+++ News-Update +++ Die wichtigsten Entwicklungen zum Coronavirus am Mittwoch

An einem Tag sind 779 Menschen in New York an dem Virus gestorben. Bund und Länder haben neue Quarantäneregeln verabschiedet. Und Frankreich will EU-Hilfe für Milch- und Weinproduzenten. Der Überblick.
Covid-19-Patient in New York

Covid-19-Patient in New York

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SPENCER PLATT/ AFP

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Ein US-Gefängnis entpuppt sich als Coronavirus-Schleuder

23.20 Uhr: Das Cook County Gefängnis in Chicago hat sich nach Angaben der "New York Times" als eine der größten bekannten Quellen für US-Virusinfektionen herausgestellt. Mindestens 353 Fälle können mit dem Gefängnis in Verbindung gebracht werden, berichtet die Zeitung.

Das Cook County Sheriff's Office, das das Gefängnis betreibt, gab an, 238 Insassen und 115 Mitarbeiter wären bis Mittwoch positiv getestet worden. Da jedoch die überwiegende Mehrheit der 5.000 Insassen nicht auf eine Infektion mit dem Coronavirus getestet worden sei, vermuten Experten, dass die Dunkelziffer weitaus höher liege. Das scheine die Besorgnis vieler Gesundheitsämter zu bestätigen, dass überfüllte und unhygienische Gefängnisse die Verbreitung des Virus maßgeblich vorantreiben, so die Zeitung.

Anwalt scheitert mit Klage gegen Berliner Corona-Regelungen

22.53 Uhr: Ein Rechtsanwalt ist auch vor dem Oberverwaltungsgericht Berlins (OVG) mit seinem Eilantrag gegen die Berliner Verordnung zur Eindämmung der Corona-Epidemie gescheitert. Der 11. Senat stellte in seiner am Mittwoch bekanntgegebenen Entscheidung fest, dass die Regelungen verhältnismäßig seien. Die "hohe Dynamik des Infektionsgeschehens und die damit verbundene Gefahr einer Überlastung des Gesundheitssystems" rechtfertigten die verfügten Kontaktbeschränkungen.

Das OVG bestätigte damit eine vorangegangene Entscheidung des Berliner Verwaltungsgerichts. Der Anwalt hatte die Auffassung vertreten, die sogenannte Eindämmungsmaßnahmenverordnung vom 22. März greife unverhältnismäßig in seine Freiheit zur Berufsausübung ein. Zudem werde es den Rechtssuchenden erheblich erschwert, bei ihm Rat zu bekommen.

Bis zu 150 Mitglieder der saudiarabischen Königsfamilie könnten infiziert sein

22.38 Uhr: Mehr als sechs Wochen, nachdem Saudi-Arabien seinen ersten Coronavirus-Fall gemeldet hat, könnten sich nach einer Quelle der "New York Times" bis zu 150 Mitglieder der Königsfamilie infiziert haben. Die Ärzte eines Elite-Krankenhauses bereiteten bis zu 500 Betten für einen erwarteten Zustrom von Royals und denjenigen vor, die ihnen am nächsten stehen. Dies, berichtet die Zeitung weiter, gehe aus einer internen Richtlinie hervor, die am Dienstagabend versandt worden sei.

"Wir wissen nicht, wie viele Fälle wir bekommen werden, aber wir sind in höchster Alarmbereitschaft", habe es in der Nachricht weiter geheißen. Nach einer Infektion mit dem Coronavirus werde der Gouverneur von Riad, Prinz Faisal bin Bandar bin Abdulaziz Al Saud, nach Angaben von zwei Ärzten auf der Intensivstation behandelt, berichtet die "Times". Prinz Faisal ist ein Neffe von König Salman. Dieser habe sich in einen Inselpalast am Roten Meer zurückgezogen.

Saudi-Arabien hat in der Hauptstadt Riad bis auf weiteres eine Ausgangssperre verhängt, die rund um die Uhr gilt. Die konsequente Vorsichtsmaßnahme gegen die Verbreitung des Coronavirus gilt ebenso in anderen großen Städten, darunter Tabuk, Dammam, Dhahran, Al-Hofuf, Jeddah, Taif, Al-Qatif und Al-Khobar.

Verbreiten Klimaanlagen das Coronavirus?

21.27 Uhr: Feine Virenpartikel könnten sich laut einer ersten Studie bis zu drei Stunden in der Luft halten. Besteht also das Risiko, dass Klimaanlagen das Virus in Gebäuden verbreiten?, hat uns ein Leser gefragt. Die Antwort von Almut Cieschinger, Dokumentarin beim SPIEGEL, lesen Sie hier.

Frankreich will Ausgangsbeschränkungen verlängern

21.04: Frankreich will in der Coronakrise die strikten Ausgangsbeschränkungen über den 15. April hinaus verlängern. Staatschef Emmanuel Macron werde sich am Montagabend an die Bürger wenden, bestätigte das Präsidialamt am Donnerstagabend in Paris. Eine neue Frist für die Ausgangsbeschränkungen wurde zunächst nicht mitgeteilt. Sie gelten seit Mitte März.

Lufthansa verliert jede Stunde eine Million Euro

20.50 Uhr: Die Lufthansa verhandelt wegen der Corona-Krise über Staatshilfe - nun ist klar, wie viel Geld die stark gesunkenen Fluggastzahlen wegen der Pandemie den Konzern kosten. "In Summe verlieren wir daher jede Stunde eine Million Euro unserer Liquiditätsreserve - Tag und Nacht, Woche für Woche und wohl auch noch Monat für Monat", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr in einer Videobotschaft an die Mitarbeiter vom Mittwoch, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Airline befördert statt täglich 350.000 Fluggästen derzeit weniger als 3.000.

Die Pandemie bedeute für den Konzern "die größte Herausforderung unserer Geschichte", sagte Spohr. Lufthansa befinde sich "im Kampf" um ihre künftige Aufstellung.

Kontaktsperre wirkt

20.39 Uhr: Immer Abstand halten, keine Osterbesuche: Die Coronakrise verlangt der Gesellschaft viel ab. Aber welchen Effekt haben Kontaktsperren? Eine Simulation von Max-Planck-Forschern zeigt nun erstmals, dass die seit dreieinhalb Wochen geltenden Kontaktsperren wahrscheinlich den entscheidenden Durchbruch brachten, um in Deutschland die exponentielle Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen. 

New York hängt die Flaggen auf Halbmast

20.13 Uhr: Trauriger Rekord: Der besonders heftig von der Corona-Pandemie getroffene US-Bundesstaat New York hat mit 779 Toten an einem Tag so viele Opfer zu verzeichnen wie noch nie in der Krise. Damit liege die Zahl der Toten in dem 20-Millionen-Staat bei insgesamt 6.268, sagte Gouverneur Andrew Cuomo. "Diese Zahl der Toten wird weiter ansteigen", sagte er.

Cuomo ordnete an, die Flaggen im Bundesstaat auf Halbmast zu hängen. Er verglich die Situation mit den Terroranschlägen vom 11. September 2001, bei denen in New York etwa 2.800 Menschen starben.

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87 weitere Tote in der Türkei

19.49 Uhr: In der Türkei sind offiziellen Angaben zufolge innerhalb der vergangenen 24 Stunden weitere 87 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Damit sei die Gesamtzahl der Toten auf 812 gestiegen, sagte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Abend. Zudem seien weitere 4117 Menschen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Die Gesamtzahl der Infizierten liege damit bei 38.226, während die Zahl der Tests auf rund 25.000 gesteigert worden sei. Die WHO hatte zuvor in einem Tweet von "einem dramatischen Anstieg bei der Verbreitung des Virus über die vergangene Woche" gesprochen. Erholt haben sich der Regierung zufolge bisher rund 1850 Menschen.

Die türkische Ärztevereinigung TTB zweifelt derweil vor allem die Zahl der offiziell erfassten Todesfälle an. In einer Stellungnahme hieß es, es sei "auffallend", dass die Zahl der Covid-19-Fälle ansteige, die Grafik der Todesfälle aber nicht entsprechend verlaufe. Der Zentralrat der Türkischen Ärztevereinigung habe festgestellt, dass das Ministerium bei der Meldung der Tode nicht die von der WHO empfohlenen "Codes" benutze, hieß es in der Stellungnahme weiter. Die müssten sofort angewandt und die seit Februar verzeichneten Todesfälle damit überprüft werden.

Den Daten der Johns-Hopkins-Universität in den USA zufolge liegt die Türkei auf Platz neun der am schwersten betroffenen Länder. Die türkische Regierung hat bisher darauf verzichtet, eine landesweite Ausgangssperre zu verhängen - auch, um die bereits angeschlagene Wirtschaft nicht weiter zu beeinträchtigen. Sie hat jedoch viele andere Maßnahmen getroffen. Unter anderem wurden Schulen und Universitäten, Cafés und Bars geschlossen, Großveranstaltungen und gemeinsame Gebete in Moscheen verboten und 31 Städte nach außen weitgehend abgeschottet. Für Menschen ab 65 Jahren, chronisch Kranke und Unter-20-Jährige gelten Ausgangsverbote.

Bund und Länder einig über neue Quarantäneregeln und Bußgeldkatalog

19.44 Uhr: Rechtzeitig vor dem Osterwochenende haben sich Bund und Länder auf die neuen Quarantäneregeln für Einreisende verständigt. Die Länder haben dem Bundesinnenministerium zufolge zugesagt, gemäß der Absprache eigene Verordnungen zu erlassen.

