+++ News-Update +++ Die wichtigsten Entwicklungen zum Coronavirus am Montag

Immer mehr Bundesländer planen, die Bürger zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes zu verpflichten. Deutschland zählt über 143.000 Infizierte. Das Oktoberfest steht offenbar vor der Absage. Der Überblick.
Mund und Nase beim Einkauf verdeckt: Sachsen hat bereits eine Maskenpflicht im Einzelhandel eingeführt

Mund und Nase beim Einkauf verdeckt: Sachsen hat bereits eine Maskenpflicht im Einzelhandel eingeführt

Foto: Robert Michael/ dpa

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Erdogan kündigt viertägiges Ausgehverbot für 31 türkische Städte an

23.05 Uhr: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat eine viertägige weitgehende Ausgangssperre für 31 Städte und Provinzen angekündigt. Sie beginne am Mittwoch um Mitternacht (Ortszeit) und ende am Sonntag um dieselbe Zeit, sagte Erdogan am Montag nach einer online abgehaltenen Kabinettssitzung. Am Donnerstag ist Nationalfeiertag in der Türkei, an dem das Land unter anderem der Eröffnung des türkischen Parlaments am 23. April 1920 gedenkt. Der islamische Fastenmonat Ramadan beginnt zudem am Freitag in der Türkei.

Die Türkei verhängt seit zwei Wochen 48-stündige Ausgangssperren übers Wochenende in den betroffenen 31 Städten, darunter in Ankara, Istanbul und Izmir. Wichtige Einrichtungen wie Apotheken, Bäckereien und Krankenhäuser bleiben in der Regel offen.

Italien: Rückgang der erstmals Rückgang der offiziellen Infizierten-Zahlen

23.00 Uhr: Die Zahl der Coronavirus-Infizierten in Italien ist erstmals zurückgegangen. Wie die Zivilschutzbehörde in Rom mitteilte, waren am Montag landesweit noch 108.237 Menschen im Krankenhaus oder kurierten zu Hause ihre Symptome aus - das sind 20 weniger als am Sonntag. Zivilschutzchef Angelo Borrelli sagte, es sei das erste Mal, dass "es eine positive Entwicklung" gebe.

Italien hatte seinen ersten Infektionsfall im Februar registriert und sich seither zum Zentrum der Pandemie in Europa entwickelt. Die Zahl der Todesfälle stieg nach Behördenangaben am Montag um 454 auf 24.114. Mehr Todesfälle gibt es weltweit nur in den USA.

Viele italienische Ärzte gehen jedoch davon aus, dass die Statistik zu den Infektions- und Todesfällen unvollständig ist. Offiziell erfasst werden nur die Todesfälle in Krankenhäusern; Menschen, die zu Hause oder in Pflegeheimen an der vom Coronavirus verursachten Lungenkrankheit Covid-19 sterben, sind in der Statistik nicht aufgeführt. Auch bei den Infektionsfällen gibt es nach Einschätzung von Experten eine sehr hohe Dunkelziffer, da in etlichen Regionen nur Menschen mit sehr starken Symptomen getestet werden.

Sachsen-Anhalt berät über Maskenpflicht

22.15 Uhr: Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie müssen auch die Menschen in Sachsen-Anhalt damit rechnen, künftig einen Mund-Nasen-Schutz tragen zu müssen. Die schwarz-rot-grüne Landesregierung werde am Dienstag über eine entsprechende Vorschrift beraten, kündigte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) in der MDR-Sendung "Fakt ist" an. Sollte sich das Kabinett dafür entscheiden, müssten die Sachsen-Anhalter von Donnerstag an beim Einkaufen und beim Fahren mit Bus und Bahn einen Mundschutz tragen.

Sachsen-Anhalt hatte zahlreichen kleineren und mittelgroßen Geschäften und Dienstleistern gestattet, seit Montag wieder zu öffnen. Im Gegenzug wurde die "dringende Empfehlung" ausgesprochen, in den Läden und im öffentlichen Nahverkehr eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Dieser Empfehlung seien die wenigsten Menschen gefolgt, sagte Haseloff beim MDR.

Thüringen will Maskenpflicht einführen

21.50 Uhr: Wie in mehreren anderen Bundesländern soll nun auch in Thüringen wegen der Coronavirus-Pandemie eine Maskenpflicht in Geschäften und im Nahverkehr eingeführt werden. Das sagte Regierungssprecher Günter Kolodziej der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die "Thüringer Allgemeine" berichtet. In Sachsen gilt eine Maskenpflicht seit Montag, Mecklenburg-Vorpommern zieht nächsten Montag nach, Bayern ebenfalls, in Baden-Württemberg entscheidet das Kabinett am Dienstag.

Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) wird die Maßnahme nach Angaben ihres Hauses am Dienstag dem Kabinett vorschlagen. Die Maskenpflicht soll dann ab Freitag gelten. Zur Begründung führte Werner eine gewünschte Vereinheitlichung der Regeln im Land an.

Die Ministerin betonte: "Bisher war ich selbst sehr skeptisch gegenüber einer Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung." Eine Maske könne nur ein zusätzlicher Schutz sein, von grundsätzlicher Bedeutung sei das Einhalten der Abstands- und Hygieneregeln. "Für wirklich problematisch halte ich aber einen Flickenteppich unterschiedlicher Regelungen innerhalb Thüringens. Das schürt Verunsicherung in der Bevölkerung", so Werner.

Deshalb solle das Tragen einer einfachen Mund-Nasen-Bedeckung ab Freitag im ganzen Bundesland beim Einkaufen und im Nahverkehr zur Pflicht werden. Zuvor hatten in Thüringen mehrere Kommunen eine Pflicht zum Tragen eines Mund- und Nasenschutzes eingeführt.

Mehr als 143.000 Infizierte in Deutschland

21.40 Uhr: In Deutschland sind bis Montagabend mehr als 143.100 Infektionen mit dem neuen Coronavirus offiziell registriert worden. Mindestens 4514 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Die US-amerikanische Johns-Hopkins-Universität, die auch nicht-offizielle Quellen nutzt, zählte für Deutschland bereits 146.398 Infizierte und 4706 Tote.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 91.500 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten aber auch hierzulande mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 38.200 nachgewiesenen Fällen und mindestens 1299 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 28.900 Fällen und mindestens 857 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 28.500 bestätigten Fällen und mindestens 1014 Toten.

Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 292,4 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 171,2. Allerdings ist die Anzahl der erfolgten Tests pro 100.000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch.

Mehr als 20.000 Tote in Frankreich

21.25 Uhr: In Frankreich sind mehr als 20.000 Menschen infolge der Coronavirus-Pandemie gestorben. Es handle sich um einen "symbolischen und schmerzhaften Meilenstein", sagte Gesundheitsdirektor Jerôme Salomon. Das seien nun mehr Todesopfer als bei der Hitzewelle 2003, damals seien mehr als 19.000 gestorben. Die Zahl der Menschen, die auf der Intensivstation behandelt werden, sinke aber weiter, so Salomon. Die Eindämmung im Land schreite fort.

Insgesamt gebe es seit Anfang März 12.513 Todesfälle in Krankenhäusern und 7752 Todesfälle in Pflegeheimen. Seit Sonntag wurden 547 neue Todesfälle gemeldet. "Wir müssen unsere Mobilisierung fortsetzen", warnte Salomon. Die Pandemie sei nach wie vor sehr aktiv und die Zahl der Todesopfer steige von Tag zu Tag.

"Pride"-Parade in New York abgesagt

20.10 Uhr: Wegen der Corona-Pandemie ist die für Ende Juni in New York geplante "Pride"-Parade, bei der jedes Jahr auf die Rechte unter anderem von Homo-, Bi- und Transsexuellen aufmerksam gemacht wird, zum ersten Mal in ihrer Geschichte abgesagt worden. "Dieses Jahr ist das 50. Jubiläum der "Pride"-Parade und das ist eine ganz, ganz große Sache", sagte Bürgermeister Bill de Blasio. "Diese Parade ist so ein wichtiger Teil des Lebens in dieser Stadt, aber dieses Jahr wäre es ein ganz besonders geschichtsträchtiger Moment gewesen."

Die Stadt hatte allerdings zuvor schon angedeutet, alle großen Veranstaltungen im Juni abzusagen - darunter fallen auch zahlreiche andere Paraden. Die öffentlichen Schwimmbäder und Strände der Stadt würden in diesem Sommer wohl auch nicht aufmachen, hatte de Blasio gesagt.

Baden-Württemberg denkt über Maskenpflicht nach

20.05 Uhr: Die baden-württembergische Landesregierung strebt die Einführung einer Maskenpflicht zur konsequenteren Eindämmung des Coronavirus an. Am Dienstag befasst sich das grün-schwarze Kabinett mit einem verpflichtenden Mund-Nasen-Schutz für den öffentlichen Nahverkehr und für den Einkauf. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) habe eine solche Vorgabe auf die Tagesordnung setzen lassen, hieß es am Montag.

Im Anschluss an die Sitzung will Kretschmann um 12.00 Uhr mit Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) und Sozialminister Manne Lucha (Grüne) die Öffentlichkeit informieren. Dabei geht es nicht nur um Masken, sondern auch um die allgemeine Corona-Lage, die Notbetreuung von Kindern und erste Schritte der Schulöffnung.

McKinsey warnt vor Verdopplung der Arbeitslosenzahlen in Europa

19.40 Uhr: Die Arbeitslosigkeit in Europa könnte sich in den kommenden Monaten fast verdoppeln. Nach Schätzungen des Beratungsunternehmen McKinsey liefen 59 Millionen Arbeitsplätze Gefahr, durch dauerhafte Einbußen wie Lohn- und Arbeitsstundenkürzungen infolge der Coronavirus-Pandemie wegzufallen. "Der Verlust dieser Arbeitsplätze wäre nicht nur eine Tragödie auf individuelle Ebene, aus der wirtschaftlichen Perspektive wäre es ebenfalls schmerzhaft", schreibten die Autoren des Berichts.

Das Beratungsunternehmen schätzte für 2020 die Arbeitslosigkeit in dem 27 Mitgliedstaaten umfassenden Block auf 7,6 Prozent. Eine Rückkehr zu dem Stand vor der Krise könnte erst im 4. Quartal 2021 möglich sein, heißt es in der Studie. Für den schlimmsten Fall geht McKinsey davon aus, dass die Arbeitslosigkeit in Europa sogar auf 11,2 Prozent steigen könnte und sich erst in 2024 wieder von den Folgen des Virusausbruchs erhole. Die Hälfte aller gefährdeten Arbeitsplätze wäre im Kundenservice und Vertrieb, Gastronomie und im Baugewerbe. In Europas Großhandels- und Einzelhandelssektor könnten 14,6 Millionen Arbeitsplätze bedroht sein, 8,4 Millionen Arbeitsplätze im Hotelgewerbe und in der Gastronomie sowie 1,7 Millionen in der Kunst- und Unterhaltungsbranche.

