+++ News-Update +++ Reproduktionszahl steigt wieder auf 1,0

Ein Corona-Infizierter steckt in Deutschland laut RKI einen weiteren Menschen an – dabei lag der Wert schon niedriger. Weltweit sind mehr als drei Millionen Menschen positiv getestet worden. Der Überblick.
Abstrichröhrchen im Labor: Weltweit sind über drei Millionen Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden

Abstrichröhrchen im Labor: Weltweit sind über drei Millionen Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden

Foto: Felix Kästle / dpa

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RKI-ModellInfektionen sinken langsamer als Meldedaten nahelegen

22.50 Uhr: Wo steht Deutschland in der Corona-Pandemie? Ein Blick in die Statistiken vermittelt oft nur ein unvollständiges Bild. Ein neues Verfahren soll das Problem zum Teil lösen. Es liefert bereits spannende Erkenntnisse.

Frankreich berichtet von Erfolgen mit Rheumamittel

22.30 Uhr: In Frankreich ist die Zahl der Covid-19-Toten auf 23.293 Todesfälle gestiegen. In Krankenhäusern und Pflegeheimen wurden in den vergangenen 24 Stunden 437 neue Todesfälle gezählt, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

"Heute haben wir ermutigende Ergebnisse in der klinischen Forschung gesehen", teilte das Ministerium außerdem mit. Es gebe internationale und nationale Studien, die eine Überreaktion des Immunsystems bei manchen Verläufen der Erkrankung untersuchen. Dabei habe eine Studie gezeigt, dass die mit dem Rheumamittel Tocilizumab behandelten Patientinnen und Patienten weniger Beatmungshilfe benötigten und eine geringere Sterblichkeitsrate in den folgenden 14 Tagen aufwiesen, so das Ministerium.

"Dies ist das erste getestete Medikament, für das in einer klinischen Studie eine signifikante Wirkung beobachtet wird", hieß es: "Weitere laufende Studien sind erforderlich, um den Wert dieser Behandlung zu bestätigen."

Forderungen nach Corona-Lockerungen: Die Wette

22.05 Uhr: Die Warnungen der Kanzlerin verhallen ungehört, die Rufe nach weiteren Lockerungen der Corona-Regeln werden immer lauter. Der schnelle Kurs in Richtung Normalität birgt ein großes Risiko.

Nackte Zahlen, blanker Horror

21.35 Uhr: Die Corona-Pandemie hat eine verheerende Wirkung entfaltet, auch in der Wirtschaft. Ein internes Regierungsdokument, das dem SPIEGEL vorliegt, zeichnet ein düsteres Bild, mit drastischen Worten.

Amazon lässt Logistikzentren in Frankreich bis 5. Mai geschlossen

21.30 Uhr: Der Online-Versandhändler Amazon will wegen eines Gerichtsstreits um Corona-Schutzmaßnahmen seine Logistikzentren in Frankreich bis 5. Mai geschlossen lassen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollten bis dahin bei vollem Gehalt zu Hause bleiben, teilte das Unternehmen mit. "Unsere Vertriebszentren in Frankreich und auf der ganzen Welt sind sicher", hieß es weiter.

Ein Berufungsgericht hatte am vergangenen Freitag entschieden, dass Amazon weiterhin nur Bestellungen von bestimmten Artikeln entgegennehmen darf. Diese Auflage gelte solange, bis der Konzern seine Schutzmaßnahmen verbessert habe, entschied das Berufungsgericht. Es bestätigte damit weitgehend eine vorangegangene Entscheidung eines Gerichts im Pariser Vorort Nanterre. Amazon hatte dagegen Berufung eingelegt und seine Logistikzentren in Frankreich geschlossen.

Das Berufungsgericht hatte genau festgelegt, welche Artikel der Online-Versandhändler ausliefern darf. Dazu gehören IT-Artikel, Produkte für Tiere, Hygiene- und Gesundheitsprodukte sowie Lebensmittel. Die Strafe pro Verstoß wurde auf 100.000 Euro angesetzt. Das könnte bedeuten, dass selbst eine sehr geringe Rate versehentlicher Versendungen nicht autorisierter Produkte zu einer Strafe von mehr als einer Milliarde Euro pro Woche führen könnte, monierte Amazon nun. Man sei sehr stolz auf die zahlreichen Anpassungen, die man vorgenommen habe, um die Sicherheit der Teams zu gewährleisten.

Ansteckungsrate steigt auf 1,0

21.20 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet eine leicht gestiegene Ansteckungsrate, beziehungsweise Reproduktionsrate (R) von 1,0. Das bedeutet, dass statistisch ein Coronavirus-Infizierter einen weiteren Menschen ansteckt. Das RKI und auch Kanzlerin Angela Merkel haben wiederholt betont, der Wert müsse dauerhaft unter eins liegen, damit der Virus-Ausbruch eingedämmt wird. Das RKI gibt auch das Konfidenzintervall an , demnach liegt die Ansteckungsrate mit 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit zwischen 0,8 und 1,1.

Die Reproduktionszahl hatte aufgrund der Ausgangsbeschränkungen bereits bei 0,7 gelegen, stieg in den vergangenen Tagen aber schrittweise auf 0,8, dann 0,9 und liegt nun wieder bei 1,0.

Mehr als drei Millionen Corona-Infektionen weltweit

20.40 Uhr: Laut der US-amerikanischen Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Corona-Pandemie weltweit bereits mehr als drei Millionen Infektionen mit dem neuartigen Virus nachgewiesen worden. Demnach starben bereits mehr als 207.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus.

In den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, gibt es deutlich mehr bekannte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 als in jedem anderen Staat der Welt. Die dort nachgewiesenen Fälle machen rund ein Drittel aller bestätigten Infektionen weltweit aus. Die Zahlen der einzelnen Länder lassen sich wegen der unterschiedlichen Testquote und einer hohen Dunkelziffer jedoch nur begrenzt vergleichen.

Auch mit Blick auf die absolute Zahl der Toten sind die USA am stärksten von der Lungenkrankheit Covid-19 betroffen. Setzt man die Zahlen jedoch ins Verhältnis zur Bevölkerungszahl, zeigt sich ein anderes Bild. Pro 100.000 Einwohner starben nach einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 rund 62 Menschen in Belgien. In Italien waren es rund 44, in Deutschland rund sieben und in den USA rund 17. Auch diese Zahlen sind allerdings nur begrenzt vergleichbar, weil verschiedene Länder sich in unterschiedlichen Stadien der Pandemie befinden.

Angekündigt, abgesagt, angekündigt: Trumps Corona-PK soll stattfinden

20.15 Uhr: Verwirrung um die regelmäßigen Pressekonferenzen von US-Präsident Donald Trump in der Coronakrise: Die Sprecherin des Weißen Hauses, Kayleigh McEnany, teilte mit, Trump werde am Montag um 17.00 Uhr (Ortszeit/23.00 MESZ) nun doch vor die Medien treten. Das Weiße Haus hatte zunächst eine Pressekonferenz für diese Zeit am Montag angekündigt, sie dann aber wieder abgesagt. McEnany schrieb nun, bei Trumps Auftritt im Rosengarten des Weißen Hauses werde es um zusätzliche Richtlinien für Coronavirus-Tests und um "andere Ankündigungen" zur Wiedereröffnung der Wirtschaft gehen.

Trump hatte seine regelmäßigen Pressekonferenzen in der Coronakrise am Wochenende in Frage gestellt. Was habe es für einen Zweck, Pressekonferenzen im Weißen Haus abzuhalten, wenn die Medien "nichts als feindselige Fragen stellen und sich dann weigern, die Wahrheit oder Fakten genau zu berichten", schrieb er am Samstagabend auf Twitter. "Sie haben Rekord-Einschaltquoten und das amerikanische Volk bekommt nichts als Fake News." Das sei den Aufwand nicht wert. Am Samstag und Sonntag fanden daraufhin keine Pressekonferenzen statt.

Trump hat seit Mitte März fast täglich Pressekonferenzen abgehalten, die teilweise länger als zwei Stunden dauerten. Journalisten konnten ihm dabei ausführlich Fragen stellen. Wegen verbaler Attacken auf einige Medienvertreter, umstrittener, teils falscher Aussagen und viel Eigenlob handelte sich Trump zunehmend Kritik für seine Auftritte ein. Am Donnerstag hatte Trump bei der Pressekonferenz Forscher ermuntert, Möglichkeiten zu prüfen, Menschen im Kampf gegen das Virus Desinfektionsmittel zu spritzen. Damit löste er breite Empörung aus. Am Freitag versuchte er, seine Äußerungen zu relativieren, und sagte, diese seien nur "Sarkasmus" gewesen.

