News-Update Hamburg will Schulen erst nach Ostern wieder öffnen

Hamburgs Schulen sollen drei Wochen länger geschlossen bleiben. Tirol wird komplett unter Quarantäne gestellt. Israel macht dicht. Der Überblick zum Coronavirus.
Leerer Klassenraum in Hamburg: Schulen sollen länger als bislang geplant geschlossen bleiben

Leerer Klassenraum in Hamburg: Schulen sollen länger als bislang geplant geschlossen bleiben

Foto: Daniel Reinhardt/ dpa

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

Jordaniens Armee riegelt Hauptstadt Amman ab

Ab Donnerstag sperrt das Militär Jordaniens alle Zugangsstraßen zur Hauptstadt Amman. Die Maßnahme gelte ab sieben Uhr morgens für unbestimmte Zeit, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Petra unter Berufung auf das Militär. Damit solle der Coronavirus-Ausbruch eingedämmt werden. Behörden zufolge gibt es derzeit 52 bestätigte Covid-19-Fälle in dem arabischen Königreich.

Tirol: Quarantäne für alle 279 Gemeinden ab Mitternacht

Das gesamte österreichische Bundesland Tirol wird ab Mitternacht wegen der Ausbreitung des Coronavirus unter Quarantäne gestellt. "Wir erlassen Quarantäneverordnungen für alle 279 Tiroler Gemeinden. Das bedeutet: Die Gemeinde darf nur dann verlassen werden, wenn es um die Deckung der Grundversorgung geht, um die Daseinsvorsorge oder um zur Arbeit zu kommen - und dann nur zum nächstgelegenen Ort", teilte Tirols Landeschef Günther Platter via Facebook mit. "Sofern es einen Arzt, eine Apotheke, einen Lebensmittelhandel und eine Bank im Ort gibt, darf die Gemeinde für diese Zwecke nicht verlassen werden."

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Tirol wird sich demnach zudem noch stärker von seinen Nachbarbundesländern isolieren. "Das heißt, dass nur jene nach Tirol einreisen können, die in Tirol zu Hause sind oder in der kritischen Infrastruktur oder Versorgung arbeiten", schrieb Platter. Der Warenverkehr sei unter bestimmten Voraussetzungen gestattet. "Dass sich Tirol selbst isoliert, ist absolut notwendig. Weil wir verhindern wollen, dass einerseits das Virus von Tirol aus weiterverbreitet wird und wir uns andererseits auch zusätzlich schützen können."

In Tirol wurden laut dem Landeschef bisher 474 bestätigte Covid-19-Fälle gezählt - mehr als in jedem anderen österreichischen Bundesland. Zuletzt wurde Kritik laut, dass Tirol zu zaghaft und nicht konsequent genug gehandelt habe, um das Virus einzudämmen. Vor allem durch den Skitourismus, der am Sonntag eingestellt wurde, dürfte sich das Virus schnell verbreitet haben. Lesen Sie mehr dazu hier .

Israel schließt Grenzen

Zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie hat Israel mit sofortiger Wirkung seine Grenzen für Ausländer geschlossen. Das teilte die Migrationsbehörde mit. Bereits seit zwei Wochen durften Ausländer nur noch einreisen, wenn sie nachweisen konnten, dass sie sich in den ersten 14 Tagen privat in Quarantäne begeben konnten. Hotels waren dafür nicht zugelassen. Nun dürfen nur noch Israelis und Ausländer mit ständigem Wohnsitz in Israel einreisen.

Hamburgs Schulen bleiben bis nach Ostern geschlossen

In Hamburg sollen die Schulen bis zum 19. April geschlossen bleiben - und damit drei Wochen länger als ursprünglich geplant. Das kündigte Schulsenator Ties Rabe (SPD) im NDR Hamburg Journal an. Der Schritt solle die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen und diene dem Schutz von Schülerinnen und Schülern sowie des Lehrpersonals, sagte Rabe. Auch in Schleswig-Holstein waren die Schulschließungen bereits auf dieses Datum nach Ostern verlängert worden. Ob die Hamburger Kitas ebenfalls länger geschlossen bleiben, soll nach Informationen des NDR  am Donnerstag bekanntgegeben werden.

Frankreich will Gesundheitsnotstand ausrufen - viele neue Fälle

Frankreich will wegen des Coronavirus den Gesundheitsnotstand ausrufen. Innerhalb von 24 Stunden sei die Zahl der positiv auf Sars-CoV-2 getesteten Menschen um mehr als 1400 auf 9134 gestiegen, sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon. Der Zustand von 931 Patientinnen und Patienten sei ernst. Die Hälfte der Patienten auf Intensivstationen sei jünger als 60 Jahre alt, sagte Salomon.

Die Zahl der Toten ist ihm zufolge binnen 24 Stunden um 89 auf 264 gestiegen. Unter den Todesopfern seien sieben Prozent jünger als 65. Salomon rief die Bevölkerung dazu auf, nicht benötigte Atemmasken an medizinische Einrichtungen zu geben. Seit Dienstag gilt in Frankreich bereits eine Ausgangssperre.

Mit einem speziellen Notstandsgesetz will die Regierung nun Milliardenhilfen für die Wirtschaft aufbringen. Wirtschaftsminister Bruno Le Maire nannte folgende Maßnahmen:

  • Unmittelbare Hilfen in Höhe von 45 Milliarden Euro für die französische Wirtschaft.

  • Ein Aufschub von Sozial- und Steuerabgaben.

  • Eine Staatsgarantie von 300 Milliarden Euro für neue Bankkredite an Unternehmen.

  • Für kleine Unternehmen und kleine Geschäfte sollen Miet-, Gas- und Stromrechnungen ausgelegt werden.

"Die Regierung wird das Parlament bitten, ihr die Mittel zur Bewältigung der Situation zu geben", kündigte Premierminister Édouard Philippe an. Die Regierung bekäme damit auch die Möglichkeit, Beschlüsse schnell per Dekret umzusetzen.

Deutschland weitet Einreisebeschränkungen für Nachbarländer aus

Die Bundesregierung hat die bereits an den Landesgrenzen zu den Nachbarländern Österreich, Spanien, Italien, der Schweiz, Luxemburg und Dänemark geltenden Einreisebeschränkungen wegen der Ausbreitung des Coronavirus nun auch auf Flüge und den Schiffsverkehr ausgeweitet. Das teilte das Bundesinnenministerium mit. Der Güterverkehr, Mitarbeiter im Gesundheitswesen oder im Bereich kritischer Infrastrukturen seien davon ausgenommen, sagte Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Mehr dazu lesen Sie hier.

