+++ Corona-News am Montag +++ Niederlande werden für fünf Wochen »abgeriegelt«

Die Niederlande verhängen angesichts der hohen Infektionszahlen den härtesten Shutdown seit Pandemiebeginn. Und: 27 Millionen Deutsche können bald kostenlose FFP2-Masken in der Apotheke abholen. Der 14.12. im Überblick.
Shopping vor dem Shutdown: Einkaufen in Amsterdam

Shopping vor dem Shutdown: Einkaufen in Amsterdam

Foto: Peter Dejong / dpa

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+++ Niederlande verhängen härtesten Shutdown seit Beginn der Pandemie +++

20.20 Uhr: Angesichts dramatisch steigender Infektionszahlen haben die Niederlande den bisher härtesten Shutdown seit Beginn der Pandemie verhängt. Die strengen Maßnahmen treten ab Mitternacht in Kraft und sollen bis zum 19. Januar andauern, kündigte Premier Mark Rutte in einer TV-Ansprache an. »Die Niederlande werden für fünf Wochen abgeriegelt.« Zum ersten Mal seit Ausbruch der Corona-Pandemie müssen auch Geschäfte schließen.

Das Land reagiert damit auch auf den harten Shutdown im Nachbarland Deutschland. Viele Kommunen fürchteten, dass Deutsche nach den strengen Maßnahmen in ihrem Land ab Mittwoch zu Weihnachtseinkäufen über die Grenze fahren könnten. Ab Mitternacht müssen auch Kinos, Theater und Museen schließen, sowie Friseure, Fitnessstudios und Schwimmbäder. Bürger dürfen sich pro Tag nur noch mit zwei anderen Personen treffen. Zu Weihnachten dürfen es drei Gäste sein. Ab Mittwoch werden auch Schulen und Kitas geschlossen.

Rutte sagte, dass es »gerade vor Weihnachten« eine äußerst harte Botschaft sei, »aber wir haben keine Wahl«. Die Lage sei sehr ernst, Krankenhäuser könnten dem Druck kaum noch standhalten – »aber wir werden es schaffen«.

Mehr als 300.000 Tote in den USA

22.43 Uhr: Seit Beginn der Corona-Pandemie in den USA sind mehr als 300.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das ging am Montag (Ortszeit) aus den Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Die Marke wurde am selben Tag überschritten, an dem in den USA die Impfungen gegen Covid-19 begonnen haben. In keinem anderen Land der Welt sind - in absoluten Zahlen - so viele Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus bekannt.

Relativ zur Einwohnerzahl ist die Zahl der Opfer in Italien, Spanien, Großbritannien und Argentinien höher als in den USA, wo rund 330 Millionen Menschen leben. In Italien kommen laut Johns-Hopkins-Universität 107 Tote auf 100.000 Einwohner, in Spanien 102. In den USA waren es bislang 91 pro 100.000 Einwohner. In Deutschland kommen 27 Todesfälle auf 100.000 Einwohner.

Die USA sind auch das Land mit den meisten nachgewiesenen Ansteckungen mit dem Erreger Sars-CoV-2, betrachtet man die absoluten Zahlen. Der JHU zufolge sind es mehr als 16,3 Millionen, in Indien sind 9,8 Millionen und in Brasilien mehr als 6,9 Millionen Infektionen erfasst worden.

Am Sonntag waren in den USA 190.920 Neuinfektionen binnen 24 Stunden verzeichnet worden. An den fünf Tagen zuvor hatte diese Zahl jeweils deutlich über 200.000 gelegen. Für Sonntag meldete die JHU zudem 1389 Tote im Zusammenhang mit Corona, am Samstag waren 2352 Todesfälle verzeichnet worden. Am Freitag war mit 3300 Toten der bisherige Höchstwert registriert worden.

75 Infizierte nach Nikolaus-Besuch in Seniorenheim in Belgien

21.02 Uhr: Der Besuch eines Nikolaus-Darstellers in einem belgischen Seniorenheim ist möglicherweise Ursprung eines Corona-Ausbruchs. Die Stadt Mol in der Provinz Antwerpen spricht von einem «Superspreader». Der Mann - ein Angehöriger - sei positiv auf das Virus getestet worden, teilte sie mit. Bei 61 Bewohnern und 14 Angestellten fielen demnach mit Stand Sonntag Corona-Tests positiv aus.