Sprecherin McEnany kündigte derweil an, dass die Presse-Briefings nun ein neues Format bekommen könnten, um Trumps Führungsrolle für die Öffentlichkeit "darzustellen". Wie dieses Format aussehen soll, sagte sie nicht.

Vorwahl der Demokraten in New York abgesagt

20.10 Uhr: Aus Sorge vor einer weiteren Verbreitung des neuartigen Coronavirus ist die Vorwahl der Demokraten im US-Bundesstaat New York abgesagt worden. Das entschieden die demokratischen Mitglieder des Wahlvorstands des Bundesstaates mit rund 19 Millionen Einwohnern am Montag, wie US-Medien berichteten.

New York ist damit der erste US-Bundesstaat, der die demokratische Vorwahl - zum ersten Mal in seiner Geschichte - ganz absagt. Zahlreiche andere Bundesstaaten haben ihre Vorwahlen bereits verschoben. Die Vorwahl in New York hatte ursprünglich Ende April stattfinden sollen und war dann wegen der Corona-Pandemie zunächst auf den 23. Juni verschoben worden.

Nach dem Rückzug des linken Senators Bernie Sanders ist der frühere Vizepräsident Joe Biden der einzige verbliebene Präsidentschaftsbewerber der US-Demokraten. Unterstützer von Sanders hatten gefordert, trotzdem eine Abstimmung in New York abzuhalten. "Was die Sanders-Kampagne wollte, ist im Grunde ein Schönheitswettbewerb, der in der Situation einer Gesundheitskrise unnötig und sogar frivol erscheint", sagte der demokratische Co-Vorsitzende des Wahlvorstands, Douglas Kellner. Gouverneur Andrew Cuomo sagte, er werde die Entscheidung des Wahlvorstands nicht hinterfragen.

Boeing rechnet erst in zwei bis drei Jahren mit Rückkehr zur Normalität bei Flügen

19.55 Uhr: Der US-Flugzeugbauer Boeing rechnet erst in zwei bis drei Jahren mit einer Rückkehr zur Normalität im internationalen Flugverkehr. Konzernchef David Calhoun sagte, das Niveau der Zeit vor der Coronavirus-Pandemie dürfte erst in einigen Jahren wieder erreicht werden. Die Krise sei beispiellos.

Calhoun kündigte zudem an, Boeing werde seinen Aktionären voraussichtlich erst in drei bis fünf Jahren wieder Dividende ausbezahlen. Er machte deutlich, dass eine Rückzahlung von Schulden und das Aufrechterhalten der Zuliefererkette größere Priorität habe.

Die Coronavirus-Pandemie trifft die Luftfahrtbranche schwer. Der Flugverkehr ist weltweit massiv zurückgegangen.

Wirtschaftseinbruch um bis zu zehn Prozent in der EU erwartet

19.23 Uhr: Die EU-Kommission erwartet wegen der Coronakrise einen Wirtschaftseinbruch um fünf bis zehn Prozent in der Europäischen Union. Genauere Zahlen würden Anfang Mai vorgestellt, sagte Kommissionsvize Valdis Dombrovskis dem Wirtschaftsausschuss des Europaparlaments. Harte Daten zum Arbeitsmarkt fehlten noch, fügte er hinzu. Doch könne er einige Beispiele nennen. So habe etwa Österreich 900.000 Menschen in Kurzarbeit und 500.000 Arbeitslose, was sich auf 35 Prozent der Beschäftigten summiere. In Frankreich seien 9,3 Millionen Menschen in Kurzarbeit. Es handele sich um beispiellose Zahlen.

Beiträge für Kindertagesbetreuung in NRW auch für Mai ausgesetzt

19.01 Uhr: Zur Entlastung von Eltern in der Coronakrise werden die Beiträge für die Kindertagesbetreuung und Offene Ganztagsschule in Nordrhein-Westfalen auch für Mai ausgesetzt. Das Land und die Kommunen verzichteten wie bereits im April auch im Monat Mai erneut landesweit auf die Erhebung der entsprechenden Elternbeiträge, gab die Landesregierung am Montagabend bekannt. Damit müssten die Eltern, unabhängig von der Wahrnehmung eines Betreuungsangebots, auch für den Mai keine Elternbeiträge aufbringen.

Fluglinie Norwegian glaubt nicht an Normalbetrieb vor 2022

18.34 Uhr: Die in der Krise steckende norwegische Billigfluglinie Norwegian rechnet nicht mit einer Rückkehr zum Normalbetrieb vor 2022. Man plane deshalb mit einer "Winterschlaf-Phase" sowie einer anschließenden "Erholungsphase", erklärte die Airline. Darin beschrieb die Billigfluggesellschaft, wie sie trotz des Stillstands des internationalen Flugverkehrs in der Coronakrise geschäftstüchtig bleiben will.

Der Großteil der Norwegian-Flugzeuge bleibt seit Wochen im Zuge der Corona-Pandemie am Boden, rund 7650 Mitarbeiter wurden vorübergehend beurlaubt.

Fast 1000 Crewmitglieder von US-Flugzeugträger mit Corona infiziert

18.16 Uhr: Wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus liegt der nukleargetriebene und hochgerüstete Flugzeugträger USS "Theodore Roosevelt" vor der Pazifikinsel Guam und wurde weitgehend evakuiert. Inzwischen steht fest: Fast 1000 Crew-Mitglieder sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Von insgesamt 969 Infizierten seien 14 bereits wieder genesen, erklärte die US-Marine am Montag. Sie korrigierte damit Angaben von Samstag, als die Zahl der genesenen Besatzungsmitglieder mit 112 angegeben wurde.

Als genesen gelte mittlerweile nur, wer zweimal hintereinander negativ auf das Virus getestet wurde, erklärte die Marine. US-Medien hatten vergangene Woche berichtet, dass einige Soldaten nach einem negativen Ergebnis erneut positiv auf den Erreger Sars-CoV-2 getestet worden seien.

Verteidigungsministerium entschuldigt sich nach Pressetermin

17.46 Uhr: Ein Termin, wie er zu Corona-Zeiten nicht ablaufen sollte: Zahlreiche Journalisten, Bundeswehrsoldaten sowie Mitarbeiter des Ministeriums standen bei der Ankunft einer Lieferung von 10,3 Millionen Schutzmasken aus China am Flughafen Leipzig/Halle am Montag dicht gedrängt. Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) gab eng umringt von Journalisten ein Statement ab. Einige trugen keine Schutzmasken.

In sozialen Netzwerken wurde das Verhalten kritisiert - darauf hat das Ministerium nun reagiert: "Leider haben sich heute in Leipzig nicht alle an die Regeln gehalten. Das bedauern wir sehr und überprüfen auch unsere eigene Organisation", hieß es in einem Tweet des Ministeriums nach dem Termin am Montag. "Muss wohl noch bei uns allen richtig eingeübt werden."

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Auch Gesundheitsminister Jens Spahn und Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier waren bei einem öffentlichen Termin in Kritik geraten - weil sie sich mit etlichen Menschen in einen Aufzug gestellt hatten. Das Bild davon sorgte für Spott im Netz.

Foto: Bodo Weissenborn/ dpa

Vereinte Nationen prangern Polizeigewalt während Ausgangssperren an

17.18 Uhr: Uno-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet wirft der Polizei in mehr als einem Dutzend Ländern Menschenrechtsverletzungen während der Ausgangssperren in der Coronakrise vor. In den betroffenen Ländern sei der Ausnahmezustand verhängt worden, erklärte Bachelet. Die Polizei habe dort Hunderttausende festgenommen und auch Menschen getötet. "Notstandsrechte dürfen keine Waffe sein, die Regierungen einsetzen, um abweichende Meinungen zu unterdrücken, die Bevölkerung zu kontrollieren oder ihre Zeit an der Macht zu verlängern", sagte sie.

Aus Kreisen ihres Büros hieß es, rund 80 Länder hätten wegen der Epidemie den Notstand ausgerufen. Gegen 15 dieser Nationen würden besonders schwerwiegende Vorwürfe erhoben, dies seien Nigeria, Kenia, Südafrika, die Philippinen, Sri Lanka, El Salvador, die Dominikanische Republik, Peru, Honduras, Jordanien, Marokko, Kambodscha, Usbekistan, Iran und Ungarn.

Einige Länder hätten Zehntausende Menschen wegen Verstößen gegen die Regeln eingesperrt, sagte Georgette Gagnon, die die Einsätze der Uno-Behörde vor Ort steuert. Angeführt werde die Liste von den Philippinen mit 120.000 Festnahmen in den vergangenen 30 Tagen. In Kenia untersuchten die Behörden Vorwürfe tödlicher Polizeigewalt in 20 Fällen. Das Land hat bisher 14 Tote durch die Pandemie gemeldet.