Militär-Krankenhausschiff legt in New York an

Wegen der Coronakrise soll im Hafen von New York ein Krankenhausschiff des US-Militärs mit rund 1000 Kabinen anlegen. Die USNS Comfort werde sich auf den Weg machen, kündigte Andrew Cuomo, der Gouverneur des US-Bundesstaats New York, an. Das Schiff soll in der kommenden Woche bereitstehen. "Das ist wie ein schwimmendes Krankenhaus", sagte Cuomo.

US-Präsident Donald Trump sagte im Weißen Haus, neben der USNS Comfort werde auch das Krankenhausschiff USNS Mercy bereitgestellt. Dieses Schiff soll an der amerikanischen Westküste eingesetzt werden. Der genaue Standort muss noch festgelegt werden.

New York ist der US-Bundesstaat, aus dem bislang die meisten Coronavirus-Fälle gemeldet wurden. Laut US-Gesundheitsbehörde CDC waren es am Mittwoch bereits mehr als 2600. Ein weiterer Schwerpunkt von Infektionen liegt an der Westküste des Landes, in den Bundesstaaten Washington und Kalifornien.

Großbritannien schließt Schulen zum Ende der Woche

In ganz Großbritannien soll wegen der Coronakrise ab Freitag der Schulbetrieb eingestellt werden. Das teilte Premierminister Boris Johnson mit. "Wir haben beschlossen, dass dies der richtige Moment ist, um das zu tun", sagte Johnson bei einer Pressekonferenz im Regierungssitz Downing Street. Zuvor hatten auch die Regionalregierungen in Schottland, Wales und Nordirland Schulschließungen angekündigt. Prüfungen im Mai und Juni würden nicht wie geplant stattfinden, sagte Johnson.

Die britische Regierung hatte sich mit drastischen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus bislang zurückgehalten und war dafür heftig kritisiert worden. Inzwischen verschärfte sie ihren Kurs. Immer mehr Lehrer und anderes Schulpersonal meldeten sich zudem krank oder gingen in häusliche Isolation. "Die Schulen haben inzwischen zu viele Mitarbeiter verloren, um wie normal weiterzumachen", sagte die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge. Sie gehe nicht davon aus, dass der Schulbetrieb vor den Sommerferien wieder aufgenommen werden könne.

Schweiz beschränkt Verkauf von Medikamenten

Die Schweiz schränkt den Verkauf von Medikamenten ein. Ab sofort dürfen Apotheken von gängigen Schmerzmitteln und fiebersenkenden Arzneien pro Person nur noch eine Packung verkaufen. Das betrifft etwa die Mittel Aspirin, Paracetamol, Ibuprofen oder Diclofenac. Mit der Maßnahme will die Regierung Hamsterkäufe verhindern. Ein Mangel bestehe nicht. Die Einschränkung gelte für sechs Monate.

Österreich kontrolliert ab Mitternacht Grenze zu Deutschland

Österreich verschärft wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Grenzkontrollen. Das Land kontrolliert ab Donnerstag 00.00 Uhr die Grenze zu Deutschland. Das bestätigte das österreichische Innenministerium in Wien. Kleinere Grenzübergänge sollen geschlossen werden. Ähnlich geht Österreich bereits an den Grenzen zu Italien, der Schweiz und Liechtenstein vor.

Ausgangssperre in bayerischer Kleinstadt

Das Landratsamt Tirschenreuth hat wegen der Verbreitung des Coronavirus für die Stadt Mitterteich eine Ausgangssperre verhängt. Es ist die erste Stadt in Bayern mit einer solchen Maßnahme. Sie soll bis zum 2. April dauern, wie die Behörde mitteilte - und gilt in zehn Ortsteilen nicht.

Von der Regelung ausgenommen sind unter anderem: Einkäufe, der Weg zur Arbeit, Besuche von Arztpraxen oder Hilfe für Bedürftige. (Lesen Sie hier die Allgemeinverfügung .) In der Stadt leben 6500 Menschen.

Audi beantragt Kurzarbeit

Audi hat für die Standorte Ingolstadt und Neckarsulm Kurzarbeit angekündigt. In beiden Werken stehen die Bänder ab nächster Woche still. "Die durch die Coronakrise weltweit eingeschränkte Nachfragesituation und bevorstehende Lieferengpässe zwingen uns daher, den Antrag auf Kurzarbeit zu stellen", sagte Produktions- und Logistikvorstand Peter Kössler.

Lego schließt Geschäfte - nur nicht in China

Der dänische Spielzeughersteller Lego schließt seine Filialen in Europa, Kanada und den USA. Allein die Geschäfte in China sollen geöffnet bleiben, teilte das Unternehmen mit. Alle Angestellten seien aufgerufen, von zu Hause aus zu arbeiten, wenn es möglich ist. Lego hat weltweit 570 Läden, 140 davon in China.

USA und Kanada einigen sich auf Grenzschließung

14.55 Uhr: Donald Trump hat bekannt gegeben, dass er sich mit Kanada auf eine Grenzschließung geeinigt habe. Die Regelung betreffe jeglichen Verkehr, der "nicht essenziell" sei, teilte der US-Präsident auf Twitter mit. Der Handel werde nicht eingeschränkt. Über Details wolle er im Laufe des Tages sprechen.

Eurovision Song Contest abgesagt

14.33 Uhr: Der Eurovision Song Contest in Rotterdam wird dieses Jahr nicht stattfinden. Das teilten die Organisatoren mit. Man bedauere es sehr, die Absage des Eurovision Song Contest 2020 in Rotterdam bekannt geben zu müssen, hieß es in einer Erklärung. "Es ist unmöglich, mit der Live-Veranstaltung wie geplant fortzufahren."

Porsche stoppt Produktion für zwei Wochen

14.11 Uhr: Der Sportwagenbauer Porsche stellt seine Produktion ein. Das Stammwerk in Zuffenhausen sowie das Werk in Leipzig bleiben von Samstag an für zwei Wochen geschlossen, wie das Unternehmen mitteilte. Primär gehe es um den Schutz der Belegschaft, darüber hinaus gebe es inzwischen aber auch Engpässe in den globalen Lieferketten, die eine geordnete Produktion nicht mehr zuließen.

