+++ News-Update zu Corona +++ Die wichtigsten Entwicklungen zum Coronavirus am Dienstag

Die First Ladys unterhalten sich über die Coronakrise. Die Linke verschiebt ihren Bundesparteitag. Und: Vorsicht beim Umgang mit Müll von Corona-Patienten. Der Überblick am Dienstag.
Melania Trump wollte bei Elke Büdenbender hören, wie die Situation in Deutschland ist

Melania Trump wollte bei Elke Büdenbender hören, wie die Situation in Deutschland ist

Foto: Carolyn Kaster/ AP

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

Nichts mehr verpassen: Für die neuesten Entwicklungen und wichtigsten Hintergründe abonnieren Sie unseren Coronavirus-Newsletter.

ESC-Konzerthalle wird zu Not-Krankenhaus

23.13 Uhr: Die eigentlich für das diesjährige Finale des Eurovision Song Contest (ESC) vorgesehene Konzerthalle in Rotterdam wird wegen der Corona-Pandemie zum Not-Krankenhaus umgerüstet. Knapp hundert Krankenhaus-Betten würden in der Ahoy Arena aufgestellt, teilte der Gesundheitsdienst der niederländischen Stadt mit. Sie sollten ab Freitag für Patienten bereitstehen, die an Covid-19 erkrankt seien.

Eigentlich sollte in der Ahoy Arena am 16. Mai des ESC stattfinden. Wegen der Corona-Pandemie wurde die Veranstaltung aber abgesagt. Statt jubelnder Fans gibt es in der Arena nun Container mit vorerst 88 Krankenhaus-Betten. Im Bedarfsfall können mehrere hundert Betten in der Konzerthalle aufgestellt werden.

Paris bestellt chinesischen Botschafter wegen Corona-Äußerungen ein

23.02 Uhr: Nach kritischen Äußerungen über den Umgang der europäischen Länder mit der Corona-Pandemie ist der chinesische Botschafter in Paris von der französischen Regierung einbestellt worden. Er habe seine "Missbilligung" über "einige kürzlich gemachte Äußerungen von Vertretern der chinesischen Botschaft in Frankreich deutlich gemacht", teilte Außenminister Jean-Yves Le Drian am Dienstagabend mit. Diese Äußerungen stünden "nicht im Einklang mit der Qualität der bilateralen Beziehungen" zwischen Frankreich und China.

Am Sonntag hatte die chinesische Botschaft in Paris auf ihrer Internetseite einen Text mit dem Titel "Wiederherstellung verzerrter Tatsachen - Beobachtungen eines in Paris stationierten chinesischen Diplomaten" veröffentlicht. Der Diplomat, der in dem Text nicht namentlich genannt wurde, kritisiert darin unter anderem den Umgang Europas und der USA mit der Corona-Pandemie. Unter anderem wird die Behauptung geäußert, Beschäftigte von französischen Altersheimen hätten, "ihre Posten über Nacht aufgegeben und ihre Bewohner an Hunger und Krankheit sterben lassen".

Kalifornien hält an Ausgangsbeschränkungen vorerst fest

22.35 Uhr: Der kalifornische Gouverneur will an den umfangreichen Ausgangsbeschränkungen für die knapp 40 Millionen Einwohner des US-Westküstenstaates vorerst festhalten. Erst wenn die Zahl der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern und auf den Intensivstationen sinke, könnten die Einschränkungen des öffentlichen Lebens gelockert werden, sagte Gouverneur Gavin Newsom am Dienstag. Der Demokrat betonte, dass die seit März bestehenden Auflagen, Sozialkontakte zu minimieren und räumlichen Mindestabstand zu halten, in Kalifornien Erfolg zeigen würden.

Newsom hatte am 20. März für den ganzen Staat weitreichende Auflagen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus erlassen. Die Menschen sind angewiesen, weitgehend zu Hause zu bleiben. Sport und Bewegung im Freien mit Abstand voneinander sind noch erlaubt. Schulen werden vor den Sommerferien nicht mehr geöffnet; der Unterricht erfolgt online.

In Kalifornien sind nach Informationen vom Dienstag mehr als 24.000 Infektionen mit Sars-CoV-2 nachgewiesen worden.

Staats- und Regierungschefs der G7 wollen über Coronakrise beraten

22.24 Uhr: Die Staats- und Regierungschef sieben führender Industrieländer wollen am Donnerstag in einer Videoschalte über den Kampf zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie beraten. Es gehe darum, die nationalen Strategien zu koordinieren , erklärte ein Sprecher des Weißen Hauses am Dienstag. US-Präsident Donald Trump habe seine Amtskollegen der G7-Staaten zu dem Gespräch am Donnerstagmorgen (Ortszeit USA) eingeladen.

Die Beratungen sollen auf die vorige G7-Videoschalte zu dem Thema von Mitte März aufbauen. Die US-Regierung hat derzeit turnusgemäß den Vorsitz der Gruppe inne, zu der auch Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Kanada und Japan gehören. Ein ursprünglich für Juni in den USA geplantes G7-Gipfeltreffen hatte Washington im vergangenen Monat wegen der Pandemie abgesagt. Stattdessen setzen die USA nun auf regelmäßigere Videoschalten.

Melania Trump ruft Elke Büdenbender an

22.04 Uhr: Elke Büdenbender, die Frau des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier, hat mit der First Lady der USA, Melania Trump, über die Lage in der Corona-Pandemie gesprochen. Melania Trump habe am Dienstag bei Büdenbender angerufen, um sich nach der Situation in Deutschland zu erkundigen, teilte das Bundespräsidialamt der Deutschen Presse-Agentur mit. "Elke Büdenbender bedankte sich bei Melania Trump für diese besondere Geste transatlantischer Freundschaft und übermittelte ihre besten Wünsche: 'Ich hoffe sehr, dass sich die Situation in Ihrem Land bald bessert und zum Guten wendet.'"

Die beiden Präsidentengattinnen hätten sich über die aktuelle Lage und weitere geplante Maßnahmen ausgetauscht und "ihre besondere Solidarität und ihr Mitgefühl mit den Menschen in den USA und Deutschland" erklärt.

Das Weiße Haus teilte mit, die Frau von US-Präsident Donald Trump habe bekräftigt, dass die Vereinigten Staaten Deutschland und dem übrigen Europa im Kampf gegen die Pandemie zur Seite stünden.

Kretschmer will weniger Einschränkungen nach dem 20. April

21.48 Uhr: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hat für eine Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen bereits vom 20. April an plädiert. "Wir wollen eine Lockerung in den Bereichen, die gesellschaftlich und wirtschaftlich am wichtigsten sind", sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe vor den Beratungen von Bund und Ländern am Mittwoch. Er verwies darauf, dass Deutschland durch schnelles Handeln, das den Bürgern viel abverlangt habe, bisher eine große Tragödie erspart geblieben sei. "Nur weil wir alle diszipliniert waren, haben wir viele Menschenleben retten können."

Die Krankenhäuser hätten ihre Kapazitäten aufgestockt und es könne mehr getestet werden. "Jetzt können wir über weitere Schritte entscheiden." Der Schutz der Gesundheit habe weiter höchste Priorität bei der Umsetzung der Maßnahmen. "Wir werden nicht ohne, aber mit weniger Einschränkungen nach dem 20. April leben können."

Müll von Corona-Patienten trennen

21.38 Uhr: Vorsicht beim Umgang mit Müll von Corona-Patienten: Taschentücher, Atemmasken und ähnliche Wegwerfartikel sollten auch bei einer Behandlung zuhause getrennt gesammelt und in Mülltüten verschlossen werden. Diese Empfehlung gehört zu Leitlinien zur Entsorgung von Müll in der Corona-Krise, die die EU-Kommission am Dienstag veröffentlichte.

Zwar sehe die EU-Gesundheitsbehörde ECDC keinen Hinweis auf ein Infektionsrisiko bei üblicher Entsorgung, heißt es darin. Dennoch würden spezielle Vorkehrungen empfohlen. So sollte im Zimmer eines Corona-Patienten zuhause ein eigener Abfallbehälter stehen. Schutzkleidung oder Handschuhe von Betreuern sollten getrennt davon ebenfalls im Zimmer des Patienten gesammelt werden. Sind die Tüten erst verschlossen, müssten sie aber nicht getrennt entsorgt werden.

Insgesamt kämpften die Müllentsorger in der EU mit einigen Schwierigkeiten, so die EU-Kommission. Dazu gehörten auch Personalmangel und die erhöhte Menge medizinischer Abfälle. Die regelmäßige Abholung von Haus- und Biomüll müsse aber sichergestellt werden, um Gesundheitsrisiken zu vermeiden, heißt es in den Leitlinien. Abfalltrennung sei wichtiger denn je, damit nur unbedenkliche Abfälle ins Recycling kämen.