Singapur drohen Zehntausende infizierte Gastarbeiter

16.52 Uhr: In Singapur könnten nach bisherigen Testergebnissen mehr als 100.000 Gastarbeiter mit dem Coronavirus infiziert sein. Bisher wurde nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag bei 21.000 Tests in 11.419 Fällen das Virus festgestellt. Rechnet man diese Zahlen hoch, könnte etwa die Hälfte der 320.000 Arbeiter infiziert sein. Diese leben in Sammelunterkünften mit hoher Ansteckungsgefahr, mit 10 bis 20 Menschen pro Schlafsaal. Viele sind Bauarbeiter.

Der südostasiatische Stadtstaat mit 5,8 Millionen Einwohnern hat bislang insgesamt 14.423 Fälle registriert - um die 80 Prozent davon bei den Arbeitern. Die Todesrate ist im weltweiten Vergleich niedrig, demnach starben bislang zwölf Menschen an den Folgen einer Infektion. Zeitweise hatte das hochmoderne Singapur als Beispiel gegolten, wie ein Land das Virus gut in den Griff bekommen kann.

Das Gesundheitsministerium betonte, die meisten Getesteten hätten vorher keine Symptome gezeigt. Anders als in den meisten anderen Ländern seien sie dennoch getestet worden. Die Regierung von Singapur beteuert, die Arbeiter würden nicht anders behandelt als Einheimische. Sie sollen auch weiter bezahlt werden.

Gäste nach illegaler Grillparty positiv auf Coronavirus getestet

16.45 Uhr: Nach einer Grillparty im Kreis Nordfriesland haben sich mehrere Menschen mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. Drei der sieben Gäste wurden bereits positiv getestet, teilte die Kreispressestelle in Husum mit. Die Ergebnisse der anderen stünden noch aus. "Erst in den nächsten zwei Wochen wird sich herausstellen, wie groß der Schaden ist, den die sieben Personen mit ihrem Grillabend angerichtet haben", sagte die Leiterin des Kreisgesundheitsamts Nordfriesland, Antje Petersen.

Das Grillfest fand den Angaben zufolge am 19. April in einem Garten im südlichen Nordfriesland statt, den genauen Ort nannten die Behörden nicht. Die Kreispressestelle betonte, das Grillfest sei nicht erlaubt gewesen, da die Gäste mehrfach den Mindestabstand missachtet hätten und auch in keinem gemeinsamen Haushalt lebten. Alle Gäste stünden nun unter Quarantäne, während das Gesundheitsamt ihre Kontaktpersonen ermittele. "Durch puren Leichtsinn einiger weniger muss nun eine ganze Reihe von Kontaktpersonen in Quarantäne gehen - einschließlich Arbeitskollegen und Kunden", sagte Petersen.

Chinesische Grundschulkinder tragen "Ein-Meter-Hüte"

16.01 Uhr: Um Kindern bei der Wahrung sozialer Distanz zu helfen, hat sich eine Grundschule im ostchinesischen Hangzhou etwas Besonderes einfallen lassen. Am ersten Unterrichtstag nach einer fast hunderttägigen Corona-Zwangspause trugen Schüler der Yangzheng-Grundschule selbstgebastelte Hüte mit langen, flügelähnlichen Abstandshaltern, wie chinesische Medien berichteten. "Das ist tatsächlich unsere Idee gewesen", zitierte die Nachrichtenplattform "The Paper" Vizerektor Hong Feng. Es entspreche einer Regel der Schule: "Trag einen Ein-Meter-Hut (und) halte einen Abstand von einem Meter."

Die kunterbunten Hüte haben die Schüler demnach mit unterschiedlichen Materialien vor der Wiederaufnahme des Unterrichts zu Hause mit ihren Eltern gebastelt. Die Kopfbedeckungen seien historischen Vorbildern nachempfunden, die Beamte am Kaiserhof der Song-Dynastie zwischen 960 und 1279 trugen.

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Aldi Süd führt digitale Zutrittskontrollen ein

15.38 Uhr: Der Discounter Aldi Süd will in der Coronakrise mit digitalen Zutrittskontrollen die Zahl der Kunden in seinen Filialen begrenzen. Sensoren an den Ein- und Ausgängen sollen dabei die Kundenzahl im Laden in Echtzeit überwachen. "Das Zugangssystem gewährleistet, dass die Auslastungshöchstgrenzen in unseren Filialen nicht überschritten werden", teilte Aldi-Manager Malte Kuhn mit.

Insgesamt will der Discounter die Hälfte seiner 1930 Filialen mit den Sensoren ausstatten. Die Filialmitarbeiter werden dabei automatisch über eine App, per SMS oder Anrufe über die Auslastung informiert. In einzelnen Filialen soll ein Ampelsystem oder eine Bildschirmanzeige getestet werden, die die Kunden über die Auslastung der Filiale informiert und so den Zugang steuert.

Altmaier will, dass Konzerne bei Staatshilfen auf Dividenden-Ausschüttung verzichten

15.34 Uhr: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will die staatlichen Finanzhilfen für Konzerne in der Coronakrise an Bedingungen knüpfen. Wenn große Unternehmen staatliche Unterstützung bekämen, müssten sie auf die Ausschüttung von Dividenden verzichten, sagte Altmaier im Deutschlandfunk.

Auch das Management müsse einen Beitrag erbringen, sagte Altmaier. Wie hoch der Verzicht auf Boni sei, müsse im Einzelfall geklärt werden. Andernfalls könne dies den Steuerzahlern nicht zugemutet werden. Der CDU-Politiker betonte, dass er sich bei den genannten Bedingungen mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) einig sei.

Die Dividendenpläne zahlreicher Unternehmen waren zuletzt in die Kritik geraten. Zwar untersagt die Bundesregierung nach "Handelsblatt"-Informationen zumindest denjenigen Unternehmen, die über die staatliche Förderbank KfW Geld bekommen wollen, vorübergehend die Gewinnausschüttung. Dennoch hielten zunächst zahlreiche Aktiengesellschaften an teils reduzierten Milliardendividenden fest, allen voran die Autobauer Volkswagen, Daimler und BMW sowie der Zulieferer Continental. Dabei ist die Branche in der Coronakrise massiv von Kurzarbeit betroffen.

Kein baldiges Ende der Reisewarnungen

15.14 Uhr: In der Coronakrise ist bei den aktuellen Reisewarnungen und Beschränkungen im grenzüberschreitenden Verkehr nicht mit einem schnellen Ende zu rechnen. Das Auswärtige Amt strebe bei Gesprächen in Brüssel mit den EU-Partnern jedoch an, gemeinsame Kriterien dafür zu entwickeln, wann der Reiseverkehr und der Verkehr insgesamt wieder aufgenommen werden könne, sagte ein Sprecher des Ministeriums.

"Die Reisewarnung gilt aktuell bis zum 3. Mai, und über die Verlängerung muss bis dahin gesprochen und entschieden werden", sagte der Sprecher. Er sprach von einem "klaren Erwartungsmanagement", dass die Urlaubssaison 2020 anders sein werde als gewünscht und gewohnt. "Es gibt noch keine förmliche Entscheidung, aber Sie hören aus meinen Worten, dass mit einem baldigen Ende der Reisewarnungen jetzt nicht unmittelbar zu rechnen ist", sagte er.

Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte, das gelte auch für die sogenannten Binnengrenzkontrollen, die an fünf Landgrenzen Deutschlands bis einschließlich 4. Mai vorläufig angeordnet seien. Über eine Verlängerung dieses Schritts werde vorher zu entscheiden sein.

Söder kündigt Korrektur der Handelsbeschränkungen an

14.47 Uhr: Markus Söder (CSU) hat für die Beschränkungen des Handels Korrekturen angekündigt, nachdem der bayerische Verwaltungsgerichtshof das Verkaufsverbot für Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern Verkaufsfläche für verfassungswidrig erklärt hatte. Diese Woche ändere sich jedoch nichts, sagte der bayerische Ministerpräsident. "Wir überlegen uns, (...) wie wir mit nächster Woche dann umgehen." Dabei orientiere man sich an der Gerichtsentscheidung, sagte Söder.

Die Verwaltungsrichter sehen das wegen der Ungleichbehandlung kleinerer Läden und der Ausnahmen für größere Geschäfte in anderen Branchen als Verstoß gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes. Das Gericht setzte die Vorschrift wegen der aktuellen Lage "ausnahmsweise" nicht außer Kraft, stellte aber die Unvereinbarkeit mit dem Grundgesetz fest.