"Mit diesen Maßnahmen leistet unser Unternehmen seinen Beitrag, die Belegschaft zu schützen und die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen", sagte Vorstandschef Oliver Blume.

Bundespolizei hat Zehntausende Ausländer zurückgewiesen

14.05 Uhr: An den deutschen Grenzen sind innerhalb von zwei Tagen rund 21.000 Ausländer zurückgewiesen worden. Die Bundespolizei verweigerte laut dem Innenministerium am Montag etwa 15.000 Menschen die Einreise. Am Dienstag wurden demnach rund 6000 Ausländer abgewiesen. Der Rückgang zeige, dass viele Menschen die neuen Regelungen bereits verstanden hätten.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte die Bundespolizei angewiesen, ab Montag 8 Uhr an den Grenzen zu Österreich, Dänemark, Frankreich, Luxemburg und der Schweiz Kontrollen durchzuführen. Einreisen dürfen dort seither nur noch Deutsche, Ausländer mit Wohnsitz und Aufenthaltsberechtigung in der Bundesrepublik sowie Berufspendler und andere Menschen, die einen triftigen Reisegrund nachweisen können.

Deutschland setzt humanitäre Flüchtlingsaufnahme aus

14.00 Uhr: Die Bundesrepublik nimmt vorerst keine Flüchtlinge mehr auf. Im Kampf gegen die Corona-Pandemie werde die humanitäre Aufnahme "bis auf Weiteres ausgesetzt", gab das Innenministerium einem Medienbericht zufolge bekannt.

Das Ministerium habe am Dienstag "angesichts der Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie" das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) angewiesen, das Resettlement-Verfahren mit der Türkei und die Resettlement-Verfahren des Bundes für Menschen in humanitären Notlagen "bis auf Weiteres auszusetzen".

Faktisch seien die deutschen humanitären Aufnahmeverfahren wegen verschiedener Beschränkungen seit vergangenem Freitag zum Erliegen gekommen. So hätten die Internationale Organisation für Migration (IOM) und das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) ebenfalls am Dienstag offiziell die Aufnahmeprogramme für Geflüchtete ausgesetzt.

Britische Regierung wegen offener Schulen unter Druck

13.44 Uhr: Die britische Regierung gerät zunehmend unter Druck, die Schulen zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie zu schließen. Schuldirektoren klagten, dass sie angesichts zahlreicher erkrankter Lehrer den Betrieb ohnehin kaum noch aufrecht halten könnten. Auch viele Schüler würden wegen der Ausbreitung der Krankheit inzwischen nicht mehr zum Unterricht kommen.

Eltern sind wütend und fragen sich, warum die Regierung einerseits dazu rät, soziale Kontakte einzuschränken, andererseits aber gegen die Schließung von Schulen ist. Mehr als 670.000 Menschen haben inzwischen eine Petition auf der Internetseite des Parlaments unterzeichnet, mit der die Regierung aufgefordert wird, endlich die Lehranstalten vorläufig dichtzumachen.

Der britische Permier hat reagiert: Er kündigte an, entsprechende Maßnahmen stünden "unmittelbar" bevor. Schottland und Wales haben inzwischen mitgeteilt, die Schulen zu schließen.

DHL verzichtet bei Paketen auf die Unterschrift

13.28 Uhr: Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen, verzichtet die Post ab sofort bei der Übergabe von Paketen und Einschreiben auf die Unterschrift des Empfängers. Die Zusteller dokumentieren die Lieferung laut einem Firmensprecher mit ihrer eigenen Unterschrift.

"So reduzieren wir den persönlichen Kontakt zwischen den Empfängern und unseren Zustellern und vermeiden eine mögliche Übertragung von Viren über Handscanner und Stift", teilte das Unternehmen mit. Wem selbst das noch zuviel Kontakt ist, dem rät die Post, sich seine Pakete an eine Packstation senden zu lassen oder einen Ablageort für die Lieferung zu vereinbaren.

Österreich will Wirtschaft mit 38 Milliarden Euro helfen

13.15 Uhr: Die österreichische Bundesregierung hat ein Hilfspaket in Höhe von 38 Milliarden Euro angekündigt, um der Wirtschaft durch die Coronakrise zu helfen. Teile des Pakets seien Steuerschuldungen, Haftungen für Kredite und Notfallhilfen, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Athen beschließt großes Hilfspaket für Unternehmen und Arbeitnehmer

13.15 Uhr: Griechenland will heimischen Unternehmen und Arbeitnehmern mit rund zwei Milliarden Euro unter die Arme greifen. Primäres Ziel sei die Auszahlung der Löhne an die Arbeitnehmer in Geschäften und Unternehmen, die wegen der Coronavirus-Pandemie schließen müssen. Auch allen anderen Betrieben soll geholfen werden, die Belegschaft nicht zu entlassen. "Ziel ist die Arbeitsplätze zu sichern", sagte der griechische Finanzminister Christos Staikouras im Staatsfernsehen.

Die Folgen der Pandemie dürften das Land besonders hart treffen: Griechenland war nach der langjährigen Schuldenkrise mit Rezession und harten Einschnitten gerade erst wieder auf Erholungskurs geschwenkt.

Ifo veröffentlicht Geschäftsklima erstmals vorab

13.10 Uhr: Der wichtigste Frühindikator für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft wird erstmals in seiner jahrzehntelangen Geschichte vorab veröffentlicht: Das Münchner Ifo-Institut kündigte "angesichts der ungewöhnlichen Lage" an, bereits am Donnerstag um 10 Uhr vorläufige Ergebnisse der monatlichen Umfrage unter 9000 Unternehmen bekannt zu geben. Die reguläre Veröffentlichung ist für den 25. März vorgesehen. Im Februar war das an den Finanzmärkten stark beachtete Barometer überraschend gestiegen, wenn auch nur minimal um 0,1 auf 96,1 Punkte.

Das Ifo-Institut befragt seit 1949 regelmäßig Unternehmen. Für den Index werden Manager von Industrie, Dienstleistungssektor, Baubranche sowie Groß- und Einzelhandel gebeten, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen und ihre Erwartungen für die nächsten sechs Monate mitzuteilen.