Die Linke verschiebt Bundesparteitag

21.23 Uhr: Die Linke verschiebt wegen der Corona-Krise ihren für Juni geplanten Bundesparteitag. Das beschloss der Bundesvorstand am Dienstag, wie die Partei mitteilte. "Wir haben uns diese Verschiebung nicht leicht gemacht", erklärte Bundesgeschäftsführer Jörg Schindler. "Allerdings ist unter den gegenwärtigen Bedingungen weder eine vernünftige Vorbereitung des Parteitags möglich, noch könnten wir die Sicherheit der Teilnehmenden gewährleisten."

Weiterhin gelte, dass die Verlangsamung der Pandemie "und damit der Schutz von uns allen" absoluten Vorrang habe. "Nach dem derzeitigen Stand wird der Parteitag nun im Herbst stattfinden." Bei dem Parteitag soll auch der Parteivorstand neu gewählt werden. Er sollte eigentlich vom 12. bis 14. Juni in Erfurt stattfinden.

Apple veröffentlicht Mobilitätstrends

21.10 Uhr: Um Anhaltspunkte zum Erfolg von Ausgangsbeschränkungen im Kampf gegen die Coronavirus-Ausbreitung zu liefern, hat Apple Mobilitätstrends aus seinem Kartendienst veröffentlicht. Grundlage ist die Anzahl der Anfragen nach Wegbeschreibungen in den Apple-Karten, wie der iPhone-Konzern am Dienstag mitteilte. Angegeben wird die Veränderung seit dem 13. Januar dieses Jahres. Auf dieser Basis errechnete Apple zum Beispiel, dass der Autoverkehr in Berlin um 54 Prozent gesunken ist und in München um 64 Prozent.

Die Daten erfassen laut Apple größere Städte sowie 63 Länder und Regionen. Trends für den öffentlichen Nahverkehr gibt es entsprechend nur in den Städten, in denen die Routen in Apples Kartendienst eingebunden sind.

In den vergangenen Wochen haben bereits Mobilfunk-Anbieter Daten zu Bewegungsmustern Handy-Nutzern an das Robert Koch-Institut übergeben, und auch Google veröffentlichte Mobilitätstrends. Der Internet-Konzern greift für die Auswertung auf anonymisierte Daten von Nutzern zurück, die ihre Aufenthaltsorte in ihren Google-Profilen aufzeichnen lassen.

Mehr als 100.000 bestätigte Infektionen in Frankreich

20.44 Uhr: Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen in Frankreich ist auf mehr als 100.000 gestiegen. Es seien etwa 103.500 Fälle registriert, sagte Gesundheitsdirektor Jerôme Salomon am Dienstagabend in Paris. Mindestens 15.700 Menschen seien in Folge einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 seit Beginn der Pandemie gestorben.

Einer ersten Analyse zufolge betrug das Durchschnittsalter der Toten 81 Jahre, wie Salomon sagte. Dazu seien etwa 6.000 Sterbeurkunden untersucht worden. In 68 Prozent der untersuchten Fälle hätten die Betroffenen Vorerkrankungen am Herzen oder am neurodegenerativen System, schweren Bluthochdruck, Diabetes oder Krebs gehabt, sagte Salomon. 6.730 Patientinnen und Patienten mussten den Angaben zufolge auf Intensivstationen behandelt werden. Das seien 91 weniger als am Vortag, erklärte Salomon. Die Zahl sei trotzdem weiterhin sehr hoch, betonte der Gesundheitsdirektor.

Trump trifft genesene Corona-Patienten

20.37 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat im Weißen Haus mehrere genesene Corona-Patienten empfangen und sie zu ihrem jeweiligen Krankheitsverlauf befragt. "Sie haben viel durchgemacht", sagte Trump zu Beginn des Treffens am Dienstag und bezeichnete das Coronavirus als "gemeine Seuche".

"Ich hatte Angst um mein Leben", berichtete Karen Whisett, eine demokratische Abgeordnete in Michigan. Sie erzählte dem Präsidenten auch, dass Familienangehörige trotz einer Infektion mit dem Coronavirus von mehreren Krankenhäusern abgewiesen worden seien. Ein anderer Betroffener, Darshin Patel, berichtete, er habe im Laufe seiner Erkrankung gelernt, bestimmte Reizwörter wie "Fieber" zu benutzen, um von den Ärzten ernstgenommen zu werden und um schließlich einen Test zu bekommen. "Zu akzeptieren, dass ich es hatte, war, denke ich, das schwierigste", sagte er.

Mehr als 25.000 Covid-19-Tote in den USA

19.46 Uhr: Die Zahl der Covid-19-Toten in den USA hat sich binnen einer Woche verdoppelt. Mittlerweile sind mehr als 25.000 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Das meldet die Nachrichtenagentur Reuters auf der Basis einer aktuellen Datenanalyse.

EU plant kordiniertes Ende der Lockdowns

19.38 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident Charles Michel wollen am Mittwoch ihre Pläne für eine koordinierte Antwort auf die Coronakrise vorstellen. Diese umfasst eine Ausstiegsstrategie für die Rücknahme der in allen EU-Ländern verhängten Einschränkungen des öffentlichen Lebens und eine mittel- und langfristige Reaktion auf die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie.

Corona-Infektionswelle auf Krebs-Stationen

19.33 Uhr: In der Onkologie des UKE wurden in der vergangenen Woche rund 20 Patienten sowie rund 20 Mitarbeiter verschiedener Berufsgruppen positiv auf Covid-19 getestet. Das räumte die Pressestelle des Klinikums auf eine entsprechende Anfrage des SPIEGEL ein. Nach SPIEGEL-Informationen gehen die Infektionen auf eine infizierte Reinigungskraft zurück, die Anfang vergangener Woche Bediensteten der Klinik wegen ihres schlechten Gesundheitszustandes aufgefallen war. 

Politiker, Firmen und Experten fordern Öko-Konjunkturpaket

19.03 Uhr: Politiker, Unternehmenschefs, Gewerkschaften, Verbände und Experten aus ganz Europa haben einen Aufruf veröffentlicht, bei Maßnahmen zum Anschieben der Wirtschaft verstärkt Wert auf Nachhaltigkeit zu legen. Investitionen auf allen Ebenen müssten Klimaschutz und den Erhalt der Ökosysteme betonen, heißt es darin.

Gestartet hatte die Initiative der Vorsitzende des Umweltausschusses im Europäischen Parlament, Pascal Canfin. Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat den Aufruf ebenfalls unterzeichnet. Die SPD-Politikerin sagte, man habe die Chance, ein neues Wohlstandsmodell zu entwickeln. "Dieses neue Modell muss sich an den Klimazielen orientieren, einer klimaneutralen Wirtschaft in ganz Europa den nötigen Rückenwind geben und uns helfen, auch künftige Herausforderungen gemeinsam zu meistern."

Apple Maps zeigt Zu- und Abnahme von Menschenaufkommen

18.55 Uhr: Apple hat eine neue Funktion  in seinen Kartendienst eingebaut, die anzeigt, ob mehr oder weniger Menschen an bestimmten Orten mit dem Auto fahren, zu Fuß dort entlanggehen oder öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Die Funktion solle Regierungen helfen, einen besseren Überblick zu bekommen, an welche Orten Lockdown-Maßnahmen gut funktionieren und an welchen weniger gut, teilte der iPhone-Konzern mit. Personenbezogene Daten würden für die Funktion nicht erhoben.

Mehr als 1000 Covid-19-Tote in Schweden

18.44 Uhr: In Schweden sind inzwischen mehr als tausend Menschen durch das neuartige Coronavirus gestorben. Wie die Gesundheitsbehörde des skandinavischen Landes am Dienstag mitteilte, stieg die offizielle Zahl der Corona-Toten binnen 24 Stunden um 114 auf 1033 Fälle.

Möglicherweise könnte die tatsächliche Zahl der Toten nach Angaben der schwedischen Gesundheitsbehörde noch höher sein, da über das Osterwochenende nicht alle Fälle gemeldet worden sein könnten. Insgesamt 11.445 Infektionen wurden demnach nachgewiesen. Damit ist die Sterberate bei den Corona-Infektionen in Schweden deutlich höher als bei seinen nördlichen Nachbarländern.

Das 10,3-Millionen-Einwohner-Land hat mit deutlich weniger Einschränkungen als andere europäische Länder auf die Corona-Pandemie reagiert. So wurden keine Ausgangsbeschränkungen verhängt. Zu den am weitesten reichenden Maßnahmen in Schweden zählen ein Versammlungsverbot für Gruppen von mehr als 50 Menschen und ein Besuchsverbot in Altersheimen. Dennoch hat sich die Kurve der Corona-Todesfälle über Ostern den Behörden zufolge deutlich abgeflacht.

Adidas bekommt Milliardenkredit von Förderbank KfW

18.17 Uhr: Der Sportartikelhersteller Adidas erhält wegen der Folgen der Corona-Pandemie einen Milliardenkredit von der staatlichen Förderbank KfW. Die KfW habe eine Darlehenszusage in Höhe von 2,4 Milliarden Euro gegeben, dazu kämen Zusagen eines Bankenkonsortiums in Höhe von 600 Millionen Euro, teilte der Konzern mit.