Mit Coronavirus infiziertes Kind steckte laut Studie keine Kontaktperson an

19.30 Uhr: Der Fall eines neunjährigen Kindes, das trotz einer längere Zeit unentdeckt gebliebenen Infektion mit dem Coronavirus niemanden ansteckte, beschäftigt die Wissenschaft: Einer kürzlich in der US-Fachzeitschrift "Clinical Infectious Diseases" veröffentlichten Studie zufolge fielen Tests bei allen 172 Kontaktpersonen des französischen Kindes negativ aus. Den Forschern zufolge könnte der Fall darauf hindeuten, dass Kinder bei der Verbreitung von Sars-CoV-2 keine wichtige Rolle spielen.

Bei 64 Prozent der Kontaktpersonen seien allerdings saisonale Erkrankungen wie die Grippe festgestellt worden, heißt es in der Studie. Das neunjährige Kind habe nur leichte Symptome gehabt, schreiben die Autoren. Wie der Epidemiologe und Ko-Studienautor Kostas Danis der Nachrichtenagentur AFP sagte, litt das Kind zusätzlich an weiteren Erkrankungen der Atemwege.

Vatikan verschiebt Weltjugendtag um ein Jahr

19.15 Uhr: Der Papst verschiebt wegen der Corona-Pandemie die Welttreffen der Jugend und der Familien jeweils um ein Jahr. Das teilte Vatikansprecher Matteo Bruni mit. Die Entscheidung habe Papst Franziskus zusammen mit dem zuständigen Kurien-Gremium, dem Dikasterium für die Laien, die Familie und das Leben, getroffen.

Das nächste Welttreffen der katholischen Familien war ursprünglich für Juni 2021 in Rom geplant gewesen. Es soll nun im Juni 2022 stattfinden. Der nächste Weltjugendtag wiederum, der für August 2022 in Lissabon angesetzt war, werde infolge des neuen Terminplans auf den August 2023 verschoben.

Eigentümer von Beate-Uhse-Seite profitiert von Coronakrise

19:10 Uhr: Der Eigentümer der Internetseite von Beate Uhse verkauft wegen der Corona-Pandemie deutlich mehr Produkte. "Infolge der Coronakrise stieg der Verkauf in Deutschland um durchschnittlich 94 Prozent, wobei täglich bis zu 800 Bestellungen mehr eingehen als an einem regulären Werktag", teilte die niederländische EDC Retail mit Blick auf die Ergebnisse für das erste Quartal 2020 mit. Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr nach der zweiten Insolvenz des Erotikkonzerns Beate Uhse dessen Online-Geschäft übernommen. "Am bisher umsatzstärksten Tag des Jahres 2020 konnte sogar ein Wachstum von 162 Prozent verzeichnet werden", hieß es weiter.

Während viele andere Branchen unter den Beschränkungen im Kampf gegen das Virus litten, sorge die Krise bei EDC Retail für einen Boom an Bestellungen - und das auch in Deutschland. "Je mehr Zeit vergeht, desto mehr Verkäufe können wir verzeichnen", sagte Unternehmenschef Eric Idema.

Im Durchschnitt wurden demnach 60 Euro bei dem nach eigenen Angaben größten europäischen Online-Erotikhändler ausgegeben. Seit dem Beginn der Corona-Krise in Europa gebe es vor allem einen Anstieg der Verkäufe von Gleitmitteln und Kondomen. Auch andere Erotik-Onlineshops wie Orion oder eis.de sowie Kondomhersteller wie Ritex und Einhorn hatten von einer größeren Nachfrage seit Beginn der Coronakrise berichtet.

Hinweise auf Absage von Oktoberfest verdichten sich

18.45 Uhr: Steht die Absage des Oktoberfests kurz bevor? Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) wollen am Dienstagmorgen über den "Sachstand des diesjährigen Oktoberfests" informieren. Der "Bild"-Zeitung  zufolge soll bei diesem Termin "das endgültige Aus" verkündet werden. 

"Wir beide haben eine ähnliche Einschätzung, dass wir sehr skeptisch darüber sind, ob ein Fest in der Größe, mit der Internationalität und unter den Bedingungen überhaupt einen Sinn macht", hatte Söder zuvor in seiner Regierungserklärung im Landtag gesagt. Reiter hatte vergangene Woche eine Entscheidung zum Oktoberfest noch im April angekündigt.

Am vergangenen Mittwoch hatten Bund und Länder beschlossen, Großveranstaltungen zunächst bis Ende August zu verbieten. Das Oktoberfest ist vom 19. September bis 4. Oktober geplant - demnach wäre es durchführbar. Allerdings sehen Experten bis dahin zu wenig Zeit, um Medikamente und Impfungen zu entwickeln.

Rund sechs Millionen Besucher aus aller Welt kommen alljährlich zum Oktoberfest nach München. In der Enge der oft bis auf den letzten Platz besetzten Bierzelte, aber auch im Gedränge der Gassen draußen wäre ein Sicherheitsabstand von eineinhalb Metern kaum einzuhalten.

Audio-Update am Abend

18.00 Uhr: Hören Sie hier den Nachrichtenüberblick zu den wichtigsten Corona-Entwicklungen am Abend:

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Söder und Laschet halten Bundesliga-Geisterspiele ab 9. Mai für denkbar

17.50 Uhr: Bis die Fankurven wieder gefüllt sind, dürfte es noch sehr lange dauern. Doch ohne Publikum halten die Ministerpräsidenten Bayerns und Nordrhein-Westfalens, in deren Bundesländern sehr viele Fußballbundesligisten ihre Spielstätten haben, Geisterspiele schon bald für vertretbar. Bereits ab 9. Mai könnte die Fußballbundesliga so wieder ihren Betrieb aufnehmen, sagten Markus Söder und Armin Laschet im Live-Programm der "Bild". "Voraussetzung ist, dass es ein durchdachtes Konzept gibt", sagte Laschet.

Söder sagte: "Das ist schon eine Gratwanderung. Wir müssen jetzt aufpassen, dass wir nicht überdrehen oder leichtfertig sind. Spiele mit Zuschauerbeteiligung sind völlig undenkbar. Auch Geisterspiele sind eine Gratwanderung. Es ist denkbar, dass wir vielleicht ab dem 9. Mai frühestens eine solche Geisterrunde spielen können."

Papp-Fans auf der Tribüne von Borussia Mönchengladbach: Durchdachtes Konzept nötig

Papp-Fans auf der Tribüne von Borussia Mönchengladbach: Durchdachtes Konzept nötig

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Rolf Vennenbernd/ DPA

Kurz zuvor hatte die Sportministerkonferenz mitgeteilt, Bundesliga-Fußball vor leeren Rängen "nach derzeitigem Diskussionsstand" ab Mitte oder Ende Mai für vertretbar zu halten. Auf ein genaues Datum hätten sich die für Sport zuständigen Ministerinnen und Minister bei einer Telefonschalte noch nicht festgelegt, hieß es in einer Mitteilung.

Coronavirus erleichtert Fertigstellung von BER

17.43 Uhr: Bei der Flughafenbaustelle BER noch den Überblick über die Verzögerungen zu behalten, ist nicht ganz leicht. Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup ist nun jedoch überzeugt, dass der für Oktober 2020 geplanten Eröffnung nichts mehr im Wege steht - trotz oder vielleicht sogar wegen der Coronakrise. Die Inbetriebnahme sei noch nie so sicher gewesen wie heute, sagte Lütke Daldrup im Sonderausschuss BER des Brandenburger Landtags. Alle Dokumente seien eingereicht und der Verkehrseinbruch durch die Coronavirus-Krise erleichtert den Probebetrieb und die Inbetriebnahme. "Wir haben noch ein bis zwei Prozent des Verkehrs", zog er den Vergleich zum sonst üblichen Geschäft an den bestehenden Flughäfen Tegel und Schönefeld. Insgesamt würden an beiden Standorten etwa 1000 Passagiere pro Tag gezählt.

Geparkte Lufthansa-Maschinen am BER: Berliner Flughäfen nur noch mit 1000 Passagieren pro Tag

Geparkte Lufthansa-Maschinen am BER: Berliner Flughäfen nur noch mit 1000 Passagieren pro Tag

Foto: Andreas Friedrichs/ imago images/A. Friedrichs

SPD verlangt BAföG-Ausweitung von Karliczek

17.30 Uhr: Studenten, die wegen der Coronakrise ihren Job verloren haben, sollen nach dem Willen der SPD vorübergehend BAföG erhalten können - auch wenn sie sonst keinen Anspruch darauf hätten. Dies müsse Bundesbildungsministerin Anja Karliczek umsetzen, sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil dem Nachrichtenportal "Watson ". Das Problem: CDU-Politikerin Karliczek will lediglich zinslose Kredite gewähren. Klingbeil sagte, dieser Vorschlag gehe "meilenweit an der Realität vorbei". "Woher sollen Studenten denn bitte das Geld nehmen, ein solches Darlehen nach der Krise zurückzuzahlen, wenn gerade jetzt reihenweise die Nebenjobs wegbrechen?"

Klingbeil zu Karliczek-Vorschlag: "Woher sollen Studenten denn bitte das Geld nehmen, ein solches Darlehen nach der Krise zurückzuzahlen"

Klingbeil zu Karliczek-Vorschlag: "Woher sollen Studenten denn bitte das Geld nehmen, ein solches Darlehen nach der Krise zurückzuzahlen"

Foto: Annegret Hilse/REUTERS

Media Markt und Saturn wollen Märkte verkleinern, um zu öffnen

17.15 Uhr: Was tun, wenn man Betreiber eines großen Ladens mit mehr als 800 Quadratmetern Fläche ist - man zum Schutz vor dem Coronavirus deshalb eigentlich weiter geschlossen haben müsste? Die Verkaufsfläche auf die gerade noch erlaubte Größe verkleinern! Zu diesem Schritt haben sich nun die großen Elektronikhandelsketten Saturn und Media Markt entschieden. Zur Einordnung: Der Saturn-Markt in der Hamburger Mönckebergstraße hat regulär 18.000 Quadratmeter Verkaufsfläche.

Die Märkte der Ketten wollen so in elf Bundesländern noch in dieser Woche wieder schrittweise öffnen. "Wir sind erleichtert darüber, dass wir nicht mehr nur über unsere Onlineshops, sondern auch direkt vor Ort wieder für unsere Kunden da sein dürfen", sagte Deutschland-Chef Florian Gietl. In Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen sollen wieder Kunden in die Geschäfte dürfen.

Saturn-Markt in Berlin: "Vor Ort wieder für unsere Kunden da"

Saturn-Markt in Berlin: "Vor Ort wieder für unsere Kunden da"

Foto: AXEL SCHMIDT/ REUTERS

Mobile Teams sollen Gesundheitsämter unterstützen

17.10 Uhr: Viele Gesundheitsämter in den Rathäusern und Landratsämtern hecheln dem Ziel hinterher, die Infektionsketten der Corona-Pandemie nachzuvollziehen. Zur Unterstützung will der Bund 105 mobile Teams aufstellen, schulen und einsetzen. Sie sollten vor Ort bei der Verfolgung von Kontaktpersonen helfen, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einer Sitzung des Corona-Krisenkabinetts. Die Finanzierung übernehme das Bundesgesundheitsministerium, sagte die CDU-Politikerin. Ab dem 22. April werde es eine Meldepflicht für Gesundheitsämter geben, die den Bundesländern mitteilen müssten, wenn sie diese Aufgabe noch nicht erfüllen könnten. Merkel sagte, nötig sei "eine präzise Nachverfolgung".

