+++ News-Update +++ USA erlauben Einsatz von Remdesivir bei Corona-Patienten

Nach guten Ergebnissen bei der Behandlung von Covid-19-Patienten mit Remdesivir haben US-Behörden das Medikament per Sondergenehmigung erlaubt. Beim 1. FC Köln haben sich mehrere Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Der Überblick.
Remdesivir-Hersteller Gilead: Ausnahmegenehmigung "in Lichtgeschwindigkeit"

Remdesivir-Hersteller Gilead: Ausnahmegenehmigung "in Lichtgeschwindigkeit"

Foto: Mike Blake/ REUTERS

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Kreuzfahrtschiff in Cuxhaven unter Quarantäne gestellt

23.05 Uhr: Wegen eines positiv auf das Coronavirus getesteten Besatzungsmitglieds steht ein Kreuzfahrtschiff in Cuxhaven unter Quarantäne. Das teilten der Landkreis Cuxhaven und die Reederei TUI Cruises mit.

Auf der betroffenen "Mein Schiff 3" befinden sich laut TUI derzeit keine Reisegäste. Demnach sind jedoch 2899 Crew-Mitglieder an Bord, die teilweise von anderen TUI-Schiffen auf die "Mein Schiff 3" gebracht worden waren. Von Cuxhaven aus sollten sie die Rückreise in ihre Heimatländer antreten.

Laut TUI hatten sich 15 Besatzungsmitglieder nach der Ankunft in Cuxhaven mit leichten grippeähnlichen Symptomen an das Bordhospital gewandt. Einer von ihnen sei positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die 15 Mitarbeiter seien in ihren Kabinen isoliert und würden medizinisch betreut, teilte die Reederei mit.

"Eine Gefährdung für die Bevölkerung der Stadt und des Landkreises Cuxhaven besteht nicht", erklärten Landrat Kai-Uwe Bielefeld und Cuxhavens Oberbürgermeister Uwe Santjer (SPD). "Der Personenkreis, der für die behördliche Abwicklung der Ausschiffung an Bord gegangen ist, ist genau abgrenzbar und war mit persönlicher Schutzausrüstung ausgestattet."

USA erlauben Einsatz von Remdesivir bei Corona-Patienten

22.40 Uhr: Die USA erlauben den begrenzten Einsatz des Wirkstoffs Remdesivir bei Covid-19-Patienten in Krankenhäusern. Die Ausnahmegenehmigung sei angesichts der Coronavirus-Pandemie "in Lichtgeschwindigkeit" zustande gekommen, sagte der Chef der Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde Stephen Hahn.

Eine klinische Studie hatte zuvor gezeigt, dass der ursprünglich für Ebola entwickelte Wirkstoff bei Covid-Patienten die Zeit bis zu einer Genesung um mehrere Tage verkürzen kann. Daniel O'Day, der Chef des Arzneimittelherstellers Gilead, der das Medikament herstellt, sagte, das Unternehmen werde den US-Behörden 1,5 Millionen Dosen Remdesivir spenden.

Nach Angaben von US-Vizepräsident Mike Pence, soll das Mittel ab Montag an Krankenhäuser in den USA verteilt werden.

Texas lockert Corona-Beschränkungen

21.30 Uhr: Im flächenmäßig zweitgrößten US-Bundesstaat dürfen alle Geschäfte, Restaurants, Kinos und Einkaufszentren ab heute wieder öffnen - allerdings nur bis sie 25 Prozent ihrer Besucherkapazität erreichen. Sport im Freien ist wieder in Gruppen von bis zu vier Menschen erlaubt.

Gouverneur Greg Abbott mahnte aber Vorsicht an und rief dazu auf, grundsätzlich weiterhin Abstand zu anderen Menschen einzuhalten. Das Tragen von Gesichtsmasken sei nicht verpflichtend, werde aber empfohlen. Bars, öffentliche Schwimmbäder, Fitness-Clubs, Schönheits- und Massagesalons bleiben vorerst weiter geschlossen.

Allein in Texas wurden bereits mehr als 28.000 Coronavirus-Infektionen bestätigt, mehr als 780 Todesfälle werden auf das Virus zurückgeführt. Der Donnerstag war mit 50 Toten der Tag mit den bislang meisten Todesopfern in dem Bundesstaat.

Mehrere Corona-Infizierte beim 1. FC Köln

21.12 Uhr: Beim 1. FC Köln sind drei Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der Klub mit. Am Vortag hatte die Deutsche Fußball Liga (DFL) mit den Coronatests bei den 36 Erst- und Zweitligisten begonnen.

Nach einer Bewertung der Fälle durch das zuständige Gesundheitsamt müssen die drei positiv getesteten Personen, die allesamt symptomfrei sind, in eine 14-tägige häusliche Quarantäne. Der Trainingsbetrieb in Gruppen könne aufgrund der seit Anfang April praktizierten Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen jedoch weiterhin wie geplant weiterlaufen.

Aus Rücksicht auf die Privatsphäre nannte der Klub weder Namen noch Funktion der Infizierten. Die "Bild"-Zeitung berichtete, es seien zwei Spieler und ein Physiotherapeut betroffen.

Die regelmäßigen Tests sind eine der Voraussetzungen für die von der DFL angestrebte Wiederaufnahme des Spielbetriebs der Bundesliga. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte angekündigt, erst bei der nächsten Beratungsrunde mit den 16 Ministerpräsidenten am 6. Mai eine Entscheidung über die Lockerungen der Corona-Beschränkungen im Sport zu treffen.

Macron empfängt ältesten Arzt Frankreichs

20.40 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat mit seiner Frau Brigitte den 99-jährigen Arzt Christian Chenay im Élyséepalast empfangen. Chenay ist laut der Nachrichtenagentur dpa der älteste noch praktizierende Mediziner des Landes. Medienberichten zufolge soll er seine Praxis in einem Pariser Vorort haben. "Das Beispiel, dass Sie geben, ist wirklich inspirierend", sagte Macron bei dem Treffen.

Außerdem lobte der Präsident zum Tag der Arbeit die berufstätigen Franzosen. "Die Nation behauptet sich dank der Arbeit, die heute gefeiert wird", sagte Macron. In Frankreich ist es laut dpa eher ungewöhnlich, dass sich ein Präsident zum Tag der Arbeit äußert.