Söder sagte, nach widersprüchlichen Entscheidungen von Vorinstanzen gebe es nun Klarheit. Er wertete die Entscheidung aber nicht als Kritik am Kurs der Staatsregierung. "Also im Grunde genommen ist es eher eine Sicherheitsmaßnahme und bestätigt den umsichtigen Kurs gegenüber dem etwas lockereren Kurs des Bundes." Es sei kein Angriff, sondern aus Sicht der Staatsregierung eine Präzisierung. "Und die werden wir dann natürlich entsprechend umsetzen und auch vornehmen", sagte Söder.

Deutsche horteten im März stärker Bargeld

14.13 Uhr: Die Coronakrise führt laut einer Auswertung offenbar dazu, dass die Deutschen noch mehr Bargeld horten als sonst - zumindest zu Beginn der Krise. Dabei nimmt gleichzeitig auch das digitale Bezahlen zu. Lesen Sie hier mehr.

Einnahmen durch Luftverkehrsteuer deutlich zurückgegangen

13.50 Uhr: Der drastische Einbruch bei den Flugreisen in der Coronakrise macht sich auch bei den Steuereinnahmen bemerkbar: Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, gingen die Steuereinnahmen aus der Luftverkehrsteuer in Deutschland im März 2020 um 56,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück. Für das gesamte erste Quartal 2020 ergibt sich demnach ein Rückgang von 27,3 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2019.

Im Jahr 2019 hatte der Bund insgesamt 1,2 Milliarden Euro für rund 96,6 Millionen beförderte Passagiere durch die Luftverkehrsteuer eingenommen. Die kassenmäßigen Steuereinnahmen werden von den Luftverkehrsunternehmen entrichtet und dem Monat zugeordnet, in dem der Fluggast abgeflogen ist.

Bislang waren die Einnahmen im März eines jeden Jahres seit der Einführung der Luftverkehrsabgabe im Jahr 2011 im Vergleich zum Februar angestiegen. Im Jahr der Coronakrise ist das laut Statistischem Bundesamt nun erstmals nicht der Fall. Die Steuereinnahmen waren demnach im März 2020 um 54,8 Prozent niedriger als im Februar 2020.

Spanien startet Antikörperstudie mit 90.000 Teilnehmern

13.25 Uhr: Spanien will mit Antikörpertests in 36.000 Haushalten mit rund 90.000 Bewohnern das Ausmaß des Coronavirus-Ausbruchs abschätzen. Die Testreihe sollte an diesem Montag beginnen und sich über mehrere Wochen hinziehen. Alle Teilnehmer werden zwei verschiedenen Tests unterzogen, die insgesamt dreimal im Abstand von drei Wochen durchgeführt werden.

Die Studie findet landesweit statt, die Teilnahme ist freiwillig. Die Gesundheitsbehörden hoffen, mit der Analyse auch Informationen über die Übertragung des Virus in Privathaushalten nach sechswöchiger Ausgehsperre zu erhalten.

Am Wochenende hatte bereits Italien angekündigt, ab dem 4. Mai mit Antikörpertests bei zunächst 150.000 Menschen die Dunkelziffer der Coronavirus-Infizierten bestimmen zu wollen. Auch Deutschland plant einen groß angelegten Test, kleinere Projekte haben bereits begonnen.

Verkaufsverbot für große Geschäfte in Bayern verfassungswidrig

12.56 Uhr: Bayerns höchstes Verwaltungsgericht hat das von der Staatsregierung in der Coronakrise verhängte Verkaufsverbot für Geschäfte mit mehr als 800 Quadratmetern für verfassungswidrig erklärt. Die Richter sehen dies wegen der Ungleichbehandlung mit kleineren Läden als Verstoß gegen das Grundgesetz. Das teilte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) mit. Das Gericht setzte die Vorschrift aber nicht außer Kraft.

Steuerzahlerbund will 100 Euro Pauschale für Arbeiter im Homeoffice

12.44 Uhr: Der Bund der Steuerzahler fordert eine Pauschale von 100 Euro pro Monat für alle, die in der Coronakrise von zu Hause arbeiten. "Die Politik muss sämtliche Spielräume für ein unbürokratisches Entgegenkommen ausschöpfen", sagte Vereinspräsident Reiner Holznagel. Zudem regte er an, die Umsatzsteuer für bestimmte Dienstleistungen auf sieben Prozent zu senken und den Solidaritätszuschlag früher abzuschaffen. Damit soll Unternehmern geholfen werden, aus der Coronakrise zu kommen.

Kinder kehren in Norwegens Grundschulen zurück

12.09 Uhr: In Norwegen sind Schüler bis zur vierten Klasse in den Unterricht zurückgekehrt. Nach eineinhalb Monaten wurden in dem skandinavischen Land die Bildungseinrichtungen für jüngere Kinder am Montag wieder geöffnet. Betroffen sind nach Angaben des Rundfunksenders NRK insgesamt 250.000 Kinder. Nun gelten Abstandsregeln. Vielerorts wurden Schüler in kleinere Klassengruppen eingeteilt. Kinder, die einer Risikogruppe angehören, sollen weiter aus der Ferne unterrichtet werden.

Kindergärten sind in Norwegen bereits seit einer Woche wieder geöffnet, nachdem sie ebenso wie die Schulen seit dem 12. März geschlossen waren. Als Ziel gab die Regierung aus, dass alle Schüler bis zum Sommer in geeigneter Weise zurück in die Schulen kommen. Alle schriftlichen und mündlichen Abschlussprüfungen für Schüler der Oberstufenklassen wurden abgesagt.

Insgesamt gibt es in Norwegen bislang rund 7500 Infektionen sowie knapp 200 Todesfälle, die auf das Coronavirus zurückzuführen sind. Die Ausbreitung des Virus hat sich in den vergangenen Wochen jedoch deutlich verlangsamt. Bereits am 15. April hatte Dänemark Kitas sowie Schulen bis zur fünften Klasse wieder geöffnet. Die Erfahrungen aus Skandinavien dürften auch für andere Länder wie Deutschland interessant sein.

Langsame Öffnung der Gastronomie laut Söder erst ab Ende Mai denkbar

11.52 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hält eine langsame Wiedereröffnung der Gastronomie erst ab Ende Mai für denkbar. Das sagte er nach Teilnehmerangaben in einer Videoschalte des CSU-Parteivorstands. Söder verteidigte dabei den bisherigen Kurs im Kampf gegen das Coronavirus und mahnte weiterhin zu nur vorsichtigen Lockerungen.

Die bisherige Strategie, Inhalt und Zeitpunkt, seien richtig gewesen. Man müsse nun weiterhin langsam, behutsam und vorsichtig agieren - aber mit Perspektiven. Es dürfe bei den Lockerungen keinen Überbietungswettbewerb geben.

Die CSU-Spitze ging in der Videoschalte deutlich auf Distanz zu Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Dieser hatte am Sonntagabend in der ARD beklagt, dass Virologen alle paar Tage ihre Meinung änderten. Das führe zu Verunsicherung. Söder sagte ganz grundsätzlich, ohne Laschet namentlich zu nennen: "Es wäre falsch, nicht auf Virologen zu hören, denn sie haben uns bisher gut beraten."

Schweiz lockert Corona-Maßnahmen

11.35 Uhr: Die Schweiz hat ihre Auflagen in der Coronakrise gelockert. Neben Bau- und Gartenmärkten dürfen unter anderem auch Friseure, Physiotherapeuten, Tier- und Zahnärzte sowie Kosmetik- und Tattoo-Studios wieder öffnen. Die Bürger sind aber aufgerufen, weiter die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten.

Schulen und weitere Geschäfte sollen in zwei Wochen wieder öffnen. Ab dem 8. Juni sollen dann auch Berufs- und Hochschulen sowie Museen, Bibliotheken und Zoos wieder aufmachen dürfen.

Formel 1 plant mit Österreich als Saisonstart

11.19 Uhr: Die Formel 1 plant ihren Neustart am 5. Juli mit einem Rennen in Österreich. Der überarbeitete Rennkalender werde 15 bis 18 Grand Prix mit einem Saisonfinale im Dezember in Abu Dhabi umfassen, teilte die Rennserie mit. Die ersten Rennen sollen im Juli und August ohne Zuschauer in Europa stattfinden. Von September an werde es auch Rennen auf anderen Kontinenten geben. Lesen Sie mehr hier.

Fast zwei Millionen Australier laden sich Corona-Warn-App aufs Handy

11.10 Uhr: In Australien haben am ersten Tag fast zwei Millionen Menschen eine Corona-Warn-App heruntergeladen. Gesundheitsminister Greg Hunt sagte, das Angebot werde "außergewöhnlich" gut angenommen. In weniger als 24 Stunden hätten schon 1,9 Millionen Menschen die App installiert. Die australische Gesundheitsbehörde hofft darauf, dass am Ende gut die Hälfte der 25 Millionen Einwohner die App nutzen werden.