Olaf Scholz wegen Erkältung im Homeoffice

13.05 Uhr: Heimarbeit auch für Bundesfinanzminister Olaf Scholz. Über Twitter teilt der SPD-Politiker mit: "Heute mache auch ich Homeoffice, nachdem ich mit einer heftigen Erkältung aufgewacht bin. Und sicherheitshalber lasse ich mich testen, in diesen Zeiten ja nicht unwichtig."

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Als Nebeneffekt könne er beim Arbeiten in der Sonne sitzen, schrieb Scholz - begleitet von einem Foto mit Blick auf Tisch, Tablet, Kaffeetasse und Brille auf einem sonnenbeschienenen Balkon.

Banken rufen bei EZB dreistellige Milliardensumme in Dollar ab

12.56 Uhr: Die Banken im Euroraum decken sich wegen hoher Unsicherheit mit erheblicher Dollar-Liquidität ein. Die Europäische Zentralbank (EZB) teilte mit, dass sich die teilnehmenden Banken insgesamt etwa 112 Milliarden Dollar über eine spezielle Kreditlinie zwischen großen Zentralbanken besorgten. Es ist die größte abgerufene Dollarsumme seit der Finanzkrise im Jahr 2008.

Nach Notenbankangaben erhielten 44 Banken 75,8 Milliarden Dollar für knapp drei Monate, während 22 Institute für eine Woche 36,3 Milliarden Dollar abfragten. Die zu zahlenden Zinssätze betragen 0,38 Prozent beziehungsweise 0,45 Prozent. Die Dollarbeträge kommen von der US-Notenbank und werden über die EZB an die Geldhäuser weitergeleitet.

Hintergrund der großen Nachfrage nach der amerikanischen Leitwährung ist der hohe Liquiditätsbedarf auf Banken- und Unternehmensebene. In der US-Währung wird ein erheblicher Teil der globalen Finanz- und Handelsgeschäfte abgewickelt. Die Finanzierung dieser Geschäfte funktioniert normalerweise reibungslos. In den vergangenen Tagen sind die Zinssätze für Dollar-Liquidität aber erheblich gestiegen, was auf Verspannungen in diesem Marktsegment hindeutet. Ähnlich war es, wenn auch aus anderen Gründen, während der Finanzkrise vor gut zehn Jahren.

Russland schließt Schulen

12.50 Uhr: In Russland werden die Schulen geschlossen. Die Schüler werden ab dem kommenden Montag drei Wochen lang in die verlängerten Frühlingsferien geschickt, sagte Bildungsminister Sergej Krawzow der Agentur Interfax zufolge. Einige Schulen haben aber bereits jetzt schon geschlossen, um eine Ausbreitung des neuartigen Virus einzudämmen.

Für Schüler solle die Möglichkeit bestehen, aus der Ferne das Lernen fortzusetzen, teilte der Minister mit. Größere Verlage ermöglichen demnach im Internet einen kostenlosen Zugang zu Lernmaterialien. Im flächenmäßig größten Land der Erde gehen mehr als 16 Millionen Kinder und Jugendliche zur Schule.

Touristen müssen Schleswig-Holstein bis Donnerstag verlassen

12.45 Uhr: Alle Touristen müssen Schleswig-Holstein bis spätestens Donnerstag verlassen. Das teilte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) mit. Die Einreise in das Bundesland ist bereits komplett verboten. Alle Hotels, Pensionen, Ferienhausbesitzer und andere Einrichtungen sind ab sofort geschlossen, gleiches gilt für Restaurants und Cafés.

Mit der Maßnahme will die Landesregierung ausdrücklich auch alle Tagestouristen fernhalten, die ansonsten etwa an Wochenenden aus Hamburg an die Küsten fahren. Bereits zuvor hatte sie im Verbund mit anderen norddeutschen Küstenländern alle Inseln für Touristen gesperrt. Die medizinische Infrastruktur in den eher ländlichen Gebieten wäre nicht für eine größere Zahl von schweren Corona-Fällen gerüstet und soll sich auf die Einwohnerversorgung konzentrieren.

Experten befürchten Einbruch der Wirtschaft um bis zu fünf Prozent

12.25 Uhr: Der erwartete Konjunktureinbruch in Deutschland könnte nach Ansicht des Ifo-Chefs Clemens Fuest in diesem Jahr schlimmer werden als während der Finanzkrise. "Wenn die Wirtschaftsaktivität nur für zwei Monate auf 65 Prozent des Normalniveaus zurückgeht und danach wieder wächst wie erwartet, würde die Wirtschaftsleistung für das Gesamtjahr um fünf Prozent schrumpfen", schrieb der Präsident des Münchner Forschungsinstituts in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt. "Das wäre ein Einbruch wie im Finanzkrisenjahr 2009."

Der Bankenverband BdB befürchtet ebenfalls einen Rückgang um vier bis fünf Prozent in diesem Jahr. Dabei geht der Verband von einer Stabilisierung der Lage im dritten Quartal und einer Erholung im vierten Quartal aus.

Polen öffnet Grenze wegen langer Staus

12.00 Uhr: Der Grenzschutz in Polen hat auf die langen Staus wegen der neuen Kontrollen an der deutsch-polnischen Grenze reagiert und vier weitere Übergänge für den Autoverkehr geöffnet. Sowohl Pkw- als auch Lastwagenfahrer könnten ab sofort die bislang nur für Fußgänger gedachten Grenzübergänge in Frankfurt/Oder-Slubice, in Kietz-Kostrzyn nad Odra und in Zgorzelec nutzen, teilte der Grenzschutz am Mittwoch mit.

Am Grenzübergang Ludwigsdorf bei Görlitz ist der Stau aufgrund der Kontrollen weiter gewachsen. Lastwagen und Autos stauen sich nach Angaben der Polizei auf der Autobahn 4 bis hin zu den Abfahrten Uyst und Burkau auf einer Länge von rund 60 Kilometern. Die Polizei habe damit begonnen, alle Auffahrten auf die A4 ab Bautzen bis Görlitz zu sperren, hieß es. In Jedrzychowice betrug die Wartezeit am Mittwochvormittag für Lkw 30 Stunden, für Pkw 16 Stunden, wie eine Sprecherin des polnischen Grenzschutzes sagte.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) war in der Nacht mit rund 90 Helfern im Einsatz, um die Wartenden zu versorgen. "Es ist aus unserer Sicht eine humanitär bedenkliche Situation", sagte DRK-Sprecher Kai Kranich. Teils stünden die Menschen bis zu 20 Stunden im Stau, darunter viele Familien.