Proteste gegen Ausgangssperre in Indien

17.35 Uhr: In Indien haben Tausende Wanderarbeiter und Slumbewohner gegen die Verlängerung einer strikten Ausgangssperre protestiert. An einer Bahnstation in Mumbai drängten sich Menschen eng aneinander. Sie forderten, die Finanzmetropole verlassen und in ihre Dörfer heimkehren zu dürfen, wie Filmaufnahmen von örtlichen Fernsehsendern zeigten. Polizisten hätten die Menge mit Stöcken auseinandergetrieben, berichteten lokale Medien.

Zurzeit fahren keine Züge. Wegen einer seit drei Wochen geltenden Ausgangssperre haben die Wanderarbeiter ihre Jobs verloren. Am Dienstag kündigte Premierminister Narendra Modi eine Verlängerung der größten Ausgangssperre der Welt bis zum 3. Mai an. In seiner Rede sagte er, dass sein Land die Verbreitung des Virus besser im Griff habe als andere Länder.

Im zweitbevölkerungsreichsten Land nach China gibt es inzwischen mehr als 10.000 bestätigte Covid-19-Fälle, mehr als 300 Infizierte starben. Im Land wird jedoch vergleichsweise wenig getestet.

Amazon muss in Frankreich bei Schutzmaßnahmen nachbessern

17.20 Uhr: Der Onlinehändler Amazon muss in Frankreich einem Gerichtsbeschluss zufolge bis auf Weiteres Teile seiner Versand- und Lageraktivitäten einstellen. Amazon habe angesichts der Coronavirus-Pandemie seine Verpflichtung in Bezug auf Gesundheit und Sicherheit der Angestellten in den Lagerhäusern nicht angemessen beachtet, erklärte das Gericht im Pariser Vorort Nanterre.

Amazon müsse nun in allen Lagern eine Risikobewertung durchführen und erforderliche Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen treffen. Bis dahin dürfen in den Lagern nur noch Bestellungen von Lebensmitteln, Hygiene- und Medizinprodukten angenommen und versandt werden.

117 Millionen Kindern droht Ansteckung mit Masern

17.10 Uhr: Wegen der Covid-19-Pandemie mussten viele Länder ihre Impfkampagnen unterbrechen. Dadurch fehlt Millionen Kindern nun der Schutz vor Masern.

Mehr als 127.900 Corona-Nachweise in Deutschland - mehr als 3100 Tote

16.55 Uhr: In Deutschland sind bis Dienstagnachmittag mehr als 127.900 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Mindestens 3143 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Die US-amerikanische Johns-Hopkins-Universität zählte bereits über 130.000 Coronavirus-Fälle und etwa 3200 Tote in Deutschland.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 68.200 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 33.900 nachgewiesenen Fällen und mindestens 891 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 27.200 Fällen und mindestens 661 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 24.800 bestätigten Fällen und mindestens 702 Toten.

Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 259,3 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 153,9. Allerdings ist die Anzahl der erfolgten Tests pro 100.000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch.

Russland nimmt China in Schutz

16.35 Uhr: Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat China gegen Schuldzuweisungen wegen der Coronavirus-Pandemie in Schutz genommen. Es sei "absolut unzulässig", davon zu sprechen, dass China nicht rechtzeitig über den Ausbruch des Virus in Wuhan informiert habe und dafür bezahlen solle. Das sagte Lawrow in einer Onlinekonferenz mit Journalisten. "Mir stehen die Haare zu Berge, wenn ich so etwas höre."

US-Präsident Donald Trump hatte Sars-CoV-2 zeitweise als "chinesisches Virus" bezeichnet und dem Land die Schuld an der Pandemie gegeben. Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO hatte Trump kritisiert.

Minister Lawrow verteidigte die Arbeit der WHO als "effektiv". Wer sich im Rückblick anschaue, wie die Organisation vorgegangen sei im Kampf gegen die Pandemie, könne sich davon leicht überzeugen, sagte er. Der russische Chefdiplomat warnte davor, die Coronakrise für politische Zwecke zu missbrauchen. "Das ist ein Unheil, das alle betrifft, und kämpfen dagegen können wir nur gemeinsam", sagte er.

Im eigenen Land spricht die russische Führung weiter von einer zunehmend ernsten Lage. Die Zahl der Infizierten wächst täglich um neue Rekordwerte. Sie stieg am Dienstag um knapp 2800 neue Fälle auf mehr als 20.000. Die Zahl von Corona-infizierten Menschen, die starben, wurde mit 170 angegeben, die der Genesenen mit 1694. Der russische Präsident sagte auch, dass sein Land aktiv an der Entwicklung von Medikamenten, darunter Impfstoffe, arbeite. "Tatsächlich läuft diese Arbeit sehr gut", sagte Putin.

Ministerpräsidenten bremsen Erwartungen an schnelle Lockerungen

16.15 Uhr: Wann fährt Deutschland das öffentliche Leben wieder hoch? Am Mittwoch beraten darüber Kanzlerin und Länder. Mehrere Ministerpräsidenten sehen rasche Lockerungen der Schutzmaßnahmen skeptisch.

Zahl der täglichen Todesfälle in den USA zuletzt niedriger

16.05 Uhr: Die Zahl neu erfasster Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus in den USA ist zuletzt gesunken. Am vergangenen Freitag war in den Vereinigten Staaten der international bislang höchste bekannte Wert registriert worden: Innerhalb von 24 Stunden waren laut Daten der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität mehr als 2000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben.

Seitdem gingen die Zahlen in den USA über mehrere Tage nach unten. Nach dem Höchstwert von 2108 Todesfällen am Freitag wurden in den vergangenen Tagen USA-weit innerhalb von 24 Stunden jeweils 1877, 1557 und zuletzt 1509 neue Todesfälle erfasst. Ob damit bereits eine längerfristige Trendwende eingeleitet ist, ist jedoch unklar.

Die Vereinigten Staaten sind gemessen an absoluten Zahlen aus den offiziellen Statistiken derzeit das weltweit am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land. Mehr als eine halbe Million Infektionen und mehr als 23.000 Tote sind offiziell erfasst. Wie für viele Länder gehen Experten auch für die USA von einer sehr hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle aus.

Mehr als 1000 Tote in Schweden

15.50 Uhr: In Schweden sind mittlerweile mehr als 1000 Menschen mit Covid-19-Erkrankung gestorben. Bis zum frühen Dienstagnachmittag gab es in dem skandinavischen EU-Land 11.445 bestätigte Infektionen und 1033 Todesfälle, wie aus Zahlen der schwedischen Gesundheitsbehörde hervorging. Damit hat Schweden skandinavienweit die meisten Fälle vor Norwegen (etwa 6600 Infektionen und 130 Todesfälle) und Dänemark (rund 6500 Infektionen und 300 Todesfälle) registriert. Allerdings hat das Land mit seinen rund 10,3 Millionen Bewohnern auch fast doppelt so viele Einwohner wie Dänemark, Norwegen oder Finnland.

Im Gegensatz zu seinen skandinavischen Nachbarn verfolgt Schweden eine freizügigere Strategie im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus Sars-CoV-2: Man darf im Land weiter in Restaurants und Cafés gehen, Schulen und Kindergärten sind ebenfalls nach wie vor offen. Öffentliche Versammlungen sind erst ab mehr als 50 Personen untersagt.

Krise der britischen Wirtschaft

15.45 Uhr: Der britischen Wirtschaft droht im laufenden zweiten Quartal wegen der Coronakrise ein Einbruch um mehr als ein Drittel. Das Bruttoinlandsprodukt könne von April bis Juni um 35 Prozent fallen, sagte die für Haushaltsfragen zuständigen Behörde OBR voraus. Gleichzeitig könne sich die Arbeitslosenquote auf zehn Prozent mehr als verdoppeln. Die Krise wird sich demnach auch im Staatshaushalt widerspiegeln. Im Fiskaljahr 2020/21 dürfte ein Defizit in Höhe von 273 Milliarden Pfund entstehen. Das wäre fünfmal so hoch wie bislang angenommen und entspräche 14 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Das wäre zugleich die höchste Neuverschuldung seit dem Zweiten Weltkrieg.

DFL verschiebt Entscheidung über Bundesliga-Fortsetzung

15.30 Uhr: Die Deutsche Fußball Liga verschiebt ihre Entscheidung über eine Fortsetzung der Bundesliga-Saison in die nächste Woche. Die für Freitag geplante außerordentliche Mitgliederversammlung zu weiteren Maßnahmen in der Coronakrise werde auf den 23. April verlegt, teilte die DFL mit. Ziel sei demnach, den "Klubs und der DFL zusätzliche Zeit zur weiteren intensiven Vorbereitung bevorstehender Entscheidungen zu geben", hieß es in der Begründung. In der Bundesliga und 2. Liga ruht bis mindestens 30. April der Ball.

