+++ News-Update +++ USA zählen mehr als eine Million Corona-Infizierte

Die Johns-Hopkins-Universität hat erstmals über eine Million Corona-Fälle in den Vereinigten Staaten registriert. In Deutschland fordert der Lehrerverband Maskenpflicht an Schulen. Fitnessstudios bleiben zu. Der Überblick.
Coronavirus-Test in den USA

Coronavirus-Test in den USA

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Steven Senne/ AP

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IWF gewährt Nigeria wegen Corona-Krise Milliardenhilfe

23.00 Uhr: Der Internationale Währungsfonds (IWF) gewährt Nigeria wegen der Coronakrise Nothilfe in Höhe von 3,4 Milliarden US-Dollar. Der westafrikanische Staat sei sowohl vom drastischen Verfall der Ölpreise als auch von den Folgen der Coronavirus-Pandemie betroffen, erklärte der IWF. Die Unterstützung des Fonds solle helfen, Wirtschaft und Währung in Afrikas bevölkerungsreichstem Staat zu stabilisieren, hieß es weiter.

Der IWF unterstützt wegen der Coronavirus-Pandemie zahlreiche Entwicklungs- und Schwellenländer. Die Finanzierung für Nigeria ist aber das bislang größte IWF-Hilfspaket für ein einzelnes Land. Sobald die Krise überstanden sei, müsse Nigeria seinen Staatshaushalt wieder konsolidieren, um eine zu hohe Verschuldung zu vermeiden, mahnte der IWF. Nigeria ist Afrikas größte Volkswirtschaft - die Regierung ist jedoch sehr abhängig von Einnahmen aus Ölexporten.

Dutzende Länder haben wegen der Coronakrise bereits Nothilfen oder Kredite beim in Washington ansässigen IWF beantragt. Dessen Gespräche über Finanzhilfen mit größeren Schwellenländern wie Ägypten und Südafrika laufen dem Vernehmen nach noch.

EU-Ratschef Michel will Schuldenerlass für afrikanische Länder prüfen

22.50 Uhr: Um die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise in Afrika abzufedern, sollen die EU-Staaten nach dem Willen von EU-Ratschef Charles Michel über einen möglichen Schuldenerlass beraten. Man müsse die Bitte der afrikanischen Länder gemeinsam mit den Partnern des Internationalen Währungsfonds (IWF) prüfen, sagte der Belgier nach einer Videokonferenz mit den Staats- und Regierungschefs der fünf Sahelstaaten Mauretanien, Mali, Niger, Burkina Faso und Tschad. In drei Monaten wolle man sich erneut mit den Staaten zu einer Videokonferenz treffen.

Der IWF hatte kürzlich davor gewarnt, dass der Kampf gegen das Coronavirus das südlich der Sahara gelegene Afrika weit zurückwerfen könnte. Für 2020 drohe der Region ein Schrumpfen der wirtschaftlichen Leistung um 1,6 Prozent; die Einkommen pro Person könnten um vier Prozent sinken. Die Weltbank geht davon aus, dass es in Afrika wegen der Coronakrise zum ersten Mal seit 25 Jahren eine Rezession geben wird.

Die führenden Industriestaaten kündigten bereits an, die ärmsten Länder der Welt in der Coronakrise unter bestimmten Bedingungen mit Schuldenerleichterungen unterstützen zu wollen. Der französische Präsident Emmanuel Macron forderte langfristig einen Schuldenerlass.

Deutschland lässt Hunderttausende Testmöglichkeiten ungenutzt

22.45 Uhr: Anfangs waren Covid-19-Tests Mangelware. Jetzt aber werden die aufgebauten Laborkapazitäten nicht einmal mehr zur Hälfte genutzt. Das Robert Koch-Institut gerät in die Kritik.

Ausgangsbeschränkungen im Saarland müssen sofort gelockert werden

21.35 Uhr: Die Menschen im Saarland dürfen sich wieder mit ihren Familien treffen und im Freien verweilen, solange das Abstandsgebot gewahrt ist. Das entschieden die Verfassungsrichter des Bundeslands - und kommen der Politik zuvor.

Die schwierige Suche nach einem Medikament

21.30 Uhr: Gegen Bakterien helfen Breitband-Antibiotika, aber gegen Viren gibt es solche Mittel nicht. Warum die Erreger so schwer zu bekämpfen sind und welche Strategien Forscher für neue Arzneien verfolgen.

Kitas sollen bei Wiederöffnung Vier-Stufen-Plan folgen

21.25 Uhr: Die Familienminister wollen den Neustart der Kinderbetreuung vorsichtig angehen. Ein Datum für den Neubeginn fehlt noch, Hygienepläne sollen her. Immerhin wird die Öffnung von Spielplätzen geprüft.

Mehr als eine Million Infizierte in den USA

20.45 Uhr: In den USA hat es der Johns-Hopkins-Universität zufolge seit Beginn der Corona-Pandemie bereits mehr als eine Million nachgewiesene Infektionen mit dem neuartigen Virus gegeben. Das ging am Dienstagnachmittag (Ortszeit) aus den Daten der Universität in Baltimore hervor. Demnach starben bereits mehr als 57.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus.

In den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, gibt es deutlich mehr bekannte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 als in jedem anderen Staat der Welt. Die dort nachgewiesenen Fälle machen rund ein Drittel aller bestätigten Infektionen weltweit aus. Die Zahlen der einzelnen Länder lassen sich wegen der unterschiedlichen Testquote und einer hohen Dunkelziffer jedoch nur begrenzt vergleichen.

Auch mit Blick auf die absolute Zahl der Toten sind die USA am stärksten von der Lungenkrankheit Covid-19 betroffen. Setzt man die Zahlen jedoch ins Verhältnis zur Bevölkerungszahl, zeigt sich ein anderes Bild. Pro 100.000 Einwohner starben nach einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 rund 63 Menschen in Belgien. In Italien waren es rund 45, in Deutschland rund sieben und in den USA rund 17. Auch diese Zahlen sind allerdings nur begrenzt vergleichbar, weil verschiedene Länder sich in unterschiedlichen Stadien der Pandemie befinden.

Die Webseite der Forscher der Universität Johns Hopkins wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand bestätigter Infektionen als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der US-Gesundheitsbehörde CDC. In manchen Fällen wurden die Zahlen zuletzt auch wieder nach unten korrigiert.

British-Airways-Mutter IAG: 12.000 Stellen könnten abgebaut werden

20.40 Uhr: Die British-Airways-Mutter IAG hat wegen der Coronaviruskrise einen milliardenschweren Verlust im ersten Quartal eingefahren und erwägt den Abbau von bis zu 12.000 Stellen. Da es voraussichtlich Jahre brauche, bis die Passagiernachfrage wieder das Niveau von 2019 erreiche, will das Unternehmen mit Gewerkschaften über eine Restrukturierung sprechen. Es gehe zunächst um Vorschläge für Gespräche, teilte IAG mit. Doch dürften die meisten von zuletzt rund 45.000 Mitarbeitern betroffen sein.

In einem Brief an die Belegschaft schrieb British-Airways-Chef Alex Cruz: "In den letzten Wochen haben sich die Aussichten für die Luftfahrtindustrie weiter verschlechtert und wir müssen jetzt Maßnahmen ergreifen." Man habe in der 100-jährigen Unternehmensgeschichte schon viele Krisen überstanden. "Wir müssen auch diese Krise selbst überwinden", so Cruz.

Vier-Phasen-Plan: Spanien hofft auf "neue Normalität" bis Ende Juni

20.35 Uhr: Das besonders heftig von der Corona-Pandemie betroffene Spanien wird mit einem Vier-Phasen-Plan voraussichtlich bis Ende Juni zu einer "neuen Normalität" finden. Jede Phase werde zwei Wochen dauern, wobei nach und nach immer mehr Geschäfte, Lokale und Kirchen sowie später Fitnessstudios, Kinos, Theater und Hotels geöffnet werden sollen, sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Dienstagabend nach einer mehrstündigen Kabinettssitzung. Die Kundenzahl darf aber zunächst nur bei 30 Prozent und später bei 50 Prozent der Kapazität liegen.