Die App soll bei der Rückverfolgung der Kontakte von Coronavirus-Infizierten helfen. Die seit Sonntagabend verfügbare App "COVIDSafe" macht über Bluetooth Nutzer ausfindig, die sich 15 Minuten oder länger in einem Abstand von bis zu 1,5 Metern zu einem Coronavirus-Infizierten aufgehalten haben. Diese Daten können dann von den Behörden abgerufen werden, um die Kontaktpersonen schneller zu kontaktieren als bisher.

Die Verwendung der App ist freiwillig. Nutzer können ein Pseudonym nutzen, die Polizei hat keinen Zugriff auf die Daten. Zudem werden alle Informationen automatisch nach 21 Tagen gelöscht. Die App habe nur eine einzige Funktion, nur die Gesundheitsbehörden hätten Zugriff, "niemand sonst", sagte Hunt.

Chinesischer Botschafter droht Australien mit Warenboykott

10.50 Uhr: Nach der Forderung der australischen Regierung, die Verantwortung Chinas für die globale Ausbreitung des neuartigen Coronavirus zu untersuchen, hat der chinesische Botschafter in Canberra mit einem Boykott australischer Waren durch chinesische Verbraucher gedroht. Eine solche Untersuchung könne "gefährliche" Folgen für die australische Tourismusindustrie und Landwirtschaft haben, sagte der Botschafter Cheng Jingye in einem Interview mit der "Financial Review".

Die chinesische Öffentlichkeit sei angesichts der Forderung Australiens "frustriert, bestürzt und enttäuscht", das chinesische Krisenmanagement nach dem ersten Auftreten des Coronavirus in Wuhan international zu untersuchen, sagte Cheng. Der Botschafter warf Australien vor, China-feindliche Äußerungen der US-Regierung zu übernehmen.

Der Botschafter verwies zudem auf die zahlreichen chinesischen Studenten, die an australischen Universitäten eingeschrieben und eine wichtige Einkommensquelle für Australiens Wirtschaft sind. Eltern dieser Studenten könnten in Zukunft überdenken, ob ein Ort, "der nicht so freundlich, sondern sogar feindselig" gegenüber China eingestellt sei, der beste Studienplatz für ihre Kinder sei, sagte Cheng.

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Am Wochenende hatte Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) gesagt, er blicke mit Sorge auf die geschlossene Grenze. Die polnische Regierung sei über das Ziel hinausgeschossen. Auch Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) bat um eine Lockerung. In den polnischen Grenzstädten Zgorzelec, Slubice und Gubin hatten zuvor mehrere Hundert Menschen gegen die Regelungen protestiert.

Die nationalkonservative Regierung von Ministerpräsident Mateusz Morawiecki hatte Mitte März die Grenzen für Ausländer geschlossen. Berufspendler müssen nach ihrer Rückkehr nach Polen zwei Wochen nach Hause in Isolation. Sachsen und Brandenburg unterstützen die Pendler finanziell, wenn sie sich dafür entscheiden, auf der deutschen Seite der Grenze zu bleiben.

Scheuer für Maskenpflicht auch im öffentlichen Fernverkehr

10.23 Uhr: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) setzt sich für eine Schutzmasken-Pflicht auch im öffentlichen Fernverkehr ein. Das wolle er für die Gespräche der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten in dieser Woche vorschlagen, sagte Scheuer. Im öffentlichen Nahverkehr ist ab Montag das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in allen Bundesländern Pflicht, jedoch reicht auch ein Tuch oder Schal aus. Für Scheuer wäre es ein "Systembruch", das im Fernverkehr anders zu machen, sagte er. Er glaube auch, dass die Bürger dazu bereit seien.

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Wichtig sei, dass im Bahnverkehr etwa in Italien und Frankreich nicht andere Regeln gelten als in Deutschland, sagte Scheuer. Die Bahn sei mit den Unternehmen der anderen Länder im Gespräch, auch die Bundesregierung stimme sich in Vorbereitung einer Besprechung der EU-Verkehrsminister an diesem Mittwoch mit anderen Ländern ab. Es müsse darüber nachgedacht werden, ob das offene deutsche Bahnsystem ohne Reservierungspflicht beibehalten werden könne, sagte Scheuer.

Condor bekommt Staatshilfen

09.57 Uhr: Die angeschlagene Fluggesellschaft Condor bekommt neue Staatshilfen. Die EU-Kommission erteilte wegen der Coronavirus-Pandemie die Genehmigung für ein Kreditprogramm der Bundesregierung und des Landes Hessen in Höhe von insgesamt 550 Millionen Euro. Somit könne Deutschland Condor einen Teil der durch die Coronakrise bedingten Einbußen ersetzen, sagte EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager.

"Wir bemühen uns in Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten um Lösungen, wie Unternehmen in diesen schwierigen Zeiten im Einklang mit den EU-Beihilfevorschriften unterstützt werden können", sagte sie. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) begründete die weitere Unterstützung mit guten Aussichten für die Airline. "Das Unternehmen war in normalen Zeiten operativ gesund und profitabel und hat eine gute Zukunftsperspektive", sagte er. Hessische Vertreter bekundeten starkes Interesse, dass Condor als Arbeitgeber am Frankfurter Flughafen die Krise überlebt.

Die neuerliche Rettung der Condor war im Verlauf der Coronakrise notwendig geworden. Die polnische Luftfahrt-Holding PGL mit der Fluglinie LOT hatte die bereits im Januar vereinbarte Übernahme des deutschen Ferienfliegers wegen eigener Probleme platzen lassen. Das Frankfurter Unternehmen Condor mit rund 4900 Beschäftigten und mehr als 50 Flugzeugen war nach der Pleite des britischen Mutterkonzerns Thomas Cook im September 2019 in ein Schutzschirmverfahren gegangen. Lesen Sie hier mehr.

Erste Restaurants in Stockholm geschlossen

09.42 Uhr: Wegen Verstoßes gegen die Abstandsregeln sind in Stockholm erstmals fünf Restaurants geschlossen worden. Trotz vorheriger Inspektionen und der Möglichkeit zur Korrektur hätten die Betreiber der Lokale die Vorschriften und Empfehlungen der schwedischen Gesundheitsbehörde zum Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus nicht erfüllt, teilte die Region Stockholm mit.

Die Schließungen hätten vor allem mit dem Gedränge sowohl im Lokal als auch davor zu tun. Die Lage im Gesundheitswesen sei extrem angespannt, weshalb die Ausbreitung des Coronavirus abgebremst werden müsse.

Vor wenigen Tagen hatten die Stadt Stockholm und Schwedens Innenminister Mikael Damberg Restaurants und Cafés bereits mit der Schließung gedroht, wenn sie nicht für ausreichend Abstand zwischen den Kunden sorgten. Zuvor hatte es immer wieder Berichte über dichtes Gedränge in schwedischen Lokalen gegeben, vor allem in der Hauptstadt Stockholm. Die fünf geschlossenen Restaurants haben nun die Möglichkeit, die Mängel zu beheben und um eine erneute Inspektion zu bitten - oder rechtlich gegen den Beschluss vorzugehen.

Erste Schüler kehren in Shanghai und Peking in Schulen zurück

09.25 Uhr: Nach monatelanger Isolation sind in den chinesischen Metropolen China und Shanghai Zehntausende Kinder und Jugendliche an ihre Schulen zurückgekehrt. In Shanghai öffneten am Montag die Klassenräume für die Abschlussklassen der Mittel- und Oberschule, während in Peking der Unterricht zunächst nur für die Abschlussklassen der Oberschulen startete. Seit Mitte Januar waren Schulen in China landesweit geschlossen.

Für die zurückkehrenden Schüler gelten strenge Vorsichtsmaßnahmen. Polizisten beaufsichtigten am Morgen die Schulen in Peking, Mitarbeiter desinfizierten fortlaufend die Schuleingänge.

Nach Angaben des Bildungsministeriums wird bei den Schülern in der Hauptstadt täglich vor Unterrichtsbeginn Fieber gemessen. Zudem müssen sie vor Betreten des Schulgebäudes einen Gesundheits-Code auf einer speziellen App vorzeigen, der das Infektionsrisiko des Smartphone-Nutzers berechnet. Einige Schulen in Peking hätten den Unterrichtsbeginn vorab mit Schauspielern geprobt, erklärte das Ministerium.

Söder stellt weitere Lockerungen in Aussicht

09.12 Uhr: Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat weitere Lockerungen der Beschränkungen in der Coronakrise in Aussicht gestellt. "Wenn das jetzt in dieser Woche gut funktioniert, dann können wir über weitere Erleichterungen gut nachdenken", sagte Söder dem Bayerischen Rundfunk.