Sachsen erwägt vier Ausstiegsszenarien

15.20 Uhr: Sachsen will mit vier möglichen Ausstiegsszenarien die Corona-Regeln lockern. Details sollen aber erst am Mittwochabend nach der Telefonkonferenz der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und einer anschließenden Sitzung des sächsischen Kabinettes mitgeteilt werden. Sachsen strebe bei der Telefonkonferenz ein einheitliches Vorgehen der Länder an, sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD). Viele Empfehlungen der Wissenschaftsakademie Leopoldina seien auch im sächsischen Plan enthalten. Nicht alles werde auf einmal möglich sein, sagte Köpping und drückte die Vorgehensweise so aus: "Schritt für Schritt".

Anmerkung der Redaktion: Ursprünglich stand in der Meldung, Sachsen habe einen Vier-Stufen-Plan. Es handelt sich allerdings um vier mögliche Szenarien.

IWF rechnet mit schwerer globaler Rezession

15.10 Uhr: Der Internationale Währungsfonds erwartet wegen der Coronakrise gravierende Folgen für die globale Konjunktur. In Deutschland könnte die Wirtschaft im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent schrumpfen, in Italien sogar um 9,1 Prozent.

200 Menschen in ungarischem Altenheim infiziert

14.25 Uhr: In einem Altenheim in Budapest haben sich inzwischen mehr als 200 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Zehn Senioren starben bislang, wie Ungarns oberste Amtsärztin Cecilia Müller bekanntgab. Der Ausbruch in dem Heim im Stadtteil Rakoskeresztur war in der Vorwoche bekannt geworden. Müller hatte am Donnerstag von mehr als 100 Erkrankten und fünf Toten gesprochen.

Auch in anderen ungarischen Alten- und Pflegeheimen steckten sich Personal und Bewohner bereits in größerem Umfang mit dem Virus Sars-CoV-2 an, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. Die Einrichtung in Rakoskeresztur, in der mehr als 500 zumeist pflegebedürftige Senioren leben, gilt derzeit als schlimmster Infektionsherd unter Heimen dieser Art.

Im EU-Land Ungarn waren bis zum Dienstag 1512 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Bislang wurden 122 Tote gemeldet.

Weniger Neuinfektionen in der Schweiz

14.10 Uhr: In der Schweiz hat sich der Trend zu einer Abschwächung bei den bestätigten Coronavirus-Neuinfektionen über die Osterfeiertage erhärtet. Das Bundesamt für Gesundheit meldete am Dienstag 25.834 bestätigte Fälle, 254 mehr als einen Tag zuvor. Nachdem es am Karfreitag noch 785 Neuerkrankte gab, nahmen die Fallzahlen danach täglich weniger stark zu. Bislang sind in dem Land 900 Personen an Covid-19 gestorben.

Lehrergewerkschaft hält Leopoldina-Empfehlungen für wenig praktikabel

13.50 Uhr: Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat sich skeptisch zu den Empfehlungen der Wissenschaftsakademie Leopoldina geäußert. "Viele Vorschläge gehen an der Realität in den Bildungseinrichtungen vorbei", sagte die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe. Zudem nähmen die Leopoldina-Empfehlungen nur Übergänge und Prüfungen in den Blick und entsprächen so nicht dem Bildungsauftrag etwa der Kitas und Schulen.

Der Gesundheits- und Infektionsschutz müsse im Mittelpunkt stehen, so die GEW. Bislang seien sowohl Fragen des Infektionsschutzes als auch der Hygiene und Sauberkeit in den Bildungseinrichtungen vielfach nicht gelöst. So müssten ausreichend Schutzmasken zur Verfügung gestellt werden.

Zudem sei die Frage des Schülertransports ungeklärt: Im öffentlichen Nahverkehr könne die Gefahr von Infektionen kaum minimiert werden. Auch sei die Umsetzung von Abstandsregeln in den meisten Klassenräumen problematisch. Tepe erinnerte außerdem an den hohen Anteil von Erziehern und Pädagogen, die der Risikogruppe angehören. Ein Schichtbetrieb sei vielfach nicht möglich.

Keine Paketlieferungen an Sonn- und Feiertagen

13.10 Uhr: Paketlieferungen bleiben trotz des höheren Aufkommens in der Coronakrise an Sonn- und Feiertagen verboten. Das teilte das Berliner Verwaltungsgericht mit. Damit wurden Eilanträge von mehreren privaten Paketzustelldiensten abgewiesen (Beschlüsse der 4. Kammer vom 9. April - VG 4 L 132/20 und andere).

Die Dienste hatten laut Gericht eine Ausnahmeregelung für die Ostertage beim Landesamt für Arbeits- und Gesundheitsschutz beantragt. Sie argumentierten mit dem hohen Paketaufkommen und einem hohen Krankenstand. Ausnahmslos stauten sich die unerledigten Zustellungen, die nicht zeitnah abgebaut werden könnten. Die Behörde lehnte ab.

Das Gericht sah dies nicht anders. Nach dem Arbeitszeitgesetz dürften Arbeitnehmer an Sonn- und Feiertagen grundsätzlich nicht beschäftigt werden, begründete es seine Entscheidung. Ausnahmen seien nur vorgesehen, um etwa einen unverhältnismäßigen Schaden zu vermeiden. Die Antragsteller hätten aber nicht glaubhaft gemacht, dass ohne die Ausnahme schwere und unzumutbare Nachteile für sie eintreten könnten.

Zudem gebe es trotz der Coronavirus-Pandemie keine Versorgungskrise, die die Paketzustellung zur Sicherung der Versorgung von Haushalten dringend nötig machen würde. Gegen den Beschluss kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingelegt werden.

Günther stellt schrittweise Lockerung der Corona-Regeln in Aussicht

13.05 Uhr: Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hat eine schrittweise Lockerung der Corona-Regeln in Schleswig-Holstein angekündigt. Die Schleswig-Holsteiner müssten sich in der "Phase des Hochfahrens" weiter auf Einschränkungen einstellen, sagte Günther. "Wir werden einen Phasenplan als Landesregierung entwickeln, um eine klare Perspektive zu geben." Die Menschen müssten abschätzen können, ab wann was wieder möglich sein werde. "Das wird sich aber an klaren Kriterien orientieren."

Beim Wiederhochfahren spiele neben dem Verlauf des Infektionsgeschehens auch die Auslastung der Krankenhäuser eine Rolle. "Immer steht im Mittelpunkt, Menschen mit Vorerkrankungen, ältere Menschen zu schützen", sagte Günther.

Die Landesregierung werde vor den Gesprächen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch definitiv keine Entscheidungen treffen, sagte Günther. Der Regierungschef geht davon aus, dass in einigen Bereichen bundesweit einheitlich vorgegangen wird. Als Beispiel nannte er die Regeln für Kitas und Schulen. Er rechne mit einem Konsens in vielen Bereichen, sagte Günther. Allerdings gebe es unterschiedliche Begebenheiten in den Ländern.

Zahl der Neuinfizierten in Spanien geht weiter zurück

13.00 Uhr: Im von der Coronavirus-Pandemie besonders schwer getroffenen Spanien hat sich die Zahl der Neuinfizierten auf den niedrigsten Wert seit knapp vier Wochen abgeschwächt. Zuletzt habe es 3045 neue Fälle gegeben, teilte das Gesundheitsministerium mit. Weniger waren es zuletzt am 18. März. Am Montag hatte die Zahl bei 3477 gelegen, am Sonntag bei 4167. Insgesamt gibt es in Spanien damit jetzt 172.541 positiv getestete Personen. Die Zahl der Toten stieg bis Dienstag um 567 auf 18.056. Innenminister Fernando Grande-Marlaska hatte erklärt, die strikten Einschränkungen für das öffentliche Leben hätten geholfen, die Virusausbreitung einzudämmen.

Studierende fordern "Kann-Semester"

12.35 Uhr: Das anstehende Sommersemester soll nach dem Willen von Studierendenvertretungen als "Kann-Semester" gewertet werden. Neben der Aussetzung der Regelstudienzeit und der freiwilligen Nutzung von Lehrangeboten fordern sie mit einer Petition auch die Verschiebung aller Fristen und das Recht, Prüfungen wiederholen zu können. Hintergrund sind die Einschränkungen wegen der Coronakrise, wie die Initiatoren von der Studierendenvertretung der Hochschule München mitteilten. So seien die Hochschulen zwar sehr bemüht, die Lehre auf Onlineformate umzustellen. Doch könnten viele Studenten absehbar nicht die erforderlichen Leistungen erbringen.

Als Lösung wird in der von deutschlandweit rund 20 Studierendenvertretungen unterzeichneten Petition an die Hochschulrektorenkonferenz vorgeschlagen, das nächste Woche beginnende Sommersemester nicht zur Regelstudienzeit zu zählen. So würden finanzielle Nachteile etwa beim Bafög vermindert. Alle Abgabefristen sollten verschoben werden - Arbeiten in Zusammenarbeit mit Firmen könnten beispielsweise derzeit gar nicht erstellt werden. Zudem solle ein Recht auf Wiederholung von Prüfungen eingeräumt werden und die Nutzung der digitalen Lehrangebote auf freiwilliger Basis erfolgen.