Nicht alle Regionen würden dabei mit der gleichen Geschwindigkeit zu einer "Deeskalation" finden, jedoch sollen die inhaltlichen Regeln für alle Landesteile gleich sein: "Wir werden da als Team herauskommen, aber jedes Gebiet mit einem eigenen Rhythmus", sagte Sánchez.

Fitnessstudios müssen geschlossen bleiben

19.18 Uhr: Ein Fitnessstudio-Betreiber aus Baden-Württemberg ist mit einem Eilantrag beim Bundesverfassungsgericht gegen die Zwangsschließung in der Corona-Krise gescheitert. Die Karlsruher Richter sehen zwar einen "schwerwiegenden und teilweise irreversiblen Eingriff" in die Berufsfreiheit "mit erheblich nachteiligen wirtschaftlichen Folgen". In Anbetracht der Gefahren für Leib und Leben müssten diese Interessen aber derzeit zurücktreten, heißt es in der Entscheidung. (Az. 1 BvR 899/20)

In Baden-Württemberg ist der Betrieb von Fitnessstudios für den Publikumsverkehr vorerst bis 3. Mai untersagt. Wie genau es danach weiter geht, soll erst Ende der Woche entschieden werden. Ähnliche Regelungen gelten in den anderen Ländern.

Der Kläger wollte erreichen, dass die Vorschrift bis zu einer Entscheidung über seine Verfassungsbeschwerde außer Vollzug gesetzt wird. Die Regelung habe die Einnahmen einbrechen lassen. Das Studio sei in seiner Existenz gefährdet und insolvenzbedroht.

Aussichtslos ist die Klage nach Einschätzung der Richter dennoch nicht - sie müsse nur eingehend geprüft werden. Die sofortige Wiedereröffnung zahlreicher Fitnessstudios würde das Risiko neuer Infektionsketten erhöhen, heißt es in dem Beschluss.

Mehr als 200.000 Menschen in Italien mit Corona infiziert

18.50 Uhr: Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen ist in Italien auf mehr als 200.000 gestiegen. Insgesamt haben sich in dem Land bis Dienstag 201.505 Menschen mit dem Virus angesteckt, wie der Zivilschutz mitteilte. Die Zahl der Toten stieg um 382 auf insgesamt 27.359.

Für die politischen Entscheidungen zu den Ausgangsbeschränkungen ist aber vor allem die Zahl der Patienten auf der Intensivstation und im Krankenhaus wichtig: Sie sinkt weiter. Auch die Zahl der aktuell positiven Fälle - also die Zahl, aus der Tote und Genesene herausgerechnet werden - sank erneut.

Lehrerverband fordert Maskenpflicht an Schulen

18.20 Uhr: Der Deutsche Lehrerverband hat Beschlüsse der Kultusministerkonferenz kritisiert, keine Maskenpflicht an Schulen einzuführen. Zur Eindämmung der Corona-Pandemie wäre das zumindest auf Schulfluren, auf dem Pausenhof oder beim Warten auf den Schulbus geboten, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der Deutschen Presse-Agentur. Dort herrsche ein "dynamisches Geschehen", es könne Gedränge geben. Es sei damit auch viel schwieriger, an solchen Stellen 1,5 Meter Mindestabstand einzuhalten als im Klassenraum mit weit auseinander gestellten Tischen.

Die Kultusminister schlagen ein freiwilliges Tragen von Mund-Nase-Schutz vor, sehen diesen als Ergänzung zu strikten Hygienevorgaben und dem Abstandhalten. Man müsse auch an den Schutz der Lehrer denken, mahnte Meidinger, selbst Schulleiter. Rund 12,5 Prozent seien über 60 Jahre alt - mit regional großen Unterschieden - und gehörten damit zur Corona-Risikogruppe.

Putin verlängert arbeitsfreie Zeit

18.09 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin verlängert die arbeitsfreie Zeit über Ende April hinaus bis zum 11. Mai. Noch sei der Höhepunkt der Infektionen nicht erreicht, sagt er während eines im Fernsehen übertragenen Treffens mit Regierungschefs der einzelnen Regionen und hochrangigen Mitarbeitern. Das russische Coronavirus-Krisenzentrum vermeldete zuvor einen Höchstwert bei den täglichen Neuinfektionen (Anstieg um 6411 auf 93.558) sowie bei den Todesfällen (um 72 auf 867).

Coronakrise lässt Vertrauen in die Forschung steigen

18.00 Uhr: Die eine rät dies, der andere das: Wissenschaftler sind in der Coronakrise nicht immer einer Meinung. Eine aktuelle Meinungsumfrage zeigt, dass die Menschen in Deutschland damit sehr souverän umgehen. Lesen Sie hier mehr.

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Frankreichs Ligue 1 steht als erste der fünf großen Ligen vor Saisonabbruch

17.55 Uhr: Die Ligue 1 wird wohl die laufende Spielzeit wegen der Coronakrise abbrechen müssen. Das geht aus einer Rede von Frankreichs Premierminister Édouard Philippe hervor. Lesen Sie hier mehr.

Sollte die Saison tatsächlich abgebrochen werden, könnte Paris Saint-Germain mit Trainer Thomas Tuchel vorzeitig zum Meister erklärt werden.

Sollte die Saison tatsächlich abgebrochen werden, könnte Paris Saint-Germain mit Trainer Thomas Tuchel vorzeitig zum Meister erklärt werden.

Foto: Stephane Allaman/ imago images/PanoramiC

Abgeriegeltes Hochhaus in Grevenbroich: "Warum wurden wir als Letzte informiert?"

17.54 Uhr: Weil Corona-infizierte Familien in Grevenbroich Kontakt zu Nachbarn hatten, wurden 450 Menschen in einem Hochhaus unter Quarantäne gestellt. Ein Bewohner erzählt, warum ihn das Krisenmanagement wütend macht. Lesen Sie hier mehr.

Pflegeheim-Besuche und Gottesdienst in Hessen unter Auflagen erlaubt

17.50 Uhr: Pflegeheim-Besuche und Gottesdienste werden in Hessen unter strengen Hygiene-Regeln wegen der Corona-Pandemie wieder erlaubt. Man habe entschieden, dass ab dem 1. Mai wieder Gottesdienste möglich seien, Besuche in Pflegeheimen ab dem 4. Mai, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) am Dienstag in Wiesbaden.

Landessozialminister Kai Klose (Grüne) zufolge muss bei Gottesdiensten und religiösen Zusammenkünften unter anderem der Mindestabstand von 1,50 Metern zwischen den Teilnehmern eingehalten werden. Der Besuch in Alten- und Pflegeheimen bleibt laut der Landesregierung stark eingeschränkt: Möglich sei ab Montag einmal pro Woche der Besuch durch einen Angehörigen oder eine enge Bezugsperson für eine Stunde. Dabei müsse persönliche Schutzkleidung getragen werden.

Corona-Ansteckungsrate sinkt laut RKI wieder

17.42 Uhr: Nach einem aktuellen Lagebericht schätzt das Robert Koch-Institut (RKI) die Corona-Ansteckungsrate auf 0,9. Die sogenannte Reproduktionszahl ist demnach wieder gesunken, nachdem sie laut einem am Montagabend veröffentlichten Bericht auf 1 gestiegen war. Vom Wert 1 hatte RKI-Chef Lothar Wieler auch noch am Dienstagvormittag in einer Pressekonferenz gesprochen. Er betonte dabei, die Reproduktionszahl dürfe bei der Bewertung des Epidemieverlaufs nicht isoliert betrachtet werden.

