News-Update am Montag Trump verbietet Hamsterkäufe

Auch in den USA herrscht wegen der Coronakrise der Ausnahmezustand. Damit Supermärkte nicht von Hamsterkäufern geleert werden, erließ Präsident Donald Trump nun ein Dekret. Die wichtigsten Entwicklungen zum Coronavirus.
In Santa Clarita, Kalifornien stehen die Menschen vor den Supermärkten Schlange

In Santa Clarita, Kalifornien stehen die Menschen vor den Supermärkten Schlange

Foto: Marcio Jose Sanchez/ AP

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

Trump unterschreibt Dekret gegen Hamsterkäufe

22.52 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat in der Coronakrise ein Dekret unterzeichnet, das sogenannte Hamsterkäufe von lebenswichtigen Produkten unter Strafe stellt. Das teilte eine Sprecherin des Weißen Hauses mit.

"Wir werden nicht zulassen, dass diejenigen, die lebenswichtige Vorräte horten und die Preise aushöhlen, die Gesundheit Amerikas in dieser Stunde der Not gefährden", twitterte die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Stephanie Grisham.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Frankreich verschärft Ausgangsbeschränkungen

22.13 Uhr: Frankreich hat seine strengen Ausgangsbeschränkungen weiter verschärft. So würden etwa Straßenmärkte weitgehend geschlossen sowie Sport und Spaziergänge mit Kindern weiter eingeschränkt, kündigte Frankreichs Premierminister Édouard Philippe im französischen Fernsehen an. In Kleinstädten könne es Ausnahmen bei den Straßenmärkten geben. Die Ausgangsbeschränkungen könnten außerdem noch einige Wochen anhalten, die ursprüngliche Maßnahme würde in der kommenden Woche auslaufen.

"Ich ziehe meinen Hut vor den Franzosen, die die Anweisungen respektieren. Aber wir haben Menschen beobachtet, die das nicht tun", sagte Philippe. Künftig würden daher Spaziergänge mit Kindern und Sport vor der Tür auf maximal eine Stunde und einen Radius von einem Kilometer um das Wohnhaus begrenzt - und zwar einmal pro Tag. Es sei empfehlenswert, auf den Passierschein die entsprechende Uhrzeit zu vermerken, sagte er. Den Schein müssen Französinnen und Franzosen ausfüllen, wenn sie das Haus verlassen.

Die Polizei hatte bereits zuvor die Einhaltung der Regeln streng kontrolliert. Bis Montagabend waren die Zahlen in Frankreich wieder deutlich angestiegen, innerhalb von 24 Stunden stieg die Zahl der Toten um 186 auf 860. Die Zahl der Infektionen liegt bei 19.856, am Sonntag waren es noch 3000 weniger.

Versammlungsverbot in den Niederlanden bis Juni

21.12 Uhr: Die niederländische Regierung hat das wegen der Coronakrise verhängte Versammlungsverbot bis zum 1. Juni verlängert. Sollte das Verbot nicht eingehalten werden, werde eine Ausgangssperre verhängt, sagte Ministerpräsident Mark Rutte. "Ich hoffe, das ist nicht notwendig." Ursprünglich sollte das Verbot am 6. April enden.

Anfang des Monats hatte die niederländische Regierung nur Versammlungen von mehr als 100 Menschen verboten, inzwischen sind sämtliche Versammlungen untersagt. In den Läden und im öffentlichen Nahverkehr müssen nun außerdem Maßnahmen ergriffen werden, um den Mindestabstand von eineinhalb Metern zwischen den Menschen zu gewährleisten.

Die niederländische Regierung hatte zuletzt bereits die Schließung von Schulen, Bars, Restaurants, Fitnessstudios, Coffeeshops und Sexclubs angeordnet. Die Behörden meldeten am Montag 34 weitere Todesfälle durch Covid-19 und 545 Neuinfektionen. Damit gingen die Zahlen leicht zurück. Insgesamt infizierten sich in den Niederlanden bislang nach offiziellen Angaben 4749 Menschen mit dem Virus, 213 Menschen starben daran

Ausgangssperre in Südafrika

21.03 Uhr: Wegen der Coronavirus-Krise hat Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa eine landesweite Ausgangssperre verkündet. Sie gelte ab Donnerstagnacht für 21 Tage, sagte Ramaphosa. Alle Südafrikaner müssten Zuhause bleiben und dürften dies nur verlassen, um etwa Lebensmittel einzukaufen oder medizinische Hilfe aufzusuchen.

Mitarbeiter im Gesundheitswesen, der Sicherheitsdienste sowie diejenigen, die in wichtigen Produktionsketten arbeiteten, seien davon jedoch ausgenommen. Abgesehen von Apotheken, Banken, Supermärkten und Tankstellen werden demnach alle Unternehmen und Läden geschlossen.

In dem Land mit rund 58 Millionen Einwohnern ist die offizielle Zahl der Infizierten in weniger als drei Wochen auf über 400 gestiegen. In Afrika haben mehr als 40 Länder insgesamt über 1000 Fälle bestätigt.

Alle Artikel zum Coronavirus

Am 31. Dezember 2019 wandte sich China erstmals an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der Millionenstadt Wuhan häuften sich Fälle einer rätselhaften Lungenentzündung. Mittlerweile sind mehr als 180 Millionen Menschen weltweit nachweislich erkrankt, die Situation ändert sich von Tag zu Tag. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über alle SPIEGEL-Artikel zum Thema.

Uefa verschiebt Endspiele der Champions League und Europa League

19.40 Uhr: Wegen der Coronavirus-Pandemie können auch die Endspiele der Champions League und der Europa League nicht wie geplant stattfinden. Wie die Europäische Fußball-Union (Uefa) am Montagabend bekanntgab, werden die ursprünglich für Mai angesetzten Finals verschoben. Eine Entscheidung bezüglich neuer Termine sei noch nicht getroffen worden, erklärte die Uefa weiter.

Das Champions-League-Finale sollte am 30. Mai in Istanbul stattfinden, das Endspiel der Europa League am 27. Mai im polnischen Danzig. Auch das Königsklassenfinale der Frauen am 24. Mai in Wien wurde bis auf Weiteres verschoben.

Etwa 600 Tote - Italien meldet erneut langsameren Anstieg der Opferzahlen

18.45 Uhr: In Italien hat sich der Anstieg der Totenzahlen den zweiten Tag in Folge etwas verlangsamt. Die Behörden meldeten am Montag rund 600 neue Corona-Tote im Land und damit einen etwas geringeren Anstieg als am Sonntag. Insgesamt stieg die Zahl der registrierten Todesopfer der Coronavirus-Pandemie auf knapp 6080, wie der Zivilschutz in Rom mitteilte. Auch bei der Gesamtzahl der Infizierten sei das Plus nicht mehr ganz so hoch.