Russische Soldaten proben ohne Abstand, ohne Mundschutz - mit Folgen

16.45 Uhr: Am 9. Mai wollte Russland groß den 75. Jahrestag des Sieges über Nazideutschland feiern. Für die ursprünglich geplante Militärparade auf dem Roten Platz in Moskau probte das Militär in den vergangenen Wochen bereits eifrig, jedoch offenbar ohne die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie berücksichtigt zu haben. Auf TV-Bildern von Proben waren Tausende Soldaten zu sehen, die auf einem Übungsplatz außerhalb Moskaus eng nebeneinander marschieren - ohne Abstand, ohne Mundschutz.

Alle Soldaten, die an dieser Übung teilnahmen, seien nun in ihre übers Land verteilten Kasernen zurückgeschickt worden, teilte das Verteidigungsministerium mit. Dort sollen sie zwei Wochen lang in Quarantäne verbringen. Bis zu 15.000 Soldaten sollen betroffen sein.

as Ministerium teilte laut Nachrichtenagentur Reuters nicht mit, ob die Quarantäne nur eine Vorsichtsmaßnahme ist, oder ob es auch Infektionen gegeben hatte - jedoch würden alle an der Übung beteiligten Fahrzeuge, Züge und Flugzeuge desinfiziert.

Der "Moscow Times " zufolge wurden dagegen einige Teilnehmer positiv auf das Coronavirus getestet.

Die Siegesparade selbst hatte Russlands Präsident Wladimir Putin übrigens nach langem Zögern in der vergangenen Woche verschoben.

Experte: Olympische Spiele in Tokio auch nächstes Jahr fraglich

16.05 Uhr: Wegen der Coronavirus-Pandemie wurden die Olympischen Spiele in Tokio von 2020 auf 2021 verschoben. Im Juli und August nächsten Jahres sollen sie laut Organisationskomitee nachgeholt werden. Doch auch die Spiele im Sommer 2021 sind nach Ansicht eines japanischen Gesundheitsexperten unrealistisch. "Um ehrlich zu sein, ich halte es nicht für wahrscheinlich, dass die Olympischen Spiele nächstes Jahr ausgetragen werden", sagte der Fachmann für Infektionskrankheiten von der Universität Kobe, Kentaro Iwata.

Experte für Infektionskrankheiten von der Universität Kobe: "Viele Athleten aus vielen, vielen Orten" - "nicht sehr kompatibel mit dieser Covid-19-Infektion"

Experte für Infektionskrankheiten von der Universität Kobe: "Viele Athleten aus vielen, vielen Orten" - "nicht sehr kompatibel mit dieser Covid-19-Infektion"

Foto: Jae C. Hong/ dpa

Zwar könnte es Japan bis dahin schaffen, die Coronavirus-Ausbreitung in den Griff zu bekommen. Aber er glaube nicht, dass dies allen Ländern der Welt bis dahin gelinge. Olympische Spiele seien daher nur unter völlig anderen Bedingungen vorstellbar - "etwa ohne Zuschauer oder mit einer nur sehr begrenzten Teilnahme", sagte der Professor. "Man muss so viele Athleten aus vielen, vielen Orten einladen, das ist nicht sehr kompatibel mit dieser Covid-19-Infektion, die eine Pandemie ausgelöst hat".

Merkel: "Wir müssen diszipliniert bleiben"

15.50 Uhr: Mit harten Maßnahmen ist nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus zwar viel erreicht worden. Dennoch hat die CDU-Politikerin in der Coronakrise weiter zu größter Vorsicht aufgerufen. "Wir dürfen uns keine Sekunde in Sicherheit wiegen", sagte Merkel nach einer Sitzung des Corona-Krisenkabinetts. "Es wäre jammerschade, wenn wir sehenden Auges in einen Rückfall gehen."

Die Reproduktionszahl der Infektionsketten sei zwar unter 1 gedrückt worden. An etlichen Tagen gebe es also mehr Genesene als neu Infizierte. Dennoch gelte, "dass wir am Anfang stehen und noch lange nicht über den Berg sind". Voreilige Öffnungen und Lockerungen müssten vermieden werden. "Wir müssen wachsam und diszipliniert bleiben." Sie sage dies wissend um die Not vieler Menschen, etwa der Alleinerziehenden, der Gastronomie oder der Künstler.

Merkel: "Es kann auch ein Fehler sein, dass man zu schnell voranschreitet."

Merkel: "Es kann auch ein Fehler sein, dass man zu schnell voranschreitet."

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MARKUS SCHREIBER/ AFP

Merkel appellierte an die Regierungschefs der Länder, die Schutzmaßnahmen nicht zu früh und zu weitgehend zu lockern. Sie wolle, dass der gemeinsam beschlossene Spielraum "möglichst eng ausgenutzt wird, nicht möglichst weit". "Es kann auch ein Fehler sein, dass man zu schnell voranschreitet." Die Situation sei trügerisch. Denn wie sich etwa die nun beschlossene Öffnung vieler Geschäfte auswirken werde, das "sehen wir in 14 Tagen, nicht vorher".

Corona könnte bei Schwangeren vereinzelt zu Komplikationen führen

15.35 Uhr: Die Angst vieler werdender Mütter, sich mit dem Coronavirus zu infizieren, ist womöglich nicht ganz unbegründet. "Der Verlauf einer Schwangerschaft kann durch Covid-19 negativ beeinflusst werden", sagte Matthias Beckmann, Direktor der Frauenklinik des Universitätsklinikums Erlangen, unter Berufung erster, weniger Daten. Manche Frauen bekämen demnach vorzeitig Wehen. Eine Übertragung des Virus während der Schwangerschaft, der Geburt oder durch die Muttermilch auf das Kind sei jedoch eher unwahrscheinlich.

Schwangere sollten sich keine Sorgen machen, sagte Frank Louwen, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. Es gebe keinen Hinweis darauf, dass sich werdende Mütter häufiger infizierten. Und auch unter den schwangeren Infizierten zeige der Großteil kaum Symptome. Nur im Einzelfall könne es zu einer Lungenentzündung kommen, die zu einer Frühgeburt führen könne. Die Erlanger Publikation "Sars-CoV-2-Infektion in der Schwangerschaft " erschien in der Fachzeitschrift "Geburtshilfe und Frauenheilkunde". Die Frauenklinik berücksichtigte dafür Daten von 18 schwangeren Covid-19-Patientinnen aus den chinesischen Regionen Wuhan und Hubei. Direktor Beckmann sagte: "Das sind die einzigen Daten, die wir momentan haben."

Berlin erwägt ebenfalls Maskenpflicht

15.25 Uhr: Die Bundesregierung beließ es bei ihrer Empfehlung, man solle doch bitte Masken tragen. Einigen Bundesländern reicht das jedoch nicht. Zunächst kündigten Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern - und heute auch Bayern - eine eigene Pflicht zum Tragen von Mundschutz in Bus und Bahn an.

Nun könnte es nach SPIEGEL-Informationen auch in Berlin bald eine Maskenpflicht geben. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) befürwortet nach Angaben aus Senatskreisen eine Maskenpflicht für den öffentlichen Nahverkehr. Der Berliner Senat tagt am Dienstagvormittag und will Beschlüsse zu den Lockerungen im öffentlichen Leben treffen, könnte aber auch die Maskenpflicht einführen.

Mann mit Maske in einer Berliner S-Bahn: Entscheidung am Dienstag erwartet

Mann mit Maske in einer Berliner S-Bahn: Entscheidung am Dienstag erwartet

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Carsten Koall/ dpa

Telefon-Krankschreibung soll für eine Woche weiter möglich sein

15.12 Uhr: Krankschreibungen wegen Erkältungen sind in der Corona-Krise nun doch weiterhin auch per Telefon möglich. Das teilte der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses im Gesundheitswesen (G-BA), Josef Hecken, am Montag mit. Der Bundesausschuss, der mit Vertretern von Ärzten, Kliniken und gesetzlichen Krankenkassen besetzt ist, werde sich im Laufe des Tages erneut mit dem Thema befassen und mit "hoher Wahrscheinlichkeit" eine Verlängerung der Regelung bis zum 4. Mai 2020 beschließen.

Ärzte könnten "im Vorgriff auf diese Entscheidung" weiterhin aufgrund telefonischer Anamnese Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausstellen. Die Dauer einer telefonischen Krankschreibung soll demnach auf eine Woche begrenzt werden und könne "bei fortdauernder Erkrankung" einmal verlängert werden. Hecken: "Alle Verantwortlichen müssen derzeit tagesaktuell und auf unsicherer Erkenntnislage neu abwägen und entscheiden, wie eine schrittweise Herstellung des regulären Medizinbetriebes unter Wahrung des gebotenen Infektionsschutzes möglich ist."

Krankschreibung per Telefon geht weiterhin - nach heftiger Kritik

Krankschreibung per Telefon geht weiterhin - nach heftiger Kritik

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/ dpa

Pegida erhält Sondergenehmigung für Demo

15.05 Uhr: Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, müssen soziale Kontakte vermieden werden. Die islam- und ausländerfeindliche Pegida-Bewegung will trotzdem demonstrieren - und darf das auch. Das Dresdner Ordnungsamt hat Pegida mitten in der Coronakrise eine Kundgebung genehmigt. Es wird Oberbürgermeister Dirk Hilbert zufolge mit 80 zugelassenen Teilnehmern, Polizisten und mutmaßlich Gegendemonstranten gerechnet.

Der FDP-Politiker zeigte sich von der Entscheidung des Ordnungsamtes überrascht, die Versammlung am Montagabend zuzulassen. "Ich prüfe das im Moment, ob das soweit rechtlich bestandskräftig ist", sagte er. Er halte angesichts des Infektionsgeschehens eine solche Demonstration in der gegenwärtigen Situation für nicht vertretbar. Das Ordnungsamt begrenzte die Demo auf eine Dauer von 30 Minuten.

Pegida-Demo in Dresden im Juli 2019: Pegida spricht von "konstruktiver Abstimmung mit der Versammlungsbehörde"

Pegida-Demo in Dresden im Juli 2019: Pegida spricht von "konstruktiver Abstimmung mit der Versammlungsbehörde"

Foto: Sean Gallup/ Getty Images

Pegida hatte am Sonntag im Internet bekanntgeben, nach "konstruktiver Abstimmung mit der Versammlungsbehörde und dem Gesundheitsamt" eine Sondergenehmigung bekommen zu haben. Nach der sächsischen Corona-Schutz- Verordnung sind Ansammlungen untersagt, allerdings können Ausnahmegenehmigungen erteilt werden.