Ob der Ausbruch tatsächlich auf den Besuch des Sinterklaas, wie der Nikolaus dort heißt, zurückgeht, müsse tiefergehend geprüft werden, hieß es. Dennoch übte die Stadt deutliche Kritik an den Betreibern der privaten Einrichtung. Der Sinterklaas-Besuch, der laut Medienberichten vergangene Woche stattfand, sei nicht bloß eine Fehleinschätzung, sondern «unverantwortlich» gewesen. Er sei ohne Rücksprache erfolgt und wäre so nicht erlaubt worden, heißt es von der Stadt.

Einer der Bewohner sei gestorben - er habe sich aber schon vor der Infektion in einem palliativen Stadium befunden. Ein weiterer werde mit ernsthaften Symptomen behandelt. Einige hätten leichtes Fieber. Den meisten Bewohnern gehe es gut, und sie zeigten keine Symptome. Das könne sich allerdings noch ändern.

Bei Symptomen sollen Schnelltests durchgeführt werden. Außerdem seien Kohorten gebildet und Quarantänen eingerichtet worden. Die nächsten umfangreichen Tests seien für Freitag geplant.

Unesco fordert Priorisierung von Lehrern bei Impfung

20.36 Uhr: Die UN-Kulturorganisation Unesco hat die Regierungen weltweit dazu aufgefordert, Lehrern einen vorrangigen Zugang zu Corona-Impfstoffen zu ermöglichen. »Wir glauben, dass Lehrer und pädagogisches Hilfspersonal als eine vorrangige Gruppe betrachtet werden muss«, sagte Unesco-Generaldirektorin Audrey Azoulay in einer Videobotschaft.

Azoulay hob in ihrer gemeinsamen Botschaft mit dem Leiter der Lehrerorganisation Education International (EI), David Edwards, die Leistungen der Lehrer seit Beginn der Corona-Pandemie hervor. Als Schulen und andere Bildungseinrichtungen schließen mussten, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, seien »Lehrer und Hilfspersonal an der Front geblieben.«

Als der Schulunterricht über das Internet stattfand, hätten Lehrer »die Art, wie wir lehren und lernen, neu erfunden«, sagten Azoulay und Edwards. Die Lehrer seien dann »mutig« in die Klassenzimmer zurückgekehrt, als die Schulen wieder geöffnet wurden. Da Bildungseinrichtungen »unersetzlich« seien, müssten Lehrer zu den ersten gehören, die geimpft würden.

Schweden meldet im November höchste Zahl an Todesfällen seit Spanischer Grippe

19.53 Uhr: Schweden hat vor dem Hintergrund der Coronakrise im November die höchste Zahl an Todesfällen binnen eines Monats seit der Spanischen Grippe verzeichnet. Insgesamt starben im vergangenen Monat landesweit 8088 Menschen. Das teilte die staatliche Statistikbehörde (SCB) mit. Die Zahl liegt etwa zehn Prozent über der durchschnittlichen Sterberate der Jahre 2015 bis 2019.

»Das ist die höchste Zahl an Todesfällen, die im Monat November seit 1918, dem Jahr, in dem die Spanische Grippe ausbrach, verzeichnet wurde«, erklärte der SCB-Statistiker Tomas Johansson. Allerdings wurden damals mit 16.600 mehr als doppelt so viele Tote registriert. Zudem hatte Schweden vor rund hundert Jahren deutlich weniger Einwohner.

Die zweite Welle der Corona-Pandemie führte in Schweden zu einem sprunghaften Anstieg der Neuinfektionen. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden wurden am Montag 2406 Menschen mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus behandelt - ein Höchststand seit April. Allerdings befanden sich nur rund zehn Prozent der Patienten auf der Intensivstation, im April waren es 22 Prozent.

Schweden geht seit Beginn der Corona-Pandemie einen weniger restriktiven Weg als die meisten anderen europäischen Länder. Kritiker warfen den Behörden deshalb vor, mit ihrer Strategie Menschenleben zu gefährden. Dennoch verzichtete die Regierung lange auf das Verhängen von Einschränkungen und sprach stattdessen Empfehlungen für die Bürger aus.