Die Reproduktionszahl gibt an, wie viele Menschen im Schnitt von einem Infizierten angesteckt werden. Wenn der Wert über 1 liegt, breitet sich die Krankheit aus, liegt er darunter, geht das Virus zurück. In die Schätzung fließen laut RKI alle gemeldeten Fälle mit Erkrankungsbeginn bis drei Tage vor Datenstand ein. Außerdem basiert sie auf bestimmten Annahmen, die teilweise veränderlich sind: zum Beispiel, dass zwischen der Ansteckung und dem Einsetzen erster Symptome im Mittel fünf Tage vergehen.

Experten hatten vor einem Wiederansteigen des Werts über 1 gewarnt. Auch das RKI schreibt: "Gelingt das dauerhafte Niedrighalten der Reproduktionszahl unter 1 nicht, so setzt sich der anfängliche exponentielle Anstieg wieder fort."

Gericht lehnt Eilantrag gegen die Maskenpflicht ab

17.20 Uhr: Die seit Montag geltende Maskenpflicht in Geschäften verstößt nach Ansicht des Hamburger Verwaltungsgerichts nicht gegen das Persönlichkeitsrecht. Die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung sei geeignet, dem Lebens- und Gesundheitsschutz zu dienen, entschied das Gericht  in einem Eilverfahren. Wie ein Gerichtssprecher am Dienstag mitteilte, hatten zwei Privatpersonen Klage gegen die Maßnahme zum Schutz vor Corona-Infektionen eingereicht.

Das Gericht vertrat die Auffassung, dass mit der zeitlichen und räumlichen Beschränkung der Maskenpflicht das allgemeine Persönlichkeitsrecht nach Artikel 19, 2 Grundgesetz nicht angetastet werde. Die Gesundheitsbehörde verfüge über einen weiten Einschätzungsspielraum. "Die Einschätzung, das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung verringere die Ansteckungsgefahr, weil hierdurch dafür Sorge getragen werde, dass beim Sprechen keine oder nur noch wenige infizierte Tröpfchen in die Luft gelangten, begegnet vor diesem Hintergrund keinen durchgreifenden Bedenken", hieß es.

Zwar gebe es auch Wissenschaftler, die die Wirksamkeit des Schutzes verneinten. Die Stadt Hamburg stütze sich jedoch maßgeblich auf eine nachvollziehbare Meinung, nämlich die des Robert Koch-Instituts. Gegen die Entscheidung können die Kläger Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht einlegen.

Frankreich lockert Ausgangssperre ab dem 11. Mai

17.01 Uhr: Kindergärten und Grundschulen sollen in Frankreich schon bald wieder öffnen: Regierungschef Philippe hat Lockerungen der Corona-Regelungen angekündigt. Zudem sollen mehr Menschen auf das Virus getestet werden. Lesen Sie hier mehr.

Sachsen und Schleswig-Holstein öffnen Klassen wieder für mehr Schüler

16.51 Uhr: In Sachsen dürfen ab dem 6. Mai wieder mehr Schüler als bisher in die Schulen kommen. Kultusminister Christian Piwarz (CDU) stellte am Dienstag den weiteren Fahrplan zur Öffnung der Schulen in der Coronakrise vor. Demnach ist der Schulbetrieb ab Mittwoch kommender Woche zunächst wieder für Schüler aller Vorabschlussklassen der Gymnasien, Berufsbildenden Schulen, Oberschulen und Förderschulen geplant. "Wir wollen damit den Schülern die Chance geben, sich auf ihren Abschluss im kommenden Schuljahr vorzubereiten", sagte Piwarz. Wann die Schule wieder für alle offen ist, steht noch nicht fest. Bisher waren die Schulen im Freistaat nur für die Schüler der Abschlussklassen geöffnet.

In Schleswig-Holstein dürfen zunächst vom 6. Mai Schüler der 4. Klassen an Grundschulen wieder im Klassenzimmer unterrichtet werden. Gleiches gilt für den 6. Jahrgang der Gymnasien. Lesen Sie hier mehr.

Fifa-Mediziner warnt vor Fortsetzung des Spielbetriebs

16.30 Uhr: Wird bald wieder Fußball gespielt? Die Bundesliga kämpft darum. Beim Weltverband aber hat man Bedenken. Lesen Sie hier mehr.

Söder, Weil und Kretschmann beraten über Auto-Branche

15.45 Uhr: Die Ministerpräsidenten von Bayern, Niedersachsen und Baden-Württemberg, in denen mit BMW, Audi, VW, Porsche und Mercedes die großen deutschen Automobilunternehmen sitzen, beraten am Mittwochnachmittag über den politischen Umgang mit der Branche in Zeiten von Corona. In der Video-Schalte der Regierungschefs Markus Söder (CSU), Stephan Weil (SPD) und Winfried Kretschmann (Grüne) dürfte es dabei auch um mögliche Staatshilfen gehen, über die derzeit diskutiert wird. VW-Chef Herbert Diess fordert ein Konjunkturprogramm für die Automobilbranche. Söder fordert ebenfalls eine massive Unterstützung der Autobranche. "Ich bin für eine sehr umfassende Strategie, wie wir der Automobilität helfen", sagte der CSU-Chef. Die drei Länder, die sich bereits für Kaufprämien eingesetzt haben, verträten ähnliche Ansichten, sagte Söder. Er forderte, entsprechende Hilfen in ein Konjunkturprogramm einzubetten und dabei den Klimaschutz zu berücksichtigen. (flo)

NRW meldet keine erhöhte Sterblichkeit

15.40 Uhr: Noch vor Veröffentlichung der bundesweiten Daten hat Nordrhein-Westfalen die Zahl aller Todesfälle bis Ende März vorgelegt. Sie gibt einen Hinweis auf das bisherige Ausmaß der Coronakrise. Lesen Sie hier mehr.

Tausende Corona-Tote in britischen Pflegeheimen

15.35 Uhr: In britischen Pflegeheimen sind Tausende Menschen an den Folgen ihrer Corona-Infektion gestorben. Allein in England und Wales starben 4343 Heimbewohner in zwei Wochen (10. bis 24. April), wie die nationale Statistikbehörde ONS am Dienstag mitteilte.

Die Betreiber der Einrichtungen fürchten, dass der Höhepunkt der Pandemie in ihren Häusern noch nicht erreicht ist. In den Heimen nehme die Zahl der Toten deutlich zu, warnten sie.

In den täglich von der Regierung veröffentlichte Statistiken zu den Covid-19-Toten werden nur Sterbefälle in Krankenhäusern erfasst. Bislang sind demnach mehr als 21.000 Menschen an den Folgen ihrer Ansteckung in den Kliniken gestorben. Kritiker hatten stets eine hohe Dunkelziffer vermutet, auch wegen des Mangels an Tests.

Deutsche Außenpolitiker fordern unabhängige Untersuchung in Wuhan

15.33 Uhr: Woher kommt das Coronavirus? China weist den Verdacht eines Laborunfalls zurück. In der deutschen Politik mehren sich Stimmen, die mehr Aufklärung von Peking erwarten. Lesen Sie hier mehr.

Venedig ruft um Hilfe: Kommt, wenn ihr euch bewegen dürft

15.10 Uhr: Venedig hat in der Coronakrise zur Unterstützung des Tourismus aufgerufen. "Jedem, der sich in den kommenden Monaten bewegen kann, sage ich: Kommt nach Venedig", erklärte Bürgermeister Luigi Brugnaro am Dienstag auf Twitter. Die Stadt arbeite daran, die Strände wiederzueröffnen. Im September finde auch das internationale Filmfest statt. Brugnaro stellte ein Dokument vor, das 65 Verbände unterzeichnet haben. Darin rufen sie Rom dazu auf, klare Vorgaben zu machen, wie und wann zum Beispiel Hotels die Arbeit wieder aufnehmen können.