EU-Sozialkommissar warnt vor Auftrieb für Populisten

14.50 Uhr: Deutschland gerät wegen seiner ablehnenden Haltung von Corona-Bonds immer mehr unter Druck. Italiens Ministerpräsident Guiseppe Conte verlangte in der "Süddeutschen Zeitung" die "ganze Feuerkraft" der Gemeinschaft und EU-Währungskommissar Paolo Gentiloni forderte im SPIEGEL vor dem EU-Coronagipfel stärkere gemeinsame Anstrengungen gegen die Wirtschaftskrise.

Der für Jobs und Sozialpolitik verantwortliche EU-Kommissar Nicolas Schmit mahnte nun ebenfalls Solidarität mit EU-Ländern wie Italien an, denn sonst drohten drastische Folgen. "Es kann nicht sein, dass manche Länder einigermaßen unbeschadet aus der Rezession herauskommen und andere in der Misere steckenbleiben", sagte der Luxemburger dem "Handelsblatt ". "Sonst werden die Populisten wieder Auftrieb erhalten. Wir müssen dafür sorgen, dass Europa nicht auseinanderfliegt." 

Sozialkommissar Nicolas Schmit: "Schauen Sie mal, welche Länder wohin exportieren"

Sozialkommissar Nicolas Schmit: "Schauen Sie mal, welche Länder wohin exportieren"

Foto: Francois Lenoir/ REUTERS

Auch Länder wie Deutschland oder die Niederlande hätten ein Interesse daran, sagte Schmit: "Schauen Sie mal, welche Länder wohin exportieren und wo die Überschüsse entstehen". Um gemeinsam aus der Krise zu finden, seien große Investitionsvorhaben nötig. Für die von der Kommission vorgeschlagenen EU-Kredite zur Finanzierung des Kurzarbeitergeldes (SURE) interessierten sich bereits mehrere Länder, sagte Schmit, und zwar nicht nur aus Südeuropa.

Bis Ende 2020 oder Anfang 2021 will Schmit Vorschläge für eine europäische Arbeitslosenrückversicherung vorlegen: "Es könnte auf einen Fonds hinauslaufen, auf den die Staaten dann zurückgreifen", sagte er. In Deutschland lehnen CDU/CSU das Vorhaben bislang aber strikt ab. Auch an einem europäischen Rahmen für nationale Mindestlöhne will Schmit festhalten: "Wir werden sicherlich nicht aus der Rezession herauskommen und sagen, das Soziale muss hinter das Wirtschaftliche hintangestellt werden".

Institut erwartet keinen Verfall der Wohnungspreise

14.28 Uhr: Immobilienbesitzer müssen keine großen Wertverluste durch die Corona-Pandemie befürchten. Die Preise auf dem deutschen Wohnungsmarkt sinken einer Prognose des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln "wahrscheinlich nicht oder nur leicht, im schlimmsten Szenario um bis zu zwölf Prozent". Der Wohnimmobilienmarkt werde "relativ gut durch die aktuelle Krise kommen", teilten die Forscher mit. Zwar sorgten getrübte Erwartungen über künftige Mieteinnahmen und höhere Unsicherheit insgesamt für einen leichten Preisrückgang. Tatsächlich gebe es bislang aber "keinen Hinweis darauf, dass die Mieten einbrechen könnten". Gleichzeitig könnten stark fallende Zinsen Immobilien als Anlage attraktiver machen - und die Kaufpreise stabilisieren.

Corona gefährdet Arbeit der Nazijäger

14.15 Uhr: Die weltweite Verfolgung von Naziverbrechern ist nach Einschätzung des Nazijägers Efraim Zuroff aus Jerusalem durch die Coronakrise gefährdet. "Die Strafverfolgung von Nazi-Kriegsverbrechen ist immer noch möglich, wird aber immer schwieriger", sagte Historiker Zuroff. "Das Coronavirus ist eine unvorhergesehene Katastrophe, die möglicherweise die letzten Bemühungen, Nazi-Kriegsverbrecher für ihre Untaten zur Verantwortung zu ziehen, beenden wird."

Gerade in Deutschland würden viele Anstrengungen unternommen, um Naziverbrecher zur Rechenschaft zu ziehen. "Ich habe Angst, dass das Coronavirus das stoppen wird. Die Verdächtigen gehören zur gefährdetsten Altersgruppe - ebenso wie die Opfer." Er habe die Sorge, dass Angeklagte und Zeugen letztlich vor einem Urteil sterben könnten.

Historiker Zuroff: "Strafverfolgung immer noch möglich"

Historiker Zuroff: "Strafverfolgung immer noch möglich"

Foto: Georg Wendt/ dpa

Einem Bericht des Simon-Wiesenthal-Zentrums zufolge, dessen Direktor in Jerusalem Zuroff ist, gab es von April 2018 bis Dezember 2019 drei Verfahren gegen Nazi-Kriegsverbrecher. Zwei fanden in Deutschland statt, eines in den USA. Im gleichen Zeitraum seien in sieben Ländern Ermittlungen in insgesamt 251 Fällen aufgenommen worden, davon 194 in Polen und 50 in Deutschland. Anfang dieses Jahres liefen in Deutschland demnach noch 24 Ermittlungsverfahren.

Spahn will über Krankschreibung per Telefon reden

13.45 Uhr: Nach massiver Kritik am Auslaufen der telefonischen Krankschreibungen hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Gespräche darüber angekündigt. Spahn verwies zwar darauf, dass die Entscheidung von der Selbstverwaltung von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen getroffen wurde. Dennoch werde man im Lichte der Debatte das Gespräch mit der Selbstverwaltung suchen.

In der Coronakrise war die Möglichkeit eingeführt worden, sich bei Erkältungssymptomen telefonisch krankschreiben zu lassen. Der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und gesetzlichen Krankenkassen (G-BA) hatte dies am Freitag aber nicht mehr verlängert. Arbeitnehmer, die sich wegen einer Erkältung krankschreiben lassen wollen, müssen dafür seit diesem Montag wieder beim Arzt vorsprechen.

Gesundheitspolitiker, Ärzteverbände, Gewerkschaften und Verbraucherschützer hatten das Auslaufen der Ausnahmeregelung massiv kritisiert. "Es kann nicht sein, dass einerseits an einem weitgehenden Kontaktverbot festgehalten wird und andererseits Patienten mit Infekten jetzt wieder die Praxen aufsuchen", sagte der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt. Arbeitgeber hingegen hatten die Entscheidung begrüßt.

Soforthilfen für Künstler in Niedersachsen und Bayern

13.30 Uhr: Freiberufliche Kulturschaffende in Niedersachsen können in der Coronakrise Soforthilfen von 2000 Euro beantragen. Die Niedersächsische Sparkassenstiftung und die VGH-Stiftung haben dazu Sonderfonds eingerichtet. Zum Umfang der Fonds wurden keine Angaben gemacht. "Wir wollen erst einmal sehen, wie hoch der Bedarf ist", sagte die stellvertretende Geschäftsführerin beider Stiftungen, Martina Fragge. Zugleich blieben frühere Förderzusagen gültig, selbst wenn Projekte sich wegen der Corona-Pandemie verzögern oder gar nicht möglich sein sollten.

Bayern wiederum will Künstlern im Land monatlich mit 1000 Euro helfen. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder an. Während kulturellen Einrichtungen mit den bisherigen Maßnahmen bereits schon geholfen werde, gebe es zugegebenermaßen eine Gruppe, "die durch jedes Raster fällt", sagte der CSU-Politiker. Die rund 30.000 Künstler, die auch in der Künstlersozialkasse organisiert seien, würden daher nun unterstützt.

Mehr als 200.000 Corona-Infektionen in Spanien - Zahlen sinken

13.20 Uhr: Spanien hat am Montag insgesamt mehr als 200.000 Corona-Infektionen erfasst. Die Zahl der Neuinfektionen sinkt jedoch seit Tagen - sie lag zu Wochenbeginn bei rund 4200, wobei in den nächsten Tagen noch Nachmeldungen vom Wochenende dazukommen könnten, wie der Chef der Behörde für Gesundheitliche Notfälle (CCAES), Fernando Simón, mitteilte. Auch die Zahl der Todesfälle nimmt ab: In den vergangenen 24 Stunden seien 399 Opfer verzeichnet worden. "Heute ist die Zahl erstmals unter 400 gesunken, diese Daten machen uns Hoffnung", sagte Simón. Anfang April waren es zeitweise noch mehr als 900 Tote täglich.

CDU-Mittelstandsexperte für verkaufsoffene Sonntage

13.00 Uhr: Die Kanzlerin warnt vor "Öffnungsdiskussionsorgien" - und vielleicht hat sie dabei auch den Mittelstandsexperten ihrer Partei, Carsten Linnemann, gedacht. Obwohl Christdemokrat, hatte der in der "Rheinischen Post" nämlich gefordert, die vielen Christen wichtige Sonntagsruhe für den Einkauf zu lockern. "Wir müssen sofort das Sonntagsöffnungsverbot für Geschäfte lockern", sagte der Chef der Mittelstands- und Wirtschaftsunion der "Rheinischen Post ". Es sei nötig, einen zusätzlichen Tag zum Verkauf der Waren zu nutzen, "damit der Einzelhandel die Verluste ein Stück weit auffangen kann."

Auch die Deutsche Post bemüht sich derweil nach eigenen Angaben weiter um eine Sonntagszustellung von Paketen. Der für das Bundesgebiet zuständige Betriebschef der Deutschen Post DHL, Thomas Schneider, sagte der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung": "Es wäre hilfreich, wenn wir einen weiteren Tag bekommen könnten, um in der aktuellen Situation der Flut der Pakete Herr zu werden."

Reduzierte Mehrwertsteuer für Kneipiers?

12.35 Uhr: Cafés, Bars und Restaurants sind von den Corona-Verboten besonders hart betroffen, rund 70.000 stehen dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband zufolge vor der Insolvenz. Die CSU brachte deshalb eine Senkung der Mehrwertsteuer für Gastronomen ins Spiel: "Die sieben Prozent müssen jetzt kommen in der Koalition", sagte Generalsekretär Markus Blume der "Bild am Sonntag". So könnten die Betriebe entlastet werden. Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) ist dafür.

Doch der Vorschlag wird vom Koalitionspartner SPD zurückhaltend aufgenommen. Bundestagsfraktionschef Rolf Mützenich sagte der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin": "Das wird erst mal nicht der entscheidende Schlüssel sein." Der SPD-Vorsitzende Norbert Walter-Borjans sagte dem Sender Bayern 2: "Eine befristete Absenkung der Mehrwertsteuer ist eine Variante." Gastgewerbe und Gastronomie gehörten mit Sicherheit zu den Branchen, die Hilfe benötigten, doch über den genauen Weg gebe es noch Diskussionen. "Es geht darum, dass man nicht mit der Gießkanne versucht, die Wirtschaft jetzt anzukurbeln", sagte Walter-Borjans. Vielmehr müssten Mittel nun punktuell richtig eingesetzt werden.

