+++ News-Update am Dienstag +++ Helgoland bleibt für Touristen aus Risikogebieten tabu

Wer sich kurz zuvor in einem Risikogebiet aufgehalten hat, darf die Insel Helgoland weiterhin nicht betreten. Und: Laut einer Zählung haben sich bereits vier Millionen Europäer mit dem Corona-Virus angesteckt. Der Überblick.
Ausflügler auf Helgoland (Archivbild)

Ausflügler auf Helgoland (Archivbild)

Foto: A3390 Kay Nietfeld/ dpa

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Helgoland bleibt für Touristen aus Risikogebieten tabu

20.23 Uhr: Die Insel Helgoland bleibt für Menschen, die sich kurz zuvor in einem Risikogebiet aufhielten, weiterhin tabu. Die entsprechende Allgemeinverfügung des Kreises Pinneberg werde bis zum 4. Oktober verlängert, teilte das Landratsamt am Dienstag mit. Wer sich innerhalb von 14 Tagen vor dem Besuch in einem Risikogebiet aufgehalten hat, darf nicht auf die Nordseeinsel kommen. Eine Ausnahme gilt für Besucher, die eine Isolierungsmöglichkeit nachweisen können. Sie müssen weiter ein Einreisedokument ausfüllen. 

Die Lage von Helgoland als Hochseeinsel spiele während der Corona-Epidemie eine besondere Rolle, weil die Anreise vor allem per Schiff erfolge und sich der Umstand eines langen Aufenthaltes von großen Gruppen in geschlossenen Räumen genauso risikoerhöhend auswirke wie das Betreten und Verlassen des Schiffes. Auch der Aufenthalt auf der Insel sei wegen der beengten Verhältnisse - enge Straßen, kleine Geschäfte und Restaurants - gefährdend. Weiter hieß es: "Die Folgen einer Infektionsausbreitung auf der Insel sind deutlich gravierender als auf dem Festland, weil die Kapazitäten der Intensivmedizin auf Helgoland nur in einem eingeschränkten Umfang verfügbar und für eine große Anzahl von schwer erkrankten Personen nicht ausgelegt sind." 

AFP-Zählung: Mehr als vier Millionen Corona-Infektionen in Europa

20.15 Uhr: Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Europa hat die Schwelle von vier Millionen überschritten. Bis Dienstagabend wurden laut einer auf offiziellen Angaben beruhenden Zählung der Nachrichtenagentur AFP 4.006.077 Fälle diagnostiziert. Die meisten Infizierten gibt es demnach in Russland, Spanien und Großbritannien. Mehr als 216.000 Menschen in Europa starben an den Folgen einer Infektion, fast 2,3 Millionen Infizierte sind mittlerweile wieder gesund.

Allein Frankreich meldete am Dienstagabend fast 5000 Neuinfektionen. In den vergangenen 24 Stunden seien 4982 neue Fälle registriert worden, teilten die Gesundheitsbehörden in Paris mit.

Das waren zwar wieder deutlich mehr Fälle als am Montag, als die Behörden nur 3082 Neuinfektionen gemeldet hatten. Nach dem Wochenende ist die Zahl der gemeldeten Fälle aber immer niedriger als an anderen Tagen. Am Samstag waren in Frankreich 5400 und am Freitag noch mehr als 7000 neue Fälle gemeldet worden.

Seit Beginn der Corona-Pandemie starben in Frankreich schon mehr als 30.660 Infizierte. Am Dienstag kamen 19 Todesfälle hinzu.

Mehr als sechs Millionen Infektionsfälle in USA

20.04 Uhr: In den USA ist die Zahl der Infektionsfälle den Gesundheitsbehörden zufolge auf über sechs Millionen gestiegen. Binnen 24 Stunden seien 32.087 Neuinfektionen registriert worden, teilen die CDC mit. Insgesamt hätten sich damit 6.004.443 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesopfer sei um 428 auf 183.050 gestiegen. Die Zahlen der US Centers for Disease Control and Prevention (CDC) spiegeln nicht unbedingt die Zahlen wider, die die einzelnen Bundesstaaten melden.

Mehr Vorbereitungszeit für Lehrer: New York City verschiebt Schulstart

19.16 Uhr: Die Millionenmetropole New York City hat wegen der Coronakrise den Beginn des neuen Schuljahres um mehrere Tage nach hinten verschoben, um den Lehrern mehr Zeit zur Vorbereitung zu geben. Der eigentlich für den 10. September geplante Start des Unterrichts an den öffentlichen Schulen solle nun am 21. September stattfinden, teilte Bürgermeister Bill de Blasio mit. Das sei mit der Gewerkschaft der Lehrer verabredet worden.

Vor dem 21. September solle es schon drei Tage Onlineunterricht für alle Schüler geben. Ab dem 21. September könnten dann alle Schüler, deren Eltern sie für eine Mischung aus Online- und Vor-Ort-Unterricht angemeldet hätten, wieder tageweise zur Schule gehen.

New York war im Frühjahr eines der Epizentren der Corona-Pandemie gewesen. Inzwischen haben sich die Fallzahlen aber auf niedrigem Niveau stabilisiert. Gouverneur Andrew Cuomo hatte im August die Rückkehr in die Schulen erlaubt - so lange Sicherheitsvorschriften eingehalten würden und der Anteil positiver Testergebnisse an allen Corona-Tests eines Tages nicht über fünf Prozent liege.

Mit mehr als einer Million Schülern ist der Schulbezirk New Yorks der größte der USA - und einer der wenigen Großräume des Landes, in denen ein zumindest teilweise regulärer Unterricht geplant ist. Viele andere Schulbehörden haben bereits angekündigt, weiter online zu lehren.

Fast 5000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden in Frankreich

18.57 Uhr: In Frankreich registriert das Gesundheitsministerium 4982 Neuinfektionen binnen eines Tages. Das sind zwar mehr Fälle als am Montag mit 3082, aber deutlich weniger als der Höchstwert vergangene Woche mit fast 7400 Fällen. Insgesamt haben sich nachweislich 286.007 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt um 26 auf 30.661.

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Großbritannien: Über 100 Infizierte in Geflügelbetrieb

18.44 Uhr: Mehr als 100 Mitarbeiter eines britischen Geflügelbetriebs haben sich mit dem Coronavirus angesteckt. Insgesamt sind in dem Unternehmen Banham Poultry in Attleborough im Osten Englands 769 Personen beschäftigt. Noch sind nach Angaben der Gesundheitsbehörden nicht alle Mitarbeiter in der Region getestet worden, wie mehrere Medien am Dienstag berichteten. Nur ein kleines Team sei noch in dem Betrieb tätig, um die nötigsten Aufgaben zu erledigen. Eine Behörde für Lebensmittelsicherheit berichtete kürzlich, dass in etwa 40 Fabriken in England Ausbrüche registriert worden sind.

Das Curevac-Geheimnis von Elon Musk

18.42 Uhr: Elon Musk besucht den Biotech-Spezialisten Curevac, um sich über die Fortschritte bei der Entwicklung des Covid-19-Impfstoffs zu informieren. Noch ist nicht ganz klar, ob er als Partner kommt oder als Eroberer:

Steinmeier nach Demos: "Nicht völlig verrückt machen lassen"

18.12 Uhr: Trotz der teils gewaltsamen Demonstrationen gegen die Corona-Auflagen geht Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nicht davon aus, dass die Gesellschaft durch die Pandemie gespalten wird. Man dürfe sich "nicht völlig verrückt machen lassen von dem, was wir da sehen", sagte er dem rbb-Sender Radioeins. Mit Blick auf die Umfragen betonte Steinmeier, dass 80 Prozent der Menschen "trotz aller Belastungen und trotz des Ärgers und obwohl der Mundschutz nervt, nach wie vor einverstanden sind mit den beschränkenden Maßnahmen."

Der Blick auf die Coronakrise verstärke allerdings "die Sicht auf die Spaltungen, die es vorher auch schon gab", ergänzte er. Dies führe mitunter zu Ablehnung und Empörung gegenüber Politik und Demokratie. "Das muss Politik ernst nehmen und vor allen Dingen immer wieder versuchen, Kontakt zu denjenigen zu halten, die noch erreichbar sind."