WHO: Auch Geimpfte sollen Maske tragen

18.45 Uhr: Auch wer sich gegen das Coronavirus impfen lässt, muss nach Überzeugung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit Rücksicht auf andere Menschen weiter bestimmte Vorsichtsregeln beachten. Nach bisherigen Erkenntnisstand schützten die Impfungen wirksam davor, die Lungenkrankheit zu entwickeln. Ob sie aber auch eine Infektion und damit die Möglichkeit, das Virus weiterzuverbreiten verhindern, sei noch unklar, sagten WHO-Expertinnen.

Soziale Distanz, das Tragen von Masken und häufiges Händewaschen seien deshalb zumindest eine Zeit lang auch für die Gruppe der Geimpften wichtig. »Die Forschung über die Impfungen muss wirklich noch fortgesetzt werden«, sagte die WHO-Impfspezialistin Kate O'Brien.

Spahn hält Impf-Start im Dezember für denkbar

18.35 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält einen Beginn der Impfungen gegen das Coronavirus noch im Dezember für denkbar. »Wir tun alles dafür«, dass es noch im Dezember mit dem Impfen losgehen könne, sagte der CDU-Politiker im Gespräch mit dem RBB und der »Süddeutschen Zeitung«.

Die Europäische Arzneimittel-Behörde (EMA) hatte zuvor erklärt, dass das Zulassungsverfahren für einen Corona-Impfstoff kaum zu beschleunigen sei. Spätestens am 29. Dezember werde das Gutachten des Expertenausschusses vorliegen, erklärte die EMA-Direktorin Emer Cooke. »Wir arbeiten rund um die Uhr für die Zulassung des ersten Covid-19-Impfstoffes«. Die Fristen würden allerdings im Laufe des Prüfverfahrens »ständig neu bewertet«.

Spahn hatte zuvor eine Beschleunigung des Verfahrens gefordert. Der Impfstoff der Unternehmen Pfizer und Biontech ist bereits in Großbritannien, Kanada und den USA mit einer Notzulassung auf dem Markt.

Scharfe Beschränkungen: höchste Corona-Warnstufe in London

18.15 Uhr: In London werden ab Mittwoch wieder schärfere Corona-Beschränkungen gelten. Angesichts drastisch steigender Fallzahlen müsse die Hauptstadt in die höchste Corona-Warnstufe eingruppiert werden, sagte Gesundheitsminister Matt Hancock. Restaurants und Pubs, Kinos und Theater müssen wieder schließen, außerdem gelten strengere Kontaktbeschränkungen – so darf man sich etwa nicht mehr in Innenräumen treffen.

Seit dem Ende des Teil-Lockdowns gilt in England wieder ein Stufensystem, in dem je nach Infektionslage unterschiedlich strenge Regeln gelten. In der mittleren Stufe, in der sich London bislang befand, durften sich bis zu sechs Personen in den Außenbereichen von Pubs treffen und Angehörige eines Haushalts Restaurants besuchen.

Für die hohen Fallzahlen könne unter anderem eine neue Variante des Virus verantwortlich sein, die »in Verbindung mit der schnelleren Ausbreitung im Süden von England« in Verbindung stehen könne, sagte Hancock. Man habe die Weltgesundheitsorganisation (WHO) informiert.

Ab Dienstag Gratis-Masken für Risikogruppen

17.55 Uhr: Am Dienstag soll die kostenlose Verteilung von FFP2-Masken für rund 27 Millionen Bürger in Deutschland aus Corona-Risikogruppen beginnen. Eine entsprechende Verordnung tritt nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums morgen in Kraft. In einem ersten Schritt sollen über 60-Jährige und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen drei Masken gratis in der Apotheke holen können. Ein Anspruch besteht etwa bei chronischen Lungenerkrankungen, Risikoschwangerschaften oder aktiven Krebserkrankungen.

Bis zum 6. Januar kann man sich mit der Abholung Zeit lassen. Laut Informationen des Ministeriums genügt dazu die Vorlage des Personalausweises »oder die nachvollziehbare Eigenauskunft über die Zugehörigkeit zu einer der Risikogruppen«. Zur Abholung könne auch eine andere Person bevollmächtigt werden.