Um grenzüberschreitende Infektionsketten zu stoppen, hatte das Corona-Krisenkabinett am Montag beschlossen, für alle Einreisenden eine 14-tägige Quarantäne anzuordnen. Da außer Berufspendlern, Lastwagenfahrern und anderen speziell definierten Gruppen ohnehin kaum noch Ausländer einreisen dürfen, betrifft diese Regelung in erster Linie Deutsche und Ausländer, die dauerhaft in Deutschland leben. Zuständig für die Verordnung sind die Gesundheitsministerien der Länder.

Wer in Deutschland gegen die neuen Quarantäneregeln für Einreisende verstößt, muss nun mit saftigen Bußgeldzahlungen rechnen. Einreisende sind nach der Muster-Verordnung des Bundes nun verpflichtet, "sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in die eigene Häuslichkeit oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben und sich für einen Zeitraum von 14 Tagen nach ihrer Einreise ständig dort abzusondern". Während dieser Zeit sei es "nicht gestattet, Besuch von Personen zu empfangen, die nicht ihrem Hausstand angehören", heißt es in dem Papier, das der Nachrichtenagentur dpa vorliegt. Ausnahmen gibt es etwa für Pfleger.

Wie hoch das Bußgeld jeweils ist, soll davon abhängen, wie groß das "Ausmaß der durch die Tat entstandenen Gefahren für die öffentliche Gesundheit" ist, ob der Betreffende fahrlässig gehandelt hat oder sich uneinsichtig zeigt und ob ein Wiederholungsfall vorliegt.

Wer nach der Einreise gegen das Gebot der häuslichen Absonderung verstößt, soll laut Bußgeld-Katalog zwischen 500 Euro und 10.000 Euro zahlen. Verstöße gegen das Besuchsverbot sollen mit einem Bußgeld von mindestens 300 Euro und höchstens 5000 Euro geahndet werden. Fährt jemand nicht direkt nach Hause, soll er 150 Euro bis 3000 Euro bezahlen. Wer seiner Verpflichtung, Kontakt zum Gesundheitsamt aufzunehmen, nicht nachkommt, soll dafür ein Bußgeld zwischen 150 Euro und 3000 Euro entrichten.

Frankreich will EU-Hilfe für Milch- und Weinproduzenten

19.09 Uhr: Frankreich fordert EU-Hilfe für seine Milch- und Weinproduzenten. "Wir sind in einer außergewöhnlichen Krise, wir brauchen Antworten, die über das Gewöhnliche hinausgehen", sagt Landwirtschaftsminister Didier Guillaume. Die EU-Kommission müsse sich nun bewegen. Die französischen Milch- und Weinbauern leiden unter einem Nachfrageeinbruch, weil wegen der Coronakrise Restaurants geschlossen und die Exporte beeinträchtigt sind.

Somalische Musiklegende Hudeydi stirbt nach Coronavirus-Infektion

19.06 Uhr: Eine Musiklegende Somalias, Ahmed Ismail Hussein, ist an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Das bestätigte der somalische Regierungssprecher Ismael Mukhtar Omar. Der Musiker, genannt Hudeydi, starb demnach in London. Somalische Medien gaben 1928 als sein Geburtsjahr an.

Hudeydi war für seine Musik mit der Oud bekannt, einer Laute, die vor allem in arabischen Ländern gespielt wird. "Wir haben eine einzigartige Legende verloren", sagte der Sprecher des Oberhauses des somalischen Parlaments, Abdi Hashi Abdullahi, einem Radiosender.

EU stellt 20 Milliarden Euro für arme Länder bereit

18.51 Uhr: Die Europäische Union stellt Ländern in Asien, Afrika, Lateinamerika und dem Balkan mehr als 20 Milliarden Euro zur Verfügung. Das gab der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell nach einer Videokonferenz der EU-Außen- und -Entwicklungshilfeminister bekannt. "Die weltweite Pandemie kann nur global überwunden werden. Sie wird nirgendwo besiegt, wenn sie nicht überall besiegt wird", sagte Borrell.

Minister: Johnsons Gesundheitszustand hat sich verbessert

18.42 Uhr: Der Gesundheitszustand des am Coronavirus erkrankten britischen Premierministers Boris Johnson hat sich offenbar verbessert. Er befinde sich immer noch auf der Intensivstation, könne sich aber "im Bett aufsetzen" und mit den Pflegern reden, sagte Finanzminister Rishi Sunak auf einer Pressekonferenz.

Premierminister Johnson hatte seine Corona-Infektion Ende März bekannt gegeben. Nach gut einer Woche in Quarantäne in seiner Dienstwohnung wurde er am Sonntagabend ins Krankenhaus in London eingeliefert, da er weiterhin Symptome der Lungenkrankheit Covid-19 wie Husten und hohes Fieber zeigte. Am Montagnachmittag verschlechterte sich Johnsons Zustand dann, woraufhin er auf die Intensivstation verlegt wurde.

Airbus fährt Flugzeugproduktion um ein Drittel zurück

18.39 Uhr: Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus fährt die Produktion seiner Passagierflugzeuge um rund ein Drittel zurück. Damit reagiere der Konzern auf die heftigen Auswirkungen der Coronakrise auf die Kunden. Das teilte der europäische Wettbewerber des US-Konzerns Boeing am Abend in Toulouse mit. So sollen vom jüngsten Langstreckenjet-Modell A350 vorerst monatlich nur noch sechs neue Maschinen die Werkshallen verlassen. Die Produktion des modernisierten Großraumjets A330neo wird auf zwei Maschinen pro Monat gekappt.

Von den Mittelstreckenjets der Modellfamilie A320 und A320neo sollen monatlich nur noch 40 Exemplare gebaut werden. Hier hatte die Airbus-Führung die Produktion ab 2021 eigentlich auf 63 Maschinen ausweiten wollen und für die folgenden Jahre weitere Steigerungen angestrebt. Noch vor wenigen Wochen hatte Airbus-Chef Guillaume Faury gesagt, die Produktion in dem Segment sei bis zum Jahr 2025 ausgebucht.

Universität: Bereits mehr als 400.000 Corona-Infektionen in den USA

18.36 Uhr: In den USA gibt es inzwischen mehr als 400.000 registrierte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. Das ging am Mittwochmittag (Ortszeit) aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Rund 13.000 Infizierte starben demnach in den USA.

Der Bundesstaat New York ist derzeit das Epizentrum der USA. Die Zahl der bestätigten Fälle lag dort am Dienstag bei mehr als 138.000, rund 5500 starben infolge einer Infektion mit dem Coronavirus. Allein am Dienstag sind 779 Menschen an dem Virus gestorben. Laut Gouverneur Andrew Cuomo handelt es sich um den höchsten täglichen Anstieg seit Beginn der Krise.

In den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, gibt es deutlich mehr bekannte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 als in jedem anderen Staat der Welt. Die Zahlen lassen sich wegen der unterschiedlichen Testquote und einer hohen Dunkelziffer jedoch nur begrenzt vergleichen.

Unter den am stärksten von der Lungenkrankheit Covid-19 betroffenen Ländern registrierte die Universität den höchsten Anteil an Corona-Toten relativ zur Bevölkerungszahl bislang in Spanien. Dort starben demnach rund 30 Menschen pro 100.000 Einwohner nach einer Infektion. In Italien waren es 28, in den USA waren es 3,9 Todesfälle pro 100.000 Einwohner, in Deutschland 2,4.

Die Webseite der Forscher der Universität Johns Hopkins wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand bestätigter Infektionen als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der US-Gesundheitsbehörde CDC.

Totenzahl in Großbritannien steigt um 938 auf 7097

18.07 Uhr: In Großbritannien ist die Zahl der Toten nach einer Coronavirus-Infektion um 938 auf 7097 gestiegen. Das gab das Gesundheitsministerium bekannt. Den Angaben zufolge sind mittlerweile 60.733 Infektionen bestätigt.

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Broadway bleibt bis mindestens Anfang Juni geschlossen

17.38 Uhr: Die 41 Theater und Musicalbetriebe am Broadway bleiben länger geschlossen, als ursprünglich geplant. Eigentlich sollten sie bereits Mitte April wieder öffnen. Nun wurde die Schließzeit bis zum 7. Juni verlängert. Das berichtet die "New York Times" . Experten gehen demnach sogar davon aus, dass die Theater erst frühestens Anfang Juli wieder öffnen könnten.

EU-Kommission lockert Kartellregeln

17.30 Uhr: Die EU-Kommission befürchtet zunehmende Engpässe bei wichtigen Arzneimitteln. Mit dieser Begründung lockerte die Brüsseler Behörde vorübergehend die Kartellregeln und erlaubte eine engere Zusammenarbeit von Pharmakonzernen zur Deckung des Bedarfs. Es gelte, die Versorgung der Krankenhäuser mit Arzneimitteln für Coronavirus-Patienten zu sichern, teilte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager mit.

Dazu dürfen sich die Hersteller stärker abstimmen, als es nach Wettbewerbsregeln üblicherweise zulässig wäre, zum Beispiel bei der Umstellung der Produktion, der Lagerhaltung, im Vertrieb. So soll auch verhindert werden, dass sich Firmen auf einzelne Medikamente konzentrieren, während es an anderen Arzneimitteln fehlt.

