+++ News-Update vom 3. Juni +++ Tests mit Hydroxychloroquin dürfen weitergehen

Tests mit dem Medikament Hydroxychloroquin können wieder aufgenommen werden. Eine europäische Impfallianz will einen Impfstoff herstellen und die WHO hat Ärger wegen ihres Goodwill-Botschafters. Das war der Überblick am 3. Juni.
Hydroxychloroquin von verschiedenen Herstellern (Archivbild): Ausgesetzte Studien können wieder aufgenommen werden

Hydroxychloroquin von verschiedenen Herstellern (Archivbild): Ausgesetzte Studien können wieder aufgenommen werden

Foto: Kevin E. Schmidt/ dpa

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Mecklenburg-Vorpommern kündigt regulären Schulunterricht nach Sommerferien an

23:32 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern wird es nach Angaben von Bildungsministerin Bettina Martin nach den Sommerferien wieder einen regulären Schulunterricht geben. Auf der Grundlage eines Hygienekonzepts werde der Unterricht nach den Ferien wieder verlässlich und täglich stattfinden, sagte Martin. Für die Ferien kündigte die Ministerin ein kostenloses Ferien-Lernprogramm an.

"Angesichts der erfolgreichen Entwicklung des Infektionsgeschehens und der sehr niedrigen Zahlen von Corona-Fällen in Mecklenburg-Vorpommern ist es vertretbar und aus meiner Sicht auch absolut notwendig, dass wir den Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Bildung und Teilhabe wieder weitestgehend ermöglichen", sagte Martin. Das Konzept umfasse feste Klassen, feste Lehrkräfte und feste Räume, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums.

Bolsonaro macht General übergangsweise zum Gesundheitsminister

21.20 Uhr: Der General Eduardo Pazuello führt das brasilianische Gesundheitsministerium nun auch offiziell übergangsweise. Das "Diário Oficial da União" veröffentlichte ein entsprechendes Dekret mit der Benennung durch Präsident Jair Bolsonaro. Dieser hat in der Pandemie bereits zwei Gesundheitsminister im Streit über den Umgang mit dem Coronavirus verloren. Pazuello führt hatte die Aufgaben bereits vor fast 20 Tagen übernommen. In dieser Zeit empfahl die Regierung den Einsatz des umstrittenen Mittels Cloroquin bei Corona-Patienten.

Eduardo Pazuello

Eduardo Pazuello

Foto: Alan Santos/ dpa

General Pazuello hatte an der Spitze der "Operação Acolhida" zur Bewältigung der venezolanischen Flüchtlingskrise im Bundesstaat Roraima gestanden. Bei den Olympischen und Paralympischen Spielen in Rio koordinierte er die Logistik des Militärs. Bolsonaro sagte, er gehe davon aus, dass Pazuello "lange Zeit" an der Spitze des Ministeriums stehen wird. "Er ist ein erstklassiger Manager."

Hören Sie hier im Auslands-Podcast Acht Milliarden: Bolsonaro und der Wahnsinn, den er Politik nennt

Brasilien vermeldete am Dienstagabend mit 1262 Corona-Toten in 24 Stunden einen neuen Negativ-Rekord für diesen Zeitraum. Die Gesamtzahl der Corona-Toten stieg in dem mit 210 Millionen Einwohnern größten Land Lateinamerikas auf 31.199. Die Zahl der Neuinfektionen betrug 28.936, womit insgesamt 555.383 Infizierte registriert wurden.

Mehr als hundert Menschen in Göttingen positiv getestet

21.16 Uhr: Nach dem Corona-Ausbruch in Göttingen im Zusammenhang mit mehreren privaten Familienfeiern ist die Zahl der positiv auf das Virus getesteten Menschen auf mehr als hundert gestiegen. In der Stadt Göttingen seien 86 Infektionen festgestellt worden, hinzu kämen 18 Infektionen im umliegenden Landkreis sowie eine noch nicht zugeordnete Infektion, teilte die Stadt mit . Weitere 218 Menschen seien als Kontaktpersonen ersten Grades unter Quarantäne gestellt worden.

Nach Angaben der Stadt befinden sich drei der Infizierten in stationärer Behandlung, ein Patient muss demnach künstlich beatmet werden. Die Behörden bereiten derzeit einen Massentest in einem Hochhauskomplex vor, in dem es Ende Mai private Feierlichkeiten gegeben hatte.

Dax steigt um fast vier Prozent

20.10 Uhr: Weitere Vorschusslorbeeren von Anlegern für die Weltwirtschaft in Zeiten des Coronavirus haben den deutschen Aktienmarkt kräftig angetrieben. Der Dax legte im Tagesverlauf immer weiter zu und schloss 3,88 Prozent höher bei rund 12.487 Punkten. Damit lässt sich der Börsenmonat Juni für den deutschen Aktienmarkt stark an: Um fast acht Prozent ging es an den beiden ersten Handelstagen des Monats bereits aufwärts. Mehr als drei Viertel der Verluste des Corona-Crashs von Ende Februar bis Mitte März hat der Dax bereits aufgeholt.

In China hellte sich die Stimmung in den Dienstleistungsfirmen im Mai überraschend deutlich auf. Der von der Mediengruppe "Caixin" und dem Forschungsinstitut IHS Markit erhobene Einkaufsmanagerindex deutet nun wieder auf eine Expansion hin. In den USA übertraf eine ähnliche Umfrage ebenfalls die Erwartungen des Marktes. Die Marktteilnehmer setzen auch darauf, dass die Europäische Zentralbank am Donnerstag auf ihrer Sitzung zusätzliche Maßnahmen ergreifen wird, um die Folgen der Viruskrise zu mildern. Sie hofften auf eine deutliche Ausweitung des bereits 750 Milliarden Euro schweren Anleihekaufprogramms.

