News-Update Die Entwicklungen zum Coronavirus am Freitag

Mehr als 600 Menschen sind in Italien innerhalb eines Tages durch das Coronavirus gestorben. Dort gibt es so viele Tote wie in keinem anderen Land. Die Regierung lässt nun alle Parks schließen. Der Überblick.
Bergamo: Ein Mann berührt den Sarg seiner Mutter

Bergamo: Ein Mann berührt den Sarg seiner Mutter

Foto: PIERO CRUCIATTI/ AFP

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

Cannes öffnet Festivalpalast für Obachlose

23.00 Uhr: Nach der vorläufigen Absage des Filmfestivals von Cannes öffnet die Stadt ihren berühmten Festivalpalast wegen des Coronavirus für Obdachlose. Auf der Straße lebende Menschen sollten in dem Gebäude Unterschlupf und Schutz finden, sagte Dominique Aude-Lasset von der Stadtverwaltung. Es gehe um ein "Symbol der Solidarität". Wichtiger als Kongresse oder kulturelle Veranstaltungen sei es wegen der Coronakrise derzeit, dass alle Menschen zu Hause blieben, "auch die Schwächsten".

Die Einrichtung öffnete am Freitagabend. Angeboten werden Betten, Mahlzeiten und Duschen. Am Eingang zum Gebäude sei eine Station zum Fiebermessen eingerichtet.

Brasilien ruft den Notstand aus

20.52 Uhr: Brasilien hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus den Notstand erklärt. Nach der Abgeordnetenkammer verabschiedete am Freitag auch der Senat den entsprechenden Entwurf eines Gesetzesdekrets. Damit werden Finanzmittel zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie frei. Unter anderem ist geplant, Freiberufler mit monatlich 200 Reais (35 Euro) unterstützen.

Italien meldet so viele Todesfälle an einem Tag wie nie zuvor

20.11 Uhr: In Italien hat es binnen eines Tages so viele Todesfälle infolge der Virusinfektion gegeben wie nie zuvor. Die Zahl der Toten stieg um 627 auf 4032, wie die Zivilschutzbehörde mitteilte. Das sind so viele wie in keinem anderen Land der Welt. Bisher waren es höchstens 475 Tote an einem Tag. In China, wo die Pandemie ihren Ursprung hat, waren nie mehr als 150 Tote an einem Tag gemeldet worden. In Italien stieg die Zahl der bekannten Infektionen zuletzt um knapp 15 Prozent auf 47.021. Bei den Todesfällen beträgt das Plus über 18 Prozent.

36 Prozent der Corona-Todesopfer weltweit wurden nun in Italien gezählt. Das Land mit seinen 60 Millionen Einwohnern zählte allein in den vergangenen drei Tagen mehr als 1500 Tote, das sind pro Tag mehr als in China auf dem Höhepunkt der dortigen Epidemie.

Am Abend gab das Land weitere Maßnahmen bekannt, um die Verbreitung des Virus einzudämmen. Ab Samstag werden Parks und öffentliche Gärten geschlossen, die Menschen dürfen nur noch in der Nähe ihres Hauses Sport treiben. "Wir müssen noch mehr tun, um die Ansteckung einzudämmen", sagte Gesundheitsminister Roberto Speranza.

WHO: Luftbrücken für Versorgung mit Schutzmaterial nötig

19.30 Uhr: Neben den Engpässen bei Schutzmaterial für medizinisches Personal behindern Reisebeschränkungen und Flugstopps den Kampf gegen das Coronavirus. "Wir haben große Probleme mit dem Nachschub", sagte WHO-Nothilfekoordinator Michael Ryan. "Aber wir brauchen auch Luftbrücken, um Material in die Länder zu bringen, die es brauchen." Die WHO habe 1,5 Millionen Tests an bedürftige Mitgliedsländer verschickt. Der Bedarf in wenigen Wochen liege aber bei 80 bis 100 Mal dieser Menge, sagte Ryan. Nur, wenn sämtliche Verdachtsfälle getestet würden, könne man das Virus eindämmen.

Die WHO schätzt, dass weltweit 26 Millionen Ärztinnen und Ärzte und Pflegekräfte irgendwann mit einem Covid-19-Patienten in Kontakt kommen. Für alle müssten unbedingt Masken, Handschuhe und Schutzanzüge zur Verfügung stehen. "Für mich wäre es die größte Tragödie, wenn wir Teile unseres medizinischen Personals verlieren", sagte Ryan. "Wir müssen sicherstellen, dass die Tapfersten den bestmöglichen Schutz erhalten."

Katholische Kirche rät zu eingeschränktem Osterfest

19.10 Uhr: Der Vatikan hat den katholischen Kirchen weltweit eine Handreichung gegeben, um Ostern wegen der Corona-Pandemie reduziert zu feiern. Feierliche Rituale wie die Fußwaschung am Gründonnerstag und die Karfreitagsprozession können danach entfallen. Andere Feierlichkeiten sollten ohne Gläubige vollzogen und zum Beispiel live übertragen werden. Das bestimmte die Gottesdienstkongregation in einem Dekret. Die Regeln gelten für die Osterfeiern im April 2020 in Ländern, wo wegen der Virus-Welle Beschränkungen etwa der Behörden erlassen wurden.

Schon Mitte März hatte der Vatikan mitgeteilt, dass die Ostermesse im Vatikan diesmal ohne Besucher begangen wird.

Britische Regierung nimmt Arbeitgebern Gehaltszahlungen ab

18.44 Uhr: Um die schlimmsten wirtschaftlichen Konsequenzen der Coronavirus-Krise abzuwenden, will die Regierung in London Gehaltszahlungen für in Bedrängnis geratene Unternehmen und Vereine übernehmen. Das teilte der britische Finanzminister Rishi Sunak mit. Arbeitgeber jeder Art und jeder Größe könnten dafür Beihilfen aus einem unbeschränkten Fonds beantragen, sagte Sunak. Gezahlt werden bis zu 80 Prozent von Gehältern und maximal 2500 Pfund (umgerechnet rund 2740 Euro) im Monat pro Angestellten, der nicht seiner Arbeit nachgehen könne. Zudem werde die Regierung bis Ende Juni keine Umsatzsteuerzahlungen einfordern. "Bitte schauen Sie sich diese Unterstützung sehr genau an, bevor sie Leute entlassen", sagte Sunak.

Fast 100.000 Reisende nach Deutschland zurückgekehrt

18.18 Uhr: Im Laufe der Woche sind bereits 96.000 Menschen aus aller Welt nach Deutschland zurückgekehrt. Seit Montag habe es im Rahmen des Rückkehrprogramms mehr als hundert Flüge gegeben, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amts. Mehrere Hunderttausend Deutsche seien im Ausland, nicht alle von ihnen wollten aber zurückkehren.

Insgesamt ließen sich der Sprecherin zufolge seit Beginn der Rückholaktion 144.000 Menschen mit einem "potenziellen Rückreisewunsch" in den Rückreiselisten registrieren. Das heiße aber nicht, dass man davon die Zahl der bereits zurückgekehrten 96.000 abziehen könne.

Bundesaußenminister Heiko Maas rechnet indes damit, dass die Rückholaktion noch zwei Wochen dauern wird. "Wir werden wahrscheinlich in den nächsten Tagen pro Tag um die 10.000 Menschen nach Deutschland zurückbringen können", sagte der SPD-Politiker. Aber mittlerweile sei davon auszugehen, dass es um bis zu 200.000 deutsche Touristen im Ausland gehe.

Gleichzeitig rief Maas dazu auf, die zunächst bis Ende April geltende Reisewarnung für alle touristischen Auslandsreisen unbedingt einzuhalten. Es sei "wirklich unverantwortlich, jetzt noch ins Ausland zu fahren, weil man möglicherweise damit rechnen muss, für eine längere Zeit nicht mehr nach Deutschland zurückzukommen".