Aus Sorge vor Engpässen bei wichtigen Arzneien hatte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides bereits die Pharmaindustrie aufgefordert, die Produktion hochzufahren. In einem Brief an Herstellerverbände schreibt die Kommissarin von einem unmittelbar drohenden Risiko von Engpässen bei wichtigen Arzneien für Covid-19-Patienten.

EU-Kommission will Einreisestopp in EU bis 15. Mai verlängern

17.13 Uhr: Der weitgehende Einreisestopp in die Europäische Union soll nach Ansicht der EU-Kommission bis zum 15. Mai verlängert werden. Das schlug die Brüsseler Behörde vor. Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hatten sich Mitte März alle EU-Staaten außer Irland sowie die Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island darauf geeinigt, alle nicht zwingend notwendigen Reisen in die EU zunächst für 30 Tage einzuschränken.

Damit waren sie einem Vorschlag von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen gefolgt. Die Regel sieht Ausnahmen etwa für Ärzte, Pflegekräfte, Diplomaten und Heimkehrer vor. Die Entscheidung über solche Einreisebeschränkungen kann jedes Land für sich treffen.

Die Erfahrung habe gezeigt, dass die Maßnahme mehr als 30 Tage brauche, um wirksam zu sein, hieß es in einer Mitteilung der EU-Kommission. Die Behörde rief die Staaten zu einem abgestimmten Vorgehen bei der Verlängerung auf. Maßnahmen an den Außengrenzen seien nur dann effektiv, wenn sie einheitlich seien.

Drosten für App zur Kontaktverfolgung

17.05 Uhr: Der Berliner Virologe Christian Drosten plädiert für die baldige Einführung einer App zum Nachverfolgen von Kontaktpersonen. In der Debatte um Exit-Strategien aus den derzeitigen Coronavirus-Auflagen halte er die Idee der Smartphone-App für überzeugender als andere Vorschläge: "Für mich ist das wirklich das bevorzugte Werkzeug", sagte der Wissenschaftler der Charité im NDR-Podcast.

In Deutschland und anderen europäischen Ländern ist eine solche Idee seit einigen Wochen im Gespräch. Es geht darum, Menschen schnell zu informieren, wenn sie Kontakt zu Infizierten hatten. Bisher verliere man bei der Recherche von Kontaktpersonen durch die Gesundheitsämter noch viel Zeit, sagte Drosten. Auch der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, hatte eine solche Lösung wiederholt als sinnvolles Konzept bezeichnet.

Fast ein Drittel weniger Toilettenpapier verkauft

16.43 Uhr: Der Verkauf von Toilettenpapier ist in der vergangenen Woche drastisch zurückgegangen. Erstmals seit Beginn der Coronakrise habe er unter dem Durchschnittswert der vorausgegangenen sechs Monate gelegen, teilte das Statistische Bundesamt mit. Es sei fast ein Drittel weniger Toilettenpapier verkauft worden. Zum Vergleich: In der Woche davor lag die Verkaufsmenge noch rund 50 Prozent über dem Sechs-Monats-Durchschnitt.

Insgesamt seien die Verkaufszahlen der in der Sonderauswertung zur Coronakrise untersuchten Lebensmittel und Hygieneartikel in der letzten Märzwoche im Vergleich zum Käuferansturm in den ersten Märzwochen größtenteils rückläufig gewesen. So lagen die verkauften Mengen bei Nudeln nur noch zwei Prozent über dem Durchschnittswert der vergangenen sechs Monate. Seife hingegen wurde weiterhin mehr als doppelt so häufig gekauft wie sonst. Bei Desinfektionsmitteln stieg der Absatz in der vergangenen Woche gegen den Trend wieder an - auf mehr als das Dreifache des normalen Volumens.

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Weltärztebund hält Maskenpflicht für unzulässig

16.28 Uhr: Der Chef des Weltärztebunds, Frank Ulrich Montgomery, hält eine allgemeine Maskenpflicht für rechtlich nicht zulässig. "Es gibt nicht genug frei verfügbare Masken für alle", sagte er der "Passauer Neuen Presse". Eine Pflicht einzuführen, der die Bürger gar nicht voll nachkommen könnten, wäre seiner Ansicht nach schwierig. "Wir brauchen die hochwertigen Masken auch dringend für unser medizinisches Personal und die Pflege."

"Eine Maskenpflicht wäre zurzeit daher nach meiner Auffassung rechtlich nicht zulässig", sagte Montgomery. Er selbst trage, wenn er auf andere Menschen treffe, "eine selbstgenähte Maske als reine Vorsichtsmaßnahme und Ausdruck meiner Solidarität und Achtung vor den anderen Menschen". Diese müssten jedoch regelmäßig gewaschen und desinfiziert werden, sonst seien sie eher gefährlich.

In Deutschland wird derzeit kontrovers darüber diskutiert, ob eine Maskenpflicht eine sinnvolle Maßnahme im Kampf gegen Corona sein könnte.

Welthandel könnte um bis zu ein Drittel einbrechen

16.11 Uhr: Die Welthandelsorganisation (WTO) rechnet in diesem Jahr mit einem Absturz des Welthandels um 13 bis 32 Prozent. "Der unvermeidliche Rückgang bei Handel und Produktion wird schmerzhafte Konsequenzen für Haushalte und Unternehmen haben, ganz abgesehen von dem menschlichen Leid, das diese Krankheit verursacht", sagte WTO-Chef Roberto Azevedo. Allerdings sei auch eine schnelle Erholung möglich.

Alle Artikel zum Coronavirus

Am 31. Dezember 2019 wandte sich China erstmals an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der Millionenstadt Wuhan häuften sich Fälle einer rätselhaften Lungenentzündung. Mittlerweile sind mehr als 180 Millionen Menschen weltweit nachweislich erkrankt, die Situation ändert sich von Tag zu Tag. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über alle SPIEGEL-Artikel zum Thema.

Daimler verlängert Kurzarbeit

16.07 Uhr: Zwei Wochen länger als bisher geplant, soll die Zwangspause beim Autohersteller Daimler dauern. Trotz der Coronakrise rechnet das Unternehmen nicht mit roten Zahlen im Kerngeschäft. Mehr dazu lesen Sie hier.

Mehrere Verstöße gegen Betretungsverbot der nordfriesischen Inseln

15.25 Uhr: Gegen das Betretungsverbot der nordfriesischen Inseln ist nach offiziellen Angaben zuletzt mehrfach verstoßen worden. So fielen auf Sylt etwa Privatvermieter auf, die Touristen mit ihren privaten Fahrzeugen mit NF-Kennzeichen in Niebüll abholten und auf die Insel brachten, wie der Kreis Nordfriesland mitteilte.

"Manche Sylter haben sogar zum Schein Arbeitsaufträge erstellt, damit Urlauber unter dem Deckmantel beruflicher Tätigkeit auf die Insel kommen können", sagte der Bürgermeister der Gemeinde Sylt, Nikolas Häckel. Dem Kreis Nordfriesland zufolge wurden auch in Wyk auf Föhr vereinzelt Urlauber angetroffen, die durch die Kontrollen schlüpften.

Nordfrieslands Landrat Florian Lorenzen freute sich aber, dass Verstöße gegen die Corona-Schutzmaßnahmen Ausnahmen darstellen und sich die große Mehrheit der Nordfriesen und der Gäste von außerhalb an die Regeln hielten. "Nur so kann die Ausbreitung der Pandemie verlangsamt und nur so können Leben gerettet werden."

Söder erwartet völlig anderes Oktoberfest

15.42 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich skeptisch darüber geäußert, ob das Münchner Oktoberfest wie gewohnt stattfinden kann. Da Reisen und Grenzöffnungen sehr unwahrscheinlich seien, sei es eine andere Situation, sagte Söder der "Bild" über das eigentlich ab Ende September stattfindende Volksfest.

"Die Wiesn ist das internationalste Fest, in dem die halbe Welt zu Besuch kommt." Deshalb gelte, dass "wenn überhaupt" das Oktoberfest nur unter völlig anderen Voraussetzungen stattfinden könne. Die Entscheidung über das Oktoberfest soll nach den bisherigen Plänen im Juni fallen. Üblicherweise besuchen mehr als sechs Millionen Menschen das größte Volksfest der Welt.

Lufthansa stockt Kurzarbeitergeld bei Eurowings-Kabinenpersonal auf

15.23 Uhr: Trotz der ungeklärten Situation bei Germanwings gibt es nun bei der Lufthansa-Tochter Eurowings eine Vereinbarung zum Kurzarbeitergeld für die rund 1100 Kabinenbeschäftigten. Darin erklärt sich das Unternehmen bereit, die Leistung ab April auf 90 Prozent des entgangenen Nettogehalts aufzustocken, wie die Gewerkschaft Ver.di mitteilte. Zudem sei eine Beschäftigungssicherung vereinbart worden.

Eine vergleichbare Einigung liegt für Germanwings mit ihren rund 1400 Piloten und Flugbegleitern weiter nicht vor, wie Gewerkschaften und Lufthansa-Konzern bestätigten. Am Vortag hatte der Lufthansa-Konzern angekündigt, dass dieser Flugbetrieb mit rund 30 Maschinen nicht wieder aufgenommen werden soll.