Spanien verlängert Corona-Notstand bis 20. Juni

19.30 Uhr: In Spanien ist der umstrittene Corona-Notstand zum sechsten und damit wohl letzten Mal um weitere zwei Wochen bis zum 20. Juni verlängert worden. Im Parlament stimmten am Abend 177 Abgeordnete für den Antrag von Regierungschef Pedro Sánchez. Es gab 18 Enthaltungen. Die Zustimmung wurde möglich, weil Sánchez als Chef einer Minderheitsregierung dank Absprachen mit den liberalen Ciudadanos und regionalen Parteien zusätzliche Stimmen auf seine Seite bringen konnte.

WHO nimmt klinische Studien mit Hydroxychloroquin wieder auf

19.03 Uhr: Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nimmt die klinischen Studien zur Wirksamkeit des Medikaments Hydroxychloroquin im Kampf gegen Sars CoV-2 wieder auf. "Auf der Basis der vorhandenen Daten zur Sterblichkeit" könnten die Studien fortgesetzt werden, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus in Genf. Experten hätten sämtliche Daten erneut überprüft und seien zu dem Schluss gekommen, dass nichts gegen eine Fortsetzung der Tests spreche.

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Die klinischen Tests mit dem Malaria-Medikament waren vorübergehend ausgesetzt worden, nachdem eine kontroverse Studie zu dem Schluss gekommen war, dass Hydroxychloroquin Covid-19-Patienten zusätzlich gefährden könnte. Die Autoren einer im Mai in der Fachzeitschrift "Lancet" veröffentlichten Studie hatten gewarnt, dass Hydroxychloroquin sowie der verwandte Wirkstoff Chloroquin nicht nur keinen Nutzen bei Covid-19-Patienten hätten, sondern möglicherweise wegen schwerer Nebenwirkungen sogar das Sterberisiko erhöhten.

Italien erwartet 20 Milliarden Euro an EU-Kurzarbeitergeld

18.52 Uhr: Italien wird nach den Worten von Ministerpräsident Giuseppe Conte rund 20 Milliarden Euro an Arbeitsmarkthilfen der EU erhalten. Die Mittel kämen aus dem europäischen Kurzarbeitergeld-Projekt SURE. Außerdem werde sein Land von Mitteln profitieren, die von der Europäischen Investitionsbank (EIB) zur Verfügung gestellt werden.

Technik-Messe CES soll 2021 stattfinden

18.50 Uhr: Die Technik-Messe CES in Las Vegas soll im kommenden Jahr ungeachtet der Corona-Risiken stattfinden. Unter anderem sollen die Teilnehmer Masken tragen und die Durchgänge zwischen Ständen in den Messehallen sollen breiter als sonst sein, kündigten die Veranstalter an. Zudem werde über Scanner für Temperaturmessungen an den Eingängen nachgedacht. Weitere Maßnahmen sollen später bekanntgegeben werden. Die nächste CES ist bisher für den 6. bis 9. Januar 2021 angesetzt. Zu der Fachveranstaltung kamen zuletzt jeweils mehr als 170.000 Teilnehmer aus aller Welt. Eine Messe in der üblichen Dimension wäre mit den Coronavirus-Vorsichtsmaßnahmen kaum vorstellbar.

Deutschland, Frankreich, Italien und Niederlande schließen Impfbündnis

18.37 Uhr: Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande haben sich zusammengeschlossen, um die Herstellung eines Corona-Impfstoffs in Europa voranzutreiben. Ziel der "Inklusiven Impfallianz" sei die Herstellung eines Impfstoffs "auf europäischem Boden", "wo immer dies möglich ist", teilte das niederländische Gesundheitsministerium mit. Die vier Länder untersuchen demnach "gemeinsam verschiedene vielversprechende Initiativen" und führen Gesprächen mit diversen Pharmaunternehmen.

Um möglichst schnell einen Impfstoff zu erhalten, seien eine gemeinsame Strategie und gemeinsame Investitionen notwendig, hieß es in der Mitteilung weiter. Künftige Impfstoffe sollten neben der EU auch anderen Ländern, insbesondere ärmeren afrikanischen Staaten, zugute kommen. Mit den Pharmaunternehmen solle zudem vereinbart werden, dass ein Impfstoff für die EU "allgemein zugänglich, verfügbar und erschwinglich" sein muss.

Weltgrößte Kinokette bangt um ihre Zukunft

18.25 Uhr: Die weltgrößte Kinokette AMC warnt, dass die Coronakrise ihr Überleben gefährden könnte. Es gebe "erhebliche Zweifel" am Fortbestand des Unternehmens, wenn sich die Wiedereröffnung der Filmtheater verzögern und das dann nötige zusätzliche Kapital nicht zu bekommen sein könnte, teilte AMC in einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC mit.

AMC gehört dem chinesischen Immobilienentwickler Dalian Wanda. Teil des Konzerns sind auch die UCI-Kinos in Deutschland. Für das erste Quartal - das nur zum Teil von der Schließung der Kinos in der Coronakrise betroffen war - rechnet AMC mit einem Verlust von 2,1 bis 2,4 Milliarden Dollar.