Ab Januar sollen berechtigte Patienten in einem zweiten Schritt mit weiteren Masken versorgt werden. Alle Berechtigten erhalten dann laut Ministerium »zwei fälschungssichere Coupons« für jeweils sechs Masken von ihren Krankenkassen oder ihrer privaten Krankenversicherung. Diese können sie in zwei klar definierten Zeiträumen im neuen Jahr ebenfalls in den Apotheken einlösen. Die Anspruchsberechtigten zahlen dann pro eingelöstem Coupon einen Eigenanteil von zwei Euro hinzu.

Intensivstationen in Hessen zu 90 Prozent ausgelastet

17.11 Uhr: Die Lage in den hessischen Krankenhäusern ist angespannt. Aktuell würden knapp 2400 Corona-Patienten behandelt, sagt der hessische Gesundheitsminister Kai Klose. »Es sind noch 55 Intensivbetten frei, die explizit auch für Covid-19 Patientinnen und Patienten vorbehalten werden.« Die Auslastung der Intensivstationen liege bei um die 90 Prozent.

Spahn: Fehleinschätzung bei Ladenschließungen

17.01 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Fehler bei seiner Einschätzung vom September eingeräumt, wonach die Einzelhandelsgeschäfte wegen der Corona-Pandemie nicht mehr geschlossen werden müssten. Er hätte in diesem Punkt lieber »richtig gelegen«, sagte Spahn am Montag im »Polittalk aus der Hauptstadt« von RBB-Inforadio und der »Süddeutschen Zeitung«. Es sei aber nicht immer alles »schwarz-weiß«, sagte Spahn weiter. Das Problem entstehe nämlich gar nicht in den Geschäften selbst, sondern eher auf dem Weg dorthin. Der Minister verwies dabei auf »volle Einkaufsstraßen« und die Shoppingmalls – »das Miteinander-unterwegs-Sein«, wie der Minister sagte.

»Im Zweifel hätte man schon früher zu Entscheidungen kommen müssen«, räumte Spahn weiter ein. Regeln hätten gesetzt und Kontakte reduziert werden müssen. Wichtig sei aber auch eine Einheitlichkeit der Maßnahmen. Er betonte zugleich: »Die dritte Welle fing an, bevor die zweite richtig runter war.«

USA starten Impfungen – Erste Spritze für New Yorker Krankenschwester

16.26 Uhr: In den USA beginnt New York mit der Impfung von Mitarbeitern des Gesundheitswesens. Die erste Spritze mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer erhält die Krankenschwester Sandra Lindsay von der Intensivstation des Island Jewish Medical Center, teilte der New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo mit.

Österreich: Zwei Millionen Tests, 4200 Fälle

16.18 Uhr: An den Corona-Massentests in Österreich haben laut Regierung rund zwei Millionen Menschen teilgenommen. Von ihnen seien rund 4200 Menschen auch bei einem Zweittest positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden, teilte Gesundheitsminister Rudolf Anschober mit. Die 4200 symptomlosen Infizierten seien entdeckt worden, bevor sie weitere Menschen hätten anstecken können, was der Sinn der Tests gewesen sei, betonte Anschober. Da Antigen-Schnelltests auch falsch positiv ausfallen können, wurden alle positiven Fälle im Labor auf Virus-Erbgut nachgetestet.

Menschen registrieren sich bei einem Covid-19-Massentest

Menschen registrieren sich bei einem Covid-19-Massentest

Foto: Gerd Eggenberger / dpa

Österreichs Regierung hatte die umstrittene Maßnahme, landesweit Massentests mittels Antigen-Schnelltests durchzuführen, zum Ende des dreiwöchigen Lockdowns im Land Anfang Dezember angekündigt. Ziel der Testaktion mithilfe der Armee war es, rechtzeitig vor Weihnachten unentdeckte Fälle herauszufinden.