Aida Cruises sagt alle Reisen bis Ende Mai ab

15.15 Uhr: Die Rostocker Kreuzfahrtreederei Aida Cruises hat alle Fahrten auf den 14 Schiffen ihrer Flotte bis Ende Mai abgesagt. Wegen der geltenden Einreisebestimmungen in den weltweiten Zielgebieten sei mit einer Normalisierung des Reiseverkehrs bis dahin nicht zu rechnen, begründete das Unternehmen seine Entscheidung.

Um den Gästen ihren Urlaub, der zwischen dem 8. März und dem 31. Mai abgesagt wurde, zu einem späteren Zeitpunkt zu ermöglichen, werde der bereits gezahlte Reisepreis als Guthaben plus einem zehnprozentigen Bonus zurückgelegt. Dieses Guthaben könne bei Buchungen bis Ende 2021 für alle Aida-Reisen eingesetzt werden. Gästen, die dieses Angebot nicht in Anspruch nehmen möchten, werde auf Wunsch der Reisepreis in Höhe der bereits geleisteten Zahlung erstattet.

Deutschland hat bislang 220 EU-Patienten aufgenommen

15.04 Uhr: Die Zahl der in deutschen Krankenhäusern behandelten schwerkranken Corona-Patienten aus EU-Staaten hat sich nach Angaben des Auswärtigen Amtes auf 220 erhöht. Davon kämen 130 aus Frankreich, 44 aus Italien und 46 aus den Niederlanden, teilt das Außenministerium mit. Zudem gebe es die Zusage deutscher Krankenhäuser, weitere 60 Patienten aus anderen Ländern aufzunehmen.

Schüler protestieren gegen Berliner Senatorin

Der Streit über das Abitur spitzt sich in Berlin zu: Gegen die nach Ostern anstehenden Prüfungen macht der Landesschülerausschuss nun mobil. Angesichts der Coronakrise in diesem Jahr sollten sie ausfallen, sagte Landesschülersprecher Miguel Góngora. Das gelte nicht nur für das Abitur, sondern auch für den mittleren Schulabschluss (MSA).

Die Kultusministerkonferenz (KMK) hatte sich Ende März dafür ausgesprochen, die Schulabschlussprüfungen stattfinden zu lassen. Dieser Position hatte sich die Berlin angeschlossen. Der Landesschülerausschuss hat nun dazu aufgerufen, bei Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) dagegen zu protestieren. Kundgebungen lehnt der Landesschülerausschuss wegen der Gesundheitsgefahren allerdings ab. Stattdessen ruft er dazu auf, "Senatorin Scheeres mit Mails zu bombardieren", wie es in einer Mitteilung hieß.

Die Bildungsgewerkschaft GEW sieht die Abiturprüfungen ebenfalls kritisch. Die Senatorin sei allerdings die falsche Adressatin für Protestschreiben, hieß es, die besser an die KMK gehen sollten. Denn wenn Berlin sich nicht an eine bundeseinheitliche Regelung halte und die Abi-Prüfungen einfach streiche, werde das Abitur in anderen Bundesländern möglicherweise nicht anerkannt.

In NRW verlangsamt sich die Zunahme der Infiziertenzahlen

14.30 Uhr: Im bevölkerungsreichsten Bundesland hat sich die Zunahme der Infiziertenzahl nach Angaben von Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann weiter verlangsamt. Derzeit verdoppele sich die Zahl in Nordrhein-Westfalen alle zwölf Tage. Dieser Trend setzte sich seit etwa anderthalb Wochen fort. Damit dürfe man sich aber nicht zufriedengeben. Derzeit gebe es in NRW rund 22.200 Infizierte. Etwa 9600 seien genesen, gut 400 gestorben und 1900 in Krankenhäusern.

40 Millionen Schutzmasken für Deutschland

14.15 Uhr: Deutschland kann in dieser Woche mit der Lieferung von insgesamt 40 Millionen Schutzmasken rechnen. Das sei so viel wie in den beiden anderen Wochen davor, sagt der Sprecher des Gesundheitsministeriums. Es sei eine ständige Verbindung mit der Lufthansa nach Shanghai aufgebaut. Die Masken würden dort vom TÜV überprüft.

Dank dieser Verbindung sei man in der Lage, täglich eine Passagiermaschine der Lufthansa für 25 Tonnen Fracht nach Shanghai zu schicken. Die vom Bund zentral beschaffte Schutzausrüstung sollen zu 85 Prozent im Gesundheitssektor verteilt werden, 15 Prozent sollen an oberste Bundesbehörden und ihre Geschäftsbereiche gehen, dazu gehören auch Bundespolizei und Technisches Hilfswerk. Die Kassenärztlichen Vereinigungen verteilen an Praxen weiter, die Länder an Kliniken, Pflegeheime und andere Einrichtungen.

Vier Masken geklaut, zwölf Wochen Gefängnis

14.06 Uhr: Ein Mann in Großbritannien ist zu zwölf Wochen Gefängnis verurteilt worden, weil er vier Schutzmasken aus einem Krankenhaus in London gestohlen hatte. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit. Der 34 Jahre alte Mann war demnach vom Sicherheitsdienst des King's College Hospital zur Rede gestellt worden und gab den Diebstahl zu. Der Vorfall hatte sich bereits am Sonntag zugetragen. Schutzmasken sind in britischen Krankenhäusern, wie in vielen anderen europäischen Ländern, sehr knapp.

WHO empört über Trump-Drohung

14.00 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) verwahrt sich gegen Kritik von US-Präsident Donald Trump und seine Drohung, ihr die Mittel zu streichen. Trump hatte der WHO Versagen vorgeworfen und getwittert, sie habe beim Umgang mit der Pandemie "wirklich Mist gebaut".

Griechenlands Migrationsminister: 28 Migranten infiziert

13.50 Uhr: In zwei Flüchtlingslagern im Norden Athens sind bis Mittwoch 28 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Lager wurden in Quarantäne gestellt. Dies teilte der griechische Migrationsminister Notis Mitarakis mit. "Wir treffen alle nötigen Maßnahmen, um die Ausbreitung des Virus einzuschränken", erklärte der Minister. In den Lagern auf den Inseln im Osten der Ägäis seien bislang keine Coronavirus-Fälle diagnostiziert worden. Die in Quarantäne gestellten Lager von Malakasa und Ritsona befinden sich 45 und 75 Kilometer nördlich von Athen. Insgesamt leben dort rund 4800 Menschen.

Mindestabstand nicht eingehalten: Star-Trainer Mourinho droht Strafe

13.44 Uhr: Fußballtrainer José Mourinho droht Ärger, weil er sich nicht an die vorgeschriebene Abstandsregel gehalten haben soll. In englischen Medien tauchten Aufnahmen des 57-jährigen Portugiesen mit drei Spielern der Tottenham Hotspur auf, die zeigten, wie sie in einem Londoner Park trainierten und dabei die Regeln missachteten.

Vorwürfe gegen Altersheime und Kliniken in Italien

13.31 Uhr: In Italien wird Kritik an Fehlern in Krankenhäusern und Altersheimen lauter. In Heimen in der besonders betroffenen Lombardei scheint es zu einer unkontrollierten Ausbreitung des Virus gekommen zu sein. Allein in einer bekannten Geriatrie bei Mailand seien seit März 110 Menschen gestorben und Fälle verdeckt worden, berichtete unter anderem die Zeitung "Corriere della Sera".

Die Staatsanwaltschaft in Mailand habe Ermittlungen zum Zustand in mehreren Heimen aufgenommen. Der Vizepräsident der Region, Fabrizio Sala, erklärte, es sei eine Kommission zur Aufklärung eingerichtet worden. Die Einrichtung äußerte sich auf Anfrage nicht zu den Vorwürfen.

Am Mittwoch erklärte zudem die Staatsanwaltschaft laut Nachrichtenagentur Ansa, dass gegen Unbekannt in einer Klinik in Alzano Lombardo bei Bergamo ermittelt werde. Die Provinz ist das Epizentrum der Coronakrise in Italien. Der Bürgermeister von Bergamo, Giorgio Gori, hatte gesagt, dass dort vermutlich Corona-Kranke nicht sofort erkannt worden seien.

WHO warnt vor zu frühen Lockerungen in Europa

13.30 Uhr: Das Regionalbüro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor einer raschen Lockerung der Corona-Maßnahmen in Europa. Trotz "positiver Signale" aus einigen Ländern sei es dafür noch zu früh, sagte der WHO-Regionaldirektor für Europa, Hans Kluge. Stattdessen müssten die Anstrengungen zur Eindämmung des Virus "noch einmal verdoppelt und verdreifacht" werden.

Die Situation in Europa sei immer noch "sehr besorgniserregend", daher forderte Kluge, die Maßnahmen in drei Bereichen zu verstärken: beim Schutz für das Gesundheitspersonal, bei der Trennung von Gesunden und Verdachtsfällen und bei der Kommunikation mit der Bevölkerung.

Österreich, Norwegen und Dänemark haben bereits angekündigt, ihre Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie schrittweise wieder zu lockern. In Deutschland wollen Bund und Länder in der kommenden Woche über das weitere Vorgehen beraten.