71 weitere Todesfälle und 321 Neuinfektionen in Italien

18.21 Uhr: In Italien steigt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus um 71 (Vortag: 55) auf 33.601. Die Zahl der festgestellten Infektionen legt um 321 (318) zu, teilte die Zivilschutzbehörde mit, 237 davon wurden in der Krisenregion Lombardei im Norden des Landes ermittelt.

Kritik an WHO wegen chinesischem Goodwill-Botschafter

18.17 Uhr: 100 Menschenrechtler und Organisationen aus aller Welt haben die Weltgesundheitsorganisation WHO aufgefordert, den chinesischen Journalisten James Chau als Sonderbotschafter fallen zu lassen. Sie werfen ihm vor, für China Propaganda zu betreiben, etwa indem er Peking gegen Kritik wegen anfangs schleppender Informationen über den Coronavirus-Ausbruch verteidige. Zu den Unterzeichnern gehört auch Ulrich Delius, Direktor der Gesellschaft für bedrohte Völker. Er unterstütze den Aufruf, weil das Wirken von Chau dem Ansehen der WHO schade, schrieb er der Nachrichtenagentur dpa.

Hessen will herausfinden, welche Rolle Kinder bei der Verbreitung des Coronavirus spielen

17.26 Uhr: Dazu sollen in 60 Kindergärten jeweils 25 Kinder und ihre Erzieherinnen wöchentlich auf das Virus getestet werden, sagt Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt. Die sogenannte Safe-Kids-Studie solle möglichst in der kommenden Woche beginnen und sei auf acht bis zwölf Wochen ausgelegt.

Karliczek verurteilt Angriffe auf Wissenschaftler in Corona-Debatte scharf

16.58 Uhr: Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) hat die Angriffe auf Wissenschaftler in der Corona-Pandemie scharf verurteilt. "Wer Wissenschaftler bedroht oder beschimpft, der greift uns alle an", sagte Karliczek nach einem Besuch der Berliner Charité. Forschern, die in der augenblicklichen Krise so engagiert seien, müsse die Gesellschaft außerordentlich dankbar sein.

Für die Gesellschaft seien Forscher, die ihre Arbeit allgemein verständlich erklären können, außerordentlich wichtig, fügte die Ministerin hinzu. Es müsse aber auch akzeptiert werden, "dass wissenschaftliche Erkenntnis immer einer gewissen Vorläufigkeit unterliegt und durch neue Erkenntnisse angepasst wird".

USA kündigen Verbot von Passagierflügen aus China an

16.56 Uhr: In der Coronakrise verschärft sich der Streit zwischen den USA und China. Die Spannungen greifen nun verstärkt auf den Luftverkehr über. Die Regierung in Washington will chinesischen Fluggesellschaften Passagierflüge in die Vereinigten Staaten bis auf Weiteres verbieten. Die Regelung soll ab dem 16. Juni gelten, wie das US-Verkehrsministerium mitteilte. Sie ist als Vergeltungsmaßnahme gedacht und gilt für Air China, China Eastern Airlines, China Southern Airlines und Hainan Airlines Holding.

Die USA werfen China vor, eine Wiederaufnahme des Flugverkehrs von amerikanischen Airlines in die Volksrepublik zu verhindern. Die Fluggesellschaften hatten im Februar wegen der Corona-Pandemie alle Passagierflüge nach China aus eigenem Antrieb ausgesetzt. Inzwischen dringen Unternehmen wie Delta Air Lines und United Airlines darauf, die Verbindungen wiederaufnehmen zu können. Sie stützen sich auf grundlegende Vereinbarungen zwischen beiden Ländern und verweisen darauf, dass chinesische Gesellschaften auch in der Coronakrise ihre Flüge in die USA fortgesetzt haben.

Die Pandemie hat zu verstärkten Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Volksrepublik geführt. Lesen Sie hier mehr dazu.

Südkorea genehmigt Einsatz von Medikament Remdesivir für Corona-Patienten

16.22 Uhr: Nach dem Einsatz in den USA und Japan zieht auch Südkorea bei der Zulassung des Medikaments Remdesivir für Corona-Patienten nach. Die Regierung in Seoul erteilte am Mittwoch eine Dringlichkeitsgenehmigung und will nun die Importe des Mittels beschleunigen. Dies solle in Zusammenarbeit mit dem Hersteller Gilead Science erfolgen, kündigte die Regierung an.

Der Dringlichkeitsgenehmigung war eine Untersuchung vorausgegangen, die die positive Wirkung von Remdesivir bei Corona-Patienten bestätigte. Zuvor hatte bereits eine Studie des US-Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten ergeben, dass Remdesivir die Heilung von Corona-Patienten beschleunigt.

Südkorea war zu Beginn der Pandemie eines der am stärksten von der Verbreitung des Coronavirus betroffenen Länder in Asien. Zwar brachte es die Ausbreitung durch ein Rückverfolgungs-, Test- und Behandlungsprogramm schnell unter Kontrolle. Trotzdem sind immer noch 800 Patienten in Behandlung beziehungsweise unter Beobachtung. Die Behörden meldeten bisher 11.590 Infektions- und 273 Todesfälle.

Mindestens 600 Pflegekräfte nach Coronainfektion gestorben

15.59 Uhr: Weltweit sind nach Verbandsangaben mindestens 600 Pflegekräfte durch eine Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Mehr als 230.000 hätten sich infiziert. Diese Zahlen meldete der Internationale Verband der Pflegekräfte (ICN). Die wahren Zahlen liegen wahrscheinlich weitaus höher, wie der Verband berichtet. Der Vorsitzende Howard Catton nannte eine Zahl von womöglich 450.000. Aus vielen Ländern lägen keine Informationen vor. In Deutschland liege die Todeszahl der infizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Gesundheitswesen relativ niedrig.

