der Höhepunkt der Welle inzwischen klar überschritten sei. Die Inzidenzen in allen Altersgruppen sind demnach zuletzt deutlich zurückgegangen. Erstmals in diesem Jahr habe auch die Zahl der Krankenhaus-Neuaufnahmen von Patientinnen und Patienten mit Covid-19 und einer schweren Atemwegserkrankung in allen Altersgruppen abgenommen, hieß es.

Dennoch seien die Kapazitäten im Gesundheitssystem, besonders im stationären und intensivmedizinischen Bereich, durch zahlreiche Coronaausfälle beim Personal weiter stark belastet, stellten die RKI-Gesundheitsexperten heraus.

Der besonders leicht übertragbare Omikron-Subtyp BA.2 legte dem Bericht zufolge zuletzt noch etwas zu und verursachte nach jüngsten verfügbaren Daten bereits vorletzte Woche rund 93 Prozent der Neuinfektionen. Darauf deutet eine Stichprobe hin. Bereits in den vergangenen Wochen hatte er sich dem RKI zufolge immer stärker verbreitet.

Im Wochenbericht und auf Twitter wiederholten die RKI-Experten ihre Impfappelle. Insbesondere Risikogruppen und Menschen ab 70 empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) eine zweite Auffrischimpfung zum Schutz vor schwerer Erkrankung.

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Zudem sei es dringend geboten, auch über die Feiertage verantwortungsvoll zu handeln. »Unser Verhalten bestimmt das Pandemiegeschehen«, lautete ein RKI-Tweet. Deshalb gelte auch an den Feiertagen: bei Krankheitssymptomen zu Hause bleiben, Infektionsschutzmaßnahmen einhalten, weiter Maske tragen und Rücksicht auf Risikogruppen nehmen. Das Institut rät deshalb, sich nur mit einem negativen Testergebnis zu treffen.

bbr/dpa/Reuters
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