EU-Parlament wird zur Obdachlosenunterkunft

12.58 Uhr: Ein Teil des EU-Parlaments in Brüssel wird zu einer Unterkunft für Obdachlose umfunktioniert. Das teilte Parlamentspräsident David Sassoli mit. "Darüber hinaus werden unsere Küchen mehr als 1000 Mahlzeiten pro Tag herstellen, die an Bedürftige verteilt werden sowie an Mitarbeiter des Gesundheitswesens." Den Angaben zufolge könnten in dem ausgewählten Gebäudekomplex bis zu hundert Menschen übernachten.

Vergangene Woche hatte Sassoli angekündigt, die medizinische Abteilung des Parlaments in Brüssel sowie hundert Fahrzeuge der Parlamentsflotte zur Verfügung zu stellen. Er sei zudem "bereit, das Gleiche für unsere Standorte in Luxemburg und Straßburg zu tun, sollte dies nötig sein". In den Räumlichkeiten des Parlaments in Straßburg wird zudem ein Testzentrum für das neuartige Coronavirus und eine Beratungsstelle für Patienten eingerichtet.

Besuche in Pflegeheimen "in Kürze" wieder erlaubt

12.33 Uhr: Bewohner der nordrhein-westfälischen Pflegeheime sollen bald wieder Besuch empfangen dürfen. Er habe bei mehreren Wissenschaftlern Praxisvorschläge in Auftrag gegeben, wie das Leben in den Heimen trotz Virus aufrechterhalten werden könne, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) der "Rheinischen Post".

"Die Vorschläge werden schon in Kürze vorliegen und dann auch schnell umgesetzt. Wie auch immer geartete Besuche müssen wieder möglich sein." Die Freiheitsrechte der älteren Generation könnten nicht über einen längeren Zeitraum ausgehebelt werden. "Sie können es den 170.000 Menschen in unseren Pflegeheimen nicht zumuten, dass für sie über ein halbes oder ganzes Jahr hinweg ein Besuchsverbot gilt, dass sie weder Ehepartner, Kinder noch Enkel sehen können."

Südafrikanische Ministerin nach Mittagessen beurlaubt

12.30: Weil sie gegen die Ausgangssperre verstoßen hat, hat Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa seine Kommunikationsministerin für zwei Monate freigestellt - einen Monat davon unbezahlt. Stella Ndabeni-Abrahams war bei einem früheren Kabinettskollegen zum Mittagessen eingeladen - insgesamt saßen sechs Leute am Tisch, wie auf einem Foto im Online-Netzwerk Instagram zu sehen war.

"Die landesweite Ausgangssperre gilt für alle Südafrikaner", teilte der Präsident mit. "Keiner von uns und vor allem kein Mitglied der Regierung darf unsere Bemühungen zur Rettung von Menschenleben sabotieren. Niemand steht über dem Gesetz." Von Ndabeni-Abrahams verlangte er eine öffentliche Entschuldigung. Die Justiz soll zudem überprüfen, ob sie sich strafbar gemacht hat.

In Südafrika, wo bislang 1700 Infektions- und 13 Todesfälle gemeldet wurden, gilt bis Mitte April eine strikte Ausgangssperre, deren Einhaltung von Polizei und Militär überwacht und teils brutal durchgesetzt wird.

Papst warnt vor Populismus

12.25 Uhr: Papst Franziskus hat vor einer zu stark an der Wirtschaft und an populistischem Denken orientierten Politik gewarnt. Er mahnte, dass man sich nicht an einer "Kultur des Wegwerfens" von Menschen orientieren solle. In der Finanzwelt erscheine dies normal. Doch es sei wichtig, auch in der Krise an alte Menschen, an Arme und Obdachlose zu denken, erläuterte das katholische Kirchenoberhaupt auf schriftlich eingereichte Fragen in der Jesuitenzeitschrift "Civiltà Cattolica".

Mit Blick auf die aktuelle Zeit der Unsicherheiten warb Franziskus dafür, die Lehren der Vergangenheit nicht zu vergessen: "In dieser Zeit, in der wir in Europa anfangen, populistische Reden zu hören und Zeugen politischer Entscheidungen mit selektivem Charakter zu werden, ist es nicht schwer, sich an die Reden Hitlers von 1933 zu erinnern, die sich nicht so sehr von denen einiger europäischer Politiker heute unterscheiden." Die Krise biete zugleich die Chance, der Gefahr zu entkommen und alte Muster zu verändern.

Corona-Kontrollen aus dem Zeppelin

12.20 Uhr: Die Polizei in der Region Bodensee-Oberschwaben geht am Osterwochenende an Bord eines Zeppelins, um die Beschränkungen zur Eindämmung des Virus zu überwachen. Der Ravensburger Polizeipräsident Uwe Stürmer sagte, die Polizisten könnten aus der Höhe Menschengruppen viel besser erkennen als vom Streifenwagen aus. Zudem eigne sich der Zeppelin NT wegen seines leisen Flugs besonders für eine derartige Mission. Die Deutsche Zeppelin-Reederei in Friedrichshafen stellt das Luftschiff für den Einsatz zur Verfügung.

Béziers baut Bänke ab

12.05 Uhr: Das gute Wetter treibt die Menschen auch in Frankreich vor die Tür - und zum Verweilen auf die Bänke. In der südfranzösischen Stadt Bèziers führt dies zu einer kuriosen Maßnahme: Weil Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen zugenommen hätten, ließ Bürgermeister Robert Ménard die öffentlichen Sitzgelegenheiten abbauen. "Lasst uns zu Hause bleiben!", heißt es in einem Tweet der Stadt.

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"Ich habe beschloss, die Bänke zu entfernen, um den Leuten zu erklären, dass man zwar einkaufen gehen muss, dass man tun muss, was man tun muss, aber dass man das eben schnell tun und sofort nach Hause gehen muss", sagte Ménard dem Sender Radio France. "Durch diese Rücksichtslosigkeit verlängern sie die Ausgangsbeschränkungen nur."

In München hatte die Polizei kürzlich ebenfalls erklärt, dass Parkbänke wegen des Coronavirus nicht zum Verweilen da sind, und damit Kritik auf sich gezogen.

Grüne fordern zwei Milliarden Euro zusätzlich für Entwicklungshilfe

12.01 Uhr: In der Coronakrise dringen die Grünen auf mehr Unterstützung für arme Länder. Die Regierung solle zwei Milliarden Euro zusätzlich für Entwicklungshilfe bereitstellen, es drohe eine "Gefahr für die Menschheit und den Weltfrieden".

Elke Büdenbender: Auch weiter Anlaufstellen für Menschen in Not

12.00: Elke Büdenbender hat sich besorgt über eine mögliche Zunahme häuslicher Gewalt geäußert. In einer gemeinsamen Videobotschaft mit Ehemann Frank-Walter Steinmeier rief sie dazu auf, nicht jene zu vergessen, die die Krise besonders hart treffe. Sie nannte alleinerziehende Mütter und Väter, Alleinstehende und Familien, die auf allerengstem Raum zusammenlebten und jetzt noch größere Existenzsorgen hätten als früher. "Und: die Kinder, die Frauen, für die das eigene Zuhause leider kein Ort der Geborgenheit und Sicherheit ist - und die jetzt viel häufiger Opfer von häuslicher Gewalt zu werden drohen."

Die Frau des Bundespräsidenten verwies zugleich auf Hilfsmöglichkeiten für Menschen in Not hin, die trotz der Kontaktbeschränkungen weiter bestünden: "Es gibt Menschen, die helfen - in den Jugendämtern, in der Kinder- und Jugendhilfe, in Frauenhäusern, über Nottelefone oder ganz privat. Die Lebensmittel verteilen, elektronisch die Hausaufgaben betreuen, die Messengerdienste und digitale Treffpunkte einrichten."

Anreiz für Bafög-Empfänger

11.50 Uhr: Bafög-Empfängerinnen und -Empfänger, die während der Coronakrise in sogenannten systemrelevanten Berufen jobben - also etwa als Erntehelferin, an der Supermarktkasse oder im Krankenhaus – müssen ihren Verdienst nicht mit dem Bafög verrechnen. Das Geld werde nicht angerechnet, sagte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) am Mittag bei einer Pressekonferenz. Die Maßnahme soll ein Anreiz sein, damit sich mehr Menschen während der Pandemie in den systemrelevanten Bereichen engagieren.

Spanien plant Rückkehr zur Normalität ab Ende April

11.45 Uhr: Das besonders schwer von der Pandemie betroffene Spanien könnte nach Auffassung der Regierung Ende April Schritt für Schritt zu einer gewissen Normalität zurückkehren. Kurz vor der offiziellen Verlängerung der strikten Ausgangsbeschränkungen bis zum 26. April versicherte Finanzministerin und Regierungssprecherin María Jesús Montero in einem Interview mit dem Sender Antena 3, dass die Bürger nach diesem Datum langsam "ihr normales Leben zurückgewinnen können".

In Spanien herrscht seit dem 15. März ein striktes Ausgehverbot, das nun bereits zum zweiten Mal verlängert wird. Die knapp 47 Millionen Spanier dürfen nur zum Einkaufen und in Sonderfällen vor die Tür, Spaziergänge oder Sport sind nicht erlaubt. Die strengen Beschränkungen zeigen jedoch langsam Wirkung: Die Zahl der Neuinfektionen ist mittlerweile deutlich rückläufig.