Bundestagssitzung nächste Woche doch in großer Besetzung

18.01 Uhr: Der Bundestag soll in der kommenden Woche trotz Coronakrise und Abstandsregeln noch einmal in größerer Besetzung zusammenkommen. Hintergrund ist die von der großen Koalition geplante Nutzung einer Notfallregelung zur Umgehung der grundgesetzlich vorgeschriebenen Schuldenbremse. Damit soll es dem Staat ermöglicht werden, sich im Zuge der Coronakrise höher zu verschulden als erlaubt - etwa für Hilfsprogramme für Wirtschaft und Bevölkerung. Um das zu beschließen sei aber eine sogenannte Kanzlermehrheit notwendig. Das heißt, mindestens 355 der 709 Abgeordneten müssen zustimmen.

Die bisherigen Planungen werden damit auf den Kopf gestellt. Angedacht war ursprünglich eine abgespeckte Sitzungswoche im Bundestag mit nur einem kleinen Teil der Abgeordneten.

Trump setzt Gesetz aus Krisenzeiten in Kraft

18.01 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat im Kampf gegen das Coronavirus ein Gesetz aus Kriegszeiten in Kraft gesetzt. Der Defense Production Act (Verteidigungs-Produktions-Gesetz) werde seit Donnerstagabend angewendet, sagt Trump. Es stattet den Präsidenten bei Bedarf mit weitreichenden Befugnissen aus, im Interesse der nationalen Sicherheit in die Privatwirtschaft eingreifen zu dürfen. Die US-Regierung kann damit die Produktion von Atemmasken, Beatmungsgeräten, Ventilatoren und anderes benötigtes Equipment beschleunigen.

Eine landesweite Ausgangssperre wegen der Corona-Pandemie hält Trump nicht für nötig.

Reiseveranstalter sagt Reisen bis 30.April ab

17:07 Uhr: Nach anderen Veranstaltern hat auch DER Touristik Deutschland seine Reisen für noch längere Zeit abgesagt. Alle gebuchten Trips im Zeitraum bis 30. April fallen wegen der Coronavirus-Krise aus, wie das Unternehmen mitteilte. Man folge damit der vom Auswärtigen Amt zunächst bis Ende April datierten weltweiten Reisewarnung. Die betroffenen Kunden würden informiert. Zu DER Touristik Deutschland zählen die Veranstalter Dertour, ITS, Jahn Reisen, Meiers Weltreisen und ADAC Reisen. Für im Mai geplante Reisen sei bis zehn Tage vor Abreise eine kostenlose Umbuchung möglich.

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New York verschärft Maßnahmen drastisch

17.09 Uhr: In New York werden alle nicht notwendigen Geschäfte geschlossen und Versammlungen verboten. Der Gouverneur des Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, kündigte die Maßnahmen angesichts schnell steigender Infektionszahlen an. Er rief alle Bewohner des Bundesstaates und der gleichnamigen Millionenmetropole eindringlich auf, möglichst wenig aus dem Haus zu gehen. Alle befänden sich jetzt in einer Art "Quarantäne", sagte Cuomo.

Von der Geschäftsschließung sind unter anderem Lebensmittelgeschäfte und Apotheken ausgenommen. Der öffentliche Nahverkehr wird nicht eingestellt, Essensauslieferungen bleiben erlaubt, wie Cuomo sagte.

Katholische Kirche erlässt gläubigen Infizierten ihre Sünden

15.03 Uhr: Die katholische Kirche will allen mit dem Coronavirus infizierten Gläubigen die Sünden erlassen - wenn sie zuvor einige Bedingungen erfüllen: Laut dem von einem vatikanischen Gericht veröffentlichten Erlass müssen die Betroffenen unter anderem an einer Reihe von Online übertragenen Gottesdiensten oder an anderen Andachtsformen teilnehmen, um ihren "Geist völlig von der Sünde gelöst" zu haben. Auch die Bibellektüre kann demnach Sünden streichen, wenn sie "mindestens eine halbe Stunde" umfasst.

Symptome von Covid-19

Absolution erhalten dem Erlass zufolge auch alle Katholiken, die sich unter der Gefahr einer eigenen Ansteckung um Corona-Patienten kümmern, sowie solche, die ausgiebig für die Erkrankten und ein Ende der Pandemie beten. Sterbende, die "im Laufe ihres Lebens regelmäßig einige Gebete gesprochen haben", werden ebenfalls von ihren Sünden freigesprochen, wenn sie dies wünschen.

Coronakrise gefährdet künftige Manager-Boni bei VW

16.50 Uhr: Im Frühjahr können die rund 18.000 Manager des VW-Konzerns noch einmal mit ordentlichen Bonuszahlungen rechnen. Die Rekordergebnisse des Autoherstellers im Jahr 2019 lassen die variable Vergütung steigen.

Im kommenden Jahr könnte das allerdings anders aussehen. Seit die Corona-Pandemie ausgebrochen ist und VW seine Produktion in Europa weitgehend stillgelegt hat, haben sich die Vorzeichen jedoch geändert. Frühere Bonusversprechen kann der Autohersteller künftig nach SPIEGEL-Informationen womöglich nicht mehr halten.

Finanzvorstand Frank Witter hat diese Woche die Sicherung der Liquidität zur Priorität erklärt. Sollte sich die Krise weiter zuspitzen, sagt ein VW-Manager, müssten Bonuszusagen aus der Vergangenheit womöglich überprüft werden. Der Konzern äußerte sich dazu nicht. (Mehr dazu lesen Sie hier.)

Norderney verkürzt Abreisefrist für Urlauber

Corona-Ferien an der See? Das wollen die norddeutschen Bundesländer verhindern und haben sich bereits zu Beginn der Woche auf massive Beschränkungen für Touristen an der Nord- und Ostsee verständigt. Einige Reisende scheinen das jedoch nicht ernst zunehmen. Das hat nun erste Folgen: Urlaubsgäste müssen den Landkreis Aurich und seine Inseln Norderney, Juist und Baltrum in der Coronakrise spätestens bis Sonntag verlassen - drei Tage früher als bisher geplant.

Wegen der Ausbreitung des Virus sind schnellere Rückreisen nötig, um die Bevölkerung zu schützen, wie es in der Allgemeinverfügung des Landkreises heißt. Norderneys Bürgermeister Frank Ulrichs (parteilos) hielt die Maßnahme für nötig, da zahlreiche Gäste unbekümmert auf Norderney geblieben seien. Viele saßen diese Woche noch "lachend und plaudernd in Cafés und auf den Terrassen", so Ulrichs.

Dabei wird seit vergangenem Wochenende gemahnt, dass die Kapazität der Intensivmedizin auf den Inseln für eine große Urlauberzahl nicht ausgelegt ist. Die Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Niedersachsen hatten daher beschlossen, alle Inseln in der Nord- und Ostsee für Touristen zu sperren.

26 Polizeibeamte vom Festland sollen die Inselpolizei auf Norderney ab Sonntag bei der Räumung von Touristen unterstützen. In anderen Landkreisen und damit auch für andere ostfriesische Inseln blieb die ursprüngliche Frist zunächst bestehen. Die ostfriesischen Inseln sollen zunächst bis zum 18. April für Gäste gesperrt bleiben.

Arabische Länder verschärfen Maßnahmen

16.09 Uhr: Auch mehrere arabische Länder schränken das öffentliche Leben im Kampf gegen die Corona-Pandemie weiter ein.

  • Ab Freitagabend gilt in Marokko eine landesweite Ausgangssperre, wie das Innenministerium mitteilte. Das Land hatte bereits zuvor seine Grenzen geschlossen. Deutschland und die USA bringen ihre dort als Urlauber gestrandeten Staatsbürger aus dem Land.

  • Auch aus Tunesien gibt es Rückholflüge nach Deutschland. Der letzte Flug dieser Art soll noch heute stattfinden. Anschließend will Tunesien um Mitternacht den Flugverkehr komplett einstellen. Davon seien auch sogenannte Repatriierungsflüge für ausländische Staatsbürger betroffen, hieß es. Vor mehreren Tagen hatte Tunesien schon den Fährverkehr über das Mittelmeer komplett eingestellt. 