Bundesverwaltungsgericht führt wieder Sitzungen durch

12.10 Uhr: Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig nimmt nach gut vierwöchiger Unterbrechung am nächsten Montag seinen Sitzungsbetrieb wieder auf. Das oberste deutsche Verwaltungsgericht war am 17. März in einen Notmodus gegangen, nachdem bei mehreren Mitarbeitern eine Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden war. Diese Mitarbeiter seien inzwischen alle wieder genesen, teilte Gerichtssprecherin Birgit Schünemann mit.

Für die Verhandlungen gelten verschiedene Maßnahmen zum Infektionsschutz. Unter anderem werde der nötige Abstand in den Gerichtssälen sichergestellt. Jede zweite Stuhlreihe für die Zuschauer sei herausgenommen worden, und es werde nur jeder dritte Stuhl besetzt. Prozessbeteiligte und Zuhörer werden beim Betreten des Gerichts gebeten, ihre Kontaktdaten zu hinterlassen. So könnten sie gewarnt werden, falls eine Infektion bekannt werde. Die Abgabe der Daten sei freiwillig.

Söder warnt vor Überbietungswettbewerb der Länder

12.00 Uhr: Vor den Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel über Wege aus den Anti-Corona-Maßnahmen hat Bayerns Regierungschef Markus Söder vor einem Überbietungswettbewerb gewarnt. "Wir brauchen einen sicheren und besonnenen Weg aus der Coronakrise", schrieb der CSU-Politiker auf Twitter. "Unsere Maßnahmen wirken, aber wir dürfen keinen Rückschlag riskieren." Vorsichtige Erleichterungen könne es nur mit zusätzlichem Schutz geben. "Es sollte kein Überbietungswettbewerb entstehen, der die Menschen verunsichert", schrieb er. Maß und Mitte seien gefragt.

Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder wollen am Mittwoch in einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen im Kampf gegen das Coronavirus beraten. Mit Spannung erwartet wird, ob und welche Art von Plan es geben wird, um die einschneidenden Maßnahmen wie Schulschließungen und Ausgangsbeschränkungen langsam zu lockern.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Weltgrößtes Frachtflugzeug bringt Schutzausrüstung nach Polen

11.55 Uhr: Das größte Frachtflugzeug der Welt, eine Antonow An-225 "Mrija", hat Schutzausrüstung für den Kampf gegen Covid-19 von China nach Polen gebracht. Die Großraummaschine landete auf dem Flughafen in Warschau. Geladen hatte die Antonow unter anderem sieben Millionen Schutzmasken und mehrere Hunderttausend Schutzanzüge für medizinisches Personal. Die Maschine war von der polnischen Raffinerie Lotos und dem Kupferminenbetreiber KGHM gechartert worden.

Die An-225 ist das größte und schwerste Transportflugzeug, das sich derzeit im Dienst befindet. Es ist 84 Meter lang und hat eine Spannweite von mehr als 88 Metern. Die sechsstrahlige Maschine kann mehr als 250 Tonnen Ladung transportieren.

In Polen gab es laut Gesundheitsministerium mit Stand vom Dienstagmorgen 7049 bestätigte Coronavirus-Fälle und 251 Tote.

Antonow in Warschau: Sieben Millionen Schutzmasken für Polen

Antonow in Warschau: Sieben Millionen Schutzmasken für Polen

Foto: Pawel Pietranik/ imago images/newspix

NRW beschließt Pandemie-Gesetz

11.35 Uhr: Der nordrhein-westfälische Landtag hat mit großer Mehrheit im dritten Anlauf ein Pandemie-Gesetz für das Bundesland beschlossen. Es sieht besondere Regierungsbefugnisse für den Fall einer katastrophalen Entwicklung der Coronakrise vor. Die Regierungsfraktionen von CDU und FDP stimmten ebenso wie die Oppositionsfraktionen von SPD und Grünen dafür. Die AfD stimmte dagegen.

Das Gesetz sieht etwa vor, dass das Gesundheitsministerium die Krankenhausträger verpflichten kann, zusätzliche Behandlungskapazitäten zu schaffen und nicht dringend notwendige Operationen zu verschieben. Die staatlichen Behörden dürfen außerdem Medikamente oder medizinische Apparate beschlagnahmen, allerdings nicht bei Privatpersonen. Das Gesetz ist bis zum 31. März 2021 befristet. Die erweiterten Handlungsbefugnisse können angewandt werden, nachdem der Landtag zuvor eine "epidemische Lage von landesweiter Tragweite" festgestellt hat. Dies hatte das Parlament unmittelbar nach Verabschiedung des Gesetzes am Dienstag getan.

Bis zu 1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler vor Abschluss von Pandemie betroffen

11.30 Uhr: Geschlossene Schulen wegen der Coronavirus-Pandemie ausgerechnet im Jahr des Schulabschlusses - davon sind nach Angaben des Statistischen Bundesamts bis zu 1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler betroffen. Je nach Abgrenzung der Abschlussklassen können an allgemeinbildenden Schulen derzeit zwischen 962.000 und 1,1 Millionen Schülerinnen und Schüler nicht in die Unterrichtsräume zurückkommen, teilte das Statistische Bundesamt mit. Die Abschlussklassen der beruflichen Schulen seien in dieser Schätzung nicht enthalten.

Nach vorläufigen Ergebnissen der Behörde sind im aktuellen Schuljahr insgesamt rund 8,3 Millionen Schüler an allgemeinbildenden Schulen und 2,4 Millionen an berufsbildenden Schulen von den Schulschließungen bis mindestens zum Ende der Osterferien betroffen.

Mehr als 126.600 Corona-Nachweise in Deutschland

10.55 Uhr: In Deutschland sind bis Dienstagvormittag mehr als 126.600 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Mindestens 2998 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Die US-amerikanische Johns-Hopkins-Universität meldete bereits über 130.000 Coronavirus-Infizierte in Deutschland und fast 3200 Todesfälle, die in Verbindung mit Covid-19 stehen.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 68.200 Menschen die Infektion überstanden. Die tatsächliche Zahl dürfte noch weit darüber liegen - unter anderem, weil zahlreiche milde oder symptomlose Verläufe gar nicht durch Tests erfasst wurden.

Besonders hohe Infiziertenzahlen haben den Teststatistiken zufolge Bayern mit mehr als 33.300 nachgewiesenen Fällen und mindestens 834 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 26.900 Fällen und mindestens 613 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 24.800 bestätigten Fällen und mindestens 702 Toten.

Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 254,9 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 152,3. Allerdings ist die Anzahl der Tests pro 100.000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Frankreichs Finanzminister erwartet Konjunktureinbruch um acht Prozent

10.45 Uhr: Die französische Wirtschaft wird nach Einschätzung des Finanzministers Bruno Le Maire in diesem Jahr hart von der Coronakrise getroffen. "Wir gehen von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um acht Prozent aus", sagte Le Maire dem Fernsehsender BFM TV. Der Minister will seinen revidierten Haushaltsplan am Mittwoch vorlegen. In der vergangenen Woche war Frankreichs Regierung bei der Budgetplanung noch von einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um nur sechs Prozent im laufenden Jahr ausgegangen.

Der Einbruch der französischen Wirtschaft dürfte demnach stärker ausfallen als in Deutschland. In der vergangenen Woche hatten die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute für das laufende Jahr einen Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 4,2 Prozent prognostiziert. Allerdings hatten die Institute darauf hingewiesen, dass mit der aktuellen Prognose erhebliche Risiken verbunden seien - etwa wenn sich die Corona-Pandemie deutlich langsamer abschwäche.

"Wir haben zwei Etappenziele erreicht"

10.40 Uhr: Der RKI-Chef Lothar Wieler hat am Dienstag eine verhalten positive Nachricht für die Menschen in Deutschland: Der Covid-19-Ausbruch habe sich momentan stabilisiert, so Wieler: "Mein ausdrücklicher Dank gilt den Bürgerinnen und Bürgern." Aber Wiehler mahnt auch: "Bleiben Sie bei der Sache, lassen Sie jetzt nicht nach. Belohnen Sie sich selbst, indem Sie weiterhin die Abstandsregeln einhalten."

Bundesregierung entlastet Kreuzfahrtreedereien

10.35 Uhr: Deutschland und andere europäische Länder wollen in der Coronakrise Kreuzfahrtreedereien entlasten, um Jobs in der Werftindustrie zu schützen. Wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte, haben sich Deutschland, Frankreich, Finnland, Italien und Norwegen auf Prinzipien verständigt, wie Reedereien auf Antrag für ein Jahr die Schuldentilgung für die mit staatlichen Exportkreditgarantien finanzierten Kreuzfahrtschiffe aussetzen können. Damit solle "Liquiditätskrisen" vorgebeugt werden.

Die für den Erwerb neuer Kreuzfahrtschiffe notwendigen Finanzierungen werden regelmäßig über staatliche Exportkreditgarantien abgesichert. Allein Deutschland sichert laut Ministerium aktuell Zahlungsverpflichtungen für Finanzierungen von in Deutschland gefertigten Kreuzfahrtschiffen in Höhe von rund 25 Milliarden Euro ab.