"Reise notwendig?" - Warnschilder an deutsch-niederländischer Grenze

11.30: Die Niederlande versuchen, Deutsche vor dem Osterwochenende mit Warnschildern an der Grenze von unnötigen Reisen in ihr Land abzuhalten. "Reise nicht notwendig? Bleiben Sie bitte zu Hause!", heißt es auf Leuchttafeln, die an der Grenze zu Niedersachsen aufgestellt wurden, berichtete das "Dagblad van het Noorden". Die Verkehrsbehörden hätten die Schilder im Laufe des Dienstags an den Autobahnen etwa bei Bad Nieuweschans und auch an der Europastraße aus Richtung Meppen aufgestellt. Die Hoffnung sei, dass Deutsche ohne dringenden Reisegrund kehrtmachten, sagte ein Behördensprecher der Zeitung.

Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) hatte vor einigen Tagen bereits vor Osterausflügen nach Holland gewarnt. Berichte über vermeintlich offene Strände oder zugängliche Campingplätze übten eine verhängnisvolle Anziehungskraft aus. Es sei aber sehr wichtig, dieser Verführung zu widerstehen. Das Robert Koch-Institut stuft die Niederlande inzwischen als Covid-19-Risikogebiet ein.

Scholz rechnet mit Rettungspaket vor Ostern

11.16 Uhr: Trotz der Vertagung der EU-Finanzminister im Streit über ein milliardenschweres Corona-Rettungspaket geht Bundesfinanzminister Olaf Scholz von einer Einigung an diesem Donnerstag aus. Bei den nächtlichen Verhandlungen habe es nur in einem Punkt keine Übereinstimmung gegeben. "Ich hoffe, dass wir noch vor Ostern die entsprechenden Erleuchtungen haben werden und es auch miteinander hinbekommen", sagte der SPD-Politiker.

Scholz zufolge handelt es sich im letzten offenen Punkt darum, die Hilfen über den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) schnell und unbürokratisch an die Länder fließen zu lassen, die sie brauchen. Deutschland gehe es darum, dass der Einsatz des ESM "nicht damit verbunden ist, dass dann wie vor zehn Jahren Kommissare kommen oder eine Troika in die Länder einreist und irgendwelche Programm entwickelt für die weitere Zukunft", sagte Scholz. Die Solidarität müsse jetzt "schnell organisierbar sein".

Welthungerhilfe fordert Rettungsschirm für Entwicklungsländer

10.58 Uhr: Die Welthungerhilfe begrüßt Pläne von Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) für eine verstärkte Bekämpfung der Corona-Pandemie in Entwicklungsländern. "Auch die Länder des Südens brauchen einen Rettungsschirm. Dabei müssen Ernährung und Gesundheit gemeinsam gedacht werden", sagte der Generalsekretär der Welthungerhilfe, Mathias Mogge.

In vielen Programmländern komme es zu Versorgungsengpässen, Nahrungsmittelpreise schössen lokal in die Höhe. "Frühere Pandemien wie Ebola haben gezeigt, dass durch Ausgangsbeschränkungen Felder nicht bestellt werden konnten", sagte Mogge. Tagelöhner verlören von heute auf morgen ihren Job und damit ihr Einkommen. "Viele Menschen brauchen direkte Unterstützung mit Geld oder Nahrungsmitteln, um ihr Überleben zu sichern. Dafür sollen bewährte Strukturen, auch die von Nichtregierungsorganisationen, genutzt werden."

Wirtschaftsforscher erwarten schwerwiegende Rezession

10.35 Uhr: Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten eine "schwerwiegende" Rezession in Deutschland. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde wegen der Pandemie um 4,2 Prozent schrumpfen, die Arbeitslosenquote in der Spitze 5,9 Prozent erreichen. Für das kommende Jahr sagen die Institute eine Erholung und ein Wachstum von 5,8 Prozent voraus.

Bereits im ersten Quartal dürfte das BIP um 1,9 Prozent geschrumpft sein, schätzen die Wirtschaftsforschungsinstitute in ihrer Gemeinschaftsprognose. Im zweiten Quartal rechnen sie in Folge des Shutdowns mit einem Minus von 9,8 Prozent - das wäre der stärkste seit Beginn der Vierteljahresrechnung im Jahr 1970 jemals gemessene Rückgang in Deutschland.

Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser sagte aber auch, Deutschland bringe gute Voraussetzungen mit, den wirtschaftlichen Einbruch zu verkraften und mittelfristig wieder das wirtschaftliche Niveau zu erreichen, das sich ohne die Krise ergeben hätte.

Warn-App soll Ende der Osterferien fertig sein

10.32: Die in Europa entwickelte Technologie zur Eindämmung der Covid-19-Epidemie mithilfe von Smartphones wird voraussichtlich bis zum Ende der Osterferien in Deutschland als konkrete App zur Verfügung stehen. Das kündigte Chris Boos, einer der führenden Forscher des Projektes PEPP-PT an. "Ich gehe davon aus, dass wir zwischen 15. und 19. April die erste App tatsächlich live haben", sagte der IT-Unternehmer, der im Digitalrat der Bundesregierung sitzt.

Russland meldet 1175 neue Fälle

10.29 Uhr: In Russland ist die Zahl der bestätigten Virusinfektionen den zweiten Tag in Folge um mehr als 1000 gestiegen. Am Mittwoch meldeten die zuständigen Behörden ein Plus von 1175 Fällen - so viele wie noch nie zuvor an einem Tag. Insgesamt sind demnach in Russland jetzt 8672 Ansteckungen registriert. Die Behörden bezifferten die bekannten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus auf 63 - fünf mehr als am Vortag.

Österreichs Vizekanzler verteidigt Maskenpflicht

9.40 Uhr: Österreichs Vizebundeskanzler Werner Kogler hat die Pflicht zum Tragen von Atemschutzmasken in seinem Land verteidigt. Zwar wiesen "immer mehr Befunde und Expertisen" darauf hin, dass die Masken nicht ihren Träger vor einer Virusinfektion schützen könnten, wohl aber dessen Mitmenschen, sagte der Grünen-Politiker der Zeitung "Welt".

Kogler betonte, bei der Maskenpflicht handele es sich lediglich um eine "zusätzliche Maßnahme" im Kampf gegen das Coronavirus. "Alle anderen wichtigen Regeln - wie das Einhalten des Mindestabstands und der Hygieneregeln - bleiben selbstverständlich aufrecht", sagte er mit Blick auf die bevorstehende Lockerung der Maßnahmen in Österreich. Die Masken sollten vor allem im öffentlichen Verkehr, in Supermärkten und in jenen Geschäften, die nach Ostern wieder öffnen dürften, getragen werden.

In Österreich wurden laut der Johns-Hopkins-Universität mehr als 12.600 Coronavirus-Infektionen nachgewiesen, 243 Menschen starben.

Jüngere Zuschauer kehren vor den Fernseher zurück

9.30 Uhr: In der Coronakrise schalten in Deutschland wieder mehr Jüngere das Fernsehen ein. "Vor allem jüngere Zielgruppen kehren auf der Suche nach qualitativ hochwertiger Information zum linearen Fernsehen zurück. Der langfristige Abwärtstrend, das Abwandern junger Zielgruppen in andere Medienkanäle, ist vorerst gestoppt", teilte die AGF Videoforschung mit. Die Arbeitsgemeinschaft erfasst die Nutzung von TV und Streaming der hiesigen Fernsehsender.

Insgesamt erreichte Fernsehen über alle Altersgruppen ab drei Jahre hinweg mehr Menschen. Der Anteil derer, die im März mindestens einmal Kontakt mit TV hatten, stieg von 72 Prozent im Februar auf 75 Prozent. Im Jahr davor waren es noch 70,9. Besonders stark ist die Reichweite bei Jüngeren gestiegen. Über alle Programmformate hinweg sahen durchschnittlich 37 Prozent der 14- bis 19-Jährigen zu. Im März davor waren es 32,9 Prozent. Besonders Nachrichten sind laut AGF Videoforschung Treiber dieser Entwicklung.

TUI ergattert Millionenkredite

8.55 Uhr: Der Weg für ein staatliches Hilfspaket an den TUI-Konzern in der Coronakrise ist frei. Mehrere Banken haben einem vom Bund in Aussicht gestellten Kredit über 1,8 Milliarden Euro zugestimmt.

Boris Johnson in stabilem Zustand

08.43 Uhr: Der im Krankenhaus liegende britische Premierminister Boris Johnson ist nach Angaben der Regierung in einem stabilen Gesundheitszustand. Er sei guten Mutes, teilt Edward Argar, Staatssekretär im Gesundheitsministerium, mit. Er habe zusätzlichen Sauerstoff erhalten, werde aber nicht künstlich beatmet. Johnson ist an Covid-19 erkrankt und liegt in einem Londoner Krankenhaus auf der Intensivstation.

DHL will offenbar 4000 Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken

8.25 Uhr: Der Logistikkonzern Deutsche Post DHL will einem Medienbericht zufolge Kurzarbeit für 4000 Mitarbeiter anmelden. Das berichtete die "Wirtschaftswoche" unter Berufung auf Gewerkschaftskreise.

