Coronavirus in Deutschland RKI meldet steigende Sieben-Tage-Inzidenz

Das Robert Koch-Institut hat binnen 24 Stunden 215.854 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Zudem zählten die Gesundheitsämter in Deutschland 314 weitere Todesopfer.
Covid-Versorgung in deutschem Krankenhaus (Archivbild)

Covid-Versorgung in deutschem Krankenhaus (Archivbild)

Foto: Jens Schlueter / Getty Images

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 215.854 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 29.448 Fälle mehr als am Mittwoch vor einer Woche, als 186.406 positive Tests gemeldet wurden. Insgesamt liegt damit in Deutschland die Zahl der bestätigten Infektionen bei mehr als 16,24 Millionen.

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 1319,0 von 1293,6 am Vortag. 314 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 124.764.

Während mehrere Kennzahlen also derzeit wieder steigen, geht der Blick in Richtung des 20. März. Die Frage: Welche Coronaregeln sollen ab diesem Tag in Deutschland möglich bleiben? Mit Spannung wird dazu ein Gesetzentwurf der rot-grün-gelben Ampelkoalition erwartet. Wann der allerdings kommt, war zunächst unklar.

Nach einem von Bund und Ländern beschlossenen Lockerungsplan sollen zum 20. März »alle tiefgreifenderen« Coronabeschränkungen entfallen, wenn die Lage in den Kliniken es zulässt. Ein »Basisschutz« soll aber auch danach bleiben. Die bundesweite Rechtsbasis für solche Maßnahmen läuft am 19. März aus. Eine neue Grundlage für Maßnahmen nach diesem Stichtag müsste noch in dieser Woche auf den Weg gebracht werden, damit der Bundestag rechtzeitig darüber entscheiden kann.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sagte am Dienstagnachmittag, die Beratungen stünden kurz vor dem Abschluss. »Wir werden auf jeden Fall einen Vorschlag in den nächsten Stunden bringen können, der wichtige Basisschutzmaßnahmen für die Länder möglich macht«, sagte Lauterbach. Unklar blieb zunächst, ob ein Entwurf noch an diesem Mittwoch im Kabinett beraten werden kann.

Der Corona-Expertenrat der Bundesregierung forderte mit Blick auf den weiteren Verlauf der Pandemie und künftige Epidemien, eine schnelle Anpassung von Infektionsschutzmaßnahmen zu ermöglichen. »Die Reaktionsschnelligkeit ist ein entscheidender Faktor für die erfolgreiche Kontrolle von infektiösen Bedrohungen«, heißt es in der am Dienstagabend veröffentlichten Stellungnahme des Gremiums.

jok/Reuters
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.