Russland will noch in dieser Woche Impfungen starten

17.46 Uhr: Nach der frühen Freigabe eines Impfstoffes gegen das Coronavirus soll in Russland bereits in dieser Woche mit ersten Impfungen begonnen werden. Das sagte der Direktor des Gamaleja-Forschungszentrums für Epidemiologie und Mikrobiologie in Moskau, Alexander Ginzburg, der Agentur Interfax. Sein Institut hatte das Vakzin entwickelt. "Alles läuft nach Plan." Demnach sollen sich am nächsten Samstag in der Hauptstadt Moskau die ersten Freiwilligen impfen lassen. Die Teilnehmer der dritten Testphase sollten bis dahin noch einmal überprüft werden, sagte er. Wie viele es sein werden, sagte Ginzburg zunächst nicht.

Der russische Impfstoff mit dem Namen "Sputnik V" wurde vor drei Wochen für eine breite Anwendung in der Bevölkerung registriert. Diese Genehmigung erfolgte, bevor die wichtige Testphase III überhaupt begonnen hatte. Erst in dieser Phase wird gewöhnlich an sehr vielen Teilnehmern überprüft, ob und wie gut ein Wirkstoff tatsächlich vor einer Infektion schützt und welche Nebenwirkungen auftreten. Das Vorgehen Moskaus löste international viel Kritik aus.

Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin hatte zuvor in einem Aufruf gesagt, dass 40.000 Freiwillige in Europas größter Metropole für die Tests gesucht würden. Die Moskauer hätten "die einmalige Gelegenheit", über eine Teilnahme dazu beizutragen, das Coronavirus zu besiegen, schrieb Sobjanin. Parallel zu den Tests sollen bereits Ärzte und Lehrer geimpft werden.

In Russland haben sich seit Beginn der Pandemie bereits mehr als eine Million Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Es wird wie in anderen Ländern auch von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen.

Verwaltungsgerichtshof: Alkoholverbot in München unverhältnismäßig

17.14 Uhr: Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat das nächtliche Alkoholverbot der Stadt München für den öffentlichen Raum für unverhältnismäßig erklärt. Die Richter wiesen die Beschwerde der Landeshauptstadt zurück und bestätigten damit eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts. Dieses hatte am Freitag einem Eilantrag eines Mannes stattgegeben, der gegen das Verbot geklagt hatte.

Die Stadt München hatte nach einem Anstieg der Corona-Fallzahlen mit einer Allgemeinverfügung ein einwöchiges nächtliches Alkoholverbot für den öffentlichen Raum angeordnet. Demnach ist es zwischen 23 Uhr und 6 Uhr verboten, etwa auf der Straße oder in Parks Alkohol zu trinken.

Zwar sei das Verbot des Alkoholkonsums im öffentlichen Raum ein geeignetes Mittel, um der Verbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken, teilte der Verwaltungsgerichtshof mit. Ein Verbot, das sich auf das gesamte Stadtgebiet erstreckt, sei jedoch unverhältnismäßig. Das Verwaltungsgericht sei demnach zu Recht davon ausgegangen, dass es ausreiche, wenn der Alkoholkonsum auf einzelnen, stark frequentierten Plätzen verboten ist.

Sachsen-Anhalt will Großveranstaltungen mit Genehmigung ermöglichen

17.14 Uhr: In Sachsen-Anhalt sind künftig zahlenmäßig quasi unbegrenzte Großveranstaltungen möglich, wenn sie gesondert genehmigt werden. Darauf hat sich die schwarz-rot-grüne Landesregierung geeinigt. Voraussetzung ist, dass die Sport- und Kulturveranstalter ein Corona-Schutzkonzept vorlegen und die baulichen Gegebenheiten geeignet sind. Das Schutzkonzept muss von den Kommunen wie auch vom Gesundheits- und vom Innenministerium genehmigt werden. Das Kabinett will die neue Corona-Verordnung am 15. September beschließen, zwei Tage später soll sie in Kraft treten.

Ursprünglich hatte Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) vorgeschlagen, dass generell Veranstaltungen mit bis zu 2500 Zuschauern in Hallen zulässig sein sollten - das soll jetzt aber nicht kommen. Zunächst bleibt es dabei, dass ohne Sondergenehmigungen für geschlossene Räume eine Obergrenze von 500 Teilnehmern gilt und im Freien von 1000. Zudem will das Land ermöglichen, dass Weihnachtsmärkte öffnen dürfen - mit Zugangskontrollen oder verteilt auf eine größere Fläche.

Drosten: Covid-19-Patienten nach überstandener Erkrankung immun

16.49 Uhr: Menschen, die eine Covid-19-Erkrankung überstanden haben, sind nach Ansicht von Christian Drosten vor einer erneuten Erkrankung geschützt. Zumindest für den Zeitraum der gegenwärtigen Pandemie dürfte die Immunität anhalten, sagte der Virologe von der Berliner Charité im NDR-Podcast . "Da bin ich sehr zuversichtlich." Im Ausnahmefall könne es möglicherweise bei erneutem Kontakt mit dem Virus zu einer neuerlichen, oberflächlichen Infektion kommen, eine schwere Lungenentzündung dürfte daraus aber nicht werden. Aufgrund der geringeren Viruskonzentration in solchen Fällen sollten daraus auch keine Infektionsketten mehr entstehen.

Die in den vergangenen Tagen berichteten Fälle von neuerlichen Infektionen bezeichnete Drosten als "Raritäten". Sie würden wahrscheinlich epidemiologisch, für die Verbreitung und für die Gefährlichkeit, nicht ins Gewicht fallen. Wissenschaftler würden von solchen Fällen in Mitteilungen berichten, Medien das aufgreifen und zahlreiche Fragen daraus ableiten, etwa hinsichtlich der Immunität oder der Wirksamkeit von Impfstoffen. "Das beschreibt nicht die medizinische Realität und den Normalfall."

Literaturhäuser und Kulturzentren sollen finanzielle Hilfe bekommen

16.36 Uhr: Die Bundesregierung will Kulturzentren und Literaturhäuser in der Corona-Pandemie mit bis zu 25 Millionen Euro unterstützen. Sie sollen damit etwa Kassenräume oder Lüftungsanlagen umbauen können, wie Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) mitteilte.

Die Summe gehört zum Hilfsprogramm "Neustart Kultur", das insgesamt eine Milliarde Euro umfassen soll. Bundesweit hatten Einrichtungen schließen müssen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Literaturhäuser wollen nun etwa auf Lesungen vor kleinem Publikum setzen, die gegen Gebühr online zu sehen sind.

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Grütters fordert außerdem EU-Hilfen für die von der Corona-Pandemie gebeutelte Kulturszene. Es sei vieles in Gefahr, was in Jahrzehnten aufgebaut worden sei, erklärte die CDU-Politikerin bei einer Anhörung im Europaparlament. Das müsse in den laufenden Verhandlungen über den mehrjährigen EU-Finanzrahmen berücksichtigt werden.

Pharmakonzern startet Impfstofftests in den USA

16.35 Uhr: Der Hersteller eines Erfolg versprechenden Corona-Impfstoffkandidaten, AstraZeneca, hat mit großflächigen klinischen Tests des Mittels in den USA begonnen. An der Testreihe der wichtigen Phase III sollen rund 30.000 erwachsenen Freiwillige teilnehmen, wie die zuständige US-Gesundheitsbehörde mitteilte. Insgesamt gibt es rund zehn Phase-III-Studien zu diversen Corona-Impfstoffkandidaten. Erst in dieser Phase wird überprüft, ob und wie gut ein Impfstoff tatsächlich vor einer Infektion schützt.

Der britisch-schwedische Pharmakonzern arbeitet mit einer Forschergruppe der Universität Oxford zusammen. Der Impfstoff wird neben den USA auch in Großbritannien, Brasilien und Südafrika getestet, wie einer der Forscher kürzlich dem Sender BBC berichtete. Insgesamt sollen so 50.000 Menschen das Vakzin erhalten.