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Kabinett tagt mit Sicherheitsabstand

11.25 Uhr: Die Bundesregierung hat ihre Kabinettssitzung verlegt. Statt wie üblich im Kabinettssaal, tagten Merkel und ihre Minister im Internationalen Konferenzsaal im Kanzleramt. Das zeigt ein Foto von Regierungssprecher Steffen Seibert. "Auch die Bundesregierung hält Abstand (und arbeitet trotzdem ganz eng zusammen)", schrieb er dazu auf Twitter.

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Internetportal zeigt freie Beatmungsplätze

10.45 Uhr: Mediziner können ab heute online abfragen, in welchen Krankenhäusern Beatmungsplätze frei sind. Über das Intensivregister sollen erstmals mehr als tausend Kliniken zentral erfasst werden, wie die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) mitteilte. So soll eine "regionale Koordination" und eine "optimale Versorgung der Covid-19-Patienten" sichergestellt werden.

"In den Krankenhäusern ist mit einem steigenden Bedarf an Intensiv- und Beatmungskapazitäten zur Behandlung von Patienten mit schweren Atemwegserkrankungen zu rechnen", erklärte der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler. Vor dem Start waren den Angaben vom Dienstagnachmittag zufolge nur rund 85 Kliniken auf diese Art und Weise miteinander vernetzt.

Robert Koch-Institut warnt vor bis zu zehn Millionen Infizierten

10.33 Uhr: Das Robert-Koch-Institut (RKI) rechnet mit einer schnellen Ausweitung der Epidemie. "Wir haben ein exponentielles Wachstum. Wir sind am Anfang eine Epidemie, die noch viele Wochen und Monate unterwegs sein wird", sagte RKI-Chef Lothar Wieler auf einer Pressekonferenz. Mit Stand Mitternacht verzeichnet das Institut 8198 Infizierte in Deutschland, über 1000 mehr als zuvor gemeldet. Die Zahl der Toten sei bei zwölf geblieben.

Angesicht der stark wachsenden Zahl von Infektionsfällen appelliert das Robert Koch-Institut, die Hygiene- und andere Behörden-Vorgaben strikt einzuhalten. Wenn es nicht gelinge, die Infektionsfälle zu reduzieren, könne es in zwei oder drei Monaten bis zu zehn Millionen Infizierte in Deutschland geben, so Wieler.

Papst ruft zu Nähe auf - trotz Quarantäne

10.30 Uhr: Franziskus empfiehlt wegen des Coronavirus unter Quarantäne stehenden oder in freiwilliger Isolation lebenden Familien "zärtliche Gesten". Bei allem Bemühen um Hygiene und Abstand seien "zärtliche Gesten, Zuneigung, Mitgefühl" wichtig, sagte der Papst der italienischen Zeitung "La Repubblica". Dazu gehörten zum Beispiel "eine warme Mahlzeit, ein Streicheln, Kuscheln, ein Telefonanruf".

Wichtig seien "die kleinen Dinge, die kleinen Aufmerksamkeiten gegenüber uns Nahestehenden, unseren Verwandten, unseren Freunden. Wir müssen verstehen, dass diese kleinen Dinge ein Schatz sind", sagte der Papst.

Angela Merkel hält Fernsehansprache

10.09 Uhr: Zum ersten Mal in ihrer Amtzeit wird sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in einer abendlichen Fernsehansprache an die Menschen in Deutschland wenden, aus Anlass der Coronakrise. Wie der SPIEGEL erfahren hat, werde die aufgezeichnete Ansprache im ZDF nach der "heute"-Sendung und in der ARD nach der Tagesschau gegen 20.15 Uhr ausgestrahlt. Die "Süddeutsche Zeitung" hatte zuerst darüber berichtet.

Es gehe bei der Rede nicht um zusätzliche Maßnahmen, sagte ein Regierungssprecher. "Es geht um das, was in Deutschland jetzt zu tun ist, um die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, und wie jeder sich daran beteiligen soll."

BMW stoppt seine Produktion

10.15 Uhr: Der Autobauer BMW stellt die Arbeit in seinen Werken in Europa und Südafrika ein. "Ab heute fahren wir unsere europäischen Automobilwerke und das Werk Rosslyn in Südafrika herunter. Die Produktionsunterbrechung wird voraussichtlich bis zum 19. April eingeplant", sagte Vorstandschef Oliver Zipse.

Ein Unternehmenssprecher ergänzte, die Motorradproduktion in Berlin werde bis auf Weiteres fortgesetzt. Auch Tesla lässt seine Produktion wochenlang ruhen. Bereits am Dienstag hatten Volkswagen und Daimler mehrwöchige Produktionsstopps verkündet.

Bayern verschiebt Abiturprüfungen

09.32 Uhr: Wegen des Coronavirus wird in Bayern der Beginn der Abiturprüfungen vom 30. April auf den 20. Mai 2020 verschoben. "Trotz der Coronakrise wollen wir faire Bedingungen für unsere Abiturientinnen und Abiturienten sicherstellen", teilte Kultusminister Michael Piazolo mit .

Wegen der Einstellung des Unterrichts bis nach den Osterferien hätten die Schülerinnen und Schüler ohne eine Änderung des Terminplans nicht genügend Vorbereitungszeit. Außerdem gewinne man auf diese Weise ausreichend Zeit für fehlende Leistungsnachweise vor dem Abitur.

Texas setzt Hinrichtung aus

09.22 Uhr: Wegen der Coronavirus-Pandemie ist im US-Bundesstaat Texas eine für Mittwoch angesetzte Exekution verschoben worden. Die Hinrichtung des 44-jährigen John Hummel sei zunächst für 60 Tage ausgesetzt, teilte das zuständige Gericht mit - und verwies auf "die aktuelle Gesundheitskrise und die großen Ressourcen, die für eine Hinrichtung benötigt werden".