Nicht nur die Pflegekräfte selbst, auch die Patienten seien durch die hohen Ansteckungsraten in Gefahr. Catton rief Länder auf, die Infektionen und Todesfälle unter Mitarbeitern des Gesundheitswesens systematisch zu erheben. Nur so könnten Muster erkannt und wichtige Fragen beantwortet werden: In welchen Teilen des Gesundheitswesens die Ansteckungen besonders hoch oder welche Schutzmaßnahmen besonders effektiv seien. "Pflegeberufe gehören offenbar zurzeit zu den gefährlichsten Jobs der Welt", meinte Catton.

Hunderte Griechen tanzen und singen bei Drive-in-Konzert

15.37 Uhr: Sie stiegen auf Schiebedächer oder setzten sich auf die Motorhaube ihrer Fahrzeuge, die sie an den dafür vorgesehenen Plätzen in einem Fußballstadtion im Athener Küstenvorort Glyfada geparkt hatten. Hunderte Griechen haben am Dienstagabend an einem Drive-in-Musikkonzert teilgenommen und einen kostenlosen Auftritt der beliebten griechischen Sängerin Natasa Theodoridou genossen.

Die Bilder von der Party zeigen nun, wie Griechenland ganz langsam zur Normalität zurückkehrt. Die 300 Parkplätze vor der Bühne im Stadion wurden unter mehr als 7000 Bewerbungen verlost. Die Veranstaltung solle den Einwohnern der Gemeinde nach den Lockdown-Wochen Freude bringen, sagte der Bürgermeister.

Drive-In-Konzert in griechischer Gemeinde: Langsam zurück zur Normalität

Drive-In-Konzert in griechischer Gemeinde: Langsam zurück zur Normalität

Foto: ARIS MESSINIS/ AFP

Ärger über Schulschließungen in Göttingen nach Corona-Ausbruch

15.34 Uhr: Eltern und Schulleiter in Göttingen sind verärgert darüber, dass in der Unistadt die Schulen als Folge eines Corona-Ausbruchs in dieser Woche geschlossen bleiben. "Es ist erschreckend, dass es Menschen gibt, die meinen, für sie gelten die Regeln nicht oder für sie wären die Regeln unter bestimmten Umständen außer Kraft gesetzt", sagte der Leiter der Neuen Integrierten Gesamtschule Göttingen, Lars Humrich. Für die Kinder und Jugendlichen bedeute die neuerliche Schließung aller Schulen in Göttingen eine weitere Verunsicherung.

Am Wochenende waren erste Maßnahmen getroffen worden, um den Corona-Ausbruch nach Familienfeiern zum muslimischen Zuckerfest einzudämmen. Die Stadt Göttingen will alle Bewohner einer Wohnanlage, es sind bis zu 700, auf Covid-19 testen - wann damit begonnen wird, ist noch unklar. Mehrere Hundert Menschen stehen unter Quarantäne, die Schließung der Schulen für diese Woche wurde von der Stadt angeordnet. Die Zahl der in den vergangenen sieben Tagen neu erkrankten Menschen pro 100.000 Einwohner lag am Mittwoch im Kreis Göttingen bei 21,6, in ganz Niedersachsen bei 5,4.

Der Stadtelternrat in Göttingen unterstützt die Entscheidung der Stadt. "Wir haben selbst die Schließung der Schulen gefordert", sagte der Vorsitzende des Göttinger Stadtelternrats, Janek Freyjer, dem Sender Hit Radio FFH. "Das ist das kleinere Übel, als mit einem Infektionsgeschehen umgehen zu müssen, das nicht mehr unter Kontrolle zu bringen wäre." Für die Verstöße gegen die Corona-Regeln hat er aber kein Verständnis. "Die Eltern sind unglaublich sauer, dass einige so unverantwortlich handeln."

2,76 Millionen US-Jobs gestrichen

14.29 Uhr: Die Entlassungswelle in US-Unternehmen infolge der Coronakrise hat sich im Mai fortgesetzt - allerdings deutlich langsamer als erwartet. Unter dem Strich wurden 2,76 Millionen Stellen gestrichen, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten monatlichen Umfrage des Personaldienstleisters ADP hervorgehrt. Im April waren mehr als 19,5 Millionen Arbeitsplätze gestrichen worden - so viele wie noch nie in einem Monat.

Reisen auf eigenes Risiko

13.40 Uhr: Die Bundesregierung betont, dass deutsche Touristen nach der Aufhebung der Reisewarnung für EU-Staaten nicht mit einer erneuten Rückholaktion bei neuen Corona-Beschränkungen in diesen Ländern rechnen können. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes weist darauf hin, dass eine Wiederholung der Aktion im März und April nicht möglich sei, als Hunderttausende gestrandete Touristen mit Hilfe der Bundesregierung nach Deutschland zurückgebracht worden waren. "Jeder muss sich des Risikos bewusst sein", betont er. Das ändere nichts an einer konsularischen Betreuung im Notfall.