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Venedig ist vom Tourismus abhängig. Derzeit ist die Stadt wegen der strikten Ausgangssperren und Reisebeschränkungen, die für ganz Italien gelten, komplett leer. "Wir können es uns nicht mehr leisten, eine der wichtigsten Industrielokomotiven des Landes anzuhalten", sagte Brugnaro mit Blick auf die Maßnahmen der Regierung in Rom. Wie lange die derzeitigen Reisebeschränkungen auch für Besucher aus dem Ausland noch gelten, ist unklar.

Venedig hatte auch schon vor der Coronakrise mit einem Einbruch der Touristenzahlen zu kämpfen, weil ein Hochwasser die Stadt im November schwer in Mitleidenschaft gezogen hatte. Normalerweise wird die Unesco-Stadt von Besuchern überlaufen. Die Stadt wollte daher ab Juli eine "Eintrittsgebühr" verlangen. Dieses Vorhaben wurde nun um ein Jahr verschoben.

Palmer fordert Lockerungen in drastischen Worten

15.00 Uhr: Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer hat erneut eine Lockerung der Corona-Maßnahmen gefordert und dabei drastische Worte gewählt. "Ich sage es Ihnen mal ganz brutal: Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären", hatte der Grünen-Politiker am Dienstag im Sat.1-Frühstücksfernsehen gesagt. Es müsse unterschiedliche Sicherheitsvorkehrungen für Junge und Ältere geben.

Palmer zufolge handelt es sich bei dem Großteil der an einer Corona-Infektion Gestorbenen um Menschen mit Vorerkrankungen, die ohnehin nicht mehr lange zu leben gehabt hätten. Seiner Meinung nach sind die wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns gravierender und könnten etwa das Leben armutsbedrohter Kinder kosten. Palmer sorgt immer wieder mit umstrittenen Äußerungen für Kritik, auch für rechte Sprüche ist er bekannt.

Der Direktor des Instituts für Epidemiologie und Medizinische Biometrie der Universität Ulm, Dietrich Rothenbacher, betonte dagegen, dass es auch bei jüngeren Erwachsenen schwere Verläufe einer Covid-19-Erkrankung gebe. Laut einer Studie aus China starben in einer Patientengruppe von 35- bis 58-Jährigen 8,1 Prozent. "Die Gefährlichkeit einer Erkrankung kann auch nicht nur an der Zahl der absoluten Todesfälle festgemacht werden, sondern in der Tat sollte die Anzahl der verlorenen Lebensjahre benannt werden", teilte Rothenbacher mit. Diese Zahlen gebe es für Covid-19 noch nicht.

Internationale Kritik am Flugstopp in Argentinien bis September

14.52 Uhr: Das weitgehende Verbot von kommerziellen Flügen in, nach und aus Argentinien wegen der Coronakrise ist auf internationale Kritik gestoßen. "Argentinien braucht Luftverkehr für eine Vielzahl von wirtschaftlichen Aktivitäten", hieß es in einer Stellungnahme des Internationalen Luftverkehrsverbands (IATA) und des Internationalen Rats der Flughäfen (ACI). "Der Reise- und Tourismussektor trägt alleine zehn Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei und schafft 9,4 Prozent der Arbeitsplätze."

Angesichts der Corona-Pandemie hatte die argentinische Regierung bereits Mitte März die Grenzen geschlossen und bis auf Rückholflüge den Luftverkehr weitgehend gestoppt. Nun untersagte die Luftfahrtbehörde zudem den Verkauf von Tickets für Flüge bis zum 1. September.

Nun bundesweite Maskenpflicht auch im Einzelhandel

14.30 Uhr: Wie schon in Bussen und Bahnen gilt nun auch im Einzelhandel bundesweit eine Maskenpflicht. Berlin führt sie als letztes Bundesland ein, wie der Senat am Dienstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur beschloss. Mehr dazu lesen Sie hier.

Plakat am Eingang eines Geschäfts in Essen

Plakat am Eingang eines Geschäfts in Essen

Foto: Gottfried Czepluch/ imago images/Gottfried Czepluch

Bayern verlängert Ausgangsbeschränkungen bis 10. Mai

14.10 Uhr: Bayern verlängert die in der Coronakrise geltenden Ausgangsbeschränkungen um eine Woche bis zum 10. Mai. Das hat das Kabinett am Dienstag in München entschieden. "Der Ministerrat hat den Plänen des Gesundheitsministeriums, dass die Maßnahmen zunächst um eine Woche bis 10. Mai 2020 verlängert werden, zugestimmt", teilte die Staatskanzlei mit. Vom 4. Mai an sollen aber einzelne Lockerungen gelten. Beispielsweise sind dann öffentliche Gottesdienste und Demonstrationen mit bis zu 50 Teilnehmern wieder erlaubt.

KMK: Alle Schüler sollen noch vor den Sommerferien wieder in die Schule

14.00 Uhr: Trotz der Corona-Beschränkungen soll jede Schülerin und jeder Schüler vor den Sommerferien zumindest tageweise die Schule besuchen. Das wollen die Kultusminister den Ministerpräsidenten und Kanzlerin Merkel vorschlagen. Lesen Sie hier mehr.

Britische Regierung will Corona-App zeitnah an den Start bringen

13.48 Uhr - Die britischen Behörden stellen den baldigen Start einer App zur Warnung von Personen, die Kontakt mit Corona-Infizierten hatten, in Aussicht. Zunächst solle die Anwendung nur lokal begrenzt getestet werden, sagt der Technologiebeauftragte vom Nationalen Gesundheitsdienst, Matthew Gould. Je nachdem wie die App abschneide, könne sie dann in zwei bis drei Wochen auch auf breiter Ebene eingeführt werden.

Söder warnt vor planlosen Lockerungen

13.42 Uhr: Angesichts der bundesweit wieder steigenden Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus fordert Bayerns Regierungschef Markus Söder von Bund und Ländern mehr Umsicht bei den Lockerungen. Die steigende Reproduktionsrate des Virus zeige, was passiert, "wenn man ohne Plan lockert", sagte der CSU-Chef am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München.

Umsicht und Vorsicht müssten weiter der oberste Maßstab des Handelns in der Krise bleiben. Die Entwicklung des Reproduktionsfaktors mache ihn besorgt.

Söder betonte, dass in Bayern die Reproduktionsrate also die Quote der Ansteckungen durch einen Erkrankten, weiter unter 1,0 liege. Bundesweit ist diese nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) wieder auf 1,0 gestiegen. Das bedeutet, dass die Zahl der Neuerkrankungen nicht mehr leicht zurückgeht wie in den vergangenen Tagen. "Bayern hat früher und konsequenter begonnen, wir werden auch später aufhören als andere", sagte er.

Wizz Air fliegt ab 1. Mai wieder von Wien zu europäischen Zielen

13.33 Uhr: Der ungarische Billig-Flieger Wizz Air bietet ab Freitag vom Flughafen in Wien wieder Flüge zu europäischen Zielen an. Den Anfang machen Dortmund, Eindhoven, Thessaloniki, Lissabon und Oslo, wie die Airline am Dienstag in Wien mitteilte. Im Laufe des Monats würden dann weitere Ziele folgen - darunter Rom, Mailand, Teneriffa und Valencia. Die Liste könne "aufgrund rascher Änderungen bei Reisebeschränkungen" aber noch "angepasst" werden.

Die Regierung in Wien hat am Dienstag die Ausgangsbeschränkungen ab 1. Mai aufgehoben. Die Fluggesellschaft erklärte, die Maschinen würden jede Nacht desinfiziert. Das Personal sei "trainiert" darin, infizierte Passagiere zu entdecken und mit ihnen umzugehen. Während des Eincheckens und des Boardings würden "physische Maßnahmen" zur Abstandswahrung ergriffen.