Die Europäische Union setzt große Hoffnungen auf das Mittel von AstraZeneca: Sie hat sich im Fall der Zulassung bereits das Recht zum Kauf von bis zu 400 Millionen Dosen gesichert. Der Impfstoff könnte dann für alle 27 EU-Staaten erworben und nach Einwohnerzahl und Bedarf verteilt werden. Die Kommission verhandelt mit weiteren Herstellern über ähnliche Verträge, darunter Sanofi und GSK sowie Johnson & Johnson und Curevac.

Griechenland verschiebt Schulbeginn um eine Woche

16.14 Uhr: In Griechenland ist der Schulbeginn nach den Sommerferien wegen der Coronakrise um eine Woche verschoben worden. Wie Bildungsministerin Niki Kerameus mitteilte, soll die Schule nun erst am 14. September wieder beginnen. Sie kündigte zudem "strikte Hygienemaßnahmen" wie eine Maskenpflicht für Schüler und Lehrer an, um neue Corona-Infektionsherde in Schulen zu verhindern.

Eigentlich hätte der Unterricht in Griechenland schon am kommenden Montag starten sollen. Zuletzt bereitete der Regierung aber ein Anstieg bei den Neuinfektionen Sorgen. Sie fordert daher Eltern auf, rechtzeitig aus dem Sommerurlaub zurückzukommen, damit alle Schüler vor dem Schulbeginn noch zehn Tage in häuslicher Quarantäne bleiben können.

Kerameus kritisierte, dass vor allem viele Stadtbewohner noch immer im Urlaub seien. Nach Angaben von Regierungssprecher Stelios Petsas kehrten bisher nur rund 85 Prozent der verreisten Athener in die Hauptstadt zurück.

Flugbetrieb zieht kaum an - außer in Russland und China

16.04 Uhr: In China und Russland fliegen nach der Corona-Zwangspause wieder mehr Menschen, aber generell bleibt die Statistik der Fluggesellschaften trüb: Sie hatten im Juli nur ein Fünftel so viele Passagiere an Bord wie vor einem Jahr im Juli, wie der Dachverband der Fluggesellschaften (IATA) in Genf berichtete. Es war nur eine leichte Verbesserung gegenüber Juni.

Die Passagierkilometer lagen im Juli 79,8 Prozent unter dem Niveau vor einem Jahr. Im Juni flogen 86,6 Prozent weniger als im Vergleichsmonat 2019. Vor allem die Zahlen der Passagiere auf Inlandsflügen in China und Russland hätten zu der leichten Verbesserung beigetragen. Im internationalen Geschäft lagen die Passagierkilometer im Juli noch 91,9 Prozent unter dem Niveau 2019, nach 96,8 Prozent im Juni. Im weltweiten Durchschnitt lag die Auslastung bei 57,9 Prozent, ein Rekordtiefstand für den Sommer- und Reisemonat Juli.

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IATA-Chef Alexandre de Juniac kritisierte, dass Grenzen geöffnet, dann wieder geschlossen oder Quarantänebestimmungen aufgehoben und dann wieder eingeführt würden. Das schaffe kein Vertrauen bei Kunden, die Reisepläne machen wollten oder bei Fluggesellschaften, die ihr Angebot eigentlich ausweiten wollten.

Britische Regierung will Beschäftigte aus dem Homeoffice holen

15.45 Uhr: Großbritannien will in den kommenden Tagen eine Medienkampagne starten, um die Beschäftigten zur Rückkehr in ihre Büros zu bewegen. Es gehe darum, die Wirtschaft wieder zum Laufen zu bringen, sagt der Sprecher von Premierminister Boris Johnson. Bis Anfang August kehrten Statistikdaten zufolge lediglich 17 Prozent der Beschäftigten in den britischen Städten aus dem Homeoffice an ihre angestammten Arbeitsplätze zurück.

Labore fordern gezielte Corona-Tests statt Massenuntersuchungen

Positiver Corona-Test im Labor

Positiver Corona-Test im Labor

Foto: imageBROKER/Eunika Sopotnicka / imago images/imagebroker

15.25 Uhr: Angesichts knapper werdender Materialien und Kapazitäten fordern Labore bundesweit gezieltere Corona-Tests statt anlassloser Untersuchungen. "Wir brauchen eine rasche Umsetzung der geänderten nationalen Teststrategie, und zwar besser heute als morgen", sagte Jan Kramer vom Vorstand des Verbands Akkreditierte Labore in der Medizin (ALM). Der Verband unterstützt demnach den Entschluss des Bundes und der Länder vom Donnerstag, die Teststrategie den aktuellen Gegebenheiten anzupassen.

Laut einer Erhebung des ALM ist die Zahl der Sars-CoV-2-Tests auch in der vergangenen Woche weiter gestiegenen - auf fast eine Million. Bei den 155 an der Erfassung teilnehmenden Laboren gebe es inzwischen einen Rückstau von mehr als 34.600 Tests (Stand Montag). Der Anteil der positiven Ergebnisse sei weiter rückläufig und liege nur noch bei 0,7 Prozent. Bei den Reiserückkehrern betrage die Rate weniger als 0,4 Prozent. Dies zeige, dass komplexe und wertvolle medizinische Tests für die falsche Zielgruppe eingesetzt würden, so Oliver Harzer vom ALM.

Der Verband vertritt eigenen Angaben zufolge über 200 medizinische Labore mit 900 Fachärzten, rund 500 Naturwissenschaftlern und etwa 25.000 qualifizierten Mitarbeitern.

Brandenburg beschließt Obergrenze für private Feiern

15.09 Uhr: Private Feiern in Wohnung oder Garten sind in Brandenburg wegen der Coronakrise künftig nur noch mit bis zu 75 Teilnehmern möglich. Das beschloss das Kabinett am Dienstag in Potsdam, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Andernfalls droht Veranstaltern ein Bußgeld bis 1000 Euro. Die Begrenzung gilt nicht für Feiern in Gaststätten.

Bisher dürfen private Veranstaltungen mit bis zu 1000 Menschen stattfinden bei Abstands- und Hygieneregeln. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sagte: "Wir kommen jetzt zum Ende des Sommers in schwierigere Monate."

In Restaurants in Brandenburg dürfen künftig bis zu sechs Gäste unterschiedlicher Haushalte zusammensitzen, entschied das Kabinett. Bisher können Menschen aus dem gleichen Haushalt an einem Tisch sitzen oder Gäste verschiedener Haushalte, wenn sie den regulären Mindestabstand von 1,50 Meter einhalten.

Die neue Corona-Verordnung in Brandenburg gilt ab 5. September und vorerst bis 11. Oktober. Die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich bei einer Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel in der vergangenen Woche nicht auf eine gemeinsame Begrenzung für private Feiern einigen können.

Bayern will trotz Lieferproblemen für Labore an Teststrategie festhalten

14.54 Uhr: Trotz teilweise bestehender Nachschubprobleme bei Chemikalien und Stoffen für Corona-Tests, sogenannte Reagenzien, sieht Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) keinen Grund, die bayerische Teststrategie einzuschränken. Derzeit könnten die Labore die Tests "noch ganz gut erfüllen", sagte Huml nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts in München. Es sei aber korrekt, dass einige Labore inzwischen über Lieferschwierigkeiten bei Reagenzien klagten. In Bayern können sich alle Bürger auch ohne Symptome bei Bedarf auch mehrfach kostenlos auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus testen lassen.

Zudem gibt es für Einreisende an Autobahnen, Flughäfen und Bahnhöfen Testzentren, an denen auch Personen, die nicht in einem Risikogebiet waren, kostenlose Tests bekommen. Huml betonte, es sei aus ihrer Sicht weiter "absolut sinnvoll", an den Tests in Bayern festzuhalten. Bis Ende August seien im Freistaat 319.459 Tests bei Reiserückkehrern durchgeführt und dabei 4087 Infektionen erkannt worden.

80 Prozent stehen hinter Corona-Maßnahmen

14.35 Uhr: Eine überwiegende Mehrheit der Deutschen steht einer Umfrage zufolge hinter den bestehenden Corona-Auflagen. Mehr als 80 Prozent der Befragten in einer Forsa-Erhebung seien mit den Corona-Maßnahmen zufrieden oder hielten sie sogar für nicht weitgehend genug, teilte das Meinungsforschungsinstitut mit.