Servicekraft vor einem indischen Restaurant in Berlin: Nur Mitnahme

Servicekraft vor einem indischen Restaurant in Berlin: Nur Mitnahme

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Sean Gallup/ Getty Images

Auch aus der CDU gibt es zurückhaltende Stimmen. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther sagte der ARD: "Wir sollten nicht zu viel in diesen Zeiten versprechen." Es gehe um aktuelle Hilfen, nicht um Erleichterungen in ferner Zukunft.

Kleiner Trost: Immerhin das für viele in der Krise wichtige Abholgeschäft unterliegt bereits dem ermäßigten Steuersatz von sieben Prozent.

Abstand halten!

12.15 Uhr: In Sachsen gilt beim Einkaufen sowie in Bussen und Bahnen seit Montag eine Maskenpflicht. Tausende Dresdner haben deshalb am Morgen für eine kostenlose Schutzmaske Schlange gestanden. Über mehrere Hundert Meter standen die Bürger am Dresdner Rathaus, wo nach Angaben der Stadt rund 20.000 Mund-Nase-Bedeckungen aus Stoff in den Farben Schwarz oder Weiß verteilt wurden.

Pro Person eine Maske - Ausgabe am Rathaus in Dresden

Pro Person eine Maske - Ausgabe am Rathaus in Dresden

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MATTHIAS RIETSCHEL/ REUTERS

Pro Person wurde eine Maske ausgegeben - eine weitere durfte für Familienmitglieder mitgenommen werden. Insgesamt hat Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) rund 200.000 Masken geordert, die in den nächsten Tagen dezentral an Einwohner der Stadt verteilt werden sollen. Der Mund- und Nasenschutz stammt aus der Produktion von Dresdner Firmen.

Offen ist, ob es in anderen Bundesländern ebenfalls zu langen Schlangen bei der Verteilung kommt, wo das oberste Gebot im Kampf gegen das Virus doch lautet: Abstand halten. Nach Sachsen haben bislang auch Mecklenburg-Vorpommern und Bayern angekündigt, solch eine Maskenpflicht einführen zu wollen.

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Audio-Update am Mittag

12.00 Uhr: Hören Sie hier den Nachrichtenüberblick zu den wichtigsten Corona-Entwicklungen am Mittag:

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Fast zehn Millionen Franzosen in Kurzarbeit

11.55 Uhr: Arbeitsministerin Muriel Pénicaud sagte dem Sender RTL, das sei eine "bisher noch nie dagewesene" Situation: In der Coronakrise sind fast zehn Millionen Franzosen auf Kurzarbeit angewiesen. Fast jeder zweite Arbeitnehmer in der Privatwirtschaft sei betroffen. Insgesamt bezifferte Pénicaud die Zahl der Kurzarbeiter aktuell auf 9,6 Millionen. Wenn die Ausgangssperre am 11. Mai wie geplant ende, werde die wirtschaftliche Aktivität schrittweise wieder hochgefahren, sagte sie weiter. Auch dann sei aber noch staatliche Unterstützung für die Betriebe nötig, denn ansonsten drohten "Katastrophen". Genauere Angaben zur Exitstrategie will Paris nach Angaben einer Regierungssprecherin bis Ende April machen.

Norwegen öffnet Kitas wieder

11.50 Uhr: Anders als beim schwedischen Nachbar, dessen Sonderweg in der Coronakrise nun zu einer hohen Todesrate führt, setzte Norwegen konsequent auf Abschottung und strenge Quarantäneregeln. Bereits vor 14 Tagen meldete das Land, man habe die Ausbreitung des Virus unter Kontrolle. Deshalb haben hier seit heute nun auch die Kitas wieder geöffnet. Für die Einrichtungen, die einen Monat geschlossen waren, gelten aber strenge Auflagen: Kinder unter drei Jahren werden zunächst nur in Kleingruppen von bis zu drei Kindern betreut. Kinder zwischen drei und sechs Jahren in Gruppen von bis zu sechs Kindern. "In die Kita zu gehen, ist sicher", sagte Bildungsministerin Guri Melby. Einigen Eltern geht die Wiedereröffnung aber zu schnell. Laut einer Umfrage, die der öffentlich-rechtliche Rundfunksender NRK am Wochenende veröffentlichte, wollten 24 Prozent der Eltern ihre Kinder nicht in die Kita schicken. Die Grundschulen sollen erst in einer Woche öffnen.

Kommt der Samstagsunterricht zurück?

11.25 Uhr: Es gibt bereits viele Vorschläge, wie das Schuljahr noch gerettet werden kann. Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien hat nun eine Idee ins Spiel gebracht, die viele Ältere noch kennen dürften: Unterricht auch am Samstag.

Maskenpflicht in Luxemburg

11.20 Uhr: Wer im Supermarkt einkaufen oder mit Bussen, Tram oder Zügen fahren will, muss in Luxemburg von heute an eine Mund-Nasen-Schutzmaske tragen. Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel versprach, dass jeder Bürger bis zu fünf Masken bekommen soll, die von den Gemeinden ausgegeben werden. Alternativ sind auch Schals, Tücher oder selbst angefertigte Masken als Schutz zulässig.

Union debattiert über höheres Kurzarbeitergeld - SPD-Minister dafür

11.00 Uhr: Der haushaltspolitische Fraktionssprecher der Union, Eckhardt Rehberg, hat vor einer Anhebung des Kurzarbeitergelds von 60 auf 80 Prozent gewarnt. "Wer soll das bezahlen?", fragte der CDU-Politiker in der "Passauer Neuen Presse ". Er sehe die Pläne kritisch: "Bundesarbeitsminister Heil und Bundesfinanzminister Scholz sollten sich daran erinnern, dass der Spielraum der normalen Schuldenbremse von 0,35 Prozent der Wirtschaftsleistung ausgereizt ist." Alles, was darüber hinausgehe, müsse mit einem Tilgungsplan unterlegt werden.

Zuletzt hatte es aber auch innerhalb der Union Forderungen nach Verbesserungen beim Kurzarbeitergeld  in der Coronakrise gegeben. Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), Christian Bäumler, sagte dem "Handelsblatt": Arbeitnehmern, die nicht durch Tarifvertrag abgesichert seien, drohe bei Kurzarbeit der soziale Absturz: "Die Folge wäre eine wirtschaftliche Abwärtsspirale." Er befürworte daher eine auf sechs Monate befristete Anhebung des Kurzarbeitergelds auf 80 Prozent des Nettoeinkommens. "Zusätzlich sollte ein Mindestkurzarbeitergeld in Höhe von 1200 Euro eingeführt werden, um Geringverdiener gezielt zu unterstützen."

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hatte sich für eine Anhebung des Kurzarbeitergelds ausgesprochen. Eine Aufstockung von 60 auf 80 Prozent der Nettoeinbußen (87 Prozent bei Arbeitnehmern mit Kindern) für die drei Monate Mai, Juni und Juli halte er für plausibel, sagte der SPD-Politiker gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart dagegen lehnt eine generelle Erhöhung ab. Der "Rheinischen Post" sagte der FDP-Politiker, dass der monatliche Verdienstausfall für Arbeitnehmer sehr unterschiedlich sei. Vielfach würden Unternehmen das Kurzarbeitergeld zu günstigen steuerlichen Konditionen aufstocken. "Deswegen müssen wir differenziertere Möglichkeiten in Betracht ziehen, um besonders belasteten Arbeitnehmern wirksam helfen zu können."

Bayern führt Maskenpflicht in Geschäften und im Nahverkehr ein

10.35 Uhr: Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern preschten vor, Bayern zieht nach - und führt eine Maskenpflicht in allen Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr ein. Von kommender Woche an müssten dort an entsprechenden Orten Mund-Nasen-Schutz oder auch Schals verpflichtend getragen werden, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in einer Regierungserklärung im Landtag.

Markus Söder: Maskenpflicht ab 27. April

Markus Söder: Maskenpflicht ab 27. April

Foto: Peter Kneffel/ picture alliance/ dpa

Söder sprach von einem verhalten positiven Zwischenfazit, das er zu den bisherigen Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus ziehe. Dennoch dürfe es keine Ungeduld geben - "die Entwicklung ist zerbrechlich". Es werde "nicht so schnell ein normales Leben geben".

Singapur meldet Rekordanstieg an Corona-Infektionen

10.28 Uhr: Singapur gilt als Vorbild bei der Eindämmung der Coronavirus-Pandemie, mit einem engmaschigen Kontrollnetz und Handyortung versuchen die Behörden dort die Ausbreitung des Virus in den Griff zu bekommen. Dennoch hat die frühere britische Kronkolonie mit 1426 neuen Fällen nun einen Rekordanstieg an Infektionen an einem Tag gemeldet. Die meisten Infektionen seien erneut bei Gastarbeitern aufgetreten, die in Wohnheimen lebten, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl der Infektionsfälle in dem südostasiatischen Stadtstaat sei damit auf 8014 gestiegen.

Luftfahrtbranche erwägt Maskenpflicht für Passagiere

10.15 Uhr: Vom Boarding bis zum Verlassen des Flugzeugs: Flugpassagiere könnten künftig zum Tragen von Schutzmasken verpflichtet werden. Ein entsprechender Vorschlag zum Wiederanlaufen des Flugbetriebs findet sich in einem Konzeptpapier der deutschen Luftfahrtbranche. Das 20-Punkte-Programm sieht zudem an den Flughäfen zahlreiche Maßnahmen vor, um das Corona-bedingte Abstandsgebot einhalten zu können. Dazu gehören unter anderem luftigere Warteschlangen und -bereiche, der Einsatz von mehr Passagierbussen und zeitlich gestreckte Prozesse etwa beim Einsteigen und der Gepäckabfertigung. An den Abflughäfen könnten zudem gezielt Passagiere auf Fieber überprüft werden. Grundsätzlich müssten die Fluggäste bereits beim Einchecken erklären, dass sie keine ansteckenden Krankheiten hätten. Easyjet-Chef Johan Lundgren will sogar noch weiter gehen: In Dreierreihen, so schlug er vor, sollten die Mittelsitze frei und somit zahlreiche Plätze ungenutzt bleiben.

Leere am Flughafen Köln-Bonn: Abstand, Abstand, Abstand zum Neustart

Leere am Flughafen Köln-Bonn: Abstand, Abstand, Abstand zum Neustart

Foto:

Christopher Neundorf/Kirchner-Media/ imago images/Kirchner-Media

Kanzlerin warnt vor Rückfallrisiko

10.00 Uhr: Kanzlerin Angela Merkel hat die Diskussionen über weitergehende Lockerungen der Beschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus scharf kritisiert. In einer Schaltkonferenz des CDU-Präsidiums machte sie deutlich, wie unzufrieden sie sei, dass die Botschaft vorsichtiger Lockerungen in einigen Ländern zu großen Öffnungsdebatten geführt habe, sagte die Christdemokratin nach Informationen des SPIEGEL und der Nachrichtenagentur dpa.