Nach Ausbruch in Berliner Pflegeheim: Über 100 Infizierte, 12 Todesfälle

16.09 Uhr: In einem Berliner Pflegeheim ist es zu einem großen Corona-Ausbruch gekommen, berichtet der »Tagesspiegel« : Bisher haben sich 110 Menschen in einer Einrichtung im Bezirk Reinickendorf mit dem Coronavirus infiziert – darunter 80 Bewohner und 30 Mitarbeiter. Zwölf Personen sind bisher mit oder an dem Coronavirus gestorben. Man gehe davon aus, dass das Virus von Besuchern in die Einrichtung getragen worden sei, zitiert das Blatt einen Sprecher des Betreibers.

»Bild«: Drei kostenlose FFP-Masken für Ältere und Vorerkrankte

15.23 Uhr: Ab Dienstag gibt es nach einem Bericht der »Bild«-Zeitung für mehr als 27 Millionen Deutsche kostenlose FFP-Atemschutz-Masken in Apotheken. Noch heute solle es eine entsprechende Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums geben. Demnach können sich alle über 60-Jährigen und alle jüngeren Vorerkrankten ein kostenloses Paket mit drei FFP2-Masken bei ihrer Hausapotheke abholen.

Für Schulbetrieb im Januar »alle Szenarien« vorbereiten

15.11 Uhr: Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) spricht sich dafür aus, sich auf eine mögliche Fortsetzung der Schulschließungen auch über den 10. Januar hinaus vorzubereiten. »Der Betrieb von Schulen und Kitas hat auch in Zukunft eine hohe Priorität«, sagte sie den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. »Trotzdem ist es gut, wenn alle möglichen Szenarien des Betriebs nach dem 10. Januar durchlaufen werden, um sich gut vorzubereiten.«

Polizei löst privaten Weihnachtsmarkt auf

14.53 Uhr: Die Polizei in Sachsen hat einen privaten Weihnachtsmarkt aufgelöst. Am Sonntag trafen die Beamten auf einem Hof im Riesaer Ortsteil Poppritz auf mehr als hundert Weihnachtsmarktbesucher, was allerdings klar gegen die Corona-Regeln verstieß.

Der Markt wurde von der Polizei umgehend beendet. Der Veranstalter sowie 80 Besucher erhielten eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen des Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung. Insgesamt waren 36 Polizeibeamte im Einsatz.

App klärt Corona-Fragen für EU-Länder

14.37 Uhr: Darf ich nach Frankreich reisen? Muss ich in Italien eine Maske tragen? Gibt es in Österreich eine Corona-App? Die "Re-open EU"-App der EU-Kommission bietet aktuelle Informationen etwa zur Gesundheitssituation, Sicherheitsvorkehrungen oder Reisebeschränkungen für alle EU-Staaten. Nutzer können sich auch über nationale Quarantäne- und Testregeln sowie Warn- und Nachverfolgungs-Apps informieren, wie die EU-Kommission mitteilte.

Bestelllawine vor Weihnachten – In Bayern gibt es auch sonntags Pakete

14.17 Uhr: Bayern will angesichts des Lockdowns die Auslieferung von Paketen am vierten Adventssonntag, 20. Dezember, bis zur Haustür erlauben. Das teilt die Staatsregierung nach einer Kabinettssitzung mit. Die Deutsche Post und andere Paketdienstleister rechnen mit einer Bestelllawine vor Weihnachten, weil die meisten Läden ab Mittwoch schließen müssen.

Weihnachtlich verpackte Pakete

Weihnachtlich verpackte Pakete

Foto: DPA

Söder will Testpflicht für Urlaubsrückkehrer

13.50 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert eine Corona-Testpflicht für Rückkehrer aus dem Weihnachtsurlaub im Ausland. Er werde in dieser Woche mit dem Bund darüber sprechen, kündigt der CSU-Chef an. Man habe im Sommer gelernt, dass viele Infektionen von Rückkehrern aus Süd- oder Südosteuropa nach Deutschland getragen worden seien. Die Flughäfen meldeten, dass viele Flüge rund um die Feiertage bereits ausgebucht seien. Bisher gilt für Rückkehrer eine Quarantänepflicht.

EZB zu weiteren Hilfen bereit

13.39 Uhr: Die Europäische Zentralbank wird nach den Worten des Notenbank-Direktors, Fabio Panetta, mit weiteren Hilfen die Konjunktur im Euroraum stützen, sollte dies nötig sein. Dies gelte auch für den Fall, dass ein unerwünschter Kursanstieg des Euro die Wirtschaft belaste, sagte er auf dem Rom Investment Forum 2020.