Tausende Hinweise auf Betrug bei Corona-Soforthilfen

12.55 Uhr: In der Coronakrise hat eine Einheit des Zolls mehrere Tausend Hinweise erhalten, dass Kriminelle die Situation für Corona-Soforthilfen ausnutzen. Knapp 5000 Meldungen mit möglichen Bezügen zu Covid-19 seien in den vergangenen neun Wochen bei der Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen eingegangen, teilte die Zolleinheit mit, die auch Financial Intelligence Unit (FIU) genannt wird. Davon seien 4100 Meldungen Hinweise auf "das betrügerische Erlangen von Soforthilfen", hieß es weiter.

Kriminelle versuchen Erkenntnissen der FIU zufolge, die bestehende Unsicherheit bei Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen für betrügerische Zwecke auszunutzen. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung darüber berichtet.

Mit den Corona-Soforthilfen sollten schnell und unbürokratisch Hilfsgelder in der Coronakrise ausgezahlt werden. Dabei haben einige die Hand aufgehalten, denen die Gelder nicht zustehen. Täglich kommen neue Verfahren bei den Strafverfolgungsbehörden hinzu. Zu dem entstandenen Schaden können Polizei und Justiz in vielen Fällen darum noch keine endgültigen Angaben machen.

Österreich macht auf

12.21 Uhr: Österreich hebt ab Donnerstag alle Grenz- und Gesundheitskontrollen zu den Nachbarländern mit Ausnahme zu Italien auf. Für die Länder Deutschland, Liechtenstein, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn werde es dann keine Quarantäne oder Test-Erfordernisse bei der Einreise nach Österreich geben, sagt Außenminister Alexander Schallenberg. Eine Öffnung zu Italien werde es geben, "wenn die Zahlen es zulassen".

Britische Ärzte testen Schmerzmittel bei Infizierten

12.15 Uhr: Ärzte in Großbritannien testen den Einsatz von Ibuprofen bei Covid-19-Patienten. Sie wollen herausfinden, ob das Schmerzmittel Atemversagen reduziert. "Sollte die Studie erfolgreich sein, wäre der Wert dieser Studienergebnisse für die öffentliche Gesundheit angesichts der geringen Kosten und Verfügbarkeit dieses Arzneimittels immens", sagt Matthew Hotpot, Direktor des NIHR Maudsley Biomedical Research Center.

Lesen Sie hier mehr dazu: Im Netz kursieren Meldungen, wonach die Einnahme von Ibuprofen bei einer Corona-Infektion schadet. Beweise dafür gibt es nicht - unser Fakten-Check.

TUI und Ryanair erwarten nach Aufhebung der Reisewarnung bessere Zeiten

12.05 Uhr: Nach der Aufhebung der Reisewarnung für die EU und einige andere Länder will der Reisekonzern TUI am 17. Juni seinen Sommerflugplan starten. Als Hauptreiseziele nannte TUI-Deutschland-Chef Marek Andryszak im Wirtschaftsmagazin "Business Insider" die Balearen, Kanaren, Griechenland, Portugal und Zypern.

Der irische Billigflieger Ryanair rechnet im Sommer des kommenden Jahres wieder mit vollen Flugzeugen. "Die Auslastung und das Angebot werden recht schnell wieder steigen in den nächsten zwölf Monaten", sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary der Wochenzeitung "Die Zeit". Die deutschen Kunden suchten schon jetzt nach Schnäppchen bei Hotels und Flügen. "Ich erwarte einen sehr intensiven Preiswettbewerb."

Gesundheitsminister Spahn in Sorge wegen Berlin-Rave

11.50 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) kritisiert die Berliner Schlauchboot-Party vom Wochenende:

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"Die Bilder bereiten mir Sorgen", twittert er. Beim Feiern verbreite sich das Virus besonders leicht. Man sei noch mitten in der Pandemie. "Lasst uns das Erreichte sichern." Rund 3000 Menschen hatten auf dem Berliner Landwehrkanal mit 400 Booten an einer Techno-Party teilgenommen, die für 100 Teilnehmer angemeldet war.

Spaniens Ministerpräsident: "Das Schlimmste ist vorbei"

11.34 Uhr: Im Corona-Hotspot Spanien hat die linke Regierung die sechste und letzte Verlängerung des umstrittenen Notstandes bis zum 20. Juni beantragt. "Das Virus ist der Feind, und die Politik muss dazu dienen, dass wir es vereint bekämpfen", sagte Ministerpräsident Pedro Sánchez.

Sánchez betonte, man müsse ungeachtet des erfolgreichen Kampfes gegen Corona bei den Lockerungen "weiter Vorsicht walten lassen". Bei der Eindämmung der Pandemie habe der seit Mitte März geltende Alarmzustand, die dritthöchste Notstandsstufe des Landes, eine entscheidende Rolle gespielt. "Das Schlimmste ist aber vorbei."

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Mit mehr als 27.000 Toten und rund 240.000 Infektionsfällen ist Spanien eines der von der Pandemie am schwersten betroffenen Länder. Die Zahlen neuer Fälle werden aber seit vielen Wochen immer besser. Am Dienstag wurde am zweiten Tag in Folge kein einziger neuer Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 verzeichnet.

Bilder von eng zusammensitzenden Menschen "beunruhigend"

10.45 Uhr: Angesichts des Corona-Ausbruchs in Göttingen und Bildern von Menschenansammlungen im Freien hat sich der hessische Virologe Friedemann Weber besorgt gezeigt. Prinzipiell sei die Lage zwar eher erfreulich, sagte er in einem Interview der "Rhein-Neckar-Zeitung" mit Blick auf die Infektionszahlen. "Die Bilder von Menschen in Parks und am Wasser, die dicht zusammensitzen, sind aber beunruhigend." Die Ansteckungsgefahr mit dem Virus sei in geschlossenen, schlecht belüfteten Räumen am höchsten - "das bedeutet aber nicht, dass die Gefahr im Freien nicht gegeben ist".