  • Saudi-Arabien gab bekannt, neben internationalen auch inländische Flüge für 14 Tage auszusetzen. Zudem werde der Transport mit Bussen und Taxen untersagt. Das Königreich hatte bereits den Zugang zu den heiligen Stätten in Mekka und Medina für Pilger beschränkt. Die Regierung in Riad teilte zudem mit, sie wolle mit einem Programm über umgerechnet 30 Milliarden Euro Unternehmen unterstützen, die von Folgen der Pandemie getroffen würden.

  • Jordanien verhängte eine landesweite Ausgangssperre. Sie beginnt am Samstagmorgen, wie ein Regierungssprecher sagte. Alle Läden müssten schließen. Verstöße könnten mit bis zu einem Jahr Haft bestraft werden. Jordaniens Armee hatte zuvor schon alle Zugangsstraßen zur Hauptstadt Amman abgeriegelt.

Erster EU-Abgeordneter infiziert

16.01 Uhr: Auch im Europaparlament gibt es nun eine erste Corona-Infektion: Er sei positiv auf das Virus getestet worden und befinde sich in einem Krankenhaus, ihm gehe es aber gut, schrieb der polnische EU-Abgeordnete Adam Jarubas auf Twitter. Angaben des Pressedienstes des EU-Parlaments zufolge hatte der Vizechef der polnischen Bauernpartei PSL am 9. und 10. März an einer Parlamentssitzung teilgenommen und war am nächsten Tag per Flugzeug in seine Heimat zurückgekehrt. Das Parlament sei über seine Infektion informiert. Weitere Fälle seien nicht bekannt.

USA wollen Grenze zu Mexiko weitgehend schließen

15.48 Uhr: Die USA wollen ihre gemeinsame Grenze mit Mexiko weitestgehend für den Personenverkehr schließen. Der Austausch von Waren und Grenzübertritte von Angestellten im Gesundheitsbereich sollten aber weiterhin möglich sein, erklärte der amtierende Heimatschutzminister Chad Wolf. Die Gespräche mit Mexiko dazu, alle nicht notwendigen Grenzübertritte zu begrenzen, liefen noch, sagte er. Die USA hatten am Mittwoch bereits eine weitgehende Schließung der nördlichen Grenze mit Kanada für den Personenverkehr angekündigt. Dies solle zunächst für 30 Tage gelten, erklärte Präsident Donald Trump.

Finnland schließt Skigebiete - nur in Schweden geht die Saison weiter 

15.34 Uhr: In Finnland schließen die Skigebiete kommende Woche ihre Liftanlagen. Dies haben mehrere Betreiber heute angekündigt. "Es war mit Sicherheit die schwierigste Entscheidung meines Lebens", sagte Ville Aho, Geschäftsführer von Rukakeskus im Nordosten des Landes, der Zeitung "Iltalehti". Es handele sich um eine freiwillige Maßnahme, die er auf Grundlage der Corona-Empfehlungen von Regierung und Gesundheitsbehörden getroffen habe. "Als verantwortungsvolles Unternehmen hatten wir keine andere Wahl", so Aho. Manager weiterer Skitourismusfirmen in Finnland äußerten sich heute ähnlich. Die arktische Skisaison dauert üblicherweise bis in den Mai. 

Damit ist Schweden jetzt das letzte Land in Europa, in dem die Skisaison weitergehen soll. Vor allem zu Ostern ist der Andrang auf die Pisten des skandinavischen Landes groß. Die Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie sind bisher relativ gering. So wurden in einigen Hotels und Restaurants die offenen Buffets abgebaut. Seilbahngondeln sollen nur noch von Menschen gemeinsam genutzt werden, die ohnehin nahen Umgang miteinander haben.

Schweiz verzichtet vorerst auf Ausgangssperre - neues Hilfspaket für Wirtschaft

15.31 Uhr: Die Schweiz verzichtet vorläufig auf rigorose Ausgangssperren. Die Regierung verschärfte allerdings die Kontaktregeln: Gruppen mit mehr als fünf Personen in der Öffentlichkeit sind nun verboten. Sollte das nicht eingehalten werden, werde die Polizei Bußgelder verhängen, sagten mehrere Minister nach einer Krisensitzung.

Die Regierung stellte außerdem nach einer Sofortmaßnahme in Höhe von zehn Milliarden Franken weitere 32 Milliarden Franken zur Stützung der Wirtschaft bereit. Bis Freitagmorgen gab es annähernd 5000 nachgewiesene Coronavirus-Infektionen in der Schweiz. 43 Infizierte starben.

Mehrere Bundesländer verhängen Ausgangsbeschränkungen

14.58 Uhr: Mehrere Bundesländer schränken das öffentliche Leben ein:

  • Hessen verbietet Ansammlungen von mehr als fünf Personen ab Mitternacht, wie Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) mitteilte. Bei Verstößen könnten Bußgelder in Höhe von 100 bis 300 Euro verhängt werden, sagte er. Zudem müssen Restaurants schließen. Ausgangssperren bezeichnete er unterdessen als "eine der letzten Maßnahmen", die man einsetzen könne.

  • In Baden-Württemberg sind Menschenansammlungen auf öffentlichen Plätzen mit mehr als drei Personen nicht mehr erlaubt, wie Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sagte. Ausnahmen gebe es für Familien und Paare. Zudem müssen ab Samstag Restaurants geschlossen bleiben. Auch werde der Grenzverkehr mit Corona-Risikogebieten streng kontrolliert. Pendlern sei weiter die Fahrt über die Grenze zur Arbeit erlaubt. Verboten sei es aber, jenseits der Grenze etwa einzukaufen.

  • Die rheinland-pfälzische Landesregierung ordnete die Schließung von Gaststätten an und untersagte Versammlungen von mehr als fünf Menschen. Die Regelung trete ab Mitternacht in Kraft, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Vorerst gebe es keine Ausgangssperre.

  • Als erstes Bundesland hatte am Freitagmittag Bayern landesweite Ausgangsbeschränkungen verhängt, raus dürfen Menschen ab Samstag nur mit einem triftigen Grund (Details lesen Sie hier). Es dürfe keine Menschenansammlungen mehr geben, sagte Ministerpräsident Markus Söder. "Wir fahren das öffentliche Leben nahezu vollständig herunter." Die neuen Regeln gelten vorerst für zwei Wochen.

  • Auch das Saarland kündigte daraufhin an, Ausgangsbeschränkungen zu erlassen. Außerdem sollten ab sofort die Restaurants für Gäste geschlossen werden. Ein Abverkauf und die Lieferung von Speisen blieben aber weiter möglich.

  • Niedersachsen schließt ab Samstagabend alle Restaurants und Cafés. Das kündigte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) an. Der Außer-Haus-Verkauf von Speisen soll allerdings weiter möglich bleiben. Es gehe darum, größere Menschenansammlungen in Gaststätten zu unterbinden. 

  • In Hamburg werden ebenfalls alle Restaurants geschlossen. Ansammlungen von mehr als sechs Personen werden zudem untersagt, wie Bürgermeister Peter Tschentscher am Freitag nach einer Senatssitzung mitteilte. Ausnahmen gelten demnach für Lieferdienste sowie für Familien oder Gruppen von Berufstätigen.

In Berlin kursiert derweil offenbar eine Falschmeldung. "Ein angeblicher Screenshot der Internetseite des Landesamtes für Gesundheit und Soziales kursiert zurzeit in Sozialen Medien und wird dort weiterverbreitet", schrieb Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller auf Facebook. "Dies ist eine Fälschung." Es gebe keine Ausgangssperre in Berlin ab Montag.