  • Eine Kolumne zum stärker werdenden Euro finden Sie hier

Die EZB hatte erst in der vergangenen Woche ein umfassendes neues Hilfspaket auf den Weg gebracht, um der von der zweiten Pandemiewelle gebeutelten Konjunktur im Euroraum unter die Arme zu greifen. Sie beschloss unter anderem weitere Anleihekäufe von 500 Milliarden Euro in ihrem Pandemieprogramm PEPP.

Upgrade für die Corona-Warn-App

13.18 Uhr: Die Corona-Warn-App NINA soll ab sofort auch lokale Daten zu Corona-Infektionszahlen und den jeweiligen Maßnahmen zur Eindämmung des Virus vor Ort liefern.

Im Laufe des Monats Januar sollen dann auch für jede Region Informationen zum Thema Impfung bereitgestellt werden. Armin Schuster, Präsident des zuständigen Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), sagte: »Mein Ziel ist es außerdem, in der App demnächst in einfach verständlicher Form die Einreise- und Quarantänebestimmungen der jeweiligen Bundesländer nach einem Aufenthalt im Ausland für den jeweiligen Ort abrufbar zu machen.«

CDU wählt neuen Vorsitzenden bei Onlineparteitag Mitte Januar

13.01 Uhr: Nach fast einjähriger Hängepartie wegen der Corona-Pandemie will die CDU ihren neuen Vorsitzenden Mitte Januar auf einem fast vollständig digitalen Parteitag wählen. Der CDU-Vorstand beschloss mit großer Mehrheit in einer Schaltkonferenz, dass der CDU-Chef am 16. Januar digital und mit abschließender Briefwahl gewählt werden soll. Zuvor hatte es wegen der anhaltend hohen Infektionszahlen eine Diskussion im Parteipräsidium über eine neuerliche Verschiebung gegeben.

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EU soll bis zu 65 Mio. Impfdosen an ärmere Staaten spenden

12.33 Uhr: Frankreich schlägt nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters vor, dass die EU bis zu 65 Millionen Impfdosen an ärmere Länder spendet. Das wären fünf Prozent der insgesamt 1,3 Milliarden Impfdosen, die sich die EU vorab bei verschiedenen Herstellern gesichert hat. Das geht aus einem französischen Dokument hervor, das Reuters einsehen konnte. Damit das Vorhaben umgesetzt werden kann, muss es allerdings von allen 27-EU-Mitgliedstaaten grünes Licht bekommen.

Corona-Impfungen in den USA und Kanada kurz vor dem Start

11.59 Uhr: Drei Tage nach der Notfallzulassung des Corona-Impfstoffs des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer sollen in den USA am Montag die ersten Menschen geimpft werden. Die Impfdosen seien »verladen und auf dem Weg«, schrieb Präsident Donald Trump auf Twitter. »Gute Besserung, USA. Gute Besserung, Welt«, fügte er hinzu. Zuerst sollen das Gesundheitspersonal und Pflegeheimbewohner geimpft werden. Der Biontech-Pfizer-Impfstoff hatte erst am Freitag eine Notfallzulassung in den USA erhalten.

Auch in Großbritannien, Kanada und weiteren Ländern ist der Biontech-Pfizer-Impfstoff bereits zugelassen. In Großbritannien begannen die Impfungen bereits am Dienstag vergangener Woche. In Kanada sollten sie ebenfalls noch am Montag starten.

Ansturm auf Friseursalons

11.48 Uhr: Kurz vor dem ab Mittwoch geltenden Lockdown verzeichnen Friseure nach Verbandsangaben noch einmal einen »riesigen Kundenansturm«. Viele verlängerten an den letzten beiden Tagen ihre Öffnungszeiten, um möglichst viele Kunden zu bedienen, sagte Jörg Müller, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks. »Das ist natürlich nicht im Sinne des Erfinders, aber die Friseure sind absolut verzweifelt.«

  • Mehr über den Andrang auf Friseursalons lesen Sie hier

Normalerweise sei der Dezember für Salons der umsatzstärkste Monat des Jahres, da sich kurz vor den Feiertagen noch mal viele Menschen die Haare schneiden ließen. Über das gesamte Jahr rechnet der Verband mit Umsatzeinbrüchen von rund 30 Prozent.