Trotzdem wurden mehrere Tausend Neuinfizierte gezählt. Die Zahl der Fälle lag am Montag bei fast 64.000 Menschen, die positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden waren. Italien mit seinen 60 Millionen Einwohnern hat die meisten offiziell gemeldeten Toten in Folge des Coronavirus auf der Welt. Am Samstag war die Rekordzahl an Todesopfern für einen Tag mit 793 verzeichnet worden. Seit dem 10. März gilt in dem Land eine Ausgangssperre

Uno-Chef Guterres: "Beendet die Seuche namens Krieg"

17.50 Uhr: Uno-Generalsekretär António Guterres hat in der Corona-Pandemie einen weltweiten Stopp aller Kampfhandlungen gefordert. "Beendet die Seuche namens Krieg und bekämpft die Krankheit, die unsere Welt verwüstet", sagte Guterres. Überall müssten Konfliktparteien ihre Feindseligkeiten einstellen und ihr gegenseitiges Misstrauen überwinden. "Bringt die Waffen zum Schweigen, stoppt die Artillerie, beendet die Luftangriffe."

Die Uno-Vermittler für die Konflikte würden sich mit den Gegenspielern in den Krisenländern der Welt in Verbindung setzen, um Feuerpausen auszuhandeln. Guterres sagte, er habe auch eine Botschaft an die Anführer der Industrienationen der G20 geschrieben. Wenn die Kriege auf der Welt, die viele Kapazitäten in den einzelnen Ländern binden würden, nicht aufhörten, könne sich das nur negativ auf die Verbreitung des Virus auswirken.

EU-Länder einigen sich auf Aussetzung der Schuldenregeln

17.35 Uhr: Im Kampf gegen die Coronavirus-Krise werden erstmals die europäischen Schulden- und Defizitregeln vorübergehend ausgesetzt. Die EU-Wirtschafts- und Finanzminister billigten den Vorschlag der EU-Kommission, die sogenannte Allgemeine Ausweichklausel des Stabilitäts- und Wachstumspakts zu ziehen. Dies soll den EU-Staaten vorübergehend freie Hand für Hilfspakete für Unternehmen und Arbeitnehmer geben.

In Erwartung eines "schwerwiegenden Konjunkturabschwungs" wegen der Pandemie hatte die Kommission die Aktivierung der Klausel am Freitag vorgeschlagen. So sollen Mitgliedstaaten alle "für eine angemessene Bewältigung der Krise erforderlichen Maßnahmen" ergreifen können, ohne gegen den Stabilitäts- und Wachstumspakt zu verstoßen, wie die Behörde dazu erklärte.

Der Pakt von 1997 legt fest, dass das Haushaltsdefizit höchstens drei Prozent und der Schuldenstand höchstens 60 Prozent der Wirtschaftskraft eines Landes betragen dürfen. Die "allgemeine Ausgleichsklausel" wurde 2011 nach der Wirtschafts- und Finanzkrise eingefügt, um in akuten Krisensituationen mehr Handlungsspielräume zu erlauben. Sie soll nun erstmals angewendet werden. Die Einigung der EU-Wirtschafts- und Finanzminister muss nun noch formal in einem schriftlichen Verfahren der 27 EU-Staaten bestätigt werden.

120.000 Deutsche mit Sonderflügen zurückgekehrt - Zehntausende warten noch

17.25 Uhr: Die Bundesregierung hat gemeinsam mit Reiseveranstaltern und der Lufthansa inzwischen rund 120.000 wegen der Coronakrise im Ausland gestrandete Deutsche zurückgeholt. "Wir haben den Rückfluss aus den Haupturlaubsgebieten weitestgehend abgeschlossen und widmen uns jetzt ganz besonders Ländern auch in weiterer Entfernung", sagte Außenminister Heiko Maas nach einer Videoschalte mit seinen EU-Amtskollegen. Es sei davon auszugehen, dass es bei der Aktion um mehr als 200.000 Deutsche im Ausland gehe.

Zahlreiche Länder haben wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus Grenzen dicht gemacht und Flugverbindungen gekappt. Maas (SPD) hatte deswegen vergangenen Dienstag angekündigt, Deutsche aus den Ländern zurückzuholen, aus denen es keine regulären Flüge mehr gibt. Dafür hat das Auswärtige Amt Maschinen gechartert, die bisher 40 Flüge absolviert haben. Zusätzlich bringen die Reiseveranstalter und die Lufthansa auf eigene Faust Urlauber mit Sonderflügen zurück.

Unter www.rueckholprogramm.de  können sich festsitzende Deutsche für die Rückholaktion registrieren lassen. Das Auswärtige Amt rechnet damit, dass pro Tag 10.000 Deutsche nach Deutschland zurückgeholt werden können. Maas betonte, dass auch EU-Bürger anderer Staaten mitgenommen würden, falls es noch freie Plätze gebe.

Erster Corona-Test bei Merkel negativ

16.35 Uhr: Beim ersten Test von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf das neuartige Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden. "Das Testergebnis des heutigen Tests ist negativ", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. "Weitere Tests werden in den nächsten Tagen durchgeführt."

H&M und Prada wollen Schutzkleidung für Krankenhäuser herstellen

16.30 Uhr: Der schwedische Textilkonzern H&M will Teile seiner Produktion auf die Herstellung von Schutzbekleidung für Krankenhäuser umstellen. Die Lieferkette des Unternehmens solle "schnellstmöglich" darauf ausgerichtet werden, "um dabei zu unterstützen, die weitreichenden Effekte der Covid-19-Pandemie anzugehen", hieß es in einer Mitteilung des Konzerns.

CEO Helena Helmersson habe Kontakt zur EU aufgenommen, um einen Überblick über den aktuellen Bedarf zu gewinnen. Die Produktion von Schutzbekleidung sei "mit sofortiger Wirkung" eingeleitet worden. Eine Sprecherin des Unternehmens teilte auf SPIEGEL-Anfrage mit, man werde die Länder beliefern, in denen die EU den größten Bedarf sehe - "und zwar sowohl innerhalb als auch außerhalb der EU". Nähere Angaben machte die Sprecherin nicht. In Europa sind gemessen an den Infektionen bislang Italien, Spanien und Deutschland am stärksten betroffen.