Menschen am Spreeufer in Berlin (Foto vom 31. Mai)

Menschen am Spreeufer in Berlin (Foto vom 31. Mai)

Foto: ODD ANDERSEN/ AFP

Es sei absehbar, dass es wieder zu kleinen Coronavirus-Ausbrüchen kommen werde, sagte der Direktor des Instituts für Virologie an der Uni Gießen weiter. "Wir müssen dann viel Mühe aufwenden, um diese Ausbrüche zu kontrollieren."

Weber ist in einem internationalen Forscherteam an der Suche nach einem Corona-Impfstoff beteiligt. Dem Gießener Professor zufolge laufen derzeit vorklinische Studien mit 14 möglichen Impfstoff-Kandidaten.

Schwedens Staatsepidemiologe Anders Tegnell zeigt sich erstmals selbstkritisch über Sonderweg in der Coronakrise

10.44 Uhr: Schweden hätte schon von Beginn an mehr Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ergreifen sollen, sagte Tegnell in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit dem schwedischen Radio. "Ich glaube, dass es sicherlich Verbesserungspotenzial bei dem gibt, was wir in Schweden gemacht haben, klar. Und es wäre gut gewesen, wenn man exakter gewusst hätte, was man schließen soll, um die Infektionsausbreitung besser zu verhindern." Zu viele Schweden seien zu früh gestorben.

Tegnell steht federführend hinter der schwedischen Strategie gegen die Pandemie. Das skandinavische EU-Land hatte deutlich freizügigere Maßnahmen ergriffen als etwa Deutschland oder der Rest Europas. Schulen, Restaurants oder Geschäfte wurden beispielsweise niemals geschlossen, das Versammlungsverbot liegt bei maximal 50 Teilnehmern, ein Einreiseverbot gilt lediglich für Menschen außerhalb der EU und der Europäischen Freihandelszone.

Viele im Land hießen den eingeschlagenen Weg gut, nach und nach mehrte sich jedoch auch die Kritik - vor allem, weil die Infektions- und Todeszahlen pro Einwohner in Schweden im Vergleich zum restlichen Skandinavien und auch zu Deutschland weiter hoch sind. Bislang sind in dem Land mit seinen etwas mehr als zehn Millionen Einwohnern knapp 4500 Menschen mit Corona-Infektion gestorben, es gab bislang rund 39.000 positive Corona-Fälle.

Bundesagentur rechnet mit sechs Millionen Kurzarbeitern durch Corona

10.33 Uhr: Die Bundesagentur für Arbeit rechnet für April wegen der Coronkrise mit sechs Millionen Kurzarbeitern. Die Rücklage der Bundesagentur in Höhe von 26 Milliarden Euro werde zur Finanzierung voraussichtlich nicht ausreichen, sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Detlef Scheele, am Mittwoch in Nürnberg. Der Arbeitsausfall der Kurzarbeiter liege einer Schätzung zufolge im Schnitt bei 50 Prozent und damit höher als bei früheren Krisen.

Allein im März haben Betriebe in Deutschland nach Hochrechnungen der Bundesagentur für 2,02 Millionen Menschen Kurzarbeit in Anspruch genommen. Die Bundesagentur liegt damit mit ihrer Prognose noch unterhalb der des Münchner ifo-Institutes, das am Vortag von mehr als sieben Millionen durch Corona bedingten Kurzarbeitern ausgegangen war. Der Rekord vor der Corona-Krise stammt vom Mai 2009, als in der Finanzkrise 1,44 Millionen Menschen in Kurzarbeit waren.

Reisewarnung für europäische Länder soll am 15. Juni fallen

10.08 Uhr: Die Bundesregierung will die weltweite Reisewarnung für Touristen ab dem 15. Juni für rund 30 europäische Staaten aufheben, falls die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie es zulässt. Das geht aus einem Eckpunktepapier hervor, das am Mittwoch vom Kabinett beschlossen wurde.

Danach soll die am 17. März für alle rund 200 Länder der Welt pauschal verhängte Warnung vor touristischen Reisen durch individuelle Reisehinweise ersetzt werden, mit denen über die landesspezifischen Risiken informiert wird.

Aufgehoben werden soll die Reisewarnung für die 26 Partnerländer Deutschlands in der Europäischen Union, das gerade aus der EU ausgetretene Großbritannien und die vier Staaten des grenzkontrollfreien Schengenraums, die nicht Mitglied in der EU sind: Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein. Die endgültige Entscheidung über die Aufhebung traf das Kabinett noch nicht. Sie soll zu einem noch unbestimmten Zeitpunkt in den nächsten beiden Wochen erfolgen.

Für einzelne der 31 Länder wird sich der Schritt möglicherweise noch verzögern. Für Staaten, in denen am 15. Juni noch "großflächige Ausgangsbeschränkungen" oder Einreiseverbote gelten, soll die Reisewarnung zunächst bestehen bleiben. Das könnte nach jetzigem Stand Norwegen und das Urlaubsland Nummer eins der Deutschen betreffen: Spanien.