Betroffen seien insbesondere Tochterunternehmen aus der Kontraktlogistik, unter anderem zwei Unternehmen, die Dienstleistungen und erste Produktionsschritte für die Autobauer Ford und Audi anbieten. Auch im Geschäft mit Expresslieferungen in Deutschland und in der Speditionssparte soll demnach Kurzarbeit eingeführt werden. Brief- und Paketzusteller seien von den Maßnahmen bisher nicht betroffen, zitierte die "Wirtschaftswoche" aus Unternehmenskreisen. Im Brief- und Paketbereich arbeitet ein Großteil der rund 190.000 Angestellten in Deutschland.

Die Gewerkschaft Verdi übte Kritik an dem Schritt. "Wir haben den Konzern zu Verhandlungen über eine einheitliche Aufstockung des Kurzarbeitergeldes aufgefordert. Der Vorstand der Deutschen Post DHL hat diese Aufforderungen abschließend abgelehnt", sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Andrea Kocsis der "Wirtschaftswoche".

EU-Finanzminister vertagen sich in Corona-Bonds-Streit

08.22 Uhr: Die Eurofinanzminister können sich in ihrer stundenlangen Videokonferenz nicht auf Hilfen für Italien einigen. Die Gespräche seien auf Donnerstag vertagt worden, teilt Euro-Gruppen-Chef Mario Centeno mit. Zuvor habe es einen handfesten Streit zwischen Italien und den Niederlanden gegeben wegen Auflagen für Hilfskredite aus dem Rettungsfonds ESM, verlautete es der Nachrichtenagentur Reuters zufolge aus Verhandlungskreisen.

Robert Koch-Institut meldet mehr als 103.000 Infizierte in Deutschland

07.44 Uhr: In Deutschland ist die Zahl der bestätigten Infektionsfälle nach Angaben des Robert Koch-Instituts auf 103.228 gestiegen. 1861 Menschen seien bislang infolge einer Ansteckung gestorben, teilt das RKI mit. Am Dienstag hatte das Institut 99.225 Infektions- und 1607 Todesfälle gemeldet.

RKI-Chef Lothar Wieler bekräftigte unterdessen noch einmal, dass im Kampf gegen den Virusausbruch ein Ende sämtlicher Maßnahmen auf einmal derzeit nicht denkbar sei: "Ein Exit suggeriert vielleicht, dass man einfach die ganzen Maßnahmen aufhebt und dann so lebt wie vor dieser Epidemie. Ich persönlich kann mir das momentan nicht vorstellen", sagt Wieler mit Blick auf die Debatte über einen Ausstieg aus den Beschränkungen, die sogenannte Exit-Strategie. "Ich kann mir vorstellen, dass es schrittweise bestimmte Änderungen gibt." Über das genaue Vorgehen müsse die Politik entscheiden. "Für mich ist der Exit zu einseitig belegt", erklärt Wieler im Deutschlandfunk.

So wollen Topökonomen Deutschland wieder hochfahren

06.09 Uhr: Die Wirtschaft in Deutschland ist weitgehend zum Erliegen gekommen. Wie sieht ein sinnvoller Neustart aus - möglichst bald, aber ohne die Corona-Verbreitung zu fördern? Führende Ökonomen haben einen Plan. Hier erklären Claus Hecking und Gerald Traufetter, wie dieser aussieht.

Chef der Innenministerkonferenz warnt vor rechtsextremer Propaganda

05.41 Uhr: Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Georg Maier (SPD), hat vor rechtsextremer Propaganda zur Coronakrise gewarnt. Manche in der Szene versuchten, die Krise für Verschwörungstheorien zu nutzen, sagte der thüringische Ressortchef dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Innenminister hätten dies "im Auge".

Auch der Präsident des thüringischen Landesamtes für Verfassungsschutz, Stephan Kramer, warnte vor Versuchen von Rechtsextremisten, "aus der Krise Kapital zu schlagen". Angehörige der Szene kritisierten ein angebliches "Staatsversagen" oder behaupteten, Asylsuchende hätten das Virus verbreitet.

Bund schafft "Luftbrücke" für Schutzmaterial aus China

05.12 Uhr: Im Kampf gegen die Corona-Epidemie hat der Bund eine "Luftbrücke" für Transporte mit dringend benötigter Schutzausrüstung aus China nach Deutschland organisiert. Damit ist man in der Lage, täglich eine Passagiermaschine der Lufthansa für 25 Tonnen Fracht nach Shanghai zu schicken, wie die Deutsche Presse-Agentur vom Bundesgesundheitsministerium erfuhr.

Hinzu kommen demnach weitere Transportoptionen über das Verteidigungsministerium. Beide Maßnahmen sollen dazu dienen, flexibel auf Warenströme reagieren zu können.

Schutzausrüstung für medizinisches Personal wie Atemschutzmasken und Anzüge sind derzeit weltweit knapp, der Markt ist außerdem stark umkämpft. Die Bundesregierung ist daher in eine zentrale Beschaffung eingestiegen, um ergänzendes Material zum Weiterverteilen an Praxen, Krankenhäuser und Pflegeheime zu besorgen. Dabei bereiten Einkaufs- und Lieferbedingungen teils Schwierigkeiten - besonders in China, das für den Großteil der globalen Schutzmaskenproduktion steht.

Countrysänger John Prine ist tot

04.41 Uhr: Der amerikanische Countrystar John Prine ist an den Folgen seiner Coronavirus-Infektion gestorben. Der vielfach preisgekrönte Sänger und Songschreiber starb am Dienstag in einem Krankenhaus in Nashville (US-Staat Tennessee), wie seine Familie laut der Zeitschrift "Rolling Stone"  mitteilte. Prine wurde 73 Jahre alt.

Die Frau und Managerin des Musikers, Fiona Whelan Prine, sagte Ende März , dass ihr Mann nach Anzeichen von Covid-19 auf der Intensivstation an ein Beatmungsgerät angeschlossen wurde. Sie selbst war ebenfalls positiv auf das Coronavirus getestet worden.

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John Prine war bei der Grammy-Verleihung Anfang des Jahres mit einem Ehrenpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. Der Musikverband würdigte ihn nun als einen der "einflussreichsten Songschreiber seiner Generation".

EU beklagt Desinformation aus Russland und Propaganda aus China

04.18 Uhr: Viele Falschnachrichten in der Coronakrise kommen laut EU-Kommissarin Vera Jourova aus Russland. Wegen unzureichender Beweise würde sie zwar nicht von staatlich gelenkten Nachrichten sprechen; aber viele Pro-Kreml-Informationen stammten aus Russland, sagte die Vizepräsidentin der EU-Kommission der Deutschen Presse-Agentur in Brüssel.

Zudem gebe es offizielle Erklärungen russischer Behörden, die sich direkt gegen die EU richteten. Damit sollten Ängste und Nervosität in der Bevölkerung hervorgerufen werden, sagte Jourova. Die EU-Kampagne "EUvsDisinfo" habe bereits mehr als 150 Fälle Kreml-naher Desinformation zu Covid-19 gesammelt.

China arbeite hingegen eher mit Propaganda, sagte Jourova. Es werde etwa verbreitet, dass Europa ohne China nicht mit der Coronakrise zurechtkäme - "was nicht stimmt". Die EU ergreife viele effiziente Maßnahmen, sagte die tschechische Politikerin.

Kolumbien meldet: Türkisblaues Wasser ist zurück

03.56 Uhr: Die strengen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus haben einen positiven Effekt auf die Umwelt in Kolumbien: In der als Touristenziel beliebten Hafenstadt Cartagena am Karibischen Meer ist das Wasser wieder sauber. Wie auf Fotos zu sehen ist, hat es sogar innerhalb kurzer Zeit seine türkisblaue Farbe wieder angenommen. Medien berichteten, dass man Fischschwärme beobachten könne.

Möwen an einem leeren Strand in Cartagena

Möwen an einem leeren Strand in Cartagena

Foto: RICARDO MALDONADO ROZO/EPA-EFE/Shutterstock

"Die Veränderung in der Bucht ist Produkt des nicht vorhandenen Verkehrs von Schiffen und Boten", sagte  Natalia Burgos Uribe von dem Ozeanografischen Forschungszentrum der Karibik CIOH, das die Wasserqualität untersucht. Der Bürgermeister von Cartagena, William Dau, hatte am 11. März sämtliche Schiffsaktivitäten eingestellt. Touristen wurde untersagt, die Strände zu nutzen und im Meer zu baden.

Verstoß gegen Quarantäneregeln - Bundesinnenministerium schlägt strenge Regeln vor

03.39 Uhr: Wer in Deutschland gegen die neuen Quarantäneregeln für Einreisende verstößt, muss womöglich mit saftigen Bußgeldern rechnen. In einem Entwurf zu einer Muster-Verordnung für die Bundesländer, die derzeit im Bundesinnenministerium erarbeitet wird, heißt es, Einreisende seien verpflichtet, sich "unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in ihre Wohnung oder in die während ihres Aufenthalts geplante Unterkunft zu begeben und sich für einen Zeitraum von 14 Tagen nach ihrer Einreise ständig dort auszuhalten".

Während dieser Zeit sei es "nicht gestattet, Besuch von Personen zu empfangen, die nicht ihrem Hausstand angehören", heißt es in dem Entwurf, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Ausnahmen gibt es etwa für Pfleger.

Wie hoch das Bußgeld jeweils ist, soll davon abhängen, wie groß das Ausmaß der "durch die Tat entstandenen Gefahren für die öffentliche Gesundheit" ist, ob der Betreffende fahrlässig gehandelt hat oder sich uneinsichtig zeigt und ob ein Wiederholungsfall vorliegt.