Der Dialog mit der EU habe ergeben, dass bei Schutzmasken der größte Bedarf bestehe, aber auch anderweitige Schutzausrüstung wie Kittel und Handschuhe würden gebraucht. "Wir arbeiten intensiv daran auszuwerten, was unsere Lieferkette leisten kann", sagte die Sprecherin. Wo und wann die Produktion stattfinden soll, sei noch unklar. Aber: "China wird voraussichtlich eines der Länder sein."

Der Textilkonzern hat zudem bereits finanzielle Konsequenzen aus der Pandemie gezogen und will die Dividendenzahlung für 2019 aussetzen. Aufgrund der Coronakrise seien derzeit 3441 der konzernweit 5062 Läden vorübergehend geschlossen, darunter alle Geschäfte in den größten Märkten wie Deutschland und den USA.

Auch die italienischen Konzerne FCA und Prada wollen künftig Schutzartikel herstellen. Fiat Chrysler Automobiles (FCA) werde eine seiner Fabriken zur Herstellung von Atemschutzmasken umbauen, kündigte der Vorstandsvorsitzende Mike Manley laut Nachrichtenagentur dpa in einem Brief an seine Mitarbeiter an. Die Produkte sollen an medizinisches Personal gespendet werden. Ziel sei es, mehr als eine Million Gesichtsmasken pro Monat zu produzieren. FCA und Ferrari unterstützen zudem das Medizinunternehmen Siare Engineering (Valsamoggia) bei der Produktion von Beatmungsgeräten.

Der Mailänder Modekonzern Prada begann im Auftrag der Region Toskana mit der Produktion von 80.000 Arztkitteln und 110.000 Masken, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete.

Europäische Wettbewerbshüter lockern Kartellregeln bei knappen Waren

16.15 Uhr: Zur Vermeidung von Lieferengpässen wegen der Corona-Pandemie haben die europäischen Wettbewerbshüter den Unternehmen grünes Licht gegeben, sich bei der Verteilung knapper Waren abzusprechen. Dies soll den Firmen die Sorge nehmen, Kartellregeln zu brechen. Die Wettbewerbshüter warnten die Betriebe jedoch vor Preistreiberei.

Die Entscheidung des Europäischen Wettsbewerbsnetzwerks (ECN), dem die EU-Kommission und die 27 nationalen Kartellbehörden angehören, folgte einem ähnlichen Beschluss Großbritanniens. Dort waren die Wettbewerbsregeln gelockert worden, um Supermärkten die Zusammenarbeit und sogar die Rationierung knapper Waren zu ermöglichen. Auch die Kartellbehörden in Deutschland und Griechenland gestatten bereits Ausnahmen wegen der Epidemie.

Weniger Verkehr: ADAC beklagt Raserei auf leeren Straßen

16.10 Uhr: Dem ADAC zufolge hat die Verkehrsberuhigung durch Maßnahmen gegen das Coronavirus unerwünschte Nebenwirkungen: "Offensichtlich wird die ruhige Verkehrslage teilweise für Raserei missbraucht - das ist nicht hinnehmbar und in keiner Weise nachvollziehbar", sagte ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Ich kann nur an den Verstand der Menschen appellieren, keine unnötigen Gefahren zu provozieren", sagte Hillebrand. "Unsere Rettungsdienste sind ausgelastet." Medienberichten zufolge hatten illegale Autorennen auf leeren Straßen an den vergangenen Tagen mehrfach die Polizei beschäftigt.

Mitarbeiter des EU-Parlaments an Covid-19 gestorben

15.50 Uhr: Die Verwaltung des Europaparlaments meldet einen ersten Todesfall durch das neuartige Coronavirus. "Mit großem Bedauern müssen wir Ihnen mitteilen, dass ein Kollege des Europaparlaments an Covid-19 gestorben ist", hieß es der Nachrichtenagentur dpa zufolge in einer E-Mail der Personalabteilung an Mitarbeiter des Parlaments. Die Kollegen des Betroffenen in der Generaldirektion Innovation und Technologische Unterstützung seien bereits informiert. Die Verwaltung bot allen Mitarbeitern bei Bedarf psychologische Hilfe an, weil nun immer mehr Menschen mit Covid-19-Fällen in der Familie oder bei Freunden konfrontiert würden.

Fed will Kreditfluss mit 300 Milliarden Dollar sichern

15.25 Uhr: Angesichts der Coronavirus-Pandemie weitet die US-Notenbank ihre Hilfen für Unternehmen aus. Die Federal Reserve (Fed) kündigte am Montag zusätzliche 300 Milliarden Dollar (280 Milliarden Euro) an, um "den Kreditfluss an Arbeitgeber, Konsumenten und Unternehmen zu unterstützen". Außerdem will die Notenbank bald ein gesondertes Kreditprogramm für kleine und mittlere Unternehmen auflegen. Die Fed betonte erneut, sie werde alle verfügbaren Instrumente einsetzen, um der Krise entgegenzutreten.

Sächsische Krankenhäuser nehmen italienische Corona-Patienten auf

15.15 Uhr: Sachsen will sechs Corona-Patienten aus Italien in seinen Krankenhäusern aufnehmen. Das kündigte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) an. Man komme damit einer Bitte der italienischen Regierung nach. Die Krankenhäuser im Freistaat hätten signalisiert, dafür die Kapazitäten zu haben. Zudem könne man durch die Behandlung der italienischen Patienten lernen, mit dem Virus umzugehen. Berichten zufolge nannte Kretschmer die Unikliniken in Leipzig und Dresden sowie die Helios-Klinik in Leipzig.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

"Das ist ein ganz wichtiges Zeichen, dass wir auch anderen helfen können", sagte Kretschmer. Bis Montag waren in Sachsen 865 Infektionsfälle registriert, die meisten in Dresden, Zwickau und Leipzig.

Zuvor hatten bereits Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland ihre Kliniken dazu aufgerufen, Betten für französische Patienten bereitzustellen (siehe Eintrag von 11.25 Uhr).

Modeunternehmen entlässt wegen Coronakrise 750 Mitarbeiter

14.20 Uhr: Die dänische Unternehmensgruppe Bestseller, zu der Marken wie Vero Moda und Only gehören, hat 750 Mitarbeiter entlassen. Das berichtet die Fachzeitschrift "Textilwirtschaft ". Vor allem Mitarbeiter der verschiedenen Konzern- und Markenzentralen in Dänemark sind demnach nun arbeitslos. Die Maßnahme sei wegen erheblicher Umsatzrückgänge nötig geworden. Außerdem nutzt der Konzern ein Regierungsprogramm, um seine Mitarbeiter temporär bis zum 9. Juni freistellen zu können und nur zu etwa einem Viertel für ihre Gehälter aufkommen zu müssen. Bestseller will diese staatliche Hilfe zunächst für 2400 Mitarbeiter beantragen. Insgesamt haben bisher 4400 Mitarbeiter für die Modegruppe gearbeitet.