Bereits am Wochenende hatte Wizz Air Flüge vom Londoner Flughafen Luton zu mehr als einem Dutzend Zielen angekündigt, die meisten davon in Rumänien. Auch von Budapest aus will die Airline im Mai wieder fliegen, unter anderem nach Madrid und Berlin.

Bundesregierung: Telekom und SAP sollen Corona-App entwickeln

13.24 Uhr: Die geplante Corona-App für den Kampf gegen die Ausbreitung von Infektionen soll nach Angaben der Bundesregierung von der Telekom und SAP entwickelt und zur Marktreife gebracht werden. Grundlage soll eine "dezentrale Softwarearchitektur" sein, wie die Ministerien für Gesundheit, für Inneres und das Kanzleramt am Dienstag mitteilten. Kernaufgabe der App sei, dass Bürger nach einem Kontakt mit einem Corona-Infizierten schnellstmöglich darüber informiert werden. Hierdurch werde eine zeitnahe Isolation der Betroffenen ermöglicht, Infektionsketten würden unterbrochen.

Nach der Fertigstellung durch die Telekom und SAP soll die Corona-App durch das Robert Koch-Institut (RKI) herausgegeben werden. In einer zweiten Stufe sei dann auch geplant, einen Forschungsserver einzurichten, der auf Basis freiwilliger Datenspenden der Nutzer pseudonymisierte Daten zur qualitätssichernden Analyse der Corona-App nutzen kann.

Ifo-Prognose: Deutsche Wirtschaft erst Ende 2021 auf Vorkrisenniveau

13.12 Uhr: Die deutsche Wirtschaft muss sich nach Einschätzung des Ifo-Instituts auf eine lange Durststrecke einstellen. Manche Branchen werden sich demnach erst Ende 2021 vom Corona-Schock erholen. Lesen Sie hier mehr.

Altmaier will ausländische Übernahmen im Gesundheitssektor erschweren

13.10 Uhr: Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will in der Coronakrise die Kontrolle ausländischer Investitionen im Gesundheitssektor verschärfen. So soll die Übernahme deutscher Firmen in strategisch wichtigen Bereichen erschwert werden. Wie das Wirtschaftsministerium am Dienstag mitteilte, soll die Bundesregierung Beteiligungen von Investoren aus Nicht-EU-Staaten künftig schon ab einer Schwelle von 10 Prozent der Unternehmensanteile prüfen können - wenn es um Unternehmen geht, die Impfstoffe, Medikamente, medizinische Schutzausrüstung und andere Medizingüter zur Behandlung hochansteckender Krankheiten entwickeln oder produzieren. Bisher gilt in der Regel eine Grenze von 25 Prozent.

"Wir müssen von kritischen Unternehmenskäufen aus Drittstaaten im Gesundheitssektor rechtzeitig erfahren und diese prüfen können", begründete Altmaier die Änderung. Es gehe nicht darum, den offenen Investitionsstandort Deutschland in Frage zu stellen. Aber bei Impfstoffen, Medikamenten und Schutzausrüstung müsse die Bundesregierung genauer hinschauen können. "Denn so können wir verhindern, dass medizinisches Know-how und Produktionskapazitäten, die für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung essenziell sind, ins Ausland abfließen." Der Entwurf der sogenannten Außenwirtschaftsverordnung muss noch im Kabinett beschlossen werden.

So destabilisiert der Ölpreis-Crash die Welt

12.41 Uhr: Der Ölpreis ist auf ein historisches Tief gefallen und könnte lange dort verharren. Das destabilisiert ganze Weltregionen. Eine Übersicht, welche Länder die Krise verkraften können und welchen der Zusammenbruch droht, lesen Sie hier.

Peking wirft Washington "unverschämte Lügen" in der Coronakrise vor

12.30 Uhr: China hat mit drastischen Worten auf mögliche Entschädigungsforderungen der USA wegen der Coronakrise reagiert. US-Politiker verbreiteten "unverschämte Lügen" über die Pandemie, sagte der chinesische Außenamtssprecher Geng Shuang am Dienstag in Peking. Damit wollten sie sich "vor ihrer Verantwortung für ihre eigenen, schlechten Maßnahmen zur Vorbeugung und Kontrolle der Epidemie drücken und die öffentliche Aufmerksamkeit von sich ablenken".

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor gesagt, die USA würden möglicherweise Entschädigung von China für die Corona-Pandemie fordern. Seine Regierung prüfe derzeit, wie Peking für die Verbreitung des Coronavirus "zur Rechenschaft gezogen" werden könne, sagte Trump am Montag. Er äußerte sich nicht dazu, welche Entschädigungssumme seine Regierung verlangen könnte. Es handle sich um eine "sehr substanzielle" Summe, sagte Trump lediglich.

Trump hat China wiederholt wegen seines Umgangs mit der Verbreitung des Coronavirus scharf kritisiert. Zwischenzeitlich sprach er vom "chinesischen Virus", weil der Erreger erstmals in der chinesischen Millionenstadt Wuhan bei einem Menschen festgestellt worden war. Washington wirft Peking vor allem mangelnde Transparenz zu Beginn der Krise vor.

"Corona-Diktatur" in Serbien: Die Demokratie wird eingesperrt

12.22 Uhr: Viele Länder in Mittel- und Südosteuropa schränken die Freiheiten ihrer Bürger derzeit massiv ein. Serbiens Präsident geht dabei am weitesten. Kritiker sprechen von Verfassungsbruch und Diktatur. Lesen Sie hier mehr.

DIHK fordert digitale Tickets für Cafés und Shops

12.05 Uhr: Der Industrie- und Handelsverband hat ein Konzept erarbeitet, wie Shopping und Tourismus trotz Coronakrise wiederbelebt werden könnten. Dafür wäre allerdings der massive Einsatz von Apps nötig. Lesen Sie hier mehr.

Lufthansa-Chef Spohr wehrt sich gegen Staatseinfluss

Spahn strebt Rückkehr zu Normalbetrieb in Krankenhäusern ab Freitag an

11.48 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) strebt eine schrittweise Rückkehr zum Normalbetrieb in den Krankenhäusern an. Die Entwicklung bei den Coronavirus-Neuinfektionen lasse es zu, ab Mai einen Teil der Krankenhauskapazitäten auch wieder für planbare Operationen zu nutzen, heißt in Empfehlungen Spahns an die Landesgesundheitsminister, die am Dienstag veröffentlicht wurden. Er unterbreitet darin einen Stufenplan für die Rückkehr zum normalen Klinikbetrieb.

Seit Mitte März haben die Kliniken bundesweit alle medizinisch nicht zwingend notwendigen planbaren Aufnahmen und Operationen verschoben, um für die Behandlung von Corona-Patienten vorbereitet zu sein. In dem neuen Konzept Spahns, über das zunächst die Zeitungen des Redaktionsnetzwerkes Deutschland (RND) berichtet hatten, heißt es nun, die in den Klinken geschaffenen Kapazitäten für die Versorgung von Coronavirus-Patienten würden aktuell nicht vollständig genutzt. Daher könnten in den Krankenhäusern die Zahl der für Infizierte reservierten Intensivbetten heruntergefahren und die Kliniken schrittweise wieder für die Versorgung anderer Patienten geöffnet werden.

EZB sieht kein erhöhtes Infektionsrisiko durch Geldscheine

11.15 Uhr: Europas Währungshüter sehen kein erhöhtes Ansteckungsrisiko durch Banknoten mit dem neuartigen Coronavirus. Die Ergebnisse von Laboren, mit denen die Europäische Zentralbank (EZB) zusammenarbeite, deuteten darauf hin, "dass auf Oberflächen wie etwa Plastik in den ersten Stunden 10 bis 100 Mal so viele Viren überleben wie auf unseren Banknoten", schrieb EZB-Direktor Fabio Panetta in einem Artikel, der in mehreren europäischen Zeitungen veröffentlicht wurde, darunter in der "Frankfurter Allgemeine Zeitung" .