Hummel war wegen der Ermordung seiner schwangeren Frau, der gemeinsamen fünfjährigen Tochter und seines Schwiegervaters im Jahr 2009 zum Tode verurteilt worden. Wie bei jeder Hinrichtung in den USA wären auch bei dieser viele Menschen anwesend gewesen, darunter Gefängniswärter, Anwälte, Zeugen, die Familie des Verurteilten sowie die der Opfer. Wegen der Coronavirus-Pandemie warnen die US-Gesundheitsbehörden jedoch vor größeren Menschenansammlungen. 

Alba Berlin bietet digitale Sportstunde an

09.17 Uhr: Der Basketballverein Alba Berlin bietet auf seinem YouTube-Kanal  täglich eine Sportstunde an. Von Montag bis Freitag sendet der Verein ein Programm zu Sport und Fitness für Kinder und Jugendliche vom Kita- bis zum Oberschulalter.

Sandra Scheeres, Berlins Senatorin für Bildung, Jugend und Familie, sagt: "Gerade angesichts von Kita- und Schulschließung ist es wichtig, dass Kinder und Jugendliche ausreichend Bewegung bekommen und ihnen nicht die Decke auf den Kopf fällt."

Taxibranche bittet Fahrgäste, hinten zu sitzen

08.45 Uhr: Wer ein Taxi benutzt, sollte bargeldlos zahlen - und auf der Rückbank Platz nehmen. "Nicht nur rein verkehrsstatistisch ist der rechte Platz auf der hinteren Bank der sicherste. Auch in Zeiten von Corona sollten die Fahrgäste zum Schutz für sich und den Fahrer hinten einsteigen", sagte Gregor Beiner, Geschäftsführer des Münchner Taxi Zentrum. Außerdem würden die Fahrzeuge nach jedem Fahrgast gesäubert. Sitze, Türgriffe und Nackenstützen würden einer "besonderen Reinigung" unterzogen.

Wer zudem ohne Bargeld zahle, vermeide Kontakt mit dem Fahrer. "Wir wünschen uns derzeit einen noch größeren Anteil derer, die ihre Rechnung via Kreditkarte oder App begleichen", sagte Beiner.

Bisher kaum Zurückweisungen am Frankfurter Flughafen

08.25 Uhr: Seit Dienstag soll die Bundespolizei Nicht-EU-Bürger an den Flughäfen München und Frankfurt an der Einreise hindern. Am Frankfurter Airport betraf das nach SPIEGEL-Informationen bisher nur zwölf Personen. Doch die Zahlen dürften im Laufe des Mittwochs steigen: Allein am Morgen sollen 5000 Passagiere kontrolliert werden.

Keine Gedenkfeiern zum Jahrestag der Germanwings-Flugkatastrophe

06.49 Uhr: Kommenden Dienstag jährt sich der Absturz einer Linienmaschine der Fluggesellschaft Germanwings in den südfranzösischen Alpen zum fünften Mal. Wegen der Coronakrise wurden die geplanten Gedenkfeiern in der Nähe Absturzstelle und im nordrhein-westfälischen Haltern abgesagt.

Bei der Flugkatastrophe am 24. März 2015 starben alle, die an Bord waren: 144 Passagiere und 6 Crewmitglieder. Die französischen Ermittler sind überzeugt, dass der psychisch kranke Co-Pilot die Maschine absichtlich zum Absturz brachte. Die Opfer stammen aus 17 Nationen, die meisten aus Deutschland und Spanien. Unter den Toten waren 16 Schüler und zwei Lehrerinnen aus Haltern, die von einem Schüleraustausch in Spanien kamen.

Airbus-Werk in Hamburg hält Produktion aufrecht 

06.00 Uhr: Am Dienstag hatte Airbus die Produktion in den Werken in Frankreich und Spanien für vier Tage heruntergefahren. Nun erklärte ein Unternehmenssprecher: Die Produktion in den deutschen Werken bleibe weitgehend aufrecht erhalten, und die Werkstore stünden Leiharbeitern, Kunden und Partnern weiter offen. Allerdings würden auch die deutschen Airbus-Standorte in dieser Woche an neue und veränderte Arbeitsabläufe im Kampf gegen das Coronavirus angepasst.

Erneut nur eine einzige Neuinfektion in Wuhan

05.01 Uhr: China hat den zweiten Tag in Folge nur noch eine einzige Neuerkrankungen mit dem Coronavirus in der Millionenmetropole Wuhan gemeldet, wo die weltweite Pandemie ihren Anfang genommen hatte. Wie aus Zahlen der Pekinger Gesundheitskommission hervorging, gab es ansonsten landesweit zudem noch zwölf sogenannte importierte Fälle, also Erkrankungen, die bei Menschen auf der Einreise nach China nachgewiesen wurden.

Dennoch gelten vielerorts weiterhin strenge Quarantänevorschriften. In Wuhan, wo das Virus im Dezember erstmals bei Besuchern eines Tiermarkts nachgewiesen wurde, müssen die meisten Menschen weiterhin zu Hause bleiben. In Städten wie Peking und Shanghai harren weiterhin Hunderttausende Menschen in Quarantäne aus.

DER SPIEGEL

Casinos schließen - Coronavirus legt US-Staat Nevada lahm

04.34 Uhr: Der US-Staat Nevada mit dem Glücksspielparadies Las Vegas greift zur Eindämmung des Coronavirus zu drastischen Maßnahmen. Alle Casinos und andere Einrichtungen, die nicht lebensnotwendige Dinge anbieten, werden für 30 Tage geschlossen. Das erklärte  der Gouverneur von Nevada, Steve Sisolak. Ab Mittwoch sollen neben den Spielhallen unter anderem auch Restaurants, Bars, Kinos, Fitnesscenter, Kosmetikstudios und Einkaufszentren schließen.

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Um Leben zu retten, müsse man aggressive Schritte unternehmen, sagte Sisolak. Der Gouverneur wies die Bewohner von Nevada an, zu Hause zu bleiben. Von der Schließung ausgenommen sind wichtige Läden wie Supermärkte, Apotheken, Tankstellen und Banken.

Südkorea: Zahl der Neuinfektionen steigt weiter an 

04.15 Uhr: In Südkorea ist die Zahl der Corona-Infizierten am Dienstag um 93 gestiegen. Die Gesamtzahl der bisher positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen stieg damit auf 8413, wie die Gesundheitsbehörden mitteilten. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Sars-CoV-19-Erreger in Verbindung gebracht werden, stieg um drei auf 84.