Von dieser Woche an dürfen im Freistaat unter anderem Geschäfte mit bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche unter Auflagen wieder öffnen. Allerdings gilt eine strenge Mund-Nasen-Schutz-Pflicht in Läden und im öffentlichen Nahverkehr. In den Schulen beginnt zunächst für Abschlussklassen wieder der Präsenzunterricht.

Er wolle für Bayern weiter einen vorsichtigen Weg gehen, sagte Söder. Ende der Woche werde unter anderem mit Blick auf den Handel und den Nahverkehr Bilanz gezogen. Die Linie sei: lieber eine Woche später als die anderen - und auf der sicheren Seite.

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Jacinda Ardern: Neuseeland einen entscheidenden Schritt weiter

08.13 Uhr: Neuseeland hat einen Erfolg im Kampf gegen das Coronavirus vermeldet. Es gebe keine großflächige, unerkannte Übertragung des Virus mehr, sagte Premierministerin Jacinda Ardern. "Wir haben diesen Kampf gewonnen."

Nach knapp fünf Wochen an Einschränkungen auf der höchsten Stufe vier sollten diese ab Montagabend auf Stufe drei herabgesetzt werden. Damit dürfen neben lebenswichtigen Geschäften auch einige andere Läden, Restaurants mit Essen zum Mitnehmen und Schulen wieder öffnen.

Ardern warnte jedoch, es sei noch nicht absehbar, wann eine vollständige Rückkehr in die Normalität möglich ist. Jeder wolle "die sozialen Kontakte zurück, die wir alle so vermissen", sagte sie. Dies müsse aber "langsam und vorsichtig geschehen". Sie werde die bereits erzielten Schritte für die Gesundheit der Menschen nicht aufs Spiel setzen. Wenn Einschränkungen auf Stufe drei weiter nötig seien, werde es vorerst dabei bleiben. Die meisten Menschen müssten also weiterhin zu Hause bleiben.

In Neuseeland gab es Medienberichten zufolge am Sonntag nur noch einen neuen Fall. Der Johns-Hopkins-Universität zufolge gibt es in dem Land 1469 Infizierte und 19 Todesfälle. In Neuseeland leben rund fünf Millionen Menschen.  

Menschen setzen in der Coronakrise auf Bargeld

07.49 Uhr: Die Menschen haben zu Beginn der Coronakrise mehr Bargeld gehortet, wie aus einer Studie hervorgeht. Der Bargeldumlauf im Euroraum stieg im März um fast 100 Milliarden Euro oder 8 Prozent, wie aus einer Analyse des Beratungsunternehmens Barkow Consulting im Auftrag der Direktbank ING Deutschland hervorgeht. Verglichen mit der Entwicklung in den Vormonaten Januar und Februar lasse sich ein "Corona-Sondereffekt" von etwa 30 Milliarden Euro ausweisen. Davon entfielen etwa 20 Prozent beziehungsweise 6 Milliarden Euro auf Privathaushalte in Deutschland.

Auch die Bundesbank hatte zu Beginn der Krise zunächst einen Anstieg der Nachfrage nach Scheinen und Münzen festgestellt. Anschließend seien die Volumina aber wieder deutlich zurückgegangen. Der Analyse zufolge saßen die Menschen in Deutschland Ende 2019 auf insgesamt 253 Milliarden Euro Bargeld. Das waren 32 Milliarden oder 15 Prozent mehr als im Vorjahr. Durchschnittlich entspreche das mehr als 3000 Euro für jeden Bundesbürger.

Der Boom von Scheinen und Münzen setzte den Daten zufolge mit der Niedrigzinsphase im Euroraum ein. Seit Ende 2013 haben sich demnach die Bargeldbestände in Deutschland mehr als verdoppelt.

Die vergangenen 20 Jahre seien von unterschiedlichen Blasen und Krisen an den Finanzmärkten gekennzeichnet gewesen. Hinzu komme die Niedrigzinsphase der jüngeren Vergangenheit. "Es ist also kein Wunder, dass die Deutschen scheinbar etwas verunsichert sind und einen Teil ihres Geldes lieber unter das Kopfkissen legen", sagt Thomas Dwornitzak, Leiter Sparen & Anlegen bei der ING Deutschland.

Japanische Notenbank lockert Geldpolitik weiter

Bank of Japan in Tokio

Bank of Japan in Tokio

Foto:

KAZUHIRO NOGI/ AFP

07.10 Uhr: Die japanische Notenbank hat weitere Maßnahmen zur Unterstützung der Wirtschaft in der Coronakrise beschlossen. Sie weitete am Montag das Programm zum Kauf von Geldmarktpapieren und Firmenanleihen auf ein Volumen von 20 Billionen Yen (rund 171 Milliarden Euro) aus. Bislang hatte das Programm einen Umfang von sieben Billionen Yen.

Die Notenbank bekräftigte zudem, im Zweifel unbegrenzt Staatsanleihen aufzukaufen. Den Zinssatz ließen die Währungshüter am Montag unverändert. 

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Corona-Hilfen für ärmere Länder - Auswärtiges Amt gibt 300 Millionen Euro

06.53 Uhr: Das Auswärtige Amt in Berlin stellt 300 Millionen Euro für humanitäre Hilfen im Kampf gegen das Coronavirus in ärmeren Ländern bereit. Das Ministerium reagierte damit auf einen Hilferuf der Vereinten Nationen, wie es am Sonntagabend mitteilte. Die Uno hatte die aufgrund der Coronakrise entstehenden zusätzlichen Kosten für humanitäre Hilfen vorläufig auf zwei Milliarden Dollar (1,85 Milliarden Euro) beziffert.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) sagte, das Coronavirus sei besonders gefährlich für Menschen, die in Kriegsgebieten oder Flüchtlingslagern leben - oder in Staaten, deren Gesundheitssysteme durch die Pandemie "völlig überfordert" seien: "Hier ist unsere Solidarität gefordert, um das Leiden zu lindern." Zudem sei die Pandemie nur länderübergreifend dauerhaft zu besiegen, ansonsten drohten immer wieder neue Infektionswellen.

Mehr als Tausend neue Coronafälle in Deutschland

06.41 Uhr: In Deutschland ist die Zahl der Corona-Infektionen Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) zufolge binnen einem Tag um 1018 auf 155.193 gestiegen. Zudem seien weitere 110 Menschen gestorben. Insgesamt liege die Zahl der registrierten Covid-19-Todesfälle damit bei 5750, teilte das RKI  mit. Etwa 114.500 Erkrankte seien inzwischen genesen, das sei ein Plus von ungefähr 2500 im Vergleich zum Vortag.

Präsident des Deutschen Wetterdienstes: "Der Klimawandel schreitet voran, egal, was sonst passiert"

06.00 Uhr: Der Kampf gegen den Klimawandel darf aus Sicht des Präsidenten des Deutschen Wetterdienstes, Gerhard Adrian, auch in der Coronakrise nicht in den Hintergrund treten. "Es wäre schlimm, wenn der Klimaschutz über den Kampf gegen das Virus zurückgestellt würde", sagte Adrian, der auch Vorsitzender der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) ist, der Deutschen Presse-Agentur. "Der Klimawandel schreitet voran, egal was sonst passiert - unabhängig von der Coronakrise." An diesem Montag beginnen in Berlin internationale Klimagespräche. Wegen der Pandemie werden die Minister aus rund 30 Ländern aber per Videokonferenz zusammengeschaltet.

Nicht nur Umweltverbände, sondern auch zahlreiche Unternehmen fordern bereits, Konjunkturprogramme zur Abfederung der Krise so zu gestalten, dass sie klimafreundliche Technologien nach vorn bringen. "Die Herausforderung ist, die CO2-, Methan- und Lachgasemissionen zu reduzieren", sagte Adrian. "Wenn sich das Wirtschaftssystem dafür umstellen muss, wären Konjunkturprogramme in der Coronakrise natürlich eine Gelegenheit, beides zusammenzuführen."

Wie die Pandemie selbst sich auf die Treibhausgas-Konzentration in der Atmosphäre und die Luftqualität auswirkt, lässt laut Adrians noch nicht sagen. "Dafür ist die Variabilität in der Atmosphäre zu groß", erklärte er, fügte aber hinzu: "Es ist so viel CO2 im System, dass sich der vorübergehend geringere Ausstoß kaum auswirken dürfte." Ob es angesichts des warmen und trockenen Frühlings wieder eine ähnliche Dürre gebe wie im letzten Jahr, die bedrohlich wäre, könne er noch nicht sagen, dafür sei es zu früh.

Die Totenzahlen in den USA steigen - die Kurse auch

05.43 Uhr: Die Realwirtschaft ist im freien Fall - nur die US-Aktienmärkte streben munter aufwärts, selbst wenn gerade wieder Millionen Jobs verloren gehen. Sind die Investoren völlig verrückt geworden? Dazu hier mehr.