Aus anderen Analysen gehe hervor, dass poröse Oberflächen von Baumwollbanknoten das Virus deutlich schlechter übertragen würden als glatte Oberflächen wie Kunststoff. "Im Vergleich zu anderen Oberflächen, mit denen die Menschen tagtäglich in Berührung kommen, geht von Banknoten insgesamt kein erhöhtes Infektionsrisiko aus", schrieb Panetta. Zu ähnlichen Ergebnissen war jüngst auch die Deutsche Bundesbank gekommen.

RKI: "Wir wollen diesen Erfolg verteidigen"

11.00 Uhr: Wegen der gestiegenen Reproduktionszahl hat sich der Chef des Robert Koch-Instituts mit einem Appell an die Deutschen gewandt: Das Land dürfe seine gute Lage in der Corona-Pandemie nicht verspielen. Lesen Sie hier mehr.

So näht man sich einen Mundschutz selbst

10.58 Uhr: Effektive Atemschutzmasken sind für Ärzte und Pfleger reserviert. Wissenschaftsredakteurin Julia Köppe zeigt, wie man sich eine Mund-Nasen-Bedeckung selber näht - nach Anleitung. Schauen Sie hier das Video an.

Höchstwerte bei Neuansteckungen und neuen Todesfällen in Russland

10.55 Uhr: Russland meldet einen Höchstwert bei den täglichen Neuinfektionen. Die Zahl der Ansteckungen in dem Land sei binnen 24 Stunden um 6411 auf insgesamt 93.558 gestiegen, wie das Coronavirus-Krisenzentrum mitteilt. Die Zahl der Todesfälle legte zu auf 867. Der Anstieg um 72 ist ebenfalls so hoch wie nie.

Bahn verlängert Kulanzregelung über den 1. Mai hinaus

10.35 Uhr: Wer eine Bahnreise über das kommende lange Wochenende geplant hatte und nicht antreten will, kann seine Fahrkarte in einen Gutschein umtauschen. Das gilt für Fernverkehrstickets der Deutschen Bahn mit Reisedatum bis 4. Mai, die bis zum 13. März gekauft worden sind, wie die Bahn am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mitteilte. Die Gutscheine seien online erhältlich und drei Jahre gültig. Die Bahn verlängert damit eine entsprechende Kulanzregelung, die bisher für Fahrten bis 30. April galt.

Für Fernverkehrsfahrten nach dem 4. Mai gilt nun: Kunden können ihre Tickets noch bis zum 31. Oktober flexibel nutzen - sofern sie vor dem 13. März gekauft worden sind. Bislang galt, dass die Bahn diese Tickets bis zum 30. Juni akzeptiert. Die Regelung gilt auch für Sparpreis- und Super-Sparpreis-Tickets.

Arbeitslosigkeit in Spanien steigt - aber weniger als erwartet

10.29 Uhr: In Spanien schlagen die Folgen der Coronakrise auf dem Arbeitsmarkt durch. Im ersten Quartal ist die Arbeitslosenquote erstmals seit einem Jahr wieder gestiegen. Die Quote habe auf 14,41 Prozent zugelegt, teilte das nationale Statistikbüro INE mit. Im Schlussquartal 2019 lag sie bei 13,78 Prozent. Nach Einschätzung von Experten dürften sich die vollen Auswirkungen der Pandemie auf den Arbeitsmarkt erst im zweiten Quartal zeigen.

Analysten hatten für das erste Quartal allerdings bereits einen deutlich stärkeren Anstieg der Arbeitslosigkeit in der viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone erwartet. Im März hat Spaniens Regierung mit harten Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus angekämpft und weite Teile des öffentlichen Lebens lahmgelegt. Mehr als sechs Wochen nach dem Beginn der strengen Ausgangssperre wollte Ministerpräsident Pedro Sanchez am Dienstag einen Plan für eine schrittweise "Deeskalation" vorlegen.

Spaniens Arbeitsmarkt hatte stark unter der Euro-Schuldenkrise gelitten. Zum Höhepunkt der Krise im Jahr 2013 war die Arbeitslosenquote bis auf etwa 27 Prozent gestiegen. Seitdem hatte sich die Lage kontinuierlich verbessert.

Rätsel um die Kleinsten

10.05 Uhr: Eltern sind mit ihren Nerven am Ende und fordern, Kitas, Kindergärten und Grundschulen endlich wieder zu öffnen. Doch welche Rolle spielen Kinder in der Corona-Pandemie eigentlich? Lesen Sie hier mehr.

Giffey für Kita-Öffnungen vor dem Hochsommer

09.52 Uhr: Eine rasche Wiederöffnung der Kitas ist nach Ansicht von Familienministerin Giffey aus Gründen des Kindeswohls nötig. Dänemark könnte Vorbild sein. Lesen Sie hier mehr.

Bolsonaro will schnelle Rückkehr des Fußballs in Brasilien

09.53 Uhr: Brasiliens umstrittener Staatspräsident Jair Bolsonaro, in der Corona-Pandemie erklärter Kritiker einer strikten Isolation, hat sich für die baldige Wiederaufnahme des Fußballs in seinem Land ausgesprochen. "Wenn es von meiner Stimme abhängt, genehmige ich es", hatte der 65 Jahre alte Rechtspopulist am Montag gesagt.

Voraussetzung für Lockerungen sei für ihn ein technisches Gutachten des Gesundheitsministeriums, das laut Bolsonaro der Initiative jedoch positiv gegenüberstehe. An seiner Seite bestätigte Gesundheitsminister Nelson Teich Überlegungen in diese Richtung, weil der rollende Ball "den Leuten eine leicht bessere Routine zurückbringe, da Klausur und Beschränkungen negative Wirkungen auf das Wohl der Menschen hätten".

Teich sprach gar von einer laufenden Anfrage des Verbandes CBF, Spiele ohne Publikum zu prüfen. Das Internetportal UOL vermeldete jedoch, dass Verbandspräsident Rogerio Caboclo ebenfalls am Montag den Klubs in einer Videokonferenz mitteilte, keinen Druck auf die Regierung für eine schnelle Rückkehr der Ligen auszuüben und gesundheitliche Belange über alle anderen zu stellen. Bolsonaro argumentierte dagegen mit der finanziellen Schieflage, in die die Klubs bei anhaltender Spielpause gerieten. In Brasilien wird seit 40 Tagen wegen des Coronavirus kein Fußball gespielt. Das Land hat laut Johns Hopkins University derzeit 67.446 Infizierte, 4603 Menschen sind gestorben.

Alle Artikel zum Coronavirus

Am 31. Dezember 2019 wandte sich China erstmals an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der Millionenstadt Wuhan häuften sich Fälle einer rätselhaften Lungenentzündung. Mittlerweile sind mehr als 180 Millionen Menschen weltweit nachweislich erkrankt, die Situation ändert sich von Tag zu Tag. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über alle SPIEGEL-Artikel zum Thema.

Seniorenwohnhaus in Berlin geräumt

09.35 Uhr: In Berlin haben sich Bewohner eines Seniorenhauses mit dem Coronavirus infiziert. Mehr als 70 Menschen wurden in Krankenhäuser gebracht. Lesen Sie hier mehr.

Hamburgs Schulsenator: Kein normaler Schulbetrieb vor Sommerferien

09.15 Uhr: Der Hamburger Schulsenator Ties Rabe (SPD) schließt eine Rückkehr zum normalen Unterricht vor den Sommerferien klar aus. Das sei das Einzige, was man derzeit garantieren könne, sagte der SPD-Politiker dem Sender NDR Info vor der am Dienstag geplanten weiteren Beratung der Kultusminister über ein gemeinsames Konzept zur schrittweisen weiteren Öffnung der Schulen.