"Wir gehen davon aus, dass die nächsten zwei bis drei Wochen kritisch sind, um den Ausbruch zu hemmen", sagte Yoon Tae Ho von der Zentrale für das Katastrophen-Management. Am Dienstag hatte Südkorea den Beginn des neuen Schulhalbjahrs um weitere zwei Wochen auf den 6. April verschoben. Die Regelung gilt auch für Kindertagesstätten.

Hopp macht Hoffnung auf Corona-Impfstoff im Herbst

03.59 Uhr: Das Tübinger Pharmaunternehmen CureVac kann nach Einschätzung seines Miteigentümers Dietmar Hopp möglicherweise bereits im Herbst einen Impfstoff liefern. "Bei positivem Verlauf könnten wir ungefähr im Frühsommer mit klinischen Tests beginnen", sagte er der "Bild"-Zeitung . Weil der Druck enorm hoch sei, sollte es mit der Genehmigung durch die Behörden schneller gehen als in anderen Fällen. "Wir wären also in der Lage, den Impfstoff im Herbst zu liefern", sagte Hopp.

Seit Januar forscht das Pharmaunternehmen an einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus. Die EU will die Firma bei der Entwicklung mit bis zu 80 Millionen Euro unterstützen.

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek mahnt bei der Entwicklung eines Impfstoffs zu Geduld. "Überall arbeiten die Forscherinnen und Forscher mit allem Hochdruck daran. Wir sind mit ihnen in einem engen Austausch, aber die Entwicklung braucht ihre Zeit", sagte sie der "Passauer Neuen Presse". Das Robert Koch-Institut rechnet derzeit mit einem Impfstoff frühestens nächsten Frühling.

Pro Asyl: Flüchtlingskinder trotz Coronakrise aus Griechenland aufnehmen

02.50 Uhr: Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl hat Deutschland und andere europäische Staaten dazu aufgerufen, trotz der verhängten Einreisesperren Minderjährige aus griechischen Lagern aufzunehmen. Die Coronakrise mache die Aufnahme dieser Kinder und Jugendlichen dringlicher als je zuvor, sagte Pro-Asyl-Geschäftsführer Günter Burkhardt der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Die Ausbreitung des Virus dürfe "humanitäre Aktionen nicht blockieren, sondern muss sie beschleunigen".

Von der Leyen: "Wir haben das Virus unterschätzt"

02.27 Uhr: "Ich glaube, wir alle, die wir nicht die Experten sind, haben am Anfang das Coronavirus unterschätzt." Das sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in der Sendung "Bild live" . Aber inzwischen zeige sich auch, dass das Virus uns noch lange beschäftigen werde. "All diese Maßnahmen, die sich für unsere Ohren noch vor vierzehn Tagen oder drei Wochen drastisch, drakonisch angehört haben - wir haben verstanden, dass das jetzt sein muss." Das sei sehr schwer. "Aber ich glaube, die Bevölkerung macht da gut mit."

Das Coronavirus sei ein unheimlicher Gegner, sagte von der Leyen. "Wir sehen es nicht, es hat keine Farbe, es schmeckt nicht. Wir merken aber, dass es sich mit rasender Geschwindigkeit ausbreitet. Wir wissen auch nicht, wie hart es den einzelnen Menschen betrifft." Es gebe Menschen, die überhaupt keine Symptome hätten, andere milde, dann schwere. Und es gebe Menschen, die innerhalb kurzer Zeit stürben.

Argentinische Regierung legt Milliardenpaket gegen Coronavirus auf

02.13 Uhr: Die argentinische Regierung stemmt sich gegen die befürchteten wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie: Insgesamt werde die Regierung rund 700 Milliarden Peso (umgerechnet etwa 10 Milliarden Euro) in die Volkswirtschaft pumpen, kündigten  Wirtschaftsminister Martín Guzmán und Produktionsminister Matías Kulfas an.

Zu dem Paket gehören Investitionen in Infrastruktur, Steuererleichterungen für Unternehmen, eine Erhöhung des Kindergeldes und günstige Kredite. "Wir ergreifen Maßnahmen, um die wirtschaftliche Produktion sicherzustellen und die argentinische Gesellschaft zu schützen", sagte Guzmán.

Brasilien: Hunderte geflüchtete Häftlinge wieder gefasst

01.58 Uhr: In drei Haftanstalten mit halboffenem Vollzug im brasilianischen Bundesstaat São Paulo waren Aufstände ausgebrochen, nachdem die Behörden wegen des Coronavirus das Recht auf Freigang ausgesetzt hatten. Wie gestern bekannt wurde, flohen mindestens 1375 Häftlinge. Nun teilte die Gefängnisverwaltung des Bundesstaats mit, dass mindestens 586 Häftlinge wieder aufgegriffen wurden.

Tom Hanks über Covid-19-Symptome: "Kein Fieber, aber Frust"

01.05 Uhr: Eine Woche nach seiner Covid-19-Diagnose hat sich Tom Hanks über die Symptome seiner Erkrankung geäußert. "Gute Nachrichten", schrieb der US-Schauspieler bei Twitter und Instagram. Nach einer Woche in Selbstisolierung seien die Beschwerden weitgehend unverändert. "Kein Fieber, aber Frust." Schon nach kleinen Hausarbeiten wie Wäsche zusammenlegen und Geschirr spülen müsse er sich auf dem Sofa ausruhen.

Zu Scherzen war er auch aufgelegt: Nachdem er in den vergangenen Tagen von zahlreichen Australiern darauf hingewiesen wurde, dass er zu viel Vegemite auf sein Brot geschmiert hatte (ein Foto davon, das Hanks selbst gepostet hatte, sorgte im Land für Schlagzeilen), erklärte Hanks nun: "Ich habe gelernt, mein Vegemite nicht zu dick aufzutragen."

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Auch Hanks Ehefrau, die Produzentin und Schauspielerin Rita Wilson, ist mit Sars-CoV-2 infiziert. Das Paar befindet sich derzeit in Australien. Nach anfänglicher Behandlung in einem Krankenhaus sind Hanks und Wilson nun in ihrem Haus in Australien in Quarantäne.