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Polen setzt beschlagnahmten Wodka als Desinfektionsmittel ein

14.28 Uhr: Desinfektionsmittel ist seit Beginn der Coronakrise vielerorts Mangelware. Polen versucht die Nachfrage nun auf ungewöhnliche Weise zu erfüllen - und setzt beschlagnahmten Wodka als Desinfektionsmittel ein.

Die Staatsanwaltschaft erklärte, die Zoll- und Steuerbehörden verwahrten mindestens 430.000 Liter Wodka und puren Alkohol. Sie seien entweder als Beweismittel beschlagnahmt oder im Anschluss an ein Verfahren konfisziert worden.

Anstatt den Alkohol zu vernichten, wurden bereits mehrere Tausend Liter zur Desinfektion von Gebäuden und Verkehrsmitteln zur Verfügung gestellt. Die Feuerwehr im nordostpolnischen Olsztyn habe 1000 Liter reinen Alkohol erhalten, zwei Krankenhäuser der Stadt und eine Klinik in Elblag hätten insgesamt 2500 Liter bekommen, sagte eine Sprecherin der regionalen Zollverwaltung.

In den kommenden Tagen sollen demnach die Polizei, der Grenzschutz und die öffentliche Verwaltung versorgt werden. In Polen werden häufig illegale Brennereien entdeckt, insbesondere im Nordosten des Landes.

Knapp hundert nächtliche Verstöße in Berlin

14.21 Uhr: Wie in allen Bundesländern gelten auch in Berlin im Kampf gegen das Coronavirus scharfe Beschränkungen für das öffentliche Leben. Die Polizei stellt jedoch immer wieder Verstöße gegen das Corona-Infektionsschutzgesetz fest. Zuletzt überprüften die Beamten am Donnerstagabend und in der Nacht zum Freitag 98 Kneipen, Restaurants, Geschäfte und andere Objekte, wie eine Polizeisprecherin am Freitag sagte.

Als Ergebnis wurden 91 Anzeigen gestellt, oft wegen der nicht mehr erlaubten Öffnung von Kneipen oder Läden. Die Verstöße verteilten sich über die ganze Stadt.

Gleichzeitig gibt es aber auch andere Szenen in der Hauptstadt - wie dieser Tweet zeigt:

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Mehr als 10.000 Corona-Tote weltweit

14.15 Uhr: Das Coronavirus hat nach den Daten aus offiziellen Statistiken weltweit mehr als 10.000 Menschen den Tod gebracht. Die private Johns Hopkins University im US-Staat Maryland führte in ihrer Liste auf ihrer Homepage am Freitagmittag 10.038 Tote. Die tatsächliche Zahl abseits der offiziellen Statistiken dürfte deutlich höher liegen, schätzen Experten.

Mehr als 246.000 Menschen (Stand 13 Uhr) infizierten sich den von der Universität berücksichtigten offiziellen Daten zufolge bisher mit dem Erreger Sars-CoV-2, der die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. Die tatsächliche Fallzahl dürfte auch hier weitaus höher liegen. Ein großer Teil der in den letzten Monaten erfassten Betroffenen ist längst wieder gesund oder hatte von vornherein kaum oder keine Symptome.

Mit Mundschutz ins neue Parlament

14.02 Uhr: In der Slowakei hat die schrittweise Machtübergabe des Parlaments begonnen. Die konstituierende Sitzung des Parlaments in Bratislava fand im Schatten der Pandemie statt. Alle Abgeordneten trugen Mundschutz und die meisten auch Handschuhe. Nur für den Eid auf die Verfassung, den jeder Parlamentarier einzeln leisten muss, legten mehrere den Atemschutz ab.

Foto: Michal Svítok/ AP

CSU-Arbeitnehmerchef fordert Anreize für Hilfstätigkeiten in Krankenhäusern und Supermärkten

13.57 Uhr: Aus der CSU kommt der Vorschlag, in der Krise ungelernte Kräfte, Arbeitslose oder Rentner für Hilfstätigkeiten zu gewinnen. "Es gibt im Augenblick vor allem in zwei Bereichen Personalnot: im Gesundheitsbereich und in den Supermärkten. Deswegen brauchen wir Ideen und Möglichkeiten, wie Arbeitskräfte unbürokratisch aushelfen können", sagte der CSU-Bundestagsabgeordnete Volker Ullrich dem SPIEGEL. Ullrich ist auch Vorsitzender der Christlich-Sozialen Arbeitnehmerschaft (CSA).

In Krankenhäusern gebe es Arbeitsmöglichkeiten, die Ungelernte spontan wahrnehmen könnten, sagte Ullrich: "Ich denke da an die Rezeption, an die Essensausgabe, den Transport oder andere Hilfstätigkeiten, die früher Zivildienstleistende gemacht haben." In Supermärkten könnten Hilfskräfte zum Beispiel Regale einräumen.

Ullrich schlägt vor, in diesen Branchen auf Steuern und Sozialabgaben für geringfügig Beschäftigte zu verzichten und die Einkünfte nicht auf Sozialleistungen anzurechnen, damit es sich Arbeitslosengeld-II-Empfänger oder Rentner tatsächlich lohnt. "Brutto wie Netto, für mindestens zwei Monate", so Ullrichs Forderung. Weil die Jobcenter derzeit nur eingeschränkt arbeiten, fordert Ullrich Ausschreibungen im Internet. "Die können sich online melden und müssen sofort loslegen dürfen."

Baden-Württemberg verschiebt Abschlussprüfungen

13.51 Uhr: Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen haben die Abiturprüfungen bereits verschoben. Nun zieht Baden-Württemberg nach. Die Abschlussprüfungen an den Schulen finden nicht zum geplanten Zeitpunkt statt. Das teilte das Kultusministerium mit.

Der Beginn aller zentralen Abschlussprüfungen wird demnach auf die Zeit ab dem 18. Mai verlegt. Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) sagte: "Mit dem Terminplan wollen wir ermöglichen, dass die Schülerinnen und Schüler genügend Zeit für die Vorbereitung haben. Oberstes Ziel ist, dass alle faire Bedingungen für ihre Abschlussprüfungen bekommen."

Nizza sperrt Mittelmeer-Promenade und schickt Warnungen per Drohne

13.47 Uhr: In Frankreich gilt bereits seit Dienstag eine Ausgangssperre. Doch offenbar halten sich daran noch immer nicht alle. In Nizza hat der Bürgermeister darauf nun reagiert und die berühmte Promenade der Stadt sperren lassen.

Er habe die Anweisung gegeben, dass die gut sieben Kilometer lange Promenade des Anglais und weitere öffentliche Orte nicht mehr zugänglich sein sollten, sagte Christian Estrosi dem Fernsehsender LCI. Auch alle öffentlichen Märkte würden geschlossen.

Zudem hat die südfranzösische Stadt ihre Bürger mithilfe einer Drohne zur Einhaltung der Ausgangssperre aufgerufen. Über einen Lautsprecher an dem ferngesteuerten Fluggerät schallte eine Durchsage über die Strandpromenade: "Jedes Verlassen der Wohnung ist untersagt, außer mit einer Sondererlaubnis." Weiter hieß es: "Halten Sie einen Sicherheitsabstand von mindestens einem Meter ein."

Eine Verschärfung der Ausgangssperre schloss Bürgermeister Estrosi nicht aus. "Es gibt eine Gewissenlosigkeit, die, offen gesagt, unerträglich ist", sagte er mit Blick auf Bürger, die noch immer unterwegs sind.

McDonald's-Mitarbeiter helfen bei Aldi aus

13.12 Uhr: Die Coronakrise führt zu ungewöhnlichen Partnerschaften: In den kommenden Wochen werden Mitarbeiter von McDonald's bei Aldi einspringen und den Discounter dabei unterstützen, den durch die Pandemie ausgelösten Kundenansturm zu bewältigen. Das kündigten die Unternehmen in München an.