Eltern, Schülern und Lehrkräften werde mit dem Lernen von zu Hause viel zugemutet, erklärte der Hamburger Ressortchef. Daher sollten bald möglichst alle Klassenstufen wenigstens einmal pro Woche zur Schule gehen können. Dort könnten sie Tipps zum Lernen zu Hause bekommen und Materialien sichten. Das sei aus pädagogischen Gesichtspunkten wichtig. Rabe forderte zudem Qualitätskriterien für den Fernunterricht.

Die Kultusminister der Länder beraten zurzeit über ein Konzept für die schrittweise weitere Öffnung der Schulen. An diesem Dienstag sollen letzte Details geklärt werden, sagte eine Sprecherin des Bildungsministeriums in Rheinland-Pfalz.

Österreichs Regierung lockert Corona-Beschränkungen

08.40 Uhr: Österreich hebt angesichts der günstigen Entwicklungen in der Coronakrise nach fast sieben Wochen die Ausgangsbeschränkungen auf. Dies teilte Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) am Dienstag in Wien mit. "Wir können die Ausgangsbeschränkungen auslaufen lassen, wir brauchen sie nicht fortzusetzen", sagte er. Ab dem 1. Mai sei lediglich ein Mindestabstand von einem Meter zu Menschen, die nicht im gemeinsamen Haushalt lebten, nötig. Allerdings sei es sehr verfrüht, zu glauben, die Krise sei schon vorbei. "Wir können jederzeit Stopp sagen." Es gelte, eine zweite Erkrankungswelle zu vermeiden.

Anfang Mai dürfen laut Exit-Fahrplan alle Geschäfte sowie viele Dienstleister wie Friseure wieder öffnen. Lokale und Restaurants sollen, unter Auflagen, Mitte Mai folgen. Hotels und andere Beherbergungsbetriebe dürfen ab dem 29. Mai wieder öffnen. Die Übersicht finden Sie hier.

Seit Mitte März war es den Österreichern nur bei triftigem Grund erlaubt, das Haus zu verlassen. Dazu gehörten unbedingt nötige Besorgungen. Allerdings war Bewegung im Freien - Spaziergänge und zum Beispiel auch Radfahren - von Anfang an ebenfalls gestattet. Die Ausgangsbeschränkungen waren bis Ende April befristet und laufen nun am 30. April aus.

Deutsche Unternehmen bereiten sich angeblich auf Entlassungen vor

08.15 Uhr: Dem deutschen Arbeitsmarkt droht in der Coronakrise nach Einschätzung des Ifo-Instituts nach der Kurzarbeit auch ein Stellenabbau. "Die Personalabteilungen der deutschen Unternehmen bereiten sich auf Entlassungen vor", fasste das Münchner Forschungsinstitut am Dienstag das Ergebnis einer Umfrage zusammen. Das anhand der Erhebung ermittelte Ifo-Beschäftigungsbarometer sei im April auf ein Rekordtief von 86,3 Punkten abgestürzt, von 93,4 Punkten im März. Auch der Rückgang des Indexwerts war der stärkste, der vom Ifo-Institut jemals ermittelt wurde.

Coronakrise trifft auch Ferienbauernhöfe massiv

07.00 Uhr: Die Coronakrise mit ihren strikten Reisebeschränkungen belastet auch das Geschäft mit Urlaub auf dem Bauernhof schwer. Auf Ferienhöfen stehen derzeit 140.000 Gästebetten leer, wie aus Daten der Bundesarbeitsgemeinschaft für Urlaub auf dem Bauernhof und Landtourismus hervorgeht. Laut einer bundesweiten Befragung von 860 Betrieben für den Zeitraum von Mitte März bis Mitte April konnten 63.000 Gäste nicht anreisen. Angegeben wurden Umsatzausfälle von 8,7 Millionen Euro. Hochgerechnet auf insgesamt 9910 Ferienhöfe in Deutschland entspreche dies Einbußen von rund 99,6 Millionen Euro.

Verluste könnten auch nicht wieder aufgeholt werden, erläuterte die Branchenvertretung. Landtourismus sei ein Saisongeschäft, in dem von Ostern bis zu den Herbstferien Geld für den Winter verdient werden müsse. Bei Leerstand fielen weiter Kosten und Gebühren an. Ferienhöfe hätten auch Anträge auf Soforthilfen gestellt.

Ferien auf dem Bauernhof (Aufnahme aus Bayern)

Ferien auf dem Bauernhof (Aufnahme aus Bayern)

Foto: Armin Weigel/ dpa

Trump überrascht von Run auf Notrufhotlines

06.45 Uhr: In einem Corona-Briefing brachte US-Präsident Donald Trump die Möglichkeit ins Spiel, Desinfektionsmittel gegen das Virus zu spritzen. Nach großer Empörung im Land ruderte er zurück: Sein Vorschlag sei "sarkastisch" gemeint. Aber viele US-Bürger nahmen den Vorschlag offenbar ernst.

Trump wundert sich jetzt über die rasant gestiegene Nachfrage im Land nach Beratung über die genaue Anwendung der Desinfektionsmittel. "Ich kann mir nicht erklären, warum", sagte der US-Präsident. Die Gouverneure von Michigan und Maryland hatten ihn dafür verantwortlich gemacht, dass die Anrufe bei Notfallhotlines seit den Äußerungen Trump sich enorm erhöht habe. Die Anrufer wollten sich offenbar nach dem Vorschlag des Präsidenten beraten lassen.

Olympia 2021 ohne Impfstoff "eine Herausforderung"

04.40 Uhr: Der Chef der japanischen Ärztekammer stellt die Durchführung der Olympischen Spiele in 2021 ohne Impfstoff infrage. Es werde für Tokio eine Herausforderung darstellen, die Olympischen Spiele im nächsten Jahr auszurichten, wenn es keinen wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus gebe, sagte Yoshitake Yokokura. "Ich sage nicht, dass Japan die Olympischen Spiele ausrichten sollte oder nicht, aber dass es schwierig wäre, dies zu tun", so Yokokura.

Schwede lässt sich beliebten Virologen auf Arm tätowieren

04.25: Ein Schwede hat sich das Antlitz des durch die Coronakrise landesweit berühmt gewordenen Chefvirologen Anders Tegnell auf den linken Arm tätowieren lassen. "Ich mag es, Tattoos zu haben, die mir etwas bedeuten. Und, na ja, Covid-19 wird für den Rest meines Lebens Teil meines Lebens sein", sagte der 32-jährige Gustav Lloyd Agerblad aus Stockholm der Nachrichtenagentur AFP. Daher wolle er das "Gesicht der Coronakrise" auf seiner Haut verewigen.

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Schweden hat in der Reaktion auf die Pandemie einen Sonderweg eingeschlagen und keine weitreichenden Restriktionen verhängt. Es gelten keine Ausgangsbeschränkungen; neben Restaurants, Bars und Cafés sind auch Läden sowie die meisten Schulen weiterhin geöffnet.

Tegnell unterrichtet die Bevölkerung regelmäßig auf Pressekonferenzen und verteidigt dabei vehement den schwedischen Ansatz. In seinem Heimatland erfreut er sich großer Beliebtheit: Mittlerweile gibt es Fangruppen im Onlinenetzwerk Facebook mit Zehntausenden Mitgliedern, zudem wird sein Antlitz unter anderem auf T-Shirts gedruckt. Die Maßnahmen sind im In- und Ausland umstritten.

Um fast 80 Prozent - Nissan plant offenbar Produktionsrückgang

04.15 Uhr: Der japanische Autohersteller Nissan will die Produktion massiv herunterfahren. Die Zahl der Autos, die zu Hause produziert werden, soll im Mai um 78 Prozent gegenüber dem Vorjahr reduziert werden. Nissan plane, im kommenden Monat nur rund 13.400 Fahrzeuge zu produzieren, verglichen mit fast 61.000 Einheiten, die im Mai letzten Jahres hergestellt wurden. Dies geht aus Dokumenten hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegen.