Wie die Situation der deutschen Beschäftigten sei und welche weiteren Maßnahmen die Bestseller-Gruppe derzeit unternimmt, wollte ein Sprecher auf Anfrage des Fachmagazins nicht kommentieren. Er sagte: "Wir befinden uns inmitten eines Hurrikans."

EU-Staaten ändern wegen Corona Beschlussregeln für Video-Konferenzen

13.51 Uhr: Die EU-Staaten haben Ausnahmeregeln für Entscheidungen per Video-Konferenz verabschiedet. Wie der EU-Rat mitteilte, lockerten die Regierungen für einen Monat die Vorgaben für Beschlüsse im schriftlichen Verfahren. Hintergrund ist, dass in Video-Konferenzen keine rechtlich bindenden Beschlüsse getroffen werden können.

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus finden derzeit keine Treffen der Fachminister der Mitgliedstaaten in Brüssel statt, bei denen in der EU normalerweise Entscheidungen getroffen werden. Statt dessen werden Video-Konferenzen abgehalten. Ihre Beschlüsse werden dann im Nachhinein über schriftliche Entscheidungsverfahren zwischen den Hauptstädten verbindlich gemacht.

Für deren Einleitung ist aber normalerweise ein einstimmiger Beschluss der 27 Mitgliedstaaten nötig - auch wenn die eigentliche Sachfrage per Mehrheit entschieden werden kann. Länder, die gegen ein bestimmtes Vorgehen sind, hätten damit immer ein Veto. Die Änderung sieht nun vor, dass über die Einleitung des schriftlichen Verfahrens mit derselben Mehrheit entschieden wird wie die Sachfrage. Die Ausnahme soll vorerst für einen Monat gelten.

Scholz redet wegen Quarantäne für Merkel im Bundestag

13.17 Uhr: Weil Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach Kontakt zu einem Corona-Infizierten in häuslicher Quarantäne ist, redet Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) am Mittwoch für sie im Bundestag. Merkel habe ihn gebeten einzuspringen, sagte Scholz nach einer Kabinettssitzung. Merkel war zu dieser Sitzung telefonisch zugeschaltet, sie hält sich in ihrer Berliner Privatwohnung auf. Der Bundestag soll am Mittwoch zahlreiche Gesetze im Zusammenhang mit der Coronakrise verabschieden. Merkel wollte die Debatte zur Bewältigung der Pandemie ursprünglich selbst eröffnen.

Türkei droht Maskenherstellern mit Verstaatlichung

13.10 Uhr: Die türkische Regierung will Hersteller von Atemschutzmasken verstaatlichen, sollten diese ihre Produkte nicht bis Montagabend an die Regierung verkaufen. Die Behörden hätten am Sonntag die Lager aller Maskenhersteller aufgesucht, sagte Innenminister Süleyman Soylu der Zeitung "Hürriyet" zufolge. Sie hätten sie aufgefordert, Verträge mit dem Gesundheitsministerium zu unterzeichen und damit aufzuhören, Bestände zurückzuhalten. "Wir werden diese Masken kaufen, und zu einem guten Preis", sagte Soylu.

Die Firmen hätten noch eine Frist von mehreren Stunden, dann würden sie verstaatlicht. In der Türkei sind nach Zahlen vom Sonntag bislang 30 Menschen an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit gestorben, das ist ein Anstieg um neun. 1256 Coronafälle sind inzwischen bestätigt.

Die Maßnahme der türkischen Regierung könnte auch Auswirkungen auf deutsche Kunden haben. Der Einkaufsleiter des Kran­ken­hau­ses von Eschweiler in Nordrhein-Westfalen sagte dem SPIEGEL jüngst, er habe bei ei­nem Her­stel­ler in der Tür­kei 45.000 Atem­schutz­mas­ken be­stellt, die aber erst in fünf Wo­chen kom­men sol­len. "Al­les ge­gen Vor­kas­se, ist eine hei­ße Kis­te." (Mehr dazu lesen Sie in der aktuellen Titelgeschichte ).

Metall- und Chemiearbeiter in Norditalien drohen mit Streiks

12.50 Uhr: Die italienische Regierung hat umfangreiche Einschränkungen des öffentlichen Lebens veranlasst, doch in einigen Betrieben wird weiterhin gearbeitet. In der besonders betroffenen Lombardei im Norden des Landes rufen nun mehrere Metallgewerkschaften zu einem Streik auf. Der Protest richtet sich gegen die Ausnahmeregeln für Firmen, die trotz der Coronakrise offen bleiben dürfen. Zu viele Betriebe dürften weiterhin produzieren, erklärten die drei wichtigsten Gewerkschaften FIOM, FIM und UILM. Das sei eine Gefahr für die Gesundheit der Arbeiter. Details wollen die Gewerkschaften in den kommenden Tagen bekanntgeben.

Auch die Mitarbeiter im Chemiesektor kündigten Arbeitsniederlegungen in der Lombardei an. Am Mittwoch werde aus Protest gegen das Regierungsdekret für einen Tag gestreikt, hieß es von Gewerkschaftsseite.

Nasa unterbricht Vorbereitungen für bemannte Mondmission

12.30 Uhr: Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat die Vorbereitungen für die bemannte Mondmission "Artemis" wegen der Ausbreitung des Coronavirus unterbrochen. Der Bau und die Erprobung der Rakete und der Kapsel könnten nicht fortgesetzt werden, sagte Nasa-Koordinator Jim Bridenstine. Das Montagewerk Michoud in New Orleans und das nahe gelegene Stennis Space Center müssten geschlossen werden. Grund sei eine steigende Anzahl bestätigter Covid-19-Fälle in der Region.

Die "Artemis"-Mission ist ein Prestigeprojekt der Regierung von US-Präsident Donald Trump. 50 Jahre nach der ersten Mondlandung arbeitet die Nasa daran, bis zum Jahr 2024 Astronauten zur Oberfläche des Mondes zu schicken. Die jetzt beschlossene Unterbrechung des Projekts könnte den Zeitplan gefährden. Ganz korrekt ist der gängige Ausdruck der "bemannten" Mission übrigens nicht: Erstmals soll auch eine Frau mitfliegen.