Der Hintergrund: Wegen des eingeschränkten Restaurantbetriebs werden viele Beschäftigte der Fast-Food-Kette derzeit nicht benötigt. Gleichzeitig sucht Aldi händeringend Mitarbeiter für den Verkauf und das Auffüllen der Regale.

McDonald's-Mitarbeiter, die von dem eingeschränkten Betrieb durch die Coronakrise betroffen seien und trotzdem ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen wollten, würden im Zuge der Personalpartnerschaft gezielt an Aldi vermittelt, teilten die Unternehmen mit. Dort würden sie nach Bedarf eingesetzt und zu den bei Aldi üblichen Konditionen befristet eingestellt. Nach dem Einsatz könnten sie wieder zu McDonald's zurückkehren.

"Jeder Einzelne ist in Deutschland aktuell aufgefordert, seinen Teil zur Bewältigung der Krise beizutragen. Mit dieser Lösung schaffen wir das und bieten gleichzeitig eine klassische Win-win-Situation: Unsere Mitarbeiter können - wenn sie das wollen - weiterbeschäftigt werden. Gleichzeitig profitiert Aldi von zusätzlichen Ressourcen", sagte der Deutschlandchef von McDonald's, Holger Beeck.

Dortmund verbietet Ansammlungen von mehr als vier Personen

13.04 Uhr: Auch Dortmund verschärft die Beschränkungen im Kampf gegen das Virus. Ansammlungen im öffentlichen Raum von mehr als vier Personen werden verboten. Das kündigte Ordnungsdezernent Norbert Dahmen an.

"Oberstes Ziel ist hier, weitere Infektionsketten zu vermeiden", sagte er. Mit dem Verbot wolle man die Grundlage schaffen, um zum Beispiel Partys, wie man sie zuletzt am Dortmunder Phoenix-See gesehen habe, sanktionieren zu können. Es gebe allerdings Ausnahmeregelungen, etwa bei "häuslichen Gemeinschaften". "Die Familie mit drei Kindern darf im öffentlichen Raum noch gemeinsam gehen", sagte Dahmen.

Das Verbot für die ganze Stadt soll in der Nacht zu Samstag beginnen. Bereits am Freitag sollen beliebte Plätze in der Stadt entsprechend kontrolliert werden.

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Ver.di fordert Schließung von Friseurgeschäften

12.35 Uhr: Die Gewerkschaft Ver.di hat kritisiert, dass Friseurgeschäfte dank einer Ausnahmeregelung weiter öffnen dürfen. "Es ist schlichtweg nicht möglich, als Friseurin oder Friseur den gebotenen Abstand zu den Kundinnen und Kunden einzuhalten", sagte Ver.di-Vorstandsmitglied Christine Behle. "Deswegen müssen Friseurgeschäfte geschlossen werden." Aber das könne nur geschehen, "wenn die Existenzen der Beschäftigten und Betriebe abgesichert werden". Nötig seien unbürokratische Hilfen für die Ladenbesitzer zur Finanzierung der laufenden Kosten und Hilfen für die Angestellten.

Der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands des deutschen Friseurhandwerks, Jörg Müller, hält die Forderungen von Ver.di für gerechtfertigt. Eine Aussage zur Schließung aller Salons will er aber nicht treffen. "Wir verlassen uns auf die Expertise der Institutionen, und das muss man in einer Krise auch", sagte Müller.

Chefökonom der LBBW warnt vor schwerer Rezession

12.28 Uhr: Ökonomen sehen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Epidemie zunehmend dramatisch. Uwe Burkert, Chefvolkswirt der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), erwartet, dass die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr um sieben Prozent schrumpft. Das wäre die tiefste Rezession seit Jahrzehnten. In der großen Finanz- und Wirtschaftskrise war die deutsche Wirtschaft 2009 um 5,7 Prozent geschrumpft. "Der ökonomische Stillstand in immer mehr Regionen der Welt macht eine weitere drastische Abwärtsrevision unserer Wachstumsprognosen notwendig", sagte Burkert auf SPIEGEL-Anfrage. "Für Deutschland und den Euroraum gehen wir nun von einer harten Rezession im Bereich von minus sieben Prozent aus." Im zweiten Quartal schätzt die LBBW das Minus sogar auf rund zehn Prozent.

Angesichts der großen Unsicherheit über die weitere Ausbreitung des Virus rät Burkert zu einem drastischen Schritt: "Ich würde empfehlen, dass die Börsen weltweit für eine Woche geschlossen werden, um den Regierungen die Möglichkeit zu geben, die stabilisierenden Maßnahmen sinnvoll zu koordinieren." Wenn die Krise alles bislang Dagewesene in den Schatten stelle und das öffentliche Leben nahezu zum Stillstand komme, könne man die Illusion der Liquidität an den Börsen nicht weiter aufrechterhalten. Zwar gebe es aus China bereits wieder ermutigende Signale, in Europa sei aber noch kein Licht am Ende des Tunnels, und in den USA nehme die Pandemie weiter Fahrt auf.

In Bayern und Hessen müssen Restaurants schließen

12.20 Uhr: Zur Eindämmung des Coronavirus müssen in Bayern ab Samstag auch Restaurants und Biergärten schließen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen, auch die "Nürnberger Nachrichten" berichteten darüber. Take-away-Angebote sollen demnach aber weiter möglich sein. Ob es weitere Ausgangsbeschränkungen für die Menschen geben würde, war demnach noch offen - darüber werde aktuell noch im Kabinett beraten, hieß es.

In Hessen sollen Restaurants und Gaststätten ab Samstagmittag geschlossen werden. Das teilte die Staatskanzlei am Freitag in Wiesbaden mit.

Österreich verlängert Ausgangsbeschränkungen

11.15 Uhr: In Österreich werden die Ausgangsbeschränkungen zum Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus um drei Wochen verlängert. Sie gelten damit bis Ostermontag, den 13. April, sagte Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Österreicher dürfen derzeit nur aus drei Gründen das Haus verlassen: für je nach Beruf nicht aufschiebbare Arbeit, notwendige Besorgungen oder Hilfe für andere Menschen. Wer im dringenden Fall ins Freie möchte, der darf das Kurz zufolge "ausschließlich allein machen oder mit den Personen, mit denen er in der Wohnung gemeinsam zusammenlebt".

Tschechien verschärft Bestimmungen für Grenzpendler

11.13 Uhr: Tschechien verschärft wegen der Coronakrise nun auch die Bestimmungen für Berufspendler, die die deutsch-tschechische Grenze regelmäßig überqueren. Vom Ein- und Ausreiseverbot sind Pendler weiterhin ausgenommen. Von Samstag an müssen sie jedoch ein "Ausweisbuch für grenzüberschreitende Arbeitskräfte" vorlegen. Das Formular kann im Internet heruntergeladen werden, wie das Innenministerium in Prag bekannt gab. Die Regelung gilt auch für die Grenze zu Österreich.

Rückholaktion aus Deutschland: 476 Balten wieder zu Hause

11.01 Uhr: Mit einer Sonderfähre sind mehr als 450 Menschen aus dem Baltikum nach Hause gebracht worden, die wegen der Coronakrise in Deutschland gestrandet waren. Das Schiff mit 476 Esten, Letten und Litauern kam am Freitag in Lettlands Hauptstadt Riga an. Es hatte am Mittwochabend im Fährhafen von Sassnitz auf Rügen abgelegt. Organisiert wurde die Fähre von Estlands Außenministerium. Auf der Hinfahrt nutzten 68 Bundesbürger die Gelegenheit, um nach Deutschland zurückzukehren.

Reisewarnung gilt bis Ende April

10.30 Uhr: Die Reisewarnung der Bundesregierung wegen der Coronakrise gilt zunächst bis Ende April und betrifft damit auch die Osterferien. Das gab Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) auf Twitter bekannt.

"Das ist für viele schmerzlich, aber absolut notwendig", schrieb er und appellierte: "Bleiben Sie zu Hause! Schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen!"