Zwar würden immer mehr Bürger seit 2015 angeben, das Land entwickele sich in die "falsche" Richtung. Dies habe aber nichts mit der Pandemie zu tun. Die Zufriedenheit der Menschen in den meisten Lebensbereichen habe sich nicht geändert, heißt es in einer Forsa-Studie. Lediglich der Arbeitsmarkt und die öffentlichen Haushalte würden von mehr Menschen als früher pessimistischer eingeschätzt.

Freigabe der Stadt: 8400 Fans bei Bundesliga-Auftakt von RB Leipzig

14.28 Uhr: RB Leipzig darf beim ersten Heimspiel der Bundesligasaison sein Stadion offenbar teilweise öffnen. Die Erlaubnis des örtlichen Gesundheitsamts ist jedoch an einige Bedingungen geknüpft. Lesen Sie hier mehr dazu.

Saarland beschließt Bußgeld bei Verstoß gegen Maskenpflicht

14.13 Uhr: Wer im Saarland gegen die Maskenpflicht verstößt, wird künftig zur Kasse gebeten. Die Landesregierung habe für Privatpersonen ein Bußgeld in Höhe von bis zu 100 Euro beschlossen, teilte der Regierungssprecher in Saarbrücken mit. Bei einem ersten Verstoß könnten es die Ortsbehörden bei einem Verwarngeld in Höhe von 50 Euro belassen. Bislang stellte lediglich das Versäumnis von Verantwortlichen oder Betreibern eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße von bis zu 500 Euro geahndet werden konnte.

Alle Bundesländer mit Ausnahme Sachsen-Anhalts hatten sich in einer Videokonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vergangene Woche für eine einheitliche Untergrenze bei Verstößen gegen die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen sowie im Einzelhandel ausgesprochen.

Grundschülern in Bayern droht Maskenpflicht im Unterricht

13.55 Uhr: Bei stark steigenden Corona-Fallzahlen in Bayern könnte auch den Grundschülern eine Maskenpflicht im Unterricht drohen. Sofern in einer Region der Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche überschritten werde, "gäbe es im Präsenzunterricht eine Maskenpflicht für alle, auch für Grundschüler", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) nach einer Sitzung der bayerischen Staatsregierung in München.

Um das Ansteckungsrisiko in dem Fall zu minimieren, würden die Klassen ab dem Wert auch in einen Wechsel zwischen Präsenzunterricht und dem Lernen zu Hause übergehen. Bereits ab 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner soll an allen weiterführenden Schulen wieder eine Maskenpflicht im Unterricht eingeführt werden - außer die betroffenen Schulen könnten aufgrund der Räumlichkeiten den Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Schülern sicherstellen.

Der Ministerrat in Bayern hatte zuvor beschlossen, dass nach den Schulferien an den ersten neun Schultagen alle Lehrer und Schüler an den weiterführenden Schulen eine Maske im Unterricht tragen müssen. Darüber hinaus gilt an Bayerns Schulen eine Maskenpflicht in den Gebäuden und überall dort, wo der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann.

Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel auf Rekordhöhe

13.49 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel hat einen neuen Höchstwert erreicht. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, wurden am Vortag 2180 neue Fälle registriert. Das ist der höchste Ein-Tages-Wert, der in Israel seit dem Ausbruch der Pandemie verzeichnet wurde. Der bisherige Höchstwert von 2129 stammte vom 28. Juli. Damit hat das Land fast doppelt so viele Neuinfektionen wie Deutschland, das neunmal mehr Einwohner hat als Israel.

Hamburger Fischmarkt darf wieder öffnen

Fischmarkt in Hamburg

Fischmarkt in Hamburg

Foto: Daniel Bockwoldt / dpa

13.25 Uhr: Fünf Monate war der Hamburger Fischmarkt wegen der Coronakrise geschlossen - jetzt soll der traditionsreiche Markt im Oktober wieder öffnen. Das sieht zumindest ein Konzept vor, das der Bezirk Altona zusammen mit der Gesundheitsbehörde erarbeitet hat und das demnächst verabschiedet werden soll, wie das Bezirksamt in Hamburg mitteilte. Fisch, Obst und Gemüse sollen aber nicht mehr wie gewohnt frühmorgens, sondern künftig sonntags von 11 bis 15 Uhr verkauft werden. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet.

Seit Mitte März müssen Touristen und Hamburger wegen der Corona-Pandemie auf den 300 Jahre alten Hamburger Fischmarkt verzichten. Üblicherweise sind dort etwa 120 Marktstände aufgebaut. Viele Nachtschwärmer sind nach einem Abend auf dem Kiez direkt zum Fischmarkt gegangen. Diese Möglichkeit soll es nun nicht mehr geben, da die Behörde befürchtet, dass die Corona-Regeln unter den Partygängern nicht immer eingehalten werden.

Das neue Schutzkonzept sieht höchstens 500 Besucher und 60 Händler vor. Das Gelände soll umzäunt werden mit einem getrennten Ein- und Ausgang und einer Einbahnstraßen-Regelung. Zum Start sollen 20 Sicherheitskräfte den Einlass regeln und auf die Einhaltung der Abstandsregeln achten.

Spaniens Regierungschef: Corona-Neuausbrüche 'besorgniserregend'

13.13 Uhr: Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez hat den Anstieg der Corona-Neuinfektionen im Land als "besorgniserregend" bezeichnet. "Die Gründe (für den Anstieg) sind klar. Die Mobilität, das Nachtleben. Die Menschen sind nachlässiger geworden", sagte Sánchez im Interview des Radiosenders Cadena Ser.

Gleichzeitig sagte der sozialistische Politiker, die aktuelle Lage sei "mit derjenigen von März überhaupt nicht zu vergleichen". Es gebe keinen Grund für die erneute Ausrufung eines landesweiten Notstandes samt strenger Ausgangssperre, wie es ihn in Spanien zwischen März und Juni zur Eindämmung der Pandemie gegeben hatte.

Das Gesundheitsministerium in Madrid hatte am Montagabend 2489 Neuansteckungen innerhalb von 24 Stunden gemeldet. Schon seit Anfang August liegt die Zahl der täglichen Neuinfektionen stets über der Marke von tausend Fällen. Die höchste Zahl nach Ende des Notstandes war am Freitag mit 3829 erreicht worden.

Vietnam will wieder Flüge nach Südkorea und Japan starten

12.31 Uhr: Vietnam will Mitte des Monats erstmals wieder Linienflüge nach Südkorea und Japan starten. Die Luftfahrtbehörden der drei Länder hätten eine Vereinbarung über zunächst jeweils vier Flugverbindungen pro Woche erzielt, die am 15. September aufgenommen werden sollen, zitierten staatliche Medien den Chef der örtlichen Luftfahrtbehörde, Dinh Viet Thang. Der Plan müsse noch vom Transportministerium gebilligt werden, so die Online-Zeitung "VnExpress" . Regierungschef Nguyen Xuan Phuc hatte das Ministerium vor wenigen Tagen aufgefordert, die Wiederaufnahme von Flügen in die beiden Länder voranzutreiben.

Das südostasiatische Land ist bisher vergleichsweise glimpflich durch die Coronakrise gekommen. Bis Dienstag wurden rund 1000 Fälle bestätigt, 34 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Für Einreisende herrscht eine strikte Quarantänepflicht. Bislang war diese staatlich organisierte Isolation kostenlos, ab sofort müssten Besucher diese selbst bezahlen, teilte die Regierung mit.

In Berlin gilt künftig Maskenpflicht bei Demonstrationen

Demonstranten in Berlin

Demonstranten in Berlin

Foto: Christoph Hardt / imago images/Future Image

12.12 Uhr: Bei Demonstrationen in Berlin mit mehr als hundert Teilnehmern gilt künftig eine Maskenpflicht. Darauf hat sich der Senat nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa bei seiner Sitzung verständigt. Es soll aber Ausnahmen etwa für Autokorsos geben.

