Erstmals seit zwei Monaten Iran meldet mehr als 100 Corona-Tote binnen eines Tages

In Iran ging die Zahl der Ansteckungen zeitweise wieder zurück, nun steigt sie wieder an. Innerhalb von 24 Stunden starben mehr als 100 Menschen. Auch aus China kommen beunruhigende Nachrichten.
Bahnfahrer in Irans Hauptstadt Teheran: "Dies ist ein unberechenbares und wildes Virus"

Bahnfahrer in Irans Hauptstadt Teheran: "Dies ist ein unberechenbares und wildes Virus"

Foto: STRINGER/ AFP

In Iran ist die Zahl der Corona-Toten erneut sprunghaft angestiegen. Das Land meldete am Sonntag erstmals seit zwei Monaten mehr als 100 neue Todesfälle binnen einem Tag. Die Sprecherin des Gesundheitsministeriums, Sima Sadat Lari, sprach im Fernsehen von 107 Covid-19-Toten in den vergangenen 24 Stunden.

"Dies ist ein unberechenbares und wildes Virus, das uns zu jeder Zeit überraschen kann", sagte die Sprecherin und forderte die Bevölkerung auf, die Gesundheitsvorschriften zu beachten.

Iran war zu Beginn der Pandemie eines der besonders schwer getroffenen Länder. Später ging die Zahl der Ansteckungen zeitweise wieder zurück, zuletzt stieg sie aber stetig an. Die Regierung führt dies auf verstärktes Testen zurück.

Am Sonntag lag die Zahl der Corona-Toten in Iran nach Behördenangaben bei knapp 8900. Mit rund 2400 Neuinfektionen stieg die Infiziertenzahl demnach auf insgesamt rund 187.500. Es gibt allerdings im In- und Ausland Zweifel an den offiziellen Zahlen, die als zu niedrig angesehen werden.

Auch in China wieder mehr Neuinfektionen

Auch aus China kamen zuletzt wieder beunruhigende Nachrichten: Die höchste Zahl an Neuinfektionen seit zwei Monaten hat in der Volksrepublik Ängste vor einer zweiten Corona-Welle wachsen lassen. Binnen einem Tag seien landesweit 57 neue Infektionsfälle registriert worden, teilte die nationale Gesundheitskommission am Sonntag mit. 36 der Fälle traten demnach in der Hauptstadt Peking auf, die seit Samstag teilweise abgeriegelt ist. Die meisten neuen Fälle in der Hauptstadt seien zu einem bestimmten Markt zurückzuverfolgen, erklärten die Behörden.

Die in Peking aufgetretenen Neuinfektionen wurden - anders als die meisten Fälle der vergangenen Wochen - demnach nicht aus dem Ausland eingeschleppt. Die Zahl der lokalen Ansteckungen wuchs in den vergangenen Tagen sprunghaft: Erst am Donnerstag war in Peking der erste Infektionsfall seit zwei Monaten registriert worden. Ein Vertreter der Stadtverwaltung sagte, Peking sei in eine "besondere Phase" eingetreten.

bam/AFP
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