Der maritime Koordinator der Bundesregierung, Norbert Brackmann, erklärte, mit dem Schritt würden die Geschäftsbeziehungen der europäischen Werften stabilisiert. "Das war dringend notwendig, da das Kreuzfahrtgeschäft aufgrund der Corona-Pandemie fast vollständig zum Erliegen gekommen ist. Die Maßnahmen dienten auch dem Schutz Tausender von Arbeitsplätzen in der europäischen Werftindustrie und zahlreichen Zulieferbetrieben."

Russland meldet über 20.000 Infizierte

10.15 Uhr: Russland hat am Dienstag 2774 neue Coronavirus-Infizierte gemeldet. Das ist der höchste Anstieg in Russland innerhalb eines Tages. Damit stieg die Anzahl der Coronavirus-Infizierten im Land auf 21.102 Menschen. Nach offiziellen Angaben sind bislang 170 Menschen in Russland an den Folgen von Covid-19 gestorben.

Zuletzt hatte es Berichte gegeben, dass das Gesundheitssystem insbesondere in Moskau immer weiter unter Druck gerät. Mehr Betten auf Intensivstationen sollten zur Verfügung gestellt werden.

Das Internetportal Meduza.io  berichtete nun, dass eine erste Klinik in Moskau wegen der Coronavirus-Pandemie geschlossen werden musste. Klinik Nummer 180 im Mitino-Bezirk sei bis zum 20. April nicht in Betrieb und müsse gereinigt werden. Grund soll sein, dass ein Patient, bei dem das Coronavirus erst später nachgewiesen worden sei, sich durch das Krankenhaus bewegt haben soll. Das Personal müsse sich Coronavirus-Tests unterziehen. Laut Meduza.io hat sich der Chefarzt der Klinik mit dem Virus infiziert und ist an Covid-19 erkrankt.

NRW-Minister: Kein Normalbetrieb in Kitas und Schulen nach Ferien

9.55 Uhr: Nordrhein-Westfalens Familienminister Joachim Stamp erwartet keine Rückkehr zu normal geöffneten Schulen und Kitas in NRW sofort nach den Osterferien. "Ich halte es für ausgeschlossen, dass schon am kommenden Montag Schulen und Kitas wieder regulär öffnen", sagte der FDP-Politiker der "WAZ".

Mit den Kitaträgern werde über einen Stufenplan gesprochen. Ein "Maßnahmenkatalog" mit Hygieneregeln werde vorbereitet. Es werde diskutiert, dass diese zunächst mit älteren Kindern eingeübt und danach jahrgangsweise erweitert werden könnten. "Eventuell könnten wir Ende des Monats damit beginnen, aber nur unter der Voraussetzung, dass die Umsetzung der Hygienemaßnahmen bis dahin gewährleistet werden kann", sagte Stamp.

Kein Datum für Wiedereröffnung von Geschäften

9.50 Uhr: Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat sich zurückhaltend zu einer möglichen Wiederöffnung von Ladengeschäften in der Coronakrise geäußert. Im ARD-"Morgenmagazin" vermied er es, einen Termin für mögliche Lockerungen der strengen Regeln zu nennen. "Ich möchte den Ministerpräsidenten nicht vorgreifen, das ist eine Entscheidung von 16 Bundesländern", sagte Altmaier. Die Landesregierungschefs wollen am Mittwoch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen beraten.

"Wir schauen, was geschieht, wie die Infektionszahlen sich in den nächsten Tagen entwickeln werden", sagte Altmaier. Das werde Klarheit bringen, dann könne man eine Entscheidung treffen. Möglicherweise werde es dabei differenzierte Vorschläge geben. Auch in Zukunft werde "viel Disziplin verlangt werden", um eine Rückkehr der Krankheit zu vermeiden. Es dürften keine Menschenleben gefährdet werden, fügte der Minister hinzu.

Polen: Schrittweise Lockerung geplant

9.15 Uhr: Polen will die Beschränkungen für die heimische Wirtschaft ab Sonntag schrittweise wieder lockern. "Vom 19. April an werden wir langsam damit beginnen, die Wirtschaft wieder anzufahren", sagte Gesundheitsminister Lukasz Szumowski dem Radiosender RMF FM. Regierungssprecher Piotr Müller erklärte, zunächst würden wahrscheinlich die Einschränkungen für Geschäfte gelockert. Entscheidungen würden am Dienstag oder am Mittwoch getroffen.

Ein Drittel der US-Amerikaner glaubt an Verschwörungstheorie

8.57 Uhr: Wissenschaftler sind sich einig, dass das neuartige Coronavirus aus der Natur stammt. Bisher konnte jedoch nicht endgültig geklärt werden, wie das Virus erstmals auf den Menschen übertragen wurde. Diese Unsicherheit führt auch zur Verbreitung von Verschwörungstheorien.

Einer Studie des US-amerikanischen Pew Research Center  zufolge glaubt etwa ein Drittel der Menschen in den USA, dass Covid-19 in einem Labor geschaffen wurde. Die Wissenschaftler haben 8914 erwachsene US-Bürger befragt. 43 Prozent von ihnen gaben an, dass das Virus ihrer Meinung nach natürlich entstanden sei. Doch fast jeder Dritte (29 Prozent) geht der Studie zufolge davon aus, dass das Virus höchstwahrscheinlich in einem Labor erschaffen wurde. 23 Prozent davon glauben zudem, dass dies absichtlich geschehen sei. Ein Viertel der Befragten zeigte sich unsicher über den Ursprung des Virus, und ein Prozent geht davon aus, dass es das Virus gar nicht gibt.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Die Wissenschaftler fanden zudem heraus, dass vor allem Republikaner und Menschen, die der Partei näherstehen, an die Verschwörungstheorie glauben. Auch sind der Studie zufolge mehr jüngere Menschen von der Theorie überzeugt. In der Gruppe der 18 bis 29 Jahre alten Befragten gaben 35 Prozent an, das Virus stamme ihrer Meinung nach aus dem Labor. Bei Bürgern ab 65 Jahren lag der Wert bei 21 Prozent. Immerhin 19 Prozent der Menschen, die mindestens einen Bachelor-Abschluss haben, gaben ebenfalls an, dass Covid-19 ihrer Meinung nach höchstwahrscheinlich vom Menschen geschaffen wurde.

Corona-Maßnahmen zeigen erste Erfolge in Australien und Neuseeland

8.03 Uhr: Trotz erster Erfolge im Kampf gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus halten Australien und Neuseeland an den verhängten Ausgangs- und Reisebeschränkungen fest. Das Land sei noch "viele Wochen" davon entfernt, Auflagen wie etwa Abstandsregeln aufheben zu können, sagte Australiens Premierminister Scott Morrison. Geduld sei das Gebot der Stunde.

Morrison verwies auf Länder wie Singapur und Südkorea, die nach ersten Erfolgen im Kampf gegen das Virus Reise- und andere Beschränkungen aufgehoben und dann eine zweite Infektionswelle erlebt hatten.

In Australien ist die Zahl neuer Fälle deutlich zurückgegangen. Von Sonntag bis Montag wurden lediglich 63 Neuinfektionen registriert, der niedrigste Zuwachs seit einem Monat. Die Gesamtzahl der Fälle liegt bei rund 6400, bei einer Bevölkerung von 25 Millionen.

Neuseeland verzeichnete am Dienstag acht neue Fälle des Coronavirus, das ist der niedrigste Anstieg seit mehr als drei Wochen. Die Gesamtzahl der Infektionen in dem Land mit fünf Millionen Einwohnern liegt bei rund 1080. Das Land sei in seinem Kampf gegen das Virus "relativ erfolgreich", sagte Premierministerin Jacinda Ardern am Dienstag. Eine Aufhebung von Corona-Beschränkungen schloss auch sie vorerst aus.

Beide Länder hatten ihre Grenzen für Ausländer geschlossen. Heimkehrende Einwohner müssen für 14 Tage in Quarantäne. In Neuseeland gilt zudem eine strenge Ausgangssperre, in Australien gibt es Auflagen für Reisen und Versammlungen sowie öffentliche Veranstaltungen.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Indien verlängert Ausgangssperre

7.21 Uhr: Seit Ende März gilt in Indien die größte Ausgangssperre der Welt. Nun wurde die Maßnahme verlängert und gilt zunächst bis zum 3. Mai. Er fordere alle Inder auf, dabei zu helfen, dass das Virus nicht weiterverbreitet werde, sagt Ministerpräsident Narendra Modi in einer Fernsehansprache. In Indien sind mittlerweile 10.363 Infektionsfälle bestätigt. 339 Menschen sind im Zusammenhang mit einer Ansteckung gestorben.

Chinas Exporte sinken im März um 6,6 Prozent

7.09 Uhr: Infolge des Coronavirus-Ausbruchs sind Chinas Exporte im März erneut gesunken. Der Rückgang fiel mit einem Minus von 6,6 Prozent im Vorjahresvergleich zwar noch immer deutlich aus. Das Minus war aber nicht mehr so groß wie noch im Januar und Februar, als die Ausfuhren um 17,2 Prozent eingebrochen waren. Die beiden Monate werden wegen des chinesischen Neujahrsfests als ein gemeinsamer Zeitraum gerechnet.