Nach der bisherigen Infektionsschutzverordnung in Berlin war Teilnehmern von Demonstrationen nicht vorgeschrieben, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen. Eine solche Maskenpflicht gilt etwa in Bussen und Bahnen oder im Einzelhandel und seit Beginn des neuen Schuljahres auch in Schulgebäuden, aber nicht während des Unterrichts.

Der Senat hat das Thema beraten, nachdem es am Wochenende mehrere Demonstrationen in Berlin gegen die Corona-Politik gegeben hatte. Am Samstag nahmen nach Schätzungen der Behörden an den Protesten gegen die Corona-Maßnahmen in Berlin insgesamt rund 38.000 Menschen teil. Eigentlich wollten die Behörden die Versammlungen verbieten, sie unterlagen jedoch vor Gerichten. Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) hatte bereits am Montag angekündigt, eine Maskenpflicht für Demonstrationen zu befürworten.

Brüssel will Chaos bei Corona-Reisebeschränkungen beenden

Deutsch-tschechische Grenze

Deutsch-tschechische Grenze

Foto: SlavomÌr Kubeö/ dpa

11.49 Uhr: Angesichts der wieder zunehmenden Zahl von nationalen Alleingängen bei Einreisebeschränkungen und Grenzkontrollen will die EU-Kommission in den nächsten Tagen einen konkreten Vorschlag für eine bessere Koordinierung präsentieren. Wie die Nachrichtenagentur dpa aus EU-Kreisen erfuhr, haben etliche EU-Staaten Interesse an einer Abstimmung der in die nationale Zuständigkeit fallenden Maßnahmen bekundet. Sie soll auch dafür sorgen, dass die Freizügigkeit innerhalb der EU nur dann eingeschränkt wird, wenn es wegen der Pandemie unbedingt notwendig ist.

Ein Teil der Abstimmung könnte es sein, für die Beurteilung der Corona-Risikolage gemeinsame Kriterien zu entwickeln. Zudem ist unter anderem angedacht, das Farbensystem für Risikogebiete und die Regeln für Reisen in Risikogebiete zu vereinheitlichen.

VfL Osnabrück plant Zweitliga-Heimspiele vor 999 Zuschauern

11.41 Uhr: Fußball-Zweitligist VfL Osnabrück möchte seine Heimspiele zu Beginn der kommenden Saison vor 999 Zuschauern austragen. Voraussetzung dafür ist, dass die aktuellen Corona-Verordnungen des Landes Niedersachsen, die Veranstaltungen mit bis zu 1000 Besuchern und einem zulässigen Hygienekonzept erlauben, dann immer noch gelten. Der Leiter Marketing und Kommunikation des VfL, Sebastian Rüther, bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Neuen Osnabrücker Zeitung" . "Auf dieser Basis planen wir im Moment", sagte Rüther der Nachrichtenagentur dpa.

Das erste Heimspiel der Osnabrücker in der neuen Saison findet am 25. September gegen Hannover 96 statt. Ob der Verein seine Pläne auch umsetzen kann, hängt von der weiteren Entwicklung der Coronakrise und auch von dem Vorgehen ab, auf das sich die 36 Profiklubs unter dem Dach der Deutschen Fußball Liga verständigen. Die halten am Donnerstag ihre nächste außerordentliche Mitgliederversammlung ab. Vorerst gilt bis zum 31. Oktober eine Vereinbarung, Heimspiele ohne Stehplatzbesucher, Gästefans und Alkoholausschank auszutragen.

Bundesregierung geht nicht von zweitem Lockdown aus

11.36 Uhr: "Die Talsohle ist durchschritten" - mit diesen Worten beschreibt Bundeswirtschaftsminister Altmaier die aktuelle Konjunkturentwicklung. Der Einbruch sei am Ende nicht viel größer als der nach der Finanzkrise. Lesen Sie hier mehr dazu.

Neue Verordnung stellt klar: Maskenpflicht in Wahllokalen in NRW

11.25 Uhr: Bei der kommenden Kommunalwahl in Nordrhein-Westfalen gilt in allen Wahllokalen Maskenpflicht. In der neuen Coronaschutz-Verordnung, die seit 1. September in Kraft ist, wurde ein entsprechender Passus ergänzt. Laut NRW-Gesundheitsministerium sei dies als Klarstellung zu verstehen. Bislang hatten mehrere Kommunen Masken in Wahllokalen für den Urnengang am 13. September lediglich empfohlen.

Das Gesundheitsministerium argumentiert, dass Wahlen eine Veranstaltung seien - und die Maskenpflicht sich damit bereits aus den alten Verordnungen ergeben hätte. "Gerade als Signal an die ehrenamtlichen Wahlvorstände wurden die Vorgaben jetzt aber nochmal ausdrücklich ausformuliert", so ein Ministeriumssprecher. Er ergänzte: "In allen Wahlräumen besteht die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung. Ausnahmen für Wahlvorstände sind aufgrund deren langer Anwesenheit möglich, wenn hier durch Visiere, Plexiglasabtrennung oder organisatorische Maßnahmen die Infektionsrisiken gleich sicher ausgeschlossen werden können."

Maskenverweigerer müssen übrigens auch wählen dürfen. In der alten und neuen Verordnung heißt es, dass entsprechende Möglichkeiten geschaffen werden müssen, damit sie ihr Wahlrecht ausüben können.

Mehr als eine Million Corona-Infektionen in Russland

11.15 Uhr: In Russland sind seit Beginn der Pandemie mehr als eine Million Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Pro Tag kommen nach offiziellen Angaben derzeit rund 5000 neue Fälle hinzu. Am Dienstag wurden knapp 4730 weitere Infektionen in der Statistik der russischen Behörden aufgenommen.

Weltweit liegt Russland damit an vierter Stelle bei den offiziell erfassten Fällen. Die USA verzeichneten mit mehr als 6 Millionen die höchste Zahl an erfassten Infektionen, gefolgt von Brasilien mit rund 4 Millionen. An dritter Stelle steht Indien, wo bisher etwa 3,7 Millionen Ansteckungen registriert wurden. Generell wird mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle gerechnet.

Die Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen in Russland liegt schon seit geraumer Zeit in der jetzigen Größenordnung. In Moskau, dem Corona-Hotspot in dem Riesenreich, hat sich die Zahl täglich erfasster Fälle zwischen 600 und 700 eingependelt. Im ganzen Land sind bislang offiziell knapp 17.300 Menschen gestorben. Das ist im Vergleich zu anderen Ländern relativ wenig. Immer wieder gab es Berichte über geschönte Corona-Statistiken in Russland.

Mainz 05 reicht Konzept für Pokalspiel mit Zuschauern ein

DFB-Pokalspiel ohne Zuschauer

DFB-Pokalspiel ohne Zuschauer

Foto: Joachim Sielski / dpa

11.09 Uhr: Fußball-Bundesligist FSV Mainz 05 möchte das Erstrundenspiel im DFB-Pokal gegen den TSV Havelse vor Zuschauern austragen und wird den Behörden ein entsprechendes Konzept zur Genehmigung vorlegen. Der Verein habe auf Basis des Leitfadens der Deutschen Fußball Liga ein Konzept "für eine verantwortungsvolle stufenweise Rückkehr von Fans zu unseren Spielen erarbeitet" und darüber bereits "Gespräche mit der Landespolitik und den zuständigen Behörden" geführt, sagte Vorstandschef Stefan Hofmann der Nachrichtenagentur dpa. "Diesen wird nun unser Konzept in schriftlicher Form zur Entscheidung vorgelegt."

Eigentlich hätten die Mainzer den Pokal-Auftakt beim Viertligisten bestreiten müssen. Havelse verzichtete wegen des großen finanziellen und organisatorischen Aufwands jedoch auf sein Heimrecht, sodass die Partie nun am 11. September in Mainz stattfindet. Der Deutsche Fußball-Bund hatte am Montag die erforderlichen Ergänzungen in den Durchführungsbestimmungen seiner Spielordnung beschlossen, um Pokalspiele vor Zuschauern zu ermöglichen. Die endgültige Zulassung von Fans und die Festlegung der maximalen Zuschauerzahl obliegt jedoch weiter den zuständigen Gesundheitsbehörden.

