Coronavirus in Deutschland RKI registriert deutliche Rückgänge bei Neuinfektionen und Inzidenz

Auch am Dienstagmorgen meldet das Robert Koch-Institut sinkende Coronakennzahlen. Allerdings zählten die Gesundheitsämter binnen 24 Stunden 306 weitere Todesopfer im Zusammenhang mit dem Virus.
Corona-Testzentrum in Düsseldorf (Archivbild)

Corona-Testzentrum in Düsseldorf (Archivbild)

Foto: Sascha Steinbach / EPA

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat 125.902 Positivtests binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind 33.315 Fälle weniger als am Dienstag vor einer Woche, als 159.217 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz fällt auf 1306,8 von 1346,8 am Vortag.

306 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 121.603. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 13,76 Millionen Coronatests positiv aus.

Während sich bei den Neuinfektionen ein Scheitelpunkt abzeichnet, sieht es in den deutschen Krankenhäusern ein wenig anders aus. Ihnen steht der Höhepunkt der Omikron-Welle noch bevor. Dies sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Andreas Wagener, der »Rheinischen Post«.

Wagener: »Der Scheitelpunkt der Omikron-Belastung in den Krankenhäusern ist noch nicht ganz erreicht. Aktuell sind weiterhin steigende Belegungszahlen in den Krankenhäusern zu verzeichnen, wobei sich die Dynamik weiter abschwächt.«

Er erklärte, vor allem auf den Normalstationen verzeichne man weiterhin steigende Fallzahlen. Die Belegung der Intensivstationen sei deutschlandweit derzeit beständig. »Wir gehen gegenwärtig davon aus, dass wir bei der Intensivbelegung weiter im stabilen Bereich bleiben werden. Dennoch bleibt die Situation für die Krankenhäuser belastend.«

Experten hatten zuletzt darauf hingewiesen, dass sinkende Inzidenzen sich mit zeitlichem Verzug in den Belegungszahlen der Krankenhäuser niederschlagen.

Britische Entscheidung sorgt für Kritik aus Deutschland

In Deutschland werden die Coronavorschriften wegen der sinkenden Werte langsam zurückgefahren. Andere Länder haben diese Schritte schon vollzogen – und gehen teilweise nach Einschätzung von Experten zu weit. So stößt das Aufheben der letzten Coronaregeln in Großbritannien auch in Deutschland auf Kritik.

»Ich halte es für falsch, die Isolation für Infizierte aufzugeben, wie es Großbritannien plant«, sagte Elke Bruns-Philipps, Vizechefin des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst, der »Rheinischen Post«. »Wer sich infiziert hat, muss sich isolieren, bis er nicht mehr infektiös ist, das sind bei Covid-19 mindestens fünf Tage.« Das gelte auch für Geimpfte, die sich infizieren.

Der britische Premierminister Boris Johnson hatte am Montag angekündigt, dass sich vom 24. Februar an Menschen nach einem positiven Coronatest nicht mehr isolieren müssen.

jok/Reuters
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