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Personen in Frankreich liegt laut der Universität Johns Hopkins bei knapp über 167.000. Offiziellen Angaben zufolge sind bislang 24.594 Menschen an den Folgen des Virus gestorben. Die Ausgangsbeschränkungen im Land sollen vom 11. Mai an schrittweise gelockert werden.

SPIEGEL TV

Irische Regierung will strikte Beschränkungen bis 18. Mai aufrechthalten

20.27 Uhr: In Irland sollen zunächst nur minimal Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gelockert werden. Laut Premierminister Leo Varadkar soll es älteren Menschen ab Dienstag erlaubt sein, ihre Wohnungen zu verlassen, solange sie den Kontakt mit anderen menschen vermeiden. Der erlaubte Bewegungsradius von zwei Kilometern für alle Iren soll zudem auf fünf erweitert werden.

Ab dem 18. Mai soll der Lockdown dann in insgesamt vier Stufen gelockert werden. Zunächst soll die Arbeit im Freien, etwa für Bauarbeiter oder Gärtner wieder erlaubt werden. In Irland sind nach Angaben der Johns Hopkins Universität bislang mehr als 20.600 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert, mehr als 1.200 starben an den Folgen des Virus. Irlands Regierungschef Varadkar hatte angeboten, wegen der Pandemie wieder als Arzt auszuhelfen.

Nicht genehmigte Demonstration in Berlin

19.47 Uhr: Die "Revolutionäre 1. Mai Demonstration" gehörte eigentlich immer zum Berliner Erregungsritual. In diesem Jahr fällt die Demo wegen der Pandemie aus. Trotzdem hatten Linke und Linksradikale im Internet zu Protesten aufgerufen, nach Agenturmeldungen haben sich auch rund 1000 Menschen in Kreuzberg versammelt. Die Polizei ist mit einem großen Aufgebot rund um den Oranienplatz im Einsatz. Polizeiketten sperren die Straße. Ein Hubschrauber kreist über der Ansammlung.

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Staats- und Regierungschefs wollen 7,5 Milliarden Euro für Impfstoffe sammeln

19.21 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel und andere Staats- und Regierungschefs haben einen Aufruf zur Sammlung von 7,5 Milliarden Euro für Impfstoffe und Arzneien gegen das Coronavirus gestartet. Sie äußerten sich vor einer für Montag geplanten internationalen Geberkonferenz in einem gemeinsamen Gastbeitrag in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Unterzeichnet haben neben Merkel der französische Präsident Emmanuel Macron, Italiens Regierungschef Giuseppe Conte, die norwegische Ministerpräsidentin Erna Solberg, EU-Ratschef Charles Michel und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. 

"Wir werden alle unsere eigenen Zusagen auf den Tisch legen, und wir freuen uns, von Partnern aus der ganzen Welt begleitet zu werden", heißt es in dem Aufruf. "Die Mittel, die wir mobilisieren, werden eine beispiellose globale Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern und Regulierungsbehörden, Industrie und Regierungen, internationalen Organisationen, Stiftungen und Vertretern des Gesundheitswesens in Gang setzen."

Tag der Arbeit: Forderungen nach Ende des Lockdowns

19.15 Uhr: Die klassischen Themen verstummen auch außerhalb Deutschlands an diesem besonderen Tag der Arbeit: In Bulgarien haben die oppositionellen Sozialisten ein Ende der Corona-Beschränkungen für Unternehmen gefordert. "Die Regierung muss erlauben, dass die Firmen wieder zu arbeiten beginnen und die Leute wieder zur Arbeit gehen dürfen", sagte Sozialisten-Chefin Kornelia Ninowa.  

Wegen der Pandemie verzichteten die Sozialisten auf ihre traditionelle Kundgebung in Sofia. Auch Staatspräsident Rumen Rsdew, der den Sozialisten nahesteht, beklagte: "Das Coronavirus paralysierte viele wirtschaftliche Aktivitäten und führte zu Warteschlangen vor den Arbeitsämtern." In dem ärmsten EU-Land gilt noch bis 13. Mai ein Ausnahmezustand; eine Lockerung soll von der weiteren Entwicklung abhängen. In Bulgarien wurden bisher 1555 Coronavirus-Infektionen nachgewiesen. 68 Menschen starben an den Folgen von Covid-19.

Grausiger Fund in New York: "Uns kommen die Leichen zu den Ohren raus"

18.50 Uhr: In der Nähe einer Bestattungsfirma in New York sind Dutzende Leichen in mehreren Transportern gefunden worden. Er habe die Fahrzeuge angemietet, weil es angesichts der vielen Toten in der Coronavirus-Pandemie keinen Platz mehr in den eigenen Räumen gegeben habe, sagte der Besitzer des Unternehmens im Stadtteil Brooklyn am Donnerstag der "New York Times". Außerdem sei sein Kühlraum ausgefallen, und der Bedarf an Miet-Kühllastern sei derzeit so groß, dass er nicht mehr genügend bekommen habe. "Mir ist der Platz ausgegangen. Uns kommen die Leichen zu den Ohren raus." Anwohner hatten wegen des Verwesungsgeruchs aus den Lastern die Polizei alarmiert. Später wurden die Leichen in einen gekühlten Lastwagen verlagert. Die Situation sei "schrecklich" und "absolut inakzeptabel", sagte New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio.

Roboter helfen in Japan Covid-Patienten

18.33 Uhr: Sie tragen die schönen Namen Pepper und Whiz - und sind Roboter. Pepper redet und grüßt freundlich - Whiz macht sauber. Die Roboter gab es schon vor der Coronakrise im technikverrückten Japan. Doch jetzt kommen sie in einem zur Krankenstation umgebauten Hotel zum Einsatz, um das Infektionsrisiko zu minimieren. In Kontakt kommen sie aber nur mit Patienten, die einen eher milden Verlauf von Covid-19 zeigen. Die Roboter sollen künftig auch in vier weiteren umfunktionierten Hotels in Japan aushelfen.

