Aktuelle Coronazahlen des RKI Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter an – 78.318 Positivtests

Die Viruslage in Deutschland verschärft sich erneut. Binnen 24 Stunden meldeten die Gesundheitsämter 61 zusätzliche Todesopfer im Zusammenhang mit der Coronapandemie.
Kind bei Coronaimpfung (Archivbild)

Kind bei Coronaimpfung (Archivbild)

Foto: Leon Kuegeler / photothek / IMAGO

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat binnen 24 Stunden 78.318 Positivtests registriert. Das sind 14.925 Fälle mehr als am Montag vor einer Woche, als 63.393 Neuinfektionen gemeldet wurden.

Auch die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter an und erreicht einen neuen Höchstwert von 1176,8 – nach 1156,8 am Vortag.

Die Gesundheitsämter in Deutschland registrierten 61 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 117.786. Generell fallen die Coronakennzahlen am Montag wegen Meldeverzögerungen durch das zurückliegende Wochenende niedriger aus als an den anderen Wochentagen.

Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 9,81 Millionen Coronatests positiv aus.

Trotz weiter steigender Infektionszahlen wird in der Politik der Ruf nach einem Konzept für eine Rücknahme von Beschränkungen lauter. So sagte Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) dem SPIEGEL : »Wir haben die Omikron-Welle zwar noch nicht hinter uns, aber wir müssen schon jetzt konkret daran arbeiten, wann und unter welchen Bedingungen es zu schrittweisen Öffnungen kommen kann.«

Das sieht wiederum der Koalitionspartner ein wenig anders. So hat der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen vor zu schnellen Öffnungsschritten in der Pandemie gewarnt. »Es gibt keinen Anlass dafür, dass es kurzfristig Öffnungsmaßnahmen gibt«, sagte der Bundestagsabgeordnete der Nachrichtenagentur dpa.

»Wir sind noch nicht übern Berg«, sagte Dahmen weiter. Die Hospitalisierungsrate steige inzwischen wieder an, es gebe keinen Grund zur Entwarnung. Falls sich die Lage verschlechtere, müsse im Gegenteil eher über eine Ausweitung bestehender Schutzmaßnahmen wie 2G-plus-Regeln nachgedacht werden.

Wie außerdem aus Daten des Robert Koch-Instituts vom Samstag hervorgeht, erhielten bis einschließlich Freitag 75,7 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens eine Impfdosis. Ziel der Bundesregierung war gewesen, bis Ende Januar 80 Prozent der Bevölkerung zumindest einmal gegen Corona zu impfen.

Impfziel verfehlt – »nicht genügend Tempo«

Zu dieser Verfehlung des Impfziels für Ende Januar sagte Dahmen. »Wir kommen in Deutschland erkennbar nicht mit genügend Tempo vom Fleck.« Es seien auch von Ländern und Kommunen noch intensivere Anstrengungen nötig, damit mehr bisher ungeimpfte Menschen sich impfen lassen.

Dahmen sprach sich vor diesem Hintergrund erneut für eine konsequente Umsetzung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht im Gesundheitswesen und die zügige Vorbereitung einer allgemeinen Impfpflicht aus.

jok/Reuters