Im Juni soll die Inlandsproduktion auf 33.700 Fahrzeuge reduziert werden, ein Rückgang von rund 63.700 Einheiten im Vergleich zum vergangenen Jahr und ein Rückgang von 43 Prozent gegenüber dem vorherigen Ziel von rund 59.300 Autos.

Bereits vor der Coronakrise hatte der japanische Automobilkonzern mit sinkenden Verkaufszahlen zu kämpfen. Das Unternehmen war nach dem Sturz des Vorstandsvorsitzenden Carlos Ghosn in Turbulenzen geraten.

USA beklagen fast eine Million Corona-Infizierte

03.50 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Infektionen ist weltweit auf über drei Millionen gestiegen. Laut Johns-Hopkins-Universität  entfallen rund 80 Prozent der Fälle auf Europa und die USA. Demnach stieg die Zahl der Todesfälle weltweit auf mehr als 210.000.

Europa ist mit fast 1,4 Millionen Infektionsfällen und mehr als 123.000 Todesfällen immer noch der am stärksten betroffene Kontinent. In den USA breitet sich das neuartige Coronavirus am schnellsten aus. Dort wurden bis Montagabend rund 988.000 Infektions- und 55.000 Todesfälle gemeldet.

Volle Strände - Gouverneur von Kalifornien appelliert an Bürger

02.45 Uhr: Der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, hat in der Coronakrise an die Bürger des US-Bundesstaats appelliert, Gedränge an den Stränden künftig zu unterlassen. "Das Virus macht am Wochenende keine Pause", sagte Newsom am Montag in einer Online-Pressekonferenz. Alarmiert hat den Gouverneur der Andrang an einigen Stränden bei sonnigem Wetter am vergangenen Wochenende.

In den südkalifornischen Bezirken Orange und Ventura waren am Sonntag bei Temperaturen von über 30 Grad zahlreiche Menschen an die Strände geströmt. Die dortigen Strände sind im Gegensatz zu jenen im benachbarten Los Angeles nicht geschlossen.

Hotelbuchungen in Hongkong gehen zurück - um 98 Prozent

01.40 Uhr: Das Hotelgewerbe in Hongkong leidet massiv unter den Folgen der Coronakrise. Die Hotels in der chinesischen Sonderverwaltungszone verzeichnen im Februar eine Gesamtauslastung von 29 Prozent gegenüber 91 Prozent im Jahr zuvor, da die Besucherzahlen des Finanzzentrums um 98 Prozent einbrachen, teilt das Hong Kong Tourism Board mit.

"Neuneinhalb von zehn Hotels verlieren jetzt Geld, weil es keine Touristen mehr gibt und sie sich ausschließlich auf die Inlandsnachfrage verlassen müssen, also halten sie irgendwie durch", sagte der CBRE-Geschäftsführer Reeves Yan.

Boeing will "Dreamliner"-Produktion wieder aufnehmen

00.45 Uhr: Der angeschlagene US-Luftfahrtriese Boeing will die aufgrund der Coronakrise gestoppte Produktion seines Langstreckenjets 787 "Dreamliner" wieder aufnehmen. Der Betrieb in den Werken im Bundesstaat South Carolina werde am kommenden Wochenende wieder gestartet, teilte der Konzern mit . Boeing hatte die Fertigung am 8. April wegen der Pandemie vorübergehend ausgesetzt. Inzwischen seien verschiedene Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt worden, teilte das Unternehmen mit.

Bei Anlegern kam die Ankündigung gut an, die Aktie drehte nachbörslich ins Plus. In der vergangenen Woche hatte Boeing bereits damit begonnen, die Produktion in seinen Fabriken in der Region Puget Sound nahe Seattle im Bundesstaat Washington schrittweise wieder hochzufahren. Wegen eines seit Januar geltenden Fertigungsstopps bei dem Modell 737 Max, das nach zwei Flugzeugabstürzen weltweit mit Startverboten belegt ist, wird die Produktion des Airbus-Erzrivalen insgesamt zunächst jedoch stark eingeschränkt bleiben.

Trainingsgelände von NBA-Teams könnten demnächst öffnen

00.25 Uhr: Die NBA erlaubt ihren Teams einen ersten kleinen Schritt zurück zur Normalität in der Coronakrise. Einhergehend mit den Lockerungen der Vorschriften in einigen US-Bundesstaaten dürfen Basketballprofis die Einrichtungen ihrer Klubs zukünftig wieder zum Trainieren nutzen - allerdings frühestens ab dem 8. Mai, auf freiwilliger Basis und ohne die Anwesenheit von Trainern. Zudem dürfen nie mehr als vier Spieler gleichzeitig vor Ort sein. Voraussetzung ist laut Mitteilung, dass die lokalen Behörden diese Form der Einzeltrainings erlauben.

Für Teams, deren Spieler diese Möglichkeit wegen der Situation in den jeweiligen Städten noch nicht nutzen können, will die Liga sich Alternativen überlegen. Ideen nannte die NBA in der Mitteilung keine.

Die Saison in der stärksten Basketballliga der Welt ist seit dem 11. März unterbrochen. NBA-Boss Adam Silver betonte zuletzt, frühestens im Mai könne man einen Termin nennen, wann, ob und wie die Saison fortgesetzt werden könne.

RKI-Modell: Infektionen sinken langsamer, als Meldedaten nahelegen

00.10 Uhr: Wo steht Deutschland in der Corona-Pandemie? Ein Blick in die Statistiken vermittelt oft nur ein unvollständiges Bild. Ein neues Verfahren soll das Problem zum Teil lösen. Es liefert bereits spannende Erkenntnisse.

Frankreich berichtet von Erfolgen mit Rheumamittel

00.05 Uhr: In Frankreich ist die Zahl der Covid-19-Toten auf 23.293 Todesfälle gestiegen. In Krankenhäusern und Pflegeheimen wurden in den vergangenen 24 Stunden 437 neue Todesfälle gezählt, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

"Heute haben wir ermutigende Ergebnisse in der klinischen Forschung gesehen", teilte das Ministerium außerdem mit. Es gebe internationale und nationale Studien, die eine Überreaktion des Immunsystems bei manchen Verläufen der Erkrankung untersuchen. Dabei habe eine Studie gezeigt, dass die mit dem Rheumamittel Tocilizumab behandelten Patientinnen und Patienten weniger Beatmungshilfe benötigten und eine geringere Sterblichkeitsrate in den folgenden 14 Tagen aufwiesen, so das Ministerium.

"Dies ist das erste getestete Medikament, für das in einer klinischen Studie eine signifikante Wirkung beobachtet wird", hieß es: "Weitere laufende Studien sind erforderlich, um den Wert dieser Behandlung zu bestätigen."

Ansteckungsrate steigt auf 1,0

00.00 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet eine leicht gestiegene Ansteckungsrate beziehungsweise Reproduktionsrate (R) von 1,0. Das bedeutet, dass statistisch ein Coronavirus-Infizierter einen weiteren Menschen ansteckt. Das RKI und auch Kanzlerin Angela Merkel haben wiederholt betont, der Wert müsse dauerhaft unter eins liegen, damit der Virusausbruch eingedämmt wird. Das RKI gibt auch das Konfidenzintervall an , demnach liegt die Ansteckungsrate mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit zwischen 0,8 und 1,1.

Die Reproduktionszahl hatte aufgrund der Ausgangsbeschränkungen bereits bei 0,7 gelegen, stieg in den vergangenen Tagen aber schrittweise auf 0,8, dann 0,9 und liegt nun wieder bei 1,0.

bam/als/ngo/lmd/ptz/dpa/Reuters/AFP
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