Viruslage in Deutschland RKI meldet leichte Rückgänge bei den Coronazahlen

Die Zahl der Neuinfektionen ist im Vergleich zur Vorwoche etwas gesunken. Auch die Sieben-Tage-Inzidenz geht zurück. Allerdings warnt das Robert Koch-Institut: Derzeit werden längst nicht alle Fälle erfasst.
Coronatest in Bayern

Coronatest in Bayern

Foto: Wolfgang Maria Weber / IMAGO

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwochmorgen mit 691,8 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 702,4 gelegen (Vorwoche: 678,8; Vormonat: 331,8).

Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – vor allem weil bei Weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zur Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 127.611 Neuinfektionen (Vorwoche: 130.728) und 104 Todesfälle (Vorwoche: 122) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen und Übermittlungsproblemen nur eingeschränkt möglich.

Zahl der Krankschreibungen steigt

Generell schwankt die Zahl der registrierten Neuinfektionen und Todesfälle deutlich von Wochentag zu Wochentag, da insbesondere am Wochenende viele Bundesländer nicht ans RKI übermitteln und ihre Fälle im Wochenverlauf nachmelden. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 29.308.100 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Trotz des aktuellen Rückgangs an diesem Mittwoch: Die seit Wochen tendenziell wieder steigende Zahl von Coronainfektionen schlägt sich einem Zeitungsbericht zufolge nun auch bei den Krankschreibungen nieder. Nach einem Tiefstand von 63 Arbeitsunfähigen je 10.000 Versicherten in der 22. Kalenderwoche stieg deren Zahl in der 25. Kalenderwoche auf 97 je 10.000 Versicherten. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland aus aktuellen Daten der Krankenkasse Barmer.

jok/dpa
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