Roboter Pepper im Einsatz in Vor-Corona-Zeiten: Aufnahme von 2016

Roboter Pepper im Einsatz in Vor-Corona-Zeiten: Aufnahme von 2016

Foto: FRANCOIS LENOIR/ REUTERS

Small-Talker Pepper musste für die Corona-Zeit umprogrammiert werden: So erinnert er nun die Patienten regelmäßig daran, ihre Temperatur zu messen. Wen das nervt, der dürfte schon auf dem Weg der Genesung sein.

102-Jährige überlebt Covid-19: "Sie hat schwer gekämpft - und es geschafft"

18.11 Uhr: Mal eine gute Nachricht: In Singapur hat die 102-Jährige Yap Lai Hong eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus überlebt. Nach ihrer Entlassung aus dem Hospital teilte ihr Altenheim mit: "Wir heißen unsere Bewohnerin willkommen, die so schwer gekämpft und es geschafft hat." Zwei andere Bewohner des Heims waren an Covid-19 gestorben. Ein großer Teil der mehr als 230.000 Toten weltweit sind alte Menschen. Der Stadtstaat Singapur hatte anfangs viel Erfolg im Kampf gegen das Virus, doch ist die Zahl der Infektionen im April überraschend drastisch angestiegen. Vor allem schlecht bezahlte Wanderarbeiter, die in engen Unterkünften leben, infizieren sich.

Hamburg: Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern Fläche bleiben doch zu

17.20 Uhr: Die Verkaufsfläche im Hamburger Einzelhandel bleibt zur Eindämmung des Coronavirus auf 800 Quadratmeter beschränkt. Das Hamburgische Oberverwaltungsgericht bestätigte am Donnerstag eine Verfügung des Senats, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Damit korrigierte das Gericht auf Antrag der Stadt eine gegensätzliche Entscheidung des Verwaltungsgerichts aus der vorigen Woche. Geklagt hatte die Betreiberin eines großen Sportgeschäfts.

Das Gericht teilte mit, es halte die Einschätzung der Stadt, eine Beschränkung der Verkaufsflächen trage maßgeblich zum Schutz der Bevölkerung und zur Sicherung des Gesundheitssystems bei, für stichhaltig. Der Kontrollaufwand wäre wegen der geltenden Hygienevorschriften bei einer Freigabe der gesamten Verkaufsfläche der großen Geschäfte deutlich erhöht. Die Stadt dürfe zudem davon ausgehen, dass die großen Einzelhandelsgeschäfte viele Menschen in die Stadt lockten - was das Infektionsrisiko erhöhe.

Unicef: Flugstreichungen gefährden Routine-Impfungen in Dutzenden Ländern

16.35 Uhr: Kein Flieger, kein Nachschub: Seit dem 22. März sind nach Angaben des Weltkinderhilfswerks Unicef die Impfstofflieferungen wegen der zahlreichen Flugstreichungen um 70 bis 80 Prozent zurückgegangen. Sollte die Lage länger andauern, gingen den betroffenen Ländern bald die Impfstoffe ganz aus.

Derzeit könnten diese Länder noch auf ihre Notreserven zurückgreifen, doch ließen sich damit nur drei Monate überbrücken, hieß es weiter. Die Gefahr, dass verheerende Epidemien wie die Masern dadurch wieder aufflammten, sei groß. Am schwersten von den Engpässen betroffen sind demnach 26 Länder, vor allem in Afrika, aber auch asiatische Staaten wie Nordkorea oder Myanmar.

Erleichterungen für Pendler an deutsch-französischer Grenze

16.03 Uhr: Die Bundespolizei hat den Grenzübergang zwischen Nonnenweier (Ortenaukreis) und Gerstheim geöffnet. Nach Angaben von Innenminister Thomas Strobl soll Anfang kommender Woche auch der Übergang von Rastatt-Wintersdorf nach Beinheim wieder geöffnet werden. "Wenn sich die Lage in Baden-Württemberg und dem Elsass angleicht, was das Infektionsgeschehen und das öffentliche Leben angeht, können die Grenzkontrollen weiter zurückgefahren werden", teilte Strobl mit. "Jetzt können auch sukzessive geschlossene Grenzübergänge geöffnet werden."

Hunderte Touristen noch auf Malediven gestrandet

15.55 Uhr: Knapp tausend Touristen sitzen immer noch auf den Malediven fest. Darunter auch mehrere Deutsche. Das sagte die Tourismusbehörde des Inselstaats der dpa. Rund 180 dieser Urlauber hätten zeitweise am Flughafen ausgeharrt und auf Flüge Richtung Heimat gehofft. Da es zurzeit aber nur Evakuierungsflüge gebe, hätten sie maledivische Behörden kostenlos in einem Hotel untergebracht.

Gouverneurin Gretchen Whitmer: Trumps Lieblingsfeindin

In der Coronakrise steht Gretchen Whitmer im Fokus. Die Gouverneurin von Michigan ist das Feindbild der Trump-Anhänger, ihre Gegner ziehen sogar bewaffnet ins Parlamentsgebäude - für die Demokraten ist sie eine Hoffnungsträgerin.

Spanien schließt Feldkrankenhaus

15.04 Uhr: Spanien hat keinen Bedarf mehr für eine eigens für Corona-Patienten eingerichtete Klinik. In der Krise waren in dem mit 1350 Betten ausgestatteten Feldkrankenhaus etwa 4000 Patienten versorgt worden. Es bleibe jedoch ausgestattet, sodass es für den Fall einer zweiten Welle jederzeit wieder eröffnet werden könne, teilen die Behörden mit.

Am Samstag werden die Ausgangsbeschränkungen in Spanien weiter gelockert. Aufgeteilt nach Altersgruppen dürfen Spanier zu bestimmten Zeiten ihre Wohnungen für sportliche Aktivitäten oder Spaziergänge wieder verlassen.

CDU-Wirtschaftsrat legt Zehn-Punkte-Plan für Lockerungen vor

14.56 Uhr: Wegen des Coronavirus steht das öffentliche Leben in vielen Bereichen still. Mit einem Ausstiegsplan wirbt der CDU-Wirtschaftsrat nun für Lockerungen - und warnt vor einer Insolvenzkrise.