Johnson zurück am Regierungssitz Downing Street

05.13 Uhr: Der britische Premierminister Boris Johnson ist nach überstandener Covid-19-Erkrankung am Sonntagabend wieder am Regierungssitz Downing Street in London eingetroffen. Entsprechende Berichte bestätigte eine Regierungssprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Johnson will an diesem Montag seine Amtsgeschäfte wieder aufnehmen.

Johnson hatte sich in den vergangenen zwei Wochen auf seinem Landsitz Chequers, nahe London, von der Lungenkrankheit erholt. Zuvor musste er nach der Infektion mit dem Coronavirus eine Woche im Krankenhaus verbringen, drei Tage auch auf der Intensivstation. Vertreten wurde er solange von Außenminister Dominic Raab.

Auf Johnson warten schwierige Aufgaben: Das britische Gesundheitswesen ist chronisch unterfinanziert, gleichzeitig belastet der Lockdown die weltweit fünftgrößte Volkswirtschaft stark. Sie könnte laut Experten in die schwerste Rezession seit mehr als 300 Jahren abgleiten. Und auch für den anstehenden Brexit muss Johnson noch Lösungen mit der EU aushandeln. Laut Angaben der Johns-Hopkins-Universität sind aktuell 154.032 Briten mit dem Coronavirus infiziert, 20.794 sind gestorben. Großbritannien hat damit nur noch rund 3000 Infizierte weniger als Deutschland.

Arbeiten an Pariser Kathedrale Notre-Dame starten wieder

05.00 Uhr: Sechs Wochen nach dem Baustopp an der Pariser Kathedrale Notre-Dame gehen am Montag die Arbeiten zur Sicherung der bei einem Brand schwer beschädigten Kirche weiter. Angekündigt ist eine mehrstufige Wiederaufnahme unter strengen Hygiene-Auflagen für die Bauarbeiter. Die Arbeiten waren am 16. März wegen der Ausbreitung des Coronavirus eingestellt worden.

Unter anderem muss ein tonnenschweres Eisengerüst vom Dach von Notre-Dame entfernt werden, das auf dem Gewölbe lastet. Es schmolz bei dem Brand am 15. April 2019 teilweise ein. Große Teile des Dachs und der Spitzturm der Kathedrale stürzten durch das Feuer ein. Staatschef Emmanuel Macron hält ungeachtet der Pandemie an der Zusage fest, die Kirche bis zum Sommer 2024 wieder aufzubauen.

Trump dementiert baldige Ablösung von Gesundheitsminister Azar

04.16 Uhr: Droht mitten in der Coronakrise ein weiterer Rauswurf aus Donald Trumps Kabinett? Laut US-Medien ist Gesundheitsminister Azar angezählt. Nun hat der US-Präsident dies vehement bestritten. Lesen Sie hier mehr.

Alle Artikel zum Coronavirus

Am 31. Dezember 2019 wandte sich China erstmals an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der Millionenstadt Wuhan häuften sich Fälle einer rätselhaften Lungenentzündung. Mittlerweile sind mehr als 180 Millionen Menschen weltweit nachweislich erkrankt, die Situation ändert sich von Tag zu Tag. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über alle SPIEGEL-Artikel zum Thema.

NRW-Familienminister Stamp fordert größeren Spielraum der Länder bei Kita-Öffnungen

03.20 Uhr: Der nordrhein-westfälische Familienminister Joachim Stamp hat für einen größeren Spielraum der Länder bei der Öffnung von Kitas plädiert. "Wir haben regional unterschiedliche Entwicklungen der Pandemie, auf die müssen wir auch regional unterschiedlich reagieren können", sagte der FDP-Politiker vor der an diesem Montag geplanten Familienministerkonferenz den "Westfälischen Nachrichten" und dem "Westfalen-Blatt". Höhere Infektionszahlen in Bayern oder Baden-Württemberg dürften andere Länder nicht bei der Öffnung der Kitas bremsen: "Dann sollten wir das in den Ländern mit den jeweils passenden Geschwindigkeiten angehen."

Die Familienminister von Bund und Ländern wollen eine Empfehlung für die Schalte von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten am Donnerstag abgeben. Stamp übte Kritik an den Entscheidungswegen: "Es ist auch kein dauerhaft akzeptabler Zustand, dass die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten in Zwei-Wochen-Rhythmen bundeseinheitlich erklären, was jetzt geht und was nicht." Aufgabe der Runde sei es, einen gemeinsamen Rahmen festzulegen. "Aber es kann nicht sein, dass ein solches Gremium bis in alle Einzelteile in die Länder durchregiert. Wir haben auch Landesparlamente mit souveränen Abgeordneten, die in der Lage sind zu entscheiden, was sinnvoll und nicht sinnvoll ist."

NRWs stellvertretender Ministerpräsident Joachim Stamp: "Es ist auch kein dauerhaft akzeptabler Zustand, dass die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten in Zwei-Wochen-Rhythmen bundeseinheitlich erklären, was jetzt geht und was nicht."

NRWs stellvertretender Ministerpräsident Joachim Stamp: "Es ist auch kein dauerhaft akzeptabler Zustand, dass die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten in Zwei-Wochen-Rhythmen bundeseinheitlich erklären, was jetzt geht und was nicht."

Foto: Federico Gambarini/ dpa

Hunderte Demonstranten in Brasília solidarisieren sich mit Bolsonaro

03.02 Uhr: Mehrere Hundert Demonstranten haben in der brasilianischen Hauptstadt Brasília ihre Solidarität mit Präsident Jair Bolsonaro bekundet, nachdem Justizminister Sergio Moro in der vergangenen Woche nach einem Streit mit Bolsonaro die Regierung verlassen hatte. Die Demonstranten zogen am Sonntag in Fahrzeugen und zu Fuß durch das Regierungsviertel zum Sitz des Parlaments. Auf Transparenten stand "Unterstützung für Bolsonaro". Der abgetretene Justizminister Moro wurde als "Verräter" bezeichnet.

Moro war eine Schlüsselfigur in Bolsonaros Kabinett, zuvor hatte der Präsident den Chef der Bundespolizei, Mauricio Valeixo, entlassen. Moro warf Bolsonaro "politische Einflussnahme" in Justizangelegenheiten vor. Es ist der zweite Abgang in kürzester Zeit: In der vergangenen Woche hatte der Präsident nach einem Zwist über den richtigen Kurs in der Coronakrise seinen Gesundheitsminister entlassen. Bolsonaros laxes Krisenmanagement ist nicht nur in der Regierung umstritten: Zuletzt forderten zahlreiche Regierungsanhänger ein Eingreifen der Streitkräfte.

Schweizer dürfen wieder zum Friseur

02.50 Uhr: Die Schweiz beginnt rund sechs Wochen nach dem Schließen der meisten Geschäfte mit einer Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen. Ab diesem Montag dürfen etwa Friseurgeschäfte, Kosmetik- oder Nagelstudios sowie Baumärkte und Gartencenter wieder öffnen. Ärzte und Physiotherapeuten können ihre Praxen wieder auch für nicht dringende Termine öffnen, Krankenhäuser dürfen wieder seit Beginn der Krise aufgeschobene Eingriffe vornehmen. Die Schweiz hatte am 16. März die Notlage mit weitgehenden Einschränkungen des öffentlichen Lebens erklärt, um eine zu starke Ausbreitung des neuen Coronavirus zu verhindern.

Maskenpflicht besteht in dem Land nicht, aber die Läden müssen verschärfte Hygieneauflagen einhalten und für Abstand zwischen den Kunden sorgen. Schulen und weitere Geschäfte sollen in zwei Wochen wieder öffnen. Wenn die Zahl der Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 nicht deutlich steigt, sollen ab 8. Juni auch Berufs- und Hochschulen sowie Museen, Bibliotheken und Zoos wieder öffnen. Laut der Johns-Hopkins-Universität sind derzeit 29.061 Personen mit dem Coronavirus infiziert, 1610 sind gestorben.

Airbus-Chef bereitet Mitarbeiter auf harte Einschnitte vor

02.22 Uhr: Das Überleben des Konzerns steht auf dem Spiel - mit diesen drastischen Worten leitet der Airbus-Chef Sparmaßnahmen ein. Auch Arbeitsplätze dürften wegfallen. Lesen Sie hier mehr.

Bundesumweltministerin: Einsatz für Klimaschutz muss weitergehen

02.00 Uhr: Bundesumweltministerin Svenja Schulze will den Klimaschutz als zentrales Element beim Wiederaufbau der Wirtschaft in der Coronakrise verankern. "Für uns wichtig ist, dass die kommenden Konjunkturprogramme so gestaltet werden, dass sie Arbeitsplätze, Innovation und Klimaschutz zugleich voranbringen", sagt die SPD-Politikerin den Zeitungen der "Funke Mediengruppe".