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Das Auswärtige Amt hatte am Dienstag die Reisewarnung für alle touristischen Auslandsreisen ausgesprochen - ein bisher einmaliger Vorgang. Eine Frist hatte er zunächst aber nicht genannt. Reisewarnungen gibt es normalerweise nur bei Gefahr für Leib und Leben, vor allem für Bürgerkriegsländer wie Syrien, Afghanistan oder den Jemen. Sie können kostenlose Stornierungen ermöglichen.

Bei der Reisewarnung geht es auch darum, zu verhindern, dass weitere Deutsche wegen Grenzschließungen und der Kappung von Flugverbindungen im Ausland stranden. Derzeit läuft die größte Rückholaktion in der Geschichte der Bundesrepublik für mehr als 100.000 Urlauber.

Weitere Milliarden für Schutzausrüstung

10.25 Uhr: Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus will das Bundesfinanzministerium weitere Milliarden für Schutzausrüstung und Beatmungsgeräte bereitstellen. Insgesamt geht es um Mittel von bis zu 2,11 Milliarden Euro, wie aus einem Schreiben der Parlamentarischen Staatssekretärin im Ministerium, Bettina Hagedorn, an den Haushaltsausschuss hervorgeht.

"Die Haushaltsmittel werden zur Bekämpfung des Ausbruchs des Coronavirus zur Aufrechterhaltung der Versorgung im Gesundheitswesen benötigt", heißt es. Der Bedarf an persönlicher Schutzausrüstung, Beatmungsgeräten und antiviralen Mitteln zur Bekämpfung des Coronavirus steige immens. Zudem gebe es "extreme Lieferengpässe bei gleichzeitig steigenden Preisen".

Israel verhängt weitgehende Ausgangssperre

9.58 Uhr: Israel hat eine weitgehende Ausgangssperre im Kampf gegen das Coronavirus verhängt - zunächst für eine Woche. Das teilte das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu mit. Menschen sollen ihre Häuser nur noch in Ausnahmefällen verlassen, beispielsweise für den Kauf von Lebensmitteln, den Gang zum Arzt sowie den Weg zur Arbeit.

Die Teilnahme an Begräbnissen und Hochzeiten sowie Demonstrationen ist erlaubt. Allerdings war zuvor bereits festgelegt worden, dass nicht mehr als zehn Personen in einem Raum sein dürfen. Außerdem darf man alten oder kranken Menschen helfen. Nach Angaben der Polizei können Menschen, die sich nicht an Quarantäne-Regeln halten, mit Strafen von umgerechnet knapp 1300 Euro belangt werden. Dem Gesundheitsministerium zufolge gibt es in Israel derzeit mehr als 600 bestätigte Covid-19-Fälle.

Großbritannien schränkt Bahnverkehr ein

9.45 Uhr: Der Bahnverkehr in Großbritannien wird wegen der Corona-Pandemie schrittweise reduziert, wie das Verkehrsministerium mitteilte. Grund sei der starke Rückgang an Reisenden. Die Regelung soll ab kommendem Montag gelten. Strecken, die für den Warenverkehr und Arbeitnehmer in einigen Branchen unverzichtbar sind, werden Verkehrsminister Grant Shapps zufolge weiter bedient.

Bereits zuvor waren etliche Züge im Land ausgefallen, unter anderem, weil viele Angestellte der privaten Bahnunternehmen in Selbstisolation sind. Auch der U-Bahn- und Busverkehr in London ist eingeschränkt.

Häftlinge in Belgien nähen Schutzmasken

9.34 Uhr: Strafgefangene in Belgien haben mit der Herstellung von Schutzmasken begonnen. Die Gefängnisse hätten Spezialtextil für 11.000 Masken, doch es fehlten Nähmaschinen, berichtete die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf eine Sprecherin des Justizvollzugs. Die Behörde rief deshalb dazu auf, den Haftanstalten halb industrielle oder industrielle Nähmaschinen zu spenden oder auszuleihen.

Auch das ist Belgien: Menschen in Brüssel posieren mit Dingen, die ihnen wichtig sind

Auch das ist Belgien: Menschen in Brüssel posieren mit Dingen, die ihnen wichtig sind

Foto: YVES HERMAN/ REUTERS

Kleine Grenzübergänge zu Frankreich und Luxemburg werden geschlossen

9.21 Uhr: Der Grenzübertritt nach Frankreich und Luxemburg soll ab diesem Freitag nur noch an bestimmten Orten möglich sein. Vor allem die kleinen Übergänge sollten nach und nach mit physischen Barrieren geschlossen werden, teilten Sprecher der Bundespolizei mit. Das gehe aus einer Ankündigung des Bundesinnenministeriums hervor.

Konkret heißt die Neuerung für die deutsch-luxemburgische Grenze auf rheinland-pfälzischer Seite, dass ein Grenzübertritt weiter möglich ist an den Stellen: A64 Mesenich, B419 Wellen, B419 Wincheringen, B418 Wasserbilligerbrück und B257 Echternacherbrück. Weitere rund 20 kleine Übergänge vor allem entlang der Sauer und der Our müssten demnach nun gesperrt werden. Ein Zeitplan sei in Arbeit.

Auf saarländischer Seite ist die Grenzübergangsstelle zu Luxemburg an der A8 Perl-Schengen weiter offen, ebenso die an der B419 Perl-Schengen. An der Grenze zu Frankreich kann der Verkehr weiter an der Goldenen Bremm in Saarbrücken (A6 und Metzer Straße), der B423 Habkirchen-Frauenberg und Überherrn-Creutzwald einreisen. Die Schließung betrifft im Saarland rund 30 Übergänge zu Frankreich.

Leverkusen untersagt Treffen im Freien

8.48 Uhr: Die Menschen in Leverkusen dürfen wegen der Coronakrise ab sofort bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr im Freien zusammenkommen. "Zusammenkünfte von zwei oder mehr Personen unter freiem Himmel" seien untersagt, heißt es in einer Allgemeinverfügung der Stadt. Ausnahme seien Gruppen, die zusammen wohnen, zum Beispiel Familien oder Wohngemeinschaften. Zusammenkünfte "bei der Erledigung von Besorgungen zur Deckung des täglichen Bedarfs" - etwa in Warteschlangen - oder aus "zwingenden beruflichen Gründen" seien ebenfalls nicht verboten.

"Leverkusen hat keine Ausgangssperre erlassen", sagte eine Sprecherin der Stadt. Zuvor hatte Freiburg eine ähnliche Maßnahme beschlossen. In Bayern gelten in einigen Gemeinden offiziell Ausgangssperren. Lesen Sie hier, was das für Einwohner bedeutet.

Stau auf der A4 an der Grenze zu Polen löst sich auf

8.32 Uhr: Der Stau auf der Autobahn 4 in Richtung deutsch-polnischer Grenze hat sich in der Nacht zu Freitag vorerst aufgelöst, wie ein Sprecher der Polizei Görlitz sagte. Am Donnerstagabend hatte der Stau noch eine Länge von etwa 20 Kilometern. Grund dafür sei eine Lockerung der polnischen Grenzkontrollen.

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Am Wochenende hatte Polen an Grenzübergängen zu Deutschland und anderen Nachbarländern Kontrollen eingeführt, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu erschweren. In der Folge stauten sich seit Dienstagmorgen Lastwagen und Autos auf der A4 in Richtung Grenzübergang Ludwigsdorf bei Görlitz. Zwischenzeitlich hatte der Stau eine Länge von etwa 60 Kilometern.

Neben der Polizei Görlitz waren das Technische Hilfswerk, das Deutsche Rote Kreuz, die Bundespolizei und seit Mittwochabend auch die Bundeswehr im Einsatz. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hatte die Staus kritisiert: "Insbesondere der Stau im Güterverkehr führt dazu, dass Lebensmittel, Medikamente und andere Hilfsgüter viel zu spät ihr Ziel erreichen."