Dies erhöhe das Risiko eines Rückfalls sehr stark. Merkel, so berichtete die dpa unter Berufung auf Teilnehmerkreise, sprach von "Öffnungsdiskussionsorgien" - und mache sich größte Sorgen, dass sich die gute Entwicklung bei den Corona-Infektionen wieder umkehre, weil sich zu wenige Menschen an die Kontaktbeschränkungen halten würden. Die Diskussion über Lockerungen sei nicht hilfreich.

Merkel warnt vor "Öffnungsdiskussionsorgien" - höheres Rückfallrisiko

Merkel warnt vor "Öffnungsdiskussionsorgien" - höheres Rückfallrisiko

Foto: M. Popow/ imago images/Metodi Popow

Die Kanzlerin verwies den Angaben zufolge auf die am 30. April geplanten nächsten Verhandlungen von Bund und Ländern über das weitere Vorgehen. Wichtiger sei allerdings noch, wie es eine Woche später aussehe. Erst am 8. oder 9. Mai werde man einen Überblick darüber haben, wie man in der Wirtschaft vorankomme und wie es in den Schulen aussehe. Merkel habe klargemacht, dass sie darauf setze, dass sich alle an die bestehenden Kontaktregeln hielten. Sie sei da aber skeptisch.

Bund und Länder hatten sich nach fast vier Wochen Zwangspause vergangene Woche darauf geeinigt, dass von diesem Montag an kleine und mittlere Geschäfte bis zu einer Fläche von 800 Quadratmetern wieder öffnen dürfen. Die Details hängen von Branche und Bundesland ab. In den ersten Ländern sollte für die Abschlussklassen die Schule wieder losgehen. Die strikten Kontakt- und Abstandsregeln sollen allerdings mindestens bis zum 3. Mai weiter gelten.

Linkenchefin Kipping warnt vor schneller Kita-Öffnung

09.30 Uhr: Bund und Länder wollen darüber beraten, wie Kindergärten und Kitas womöglich wieder geöffnet werden können. Vor dem Start der Beratungen hat die Parteichefin der Linken, Katja Kipping, jedoch vor vorschnellen Lockerungen gewarnt. Sie schlug im ZDF-"Morgenmagazin" vor, die Betreuung kleinerer Kinder "vielleicht erst mal im privaten Rahmen zu organisieren", anstatt rasch zu einer Normalbetreuung in den Kitas zurückzukehren. Zudem müsse über "materielle Hilfen" für betroffene Eltern nachgedacht werden. Sie warnte vor den Risiken einer raschen Kitaöffnung: Jeder müsse sich der "Gefahr bewusst sein", dass ein infiziertes Kind das Virus an alle anderen weitergeben könne. Sie selbst habe ihre Tochter "angewiesen, alles nur noch mit Plastiküberzug anzufassen". Es sei aber auch für Achtjährige schwer, den Mindestabstand einzuhalten. Für Kleinkinder sei das unmöglich. Deswegen halte sie "nichts von einem Wettlauf über die schnellsten Lockerungen".

Katja Kipping: Ende März mit Schal als Mundschutz im Bundestag: Betreuung kleinerer Kinder "vielleicht erstmal im privaten Rahmen"

Katja Kipping: Ende März mit Schal als Mundschutz im Bundestag: Betreuung kleinerer Kinder "vielleicht erstmal im privaten Rahmen"

Foto: Michael Kappeler/ dpa

Bund und Länder hatten bei ihrem Spitzengespräch am Mittwoch vereinbart, dass es vorerst keinen Normalbetrieb in den Kitas geben soll. Den Beschlüssen zufolge kann nun aber die angebotene Notbetreuung "für zusätzliche Berufs- und Bedarfsgruppen" ausgeweitet werden. Ein bundeseinheitliches Vorgehen gibt es dabei bislang nicht. Eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe soll "Leitlinien und Empfehlungen zur schrittweisen Wiedereröffnung" erarbeiten. Dies hatten Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) und ihre Länderkollegen am Freitag vereinbart. Das Konzept soll sich auf die Zeit nach dem 4. Mai richten

Bund zahlt Behandlung von Corona-Patienten aus EU-Ländern

09.00 Uhr: Gesundheitsminister Jens Spahn hat angekündigt, dass die Bundesrepublik die Kosten für die Behandlung schwer kranker Corona-Patienten aus EU-Partnerstaaten in deutschen Krankenhäusern übernimmt. Damit demonstriere Deutschland "unser Verständnis von europäischer Solidarität", sagte der CDU-Politiker vor der Sitzung des sogenannten Corona-Kabinetts, das dazu einen Beschluss fassen soll. Spahns Ministerium bezifferte die erwarteten Kosten auf 20 Millionen Euro.

"Deutschlands Krankenhäuser versorgen auf ihren Intensivstationen bereits mehr als 200 schwer kranke Corona-Patienten aus europäischen Partnerländern", erklärte der Minister. "Die Bereitschaft und die Kapazität, bei Bedarf weitere aufzunehmen, sind da." Nach Angaben von Spahns Ministerium liegen derzeit Anfragen für etwa 40 weitere Patienten vor.

UNHCR befürchtet zunehmende Gewalt gegen Frauen

08:48 Uhr: Das Uno-Flüchtlingshilfswerk UNHCR warnt angesichts der weltweiten Ausgangsbeschränkungen in der Coronakrise vor einer Zunahme häuslicher Gewalt gegen Frauen. Als Flüchtlingen, Vertriebenen oder Staatenlosen falle es ihnen schwerer, sich zu schützen, teilte die Organisation mit.

"Einige sind am Ende möglicherweise in ihren Unterkünften und Häusern mit ihren Peinigern eingesperrt, ohne die Möglichkeit zu haben, sich zu entfernen oder persönlich Hilfe zu suchen", sagte die stellvertretende Hochkommissarin Gillian Triggs.

Andere Frauen würden möglicherweise angesichts der sich verschlechternden wirtschaftlichen Umstände und mangels Ausweispapieren zu Prostitution oder Kinderheirat gezwungen. Weltweit sei das UNHCR deshalb in höchster Alarmbereitschaft.

"Am Ende möglicherweise in ihren Unterkünften und Häusern mit ihren Peinigern eingesperrt"

"Am Ende möglicherweise in ihren Unterkünften und Häusern mit ihren Peinigern eingesperrt"

Foto:

Antonio Molina Soler / EyeEm/ Getty Images/EyeEm

Bolsonaro demonstriert gegen Ausgangsbeschränkungen

08.20 Uhr: Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hält den weltweiten Kampf gegen die Corona-Pandemie für "Hysterie". Jetzt nahm der Staatschef an einer Demonstration gegen die verhängten Ausgangsbeschränkungen teil. "Ihr müsst für Eurer Land kämpfen", rief Bolsonaro am Sonntag den rund 600 Demonstranten zu, die sich vor dem Hauptquartier der Armee in der Hauptstadt Brasília versammelt hatten. Er kündigte an, dass er sich für die "Demokratie" und "Freiheit" in Brasilien einsetzen werde.

Bolsonaro hat die von Gouverneuren der brasilianischen Bundesstaaten verhängten und parlamentarischen Anführern unterstützten Ausgangsbeschränkungen wegen ihrer wirtschaftlichen Folgen wiederholt scharf kritisiert.

Bolsonaro mit anderen Demonstrationsteilnehmern in Brasília

Bolsonaro mit anderen Demonstrationsteilnehmern in Brasília

Foto: Andre Borges/ AP

Volkswagen fordert staatliche Kaufprämie

8.10 Uhr: VW drängt wegen der drohenden Nachfrageflaute in der Coronakrise auf eine neue staatliche Förderprämie. "In dieser Situation sollte eine Prämie breit angelegt sein und auch moderne Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor umfassen", forderte der bei Volkswagen für die Marke VW fürs Tagesgeschäft zuständige Manager Ralf Brandstätter im "Handelsblatt". "Die bisherige Förderung von Elektrofahrzeugen sollte fortgesetzt werden", sagte Brandstätter. Ein neues Fördermodell könnte sich an eingesparten Emissionen des klimaschädlichen Abgases Kohlendioxid (CO2) orientieren. "Wir gehen damit aus der Krise hinaus und hinein in die grüne Transformation."

Gewinneinbruch bei Philips

07.46 Uhr: Der niederländische Medizintechnikkonzern Philips bekommt die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie deutlich zu spüren. Der Nettogewinn sank im Auftaktquartal 2020 von 162 Millionen Euro im Vorjahr auf 39 Millionen Euro, wie der Konkurrent von Siemens Healthineers am Montag mitteilte. Der Umsatz schrumpfte im Jahresvergleich auf vergleichbarer Basis, also ohne Währungseinflüsse sowie Zu- und Verkäufe, um 2 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro. Schwach entwickelte sich dabei das Geschäft in China - dort verzeichnete das Unternehmen einen zweistelligen Rückgang.

Boeing verliert weitere Bestellungen für Krisenflieger 737 Max

07.15 Uhr: Der angeschlagene US-Luftfahrtriese Boeing muss erneut eine Absage für eine Bestellung des Problemfliegers 737 Max hinnehmen. Die China Development Bank Financial Leasing Co. zog einen Auftrag über 29 Maschinen zurück, wie das chinesische Unternehmen mitteilte. Damit sinke die Zahl der noch offenen Bestellungen für den Boeing-Flieger 787 auf 70 Stück, hieß es weiter.

Der Airbus-Rivale verliert mit seinem nach zwei verheerenden Abstürzen mit Startverboten belegten Krisenjet 737 Max immer mehr Aufträge. Im ersten Quartal wurden unter dem Strich 314 Bestellungen für das Modell zurückgezogen. Die Coronavirus-Pandemie erschwerte die Lage für Boeing in den vergangenen Monaten noch zusätzlich.

Trump berichtet über Run auf Waffen in den USA

06.50 Uhr: Die Coronakrise hat nach Angaben von Donald Trump zu einer beispiellosen Nachfrage nach Schusswaffen unter Amerikanern geführt. "Menschen kaufen wegen dieses Seuchenanstiegs Waffen in einem Ausmaß, das man davor nicht gesehen hat", behauptete der US-Präsident bei seiner täglichen Pressekonferenz zur Coronakrise im Weißen Haus.

Trump nannte zwar keine Zahlen. US-Medien haben in den vergangenen Wochen aber über eine deutlich gestiegene Nachfrage nach Waffen berichtet. Der amerikanische Online-Munitionshändler Ammo.com meldete zwischen dem 23. Februar und Ende März ein Umsatzplus von 792 Prozent verglichen mit dem knapp 40-tägigen Zeitraum davor.

VW nimmt Produktion in Zwickau schrittweise wieder auf

06.30 Uhr: Volkswagen fährt in dieser Woche seine Fahrzeugproduktion teilweise wieder hoch. Im Zwickauer VW-Werk gibt es von Montag an entsprechende Vorbereitungen. "Wiederanlaufen wird das Band dann am Donnerstag", sagte ein Unternehmenssprecher. Zwickau sei das erste Fahrzeugwerk in Deutschland, das der Autohersteller schrittweise wieder in Betrieb nehme. Die 8000 Mitarbeiter am Standort Zwickau sollen schrittweise an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Bis 3. Mai sei aber der Großteil weiterhin in Kurzarbeit, hieß es.

