Coronazahlen des RKI Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 1394

In Deutschland haben sich laut Robert Koch-Institut weitere 180.397 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Außerdem wurden 316 Todesfälle gemeldet.
Nach einem positiven Coronatest ist ab Mai die Isolation nicht mehr verpflichtend

Nach einem positiven Coronatest ist ab Mai die Isolation nicht mehr verpflichtend

Foto: Bernd Feil/M.i.S./ imago images/MiS

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter auf 1394 gesunken. Am Montag hatte das Robert Koch-Institut (RKI) den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche noch mit 1424,6 angegeben. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz sogar bei 1703,3.

Das RKI  meldete nun 180.397 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 56.955 Fälle weniger als am Dienstag vor einer Woche, als 237.352 positive Tests gemeldet wurden. Insgesamt liegt damit in Deutschland die Zahl der bestätigten Infektionen bei mehr als 21,84 Millionen. 316 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 130.368.

Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Wochentag Daten melden, am Wochenende zum Beispiel Baden-Württemberg, Niedersachsen und Brandenburg nicht oder nicht vollständig. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwierig.

Zudem gehen Experten seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierte einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen in der Statistik.

Am Montag hatte Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bekannt gegeben, dass sich Coronainfizierte ab dem 1. Mai nicht mehr verpflichtend in Isolation begeben müssen. Ausgenommen seien Beschäftigte im medizinischen Bereich – für alle anderen gelte dann nur noch »die dringende Empfehlung«, sich im Fall einer Infektion in Selbstisolation zu begeben und nach Ablauf von fünf Tagen freizutesten.

Kritik an der neuen Regelung kam unter anderem vom Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz. »Zwiespältiger könnte die Nachricht der Gesundheitsminister kaum sein«, sagte Eugen Brysch. »Auf der einen Seite die Mahnung vor dem Virus. Auf der anderen Seite die Verharmlosung der Infektion, die ansteckender ist denn je.« Für Hochrisikogruppen werde es immer gefährlicher.

Lauterbach wertete den aktuellen Stand des Pandemiegeschehens indessen vorsichtig optimistisch. »Der Wendepunkt scheint erreicht zu sein«, sagte er. Für eine Entwarnung sei es jedoch zu früh.

bbr/Reuters/AFP