Kabinett beschließt umfangreiches Hilfspaket

12.20 Uhr: Zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen in der Coronakrise hat das Bundeskabinett ein beispielloses Hilfspaket beschlossen. Dafür will sich der Bund in diesem Jahr mit der Rekordsumme von rund 156 Milliarden Euro neu verschulden. Zudem sollen Mieter entlastet, Hartz-IV-Anträge erleichtert und Kliniken unterstützt werden (mehr dazu lesen Sie hier).

Damit die Hilfen rasch ankommen, soll im Schnellverfahren bereits am Mittwoch der Bundestag und am Freitag der Bundesrat den Maßnahmen zustimmen.

Bundesbank: Abgleiten in ausgeprägte Rezession nicht zu verhindern

12.15 Uhr: Die Bundesbank rechnet wegen der Coronakrise mit massiven wirtschaftlichen Auswirkungen durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionszahlen in Deutschland. "Das Abgleiten in eine ausgeprägte Rezession ist nicht zu verhindern", heißt es in einem aktuellen Monatsbericht der Notenbank. Eine wirtschaftliche Erholung werde erst einsetzen, wenn die Pandemiegefahr wirksam eingedämmt sei.

"Voraussichtlich werden die Auswirkungen der Pandemie die Wirtschaftsleistung mindestens in der ersten Jahreshälfte massiv beeinträchtigen", heißt es in dem Bericht. Am stärksten betroffen seien eher binnenwirtschaftlich orientierte, konsumnahe Dienstleistungen, die bislang die Konjunktur gestützt haben. Dazu zählt die Notenbank das Gastgewerbe, die Unterhaltungsbranche, aber auch Messebetriebe und Luftfahrtunternehmen. Hinzu kämen auch bei anderen Unternehmen mögliche Arbeits- und Umsatzausfälle infolge von Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen.

Zudem dürfte die Nachfrage nach deutschen Exporten in den von der Pandemie besonders betroffenen Ländern erheblich zurückgehen. Wegen der gedrosselten Produktion in diesen Ländern drohten Lieferengpässe bei wichtigen Vorprodukten. Dies könnte auch in Deutschland zu Engpässen bei Herstellern führen, selbst wenn die Nachfrage noch vorhanden sein sollte.

Moskau verordnet Senioren Selbstisolation - mit prominenter Ausnahme

12.00 Uhr: Zu Hause bleiben oder in die Datsche aufs Land fahren - das hat der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin allen Bürgern über 65 Jahren verordnet. Die älteren Moskauer sowie chronisch Kranke müssten ab Donnerstag bis zum 14. April daheim bleiben, sagte der 61-jährige Sobjanin in einem Video auf seiner Website. Nur Einkäufe und der Gang zur Apotheke seien gestattet.

Der Moskauer Bürgermeister koordiniert Russlands Maßnahmen gegen die Pandemie. Damit Senioren in den Städten nicht die Decke auf den Kopf fällt, riet er: "Das Beste, was man machen kann, ist zu seiner Datsche zu fahren, besonders weil es warm zu werden verspricht." Viele Städter in Russland besitzen solche kleinen, schlichten Häuser mit Garten auf dem Land, um dort ihre Wochenenden und Ferien zu verbringen.

Ob den Senioren Strafen drohen, wenn sie dennoch einfach so nach draußen gehen, sagte Sobjanin nicht. Er sagte ihnen hingegen 4000 Rubel (46 Euro) als Entschädigung zu, wenn sie sich an die Ausgangsbeschränkungen hielten. Junge Menschen rief der Politiker auf, allein lebenden Senioren zu helfen, den persönlichen Kontakt mit der Covid-19-Risikogruppe jedoch zu vermeiden.

Ein Senior ist übrigens von der Regelung ausgenommen: Der 67-jährige Präsident Wladimir Putin.

Deutsche Bank schließt über 200 Filialen für Kundenverkehr

11.35 Uhr: Die Deutsche Bank schließt als Sicherheitsmaßnahme vorübergehend über 200 Filialen in Deutschland für den Kundenverkehr. Von diesem Dienstag (24.03.) an werde das bundesweite Filialnetz bis auf Weiteres von mehr als 500 auf rund 290 verkleinert, teilte Deutschlands größtes Geldhaus mit. Ziel sei, dennoch für Kunden im ganzen Bundesgebiet gut erreichbar zu sein.

Bei Schließung eines Standortes sollen dessen Dienstleistungen von den nächstgelegenen Deutsche-Bank-Filialen oder vom mobilen Vertrieb übernommen werden. Die Selbstbedienungsbereiche der vorübergehend für den Kundenverkehr geschlossenen Filialen bleiben aber zugänglich und werden - sofern ein Geldautomat vorhanden ist - weiterhin mit Bargeld versorgt. Auch andere Banken und Sparkassen haben ihre Filialnetze als Reaktion auf die Coronavirus-Ausbreitung vorübergehend ausgedünnt.

Macron dankt Nachbarländern: "Europäische Solidarität rettet Leben"

11.25 Uhr: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Deutschland, der Schweiz und Luxemburg für ihre Bereitschaft zur Aufnahme schwer kranker Corona-Patienten gedankt. "Die europäische Solidarität rettet Leben", schrieb Macron am Montag auf Twitter. Die Bundesländer Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland hatten ihre Kliniken am Wochenende aufgerufen, freie Beatmungsbetten für Patienten aus Frankreich zur Verfügung zu stellen.

"Danke an unsere europäischen Nachbarn", schrieb Macron. Er teilte einen Tweet des Regierungschefs der besonders betroffenen französischen Region Grand Est, Jean Rottner. Darin dankte dieser den drei deutschen Ländern sowie der Schweiz und Luxemburg für ihre Hilfe. Rottner sprach von einer "schönen europäischen Zusammenarbeit".

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Besonders im Elsass sind die Krankenhäuser überlastet. Die französische Armee hatte vergangene Woche damit begonnen, erste Patienten von dort nach Südfrankreich zu verlegen. Auch ein Militärlazarett mit 30 zusätzlichen Intensivbetten ist im elsässischen Mülhausen im Aufbau.

In Frankreich war die Zahl der Toten durch die Coronavirus-Pandemie zuletzt auf mehr als 670 gestiegen, die der Infektionen auf über 16.000. Das Land hat deutlich weniger Kapazitäten auf Intensivstationen als Deutschland.