Drosten bleibt bei Aussagen zur Ansteckungsgefahr durch Kinder

09.58 Uhr: In einer überarbeiteten Fassung seiner Studie zur Infektiosität von Kindern während der Corona-Krise hält das Forscherteam um den Berliner Virologen Christian Drosten an seiner grundlegenden Aussage fest. Es gebe keine Hinweise darauf, dass Kinder im Bezug auf Sars-CoV-2 nicht genauso ansteckend seien wie Erwachsene, heißt es in der aktualisierten Version der Studie.

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Ein erster Entwurf der Untersuchung war Ende April veröffentlicht worden und hatte Kritik und teils heftige Auseinandersetzungen in den Medien nach sich gezogen. Die Aussage bereits damals: Kinder tragen eine ebenso hohe Viruslast wie Erwachsene - und sind mithin vermutlich genauso ansteckend. Die Forscher hatten aufgrund dieser Ergebnisse vor einer uneingeschränkten Öffnung von Schulen und Kindergärten in Deutschland gewarnt.

Lesen Sie hier ein ausführliches SPIEGEL-Gespräch mit Christian Drosten - und hier eine Analyse: Wie Wissenschaftler in der Coronakrise zu wichtigen Politikberatern werden.

Lufthansa ab September mit nur 40 Prozent des ursprünglichen Angebots

08.41 Uhr: Wegen der Auswirkungen der Corona-Krise wird die Lufthansa lange Zeit nur einen Bruchteil ihrer Flüge anbieten: Im September rechnet die Airline mit lediglich 40 Prozent ihrer Kapazität, wie sie am Mittwoch mitteilte. Im kommenden Jahr würden noch 300 ihrer 763 Flugzeuge am Boden bleiben, im Jahr 2022 voraussichtlich noch 200. Im ersten Quartal 2020 machte die Lufthansa ein Minus von 1,2 Milliarden Euro.

"Angesichts der absehbar nur sehr langsam verlaufenden Erholung der Nachfrage müssen wir nun mit tiefgreifenden Restrukturierungen gegensteuern", kündigte Lufthansa-Chef Carsten Spohr an. Im Mai hatte die Airline nur drei Prozent der ursprünglich geplanten Flüge angeboten. Seit Anfang Juni hat sie ihr Angebot wieder ausgeweitet und fliegt unter anderem wieder Urlaubsziele in Europa an.

Wegen des starken Einbruchs erhält die Lufthansa Unterstützung von der Bundesregierung. Das Rettungspaket umfasst neun Milliarden Euro. Dafür muss der Konzern auf Druck der EU-Kommission Start- und Landerechte abgeben. Die Aktionäre der Lufthansa müssen dieser Vereinbarung noch zustimmen.

Italien macht auf

06.30 Uhr: Italiens Grenzen sind ab Mittwoch wieder für Urlauber offen. Nach rund drei Monaten mit strengen Corona-Beschränkungen gilt die Reisefreiheit für Menschen aus den anderen 26 EU-Ländern sowie weiteren Staaten wie Großbritannien, Norwegen und der Schweiz. Eine Virus-Quarantäne von zwei Wochen entfällt. Vorher durften Ausländer nur mit triftigem Grund, wie etwa Arbeit, einreisen.

Außerdem dürfen die Italiener selbst wieder unbeschränkt zwischen den 20 Regionen hin- und herfahren. Das Verlassen der eigenen Region war bisher noch stark eingeschränkt. Bisher duften zum Beispiel Menschen aus Rom nur ausnahmsweise in die Toskana fahren. Sie mussten dann eine schriftliche Selbsterklärung über ihre wichtigen Gründe parat haben.

RKI meldet 342 Neuinfektionen in Deutschland

05:39 Uhr: Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 342 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 182.370 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt.

Bislang starben nach RKI-Angaben in Deutschland 8551 nachweislich mit dem Virus Infizierte, damit stieg die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um zwölf. Etwa 167.300 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden, das sind 800 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, ist nach aktuellsten RKI-Angaben wieder unter die kritische Marke von 1,0 gerutscht, nämlich auf 0,89. Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als eine weitere Person ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Am Vortag hatte er bei 1,20 gelegen.

Alle Artikel zum Coronavirus

Am 31. Dezember 2019 wandte sich China erstmals an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der Millionenstadt Wuhan häuften sich Fälle einer rätselhaften Lungenentzündung. Mittlerweile sind mehr als 180 Millionen Menschen weltweit nachweislich erkrankt, die Situation ändert sich von Tag zu Tag. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über alle SPIEGEL-Artikel zum Thema.

Schulschließungen haben womöglich Auswirkungen auf Pisa-Studie

05:29 Uhr: Die wochenlangen Schulschließungen und der weiterhin nur eingeschränkte Schulbetrieb könnten sich nach Ansicht von OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher auch in den nächsten Pisa-Testergebnissen niederschlagen - der größten internationale Schulleistungsvergleichsstudie. Es sei gut möglich, dass die "sozialen Disparitäten" in späteren Pisa-Vergleichen weiter zunähmen, sagte Schleicher.

Die Veröffentlichung der letzten Pisa-Ergebnisse vor einem halben Jahr, am 3. Dezember, hatte den Zusammenhang, wonach Schulerfolg in Deutschland stark von der sozialen Herkunft abhängt, erneut bestätigt. Schleicher schließt nun nicht aus, dass sich dieser Effekt verstärken könnte.

Kinder aus wohlhabenden Familien kämen oft mit Schulschließungen zurecht. "Kinder aus ungünstigem sozialem Umfeld haben dagegen meist nur eine einzige wirkliche Chance im Leben, das sind gute Lehrer und eine leistungsfähige Schule." Ihnen fehle der Zugang zu guten Angeboten zum Online-Lernen und manchmal auch ein Platz um zu Hause in Ruhe zu lernen.