Wie aus Daten des Pekinger Statistikamts hervorging, zeigte sich zuletzt bei den Importen eine deutliche Stabilisierung: Nach einem Minus von vier Prozent in den ersten beiden Monaten des Jahres gingen sie im März in US-Dollar gerechnet nur noch um 0,9 Prozent zurück.

Leopoldina-Präsident rechnet über langen Zeitraum mit Geisterspielen

6.57 Uhr: Die Bundesliga will trotz der Pandemie im Mai weiterspielen. An den Rahmenbedingungen dafür arbeitet derzeit eine Taskforce. Der Plan sieht vor, dass die Saison zunächst in leeren Stadien fortgesetzt wird. Stadionbesuche könnten wohl erst in einigen Monaten wieder stattfinden - damit rechnet zumindest Gerald Haug, der Präsident der Wissenschaftsakademie Leopoldina.

"Es wird sicherlich viele Monate dauern, es kann bis zu eineinhalb Jahre sein", sagte Haug den ARD-"Tagesthemen" auf die Frage, wie lange auf Besuche in Fußballstadien verzichtet werden sollte. Der 52-Jährige verwies darauf, dass die Corona-Pandemie erst zu Ende sei, wenn ein Impfstoff gegen das Virus gefunden sei. Bis dahin sei es "sicherlich klug", nicht ins Fußballstadion zu gehen.

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina hatte am Montag eine Stellungnahme veröffentlicht, die sich mit Schritten zur Lockerung der Beschränkungen in der Coronakrise beschäftigt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte die Studie der Leopoldina als "sehr wichtig" für das weitere Vorgehen bezeichnet. Am Mittwoch wollen die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten über die weiteren Maßnahmen beraten.

Bundesbildungsministerin Karliczek für Stoffmaskenpflicht

6.46 Uhr: Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat sich in der Debatte über eine Lockerung der Beschränkungen in der Coronakrise für eine Stoffmaskenpflicht ausgesprochen. "Alle Vorsichtsmaßnahmen wie die Abstands- und Hygienegebote müssen weiterhin strikt eingehalten werden - und zusätzlich muss ein Mund-Nase-Schutz im öffentlichen Raum getragen werden, wie auch die Wissenschaftler der Leopoldina in ihrer Stellungnahme ausführen", sagte sie der "Passauer Neuen Presse".

Bundesregierung und Ministerpräsidenten sieht sie bei den Beratungen über mögliche Corona-Lockerungen vor einer der schwersten Entscheidungen seit Langem. "Es steht eine der schwierigsten Prognose-Entscheidungen an, die die Politik in unserem Land seit Langem zu treffen hatte. Vielleicht sogar die schwierigste seit Bestehen der Bundesrepublik", sagte sie. Niemand könne auf Erfahrungswissen zurückgreifen. Die schrittweise Einleitung der Normalisierung des öffentlichen Lebens hänge weiterhin davon ab, dass die Zahl der Neuinfektionen nachhaltig auf niedrigem Niveau stabil bleibe.

Trump-Regierung ordert Anlagen zur Sterilisierung von Atemmasken

6.05 Uhr: Wegen der Virusepidemie sind professionelle Atemschutzmasken in den USA zur Mangelware geworden . Die US-Regierung hat nun für 415 Millionen US-Dollar (380 Millionen Euro) Anlagen zur Sterilisierung bereits benutzter Atemschutzmasken bestellt. Die 60 Anlagen könnten pro Tag jeweils rund 80.000 Masken sterilisieren und bis Mai einsatzbereit sein, teilte das Verteidigungsministerium am Montagabend (Ortszeit) mit. Damit könnten pro Woche 34 Millionen der vom Personal in Krankenhäusern verwendeten Masken vom Typ N95 sterilisiert werden, hieß es.

Die Masken dürfen in den Anlagen vom Typ Battelle CCDS laut behördlicher Ausnahmegenehmigung bis zu 20 Mal für die Wiederverwendung sterilisiert werden. Die Masken werden in dem Apparat zur Sterilisierung unter anderem 2,5 Stunden mit Wasserstoffperoxid-Dampf behandelt.

Zahl der Infektionen in Deutschland steigt um 2082 an einem Tag

5.30 Uhr: In Deutschland ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) die Zahl der registrierten Infektionsfälle um 2082 auf 125.098 gestiegen. Binnen 24 Stunden seien 170 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit der Pandemie gemeldet worden, teilt das RKI auf seiner Internetseite mit. 68.200 Menschen sind demnach genesen. Einen Tag zuvor lag diese Zahl bei 64.600.

Justizministerin Lambrecht: Freiheiten werden wiederhergestellt

5.10 Uhr: Bundesjustizministerin Christine Lambrecht hat versichert, dass nach der Krise alle freiheitsbeschränkenden Maßnahmen wieder zurückgenommen werden. "Als Justizministerin werde ich darauf hinwirken, dass die Einschränkungen keinen Tag länger aufrechterhalten werden, als unbedingt nötig ist, um Leben und Gesundheit zu schützen", sagte die SPD-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Derzeit sei oberstes Gebot der Schutz von Leben und Gesundheit. Dabei seien verhältnismäßige Einschränkungen einiger Grundrechte nicht vermeidbar. Diese Einschränkungen seien aber angemessen, niemand in der Bundesregierung sei "daran interessiert, die Maßnahmen auch nur einen Tag länger aufrechtzuerhalten als unbedingt notwendig".

Kramp-Karrenbauer rechnet nicht mehr mit Wahl-Sonderparteitag

4.40 Uhr: CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer erwartet wegen der Krise nicht, dass noch ein Sonderparteitag zur Wahl ihres Nachfolgers vor dem regulären Delegiertentreffen Anfang Dezember in Stuttgart stattfinden kann. "Mein Eindruck ist, je weiter wir hinter die Sommerpause rücken mit einem möglichen Sonderparteitag, desto geringer ist der Bedarf nach einem Parteitag, der dann nur wenige Wochen vor dem regulären stattfindet", sagte Kramp-Karrenbauer der Nachrichtenagentur dpa in Berlin.

Ein für Ende April anvisierter Sonderparteitag war wegen der Krise abgesagt worden. In der Partei wird nicht damit gerechnet, dass es angesichts der Beschränkungen für Großveranstaltungen vor der Anfang Juli beginnenden Sommerpause einen Ersatztermin geben könnte.

China erprobt offenbar Impfstoffe an Menschen

4.05 Uhr: China lässt einem Medienbericht zufolge zwei experimentelle Impfstoffe zur Bekämpfung des Coronavirus für Humantests zu. Die Impfstoffe würden von einer in Peking ansässigen Einheit der Sinovac Biotech und dem Institute of Biological Products, einer Tochtergesellschaft der staatlichen China National Pharmaceutical Group, in Wuhan entwickelt, berichtet die Nachrichtenagentur Xinhua.

Im März hatte China bereits grünes Licht für eine klinische Studie eines vielversprechenden Impfstoff-Kandidaten gegeben, der von der chinesischen Akademie für Militärmedizin und dem Biotechunternehmen CanSino Bio entwickelt wurde. Auch der US-Arzneimittelentwickler Moderna hatte im März erklärt, er habe mit den Humantests für einen Impfstoff begonnen.

Grünenchefs fordern Öffnung von Schulen und Kitas

Annalena Baerbock und Robert Habeck: "Abschlussklassen sollten als erste wieder in die Schulen"

Annalena Baerbock und Robert Habeck: "Abschlussklassen sollten als erste wieder in die Schulen"

Foto: Kay Nietfeld/ DPA

3.45 Uhr: Die Co-Vorsitzenden der Grünen, Annalena Baerbock und Robert Habeck, haben sich dafür ausgesprochen, Schulen und auch Kitas nach und nach wieder zu öffnen - aber begleitet von Vorsichtsmaßnahmen. Bevor am Mittwoch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten beraten, wie es in der Krise weitergeht, schrieben die beiden einen Brief an die Parteimitglieder, der der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. "Abschlussklassen sollten als erste wieder in die Schulen", heißt es darin. Auch die Klassen eins bis sechs sollten Priorität haben, weil die Betreuung der jüngeren Schüler besonders wichtig sei.

Mehr als 1500 Corona-Tote in den USA binnen einem Tag

3.10 Uhr: In den USA sind nach einer Zählung der Johns-Hopkins-Universität  vom Montagabend (Ortszeit) in einem Zeitraum von 24 Stunden erneut mehr als 1500 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Damit erhöhte sich die Zahl der Todesopfer in den USA laut der Universität in Baltimore auf mehr als 23.500.

Zentrum der Pandemie in den USA ist der Bundesstaat New York, wo bereits mehr als 10.000 Menschen an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben sind. Nach Ansicht des New Yorker Gouverneurs Andrew Cuomo hat der Staat aber inzwischen das Schlimmste hinter sich. Es sei Zeit, über eine langsame Rückkehr zur Normalität nachzudenken, sagte Cuomo am Montag. Die Reaktion des Präsidenten auf diesen Vorstoß finden Sie unten.