Merkel regiert per Telefon

11.10 Uhr: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) befindet sich seit Sonntagabend in häuslicher Quarantäne - was sie aber nicht davon abhält, die Regierungsgeschäfte zu führen. Die heutige Kabinettssitzung zu weiteren Maßnahmen in der Coronakrise leitet Merkel von zu Hause aus. Sie werde telefonisch zugeschaltet, sagte ein Regierungssprecher der Nachrichtenagentur dpa.

Im Kanzleramt anwesend werden demnach alle Ressorts sein, vertreten entweder durch die jeweiligen Minister oder durch Staatssekretäre. Die Sitzung findet wegen der Abstandsregeln im Internationalen Konferenzsaal des Kanzleramts statt. Das Kabinett will bei der Sondersitzung umfangreiche Hilfsmaßnahmen auf den Weg bringen, um Bürger und Unternehmen vor den Folgen der Coronakrise zu schützen.

Merkel hat sich vorsichtshalber in Quarantäne begeben, weil sie Kontakt zu einem mit dem Coronavirus infizierten Arzt hatte.

Kein Transitverkehr mehr: Hongkong erlässt weitreichendes Einreiseverbot

10.35 Uhr: Hongkong verbietet allen Menschen, die nicht in der chinesischen Sonderverwaltungszone leben, die Einreise. Die Regelung trete am Dienstag um Mitternacht in Kraft und gelte mindestens zwei Wochen lang, teilte Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam mit. Den Flughafen der Stadt, der zu den meistgenutzten weltweit zählt, dürfen demnach keine Transitpassagiere mehr nutzen.

Lam ordnete außerdem an, dass Hongkongs rund 8600 Bars und Restaurants mit einer Schanklizenz vorerst auf den Ausschank von Alkohol verzichten. Wann genau diese Regelung in Kraft treten soll, teilte die Regierungschefin nicht mit.

In den vergangenen zwei Wochen hat sich die Zahl der nachgewiesenen Infektionen in Hongkong mehr als verdoppelt auf nunmehr 318 Fälle. Dies wird auf das Eintreffen zahlreicher Einheimischer wie auch Ausländer zurückgeführt, die nach der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Europa und Nordamerika nach Hongkong gereist waren. Zuvor war Hongkong von der Pandemie weitgehend verschont geblieben.

RKI: Zunahme der Neuinfektionen scheint sich abzuschwächen

10.30 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) verzeichnet neben steigenden Zahlen von Infizierten auch eine Zunahme bei den Heilungen. "Von den bestätigten Fällen sind mindestens 2809 genesen", sagte RKI-Chef Lothar Wieler. Das RKI hatte zuletzt 22.672 Infizierte gezählt (siehe Eintrag von 09.10 Uhr).

Wieler sagte außerdem, er sei optimistisch, dass sich die bislang ergriffenen Maßnahmen bereits bemerkbar machten. Nach Erkenntnissen des Instituts scheint sich das Wachstum der Zahl der Neuinfizierten abzuschwächen. Die verhängten Schutzvorkehrungen müssten allerdings weiterhin konsequent eingehalten werden.

Schwesig kritisiert "Machtspiele und Schaulaufen" in der Coronakrise

10.25 Uhr: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat andere Politiker davor gewarnt, die Coronakrise zur Profilierung zu nutzen. "Ich kann nur an alle appellieren, an alle Politiker, dass Machtspiele und Schaulaufen in so einer Situation nichts in diesen Entscheidungen zu suchen haben", sagte die SPD-Politikerin im Deutschlandfunk. Es gelte nun vielmehr, parteiübergreifend und länderübergreifend zusammenzuhalten.

Am Sonntag hatten Bund und Länder ein Kontaktverbot beschlossen, um die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) will aber an eigenen, noch strengeren Regelungen festhalten, die Bayern schon vorab am Freitag beschlossen hatte (siehe Eintrag von 07.50 Uhr). Andere Länderchefs hatten dies als nicht abgestimmtes Vorpreschen gerügt, in einer Telefonschalte geriet Söder mit Nordrhein-Westfalens Regierungschef Armin Laschet aneinander.

"Ich finde, wir sind gar nicht so weit auseinander", sagte Schwesig. Sie habe "volles Verständnis dafür", dass ein großer Druck auf Söder liege, weil die Lage in Bayern "wesentlich kritischer" sei als in anderen Ländern. Als amtierender Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz habe Söder aber die Möglichkeit, die Amtskollegen jederzeit zusammenzuschalten, um miteinander zu reden. "Ich glaube, es ist einfach wirklich wichtig, dass alle zusammenrücken und nicht der Eindruck in der Öffentlichkeit entsteht, hier macht jeder sein Ding." Niemand habe "die Weisheit mit Löffeln gefressen".

Lambrecht: "Niemand möchte länger als notwendig die Bewegungsfreiheit einschränken"

10.00 Uhr: Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat die für vorerst zwei Wochen geltenden Kontaktverbote anlässlich der Coronakrise verteidigt. "Es geht darum, Leben zu retten", sagte Lambrecht im ZDF-"Morgenmagazin". Es müsse nun abgewartet werden, wie sich die Zahlen entwickelten. Gegebenenfalls könnten die von Bund und Ländern am Sonntag getroffenen Maßnahmen verlängert werden, aber "niemand möchte länger als notwendig die Bewegungsfreiheit einschränken".

In der Diskussion über Eingriffe in die Grundrechte gelte es abzuwägen. Es gehe letztlich um Menschenleben, betonte die Ministerin. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich am Sonntag mit den Ministerpräsidenten der Länder darauf geeinigt, die Versammlungsfreiheit bundesweit massiv einzuschränken (was genau beschlossen wurde und wie die bisherigen Maßnahmen funktionieren, lesen Sie hier).

Die Verständigung zwischen Merkel und den Ländern habe deutlich gemacht, "wie ernst die Situation ist", sagte Lambrecht. Deutschland sei aber ein Land mit unterschiedlichen regionalen Situationen, darauf könne reagiert werden.

Primark schließt alle Filialen und stoppt Bestellungen

09.45 Uhr: Der britische Textildiscounter Primark schließt wegen der Coronakrise all seine Filialen und muss dafür herbe Einbußen hinnehmen. Betroffen sind bis auf Weiteres 376 Läden in zwölf Ländern . Pro Monat wird der Konzern nach eigenen Angaben einen Nettoumsatzverlust von 650 Millionen Pfund verkraften müssen. Der Mutterkonzern Associated British Foods teilte zudem mit, dass Primark keine Bestellungen bei seinen Lieferanten mehr aufgeben werde und alle Kosten überprüft würden. "Wir schätzen derzeit, dass wir rund 50 Prozent der gesamten Betriebskosten decken können", hieß es.