Meereszentrum sucht Video-Chatpartner für vereinsamte Aale

14.56 Uhr: Nach der Corona-bedingten Schließung eines Aquariums in Japan reagieren Aale dort scheu auf Menschen. Das Meereszentrum will deshalb jetzt virtuelle Besucher vor die Becken holen.

Klöckner fordert sorgsamen Umgang mit Lebensmitteln

14.28 Uhr: Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) hat an das Verantwortungsbewusstsein der Verbraucher appelliert und zu einem sorgsamen Umgang mit Lebensmitteln aufgerufen. "Jetzt ist wichtig, dass Hamsterkäufe nicht dazu führen, dass Lebensmittel vom Kühlschrank und dem Vorratsraum in die Abfalltonne wandern", sagte Klöckner der "Augsburger Allgemeinen". Die gekauften Produkte sollten nun auch verbraucht werden, solange sie genießbar seien, sagte die Ministerin. Alternativ könne man die Lebensmittel einfrieren oder spenden.

Der 2. Mai wurde 2016 von der Umweltorganisation WWF symbolisch zum "Tag der Lebensmittelverschwendung" ausgerufen. Es ist der Zeitpunkt im Jahr, ab dem in Deutschland statistisch gesehen Lebensmittel nicht mehr für die Tonne, sondern für den Teller produziert werden.

Chinas Provinz Hubei senkt Alarmstufe

14.22 Uhr: Die chinesische Provinz Hubei mit der Hauptstadt Wuhan hat die Alarmstufe in der Coronakrise zurückgesetzt. Statt der höchsten gelte nun ab Samstag die zweithöchste, teilten die regionalen Behörden mit. Entsprechend würden die Auflagen für die Menschen in der Provinz gelockert, die als Epizentrum der Pandemie gilt. Welche Einschränkungen im Einzelnen aufgehoben werden, wurde zunächst nicht mitgeteilt.

Nach Angaben der Behörden gibt es in der Millionenstadt Wuhan keinen Corona-Patienten mehr in einer Klinik. Die Provinz Hubei habe keinen einzigen Infektionsfall mehr seit Anfang April. China insgesamt meldete am Freitag zwölf neue Fälle, von denen acht auf Reisende aus dem Ausland zurückzuführen seien.

Grenzbürgermeister verzweifeln an der Coronakrise

Oberndorf in Österreich und Laufen in Bayern waren jahrhundertelang eins. Nun stehen wegen der Coronakrise wieder Grenzposten zwischen den beiden Städten, die Bürgermeister kämpfen gegen Willkür und Hysterie.

DGB warnt vor Jobabbau

13.57 Uhr: Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) macht Front gegen generelle Einschnitte zulasten der Arbeitnehmer im Windschatten der Coronakrise. "Ich warne die Unternehmen dringend davor, die Krise jetzt für zusätzlichen Arbeitsplatzabbau zu missbrauchen", sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann der Deutschen Presse-Agentur zum Tag der Arbeit. "Wenn es wieder bergauf geht, werden ihnen diese Fachkräfte fehlen." Anstatt nun die alte Melodie "Wir müssen den Gürtel enger schnallen" zu bedienen, müsse mit ordentlichen Löhnen die Kaufkraft breiter Bevölkerungsschichten gesichert werden.

"Dazu gehört auch ein armutsfester Mindestlohn - und der liegt bei zwölf Euro die Stunde", sagte Hoffmann. "Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn Unternehmen ihre Bonizahlungen und Dividenden streichen und stattdessen ordentlich in die Zukunft investieren." Derzeit liegt der gesetzliche Mindestlohn bei 9,35 Euro.

"Wir sind gut gerüstet, um gemeinsam gut aus der Krise zu kommen", betonte der DGB-Chef. "Unser starker Sozialstaat und die Solidarität der Menschen helfen Wirtschaft und Beschäftigten in der Krise." Auch die milliardenschweren Rettungsprogramme seien richtig. Die damit einhergehende höhere Staatsverschuldung sei zu verkraften. "Wer jetzt nur von Belastungen redet, ignoriert, dass alle Staatshilfen für Unternehmen und Leistungen für die Menschen ja gerade darauf ausgerichtet sind, dauerhafte Schäden der Krise abzuwenden."

Russischer Regierungschef mit Sars-CoV-2 infiziert

13.20 Uhr: Russland Regierungschef Michail Mischustin hat sich mit dem Coronavirus infiziert und seine Amtsgeschäfte vorläufig niedergelegt. Er begebe sich in Selbstisolation, sagte der 54-Jährige am Donnerstagabend in Moskau. Das Staatsfernsehen übertrug eine entsprechende Videoschalte des Ministerpräsidenten mit Kremlchef Wladimir Putin. Der Präsident äußerte die Hoffnung auf eine rasche Genesung Mischustins. Vizeregierungschef Andrej Beloussow soll nunmehr die Aufgaben Mischustins übernehmen. Putin ernannte ihn vorübergehend per Erlass zum Ministerpräsidenten.

Der Arbeit des Krisenstabs müsse weitergehen, hieß es. Kremlsprecher Dmitri Peskow betonte, dass der Politiker nach seiner Genesung wieder auf seinen Posten zurückkehren solle. Dass die Bürger quasi in Echtzeit über einen Krankheitsfall in der Staatsführung informiert werden, hat Seltenheitswert in Russland. Mischustin war bislang Russlands wichtigster Manager im Kampf gegen die Coronakrise. In der russischen Hauptstadt gelten seit Wochen sehr strenge Ausgangssperren für Bürger wegen der Pandemie. Politiker allerdings bewegen sich frei und arbeiten weiter in ihren Büros.

"Sie sind ein sehr aktiver Mensch, ich möchte Ihnen für Ihre Arbeit danken, die bisher erledigt wurde", sagte Putin bei der im Fernsehen gezeigten Schalte mit Mischustin

"Sie sind ein sehr aktiver Mensch, ich möchte Ihnen für Ihre Arbeit danken, die bisher erledigt wurde", sagte Putin bei der im Fernsehen gezeigten Schalte mit Mischustin

Foto: imago images/Xinhua

Laschet bleibt bei Kurs der schrittweisen Lockerungen

13.10 Uhr: Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hält an seinem Kurs der schrittweisen Lockerungen in der Coronakrise fest. "Im demokratischen Rechtsstaat ist es selbstverständlich, den Menschen ihre Freiheitsrechte zurückzugeben, sobald dies unter Abwägung aller relevanten Aspekte möglich ist", sagte Laschet dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Mögliche weitere Schritte würden anhand medizinischer Kriterien sowie unter Berücksichtigung sozialer und wirtschaftlicher Aspekte bewertet.