Irans Präsident Rohani: Werden Corona und USA besiegen

08:00 Uhr: Der iranische Präsident Hassan Rohani hat sich anlässlich des persischen Neujahrs zuversichtlich gezeigt, dass die Coronakrise in dem besonders schwer betroffenen Land überwunden wird. "Wir hatte im letzten (persischen) Jahr zwei große Herausforderungen, die wir im neuen Jahr beide besiegen werden", sagte Rohani. Er meinte damit außer der Corona-Pandemie auch die US-Sanktionen im Atomstreit mit den USA.

Rohani: Virus ist "unerwünschter Gast"

Rohani: Virus ist "unerwünschter Gast"

Foto: Uncredited/ dpa

Das Coronavirus bezeichnete er als einen "unerwünschten Gast", den Iran aber bald vertreiben werde. Die US-Sanktionen hätten die iranische Wirtschaft und insbesondere den Ölsektor geschwächt, aber das Land werde auch dieses Problem über Widerstand und Ausweitung der einheimischen Produktion bewältigen, so der Präsident im Staatsfernsehen.

Brasilien verbietet Europäern Einreise

07:10 Uhr: Brasilien lässt wegen der Coronakrise Reisende aus Europa und mehreren Ländern des asiatisch-pazifischen Raums nicht mehr ins Land. Die Regelung gelte für 30 Tage, teilte die Regierung mit. Betroffen sind demnach Bürger aus der EU, aus Großbritannien, Island, Norwegen, der Schweiz, China, Japan, Südkorea, Australien und Malaysia.

Nur wer in Brasilien seinen Wohnsitz hat, dort arbeitet oder familiäre Gründe anführen kann, darf den Angaben zufolge noch einreisen. Zuvor hatte die Regierung im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus bereits für die kommenden zwei Wochen seine Landesgrenzen geschlossen.

Spanien schließt alle Hotels

 07:02 Uhr: Die spanische Regierung hat die vorläufige Schließung aller Hotels des Landes angeordnet. Im Zuge der am Wochenende verhängten Ausgangssperre müssen auch andere touristische Unterkünfte wie etwa Pensionen oder Campingplätze schließen, wie aus einer Verordnung des Gesundheitsministeriums hervorging. Dafür haben die Häuser nun maximal sieben Tage Zeit. Nur Sicherheits- und Wartungspersonal darf bleiben.

Ausgenommen seien lediglich solche Quartiere, in denen Menschen für einen längeren Zeitraum untergebracht seien oder dauerhaft lebten - vorausgesetzt diese verfügten über die nötige Infrastruktur, um die Menschen zu schützen und voneinander zu isolieren.

Ärztepräsident warnt vor Überforderung der Bürger

06.45 Uhr: Die Beschränkungen im Alltagsleben wegen des Coronavirus müssen nach Ansicht des Ärztepräsidenten Klaus Reinhardt schon jetzt klar befristet werden. "Ich glaube nicht, dass wir das, was wir jetzt tun, monatelang fortführen können", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Die Ängste und Sorgen würden die Menschen psychisch überfordern", warnte der Chef der Bundesärztekammer.

Er sprach sich für eine klare Befristung der Beschränkungen im Alltag aus und lehnte eine Ausgangssperre ab. Reinhardt forderte, schon jetzt an einem Ausstiegsszenario zu arbeiten. "Wir müssen uns Gedanken machen für den Tag X, wenn die jetzigen Maßnahmen wie Schulschließungen beendet werden."

Liam Gallagher schlägt seinem Bruder Oasis-Benefizkonzert vor

06:35 Uhr: Seit mehr als zehn Jahren sind die Brüder Liam und Noel Gallagher von Oasis zerstritten. Jetzt hat Frontsänger Liam seinem Bruder wegen der Coronakrise eine Wiedervereinigung der Band für ein Benefizkonzert vorgeschlagen. "Wenn das vorüber ist, müssen wir Oasis zu einem einzigen Auftritt für den guten Zweck zurückbringen, komm schon Noel, dann können wir zu unseren tollen Solo-Karrieren zurückkehren", schrieb der 47-Jährige bei Twitter.

Ob sich sein älterer Bruder Noel, 52, darauf einlassen wird, gilt aber als fraglich. Die beiden sind seit mehr als zehn Jahren heftig zerstritten. Noel bezeichnete seinen Bruder einmal sogar als "Idioten" und sagte, jeder Tweet Liams sei ein weiterer Sargnagel für die Hoffnung auf eine Wiedervereinigung der Band.

Virus sorgt bei Nasa-Mondlandeplänen für Verzögerung

05.59 Uhr: Eigentlich wollte die Nasa bis 2024 wieder zum Mond reisen, aber das Coronavirus könnte einen Strich durch die Rechnung machen. Jim Bridenstine, Chef der US-Raumfahrtbehörde, ordnete die Schließung von zwei Raketenproduktionsanlagen an, nachdem ein Mitarbeiter positiv auf die Krankheit getestet worden war.

Von der Leyen besorgt über Grenzstaus: "Wichtige Fracht kommt zu spät" 

04.00 Uhr: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich besorgt über teils dramatische Folgen der neuen Grenzkontrollen innerhalb Europas geäußert. "In den vergangenen Tagen sind Tausende, von Pendlern bis Lastwagenfahrern, an Grenzen gestrandet, die eigentlich keine mehr sein sollen", sagte von der Leyen der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel. "Insbesondere der Stau im Güterverkehr führt dazu, dass Lebensmittel, Medikamente und andere Hilfsgüter viel zu spät ihr Ziel erreichen."

Gesundheitsschutz sei in der Coronakrise zwar richtig. "Aber wir müssen gemeinsam Lösungen finden, die unseren Binnenmarkt in Gang halten", fügte sie hinzu. Die Situation habe sich seit Beginn der Woche etwas gebessert. 

Olympisches Feuer in Japan angekommen

03.28 Uhr: Nach bisherigem Stand finden die Olympischen Spiele in Tokio vom 24. Juli bis 9. August statt. Die Kritik von Sportlern wird immer lauter. Thomas Bach, der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, bekräftigte nun aber noch einmal, dass die Spiele wie geplant und trotz der rasanten weltweiten Verbreitung des Coronavirus stattfinden sollen. In einem Interview mit der "New York Times"  sagte der 66 Jahre alte Deutsche: "Natürlich bedenken wir verschiedene Szenarien, aber im Gegensatz zu vielen anderen Sportverbänden oder Profiligen sind wir noch viereinhalb Monate entfernt von den Spielen."

Derweil erreichte das Olympische Feuer Japan - per Flugzeug aus Griechenland.

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Kaliforniens Gouverneur verhängt Ausgangssperre für gesamten Bundesstaat

03.03 Uhr: Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom rechnet mit über 25 Millionen Coronavirus-Infektionen in dem US-Westküstenstaat, falls keine drastischen Maßnahmen gegen die Verbreitung des Erregers Sars-CoV-2 ergriffen werden. Knapp 60 Prozent der Bevölkerung könnten sich in den nächsten acht Wochen mit dem Virus anstecken, schrieb Newsom in einem Brief an US-Präsident Donald Trump . In einigen Teilen Kaliforniens würden sich die Fallzahlen alle vier Tage verdoppeln.

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In dem Anschreiben bittet der Gouverneur um die sofortige Entsendung eines Krankenhausschiffs, das im Hafen von Los Angeles anlegen soll. Beim Kongress in Washington hat Newsom Bundeshilfen in Höhe von einer Milliarde Dollar für die medizinische Versorgung und für andere Hilfsmaßnahmen während der Covid-19-Krise beantragt.

Kurz nach Veröffentlichung des Briefs erklärte Newsom zudem , dass die Menschen im gesamten Bundesstaat daheimbleiben sollen - Kalifornien ist mit 39 Millionen Einwohnern der bevölkerungsreichste Bundesstaat der USA. Die allgemeine Ausgangssperre gilt laut Newsom bereits ab Donnerstagabend (Ortszeit) für unbestimmte Zeit. Kalifornien ist damit der erste Staat in den USA, der eine derart weitreichende Auflage im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus erlässt. Zuvor galten diese Einschränkungen schon für mehrere Bezirke im Raum San Francisco.