Verschärfte Ausweispflicht in Berlin

09.35 Uhr: Der Berliner Senat hat mit seiner neuen Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus auch eine verschärfte Ausweispflicht eingeführt. Demnach muss ab sofort "der Personalausweis oder ein anderer amtlicher Lichtbildausweis nebst einem Dokument, aus dem die Wohnanschrift der Person ersichtlich ist" mitgeführt werden.

Der Ausweis sei "auf Verlangen der Polizei und den zuständigen Ordnungsbehörden vorzulegen", heißt es in der Verordnung . Auf Twitter erklärt die Berliner Polizei, die Dokumente sollten "bei Zweifeln im Einzelfall die Prüfung ermöglichen, ob Sie mit Personen desselben Haushaltes unterwegs sind".

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Neuseeland verschärft Corona-Maßnahmen drastisch

05.03 Uhr: In Neuseeland ist die Zahl der bestätigten Infektionsfälle um 33 auf 102 gestiegen. Premierministerin Jacinda Ardern kündigte an, die höchste Warnstufe für das Land auszurufen. In den kommenden 48 Stunden werden unter anderem Bars, Cafés, Kinos und Geschäfte für den nicht dringend notwendigen Bedarf geschlossen. Ab Dienstag werden zudem sämtliche Schulen im Land geschlossen. "Neuseeland bereitet sich auf die Selbstisolation vor", sagte Ardern.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Bei den nun angekündigten Maßnahmen handele es sich um die stärksten Einschränkungen der Bewegungsfreiheit für Neuseeländer in der jüngeren Geschichte. Dies sei allerdings nötig, um Leben zu retten und die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, sagte Ardern. Ohne die Maßnahmen könnten Zehntausende Neuseeländer sterben.

Klingbeil: "Es wird uns als Gesellschaft stärker machen"

04.40 Uhr: SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil erwartet von den geplanten Not- und Schutzgesetzen in der Coronakrise eine wirkungsvolle Linderung der Folgen für die Wirtschaft und Menschen in Deutschland. "Auch Jobs, Existenzen und Unternehmen sind massiv bedroht, und der gesellschaftliche Zusammenhalt wird auf die Probe gestellt", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Ich bin mir aber sicher, wir kommen gut durch diese Krise."

 Der Staat lasse die Menschen in dieser Krise nicht alleine, sagte Klingbeil. "Es wird nicht einfach die nächsten Wochen, aber es wird uns als Gesellschaft stärker machen."

Ver.di fordert Nachbesserungen an Spahns Klinik-Rettungsschirm

03.49 Uhr: Ver.di-Chef Frank Werneke hat den geplanten Schutzschirm von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für das Gesundheitswesen als löchrig kritisiert. "Er mutet den Kliniken und den Beschäftigten zu viel zu - so droht ein Absturz", sagte Werneke der Deutschen Presse-Agentur.

Spahn will Kliniken, Ärzte und Pflegeheime in der Coronakrise mit zunächst deutlich mehr als drei Milliarden Euro vom Bund unterstützen und hatte weitere mögliche Mittel in Aussicht gestellt. Das Gesetz soll mit weiteren Not- und Schutzgesetzen am Montag im Kabinett beschlossen werden. Bund und Länder hatten einen ursprünglichen Entwurf bereits nachgebessert.

Werneke sagte: "Die Krankenhäuser müssen sich jetzt auf den Ansturm von Corona-Patienten konzentrieren können." Deshalb seien jetzt mutige Schritte gefordert. "Es ist keine Zeit für Gesundheitsbürokratie." Dringend notwendig seien beispielsweise ausreichende Schutzausrüstungen und zusätzliche Betten zur Versorgung der Corona-Patienten. Die für Intensivpatienten vorgesehenen 50.000 Euro je Bett reichten nicht.

Bundesregierung will feindliche Übernahme von Firmen in Corona-Krise verhindern

03.18 Uhr: In der Bundesregierung gibt es die Sorge, dass die Coronakrise Versuche der feindlichen Übernahme deutscher Unternehmen auslösen könnte. "Wir haben nicht nur einen viralen Angriff. Wir könnten auch einen Wirtschaftsangriff danach erleben", sagte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) der "Süddeutschen Zeitung". Finanziell durch die Krise geschwächte Firmen könnten ins Visier internationaler Investoren geraten.

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) teilt diese Sorge. Das von der Bundesregierung geplante Hilfspaket solle die Unternehmen "auch vor unliebsamen Überraschungen" schützen, sagte er der "SZ" mit Blick auf mögliche Übernahme-Versuche. Scholz sicherte zu, dass "die große Finanzkraft unseres Staates" eingesetzt werden solle, um die Bürger vor dem Virus, aber auch Unternehmen und Arbeitsplätze zu schützen.

Das Bundeskabinett will am Montag in einer Sondersitzung das Corona-Hilfspaket auf den Weg bringen. Ein Nachtragshaushalt soll dem Bund erlauben, in diesem Jahr mehr als 150 Milliarden Euro neue Schulden aufzunehmen.

China meldet 39 aus dem Ausland eingeführte Infektionsfälle

02.45 Uhr: China kämpft weiterhin mit "importierten" Coronavirus-Fällen: Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Montag mitteilte, wurden bei Menschen, die in das Land eingereist sind, 39 weitere Infektionen nachgewiesen. Insgesamt zählt China damit bislang 353 Infektionen durch sogenannte Coronavirus-Importe. Allerdings gab es nach den offiziellen Angaben erneut keine Infektion innerhalb des Landes mehr.

In der zentralchinesischen Provinz Hubei, von wo das Virus Sars-CoV-2 sich ab Ende 2019 weltweit auszubreiten begann, starben weitere neun Menschen. Auf dem chinesischen Festland sind damit nach Angaben der Gesundheitskommission 3270 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

Städtetag hält Kontaktverbot für "richtig und verhältnismäßig"

01.54 Uhr: Bund und Länder haben in der Coronakrise ein umfangreiches Kontaktverbot verhängt - der Deutsche Städtetag nennt dies nun "richtig und verhältnismäßig". Die Kontaktbeschränkungen seien nötig, damit sich in der Krise nicht nur die große Mehrheit der Bürger, "sondern alle" angemessen verhielten, sagte Städtetag-Präsident Burkhard Jung den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Es gehe darum, Menschenleben zu retten und das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. "Das muss so konsequent wie möglich geschehen." Jung kündigte an, dass in den Städten die Ordnungsbehörden gemeinsam mit der Polizei sicherstellen würden, dass das Kontaktverbot umgesetzt werde.