Mit der von ihm geforderten Rückkehr in eine "verantwortungsvolle Normalität" habe er "angemahnt, zwischen der Stilllegung des öffentlichen Lebens und den Schäden, die die Schließungen verursachen, besser abzuwägen". Abstands- und Hygieneregeln seien verhältnismäßiger als pauschale Schließungen: "Wo Öffnungen verantwortbar sind, sollten wir sie vorsichtig, behutsam, tastend ermöglichen und gleichzeitig deutlich machen, in welchem Bereich derzeit keine Öffnungen möglich sind", sagte Laschet der Zeitung.

"You are the Champions": Queen rockt für Corona-Helfer

12.40 Uhr: Die britische Rockband Queen hat ihren Songklassiker "We Are The Champions" für einen guten Zweck neu aufgenommen. Die Benefiz-Single "You Are The Champions" soll ein Dankeschön an medizinisches Personal sein. Die Einnahmen kommen demnach der Covid-19-Stiftung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zugute, die Mediziner auf der ganzen Welt unterstützt.

Den Song nahmen Gitarrist Brian May, Schlagzeuger Roger Taylor und US-Sänger Adam Lambert jeder für sich in der Isolation zu Hause auf und fügten sie dann zusammen. Dazu veröffentlichte die Band ein Musikvideo, das auch Aufnahmen aus Krankenhäusern zeigt.

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Taylor, dessen Tochter als Ärztin in London arbeitet, lag das Projekt besonders am Herzen: "Als Vater einer Tochter an der Front ist mir absolut bewusst, wie lebenswichtig die Arbeit ist, die sie (die Mitarbeiter der Gesundheitsdienste) täglich leisten, um uns und unsere Gesellschaft zu retten", sagte er dem Sender BBC. May sagte, er sei "wütend und traurig", dass von medizinischem Personal erwartet werde, das eigene Leben zu riskieren, ohne dass die notwendige Schutzausrüstung zur Verfügung stünde. Der staatliche Gesundheitsdienst NHS sei seit vielen Jahren in einem schlechten Zustand: "Und das ist der Preis, den wir jetzt zahlen müssen."

Kollaps der Volkswirtschaft: Minus 15 Milliarden Euro pro Woche

McKinsey hat ausgerechnet, wie stark die Wirtschaftsleistung derzeit einbricht. Die Prognose der Unternehmensberater: Deutschland erreicht erst 2028 wieder den alten Wachstumspfad. Und auch nur, wenn es alles richtig macht.

Enormer Anstieg des Haushaltsdefizits in Spanien

12.08 Uhr: Das Haushaltsdefizit in Spanien wird dieses Jahr auf das höchste Niveau seit dem Höhepunkt der Eurokrise in die Höhe schießen. Man erwarte wegen sinkender Steuereinnahmen und höherer Staatsausgaben ein Minus von knapp 116 Milliarden Euro oder 10,34 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP), teilte die Regierung mit. Das wäre das höchste Defizit seit 2012, als 10,7 Prozent registriert wurden. Im vorigen Jahr hatte sich der Fehlbetrag auf 2,8 Prozent belaufen.

So geht Sommerurlaub in Deutschland

Aus der Reisetraum? Der Sommer muss in Deutschland verbracht werden? Keine Sorge, auch vor der Haustür gibt es tolle Ferienorte. Hier sind die besten Tipps und Planungshilfen.

Tschechien zieht Lockerungs-Fahrplan vor

12.00 Uhr: Die tschechische Regierung beschleunigt abermals ihren Lockerungs-Fahrplan. Vom 11. Mai an dürfen die Kulturinstitutionen des Landes wieder öffnen, wenn sie maximal 100 Menschen gleichzeitig einlassen. In den Museen, Galerien, Theatern, Kinos und Konzertsälen müssen Mindestabstände zwischen den Besuchern eingehalten werden. Ab dem 11. Mai dürfen auch Veranstaltungen wie Hochzeiten, Sportevents und Gottesdienste mit bis zu 100 Teilnehmern stattfinden. Friseursalons dürfen dann öffnen, wenn die Mitarbeiter nicht nur einen Mundschutz, sondern auch ein Schutzvisier tragen.

Große Hoffnungen setzt die Regierung in das Projekt der sogenannten intelligenten Quarantäne, das seit Freitag landesweit verfügbar ist. Mithilfe von Handy- und Bankdaten können die Gesundheitsämter die Kontakte einer infizierten Person zurückverfolgen. Voraussetzung ist die Einwilligung des Betroffenen. In Tschechien gab es bis Freitag 7689 bestätigte Infektionen, 237 Menschen starben.

Tennis ist zurück: Turnierstart in Höhr-Grenzhausen

11.40 Uhr: Es wird wieder Tennis gespielt. Auf einem Ascheplatz in Höhr-Grenzhausen im Westerwald hat die "Tennis Exhibition" begonnen. Es ist das erste Tennisturnier seit der Aussetzung des kompletten Spielbetriebs Anfang März und eines der ersten nicht-virtuellen Sportereignisse in der Coronakrise. Gespielt wird im Gruppenformat auf zwei verkürzte Gewinnsätze und vier Spiele pro Satz, bei 3:3 geht es in den Tiebreak. Ausschließlich deutsche Spieler sind am Start.

George Soros: "Die EU muss sich zusammenraufen - oder sie zerfällt"

In der Coronakrise braucht die EU mindestens eine Billion Euro - und ein gemeinsames Finanzierungsinstrument. Die Lösung wäre eine "ewige Anleihe", die nie zurückgezahlt werden muss. Ein Gastbeitrag von George Soros.