Trump reklamiert absolute Entscheidungsmacht für sich

Donald Trump vor dem täglichen Corona-Briefing im Weißen Haus: "allumfassende Macht"

Donald Trump vor dem täglichen Corona-Briefing im Weißen Haus: "allumfassende Macht"

Foto: LEAH MILLIS/ REUTERS

2.45 Uhr: Im Streit über eine Lockerung der Einschränkungen des öffentlichen Lebens in den USA hat Präsident Donald Trump die Entscheidungshoheit für sich beansprucht. Er habe bei der Frage der Wiederöffnung Amerikas infolge der Coronavirus-Epidemie die "allumfassende Macht", sagte Trump am Montagabend (Ortszeit) im Weißen Haus.

Er reagierte damit auf Äußerungen von Gouverneuren mehrerer US-Bundesstaaten, die zuvor erklärt hatten, sich bei der Aufhebung der von ihnen verhängten Beschränkungen untereinander abstimmen zu wollen. Trump betonte: "Wenn jemand Präsident der Vereinigten Staaten ist, hat er allumfassende Macht."

Er will die Coronavirus-Beschränkungen wegen der sich abzeichnenden schweren Wirtschaftskrise möglichst bald wieder lockern. Hintergrund dürfte auch sein, dass er bei einer lahmenden US-Wirtschaft um seine Wiederwahl im November bangen muss.

Österreich öffnet die ersten Geschäfte - mit strengen Auflagen

2.10 Uhr: Österreich hat mit der Lockerung der Maßnahmen im Kampf gegen die Epidemie begonnen. Kleinere Geschäfte und Baumärkte würden nach Regierungsangaben am Dienstag wieder öffnen. Vergangene Woche hatte Bundeskanzler Sebastian Kurz einen Stufenplan zur Wiedereröffnung von Teilen der Wirtschaft umrissen. Er startet heute mit kleineren Geschäften von bis zu 400 Quadratmetern sowie Bau- und Gartenmärkten.

Die Geschäfte unterliegen strengen Auflagen: die Zahl der Personen ist begrenzt, Kunden müssen Gesichtsmasken tragen und Abstandregelungen einhalten. Ab dem 1. Mai sollen dann Einkaufszentren, größere Geschäfte und Friseure folgen. Restaurants und Hotels könnten ab Mitte Mai schrittweise wieder öffnen, sagte Kurz.

Trump verlängert Einreisestopp für Europäer

1.35 Uhr: Das Einreiseverbot der USA für Ausländer aus Europa bleibt vorerst bestehen. Italien und Spanien gehe es in der Coronakrise noch immer nicht gut und Frankreich habe gerade erst Maßnahmen zur Eindämmung des Virus verlängert, sagte US-Präsident Donald Trump am Montagabend (Ortszeit) im Weißen Haus. Derzeit gelte ein "sehr starker" Einreisestopp und dieser bleibe in Kraft, bis es den Ländern besser gehe, sagte Trump. Sobald dies der Fall sei, wolle man den Einreisestopp "sehr schnell" beenden, machte Trump deutlich. "Aber wir wollen sicherstellen, dass alles gut ist." Inzwischen sind die USA das Land mit den meisten registrierten Infektionen  (knapp 582.000) und Todesfällen (mehr als 23.000) durch das Virus weltweit.

Bei der Ankündigung des Einreisestopps Mitte März hatte Trump gesagt, dass die Regelung auf 30 Tage begrenzt sei. Vor zwei Wochen kündigte er bereits an, dass die Maßnahme länger gelten solle.

Außenminister Maas möchte einheitliche Corona-App für die gesamte EU

Heiko Maas: Nicht die "Big-Brother-Methoden autoritärer Staaten kopieren"

Heiko Maas: Nicht die "Big-Brother-Methoden autoritärer Staaten kopieren"

Foto: Salvatore Di Nolfi/ KEYSTONE/ DPA

1.10 Uhr: Der deutsche Außenminister Heiko Maas hat sich für eine einheitliche Corona-App in der Europäischen Union ausgesprochen. "Wichtig ist, dass wir nicht bei einem Flickenteppich aus 27 Corona-Apps und 27 Datenschutzregimen landen, sondern möglichst abgestimmt vorgehen", sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Damit leisten wir auch einen Beitrag, Reisebeschränkungen und Grenzkontrollen in der EU schnell und dauerhaft wieder abzubauen."

Eine Corona-App wird laut Maas ein wichtiger Teil der Exit-Strategie sein - allerdings auf freiwilliger Basis. Man müsse nicht die "Big-Brother-Methoden autoritärer Staaten kopieren". In Deutschland und anderen europäischen Ländern ist die Idee einer solchen App seit Wochen im Gespräch. Es geht darum, Menschen schnell zu informieren, wenn sie Kontakt zu Infizierten hatten.

IWF gewährt 25 Ländern Schuldenerlass

0.50 Uhr: Der Internationale Währungsfonds (IWF) ermöglicht 25 Mitgliedsländern im Rahmen seines "Catastrophe Containment and Relief Trust" sofortige Schuldenerleichterungen. "Dies gewährt unseren ärmsten und schutzbedürftigsten Mitgliedern Zuschüsse zur Deckung ihrer IWF-Schuldenverpflichtungen für eine erste Phase in den nächsten sechs Monaten und wird ihnen helfen, mehr ihrer knappen finanziellen Ressourcen für lebenswichtige medizinische und andere Hilfsmaßnahmen zu verwenden", sagte IWF-Geschäftsführerin Kristalina Georgieva.

Derzeit verfüge der IWF über Mittel in Höhe von 500 Millionen Dollar, darunter neue Zusagen in Höhe von 185 Millionen Dollar aus Großbritannien, 100 Millionen Dollar aus Japan und nicht bezifferte Beträge aus China, den Niederlanden und anderen Staaten.

Türkei will Zehntausende Häftlinge vorzeitig freilassen

0.25 Uhr: Das türkische Parlament hat einen umstrittenen Gesetzentwurf zur Freilassung Zehntausender Strafgefangener wegen der Coronakrise bewilligt. Der Entwurf sei durch die Annahme durch die Abgeordneten "zu Gesetz geworden", hieß es aus dem Parlament in Ankara. Menschenrechtsgruppen hatten scharfe Kritik an dem Gesetzentwurf geübt, weil er politische Gefangene nicht einschließt.

Die Regelung sieht die Freilassung von rund 90.000 Insassen aus überfüllten Gefängnissen vor. Ausgenommen davon sind politische Gefangene, die nach den umstrittenen Antiterrorgesetzen der Türkei angeklagt sind. Human Rights Watch hatte das Vorhaben deshalb scharf kritisiert.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Die Schriftstellervereinigung PEN hatte gefordert, angesichts der unhygienischen Zustände in vielen türkischen Gefängnissen auch inhaftierte Journalisten und Menschenrechtsaktivisten freizulassen.

23.000 Tote in den USA - Staaten planen Exit-Strategie

0.15 Uhr: In den USA hat die Zahl der Covid-19-Toten am Montag die Schwelle von 23.000 überstiegen. Die Zahl der bekannten Coronavirus-Infektionen liegt bei fast 582.000. Trotzdem läuft auch in den Vereinigten Staaten die Debatte über eine Exit-Strategie aus den rigiden Ausgangsbeschränkungen. Mehrere Bundesstaaten entwickeln gemeinsam Pläne für eine Aufhebung der Einschränkungen im öffentlichen Leben.

Die Gouverneure unter anderem von New York und New Jersey an der Ostküste sowie Kalifornien und Oregon an der Westküste erklären, dass sie ihr Vorgehen abstimmen wollen. Zuvor war unter den Gouverneuren die Einschätzung laut geworden, dass das Schlimmste inzwischen überstanden sein könnte.

Tiger in indischem Zoo müssen in Isolation

0.05 Uhr: Die Maßnahmen gegen das Virus beeinträchtigen das Leben der meisten Menschen weltweit. Doch auch bestimmte Tiere bekommen die Sicherheitsmaßnahmen zu spüren. So müssen die Tiger in einem indischen Zoo wegen der Pandemie Abstand halten: Nach der Infektion eines Zoo-Tigers in den USA verlegte der Kamala Nehru Zoological Garden im westindischen Bundesstaat Gujarat seine Tiger in Einzelgehege. Die Großkatzen seien isoliert worden, um eine Ansteckung zu verhindern, sagte Zoodirektor Bharatsinh Vihol. Die Tiere dürfen sich demnach trotz eines laufenden Zuchtprogramms auch nicht mehr paaren.

Neben den Tigern werden den Angaben zufolge auch die Löwen und Leoparden in dem Zoo regelmäßig von Tierärzten auf Atemprobleme, Husten und Schnupfen untersucht. Die Tierpfleger tragen Masken und Handschuhe und müssen regelmäßig Fieber messen. Alle Tiergehege werden jeden zweiten Tag desinfiziert.

jok/asc/ptz/ssu/evh/dpa/Reuters/AFP