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Notwendige Regierungsstellen, Diensteinrichtungen und wesentliche Geschäfte, darunter Lebensmittelläden und Apotheken, sollen aber geöffnet bleiben, sagte Newsom. Restaurants können weiterhin Essen ausliefern. Kalifornier dürfen auch noch spazieren gehen, allerdings müssen sie auf der Straße voneinander Abstand halten.

Bis zum Donnerstag wurden in Kalifornien 958 Infektionsfälle bekannt, 19 Menschen starben.

Verfassungsreferendum in Chile verschoben

02.39 Uhr: Wegen der Coronavirus-Krise wird das Verfassungsreferendum in Chile nicht wie geplant am 25. April stattfinden, sondern am 25. Oktober. Das teilte der Senat des südamerikanischen Landes mit. Die Regierung begrüßte die Entscheidung der Parlamentarier. Bei dem Referendum sollen die Wähler zunächst entscheiden, ob sie eine neue Verfassung wollen und wer sie ausarbeiten soll. Liegt dann ein Entwurf für einen neuen Text vor, soll er erneut bei einem Plebiszit zur Abstimmung gestellt werden.

China meldet erneut keine Neuinfektionen im Inland

02.01 Uhr: Den zweiten Tag in Folge haben die Behörden in China keine Ansteckungen mit dem Coronavirus im Inland registriert. Allerdings gebe es 39 neue Infektionsfälle unter Menschen, die aus dem Ausland eingereist seien, erklärten die Gesundheitsbehörden. Insgesamt sind in China nun 80.967 Infektionsfälle bekannt. Die Zahl der Todesopfer stieg den Angaben zufolge um drei auf 3248.

Argentinien verfügt weitgehende Ausgangssperre 

01.39 Uhr: Wegen des sich rasch ausbreitenden Coronavirus hat die argentinische Regierung eine weitgehende Ausgangssperre verfügt. Bis zum 31. März dürfen die Menschen ihre Häuser und Wohnungen nicht mehr verlassen, wie Präsident Alberto Fernández nach einem Treffen mit den Gouverneuren des südamerikanischen Landes sagte. Erlaubt seien lediglich Besorgungen in nahe gelegenen Lebensmittelgeschäften und Apotheken. 

Einige Berufsgruppen sind von der Ausgangssperre ausgenommen und können weiterhin zur Arbeit gehen: Ärzte, Pfleger und Polizisten, Mitarbeiter in der Lebensmittel-, Pharma- und Petroindustrie, Angestellte von Supermärkten und Apotheken sowie Beschäftigte von Logistikfirmen.

In Argentinien gibt es derzeit 128 bestätigte Coronavirus-Fälle. Drei Menschen sind bislang an der Erkrankung Covid-19 gestorben.

US-Republikaner bringen milliardenschweres Hilfspaket auf den Weg

01.02 Uhr: Die Republikaner im US-Senat wollen mit einem milliardenschweren Konjunkturprogramm die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie stemmen. Die meisten Steuerzahler sollen unter anderem einen Scheck über 1200 US-Dollar bekommen, pro Kind soll es zusätzlich noch 500 US-Dollar geben, wie aus einem am Donnerstagabend (Ortszeit) vorgestellten Gesetzespaket hervorging.

Es werde in Verhandlungen noch Veränderungen erfahren, es solle nun aber mit höchster Dringlichkeit verabschiedet werden, sagte der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell.

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Die Maßnahme wäre Teil eines massiven Konjunkturpakets, mit dem die Regierung rund eine Billion Dollar (umgerechnet etwa 900 Milliarden Euro) in die Wirtschaft pumpen will.

Die republikanischen Senatoren wollen das gut 200 Seiten umfassende Gesetzespaket am Freitag mit ihren demokratischen Amtskollegen besprechen, um eine gemeinsame Fassung zu erstellen. Das Hilfspaket braucht dann noch die Zustimmung des von den Demokraten kontrollierten Repräsentantenhauses. Viele Demokraten haben bereits höhere Schecks für die Amerikaner gefordert. Sie wollen auch eine Stärkung der Gesundheitsversorgung und der Arbeitslosenversicherung.

Cirque du Soleil schickt fast alle Mitarbeiter in Zwangsurlaub

00.53 Uhr: Das kanadische Zirkusunternehmen Cirque du Soleil schickt 4679 seiner Mitarbeiter in den Zwangsurlaub. Das seien 95 Prozent aller Angestellten, wie das Unternehmen mitteilte. Wegen des Coronavirus sind sämtliche 44 Shows des Cirque du Soleil weltweit derzeit ausgesetzt.

Scholz schlägt staatliche Beteiligungen an Großkonzernen vor

00.17 Uhr: Bundesfinanzminister Olaf Scholz will Großkonzernen wie der Lufthansa notfalls auch mit einer zeitweisen staatlichen Beteiligung helfen. Der Bund garantiere über die KfW-Programme Liquidität für Unternehmen, sagt der SPD-Politiker im ZDF. "Ich habe vorgeschlagen, dass wir das auch ergänzen durch Programme, wo wir dann mit Eigenkapital helfen können, uns also zeitweilig an solchen Unternehmen auch beteiligen, wenn die das sinnvoll und hilfreich finden." Dies werde in der Bundesregierung gerade alles entwickelt.

Der Staat müsse angesichts sehr solider Finanzen nicht befürchten, "dass wir keine Möglichkeiten haben, die Mittel zu bekommen, die wir jetzt brauchen", sagte Scholz. "Da geht es ja um sehr, sehr, sehr viel Geld."

Deutsche Bahn: Züge in die Schweiz fahren nur noch bis Basel 

00.12 Uhr: Nach der Einführung von Grenzkontrollen im Kampf gegen das Coronavirus müssen Bahnreisende in die Schweiz mit größeren Einschränkungen rechnen. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, enden die Züge im Fernverkehr vorzeitig an der Station Basel Badischer Bahnhof. Dies betrifft die Verbindungen von Berlin nach Interlaken Ost, von Kiel/Hamburg nach Chur sowie von Dortmund nach Basel SBB. Auch der Regionalverkehr ist demnach betroffen.

Eine Liste mit den Einschränkungen im Bahnverkehr finden Sie hier .

Dreharbeiten für "Avatar"-Fortsetzungen gestoppt 

00.05 Uhr: Durch die Coronavirus-Krise wurden in den vergangenen Tagen zahlreiche Film- und TV-Produktionen auf Eis gelegt. Betroffen sind unter anderem Großprojekte wie "The Little Mermaid", "The Last Duel", "Jurassic World: Dominion", "The Batman" - und nun auch die "Avatar"-Fortsetzungen. Die nächste Drehphase in Neuseeland sei verschoben worden, teilte Hollywoodproduzent Jon Landau mit.

Man werde aber in Studios im kalifornischen Manhattan Beach weiter an Spezialeffekten arbeiten. Im Gegensatz zu Live-Drehs könnten dabei Mitarbeiter einen sicheren Abstand voneinander halten. "Bleibe sicher, Na'vi Nation", hieß es auf der Twitterseite des Films .

Trump sagt G7-Treffen in Camp David ab

00.01 Uhr: Die US-Regierung hat das im Juni in den USA geplante Gipfeltreffen sieben führender Wirtschaftsnationen wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt. Anstatt eines Treffens in Camp David bei Washington soll es eine Videokonferenz geben, wie das Weiße Haus am Donnerstagabend erklärte. Präsident Donald Trump werde darüber hinaus auch im April und Mai mit seinen Kollegen der G7-Staaten per Videokonferenz das weitere Vorgehen im Kampf gegen die Pandemie besprechen, hieß es weiter.

aar/als/kko/mhs/hip/asc/ptz/dpa/Reuters/AFP/AP
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