Demonstranten belagern Parlament in Michigan

11.13 Uhr: Während einer Demonstration gegen Corona-Maßnahmen im US-Bundesstaat Michigan sind bewaffnete Protestierer am Donnerstag ins Parlamentsgebäude in der Hauptstadt Lansing eingedrungen. Mehrere Hundert Menschen versammelten sich US-Medien zufolge im Eingangsbereich des Amtssitzes der Gouverneurin Gretchen Whitmer. Zum Teil bewaffnet und Plakate sowie Fahnen schwenkend forderten sie das Ende des Notstandes im Bundesstaat.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus hat Michigan wie andere US-Bundesstaaten weitreichende Ausgangsbeschränkungen verhängt. Allerdings muss die Demokratin Whitmer die Bestimmungen gegen den zunehmend erbitterten Widerstand der republikanischen Mehrheit im Parlament durchsetzen. Die Ausgangssperre war zunächst bis Ende April festgesetzt, aber schon in der vergangenen Woche bis Mitte Mai verlängert worden. Am Freitag unterschrieb Whitmer eine Exekutivorder für eine Ausweitung des Notstands bis zum 28. Mai. (Lesen Sie hier mehr dazu)

Zum Teil bewaffnet und Plakate sowie Fahnen schwenkend forderten sie das Ende des Notstandes im Bundesstaat.

Zum Teil bewaffnet und Plakate sowie Fahnen schwenkend forderten sie das Ende des Notstandes im Bundesstaat.

Foto:

SETH HERALD/ REUTERS

Die Grünen und die Coronakrise: In der Findungsphase

Das Coronavirus hat die Grünen hart getroffen. Der Höhenflug ist vorerst vorbei, die Union in den Umfragen davongezogen. Die Partei dringt kaum noch durch, ihre Rolle in der Krise hat sie noch nicht gefunden.

Pflege-Arbeitgeber warnen vor Lockerung der Zugangsbeschränkungen für Altenheime

10.41 Uhr: Der Arbeitgeberverband Pflege hat vor teilweisen Lockerungen der strengen Zugangsbeschränkungen für Alten- und Pflegeheime gewarnt. Die Besuchsregelungen in Altenpflegeheimen "dürfen nicht zum Spiel auf Leben und Tod werden", erklärte der Verband. Die alten, meist hochbetagten Bewohner gehörten zur Hochrisikogruppe und müssten besonders geschützt werden.

Friedhelm Fiedler, Vizepräsident des Arbeitgeberverbands Pflege, kritisierte die "wenig durchdachten Lockerungsübungen bei den Besuchsverboten", wie sie jetzt etwa in Bayern, Hessen oder Niedersachsen angekündigt wurden, als verantwortungslos: "Pflegeheime sind für alte und mehrfach erkrankte Menschen sehr sichere Orte. Das muss so bleiben." Die Heimbewohner, aber auch das Personal müssten bestmöglich geschützt werden.

Amazon-Chef warnt vor Verlusten

10.35 Uhr: Für Amazon laufen die Geschäfte in der Krise bestens, Onlineshopping und Clouddienste erleben einen Boom. Trotzdem warnt CEO Jeff Bezos vor möglichen Verlusten - und wird dabei immer reicher.

Verdi will nach Pandemie bessere Bezahlung notfalls mit Streiks durchsetzen

10.00 Uhr: Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will nach dem Höhepunkt der Corona-Pandemie bessere Arbeitsbedingungen und eine bessere Bezahlung besonders in den systemrelevanten Berufen notfalls auch mit Streiks durchsetzen.

"Wir werden Tarifvertrag für Tarifvertrag aufrufen und alle die beim Wort nehmen, die zurzeit täglich eine größere gesellschaftliche Anerkennung für diese Berufe fordern, in denen besonders viele Frauen arbeiten", erklärte der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke zum Tag der Arbeit. Gleichzeitig sei es eine "gesellschaftliche Aufgabe, für den Erhalt jedes Arbeitsplatzes zu kämpfen, der gefährdet ist, ob in der Tourismusbranche, im Luftverkehr, in Kultureinrichtungen oder im Handel."

Die gesetzliche Erhöhung des Kurzarbeitergeldes wertete Werneke als Erfolg der Gewerkschaften. "Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Erhöhung erst ab dem vierten Monat für viele Beschäftigte in Dienstleistungsbranchen mit niedrigen Einkommen und einem hohen Anteil an Teilzeitarbeit viel zu spät kommt."

Kritik übte der Verdi-Chef auch an Unternehmen, die in der Coronakrise staatliche Unterstützungsgelder erhielten und gleichzeitig versuchten, Arbeitsplätze zu vernichten. Es müsse verhindert werden, dass mithilfe von Steuergeldern Personalabbau finanziert werde oder Dividenden an Aktionäre und Boni an Führungskräfte gezahlt würden. Deshalb sei es wichtig, dass "der Staat an Unternehmen, die mit Steuergeldern gerettet werden, aktiv beteiligt ist und so verantwortlich dafür bleibt, was mit dem Steuergeld passiert".

Positive Bilanz nach einer Woche Maskenpflicht in Bayerns Nahverkehr

09.45 Uhr: Nach knapp einer Woche Maskenpflicht in Bayerns öffentlichen Verkehrsmitteln hat das Verkehrsministerium eine positive Bilanz gezogen. "Die Maskenpflicht stößt auf große Akzeptanz", erklärte Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU).

Seit Montag müssen Fahrgäste in öffentlichen Verkehrsmitteln, an Bahnhöfen, Haltestellen und in Servicecentern Mund und Nase mit einer Maske, einem Tuch oder Schal bedecken. "Rückmeldungen von den Verkehrsverbünden zeigen, dass die große Mehrheit der Fahrgäste eine Mund-Nasen-Bedeckung trägt, an vielen Stellen sind es 98 oder sogar 99 Prozent", sagte Schreyer. "Bewusste Verstöße gibt es kaum."

Mehr als 1600 neue Fälle in Deutschland

9.26 Uhr: In Deutschland ist die Zahl der festgestellten Infektionen um 1639 auf 160.758 gestiegen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilt. Die Zahl der Covid-19-Todesfälle legt um 193 auf 6481 zu.

Boeing treibt bei Investoren 25 Milliarden Dollar auf

09.21 Uhr: Der US-Flugzeugbauer will sein Überleben ohne staatliche Zuschüsse sichern. Das scheint zu klappen. Einige Projekte könnten dabei aber auf der Strecke bleiben - zumindest vorläufig.