In Sachsen nimmt von Donnerstag an auch das Motorenwerk in Chemnitz seine Arbeit wieder auf. In den Werken Wolfsburg, Emden, Dresden und Hannover soll es den Angaben zufolge am 27. April losgehen. Europaweit soll zuerst im slowakischen Bratislava losgelegt werden, wo die Bänder bereits am Montag wieder anlaufen sollen.

RKI: Zahl der Infektionen steigt um 1775 auf 141.672

06.15 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) bestätigt insgesamt 141.672 Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland, das ist ein Plus von 1775 zum Vortag. Weitere 110 Todesfälle wurden gemeldet, insgesamt sind damit bislang 4404 Menschen an dem Virus gestorben. Genesen sind laut Internetseite des RKI rund 91.500 Menschen, rund 3500 mehr als am Vortag.

Frankreich erlaubt wieder Besuche in Altenheimen - mit Einschränkungen

06.10 Uhr: In Frankreich sollen im Rahmen der Lockerungen der Coronavirus-Beschränkungen Besuche in Alten- und Pflegeheimen wieder erlaubt werden. Ab Montag gebe es wieder ein Besuchsrecht, allerdings mit Einschränkungen, hatte der französische Gesundheitsminister Olivier Véran am Sonntagabend mitgeteilt. Es dürften nicht mehr als zwei Angehörige gleichzeitig einen Bewohner in einer Senioren- oder sozialen Pflegeeinrichtung besuchen. Außerdem sei körperlicher Kontakt weiterhin verboten, erklärte Véran. Das Besuchsverbot galt seit Mitte März, ebenso wie die strengen Ausgangsbeschränkungen. Sie sollen noch bis zum 11. Mai dauern.

Bundeskartellamt prüft Beschwerden über Amazon

05.42 Uhr: Der Versandhändlers Amazon ist aufgrund von Beschwerden in den Fokus des Bundeskartellamts geraten: "Wir beobachten das Verhalten des Unternehmens weiter sehr eng", sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt gegenüber der Zeitung "Welt" . "Ausgelöst durch die Coronakrise erhalten wir derzeit vermehrt Beschwerden von Händlern", so der Behördenchef. Das habe das Amt zum Anlass genommen, Amazon zu einer Stellungnahme darüber aufzufordern, wie mit Lieferengpässen umgegangen werde und welche Lieferungen im Zweifel bevorzugt oder eben nachrangig behandelt würden. Der Konzern hatte im vergangenen Jahr auf Druck des Bundeskartellamts seinen Umgang mit Händlern geändert.  

Auch die EU-Kommission prüft bereits seit Monaten mögliche Kartellverstöße der Online-Plattform im Umgang mit Händlern. Die Pandemie habe den Weltmarktführer nun in Deutschland in eine neue Rolle gebracht, erklärte der Ökonom und Handelsexperte Gerrit Heinemann von der Hochschule Niederrhein der "Welt". "Auch wenn es vielen nicht gefällt und es Handelsexperten schon fast nicht auszusprechen wagen: Schon jetzt ist Amazon systemrelevant." Die Marktmacht des Konzerns sei in der Krise "auf ein besorgniserregendes Maß gestiegen", sagte Heinemann. Sie werde auch danach weiter zunehmen.

In den USA und in Frankreich kämpft Amazon aktuell mit dem Vorwurf mangelnder Hygienemaßnahmen während der Coronavirus-Krise. Der Konzern lässt seine Logistikzentren in Frankreich nach einem Gerichtsurteil zu Corona-Schutzmaßnahmen weiterhin geschlossen. Die Mitarbeiter würden sicher noch bis einschließlich Mittwoch zu Hause bleiben, teilte das Unternehmen in Frankreich am Sonntag mit.

2500 Menschen protestieren im US-Bundesstaat Washington gegen Ausgangsbeschränkungen

05.18 Uhr: In den USA werden die Proteste gegen die Beschränkungen des öffentlichen Lebens lauter. Schätzungsweise 2500 Menschen hatten sich nach Polizeiangaben am Sonntag in der Hauptstadt des Bundesstaats Washington versammelt, um gegen die Maßnahmen des demokratischen Gouverneurs Jay Inslee zur Eindämmung des Coronavirus zu demonstrieren. "Unternehmen werden durch die Einteilung, ob sie essenziell oder nicht-essenziell sind, willkürlich entweder zu Gewinnern oder Verlierern gemacht. Das ist ein Verstoß gegen die Staats- und Bundesverfassung", sagte Tyler Mille, Organisator der Demonstration und republikanischer Bezirksbeamter, der Nachrichtenagentur Reuters .

Am Wochenende hatte Trump in charakteristischen Großbuchstaben-Tweets zur "Befreiung" dreier Bundesstaaten - Minnesota, Michigan, Virginia - aufgerufen. Dort gab es Proteste gegen die Ausgangsbeschränkungen, die Trump offenbar anheizen wollte. Alle drei Staaten haben demokratische Gouverneure. "Es gibt mir Trost, dass er auf meiner Seite ist", so Miller.

"Das sind großartige Menschen", hatte Trump am Sonntagabend (Ortszeit) bei seiner täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus mit Blick auf die Demonstranten gesagt. "Sie haben Lagerkoller." Diese Menschen wollten "ihr Leben zurück". Er fügte lobend hinzu: "Ich habe noch nie so viele amerikanische Flaggen bei Protesten gesehen." 

"Kommentare in den Nachrichten von einigen republikanischen Regierungsbeamten, die eine 'offene Rebellion' fordern, und behaupten, es sei ein 'Staatskomplott' und andere radikale Äußerungen sind unverantwortlich und könnten unnötig dazu führen, dass mehr Menschen krank werden", entgegnete Inslee.

Die Kundgebung war bislang einer der größten Proteste in den US-Bundesstaaten gegen die Ausgangsbeschränkungen. In Olympia verstopften hupende Autos die Straßen, Hunderte Menschen versammelten sich auf den Stufen des Kapitols. Die Teilnehmer trotzten damit dem Versammlungsverbot für mehr als 50 Personen. Viele der Teilnehmer trugen trotz der Aufforderung der Organisatoren keinen Gesichtsschutz.

Eine Person schwenkt eine US-amerikanische Flagge während der Proteste vor dem Kapitol in Olympia

Eine Person schwenkt eine US-amerikanische Flagge während der Proteste vor dem Kapitol in Olympia

Foto: LINDSEY WASSON/ REUTERS

16 Neuinfektionen in China, keine Todesfälle

04.45 Uhr: Nach Angaben der Gesundheitsbehörde sind in China binnen 24 Stunden zwölf neue Coronavirus-Infektionen, aber keine Todesfälle aufgetreten. Von den bestätigten Fällen seien acht auf zurückreisende chinesische Staatsbürger zurückzuführen, die aus dem Ausland in ihre Heimat zurückgekommen seien. Vier Fälle seien lokal aufgetreten, drei davon in der nordöstlichen Grenzprovinz zu Russland, Heilongjiang, sowie ein Fall in der Mongolei.

Das chinesische Festland verzeichnet nach offiziellen Angaben zum 19. April insgesamt 82.747 Fälle und 4632 Todesfälle. An den Zahlen aus China halten sich allerdings Zweifel, unter anderem hatte das Land seine Zählweise mehrfach geändert. Die Johns-Hopkins-Universität gibt die Werte mit 83.805 (4636) an.

Trump schiebt Verantwortung für Tests den US-Bundesstaaten zu

04.30 Uhr: In den USA dürften bald 800.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert sein. Präsident Donald Trump zettelt derweil Kleinkriege an. Seine jüngste Ankündigung setzt die Gouverneure der Bundesstaaten unter Druck. Lesen Sie hier mehr dazu.

US-Präsident Donald Trump vergleicht ein Teststäbchen zur Erkennung von Covid-19 mit einem Wattestäbchen

US-Präsident Donald Trump vergleicht ein Teststäbchen zur Erkennung von Covid-19 mit einem Wattestäbchen

Foto: ALEXANDER DRAGO/ REUTERS

Mehr als 100.000 bestätigte Coronavirus-Infektionen in Lateinamerika

03.35 Uhr: In Lateinamerika hat die Zahl der verzeichneten Coronavirus-Infektionen die Schwelle von 100.000 Fällen überschritten. Wie aus einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP hervorgeht, wurden bis Sonntag in den lateinamerikanischen Ländern insgesamt 100.952 Infektionen registriert. Die Zahl der dort verzeichneten Todesfälle stieg auf 4924. Die AFP-Zählung beruht auf Angaben der Behörden.

Brasilien ist das von der Pandemie am stärksten betroffene Land in Lateinamerika. Im bevölkerungsreichsten lateinamerikanischen Staat wurden 38.654 Ansteckungsfälle und 2462 Todesopfer verzeichnet. Dort nehmen die Spannungen zu: In der Hauptstadt Brasília hatten Anhänger von Präsident Jair Bolsonaro am Sonntag gegen die Ausgangsbeschränkungen in einigen Provinzen des Landes protestiert.

An zweiter Stelle liegt Peru mit 15.628 Fällen und 400 Toten, gefolgt von Chile (10.088 Fälle, 133 Tote), Ecuador (9468 Fälle, 474 Tote) und Mexiko (7497 Fälle, 650 Tote).

Was die Corona-Statistik verrät – und was nicht

Die offiziell gemeldete Zahl der Infizierten bezieht sich ausschließlich auf mit Labortests nachgewiesene Infektionen. Wie viele Menschen sich tatsächlich täglich neu infizieren und bislang infiziert waren, ohne positiv getestet worden zu sein, ist unklar. Antikörperstudien zeigen, dass es eine erhebliche Dunkelziffer an unentdeckten Infektionen gibt.

Die offizielle Zahl der Toten beschreibt, wie viele Menschen mit dem Virus gestorben sind. In wie vielen Fällen die Infektion ursächlich für den Tod war, lässt sich daraus nicht unmittelbar ablesen. Obduktionsstudien zeigen aber, dass bei den meisten Toten die Covid-19-Erkrankung auch die Todesursache war.

Mehr Informationen dazu, was im Umgang mit Corona-Daten zu beachten ist und welche Quellen der SPIEGEL nutzt, lesen Sie hier.

Medien: Rund ein Viertel aller erwerbstätigen Alleinerziehenden arbeitetet in systemrelevanten Berufen

03.04 Uhr: Mehr als 450.000 Alleinerziehende in Deutschland sind laut einem Zeitungsbericht in sogenannten systemrelevanten Bereichen tätig - also Sektoren, die auch in Krisenzeiten wie der derzeitigen Corona-Pandemie unbedingt aufrechterhalten werden müssen. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung"  ("NOZ") in ihrer Montagausgabe unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamts. Die Zahlen waren zuvor von der Links-Fraktion angefragt worden.