Die Ausnahmesituation an den Schulen könnte nach Angaben des Bildungsexperten auch Auswirkungen auf das spätere Erwerbsleben der Schüler haben. "Letztlich können sie ein verlorenes Schuljahr mit sieben bis zehn Prozent verlorenem Lebenseinkommen gleichsetzen", sagte er. Wegen der Corona-Krise waren Schulen in Deutschland wochenlang geschlossen und sind jetzt nur in einem eingeschränkten Schichtbetrieb geöffnet.

"StopCovid"-App startet in Frankreich

05.15 Uhr: Frankreich hat seine angekündigte Warn-App "StopCovid" an den Start gebracht. Die kostenlose Anwendung steht seit Dienstag zum Herunterladen auf das Handy bereit, wie die Regierung auf Twitter mitteilte. Die App soll mit Hilfe von Bluetooth-Signalen erfassen, welche Smartphones einander nahegekommen sind.

Bürger sollen gewarnt werden, falls sich später herausstellt, dass sie sich neben infizierten Personen aufgehalten haben. Die Anwendung war für Android-Geräte in Googles App-Plattform Play Store und für iPhones mit dem Betriebssystem iOS im App-Store von Apple verfügbar. Lesen Sie hier, wie die deutsche Corona-Warn-App aussehen soll.

Maduro und Guaidó vereinbaren gemeinsames Vorgehen in Corona-Krise

04.06 Uhr: In Venezuela haben sich Staatschef Nicolás Maduro und sein Widersacher Juan Guaidó auf ein gemeinsames Vorgehen in der Corona-Krise verständigt. Maduro und Guaidó wollen zusammen und unter Beteiligung der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation nach Finanzmitteln zur Bekämpfung des Coronavirus suchen, hieß es in einer am Dienstag im Staatsfernsehen verlesenen Erklärung.

Die Vereinbarung zwischen dem Präsidenten und dem Oppositionschef ist erstaunlich, da beide seit mehr als einem Jahr in einen erbitterten Machtkampf verstrickt sind. Guaidó beansprucht das Amt des Staatschefs für sich. Anfang 2019 rief er sich zum Übergangspräsidenten aus.

Maduro und Guaidó legten der Erklärung zufolge auch gemeinsame Prioritäten bei der Bekämpfung der Pandemie fest. Dazu gehöre die angemessene Behandlung von Infizierten. Schon vor Verlesen der Erklärung im Fernsehen hatte Guaidós Team mitgeteilt, dass es einen "Plan der technischen Zusammenarbeit" in der von der Pandemie ausgelösten "humanitären Krise" gebe.

Nach Angaben der venezolanischen Behörden gab es im Land bis Dienstag 1819 bestätigte Fälle von Coronavirus-Infektionen und 18 registrierte Todesopfer der Pandemie. Experten und Aktivisten vermuten aber, dass die Zahlen deutlich höher liegen.

Hollywood will bald wieder drehen

03.45 Uhr: Ein gutes halbes Jahr nach dem plötzlichen Drehstopp wegen der Coronavirus-Pandemie, könnten die "Mission: Impossible"-Stars um Tom Cruise wieder vor die Kamera treten. Es sei geplant, ab September zu drehen, sagte Schauspieler Simon Pegg dem US-Branchenblatt "Variety".

Sie würden erst mit Außenaufnahmen beginnen. "Das erscheint machbar, und natürlich wird es Vorsichtsmaßnahmen geben", erklärte der britische Star. Pegg spielt in der Action-Serie mit Cruise als Agent Ethan Hunt dessen Kollegen Benji Dunn. Im Februar war der Drehauftakt in Italien wegen der Corona-Pandemie kurzfristig abgesagt worden..

Unter der Regie von Christopher McQuarrie kehrt Cruise für die nächsten beiden "Mission: Impossible"-Einsätze zurück. Der Kinostart des siebten Teils war zunächst für Juli 2021 geplant gewesen, wurde zwischenzeitlich aber auf November kommenden Jahres verschoben.

Höchste Zahl neuer Infektionen innerhalb eines Tages in Mexiko

02.45 Uhr: Mexikanische Gesundheitsbehörden melden mit 3891 Fällen binnen 24 Stunden die höchste Zahl neuer Infektionen innerhalb eines Tages. Weitere 470 Menschen sind nach offiziellen Angaben dem Virus erlegen. Damit steigt die Gesamtzahl der bestätigten Fälle auf 97.326 und 10.637 Todesfälle. Die Gesundheitsbehörden vermuten, dass die Dunkelziffer deutlich höher liegt.

Keine Anzeichen für Verlangsamung der Ausbreitung in Brasilien

1.03 Uhr: In Brasilien sind in den vergangenen 24 Stunden mehr Menschen dem neuartigen Coronavirus erlegen als bislang täglich zuvor. Das Gesundheitsministeriums bestätigt 1262 Todesfälle und 28.936 weitere Infektionen. In dem lateinamerikanischen Land gibt es inzwischen insgesamt 555.383 bestätigte Coronavirus-Fälle, 31.199 Menschen sind an den Folgen von Covid-19 verstorben. Bislang gibt es keine Anzeichen für eine Verlangsamung des Ausbruchs in Lateinamerikas größtem Land.

nil/brt/dpa/afp/Reuters
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