Immer weniger Studierende stellen Antrag auf Corona-Hilfe

11.02 Uhr: Die Zahl der Studierenden, die Anträge auf Corona-Überbrückungshilfen stellen, ist weiter zurückgegangen. Im August gab es rund 40.000 entsprechende Anträge, nach mehr als 71.000 im Juli und mehr als 82.000 im Juni, wie die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland berichteten. Sie beriefen sich auf eine Antwort des Bundesbildungsministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Hochschulpolitikers Kai Gehring.

Die Daten geben demnach den Stand vom 25. August wieder und beziehen sich auf Zuschüsse von bis zu 500 Euro im Monat, die Studierende in finanzieller Notlage beantragen können. Sie müssen für jeden Monat einzeln beantragt werden. Daneben gibt es noch die Möglichkeit, einen zinslosen Studienkredit bei der staatlichen Förderbank KfW zu beantragen. Hier wurden dem Bericht zufolge im August rund 3100 Anträge gezählt, nach knapp 5600 im Juli und gut 12.000 im Juni.

Der Grünen-Abgeordnete Gehring machte eine falsche Konzeption für die geringe Nachfrage nach den Corona-Hilfen verantwortlich. "Es gibt nach wie vor einen riesigen und ungestillten Bedarf an wirksamer Unterstützung", zeigte sich Gehring überzeugt. "Das leisten weder der KfW-Studienkredit, vor denen Verbraucherschützer warnen, noch die Überbrückungshilfe, die als Zuschuss gezahlt wird."

Ver.di vor Tarifverhandlungen: "Streiken kann man auch mit 1,50 Meter Abstand"

10.52 Uhr: Vor dem Auftakt der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen betont die Gewerkschaft Ver.di ihre Streikfähigkeit auch zu Corona-Zeiten. Er hoffe auf ein frühes Angebot der Arbeitgeber, auf das man sich einigen könne, sagte Ver.di-Chef Frank Werneke in der ARD . "Falls es anders kommt, sind wir natürlich auch in der Lage zu streiken. Streiken kann man auch mit 1,50 Abstand."

Ver.di geht mit der Forderung nach einer Lohnerhöhung von 4,8 Prozent für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen in die Tarifverhandlungen, die am Nachmittag in Potsdam beginnen.

WHO-Regionaldirektor erwartet keinen vollständigen Lockdown in Europa

09.57 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation WHO erwartet in Europa keine Rückkehr zu vollständigen Lockdowns zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Ausbrüche könnten mit lokalen Sperren bewältigt werden, sagt Hans Kluge, WHO-Regionaldirektor für Europa, dem Sender Sky News. "Der Tag, an dem wir die Pandemie besiegen werden, ist nicht unbedingt der Impfstoff, sondern dann, wenn wir lernen, damit zu leben. Und das kann morgen sein." Er erwarte in den kommenden Monaten keine großen Ausgangssperren, um eine zweite Infektionswelle zu vermeiden. "Ich bin optimistisch, aber wir können keine lokalen Lockdowns ausschließen."

NRW-Ministerium: Singen in Klassen nein, Sport ohne Maske ja

Schüler mit Mundschutz

Schüler mit Mundschutz

Foto: Patrick Scheiber/Kegler / imago images/Patrick Scheiber

09.41 Uhr: Singen in Klassenräumen soll vorerst bis zu den Herbstferien in den Schulen in Nordrhein-Westfalen verboten bleiben. Darauf hat das Schulministerium in einer E-Mail  an die Einrichtungen aufmerksam gemacht. Singen im Freien oder in der Aula seien grundsätzlich erlaubt. Auch der Sportunterricht solle weiter im Freien stattfinden. "Das kontinuierliche Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung" sei für den gesamten Sportunterricht - "insbesondere in den Phasen physischer Betätigung" - aber nicht vorgesehen. Der Schwimmunterricht solle auch in Hallenbädern, soweit die Bäder geöffnet sind, stattfinden.

Singen wiederum sei "unter dem Gesichtspunkt des Infektionsgeschehens eine erhöhte Gefahr", erklärte Schulstaatssekretär Mathias Richter in seiner E-Mail. "Aufgrund von zahlreichen Nachfragen stelle ich klar, dass mit 'geschlossenen Räumen' in erster Linie Klassenräume gemeint sind." Verfüge eine Schule über "ausreichend große und gut zu belüftende Räume", in denen man auch Abstand halten kann, sei gemeinsames Singen okay. Bei Vorführungen solle man vorrangig auf Videos oder Tonaufnahmen setzen.

Prognose der Bundesregierung: Wirtschaftseinbruch wegen Corona geringer als erwartet

09.35 Uhr: Die durch die Pandemie ausgelöste Rezession fällt ungefähr so stark aus wie die in der Finanzkrise, sagt Bundeswirtschaftsminister Altmaier voraus. Schon nächstes Jahr werde die Wirtschaft wieder kräftig wachsen. Lesen Sie hier mehr dazu.

Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel auf Rekordhöhe

09.15 Uhr: Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel hat einen neuen Höchstwert erreicht. Wie das Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte, wurden am Vortag 2159 neue Fälle registriert. Das ist der höchste Ein-Tages-Wert, der in Israel seit dem Ausbruch der Pandemie registriert wurde. Der bisherige Höchstwert von 2129 stammte vom 28. Juli.

In Israel öffnen mit Ende der Sommerferien die Schulen und Kindergärten unter Corona-Beschränkungen wieder. Rund 2,4 Millionen Kinder und Jugendliche lernen in Schulen oder gehen in Krippen.

Eigentlich war es Ziel der Regierung gewesen, die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen zuvor auf rund 400 zu drücken. Es wurde in letzter Minute entschieden, in 23 sogenannten roten Ortschaften mit hohen Corona-Zahlen die Schulen nicht zu öffnen. Davon sind nach Angaben der Nachrichtenseite ynet rund 140.000 Schüler betroffen.

Am Freitag war die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in Israel erstmals seit einem Monat wieder über 2000 gestiegen. Die Pandemie verlief in Israel auch wegen eines strikten Kurses der Regierung zunächst glimpflich. Nach raschen Lockerungen im Mai schnellten die Fallzahlen jedoch in die Höhe. Insgesamt wurden nach Ministeriumsangaben bislang 117.030 Fälle erfasst. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag bei 939.

Zoom hebt Prognose an

08.40 Uhr: Der Videodienstanbieter wird seinem Ruf als Profiteur der Coronakrise gerecht und hebt erneut seinen Ausblick an. Im zweiten Quartal schoss der Umsatz im Jahresvergleich von knapp 146 Millionen Dollar auf 663,5 Millionen Dollar in die Höhe - ein Plus von 355 Prozent. Für das Geschäftsjahr bis Ende Januar rechnet das US-Unternehmen mit einem Zuwachs von bis zu 284 Prozent auf maximal 2,39 Milliarden Dollar. Das wären etwa 30 Prozent mehr als zuletzt prognostiziert. 

Erholung am Frankfurter Flughafen stockt weiter 

07.27 Uhr: Am Frankfurter Flughafen stockt die Erholung des Passagierverkehrs. In der Woche vom 24. bis 30. August zählte der Flughafenbetreiber Fraport an Deutschlands größtem Airport 319.207 Fluggäste und damit 79,3 Prozent weniger als in der entsprechenden Kalenderwoche ein Jahr zuvor, wie er am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Das waren rund 11.000 Passagiere weniger als in der Vorwoche, als der Rückgang im Jahresvergleich 78,7 Prozent betragen hatte.

1218 neu gemeldete Corona-Infektionen in Deutschland

07.25 Uhr: Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 1218 neue Corona-Infektionen gemeldet. Dies gab das Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstagmorgen auf seiner Homepage bekannt.

Am Samstag waren es noch 1479 neue registrierte Fälle, am Sonntag 785 und am Montag 610. Die Fallzahlen an Sonn- und Montagen sind oft niedriger, weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen.