Insgesamt sind nach den Angaben des Statistischen Bundesamts hierzulande rund 1,78 Millionen Alleinerziehende erwerbstätig, darunter fast 1,5 Millionen Mütter, wie die "NOZ" weiter berichtet. Allein im Gesundheitswesen seien 179.000 Alleinerziehende tätig, 117.000 arbeiteten demnach in der öffentlichen Verwaltung, 50.000 im Lebensmittel-Einzelhandel, 36.000 im Bereich der Finanzdienstleistungen und Versicherungen sowie 30.000 in der Lagerlogistik.

"Es ist gut, dass Alleinerziehenden und anderen Eltern, die in kritischen Infrastrukturen arbeiten, eine Notbetreuung zur Verfügung steht", sagte die Linkenabgeordnete Sabine Zimmermann der "NOZ". Doch es brauche für alle 1,8 Millionen berufstätigen Alleinerziehenden eine Lösung, "damit sie ohne finanzielle Einbußen die Betreuung ihrer Kinder sichern können".

Es braucht für alle 1,8 Millionen berufstätigen Alleinerziehenden eine Lösung (Symbolbild)

Es braucht für alle 1,8 Millionen berufstätigen Alleinerziehenden eine Lösung (Symbolbild)

Foto: Maskot/ Getty Images/Maskot

Ein Job in derartigen systemrelevanten Bereichen ist derzeit noch maßgeblich für den Zugang zur Kita-Notbetreuung während der Pandemie. Bund und Länder hatten sich am vergangenen Mittwoch bereits im Grundsatz auf eine Ausweitung der Notbetreuung verständigt. Viele Landesregierungen haben seitdem etwa angekündigt, weitere Berufsgruppen und Alleinerziehende einzubeziehen oder die Regeln so zu lockern, dass es reicht, wenn ein Elternteil in einem sogenannten systemrelevanten Beruf arbeitet.

Ab Montag will eine Arbeitsgruppe von Ländern, Bund und Experten Leitlinien erarbeiten, wie eine schrittweise Wiedereröffnung der Kitas aussehen kann. 

Yad Vashem zeigt Zeremonie zum Holocaust-Gedenktag online

02.38 Uhr: Die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem präsentiert die Auftaktzeremonie zum Holocaust-Gedenktag am Montag wegen der Coronakrise online. Die im Vorfeld aufgezeichnete Sendung wird ab 20 Uhr (19 Uhr MESZ) auf der Internetseite von Yad Vashem zu sehen sein, wie die Gedenkstätte im Vorfeld mitteilte . Der Holocaust-Gedenktag in Israel endet am Dienstagabend.

Die Veranstaltung mit dem Titel "Rettung durch Juden während des Holocaust: Solidarität in einer zerfallenden Welt" wird in fünf Sprachen (darunter auch deutsch) übersetzt. Ausgenommen sind davon nur die Reden von Präsident Reuven Rivlin und Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, wie es in der Mitteilung hieß. Im Gedenken an die sechs Millionen ermordeten Juden während des Holocausts werden sechs Überlebende je eine Fackel entzünden. Ihre Geschichten werden auch Teil der Zeremonie sein.

Anfang April hat die Bundesregierung beschlossen, die jährliche Unterstützung für Yad Vashem zu verlängern. Von 2022 bis 2031 will Deutschland weiterhin eine Million Euro pro Jahr zahlen. Diese Förderung läuft bereits seit 2012. Das Geld wird vor allem für die Digitalisierung von Dokumenten und für die pädagogische Arbeit eingesetzt. Ein Vertrag über die Fortsetzung der Finanzierung wird allerdings voraussichtlich erst nach Bildung einer neuen israelischen Regierung unterzeichnet werden.

Yad Vashem ("Denkmal und Name") in Jerusalem ist die größte Holocaust-Gedenkstätte der Welt. Sie wurde 1953 auf Beschluss des israelischen Parlaments gegründet.

Alle Artikel zum Coronavirus

Am 31. Dezember 2019 wandte sich China erstmals an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der Millionenstadt Wuhan häuften sich Fälle einer rätselhaften Lungenentzündung. Mittlerweile sind mehr als 180 Millionen Menschen weltweit nachweislich erkrankt, die Situation ändert sich von Tag zu Tag. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über alle SPIEGEL-Artikel zum Thema.

Günther hofft auf Neubelebung des Tourismus im Sommer

2.12 Uhr: Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) habe das touristische Sommergeschäft trotz Coronakrise "auf jeden Fall nicht abgeschrieben", hatte Günther in einem Interview der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin" von Sonntagabend gesagt.

Zwar ist laut Günther noch kein konkreter Fahrplan für die Wiedereröffnung touristischer Betriebe anvisiert. Doch habe sein Bundesland dafür eine Reihenfolge festgelegt. In einem ersten Schritt solle wieder der Aufenthalt in Zweitwohnungen möglich sein, die derzeit nicht betreten werden dürfen. Danach seien die privaten Vermietungen und dann die Hotels an der Reihe.

"Und in einem letzten Schritt wird es dann auch möglich sein, wieder Tagestouristen zuzulassen", sagte Günther. Zumindest in den ersten Phasen der Öffnung des Tourismus wird es nach seinen Worten aber Kontrollpunkte an den Stränden geben müssen, damit sich dort nicht zu viele Menschen gleichzeitig aufhalten.

Der Ministerpräsident setzt seine Hoffnungen auch darauf, dass in diesem Sommer die Bundesbürger wegen der Pandemie voraussichtlich in deutlich größerer Zahl ihre Ferien innerhalb Deutschlands verbringen werden als in früheren Jahren.

Post bemüht sich weiter um Sonntagszustellung von Paketen

01.00 Uhr: Die Deutsche Post will in der Coronakrise auch am Sonntag Pakete zustellen. "Es wäre hilfreich, wenn wir einen weiteren Tag bekommen könnten, um in der aktuellen Situation der Flut der Pakete Herr zu werden", sagt Thomas Schneider, der für das Bundesgebiet zuständige Betriebschef der Deutschen Post DHL, der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" . Um Versorgungsengpässe zu vermeiden, habe das Unternehmen in manchen Regionen bereits entsprechende Anträge bei den Behörden gestellt, so etwa in Berlin. Bislang sei man aber auf Ablehnung gestoßen. Nun erwäge die Post Anträge in weiteren Bundesländern.

Trump-Beraterin über Coronavirus-Ursprung: "Ich habe keinen Beweis dafür, dass es ein Unfall in einem Labor war"

00.40 Uhr: US-Präsident Trump unkt, das neuartige Coronavirus könne aus einem Labor in Wuhan stammen. Beweise dafür liegen der US-Regierung laut Ärztin Deborah Birx aber offenbar nicht vor. Lesen Sie hier mehr dazu.

Kretschmer: Lockerungen bedeuten mehr Infektionen

00.25 Uhr: Die Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen wird nach Einschätzung von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) dazu führen, dass sich mehr Menschen mit dem Virus infizieren. Die Lockerungen gingen "an die Grenze dessen, was vertretbar ist", sagte er am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Anne Will". "Wir werden auf jeden Fall eine Zunahme von Infektionen erleben." In drei Wochen werde man sehen, ob die Lockerungen zu weitgehend gewesen seien.

Sachsen geht bei den Lockerungen weiter als andere Länder und dehnt die Vereinbarung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder sehr weit. Bereits an diesem Montag werden dort nicht nur wie in anderen Ländern eine Reihe weiterer Geschäfte geöffnet, sondern unter strengen Regeln auch Gottesdienste zugelassen und bereits die ersten Abschlussklassen zurück in die Schulen geholt. Verbunden ist das aber mit Verschärfungen an anderer Stelle: Als erstes Bundesland führt Sachsen an diesem Montag eine Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Schutz beim Einkauf und im Nahverkehr ein. Bundesweit gilt sonst nur die dringende Empfehlung, dort solche Alltagsmasken zu tragen.

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Silverstone-Veranstalter offen für zweites Formel-1-Rennen auf der Strecke

00.15 Uhr: Die Veranstalter des Formel-1-Rennens im englischen Silverstone können sich die Austragung zweier aufeinanderfolgender Grand Prix in diesem Jahr auf ihrer Strecke vorstellen. Geschäftsführer Stuart Pringle hatte dem "Guardian"  am Sonntag gesagt, es hätten bereits Gespräche mit der Führung der Rennserie stattgefunden.

"Wir haben alle Arten der Umsetzung diskutiert, einschließlich der Ausrichtung von zwei Rennen an einem Wochenende und zwei Rennen an aufeinanderfolgenden Wochenenden", sagte Pringle: "Ich habe volles Vertrauen in unsere Fähigkeit, diese Veranstaltungen durchzuführen. Wir haben viel Erfahrung, viel Wissen, das können wir definitiv abrufen."

Der britische Grand Prix soll laut bisheriger Planungen am 19. Juli stattfinden. Aufgrund der Coronakrise sind bereits neun der geplanten 22 Saisonrennen abgesagt oder verschoben worden. Die Formel 1 plant derzeit, ihre Saison im Juli aufzunehmen, nach dem Rennen in Österreich könnten die zwei Rennen in Großbritannien stattfinden, sicher ist das aber noch nicht.

Tschechiens Präsident will Grenzen ein Jahr geschlossen halten

00.10 Uhr: Der tschechische Präsident Milos Zeman hat seinen Bürgern wegen der Coronavirus-Pandemie empfohlen, diesen Sommer die Schönheiten ihres eigenen Landes zu entdecken. Für Auslandsreisen sollten die Staatsgrenzen hingegen ein volles Jahr geschlossen bleiben, "damit keine neue Infektionswelle dadurch hervorgerufen wird, dass Reisende in Länder fahren, in denen die Epidemie noch nicht zu Ende ist", sagte das Staatsoberhaupt am Sonntag in einem Radiointerview.

Reisebüros und andere Tourismusunternehmen hatten zuvor gefordert, im Sommer wenigstens Reisen in die bei Tschechen besonders beliebten Urlaubsziele Slowakei und Kroatien zu erlauben, in denen es nur wenige Coronavirus-Infektionen gebe.

Tschechien hatte Mitte März zur Eindämmung des Coronavirus ein weitgehendes Ein- und Ausreiseverbot verhängt. Ausnahmen vom Ausreiseverbot gelten derzeit für Pendler, Lkw-Fahrer und in unabdingbaren Fällen zum Beispiel für medizinische Behandlungen. Das Land hat nach Angaben der Johns Hopkins University derzeit rund 6.700 Infizierte und 186 Todesfälle zu verzeichnen.

Spahn rechnet mit Abstands- und Hygieneregeln noch "über Monate"

00.05 Uhr: "Bis es einen Impfstoff gibt, werden wir miteinander und aufeinander aufpassen müssen": Gesundheitsminister Spahn erwartet, dass Abstandsgebote noch lange eingehalten werden müssen. Lesen Sie hier mehr dazu.

apr/bbr/kev/ngo/als/ptz/dpa/sid/Reuters/AFP
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