Justiz-Gewerkschaft fordert zweiwöchige Schließung der Gerichte

01.00 Uhr: Die Deutsche Justiz-Gewerkschaft hat angesichts der Coronakrise eine mindestens zweiwöchige Schließung der Gerichte gefordert. "Die akute Coronakrise ist eine Gefahr für die Mitarbeitenden in Gerichten und Staatsanwaltschaften. Es ist daher jetzt notwendig, die Gerichte für mindestens zwei Wochen zu schließen", sagte der Bundesvorsitzende Emanuel Schmidt den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Prozesse vor Gericht könnten verschoben werden, Dienststellen der Gerichte und der Bewährungshilfe könnten Notfallnummern und Eildienste einrichten. Der Postverkehr etwa zwischen Anwaltschaft und Gerichten könne weiterhin laufen.

Australien rät von Auslandsreisen ab

00.44 Uhr: "Die Reisehinweise für jeden Australier lauten: Fahren Sie nicht ins Ausland. Reisen Sie nicht nach Übersee." Mit diesen Worten hat sich der australische Premierminister Scott Morrison an seine Landsleute gewandt. Er rief zudem den Notstand für die biologische Sicherheit des Landes aus. Die Schulen im Land sollen allerdings geöffnet bleiben.

Dänemark verbietet Versammlungen von mehr als zehn Menschen

00.25 Uhr: Dänemark hat seine Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus nochmals verschärft. Ab Mittwoch um 10 Uhr MEZ sind alle Versammlungen von mehr als zehn Menschen verboten, wie Regierungschefin Mette Frederiksen mitteilte. Das Verbot gelte auch für private Treffen. Dies sei nicht die Zeit, "um Leute zu einer Geburtstagsparty einzuladen", sagte Frederiksen.

Wie in anderen europäischen Staaten müssen in Dänemark zudem die meisten Geschäfte geschlossen bleiben. Die Schließungen gelten bis mindestens zum 30. März. Apotheken und Supermärkte dürfen aber geöffnet bleiben.

Dänemark hatte bereits in den vergangenen Tagen das öffentliche Leben stark eingeschränkt. Alle Schulen sind bis mindestens zum 27. März geschlossen, ebenso Schwimmbäder, Kinos, Museen, Bibliotheken und die meisten Sporthallen. Königin Margrethe II. sagte alle Feiern zu ihrem 80. Geburtstag im April ab. Die Grenzen des Landes sind bereits seit Samstag weitgehend geschlossen.

Boeing ruft Milliarden-Kreditlinie ab - zusätzliche Hilfen benötigt

00.24 Uhr: Der angeschlagene US-Luftfahrtriese Boeing hat in der Coronavirus-Krise eine 13,8 Milliarden Dollar (umgerechnet etwa 12,5 Milliarden Euro) schwere Kreditlinie vollständig ausgeschöpft. Das gab das Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschluss in einer Mitteilung an die Börsenaufsicht SEC bekannt und bestätigte damit Medienberichte.

Angesichts massiver Belastungen der Luftfahrtbranche durch die Ausbreitung des Coronavirus, die den Flugverkehr stark eingeschränkt hat, bemüht sich Boeing zudem intensiv um Staatshilfen. Diese würden der gesamten Industrie zugute kommen, da ein großer Teil davon für Zahlungen an Zulieferer eingesetzt würde, erklärte Boeing.

Alle Artikel zum Coronavirus

Am 31. Dezember 2019 wandte sich China erstmals an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der Millionenstadt Wuhan häuften sich Fälle einer rätselhaften Lungenentzündung. Mittlerweile sind mehr als 180 Millionen Menschen weltweit nachweislich erkrankt, die Situation ändert sich von Tag zu Tag. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über alle SPIEGEL-Artikel zum Thema.

Krankenhäuser fordern schnelle Zulassung ausländischer Pflegekräfte

00.16 Uhr: Die Deutsche Krankenhausgesellschaft hat angesichts der Coronakrise eine schnelle Zulassung ausländischer Pflegekräfte gefordert, die sich bereits in Deutschland befinden. "Die Gesundheitsämter müssen Ad-hoc-Genehmigungen für ausländische Pflegekräfte erteilen", sagte ihr Präsident Gerald Gaß der "Welt". "Diese können dann hinterher immer noch geprüft werden und das formale Verfahren nachgeholt werden."

Flughafen Köln/Bonn bleibt offenbar uneingeschränkt geöffnet

00.14 Uhr: Der Flughafen Köln/Bonn bleibt einem Zeitungsbericht zufolge trotz der Coronavirus-Krise uneingeschränkt geöffnet. "Wir sind ein enorm wichtiger logistischer Standort. Köln/Bonn hat in diesen Zeiten eine Rolle als wichtiger Versorger", sagte der Chef des Flughafens, Johan Vanneste, dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Er reagierte damit auf die zwischenzeitlich angekündigte Schließung des Flughafens Stuttgart.

Bei den Passagierflügen gebe es Einbrüche von mehr als 30 Prozent, nicht aber bei der Fracht, sagte Vanneste der Zeitung. "Aktuell haben wir sogar zusätzliche Nachfrage - von Frachtanbietern. Köln/Bonn ist ein wichtiger Teil der Logistikkette, besonders in der jetzigen Situation. Alleine das ist schon ein Grund, warum wir 24/7 offen bleiben müssen", sagte er.

Weltärztepräsident: "Ich bin kein Freund des Lockdown"

00.01 Uhr: Weltärztepräsident Frank Ulrich Montgomery hat sich in der Coronakrise gegen Ausgehverbote für die Bevölkerung ausgesprochen. "Ich bin kein Freund des Lockdown. Wer so etwas verhängt, muss auch sagen, wann und wie er es wieder aufhebt", sagte er der "Rheinischen Post". "Da wir ja davon ausgehen müssen, dass uns das Virus noch lange begleiten wird, frage ich mich, wann wir zur Normalität zurückkehren?" Es sei ja nicht möglich, Schulen und Kitas bis Jahresende zu schließen. Denn so lange werde es mindestens dauern, bis es einen Impfstoff gebe.

Was am Dienstag geschah

Das Justizministerium prüft mögliche Hilfen für Mieter. Die Polizei bittet Kriminelle, keine Verbrechen zu begehen. Die Uefa verschiebt Fußball-EM auf 2021. Die wichtigsten nachrichtlichen Entwicklungen rund um das Coronavirus vom Dienstag finden Sie hier.

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