Aus wichtigen Ländern seien in dieser Hinsicht positive Signale zu sehen, erklärt Schulze. "China zum Beispiel denkt über grüne Konjunkturpakete nach." Weil der Klimawandel auch in Zeiten von Corona weiterexistiere, müsse der Einsatz für Klimaschutz weitergehen, so die Ministerin. Umwelt- und Klimaschutz würden nach der Krise umso mehr gebraucht, als Treiber für Wirtschaft, Innovation und Beschäftigung.

Mehrere Lokale in Stockholm wegen Verstößen gegen Corona-Auflagen geschlossen

01.30 Uhr: In Stockholm sind mehrere Bars und Restaurants von den Behörden vorübergehend geschlossen worden. Grund: Sie hätten die Regeln zum Schutz gegen das Coronavirus missachtet. In den fünf dichtgemachten Lokalen seien die Vorgaben für den Abstand zwischen den Gästen nicht eingehalten worden, begründete der Chef der Gesundheitsdienste der schwedischen Hauptstadt, Per Follin, am Sonntag die Maßnahme.

In Schweden gelten nach wie vor relativ lockere Corona-Regelungen. Am Freitag hatte die Regierung jedoch damit gedroht, Gaststätten zu schließen, da Restaurantbesitzer die Hygienevorschriften nicht immer einhielten. Derzeit sterben allerdings ungewöhnlich viele Menschen in dem Land. Bis Sonntag wurden in Schweden 2194 Todesopfer gezählt. 18.640 Menschen waren mit dem Coronavirus infiziert.

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Deutsche Bank übertrifft Erwartungen von Analysten

01.00 Uhr: Die Deutsche Bank hat sich im ersten Quartal überraschend gut geschlagen. Trotz der Coronakrise schrieb Deutschlands größtes Geldhaus einen Gewinn vor Steuern von 206 Millionen Euro, wie das Institut in der Nacht zum Montag mitteilte. Von der Bank selbst befragte Analysten hatten hingegen im Schnitt einen Verlust von 269 Millionen Euro erwartet. Nach Steuern verdiente der Konzern 66 Millionen Euro.

"Wir sind sehr zufrieden, dass die Ergebnisse für das erste Quartal unsere Fortschritte beim Umbau unserer Bank, die operative Stärke unseres Geschäfts und unsere Widerstandskraft bestätigen", sagte Konzernchef Christian Sewing. Auch bei den Erträgen schlug sich die Bank besser als erwartet: Sie verbuchte im ersten Quartal Einnahmen von 6,4 Milliarden Euro, die Experten hatten im Schnitt lediglich mit 5,7 Milliarden gerechnet. Doch auch die Deutsche Bank spürt die Folgen der Pandemie. Die Risikovorsorge lag bei 0,5 Milliarden Euro, das Kapitalpolster schmolz. Die vollständige Bilanz für das erste Quartal präsentiert das Geldhaus am Mittwoch.

Österreich will sich nur "behutsam" für Urlauber öffnen

00.30 Uhr: Österreichs Regierung hat versichert, dass das Land beim Sommertourismus für ausländische Gäste "behutsam" vorgehen werde. Grenzüberschreitender Tourismus werde "nur vorsichtig und Schritt für Schritt wieder möglich sein", sagte Außenminister Alexander Schallenberg der "Bild"-Zeitung (Montagsausgabe). Österreich werde mit Partnerländern und in engem Kontakt mit der EU-Kommission gemeinsam "an Lösungen arbeiten, wie ein behutsames Hochfahren des Sommertourismus wieder möglich sein könnte".

Zudem kämen für die Einreise nur Urlauber aus Ländern infrage, die im Kampf gegen das Coronavirus ähnlich weit seien wie Österreich und ähnlich niedrige Infektionszahlen aufwiesen, betonte Schallenberg. Zuvor hatte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) vor einem "europäischen Wettlauf" bei der Wiedereröffnung des Tourismus gewarnt. Ein solcher Wettbewerb könne zu "unvertretbaren Risiken" führen.

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, hatte der Nachrichtenagentur dpa gesagt, Sommerurlaub in Deutschland sei wohl möglich - aber keine großen Fernreisen. Er sprach sich allerdings für vorsichtige Lockerungen bei der geltenden weltweiten Reisewarnung aus.

Österreich hatte als eines der ersten EU-Länder die Beschränkungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus wieder gelockert. In dem Land gab es nach Angaben der Behörden bis Sonntag rund 15.000 bestätigte Infektionsfälle und 542 Todesopfer.

Alle 20 Millionen Einwohner von Mexiko-Stadt müssen ab Montag Masken tragen

00.16 Uhr: Im Kampf gegen das Coronavirus sollen alle rund 20 Millionen Einwohner von Mexiko-Stadt ab Montag in der Öffentlichkeit Masken tragen. Dies kündigte am Sonntag Bürgermeisterin Claudia Sheinbaum auf einer Pressekonferenz an. "Es gibt viele Menschen, die infiziert sein können, aber keine Symptome zeigen", begründete sie den Schritt. "Deshalb ist es wichtig, den Mund zu bedecken."

Sheinbaum zufolge soll die Nichteinhaltung der Regel keine Strafen nach sich ziehen. Sie forderte aber alle Einwohner der Metropole auf, ihrer Anordnung nachzukommen.

In Mexiko wurden offiziellen Angaben zufolge bisher knapp 14.000 Corona-Infektionen registriert, mehr als 1300 Menschen starben. Die Regierung geht davon aus, dass der Höhepunkt der Infektionswelle zwischen dem 8. und 10. Mai erreicht wird.

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Am 31. Dezember 2019 wandte sich China erstmals an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In der Millionenstadt Wuhan häuften sich Fälle einer rätselhaften Lungenentzündung. Mittlerweile sind mehr als 180 Millionen Menschen weltweit nachweislich erkrankt, die Situation ändert sich von Tag zu Tag. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über alle SPIEGEL-Artikel zum Thema.

Gesundheitsminister Spahn: Einführung von Corona-App kann noch dauern

00.10 Uhr: Bis eine Corona-App in Deutschland bereitsteht, kann es laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn noch etwas dauern. Man wolle den jetzt eingeschlagenen Weg mit einer dezentralen App "so schnell als möglich, aber auch so sicher als möglich gehen", sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend in den ARD-"Tagesthemen". Ein konkretes Datum nannte er nicht.

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Auf den Hinweis, dass eine App ursprünglich schon Mitte April in Betrieb gehen sollte, sagte der Minister, er habe "immer darauf hingewiesen, mit den Erfahrungen aus anderen Digitalprojekten, dass es meistens ein, zwei, drei Wochen länger dauert, als manch einer öffentlich sagt, weil Datensicherheit und Datenschutz so wichtig sind". Bei der nun geplanten App könne man "aufsetzen auf das, was in den letzten Wochen entwickelt wurde," und dieses weiterentwickeln. "Und das werden wir sehr gründlich machen, aber auch sehr zügig in den nächsten Wochen."

Die Bundesregierung hatte sich am Wochenende doch für eine dezentrale Speicherung entschieden. Als Grund nannte Spahn in der Sendung die höhere Akzeptanz dieser Lösung. "Wir brauchen möglichst viele, die mitmachen, damit wir das Virus und den Ausbruch unter Kontrolle bekommen." Die App soll helfen, Ansteckungen nachzuverfolgen,

Italien prüft ab dem 18. Mai Bedingungen für einen Neustart der Serie A

00.01 Uhr: Italiens Regierung will nach dem 18. Mai prüfen, ob die Bedingungen für einen Neustart der Serie A gegeben sind. Ab dem 4. Mai soll die Ausgangssperre im Land schrittweise gelockert werden, damit könnten Profisportler wieder individuell trainieren. Das hatte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Sonntagabend angekündigt.

"Ich bin selbst ein großer Fußballfan, aber in dieser Phase hat die Gesundheit der Athleten Vorrang. Wir lieben alle den Sport und wir wollen nicht, dass unsere Lieblinge erkranken", sagte Conte. Mannschaftstraining soll bei den Klubs nach derzeitigem Stand ab dem 18. Mai wieder möglich sein.

Zuletzt hatten die 20 italienischen Erstligaklubs einstimmig für eine Fortsetzung der Saison gestimmt. Der Ball ruht in der Serie A wegen der Coronakrise seit dem 9. März. Mit 26.000 Todesopfern ist Italien eines der vom Coronavirus am stärksten betroffenen Länder.

bbr/ngo/hba/vks/ptz/AFP/AP/dpa/Reuters