Im Frühjahr mussten die Friseure schon einmal für sechs Wochen schließen und durften anschließend unter Auflagen wie Mindestabstand zwischen den Frisierplätzen wieder öffnen

Im Frühjahr mussten die Friseure schon einmal für sechs Wochen schließen und durften anschließend unter Auflagen wie Mindestabstand zwischen den Frisierplätzen wieder öffnen

Foto: Erwin Scheriau / dpa

Regierung geht nicht von erneuter Rezession aus

11.34 Uhr: Die Bundesregierung geht davon aus, dass die ab Mittwoch geltenden Einschränkungen die deutsche Wirtschaft nicht erneut in eine Rezession stürzen werden.

Experten warnen vor Corona-Risiko für Raucher

11.20 Uhr: Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung sieht in der Gefahr von Corona-Infektionen einen zusätzlichen Grund dafür, mit dem Rauchen aufzuhören. Raucher mit geschädigtem Bronchialsystem hätten »nach aktueller Datenlage ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf«, erklärte BZgA-Chefin Heidrun Thaiss.

Studien legten auch nahe, dass Raucher anfälliger für Ansteckungen seien. Dabei spielten rauchertypische Gewohnheiten eine Rolle. So würden beim Rauchen regelmäßig die Finger nahe an das Gesicht gebracht, erläuterte Thaiss. Sie wies zugleich darauf hin, dass es zu den Zusammenhängen von Rauchen und Corona bislang nur wenige aussagekräftige wissenschaftliche Studien gebe. Bekannt sei aber auch generell, dass Rauchen das Immunsystem schwäche und anfälliger für Atemwegserkrankungen mache. Prinzipiell sei es »zu jedem Zeitpunkt empfehlenswert, mit dem Rauchen aufzuhören«, betonte sie.

Singapur lässt Biontech-Impfstoff zu

10.55 Uhr: Singapur hat den Covid-19-Impfstoff von Biontech und Pfizer zugelassen. Bis Ende Dezember werde mit der Lieferung von ersten Impfdosen gerechnet, sagt Regierungschef Lee Hsien Loong. Der südostasiatische Stadtstaat rechne bis zum dritten Quartal 2021 mit genügend Impfdosen für alle seiner 5,7 Millionen Einwohner. Der Impfstoff wurde unter anderem bereits in Großbritannien, den USA, Kanada, Mexiko und Bahrain zugelassen.

Niederlande vor hartem Lockdown

10.49 Uhr: Die Niederlande stehen vor einem strengen Lockdown. Ministerpräsident Mark Rutte wird sich wohl am Abend in einer TV-Ansprache an die Bevölkerung wenden. Erwartet wird unter anderem eine Schließung aller Geschäfte, die keine Waren für den täglichen Bedarf verkaufen. Bisher mussten die Geschäfte im Nachbarstaat noch nie schließen. Die Behörden fürchten, dass viele Deutsche nach dem Lockdown im eigenen Land zu Weihnachtseinkäufen über die Grenze fahren werden.

Italien könnte zur »roten Zone« erklärt werden

10.34 Uhr: Italien erwägt zu den Feiertagen einen ähnlichen Lockdown wie in Deutschland. Die Regierung in Rom könnte das ganze Land vom 24. Dezember bis mindestens 2. Januar zu einer sogenannten roten Zone erklären, melden italienische Medien. Damit würden Ausgangsbeschränkungen und Schließungen von Geschäften und Gaststätten ausgeweitet. Am Sonntag waren viele Italiener zum Einkaufen in die Innenstädte geströmt, nachdem einige Beschränkungen gelockert worden waren. Seit Samstag ist Italien das Land mit den meisten Corona-Toten in Europa. Zuvor war dies Großbritannien.

Bundespräsident Steinmeier: »Die Lage ist bitterernst«

10.28 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den verschärften Lockdown verteidigt. »Die Lage ist bitterernst«, sagt der Bundespräsident in einer Erklärung zu den neuen Beschränkungen. »Von Mittwoch an wird deshalb unser öffentliches und unser privates Leben so stark eingeschränkt wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik.« Aber einschneidende Maßnahmen seien wegen der hohen Corona-Infektionszahlen nötig.