Seit Beginn der Coronakrise haben sich mindestens 243.599 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Dienstagmorgen im Internet meldete (Datenstand 1.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9302. Seit dem Vortag wurden vier Todesfälle mehr gemeldet. Bis Montagmorgen hatten etwa 217.600 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

In China erholen sich kleine und private Industriebetriebe weiter von Corona

06.43 Uhr: In China setzt sich in den kleineren und privat geführten Industrieunternehmen die Erholung nach dem starken Einbruch infolge der Coronakrise fort. Der vom Wirtschaftsmagazin "Caixin" ermittelte Einkaufsmanagerindex zog im August nach Angaben vom Dienstag überraschend auf 53,1 (Juli: 52,8) Punkte an. Die von Bloomberg befragten Experten hatten mit einem leichten Rückgang gerechnet. Das ist zudem der höchste Wert seit Anfang 2011.

Damit ergibt sich bei den kleinen und privaten Unternehmen des Sektors im August ein etwas anderes Bild als bei den großen und staatlich dominierten Industriekonzernen. Hier sank der vom Staat ermittelte Einkaufsmanagerindex - wie bereits am Montag bekannt gegeben worden war - auf 51,0 (Juli: 51,1) Zähler. Damit signalisiert der Indikator aber immer noch eine Expansion der Konzerne, in denen die befragten Manager arbeiten.

Bei den von "Caixin" erfassten Unternehmen entwickelten sich sowohl die Produktion als auch die neuen Aufträge noch stärker als im Juli, während die Unternehmen auch den ersten Anstieg der Exporte in diesem Jahr berichteten. Der Index lag damit den vierten Monat in Folge über der kritischen Marke von 50 Punkten, ab der von einer Expansion auszugehen ist.

Bayern fordert Nachbesserungen bei Überbrückungshilfen des Bundes

05.52 Uhr: Angesichts des schleppend anlaufenden Bundesprogramms für notleidende kleine Unternehmen in der Coronakrise fordert Bayern von der Bundesregierung Nachbesserungen bei der Überbrückungshilfe. "Es ist nötig, die bisherigen strengen Regelungen im Sinne der Unternehmen zu lockern, damit mehr Betriebe in den Genuss von staatlicher Hilfe kommen als derzeit", sagt Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger der "Augsburger Allgemeinen". 

"Die Zugangsvoraussetzung mit einem Umsatzeinbruch von 60 Prozent oder mehr in den Monaten April und Mai im Vergleich zum Vorjahr ist zu streng und unflexibel." Einige Branchen wie Messebauer, Schausteller oder Reisebüros würden sonst in die Insolvenz gehen. Bislang flossen aus dem Rettungsprogramm nur ein Prozent der ursprünglich eingeplanten 24,6 Milliarden Euro tatsächlich an von der Coronakrise betroffene Betriebe.

Russland öffnet die Schulen wieder - ohne Maskenpflicht

05.17 Uhr: Nach mehr als fünf Monaten Pause öffnen in Russland die Schulen wieder für den Unterricht. Für etwa 17 Millionen Schüler beginnt damit an diesem Dienstag das neue Schuljahr - wie jedes Jahr am 1. September nach gut drei Monaten Ferien. Viele haben die Klassenräume das letzte Mal Ende März betreten, als alle Schulen im Land wegen der Pandemie auf Fernunterricht umgestellt hatten. Nach Angaben des Bildungsministeriums in Moskau gelten nun neue Vorschriften, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern.

Demnach sollen die Schüler nicht mehr die Klassenräume wechseln und morgens zeitversetzt in den Schultag starten, damit es auf den Fluren nicht zum Gedränge kommt. Am Morgen werde allen die Temperatur gemessen. Sollte ein Kind oder Jugendlicher eine Körpertemperatur von mehr als 37 Grad haben, werde ein Arzt eingeschaltet, hieß es. Bei einem Corona-Fall muss den Angaben zufolge die gesamte Klasse zu Hause bleiben. Eine Maskenpflicht für Schüler und Lehrer im Unterricht gibt es demnach nicht.

In Russland sind nach offiziellen Angaben bereits mehr als 995.000 Corona-Infektionen erfasst geworden. Etwa 17.100 Menschen starben. Jeden Tag kommen rund 5000 neue Fälle hinzu. Eltern befürchten deswegen, dass ihre Kinder bald schon wieder zu Hause statt im Klassenraum lernen könnten. Veranstaltungen an den Schulen wurden bereits für die nächsten Monate abgesagt.

Alle Artikel zum Coronavirus

Am 31. Dezember 2019 wandte sich China erstmals an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der Millionenstadt Wuhan häuften sich Fälle einer rätselhaften Lungenentzündung. Mittlerweile sind mehr als 180 Millionen Menschen weltweit nachweislich erkrankt, die Situation ändert sich von Tag zu Tag. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über alle SPIEGEL-Artikel zum Thema.

Erasmus und Co.: Wie funktioniert ein Auslandssemester während Corona?

05.00 Uhr: Normalerweise starten viele Studierende im Herbst in ihre Auslandssemester. Doch wie plant man Erasmus und Co., wenn man nicht einmal weiß, wohin man in den kommenden Wochen reisen kann? Lesen Sie hier mehr dazu.

Polizeigewerkschaft: Rechte seien dabei, Corona-Proteste zu "kapern"

04.15 Uhr: Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht eine Radikalisierung der Protestbewegung gegen staatliche Corona-Auflagen. "Seit den ersten Hygiene-Demonstrationen verfestigt sich der Einfluss rechtsextremer Gruppen auf die Corona-Protestbewegung", sagte der GdP-Vizevorsitzende Jörg Radek den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Die Rechten sind dabei, die Bewegung komplett zu kapern".

Der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, hatte vergangene Woche noch im ARD-Magazin "Kontraste" erklärt, Rechtsextremisten sei nicht gelungen, die "Hoheit über das Demonstrationsgeschehen zu bekommen".

Seit dem vergangenen Wochenende habe die Corona-Protestbewegung ihre Unschuld endgültig verloren, sagte Radek. "Jetzt kann niemand mehr sagen, er sei nur ein Mitläufer. Jeder, der jetzt noch dabei bleibt, muss sich die Frage stellen, ob er sich mit den Rechtsextremisten gemein machen will und seine persönlichen Sorgen in der Coronakrise mit den demokratiefeindlichen Zielen der Extremisten verbinden will."

Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster, sagte der "Bild": "Seit Monaten werden in der Corona-Debatte Verschwörungsmythen mit antisemitischer Grundtendenz bewusst geschürt." Dafür machte er unter anderem "sehr rechte und rechtsextreme Gruppen" verantwortlich, die sich unter die Demonstranten gemischt hätten. Sicherlich seien "nicht alle, die am Samstag in Berlin demonstriert haben, Rassisten oder Antisemiten", sagte Schuster. Er fügte jedoch hinzu: "Aber sie machen sich mit diesen gemein."

Schulbeginn unter strengen Corona-Auflagen in Frankreich

03.30 Uhr: In Frankreich öffnen die Schulen am Dienstag unter strengen Corona-Auflagen: Die Regierung hat eine Maskenpflicht für alle Schüler ab elf Jahren sowie Lehrer angeordnet. Um erstmals wieder alle zwölf Millionen Schüler im Land unterrichten zu können, wird der Mindestabstand von einem Meter im Klassenzimmer dagegen nur empfohlen. Zugleich tritt auch in französischen Unternehmen eine generelle Maskenpflicht in Kraft.

Angesichts der zuletzt deutlich gestiegenen Corona-Infektionszahlen sehen viele Eltern in Frankreich den Schulbeginn mit Sorge. Eine Gruppe von Ärzten rief die Regierung auf, den Mund-Nasen-Schutz bereits ab dem Alter von sechs Jahren verpflichtend zu machen. Auch im Nachbarland Belgien beginnt am Dienstag die Schule wieder - ebenfalls mit einer Maskenpflicht für Erwachsene und Schüler ab elf Jahren.

