Coronavirus in Deutschland Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter leicht

Das RKI hat 78.428 Coronaneuinfektionen registriert. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg derweil weiter an – den fünften Tag in Folge. Innerhalb eines Tages starben 24 weitere Menschen im Zusammenhang mit dem Virus.
Coronatest in Oldenburg

Coronatest in Oldenburg

Foto: Hauke-Christian Dittrich / dpa

Das Robert Koch-Institut (RKI)  hat den fünften Tag in Folge einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 1259,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1231,1 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1238,2 (Vormonat: 1426,0). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 78.428 Coronaneuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 62.349 Ansteckungen.

Experten gehen von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem gibt es nach Einschätzung des Laborverbands ALM inzwischen eine größere Zahl von Menschen, deren Infektion nicht mehr über einen PCR-Test bestätigt wird – diese Infektionen fließen damit nicht in die offiziellen Statistiken ein.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 24 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es ebenfalls 24 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 15.869.417 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken gekommenen coronainfizierten Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Freitag mit 6,35 an (Donnerstag: 6,36). Darunter sind auch viele Menschen mit positivem Coronatest, die eine andere Haupterkrankung haben. Am Wochenende wird der Wert nicht gemeldet.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Montag mit 12.287.900 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 124.126.

FDP besteht auf Zurückfahren der Maßnahmen

In der Debatte über den Coronakurs im Frühling pocht die FDP derweil auf ein weitgehendes Ende von Alltagsbeschränkungen. »Wenn sich die Gefahrenlage entspannt, müssen auch Maßnahmen zurückgefahren werden«, sagte Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Sonntag. »Man kann nicht bloß präventiv auf Dauer millionenfach Grundrechte beschränken.« Darauf müsse jede Lösung Rücksicht nehmen.

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Nach einem von Bund und Ländern beschlossenen Lockerungsplan sollen zum 20. März »alle tiefgreifenderen« Beschränkungen entfallen, wenn die Lage in den Kliniken es zulässt. Die bundesweite Rechtsbasis für solche Maßnahmen läuft am 19. März aus. Über eine neue Grundlage für einen weiter nötigen Basisschutz im Frühling wird gerade beraten.

cop/dpa
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