Politiker raten von Gottesdienstbesuch ab

10.19 Uhr: Die Ministerpräsidenten von Sachsen und Sachsen-Anhalt, Michael Kretschmer und Reiner Haseloff (beide CDU), raten davon ab, Weihnachten in die Kirche zu gehen. Kretschmer sagte dem MDR, jeder müsse Kontakte reduzieren. »Das ist für viele Menschen bitter. Aber wir tun es für unsere nächsten Angehörigen.« Die gelte es, zu schützen. Kretschmer betonte, dass er den Weihnachtsgottesdienst in diesem Jahr erstmals nicht besuchen werde.

Auch Sachsen-Anhalts Regierungschef Haseloff verzichtet in diesem Jahr darauf, Weihnachten einen Gottesdienst zu besuchen. Seine Frau und er hätten sich entschieden, »die Mitternachtsmesse vom Papst im Fernsehen anzusehen und dann irgendwann in der Weihnachtszeit – an einem Werktag, wenn nicht so viele Besucher da sind – einen Gottesdienst zu besuchen.«

Krankenhausgesellschaft: Zahl der Corona-Intensivpatienten wird steigen

09.39 Uhr: Die Deutsche Krankenhausgesellschaft rechnet trotz des Lockdowns mit weiter steigenden Zahlen an Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen. »In den nächsten zwei Wochen werden die Infektionszahlen zunächst noch einmal steigen. Der Lockdown wirkt erst mit Verzögerung. Ich rechne damit, dass die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen von derzeit rund 4500 auf 5000 zur Jahreswende steigen wird«, sagt der Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Fast 300.000 Corona-Tote – USA beginnen mit Impfung

09.30 Uhr: Kurz vor Beginn der Impfungen nähert sich die Zahl der Corona-Toten in den USA der Marke von 300.000. Bis einschließlich Sonntag starben 299.177 Menschen in Verbindung mit dem Virus Sars-CoV-2, wie aus den Zahlen der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore am Montagmorgen (MEZ) hervorgeht.

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen erreichte demnach am Sonntag binnen 24 Stunden 190.920 nach 219.510 am Samstag. Für Sonntag meldete die JHU zudem 1389 Tote im Zusammenhang mit Corona, am Samstag waren 2352 Todesfälle verzeichnet worden.

In den USA soll heute die Impfung mit dem Corona-Impfstoff des Mainzer Pharmaunternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer beginnen. Die US-Arzneimittelbehörde hatte Ende vergangener Woche die Notfallzulassung für das Mittel erteilt. Zunächst sollen Mitarbeiter von Gesundheitseinrichtungen sowie Bewohner von Alten- und Pflegeheimen geimpft werden.

Das Land mit seinen 330 Millionen Einwohnern ist in absoluten Zahlen gemessen der am stärksten von der Pandemie getroffene Staat der Welt. Mehr als 16 Millionen Menschen haben sich nach JHU-Zahlen dort bisher mit dem Virus infiziert.

Menschen in Gesundheitsberufen stärker gefährdet

09.00 Uhr: Die Gefahr einer schweren Covid-19-Erkrankung ist für Ärzte, Pflegekräfte und Rettungssanitäter einer britischen Studie zufolge wesentlich höher als für Menschen in sogenannten nicht essenziellen Berufsgruppen. In Großbritannien ist die Rate siebenmal so groß, wie Epidemiologen der Universität von Glasgow in einer Studie ermittelt haben. Die Forscher verglichen dabei nicht die Zahlen der Corona-Infektionen, sondern nur die der Covid-19-Patienten in britischen Kliniken inklusive der Gestorbenen.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte bereits im September berichtet, dass 14 Prozent aller weltweit gemeldeten Corona-Infektionen auf Menschen in Gesundheitsberufen entfielen. In manchen Ländern liege die Quote gar bei 35 Prozent, obwohl deren Anteil an der Bevölkerung insgesamt in den meisten Ländern bei unter drei Prozent liege.

svv/mas/AFP/dpa/Reuters
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