Japans Kaiser sorgt sich um Mitmenschen wegen Corona-Pandemie

08.29 Uhr: Auch Japans Kaiser Naruhito ist besorgt über die andauernde Corona-Pandemie. Auf dem Weg in seinen Palast grüßte der 60-jährige Monarch am Freitag, dem 1. Jahrestag seiner Thronbesteigung, einzelne Passanten von seiner Limousine aus, wobei er dabei eine Schutzmaske trug. Die Ausbreitung der neuartigen Lungenkrankheit sei eine "große Herausforderung" für die Menschheit, wurde der Kaiser von der Nachrichtenagentur Kyodo nach einer Besprechung mit einem Regierungsberater zitiert. Er sei tief besorgt, viele Menschen seien in einer schwierigen Lage.

Japan erwägt trotz sinkender Neuinfektionen mit dem Coronavirus eine Verlängerung des seit zwei Wochen geltenden Notstands voraussichtlich um einen Monat. Der zunächst bis zum 6. Mai geltende Notstand bedeutet keine Ausgangssperren wie in Europa. Die Bürger des Landes sind lediglich aufgefordert, nach Möglichkeit zu Hause zu bleiben. Bislang sind in Japan rund 15.000 Infektions- und 460 Todesfälle offiziell registriert. Inzwischen zeige der Trend der täglichen Neuinfektionen nach unten, hieß es seitens der Regierung.

Verbotene Stadt und Große Mauer wieder geöffnet

07.59 Uhr: Mehr als drei Monate nach der Schließung sind der Kaiserpalast in Peking und die Große Mauer wieder für Besucher geöffnet worden. Auch Parks und Museen öffneten am Freitag ihre Tore. Eintrittskarten mussten über das Internet bestellt werden. Die Zahl der Besucher wurde stark begrenzt. Der auch Verbotene Stadt genannte Kaiserpalast lässt 5000 Besucher täglich zu - früher waren 80.000 erlaubt. Städtische Parks erlauben nur 30 Prozent der üblichen Besucherzahlen.

An den Eingängen wurde Fieber gemessen. Besucher mussten Mundschutz tragen und mit einem grünen Code auf einer in China jetzt weit verbreiteten Handy-App nachweisen, dass sie nicht krank sind oder Kontakt zu Infizierten hatten. Auch mussten sie Abstand halten.

Die Gesundheitskommission meldete am Freitag landesweit nur zwölf neue Ansteckungen, davon sechs bei heimkehrenden Chinesen. Seit mehr als zwei Wochen ist kein Todesfall mehr berichtet worden. Offiziell sind seit Ausbruch der Lungenkrankheit in China 4633 Tote sowie 83.000 Infektionen berichtet worden. Beobachter gehen aber davon aus, dass viele Fälle nicht in der Statistik mitgezählt worden sind. 599 Patienten werden derzeit noch in Krankenhäusern behandelt.

Tourismusbeauftragter bringt Rettungsfonds für Reisebranche ins Spiel

07.50 Uhr: Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, hat einen Rettungsfonds für die angeschlagene Reisebranche sowie Verbraucher ins Spiel gebracht - falls eine Gutscheinlösung für abgesagte Reisen nicht klappt. Der CDU-Politiker sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Der Druck in der Reisebranche wächst von Tag zu Tag. Die Lage ist mehr als angespannt. Die Reiseveranstalter und Reisebüros brauchen jetzt Verlässlichkeit."

Bareiß sagte mit Blick auf die anhaltende Debatte mit der EU-Kommission über eine Gutscheinlösung: "Diese mehr als ärgerliche Hängepartie gefährdet so langsam Unternehmen und Beschäftigte." Eine abgesicherte Gutscheinlösung wäre seines Erachtens in dieser außergewöhnlichen Situation ein gangbarer Weg. "Sollte es dafür aber in Europa und der Bundesregierung keine Mehrheit geben, braucht es schnell einen umfangreichen Rettungsfonds, der Verbrauchern und Beschäftigten durch diese schwere Durststrecke hilft."

Bund und Länder hatten bei Beratungen am Donnerstag die zuständigen Fachminister beauftragt, Vorschläge für Rahmenbedingungen einer schrittweisen Öffnung von Gastronomie- und Tourismusangeboten vorzubereiten. Dies soll bis zur übernächsten Konferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten geschehen - die nächsten Gespräche sind am 6. Mai geplant.

Bericht: Mehr Arbeitnehmer melden sich krank

07.30 Uhr: Laut einem Medienbericht ist die Zahl der krankgeschriebenen Arbeitnehmer in der Coronakrise stark gestiegen. Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) verzeichnete im April 43 Prozent mehr Krankschreibungen als im März, wie die "Augsburger Allgemeine" unter Berufung auf einen Bericht des GKV-Spitzenverbandes berichtete. Demnach stieg die Zahl der gesetzlich Versicherten, die im April arbeitsunfähig geschrieben waren, auf 2,13 Millionen. Im März waren es noch 1,49 Millionen.

Wegen der Coronavirus-Pandemie dürfen sich Arbeitnehmer mit leichten Erkrankungen der Atemwege derzeit telefonisch krankschreiben lassen. Die Ausnahmeregelung gilt bis zum 18. Mai.

Städte fordern Hilfe für Klimaschutz

07.14 Uhr: Der Deutsche Städtetag fordert angesichts der Coronakrise Hilfe von Bund und Ländern für den Klimaschutz. "Die Folgen der Corona-Pandemie treffen massiv auch die Haushalte der Städte", sagte Helmut Dedy, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages. Kommunen könnten ihre klimaschützenden Maßnahmen nur dann erfolgreich weiterführen, wenn sie ausreichend unterstützt würden. "Die Städte müssen handlungsfähig bleiben und brauchen wegen wegbrechender Steuereinnahmen und steigender Ausgaben einen kommunalen Rettungsschirm."