EU-Gesundheitskommissarin: "Das Risiko einer weiteren Eskalation ist sehr real"

02.30 Uhr: Die EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides hat davor gewarnt, im Kampf gegen die Corona-Pandemie unvorsichtig zu werden. "Der Mangel an Sorgfaltspflicht ist ein Grund, warum Covid-19-Infektionen in einigen Teilen Europas wieder ansteigen", sagte Kyriakides der "Welt" . "Das Risiko einer weiteren Eskalation ist sehr real." Sie verstehe durchaus, dass viele Menschen genug von den Einschränkungen, Vorsichtsmaßnahmen und ständigen Sorgen hätten. "Aber diesen Kampf können wir nur gemeinsam gewinnen. Es gibt keinen Spielraum für Nachlässigkeiten - niemand sollte unachtsam sein", sagte die Politikerin aus Zypern.

Die EU-Mitgliedstaaten forderte sie auf, ausreichend Test- und Krankenhauskapazitäten sowie die nötige Kontaktnachverfolgung sicherzustellen, solange es keinen Corona-Impfstoff gebe. Zudem sollten striktere Verhaltensregeln erwogen werden, sobald die Fallzahlen wieder ansteigen.

Kurz erwägt Verschärfung der Corona-Maßnahmen

02.00 Uhr: Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hat angesichts steigender Infektionszahlen eine Verschärfung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie erwogen. Die Regierung werde die Situation für den Herbst am Mittwoch neu bewerten, sagte Kurz am Montagabend in einem Interview mit dem ORF. Es werde "zumindest Appelle geben, möglicherweise aber auch die eine oder andere Verschärfung".

Kurz rief die Bevölkerung auf, Abstand zu halten, soziale Kontakte zu reduzieren und Maske zu tragen, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann. "Je stärker jeder einen Beitrag leistet, desto besser werden wir durch den Herbst und den Winter kommen", sagte er. Ziel bleibe es, einen zweiten Lockdown zu verhindern. Im Moment sei die Situation in Österreich unter Kontrolle. Die Ansteckungszahlen würden jedoch steigen und seien vor allem durch die Reiserückkehrer massiv angestiegen.

Sebastian Kurz: Auch Schulschließungen seien nicht auszuschließen

Sebastian Kurz: Auch Schulschließungen seien nicht auszuschließen

Foto: Eibner-Pressefoto/EXPA/Schroetter / imago images/Eibner Europa

Die ab morgen geltenden Lockerungen für Veranstaltungen sehe Kurz mit einer "gewissen Skepsis". Möglich sei, dass hier ein "Schritt zurück" gemacht werden müsse. Auch Schulschließungen seien nicht auszuschließen, allerdings werde man zuerst einzelne Schüler absondern oder Klassen schließen und erst danach - falls notwendig - die ganze Schule. Grundsätzlich zeigte sich Kurz optimistisch, dass nach einem herausfordernden Herbst und Winter in "absehbarer Zeit" zur Normalität zurückgekehrt werden kann. 

Fast 46.000 Neuinfektionen in Brasilien

01.10 Uhr: Das Coronavirus breitet sich in Brasilien weiter aus. Das Gesundheitsministerium meldet 45.961 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf 3,908 Millionen.

Die Zahl der Todesfälle legte binnen 24 Stunden um 553 auf 121.381 zu. Brasilien weist in der Coronavirus-Pandemie nach den USA weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

Spahn: Berliner Demo spiegelt nicht die Stimmung im Land wider

00.30 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat davor gewarnt, die Berliner Demonstration als exemplarisch für die Stimmungslage im Land anzusehen. "Wir sehen in Umfragen und ich spüre in Veranstaltungen, dass es insgesamt eine große Unterstützung für unsere Politik gibt", sagte der CDU-Politiker am Montagabend im ZDF-"heute journal". Hunderte Rechtsradikale und Mitläufer hatten am Samstag die Absperrungen vor dem Reichstagsgebäude in Berlin durchbrochen. "Wir dürfen diese Bilder nicht als die Gesamtstimmung im Land nehmen", sagte Spahn.

Aber es gebe auch Kritik, mit der man sich auseinandersetzen könne. "Oder eben Szenen, wo purer Hass zu erleben ist. Da ist natürlich eine Diskussion am Ende nicht möglich. Die hat keine Grundlage. Weil man einander nicht zuhört". Spahn war am Samstag am Rande eines Wahlkampftermins in Bergisch Gladbach von Demonstranten angefeindet und beschimpft worden.

Er könne verstehen, dass viele Menschen enttäuscht seien und Frust hätten, sagte der Minister. "Aber die Frage ist: Welcher Frust rechtfertigt diesen Hass", fügte er hinzu. Er erlebe beides: jene, die berechtigte Fragen hätten, wo es aber eine Bereitschaft gebe zuzuhören. "Es gibt aber auch eben diesen Hass, diese Verschwörungstheorien. Was mich echt beschäftigt, ist, dass die Regenbogenflagge, die Flagge von Freiheit, Recht, Emanzipation der Schwulenbewegung, auf der gleichen Demo wie die Reichsflagge ist und die Nazi-Symbole - da fragt man sich schon, was ist da los?"

23 Gäste nach Hochzeit in Frechen positiv getestet

00.20 Uhr: Nach einer Hochzeitsfeier in Frechen in Nordrhein-Westfalen sind bislang 23 der 85 Gäste positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das Landratsamt des Rhein-Erft-Kreises am Montag mit. Die Feier fand am 22. August statt. Unmittelbar nach Bekanntwerden der ersten Corona-Fälle seien alle Gäste und sonstige Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt worden. Alle Teilnehmer der Feier wurden am Wochenende auf das Coronavirus getestet, wie es hieß. Die bisher positiv Getesteten hätten überwiegend ihren Wohnsitz in Hürth.

Insgesamt befinden sich aktuell 850 Personen aus dem Kreis in Quarantäne und damit 174 mehr als noch am Freitag, wie es weiter hieß. Der enorme Anstieg sei darauf zurückzuführen, dass die neuen Fälle selbst eine beträchtliche Anzahl von beruflichen und privaten Kontakten hatten. Betroffen seien unter anderem zwei Kindertagesstätten, eine Schule und ein Fußballverein.

WHO zu Demonstrationen: Regierungen sollen zuhören 

00.10 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Regierungen aufgerufen, auf Demonstrationen gegen staatliche Corona-Maßnahmen mit Besonnenheit zu reagieren. Die Regierungen sollten nicht überreagieren, sagte der WHO-Experte Mike Ryan am Montag in Genf. "Die wirklich wichtige Sache ist, in einen Dialog einzutreten." Gerade jetzt komme es darauf an, nicht noch mehr Spaltung in der Gesellschaft zu befördern.

Überzeugungsarbeit zur Notwendigkeit von Maßnahmen könne manchmal scheitern. "Aber es ist wirklich wichtig, dass man nicht seinen Willen aufzwingt", sagte Ryan. Es gebe ein Recht darauf, nicht zuzustimmen. Ausnahmesituationen wie die Coronakrise erzeugten immer starke Gefühle und Reaktionen. Natürlich sei es auch ein Gebot, dass die Proteste in einer sicheren Art und Weise abliefen, die das Risiko einer Übertragung nicht erhöhe, sagte Ryan weiter. Auch das könne durch Zuhören und Dialog erreicht werden.

Weniger als tausend Corona-Neuinfektionen in Italien 

00.05 Uhr: In Italien ist die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen wieder unter die Marke von 1000 gesunken. Am Montag verzeichneten die Behörden 996 neue bestätigte Fälle innerhalb von 24 Stunden. Am Tag davor waren es noch 1365 gewesen. In der vergangenen Woche hatten die Werte sogar noch höher gelegen.

Am 22. August war die Marke von 1000 neuen Fällen pro Tag in Italien nach Monaten mit deutlich niedrigeren Werten überschritten worden. Anschließend sank der Wert kurz unter 1000, um dann auf mehr als 1400 zu klettern. Der Anstieg verstärkte in dem Land, das ab Februar besonders heftig von der Corona-Pandemie getroffen worden war, die Angst vor einer zweiten Infektionswelle.

Die Zahl der Todesfälle stieg am Montag um sechs. Die Gesamtzahl der gemeldeten Corona-Toten liegt damit bei 35.483. Insgesamt registrierte das Land bisher fast 270.000 Infektionsfälle.

ngo/mwo/caw/kfr/kko/ala/mes/dpa/Reuters/AFP/AP
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