DER SPIEGEL

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten sich am Sonntag auf einen Neun-Punkte-Plan geeinigt. Dazu gehört unter anderem, dass Ansammlungen von mehr als zwei Personen grundsätzlich verboten sind; ausgenommen werden sollen Familien sowie in einem Haushalt lebende Personen. Zudem muss in der Öffentlichkeit ein 1,50-Meter-Abstand eingehalten werden. Mehr zu den neun Punkten erfahren Sie hier.

Abe zieht Verschiebung von Olympischen Spielen in Betracht 

01.25 Uhr: Der japanische Premierminister Shinzo Abe hat erstmals eine Verschiebung der Olympischen Sommerspiele wegen der Coronakrise in Betracht gezogen. Vor dem Parlament in Tokio sagte er am Montag, dass dies eine Option werden könnte, falls die Spiele nicht in ihrer "kompletten Form" abgehalten werden könnten. Die Spiele abzusagen sei hingegen keine Option, sagte Abe. Die endgültige Entscheidung aber liege beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC).

Das IOC setzte sich am Sonntag eine vierwöchige Frist zur Entscheidung über eine mögliche Verlegung der Olympischen Spiele in Tokio. Eine Absage schloss das Komitee aus. Diese würde "keines der Probleme lösen oder irgendjemandem helfen", erklärte das IOC und verwies auf "deutliche Verbesserungen in Japan".

Zwar hat Japan das Virus gut in den Griff bekommen, allerdings greift die Pandemie weltweit immer mehr um sich. Seit Wochen wird kritisiert, dass eine Sportveranstaltung mit rund 11.000 Athleten und Tausenden an Zuschauern, Betreuern und Journalisten kaum zu verantworten wäre.

Nun hat Kanada als erstes Land Konsequenzen gezogen: Das Olympische Komitee des Landes (COC) kündigte an , Team Kanada werde weder an den Olympischen noch an den Paralympischen Spielen im Sommer 2020 teilnehmen. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Panama meldet deutlichen Anstieg der Infektionen

01.07 Uhr: In Panama wurden am Sonntag 68 neue Corona-Infektionsfälle bekannt - im Vergleich zum Vortag stieg die Zahl um 28 Prozent. Insgesamt sind in dem Land nun offiziellen Angaben zufolge 313 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Weitere US-Bundesstaaten verkünden weitgehende Ausgangssperre

00.58 Uhr: Um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu verlangsamen, haben nun auch die US-Bundesstaaten Ohio, Delaware und Louisiana eine weitgehende Ausgangssperre angeordnet. Damit sind nun in verschiedenen Staaten rund hundert Millionen Amerikaner von Ausgangsbeschränkungen betroffen.

"Wir befinden uns im Krieg", erklärte der Gouverneur von Ohio, Mike DeWine, bei Twitter. "In Kriegszeiten müssen wir Opfer bringen.". Der "Bleib zu Hause"-Erlass werde am Montagabend in Kraft treten und zunächst bis 6. April gelten. Ausgenommen seien nur wichtige Dienstleistungen wie Supermärkte und der Gesundheitssektor.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Zuvor hatten bereits die Bundesstaaten Kalifornien, New York, New Jersey, Connecticut und Illinois weitgehende Ausgangsbeschränkungen angeordnet. Eine landesweite Beschränkung lehnt US-Präsident Donald Trumps Regierung bislang ab.

Saudi-Arabien verhängt Ausgangssperre

00.20 Uhr: In Saudi-Arabien gilt mit sofortiger Wirkung eine dreiwöchige nächtliche Ausgangssperre. Diese Entscheidung habe König Salman in der Nacht zum Montag zur Eindämmung des Coronavirus getroffen, berichtete die saudische Agentur SPA. Die Ausgangssperre gelte in der Zeit zwischen 19 Uhr und 6 Uhr.

In Saudi-Arabien gibt es bislang nach offiziellen Angaben 274 Corona-Infizierte. Die Arabische Halbinsel liegt in unmittelbarer Nachbarschaft Irans - das Land ist von der Pandemie besonders stark betroffen.

Alle Artikel zum Coronavirus

Am 31. Dezember 2019 wandte sich China erstmals an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der Millionenstadt Wuhan häuften sich Fälle einer rätselhaften Lungenentzündung. Mittlerweile sind mehr als 180 Millionen Menschen weltweit nachweislich erkrankt, die Situation ändert sich von Tag zu Tag. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über alle SPIEGEL-Artikel zum Thema.

Corona-Hilfspaket vorerst im US-Senat gescheitert

00.01 Uhr: Das zur Bekämpfung der Coronakrise geplante US-Hilfspaket ist vorerst im Senat gescheitert. Bei einer ersten Abstimmung über Verfahrensfragen verweigerten am Sonntag die oppositionellen Demokraten ihre Zustimmung: Statt der notwendigen 60 gab es nur 47 Ja-Stimmen und ebenso viele Nein-Stimmen. Die Demokraten hatten kritisiert, dass das Hilfspaket nicht genügend Hilfen für Arbeitnehmer und Privathaushalte vorsehe.

In den USA wurden nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore bereits mehr als 32.000 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen. 389 Infizierte starben. Um die Pandemie einzudämmen, gelten für mehr als ein Drittel der US-Bürger inzwischen Ausgangsbeschränkungen.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

US-Präsident Donald Trump ordnete derweil die Entsendung von Notlazaretten in die besonders vom neuartigen Coronavirus betroffenen Bundesstaaten New York, Washington und Kalifornien an. Die Katastrophenschutzbehörde Fema und die Streitkräfte würden binnen der nächsten 48 Stunden mit der Auslieferung der Lazarette beginnen, sagte Trump am Sonntag im Weißen Haus.

Damit sollten in New York und Washington zunächst jeweils rund tausend zusätzliche Krankenhausbetten verfügbar sein und in Kalifornien etwa 2000. Das Lazarettschiff "Mercy" des US-Militärs mit nochmals 1000 Betten soll etwa in einer Woche in Los Angeles in Dienst genommen werden, um die örtlichen Krankenhäuser zu entlasten, erklärte Trump.

Zudem habe er für die betroffenen Staaten den Einsatz der Nationalgarde freigegeben und einen außerordentlichen Notstand verhängt, sagte Trump. Aufgrund des Notstands kann die Bundesregierung den Staaten mehr Unterstützung zukommen lassen und die Kosten dafür tragen.

aar/als/hba/mes/mfh/dpa/AFP/Reuters