Erste Städte in Brasilien machen komplett dicht

06.59 Uhr: Angesichts steigender Infektionszahlen ordnet ein Richter in Brasilien erstmals den Lockdown für mehrere Städte an. In Sao Luís, der Hauptstadt des nördlichen Bundesstaats Maranhao, und drei weiteren Städten in der Umgebung werden demnach von 5. Mai an für zehn Tage alle nicht essenziellen Aktivitäten ausgesetzt, wie aus einer Erklärung der Justiz von Sao Luís am Donnerstag hervorging.

Den Staatsanwälten zufolge, die den Antrag gestellt hatten, war die Maßnahme notwendig, weil alle 112 öffentlichen Intensivbetten für Covid-19-Patienten belegt sind. In einem Interview des Portals "G1" begründete der Richter Douglas de Melo Martins die Entscheidung damit, dass "die Leute Spaß machen und andere sterben". Der Gouverneur des Bundesstaats, Flávio Dino, erklärte auf Twitter, dass er die Entscheidung der Justiz akzeptieren werde.

Ermittlungen gegen New Yorker Bestatter wegen Leichen in Lastwagen

4.43 Uhr: Nach dem Fund von Dutzenden verwesenden Leichen in Transportern vor einem Bestattungsunternehmen haben die Behörden in New York am Donnerstag Ermittlungen eingeleitet. Medienberichten zufolge wurden mehr als 60 Leichen in einem gemieteten Transporter und einem Sattelschlepper gefunden.

Über das Bestattungsunternehmen habe es bisher keine Beschwerden gegeben, hieß es von der Gesundheitsbehörde. Der Eigentümer des Unternehmens sagte der „New York Times“, er sei wie andere Kollegen in der Stadt völlig überlastet gewesen angesichts der vielen Todesfälle. Da in seinen Räumen bereits mehr als 100 Leichen gelegen hätten, habe er die Transporter für die Lagerung der Toten genutzt.

In New York City sind in weniger als zwei Monaten fast 18.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 gestorben. In der ganzen Stadt haben Leichenhallen, Friedhöfe und Krematorien Mühe, die vielen Todesfälle zu bewältigen. Vor vielen Krankenhäusern stehen Kühlwagen, in denen die Corona-Toten zunächst aufbewahrt werden.

Ausgangsbeschränkungen in Österreich enden

04.07 Uhr: Wochenlang galt eine Ausgangsbeschränkung in Österreich. Ab heute brauchen die Menschen keinen besonderen Grund mehr, um das Haus zu verlassen. Allerdings sollen sie in der Öffentlichkeit zu Menschen, die nicht im eigenen Haushalt leben, weiterhin mindestens einen Meter Abstand halten. Die Zahl der Menschen, die sich im öffentlichen Raum versammeln dürfen, bleibt vorerst grundsätzlich auf zehn begrenzt.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober warnte die Bürger vorab davor, durch ein zu sorgloses Verhalten erneute Corona-Einschränkungen notwendig zu machen. Österreich hatte früh umfangreiche Maßnahmen gegen eine Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ergriffen. In dem Land wurden bislang gut 15.000 Corona-Infektionen nachgewiesen, 580 Infizierte starben. Ab Montag sollen in Österreich die Schulen wieder öffnen, Mitte Mai erste Restaurants und am 29. Mai Hotels sowie Schwimmbäder und Freizeitanlagen.

Lazarettschiff "USNS Comfort" dockt in New York ab

02.21 Uhr: Das zur Entlastung der Krankenhäuser nach New York entsandte Lazarettschiff USNS "Comfort" hat den Hafen der Millionenmetropole wieder verlassen, um in ihren Heimathafen in Norfolk im US-Bundesstaat Virginia zurückkehren. Das Schiff mit 1000 Betten und zwölf Operationssälen hatte am 30. März an der Westseite Manhattans angelegt.

Eigentlich hatte es nur Nicht-Infizierte aufnehmen sollen, um die Krankenhäuser zu entlasten. Dann wurde es jedoch umfunktioniert; in ihm wurden schließlich rund 180 Patienten mit dem Virus behandelt. Weil sich die Lage in den Krankenhäusern New Yorks inzwischen entspannt hat, konnte die USNS "Comfort" den Hafen der Stadt, wo es zuletzt nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 angelegt hatte, nun wieder verlassen.

Gewerkschaften und Elternvertreter: Schulen warten weiter auf Konzept für Öffnung

01.43 Uhr: Enttäuscht reagieren Gewerkschaften und Elternvertreter auf die Ergebnisse der Bund-Länder-Beratungen zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie. Obwohl die Kultusministerkonferenz (KMK) ihre Hausaufgaben gemacht und ein Konzept zur schrittweisen Öffnung der Schulen vorgelegt habe, sei die Beratung dieses Konzepts auf den 6. Mai vertagt worden, teilten die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), der Verband Bildung und Erziehung (VBE) sowie der Bundeselternrat am Donnerstagabend mit.

Erst am kommenden Mittwoch solle das - bisher nicht veröffentlichte - Konzept zusammen mit einem konkreten Zeitplan besprochen werden, trotzdem sollten die Schulen aber wie geplant schon am Montag für Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen und - mit Ausnahme von Hessen - für die letzte Klasse der Grundschule öffnen. Dafür brauche es Sicherheit, insbesondere bei den Hygienestandards und für den Infektionsschutz.

"Das hat ihnen die Politik mit der Verschiebung der Beschlussfassung über das KMK-Konzept verweigert", warfen die beiden Gewerkschaften und der Bundeselternrat der Bundesregierung und den Ministerpräsidenten der Länder vor. Nun lege weiter jedes Land für sich fest, wie vorzugehen sei.

Kommunen verlangen "klares Konzept" für Öffnungen von Freibädern und Sportanlagen

01.00 Uhr: Der Städte- und Gemeindebund dringt auf eine weitere Lockerung der Corona-Beschränkungen. "Als Betreiber der öffentlichen Freibäder erwarten die Kommunen ein klares Konzept, ob, wann und wie diese gegebenenfalls wieder geöffnet werden dürfen", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der "Funke Mediengruppe ". "Das gilt entsprechend für andere Sportanlagen als wichtige Einrichtungen des Gesundheitsschutzes." Auch in der Gastronomie und beim Tourismus sei unter strengen Auflagen an weitere Lockerungen zu denken.

him/sen/sak/fek/dpa/AFP/Reuters
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