Coronavirus in Deutschland Robert Koch-Institut meldet erneut sinkende Infektionszahlen

Innerhalb eines Tages hat das RKI 175.833 Corona-Neuinfektionen registriert. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist leicht rückläufig. Derweil breitet sich die Omikron-Variante BA.2 weiter aus.
Eine Frau in Dresden auf dem Weg zum Coronatest (Archiv)

Eine Frau in Dresden auf dem Weg zum Coronatest (Archiv)

Foto: Sebastian Kahnert / dpa

Das Robert Koch-Institut (RKI)  hat 175.833 positive Coronatests binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind 13.272 Fälle weniger als am Samstag vor einer Woche, als 189.105 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz fällt weiter auf 1253,3 von 1259,5 am Vortag.

250 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 122.621. Die Gesamtzahl der registrierten Ansteckungsfälle in Deutschland seit Beginn der Pandemie wuchs damit auf mehr als 14,57 Millionen.

Als entscheidenden Maßstab für eine Verschärfung oder Lockerung der Coronamaßnahmen hatten Bund und Länder im November die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz festgelegt. Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen wegen einer Coronainfektion im Krankenhaus liegen. Laut den aktuellen RKI-Angaben lag die Hospitalisierungsinzidenz am Freitag bundesweit bei 6,28. Eine Woche zuvor hatte sie 6,24 betragen.

Auch wenn der Scheitelpunkt der Infektionszahlen in der aktuellen Omikronwelle überschritten zu sein scheint, hatte das RKI am vergangenen Freitag vor einem weiter sehr hohen Infektionsdruck in der Bevölkerung gewarnt. In seinem Wochenbericht schrieb das Institut, wegen der leichteren Übertragbarkeit von BA.2 könne »eine deutlich langsamere Abnahme oder erneute Zunahme der Fallzahlen nicht ausgeschlossen werden«.

Wie Analysen zu Virusvarianten zeigen, breitet sich die wohl noch leichter übertragbare Mikro-Untervariante BA.2  in Deutschland kontinuierlich aus. Nach den aktuellsten verfügbaren Daten für die Woche bis zum 13. Februar lag der BA.2-Anteil in einer Stichprobe positiver Befunde laut Bericht bei knapp 24 Prozent. Eine Woche zuvor waren es noch knapp 15 Prozent. Unter anderem in Südafrika und Dänemark ist Omikron BA.2 längst dominant. Ab Ende Februar erwarten Modellierer, so etwa ein Team der TU Berlin, auch in Deutschland einen Wiederanstieg der Fallzahlen.

mst/Reuters