  • Wer nach der Einreise gegen die häusliche Absonderung verstößt, soll nach den Empfehlungen des Ministeriums zwischen 200 Euro und 25.000 Euro zahlen.

  • Verstöße gegen das Besuchsverbot sollen mit einem Bußgeld von mindestens 150 Euro und höchstens 10.000 Euro geahndet werden.

  • Fährt jemand nicht direkt nach Hause, soll er 50 Euro bis 5000 Euro bezahlen.

  • Wer seiner Verpflichtung, Kontakt zum Gesundheitsamt aufzunehmen, nicht nachkommt, soll dafür ein Bußgeld zwischen 50 Euro und 2000 Euro entrichten.

Fast 2000 Corona-Tote in den USA binnen eines Tages

03.01 Uhr: Es handelt sich um die höchste Zahl von Todesopfern, die seit Beginn der Ausbreitung des Coronavirus innerhalb eines Tages in einem Land verzeichnet wurde: In den USA sind innerhalb von 24 Stunden 1939 Menschen an den Folgen der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

Die Gesamtzahl der Corona-Toten in den USA stieg damit auf 12.722, wie die Johns-Hopkins-Universität mitteilte . In der weltweiten Statistik der Todesopfer der Pandemie liegen die Vereinigten Staaten weiterhin auf dem dritten Platz hinter Italien (17.127) und Spanien (13.798).

Ärztepräsident erwartet noch massive Einschränkungen für Sommerurlaub 

02.26 Uhr: Der Sommerurlaub wird nach Überzeugung von Ärztepräsident Klaus Reinhardt in Deutschland noch mit massiven Einschränkungen verbunden sein. "Ich glaube nicht, dass die Deutschen in diesem Sommer schon wieder Urlaubsreisen machen können", sagte der Präsident der Bundesärztekammer den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Selbst bei schrittweiser Rückkehr in den Alltag werde die Pandemie das Land noch bis zum Sommer beschäftigen. "Darum glaube ich, dieser Sommer wird anders. Wir werden wohl nicht wie gewohnt ins Auto, in den Zug oder ins Flugzeug steigen und in die Ferien fahren." 

Kölner Erzbischof sorgt sich um isolierte alte Menschen in Heimen

01.59 Uhr: Kardinal Rainer Maria Woelki hat vor der Isolierung und Vereinsamung älterer Menschen in Pflege- und Altenheimen während der Coronakrise gewarnt. In einem Interview mit der "Bild"-Zeitung sprach der Kölner Erzbischof von einer "ungeheuren Herausforderung" für die Gesellschaft. Kinder und Enkel dürften die alten Leute "nicht vergessen".

Woelkis Angaben zufolge lebt seine eigene Mutter in einem Heim: "Es tut mir für sie sehr weh, dass sie quasi in einer Quarantäne, in einer Isolation ist." Sogar die Kapelle in dem Heim sei geschlossen worden. Die Menschen müssten sich dort auf ihre Zimmer zurückziehen. Er versuche, jeden Tag mit seiner Mutter zu telefonieren.

Alle Artikel zum Coronavirus

Am 31. Dezember 2019 wandte sich China erstmals an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der Millionenstadt Wuhan häuften sich Fälle einer rätselhaften Lungenentzündung. Mittlerweile sind mehr als 180 Millionen Menschen weltweit nachweislich erkrankt, die Situation ändert sich von Tag zu Tag. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über alle SPIEGEL-Artikel zum Thema.

Foodwatch: Weniger Lebensmittelkontrollen in Coronakrise

01.42 Uhr: Verbraucherschützer beklagen massive Einschränkungen der Lebensmittelkontrollen durch die Coronakrise. Routinekontrollen in Unternehmen sowie Probenanalysen seien größtenteils ausgesetzt, da die Laborkapazitäten jetzt für Corona-Proben gebraucht werden und Kontrolleure in den Gesundheitsämtern aushelfen, sagte der Geschäftsführer der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch, Martin Rücker, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Diese Personalengpässe müssten wieder beseitigt werden. "Langfristig ist das ein echtes Problem, weil solche Routinekontrollen notwendig sind, um lebensmittelbedingte Erkrankungen zu vermeiden - was übrigens gerade während der Corona-Pandemie wichtig ist", sagte Rücker.

Laschet für Öffnung kleiner Läden als mögliche erste Lockerungs-Maßnahme

01.21 Uhr: Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) plädiert dafür, bei einer schrittweisen Lockerung der Maßnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie zunächst kleine Läden wieder zu öffnen. Es könne eine Option sein, zuerst die kleinen Läden zu öffnen, "in denen sich nicht viele Menschen gleichzeitig aufhalten", sagte Laschet dem "Kölner Stadt-Anzeiger". In Bäckereien beispielsweise werde nach seinem Eindruck der Mindestabstand zwischen den Kunden fast überall eingehalten.

Auch für die Wiederöffnung der Gastronomie könne ein Kriterium sein, "wie gut der Schutz der Gäste und Mitarbeiter vor Ansteckung gewährleistet werden kann", sagte Laschet. Für die Wiedereröffnung von Kitas und Schulen wäre nach seinen Worten eine bundesweit einheitliche Regelung am besten.

Bundesstaat New York meldet 731 Tote an einem Tag

00.52 Uhr: Auf dem vorläufigen Höhepunkt der Coronakrise in New York hat der besonders heftig getroffene US-Bundesstaat 731 Tote an nur einem Tag verzeichnet. Insgesamt lag die Zahl der Todesopfer damit bei etwa 5500, wie Gouverneur Andrew Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz sagte. In den vergangenen Tagen waren etwa 600 Patienten in dem Staat gestorben.

Cuomo machte aber wegen anderer, sinkender Zahlen - vor allem die neu eingelieferter Patienten - Hoffnung: "Soweit wir sehen, gibt es eine Abflachung (der Kurve) oder ein mögliches Plateau. Das liegt an dem, was wir tun. Und wir müssen es weiter tun." 

Der Bundesstaat New York mit seinen insgesamt rund 19 Millionen Einwohnern ist in der Coronakrise derzeit das Epizentrum der USA. Die Fallzahlen dort sind um ein Vielfaches höher als in anderen Staaten - auch, weil dort deutlich mehr getestet wird. Die Zahl der bestätigten Fälle liegt bei mehr als 138.000.

Müller bedauert "Schärfe" im Streit um Maskenlieferung

00.31 Uhr: Im Streit um eine Lieferung von 200.000 Schutzmasken, die von Bangkok aus statt nach Berlin wohl in die USA ging, schlägt Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) nun gemäßigtere Töne an. "Da ist eine Schärfe reingekommen durch die Stellungnahmen von Herrn Geisel und mir, die bedauere ich. Es tut mir leid", sagte Müller am Dienstag. Als Innensenator Andreas Geisel (SPD) und er sich zu den USA geäußert hätten, habe "große Anspannung" geherrscht, so Müller.

Geisel hatte am Freitag mitgeteilt, die für die Berliner Polizei bestimmten Masken seien auf Betreiben der USA "konfisziert" worden, er sprach von einem "Akt moderner Piraterie". Auch Müller hatte die USA scharf kritisiert: "Das Handeln des US-Präsidenten ist alles andere als solidarisch und verantwortungsvoll. Es ist unmenschlich und inakzeptabel", hatte er getwittert.

Zu den jüngsten Äußerungen Müllers erklärte die US-Botschaft: "Wir nehmen die Entschuldigung des Bürgermeisters zur Kenntnis. Wir bedauern, dass die Vorwürfe, die wir zurückgewiesen haben, zu weiteren Spannungen geführt haben - und das während einer Krise, die wir alle gemeinsam überwinden wollen."

Trump droht WHO mit Stopp von Beitragszahlungen

00.12 Uhr: US-Präsident Donald Trump erhöht in der Coronavirus-Krise den Druck auf die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Trump drohte bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus, Gelder für die WHO einzufrieren. "Ich sage nicht, dass wir es tun werden, wir werden es untersuchen und die Beendigung der Finanzierung prüfen", sagte Trump.

Er revidierte damit eine nur wenige Minuten zuvor getroffene Aussage, wonach US-Gelder für die WHO auf Eis gelegt werden sollten - was nach einer bereits getroffenen Entscheidung klang. Trump war zurückgerudert, als eine Reporterin ihn fragte, ob eine Pandemie der Zeitpunkt sei, um Beitragszahlungen einzufrieren.

Früher am Dienstag hatte Trump der WHO bereits in einem Tweet vorgeworfen, es in der Coronavirus-Pandemie "wirklich vermasselt" zu haben. Am Abend legte er nach und sagte, "wahrscheinlich" habe die Organisation zu Beginn der Pandemie mehr gewusst, als sie offengelegt habe.

Zudem warf er der WHO vor, zu sehr auf China ausgerichtet zu sein - und das, obwohl die USA einen großen Teil des WHO-Budgets zahlten. Die WHO habe den USA zudem falsche Empfehlungen zu Beginn der Krise gegeben und Trump für Einreisebeschränkungen kritisiert.

Die in Genf ansässige WHO ist die wichtigste Sonderorganisation der Vereinten Nationen im Gesundheitsbereich.

evh/aar/bbr/brt/sak/dpa/AFP/Reuters
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